Weitergehende Abwasserreinigung im Klärwerk Karlsruhe, Teilprojekt Neubau der Adsorptionsstufe: Vergabe der Rohbauarbeiten

Vorlage: 2019/0228
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.03.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Dezernat 6
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 09.04.2019

    TOP: 14

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Abwasserreinigung Klärwerk Karlsruhe
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/0228 Dez. 6 Weitergehende Abwasserreinigung im Klärwerk Karlsruhe, Teilprojekt Neubau der Adsorptionsstufe - Vergabe der Rohbauarbeiten Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Bauausschuss 29.03.2019 7 x vorberaten Gemeinderat 09.04.2019 14 x Beschlussantrag Der Gemeinderat genehmigt nach Vorberatung im Bauausschuss die Vergabe der Leistungen: Weitergehende Abwasserreinigung im Klärwerk Karlsruhe, Teilprojekt Neubau der Adsorptionsstufe - Vergabe der Rohbauarbeiten an die Firma Wolff & Müller Ingenieurbau GmbH, Stuttgart zum Angebot vom 4. Februar 2019 abschließend mit 14.258.077 Euro Die Verwaltung wird ermächtigt, den Zuschlag zu erteilen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein 72.700.000 Euro 14.500.000 Euro Betrieb/Unterhaltung: 1.610.000 Euro/a. Kalkulatorische Kosten: 3.800.000 Euro/a. Die Kosten sind gebührenfähig. Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1.1 Kurzbeschreibung des Bauvorhabens und der Leistungen Das Tiefbauamt beabsichtigt, den bestehenden Klärprozess im Klärwerk Karlsruhe durch den Neubau einer vierten Reinigungsstufe zu verbessern. Mit der Filtration in Verbindung mit einer Aktivkohleadsorptionsstufe sollen die Ablaufwerte Phosphor, Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) und Stickstoff im Ablauf der Kläranlage so verringert werden, dass auch zukünftig eine sichere Einhaltung der Überwachungswerte möglich ist. Darüber hinaus wird es durch den Be- trieb dieser zusätzlichen Reinigungsstufe möglich sein, Mikroschadstoffe und Spurenstoffe aus dem Abwasser zu entnehmen. Bei den Spurenstoffen handelt es sich beispielsweise um Medi- kamentenreste, Hormone, Röntgenkontrastmittel und ähnliche Stoffe mit nachweislich schädli- cher Wirkung auf die aquatische Umwelt. Die Fertigstellung der Filtrationsanlage erfolgt in den nächsten Monaten, so dass nun das zweite Teilprojekt, der Bau der Adsorptionsstufe, beauftragt werden soll. In der vorliegenden Be- schlussvorlage erfolgt die Vergabe der Rohbauarbeiten. Im Einzelnen wird Folgendes ausge- führt: a) Erstellung einer Adsorptionsanlage bestehend aus: - Verteilerbauwerk - Kontaktbecken (Innendurchmesser je ca. 11,50 m) 6 Stück - Einmischschächte 2 Stück - Sedimentationsbecken (Innendurchmesser je 51,40 m) 2 Stück - Rücklaufkohlepumpwerk 1 Stück - Dosierhalle inkl. Ausbaugewerke 1 Stück b) - Zu- und Ablaufleitungen Wickelrohre DI 1600 bis DI 2000 - sonstige Rohrleitungen wie Brauch-, Bio- und Trinkwasserleitungen, Entwässerungs- leitungen - Kabelleerrohre, Leerrohre für Dosierleitungen etc. c) Schachtbauwerke (Kabel, Dosierleitungen, Entwässerungsleitungen) d) Spundwandverbauten, Betonrüttelsäulen als Gründungselemente, Injektionssohlen, HDI-Säulen etc. e) Verkehrswegebau Ergänzende Erläuterungen Seite 3 1.2 Ausschreibung nach VOB: : offenes Verfahren EU-weit Die Ausschreibungsunterlagen wurden von 20 Firmen angefordert. Insgesamt sind 3 Angebote eingegangen. Submissionsergebnis vom 5. Februar 2019: 1. Wolff & Müller Ingenieurbau GmbH 14.258.077 Euro 100 % 2. Bieter B inkl. 2 % Nachlass 14.427.957 Euro 101 % 3. Bietergemeinschaft Bieter C und D 15.589.771 Euro 109 % Ende der Zuschlagsfrist: 30. April 2019 Ausführungszeitraum: Mai 2019 – Mai 2021 1.3 Angebotsbeurteilung mit Vergabevorschlag: Günstigste Bieterin im Wettbewerb ist die Wolff & Müller Ingenieurbau GmbH aus Stuttgart mit einer Angebotssumme von 14.258.077 Euro inkl. MWSt. Das Tiefbauamt schlägt vor, das An- gebot als das wirtschaftlichste anzunehmen und hierauf den Zuschlag zu erteilen. Das Unter- nehmen verfügt über die erforderliche Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sowie über Personal und Gerät, um die Arbeiten ordnungs- und termingemäß ausführen zu können. Ein Hinweis auf eine Vergabesperre bei der Melde- und Informationsstelle liegt nicht vor. 1.4 Kostenvergleich: Kostenberechnung 20.040.000 Euro Angebot 14.258.077 Euro Minderbetrag: 5.781.923 Euro Begründung des Minderbetrages: Das Projekt wurde im Dezember 2018 neu vorgestellt. Gründe hierfür waren unter anderem: - Erschwernisse im Baugrund, die sich aus einer komplexen Baugrubensicherung und verän- derten Ansätzen für Erdbau und Gründung zusammensetzen. Für den Bodenaustausch im Baugrund wurden aufgrund verschiedener Ausschreibungsergebnisse höhere und kostenin- tensive Aufwendungen angesetzt. - Verschärfungen bei der statischen Bemessung von Betonbauwerken (Richtlinie für wasserun- durchlässige Bauwerke aus Beton sowie die Eurocode-Bemessung, der europaweit verein- heitlichten Regeln für die Bemessung im Bauwesen), die zu einer wesentlich höheren Stahl- menge geführt haben. Des Weiteren hatte das Planungsbüro regionale Kostenansätze des Standardleistungsbuches und Ausschreibungsergebnisse anderer Projekte herangezogen. - Konjunkturbedingte Baupreissteigerungen, die im Bereich von rund 15 % für den entspre- chenden Zeitraum zwischen 2016 und 2018 liegen. Diese prognostizierten, höheren Ansätze der letzten Projektvorstellung wurden durch das jetzige Submissionsergebnis nicht bestätigt. Der Markt im Raum Karlsruhe kann anscheinend günstigere Konditionen anbieten als vom Ingenieurbüro veranschlagt. Dies zeigt sich auch anhand verschie- Ergänzende Erläuterungen Seite 4 dener Leistungspositionen. Die Kostenberechnung weist z. B. für Sohlbeton einen Einheitspreis von rund 200 Euro/m³ oder für Bewehrungsstahl einen Einheitspreis von rund 1.600 Euro/t aus. Die Wolff & Müller GmbH bietet hier niedrigere Einheitspreise an. Diese günstigen Konditionen setzen sich in verschiedensten Leistungspositionen fort. Im Aufklärungsgespräch mit dem Bieter konnte dieser nachvollziehbar darlegen, dass die Preise dennoch auskömmlich sind, so dass der Zuschlag erteilt werden kann. 1.5 Angaben über die Finanzierung (Haushaltsmittel, Verpflichtungsermächtigungen, Zuschüsse): Der Gesamtaufwand dieses Gewerkes beträgt 14.258.077 Euro und wird beim Projekt 7.740212 (Abwasserreinigung, Neubau Adsorption) verrechnet. Die erforderlichen Mittel und Verpflichtungsermächtigungen stehen zur Verfügung. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat genehmigt nach Vorberatung im Bauausschuss die Vergabe der Leistungen Weitergehende Abwasserreinigung im Klärwerk Karlsruhe, Teilprojekt Neubau der Adsorptionsstufe - Vergabe der Rohbauarbeiten an die Firma Wolff & Müller Ingenieurbau GmbH, Stuttgart zum Angebot vom 4. Februar 2019 abschließend mit 14.258.077 Euro Die Verwaltung wird ermächtigt, den Zuschlag zu erteilen.

  • Abstimmungsergebnis GR Top14
    Extrahierter Text

  • Protokoll TOP 14
    Extrahierter Text

    Niederschrift 63. Plenarsitzung des Gemeinderates 9. April 2019, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 15. Punkt 14 der Tagesordnung: Weitergehende Abwasserreinigung im Klärwerk Karlsruhe, Teilprojekt Neubau der Adsorptionsstufe: Vergabe der Rohbauarbeiten Vorlage: 2019/0228 Beschluss: Der Gemeinderat genehmigt nach Vorberatung im Bauausschuss die Vergabe der Leistun- gen Weitergehende Abwasserreinigung im Klärwerk Karlsruhe, Teilprojekt Neubau der Ad- sorptionsstufe - Vergabe der Rohbauarbeiten an die Firma Wolff & Müller Ingenieurbau GmbH, Stuttgart zum Angebot vom 4. Februar 2019 abschließend mit 14.258.077 Euro. Die Verwaltung wird ermächtigt, den Zuschlag zu erteilen. Abstimmungsergebnis: Bei 41 Ja-Stimmen einstimmig zugestimmt Die Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 14 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Bauausschuss. Ich bitte um Ihr Votum – das ist einstimmige Zustimmung, vielen Dank. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 9. Mai 2019