Schutz vor Sonneineinstrahlung im Augustaraum
| Vorlage: | 2019/0577 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 31.05.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Grötzingen |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen |
Beratungen
- Ortschaftsrat Grötzingen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 05.06.2019
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Ergänzende Erläuterungen Seite 1 Antrag der SPD-Ortschaftsratsfraktion vom: 09. Mai 2019 Vorlage Nr.: 516 Verantwortlich: OV Grötzingen Schutz vor Sonneneinstrahlung im Augustaraum in der Begegnungsstätte -Sachstand- Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Grötzingen 05.06.2019 6 x - In der Ortschaftsratssitzung vom 21. März 2018 hat die SPD-Fraktion beantragt die Messungen der Raumtemperatur auch im Augustaraum vorzunehmen und die vorhandene außenliegende Markise mit einem Elektromotor mit Sonnen- Wind- und Regensensor auszustatten und dadurch die massive Sonneneinstrahlung in den Raum zu begrenzen. In der Stellungnahme zu diesem Antrag hat die Ortsverwaltung die Fachdienststelle im HGW beauftragt die Raumtemperaturmessungen im Augustaraum vorzunehmen. Da hierfür sommer- liche Bedingungen und Temperaturen herrschen müssen, wurden die Messungen für Mitte Mai 2018 terminiert. Für die Messdauer wurden ca. 2 Wochen veranschlagt und eine Woche für die Auswertung. Bei der vorhandenen Außenmarkisen vor dem Augustaraum wird untersucht, ob hier ein elektri- scher Antrieb mit entsprechenden Sensoren nachgerüstet werden kann. Sobald uns hier Ergeb- nisse vorliegen wird der Ortschaftsrat darüber unterrichten. Die SPD-Fraktion beantragt: Einen Sachstandsbericht über die Ergebnisse der Messungen und ob die vorhandene Außen- markise vor dem Augustaraum mit einem elektrischen Antrieb nachgerüstet werden kann.
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Ortschaftsratsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 516 OV Grötzingen Schutz vor Sonneneinstrahlung im Augustaraum in der Begegnungsstätte – Sachstand – Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Grötzingen 05.06.2019 6 x Kurzfassung Ein Sonnenschutz für den Augusta- als auch Niddaraum ist angezeigt und sinnvoll. Es ist geplant diesen bis Sommer 2020 zu realisieren. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) nein X ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) ca. 33.000 x Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein ja Handlungsfeld: (bitte auswählen) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 (Die Ortsverwaltung hat die Fachdienststelle im Amt für Hochbau- und Gebäudewirtschaft be- auftragt Raumtemperaturmessungen sowohl im Augusta- als auch Niddaraum vorzunehmen. Diese wurden vom 25.05.2018 bis zum 13.06.2018 durchgeführt. In dieser Zeit wurden Außen- temperaturen mit Spitzenwerten bis 34° C erreicht. Somit konnten die Messungen für die Frage nach Kühlung der Räume herange- zogen werden. Folgendes konnte festgestellt werden: In beiden Räumen zeigt sich eine recht zügige Steigerung der Raumtemperatur mit der steigenden Außenlufttemperatur. Die Abkühlung der Räume über Nacht ist trotz niedriger Außenlufttemperaturen mit etwa 1,5 Kelvin eher gering. Dies ist sicher auf die mangelnde Nachtauskühlung (Lüf- tungsflügel oder ähnliches) zurückzuführen. Trotz Südausrichtung profitiert der Augusta-Raum stärker von der baulichen Verschat- tung durch den Dachvorsprung. Im Nidda-Raum führt die fehlende äußere Verschattung zu einem sichtbaren Wärmeeintrag am Vormittag. Der Nidda-Raum zeigt früher stei- gende Temperaturen und allgemein auch höhere Spitzenwerte. Ein händisches Lüften findet offensichtlich nur gelegentlich vor einer erwarteten Nut- zung statt. An anderen Tagen findet keine aktive Auskühlung des Raumes statt. Die Phasen der Fensteröffnung von einer halben bis einen Stunde reichen nicht aus, um die Raumluft oder gar die massiven Bauteile der Räume wirksam abzukühlen. Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft regt an, dass der Nidda-Raum eine äußere, nicht windanfällige Verschattung erhalten soll, die aber zu keiner Beeinträchtigung der Fensterlüftung führen darf. Eine Reaktivierung der mechanischen Zuluftelemente unter den Fenstern ist zu empfehlen. Es sei dabei aber zu prüfen, ob ein 5- bis 10facher Luftwechsel in den Nächten er- reicht werden kann. Für den Augusta-Raum ggf. auch ersatzweise für die mechanische Lüftung im Nidda-Raum könnte eine automatische Öffnung von witterungsgeschützten Fensterflügeln wie Oberlichtern Abhilfe schaffen. Die Steuerung muss Innen- und Außentemperatur sowie Wind und Regen berücksichtigen. Es gibt auch Steuerungen, die zugleich die Verschattung regeln. Vor Umsetzung der baulichen Maßnahmen sollte eine möglichst tägliche, langanhaltende Fens- terlüftung durchgeführt werden, wenn die Außentemperaturen noch niedrig sind. Angebote hierzu wurden inzwischen eingeholt. Es ist mit Kosten von ca. 33.000€ einschließlich Einbau zu rechnen. Eine Ausführung einer Klimatisierung der Räume vor Realisierung einer wirksamen Verschattung und Nachtauskühlung wird grundsätzlich nicht befürwortet.