Schülerhort Am Brurain: Erweiterung Außenflächen/Sonnenschutz

Vorlage: 2019/0233
Art: Antrag
Datum: 12.03.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Knielingen

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 09.04.2019

    TOP: 23

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG KULT-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2019/0233 Schülerhort Am Brurain: Erweiterung Außenflächen/Sonnenschutz Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 09.04.2019 23 x 1. Das Außengelände des Schülerhorts Am Brurain wird um einen eingezäunten Bereich hinter dem Containerbau erweitert. 2. Die Außenfläche vor dem Containergebäude bekommt ausreichend Sonnenschutz, spe- ziell im Bereich der Rutsche. Sachverhalt/Begründung: Die städtischen Richtlinien für die Außenflächen von Schülerhorten gewähren pro Kind 6 m² Freifläche. Gemessen an anderen Schülerhorten in der Stadt hat der Hort Am Brurain zumindest auf dem Papier ausreichend Freifläche für die Anzahl der betreuten Kinder. Trotzdem fehlt auf der Freifläche vor dem Hort Raum zum Bolzen und Kicken, Verstecken und Sich-Zurückziehen. Hinter dem Containergebäude liegt eine größere Fläche brach – ideal zum Kicken und Toben. Auch wenn die Fläche öffentlicher Raum ist, können die Hortkinder dort nicht spielen. Zum ei- nen sieht das Hortpersonal Probleme bei der Einhaltung der Aufsichtspflicht, da das Gelände nicht umzäunt ist und die Kinder nicht alleine gelassen werden dürfen. Zum anderen wird es aktuell vor allem als Hundeklo benutzt und ist nicht ohne weiteres bespielbar. Der Hort Am Brurain soll ein zeitlich begrenztes Provisorium sein. Aus Sicht der KULT-Fraktion sollte eine Nutzung der brachliegenden Fläche für die Hortkinder in diesem Zeitraum Vorrang haben. Der Außenbereich des Horts Am Brurain soll deshalb um eine Bolzfläche auf der Rücksei- te des Containergebäudes erweitert und das Gelände umzäunt werden. Im vorderen Außenbereich gewähren lediglich zwei Bäume sehr wenig Schatten. Die Erfahrun- gen des letzten Jahres haben gezeigt, dass auf dem nach Südwesten ausgerichteten Gelände schon bei moderaten Temperaturen und Sonnenschein der Sonnenschutz unzureichend ist. Dies äußert sich beispielsweise darin, dass schon im Frühjahr an sonnigen Tagen Sitzplätze im Innen- bereich, die von der Sonne beschienen werden, nicht genutzt werden können, da sie sich stark aufheizen. Die großen gepflasterten Flächen vor den Gruppenräumen und die nach Süden aus- gerichteten Gruppenräume selbst heizen sich ebenfalls sehr auf. Der Aufenthalt in den Räumen war vergangenes Jahr über Monate hinweg aufgrund eines fehlenden Vordachs nur bei ge- schlossenen Jalousien möglich. In den besonders heißen Sommermonaten konnten die meisten Bereiche des Freigeländes von den Kindern praktisch nicht genutzt werden. Dazu gehört vollständig die gepflasterte Fläche vor dem Hort sowie alle Teile des Geländes, die keinen Sonnenschutz bieten. Vor allem die Rutsche heizt sich so auf, dass sie für die Kinder nicht mehr bespielbar ist. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Offensichtlich ist dem Hort schon seit längerem mehr Sonnenschutz zugesagt worden. Bis jetzt hat sich dahingehend jedoch nichts getan. Zum Schutz der Kinder und des Hortpersonals sollte zeitnah und deutlich vor den ersten heißen Wochen ein großflächiger Sonnenschutz aufgestellt werden. Dieser sollte die gepflasterte Fläche vor den Gruppenräumen beschattet und damit gleichzeitig die Aufenthaltsräume im Inneren vor der direkten Sonneneinstrahlung schützten. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Max Braun Michael Haug Uwe Lancier Erik Wohlfeil

  • Stellungnahme TOP 23
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag KULT-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/0233 Dez. 3 Schülerhort am Brurain: Erweiterung Außenflächen / Sonnenschutz Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 09.04.2019 23 x Kurzfassung Stellungnahme siehe Seite 2. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein 20.000 € 77.8800107.880010.700 .170.03 Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Das Außengelände des Schülerhorts Am Brurain wird um einen eingezäunten Be- reich hinter dem Container erweitert Wie kommt die aktuelle Größe der eingezäunten Außenanlagen zustande? Die Größe der Außenanlagen für einen neu zu erbauenden Hort richtet sich in Karlsruhe nach einem städtischen Standard, der eine möglichst faire Gleichbehandlung aller Kinder zum Ziel hat. Gemäß dieses Standards sind, wie bereits dargestellt, pro Kind 6 m² Freifläche vorgesehen. Im Hort Am Brurain werden in Spitzenzeiten bis zu 100 Kinder betreut. Das führt rechnerisch zu einer vorzusehenden Freifläche von 600 m². Tatsächlich stehen den Kindern hier über 900 m² eingezäunte Spielfläche zur Verfügung. Erweiterung des eingezäunten Geländes auf die Wiese hinter dem Hort und Errichtung eines Bolzplatzes. Die Suche nach einem geeigneten Standort für den Hort hat sich im Rahmen der Vorplanung sehr schwierig gestaltet. Es wurden mehrere Standorte näher betrachtet, diskutiert und letztlich verworfen. Im Bereich des heutigen Horts befand sich zuvor ein kleines Robinienwäldchen, wel- ches gerodet werden musste, um den Hort hier bauen zu können. Damit die Gehölze gerodet und die Fläche genutzt werden konnte, wurde damals auf politischer Ebene zugesagt, dass hin- ter dem Container eine Blumenwiese und eine freiwachsende Wildhecke als ökologischer Aus- gleich entstehen werden. Des Weiteren sind hier Versickerungsmulden für die Dachentwässe- rung des Schülerhorts erforderlich, die den unfallfrei nutzbaren Platz einschränken. Eine Vergrößerung der eingezäunten Außenanlagen ist aus den genannten Gründen nicht mög- lich. Einer Nutzung der öffentlichen Flächen durch Hortgruppen steht nichts entgegen. Weitere Möglichkeiten Das Gartenbauamt ist mit der Hortleitung und der SJB im Dialog, um den Wunsch nach einer Bolzfläche erfüllen zu können. So befindet sich westlich des Containers und nördlich der Rein- hold-Crocoll-Halle derzeit eine zum Teil geböschte Rasenfläche, die bisher nicht Gegenstand der Überlegungen gewesen ist. Hier wird momentan geprüft, ob diese Fläche gegebenenfalls zum Ballspielen hergerichtet werden kann. Die Sicherstellung der Aufsichtspflicht kann durch das Fachpersonal des Schülerhortes hierbei auch ohne Einzäunung gewährleistet werden. Zum einen liegt das Gelände direkt neben dem Außengelände des Hortes und ist somit gut einsehbar, zum anderen sollen sich Hortkinder, ge- messen an Alter und Entwicklungsstand, zunehmend verselbständigen können. 2. Die Außenfläche vor dem Containergebäude bekommt ausreichend Sonnenschutz, speziell im Bereich der Rutsche Bei der Errichtung des Containerprovisoriums wurden die Vorgaben aus der geltenden Energie- einsparverordnung auch zum sommerlichen Wärmeschutz erfüllt. Das Containerprovisorium verfügt an der Süd/West – Fassade über außenliegende Raffstores. Ausgenommen hiervon sind die Ausgänge ins Freie, da diese als direkte Fluchtwege nach außen dienen. Hier werden er- satzweise durch das Gartenbauamt große Sonnenschirme installiert. Der Wärmeeintrag in das Gebäude kann zusätzlich durch ein geeignetes Lüftungsverhalten des Nutzers reduziert werden. Die Offenhaltung von Außentüren und Fenstern sollte an sehr war- men Tagen vermieden werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Etwa ein Drittel der eingezäunten Außenanlagen sind durch den vorhandenen Baumbestand beschattet. Um im Bereich der Rutsche und der Terrassen zusätzlichen Schatten zu schaffen, sollen ein Sonnensegel und Sonnenschirme aufgestellt werden. Hier wird derzeit die Finanzie- rung geprüft. Zusätzlich werden im Laufe des Jahres noch einzelne Strauchpflanzungen vorge- nommen.

  • Protokoll TOP 23
    Extrahierter Text

    Niederschrift 63. Plenarsitzung des Gemeinderates 9. April 2019, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 23. Punkt 23 der Tagesordnung: Schülerhort Am Brurain: Erweiterung Außenflä- chen/Sonnenschutz Antrag: KULT Vorlage: 2019/0233 Ergänzungsantrag: CDU Vorlage: 2019/0358 Beschluss: Verwiesen in den Fachausschuss Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Die Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 23 zur Behandlung auf. Stadtrat Cramer (KULT): Wir haben einen Antrag gestellt, in dem wir uns wünschen, dass man sich der Situation am Hort annimmt und eine schnelle Lösung findet. Es geht darum, dass eine zusätzliche Fläche den Kindern und Erziehern zur Verfügung gestellt wird, auf der sie sich bewegen können und die entsprechend durch einen Zaun gesichert ist. Es geht auch darum, dass auf der südlichen Vorderseite der Halle ein Schattenplatz eingerichtet wird. In Bezug auf die Rutsche haben wir im Namen der betroffenen Eltern und Kinder um ausreichenden Sonnenschutz gebeten, und jetzt wird mit einer geltenden Energieeinspar- ordnung argumentiert, dass das alles doch so im Rahmen wäre, aber eine wirkliche Ant- wort oder Lösung sehen wir nicht. Von daher fanden wir es besonders gut, dass die CDU den Antrag noch mal gestellt und genau präzisiert hat, um was genau es vor Ort geht. Aber auch diese Antwort ist Copy-and-paste und im Grunde genommen dieselbe Antwort, die die CDU bekommen hat, da sind wir einfach nicht zufrieden und die Eltern, Erzieherin- nen und Erzieher sind sicher auch nicht zufrieden, auch wenn sie sich hier nicht äußern dürfen. Aber für die Kinder sollten doch jetzt ganz schnell Maßnahmen getroffen werden, vor allem was den Schatten betrifft. Ich war an einem Sonnentag vor ein paar Wochen vor Ort, und es war unerträglich heiß, weil man der Sonne direkt ausgesetzt war. Wenn ich mir – 2 – vorstelle, dass wir wieder so einen Sommer wie letztes Jahr bekommen und davon muss man in der Stadt wohl ausgehen, dann reicht die Antwort der Verwaltung nicht. Wir sind absolut nicht zufrieden. Da muss schneller etwas passieren, und man muss sich nicht auf irgendwelche formalen Dinge zurückziehen, sondern hier etwas pragmatisch umsetzen, was den Kindern rasch hilft. Der Vorsitzende: Es passiert mir sehr selten, Herr Cramer, aber ich kann Ihre Ausführung nicht nachvollziehen. Wir haben von außen liegenden Raffstores geredet, wir haben zuge- sagt, dass entgegen der heutigen Situation große Sonnensegel installiert werden, wir ha- ben Ihnen zugesagt, dass im Bereich der Rutsche Sonnensegel und Sonnenschirme aufge- baut werden. Sich dann hier hinzustellen und zu sagen, wir hätten uns hinter irgendwel- chen Vorschriften verschanzt, entspricht nicht dem, was in der Stellungnahme steht. Das regt mich ein bisschen auf, das gebe ich zu. Stadtrat Hofmann (CDU): Vielleicht kann ich zur Befriedung etwas beitragen, ich verste- he Herrn Stadtrat Cramer vollkommen, denn die Begründung ist erst mal dahingehend, dass sich hinter der Formalia versteckt wird und dann aber doch Lösungen aufgezeigt wer- den, mit denen wir zum Teil auch zufrieden sind. Wenn ich in der Antwort zum KULT- Antrag lese, dass hier momentan geprüft wird, ob diese Fläche gegebenenfalls zum Ball- spielen hergerichtet werden kann, und in unserer Stellungnahme steht, das Gelände wird für einen Bolzplatz der Hortkinder geebnet, dann ist es schon mal ein Fortschritt, von daher sind wir in diesem Fall auch zufrieden. Trotzdem ist es natürlich schon schwer nachzuvoll- ziehen, dass in so einem Fall, denn die SPD hatte letztes Mal zu dem Thema auch schon eine Anfrage gestellt, immer aufgrund der Formalia versucht wird, es nicht so zu machen, wie man es hätte machen können. Natürlich wissen wir auch, dass es eine gewisse Größe an Fläche pro Kind gibt, aber wir werden doch nicht alle Horte und Kindergärten nach Norm gestalten können. Hier gibt es ein Gelände, und sich jetzt so hinzustellen und zu sa- gen, dass es erst mal nicht funktioniert, das war etwas befremdlich für uns. Ich denke, wir sind trotzdem auf einem guten Weg, denn mit der Bolzplatzlösung kann man durchaus zufrieden sein. Wo man wirklich nicht zufrieden sein kann, denn wir waren alle dort, ist die Problematik des Aufheizens der Container. Die Raffstores nützen da nichts, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, denn die sind dann zu, und man muss innen das Licht anmachen, weil es zu dunkel ist, trotzdem ist es zu warm. Es steht nur in der Antwort der Verwaltung, dass keine Markisen gemacht werden können, weil dann keine Belüftung mehr gegeben ist. Das verstehe ich nicht, aber bin ich auch kein Fachmann. Vielleicht kann man es mit zusätzlichen Segeln machen, vielleicht kann man das auch zusätzlich ändern, es geht nur darum, dass die Container in dem Fall sich sehr stark aufheizen. Ich denke, man soll einfach noch mal prüfen, wie man es verhindern kann, dass diese asphaltierte Fläche mit direkter Sonneneinstrahlung genutzt wird. Ich denke, da gibt es Möglichkeiten. Dass man die Eingänge im Sommer öffnen muss, und dass Kinder die Türen nicht immer auf und zu machen, ist doch auch klar und diese dann darauf hinzuweisen, die Türen immer wieder zu schließen, bringt das Problem mit sich, dass die Türen sicher oft offen sind und die Wärmeregulation nicht so ist, wie man sie standardmäßig gerne hätte. Wir bitten da- rum, dies wirklich wohlwollend zu prüfen. Man sieht hier eine ganz breite Mehrheit, dass dies gemacht werden soll. Wir hoffen, dass es schnellstmöglich gemacht wird. Ich denke, mit dem Bolzplatz sind wir schon zufrieden, und wenn wir vielleicht noch eine Lösung für den Sonnenschutz bekommen, dann sind wir alle glücklich und haben vielleicht einen klei- nen Hort, der etwas anders gestaltet ist als die anderen, aber den Kindern tut es gut. – 3 – Stadträtin Uysal (SPD): Wir sind froh, dass wir eine gute Standardlösung für den Hort in Knielingen gefunden haben, nämlich das Containerprovisorium des Schülerhorts am Brurain. Mit unserer Anfrage vom 26. März 2019 haben wir die Verwaltung aufgefordert, das Außengelände des Schülerhorts in Knielingen aufzuwerten, denn die Elternschaft und auch wir sind der Überzeugung, dass im Bereich der Außenfläche eine gute Gesamtlösung kommen muss. Umso mehr freuen wir uns heute, dass unsere Kollegen unser Anliegen vom März erneut aufgegriffen und einen Antrag gestellt haben, somit signalisieren Sie uns Ihre Unterstützung, Copy-and-paste sage ich hier nur. Die Erfahrung zeigt, dass die Außen- fläche aufgrund der Gegebenheit nicht optimal bespielt werden kann, da unter anderem der Sonnenschutz fehlt. Die Verwaltung strebt Lösungen an, das freut uns, allerdings wür- de uns interessieren, in welchem Zeitraum es passieren soll. Auch besteht der Wunsch nach einer Bolzfläche. Die vorgeschlagene Fläche sei nicht machbar, aber es wurde eine Alterna- tive vorgeschlagen, was uns sehr erfreut. Die Alternative sollte eng mit der Hortleitung ab- gestimmt werden, denn diese wird später auch die Verantwortung dafür übernehmen. Ich denke hier konkret an die Aufsichtspflicht. Auch ist es uns wichtig, dass die Lösungen und Zusagen zeitnah umgesetzt werden. Es wurde zugesagt, dass die Bolzfläche, Sonnensegel und Sonnenschirme kommen sollen, und wir würden gerne die Ziffer drei von dem CDU- Antrag aufgreifen und da vielleicht auch noch eine Lösung finden. Ja, uns bleibt nichts an- deres übrig, als den Anträgen zuzustimmen, denn in der letzten Sitzung war es eine Anfra- ge der SPD-Fraktion. Uns freut es, dass diese Initiative der SPD weiter verfolgt wird, und wir hoffen, dass die Verwaltung hier schnellstmöglich Lösungen findet, sodass die Kinder dort wirklich auch die Außenflächen gut bespielen können. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Ich kann als Erstes verkünden, dass wir GRÜNEN uns auch in der Angelegenheit engagiert hatten, in dem wir an den Oberbürgermeister und an den zuständigen Bürgermeister mehrere Briefe geschickt haben. Wir haben auch schon die gleichen Antworten, die jetzt auf die Anfragen kamen, bekommen, und ich muss sagen, bei keinem anderen Hort oder bei keiner anderen Ganztagesschule hat sich der Gemeinde- rat so in dieses Getümmel hineingeworfen, in diese Frage, die eigentlich auch mit einem oder mehreren Briefen oder Besuchen vor Ort hätte gut gelöst werden können. Aber, wenn es der Sache hilft, und es hilft der Sache, dann ist jetzt wirklich gut. Ich möchte aber trotzdem noch mal auf die letzten Anträge eingehen. Dass man jetzt fordert, dass jetzt auch noch in Außenbezirken außerhalb der zulässigen Flächen noch eingezäunte weitere Flächen für einen Hort erschlossen werden, dass würde de facto bedeuten, dass wir es auch für alle anderen Horte und Ganztagsgrundschulen irgendwann machen müssen. Wir hätten überall in Karlsruhe zusätzliche eingezäunte Flächen, damit möglicherweise auch kein Hund hereinspazieren könnte. Ich sage es jetzt auch ein bisschen despektierlich, man kann bei so einer Angelegenheit tatsächlich mal über das Ziel hinausschießen, und ich den- ke, das ist in diesem Fall passiert. Natürlich ist das Anliegen der Eltern voll und ganz be- rechtigt, Eltern wollen, dass ihre Kinder vielfältige Bewegungsangebote bekommen, und das wollen wir auch. Aber wie in anderen Horten und Ganztagsgrundschulen gehen die Erzieherinnen mit ihren Kindern raus in die Natur, gehen auf Bolzplätze und Spielplätze, und auch diese Möglichkeit besteht dort. Insofern sind wir froh, dass sich hier gute Lösun- gen entwickelt haben, aber ich bitte um die Akzeptanz, dass die Stadtverwaltung sich be- müht hat und sich auch weiter bemühen wird. Stadtrat Hock (FDP): Normalerweise mache ich das nicht, der Kollege ist jetzt gerade nicht da, aber jetzt geht es mir auch mal so, dass ich sage, ich weiß was, weil es mich be- – 4 – trifft. Ich war der Erste, der versucht hat, dieses Problem auf dem kleinen winzigen Dienst- weg zu lösen, weil meine Nichte dort hingeht, und ich als dieses Thema aufkam, dort war. Ich dachte für mich, dass es sich um eine Kleinigkeit handelt, die ganz locker erledigt wird und kein Problem ist, und dann kommt das nächste Thema. Nein, es tut mir leid, es wurde nicht richtig aufgenommen und nicht richtig wahrgenommen! Ich habe dann irgendwann aufgegeben und gesagt, der Souverän sitzt hier und wird zusammenstehen und dieses Thema abräumen. Herr Oberbürgermeister, ja ich weiß, das passt nicht ganz. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, wie mit diesem Thema umgegangen wurde, so ist es nicht in Ordnung. Deshalb wird meine Fraktion den Antrag der KULT-Fraktion gerne und hundert- prozentig unterstützen. Dieses Thema hätte man schon vor über einem Jahr in ganz kleiner Flamme ersticken können. Heute macht man ein riesiges Feuer daraus. Stadtrat Cramer (KULT): Ich möchte mich dem anschließen, was Kollege Hock gesagt hat. Es ist wirklich so, es waren alle vor Ort, dann hat die SPD am schnellsten reagiert und eine Anfrage gestellt. Dann haben wir, weil wir die Situation so erlebt haben und auch ge- hört haben, was gewünscht und überhaupt nicht aufgegriffen wurde, einen Antrag ge- stellt. Ich habe auch gedacht, wegen so etwas einen Antrag zu stellen, ist an sich lächer- lich. Von daher, Herr Oberbürgermeister, möchte ich mich auch ein Stück weit für meine Aussage von vorhin entschuldigen, also die kam erst mal aus der Antwort auf unseren An- trag. Ich muss offen gestehen, ich habe die Details der Antwort für die CDU gar nicht mehr gelesen. (Der Vorsitzende: Ich habe aus der Antwort auf den KULT-Antrag zitiert, nicht aus dem von der CDU, lieber Herr Cramer.) Ja, gut! Ich war da vielleicht etwas heftig, das war nicht ganz korrekt, das gebe ich offen zu. Aber so wie der Antrag beantwortet wurde, alles so verschnurbelt, da musste man ge- nau schauen, wo etwas steht und was eigentlich wirklich gemeint ist. Das war der Hinter- grund meiner ersten Reaktion. Da wünsche ich mir eine klare einfache Antwort für klare einfache Anträge und nicht seitenweise irgendwelche verschnurbelte Antworten, aus de- nen man als Gemeinderat so nicht wirklich schlau wird, wenn man nicht in der Thematik drin ist und bereit ist, viel Zeit zu verbrauchen. Dann muss man auch mal mit so einer Reak- tion rechnen. Ich unterstütze, was Herr Kollege Hofmann gesagt hat. Wenn jetzt alles so komprimiert angegangen und gemacht wird, dann denke ich, sind wir auch zufrieden. Wir werden das weiter verfolgen, und wenn die Eltern wieder auf uns zukommen, dann wer- den wir noch mal nachlegen müssen, wenn sich nicht alles so entwickelt hat, wie wir es jetzt alle im Haus erwarten. Der Vorsitzende: Ich will das jetzt nicht weiter treiben, wir unterhalten uns mal nachher, was an dem, was ich vorgelesen habe, verschnurbelt ist. Es sind ganz klare Zusagen für Sonnensegel an der Rutsche, für Sonnenschirme beim Ausgang, für Raffstores an diesem komischen Container und es ist der Hinweis darauf, dass der Container den Anforderun- gen genügt, was erst mal eine wichtige Aussage ist. Das der vielleicht bei den aktuellen Sommern nicht jeden Tag zur Kühlung beiträgt, kann sein, aber das klären wir unter uns, Herr Cramer. Ich stelle jetzt fest, die KULT-Fraktion ist zufrieden, und jetzt ist die Frage, ob die CDU auf Abstimmung ihres Ergänzungsantrages besteht. Stadtrat Hofmann (CDU): Wenn uns zugesagt wird, dass unser dritter Punkt, der mit den Markisen, die angeblich nicht gehen, wenn mit anderen Lösungen zu erreichen versucht – 5 – wird, mit Sonnensegeln zum Beispiel, dass dieser Bereich für den Sommer so hergerichtet werden kann, dann denke ich, ist er auch erledigt. Der Vorsitzende: Vielen Dank, wir werden im entsprechenden Fachausschuss berichten, was möglich ist, dann können Sie es sich noch mal überlegen. Ich frage mich allerdings so ein bisschen, wie ich meine eigene Jugend überstanden habe, aber das ist jetzt vielleicht eine ungeheuerliche Idee, weil an diese Dinge kann ich mich in meinen Einrichtungen, die ich alle mal besucht habe, nicht erinnern. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 6. Mai 2019