Prävention in Schulen -Vorlage und mündlicher Bericht-
| Vorlage: | 2019/0094 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 04.02.2019 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 06.02.2019
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich:Dez. 3 Präventionin Schulen Beratungsfolge dieser Vorlage GremiumTerminTOPönöErgebnis Jugendhilfeausschuss06.02.20197 x Beschlussantrag Der Jugendhilfeausschussnimmt den Bericht vom Arbeitskreis „Prävention inSchulen“zur Kenntnis und befürwortet das geplante Vorgehen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kostenabzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) JaNein Haushaltsmittel sinddauerhaft im Budget vorhanden Ja NeinDie Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x NeinJaKorridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x NeinJadurchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x NeinJaabgestimmt mit Ergänzende ErläuterungenSeite2 1.Vorstellung desArbeitskreises„Präventionin Schulen“ DerArbeitskreis „Prävention in Schulen“ ist aufgrund der Initiative verschiedener Abteilungen der Sozial-und Jugendbehörde im Jahr 2017 entstanden. Die Schulsozialarbeit, das Kinderbüro und das Präventionsbüro der Stadt Karlsruhe(angesie- delt im Fachbereich Beratung und Prävention)sind im Arbeitskreis vertreten und setzen sich mit dem Thema Prävention auf verschiedenenEbenen im Kontext Schule auseinander. 2.Sachstandsbericht des bisherigen Arbeitsprozesses und Fazit Nebenzahlreichen weiteren Akteuren sind auch dieMitglieder des Arbeitskreisesfür die Orga- nisation und die FinanzierungverschiedensterPräventionsangebote für die ZielgruppederKarls- ruher Schülerinnen und Schülerverantwortlich.DieseAngebotesind sehr vielfältig, werden von verschiedenen Anbietern durchgeführtundsindqualitativ sehr unterschiedlich. Bisher gibt es keine einheitlichenstadtweitenStandards für die Beauftragung und den Einsatz von Projektanbietern.Beispielhaft dafür ist derunterschiedlicheUmgang mit der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben des Bundeskinderschutzgesetzes zum Einsatz von Personen, die mit Kin- dern und Jugendlichen arbeiten. Zielsetzung Ziel des Arbeitskreises ist es,die Standards und Vorgehensweisen im Bereich der Prävention in Schulen aneinander anzugleichen und gemeinsame Leitlinien zu erarbeiten. Dies sorgt für Klar- heit bei den eingesetzten Fachkräften der SJB, an den Schulen und bei den Projektanbietern. Mit Hilfe eines Mehrebenenansatzessollein Gesamtkonzept zur Prävention an Schulenin Karls- ruheinsbesondere in den Themenbereichen Sucht, Gewalt und soziale Teilhabeverortet wer- den. Die vorhandenen Ressourcenkönnen sogewinnbringend und auf einander abgestimmt eingesetzt und Doppelstrukturen vermiedenwerden. Das Präventionskonzept soll für die verschiedenen Altersstufen aufeinander aufbauen und im Endausbau für jede Klassenstufe passende Angebote beinhalten, die aufeinander abgestimmt sind.Eine zielgerichtete Struktur,konzeptionelles Arbeitenund Kontinuitätist das Ziel auf allen Ebenen. Die Projektanbieter sollen ein standardisiertesZertifizierungsverfahrendurchlaufenund einheit- liche Vorgaben zur Beauftragung bekommen, damit sieeiner objektiven fachlichen Kontrolle unterliegen und Schulen sich an diesenBedingungenorientieren können. Im Rahmen dieser Zertifizierung spielenvor allemder Kinderschutzund die Sensibilisierungfür dieses Themabei den vor Ort tätigenPersoneneine bedeutende Rolle. Haltung/Leitbild Der Arbeitskreis hat sich im Vorfeld seiner Bestrebungen über das gemeinsame Leitbild verstän- digt.Eine Bündelung der bereits vorhandenen Ressourcen und das gezielte Vermeiden von Dop- pelstrukturen stehenim Interessensfokus der Zusammenarbeit. Präventionkann und darfnicht als Einzelmaßnahme, sondernmussals eine kontinuierliche Entwicklung im Kontext Schule,über alle Klassenstufen verteilt, angesehen werden. Ergänzende ErläuterungenSeite3 In jeder Lebensphase von Kindern und Jugendlichen kann mit Hilfe verschiedenster(altersange- messener)Maßnahmen auf diejeweiligeThematikeingegangenwerden. Prävention erfordert konzeptionelles Denken und Handeln. Prävention kann nicht ausschließlich punktuell und selektiv erfolgen, sondern muss im Rahmen eines Gesamtkonzepts-individuell an die Bedürfnisse der jeweilige Schule angepasst-gelebt werden.Nur so kann es zu einem stabilen personenungebundenen und handlungssicheren System werden. Man kann Prävention in unterschiedlichsten Facettenumsetzen. Sie beinhaltet jedoch immer eine Fokussierung auf die jeweilige Zielgruppe. Im Kontext Schulewerdennicht nur die Kinder- und Jugendlichen bzw. Schülerinnen und Schülerals Zielgruppe von Prävention gesehen, son- dern auch dieerwachsenenBezugspersonen. Ergebnisse der Präventionsforschung zeigen, dass Programme am erfolgreichsten sind, wenn sie Kinder, Eltern und das soziale Umfeld erreichen und in deren Lebenswelt ansetzen.Der Setting- Ansatz steht somit im Fokus,und in diesem Kontext werden Maßnahmen und Module entwi- ckelt und zusammengetragen,die diesem Standard gerecht werden. Ebenso zeigt die Forschung, dass langfristige und ganzheitliche Ansätze erfolgreicher sind, als kurzfristige Einzelmaßnahmen. Zusätzlich gilt, dass die allgemeine Entwicklungsförderung bes- sere Langzeiteffekte liefert, als die Fokussierung auf isolierteVerhaltensauffälligkeiten. Fazit DerArbeitskreis „Prävention in Schulen“der Sozial-und Jugendbehördewird aktiv an der Um- setzung der dargelegten Zielsetzung arbeiten und zu einem geeigneten Zeitpunkt noch weitere Kooperationspartner, insbesondere die (staatliche) Schulverwaltungin den Arbeitsprozess ein- beziehen. Langfristig ist es das Ziel, die ausgearbeitete Vorgehensweise der Zertifizierung aller Anbieter von Präventionsmaßnahmen anKarlsruherSchulen zu einem Standardverfahren zu etablieren. Anbieter, die den Zertifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen haben,sollen dann ein Güte- siegel(Karlsruher Kinderschutzsiegel)erhalten, welchesder Qualitätssicherung Rechnung trägt und die Präventionslandschaft kontinuierlichstrukturierter und transparenter werden lässt. 3.Ausblick: Prävention inder StadtKarlsruhe Nicht nur aufgrund des Zusammenschlusses dieses Arbeitskreises ist die Idee zur Gründung eines Präventionsnetzwerksder Stadt Karlsruheentstanden, welches das ThemaPrävention in einem umfassenderen Kontext bearbeitet.Dieses Netzwerk sollperspektivisch aus vielfältigen Anbietern präventiver Maßnahmen in Karlsruhe bestehen. Im Rahmendieses Zusammenschlusses sollenweitere Unterarbeitsgruppen tätig werdenund für eine zielgerichtete, kooperative und strukturierte Präventionslandschaft in derStadtKarlsruhe sorgen.Es wird demnacherneut der Prozess angestoßen, eine Präventionskette aufzubauen. Mit dem Aufbau von Präventionskettenwirderreicht, dassinsbesondereKinderundJugendli- che, aber auchFamilienund weitere Zielgruppendurch passgenaue und aufeinander abge- stimmteAngebote wirksame Unterstützung erhalten.Gute Kooperationen, vernetztes Arbeiten sowie gemeinsame Leitlinien und Strategien sind wesentliche Elemente dieses Ansatzes.