Jahresabschluss 2017: Feststellung des Jahresabschlusses der Stadt Karlsruhe für das Haushaltsjahr 2017

Vorlage: 2019/0143
Art: Beschlussvorlage
Datum: 19.02.2019
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtkämmerei
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich)

    Datum: 26.03.2019

    TOP: 3

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mehrheitlich beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Jahresabschluss 2017
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: 2019/0143 Verantwortlich: Dez.4 Jahresabschluss 2017: Feststellung des Jahresabschlusses der Stadt Karlsruhe für das Haus- haltsjahr 2017 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 19.03.2019 4 b x vorberaten Gemeinderat 26.03.2019 3 b x zugestimmt Beschlussantrag Der Gemeinderat trifft – nach Vorberatung im Hauptausschuss – den Feststellungsbeschluss zum Jahresabschluss 2017 (vollständiger Wortlaut siehe Beschlussfassung). Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant X Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) X Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften X Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Nach § 95 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg (GemO) ist der Jahresabschluss nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung unter Berücksichtigung besonderer gemein- dehaushaltsrechtlicher Bestimmungen aufzustellen und muss klar und übersichtlich sein. Er hat sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungsposten, Erträge, Aufwendungen, Einzahlungen und Auszahlungen zu enthalten. Er hat außerdem die tatsächliche Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gemeinde darzustellen. Er ist ferner durch einen Anhang zu erweitern und durch einen Rechenschaftsbericht zu erläutern. Der Jahresab- schluss ist nach vorheriger Prüfung durch das Rechnungsprüfungsamt vom Gemeinderat festzu- stellen. A. Jahresabschluss 2017 der Stadt Karlsruhe Der Jahresabschluss der Stadt Karlsruhe für das Haushaltsjahr 2017 schließt wie folgt ab: < Feststellungsbeschluss EUR 1. Ergebnisrechnung 1.1 Summe der ordentlichen Erträge 1.435.942.630,68 1.2 Summe der ordentlichen Aufwendungen -1.252.083.645,42 1.3 Ordentliches Ergebnis (Saldo aus 1.1 und 1.2) -Überschuss- 183.858.985,26 1.4 Außerordentliche Erträge 17.353.620,73 1.5 Außerordentliche Aufwendungen -10.944.249,70 1.6 Sonderergebnis (Saldo aus 1.4 und 1.5) -Überschuss- 6.409.371,03 1.7 Gesamtergebnis (Summe aus 1.3 und 1.6) -Überschuss- 190.268.356,29 2. Finanzrechnung 2.1 Summe der Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit 1.376.091.862,39 2.2 Summe der Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit - 1.142.949.395,96 2.3 Zahlungsmittelüberschuss/-bedarf der Ergebnisrechnung (Saldo aus 2.1 und 2.2) 233.142.466,43 2.4 Summe der Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 55.764.151,55 2.5 Summe der Auszahlungen aus Investitionstätigkeit -158.514.367,29 2.6 Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf aus Investitionstä- tigkeit (Saldo aus 2.4 und 2.5) -102.750.215,74 2.7 Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf (Saldo aus 2.3 und 2.6) 130.392.250,69 2.8 Summe der Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeit 65.690,46 2.9 Summe der Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit -16.356.033,78 2.10 Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf aus Finanzierungstä- tigkeit (Saldo aus 2.8 und 2.9) -16.290.343,32 Ergänzende Erläuterungen Seite 3 2.11 Änderung des Finanzierungsmittelbestands zum Ende des Haushaltsjahres (Saldo aus 2.7 und 2.10) 114.101.907,37 2.12 Zahlungsmittelüberschuss/-bedarf aus haushaltsunwirksamen Ein- zahlungen und Auszahlungen -94.616.035,16 2.13 Anfangsbestand an Zahlungsmitteln (1) 22.711.587,36 2.14 Veränderung des Bestands an Zahlungsmitteln (Saldo aus 2.11 und 2.12) (2) (3) 19.485.872,21 2.15 Endbestand an Zahlungsmitteln am Ende des Haushaltsjah- res (4) (Saldo aus 2.13 und 2.14) 42.197.459,57 (1) Als Anfangsbestand zum 1. Januar 2017 wurde der bilanzielle Bestand der liquiden Mittel (Bilanzposition 1.3.8) zum 31. De- zember 2016 (Bilanzposition 1.3.9) zu Grunde gelegt. (2) Die Veränderung des Bestandes an Zahlungsmitteln basiert hier auf dem Saldo der Finanzrechnung. (3) Die sich aus der Finanzrechnung ergebende Veränderung des Bestandes an Zahlungsmittel entspricht nicht der bilanziellen Veränderung der liquiden Mittel; die Differenz ist im Anhang zur Finanzrechnung 4.4.2 erläutert. Diese Differenz (vergleiche Vor- jahresabschluss) ist für den Unterschied zwischen dem Endbe- stand an Zahlungsmitteln am Ende des Haushaltsjahres, welches dem Jahr des aktuellen Jahresabschlusses vorangeht und dem Anfangsbestand des Jahres des aktuellen Jahresabschlusses ur- sächlich. (4) Der Endbestand entspricht nicht dem bilanziellen Endbestand der Bilanzposition 1.3.8, da zu dem bilanziellen Anfangsbestand le- diglich die Änderungen des Bestandes an Zahlungsmittel aus der Finanzrechnung addiert werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 3. Bilanz 3.1 Immaterielles Vermögen 909.924,00 3.2 Sachvermögen 2.204.924.628,31 3.3 Finanzvermögen 802.020.969,36 3.4 Abgrenzungsposten 127.482.128,68 3.5 Nettoposition 0,00 3.6 Gesamtbetrag auf der Aktivseite (Summe aus 3.1 bis 3.5) 3.135.337.650,35 3.7 Basiskapital 1.755.729.086,70 3.8 Rücklagen 492.230.964,40 3.9 Fehlbeträge des ordentlichen Ergebnisses 0,00 3.10 Sonderposten 402.615.073,57 3.11 Rückstellungen 165.895.563,77 3.12 Verbindlichkeiten 253.527.740,09 3.13 Passive Rechnungsabgrenzungsposten 65.339.221,82 3.14 Gesamtbetrag auf der Passivseite (Summe aus 3.7 bis 3.13) 3.135.337.650,35 Ergänzende Erläuterungen Seite 5 4. Behandlung von Überschüssen und Fehlbeträgen (§ 49 Abs. 3 Satz 4 i. V. m. § 2 Abs. 1 Nr. 25 bis 36 GemHVO) > Anme rkunge n Sonde r- e rge bni s Orde ntl i che s Erge bni s Vorja hr zwe i tvora nge - ga nge ne n Ja hr dri ttvora nge - ga nge ne n Ja hr orde ntl i che n Erge bni s s e s Sonde r- e rge bni s s e s 1 2 3 4 5 6 7 8 1 Erge bni s de s Ha us ha l ts ja hre s bzw. Anfa ngs be s tä nde 6.409.371,03 183.858.985,26 246.015.978,97 48.668.705,66 1.755.729.086,70 2 Abde ckung vorge tra ge ne r Fe hl be trä ge a us de m orde ntl i che n Erge bni s 0,00 0,00 0,00 0,00 3 Zuführung e i ne s Übe rs chus s e s de s orde ntl i che n Erge bni s s e s zur Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s orde ntl i che n Erge bni s s e s -183.858.985,26 183.858.985,26 4 Ve rre chnung e i ne s Fe hl be tra gs a nte i l s de s orde ntl i che n Erge bni s s e s a uf da s Ba s i s ka pi ta l na ch Art. 13 Abs . 6 de s Ge s e tze s zur Re form de s Ge me i nde ha us ha l ts re chts 0,00 5 Aus gl e i ch e i ne s Fe hl be tra gs de s orde ntl i che n Erge bni s s e s durch Entna hme a us de r Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s orde ntl i che n Erge bni s s e s 0,00 0,00 6 Aus gl e i ch e i ne s Fe hl be tra gs de s orde ntl i che n Erge bni s s e s durch e i ne n Übe rs chus s de s Sonde re rge bni s s e s 0,00 0,00 7 Zuführung e i ne s Übe rs chus s e s de s Sonde re rge bni s s e s zur Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s Sonde re rge bni s s e s -6.409.371,03 6.409.371,03 8 Aus gl e i ch e i ne s Fe hl be tra gs de s Sonde re rge bni s s e s durch Entna hme a us de r Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s Sonde re rge bni s s e s 0,00 0,00 9 Aus gl e i ch e i ne s Fe hl be tra gs de s orde ntl i che n Erge bni s s e s durch Entna hme a us de r Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s Sonde re rge bni s s e s 0,00 0,00 10 Vorträ ge ni cht ge de ckte r Fe hl be trä ge de s orde ntl i che n Erge bni s s e s de s Ha us ha l ts ja hre s s owi e a us Vorja hre n i n da s Fol ge ja hr 0,00 0,00 0,00 11 Ve rre chnung e i ne s a us de m dri ttvora nge ga nge ne n Ja hr vorge tra ge ne n Fe hl be tra gs mi t de m Ba s i s ka pi ta l 0,00 0,00 12 Ve rre chnung e i ne s Fe hl be tra gs de s Sonde re rge bni s s e s mi t de m Ba s i s ka pi ta l 0,00 0,00 13 vorl ä ufi ge Endbe s tä nde 429.874.964,23 55.078.076,69 1.755.729.086,70 14 Umbuchung a us de n Erge bni s rückl a ge n i n da s Ba s i s ka pi ta l na ch § 23 Sa tz 4 Ge mHVO 0,00 Endbestände des Basiskapitals, der Ergebnisrücklagen und des Fehlbetragsvortrags 0,00 0,00 429.874.964,23 55.078.076,69 1.755.729.086,70 na chträ gl i che Erwe i te rung de s Mus te rs 20 de r VwV 2016 i n Fol ge de r 3. Korri ge nda vom 10.05.2017 Stufe n de r Erge bni s ve rwe ndung und de s Ha us ha l ts a us gl e i chs Erge bni s de s Ha us ha l ts ja hre s vorge tra ge ne Fe hl be trä ge de s orde ntl i che n Erge bni s s e s a us de m Rückl a ge n a us Übe rs chüs s e n de s Ba s i s - ka pi ta l EUR Ergänzende Erläuterungen Seite 6 Rechenschaftsbericht Der näheren Erläuterung des Jahresabschlusses dienende Rechenschaftsbericht wurde den Mitgliedern des Gemeinderats zugeleitet. Wegen weiteren Einzelheiten des dem Gemein- derat zur Feststellung vorliegenden Jahresabschlusses wird auf diesen Rechenschaftsbe- richt verwiesen. B. Örtliche Prüfung des Jahresabschlusses der Stadt Karlsruhe durch das Rechnungsprüfungsamt Das Rechnungsprüfungsamt hat den Jahresabschluss 2017 der Stadt Karlsruhe gem. § 110 GemO i. V. m. §§ 5 - 8 GemPrO geprüft und hierüber den Schlussbericht vorgelegt. In diesem Bericht hat das Rechnungsprüfungsamt dem Gemeinderat empfohlen, das Er- gebnis des Jahresabschlusses 2017 gemäß § 95 b Abs. 1 Satz 2 GemO festzustellen. C. Ortsübliche Bekanntgabe des Beschlusses über die Feststellung des Jahresabschlusses der Stadt Karlsruhe Der Beschluss des Gemeinderats über die Feststellung des Jahresabschlusses der Stadt Karlsruhe ist nach § 95 b Abs. 2 Satz 1 GemO ortsüblich bekannt zu geben. Gleichzeitig ist der Jahresabschluss mit dem Rechenschaftsbericht der Stadt Karlsruhe an sieben Tagen öffentlich auszulegen. In der Bekanntgabe des Feststellungsbeschlusses ist auf die Auslegung hinzuweisen (§ 95 b Abs. 2 Satz 2 GemO). Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt von der Vorbemerkung Kenntnis und trifft - nach Vorberatung im Hauptausschuss - folgenden Feststellungsbeschluss: „Jahresabschluss der Stadt Karlsruhe für das Haushaltsjahr 2017“ Der Jahresabschluss der Stadt Karlsruhe für das Haushaltsjahr 2017 wurde vom Rechnungsprü- fungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft, und hat hierüber einen Schlussbericht erstellt. Dieser gibt über Art, Umfang und Ergebnis der Prüfung Aufschluss. Der Schlussbericht wurde in der heutigen Sitzung des Gemeinderats von der Leiterin des Rech- nungsprüfungsamts näher erläutert. Entsprechend der Empfehlung des Rechnungsprüfungs- amts wird der Jahresabschluss 2017 der Stadt Karlsruhe gem. § 95 b I GemO wie folgt festge- stellt: Einzusetzen aus der Vorbemerkung von < bis >. Ergänzende Erläuterungen Seite 7 Der vorstehende Feststellungsbeschluss ist gemäß § 95 b Abs. 2 GemO unverzüglich dem Regie- rungspräsidium Karlsruhe sowie der Prüfungsbehörde nach § 113 GemO mitzuteilen und orts- üblich bekanntzugeben. Gleichzeitig ist der Jahresabschluss mit dem Rechenschaftsbericht an sieben Werktagen öffent- lich auszulegen. In der Bekanntgabe ist auf die Auslegung hinzuweisen.“

  • Abstimmungsergebnis GR Top3
    Extrahierter Text

  • Protokoll TOP 3
    Extrahierter Text

    Niederschrift 62. Plenarsitzung des Gemeinderates 26. März 2019, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 5. Punkt 3 der Tagesordnung: Jahresabschluss 2017 a) Vorlage des Schlussberichtes des Rechnungsprüfungsamtes über die Prüfung des Jahresabschlusses 2017 der Stadt Karlsruhe und Erläuterung des Berichtes durch die Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes b) Feststellung des Jahresabschlusses der Stadt Karlsruhe für das Haushalts- jahr 2017 Vorlage: 2019/0143 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt von der Vorbemerkung Kenntnis und trifft - nach Vorberatung im Hauptausschuss - folgenden Feststellungsbeschluss: „Jahresabschluss der Stadt Karlsruhe für das Haushaltsjahr 2017“ Der Jahresabschluss der Stadt Karlsruhe für das Haushaltsjahr 2017 wurde vom Rech- nungsprüfungsamt der Stadt Karlsruhe geprüft, und hat hierüber einen Schlussbericht er- stellt. Dieser gibt über Art, Umfang und Ergebnis der Prüfung Aufschluss. Der Schlussbericht wurde in der heutigen Sitzung des Gemeinderats von der Leiterin des Rechnungsprüfungsamts näher erläutert. Entsprechend der Empfehlung des Rechnungs- prüfungsamts wird der Jahresabschluss 2017 der Stadt Karlsruhe gem. § 95 b I GemO wie folgt festgestellt: – 2 – Feststellungsbeschluss EUR 1. Ergebnisrechnung 1.1 Summe der ordentlichen Erträge 1.435.942.630,68 1.2 Summe der ordentlichen Aufwendungen -1.252.083.645,42 1.3 Ordentliches Ergebnis (Saldo aus 1.1 und 1.2) -Überschuss- 183.858.985,26 1.4 Außerordentliche Erträge 17.353.620,73 1.5 Außerordentliche Aufwendungen -10.944.249,70 1.6 Sonderergebnis (Saldo aus 1.4 und 1.5) -Überschuss- 6.409.371,03 1.7 Gesamtergebnis (Summe aus 1.3 und 1.6) -Überschuss- 190.268.356,29 2. Finanzrechnung 2.1 Summe der Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit 1.376.091.862,39 2.2 Summe der Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit - 1.142.949.395,96 2.3 Zahlungsmittelüberschuss/-bedarf der Ergebnisrechnung (Saldo aus 2.1 und 2.2) 233.142.466,43 2.4 Summe der Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 55.764.151,55 2.5 Summe der Auszahlungen aus Investitionstätigkeit -158.514.367,29 2.6 Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf aus Investitionstä- tigkeit (Saldo aus 2.4 und 2.5) -102.750.215,74 2.7 Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf (Saldo aus 2.3 und 2.6) 130.392.250,69 2.8 Summe der Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeit 65.690,46 2.9 Summe der Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit -16.356.033,78 2.10 Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf aus Finanzierungstä- tigkeit (Saldo aus 2.8 und 2.9) -16.290.343,32 2.11 Änderung des Finanzierungsmittelbestands zum Ende des Haushaltsjahres (Saldo aus 2.7 und 2.10) 114.101.907,37 2.12 Zahlungsmittelüberschuss/-bedarf aus haushaltsunwirksamen Ein- zahlungen und Auszahlungen -94.616.035,16 2.13 Anfangsbestand an Zahlungsmitteln (1) 22.711.587,36 2.14 Veränderung des Bestands an Zahlungsmitteln (Saldo aus 2.11 und 2.12) (2) (3) 19.485.872,21 2.15 Endbestand an Zahlungsmitteln am Ende des Haushaltsjah- res (4) (Saldo aus 2.13 und 2.14) 42.197.459,57 – 3 – (1) Als Anfangsbestand zum 1. Januar 2017 wurde der bilanzielle Bestand der liquiden Mittel (Bilanzposition 1.3.8) zum 31. De- zember 2016 (Bilanzposition 1.3.9) zu Grunde gelegt. (2) Die Veränderung des Bestandes an Zahlungsmitteln basiert hier auf dem Saldo der Finanzrechnung. (3) Die sich aus der Finanzrechnung ergebende Veränderung des Bestandes an Zahlungsmittel entspricht nicht der bilanziellen Veränderung der liquiden Mittel; die Differenz ist im Anhang zur Finanzrechnung 4.4.2 erläutert. Diese Differenz (vergleiche Vor- jahresabschluss) ist für den Unterschied zwischen dem Endbe- stand an Zahlungsmitteln am Ende des Haushaltsjahres, welches dem Jahr des aktuellen Jahresabschlusses vorangeht und dem Anfangsbestand des Jahres des aktuellen Jahresabschlusses ur- sächlich. (4) Der Endbestand entspricht nicht dem bilanziellen Endbestand der Bilanzposition 1.3.8, da zu dem bilanziellen Anfangsbestand le- diglich die Änderungen des Bestandes an Zahlungsmittel aus der Finanzrechnung addiert werden. 3. Bilanz 3.1 Immaterielles Vermögen 909.924,00 3.2 Sachvermögen 2.204.924.628,31 3.3 Finanzvermögen 802.020.969,36 3.4 Abgrenzungsposten 127.482.128,68 3.5 Nettoposition 0,00 3.6 Gesamtbetrag auf der Aktivseite (Summe aus 3.1 bis 3.5) 3.135.337.650,35 3.7 Basiskapital 1.755.729.086,70 3.8 Rücklagen 492.230.964,40 3.9 Fehlbeträge des ordentlichen Ergebnisses 0,00 3.10 Sonderposten 402.615.073,57 3.11 Rückstellungen 165.895.563,77 3.12 Verbindlichkeiten 253.527.740,09 3.13 Passive Rechnungsabgrenzungsposten 65.339.221,82 3.14 Gesamtbetrag auf der Passivseite (Summe aus 3.7 bis 3.13) 3.135.337.650,35 – 4 – 4. Behandlung von Überschüssen und Fehlbeträgen (§ 49 Abs. 3 Satz 4 i. V. m. § 2 Abs. 1 Nr. 25 bis 36 GemHVO) Anme rkunge n Sonde r- e rge bni s Orde ntl i che s Erge bni s Vorja hr zwe i tvora nge - ga nge ne n Ja hr dri ttvora nge - ga nge ne n Ja hr orde ntl i che n Erge bni s s e s Sonde r- e rge bni s s e s 1 2 3 4 5 6 7 8 1 Erge bni s de s Ha us ha l ts ja hre s bzw. Anfa ngs be s tä nde 6.409.371,03 183.858.985,26 246.015.978,97 48.668.705,66 1.755.729.086,70 2 Abde ckung vorge tra ge ne r Fe hl be trä ge a us de m orde ntl i che n Erge bni s 0,00 0,00 0,00 0,00 3 Zuführung e i ne s Übe rs chus s e s de s orde ntl i che n Erge bni s s e s zur Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s orde ntl i che n Erge bni s s e s -183.858.985,26 183.858.985,26 4 Ve rre chnung e i ne s Fe hl be tra gs a nte i l s de s orde ntl i che n Erge bni s s e s a uf da s Ba s i s ka pi ta l na ch Art. 13 Abs . 6 de s Ge s e tze s zur Re form de s Ge me i nde ha us ha l ts re chts 0,00 5 Aus gl e i ch e i ne s Fe hl be tra gs de s orde ntl i che n Erge bni s s e s durch Entna hme a us de r Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s orde ntl i che n Erge bni s s e s 0,00 0,00 6 Aus gl e i ch e i ne s Fe hl be tra gs de s orde ntl i che n Erge bni s s e s durch e i ne n Übe rs chus s de s Sonde re rge bni s s e s 0,00 0,00 7 Zuführung e i ne s Übe rs chus s e s de s Sonde re rge bni s s e s zur Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s Sonde re rge bni s s e s -6.409.371,03 6.409.371,03 8 Aus gl e i ch e i ne s Fe hl be tra gs de s Sonde re rge bni s s e s durch Entna hme a us de r Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s Sonde re rge bni s s e s 0,00 0,00 9 Aus gl e i ch e i ne s Fe hl be tra gs de s orde ntl i che n Erge bni s s e s durch Entna hme a us de r Rückl a ge a us Übe rs chüs s e n de s Sonde re rge bni s s e s 0,00 0,00 10 Vorträ ge ni cht ge de ckte r Fe hl be trä ge de s orde ntl i che n Erge bni s s e s de s Ha us ha l ts ja hre s s owi e a us Vorja hre n i n da s Fol ge ja hr 0,00 0,00 0,00 11 Ve rre chnung e i ne s a us de m dri ttvora nge ga nge ne n Ja hr vorge tra ge ne n Fe hl be tra gs mi t de m Ba s i s ka pi ta l 0,00 0,00 12 Ve rre chnung e i ne s Fe hl be tra gs de s Sonde re rge bni s s e s mi t de m Ba s i s ka pi ta l 0,00 0,00 13 vorl ä ufi ge Endbe s tä nde 429.874.964,23 55.078.076,69 1.755.729.086,70 14 Umbuchung a us de n Erge bni s rückl a ge n i n da s Ba s i s ka pi ta l na ch § 23 Sa tz 4 Ge mHVO 0,00 Endbestände des Basiskapitals, der Ergebnisrücklagen und des Fehlbetragsvortrags 0,00 0,00 429.874.964,23 55.078.076,69 1.755.729.086,70 na chträ gl i che Erwe i te rung de s Mus te rs 20 de r VwV 2016 i n Fol ge de r 3. Korri ge nda vom 10.05.2017 Stufe n de r Erge bni s ve rwe ndung und de s Ha us ha l ts a us gl e i chs Erge bni s de s Ha us ha l ts ja hre s vorge tra ge ne Fe hl be trä ge de s orde ntl i che n Erge bni s s e s a us de m Rückl a ge n a us Übe rs chüs s e n de s Ba s i s - ka pi ta l EUR – 5 – Der vorstehende Feststellungsbeschluss ist gemäß § 95 b Abs. 2 GemO unverzüglich dem Regierungspräsidium Karlsruhe sowie der Prüfungsbehörde nach § 113 GemO mitzuteilen und ortsüblich bekanntzugeben. Gleichzeitig ist der Jahresabschluss mit dem Rechenschaftsbericht an sieben Werktagen öffentlich auszulegen. In der Bekanntgabe ist auf die Auslegung hinzuweisen.“ Abstimmungsergebnis: Bei 45 Ja-Stimmen und 1 Nein-Stimme mehrheitlich zugestimmt Die Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 3 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Hauptausschuss: Entgegen der sonstigen Gepflogenheiten wird das Rechnungsprüfungsamt heute keinen Vortrag halten. Wir haben es im Hauptausschuss ausführlich diskutiert. Die abschließenden Erläuterungen zum Schlussbericht durch Frau Berndt-Eberle, die heute krankheitsbedingt entschuldigt ist, liegen Ihnen vor. Wir können direkt in die Abarbeitung dieses Tagesord- nungspunktes einsteigen. Stadtrat Dr. Heilgeist (CDU): Jetzt muss ich hier im Galopp etwas dazu sagen. Wir haben einen Abschluss 2017, der sich sehen lassen kann. Die Steuereinnahmen sind entgegen dem Vorplan gestiegen, wie man es nicht erwarten konnte. Sie sind auf einem Höchst- stand. Dieser erzielte Überschuss im Haushalt kann den Rücklagen zugeführt werden, was uns die Möglichkeit gibt, die Investitionen, die wir vorhaben, dann aus Eigenkapital, diesen Rücklagen, mitfinanzieren zu können. So viele Rücklagen haben wir noch nicht, dass wir die Investitionen alle zahlen können. Ich möchte auf einen Punkt hinweisen. Der liegt mir am Herzen. Da ich, wie Sie wissen, das letzte Mal zu diesem Thema spreche, will ich nicht versäumen, noch einmal zurückzukom- men auf die stillen Lasten, die im Haushalt sind, die nicht ausgewiesen werden. Wo dann von der Verwaltung im Abschluss geschrieben wird, dass entsprechende Rückstellungen oder Berücksichtigungen noch nicht vorgenommen werden. Letztes Jahr war das noch nicht drin. Da heißt es „werden nicht vorgenommen“. Es ist so, dass wir die Pensionsrück- stellungen, also die Lasten aus der Altersversorgung, übertragen haben auf den Kommuna- len Versorgungsverband, so dass sie die Stadt nicht direkt belasten. Aber der Kommunale Versorgungsverband lebt auch nicht von Luft und Liebe, sondern der braucht das Geld auch irgendwo her. Der holt es durch Umlagen bei den Kommunen. Wenn man sieht, in welcher Höhe die sind, bedeutet das, dass wir 57 Jahre, Stand heute, zahlen müssen, um diese Umlagen finanzieren zu können. Das hat mit Generationengerechtigkeit nichts zu tun, weil es von Personen aufgebracht wird, von Bürgern dieser Stadt, die eigentlich mit der Altersversorgung, mit der Erdienbarkeit, nichts zu tun hatten. Auch die Kämmerei weist darauf hin, dass das gesetzlich nicht klar geregelt ist. Sondern dass im Gesetz zwar drinsteht, dass man keine Pensionsrückstellungen bilden darf, dass aber andererseits auch anerkannt ist, dass der Jahresabschluss generationengerecht aufzu- stellen ist und Rückstellungen – das ist eine Rückstellung für noch zu leistenden Umlagen an den Versorgungsverband – durchaus zu bilden sind. Das Rechnungsprüfungsamt darauf angesprochen, hat nachgefragt bei der Gemeindeprüfungsanstalt und beim Innenministe- – 6 – rium. Beide bestehen darauf, dass deren Rechtsauffassung richtig sei, dass diese Rückstel- lungen nicht gebildet werden dürften, weil das nicht entsprechend vorgesehen sei. Das ist aber eine Auslegung des Gesetzes. Das ist nicht die Tatsache als solche. Wir als Gemeinde- rat – die Verwaltung möchte es offensichtlich nicht – sind aufgefordert, etwas zu unter- nehmen. Wenn wir generationengerecht ausweisen wollen, dann müssen wir als Gemein- derat den Antrag an die Verwaltung stellen, dass der Jahresabschluss 2018 unter Berück- sichtigung dieser Rückstellungen für die Verpflichtungen gegenüber dem Kommunalen Versorgungsverband aufgestellt werden. Das empfehle ich den Kolleginnen und Kollegen. Stadtrat Zeh (SPD): Der Abschluss 2017 war deutlich besser als geplant. Das ist auch bei mir jetzt ein Standardeinleitungssatz. Da wir auch die Zahlen von 2018 schon ungeprüft kennen, wird es insgesamt für den Doppelhaushalt 2017/2018 gelten. Ursachen sind die höheren Einnahmen, wie erwartet, die Konjunktur läuft sehr gut, und weniger reale Aus- gaben, da die eine oder andere Investition nicht so fertiggestellt werden konnte, wie ge- plant. Die geplanten und bewilligten Kredite mussten im städtischen Haushalt nicht aufge- nommen werden. Wir Sozialdemokraten prüfen stets die einzelnen Maßnahmen sorgfältig. Sparen selbst ist kein absolutes Ziel, auch wenn wir hinter einem ausgeglichenen Haushalt stehen. Karlsruhe als Zukunftsstadt voranzubringen, ist das wichtige Ziel für die SPD. Dazu gehören auch sinnvolle Ausgaben und Investitionen. Chancen für Karlsruhe müssen ge- nutzt werden. Dazu gehört für uns das Ziel der kostenfreien Kinderbetreuung. Zu den Lasten hat Kollege Dr. Heilgeist schon einiges Notwendiges gesagt. In Anbetracht der kurzen Zeit will ich mich auf wenige Punkte beschränken. Seite 60, Personal und Stellen. Obwohl 2013 4.863 Stellen und 2017 5.224 Stellen – knapp 400 Stellen – neu geschaffen wurden, stellt das Rechnungsprüfungsamt fest, die Personalkosten stiegen 2017 um 15,5 Mio. Euro. Das sind 5 %. Die Mitarbeiterzahl bietet kaum Möglichkeiten zur Einsparung. Die Handlungsspielräume gehen stetig zurück. Nur Aufgabenkritik und Prioritätensetzung kann den Personalaufwand stabilisieren. Wir haben heute einen Tagesordnungspunkt, der schon einmal entscheidungsreif vorlag, aber durch die massenhaften Prüfungsaufträge die Verwaltung nochmals intensiv beschäftigte. Gerade beim Bauen sind die Personalreserven knapp. Wir als SPD haben auch stetes die Sorgen und Wünsche unserer städtischen Mitarbeiter im Auge. Der Ansatzpunkt des Rechnungsprüfungsamtes zum Sparen ist schwer umzusetzen. Die Höhe des Transferaufwandes von 566 Mio. Euro in 2017 ist die Hälfte des Haushaltes, da- runter mit 257 Mio. Euro die unmittelbaren sozialen Hilfeleistungen. Die Übersicht befindet sich auf Seite 71. Es wird eine nachhaltige Aufgabenkritik bei den freiwilligen Aufgaben gefordert. Die Aufgaben von Kinderbetreuung bis Hochkultur gehören aber zum städti- schen Leben. Die Standardeinrichtungen können zwar hinterfragt werden, aber auch hier sind die Diskussionen schwierig zu führen. (Der Vorsitzende hebt die gelbe Karte.) - Gut, dann werde ich mich vielleicht noch einmal ein zweites Mal melden. Stadtrat Honné (GRÜNE): Als Ehrenamtliche haben wir eine ordentliche Arbeit vor uns. Das ist der Jahresbericht, 2 cm dick, und dazu noch der Prüfbericht, auch noch einmal ein kleines Buch. Das können wir natürlich gar nicht durcharbeiten. Ich gebe zu, ich habe es – 7 – nicht komplett gelesen, sondern ich habe es durchgeblättert und bin auf ganz wenige Punkte gekommen. Auf ganz wenige Punkte will ich jetzt auch eingehen. Die GRÜNE-Fraktion freut sich, dass wir immerhin 190 Mio. Euro Überschuss im Jahre 2017 hatten. Vor allem wegen dieser gestiegenen Gewerbesteuer. Damit sind wir sehr zufrieden. Erstaunlich ist für mich immer, wie genau der Haushalt nachher erfüllt wird. Bei den Aus- gaben gab es eine Mehrausgabe von 1 %. Das ist eine reine Punktlandung. Da frage ich mich immer wieder, wie man das so genau hinbekommt bei den vielen Imponderabilien, die da drin enthalten sind. Zum Prüfungsbericht möchte ich einen Punkt herausgreifen. Seit 2008 wird bemängelt, dass die Mieten der Ämter ohne Angabe der Nebenkosten ausgewiesen werden, so dass die Ämter überhaupt kein Interesse daran haben, bei Heizung oder bei Stromverbrauch zu sparen. Seit 2008 steht das drin und es wird nicht geregelt. Ich habe schon beim letzten Mal gesagt, dass wir das auch für wichtig halten. Es passiert einfach nichts. Dann hat Frau Berndt-Eberle in ihrer schriftlich ausgeteilten Rede erklärt, dass der Gesamtabschluss in Nordrhein-Westfalen abgeschafft wird. Ich habe mich erkundigt, was das eigentlich ist. Das heißt, wenn alle Abschlüsse da sind von Stadt und städtischen Gesellschaften, gibt es noch einmal eine Rechnung für einen Gesamtabschluss, der aber keine neuen Erkenntnisse bringt, weil alle Informationen in die Einzelabschlüsse eingeflossen sind. Da würden wir doch appellieren, dass das nicht mehr nötig ist. Dazu habe ich eine E-Mail an unsere Land- tagsabgeordnete geschrieben, habe auch positive Rückmeldung bekommen. Im Land ist das im Moment gerade Thema. Da habe ich auch noch einmal eingeschleust, dass unsere Verwaltung von allem entlastet wird, was unnötig ist. Das gehört sicher dazu. Dann gibt es einen Hinweis auf den europäischen Rechnungslegungsstandard. Die Frage ist, wann kommt der tatsächlich, wann droht er, dass wir wieder alles umstellen müssen? Ich danke vielmals allen Beteiligten, die an diesem ganzen Kraftakt beteiligt waren. Als Umweltschützer noch eine Bemerkung: Das hier (Anm.: Er hebt den Rechenschaftsbe- richt hoch) in 80facher Ausfertigung – das sind die Gemeinderatsunterlagen – ergibt 1,60 m Papier, weil es gedruckt ist, was niemand gelesen hat. Bitte beim nächsten Mal nur als Datei. Stadtrat Høyem (FDP): Dieser Jahresabschluss wurde schon im Hauptausschuss sehr gründlich diskutiert. Ich möchte Herrn Dr. Heilgeist danken und sagen, er hat auch unsere Meinung ausgedrückt. Nicht nur deshalb werden wir ihn im nächsten Gemeinderat vermis- sen, auch wegen dieser Rede. Stadtrat Wohlfeil (KULT): Aufgabe von uns als Gemeinderat und als Stadtverwaltung ist es, zu organisieren, dass Karlsruhe eine lebenswerte Stadt ist und bleibt. Wir sehen an die- sem Ergebnis auch, dass wir das tun in Karlsruhe. Wir haben einen Überschuss von 190 Mio. Euro. Wir haben auch mehr Geld in der Kasse als zuvor. Das heißt, wir leben nicht auf Pump. Wir leben nicht auf Kosten der Zukunft in finanzieller Hinsicht. Das ist für die Generationengerechtigkeit sehr wichtig. Das finden wir gut. Dazu gehört aber auch, dass wir eine funktionierende Infrastruktur erhalten und dass wir auch ein gutes soziales Netz erhalten und soziale Absicherung. Auch dafür sind immer wieder Ausgaben in Karls- ruhe nötig. Da haben wir im Jahr 2017 einen guten Job gemacht. Aber auch allgemein befinden wir uns beispielsweise mit der Reduzierung der Kita-Beiträge auf einem guten – 8 – Weg. Im Großen und Ganzen kann man bei dieser Ergebnisfeststellung die Stadt Karlsruhe loben. Ein Punkt wäre zu kritisieren, wo wir nämlich nicht nachhaltig leben und nicht generatio- nengerecht. Das ist das, wofür auch seit Wochen protestiert wird, nämlich im Bereich des Klimaschutzes. Da tun wir leider immer noch zu wenig, genauso wie im Bereich des Arten- schutzes. Wir sehen leider nicht, dass wir dafür sorgen, dass die Dinge erhalten bleiben und dass die nachfolgenden Generationen es genauso gut haben wie wir. Deshalb möchte ich das an dieser Stelle nutzen, um in Zukunft hier größere Aufwendungen anzuwenden. Denn sonst wird das später Kosten hervorrufen, die die Aufwendungen dafür wesentlich übersteigen würden. Im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens wären hier wesentlich größere Anstrengungen nötig. Stadtrat Kalmbach (FÜR Karlsruhe): Wir leben in sehr guten Zeiten. Doch muss man immer bedenken, in den guten Zeiten machen wir die größten Fehler. Die lassen uns oft übermütig werden. Deswegen möchte ich an der Stelle noch einmal Haushaltsdisziplin aus- rufen, die Sie auch schon angemahnt haben. Ich erinnere Herrn Stadtrat Zeh daran, 2011 haben wir Gewerbesteuereinnahmen von 205 Mio. Euro, 2017 von 380 Mio. Euro. Das sind 175 Mio. Euro Unterscheid. Fast das Doppelte von dem, was wir jetzt haben. Es kann genauso auch in die andere Richtung gehen. Deswegen lasst uns nicht übermütig werden sondern weise bleiben und auch etwas bescheiden. An den richtigen Stellen investieren, nicht überall. Stadtrat Wenzel (FW): Ich möchte es auch kurz halten. Und meinen Blick, wie mein Vor- redner, auf die Einnahmen richten. Denn Ausgaben und Wünsche gehen nur dann, wenn die Einnahmen stimmen. Deshalb mein Dank an all jene, die hier aktiv sind, die Gewerbe- steuer, Grundsteuer zahlen. Denn ohne Einnahmen, die wahnsinnig hoch und wahnsinnig gut sind, würde die Ausgabenseite nicht gedeckt sein. Deshalb nur das ausgeben, was wir einnehmen. Lieber ein vorsichtiger Kaufmann, so wie wir es hatten, als mit offenen Hän- den hinauszugehen. Ich bin lieber zwei Schritte hintendran und habe dann Luft, um zu singen. Ich sehe, wir haben es richtig gemacht. Aber zu danken haben wir eigentlich nur denen, die uns das Geld geben. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortmeldungen. Damit können wir zur Abstimmung kommen. Ich rufe den Beschlusstext auf den Seite 6 und 7 auf. Ich sehe jetzt davon ab, ihn noch einmal vorzulesen. – Bei 1 Ablehnung mehrheitliche Zustimmung. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 29. April 2019