Bäderzeiten im Fächerbad für SG Wasserball Durlach/Ettlingen
| Vorlage: | 2019/0122 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 13.02.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Grötzingen, Neureut |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich)
Datum: 26.03.2019
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: verwiesen in Fachausschuss
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister INTERFRAKTIONELLER ANTRAG SPD-Gemeinderatsfraktion FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2019/0122 Bäderzeiten im Fächerbad für SG Wasserball Durlach/Ettlingen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.03.2019 31 x Die Verwaltung stellt der SG Wasserball Durlach/Ettlingen ein bis zwei Trainingszeiten pro Wo- che (18-20 Uhr) im Fächerbad zur Verfügung. Sachverhalt/Begründung: Die Startgemeinschaft Wasserball Durlach/Ettlingen hat vor ca. zwei Jahren mit dem Aufbau einer Wasserball-Jugendmannschaft begonnen. Heute gehen etwa 30 Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren in der U14 Oberliga Baden-Württemberg für die SG Wasserball Durlach/Ettlingen an den Start. Die beiden Stammvereine sind der Durlacher Schwimmverein und der SSV Ettlin- gen. Im Rahmen des U14 Pokalturnier Baden-Württemberg wurde der SG erst kürzlich das Zertifikat als "Wasserball Talentstützpunkt Baden-Württemberg" verliehen. Drei der Jugendspieler sind mittlerweile im Perspektivkader Baden-Württemberg, weitere auf dem Sprung dorthin. Momentan trainieren die Kinder dienstags im Lehrschwimmbecken des Ettlinger Albgaubads und gelegentlich an Wochenenden im Grötzinger Hallenbad. Dort finden auch die Heimspiele statt. Um sportlich konkurrenzfähig zu sein, weiteren Kindern den Zugang zu diesem Sport zu ermög- lichen und mittelfristig den Wasserballsport wieder in Karlsruhe zu etablieren sind die Vereine jedoch dringend auf zusätzliche Bäderzeiten angewiesen. Trainingszeiten für Kinder in der Zeit von 20-22 Uhr sind allerdings nicht zumutbar, vor allem, wenn sie am nächsten Tag Unterricht haben. Auch die Heimspiele werden nicht auf Dauer im Grötzinger Hallenbad stattfinden können (das offizielle Wasserballfeld hat eine Größe von 30x20 Metern). Eine Anfrage der FDP in der Januar-Gemeinderatssitzung zu Trainingszeiten für die Wasserball- jugend im Fächerbad wurde zu unserem großen Unverständnis abschlägig beschieden. Der Belegungsplan des Fächerbades weist einige freie Bäderzeiten im Schwimmer – sowie im Springerbecken aus. Ideal für das Wasserballtraining wäre 1 Stunde eine Bahn im 50m Becken zum Schwimmtraining und danach 1 Stunde im Springerbecken für das Balltraining; wobei für das Schwimmtraining schon eine Bahn ausreichend wäre. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Warum angeblich aus Sicherheitsgründen kein Wasserball im Fächerbad möglich sein sollte, erschließt sich uns ebenso wenig, zumal es in früheren Zeiten immer möglich war. Die Fenster- scheiben sind jedenfalls schusssicher und der Bereich zur Cafeteria könnte wie damals mit ei- nem Netz geschützt werden. Auch wie der Belegungsplan des Fächerbades zustande gekommen ist, wie viele und welche Vereine oder andere Gruppen dort Bäderzeiten haben und ob der Plan regel-mäßig angepasst und überarbeitet wird, ist leider überhaupt nicht transparent. unterzeichnet von: Parsa Marvi Irene Moser Sibel Uysal Tom Høyem Thomas H. Hock Karl-Heinz Jooß
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum interfraktionellen Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2019/0122 Dez. 3 Bäderzeiten im Fächerbad für SG Wasserball Durlach/Ettlingen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.03.2019 31 x Kurzfassung Belegungszeit für Wasserball im Fächerbad ist aus technischen Gründen, der hohen Belegungs- dichte und des starken öffentlichen Badebetriebs nicht möglich. Eine Ausweitung der Bele- gungszeiten im Hallenbad Grötzingen durch Kooperationen mit anderen Vereinen oder durch Intensivierung der Wochenendtermine ist durch die Startgemeinschaft zu prüfen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein X Ja abgestimmt mit Fächerbad GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Das Fächerbad ist in der Bäderlandschaft Karlsruhe als eins von zwei Schwerpunktbädern positi- oniert, das einen starken öffentlichen Badebetrieb aufweist. Es deckt einen Großteil des Schul- schwimmens einschließlich der umfangreicheren Trainingszeiten des Otto-Hahn Sportgymnasi- um (OHG) und den Leistungssport, insbesondere in den Bereichen Schwimmen, Springen und Synchronschwimmen ab. Seit der Wiedereröffnung nach der Sanierung und Weiterentwicklung zum Kombibad sowie der Tarifumgestaltung hat das Bad steigende Besucherzahlen. Eine weitere Einschränkung der Zei- ten für den öffentlichen Badebetrieb zugunsten der Sportbelegung ist deshalb nicht möglich. Im Fächerbad trainieren neben dem OHG derzeit 10 Vereine, darunter die trainings- und zeitin- tensiven Leistungsschwimmer der Schwimmgemeinschaft Region Karlsruhe und die große Was- serflächen benötigenden Sportarten Synchronschwimmen und Unterwasserrugby. Durch G8 und den Ausbau der Ganztagsschulen haben sich die optimalen Trainingszeiten verkleinert. Dies hatte eine höhere Belegungsdichte zur Folge, sodass größere Wasserflächen für das Balltraining im Fächerbad nicht zur Verfügung stehen. Das Fächerbad ist das einzige Bad in Karlsruhe, das in der Halle ein separates Springerbecken hat. Deshalb ist der Leistungsstützpunkt Springen im Fächerbad angesiedelt. In Neureut und Grötzingen ist das Springen ins Schwimmerbecken nur möglich bei gleichzeitiger erheblicher Einschränkung der Schwimmmöglichkeit. Dies hat zur Folge, dass dort Springen nur ausnahms- weise erlaubt ist. Das Alleinstellungsmerkmal des „Indoor“ Springens darf nicht weiter einge- schränkt werden, zumal aufgrund des hohen Belegungsdrucks bereits zeitweise das Becken für Kurse und Sport genutzt wird. Im Übrigen ist das Springerbecken zu klein für adäquates Ball- training und entspricht nicht der Norm für Wasserball. Auch technisch ist das Fächerbad für Wasserball ungeeignet. Die über eine halbe Tonne schwe- ren, beweglichen Scheiben um das Cabriobecken sind nicht wurfsicher. Entsprechende Fang- netze würden den gewünschten „Freibad-Effekt“ zerstören und wären aufwändig zu installie- ren. In der Schwimmhalle, die mit einer Holzdecke versehen ist, wurde im Rahmen der Brand- schutzertüchtigung in rund 4m Höhe Linearmelder angebracht, die durch Ballwürfe Alarm aus- lösen könnten. Im Gegensatz zu früher wird das Balltraining während des öffentlichen Badebetriebs wegen der erhöhten Unfallgefahr durch den harten Kunststoffwasserball (Umfang rd. 70cm) vom Badbe- treiber nicht mehr zugelassen. Die Schwimmsportbelegung folgt in der Grundkonzeption dem Prinzip des „Heimatbades“. Nur in diesem findet das Training statt. Das Hallenbad Grötzingen bildet als Gruppenbad, das priori- tär Schulen und Vereinen zur Verfügung steht, eine Ausnahme. Die Heimatbäder der Startge- meinschaft Durlach/Ettlingen des 1. Durlacher Schwimmvereins und des SSV Ettlingen sind das Weiherhofbad in Durlach und das Albgaubad in Ettlingen. Das Wasserballtraining der Startgemeinschaft findet im Hallenbad Grötzingen und in Ettlingen statt. Das Becken in Grötzingen ist hinsichtlich der Größe nach §316 Wettkampfbestimmungen des DSV (Deutscher Schwimm-Verband) für Wasserball geeignet. Aufgrund der hohen Belegungsdichte kann das Jugendtraining im Hallenbad Grötzingen nur an Samstagen und Sonntagen angeboten werden. Dies hat die SG 2018 insbesondere samstags an 16 Wochenenden in Anspruch genommen. Eine Ausweitung an den Wochenenden wäre mög- Ergänzende Erläuterungen Seite 3 lich. Unter der Woche findet ein regelmäßiges Training immer donnerstags ab 20 Uhr statt. Eine Ausweitung dieser Belegungszeit unter der Woche wäre nur durch eine entsprechende Reduzie- rung der Belegungszeit anderer Vereine (aufgrund des großen Wasserflächenbedarfs wären i.d.R. mehrere Vereine betroffen) möglich. In wie weit Kooperationen möglich sind, wäre durch die SG zu prüfen. Die Gründe warum bisher nur in Karlsruhe Jugendtraining angeboten wird und nicht auch in Ettlingen entzieht sich der Kenntnis. Reines Schwimmtraining ohne Ball ist im Rahmen der mehrmaligen Trainingszeiten des 1. DSV im Weiherhofbad bzw. in Kooperationen mit anderen Vereinen eventuell auch in Grötzingen möglich. Im Fächerbad könnte Leistungsschwimmtraining im Rahmen der Schwimmgemein- schaft Region Karlsruhe geprüft werden. Voraussetzung wäre, dass der 1.DSV, der vor einiger Zeit ausgetreten ist, wieder der Schwimmgemeinschaft angehört.
-
Extrahierter Text
Niederschrift 62. Plenarsitzung des Gemeinderates 26. März 2019, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 30. Punkt 31 der Tagesordnung: Bäderzeiten im Fächerbad für SG Wasserball Dur- lach/Ettlingen Interfraktioneller Antrag: SPD, FDP Vorlage: 2019/0122 Beschluss: Verwiesen in den Bäderausschuss Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Die Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 31 zur Behandlung auf. Stadträtin Uysal (SPD): Ich habe aus Interesse den Suchbegriff „Wasserball Karlsruhe“ eingegeben und habe folgende Suchergebnisse erzielt: „Wasserball ist seit 1900 eine olympische Sportart.“ Jetzt wird es interessant: „Wasserball ist eine Wassersportart, die im Kreis Karlsruhe immer seltener betrieben wird. Dann habe ich noch folgendes Suchergebnis erzielt: Erst seit zwei Jahren können die Wasserballer wieder eine Jugendmannschaft in Karlsruhe stellen. Seit Kurzem ist die SG Durlach/Ettlingen zusätzlich zum ersten Talent- stützpunkt in Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Drei der Jugendspieler sind mitt- lerweile im Perspektivkader Baden-Württemberg. Jetzt wird wieder eine erfolgreiche Nachwuchsmannschaft der Wasserballer ins Leben gerufen.“ Genau aus diesem Grund erfolgt dieser Antrag, damit der Erfolg anhalten und sich der Wasserballsport etablieren kann, brauchen die Wasserballer für die Jugend weitere verträg- liche Trainingszeiten. Angedacht war von uns das Fächerbad, weil dort die Wasserballer früher trainiert haben. Die Antwort der Verwaltung ist für uns leider nicht zufriedenstel- lend. Wir sind der Überzeugung, dass hier eine Lösung gefunden werden muss, und dass zusätzliche Trainingszeiten im Fächerbad ermöglicht werden müssen. Nach unserem Wis- sen ist es so, dass donnerstags abends von 18 Uhr bis 20 Uhr das Springerbecken im Fä- cherbad nicht belegt ist. Abschließend möchte ich zu meinem Suchergebnis zurückkom- – 2 – men, das lautet: „Wasserball ist eine Wassersportart, die im Kreis Karlsruhe immer seltener betrieben wird.“ Wir wünschen uns mittelfristig, dass dieser Satz folgendermaßen lautet: Wasserball ist eine Wassersportart, die im Kreis Karlsruhe erfolgreich etabliert ist. Deshalb liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte Sie ermutigen und fordere Sie jetzt auf: Lassen Sie uns gemeinsam sportlich diesen Weg bestreiten, und unterstützen Sie diesen Antrag! Unterstützen Sie den Wasserballsport vor Ort hier in Karlsruhe! Stadträtin Anlauf (GRÜNE): Wir befürworten den Einsatz von SPD und FDP für die Was- serballjugendmannschaft, weil wir alles dafür tun müssen, das sportliche Engagement von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Der Antwort der Verwaltung schließen wir uns an, denn die Antwort geht unserer Meinung nach differenziert auf den Antrag ein und ist in sich schlüssig. Es wird auch gesagt, dass das Springerbecken im Fächerbad für Wasser- ball nicht groß genug sei. Es wäre interessant zu klären, warum in Ettlingen kein Jugend- schwimmen stattfindet. Stadtrat Wohlfeil (KULT): Wir begrüßen den Antrag auch und sind der Meinung, dass es auch ordentliche Trainingsverhältnisse für Wasserball in Karlsruhe geben muss. Wir wen- den allerdings auch ein, dass auch private Nutzer zunehmend Probleme mit dem Fächerbad haben, das hat mit den sehr begrenzten Flächen und Zeiten zu tun, und dass es kaum noch genug Möglichkeiten für alle Sportmannschaften gibt, auch für die privaten Nutzer, die so zum Schwimmen ins Fächerbad gehen. Von daher möchten wir das unterstützen, dass auf jeden Fall Lösungen hier gefunden werden, aber generell unterstützen wir den Antrag. Stadtrat Hofmann (CDU): Ich denke, Frau Stadträtin Uysal hat das Wichtige in der gan- zen Sachlage gesagt. Natürlich ist es richtig, wie die Verwaltung schreibt, dass die Sicher- heit dort Vorrang hat. Von daher ist für uns auch klar, dass ein Wasserballbetrieb in dem Fünfzigmeter-Becken bei gleichzeitigem Schwimmbetrieb nicht machbar ist. Das ist einfach so mittlerweile, da haben sich auch Zeiten geändert. Was wir nicht verstehen, ist dieses aus der Antwort herauslesen, diese ständigen Begründungen, warum etwas nicht möglich ist. Die SPD und FDP schreiben in ihrem Antrag klar, wo sie etwas wollen, und in der Begrün- dung steht, dass es im Bereich des Cabriobeckens keine schusssicheren Scheiben gibt. Das weiß doch jeder, das brauche ich nicht in die Begründung zu schreiben. Daher suggeriert die Antwort der Verwaltung schon, man möchte dies nicht unbedingt. Ich finde schon, das Fächerbad wäre dafür geeignet, und deshalb ist es für mich nicht ganz schlüssig. Das Fä- cherbad ist ein Bad für Schul- und Leistungssport und von daher passt Wasserball, gerade wenn sie aufstrebend sind und eben auch die entsprechenden Kaderzahlen haben, dort schon rein. Ich denke schon, dass man dies im Springerbecken machen kann, da soll auch kein Spiel stattfinden, so steht es in der Vorlage als auch in der Antwort der Verwaltung, die sich zum Teil nicht widersprechen. Darin steht, dass die Spiele im Bad in Grötzingen ausgetragen werden. Sie brauchen eine Fläche zum Trainieren, und ich denke, dass das Springerbecken schon geeignet wäre. Wir haben uns auch erkundigt, es wäre durchaus machbar, diese Zeit jeden Donnerstag von 18 Uhr bis 20 Uhr in dem Springerbecken für die Wasserballer zu reservieren. Wir würden uns dafür einsetzen, dass wir auch diese Zeit probeweise zur Verfügung stellen, um zu sehen, ob es entsprechend machbar ist, dass wir dem Wasserballsport wieder eine Möglichkeit geben, hier entsprechend Fuß zu fassen, um sich hier weiterzuentwickeln. Stadtrat Hock (FDP): Jetzt möchte ich noch in die emotionale Schiene einschwenken, weil mir das wichtig ist. Wenn man den Jugendlichen in ihrem Engagement zuschaut, dann ist – 3 – man begeistert. Man muss das wirklich ganz offen und klar sagen. Wenn man sieht, wie sich die Elternteile einsetzen, dass Wasserballspielen in unserer Stadt wieder nach vorne kommt, kann man das ehrenamtliche Engagement nur hoch genug ansiedeln. Wir haben eigentlich immer gehofft, dass die Sportstadt Karlsruhe, die wir doch sind und uns immer und oft auf die Fahnen schreiben, zusammen mit den Wasserballern eine Lösung sucht. Dies wurde leider Gottes, auch mit Anfragen, die wir gestellt haben, und in verschiedenen Gesprächen, einfach immer ignoriert. Man muss es ganz klar und deutlich sagen, ich weiß nicht wieso. Ich kann es nicht nachvollziehen. Der Bürgermeister wird uns nachher wahr- scheinlich erklären, warum es so ist, aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin froh und dankbar, dass wir heute hier im Rat auch eine Mehrheit für dieses Engagement hinbe- kommen. Es kann nicht sein, dass es früher möglich war, und man jetzt sagt, die Scheiben wären das Problem. Das Fächerbad hat inzwischen mehr Fläche. Entschuldigen Sie bitte, aber Kollege Hofmann hat, mit dem, was er sagt, komplett recht. Es gab auch früher schon Scheiben, und da hat man Netze aufgehängt, das war kein Problem, das ist definitiv kein Argument, um das abzulehnen. Wir sind froh und dankbar, dass wir diesen Antrag zusammen gestellt haben, und hoffen, dass die Verwaltung versucht, eine Möglichkeit zu schaffen, um es im Fächerbad für die Wasserballer hinzubekommen. Alles andere wäre eigentlich irrsinnig, wenn man sieht, dass die Wasserballer jetzt Talentstützpunkt Baden-Württemberg sind und einige auf dem Sprung sind, richtig in die Linie zu kommen, sodass man sagen kann, wir sind stolz auf unsere Wasserballer hier in Karlsruhe. Ich möchte stolz darauf sein, des- halb liebe Verwaltung, lasst uns dieses Problem im Fächerbad lösen. Herr Bürgermeister Lenz, ich denke, dass Sie als Sportbürgermeister dafür auch ein Herz haben müssen. Stadtrat Kalmbach (FÜR Karlsruhe): Herr Oberbürgermeister, ich möchte nur eine Frage stellen. Sie haben 51 Tagesordnungspunkte heute, ist es tatsächlich die Aufgabe des Ge- meinderates, an dieser Stelle eine solche Frage zu entscheiden? Es wurde uns immer ge- sagt, dass wir für das Operative nicht zuständig sind. Wenn wir diese Fragen hier alle klä- ren wollen, kommen von überall solche Anträge hier rein, und wir gehen am Abend nicht mehr hier raus. Deswegen meine Frage. Stadtrat Fostiropoulos (Die Linke): Ich wollte etwas entsprechend ergänzen und sagen, die Antragsteller haben es scheinbar vorher selbst versucht und sind eben gegen Wände gestoßen und haben deshalb das Thema in den Gemeinderat getragen. Ich denke, das hät- te auch eine Stufe weiter unten gelöst werden können. Alle genannten Argumente er- scheinen uns auch schlüssig, wir würden den Antrag auch unterstützten. Der Vorsitzende: Die Argumente sind, dass es wassersportbegeisterte Kinder und Jugend- liche und begeisterte Eltern gibt, das hat von uns auch niemand in Abrede gestellt. Die Ar- gumente sind, dass die dringend Trainingsmöglichkeiten brauchen, das hat auch niemand in Abrede gestellt. Was wir in Abrede stellen und schlüssig darstellen, dass es bei der der- zeitigen Belegung und technischen Ausstattungen im Fächerbad nicht geht. Das wollen Sie nicht zur Kenntnis nehmen, sondern Sie kommen jetzt mit einem großen Herz für den Sport, als wenn wir jetzt nicht gerade auch mit unseren Anträgen und Vorlagen zu Beginn der Sitzung, unser großes Herz für Sport ausreichend unter Beweis gestellt hätten. Wir bie- ten an, dass wir Grötzingen und andere Möglichkeiten prüfen, darauf gehen Sie überhaupt nicht ein, sondern behaupten, wir würden Ihnen keine Alternativen aufzeigen. So können Sie mit uns an dieser Stelle nicht umgehen! Ich sage Ihnen das ganz deutlich! – 4 – Ich verweise das gerne mit Ihrem Einverständnis in den Sportausschuss oder in den Bäder- ausschuss, dann können Sie das alles dort noch mal diskutieren. Aber diese deutlichen Vorwürfe, die hier zum Teil kommen, verstehe ich nicht. Ich verstehe Sie auf der Grundlage unserer Antwort nicht. Wenn Sie das mit der Brechstange im Fächerbad machen wollen, dann sagen Sie uns, wie wir das mit den Scheiben regeln, sagen uns, welche Belegungszei- ten wir jemand anderen wegnehmen oder ob wir es für die Öffentlichkeit einschränken sollen. Das entscheiden Sie dann bitte im Fachausschuss. Wir haben auf Ihre Frage eine transparente, inhaltlich nachvollziehbare Antwort gegeben. Die passt Ihnen nicht, wobei es auch komisch wäre, wenn man im Fächerbad mal eben ein paar Stunden Zeit hätten, die wir mal nicht belegt hätten. Ich komme zum Teil bei der Diskussion im Moment nicht mehr mit, ich sage das Ihnen offen, ich würde vorschlagen, dass Sie das bitte im Fachausschuss klären, da bin ich dann wieder bei Ihnen, Herr Kalmbach, dass es hier eigentlich nicht hin- gehört. Dann können Sie diese Argumente noch mal austauschen, aber kommen Sie bitte auf die Fakten zurück, und unterstellen Sie nicht der Verwaltung, dass wir irgendwie spezi- elle Sportler nicht ernst nehmen, dass wir uns nicht bemühen, und so weiter. Wenn Ihnen aber am Ende der Wasserballsport so wichtig ist, dass Sie dafür andere Einschränkungen im Fächerbad vornehmen wollen, können wir das gerne. Wenn Sie das machen möchten, dann müssen Sie uns auch sagen, welche. Wenn alle anderen Sportstätten für Sie nicht akzeptabel sind, nehme ich das einfach nur zur Kenntnis. Stadtrat Hofmann (CDU): Vielleicht ist es ein bisschen falsch rübergekommen, Herr Oberbürgermeister, das ist nicht der Fall. Aber leider Gottes, in dieser Antwort sind tausend Begründungen gebracht worden, die gar nicht gefragt sind. Es war ganz konkret von Stadträtin Uysal nach dem Belegungsplan gefragt, der uns auch vorliegt. Danach wäre donnerstagabends von 18 Uhr bis 20 Uhr im Springerbecken frei, deswegen habe ich von vornherein auch gesagt, wir sind nicht dafür, in das große Becken zu kommen. Wir haben den Antrag schon etwas abgemildert, das ist ganz klar. Ich glaube nicht, dass es im großen Becken aus Sicherheitsgründen machbar ist. Da war gar kein so großer Dissens, wie Sie jetzt gerade gemacht haben. Wir würden das gerne prüfen lassen. Wir sind der Meinung, dass abends zwischen 18 Uhr und 20 Uhr eine Stunde frei wäre, die dort für Wasserball zur Verfügung stehen könnte. Ansonsten sind wir auch vereint damit einverstanden, dies im Bäderausschuss dementsprechend weiter zu besprechen, das ist klar. Stadtrat Hock (FDP): Das ist sehr emotional von Ihnen, das kann ich absolut nachvollzie- hen. Ich lasse es Ihnen diesmal trotzdem nicht durchgehen, weil das alles schon angefragt wurde. Bitte, Herr Oberbürgermeister, es gab auch vor Ihrer Zeit dort einen Geschäftsfüh- rer, der Wasserball ermöglicht hat. Vor daher gesehen, also bitte, ich kann verstehen, dass Sie das gut heißen und Ihren Bürgermeister unterstützen, aber ich lasse es trotzdem so nicht stehen. Es war früher möglich, und es ist jetzt nicht möglich. Es gibt Zeiten, wo man das machen kann. Kollegin Uysal hat Ihnen gerade gesagt, wann es möglich wäre. Das jetzt hier so abzubügeln, finde ich einfach nicht Ordnung. Der Vorsitzende: Ich bügel überhaupt nichts ab, sondern biete die Diskussion im entspre- chenden Fachausschuss an. Ich verwahre mich nur ein bisschen gegen die Unterstellung, wir hätten kein Herz für Sport, wir würden jetzt einzelne engagierte Eltern und Jugendliche und einen Verein im Regen stehen lassen. Das entspricht überhaupt nicht unserer Art und es sind für mich die Punkte, die ich jetzt hier an der Stelle persönlich und als Stadtverwal- tung angreifend empfunden habe. Wir klären die Dinge im Fachausschuss. Ich glaube, dann finden wir hoffentlich auch eine Lösung, aber ich kann die Kritik, die hier an der Stel- – 5 – lungnahme der Verwaltung so mannigfaltig geäußert wird, vor allem was unsere emotio- nale Beziehung zum Sport betrifft, so nicht stehen lassen. Stadträtin Uysal (SPD): Wir würden gerne über diesen Antrag abstimmen. Der Vorsitzende: Gut, dann klären Sie anschließend im Sportausschuss, wen wir aus dem Fächerbad rausschmeißen. Ich stelle den Antrag zur Abstimmung. Was ist jetzt, wir haben zwei Antragsteller. Sollen wir unterbrechen, und Sie klären das erst mal untereinander? Ich unterbreche die Sitzung für zwei Minuten, und bitte die Antragsteller, mir dann offiziell mitzuteilen, ob Sie auf Abstimmung bestehen oder nicht. (Unterbrechung der Sitzung um 20:10 Uhr für zwei Minuten) Wir setzen die unterbrochene Sitzung fort. Die Antragsteller sind mit einer Verweisung in den Bäderausschuss einverstanden, aber mit der klaren gemeinsamen Wahrnehmung, dass eine Lösung gefunden werden muss. Können wir das so zusammenfassen? Dann können wir das damit abhandeln. Ich muss mich mal beim Wasserball über Lobbyismus informie- ren, das ist ja bemerkenswert. Es soll eine Lösung gefunden werden, und das ist in unser aller Sinne. Es gibt diese Trainingszeit, die angeblich zur Verfügung steht, das ist zu klären, und dann wird das im Bäderausschuss gemeinsam diskutiert. Wir werden den Bäderaus- schuss nicht beenden, bevor Sie eine Lösung gefunden haben. Wir bringen Ihnen dann alle zwölf Stunden mal etwas zu Essen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 29. April 2019 – 6 –