Gesundheitsförderung

Vorlage: 2019/0264
Art: Antrag
Datum: 25.03.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtamt Durlach
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grötzingen, Mühlburg, Wolfartsweier

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 03.04.2019

    TOP: 5

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 5 ANTRAG B_90 - Gesundheitsförderung
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Stadtamt Durlach ANTRAG B‘90/DIE GRÜNEN-OR-Fraktion vom: 14.02.2019 eingegangen am: 14.02.2019 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 03.04.2019 5 öffentlich Dez. 5 und 3 / UA i. B. m. SJB, JuS und SuS Gesundheitsförderung Gesundheit wird von den meisten Menschen als eines der wichtigsten Themen bezeichnet. Dem steht eine überraschend niedrige Präsenz in den politischen Gremien gegenüber. Das liegt wohl daran, dass die kommunale Politik wenig Einfluss auf unsere medizinische Versorgung hat. Im Bereich der Gesundheitsförderung bestehen jedoch sehr wohl kommunale Gestaltungs- möglichkeiten. In unserer älter werdenden Gesellschaft wird der Prävention von Erkrankungen und der Förderung von Gesundheit eine immer stärkere Rolle zukommen. Die Stadt Karlsruhe hat sich mit bisher drei kommunalen Gesundheitskonferenzen und dem Label Gesunde Stadt bereits in diesem Bereich engagiert. Moderne Konzepte der Gesundheitsförderung gehen davon aus, dass diese auf der Basis von gesundheitlichen und sozialen Daten nachhaltig in den Lebenswelten der Menschen, z. B. dem Wohnquartier ansetzen muss. Antrag Die Verwaltung berichte dem Ortschaftsrat, wie die Stadt Karlsruhe im Bereich der Gesundheitsförderung aufgestellt ist. Werden konkret auch in unserem Durlacher Stadtteil gesundheitliche und soziale Daten erfasst, um gezielt gesundheitsförderlich aktiv werden zu können? Welche gesundheitsfördernden Projekte/Maßnahmen der Stadt gibt es bereits in Durlach? Welche Konzepte bestehen z. B., dass Kinder in Durlach gesund aufwachsen können, dass alte Menschen ihre Mobilität und Eigenständigkeit erhalten können? Welche Strategien, um auch sozial benachteiligten Menschen gesundheitliche Chancengleich- heit zu ermöglichen? (Zitat aus der Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg) Welche Projekte aus anderen Stadtteilen wären sinnvoll auch auf Durlach zu übertragen? unterzeichnet von: Dr. Ulrich Wagner Ralf Köster Martin Pötzsche Dietmar Maier Dr. Heike Puzicha-Martz

  • TOP 5 STELLUNGNAHME UA - Gesundheitsförderung
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Stadtamt Durlach STELLUNGNAHME zum Antrag B‘90/Die Grünen-OR-Fraktion eingegangen am: 15.02.2019 Vorlage Nr.: Verantwortlich: Dez. 5 und 3 / UA i. B. m. SJB, JuS und SuS Gesundheitsförderung Gremium Termin TOP ö nö Ortschaftsrat Durlach 20.03.2019 5 X Kurzfassung In der „Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg – Gesundheit in allen Lebensberei- chen“ wurde die Kommunale Gesundheitsförderung und Prävention als gleichwertige Säule des Gesundheitswesens neben Behandlung, Rehabilitation und Pflege etabliert. Als Ziel wurde postuliert, die Gesundheit der Menschen in allen Lebensphasen und Le- benswelten zu fördern. Die Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebenswelten ist dabei eine Querschnittsaufgabe, an der alle Politikbereiche zu beteiligen sind. In Karlsruhe ist die Kommunale Gesundheitsförderung beim Umwelt- und Arbeitsschutz angesiedelt und arbeitet strategisch und themenbezogen eng verzahnt mit dem Ge- sundheitsamt und städtischen Dienststellen zusammen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja x Nein nicht bezifferbar nicht bezifferbar Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja x Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant Nein x Ja Korridorthema: Meine Grüne Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Verwaltung berichtet dem Ortschaftsrat, wie die Stadt Karlsruhe im Be- reich der Gesundheitsförderung aufgestellt ist. In der Stadtverwaltung Karlsruhe ist die kommunale Gesundheitsförderung beim Um- welt- und Arbeitsschutz angesiedelt. Dort stehen insgesamt 1,2 Vollzeitstellen dafür zur Verfügung. Die Stellen sind seit 2011 bzw. 2013 eingerichtet. Sie arbeiten themenbe- zogen eng verzahnt mit Stellen wie beispielsweise dem Schul- und Sportamt, dem Kin- derbüro, Seniorenbüro, Präventionsbüro, dem Stadtjugendausschuss und dem Gesund- heitsamt zusammen. Gemeinderatsaufträge haben den Schwerpunkt der Arbeit auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche gelegt. Formate der Arbeit sind die kommunalen Gesundheitskonfe- renzen und ihre Arbeitsgruppen. In den bisherigen vier kommunalen Gesundheitskonfe- renzen wurden - auch gemeinsam mit den oben genannten Akteuren - Handlungsemp- fehlungen erarbeitet und verabschiedet zum Thema „Gesund aufwachsen“. Dazu ge- hören beispielsweise „Erweitertes Angebot für Bewegung in Kindertageseinrichtun- gen“, „Gesunde Verpflegung in Kindertageseinrichtungen“, „Kriterien für eine ge- sundheitsförderliche Lebenswelt Schule“ sowie lokale Fortbildungsangebote für päda- gogische Fachleute. Die Umsetzung dieser Handlungsempfehlungen wird von der kommunalen Gesundheitsförderung im Rahmen des kommunalen Handlungsspielraums verfolgt. Durch das IQ-Korridorthema „Meine Grüne Stadt“ arbeitet die Gesundheitsförderung zudem auch zielgruppenübergreifend und stärker bürgerzentriert. In diesem Kontext entwickelten sich gesundheitsförderliche Projekte wie beispielsweise „Runter vom Sofa“ (Bewegungsförderung), „Kulturküche“ (gesunde Außer-Haus-Verpflegung) oder zum Stadtgärtnern. 2. Werden konkret auch in unserem Durlacher Stadtteil gesundheitliche und soziale Daten erfasst, um gezielt gesundheitsförderlich aktiv werden zu kön- nen? Gesundheitliche Daten für Karlsruhe werden durch das Gesundheitsamt erfasst und ausgewertet. Dabei liegen nach Aussagen des Gesundheitsamtes die Daten der jährli- chen Einschulungsuntersuchungen beispielsweise nicht kleinräumig nach Stadtteilen oder bezogen auf einzelne Kitas vor. Daten zur Zahngesundheit der Kinder der ersten Klassen (gegebenenfalls auch Kitas) in Durlach könnten bei Bedarf zur Verfügung ge- stellt werden, wenn gewünscht, auch nach Ortsteilen und für die einzelnen Kitas und Schulen. Weitere Daten existieren laut Gesundheitsamt für den Zahnstatus. Für den Armutsbe- richt 2019 (noch nicht veröffentlicht) wurde der Zusammenhang zwischen Sozialstatus und der Zahngesundheit der Erstklässler für die einzelnen Stadtteile bestätigt. Darüber hinaus bestehe allerdings keine regelhafte und zusammenführende Bewertung gesund- heitlicher und sozialer Daten Weitere gesundheitlich relevanten Daten wie Kaltluftströme oder die Bioklimatische Be- lastung durch sommerliche Hitze sowie die Belastung durch Lärm werden durch den Umwelt- und Arbeitsschutz modelliert; ebenso werden Daten zur Belastung durch Neo- zoen wie der Tigermücke aufgearbeitet. Diese Daten werden für das gesamte Stadtge- biet verarbeitet, wobei auch Durlach mit erfasst ist. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Gleiches gilt auch für Daten über Luftschadstoffe wie Feinstaub, NOX oder Ozon. Mit Ausnahme des Stadtteils Mühlburg (Mitglied der Landesinitiative Gesund aufwach- sen und leben in Baden-Württemberg) ist nach Angaben des Gesundheitsamtes keine systematische Planung gesundheitsförderlicher Maßnahmen in Karlsruhe oder einzelnen Stadtteilen bekannt, die ausdrücklich auf der Berücksichtigung der sozialen und der gesundheitlichen Lage gleichermaßen beruhen. Künftig wären sowohl eine integrierte Gesundheits- und Sozialberichterstattung als auch eine gemeinsame Arbeitsstruktur für eine integrierte Sozial-, Stadtentwicklungs- und Gesundheitsplanung sinnvoll, wobei eine enge Zusammenarbeit der Dezernate 3, 2 und 5 notwendig wäre. Zwischen diesen Planungsbereichen sollte zumindest eine verlässliche Verständigung darüber hergestellt werden, welche Indikatoren und Daten in welcher Form und Häufigkeit erfasst und aufbereitet werden sollten. Damit könnte eine Datenbasis geschaffen werden, die die zu berücksichtigenden Erkenntnisse zusammenführt und als belastbare Entscheidungs- und Planungsgrundlage für die im vorliegenden Antrag aufgeworfenen Fragen dienen könnte. 3. Welche gesundheitsfördernden Projekte / Maßnahmen der Stadt gibt es be- reits in Durlach? In der Stadt Karlsruhe existieren zahlreiche Projekte und Maßnahmen zur Förderung von gesundheitsförderlichem Verhalten der Menschen und zur Stärkung der Lebenswelten. Der räumliche Bezugspunkt ist in der Regel die Gesamtstadt, wobei Durlach in einigen Maßnahmen explizit genannt wird. Diese Beispiele sind im Folgenden aufgeführt: Kinder und Jugendliche: Startpunkt-Cafés, beispielsweise in Durlach zur Unterstützung von Eltern, AWO-Klettergarten und andere Projekte der AWO Durlach zur Stärkung von Kindern und Familien. Menschen aller Altersklassen: Fitnessparcours ermöglichen Bewegung im Freien ohne finanzielle Hürden. In Durlach existiert eine Osteo-Walking-Station im Weiherhof, die im Rahmen der kommunalen Gesundheitsförderung beworben wird. Hilfeangebote für pflegende Angehörige (offene Treffs, Beratungsangebote, Kurse) des ASB Karlsruhe, des Pflegestützpunktes/Seniorenbüro oder anderer Anbieter stärken die Resilienz und Gesundheitskompetenz dieser Menschen und tragen indirekt dazu bei, dass ältere Menschen länger selbständig und selbstbestimmt leben können. In Durlach existieren solche Angebote. Ältere: Die Einkommenslage ist - wie auch die Gesundheit - einer der zentralen Einflussfaktoren auf die Lebensgestaltung im Alter. Finanzielle Reserven sind ein Faktor, um einer höhe- ren Verletzlichkeit (Vulnerabilität) im Alter präventiv entgegenzuwirken und diese aus- zugleichen. Kostenfreie – und bei Bedarf auch aufsuchende - Beratungsangebote durch den Pflegestützpunkt der Stadt Karlsruhe, die Arbeit des Sozialen Dienstes in den Be- zirksgruppen sowie weitere niedrigschwellige Sozialdienste von Trägern und Initiativen erbringen wichtige Beratungsleistungen, um Zugänge zu Hilfe- und Unterstützung zu Ergänzende Erläuterungen Seite 4 erschließen. Die umfassende Informationssammlung über aktivierende und präventive Angebote der offenen Seniorenarbeit, individuelle Beratung zur aktiven Lebensgestal- tung im Alter und Informationsveranstaltungen des Seniorenbüros unterstützen ältere Menschen bei einem gesundheitsförderlichen Lebensstil. Der Gutschein 60+ in Höhe von 120 € pro Jahr als Ergänzung zum Karlsruher Pass erleichtert die Teilhabe und akti- ve Lebensgestaltung älterer Menschen mit finanziellen Einschränkungen und unterstützt die Nutzung von Bildungs-, Kultur- und Sportangeboten entsprechend der individuellen Interessen. Im Rahmen der Umsetzung der Leitlinien gegen Altersarmut wurde der Be- rechtigtenkreis durch Anhebung der Einkommensgrenze um 10 Prozent erweitert. Grundsätzlich bilden die gemeinsam mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege entwickel- ten und vom Gemeinderat 2012 einstimmig verabschiedeten Leitlinien gegen Altersar- mut einen ganzheitlichen Handlungsrahmen und prägen die strategische Ausrichtung. Die Leitlinien umfassen die Dimensionen der Arbeitsmarktpolitik, materielle Versorgung, kulturelle Teilhabe und Bildung, soziale Teilhabe sowie die psychische und physische Gesundheit einschließlich Pflegebedürftigkeit. Die Umfrage Generation 55Plus in Karlsruhe aus dem Jahr 2015 gibt mit gesamtstädti- schem Blick Hinweise zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel zu Gesundheitszu- stand, körperlicher Aktivität und zum ehrenamtlichen Engagement im Bereich Sport. Neben den finanziellen Ressourcen sind individuelle Unterstützungsnetzwerke und sozi- ale Kontakte wichtige Ressourcen für die Bewältigung von Herausforderungen, die mit dem Altern verbunden sind. Um Einsamkeit im Alter und fehlenden Kontakten, - be- dingt oder verstärkt durch einen eingeschränkten Aktionsradius und schlechten Ge- sundheitszustand – entgegenzuwirken, werden neben vielfältigen Sport-, Bildungs- und Kulturangeboten Orte der Begegnung und des Kontakts benötigt und im Rahmen der freiwilligen Leistungen durch die Stadt Karlsruhe gefördert. Derzeit werden durch die Sozial- und Jugendbehörde 15 Seniorenbegegnungsstätten gefördert (darunter der Se- niorenclub Durlach und die Seniorenbegegnungsstätte der AWO in Durlach) sowie die Arbeit des Seniorenwaldheims. Der Gemeinderat hat das Förderprogramm „Bewegungsangebote“ für vorwiegend hil- fe- und pflegebedürftige Menschen sowie eingeschränkte Menschen, die zuhause le- ben, verabschiedet. Mit diesem Programm will die Stadt preisgünstige innovative Ange- bote zur Mobilisierung, Anregung und Aktivität im Wohnumfeld in ehrenamtlichen Strukturen fördern. Beim Pflegestützpunkt / Seniorenbüro der Stadt Karlsruhe ist die Gesundheit von alten Menschen ein thematischer Schwerpunkt. Im Internet-Wegweiser sind die Bewegungsangebote für ältere Menschen nach Stadtteilen, auch für Durlach, aufgelistet. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch Angebote für soziales Engagement, Kontakte und Bildung. (https://www.karlsruhe.de/b3/soziales/personengruppen/senioren/seniorenwegweiser/ak tiv.de). Das Angebot „Bewegte Apotheke“ ist in Durlach entstanden und inzwischen auch in anderen Stadtteilen präsent. Es bietet niederschwellige und kostenlose Spaziergänge für Ältere, durchgeführt von der Vereinsinitiative Gesundheitssport. Weitere Bewegungs- angebote für ältere Menschen bietet IN SCHWUNG KARLSRUHE, hierbei gelistet sind auch kostenreduzierte und kostenlose Kurse. Gefördert werden diese Angebote durch Ergänzende Erläuterungen Seite 5 die Stadt Karlsruhe, teilweise auch mit Hilfe von Präventionsmitteln durch die Sozialkas- sen. 4. Welche Konzepte bestehen zum Beispiel, dass Kinder in Durlach gesund aufwachsen können, dass alte Menschen ihre Mobilität und Eigenständigkeit erhalten können? Die oben aufgeführten Projekte und Maßnahmen gründen auf gesundheitsförderlichen Konzepten, die für die Gesamtstadt entwickelt wurden und sich, wie dargestellt, in Dur- lach auswirken können. Beispiele für diese Konzepte sind: Kinder und Jugendliche: - Leitlinie Gesund aufwachsen in Karlsruhe - Kindergesundheitsbericht - Handlungsempfehlungen der zweiten kommunalen Gesundheitskonferenz 2013 zu Gesund aufwachsen - Kooperationsmodelle Kita und Sportverein, Schule und Sportverein - Frühe Prävention - Leitlinie Kinderarmut - Kinder- und Familienzentren - Durlacher Verbund Familie im Zentrum Menschen aller Altersklassen: - Fußverkehrscheck - Fahrradstadt Karlsruhe - Quartier 2020 - Hilfen für pflegende Angehörige (ASB, Pflegestützpunkt / Seniorenbüro und andere) - Integrationsplan - Armutsbericht Ältere Menschen: - Leitlinien Altersarmut - Quartier 2020 5. Welche Strategien existieren, um auch sozial benachteiligten Menschen ge- sundheitliche Chancengleichheit zu ermöglichen? Von den bereits aufgeführten Konzepten geben beispielsweise die Leitlinien zur Kinder- armut, der Armutsbericht, der Integrationsplan oder die Leitlinien Altersarmut strategi- sche Hinweise. Die unter Punkt 2 beschriebene Anregung zur Einrichtung einer inte- grierten Sozial-, Stadtentwicklungs- und Gesundheitsplanung sollte dabei einer nachhal- tigen Strategieentwicklung vorausgehen. Die „Soziale Stadt“ Karlsruhe setzt sich im Rahmen ihres Handlungsspielraumes enga- giert für Armutsbekämpfung und Armutsprävention ein, um ihren Bürgerinnen und Bürgern gute Teilhabechancen zu ermöglichen. Dies umfasst auch Aspekte der gesund- heitlichen Chancengleichheit. Der Armutsbericht liefert wichtige Informationen für kon- Ergänzende Erläuterungen Seite 6 krete Planungen und Entscheidungen auf örtlicher Ebene, sowie für Handlungsstrate- gien und Lösungsansätze. Insbesondere für distanzempfindliche Personengruppen und unter Berücksichtigung unterschiedlicher beziehungsweise ungleicher Teilhabechancen und die Gestaltung des Stadtteils und Stadtviertels als auch die Zugänge zum Bildungs-, Beratungs-, Hilfe- und Unterstützungssystem von hoher Bedeutung. Ziel ist es, eine kommunale Beteiligungs- kultur zu fördern, die gleiche Beteiligungs- und Berücksichtigungschancen für alle Gruppen der Stadtgesellschaft ermöglicht. Die Sozial- und Jugendbehörde wird dem Gemeinderat im Frühjahr 2020 ein Gesamt(förder)konzept zur Quartiersentwicklung in Karlsruhe vorlegen, das eine inklusive, integrierte und generationengerechte (Weiter- )Entwicklung der Stadtteile und Stadtviertel konzeptionell und strukturell verankert und – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Gemeinderat – dann zukünftig stadtteilbe- zogen umgesetzt. Grundlegend ist dabei das Zusammenwirken von Fachämtern, Trä- gern, Initiativen und Bürgerschaft in geregelten und verlässlichen Kommunikations- und Arbeitsstrukturen und eine Bereitstellung von Ressourcen. Die intensive Zusammenar- beit der Ämter – unter dem Aspekt der Gesundheitsförderung und Prävention sind hier insbesondere der Umwelt- und Arbeitsschutz und das Gesundheitsamt zentrale Partner und Impulsgeber- ist für eine gelingende integrierte Stadt(teil)entwicklung unerlässlich. Weitere Potentiale werden in einer kommunalen Unterstützung lokaler Verantwor- tungsgemeinschaften („Stadtteilnetzwerke“) gesehen. 6. Welche Projekte aus anderen Stadtteilen wären sinnvoll auch auf Durlach zu übertragen? Durlach ist ein kinderreicher Stadtteil. Daher ist eine Übertragung von Konzepten zum Thema „Gesund aufwachsen“ prinzipiell sinnvoll. Alle aufgeführten Konzepte eignen sich für eine Übertragung nach Durlach. Spezifische Bedarfe und notwendige Maßnahmen wären dabei aus Sicht des Gesund- heitsamtes zu hinterlegen durch Gesundheits- und Sozialdaten. Insbesondere die Ge- sundheitsberichterstattung sollte wertvolle Hinweise geben können für Politik und Ent- scheidungsträger. Um sinnvolle und geeignete Maßnahmen für Durlach identifizieren oder auf Durlach übertragen zu können, wäre eine nachhaltig angelegte Arbeitsstruktur empfehlenswert. Durch Vernetzung und Beteiligung von Akteuren und der Bevölkerung vor Ort wäre zunächst die gesundheitliche und soziale Situation bezogen auf ausge- wählte wahrgenommene Problemlagen, Altersgruppen und / oder Ortsteile zu bewer- ten. Darauf aufbauend könnten dann geeignete Maßnahmen übertragen oder entwi- ckelt, durchgeführt und evaluiert werden. Vorhandene Fachkenntnisse, Erfahrungen, Bedürfnisse, Ideen oder Vorstellungen könnten so angemessen berücksichtigt werden und für eine hohe Akzeptanz der Projekte und Maßnahmen sorgen. Fachliche Unter- stützung sollte auch durch die Stadtverwaltung und die Zusammenarbeit der hierfür relevanten Dezernate (insbesondere 3, 2 und 5) und des Gesundheitsamtes erfolgen. Erfahrungen zu gesundheitsbezogenen Bürgerbeteiligungsverfahren liegen auch beim Gesundheitsamt vor (https://gesundheitskonferenz.landkreis-karlsruhe.de/Integrierte- Ans%C3%A4tze/Fachplan-Gesundheit).

  • TOP 5, Anlage 1 StN StaDu zur Gesundheitsförderung
    Extrahierter Text

    Stadtamt DurlachAnlage Ergänzungenzur Stellungnahme zum AntragB ́90/Die Grünen OR-Fraktionvom 15.02.2019 Übersicht über die Durlacher Angebote zum Thema Gesundheitsförderung in- nerhalb des gesetzlich vorgeschrieben Rahmens sowie Angeboteaus dem Be- reich derfreiwilligen Leistungen und ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Enga- gement. Grundsätzliches: Die Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebewelten für Menschen jedes Alters und in jeder Lebensphase ist eine Aufgabe, die in der Abteilung Jugend und Sozialesim Stadt- amt Durlachquer durch alle Fachbereiche geht. Dabei gibt es zum einen gesetzliche Aufgaben, diedie AbteilungJugend und Soziales zur Gesundheitsförderung beiträgt,als auch freiwilligeLeistungen, die diesem Ziel in unterschiedlicher Art und Weise dienen. Hinzu kommen viele unterschiedliche Projekte, die das Stadtamt Durlach in Kooperation mit Vereinen/ Freien Trägernunterstützt, die den genannten Bereich zumindest tangie- ren. Bei den gesetzlichen Leistungenist der Allgemeine Soziale Dienst mit seinen unter- schiedlichen Fachbereichen involviert, das Sachgebiet der Grundsicherung/ Sozialhilfe SGB XII sowie die städtischen Kindertageseinrichtungen. Im Bereich der gesetzlichen Leistungen besteht ein Rechtsanspruchder Bürgerinnenund Bürger auf diese Leistungen zur Gesundheitsförderung und die Gewährung dieser Leis- tungen setzt hier einen Antrag und die Mitwirkungsbereitschaft des Antragstellers vo- raus. Im Unterschied dazu bestehen viele Angebote, die von der Stadt Karlsruhe-hier- Stadtamt Durlach-vorgehalten werden,die zum Thema Gesundheitsförderung beratend tätig sind. Die Abteilung Jugend und Soziales ist im Zuständigkeitsbereich mit den unterschiedlichs- ten Einrichtungen, Institutionen wie Schulen, Kirchen, Freien Trägern undweiteren An- bietern vernetzt. Auch hierzu finden Sie die verschiedensten Angebote in der Anlage, die das Thema der Gesundheitsförderung wiederspiegeln. In der Anlage finden sie alle Angebote, die zu diesem Thema, entweder in direkter oder auchinindirekter Formmit dem Stadtamt Durlach verbunden sind. Roland Laue Stadtamt Durlach Jugend und Soziales 2 Gesundheitsprävention Allgemeiner Sozialer Durlach Der Allgemeine Soziale Dienst beim Stadtamt Durlach ist eine bürgernahe Dienstleis- tungsinstitution, deren Auftrag als ganzheitliche, kommunale Sozialarbeit im Stadtbezirk zu verstehen ist. Diese umfassende psychosoziale Grundversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils wird im Rahmen einer situationsbezogenen, system–und le- bensweltorientierten, möglichst präventiver Arbeitsweise geleistet. Hierzu gehört auch ein Vernetzungsauftrag zu den kulturellen, kirchlichen, sportlichen sozialen pädagogischen und medizinischen Einrichtungen im Stadtteil. Auf der Grundlage des Kinder und Jugendhilfegesetztes bietet der allgemeine soziale Dienst vorwiegend Beratung und Hilfe in persönlichen und familiären Krisen sowie in Notlagen an, ebenso fällt der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (§8a SGB VIII) in den Verantwortungsbereich des allgemeinen sozialen Dienstes. Neben dem Bereich der Jugendhilfe ist der allgemeine soziale Dienst Ansprechpartner für erwachsene Menschen in schwierigen Lebenslagen und für Menschen, die durch gesundheitliche Einschränkungen Unterstützung bei der selbstständigen Lebensführung benötigen. Seitens des allgemeinen sozialen Dienstes werden präventive Angebote der Gesund- heitsförderung regelmäßig durch die Projekte der Schulsoziallarbeit und der Sozialpäda- gogischen Gruppenarbeit durchgeführt. Bedarfsorientiert gibtes Angebote im Bereich der Suchtprävention als auch im Bereich der gesunden sozialen Entwicklung. Aufgrund der Tatsache, dass psychische Erkrankungen in Familien heutzutage mehr Raum einnehmen nehmen auch therapeutische Angebote mittlerweile eine wichtige Rolle ein Sozialpädagogische Gruppenarbeit im Weiherhof -Verschiedene Schwimmprojekte für Kinder und Jugendliche: Schwimmen lernen Schwimmabzeichen machen Einstieg in eine Sportart für unsportlichere Kinder Kurs für ältere und auch dickere Kids, welchesich nicht trauen schwim- men zu gehen bzw. sich zu einem öffentlichen Kurs anzumelden -Selbstbehauptungs-Selbstverteidigungskurs für Mädchen und Jungs -Kunsttherapie für Mädchen und Jungs sowohl in Gruppen als auch in Einzelthe- rapiestunden -Kunstprojektezur Jugendgewaltprävention: Selbstachtung und Selbstwert Vom Mitfühlen zum Wohlfühlen Wenn Worte meine Sprache wären -Projekt Gesunde Ernährung für Jungs und Mädels 3 Schulsozialarbeit: -Schule am Turmberg: Bewegungsspiele lernen (spielend spielen lernen) Tanzkunst mit Farben und Gefühlen Kunst /Gefühle erkennen, beschreiben, bearbeiten Bewegung im Zirkus: Gruppendynamik und Bewegung, soziales Miteinander Sozialkompetenztraining Hochseilgarten: Bewegung und soziales Miteinander, Konflikt-und Kompe- tenztraining Medienpädagogik: Präventivangebot Konsum Kooperation Jugendhaus: soziales Miteinander fördern, Gesundheit durch Kommunikation Sexualpädagogik: Prävention sexuelle Gesundheit Klassengemeinschaftstraining: Soziales Miteinander erlenen Kunsttherapie Klassenrat: vertrauensbildend und sozialkompetenzfördernd, Gewaltpräventi- on -Pestalozzischule: KJG Durlach mit diversen Angeboten wie Erlebnistage für die ganz kleinen oder Kompetenztrainings für Klassen Anuschka Rausch mit Projekten im Bereich Maltherapie Musikschule Tonkultur mit Trommelprojekten um Klassen zu stärken Pro Familia, Sexualerziehung, Hygiene im weiteren Sinne Erlebnispädagogische Sozialkompetenztrainings Gewaltprävention und Sozialkompetenz; Grenzen setzen und achten Konfliktkultur: Sozialtrainings und systematische Mobbingintervention Kooperation mit der Polizei zu den Themen Gewaltprävention, Drogen, Medi- en und Verkehrserziehung Sexualerziehung mit verschiedenen Anbietern Gruppentraining sozialer Kompetenzen -Oberwaldschule Durlach-Aue Klassenrat Theaterpädagogisches Angebot SMV Arbeit mit Schülervollversammlungen: zur Stärkung der Eigeninitiative der Schüler Kooperation mit Pro Familia: Schülersprechstunde let ́s talk Mädchen AG: niedrigschwelliges Angebot in Kooperation mit dem KJH Dur- lach Drogen-und Alkoholprävention für Klasse 9 Konfliktkultur: Präventionsangebote und Mobbingintervention Kunsttherapeutisches Angebot mit Anuschka Rausch, jahrgangsübergreifend Elternbeiratssitzung zum Thema: Umgang mit Mobbing in der Schule Klassen-und Gesamtlehrerkonferenzen: Schulklima, Umgang mit Schulver- weigerung, Mobbing 4 Schulung für Lehrer und Schulsozialarbeit: Mai-Step, Gesundheitsprävention allgemein Erlebnispädagogik zur Klassenfindung Klasse 1 mit ERWINA Gefühlsbildung Klasse 3: Eine Wocherund um Gefühle-benennen können und mit ihnen umgehen lernen Zirkusprojekt in KOOP mit KJH Lohn/Lissen Klasse 3-Gewaltprävention Besuch einer Hebamme in Klasse 4 Termin mit Wildwasser zum Thema sexueller Missbrauch ( Planung erst im April möglich...) -Schloss-Schule: Gegen den Missbrauch-Kooperation mit Dieter Heitz, Klasse 3-4 Kooperation mit dem Gartenbauamt Durlach: Durchführung von Gartenpro- jekten Erlebnispädagogische Angebote mit verschiedenen Anbietern: Kinder-und Jugendhaus Durlach, Schatzinsel ( Jochen Freiberger), AWO u.a. während Schullandheim Klassenrat nach Bedarf Arbeitsnachmittag Soziales für Lehrer, Erarbeiten neuer Schulregeln -Markgrafen-Gymnasium Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit im Rahmen der Karlsruher Wo- chen gegenRassismus Adventuretag in Forbach ( Abenteuerpädagogik) Elternschulung zum Thema "Neue Medien" Workshop "fake news" zum Thema neue Medien Kunstworkshop für Mädchen Smartphone-Kompetenz für alle 5. Klassen Systemisches Sozialtraining und ggf. Mobbinginterventionfür alle 5. Klassen Sozialtraining für Mittelstufe Umgang mit dem world wilde net für alle 6. Klassen Homologie-Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität, Ausgren- zung und Anders-Sein (Theaterprojekt) Rapartschule-gemeinsam kreativfür eine gute Klassengemeinschaft geplant für Herbst: Präventionsprogramm Cybermobbing für alle 7. Klassen, inclusive Lehrerschulung und Elternschulung zum Thema ebenfalls geplant: Lehrerschulung zum Thema suizidales Verhalten und selbstverletzendes Verhalten bei Schüler*innen-Erstellung eines Konzeptes zum Umgang mit dem Thema für die Schule -Augustenburg Gemeinschaftsschule Soziales Kompetenztraining Workshop „Gemeinsam gegen Gewalt“ Workshop „Gegen Gewalt und Übergriffe“ Förderung der sozialen Kompetenz mit den beiden Projekten Gruppenfindung mit ERWINA Kunstprojekt mit Frau Rausch Umgang mit sozialen Medien 5 Umgang mit dem Smartphone: Grundkurs Elternabend im November zum Thema Soziale Medien in der Schule Workshop „Soziales Lernen“ wöchentlich in KOOP mit KJH Grötzingen Sexualpädagogik Aufklärungs-und Fragestunden für Jungs und Mädchen in KOOP mit KJH Grötzingen Förderung der sozialen Kompetenz miterlebnispädagogischem Projekt am Schulanfang Gruppenfindung mit ZIP Kanutour Workshop zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen und deren Selbstwertgefühl mit theatralischen Mitteln wie Phantasie, Körper und Stimme -Friedrich-Realschule Alkoholpräventionsangebote Cybermobbing und Medienkompetenz; Fokus auf Risiken im Netz, Rechte am Bild, Sexting und Umgang mit Mobbing Sexualerziehung; Infos über den eigenen Körper, die Pubertät und damit auf- tretenden Veränderungen. Mit älteren Kindernstehen die Themen Ge- schlechtsverkehr und der Schutz vor Krankheiten ebenfalls auf dem Pro- gramm. „Ohne Kippe“; Informationen zu den Gefahren des Rauchens; Vortrag durch Betroffene von Krankheiten, die durch Rauchen verursacht wurden. Wilde Gemeinschaft; erlebnispädagogisches Projekt im Wald Besuche in der Drogenberatungsstelle / Theater Requisit zum Thema Drogen 6 Gesundheitsförderung Im Bereich der Sozialhilfe („auf Antrag“): Nach Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen könnendiverse Leistungen im Rahmen der Leistungsgewährung nach SGB XII erbracht werden: 1.)Hilfe zur Pflege: a. im ambulanten Bereich (-> außerhalb von Einrichtungen) z. B. Pflegesachleistungen, Haushaltshilfen, Essen auf Rädern, Tages- pflege, Pflegehilfsmittel usw. b. im stationären Bereich (-> innerhalb von Einrichtungen) z.B. Finanzierung von Heimaufenthalten (Kurzzeitpflege, Verhinderungs- pflege, usw. 2.)Hilfen zur Gesundheit z.B. Hilfe bei Krankheit (bei nicht versicherten Personen), Hilfe zur Familien- planung usw. 3.)Eingliederungshilfe für behinderte Menschen beim Stadtamt Durlach insbesondere für Kinder und Jugendliche z.B. Frühförderung, Autismus Therapie, Kindergarten-/ Schulbegleitung usw. 4.)Im Rahmen der„Aktivierung“(§ 11 SGB XII) Materielle Notlagen gehen bei einer Vielzahl der nach dem SGB XII auf Geld- Leistungen angewiesenen Bürgern mit persönlichen und sozialen Problemen einher. Aufgabe der „Aktivierung“ ist es, solche Problemstellungen wahr zu nehmen, Angebote zur Stabilisierung und Verbesserung der Lebenssituation aufzuzeigen und darauf hinzuwirken, die „Abwärtsspirale“ zu verhindern. Kernthemen sind hierbei „Beratung und Unterstützung“ in Form von a. Wahrnehmung der persönlichen Situationdes/r Hilfesuchenden b. Anbieten von Beratung um zur Problemlösung beizutragen c. Möglichkeiten gesellschaftlicher Partizipation erkennbar machen d. Stärkung der Selbsthilfe e. Budgetberatung Die Beratung ist eine Pflichtleistung des Sozialhilfeträgers,die aber nicht förmlich beantragt werden muss und sich auch nicht „aufzwingen“ lässt. Es bedarf somit der Mitwirkungsbereitschaft des Hilfebedürftigen. 7 Kita Ellmendinger: bei uns gibt es folgende laufende Projekte zum Thema Gesundheit/Umwelt: >BeKi > Grünes Küken > Dreck Weg Tage /Müll sammeln bei Spaziergängen und im Außengelände > Waldprojekt > Kooperation TG AUE (jeden Dienstag Turnstunde) > Kochprojekte (auch mit Eltern) > tägliches Obst-Gemüse-Angebot > Müslifrühstück (1x im Monat) > Gemüse-Kräuterbeete-->Gartenpflege (säen, pflegen, ernten,...) > Kooperation AG Zahnpflege (tägliches Zähne putzen) > Tierprojekt Kita Lussstraße: hier eine Auflistung der Projekte und Aktionen, welche in den letzten 2 Jahren stattgefunden haben; -2017 Teilnahme am Projekt JOLINCHEN, welches von der AOK angeboten wird. JOLINCHEN geht über mehrere Wochen und gibt auf kindgerechte Weise Anstöße zur gesunden Ernährung und zu mehr Bewegung in der Kita. Aus unserer Einrichtung wurden zwei Kollegen geschult und haben dieses Programm ins Team und die jeweiligen Gruppen eingebracht. JOLINCHEN wird von uns immer wieder in den Kindergartenalltag integriert. -März 2017-Juli 2017 fand das Projekt-Unser Körper-statt. Inhalt war neben anatomischen Sachverhalten auch unsere Gesundheit und was wir dafür tun können. -Januar 2018-April 2018 wurden im Rahmen des Projekts-Unsere Lebensmittel-näher betrachtet. Thema war z.B. die Zuordnung Obst- Gemüse, was wird wo angebaut?, was ist gesund und was ungesund?. -Januar 2019-Februar 2019 bearbeiteten wir, im Rahmen unseres Projektthemas Winter, den Nord-und Südpol. Hier haben wir mit den älteren Kindern über das Schmelzen der Polkappen und den Klimawandel gesprochen. Welche Rolle der Mensch dabei spielt und was jeder von uns für ein besseres Klima tun kann. -März 2019 Im Moment bearbeiten wir unseren Garten. Wir werden Bohnen pflanzen und das Wachsen beobachten. Wir planen die Eröffnung eines Insektenhotels um für diese Tiere Lebensraum zu schaffen. Hier lernen die Kinder, unter anderem, Verantwortung zu übernehmen. Selbstverständlich ist für uns der verantwortliche Umgang mit Wasser, Licht, Lebensmittel, Heizung und allen Materialien mit denen die Kinder Umgang haben. Dies den Kindern zu vermitteln ist uns ein Anliegen und fließt in die tägliche Arbeit ein. 8 Zum Erhalt der Gesundheit putzen wir mit den Kindern Zähne und haben einmal im Jahr die Zahnprophylaxe im Haus. Hier zeigt eine extra geschulte Mitarbeiterin der Kinder-und Jugendzahnpflege den richtigen Umgang mit der Zahnbürste. Für die seelische Gesundheit, von Kindern und Mitarbeiter in unserer Einrichtung, pflegen wir einen wertschätzenden Umgang miteinander. Kita Dornwald: Beki: gesunde und bewusste Kinderernährung (seit September 2017) Das Grüne Küken: Die Umwelt wahrnehmen und nachhaltig mit ihr umgehen. (Seit Juni 2018) Umgestaltung des Außengelände: Mit dem Gartenbauamt anlegen von einem großen Gemüsebeet. (Seit 2019) Spiel-und Lernstube: zum Thema Gesundheit wurde in derVergangenheit ein Sport-und Ernährungsprojekt durchgeführt. Im letzten Jahr haben wir zusammen mit den Rotariern im Rahmen einer ERPOT Aktion ( Every Rotarian plants one tree) Stieleichen gepflanzt und aktuell beginnen wir mit dem Bau von Insektenhäusernund wollen im Frühjahr Bienen freundliche Wildblumenbeete aussähen. -Ernährungsprojekt als Projekt in 2018 abgeschlossen-beim pädagogischen Kochen im Arbeitsalltag legen wir jedoch viel Wert auf Wissensvermittlung über gesunde Ernährung -Frühjahr 2018-Baumpflanzaktion einmalig -Frühjahr 2018-Urban Gardening-wurde im Rahmen des B52 Förderpreises" Gesunde Kommune2018" lobend erwähnt -2019-Weiterführung Urban Gardening -Bau von Insektenhäusern-Start im April -Aussaat von bienenfreundlichen Wildblumenbeeten-April/Mai 9 Schülerhorte Weiherhof und Grazer Straße: Umwelt ·Dreck weg Wochen ·Bürgerbeteiligungsprozess im Sanierungsgebiet Durlach Aue/Stadtteilstreifzug ·Besuch des Waldklassenzimmers ·Besuch im Naturschutzzentrum Rappenwörth ·Thema Müll: Vermeidung, Umgang, Trennung–Basteln und Werken mit weggeworfenem Material (Upcycling) ·Insektenhotel bauen ·Kräuterbeet anlegen ·Gummistiefel bepflanzen ·Anlegen eines Terrariums und Achatschnecke als Haustier einführen und regel- mäßig versorgen ·Besuch der Gärtnerei in Wolfartsweier ·Naturphänomene aufgreifen zum Thema: Dichte, Aggregatzustände von Wasser, Farbe und ihre Möglichkeiten Gesundheit ·Gesundheitstag im Rahmen des Ferienprogramms: Wir bereiten gesunde Mahlzeiten, Snacks und Smoothies zu Sport-und Bewegungsspiele zum Mitmachen Gesundheitsvorsorge und Hygiene, Umgang mit Thema Läuse ·3 gliedriges Erlebnispädagogisches Projekt Zur sozialen und psychischen Ge- sundheit des Einzelne und der Gruppe ·1. Hilfe am Kind : Kooperationsprojekt mit Durlacher Apotheke ·Welche Sportarten sind bekannt und entsprechende Aktionen zu den, von den Kindern gewählten, ·Sportarten: Eislauf, Handball, Fußball, schwimmen 10 ·„Wie viel Zucker ist inunseren Lebensmitteln“, Versuche und Vergleiche ·„Heimisches Obst und seine Verwertung“ Gespräche mit Kindern sowie an- schließende kulinarische Umsetzung ·Ernährung : Gemeinsames Einkaufen und Kochen in den Ferien ·„Fit durch den Alltag“ / Fahrzeugparcour mit Hindernissen ·Ein Funktionsraum im Hort wird gemeinsam mit den Kindern zum Fitnessraum umgestaltet: Box Sack, Hometrainer, Bodenmatten ·Teilnahme am Menschenkicker Turnier Durlacher.de ·Fußball Turnier der städtischen Schülerhorte ·TischkickerTurnier 11 Durlacher Selbst e. V. Projekte Schulfrühstück(Übernahme der Kosten für das Frühstück und des Personaleinsatzes-Bergwaldschule Übernahme der Kosten für ein Klassenprojekt (Wie entsteht ein Kind und wie kommt es auf die Welt)-Oberwaldschule Tiergestützte Kunsttherapie und Kreativpädagogik-Bergwaldschule Trommelprojekt für Kinder, die sehr schlecht der-Pestalozzischule deutschen Sprache mächtig sind. (Die Kinder lernen mit allen Sinnen, durch die Körperarbeit wird der Rhythmus im Körper erfahren, die gesprochenen Verse Strukturieren im Kopf. Trommel ist Gemeinschaftsefühl, Konzentrationsübung und Körperarbeit) Förderung Schulkooperation mit der DJK Durlach, Ballsportgruppe zur ganzheitlichen Koordination, Klassenstufen 1-2 und 3-4-Pestalozzischule Vortrag durch die VHS „Gesunde Ernährung In Theorie und Praxis-Oberwaldschule Aktivfreizeit mit Kindern und Jugendlichen-SpGA Jugendfreizeit und Teeniefreizeit-Kinder-und Jugendhaus Durlach Erlebnispädagogische Hochseil-und Kletterkurse-Schülerhort Grazerstraße Kunstprojekt-Spiel-und Lernstube Untermühl 12 Projektförderung für die Stammzellen- Typisierung-Pestalozzischule Spende fürReitstunden-Kinder aus der Wohngruppe der AWO Einzelspendenfür die Beschaffung eines Fahrrads, Brillen, Hörgeräte, Zahnersatz, Sportkleidung, neues Mobiliar, DXA-Messung, Medikamente und Nahrungsmittel, Installation eines Hausnotrufes, jährliche Unterstützung der Durlacher Tafel durch Sach-und Geldspenden. Ferienfreizeit auf dem Bauernhof mit Kindern aus der Untermühlsiedlung Thema: Wie entstehen unsere LebensmittelSpiel–und Lernstube Untermühlsiedlung

  • TOP 5, Anlage 3 RAGZ KA Gesund beginnt im Mund - Zähne putzen in Kindereinrichtungen
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    Regionale Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Stadt-und Landkreis Karlsruheerstellt 11/16He Stand 3/19He Quellen: RAGZ KA, LAGZ Sachsen, Bilder RAGZ KA Gesund beginnt im Mund-Zähne putzen in den Kindereinrichtungen Zahngesundheit ist Kindergesundheit Gesunde Milchzähne beeinflussen die gesamteEntwicklung der Kinder positiv. Regelrechte Sprach-, Gebiss-und Kieferentwicklung, körperliches Wohlbefinden, Aufnahme kauaktiver Kost, soziale Integration–für alle diese Bereiche sind gesunde Kinderzähne ein absolutes Muss. Doch Kinder sind abhängigvon ihren Bezugspersonen, die in den ersten Lebensjahren, einen wertvollen Beitrag zur Kindergesundheit leisten. Lesen Sie, wie Sie dazu beitragen können, dass jedes Kind in unserem Einzugsbereich mit gesunden Zähnen aufwächst. „Bei uns in der Kita wirdnicht mehr geputzt“ In Gesprächen mit Leiter/innen und Erzieher/innen haben wir vielfältige Gründe erfahren, warum das Putzen eingestellt wurde. Gleichwohl haben uns Anrufe besorgter Eltern erreicht, die uns mitteilen, dass in der Einrichtung ihres Kindes nicht mehr die Zähne geputzt werden. Wir nehmen die Argumente ernst. Mit diesem Informationsblatt möchten wir auf die vorgetragenen Gründe näher eingehen. Warum ist das Zähneputzen im Kindergarten so wichtig? In vielen Kindereinrichtungen werden Mundhygiene und Zahnprophylaxe bereitsgroß geschrieben. Das tägliche Zähneputzen bietet allen Kindern die gleiche Chance auf gesunde Zähne und trägt zur Bewusstseins,–und Gewohn- heitsbildung bei.Die Kinder lernen bereits frühzeitig, Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Wird das Thema bereits in der Kindereinrichtung aufgegriffen, vermitteln die Erzieher den Eltern, dass das Thema wichtig ist und verstärken somit den präventiven Ansatz. Zähneputzen–ist das nicht Sache der Eltern? Ist es, aber nicht ausschließ lich. Kinder sind oftmals bis zu 8 Stunden in der Einrichtung. In dieser Zeit wird eine Hauptmahlzeit und bis zu zwei Zwischenmahlzeiten eingenommen. Deshalb sollte in der Kita Zahngesundheitserziehung zum selbstverständlichen Tagesablauf gehören. Vor allem für Kinder, inderen Familien die Zahnpflege einen geringen Stellenwert hat und die wenig oder keine Unterstützung der Eltern erfahren, profitieren vom täglichen Zähneputzenüben in derEinrichtung. Kinder, die das Zähneputzen in der Einrichtung über den gesamten Besuchszeitraum erleben, greifen auch zu Hause eher zur Zahnbürste, auch wenn die Eltern das nicht aktiv unterstützen. Zahnputzübung in der Gruppe 1 Regionale Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Stadt-und Landkreis Karlsruheerstellt 11/16He Stand 3/19He Quellen: RAGZ KA, LAGZ Sachsen, Bilder RAGZ KA Rund ums Zähneputzen: Hygienefragen „ VertauschteZahnbürsten sind eine Keimübertragungsquelle!“ Kitakinder sind „Spielkinder“.- so kommt es vor, dass auch die Bürsten zum Spielen genutzt werden oder diese im Wasch- raum vertauscht werden. Eine Vielzahl von Studien haben sich mit der Frage beschäftigt,ob eine Infektionsgefährdung von der Zahnbürste ausgeht. Das Ergebnis dieser Studien lautete, dass eine Gefahr für die Übertragung gefährlicherviraler oder bakterieller Krankheitserreger beim Vertauschen von Bürsten nichtersichtlich ist. ImKindergarten kommt es aber immer wieder zu Ansteckungen, wenn sich die Kinder anniesen, anhusten oder das Spielzeug wie auch die Zahnbürste im Wege der Speichel und Tröpfcheninfektion in den Mund stecken. Jede Kita ist verpflichtet, nach § 36 IfSG einen Hygieneplan aufzustellen, um sicherzustellen, dass Infektionskrankheiten keine Chance haben. Ist eine meldepflichtige Erkrankung aufgetreten, ist zu prüfen, ob die Zahnputz- aktionen ausgesetzt werden. Um hygienerechtlich auf der sicheren Seite zu sein, muss auch der Zahnbürsten- einsatz gut geplant sein Tipps für den Zahnbürsteneinsatz J edes Kind hat seine eigene Zahnbürste und seinen eigenen Becher! Kennzeichnen Sie die Zahnbürste eindeutig! Da die Kinder in der Regel nochnicht lesen können, sollten Blumen oder Tiersymboleverwendet werden Bewahren Sie die Zahnbürsten ki ndersicher auf ! Lassen Sie die Zahnbürsten nicht zur freien Verfügung im Waschraum stehen. Geben Sie Zahnbürsten und Zahncreme immer nur an eine kleine Gruppe Kinderheraus und beaufsichtigen Sie diese beim Putzen. Händewaschen vor dem Zähneputzen! Achten Sie darauf, dass die Kinder, bevor die Bürsten ausgegeben werden, dieHände gründlich mit Wasser und Seife waschen. Achten Sie auf eine hygienische Auf bewahrung! Nach dem Putzen die Bürsten unter fließendem Wasser ausspülen. Bürstenstehend mit dem Kopf nach oben aufbewahren. Spätestens nach 6–8 Wochenmüssen die Bürsten gewechselt werden. Ist die Einrichtung von bakteriellen oder viralenDurchfallerkrankungen betroffen,ist zu empfehlen, die Zahnbürsten komplett zu ersetzen. Wöchentlich kann in einer Spülmaschine die Reinigung der Bürsten vorgenommenwerden. Dabei sollten ausschließlich Zahnputzutensilien gereinigt werde 2 Regionale Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Stadt-und Landkreis Karlsruheerstellt 11/16He Stand 3/19He Quellen: RAGZ KA, LAGZ Sachsen, Bilder RAGZ KA Organisation des Zähneputzens in der Einrichtung „ Die Kinder putzen alles, nur nicht ihre Zähne !“ Auch hier gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Um Schmierereien im Waschraum zu umgehen, hat es sich bewährt, nach festen Regeln vorzugehen. Starten Sie mit einem Einführungsprogramm. Dosieren Sie auf einem Teller, Blatt oder Einmalhandtuch Erbsengroße Zahnpasta Kleckse. Bei diesem Vorgehen fällt die Zahnpasta beim Drehen oder Schwenken der Bürste nicht aufden Boden. Machen Sie jeden Schritt des Zahnputzvorgangs vor und üben Sie mit den Kindern in kleinen Gruppen gemeinsam. Hilfreich ist es, im Waschraum eine bebilderte Zahnputz- anleitung aufzuhängen und die Übungen zu wiederholen. So klappt es: kurze verbale Anleitung Vor–und Mitmachen Zahnputzanleitung und Sanduhr aufhängen Zielspucken üben Zahnputzreime, Lieder Wir können die Kinder ni cht beaufsichtigen, wir haben zu weni g Personal! Wurde dasZähneputzen intensiv mit einem wiederholten Einführungsprogramm Schritt für Schritt mit den Kindern geübt, ist eine Aufsicht nicht zwingend notwendig. Bei altersgemischten Gruppen oder freiem Konzept, können ältere Kinder als „Zahnputzpaten“ eingesetzt werden. Auch dieser bekommt eine klare Anleitung und Aufgabenzuweisung. Wir haben zu wenig Waschbecken! In Einrichtungen, in denen nach einem freien Konzept gearbeitet wird, ist das kein Problem. Die Kinder können nach und nach zum Zähneputzen in kleinenGruppen gehen. In großen Gruppen empfiehlt sich, die Gruppe zu teilen. Während ein Teil der Gruppe putzt, kann der andere Teil ein Zahnputzlied singen, oder ihnen wird eine Geschichte vorgelesen. Wir haben kein Geld f ür Zahnbürsten! Ihre RAGZ unterstütztdie tägliche Zahnpflege in den Einrichtungen mit Zahnputzutensilien. Das kann jedoch nicht flächendeckend und ganzjährig erfolgen. Die Mitarbeit der Eltern ist notwendig. Tipp: Sammeln Sie gleich zu Beginn des Kindergartenjahres einen Betrag von den Elternfür den Bezug von Zahnpflegeartikeln ein. Kostengünstig können diese über den Verein für Zahnhygiene bezogen werden . Weitere Fragen: Müssen wir nach dem Essen eine halbe Stunde warten? Nein.Diese Empfehlung gilt nicht für Kinder, sondern für Erwachsene mit speziellen Befunden nach erhöhtem Konsum von hoch säurehaltigen Lebensmitteln oder Getränken. Bei Kindern gilt: Regelmäßiges Zähneputzen nach den Hauptmahlzeiten ohne Wartezeit. Welche Zahnpasta ist die richtige? Um einenwirksamen Karies- schutz zu erreichen, sollte moderat fluoridierte Kinder- zahnpastaverwendet werden. Diese sollte neutralschmecken, um die Kinder nicht zum Naschen zu verleiten. Gibt es ein Zuviel an Fl uorid? Nicht, wenn die fluoridierte Kinderzahncreme bestimmungsgemäß eingesetzt wird. Der zulässige Grenzwert von 0,05—0,07 mg / kg Körpergewicht wird selbst bei dreimaligem Putzen mit einer erbsengroßen Menge Kinderzahncreme (ca. 0,45 mg/Tag) in der Regel nichtüberschritten. 3

  • TOP 5, Anlage 4 Auszug Arb.-Richtl. SM BW- 3.3.7 Stand 13.2.2019+SGB V §21
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    Regionale Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit erstellt: 03.07.2018 He im Stadt -und Landkreis Karlsruhe aktuell: 13.02.2019 keine Inhaltsänderung bei 3.3.7 und 3.2 He Benzstr. 3, 76185 Karlsruhe g://Geschäftsleitung/Gesetze und Richtlinien Regionale AG Zahngesundheit im Stadt- und Landkreis Karlsruhe Auszug aus: Arbeitsrichtlinien des Sozialministeriums für Jugendzahnpflege in Baden-Württemberg nach der Verwaltungsvorschrift „ESU und Jugendzahnpflege“. Im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration BW. Gültig ab Februar 2019 Stand: 13.02.2019 3.3.7 Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung Die Kinder und Jugendlichen werden über Ziele, Möglichkeiten und Regeln einer zahngesunden Ernährungsweise sowie einer fachgerechten Mundhygiene informiert. Die Informationen sollen methodisch-didaktisch dem geistigen Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entsprechend aufbereitet und vermittelt werden. In praktischen Übungen soll das theoretisch vermittelte Wissen angewandt und vertieft werden, soweit es die örtlichen Gegebenheiten zulassen. Die Maßnahmen sollen die in den Bildungsplänen der Schulen verankerten gesundheitsbezogenen Themen berücksichtigen und soweit möglich ergänzen. Die nach Nummer 3.2 zuständigen Stellen sollen mit weiteren Akteuren im Bereich von Prävention und Gesundheitsförderung, wie beispielsweise der Landesinitiative BeKi – Bewusste Kinderernährung, kooperieren und ergänzend auch selbst entsprechende Aktivitäten initiieren. Die Einbeziehung der Erziehungs- und Lehrkräfte sowie der sorgeberechtigten Personen beispielsweise im Rahmen von Dienstbesprechungen der Erziehungs- und Lehrkräfte, Elternabenden in Kindertageseinrichtungen oder Klassenpflegschaftsabenden soll dazu beitragen, die gelernten Verhaltensweisen in den Lebensalltag nachhaltig zu integrieren. Arbeitsrichtlinien VwV ESU und Jugendzahnpflege Stand 2015 Mit dem Ziel, das Bewusstsein der sorgeberechtigten Personen bezüglich der Eigenverantwortung für die Mundgesundheit ihrer Kinder zu stärken, werden diese anlässlich der Einschulungsuntersuchungen durch den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst schriftlich auf die Wichtigkeit der Zahngesundheitsvorsorge mit dem Ziel der Zahnerhaltung hingewiesen. Die nach Nummer 3.2 für die Maßnahmen der Jugendzahnpflege zuständigen Stellen sollen in den Kindertageseinrichtungen und Schulen auf ein gesundheitsförderndes Lebensumfeld für die Kinder und Jugendlichen hinwirken und Betreuungs- und Lehrkräfte motivieren, Elemente der Gesundheitserziehung in den Kindertageseinrichtungs- und Schulalltag zu integrieren. Anmerkung zu Nummer 3.2.zuständige Stellen: Dazu zählt die Regionale Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Stadt- und Landkreis Karlsruhe Deren Tätigkeit ist im § 21 SGB V geregelt (auf der Rückseite aufgeführt) Regionale Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit erstellt: 03.07.2018 He im Stadt -und Landkreis Karlsruhe aktuell: 13.02.2019 keine Inhaltsänderung bei 3.3.7 und 3.2 He Benzstr. 3, 76185 Karlsruhe g://Geschäftsleitung/Gesetze und Richtlinien 2 Auszug aus Sozialgesetzbuch V: § 21 SGB V – Verhütung von Zahnerkrankungen (Gruppenprophylaxe) (1) 1 Die Krankenkassen haben im Zusammenwirken mit den Zahnärzten und den für die Zahngesundheitspflege in den Ländern zuständigen Stellen unbeschadet der Aufgaben anderer gemeinsam und einheitlich Maßnahmen zur Erkennung und Verhütung von Zahnerkrankungen ihrer Versicherten, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, zu fördern und sich an den Kosten der Durchführung zu beteiligen. 2 Sie haben auf flächendeckende Maßnahmen hinzuwirken. 3 In Schulen und Behinderteneinrichtungen, in denen das durchschnittliche Kariesrisiko der Schüler überproportional hoch ist, werden die Maßnahmen bis zum 16. Lebensjahr durchgeführt. 4 Die Maßnahmen sollen vorrangig in Gruppen, insbesondere in Kindergärten und Schulen, durchgeführt werden; sie sollen sich insbesondere auf die Untersuchung der Mundhöhle, Erhebung des Zahnstatus, Zahnschmelzhärtung, Ernährungsberatung und Mundhygiene erstrecken. 5 Für Kinder mit besonders hohem Kariesrisiko sind spezifische Programme zu entwickeln. Absatz 1 neugefasst durch G vom 21. 12. 1992 (BGBl I S. 2266). Sätze 2 und 3 eingefügt durch G vom 22. 12. 1999 (BGBl I S. 2626); bisherige Sätze 2 und 3 wurden Sätze 4 und 5. Satz 4 geändert durch G vom 22. 12. 1999 (a. a. O.). (2) 1 Zur Durchführung der Maßnahmen nach Absatz 1 schließen die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen mit den zuständigen Stellen nach Absatz 1 Satz 1 gemeinsame Rahmenvereinbarungen. 2 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat bundeseinheitliche Rahmenempfehlungen insbesondere über Inhalt, Finanzierung, nicht versichertenbezogene Dokumentation und Kontrolle zu beschließen. Absatz 2 Satz 1 geändert durch G vom 26. 3. 2007 (BGBl I S. 378). Satz 2 geändert durch G vom 21. 12. 1992 (BGBl I S. 2266) und 26. 3. 2007 (a. a. O.). (3) Kommt eine gemeinsame Rahmenvereinbarung nach Absatz 2 Satz 1 nicht zustande, werden Inhalt, Finanzierung, nicht versichertenbezogene Dokumentation und Kontrolle unter Berücksichtigung der bundeseinheitlichen Rahmenempfehlungen des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen durch Rechtsverordnung der Landesregierung bestimmt.