Sprachbildung und Sprachförderung in Karlsruher Kindertageseinrichtungen

Vorlage: 2019/0947
Art: Beschlussvorlage
Datum: 26.09.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 09.10.2019

    TOP: 5

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 5 Sprachbildung_Sprachfoerderung
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister INFORMATIONSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich:Dez. 3 SprachbildungundSprachförderungin KarlsruherKindertageseinrichtungen Beratungsfolge dieser Vorlage GremiumTerminTOPönöErgebnis Jugendhilfeausschuss09.10.20195 x Beschluss: Der Jugendhilfeausschussnimmtdie Vorlage zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) JaNein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja NeinDie Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x NeinJaKorridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x NeinJadurchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x NeinJaabgestimmt mit Ergänzende ErläuterungenSeite2 Mit dieser Vorlagesolldem Jugendhilfeausschuss ein Überblick über den aktuellen Stand zur Sprachbildung und Sprachförderung in KarlsruherKindertageseinrichtungen gegeben werden. WarumSprachbildungundSprachförderung? Die Sprachehat fürdenfrühpädagogischenBereich einemaßgeblicheBedeutung, da diese eng mit derkognitiven und sozial-emotionalenEntwicklungvon Kindernverbunden ist. DieUnter- stützung der Sprachentwicklungist deshalb Teil einer ganzheitlichen Entwicklungsförderung und bildeteinen wesentlichenSchwerpunkt des Bildungs-und Erziehungsauftragsvon Kinder- tageseinrichtungen (§ 22 Abs. 2 SGB VIII). Gründehierfür liegenin derzentralenSchlüsselkompetenzvon SprachefüralleBildungs- prozesse. Die Förderung der Sprachentwicklung ist deshalbdieVoraussetzung zur Schaffung von Chancengleichheit in der Entwicklung von Kindernund stellteinen wichtigenBeitragfür eine gelingende Bildungsbiografiedar.Darüber hinaussind sprachliche Kompetenzen die Grundlage von gesellschaftlicherTeilhabe und Integration. Die Gründe für einen erhöhten Sprachförderbedarfliegennebenmangelndenindividuellen Sprachkompetenzenoder allgemeinen Entwicklungsverzögerungenauchinverschiedenen so- zialen Faktoren.EinUnterstützungsbedarf besteht häufiger beiKindern,deren Eltern einen niedrigen Schulabschluss habenund/oderdiein einer anregungsarmen Familie aufwachsen. Zudem sind verstärkt Kindermit Migrationshintergrundbetroffen,die nichtDeutschals Famili- ensprachesprechen. EinealltagsintegriertausgerichteteSprachbildung, Spracherziehung und Sprachförderungistfür ALLEKindergleichermaßenäußerst wichtigundbildetsomit die Basis für einen gelungenen Übergang vonderKindertageseinrichtung in die Grundschule. SprachbildungundSprachförderungin Karlsruhe Die Stadt Karlsruhe hat sich bereits frühzeitig auf den Weg gemacht und Maßnahmen zur Sprachbildung in Karlsruher Kindertageseinrichtungeneingerichtet.DasBundesprogramm „Of- fensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ (2011 bis 2015)sowie das städtische Sprachbildungsprogramm (2012 bis 2017)mündeten im Jahr 2016/17 fast vollstän- dig in das neu aufgelegte Bundesprogramm „Sprach-Kitas: WeilSpracheder Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesministeriumsfür Familie, Senioren,Frauen undJugend. Zwei Karlsruher Einrichtungen erfüllten aufgrund der Platzkapazitäten nicht die Mindestvoraus- setzungzur Aufnahme indas Bundesprogramm.DieEinrichtungen werden daheranalog dem Bundesprogrammüberdie„Förderrichtlinien für Sprachbildungin Kindertageseinrichtungen in Karlsruhe“im Rahmen einer freiwilligen kommunalen Leistungbezuschusst. Für die 58 Kitas, die am Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ teilnehmen,stellt die Stadt Karlsruhe ein Fortbildungsbudget für die Träger zur Verfügung, welches den Einrichtungen ermöglicht, sichhinsichtlichsprachlicherBildungweiterzuqualifizieren. Darüber hinaus gibt es die Landesförderung zum Programm „SPATZ–Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen“,welcheszukünftig in das neue Landesprogramm „Kolibri-Kompetenzen verlässlich voranbringen“,überführt werden sollsowieeineVielzahl an Sprachförderangeboten auf Trägerebene für Kinder mit Zusatzbedarf. Ergänzende ErläuterungenSeite3 Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ (Projektlaufzeit:2016/2017bis2020) Ähnlich wie die vorangegangenen Sprachbildungsprogramme in Karlsruheliegt der Fokus des Bundesprogramms auf der Förderung von alltagsintegriertersprachlicherBildung für Kinderim Vorschulalter mit dem Ziel,den Spracherwerb aller Kinder anzuregen und zu fördern.Neben der „Sprachbildung“ sind die„Inklusive Pädagogik“ und „Zusammenarbeit mit den Familien“ zwei weitere zentrale Bausteine des Projekts„Sprach-Kitas“. Die Förderung des Bundesprogramms ruht auf zwei Säulen: 1.)ZusätzlicheFachkraftfür sprachliche Bildung: Die teilnehmenden Einrichtungenerhal- ten eine zusätzlicheFachkraftmit einem wöchentlichen Stellenumfang von50 Prozent. Zentrale Aufgabe der Fachkraft ist, ihre Kompetenzen im Handlungsfeld Sprache an das Einrichtungsteam weiterzugeben. Dies beinhaltetdie Beratung, Begleitung und fachliche Unterstützungdes Kita-Teams hinsichtlich der alltagsintegrierten sprachlichen Bildungs- arbeit. 2.)ZusätzlicheFachberatung:Die zusätzliche Fachberatung unterstützt mit einem wö- chentlichen Stellenumfang von 50 Prozentdie zusätzlichen FachkräfteunddasEinrich- tungsteam.Die zusätzliche Fachberatung betreut hierzu einenVerbund von 10 bis 15 „Sprach-Kitas“und deren zusätzlicheFachkräfte. Die Aufgabe der zusätzlichen Fachbe- ratung liegt in derkontinuierlichen Prozessbegleitung durch dieWeiterqualifizierung der „Sprach-Kitas“, Förderung von Teambildungsprozessen,Unterstützung bei der Konzept- entwicklung im BereichsprachlicherBildung, Zusammenarbeit mit Familien und inklusi- ver Bildung. Aktuellnehmen 58 Kitasaus Karlsruheam Bundeprogramm„Sprach-Kitas“ teil undorganisie- ren sichin vier Verbündenmit zusätzlichen Fachberatungen. Die Höhe der finanziellen ZuwendungdesBundesprogramms: Umfang der ZuwendungMaximale jährliche Zuwendung Insgesamt 1)Zusätzliche Fachkraft pro Einrichtung 25.000€1.450.000€ 2)Zusätzliche Fachberatung pro Verbund 32.000€128.000€ Esistsomitdavon auszugehen, dass die maximale Förderung des Bundes momentan bei etwa 1.578.000Europro Jahr liegt.Eine genauereAngabe ist an dieser Stelle nicht möglich, da die Finanzmittel direkt von den Trägernabgerufen werden und der Stadt nur die maximal zur Ver- fügung stehende Zuwendung bekannt ist. Zuwendungsvoraussetzungen zur Aufnahme in das Bundesprogrammwareneine Mindestan- zahl an Betreuungsplätzen (40 Plätze) undder Nachweis vonüberdurchschnittlichvielenKin- dern mitbesonderemBedarf an sprachlicher Bildung und Sprachförderungin einer Einrichtung. Ergänzende ErläuterungenSeite4 Zwischenbilanzund Ausblick Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“und die vorhergehenden Sprachbildungsprogramme ha- ben in den Karlsruher Kitas einegrundlegende undwichtigepositiveQualitätsentwicklung hin- sichtlich der Sprachbildungermöglicht.Von denknapp 60am Programm teilnehmendenKitas, berichtet einGroßteilvon einer erfolgreichen Qualitätsentwicklungdurch diezur Verfügung stehendenRessourcen (Beratung durchzusätzliche FachkraftundFachberatung,Materialien, Aufarbeitung des theoretischen Hintergrunds).AmBundesprogramm„Sprach-Kitas“beteiligen sichmehralseinViertelder Karlsruher Kindertageseinrichtungen. Dem folgend wurde die Sprachbildung und Sprachförderung in KarlsruherKitas in den letzten Jahren zum größten Teil über das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ abgedeckt. Die Finanzierung über das Bundesprogramm endet zum 31. Dezember 2020. Unklar istheute, ob weitere Fördermittelvon Seiten des Bundes daran anschließenwerden. Unabhängig von einerweiterenFörderungsollte die Stadt Karlsruheauf den bisherigen Quali- tätsgewinnaufbauen und diesen weiter vorantreiben. Die Stadt Karlsruhe wird deshalb zeitnah einKonzept erstellen,umdiebereitsaufgebaute Strukturund die erreichte Qualitätnachhaltig zusichernundim Sinne des stadtspezifischen Bedarfs weiterzuentwickeln. Dies wird auf Grundlage der Projektevaluation „Sprach-Kitas“,der daraus gewonnenenErfah- rungen und dem daraus generierten Bedarf geschehen. Wobei zu beachten ist, dass der finan- zielle Rahmen des Bundesprogramms beträchtlich ist und ein städtisches Programm diesenwohl nicht im selben Umfang abdecken wird. Zudem soll bei der Konzeptentwicklungüber die60 bereits im Programm aufgenommenen Kitas hinaus eine flächendeckende Sprachbildungfür alle Kinder in Karlsruhein Zukunftgesi- chertwerden. Damitjedes Kind mit Sprachförderbedarf in den Einrichtungen frühzeitiggeför- dertwerden kannundsomit einwichtigerBeitrag zur Chancengleichheitgeleistetwird.

  • TOP 5 Anlage
    Extrahierter Text

    Anlage 1Kentuckyallee 120Stadt Karlsruhe 2Sybelstraße 9Stadt Karlsruhe 3Blücher­Straße 23 aStadt Karlsruhe 4Haid-und-Neu-Straße 56cStadt Karlsruhe 5Frühlingstraße 2 cStadt Karlsruhe 6Obere Setz 1 aStadt Karlsruhe 7Heinrich-Köhler-Platz 4Evang. Kirche Karlsruhe 8Otto-Wels-Straße 4Evang. Kirche Karlsruhe 9Rintheimer Straße 30 aEvang. Kirche Karlsruhe 10Bilfinger Str. 7Evang. Kirche Karlsruhe 11Schinnrainstr. 9Evang. Kirche Karlsruhe 12Elsa-Brändström-Str. 20Evang. Kirche Karlsruhe 13Kreuzstraße 15aEvang. Kirche Karlsruhe 14Belfortstraße 12aEvang. Kirche Karlsruhe 15Stephanienstraße 22Evang. Kirche Karlsruhe 16Rüppurrer Straße 72Evang. Kirche Karlsruhe 17Weinbrennerstraße 23Evang. Kirche Karlsruhe 18Hertzstraße 1Evang. Kirche Karlsruhe 19Weinbrennerstraße 69Evang. Kirche Karlsruhe 20Dreikönigstraße 21Evang. Kirche Karlsruhe 21Rintheimer Hauptstraße 67Evang. Kirche Karlsruhe 22Schwetzinger Str. 16-18Evang. Kirche Karlsruhe 23Memeler Str. 12Evang. Kirche Karlsruhe 24Ellmendinger Straße 1Katholische Gesamtkirchengemeinde 25Bärenweg 40Katholische Gesamtkirchengemeinde 26Friedrichstaler Allee 50Katholische Gesamtkirchengemeinde 27Baumeisterstraße 26 aKatholische Gesamtkirchengemeinde 28Augartenstraße 51Katholische Gesamtkirchengemeinde 29Schillerstraße 52Katholische Gesamtkirchengemeinde 30Georg-Friedrich-Straße 19Katholische Gesamtkirchengemeinde 31Sophienstraße 236Katholische Gesamtkirchengemeinde 32Peter-und-Paul-Platz 5bKatholische Gesamtkirchengemeinde 33Wichernstraße 10-12Katholische Gesamtkirchengemeinde 34Kastanienallee 32Katholische Gesamtkirchengemeinde 35Reinmuthstraße 42bKatholische Gesamtkirchengemeinde 36Eugen-Geck-Straße 2Katholische Gesamtkirchengemeinde 37Königsberger Straße 9Katholische Gesamtkirchengemeinde 38Elbinger Straße 14Katholische Gesamtkirchengemeinde 39Pfinztalstraße 1Katholische Gesamtkirchengemeinde 40Markgrafenstraße 18Katholische Gesamtkirchengemeinde 41Scheffelstraße 9aKatholische Gesamtkirchengemeinde 42Kastenwörtstraße 23aKatholische Gesamtkirchengemeinde 43Zeppelinstraße 56AKatholische Gesamtkirchengemeinde 44Eichelbergstraße 1Katholische Gesamtkirchengemeinde 45Wilhelm-Leuschner-Straße 32-34Katholische Gesamtkirchengemeinde 46Waldeckstraße 9educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 47Hardtstraße 28educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 48Karl-Wilhelm-Straße 1educcare Bildungskindertagesstätten gGmbH 49Kußmaulstraße 17Pro Liberis 50Tullastraße 25Pro Liberis 51Amalienbadstraße 41Zwergen(t)raum e.V. 52Egon-Eiermann-Allee 5AWO Karlsruhe 53Schillerstraße 41AWO Karlsruhe 54Bernsteinstraße 4AAWO Karlsruhe 55Südliche Hildapromenade 5AWO Karlsruhe 56Weiherstraße 1cStudierendenwerk Karlsruhe 57Adlerstraße 26Reha Südwest gGmbH 58Kaiserallee 16, 76185 KarlsruheReha Südwest gGmbH Teilnehmende Kindertageseinrichtungen im Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist"