Berufseinstiegsbegleitung beim Übergang Schule-Beruf in Karlsruhe sichern
| Vorlage: | 2019/0404 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 16.04.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 14.05.2019
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2019/0404 Berufseinstiegsbegleitung beim Übergang Schule-Beruf in Karlsruhe sichern Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 14.05.2019 73 x 1. Wie bewertet die Stadt Karlsruhe den Stellenwert der Berufseinstiegsbegleitung an sie- ben Karlsruher Schulen? 2. Welche Möglichkeiten sieht die Stadt Karlsruhe, sich - ggf. mit anderen betroffenen Kommunen in Baden-Württemberg – für die Weiterführung der Maßnahme einzuset- zen? 3. Gibt es hierzu bereits Initiativen des Städtetags? Sachverhalt / Begründung: An sieben Karlsruher Schulen, u. a. Pestalozzischule, Schule am Turmberg, Gutenbergschule, Ernst-Reuter-GMS, werden seit einigen Jahren Schüler*Innen, die eine ergänzende Unterstützung beim Übergang von der Schule in eine be- rufliche Ausbildung benötigen, von Berufseinstiegsbegleiterinnen unterstützt. Träger des Pro- jekts ist das Kolping Bildungswerk e. V. Die Begleitung und Förderung beginnt im 8. Schuljahr und endet im ersten Ausbildungsjahr. Aus Sicht der Schulen hat sich diese ergänzende ganz- heitliche Förderung und Unterstützung sehr gut bewährt und sollte unbedingt fortgesetzt wer- den. Originär zuständig für die Berufseinstiegsbegleitung ist die Bundesagentur für Arbeit. Sie kann allerdings nur 50 % des Projekts finanzieren und ist auf Kofinanzierungsmittel angewiesen. Dies erfolgte bislang durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Zum Schuljahr 2019/20 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales angekündigt, keine weitere Kofi- nanzierung mehr zu gewähren. Damit steht das Projekt vor dem Aus. Die Schulen haben sich an die Vertreter*innen des Gemeinderats und die Stadtverwaltung gewandt und hoffen auf eine Lösung, damit das Projekt fortgesetzt werden kann. Zwar sind die Kommunen nicht unmittelbar zuständig, dennoch ist die Maßnahme ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche berufliche Integration von Schüler*innen, mit schwierigen Voraus- setzungen und Lernausgangslagen. Deshalb ist es im gesamtstädtischen Interesse, dass sich die Stadt Karlsruhe für eine Lösung einsetzt. unterzeichnet von: Renate Rastätter Michael Borner Zoe Mayer
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/0404 Dez. 3 Berufseinstiegsbegleitung beim Übergang Schule-Beruf in Karlsruhe sichern Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 14.05.2019 73 1. Wie bewertet die Stadt Karlsruhe den Stellenwert der Berufseinstiegsbegleitung an sieben Karlsruher Schulen? Die Berufseinstiegsbegleitung ist ein bundesweit verfügbares Instrument zur individuellen Förde- rung benachteiligter Schülerinnen und Schüler. Beim Übergang Schule-Beruf stellt sie ein schul- nahes, jedoch kein schulisches Instrument dar. Die Arbeit der Berufseinstiegsbegleiter und -begleiterinnen bezieht Betriebe mit ein und unterstützt das Konzept der Berufswegeplanung an Schulen, ohne jedoch die Übernahme von Unterrichtsvertretung. Insofern hat sich der Einsatz einer individuellen Berufseinstiegsbegleitung für leistungsschwä- chere Schüler (Hauptschulniveau) als durchaus sinnvoll erwiesen, wenn den pädagogischen und berufsbegleitenden Anforderungen des Konzeptes entsprochen wird. 2. Welche Möglichkeiten sieht die Stadt Karlsruhe, sich – ggf. mit anderen betroffenen Kommunen in Baden-Württemberg – für die Weiterführung der Maßnahme einzuset- zen? Eine Möglichkeit wäre beispielsweise eine Anfrage an die Landesregierung durch den Städtetag. Aufgrund der Kulturhoheit der Länder ist eine gemeinsame Verantwortung der Länder und des Bundes für die Berufseinstiegsbegleitung richtig und notwendig. Da die Berufseinstiegsbeglei- tung dem Bildungsförderalismus der Länder unterliegt, ist es notwendig, dass die Kulturhoheit der Länder und die ordnungspolitische Hoheit des Bundes sich über eine Vielzahl der anerkann- ten Ausbildungsberufe in Deutschland einigen. Eine Abfrage der Bundesagentur für Arbeit bei den Kultusministerien der Länder zeigte jedoch, dass sich bislang nur der Freistaat Bayern zur Sicherung der Berufseinstiegsbegleitung bekennt. 3. Gibt es hierzu bereits Initiativen des Städtetags? Nach aktuellem Kenntnisstand des Bürgermeisteramtes gibt es hierzu bislang keine Initiativen des Städtetags.
-
Extrahierter Text
Niederschrift 64. Plenarsitzung des Gemeinderates 14. Mai 2019, 13:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 68. Punkt 73 der Tagesordnung: Berufseinstiegsbegleitung beim Übergang Schule-Beruf in Karlsruhe sichern Anfrage: GRÜNE Vorlage: 2019/0404 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 73 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stel- lungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 11. Juni 2019