Verbrauchsdaten Kinder- und Jugenhaus Grötzingen
| Vorlage: | 2019/0810 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 28.08.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Grötzingen |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen |
Beratungen
- Ortschaftsrat Grötzingen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 25.09.2019
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister Antrag der Grünen Liste Grötzingen (GLG) vom: 07.06.2019 Vorlage Nr.: 15 Verbrauchsdaten Jugendtreff Grötzingen Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Grötzingen 25.09.2019 5 x Im Energiebericht 2017 der Stadt Karlsruhe sticht der Jugendtreff Grötzingen, im Vergleich mit ähnlich genutzten Gebäuden, durch weit über dem Durchschnitt liegende Verbrauchswerte heraus: 2016 2017 Mittelwert 2017 Heizwärmeverbrauch [kWh/(m²a)] 226,6 214,6 132,4 Strom [kWh/(m²a)] 64,7 64,6 27,5 Wasser [l/(m²a)] 626,3 1462,5 420,5 Eigene Zusammenstellung aus Energiebericht 2017, Stadt Karlsruhe Das erst 10 Jahre alte Gebäude ist in Holzständerbauweise errichtet worden und muss die zur Bauzeit gültigen Anforderungen an die Bauphysik erfüllen. Der Gemeinderat hat am 17. November 2009 die „Leitlinie Energieeffizienz und Nachhaltiges Bauen“ beschlossen, worin die Anforderungen für Neubauten und Maßnahmen im Gebäudebestand formu- liert wurden und in denen bei der Realisierung von Neubauten ein Heizwärmebedarf von ≤ 15 kWh/(m²a) gefordert wird. Rund 200 kWh/(m²a) Heizwärmeverbrauch sind mehr als das 14-fache des errechneten Heizwärme- bedarfs und somit sehr auffällig und kann selbst vor 2009 nicht dem Standard entsprochen haben. Wir beantragen: 1) Vergleich des in der Tabelle angegebenen Heizwärmeverbrauchs mit dem damals errechneten Heizenergiebedarfs aus der Energiebedarfsberechnung nach EnEV. 2) Klären der Ursachen für den drastischen Anstieg des Wasserverbrauchs. 3) Vorschläge für Einsparmaßnahmen bei allen drei Verbräuchen, in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhaus.
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag der GLG Grötzingen Vorlage Nr.: Verantwortlich: 15 Dez. 6 Verbrauchsdaten Jugendtreff Grötzingen Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ortschaftsrat Grötzingen 25.09.2019 5 x 1. Vergleich des in der Tabelle angegebenen Heizwärmeverbrauchs mit dem damals errechneten Heizenergiebedarfs aus der Energiebedarfsberechnung nach EnEV. Der geplante Energiebedarfswert für Heizwärme beim 2009 errichteten Gebäude betrug 15.000 kWh/a. Dies entspricht einem flächenbezogenen Wert von rund 100 kWh/(m²a). Dem- gegenüber stehen nachfolgend die Verbrauchswerte der Jahre 2012 – 2017: Flächenspezifische Verbrauchskennwerte 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Wärme [kWh/(m²a)] 246 249 207 202 227 215 248 Strom [kWh/(m²a)] 81 81 67 57 65 65 62 Wasser [l/(m²a)] 1.873 2.204 541 583 626 1.462 989 Je nach Nutzungsart ist es typisch, dass Energieverbräuche die in der Planung ermittelten Ener- giebedarfe deutlich überschreiten können. Dazu sind systematische Untersuchungen verfügbar. Grundsätzlich sind die Überschreitungen der Bedarfsberechnungen beziehungsweise zu ande- ren Objekten vergleichsweise höhere Verbräuche folgendermaßen qualitativ erklärbar: Das Gebäude wird wegen seiner Nutzung als Kinder- und Jugendhaus sehr vielfältig und durch wechselnde Personen genutzt. Nutzungsbedingt findet öfters ein reger Wechsel zwi- schen Gebäudeinneren und Außenbereich des angeschlossenen Gartens statt. Hierdurch entstehen durch die großen Türverbindungen überdurchschnittliche Wärmeverluste. Das Gebäude hat durch seine vergleichsweise geringe Nutzfläche und eingeschossige Bau- weise ein überdurchschnittliches hohes Verhältnis aus energieübertragender Fassadenfläche A O und dem Raumvolumen V (A O /V-Verhältnis). Kleine Gebäude benötigen geometrisch be- dingt also immer mehr Heizwärme pro Quadratmeter Grundfläche als größere Gebäude. Der Glasanteil der Fassade ist bei den hauptsächlich genutzten Flächen bezogen eher über- durchschnittlich. Hierdurch entstehen somit auch überdurchschnittliche Wärmeverluste, da auch moderne Verglasungen eine um mehrfache schlechtere Dämmwirkung aufweisen. Die Einrichtung wird für die Verwaltungsarbeit vor Öffnung und bis in die Nacht hinein für die Jugendlichen überdurchschnittlich lang genutzt und deshalb auch entsprechend beheizt. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Ein Quervergleich zwischen Gebäuden einer Nutzungsart ist bedingt möglich. Dies zeigt auch der Blick auf andere Nutzungsarten im Energiebericht. Während Schulen, Kindergärten oder Verwaltungsgebäude noch eine ähnliche Nutzungsweise zeigen, variiert diese bei Bau- höfen, Feuerwehren, Jugendtreffs oder Kultureinrichtungen viel stärker. Üblicherweise wer- den für einzelne Objekte eher langjährige Vergleiche des eigenen Verbrauchs herangezo- gen, um Entwicklungen zu erkennen. 2. Klären der Ursachen für den drastischen Anstieg des Wasserverbrauchs. Der Wasserverbrauch des Jahres 2017 war in der Tat recht hoch. Allerdings wird er beispielswei- se durch die Verbrauchskennwerte der Jahre 2012 und 2013 noch deutlich übertroffen. Laut Auskunft der Ortsverwaltung und nach Rücksprache mit der Leitung des Kinder- und Jugend- hauses wird am Standort Trinkwasser auch zur Bewässerung der Außenanlagen genutzt. Hier- durch können die jährlichen Kennwerte tatsächlich witterungsbedingt jährlich schwanken. 3. Vorschläge für Einsparmaßnahmen bei allen drei Verbräuchen, in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhaus. Ein Gespräch mit der Leitung des Kinder- und Jugendhauses ergab folgende Einsparpotentiale und Ansätze zur Energieeinsparung: 1. Einbau von Obentürschließern ohne Offenhaltung an die Türen vom Saal in das Außenge- lände: Hierdurch können in der Heizperiode die Wärmeverluste durch immer wieder offen- stehende Türen verringert werden. Dies hätte insbesondere Vorteile für die Fremdvermie- tungen, die keiner unmittelbaren Kontrolle durch die Hausleitung unterworfen sind. 2. Einbau einer Regelungslösung für die wärmeerzeugende Gastherme zur einfachen Pro- grammierung von Sondernutzungszeiten: Aktuell wird die Gastherme wegen der Son- dernutzungen durch Vermietung besonders an Wochenenden mit einem einheitlichen Zeit- programm betrieben. Auch bei fehlender Sondernutzung wird geheizt, da die ständige An- passung der Betriebszeiten der Therme am Gerät für die Hausleitung nicht durchführbar ist. Ein PC-gestütztes System soll hier Erleichterung schaffen. 3. Änderung der raumweisen Regelung der Fußbodenheizungen: Die in fast allen Räumen vorhanden Aufputz-Raumthermostate werden immer wieder durch die jugendlichen Besu- cherinnen und Besucher und auch im Rahmen der Sondernutzungen verstellt. Dadurch werden die Heizkreise der Fußbodenheizung oft über- oder unterversorgt. Eine wirtschaft- lich angemessene Lösung einer Sicherung vor Manipulation wird untersucht.