Konzeptionelle Erweiterung des Projekts Jugendschutz in Karlsruhe

Vorlage: 2019/0442
Art: Beschlussvorlage
Datum: 29.04.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grötzingen

Beratungen

  • Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 08.05.2019

    TOP: 6

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP_6_Jugendschutz
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich:Dez. 3 Konzeptionelle Erweiterung des Projekts JugendschutzKarlsruhe Beratungsfolge dieser Vorlage GremiumTerminTOPönöErgebnis Jugendhilfeausschuss08.05.20196 X Beschlussantrag Der Jugendhilfeausschussnimmt den Berichtzur konzeptionellen Erweiterungdes Projekts Ju- gendschutz KarlsruhezurKenntnis und befürwortet die vorgestellteMaßnahme. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) JaNein6.000 Euro Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja NeinDie Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x NeinJaKorridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x NeinJadurchgeführt am Abstimmung mitstädtischen Gesellschaften x NeinJaabgestimmt mit Ergänzende ErläuterungenSeite2 1.Vorstellung desProjekts JugendschutzKarlsruhe Was macht das Projekt Jugendschutz Karlsruhe? Prävention statt Repression Reduzierung des riskanten Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen zur Förde- rung einer körperlich, psychisch und sozial gesunden Entwicklung einschließlich der Verminderung des Risikos einer Suchtentwicklung In der Praxissind die Mitarbeitenden des Projekts Jugendschutz Karlsruhebei Veranstaltungen im StadtgebietKarlsruhe unterwegs. Ziel ist es,das Gespräch auf Augenhöhemit den Kindern und Jugendlichen zu suchen undbei Bedarf Hilfezu leisten. Zusätzlichwerden auchVerkaufsstellen über dasJugendschutzgesetzaufgeklärtundentste- hende Fragen zur angegebenen Thematikbeantwortet. Wer arbeitet beim Projekt Jugendschutz Karlsruhe mit? Das Projekt Jugendschutz Karlsruhe besteht aus Fachkräften des sozialen Bereichs, der Polizei und des Sanitätsdienstes. Alletreten in einheitlich blauer Kleidung mit Jugendschutz-Schriftzug auf. Während der Einsätze sind die Mitarbeitendenmit drei bis fünf Kleinteams imEinsatz, die auf dem Veranstaltungsgeländeund im näheren Umkreis derVeranstaltungunterwegs sind und aktiv das Gespräch mitden Kindern undJugendlichen suchen. Darüber hinaus wird pro Einsatz eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Imgeschützten Rahmen beraten und betreuendie soge- nannten Zentralteammitarbeitenden die Kinder und Jugendlichen. Die Maßnahmen des Zentralteams sind vielfältig und können durchaus unkonventionell sein. Entscheidend ist, dass der langfristige Erfolg, das Wohl des Jugendlichen, der Schutzauftrag und der Präventionsgedanke im Vordergrund stehen.Kontaktaufnahme mit den Elternbzw. Sorge- berechtigten(Elterntelefonate) und die eventuellfolgende Übergabe(Elterngespräche)erfolgen ebenfalls durch die Mitarbeitenden des Zentralteams. Ergänzende ErläuterungenSeite3 Einsätzeim Jahr2019: Grötzingen,Faschingsumzug17. Februar Durlach,Faschingsumzug3. März Karlsruhe,Faschingsumzug5. März Schlossgarten Karlsruhe,ZKParty7. Mai (Zentrale Klassenarbeiten-Realschulabschluss) Durlach,Altstadtfest5.-6. Juli Karlsruhe,DAS FEST19.-21. Juli 2.Konzeptionelle Erweiterung des Projekts Jugendschutz Karlsruhe Einmal pro Jahr findet ein gemeinsames Seminarwochenende inder Jugendfreizeit-und Bil- dungsstätteBaerenthal statt. Im Rahmen dieses Seminars werden immer wieder aktuelle The- men aufgegriffenund kontinuierlich am Projekt gearbeitet. Qualitätssicherung steht hier im Fokus. Im Januar2019wurdein den Arbeitsgruppen erarbeitet, dassdas Projekt Jugendschutz Karlsruhe konzeptionell erweitert werden soll.Diese Erweiterung wird mit Hilfe einesinterakti- venInformationsstandsfür unterschiedliche Zielgruppen umgesetzt. Zielsetzung Ziel ist es, eineninteraktiven Informationsstandauf verschiedenen Veranstaltungen im Stadtge- biet Karlsruhe aufzubauen und somit nocheinmal einen anderen Zugangswegzu denunter- schiedlichen Zielgruppen(Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene, insbesondere Eltern)zu generieren sowieAlkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger und dauerhafte Kontrollezu realisieren. Das Projekt Jugendschutz Karlsruhe und dieJugendschutzteams wollen sich außerhalb des re- gulären Einsatzgeschehens präsentieren und mit der Zielgruppe auf einer anderen Ebene ins Gespräch kommen. Umsetzung im Jahr 2019und2020 Im Jahr 2019 soll die Umsetzung(Pilotprojekt)erstmalig auf demFESTin Karlsruhe erfolgen.An drei Tagen wird der Stand von ca. 11.00 bis 19.00 Uhr aufgebautsein, um mit Interessierten ins Gespräch zu kommen. Der Stand wird mit Hilfe von interaktiven Spielen das Wissen der Kinder und Jugendlichen tes- ten, Selbsterfahrungmit Rauschbrillen ermöglichen und Informationen zum Thema Alkohol vermitteln. Auch die Erwachsenen können sich am Stand informieren und beraten lassen. Klei- ne Giveaways sollen das Thema Alkoholprävention und Jugendschutz immer wieder in Erinne- rung rufen und die rundum positiven Aspekte des Projekts in den Vordergrund stellen. Im Jahr 2020 soll nachder Evaluation des Pilotprojektsgemeinsam entschieden werden, wie weiter mit dem neu geschaffenen Medium umgegangen werden kann. Derzeit existiert die Vision,diesen Informationsstandauchbei diversen anderen Veranstaltungen wie beispielweise der Offerta Karlsruhe, den Schülertagen, Straßenfesten etc.aufzubauen und Alkoholprävention zu betreiben. 3.Finanzielle Auswirkungen Die in der Pilotphase entstehenden Kosten(ca. 6.000 Euro)können aus dem vorhandenen Budget abgedeckt werden.