Übersicht von öffentlichen, frei zugänglichen Sportflächen
| Vorlage: | 2018/0757 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 30.10.2018 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Hagsfeld, Hohenwettersbach, Oberreut |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 27.11.2018
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG SPD-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2018/0757 Übersicht von öffentlichen, frei zugänglichen Sportflächen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 27.11.2018 20 x 1. Die Verwaltung erstellt eine Übersicht über frei zugängliche Sportflächen. 2. Die Qualität dieser Sportflächen wird untersucht. 3. Die Verwaltung stellt den Bedarf an frei zugänglichen Sportflächen dar. 4. Die Möglichkeit neue Sportflächen mit Volleyball- und Basketballfeldern anzulegen, soll geprüft werden. Sachverhalt/Begründung: Die Sportvereine leisten einen wichtigen Beitrag für Integration durch Sport. Es lassen sich je- doch nicht alle Menschen, ob mit Migrationshintergrund oder ohne, die gerne Sport treiben wollen, durch dieses Angebot erreichen. Deshalb ist es wichtig, öffentlich zugängliche Sportflächen zu haben, die jederzeit nutzbar sind und die eine Art Treffpunkt für Menschen bilden, die spontan Sport treiben möchten. Um einen Überblick dieser Sportflächen in unserer Stadt zu bekommen, erstellt die Verwaltung eine Übersicht und stellt gleichzeitig den Zustand und die Qualität dieser Sportflächen dar. Es soll weiterhin dargestellt werden, ob es Bedarfe an weiteren frei zugänglichen Sportflächen gibt, die idealerweise in der Nähe von anderen attraktiven Angeboten sind wie z.B. Beachvol- leyball, Basketball, Spielplatz, usw., so dass es für die ganze Familie ein vielfältiges Angebot gibt. Exemplarisch sei hier die Schaffung der Calisthenics-Anlage in Hagsfeld genannt sein, die vorbildlich zeigt, wie ein gelingendes Miteinander im Sport aussehen kann. Unterzeichnet von: Parsa Marvi Irene Moser
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2018/0757 Dez. 5 Übersicht von öffentlichen, frei zugänglichen Sportflächen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 27.11.2018 20 x Kurzfassung Die Ausweisung der Spiel- und Sportflächen im öffentlichen Raum ist Bestandteil der Spielflä- chenentwicklung. Ein breit angelegtes Sport- und Bewegungsangebot ist dabei ein wichtiger Aspekt. Zusätzlich besteht an einigen Schulen außerhalb der Unterrichtszeiten die Möglichkeit, die Spiel- und Sportanlagen zu nutzen. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein x Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant Nein x Ja Korridorthema: Grüne Stadt Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x Nein Ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Verwaltung erstellt eine Übersicht über frei zugängliche Sportflächen Die Ausweisung der Spiel- und Sportflächen ist Bestandteil der Spielflächenentwicklungspla- nung. Die frei zugänglichen Sportanlagen in den öffentlichen Grünflächen werden im Grünflächen- formationssystem des Gartenbauamts geführt. Aktuell gibt es rund 330 frei zugängliche Spiel- und Sportflächen, davon bieten 103 Anlagen ein oder mehrere Sportangebote, die zum Teil mit angrenzenden Spielflächen kombiniert sind. 71 Bolzplätze, davon 12 mit Kunststoffbelag 23 Volleyballfelder 10 Beachvolleyballfelder 19 Basketballfelder 17 Ballspielflächen 11 Bouleplätze 8 Skateanlagen 7 Fitnessanlagen und Calisthenics 5 Streetball 1 Hockeyfeld Über den Web-Stadtplan sind die jeweiligen Angebote mit ihrer Lage im Stadtgebiet für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich. 2. Die Qualität dieser Sportflächen wird untersucht. Die Qualität der Anlagen wird im Sinne der Verkehrssicherungspflicht regelmäßig überwacht, damit die Anlagen verkehrssicher bespielbar sind. Nach dem Prüfergebnis wird entschieden, ob Handlungsbedarf besteht und falls ja, in welchem Umfang. Bei Gefahr im Verzug wird die Anlage abgesperrt und entsprechende Schritte werden in der Planung eingeleitet, um die Be- spielbarkeit wieder herzustellen. Handlungsbedarfe im Sinne von regulären Instandhal- tungsmaßnahmen werden zeitnah umgesetzt. 3. Die Verwaltung stellt den Bedarf an frei zugänglichen Sportanlagen dar Die Spielflächenentwicklungsplanung wird jährlich mit Stand 31.12. evaluiert. In diesem Zuge erfolgt die Rückkopplung mit den sozialräumlichen Daten über das Amt für Stadtentwicklung. Die frei zugänglichen Sportanlagen sind Teil der Freizeit- und Spielflächen, für die ein Richt- wert von 1,7 m² Nettofläche (bespielbare Fläche) /Bewohner hinsichtlich des Versorgungs- grads eingesetzt wird. Bei der jährlichen Evaluierung des Bestands wird der Versorgungsgrad auf die Bezugsebene der Stadtviertel ermittelt. Hinsichtlich der Prognose sind die Stadtteile die Bezugsebene. Aus Sicht der Fachdienststelle ist der Versorgungsstand als gut zu bewerten; aktuell sind kei- ne Bedarfe bekannt. Eine davon losgelöste Angebotsplanung hat sich aufgrund dieses guten Versorgungsstands als nicht zielführend erwiesen. Wenn sich neue Bedarfe ergeben, ist die Einbeziehung der zukünftigen Nutzergruppen als auch der Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern im Vorfeld sehr wichtig, um eine Akzeptanz der Angebote zu erreichen. Bei dem Beispiel der Calisthenics-Anlage in Hagsfeld, aber auch bei der Anlage in Oberreut, tragen bürgerschaftliches Engagement und pädagogische Betreuung zu den positiven Er- gebnissen bei. Die Initiativen gingen bei diesen Anlagen von Nutzerkreisen aus, und die Kon- zepte wurden gemeinsam mit dem Gartenbauamt erarbeitet. Für die Ausweisung einer Sportfläche sind nicht nur die Verfügbarkeit der Flächen, sondern Standard und Standort wichtige Kriterien. Je höher der Standard, umso schwieriger ist die Ausweisung in woh- nungsnahen Bereichen, das betrifft insbesondere die Anlage von Bolzplätzen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Von Sportanlagen mit hoher Attraktivität geht oftmals auch ein hoher Geräuschpegel aus. Um diese Anlagen in die Stadtlandschaft zu integrieren, erfordert es auch ein entsprechen- des Umfeld. Für den Bau eines Bolzplatzes mit gehobenem Standard (zum Beispiel Kunstra- sen und Ballfangzäunen) ist eine baurechtliche Genehmigung, die ein Lärmschutzgutachten beinhaltet, erforderlich. Die Sportangebote in den öffentlichen Grünanlagen sind vielfältig. Das Fachamt geht hierbei auch auf veränderte Bedarfslagen ein. So hat sich beispielsweise bei den Skateanlagen der Standard in den letzten Jahren sehr stark verändert hin zu großen Skatelandschaften (Beispiel Otto-Dullenkopf-Park), die nicht nur zum Skaten attraktiv sind. Zu neuen Sport- und Bewegungstrends gehören auch die zuvor benannten Calisthenics- Anlagen und beispielsweise auch die in Hohenwettersbach geplante Pumptrackanlage, die nicht nur Mountainbike-Fahrern eine spezielle Trainingsmöglichkeit bietet, sondern auch mit Skateboards, Mini-Rollern und Inline-Skates genutzt werden kann und der Bewegungsförde- rung dient. 4. Die Möglichkeit, neue Sportflächen mit Volleyball- und Basketballfeldern anzulegen, soll überprüft werden Der Fachdienststelle sind derzeit keine Lücken in der Ausstattung mit Volleyball- und Basket- ballfeldern bekannt. Wenn sich neue Bedarfe und Versorgungslücken ergeben, nimmt sich das Gartenbauamt diese gerne an und prüft die entsprechenden Belange hinsichtlich der Umsetzung.
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Niederschrift 58. Plenarsitzung des Gemeinderates 27. November 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 21. Punkt 20 der Tagesordnung: Übersicht von öffentlichen, frei zugänglichen Sport- flächen Antrag: SPD Vorlage: 2018/0757 Beschluss: Einverstanden mit der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 20 zur Behandlung auf. Stadträtin Moser (SPD): Sportvereine leisten einen wichtigen Beitrag für Integration durch Sport, jedoch lassen sich nicht alle Menschen, ob mit oder ohne Migrationshinter- grund, die gerne Sport treiben wollen, durch dieses Angebot erreichen. Wie aus der Über- sicht, die wir vorliegen haben, hervorgeht, gibt es viele frei zugängliche Sportflächen in unserer Stadt. Allerdings zeigt die Übersicht nicht an, ob es bei den Bolzplätzen auch Vol- leyball und Basketballfelder gibt oder ob ein Spielplatz in der Nähe ist, sodass die ganze Familie ein Angebot findet, aber vielleicht ist es auch auf dem Web-Stadtplan ausgewiesen, der übrigens noch mal aktualisiert werden sollte. Auch positiv anzumerken ist, dass die Verkehrssicherheit regelmäßig überwacht wird und wenn Handlungsbedarf erkannt wird, die Gefahren beseitigt werden. Sie sollten allerdings auch auf Qualität und Attraktivität überprüft werden, denn auf Schotter lässt es sich nicht gut bolzen. Bei Punkt drei schreiben Sie, dass aktuell keine weiteren Bedarfe gesehen werden. Gestat- ten Sie mir einen Vorschlag zu machen. Der Bolzplatz auf der Freifläche in der Felsstraße könnte um einen Beach-Volleyballplatz und vielleicht eine Calisthenics-Anlage ergänzt werden, damit die vielen Karlsruher, die sich dort schon aufhalten, zusammen mit den Be- wohnern der LEA gemeinsam das Angebot nutzen können. Bitte überprüfen Sie, ob dies möglich wäre. Wie flexibel und nutzerfreundlich das Gartenbauamt reagiert, haben wir bei der Errichtung der Calisthenics-Anlage in den Geroldsäcker erfahren. Vielen Dank noch mal – 2 – für die rasche Umsetzung. Ich glaube, wir haben ein großes Angebot in Karlsruhe in den öffentlichen Grünflächen, und bitte Sie, bei künftig auszuweisenden Neubaugebieten zu- sammen mit dem Stadtplanungsamt diese Freiflächen und deren Nutzung besonders im Blick zu haben. Vor allem auch im Hinblick auf das C-Areal sollten nicht nur Freiflächen, sondern auch explizit Bolzplätze ausgewiesen werden, damit nachher nicht durch Nachbar- schaftseinsprüche dies verhindert wird. Wie Sie unschwer bemerken, bin ich mit der Ant- wort der Verwaltung zufrieden. Stadtrat Hofmann (CDU): Heute haben wir ein bisschen Zeit, von daher denke ich, dass der Antrag in Ordnung ist. Ansonsten sagt die Antwort der Verwaltung schon alles, die Anfrage hätte man ganz kurz mit einem Brief an das Dezernat 3 und 5 erledigen können. Ich denke, wir hatten den Bereich auch schon in der Sportentwicklungsplanung abgedeckt, auch gerade wenn man sieht, was im Bereich Notwendigkeiten bestehen. Die Punkte drei und vier, wo die Möglichkeit für neue Sportflächen zu generieren ist, und diese Anfragen, wie viele öffentliche Sportplätze nötig sind, hatten wir auch schon mehrfach, vor allem bei der Aufstellung der neuen Sportförderrichtlinien. Wir haben auch lange über das Problem Streetball und andere Sachen diskutiert und sind immer zu einem guten Urteil gekommen. Ich denke, in Zukunft sollten wir solche Probleme entweder in dem zuständigen Migrati- onsbeirat oder im Sportausschuss diskutieren, dann brauchen wir das hier nicht mehr. Stadtrat Hodapp (GRÜNE): Wir schließen uns an, die Stellungnahme der Verwaltung ist eindeutig. Punkt eins bis drei, wird schon gemacht oder ist erledigt. Bei Punkt vier hat es sich uns nicht ganz erschlossen, warum man jetzt speziell noch mal Basketball- und Volley- ball-Felder fordern sollte, ob die jetzt tatsächlich fehlen. Aber selbst dazu sagt die Verwal- tung, machen wir, wir prüfen den Bedarf. Also, von daher ist für uns alles gut, und wir schließen uns den Vorrednern an und bedanken uns für die Stellungnahme der Verwal- tung. Stadtrat Braun (KULT): Allem voran aus unserer Sicht liegt ein guter Antrag der SPD- Fraktion zugrunde, der für meine Fraktion auch unterstützenswert ist. Hauptanliegen der SPD ist, dass die Prüfung der neuen Flächen für Volley- und Basketballsport noch offen ist. Auch dieses Anliegen halten wir für unterstützenswert. Doch unser Hauptanliegen beim lesen des Antrages und der Verwaltungsantwort, ist Open Data. Denn hier liegt ein gelun- genes Beispiel für Open Data vor. Wenn ich beispielsweise auf den Web-Planer der Stadt gehe, sehe ich sogar eine Rubrik für Sportlerinnen und Sportler, bei denen ich alle Sport- plätze sortiert nach den unterschiedlichen Sportarten direkt auf einem Blick habe. Ergänzen möchte ich hier nur mit einer Forderung, dass die Informationen, die auf der Seite bereit- gestellt werden, noch ergänzt werden, beispielsweise durch Qualität der unterschiedlichen Plätze oder auch die Öffnungs- und Schließzeiten. Stadtrat Jooß (FDP): Nicht alle können oder wollen in einen Sportverein, und von daher ist es ganz wichtig, dass wir freizugängliche Sportflächen haben. Ich zum Beispiel, habe jeden Tag auf dem Schmiederplatz gebolzt, auch Scheiben im Goethe-Gymnasium einge- schossen. Das war eigentlich kein guter Zustand, aber es gibt eben solche Situationen, und deswegen sind freizugängliche Sportflächen ganz wichtig. Detlev Hofmann hat es schon gesagt, wir haben das Thema auch schon des Öfteren im Sportausschuss behandelt, ob Sportvereine nicht offen werden, freien Zugang gewähren, aber da kommt natürlich auch die Pflege der Anlagen hinzu, die die Vereine übernehmen, und da kann man nicht ohne – 3 – Weiteres die Sportflächen und Sportplätze öffnen. Von daher ist es nicht ganz unproble- matisch, aber ich empfehle, das Thema weiter im Sportausschuss zu beraten. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortmeldungen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 4. Dezember 2018