Akademische Abschlussarbeiten bei der Stadt Karlsruhe
| Vorlage: | 2019/0105 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 07.02.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Grötzingen |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2019/0105 Akademische Abschlussarbeiten bei der Stadt Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.03.2019 43 x 1. Welche Möglichkeiten gibt es für Studierende der Hochschulen aus Karlsruhe und der Region, ihre Abschlussarbeiten in Kooperation mit der Stadtverwaltung und den städti- schen Unternehmen / Stiftungen zu erstellen? 2. Wie viele Abschlussarbeiten wurden in den letzten drei Jahren jeweils in Zusammenar- beit mit der Karlsruher Stadtverwaltung sowie mit städtischen Unternehmen/ Stiftungen erstellt? Bitte aufschlüsseln nach Ämtern, Unternehmen, Stiftungen. Welche Erfahrungen wurden dabei gemacht? 3. Wie kommen Kooperationen mit Studierenden zustande, wenn die Stadt Karlsruhe eine Möglichkeit für eine Abschlussarbeit erkennt? (Besondere Ausschreibungen, Kooperationen mit bekannten Instituten...) 4. Wo sieht die Stadt Potenziale für die Ausweitung des Kooperationsangebots für Ab- schlussarbeiten mit Hochschulen? Sieht die Stadtverwaltung Möglichkeiten der Förderung von Abschlussarbeiten nach dem Prinzip der Partnerstadt Nancy? Sachverhalt / Begründung: Zu Abschluss ihres Studiums müssen Studierende von Hochschulen Abschlussarbeiten in Form von Bachelor- und Masterarbeiten verfassen. Studierende, die in Unternehmen ihre Abschlussarbeiten verfassen, arbeiten nach ihrem Studi- enabschluss oft in den entsprechenden Unternehmen. Bei der gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte aus Karlsruhe und Nancy wurde bekannt, dass unsere Partnerstadt Nancy schon seit längerem regelmäßig städtische Abschlussarbeiten für Studierende ausschreibt. Die Stadt Nancy hat die Erfahrung gemacht, dass auf diesem Wege nicht nur Erkenntnisse aus den Abschlussarbeiten gewonnen werden, sondern gleichzeitig auch Hochschulabsolvent*innen für die anschließende Arbeit bei der Stadt gewonnen werden konn- ten. Durch eine erweiterte Kooperation mit den Hochschulen aus Karlsruhe und der Region bei der Bearbeitung von Abschlussarbeiten könnten auch die Stadtverwaltung und ihre Unternehmen Ergänzende Erläuterungen Seite 2 verstärkt als attraktive Arbeitgeberinnen auf sich aufmerksam machen. Die Untersuchung von Sachverhalten bei der Verwaltung und städtischen Unternehmen durch eine wissenschaftliche Arbeit bietet zudem neue Chancen für die Weiterentwicklung städtischer Strukturen. unterzeichnet von: Zoe Mayer Renate Rastätter Joschua Konrad
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2019/0105 Verantwortlich: Dez. 2 Akademische Abschlussarbeiten bei der Stadt Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.03.2019 43 x Auf die Umfrage unter allen Dienststellen der Stadtverwaltung und den Gesellschaften ging von nahezu allen Bereichen eine detaillierte Rückmeldung zu den vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des Hochschul-Recruitings ein. Hier die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zu den auf- geworfenen Fragen: 1. Welche Möglichkeiten gibt es für Studierende der Hochschulen aus Karlsruhe und der Region, ihre Abschlussarbeiten in Kooperation mit der Stadtverwaltung und den städtischen Unternehmen/Stiftungen zu erstellen? Die Umfrage zeigt, dass umfassende Möglichkeiten zur Erstellung akademischer Abschlussarbei- ten für Studierende bestehen und wahrgenommen werden. Diese Form des Hochschulmarke- tings ist gerade im zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte ein wichtiges Mittel zur Personal- rekrutierung. Die Stadt Karlsruhe steigert damit nicht nur den eigenen Bekanntheitsgrad und stärkt ihre Arbeitgebermarke, sondern bindet bestenfalls schon frühzeitig Talente und erweitert das bereits bestehende Netzwerk im Umfeld einer sehr attraktiven Zielgruppe. Die Erfahrungen sowie das große Engagement der Stadtverwaltung und der Gesellschaften zur Unterstützung der Studierenden haben bewirkt, dass in der Vergangenheit bereits einige quali- fizierte neue Mitarbeitende gefunden und gebunden werden konnten. Die Übernahme ist letzt- endlich auch davon abhängig, ob eine freie und besetzbare (Plan-)Stelle vorhanden ist. Als öf- fentliche Arbeitgeberin ist die Stadtverwaltung Karlsruhe zur Beachtung des Artikels 33 Grund- gesetz verpflichtet (Freier Zugang zu öffentlichen Ämtern). Dies erfordert in der Regel eine Stel- lenausschreibung und ein Auswahlverfahren nach dem Prinzip der Bestenauslese. Viele Mitarbeitende aus den verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Technik, Soziales und Verwaltung betreuen Abschlussarbeiten als Erst- oder Zweitkorrektoren. Dabei handelt es sich um Bachelor-, Master- und auch Doktorarbeiten. Zudem engagieren sich Mitarbeitende aller Ebenen der Stadtverwaltung und der Gesellschaften - von Sachbearbeitenden über Führungskräfte bis hin zu Amtsleiterinnen und Amtsleitern sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern - als Lehrbeauftragte und Dozenten an den Hoch- schulen und Universitäten in Karlsruhe und der weiteren Umgebung. Auch sind einige Mitarbei- tende Mitglied in Prüfungsausschüssen der Dualen Hochschulen. Neben der Betreuung und Mitwirkung bei Abschlussarbeiten werden auch weitere studienbe- gleitende Projekte und Arbeiten mitbetreut oder durch intensiven Informationsaustausch unter- stützt. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Beispielshaft sind hier zu nennen: Unterstützung bei Anfragen zu Seminararbeiten durch Beratungsgespräche in verschie- denen Fachbereichen oder durch Betreuung der Seminararbeiten Aufgabenstellung für Semestergruppenarbeiten (Pflichtbestandteil einiger Studiengänge) und für Projektarbeiten Themenlieferung, Mitwirkung, Beratung sowie Bereitstellung von Hintergrundinforma- tionen und Daten bei Projekt-, Semester- und Seminararbeiten Beantwortung von Fragebögen oder online-Befragungen für empirische Abschlussarbei- ten sowie Führung von Interviews Kooperationen mit Hochschulen (diverser Institute des KIT, Hochschule Karlsruhe, Duale Hochschule Baden-Württemberg und viele mehr) Kooperationen mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl, zum Beispiel durch Fachprojekte, Fallstudien, Mitwirkung bei Fachtagungen und Messen, Info-Tage bei der Stadtverwaltung Kooperationsprojekte mit Pädagogischen Hochschulen zum Beispiel in der Waldpädago- gik Beteiligung an Unternehmensprojekten privater Hochschulen durch Gesellschaften Führungen für Studierende in bestimmten studienrelevanten Fachbereichen (zum Bei- spiel Führung Alter Schlachthof, Führung im Aufgabenbereich Wasserbau für angehen- de Geoökologen, Führung durch Kläranlage und Landgraben) Anbieten von Pflichtpraktika und freiwilligen Studienpraktika und von Praxissemestern Praxissemester für einen Professor der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl bei der Stadtkämmerei Besuch von Karriere- und Kontaktmessen 2. Wie viele Abschlussarbeiten wurden in den letzten drei Jahren jeweils in Zusam- menarbeit mit der Karlsruher Stadtverwaltung sowie mit städtischen Unterneh- men/ Stiftungen erstellt? Bitte aufschlüsseln nach Ämtern, Unternehmen, Stiftun- gen. Welche Erfahrungen wurden dabei gemacht? Im Folgenden sind die Bereiche aufgeführt, die die Frage nach der Betreuung von akademischen Abschlussarbeiten positiv beantwortet haben. Amt Anzahl Themen Amt für Abfallwirtschaft 3 u.a. Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Deponien; Betriebliches Eingliederungs- management und krankheitsbedingte Kündigung Amt für Informationstech- nik und Digitalisierung 1 In den letzten 3 Jahren eine Abschlussarbeit betreut, davor einige weitere. Amt für Stadtentwicklung 1 Nahversorgung in Karlsruhe Forstamt 5 u.a. Waldpädagogik Friedhof- und Bestat- tungsamt 2 u.a. Anlegung von besonders gestalteten Gräberfeldern mit religiösem Hinter- grund Hochbau und Gebäude- wirtschaft 3 u.a. Klimavorsorge an Karlsruher Schulen; Nachhaltiges Personalmanagement; Analyse der Auswirkungen von Prozessen auf das Qualitätsmanagement Karlsruher Bädergesell- schaft mbH 2 u.a. Management von Spa-Anlagen, Freizeitbädern und Freizeitanlagen Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Amt Anzahl Themen Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur 1 CO²-Bilanz des Karlsruher Zoos Karlsruher Fächer GmbH Mehrere Hilfe bei einzelnen Fragen bis hin zur kompletten Betreuung von Abschlussarbei- ten Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH 7 u.a. Qualitätssicherungsrichtlinie Früh- und Reifgeborene; Einsatz akademisch ausgebildeter Pflegekräfte; Kennzahlen für ein erfolgreiches OP-Management Karlsruher Marketing und Event GmbH Mehrere Betreuung und Unterstützung bei den Abschlussarbeiten in vielfältiger Weise Karlsruher Messe- und Kongress GmbH 6 u.a. Digitale Geschäftsmodellinnovationen durch Augmented und Virtual Realitiy für die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH; Entscheidungsgrundlage für Make or Buy Entscheidungen von Dienstleistungen bei Messegesellschaften Karlsruhe Tourismus GmbH 5 u.a. Die Stadt Karlsruhe als gesundheitstouristische Destination; Entwicklung eines Multi-Channel Vertriebskonzepts Kulturamt 1 Social Media in Stadtarchiven Liegenschaftsamt 2 u.a. Konzeption und Entwicklung einer Applikation zur kommunalen Nutzung von Geoinformationen Marktamt 1 Punktebewertetes Zulassungsverfahren für den Karlsruher Christkindlesmarkt Ordnungsamt 4 u.a. Prostituiertenschutzgesetz, KOD-Themen, Staatsangehörigkeitsrecht OV Grötzingen 1 Sicherheitskonzept für die OV Grötzingen Personal- und Organisati- onsamt 6 u.a. Gesundheitskonzept für Azubis am Beispiel der Stadt Karlsruhe; Neue Ent- geltordnung TVöD; Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz Sozial- und Jugendbehör- de ca. 12 u.a. Evaluation von sozialpädagogischer Familienhilfe; Altersschätzungen von UMAs; Kinder von suchtkranken Eltern; VUKA: Wie können Führungskräfte ihren Mitarbeitenden Orientierung in einer komplexen Arbeitswelt geben? Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe 5 u.a. LSBTTIQ-Jugendliche; Kommunale Jugendbeteiligung in der Stadt Karlsruhe; Kinderspielstadt Karlopolis Stadtkämmerei Mehrere Unterstützung bei zahlreichen Bachelor-Arbeiten mit wirtschaftsrechtsrelevanten Themen, zum Beispiel Jahresabschluss, Konzerneinkauf Stadtplanungsamt 3 u.a. Stadtklimagerechte Planung für Karlsruhe; Inklusion von Beschäftigten mit Behinderung – eine Handlungsempfehlung für die Zusammenarbeit im öffentli- chen Dienst Stadtwerke Karlsruhe 7 u.a. Analyse des Trinkwassernetzes der Stadt Karlsruhe; Flexibilisierung des Be- triebs von Elektrospeicherheizungen und daraus resultierende neue Geschäftsmo- delle für Energieversorger; Untersuchung zur Enteisenung und Entmanganung in den einzelnen Stufen der Trinkwasseraufbereitung Tiefbauamt 28 u.a. Naturnahe Umgestaltung von Gewässerabschnitten; Modellentwicklung für die Simulation des Oberflächenabflusses für das Stadtgebiet Karlsruhe; Wirksam- keit einer Regenwasserbehandlungsanlage für Straßenabwässer; Entscheidungen im Brückenbau (Neubau/Instandsetzung); Prüfverfahren bei Bestandsbauwerken Umwelt und Arbeitsschutz 4 u.a. Einsatzpotenziale von mobilem Geoinformationssystemen (GIS2Go) im Um- welt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe; Gesund aufwachsen durch Naturer- fahrungen Verkehrsbetriebe Karlsru- he GmbH ca. 15 u.a. Elektroenergiesysteme und Antriebstechnik; Wettbewerb, Planung und Finan- zierung im ÖPNV Verkehrssystemmanagement Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Amt Anzahl Themen Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwick- lung 1 Magisterarbeit zum Thema Verwaltungsmodernisierung Wirtschaftsförderung 5 u.a. Energieeffiziente Gewerbegebiete; Weiterentwicklung von Clustern durch Internationalisierung; Pop Up Stores als strategisches Element der Innenstadt- Entwicklung Zentraler Juristischer Dienst 4 u.a. Beleuchtung der Schutzpflicht des Betreibers von Onshore- Windenergieanlagen vor schädlichen Umwelteinwirkungen; Immissionsschutz; Whistleblowing im öffentlichen Dienst Zoo Karlsruhe 2 u.a. Überlegungen zur Moral des Umgangs mit Zootieren; Bewertung der Be- leuchtungssituation im Exotenhaus des Karlsruher Zoos Diese Abschlussarbeiten sind unterschiedlichen Studiengängen und Hochschulen zuzuordnen. Unter anderem diesen Studiengängen: Bachelor Messe- und Eventmanagement Bachelor und Master Architektur Bachelor und Master Public Management Bachelor und Master Soziale Arbeit Lehramt Gymnasium Master Bauingenieurwesen Master Business Management Master Geoinformationstechnologie Studiengang Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Pflegemanagement und Hebammenwesen, Gesundheitsmanagement Studiengang Archivwissenschaften und Informationswissenschaften Studiengang BWL-Logistik und Handel Studiengang BWL-Tourismus, Gesundheits- und Tourismusmanagement Studiengang BWL-Wirtschaftsförderung Studiengang Culture Management Studiengang Elektro- und Informationstechnik Studiengang Energiemanagement Studiengang Freizeitwirtschaft Studiengang Gesundheitsbildung und Gesundheitspädagogik Studiengang Humangeographie Studiengang Informatik Studiengang Landschafts- und Gartenbau Studiengang Maschinenbau Studiengang Operation Research Health Care Management Studiengang Verkehrssystemmanagement Hochschulen waren unter anderem: Bodensee Campus Konstanz Duale Hochschule Baden-Württemberg an den Standorten Karlsruhe, Heilbronn, Lörrach, Mannheim, Ravensburg und Stuttgart Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer Fachhochschule Potsdam - University for Applied Sciences Hessische Lehrkräfte Akademie Hochschule Aalen Hochschule Esslingen Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl Hochschule Geisenheim University Hochschule Heilbronn Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft Hochschule Mannheim Hochschule Mittweida Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen Hochschule Offenburg Hochschule Ulm Hogeschool van Amsterdam Karlshochschule International University Karlsruher Institut für Technologie Pädagogische Hochschule Freiburg Pädagogische Hochschule Karlsruhe Pädagogische Hochschule Ludwigsburg SRH Hochschule Heidelberg Technische Universität Dresden Technische Universität Darmstadt Universität Bayreuth Universität Freiburg Universität Magdeburg Universität Rostock Bei der Betreuung von Abschlussarbeiten wurden vielfältige Erfahrungen gemacht: Es ergeben sich Erkenntnisse und Ideen, die hilfreiche Impulse für beide beteiligten Seiten lie- fern. Zum einen für die Studierenden, die von dem Wissen der Fachexperten und Daten der Praxis profitieren sowie "echte Probleme beziehungsweise Karlsruher Themen" bearbeiten kön- nen, aber auch die tägliche Arbeit in den Fachbereichen der Stadt Karlsruhe wird bereichert. Ein Mehrwert wird auch darin gesehen, dass bestimmte Themen mit einem externen Blick be- leuchtet werden, was der Horizonterweiterung und sinnvollen Ergänzung und Verbesserung dienen kann. Durch den engen Kontakt mit den Studierenden und Lehrenden entsteht oftmals ein unmittelbarer Zugang zum aktuellen Stand der Technik und Forschung an den Hochschulen. Auch können Themen, für die die Ressourcen im Alltag nicht ausreichen, intensiver und wissen- schaftlich bearbeitet werden. Es ist außerdem eine Chance und hilfreiches Instrument zur Förde- rung eigener und zur Akquise neuer Mitarbeitender. Allerdings werden auch Personalressourcen für die Betreuung gebunden, was in Zeiten starker Arbeitsverdichtung zu Engpässen führen kann und ein hohes Engagement der Beteiligten ab- fordert. Eine gute Betreuung ist zeitaufwändig, ermöglicht jedoch bei entsprechender Beglei- tung qualifizierte Ergebnisse, die den Projekten zu Gute kommen und damit einen unmittelba- ren Nutzen für den betreuenden Bereich bedeuten. Eigenständiges Arbeiten der Studierenden ist unabdingbar, ansonsten kann eine Betreuung unter laufendem Betrieb kaum gewährleistet werden. Die durch die Betreuung der Abschlussarbeiten aber auch durch Praktika und Praxissemester entstandenen Kontakte werden durch die Fachbereiche oft weiterhin gepflegt. In der Folge konnten in einigen Fällen qualifizierte Absolventinnen und Absolventen für den konkreten Fachbereich oder auch andere Bereiche der Stadt Karlsruhe gewonnen werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 3. Wie kommen Kooperationen mit Studierenden zustande, wenn die Stadt Karlsruhe eine Möglichkeit für eine Abschlussarbeit erkennt? (Besondere Ausschreibungen, Kooperationen mit bekannten Instituten...) Da die Stadt Karlsruhe wie unter Punkt 1 dargestellt viele Verbindungen und Kooperationen bereits seit Jahren gut pflegt, besteht an vielen Hochschulen ein enger Kontakt zu den Professo- rinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten, aber auch zu der Studentenschaft selbst. Durch das langjährige Engagement der Mitarbeitenden ist zudem weithin bekannt, dass die einzelnen Fachbereiche der Stadt Karlsruhe sehr aufgeschlossen gegenüber Anfragen zur Be- treuung oder anderweitigen Unterstützung bei akademischen (Abschluss-)Arbeiten sind. Zu großen Teilen ergeben sich diese Anfragen von den Studentinnen und Studenten selbst - auch aus vorhergegangen Praxisabschnitten von ihnen oder anderen Studierenden in den verschiede- nen Bereichen. In vielen dualen Studiengängen, die die Stadtverwaltung und die Gesellschaften selbst anbieten, erhalten die internen Studentinnen und Studenten eine Übersicht mit möglichen Betreuerinnen und Betreuern für Abschlussarbeiten aus verschiedenen Fachgebieten. Oft sind ein Anknüpfungspunkt für die Anfragen zur Betreuung akademischer Abschlussarbei- ten auch die Lehrtätigkeiten der Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und der Gesellschaften selbst. Über 130 Mitarbeitende der Stadt Karlsruhe nehmen regelmäßig Lehrtätigkeiten an ver- schiedenen Schulen und Hochschulen, wie zum Beispiel KIT, Hochschule Karlsruhe, Hochschulen für öffentliche Verwaltung Kehl und Ludwigsburg wahr. 4. Wo sieht die Stadt Potenziale für die Ausweitung des Kooperationsangebots für Abschlussarbeiten mit Hochschulen? Sieht die Stadtverwaltung Möglichkeiten der Förderung von Abschlussarbeiten nach dem Prinzip der Partnerstadt Nancy? Die Stadt bietet wie unter Punkt 1 dargestellt bereits diverse Kooperationsangebote und be- treibt bereits ein über die Betreuung von Abschlussarbeiten weit hinausgehendes Hochschul- Recruiting. Gerade mit der Vielfalt der Möglichkeiten gelingt es, die Studierenden frühzeitig in die Arbeitswelt einzubinden. Darüber hinaus ist die Stadtverwaltung bezüglich der Praxis in Nancy mit der Stadtverwaltung Nancy im Austausch. Eine gezielte Ausschreibung von Abschlussarbeiten an den Hochschulen erfolgt themen-, be- darfs- und ressourcenabhängig. Ein ständiges Angebot wird unter der derzeitigen Arbeitsbelas- tung und der knappen zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen als kritisch angese- hen. Denn neben der vielfältigen Unterstützung der Studierenden engagieren sich die Mitarbei- tenden außerdem auch im Rahmen des Auszubildenden-Recruitings und der Ausbildungsbe- treuung in über 30 Ausbildungsberufen, die die Stadtverwaltung und ihre Gesellschaften anbie- ten. Sei es als Dozentin und Dozent in den Berufs- und Verwaltungsschulen und im stadtinter- nen Unterricht, durch Prüfertätigkeiten in den Prüfungsausschüssen (zum Beispiel der Verwal- tungsschule und IHK), durch Mitwirkung bei diversen Ausbildungs- und Hochschul- Marketingveranstaltungen oder auch in der direkten Betreuung der Auszubildenden und Prakti- kanten. Zur offiziellen Würdigung der Abschlussarbeiten ist die Stadt Karlsruhe auch immer gerne bereit mit offiziellen Vertretern, meist dem Oberbürgermeister oder den Fachdezernenten an Bachelor- oder Master-Abschlussfeiern insbesondere des KIT oder der Hochschulen in Karlsruhe und Um- gebung teilzunehmen und eventuell auch mit einer Rede die Feier mitzugestalten. Ergänzende Erläuterungen Seite 7 Darüber hinaus hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 24. Juli 2018 beschlossen, dass die Stadt Karlsruhe als Stadt des Rechts jährlich die beste juristische Bachelorarbeit der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl mit einem Geldpreis in Höhe von 1.500,- € prämieren wird. Die Übergabe erfolgte dieses Jahr im Rahmen der Bachelor-Abschlussfeier am 8. März 2019 durch Herrn Oberbürgermeister Dr. Mentrup persönlich, der zusätzlich auch die Festrede gehal- ten hat. Dies ist ein weiterer Baustein der Wertschätzung der Leistungen der Studierenden und auch der finanziellen Unterstützung, gleichzeitig kann sich die Stadt Karlsruhe vor der für sie sehr interessanten Zielgruppe von mehreren Hundert Absolventinnen und Absolventen als at- traktive Arbeitgeberin präsentieren.
-
Extrahierter Text
Niederschrift 62. Plenarsitzung des Gemeinderates 26. März 2019, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 42. Punkt 43 der Tagesordnung: Akademische Abschlussarbeiten bei der Stadt Karls- ruhe Anfrage: GRÜNE Vorlage: 2019/0105 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Die Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 43 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stel- lungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 4. April 2019