Monitoring der IQ-Arbeitsweise
| Vorlage: | 2019/0132 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 19.02.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung |
| Erwähnte Stadtteile: | Grünwinkel, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut |
Beratungen
- Hauptausschuss, gemeinsam mit Bauausschuss (TOP 3) (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 19.03.2019
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister INFORMATIONSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/0132 Dez. 1 Monitoring der IQ-Arbeitsweise Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 19.03.2019 1 x Kenntnisnahme Beschluss: Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring zur IQ-Arbeitsweise zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen ja Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: IQ--relevant nein x ja Korridorthema:: Alle Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Mit Beschluss vom 27. Juni 2017 hat der Gemeinderat Karlsruhe der Einführung der sogenann- ten „IQ-Arbeitsweise“ innerhalb der Stadt Karlsruhe zugestimmt. „IQ“ steht hierbei für innovativ und quer. „Innovativ“ im Sinne einer gewünschten agilen, zu- kunftsorientierten und kreativitätsförderlichen Arbeitsweise sowie „quer“ im Sinne der beab- sichtigten Quervernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg, einschließlich der Einbin- dung von Personen aus der Stadtgesellschaft und der regelmäßigen Kommunikation der Aktivi- täten und Vorhaben Richtung Stadtgesellschaft. Konkret erfolgt die Umsetzung in sechs IQ-Korridoren – (1) Zukunft Innenstadt, (2) Moderne Verwaltung, (3) Soziale Stadt, (4) Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt, (5) Grüne Stadt und (6) Mobilität und den zugehörigen insgesamt 23 Leitprojekten. Korridorthemen und Leitprojekte orientieren sich an den vorab vereinbarten Zielen und Strategien. Mit seinem Beschluss hat der Gemeinderat einen regelmäßigen Bericht zu Fortgang und Ent- wicklung der IQ-Arbeitsweise mit ihren IQ-Korridorthemen und Leitprojekten erbeten. Diese Rückmeldung soll mit beiliegendem Monitoringbericht gegeben werden. Er stellt das bisher Erreichte in den IQ-Korridorthemen und den Leitprojekten dar und zeigt die zur Implementierung der IQ-Arbeitsweise eingeleiteten Maßnahmen auf. Dieser Bericht löst keine budgetwirksamen Aufwendungen aus. Gleichwohl müssen für eine kontinuierliche und gewünschte Weiterentwicklung – wie in den Einzelbereichen dargestellt – die notwendigen Ressourcen (Personal, Finanzmittel) zur Verfügung gestellt werden. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring zur IQ-Arbeitsweise zur Kenntnis.
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Mit Beschluss vom 27. Juni 2017 hat der Gemeinderat Karlsruhe der Einführung der sogenannten IQ- Arbeitsweise innerhalb der Stadt Karlsruhe zugestimmt. „IQ“ steht hierbei für innovativ und quer. „Innovativ“ im Sinne einer gewünschten agilen, zukunftsorientierten und kreativitätsförderlichen Arbeitsweise, sowie „quer“ im Sinne der beabsichtigten Quervernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg, einschließlich der Einbindung von Personen aus der Stadtgesellschaft. Mit seinem Beschluss hat der Gemeinderat einen regelmäßigen Bericht zu Fortgang und Entwicklung der IQ- Arbeitsweise, der IQ-Korridorthemen und Leitprojekte erbeten. Diese Rückmeldung soll mit diesem Monitoringbericht gegeben werden. Der Monitoringbericht besteht aus drei Teilen: 1. Die IQ-Arbeitsweise: Einführung, Rollen und Funktionen 2. Rückmeldungen aus den sechs IQ-Themenkorridoren 2.1 Zukunft Innenstadt 2.2 Moderne Verwaltung 2.3 Soziale Stadt 2.4 Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt 2.5 Grüne Stadt 2.6 Mobilität 3. Die IQ-Arbeitsweise: Sachstand zur Implementierung Stadt Karlsruhe Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) Monitoring der IQ-Arbeitsweise Der Bericht betrachtet die innovationsförderliche und quervernetzte Arbeitsweise (IQ-Arbeitsweise) und die damit verbundenen Korridorthemen und Leitprojekte seit der Einführung 2017 Die IQ-Arbeitsweise kommt in der Stadt Karlsruhe bei hochkomplexen und hervorgehobenen Projekten der Stadt- und Verwaltungsentwicklung zum Einsatz. Insbesondere dort, wo zu erwarten ist, dass sich durch die frühzeitige Quervernetzung und Einbindung der breiten Expertise aus Verwaltung und Stadtgesellschaft die Entscheidungsqualität verbessert; d.h. die IQ-Arbeitsweise sorgt dafür, dass statt ungeklärter Zielkonflikte und aufwendige Nachjustierungen frühzeitiges Commitment und Synergien entstehen. Ermöglicht wird dies auch durch eine qualitative Weiterentwicklung der Prozesse; sowohl durch eine abgestimmte und regelmäßige Außen- und Innenkommunikation als auch durch den Einsatz agiler Arbeitsmethoden. Die IQ-Arbeitsweise erfährt als neuer Ansatz von Verwaltungsarbeit viel Aufmerksamkeit. So wird die Stadtverwaltung Karlsruhe als „Best Practice“ durch das BMAS zum Thema Arbeiten 4.0. geführt und kam 2018 unter die Top 5 Unternehmen beim Xing New Work Award. Ermöglicht wird die IQ-Arbeitsweise durch folgende Rollen und Funktionen: Verantwortliche/r Bürgermeister/in: Er/Sie steht einem der insgesamt sechs IQ-Korridorthemen vor; verantwortet diesen inhaltlich und in der Innen- und Außenkommunikation. Korridorbeauftragte/r: Er/Sie unterstützt den/die verantwortliche/n Bürgermeister/in; insbesondere bei der Gesamtkoordination innerhalb des IQ-Korridorthemas. Leitprojektkoordinator/in: Diese haben die Federführung der jeweiligen Projekte inne und berichten unmittelbar dem/der jeweils verantwortlichen Bürgermeister/in. IQ-Lenkungskreis: Unter dem Vorsitz des Persönlichen Referenten des Oberbürgermeisters werden hier die Aktivitäten zwischen den einzelnen IQ-Korridoren abgestimmt und die kontinuierliche Verbesserung der IQ- Arbeitsweise vorangetrieben. Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung: Diese forciert und unterstützt proaktiv die strategische, inhaltliche und methodische Umsetzung und Weiterentwicklung der IQ-Arbeitsweise, sowie die einzelnen IQ- Korridore und ihre Leitprojekte. IQ-Netzwerk: Unter Federführung der Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) tauschen sich hier die Koordinatoren/innen der 23 IQ-Leitprojekte regelmäßig zu ihren Projekten und neuen förderlichen Arbeitsmethoden aus. Stadt Karlsruhe Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) 1. Die IQ-Arbeitsweise „New Work" bei der Stadtverwaltung Karlsruhe: Einführung, Rollen und Funktionen „Zukunft Innenstadt“ ist einesdersechs Korridorthemen, die demGemeinderat mit der Einführungder IQ- Arbeitsweise alspriorisierte Themen der Stadtentwicklungvorgestellt wurden. Die Innenstadt soll in ihrer unverwechselbaren Identität und in ihren unterschiedlichen Qualitäten weiter entwickelt werden. Dies verwirklicht sich vor allem durch fünf Leitprojekte, wobei die Rahmenbedingungen bislang noch stark von der Bautätigkeit zur Kombilösunggeprägt waren. Mit demEnde der oberirdischen Baustellen der Kombilösung erfolgt nunder Einstieg in eine zukunftsfähige Neugestaltung der City. Um die komplexenDaueraufgaben im Umfeld der Innenstadtentwicklung und in den Leitprojekten zu vernetzen, wurde für diesenIQ-Korridor eine Rahmenkonzeption erstellt. Deren Ziel ist die Koordination der stadtweiten Aktivitäten durch eine strategische Steuerungsgruppe unter Federführung des Oberbürgermeistersunddurch einedauerhaft etabliertedezernatsübergreifendeArbeitsgruppe (dieAG Innenstadt).Mit dieser Kooperationsstruktur wurde auch diePlattformfür ein Monitoring der Innenstadtentwicklung mit ihren Maßnahmen im Rahmen der Leitprojekte und darüber hinaus geschaffen.Die Akteure der Innenstadt und die interessierte Stadtgesellschaft werden sowohl im Rahmen der Bürgerbeteiligungen bei den Leitprojekten als auch übergreifend in einem jährlichenöffentlichen Forum eingebunden. Für die unbürokratische und pragmatische Umsetzung kleinerer Sofortmaßnahmen im Citybereich hatsich das „Team Innenstadt“ etabliert und bewährt. Von Anfang anwurdedie Kommunikation rund um die städtebauliche Umgestaltung der Innenstadt intensiviert. Dies eröffnet die Chancefürdie Stadtmitteeine unverwechselbare Identität herauszuarbeiten und ins Bewusst- sein der Besucherinnen und Besucher zu rücken. Hierzu wurdeeinKommunikationskonzept erstellt, das als ein zentrales und sichtbares Element die überdimensionalenGelben Tischleuchten umfasst. Leitprojekt „Gutachten zur Zukunftsfähigkeit derKarlsruher City als Einzelhandelsstandort 2030“ Zur Ermittlung der Handlungsgrundlagen wurde die Cima Beratung und Management GmbH mit der Erstellung eines umfassenden Gutachtens beauftragt.Im Jahr 2018 erfolgtendie gutachterliche Analyse,dieAbleitung von Strategien für insgesamt sechs räumliche Teilbereiche der City sowie dieräumlich übergeordnetenThemen Digitalisierung und Marketing.Auf der Basis dieserExpertise und der umfassenden Beteiligung von City- Akteuren–zum Beispiel Immobilieneigentümer, Gewerbetreibende, Bildungs-und Kulturinstitutionen–wird aktuell ein Maßnahmenkatalog entwickelt.Derzeit liegen ca. 170 Maßnahmenvorschläge zur Auswertung und Priorisierung vor.Diese erstrecken sich über die Themen Sauberkeit-Ordnung-Sicherheit, Management, Marketing, Immobilien, öffentlicher Raum, Einzelhandel, Mobilität und Digitalisierung. Dieim Ergebnisberichtaufgeführten Maßnahmen sollen Perspektiven für die Karlsruher City als Einzelhandelsstandort bis ins Jahr 2030 aufzeigen und einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Attraktivität der Innenstadt leisten.In der ersten Jahreshälfte 2019 wird dieser Maßnahmenkatalog fertig gestellt und denGremien vorgestellt. Stadt Karlsruhe Dezernat 1 2.1ZukunftInnenstadt Sachstandzum IQ-Korridorthema 4| Sachstand im IQ-Themenkorridor Moderne Verwaltung Leitprojekt „Innenstadt von Morgen aus Sicht der Studierenden“ Die Studierenden stellen eine wachsende Bevölkerungsgruppe in Karlsruhedar. Nicht zuletzt durch die räumliche Nähe einiger Campus zur Innenstadt ist diese für sie ein bedeutender Lebens-und Erlebnisraum. Aus diesem Grund wurde parallel zu dem oben genannten Gutachten ein Projekt mit Studierenden gestartet, umeine erweitertePerspektive auf diekünftige Entwicklungder Innenstadtzu gewinnen.Gleichzeitig soll die räumliche und inhaltliche Vernetzung der innenstadtnahen Hochschulcampus mit der City gefördert werden. Die in Zusammenarbeit mit dem Institut Entwerfen von Stadt und Landschaft-Fachgebiet Stadtquartiersplanung des KIT durchgeführte Studie gliedert sich in drei Phasen:Eine Online-Umfrage zur Zufriedenheit der Studierenden mitder Stadt und dem Angebot im Innenstadtbereichundein interaktives Online-Mapping mit der Möglichkeit, Quartiere zu bewerten und Verbesserungsvorschläge einzubringen sowie eine Zukunftskonferenz, bei der Studierende gemeinsam mit Experten aus der Stadtverwaltung, Maßnahmen entwickelten. Der Abschlussbericht wird im Frühjahr 2019 den gemeinderätlichen Gremien vorgestellt. Aktuell findet außerdem ein inhaltlicher Abgleich mit den Ergebnissen des Cima-Gutachtens statt. Leitprojekt „Sanierungsgebiet Innenstadt Ost“ Im Juni 2018 wurde mit der Aufnahme der Sanierung Innenstadt Ost in das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt-und Ortsteilzentren“ eine Anschubfinanzierung von 4,2 Millionen Euro bewilligt. Beantragt sind insgesamt rund 34 Millionen Euro für eine Sanierungslaufzeit von ca. 12 Jahren. Die Stadt Karlsruhe muss hierfür rund 57 Millionen Euro aufbringen. Am 20.03.2018 legte der Gemeinderat das Sanierungsgebiet förmlich fest.Die Sanierungssatzung ist rechtskräftig und öffentliche sowie private Projekte können umgesetzt werden. Der Abbruch der sogenannten Elefantenhalle auf dem südlichen Kronenplatz bildete im Herbst 2018 den Auftakt der öffentlichen Maßnahmen.Im Frühjahr 2019 startet die Umgestaltung des Marktplatzes. Ebenfalls im Frühjahr 2019 beginnt der auf drei Jahre angelegte Bürgerdialog, der durch ein externes Planungsbüro koordiniert und moderiert wird. In die Maßnahmen fließen außerdem quartiersbezogen die Ergebnisse beider oben genannten Studien ein. Im Fokus stehen städtebauliche Handlungsschwerpunkte wie die Aktivierung/Umgestaltung am Kronenplatz, die Standortuntersuchung für eine bildungsaffine Gemeinbedarfseinrichtung/Stadtbibliothek sowie die Umgestaltung des JUBEZ. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Querschnittsgestaltung der Kaiserstraße zwischen Berliner Platz und Durlacher Tor. Im Sanierungsgebiet wird die Neugestaltung der Höfe und der Erdgeschosszonen unterstützt; wesentliches Sanierungsziel ist auch die Aktivierung des Postgiro-Areals und des markgräflichen Palais am Rondellplatz. Leitprojekt „Kooperations-und City-Marketing“ Die Leitung für dieses Projekt liegt bei der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH. Das Kooperationsmarketing wurde 2017 in den Kreis der Leitprojekte zum Thema Zukunft Innenstadt aufgenommen und ersetzt dienicht umgesetzte Konzeptidee zu einer Count Down Strategie. Es soll im Rahmen des Projekts eine Weiterentwicklung des Kooperations-zu einem dauerhaften City-Marketing in Partnerschaft mit der City Initiative erfolgen. Angedacht ist zunächst eine auf der „Highlight Innenstadt“-Kampagne aufbauende Strategie. Projekte, die von der KASIG im Rahmen des Kooperationsmarketings gefördert werden, werden evaluiert und mit den Empfehlungen des Cima-Gutachtens abgeglichen, um zu einem neuen Katalog zukunftsfähiger Marketingmaßnahmen für die Innenstadt zu kommen. Zu diesen Maßnahmen zählen heute Events wie das Stadtfest, Kampagnen wie „Karlsruhe–sieh mit dem Herzen“ sowie ein Zwischennutzungsmanagement für Potentialflächen oder auch baustellenbegleitende Werbemaßnahmen. Mit einer organisatorischen und inhaltlichen Optimierung einhergehend wird das Leitprojekt ab 2019 Citymarketing/Kooperationsmarketing heißen. Hier spielen auch die Umstrukturierung der City Initiative Karlsruhe (Partner des Kooperationsmarketings undverantwortlich für das Citymanagement) sowie die sich wandelnden Aufgabenbereiche für die Innenstadt im Sinne einer ganzheitlichen Innenstadtentwicklung eine tragende Rolle. 5| Sachstand im IQ-Themenkorridor Moderne Verwaltung Leitprojekt: „Mobilitätskonzept und Gestaltung der Innenstadt mit EG-Zonen und öffentlichen Räumen“ In der Diskussion zum fünften Leitprojekt im Korridorthema, der „Gestaltung der Ein-und Übergänge“, hat sich gezeigt, dass zwei planerische Themen vordringlich zu bearbeiten sind: Zunächst ist ein tragfähiges Mobilitätskonzept für die Zeit nach der Fertigstellung der Kombilösung erforderlich. Ebenso prioritär ist eine Steigerung der Aufenthaltsqualität über eine verbesserte Gestaltung der innerstädtischen öffentliche Räume und Erdgeschosszonen. In einem eigenständigen Teilprojekt wird ein „Mobilitätskonzept Innenstadt“ erarbeitet. Dabei werden alle Mobilitätsarten integriert behandelt. Auch die Lieferverkehre sollen einbezogen werden. Die bestehenden Planwerke (z.B. Verkehrsentwicklungsplan) bieten die Grundlage. Für das Teilprojekt „Gestaltung der Innenstadt“ wurden fünf Aspekte gebündelt, die sich auch im Rahmen der Gutachten als Schwerpunkte herausgebildet haben: Die Überarbeitung des bestehenden Plätze-und Höfekonzepts von 2003, die Fortschreibung des Lichtplans von 2008, die Erarbeitung eines Gestaltungshandbuchs als verwaltungsinterne Leitplanke für den öffentlichen Raum sowie die Erarbeitung einer Werbeanlagensatzung und einer Sondernutzungsrichtlinie. Beide Teilprojekte befinden sich in der Konzeptionsphase. Die Ergebnisse des Leitprojekts werden Teil eines städtebaulichen Rahmenplans zur Innenstadt, den das Stadtplanungsamt derzeit aus bestehenden und laufenden Planwerken städtebaulich zusammenführt. Auf dem Weg zu einem umfassenden Kommunikations- und Marketingkonzept für das IQ-Korridorthema „Moderne Verwaltung“ fand im November 2018 auf dem Areal des Alten Schlachthofes ein Kreativworkshop statt. Städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kamen mit Bürgerinnen und Bürgern zusammen, um ein Idealbild einer „Modernen Verwaltung“ zu zeichnen. Die Bürgerinnen und Bürger hatten sich für diesen Workshop über das städtische Online-Bürgerbeteiligungsportal beworben. An vier Thementischen, „Kundenfreundliche Verwaltung“, „Digitales Rathaus“, „Partizipative Verwaltung“ und „Attraktive Arbeitgeberin“ wurden viele Ideen zusammengetragen und diskutiert. Zur Visualisierung hielt ein Grafiker die Resultate in einem „Big Picture“, in einem großen Bild, fest. Dieses Bild diente beim Tag der offenen Tür im Rathaus als Blickfang für eine umfassende Vorstellung des IQ-Korridorthemas und der einzelnen IQ-Leitprojekte, die bei den Besucherinnen und Besuchern auf ein großes Interesse stieß. Die Ergebnisse des Workshops, die in den nächsten Wochen verwaltungsintern weiterdiskutiert werden sollen, dienen als Grundlage für –das zu erstellende Kommunikations- und Marketingkonzept, das von einer Agentur übernommen wird. Geschäftsprozessmanagement – schlanke Prozesse mit digitaler Unterstützung Die Digitalisierung der Prozesse ist eines der Zukunftsthemen und dient als wesentlicher Schlüssel für eine schlanke und moderne Verwaltung. In der Stadtverwaltung Karlsruhe stehen heute noch papiergebundene und digitale Verfahren und Arbeitsweisen heterogen nebeneinander; das Denken und Arbeiten in digitalen Prozessen ist noch nicht ausgeprägt. Das IQ-Projekt „Geschäftsprozessmanagement - Schlanke Prozesse mit digitaler Unterstützung“ systematisiert und beschleunigt den Übergang zu digitaler Prozessbearbeitung. Das IQ-Projekt ist in folgende Teilprojekte gegliedert: Das IQ-Projekt versteht sich als Dach und Netzwerk für die internen Digitalisierungsprojekte wie die Einführung der E-Rechnung, E-Akten, E-Postein- und -ausgang, E-Workflows, E-Vergabe, Digitales Kaufhaus, Digitale Gebäudeakte. Das IQ-Projekt fördert die Kommunikation zwischen den Digitalisierungsprojekten und betrachtet bzw. optimiert deren Schnittstellen. Entwicklung verbindlicher Regelungen wie die Scan-Dienstanweisung und Dokumentenmanagement- Dienstanweisung, ohne die ein geordnetes und gleichförmiges Arbeiten in einer digitalen Stadtverwaltung nicht möglich wäre. Erarbeitung von Schulungs- und Kommunikationskonzepten (z.B. IT-Schulungsräume, Schulungsprogramme, Entwicklung von „Personas“ als Grundlage für ein mitarbeiterorientiertes Kommunikationskonzept und Veränderungsmanagement). Erarbeitung von Konzepten bzw. Durchführung von Projekten zum Wissenstransfer (z.B. Transfer der gewonnenen Erfahrungen bei der Einführung von E-Akten als Erfolgsfaktor für die flächendeckende, sukzessive Umstellung auf E-Akten). Stadt Karlsruhe Dezernat 2 2.2 Moderne Verwaltung Sachstand zum IQ-Korridorthema 7 | Sachstand im IQ-Themenkorridor Moderne Verwaltung karlsruhe.de – Weiterentwicklung und Modernisierung Ziel des neuen Webauftritts ist die ganzheitliche Modernisierung und Weiterentwicklung von Technik, Funktionen, Inhalten sowie die Neuausrichtung des Designs. Die Attraktivität der Nutzung soll durch eine Neustrukturierung der Informationen, bessere Benutzerfreundlichkeit und den Einsatz neuer Technologien gesteigert werden. Modernisierung Die Analysephase ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Im Rahmen von Nutzerumfragen, Workshops mit betreffenden Dienststellen und Statistikauswertungen wurden Anforderungen für die Soll-Konzeption analysiert, aufgenommen, geprüft und dokumentiert. Auf dieser Grundlage hat das Projektteam bis Oktober 2018 die Soll-Konzeption für die inhaltlich-funktionale Neuausrichtung sowie die Neuauflage von Navigation und Layout erarbeitet. Die Unterlagen, die auch die Grundlage für die Ausschreibung des Webdesigns und der Technik bilden, liegen derzeit im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens der IT-Kommission vor. Die Beschlussfassung ist für das erste Quartal 2019 geplant. Anschließend erfolgt die Bekanntmachung der Ausschreibung. Weiterentwicklung Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wurden nachfolgende Schritte bereits abgeschlossen: Erweiterung von Darstellungsformaten, bspw. um das Bildkarussell Neuanordnung von Inhalten und Buttons, insbesondere auf der Startseite auf Basis statistischer Auswertungen Optimierung der Suchmaschinenfunktion (u.a. Auto-Vervollständigung) Online-Bürgerbeteiligung Seit April 2018 ist das zentrale Bürgerbeteiligungsportal unter dem Motto „Mitmischen. Immer und überall.“ online. Dank des digitalen Angebots können sich die Bürger über aktuelle städtische Vorhaben informieren und sich mit anderen Nutzern darüber austauschen. In der Rubrik „Sie fragen – der OB antwortet“ können sich Interessierte überdies mit ihren Anliegen auf direktem Wege an den Oberbürgermeister wenden. Zu verschiedenen Beteiligungsverfahren konnten sich die über 470 registrierten Nutzerinnen und Nutzer bislang online einbringen, darunter städtebauliche Themen wie der Rahmenplan "Karlsruhe Neureut-Zentrum III" sowie einer Satzung für Werbeanlagen in der Innenstadt, aber auch bei der Erarbeitung einer Zukunftsvision für die Moderne Verwaltung. Eine Halbjahresbilanz über die Nutzung des Portals wurde medienwirksam im Oktober 2018 gezogen. Neukonzeption Bürgerservice Mit dem Abschluss der Diagnosephase wurde der erste Meilenstein erreicht. In der Diagnosephase wurden verschiedene Instrumente eingesetzt, um die aktuelle Dienstleistungsqualität des Bürgerservices, zu erwartende Entwicklungen und die diesbezügliche Erwartungshaltung an die Stadtverwaltung zu erfahren. Je nach Kundenkreis lassen sich deutliche Unterschiede in der Erwartungshaltung feststellen. Bei der Neukonzeption sollte deswegen sowohl der technisch affine Kunde, die Generation Z, die Zielgruppe der 40 bis 60-Jährigen, als auch die Zielgruppe, die besondere Unterstützungsleistungen durch die Behörde benötigt, berücksichtigt werden. Die technischen Entwicklungen lassen drei Trends erkennen: Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung. Aufgrund und unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse, wird nun dem Gemeinderat vorgeschlagen, in vier Teilprojekten weiter zu arbeiten: Digitales Bürgerbüro Klassisches Bürgerbüro 115 Multicenter Kundensteuerung Weißbuch Schulen Ziel des Weißbuchs Schulen ist insbesondere, Gebäude und FreiflächenderSchulen detailliert zu erfassen, Entwicklungen der Schülerzahlen darzustellen und den Zustand und den Sanierungsbedarf darzulegen. DiekonkretenInhalte desWeißbuchs wurden festgelegt. Viele Daten liegen bereits bei den beteiligten Ämtern in unterschiedlichen Datenbanken und Formaten vor. Die Zusammenführung in einer zentralen Erfassungsstelle wird geprüft. Zum Zustand der Gebäude, der verschiedenen Bauteile und technischen Anlagen liegen keine aktuellen Daten vor. Siewerden durchzwei im Rahmen des IQ-Prozessesangestellte Mitarbeiter erfasst (Arbeitsbeginn 1. Februar 2019). Die Mitarbeiter werden im ersten Quartal 2019 im Umgang mit der hierfür erworbenen Software und im Durchführen der Begehungen geschult. DerZustand der Gebäudewird mit einem„Ampelsystem“ beurteilt.Kosten für Maßnahmen können weiterhin nur nach einer detaillierten Planung verlässlich genannt werden. Angeforderte Daten zu einzelnen Gebäuden sind dann jedochjederzeit aktuell abrufbarundkönnenausgedruckt zur Verfügung gestellt werden. Durchgängige Sprachbildung ImDezember 2018 wurde bestätigt, dass der Bund eine Stelle „Bildungskoordination“ für zweiJahre fördert, die beim Büro für Integration zur Umsetzung des IQ Leitprojekts „durchgängige Sprachbildung“ eingerichtet wird. Die Stelle wurde mit Bekanntgabe der Förderung ausgeschrieben. Mit einer Besetzung kann ab Februar 2019 gerechnet werden. Ziel ist die Erarbeitung eines kommunalen Konzepts mit den Teilbereichen: Durchgängige Sprachbildung, Gestaltung der Übergänge, sprach-und kultursensible Bildungsberatung und Elternarbeit. Hierzu ist die Durchführung von Expertenworkshops und Koordinierung lokaler Sprachbildungsnetzwerke geplant, zur Entwicklung gemeinsamer Standards und Zielvorstellungen für die jeweiligen Bereiche. Stadt Karlsruhe Dezernat 3 2.3Soziale Stadt Sachstandzum IQ-Korridorthema 9| Sachstand im IQ-Themenkorridor Soziale Stadt Bunte Stadt Basis des Leitprojekts ist das Kulturkonzept 2025 mit seiner Kulturerklärung und der Grundforderung eines Rechts auf Kultur, das die kulturelle Vielfalt ebenso in den Blick nimmt wie Teilhabegerechtigkeit.Hier knüpft das Leitprojekt „Bunte Stadt“ an. Das Kulturamt hat im Frühjahr eine Leitgruppe gebildet, die den Entwicklungsprozess zum Leitprojekt inhaltlich steuertund begleitet. Das Kulturkonzept sieht vor, in regelmäßigen Abständen Kulturwerkstätten zu einem aktuellen Thema zu planen und durchzuführen. Auf Empfehlung der Leitgruppe und mit Blick auf das Leitprojekt „Bunte Stadt“ fandeinWorkshop am 14. Juli 2018 zum Thema „Diversität und Partizipation, Ziele und Strategien von Vernetzungsangeboten“ im Badischen Staatstheater statt. Mehr als 80 Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft nahmen daran teil. Die Leitgruppe hat außerdem empfohlen, mit den Erfahrungen und Ergebnissen aus dem Workshop sich dem für 2019/2020 geplanten Stadtteilentwicklungsprozess Oberreut des Amtes für Stadtentwicklung anzuschließen. Die „Bunte Stadt“ wird diesen Prozess in den nächsten zwei Jahren flankierend begleiten und gemeinsam mit der für den Prozess beauftragten Agentur nach Möglichkeiten neuer Begegnungen, Begegnungsformen und struktureller Vernetzung im Stadtteil suchen. Die „Bunte Stadt“ braucht Partnerinnen und Partner sowohl aus der Zivilgesellschaftals auch aus der Verwaltung und den (Kultur)-Institutionen. So wurden in den vergangenenWochen und Monaten Gespräche geführt–unter anderem mit der Volkswohnung, dem Umweltamt, dem Stadtjugendausschuss, dem Quartier Zukunft, dem Pflegestützpunkt und dem Badischen Staatstheater–die mögliche, sinnvolle Kooperationen zum Inhalt hatten. Das Badische Staatstheater wird sich sowohl 2019 als auch 2020 in Oberreut mit Projekten einbringen, und zwar in Kooperation mit dem Jugendhaus Weiße Rose bzw. der Anne Frank-Schule, auch das Umweltamt wird sich am Stadtteilentwicklungsprozess aktiv beteiligen. Angedockt an die Weiße Rose wird in den nächsten Monaten ein Filmprojekt mit Jugendlichen realisiert, das sich inhaltlich mit dem Stadtteil auseinandersetzt. Die Mittel kommen aus der Robert Bosch-Stiftung. Im Moment wird das Projekt „Bunte Stadt“ noch mit den personellen Ressourcen des Kulturamts getragen. Eine überplanmäßige Projektstelle im Umfang von 75 % wurde für zwei Jahre genehmigt und wird voraussichtlich ab 1. April besetzt sein. Im Dezernat 4 ist das Korridorthema „Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt Karlsruhe“ verankert. Gemeinsam mit allen dem Dezernat 4 angegliederten Ämtern und Gesellschaften wurde hierfür folgende Zielvorstellung erarbeitet: „Die Stadt Karlsruhe ist ein innovativer und international geprägter Standort mit hoher Lebensqualität, der neue Entwicklungen in der Wirtschaft und Wissenschaft aktiv fördert und nutzt.“ Durch eine erhöhte Sichtbarkeit Karlsruhes als innovative, weltoffene, internationale Stadt mit hoher Lebensqualität, durch eine stärkere regionale, nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit, durch eine leistungsfähige Infrastruktur sowie durch einen stärkeren Messe-, Kongress- und Tourismusstandort Karlsruhe soll das Ziel erreicht werden. Auf Grundlage dieser Strategien wurden folgende Leitprojekte für die Wirtschaft- und Wissenschaftsstadt Karlsruhe abgeleitet: Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd In exponierter und zentraler Lage entstehen am Hauptbahnhof neue Ansiedlungsmöglichkeiten für Unternehmen. Das Leitprojekt umfasst vier Bausteine: Die Bebauung des Hauptbahnhofs Süd „Hinterm Hauptbahnhof“ mit zwei Bürokomplexen, die Erarbeitung von Nutzungskonzepten für das städtische Grundstück in der Schwarzwaldstraße (Westgrundstück) - Ergebnisse der Konzeptausschreibung werden 2019 erwartet, der Bau eines Fernbusterminals in der Fautenbruchstraße sowie das städtische Grundstück in der Schwarzwaldstraße (ehemals Esso-Tankstelle), das aufgrund der weggefallenen Parkplätze auf dem Grundstück „Hinterm Hauptbahnhof“ momentan als Ausweichfläche für Langzeitparker genutzt wird. Innenentwicklung und Flächen Anlass dieses Leitprojekts ist der dringende Bedarf an Flächen für Wohnen und Gewerbe. Mit der Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030 hat sich die Stadt verstärkt der Innenentwicklung verschrieben. Im gewerblichen Bereich ist das Forschungsprojekt REGEKO in Grünwinkel beispielhaft. Eine städtebauliche Transformation ist entlang der Ludwig-Erhard-Allee augenscheinlich, denn hier ist die Umgestaltung einer Gewerbebrache in einen attraktiven Stadteingang in vollem Gange. An der früheren Artilleriekaserne in der Nordweststadt ist zu sehen, wie ehemals genutztes militärisches Areal in ein attraktives innerstädtisches Wohngebiet umgestaltet werden kann, mit dem Projekt „Zukunft Nord“ soll in der Nordstadt ein innovatives Stadtquartier entstehen. Aktionsprogramm Handwerk Ziel dieses Leitprojekts ist die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für das Handwerk. Im Juli 2018 startete die „Lernfabrik 4.0 Karlsruhe“. Veranstaltungen sollen den Unternehmen Themen wie Digitalisierung und Stadt Karlsruhe Dezernat 4 2.4 Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt Sachstand zum IQ-Korridorthema 11 | Sachstand im IQ-Themenkorridor Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt intelligente Produktion näher bringen und ihnen die Lernfabrik zugänglich machen. Im zweiten Quartal 2019 soll eine Handwerkererklärung verabschiedet werden, die Inhalte werden derzeit erarbeitet. Die Kreishandwerkerschaft erstellt ein Konzept für ein neues Gründerzentrum des Handwerks. Mit einer „craft.roadshow“ soll das Handwerk an Karlsruher Schulen gebracht werden. Die Pilotveranstaltung findet am 15. März 2019 an der Evangelischen Jakobusschule Karlsruhe statt. Ausbau Kongressstandort Karlsruhe Dieses Leitprojekt soll die Wettbewerbsfähigkeit und die Positionierung des Kongressstandorts Karlsruhe stärken und dessen Profil schärfen. Gegenstand des Leitprojekts ist die Bewertung der Qualität und der Zukunftsfähigkeit der Gebäude am Festplatz sowie der Festplatzoberfläche. Dies ist für Karlsruhe als Destination relevant. Darüber hinaus werden die für eine erfolgreiche Kongressvermarktung wichtigen Faktoren wie Hotels, Gastronomie, Tourismus und Kultur sowie Erreichbarkeit untersucht. Das Leitprojekt umfasst mehrere Bausteine: Derzeit ist der Baustein „Modernisierung der Stadthalle" in der Umsetzung. karlsruhe.digital Insgesamt 150 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung arbeiten an dem Ziel, den Standort Karlsruhe als Motor der Digitalisierung voranzutreiben. Im Sommer 2018 stimmte der Gemeinderat der Projektfinanzierung für den nächsten Doppelhaushalt zu – die Karlsruher Digitalwirtschaft unterstützt das Projekt in gleicher Höhe. Auf dem Innovationsfestival CODEn und der Smart City World Expo in Barcelona präsentierte sich karlsruhe.digital bereits erfolgreich. Für 2019 sind eine Bunte Nacht der Digitalisierung (Arbeitstitel) sowie weitere Fachkräftemaßnahmen (Fachkräftemessen, Imagefilm etc.) geplant. Die Stadt Karlsruhe bündelt mit dem IQ-Korridorthema „Grüne Stadt“ im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung die Strategieziele 1.eine hohe Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger in einer grünen und gesundheitsfördernden Umgebung zu erhalten und gemeinsam mit ihnen weiter zu entwickeln 2.klimaneutral zu werden und den Schutz der natürlichen Ressourcen, auch über die Stadtgrenzen hinaus, zu fördern 3.flexibel, widerstandsfähig und regenerationsfähig in Bezug auf dieanstehenden und bereits stattfindenen Herausforderungen, wie beispielsweise Klimaveränderung und wachsende Stadt, zu werden 4.die Bedeutung und Wertigkeit der „Grünen Stadt Karlsruhe“ im Bewusstsein und Handeln der Bevölkerung zu verankern. Karlsruhe stellt sich damit wichtigen aktuellen und künftigen Herausforderungen, die nurvon Bürgerschaft und Stadtverwaltunggemeinsam zu bewältigen sind. So gilt es, trotz steigendem Verkehr und zunehmender Bebauung, elementare Lebensgüter wie saubere Luft und Ruhe, Natur und Klima nachhaltig zu schützen und zu stärken. Dazu bündelt die „Grüne Stadt“ die Aktivitäten in den Handlungsfeldern Klima, Gesunde Stadt und Natur.Wälder, grüne Freiräume, Quartiere und Straßenräume sind dabei wesentliche Faktoren.Sie tragen als kühle Aufenthaltsräume bei Hitze zur Abminderung der städtischen Wärmeinselnund zur Anpassung an den Klimawandelbei, sowie–bei entsprechender Ausgestaltungsqualität–zur Förderung der Biodiversität. Zwei Ebenen sind entscheidend für die„Grüne Stadt“–einerseits die Vielzahl der städtischen Aktivitäten und deren synergiefördernde Vernetzung, andererseits die kontinuierliche Information und aktive Beteiligung der Bürgerschaft. Auf städtischer Ebene wurden in den letzten Jahren fachübergreifend bereits grundlegende Planungs-und Strategieinstrumente entwickelt. Beispielhaft sind das aktuell in Fortschreibung befindliche Klimaschutzkonzept von 2009, die Anpassungsstrategie an den Klimawandel von 2013, das Kursbuch „Grüne Stadt“oder der Freiraumentwicklungsplan 2017 zu nennen. Letztere habenzahlreiche Handlungsfelder,Projekte und visionäre Ausblicke für die „Grüne Stadt“ aufgezeigt, die nunmehr priorisiert werden. Gegenwärtig wird angesichts des fortschreitenden Artenschwundes ein Biodiversitätskonzept erarbeitet.Darüber hinaus haben zahlreiche Dienststellen und Gesellschaften eigene Projekte und Aktivitäten entwickeltoder sich stärker vernetzt, wie z.B. im Netzwerk für Natur-und Umweltbildung. Der stadtinternen Vernetzung und Weiterentwicklung dieser themenbezogenen Aktivitäten sowie einer Verbesserung ihrer gemeinsamen öffentlichkeitswirksamen Außenwahrnehmung unter dem Dach „Grüne Stadt“ dient seit 2017 das Format des Verwaltungsworkshops. Die dort vertretenenMitarbeitendenaus Dienststellen und Gesellschaften stehen auch über diesejährlich stattfindenden Treffen hinaus als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner ihrer Einrichtungen für Abstimmungen im Korridorthema „Grüne Stadt“ zur Verfügung. Entstanden ist daraus eine wertvolle Übersicht für alle Beteiligten. Stadt Karlsruhe Dezernat 5 2.5 Grüne Stadt Sachstandzum IQ-Korridorthema 13| Sachstand im IQ-Themenkorridor Grüne Stadt Weitere Beispiele sind die Nordweststadt, die im Sinne eines Musterstadtteilsder „Grünen Stadt“, auch in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein, entwickelt werden soll oder die Stärkung und der Ausbau grüner Infrastruktur im Integrierten Stadtteilentwicklungsprojekt Oberreut. Neben Ausbau und Weiterentwicklung der städtischen Beiträge und deren gemeinsamer Außendarstellung ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein zentrales Anliegen für die „Grüne Stadt“. Dazu unterstützt die Stadt gezielt Projektideen, die aus der Bürgerschaft angeregt und von ihr selbst umgesetzt werden. Denn besonderswenn sich die Menschen mit ihrer Umgebung identifizieren und eigene Gestaltungsmöglichkeiten erkennen, entwickeln sich Wertschätzung und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen für deren Schutz und Pflege. Die beiden ersten Ideenwerkstätten-im November 2016 und im Mai 2018-haben schon eine breitePalette an bürgerschaftlichen Projektideen hervorgebracht. Von den „Anpacker-Projekten“ aus der ersten Ideenwerkstatt sind die meisten bereits mit städtischer Unterstützung in die Umsetzung gegangen. Über die einzelnen Bürgerprojekte wurde zuletzt im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (AUG) am 28.09.2018 berichtet.Ihr Erfolgbasiert auf der partnerschaftlichen Zusammenarbeit städtischer und zivilgesellschaftlicher Akteure als „Ermöglicher“ und Unterstützer der Bürgergruppen, die selbst für Umsetzung und Erhalt ihrer Projekte die Verantwortung übernehmen(Beispiele sind die Maßnahmen rund um den Heidesee, die Anpflanzung eines Wäldchens in der Heidenstückersiedlung, der Führungsparcours ‚Runter vom Sofa‘ oder das Projekt ‚Kulturküche‘).Einen Überblick bietet die Internetseitegruenestadt.karlsruhe.de> Mitmachen > Ideenwerkstatt Weitere Ideenwerkstätten sollen in regelmäßigem Abstand folgen. Aber auch außerhalb dieses Formats sind Projektvorschläge jederzeit möglich. Die zentrale Anlaufstelle für die „Grüne Stadt“ ist beim Umwelt-und Arbeitsschutz eingerichtet, E-Mail:gruenestadt@ua.karlsruhe.de Zunehmend gehen dort Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern ein, die für Grünprojekte im eigenen Umfeld aktiv werden möchten, z.B. im Bereich Urban Gardening oder für Baumpatenschaften. Grünbereiche ermöglichen Erholung und Freizeit.Dochnicht alle haben einen Garten, einen Balkon oder wohnen in der Nähe eines Parkesoder eines Waldes. Auch kleine oder temporär umsetzbare Projektehelfen, Naturerfahrung für möglichst viele Menschen zu ermöglichen. Überall, wo ungenutzte oder versiegelte Areale im Stadtraum als Natur-und Regenerationsflächen erschlossen, begrünt oder neu genutzt werden können, Kindern mehr Freiraum zum Spielen geboten werden kann, entsteht ein Stück Lebensqualität. Dem Gartenbauamt fällt bei der Ermöglichung dieser Wünsche eine zentrale Rolle zu. Der beauftragte Kleingartenentwicklungsplan, der neu gestaltete Wettbewerb „Pflanzenträume/Gartenräume“ oder der EU-Antrag„Grüninseln in einer wachsenden Stadt“, der Ende Januar eingereicht wurde, sind weitere Beispiele im Korridorthema. Als wichtiges Format zur bürgerschaftlichen und fachlichen Begleitung der Entwicklungen für die „Grüne Stadt“ trifft sich die bereits an der inhaltlichen Konzeption des Korridorthemas beteiligte Begleitgruppe weiterhin, um die aktuellen Ergebnisse zu reflektieren und weitere Anregungen für den Prozess zu geben. Neben den lokalen Umwelt-und Naturschutzverbänden sowie themenbezogen arbeitendenInstitutionen und Initiativen nehmen in diesem Kreis–wie auch bei den Ideenwerkstätten–die Karlsruher Bürgervereine eine kritisch-konstruktive und positiv begleitende Funktion wahr. Die Ziele für eine nachhaltige „Grüne Stadt“ lassen sich mittel-undlangfristig nur im gemeinschaftlichen Handeln von Verwaltung und Bürgerschaft erreichen. Dazu stehen Aufgaben an wie: grüne, kleinklimatisch wirksame und ruhige Räume schützen und für alle erreichbar machen, mehr Bewegungsmöglichkeiten schaffen, Biodiversität sichernund ausbauen. Darüber hinaus will die „Grüne Stadt“ die Menschen für weitere wichtige Zukunftsthemen-wie Energie-und Ressourcenverbrauch reduzieren, Klimaschutz im Alltag leben und Anpassung an den Klimawandel-sensibilisieren. Anlässlich der anstehenden Fortschreibung des Karlsruher Klimaschutzkonzeptes wird 2019 ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit im Korridorthema auf diesem Handlungsfeld liegen. Karlsruhe besitzt mit dem Verkehrsentwicklungsplan bereits einen innovativen und integrierten Rahmenplan, der mit einem umfassenden Beteiligungsprozess entstanden ist und vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde. Dieser ist als Basis für das Korridorthema Mobilität bzw. für das kommunale Handeln mit dem Ziel einer nachhaltigen, umwelt- und bewohnergerechten Mobilität zu sehen. Aus dem Verkehrsentwicklungsplan wurden die nachfolgend beschriebenen IQ-Leitprojekte abgeleitet. Dachmarke Mobilität Mobilität ist eines der bedeutenden Zukunftsthemen der Stadt Karlsruhe. Durch Etablierung eines „Informationsportals Verkehr und Mobilität“, das zunächst umfänglich aufbereitet und anschließend beständig überprüft und aktualisiert wird, kann die Verwaltung ihre Zielsetzungen und zukunftsweisenden Projekte in diesem Bereich als „große Linie“ umfangreich, zugänglich und nachvollziehbar darstellen. Umfassende, aktuelle und passgenaue Informationen können dazu motivieren, Mobilitätsangebote an individuelle Bedürfnisse anzupassen und noch effizienter und ressourcenschonender als bisher zu nutzen. Durch die Etablierung einer Bildmarke bekommt das Thema „Mobilität“ ein einheitliches, wahrnehmbares Gesicht. Der Gemeinderat beauftragte im Anschluss an eine intensive Projektgruppenphase im April 2018 die Verwaltung mit der Umsetzung des Informationsportals auf der städtischen Webseite. Die Fachämter besetzen die entsprechenden Personalstellen. Erste Workshops zur konkreten Ausgestaltung fanden statt. Nachhaltig mobiler Stadtteil Anhand des IQ-Leitprojekts „nachhaltig mobiler Stadtteil" soll mit dem Pilot-Stadtteil Zukunft Nord durch gezielte Förderung von stadtverträglichem Mobilitätsverhalten ein attraktives und gesundes Wohnumfeld entstehen. Insbesondere geht es dabei darum, eine hohe Attraktivität des Umweltverbundes zu gewährleisten und gleichzeitig zu ermöglichen, auf Autofahrten und sogar auf Autobesitz zu verzichten. Das IQ-Leitprojekt bzw. die Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts für Zukunft Nord ist in das umfassende Bebauungsplanverfahren mit quervernetzte Abstimmungs- und Beteiligungsabläufen integriert. Aktuell hat der Planungsausschuss dem Mobilitätskonzept im September 2018 zugestimmt. Zudem wurde das Mobilitätskonzept der Öffentlichkeit im Zuge der frühzeitigen Beteiligung im Oktober 2018 vorgestellt und kann nun weiterbearbeitet und konkretisiert werden. Stadt Karlsruhe Dezernat 6 2.6 Mobilität Sachstand zum IQ-Korridorthema 15 | Sachstand im IQ-Themenkorridor Mobilität Fahrradstadt Karlsruhe Der Gemeinderat hat 2005 einstimmig das 20-Punkte-Programm zur Radverkehrsförderung beschlossen. Es beinhaltet messbare Ziele und konkrete Maßnahmen. Ein messbares Ziel besteht in der Steigerung des Radverkehrsanteils auf 23% zu Lasten des Kfz-Verkehrsanteils. Es wurde 2012 erreicht. Mit dem ISEK wurde 2012 vom Gemeinderat die Messlatte für den Radverkehrsanteil auf 30 % bis zum Jahr 2020 erhöht. Als konkrete Maßnahme werden Planung und Bau von jährlich zwei durchgehenden städtischen Radrouten gefordert. Zusätzlich hat der Planungsausschuss 2017 die Verwaltung beauftragt, das RadNETZ BW bis zum Jahr 2025 umzusetzen. Der Gemeinderat hat 2018 beschlossen, Tiefbauamt und Stadtplanungsamt jeweils eine neue halbe, unbefristete Stelle für die Radverkehrsförderung zur Verfügung zu stellen. Tiefbauamt, Stadtplanungsamt und Ordnungs- und Bürgeramt haben den Planungsstau ermittelt und darüber hinaus zusätzlich zeitlich befristete IQ-Projektstellen für die Fahrradstadt Karlsruhe beantragt. Sobald diese bewilligt und besetzt sind, sind die Voraussetzung gegeben, die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Die Verwaltungs-und Managemententwicklung forciert und unterstützt proaktiv die strategische, inhaltliche und methodische Umsetzung und Weiterentwicklungder IQ-Arbeitsweise sowie die einzelnen IQ-Korridore und ihre Leitprojekte. In dieser Rolle evaluiert sie die IQ-Arbeitsweise fortlaufend,in dem sie in regelmäßigen IQ-Netzwerktreffenundzum Teilmit externer Unterstützung Rückmeldungen durch die IQ-Akteurinnen und Akteure einholt. Da die IQ-Arbeitsweise bewusst als lernender Prozess angelegt ist, führen die Rückmeldungen seit Einführung sukzessive zu Anpassungen und Weiterentwicklungen der Arbeitsweise und Struktur. Rückmeldung aus den IQ-Leitprojekten Die IQ-Leitprojekte sind in ihrem Projektfortschritt unterschiedlich weit. Ein Leitprojekt ist bereits abgeschlossen und nun in der Verstetigung, einige wenige sind noch in der Konzeptionsphase und die Mehrheit der Leitprojekte befindensichamAnfang ihrer Umsetzungsphase. Je nach IQ-Korridor findet eine mehr oder weniger starke Verzahnung der einzelnen IQ-Leitprojekte statt. Mittlerweile setzen 15 der 23 IQ-Leitprojekte agile Arbeitsmethoden in ihrer Projektarbeit ein und berichten von positiven Effekten. Darüber hinaus arbeiten bereits einige Leitprojekte innerhalb einer agilen Projektstruktur mit bereichs-und fachübergreifenden Projektteams. Solche Projektteams dürfen, losgelöst von der üblichen Hierarchie, auf Arbeitsebene zielgruppengerechte Entscheidungen zeitnah und eigenständig treffen und übernehmen dann unmittelbar eine bereichsübergreifende Umsetzung: Das spart Zeit und Aufwände. Daneben bilden sich in den Rückmeldungen aus den IQ-Leitprojekten auch die organisations-und systemimmanenten Arbeitshemmnisse ab, die unabhängig von der IQ-Arbeitsweise bestehen.Zum BeispielteilweiseerlebtePersonal-und/oder Ressourcenknappheit, mangelnde Zielklarheit oder nichtaufgelöste Zielkonflikte sowie eine in manchen Bereichen führungskulturelle Gegenläufigkeit zur quervernetzen, hierarchiearmen, offenen und iterativen IQ-Arbeitsweise. Rückmeldung aus den IQ-Korridoren Die Arbeit und Herangehensweise in den IQ-Korridoren ist recht unterschiedlich ausgeprägt. DieStabsstelleVME unterstützt hier bei der Umsetzung und Einhaltung von zielführenden Mindeststandards wie die regelmäßige Kommunikation zu Projektfortschritten, Einbindung einer hinreichend breiten fach-und bereichsübergreifenden Expertise in den Projektgruppen, Abstimmung und Koordination der Projektaktivitäten jeweils innerhalb der IQ-Korridorthemen und zwischen allen sechs IQ-Korridorthemen. Stadt Karlsruhe Verwaltungs-und Managemententwicklung(VME) 3.DieIQ-Arbeitsweise Sachstand zur Implementierung 17| Die IQ-Arbeitsweise: Sachstand zur Implementierung Nahezu alle IQ-Korridorthemen verfügen mittlerweile über eine bereits laufendeoderangedachte Kommunikationsstrategie: Zukunft Innenstadt:„Highlight Innenstadt“als laufende und abgestimmte Kommunikationsmaßnahme Moderne Verwaltung:Eine abgestimmte Kommunikationsstrategie steht kurz vor der Ausschreibung zur Umsetzung durch eine Kommunikationsagentur Wirtschafts-und Wissenschaftsstadt:Eine Kommunikationsstrategiebefindet sich in der finalen Abstimmung. Maßnahmen sind für 2019 geplant. Grüne Stadt:Die Marke „Grüne Stadt“ist etabliert und wird mit Kommunikations-und Beteiligungsformaten fortgeführt Mobilität:Überlegungen zu einer „Dachmarke Mobilität“sind in Arbeit Unterstützung der IQ-Arbeitsweise Um die quervernetzte und innovative Arbeitsweise zu unterstützen,wurden seit ihrer Einführung die Rahmenbedingungen hierfür kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt. Dies geschah in enger Abstimmung mitunddurchRückmeldungen derIQ-Akteurinnenund Akteure, insbesonderederProjektkoordinierenden. Folgendes wurdezur Unterstützung bestmöglicher Ergebnisse in den IQ-Leitprojekten eingeführt: Als Pilot im neuen Intranet wurden digitale Arbeitsräume für den Austausch innerhalb dereinzelnen Leitprojektteamsund zur Transparenz zwischen den IQ-Leitprojekten eingeführt. Herzstück ist hier eine sogenannte „Timeline“, mit der Terminplanungen gesamtstädtisch abgestimmt werden können. Um die IQ-Arbeitsweise methodisch umzusetzen, wurde durch die Verwaltungs-und Managemententwicklung (VME) der Einsatz agiler Arbeitsmethoden–diezum BeispielGesprächsformate schlanker, bereichsübergreifende Aufgabenteilung übersichtlicher, Entscheidungsfindungen zielgruppenorientierter machen–proaktiv beworben und unterstützt. Mittel hierzu sind Beratung, konkretes Ausprobieren in Workshops, Best Practices, Austausch mit Experteninnenund Expertensowie Schulungsangebote. Die IQ-Arbeitsweise setzt eine strategisch abgestimmte Außen-und Innenkommunikation voraus. Die Außenkommunikation wurde intensiviert durch Pressearbeit, Marketing-Maßnahmen, das digitale Bürgerbeteiligungsportal sowie Beteiligungs-und Mitgestaltungsformate. Die Innenkommunikation der IQ- Leitprojekte wurde gestärkt und unterstützt durch die regelmäßigen IQ-Netzwerktreffen, den pilothaften Aufbau von IQ-Teamräumen samt einer Managementebene im neuen Intranet sowie dieprojektbegleitende Vorstellung von IQ-Themen in der Mitarbeiterzeitung und im Intranet. Viele Akteurinnen und Akteure tragen hier Verantwortung und verzahnen sich im Sinne quervernetzter Arbeitsweise. Für bereichsübergreifende Aufgaben (etwaAußenkommunikation) und damit verbundene Ausgaben in den IQ-Leitprojekten wurde ein zentrales Budget–durchBündelung vorhandener Budgets–bei der VME eingerichtet; diese berät und achtet auf eine gesamtstädtisch Abstimmung. Im Weiteren sind die angedachten Kommunikationskonzepte abzuwarten. Nachdem sowohl aus den IQ-Leitprojekten als auch aus den IQ-Korridoren konkrete Unterstützungsbedarfe und punktuelle Überlastung rückgemeldet wurden, wurdenzweiProjektstellen (2.0 VZW) für IQ-Unterstützungskräfte geschaffen. Diese sind nun phasenweise in einzelnen Projekten aktiv und unterstützen konkret bei arbeitsintensiven Projektabschnitten. Zudemwurde eineProjektstelle im Umfang von 1,0 VZW für den Einsatz als Prozesslotse/in geschaffen; hier soll die IQ-Arbeitsweise in den Leitprojekten methodisch,beispielsweisedurch Moderation, Training on The Job, Scrum, Beratungsangebote und Ähnlichesunterstützt und weiter implementiert werden.Diese sind seit Dezember 2018 tätig; erste Erfahrungen zeigen hier, dass solch fachübergreifende Kräfte von den Fachbereichen und Dezernaten gut angenommen werden und einen sinnvollen Entwicklungs-und Entlastungbeitrag fürdieGesamtverwaltung, dieIQ-Korridoreund Leitprojekteleistenkönnen. 18| Die IQ-Arbeitsweise: Sachstand zur Implementierung Mit Blick auf die inmanchenFachbereichen stark angespannte Personalsituation wurden bei einigen IQ-Leitprojekten fachspezifische Projektstellen geschaffen, um dengewünschtenProjektfortschritt sicherzustellen und denProjekterfolgnicht zu gefährden; verwaltungsweit insgesamt im Umfang von 15 VZW. Um der innovationsförderlichen und quervernetzten Arbeitsweise tatsächlich Raum zu geben, wurde ein verwaltungsinternes „Zukunftslabor“ eingerichtet. Begleitet von den Prozesslotsen der VME steht dieses allen IQ-Leitprojekten und Dienststellen der Stadtverwaltung für unterschiedlichste innovationsförderliche Arbeitsformate zur Verfügung. Dieses deutschlandweitErste seiner Artwird von derFachwelt aufmerksam begleitet und dient bereits jetzt alsbundesweitesBest Practice.
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Extrahierter Text
NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 39. Sitzung Hauptausschuss Termin: 19. März 2019, 16:30 Uhr öffentlich Ort: Großer Sitzungssaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 1. Punkt 1 der Tagesordnung: Monitoring der IQ Arbeitsweise Vorlage: 2019/0132 Beschluss: Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring zur IQ-Arbeitsweise zur Kenntnis. Abstimmungsergebnis: zur Kenntnis genommen Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung, begrüßt die Anwesenden, teilt die Namen der ent- schuldigt fehlenden Stadträtinnen und Stadträte mit und verweist auf die rechtzeitig zuge- gangene Einladung zur Sitzung. Zudem weist er daraufhin, dass zur gemeinsamen Behand- lung des Tagesordnungspunktes 3 auch der Bauausschuss eingeladen worden sei. Anschließend ruft er Tagesordnungspunkt 1 zur Behandlung auf. Stadtrat Pfannkuch (CDU) äußert, seine Fraktion und er seien von dieser IQ-Denkweise und dem Prozess überzeugt worden. Dies sei nicht von Anfang an gewesen. Für den nächsten Monitoringbericht wünsche er sich, dass weitere Punkte in die Betrach- tung einfließen und textlich aufgearbeitet werden. Er wolle eine Darstellung, die selbstkri- tisch die neue Vorgehensweise mit der alten Vergleiche und die Vor- und Nachteile der Prozesse aufzeige. Ebenso bitte er darum, zu jedem Thema darzustellen, was gut und schlecht gelaufen sei. Des Weiteren erhoffe er sich eine grafische Darstellung mittels einer Zeitachse, die aufzeige, wo man mit den einzelnen Projekten stehe und wie die weiteren Planungen seien. Abschließend erkundigt er sich nach den personellen Konsequenzen, auch aus haushaltstechnischer Sicht. Stadtrat Marvi (SPD) erklärt, auffällig bei dieser sehr umfangreichen Vorlage sei, dass es eine ganz unterschiedliche Darstellung der Themen (Inhalt, Aufbereitung, Form) zwischen den Dezernaten gebe. Seines Erachtens stehe IQ für eine Standardisierung und Normierung von Arbeitsprozessen. Der nächste Bericht könne hierfür beispielhaft sein. Auch er befürworte einen Meilensteinplan für die einzelnen Dezernate und Strategien, um aufzeigen zu können, in welchen zeitlichen Abständen bestimmte Meilensteine erreicht - 2 - werden. Auch könne er sich zusätzlich eine Art Ampelsystem vorstellen, welches aufzeige, wo laufe etwas gut und wo nicht. Außerdem wolle er gerne wissen, inwieweit man innerhalb der Dezernate von Benchmarks lerne und in einen Austausch zwischen den Dezernatsbereichen trete. Er führt beispielhaft das Projekt der Stadthalle auf, mit dem man sehr viel Pech hatte. Stadtrat Honné (GRÜNE) lässt wissen, seine Fraktion habe man am Anfang nicht vom IQ- Prozess überzeugen müssen. Es seien alles moderne Themen, deren Bearbeitung man ger- ne unterstütze und befürworte. Seine Fraktion habe lediglich Bedenken gehabt, ob der Prozess mit dem bestehenden Per- sonal umzusetzen sei. Mittlerweile habe sich gezeigt, dass mehr Personal und Geld nötig werde, aber das gebe seine Fraktion gerne aus, weil man sehe, dass sehr viel dabei rum- komme. Die Digitalisierung der Verwaltung möchte er heute nochmals besonders hervorheben. Er bekomme immer wieder mit, dass noch sehr viel Papier produziert werde, obwohl in die- sem Bereich deutlich effizienter gearbeitet werden könne. Mittelfristig könne man durch eine Digitalisierung auch Personalressourcen freisetzen. Auch er hält einen Meilensteinplan für wichtig und richtig. Am Ende zähle jedoch das Er- gebnis. Stadtrat Hock (FDP) stellt entgegen, ob es durch die IQ-Arbeitsweise für die Ämter schneller, besser und einfacher werde, müsse sich erst noch zeigen. Er sei noch nicht zu hundert Prozent überzeugt. Die IQ-Arbeitsweise werde auf alle Fälle personalintensiver und damit auch haushaltstechnisch zu Buche schlagen. Aber nichtsdestotrotz denken seine Fraktion und er, dass ein richtiger Weg eingeschlagen worden sei. Der Vorsitzende nimmt die Anregungen und Wünsche für die nächste Berichterstattung im Jahr 2020 gerne auf. Er wolle aber darauf hinweisen, dass es zwar Leitprojekte gebe, aber der wesentliche Kern der IQ-Arbeitsweise in der Umstellung von Prozessen und Abläufen liege. Die Arbeitsweise solle natürlich weitergeführt werden, auch wenn ggf. bestimmte Leitprojekte abgeschlos- sen werden. Auch neue Projekte sollen dementsprechend angegangen werden. Er sagt zu, die Evaluation so anzureichern, dass eine selbstkritische Analyse mit Vor- und Nachteilen aus den einzelnen Erfahrungen beigesteuert werde. Das werde man nicht für alle Projekte bis ins Detail schaffen, aber exemplarisch für große Projekte. Auch eine Ge- samtbewertung müsse machbar sein. Ebenfalls sollen die Laufzeiten der einzelnen Projekte eingearbeitet werden. Hinsichtlich der Auswirkungen aufs Personal warne er vor einer frühzeitigen Interpretation. Bei der Stabstelle VME sollen auch Themen wie Klimacheck, Führungskräfteentwicklung sowie Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit abgebildet werden. Diese Personalanteile seien hier zusammengeführt worden und haben zunächst nichts mit dem IQ-Prozess zu tun. - 3 - Er persönlich glaube, dass in der Tat nicht alles einfacher werde. Das sei auch nicht der An- spruch gewesen. Aber es solle einfacher werden, zu einem abgestimmten Ergebnis zu kommen. Für die Beteiligten sei das Prozedere erstmal anstrengender, weil eine andere Prozesskultur abverlangt werde, die eingeübt werden müsse. Aber dadurch, dass viele ver- schiedene Arbeitsprozesse in regelmäßigen Runden miteinander abgestimmt werden, komme man schneller zu Ergebnissen. Es laufen nicht mehr verschiedene Projekte zu glei- chen Themen nebeneinander her. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, lässt er über die Informationsvorlage abstimmen und stellt einstimmige Kenntnisnahme fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten - 15. April 2019