Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut: Ergebnisse der Bestandsanalyse zu Stärken, Defiziten, Herausforderungen und Potenzialen (SWOT-Analyse)
| Vorlage: | 2019/0854 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 10.09.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Amt für Stadtentwicklung |
| Erwähnte Stadtteile: | Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Oberreut, Oststadt, Südstadt |
Beratungen
- Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 08.10.2019
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Bereiche der Waldlage + Ruhige Lage umgeben von Grün + Gebäudebestand der Volkswohnung in gutem Zustand - Parkierung dominiert Straßenraum - Fehlende Quartiersbildung - Teilweise vernachlässigte Frei-und Sportflächen ★Anger als Potentialfläche in öffentlicher Hand Schulzentrum Südwest + Lage umgeben von Grün und Wald - Schließung von Sporthallen wegen Baumängeln - Räumliche Entfernung zu weiteren Institutionen und zentralen Orten - Geringe Wahrnehmung im Stadtteil ⚑Zeitliche Verzögerungen bis Fertigstellung neue Sportflächenangebote Neue Mitte + Architektonischer Impuls mit Kita- Neubau - Unbefriedigender Stadtraum (Brachfläche, fehlende bauliche Ränder) - Fehlende Investitionen in Gebäudebestand / Handel & Gastronomie ★Räumliches Entwicklungspotential ★Verbesserung der Versorgungsqualität der Waldlage ⚑Aufbau von neuen Teilzentren als Konkurrenz für ein starkes gemeinsames Zentrum Anne-Frank-Schule + Gute Anbindung & zentrale Lage (Nähe Gemeinschaftseinrichtung., Schmallen) + Bekanntheit über den Stadtteil hinaus + Hohe Identifikation mit dem Stadtteil - Nicht vorhandene gymnasiale Oberstufe - Bauliche & funktionale Mängel Wohnquartiere - Heterogene Baustrukturen - Weite Entfernungen in Teilbereichen zu Haltestellen und Einkaufsmöglichkeiten ★Aktivierung von Potentialflächen Schmallen + Grünes Rückgrat mit zahlreichen Aufenthaltsmöglichkeiten + Wichtige Frischluftschneise - Verstärkte Trennwirkung im Stadtteil (alter und neuer Teil) ★Umfangreiches Grünraumpotential zur Qualifizierung Badenia-Platz & Umgebung + Schaffung von zusätzlichem Wohnraum - Fehlende Attraktivität & Aufenthaltsmöglichkeit / Nutzbarkeit - Überdimensionerte, versiegelte Flächen für Parkierung - Endstation / fehlende Durchgängigkeit zum Hauptbahnhof ★Neue Impulse durch Ausbau & verbesserte Erreichbarkeit mit dem ÖPNV Gewerbestandort Oberreut + Bedeutendes Arbeitsstättengebiet + Verkehrsgünstige Lage mit überregionaler Anbindung - Mangelnde Profilierung / Bekanntheit - Fehlende Integration des Gewerbes in den Stadtteil ★Ausbaufähiger Gewerbestandort mit räumlichem Entwicklungspotential Frei-und Grünflächen allgemein + Großzügige Grünflächenausstattung - Monotone Freiräume ★Stärkung attraktiver Freiräume zur Identitätsstiftung „Modellstadtteil Freizeit“ ★Gute Voraussetzungen für die Klimaanpassung Stadtteileingang + Räumliche Nähe zur Innenstadt + Jugendgarten als eigenständiger, etablierter Standort für Jugendliche und junge Erwachsene - keine Entree-Situation in den Stadtteil / fehlende Konturen entlang des Straßenraums ★Räumliches Entwicklungspotential ⚑Konfliktpotential Jugendgarten - Wohnen Öffentlicher Raum - Überdimensionierter Straßenraum - Verstärkung der Trennwirkung ★Flächenpotentiale durch Neuordnung des Straßenraums und straßenbegleitend Legende + Stärken - Schwächen ★Chancen ⚑Risiken Stadtteilentwicklungskonzept “Oberreut“ SWOT-Analyse Räumliche Darstellung Übergänge Stadtteil -Umgebung + Großzügige Waldflächen und Kleingartenanlagen + Naherholungsmöglichkeiten direkt vor der Haustür + Idyllische Lage am bzw. teilweise sogar im Wald - Undefinierte Ränder - Vernüpfungder Naherholungsmöglichkeiten
-
Extrahierter Text
Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 1 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut SWOT-Analyse 1. Der Stadtteil Oberreut .................................................................................................................................................... 2 2. Die Entwicklung des Stadtteils ................................................................................................................................. 2 3. Methodik & Vorgehen .................................................................................................................................................... 3 4. Themenanalyse ................................................................................................................................................................ 4 5. Zusammenfassende SWOT-Analyse .................................................................................................................. 12 6. Vorläufige Empfehlungen .......................................................................................................................................... 14 Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 2 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 1. Der Stadtteil Oberreut Oberreut liegt ca. 2,5 Kilometer südwestlich der Karlsruher Innenstadt. In dem grünen, am Wald gelegenen Stadtteil, leben aktuell knapp 10.000 Menschen. Oberreut gliedert sich in zwei größere Bereiche, die Waldlage und die Feldlage. Der Grünstreifen „Schmallen“ trennt räumlich den älte- ren Westteil vom neueren Ostteil. Der westliche Bereich, entlang des Waldes, wird von einer groß- maßstäblichen Bebauung aus Hochhäusern geprägt. Im Zuge der weiteren Entwicklung entstan- den v.a. weitere Geschosswohnungsbauten und Reihenhäuser. Die Rolle, die der soziale Miet- wohnungsbau in Oberreut in der Vergangenheit spielte und heute noch spielt - ist groß. Oberreut ist im Vergleich zu allen Karlsruher Stadtteilen relativ und absolut betrachtet Spitzenreiter im Be- stand von Sozialmietwohnungen. 2. Die Entwicklung des Stadtteils Oberreut ist als Stadterweiterung am südlichen Rand der Stadt in den 1960er Jahren entstanden. Bewohner*innen aus dem sanierungsbedürftigen „Dörfle“, dem innerstädtischen historischen Quartier, sollten hierhin umgesiedelt werden. Die ersten Bewohner*rinnen wurden als Pioniere bezeichnet, denn die Erschließung und weitere Infrastruktur des Neubaugebiets waren nur in Grundzügen vorhanden. Die Grundkonzeption Oberreuts geht auf den Generalbebauungsplan von 1926, auch „Schneider- plan“ genannt, zurück. Im Stil der modernen „Satellitenstädte“ oder „Trabantenstädte“ in den 50er Jahren wurde auf einer Fläche von 100 ha auf dem Reißbrett eine Wohnsiedlung für ca. 12.000 Menschen vorgesehen. Erste Planungen waren gar für bis zu 18.000 Einwohner*innen ausgelegt. Die damaligen Planungen sahen zudem Ladenzentren, Schulen, ein Kino sowie ein Hotel vor. Den Anfang markierte eine Bebauung mit preiswerten Wohnungen, vor allem für kinderreiche Fa- milien auf 25 ha städtische Waldflächen. Im Jahre 1970 war die Bebauung in der Waldlage been- det. 5.700 Menschen, anstatt der geplanten 4.200, wohnten in den 1.160 entstandenen Wohnun- gen. Oberreut galt als kinderreichster Stadtteil Karlsruhes. Gleichzeitig sorgten hohe Gaspreise für Unmut bei den Bewohner*innen. In weiteren Bauphasen ab 1967 wurde die bauliche Entwicklung der „Feldlagen“ im Osten des Stadtteils vorbereitet und die Planung aus dem Jahr 1962 überarbeitet, u.a. wurde die Straßen- bahnlinie geplant. Mit der „Feldlage I“ im Norden entstand das neue Schulhaus. Zur Aufsiedlung der „Feldlage“ wurden Zuschüsse für die neu entstandenen Wohnungen eingesetzt. Bis 1980 wurde der Bebauungsplan für die Feldlage II“ beschlossen. Neben den Etagenwohnun- gen entstanden nun Eigentumswohnungen, Reiheneigenheime und im Zentrumsbereich Ein- kaufsmöglichkeiten sowie Dienstleistungsflächen. Die Planungen für „Oberreut-Feldlage III“ schlossen Anfang der 80er Jahre an, wurden aber erst unter dem Druck akuter Wohnungsnot 1988 konkretisiert und eine verdichtete Bebauung schließ- lich 1990 durch den Gemeinderat verabschiedet. 1986 kam dann die Erschließung mit der Stra- ßenbahn. Die Forderungen der Einwohner*innen nach Begegnungsorten führten zu der Entwick- lung des Jugend- und Stadtteilbegegnungszentrums der „Weiße Rose“ 1983 und dem gegenüber- liegenden ökumenischen Zentrum 1988. Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 3 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 3. Methodik & Vorgehen Die Basis für die nachfolgend dargestellten Ergebnisse bilden gleich mehrere Bearbeitungs- stränge, die zwischen Januar und Juli 2019 relevante Informationen rund um Oberreut generiert haben. 1. In Kooperation mit dem Masterstudiengang Stadtplanung an der Hochschule für Technik, Stuttgart sind systematisch städtebauliche und soziale Themen recherchiert und aufbereitet worden. 2. Im Zuge des Beteiligungsprozesses „Gemeinsam handeln für das Oberreut von morgen“ konnten zwischen Januar und Juli 2019 Akteur*innen und Bewohner*innen über öffentliche Veranstaltungen und Interessenworkshops zu thematischen Schwerpunkten Handlungsbedarfe und Verbesserungsmöglichkeiten vor Ort mitteilen. 3. Eine aktivierende Befragung vor Ort über mehrere Tage Ende April / Anfang Mai hat Menschen zu möglichen Wünschen oder Verbesserungsideen für den Stadtteil befragt. 4. Über das Beteiligungsportal Meine Stadt Karlsruhe konnten Anwender*innen Stärken und Schwächen räumlich verorten sowie mittels Kommentarmöglichkeit diese Eindrücke erläutern. Als nächster Schritt erfolgte eine Bündelung und Sortierung dieser umfassenden Informations- sammlung entlang der gebildeten Themenbereiche. Die wichtigen und wegweisenden Aussagen wurden herausgearbeitet und in einem Entwurf zusammengeführt. Gegenüber der für den Beteiligungsprozess gebildeten Lenkungsgruppe wurde dieser Zwischen- stand am 25.06.2019 vorgestellt und hierzu Rückmeldungen eingeholt. Die Hinweise aus der Runde wurden im abschließenden Arbeitsschritt eingearbeitet, offene Punkte nachrecherchiert und vorläufige Empfehlungen ausgearbeitet. Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 4 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 4. Themenanalyse 4.1 Erkenntnisse der Analyse zu „Sozialstruktur / Statistik“ à Andauernder überdurchschnittlich hoher Anteil sozial benachteiligter Bevölkerung à Teile der Bewohnerschaft haben wenig Perspektiven Einwohnerentwick- lung & Prognose ◉ Oberreut hat gegen den Trend der Gesamtstadt seit 2006 Einwohner*innen verloren (-5%) ◉ Bis 2030 jedoch rasches Wachstum prognostiziert: +11,4% bzw. 1.100 zusätzliche Einwohner*innen Altersstruktur ◉ Weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter; der Anteil der Senio- ren*innen (über 65J) steigt an, der Anteil der Kinder (unter 14) sinkt gegenläufig ◉ Auswirkung demografischer Faktoren: längere Lebenserwartung, mehr Ältere als Junge und weniger Kinder Ausländeranteil & Zugehörigkeit ◉ Insgesamt 104 Nationen im Stadtteil vertreten ◉ Anteil nicht-deutscher Bevölkerung stark zunehmend; jährliches Saldo seit 2015 ca. +10% ◉ Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund deutlich höher als in Karlsruhe gesamt ◉ Russische und rumänische Herkunft überwiegen, diese überproportional in der Feldlage Sozialwohnungen ◉ Stadtteil mit höchstem Anteil an Sozialmietwohnungen: 18,4% oder 877 WE (in KA gesamt: 2%) ◉ Rund ein Viertel aller Sozialwohnungen in Karlsruhe befinden sich in Oberreut Bildungsgrad Deutliche Abwei- chungen bei den Übergängen in wei- terführende Schulen ◉ Die Übergangsquote ins Gymnasium liegt in Oberreut bei 33%, im Karlsruher Durchschnitt bei 61%. ◉ Entsprechend gibt es in Oberreut 12% mehr Übergänge in die Real- schule bzw. 19% mehr in die Gemeinschaftsschule als in Ka gesamt. Wahlergebnisse und -Beteiligung ◉ Deutlich unterdurchschnittliche Wahlbeteiligung (-20 bis 30% gegenüber KA gesamt) ◉ Rechts-konservative Wählerneigung, siehe Abweichungen Bundes- tagswahl 2017: AfD 23,9% (KA: 10,4%); Grüne 8,4% (KA: 18,3%) ◉ Kommunalwahl 2019: 37% Wahlbeteiligung (gegenüber 59% in Ka) CDU 20,8%, AfD 19,6%, GRÜNE 17,9%, SPD 15,6%, DIE LINKE 6,1%, FDP 4,9%, KAL 4,3%, FÜR KA 3,7%, Freie Wähler 3,6%, Die PARTEI 3,6% Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 5 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 Geringe Einkommen ◉ Gegenüber dem Netto-Einkommen von 1.980 € pro Kopf in Karls- ruhe haben die Bewohner in Oberreut einige hundert Euro weniger zur Verfügung (Angaben aus Bürgerumfragen; nicht repräsentativ) ◉ Auch innerhalb des Stadtteils zeigen sich erhebliche Abweichungen. Die Bewohner*innen der Waldlage haben deutlich geringere Ein- kommen pro Kopf und Monat zur Verfügung als in der Feldlage Erwerbslosigkeit / SGB II ◉ Erwerbslosigkeit auf doppelt so hohem Niveau wie Gesamtstadt: 6,8% zu 3,5% ◉ Höherer Anteil an ausländischen Erwerbslosen (9% Oberreut zu 4,5% KA) ◉ Höherer Anteil an Jugend- und Langzeitarbeitslosen (5% Oberreut zu 2% KA bzw. 2% Oberreut zu 1% KA) ◉ Überproportionaler Anteil an SGB II-Bezieher*innen (Oberreut 15%, in der Waldlage 24%; KA 4,9%) 4.2 Zentrale Erkenntnisse der Analyse zu „Soziale Infrastruktur & Kultur“ à Oberreut nimmt über die Stadtteilgrenzen hinaus eine Funktion als Schulstandort ein; es gibt keine Sekundarstufe II à Die sozialen Einrichtungen und Veranstaltungen dienen als Begegnungsorte und Kristallisationspunkte für gesellschaftliches Leben und tragen zur Stabilität des Stadtteils bei à Oberreut steht für eine gewachsene Jugendarbeit und verfügt mit dem Jugendgarten und der Weißen Rose über den Stadtteil prägende Orte Anne-Frank-Gemeinschafts- schule (AFS) ◉ „ Wer sich auf Schule freut, kommt auf die Anne-Frank- Schule in Oberreut“ - Slogan drückt Verbundenheit zum Stadtteil aus ◉ Etwa 600 Schüler*innen + 60 Lehrkräfte, Grund- (Jahrgangs- stufe 1-4), Gemeinschafts- (Jahrgangsstufe 5-8) & Werkreal- schule (Jahrgangsstufe 9-10) ◉ Angebote umfassen neben dem Ganztagesangebot Inklusi- onskurse, Förderangebote, Sport-& Freizeitangebot, Kunst- & Kulturangebot ◉ Zwischen der Otto-Wels-Straße und der AFS liegt benach- bart die Friedrich-Schlick-Glaserfachschule Schulzentrum Südwest ◉ Engelbert-Bohn-Schule (Kaufmännische Schule) mit ca. 1.100 Schüler*innen in der Berufsschule oder in der zweijäh- rigen Berufsfachschule bzw. dem Berufskolleg ◉ Sophie-Scholl-Realschule von 1978 bis 1987 „Realschule Oberreut“, danach Umbenennung auf Antrag der Schulkon- ferenz, ca. 500 Schüler*innen kommen aus verschiedenen Stadtteilen Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 6 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 Einrichtungen & Angebote für Kinder / Familien ◉ Fünf Kitas verschiedener Träger: städtisch, katholisch (2x), evangelisch, AWO ◉ Defizit von 89 Betreuungsplätzen für unter 3-Jähringe in Oberreut aktuell. Neubau evang. Kita stellt ab 2020 20 Be- treuungsplätze für unter 3-Jährige zur Verfügung. ◉ Prognose für 2020: Defizit von 69 Betreuungsplätzen (unter 3- Jahre). Bei den über 3-Jährigen ist der Bedarf zu 10% ge- deckt. ◉ Zusätzlicher Kita-/Krippenausbau vielfach gefordert ◉ Elterncafé in der Weißen Rose (Diakonisches Werk) ◉ Entwicklung der Villa Regenbogen zum Familienzentrum mit weiteren Angeboten: Elterncafé, Spiel- und Lernstube Einrichtungen & Angebote für Senior*innen ◉ Seniorenstüble in der Weißen Rose mit Seniorennachmittag, Alt & Jung-Treff im Ökumenischen Gemeindezentrum, Senio- rentreff der Karlsruher Pensionärsvereinigung (1x/Mon.) ◉ Betreutes Wohnen in der AWO-Seniorenwohnanlage Ober- reut, nah am Einkaufszentrum (74 altersgerechte Wohnun- gen), Haus Lucia Hug der ASB mit 87 Pflegeplätzen am Ba- deniaplatz Förderung des Gemeinschaftslebens ◉ Bürgerverein, Weiße Rose und Jugendgarten veranstalten: Frühschoppen, Flohmarkt, Bouleturnier, Sommerfest, Kinder- fest, Summertime Hiphop Open Air, Weihnachtsfest ◉ Unterschiedliche Kulturschaffende aus Oberreut haben sich, auf Initiative des Leitprojekts „Bunte Stadt“ hin, in der neu ge- gründeten Stadtteilgruppe Kultur zusammengefunden. ◉ Ökumenisches Gemeindezentrum und Weiße Rose koope- rieren in der Kulturarbeit: monatlicher Kulturtreff ab Septem- ber im ökumenischen Gemeindezentrum Streetwork Oberreut ◉ Seit 2004 Mobile Jugendarbeit in Oberreut ◉ Ziele mobiler Jugendarbeit: Vermittlung Akzeptanz & Tole- ranz, Lebenssituation nachhaltig verbessern, Erhalt/Schaf- fung Treffpunkte im öffentlichen Raum, Abbau sozialer Be- nachteiligung ◉ Vier Handlungsfelder: Aufsuchende Sozialarbeit (Streetwork), Einzelfallhilfe, Freizeit- und Gruppenangebote, Gemeinwe- sen-orientierte Arbeit Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 7 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 Jugendgarten Treffpunkt für Jugendliche im Alter zwischen 14-27 Jahre ◉ Gründung 2004 auf einer Größe von 1.800 qm (Ausbau, Infrastruktur und Instandsetzung) ◉ Der Jugendgarten ist Teil der Mobilen Sozialarbeit (Mitverwaltung Streetwork Oberreut) ◉ Basis ist die Arbeit im Jugendgarten; es gilt das Prinzip der Partizipation und Verantwortungsübernahme ◉ Angebote beinhalten Grillmöglichkeit, Tonstudio, Feuerstelle, Basketballfeld, Graffitiwände ◉ Die Fläche des Jugendgartens steht im FNP 2030 als Wohnbaufläche “Östliche Otto-Wels-Straße“. Darin ist ver- merkt, dass der Jugendgarten beachtet und in eventuelle Planungen integriert werden soll. ◉ Initiative im Stadtteil mit Unterschriftensammlung zum Erhalt des Jugendgartens Stadtteilbegegnungszentrum Weiße Rose ◉ Schwerpunkt auf junge Menschen im Alter von 6-27 Jahren ◉ Gemeindebibliothek, Spiel-und Lernstube, Seniorenclub der AWO, Startpunkt Elterncafé, Veranstaltungsräume, Ferienan- gebote, Ausflüge, Gewaltpräventionsprojekte 4.3 Zentrale Erkenntnisse der Analyse zu „Akteure & Netzwerke“ à Der Organisationsgrad insgesamt ist eher gering einzuschätzen; hingegen gibt es einen festen Kern an aktiven Menschen im Stadtteil Vertretung des Stadtteils ◉ Zentrale Bedeutung des Bürgervereins zur Wahrung und Förderung der Allgemeininteressen des Stadtteils sowie Förderung und Pflege des Gemeinschaftslebens ◉ Bündelung und Vertretung der Interessen nach außen durch den Bürgerverein: stadtweit, im politischen Raum, Pressearbeit. „Ober- reuter Waldpost“ als eigenes Mitteilungsblatt des Vereins ◉ Keine politische Vertretung im Gemeinderat aus dem Stadtteil bzw. dort wohnhaft ◉ Interessengemeinschaft Oberreut (IGO) als Stadtteilgremium, mit allen Institutionen und Vereinen des Stadtteils, hat eine zentrale Bedeutung Wichtige Akteurs- gruppen & Rahmen- bedingungen ◉ Zentrale Akteur*innen mit hoher Aktivität und Repräsentanz (BV, IGO, ÖGZ, Weiße Rose) ◉ Akteur*innen weisen auf Raumengpässe hin sowie inadäquate Raumangebote (Barrieren, Lautstärke, etc.) ◉ Außer Weißer Rose, ökumenischem Gemeindezentrum (ÖGZ) & Restaurant(s) kaum Orte für Netzwerke/Kontakte und Veranstaltun- gen Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 8 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 Lücke Quartiers- management ◉ Fehlen von festen Ansprechpartner*innen / Anlaufstellen mit Querschnittsaufgaben wie Quartiersmanager*in, Stadtteilbüro (städtischer Prozess Quartiersentwicklung noch nicht lokal) ◉ Vernetzung mit übergeordneten Einrichtungen und zur Stadtverwaltung noch ausbaufähig Erkenntnisse aus dem Beteiligungs- prozess ◉ Nach anfangs guter Beteiligung konnte Zahl der Akteur*innen erweitert werden, doch eine breite Resonanz auf die Beteiligungs- angebote, insbesondere die Interessensworkshops, blieb aus ◉ Fester Kern von Akteur*innen mit hoher Mitwirkungsbereitschaft – es gestaltet sich mühsam darüber hinaus Bewohner*innen zum Mit- machen zu gewinnen ◉ Bedarfe von „stillen“ oder den benachteiligten Gruppen zuzurechnenden Bewohner*innen sind noch zu wenig abgebildet. Dazu zählen u. a. Alleinerziehende, Menschen mit Migra- tionsgeschichte bzw. mit Sprachbarrieren, SGB2-Bezieher*innen, Menschen mit Unterstützungs- oder Pflegebedarf, Menschen mit Behinderung. ◉ Ungeduld bezüglich der erhofften Veränderungen; Wahrnehmung, dass sichtbare Veränderungen nicht absehbar sind und die Umset- zung kurzfristige Maßnahmen fehlt 4.4 Erkenntnisse aus der Analyse zu „Image & Identität“ à Es besteht eine hohe Abweichung zwischen dem Blick von Außen und der Innensicht auf den Stadtteil, genauso wie zwischen subjektiver und objektiver Betrachtung z.B. im Hinblick auf die Sicherheit à Das Sozialverhalten ist durch ein Spannungsverhältnis geprägt zwischen teils antisozialem Verhalten im Stadtteil und guten kleinräumigen sozialen Kontakten Außen-/ Innenwahrnehmung ◉ Außenwahrnehmung v.a. durch die Medien negativlastig / einseitig transportiert; aufgrund früherer Probleme haftet dem Stadtteil ein Negativimage an ◉ Aspekte, die den Außenauftritt prägen: Endstation (der Stadtbahn), Musikszene, Feste, Wohnraum, Planungen (wachsender Stadtteil) ◉ Befragungen zeigen uneinheitliches Bild – mehrheitlich hohe Wohnzufriedenheit Integration und Zu- sammenleben / Nachbarschaft ◉ Menschen leben gerne in Wohnungen 1 ◉ Regelmäßig Nachbarschaftskonflikte zu Lärm, Müll, Sperrmüll ◉ Abgrenzung – wenig Berührungspunkte zwischen Eigentümer*innen und Wohnungsbesitzer*innen und den Menschen in Miet- und So- zialmietwohnungen 1 Aus Mieterbefragungen der Volkswohnung Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 9 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 Sicherheit & Kriminalität ◉ Zunahme an Straftaten in den letzten Jahren sowohl in Oberreut als auch in KA gesamt ◉ Geringes Sicherheitsempfinden innerhalb der eigenen Wohngegend ◉ Nach der Innenstadt der Stadtteil, wo sich andere am ehesten möglicherweise fürchten (würden) ◉ Von der Anzahl der Straftaten rangiert Oberreut im unteren Mittelfeld im städtischen Gesamtvergleich ◉ Polizeiposten tagsüber besetzt 4.5 Zentrale Erkenntnisse der Analyse zu „Freiraum“ à Der Flächenanteil des Freiraums ist mit 48,4 % weit überdurchschnittlich à Trotz hohem Freiraumanteil unzureichende Nutzungsmöglichkeiten der Spielflächen und Sportanlagen à Plätze sind durch mangelnde Aufenthaltsqualität gekennzeichnet Öffentliche Spiel- und Sportplätze ◉ Handlungsbedarf bei Ausstattung / Abbau und Ersatz von Spielgeräten ◉ Altersspezifische und Bedarfs- Überprüfung notwendig ◉ Sportanlagen an Schulen sind nicht öffentlich zugänglich Plätze ◉ Eigentliche Quartiersmitte ist unattraktiv und verfügt über keinerlei Aufenthaltsqualität ◉ Oberreut Zentrum ohne Aufenthaltsqualität; Gestaltungsdefizite sowie ungeeignete Randnutzung (Bierstube) ◉ Julius-Leber-Platz: keine Orientierung der Gebäude zum Platz, wöchentlicher Markt unzureichend bestückt ◉ Badenieaplatz: nicht erreichbar und nicht zum Aufenthalt geeignet, wirkt als Barriere Grüner Stadtteil ◉ Grüne Wohnumgebung als Identifikationsmerkmal für den Stadtteil ◉ Nähe und Einbindung in die umgebenden Waldflächen als Besonderheit ◉ Weitläufiger Grünzug "Schmallen" mit zahlreichen Aufenthaltsmöglichkeiten vorhanden ◉ Zahlreiche Grünflächen ◉ Private Hausvorbereiche wenig ökologisch angelegt ◉ Grüne Weiten ambivalent – einerseits positiv bewertet, andererseits z.B. ausgedehntes Verkehrsbegleitgrün und Abstandsgrün mit trennender Wirkung und kaum nutzbar ◉ Bisher nur wenige Abschnitte als Rasengleis ausgebildet Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 10 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 4.6 Zentrale Erkenntnisse der Analyse zu „Städtebau und Wohnen“ à Geringe Vielfalt an Gebäudetypen und fehlende Variabilität an Wohnangeboten à Nachverdichtungspotentiale sowohl in der Wald- als auch in der Feldlage à Hoher Anteil an Sozial-Mietwohnungen, künftig überwiegend Mietwohnungsbau Städtebau ◉ Markante Dreiteilung entsprechend der Bauphasen ◉ Geschossigkeit bis 14 Stockwerke; im Süden eher niedrig; östlich und westlich jeweils höher Typologien ◉ Zeilenbauten und hoher Anteil Reihenhäuser; kaum Doppel- bzw. Einzelhäuser; Quartiere mit ganz unterschiedlichem Charakter Potentiale ◉ Im FNP 2030 zwei Hektar Wohnbaufläche für 110 WE für 200 Bewohner*Innen vorgesehen („Östl.-Otto-Wels-Straße“), für den Bereich „Östlich Wörrishofer Straße“ 173 WE geplant Wohnen ◉ Hoher Anteil an Sozialmietwohnungen ◉ Volkswohnung verfügt über 2.382 Wohneinheiten (davon 80% 2- oder 3-Zimmer-Wohnungen) ◉ Abnahme der Sozialmietwohnungen zwischen 2007 und 2016: 920 Wohnungen Überbaute Fläche ◉ Die Waldlage weist den geringsten Überbauungsgrad auf (18%); im Umfeld der Weißen Rose sind es hingegen 52% 4.7 Zentrale Erkenntnisse der Analyse zu „Verkehr & Mobilität“ à Entfernungen zu Haltepunkten in einigen Quartieren (Waldlage) lang à Anbindung an ÖPNV (Straßenbahn und Buslinien) wird grundsätzlich positiv bewertet à Parkierung entlang der Straßen in der Waldlage dominierend Anbindung ◉ Bahnhof & Innenstadt max. 3 km entfernt ◉ Tramlinie 1983 bis Europahalle, bis 1986 Oberreut Zentrum, 1990 bis Badeniaplatz ◉ Ältere Gebäude der Waldlage wie auch Teile des Gewerbegebiets nicht im 500m Radius von Haltestellen ◉ 2 Buslinien im 20 & 30min-Takt (50 & 51), bei 300m Radius im Nordwesten (Waldlage) und ganz im Süden weiter entfernt Straßen / Erschließung ◉ Haupterschließungsstraßen mit Tempo 50 ◉ Nebenstraßen mit Tempo 30 ◉ Verkehrsberuhigte Bereiche in Wohnquartieren (Reihenhausbebauung) Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 11 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 Fahrradwege & Radinfrastruktur ◉ Fahrradwege gut ausgebaut v.a. entlang der Grünachse und im Wald (Vernetzung nach außen) ◉ Radwegenetz nicht durchgängig, u.a. mangelnde Übergänge ◉ Ein einzelnes Bike-Sharing-Angebot ◉ Es fehlt an sicheren, überdachten Fahrradabstellplätzen in der Waldlage sowie beim Jugendzentrum, Schule und den Sportplätzen Parkierung ◉ In älteren Gebieten nur Parkierung entlang der Straßen ◉ In neuen Bereichen vermehrt Tiefgaragen ◉ Parken entlang der Straße sehr dominierend Lärm ◉ Lärmkarten (Tag/ Nacht; auch Straßenverkehr) zeigen geringe Lärmbelastung abseits der Verkehrsachsen ◉ Lärmschutzmaßnahme im neuen Baurecht berücksichtigt 4.8 Erkenntnisse der Analyse zu „Arbeit, Wirtschaft, Versorgung & Gesundheit“ à Hohe Anzahl von Arbeitsplätzen in Oberreut sowie zukunftsorientiertes Gewerbe à Keine Verknüpfung von Gewerbestandorten mit restlichem Stadtteil. à Waldlage ist vom Zentrum abgetrennt und weitgehend ohne Angebote à Es fehlt eine gastronomische Vielfalt, wie Restaurants, Cafés, Eisdiele und Biergarten à Die medizinische Vorortversorgung v.a. mit Fachärzt*innen ist nicht ausreichend Arbeit ◉ Es gibt circa 1.500 Arbeitsplätze (auch zukunftsgerichtete) in Oberreut ◉ Versicherung Badenia über 500 Arbeitsplätzen, Bechtle Standort Oberreut mit 140 Arbeitsplätzen, LUBW mit 450 Arbeitsplätzen am künftigen Gesamtstandort ◉ Arbeitslosigkeit in Oberreut ist mit 6,8% im Vergleich zu Ka mit 3,5% signifikant höher Wirtschaftsflächen ◉ Logistik-Standort von Otto-Office rückläufig (neue Medienagentur) ◉ Grundstück steht evtl. zum Verkauf (Standort sehr abgeschottet) ◉ Gewerbeflächen / Grundstücke mit ca. 9.000 qm (GE Großoberfeld und GE Kleinoberfeld 1400 qm befinden sich in der Vermarktung) Versorgung ◉ Nahversorgung: 3 Supermärkte (Netto, Mix-Markt mit überwiegend russischen Produkten, Edeka), Wochenmarkt mit 3 Markthändlern (wenig frische Angebote), kein Drogeriemarkt vorhanden ◉ Dienstleister / Handwerk v.a. Friseure und Kosmetik (kaum weitere Angebot) ◉ Eine Sparkassenfiliale sowie 3 Bankautomaten Gastronomie ◉ 2 Döner-Imbiss, 1 griechisches Restaurant, 1 Kneipe „Bürgerstüble“ Gesundheit ◉ 3 Allgemeinmediziner, 1 Zahnarzt und 1 Kinder- und Jugendpraxis; derzeit Aufnahmestopp / lange Wartezeiten ◉ 2 Apotheken (nur im zentralen Bereich) sowie 2 Pflegestellen Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 12 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 5. Zusammenfassende SWOT-Analyse 5.1 Stärken 1 Wahrnehmung als grüner Stadtteil: Großzügige Grünflächen, Waldlage 2 Insgesamt gute Wohn- und Lebensbedingungen: Wohnungsangebot, Einkaufsmöglichkeiten, ruhiger Stadtteil, Nähe zur Innenstadt 3 Räumliche Entwicklungspotentiale 4 Hoher naturräumlicher Freizeitwert 5 Stadtteil mit viel Freiraum und Spielmöglichkeiten für Kinder 6 Kulturelle und ethnische Vielfalt der Bewohnerschaft 7 Positive Standortfaktoren in Bezug auf Lage und verkehrliche Anbindung 8 Eine hohe Zahl an Arbeitsplätzen im Stadtteil 9 Gefestigte Stadtteilinstitutionen mit guter Zusammenarbeit & Kooperationsbereitschaft: Bürgerverein, Weiße Rose, ökumenisches Gemeindezentrum (ÖGZ), Anne-Frank-Schule, Villa Regenbogen, Jugendgarten 10 Gutes Gesamtniveau der Gebäudebestände der Volkswohnung – energetisch, baulich, barrierearm 11 Arbeitsstättenschwerpunkt mit Entwicklungsmöglichkeiten 5.2 Schwächen 1 Negatives Stadtteilimage 2 Teilweise gesellschaftliche Desintegration 3 Monotone Freizeitinfrastruktur, wenig kulturelle Angebote & kaum Vereinsstrukturen 4 Unterdurchschnittliches Sicherheitsempfinden 5 Zurückgehende Stadtteil-Identifikation / Unzufriedenheit mit der Nachbarschaft 6 Wenig ausgeprägter Zusammenhalt, Akzeptanz und Vertrauen untereinander 7 Geringer Organisationsgrad, bürgerschaftliche Initiativen, Netzwerke & Strukturen 8 Unzureichende Gestaltung und mangelnde Nutzungsvielfalt der Stadtteilmitte / Mangel an Versammlungsorten und nicht-kommerziellen Treffpunkten 9 Fehlende Sekundarstufe II 10 Unausgewogene Sozialstruktur der Bewohner*innen 11 Ethnische und soziale Segregationstendenzen 12 Geringe Vielfalt an Bautypologien mit überwiegend funktionaler Ästhetik 13 Beschränktes gastronomisches Angebot 14 Defizit an Kita-Plätzen für unter 3-Jährige (aktuell fehlen 89 Betreuungsplätze, ab 2020 69) Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 13 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 5.3 Chancen 1 Partizipativer Stadtteilentwicklungsprozess 2 Bündelung von Ressourcen in der Stadtverwaltung und Synergien 4 Breiter Wunsch nach Imageaufwertung und Verbesserungen im Stadtteil 5 Breit gestreute stadtteilinterne Kommunikation 6 Räumliche Entwicklungspotentiale / Effizientere Ausnutzung der Flächenangebots 8 Generelle Investitionsbereitschaft 9 Stadtweite hohe Wohnraumnachfrage für unterschiedlichste Wohnangebote / Niveaus 10 Öffentliche Finanzhilfen für Quartiersprogramme, Partizipative Prozesse, Bewältigung des demografischen Wandels, klimagerechten Stadtumbau 11 Verknüpfung von Naherholungspotenzialen 12 Ausbau von Nahversorgungszentren und Verknüpfung mit sozialen Treffpunkten, Anlauf-und Beratungsstellen sowie Bündelung von Angeboten (z.B. Ärzten) 13 In-Wert-Setzung von Sport-, Spiel- und Freiflächen, die Gestaltung von Treffpunkten sowie die Schaffung neuer Angebote unter direkter Beteiligung der Nutzer*innen 14 Die beschlossene Einrichtung einer zusätzlichen gymnasiale Oberstufe in Karlsruhe 15 Entwicklung von Maßnahmen wie der Bau eines Stadtteilzentrums, das Leitprojekt „Bunte Stadt“ für kulturelle Aktivitäten oder Antrag auf Quartiersmanagement (Diakonisches Werk) 5.4 Risiken 1 Schnelles Wohnflächenwachstum ohne ausreichende Berücksichtigung der daraus er- wachsenden Wohnfolgeinfrastruktur sowie einseitige Schaffung von Mietwohnungen 2 Mangelnde Transparenz / Information/ Kommunikation 3 Verstärkung von Problemlagen / Verlust der Wohnzufriedenheit 4 Beibehaltung und Verstärkung der Trennung ethnischer und kultureller Gruppen außerhalb von Schule und Kindergarten 5 Verdrängung einkommensschwacher Haushalte bei Verlust der Bindung von Sozialmietwohnungen; Segregationstendenzen, höhere Mieten / Grundstückskosten 6 Konflikthaftigkeit von Veränderungen / Bebauung Wohnbaufläche 7 Gefährdung des sozialen Friedens, Zunahme von Gewalt und Kriminalität 8 Traditionelle Freiräume und Identifikationspunkte wie Jugendgarten entfallen 9 Keine Nachhaltigkeit des STEK-Prozesses 10 Enttäuschung Einzelner / von Gruppen im Gesamtprozess 11 Lange Zeitdauer bis Maßnahmen umgesetzt werden 12 Wenig ökologisches Bewusstsein in der Breite der Bewohnerschaft 13 Ärztliche Unterversorgung durch Ruhestand Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V. G.D.Z. Seite 14 von 14 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut - SWOT-Analyse August 2019 6. Vorläufige Empfehlungen 6.1 Städtebauliche Planung à Ausbildung einer identitätsstiftenden stadträumlich und sozial attraktiven Mitte à Gezielte Aufwertung des öffentlichen Raumes zur besseren Verknüpfung und Einbindung der heterogenen Bebauung und als Visitenkarte nach außen à Neuen Wohnraum kombinieren mit Mehrwert für bestehende Bewohner*innen durch zusätzliche Angebote à Steigerung des Gefühls der Identität, Orientierung und Wohlbefindens durch „gute“ Architektur à Altersgerechtes Wohnen und Wohnumfeld : Wohnformen für das Leben im Alter, barrierefreie Räume und Angebote, wohnortnahe Versorgung, Hilfs- und Unterstützungsleistungen à Oberreut als „grünen“ Stadtteil weiterentwickeln: Ökologische Belange (Artenschutz, Biodiver- sität, Erneuerbare Energien, Naturschutz) stärker berücksichtigen und Naturerlebnis fördern à Verbesserung der stadträumlichen Anbindung an Innenstadt über Pulverhausstraße (Überweg / DB-Halt?) à Förderung kreativwirtschaftlicher Bestrebungen bzw. der Gestaltung produktiver Quartiere à Weiterentwicklung des Gewerbestandorts / Umnutzung des Logistikstandortes à Kurzfristige Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum à Stärkung Treffpunkte: für Jugendliche; Basketballplatz, Verbesserung Bolzplatzinfrastruktur 6.2 Soziale Stadtteilentwicklung à Ausbildung von unterschiedlichen Wohnungsangeboten für mehr soziale Durchmischung à Bildung als Ankerthema des Stadtteils mit Zugang für unterschiedlichste Alters- und Bevölkerungsgruppen à Erweiterung des Angebots niedrigschwelliger Kommunikation vor Ort durch Kümmerer / direkten Kontakt à Offensiver Umgang mit Interessenskonflikten: Jugendgarten / Bebauung „Östlich Otto-Wels-Straße“ à Nah an den Bedürfnissen dran sein: Aufbau eines sozialräumlichen Quartiersmanagements à Förderung sozialer / nachbarschaftlicher Beziehungen à Die hohe kulturelle Vielfalt der Bewohner*innen des Stadtteils wertschätzen und aktivieren à Gezielte Strategien zur Integration Neuzuziehender / Zusammenbringen mit „Eingesessenen“ à Kulturelle Aktivitäten ausbauen 6.3 Angebote / Funktionen à Kommunikation als lebenswerter Chancen-Stadtteil für Familien mit Kindern, Studierende à Attraktive Freizeitinfrastruktur, teilweise mit stadtweiter Wirkung implementieren, die die Lage- und Freiraumpotentiale nutzt und verknüpft à Kulturelle Angebote ausbauen à Gastronomisches Angebot und nicht kommerzielle Treffpunkte fördern
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister INFORMATIONSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/0854 Dez. 2 Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut: Ergebnisse der Bestandsanalyse zu Stärken, Defiziten, Herausforderungen und Potentialen (SWOT-Analyse) Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 08.10.2019 1 x Beschluss: Der Hauptausschuss nimmt die Ergebnisse der Bestandsanalyse zu Stärken, Defiziten, Heraus- forderungen und Potentialen (SWOT-Analyse) zum Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant Nein x Ja Korridorthema: Grüne Stadt, Soziale Stadt (BunteStadt) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Ergebnisse der Bestandsanalyse zu Stärken, Defiziten, Herausforderungen und Potentialen (SWOT-Analyse) zum Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept (STEK) Oberreut werden nach einem halben Jahr Beteiligung vorgelegt. Begonnen hat der begleitende Beteiligungsprozess zum STEK Oberreut im Januar 2019 mit einem ersten Treffen und Vorstellung des Prozessablau- fes bei der Interessengemeinschaft Oberreut (IGO), einem bereits bestehenden Stadtteilgremium aus Institutionen und Vereinen. Darauf folgte im Februar ein Workshop mit der IGO und weite- ren Akteuren des Stadtteils, in dem eine erste Themensammlung erstellt wurde. Über die Allianz für Beteiligung wurde das Förderprogramm „Nachbarschaftsgespräche“ des Staatsministeriums und des Ministeriums für Soziales und Integration beantragt. Im Mai arbeiteten im Workshop „Markt der Interessen“ Bürgerinnen und Bürger von Oberreut gemeinsam an verschiedenen Zukunftsbildern für den Stadtteil. Die Themen der Zukunftsbilder wurden in den anschließenden acht Interessenworkshops weiter vertieft. Parallel dazu fand über das Online-Beteiligungsportal eine Abfrage zu Stärken und Schwächen statt. Außerdem wurden im Stadtteil in Form einer Aktivierenden Befragung ca. 80 Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils zu Stärken und Schwä- chen sowie Verbesserungsvorschlägen befragt. Mit verschiedenen Akteuren des Stadtteils wur- den zudem qualitative Interviews durchgeführt. Alle diese Informationen, Begehungen vor Ort sowie eine Auswertung der statistischen Daten von Oberreut sind in die Bestandsanalyse einge- flossen und bilden die Grundlage für die im Anhang befindliche SWOT-Analyse. Die beiden IQ-Korridorthemen „Grüne Stadt“ sowie „Soziale Stadt“ wurden inhaltlich in den Beteiligungsprozess und die bisher erarbeiteten Inhalte mit einbezogen. Insbesondere das Leit- projekt „Bunte Stadt“ hat eine enge Verknüpfung zum STEK Oberreut, da dessen schwer- punktmäßige Umsetzung in Oberreut stattfindet. Der Beteiligungsprozess wird mit verschiedenen Formaten der Aufsuchenden Beteiligung wei- tergeführt. Dabei sollen vor allem bereits bestehende Veranstaltungen im Stadtteil genutzt wer- den. Am 12. Oktober wird das „Stadtteilforum – Oberreut gemeinsam gestalten“ stattfinden. Bei dieser Veranstaltung werden die Ergebnisse der bisher durchgeführten Beteiligungsveran- staltungen vorgestellt und weiter vertieft. Ziel ist es anschließend Arbeitsgruppen zu verschiede- nen Themen zu bilden, an denen die Akteure des Stadtteils sowie Bürgerinnen und Bürger ge- meinsam weiter arbeiten möchten. Am Ende werden alle Informationen, Anregungen, Ziele und Projektideen in das STEK Oberreut einfließen. Anlage 1 SWOT-Analyse – räumliche Darstellung Anlage 2 Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut – SWOT-Analyse Beschluss: Antrag an den Ausschuss Der Hauptausschuss nimmt die Ergebnisse der Bestandsanalyse zu Stärken, Defiziten, Heraus- forderungen und Potentialen (SWOT-Analyse) zum Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut zur Kenntnis.
-
Extrahierter Text
Niederschrift 2. Sitzung Hauptausschuss 8. Oktober 2019, 16:30 Uhr öffentlich Großer Sitzungssaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 1. Punkt 1 der Tagesordnung: Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Oberreut: Ergebnisse der Bestandsanalyse zu Stärken, Defiziten, Herausforderungen und Potentialen (SWOT-Analyse) Vorlage: 2019/0854 Beschluss: Der Hauptausschuss nimmt die Ergebnisse der Bestandsanalyse zu Stärken, Defiziten, Her- ausforderungen und Potentialen (SWOT-Analyse) zum Integrierten Stadtteilentwicklungs- konzept Oberreut zur Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Kenntnisnahme Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung, begrüßt die Anwesenden, teilt die Namen der ent- schuldigt fehlenden Stadträtinnen und Stadträte mit und verweist auf die rechtzeitig zuge- gangene Einladung zur Sitzung. Anschließend ruft er Tagesordnungspunkt 1 zur Behandlung auf und stellt klar, dass die Durchführung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes nichts mit einer besonderen Problem- situation des Stadtteils zu tun habe. Bereits im Jahr 2001 habe der Gemeinderat eine Rah- menkonzeption zur integrierten Stadtteilentwicklung beschlossen. Stadtteilentwicklungs- konzepte seien dadurch gekennzeichnet, dass durch eine integrierte dezernatsübergreifen- de Fokussierung und die Einbeziehung der Bürgerschaft vor Ort die Wohn- und Lebensqua- lität weiterentwickelt werden soll. Dabei gehe es um die Aktivierung und Mobilisierung des Erfahrungswissens und der Einsatzbereitschaft der in den Stadtteilen lebenden und tätigen Bürgerinnen und Bürger. Es gehe um demokratische Teilhabe und zuletzt auch um bürger- schaftliches Engagement, das nicht nur in die Analyse und in die Vorschläge zur Entwick- lung einbezogen werden soll sondern sich auch im Umsetzungsprozess niederschlagen sol- le. Seit dem Jahr 2001seien in zahlreichen Stadtteilen Stadtteilentwicklungsprozesse durchgeführt worden (Oststadt, Südstadt, Innenstadt-West, City Ost, Mühlburg, Rinthei- – 2 – mer Feld, Neureut und Knielingen). Dies wurde meist mit dem Anliegen verbunden, städ- tebauliche Fördermittel zu beantragen um zusätzliche finanzielle Möglichkeiten zu schaf- fen. Lediglich in Neureut wurde ein solcher Prozess ohne städtebauliche Förderung durch- geführt. Die Situation in Oberreut mache die Durchführung eines Stadtteilentwicklungs- prozesses vor allem vor dem Hintergrund der Planungen von baulichen Veränderungen sinnvoll. Ob städtebauliche Fördermittel erhalten werden können, hänge davon ab, dass man bei einem solchen Prozess auf städtebauliche Missstände hinweisen könne, die in ei- nem außerordentlichen Ausmaß vorlägen. Die sei jedoch nicht die Zielsetzung des Stadttei- lentwicklungsprozesses. Ziel sei die sich verändernde Situation mit den Bürgerinnen und Bürgern vorzubereiten. Bürgermeister Dr. Käuflein teilt mit, dass Oberreut mittels einer SWOT-Analyse auf Basis von Interviews, Workshops, statistischen Daten, Onlinebefragungen und weiteren Metho- den empirisch untersucht worden sei. Die heutige Vorlage, stelle einen Zwischenbericht dar. Am Samstag werde unter dem Motto „Wer sich des Lebens freut, lebt in Oberreut“ ein Stadtteilforum, mit einer breiten Beteiligung der Bürgerschaft durchgeführt. Ziel sei es am Ende ein strategisches Planungsinstrument in der Hand zu haben, wie Oberreut weiter vorangebracht werden könne. Stadtrat Cramer (KAL) vermisst den interfraktionellen Antrag aus der letzten Legislatur- periode zum Mehrfunktionsfeld. Er verweist auf die Jugendkonferenzen, in denen dieses Thema immer wieder Gegenstand sei. Nun wolle er wissen, in welchem Ausschuss dieses Thema behandelt werde. Er sehe es als ein gutes Signal an die Jugendlichen einen schriftli- chen Zwischenstand zu senden. Stadträtin Fahringer (GRÜNE) dankt für die Empfehlungen in der Vorlage insbesondere hebt sie die Entwicklungen zum Jugendgarten und die Berücksichtigung ökologischer Be- lange hervor. Stadträtin Melchien (SPD) dankt ebenfalls für diese umfangreiche Analyse. Sie stellt be- sonders positiv hervor, dass es eine große Beteiligung gegeben habe. Sie bittet darum, auch kurzfristig Maßnahmen umzusetzen, um zu zeigen, dass durch Beteiligung etwas bewegt werden könne. Stadträtin Dr. Dogan (CDU) verweist auf den genannten Ausbau- und Planungsbedarf an Sportflächen. Sie bittet dies stärker zu fokussieren. Stadtrat Hock (FDP) bittet darum, dass noch in diesem Jahr eine Antwort an die Jugendli- chen gerichtet werde. Stadtrat Bimmerle (DIE LINKE.) lobt die Vorlage. Es müsse vermieden werden, dass mit Oberreut ein komplett abgehängter Stadtteil entstehe, in dem das Gefühl vorherrsche, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr in der Politik vorkämen. Stadtrat Kalmbach (FW/FÜR) stellt die Wichtigkeit von Bezugs- und Begegnungsorten hervor. Der Vorsitzende fasst zusammen, dass Herr Bürgermeister Käuflein das Bolzplatzthema mitnehme und es in diesem Jahr noch zu einer Entscheidung kommen solle. In Oberreut – 3 – gebe es Quartiere, die sich durchschnittlich von anderen Quartieren innerhalb Karlsruhes unterscheiden würden. Jedoch stelle auch die Jugendarbeitslosigkeit in Oberreut in Höhe von 5 % einen für Baden-Württemberg sensationell niedrigen Wert dar. Deshalb sei Ober- reut auch kein abgehängter Stadtteil. Die in Oberreut vorhandene Gemeinwesenarbeit werde Multiplikatoren in den Prozess miteinbeziehen. Das Entwicklungskonzept stelle eine riesige Chance dar. Er bedankt sich beim Bürgerverein und bei der Interessengemeinschaft Oberreut für ihren Einsatz vor Ort. Er stellt, nachdem keine weiteren Wortmeldungen mehr vorliegen, die Kenntnisnahme fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten- 17. Oktober 2019