Lärmbeseitigung an der Straßenbahnendhaltestelle Wolfartsweier-Nord
| Vorlage: | 2019/0558 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 28.05.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Wolfartsweier |
| Erwähnte Stadtteile: | Wolfartsweier |
Beratungen
- Ortschaftsrat Wolfartsweier (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 04.06.2019
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Anfrage Ortschaftsrat Dr. Dingler, FDP vom 08.05.2019 Gremium Termin TOP Öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates 04.06.2019 5 Lärmbeseitigung an der Straßenbahnendhaltestelle Wolfartsweier-Nord Anfrage: Ist es möglich, die Quietschgeräusche der Straßenbahn in der Wendeschleife Wolfartsweier- Nord zu beseitigen oder zumindest stark zu mindern? Begründung: Wolfartsweier ist ein Stadtteil mit hoher Lärmbelastung, die überwiegend von den beiden stark befahrenen Autobahnen A 5 und A 8 herrühren. Zusätzlich zu diesen Lärmquellen kommt noch für einige Ortsteile von Wolfartsweier (z. B. Zündhütle mit mehreren hundert Einwohnern und die Ringstraße) die Straßenbahnschleife an der Endhaltestelle Wolfartsweier- Nord als weitere Lärmquelle hinzu. Hier fahren die Straßenbahnen tagsüber im Abstand von 10 Minuten und ab ca. 19 Uhr im Abstand von 20 Minuten (sonntags ganztägig im Abstand von 20 Minuten) und verursachen ein Quietschgeräusch, das vergleichbar mit der Ultraschallreinigung beim Zahnarzt ist. Schall im Medium Luft breitet sich unabhängig von der Frequenz immer gleich schnell aus. Hohe Frequenzen wirken allerdings unangenehmer auf die Ohren. Insbesondere in den Abendstunden und frühen Morgenstunden stört dieses Quietschen die Nachtruhe! Im Sommer müssen deswegen öfters die Fenster geschlossen werden. Mit der Bebauung des Thielicke-Geländes wird die Zahl der Beschwerden noch steigen. Laut Schreiben vom VBK vom 23.04.2019 (Antwort auf die Anfrage der SPD bzgl. der Straßenbahnfortführung, Sitzung vom 8. 4. 2019, TOP 5) kennen die Verkehrsbetriebe das Lärmproblem und es gibt einige Möglichkeiten der Abhilfe. Eine Lärmminderung wäre für die Bürger eine Wohltat und für das Image der VBK sicherlich von Nutzen und stellt im Gegensatz zum jetzigen Zustand keine Negativwerbung dar. Unterzeichnet Der liberale Ortschaftsrat Dr. Rolf Dingler
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Ortschaftsrat Dr. Dingler, FDP vom 08.05.2019 Vorlage Nr.: Verantwortlich: --- Lärmbeseitigung an der Straßenbahnendhaltestelle Wolfartsweier-Nord Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates Wolfartsweier 04.06.2019 5 x Das Quietschen in den Kurven ist ein uns wohlbekannter physikalischer Effekt, der sich in unterschiedlichen Reibungskräften beim Gleiten und Haften von Stahl auf Stahl ergibt. Hierbei kann es je nach Verschleißzustand von Schiene und Rad zu unterschied- lich intensiven Anregungen und somit zu Geräuschemissionen kommen. Eine Möglichkeit, die Geräuschemission zu reduzieren ist die Installation von Anlagen, welche die Reibung herabsetzen. Grundsätzlich ist eine Installation auf dem Fahrzeug oder an der Strecke möglich. In der Vergangenheit haben die VBK auf stationäre Fett- oder Wasserschmieranlagen gesetzt, diese sind allerdings teuer und wartungsintensiv. Die Wasserschmierung steht aufgrund der Frostgefahr nur von April bis Ende Oktober zur Verfügung. Die Wende- schleife Wolfartsweier Nord verfügt derzeit nicht über eine stationäre Schmieranlage. Ich werde eine Prüfung veranlassen, ob grundsätzlich und mit welchem Mittelaufwand eine Anlage machbar ist. Eine konkrete Aussage kann ich allerdings nicht geben, da im derzeitigen Haushalt der VBK keine Mittel zum Bau weiterer Schmieranlagen eingestellt sind und die Zeit zur Prüfung innerhalb der genannten Frist nicht ausreicht. Die VBK verfolgen in dieser Problematik einen anderen Ansatz: Seit einiger Zeit haben die VBK in mehreren Fahrzeugen eine Fahrflächenkonditionierungsanlage zur Erpro- bung im Einsatz um Erfahrungen zu sammeln. Diese sorgt genauso wie stationäre An- lagen für eine Optimierung der Reibung in Gleisbögen und somit zu einer Reduktion der Geräuschemissionen. Sollten sich diese Anlagen bewähren, so wird eine ausrei- chende Zahl von Fahrzeugen ausgerüstet, die auch für die Restflotte genug Schmier- stoff ausbringen, so dass für alle Fahrzeuge eine wirksame Geräuschreduzierung er- reicht wird. Weiterhin verfolgen die VBK ein Projekt mit einem externen Fachmann zur Optimierung der Radprofile auch mit dem Ziel der Reduktion der Geräuschemissionen. Hier ist allerdings erst mittelfristig ( >6 Monate) mit Ergebnissen zu rechnen. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Beschluss (intern): 1. 2. 3. Z. d. A. Dienststelle Datum Unterschrift Sachbearbeitung Dr.-Ing. Christian Homagk , VBK Telefon 6107-5400 (nur für die interne Bearbeitung) (Bitte Unterschriftenleiste entsprechend ergänzen)