Einrichten von öffentlichen Stromtankstellen (Ladesäulen) in Wettersbach
| Vorlage: | 2019/0291 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 26.03.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Wettersbach |
| Erwähnte Stadtteile: | Grünwettersbach, Palmbach |
Beratungen
- Ortschaftsrat Wettersbach (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 02.04.2019
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: erledigt
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Ortsverwaltung Wettersbach Antrag CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion Wettersbach vom: 12.02.2019 Vorlage Nr.: 285 Verantwortlich: - Einrichten von öffentlichen Stromtankstellen (Ladesäulen) in Wettersbach Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wettersbach 02.04.2019 6 X Kurzfassung Die CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion beantragt a) das Einrichten von Elektrotankstellen (Ladesäulen) für E-Automobile in Wettersbach im öffentli- chen Bereich. Zuerst soll in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und anderen zuständigen Stellen ein Entwicklungskonzept für eine Ladestruktur für Elektrofahrzeuge in Wettersbach erstellt werden. Für folgende Standorte bitten wir um Prüfung der Machbarkeit: - Grünwettersbach, im Bereich der Metzgerei Speck, bzw. bei der Sparkasse - Grünwettersbach, im Bereich des Rathauses - Grünwettersbach, bei der Sporthalle Wettersbach / ASV Tischtenniszentrum/ Heinz- Barth-Schule - Palmbach, Ortsmitte, entlang der „Nebenstraße“ - Palmbach, Gewerbegebiet Rudolf-Link-Straße, Nähe zukünftiger Hotel-Neubau b) Die Verwaltung möge mit dem Betreiber des Edeka-Marktes in Palmbach und mit dem zukünfti- gen Betreiber des neuen Lebensmittelmarktes in Grünwettersbach abklären, ob dort durch den Marktbetreiber Stromtankstellen installiert und betrieben werden können. Begründung: Die Bundesregierung hat als Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bis 2030 sollen es dann insgesamt sechs Millionen Elektrofahrzeuge sein. Der Kauf von Elektrofahr- zeugen wird derzeit stark subventioniert, beispielsweise durch Zuschüsse beim Erwerb eines Fahr- zeuges sowie Nachlässen bei der Haftpflichtversicherung und Befreiung von der Kfz-Steuer. Die Nachfrage nach entsprechenden Fahrzeugen ist jedoch nach wie vor verhalten. Hauptgrund hierfür scheint die weiterhin beschränkte Reichweite reiner Elektrofahrzeuge sowie der noch nicht flächen- deckend erfolgte Ausbau von „Stromtankstellen“ zu sein. Zur Erhöhung der Akzeptanz von Elektrofahrzeugen sollte daher die öffentliche Hand eine Vorrei- terrolle übernehmen. Dies soll auch die Schaffung notwendiger Infrastruktur umfassen, damit sich die Bürgerinnen und Bürger für Elektromobilität entscheiden können. Um diese Ziele zu erreichen, halten wir es für erforderlich zukünftig in allen Gemeinden und Stadtteilen Stromtankstellen anzu- bieten. Die notwendigen (Park-) Flächen sollen von der Stadtverwaltung kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Außerdem soll die Stadtverwaltung mögliche Förderungen durch die Stadtwerke, den Bund und das Land prüfen und diese dem Ortschaftsrat vorstellen. Wir möchten einen Beitrag zur Förderung der Elektromobilität leisten und auf diese Weise auch in Grünwettersbach und Palmbach die Weichen für eine Mobilität von morgen stellen. In Verbindung mit der Verwirklichung des „Solarpark Wettersbach“ könnten wir pilothaft zum ersten klimaneutra- len Stadtteil in Karlsruhe werden. Auch in Bezug auf private Schnelladestationen für E-Automobile bitten wir um Auskunft über die netztechnischen Voraussetzungen in unseren Stadtteilen. Besonders bei der Planung des zukünfti- gen Lebensmittelmarktes in Grünwettersbach sollen diese Aspekte frühzeitig in die Planung einflie- ßen, damit später die technischen Voraussetzungen gegeben sind. unterzeichnet von: Marianne Köpfler, Fraktionsvorsitzende und Roland Jourdan
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Ortsverwaltung Wettersbach STELLUNGNAHME zum Antrag CDU/FW-Ortschaftsratsfraktion Wettersbach Vorlage Nr.: Verantwortlich: 285 - Einrichten von öffentlichen Stromtankstellen (Ladesäulen) in Wettersbach Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Wettersbach 02.04.2019 6 X Kurzfassung Die Firma Piston Holding GmbH ist grundsätzlich dafür offen, auf geeigneten Parkplätzen ihrer Märkte Ladestationen für e-Mobile zu installieren/betreiben. In Karlsbad-Langensteinbach haben sie seit 2016 eine Ladestation in Betrieb, die für zwei E- Mobile (Kfz) ausgelegt ist. Für ihren Markt in Palmbach ist dies mit Blick auf die ohnehin knapp bemessenen Parkplätze allerdings leider keine Option. Sie können keine/n Parkmöglichkeit/en für eine Ladesstelle „opfern“. Hier schlägt das Interesse allerKunden, einen Parkplatz zu finden, das Interesse einzelner E-Mobil-Nutzer auf eine Lade- möglichkeit. Für den neu geplanten Lebensmittelmarkt hat der potentielle Investor bereits signalisiert, dass eine Stromladesäule in die weitergehende Planung aufgenommen wird. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein x Ja durchgeführt am 02.04.2019 Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Nachfolgend sind Informationen der Stadtwerke Karlsruhe bezüglich der Anfrage zum Aufbau von Ladesäulen in Wettersbach/Palmbach aufgeführt: Die Stadt Karlsruhe arbeitet aktuell einen Mobilitätsplan aus, mit dem der zukünftige In- dividualverkehr, aber auch die Platzierung von Ladesäulen gesteuert werden soll. Stand- ortvorschläge für Ladesäulen werden daher unter dem Gesichtspunkt der Kompatibilität mit diesem Mobilitätsplan betrachtet. Vorschläge für neue Ladesäulen sind daher an das Stadtplanungsamt in Karlsruhe zusenden. Für einen Ladesäulenanschluss ist eine genaue Standortanalyse notwendig, bei der Ab- schließend die verschiedenen Ämter der Stadt ihr Einverständnis geben müssen(TBA, GBA, StaPl, OA). Unter anderem ist zu beachten: die Attraktivität des Standortes für die Nutzer während des Ladevorgangs, die vorhandene Parkraumsituation, die Attraktivität für eine kurze Verweildauer und Sicherstellung einer hohen Frequentierung sowie die freie Netzan- schlussleistung am Standort. Derzeit liegen bei den Stadtwerken keine Anfragen zum Aufbau von Stromtankstellen von bei Ihnen im Ort oder bei ansässigen Unternehmen vor. Die SWK bietet Kunden Produkte- und Dienstleistungen für die Installation und den Betrieb (Abrechnung / Laststeuerung) auch im öffentlichen Bereich an. Zudem können Kunden im Rahmen einer Dienstleistung geeignete Landes / Bundesförderpro- gramme aufgezeigt werden. Bezüglich der Anfragen zu den Voraussetzungen für private DC Ladesäulen kommt es stark darauf an, welche „Ladegeschwindigkeit“ gewünscht wird. Theoretisch sind hier auch Puffer- speicher (Batterien) möglich, die die fehlende Kapazität des Anschlusses wettmachen können. Grundsätzlich ist es ratsam, bei geplanten Baumaßnahmen bereits netztechnische Vorbereitun- gen für eine künftige Ladeinfrastruktur umzusetzen, auch wenn aktuell vorrangig AC Lademög- lichkeiten in Überlegung sind. Dies sollte daher im Rahmen des Antrags für den Netzanschluss geklärt und beantragt werden. Für Ihr Verständnis ist noch zu erwähnen, dass das Vertriebsprodukt der SWK auf eine Refinan- zierung durch den Kunden ausgelegt ist. Eine kostenfreie Installation (für Kunden) von Ladeinf- rastruktur im öffentlichen Raum ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht vertretbar. Es ist geplant, dass in der Sitzung ein/e Vertreter/in der Stadtwerke teilnimmt, der/die dann für alle weiteren Fragen zur Verfügung steht.