Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe
| Vorlage: | 2018/0536 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 14.08.2018 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Stabsstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach |
Beratungen
- Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 11.09.2018
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: zur Kenntnis genommen + mehrheitliche Zustimmung
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
1/10 „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ Die Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) Pionier und Leuchtturm für die Energiewende 15.06.2018 2/10 Inhaltsverzeichnis 1. HINTERGRUND UND EINFÜHRUNG .......................................................................................... 3 2. VISION, MISSION, STRATEGIE UND ZIELE ............................................................................... 4 3. GLOBALE UND REGIONALPOLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN UND VORGABEN .............. 6 4. DIE ENERGIEWENDE ALS CHANCE FÜR DIE TRK.................................................................... 7 5. ROLLE UND AUFGABEN DER TRK ............................................................................................ 8 Anlage 1 – AKTIONSPLAN Anlage 2 – BEIRAT Anlage 3 – TEILNEHMERLISTE DER ARBEITSGRUPPEN 1 - 4 Anlage 4 – ÜBERSICHT DER PROJEKTVORSCHLÄGE DER ARBEITSGRUPPEN Anlage 5 – GRAPHIC RECORDING – PLENUM WORKSHOP AM 23.10.2017 3/10 1. Hintergrund und Einführung Die Pariser und Bonner Klimakonferenzen 2015 und 2017 haben eindeutige Ziele zur Reduk- tion der Treibhausgase bis zum Jahr 2050 formuliert. Diese werden als Voraussetzung angese- hen die Erderwärmung auf maximal 2°C zu begrenzen und damit den Erhalt unserer natürli- chen Lebensgrundlagen zu ermöglichen. Die Akteure in der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) wirken auf unterschiedlichen Ebenen in unterschiedlichem Maße bereits an der Zielerreichung mit. Die Energiewende stellt die TRK vor große gesellschaftliche und regionalpolitische Herausfor- derungen, bietet jedoch auch viele Chancen. Um diese zu nutzen, wurde mit dem vorliegenden Dokument erstmals für die Region eine Energiestrategie entwickelt, die den einzelnen Akteu- ren und nicht zuletzt den Kommunen und politischen Entscheidern einen Handlungsrahmen geben kann, der ein abgestimmtes regionales Vorgehen ermöglicht. Die Chancen für eine erfolgreiche Entwicklung der Region insgesamt lassen sich dann realisie- ren, wenn sich alle Beteiligten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern, Verbänden und Kommunen gemeinsam auf regionaler Ebene engagieren. Die vorgestellte Strategie soll die Ak- teure in der TRK motivieren und unterstützen Initiativen auf die gemeinsame Zielsetzung aus- zurichten, um so die Energiewende wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch zu einem Er- folg zu machen. Dabei sind sich die Akteure bewusst, dass die Energiewende nur effektiv und effizient gelingen kann, wenn die Bürgerinnen und Bürger diese mittragen und -gestalten. Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Akzeptanz sind dabei entscheidende Erfolgsfaktoren. Gelingen kann die Energiewende dann, wenn Wirtschaft und Wissenschaft die sich daraus ergebenden Möglich- keiten erkennen, die Innovationspotenziale der Region gemeinsam heben und neue wettbe- werbsfähige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln und skalierbar an die globalen Märkte bringen. Zugleich muss als unabdingbare Voraussetzung die Wettbewerbs- fähigkeit der Wirtschaft und der Unternehmen im nationalen wie internationalen Rahmen er- halten und gesichert bleiben. Die TRK hat hierfür hervorragende Voraussetzungen. Neben wirtschaftlicher Prosperität, wis- senschaftlicher Expertise und qualifizierten Fachkräften, zählen hierzu insbesondere ihre ener- giefachlichen Kompetenzen. Durch die Verbindung mit den weiteren Schwerpunkten Mobilität sowie Digitalisierung und der sich daraus ableitenden Systemkompetenz kann die TRK ihre führende Rolle in Europa weiter ausbauen. Eindrucksvoll wurde das bei der Erarbeitung der Strategie deutlich. Mehr als 70 Experten aus der Region aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern und Verwaltung haben sich in vier Arbeits- gruppen in einem ca. einjährigen Prozess auf die Eckpunkte der vorliegenden Energiestrategie verständigt. „Smart Energy - TRK Mission 2 Grad“ ist neben der Mobilitätsstrategie „Smart Movement – Re- gion in Bewegung“ und der derzeit in Planung befindlichen Digitalisierungsstrategie, eine der 3 Fachstrategien, die die strategische Gesamtaufstellung der Region tragen werden. Damit un- terstreicht die TRK ihren Anspruch sektorales Denken zu überwinden und anstelle dessen ei- nen systemübergreifenden Ansatz zu verwirklichen. 4/10 2. Vision, Mission, Strategie und Ziele Unsere Vision Die TechnologieRegion Karlsruhe hat 2050 die klimapolitischen Ziele der Pariser Klimakonfe- renz 2015 erreicht, ist Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften und die Gestaltung von Energie- systemen und bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswerte und attraktive Umwelt. Unsere Mission Die TechnologieRegion Karlsruhe ist der Hotspot für innovative Energielösungen und weltweit sichtbarer Pionier und Leuchtturm für die Energiewende. Wir entwickeln mit unserer Energiestrategie in der TRK einen neuen Wirtschaftsschwerpunkt, erreichen die Klimaschutzziele für 2050 und gewährleisten Versorgungssicherheit und Bezahl- barkeit. Damit sichern wir die strategische und wirtschaftliche Position der Region. Unsere Strategie Die TRK baut ihre Spitzenposition in den Themenfeldern Energie, Mobilität sowie Informations- und Kommunikationstechnologien kontinuierlich aus. Wir bündeln und integrieren diese Kernkompetenzen zu einem neuen Wirtschaftsschwerpunkt. Durch die Nutzung der Synergien aller drei Bereiche sowie mit der regional verfügbaren Exper- tise wird die TRK zur Modellregion für die Energiewende und den Klimaschutz. Unsere Ziele 1. Technologietransfer leben Wir bringen innovative Energielösungen von der Forschung in die Anwendung, unterstützen Start-ups und stärken so die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft. 2. Reallabore schaffen Wir bauen aktiv Experimentierräume (Living Labs, Reallabore) und Anwendungsumgebun- gen auf, um die Machbarkeit neuer Konzepte unter Beweis zu stellen. Wir entwickeln in der TechnologieRegion Leuchtturmprojekte wie z. B. smarte Quartiere, in denen die neuesten Energietechnologien und Konzepte aus der Energieinformatik umgesetzt und praxistauglich gemacht werden. Hier werden Akzeptanz und Machbarkeit evaluiert, Rahmenbedingungen verbessert und Geschäftsmodelle optimiert. Die Leuchtturmprojekte haben Vorbildcharakter und sind das Fundament für den neuen Wirtschaftsschwerpunkt der Region. 5/10 3. Aktive Kooperation initiieren Wir initiieren, koordinieren und fördern Netzwerke und Kommunikationsplattformen zur In- tensivierung der Zusammenarbeit von Energie- und Digitalwirtschaft, Industrie und Hand- werk, Forschung und Politik. Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwi- schen den Akteuren. Die TRK erkennt Innovationspotenziale und nutzt diese, indem sie pas- sende Maßnahmen und Projekte anstößt. Dies gilt insbesondere auch für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung unter Einbeziehung aller Akteure im Einzugsbereich der Re- gion. 4. Ausbildung und Fortbildung fördern Wir entwickeln und fördern Kenntnisse für den nachhaltigen Umgang mit Energie und für die Umsetzung nachhaltiger Energiewendekonzepte in die Praxis. Wir fördern interdisziplinäres systemisches Denken und unterstützen inhaltlich die zuständigen Verantwortlichen bei der Verankerung der Themen Energie, Umwelt und Informatik in den Lehr- und Ausbildungsgän- gen - von der Schule über die duale Ausbildung bis hin zum Hochschulstudium und Weiter- bildung. 5. Sichtbarkeit nach außen schaffen Die Region strahlt durch nachhaltige und wirtschaftlich umsetzbare Konzepte weltweit aus. Wir kommunizieren systematisch unsere Erfolge und Kompetenzen bei der Gestaltung der Energiewende. 6. Kommunikation erleichtern und schaffen Wir erklären die Energiewende und fördern durch aktive Öffentlichkeitsarbeit die Akzeptanz für neue Energie-Technologien. Wir binden alle Betroffenen und die Öffentlichkeit aktiv ein, informieren sie und ermöglichen ein kontinuierliches voneinander Lernen. 7. Orientierung in einer sich schnell wandelnden Gesellschaft geben Die Energiewende erfordert grundsätzlich mehr Teilhabe seitens der aktiv beteiligten Men- schen bei der Umgestaltung des Energiesystems. Dies wird beispielsweise deutlich in der neuen Rolle der „Prosumer“, also Verbraucher, die auch Energie erzeugen. Auf der anderen Seite wirft sie durch die vielen alternativen Möglichkeiten eine Vielzahl von Fragen auf. Durch die aktive Partizipation der Menschen gehen wir gemeinsam den Weg zur Realisie- rung einer umweltfreundlichen, nachhaltigen Energieversorgung und erhöhen so den Erfolg der Energiewende. 8. Rechtliche Rahmenbedingungen mitgestalten Wir setzen uns aktiv für den Abbau von Hemmnissen ein. Wir bilden Netzwerke mit Vertre- tern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Forschung, die sich intensiv mit den gesetzli- chen Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft beschäftigen, Hemmnisse identifizieren und konstruktive Vorschläge zur Neugestaltung und Weiterentwicklung der Energiemärkte entwickeln. 6/10 3. Globale und regionalpolitische Rahmenbedingungen und Vorgaben Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben sich 195 Länder erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen ge- einigt. Das Übereinkommen umfasst einen globalen Aktionsplan und klare Ziele zur Reduktion der Treibhausgase, um die Erderwärmung langfristig auf 2°C im Vergleich zu vorindustrieller Zeit zu begrenzen und damit unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Diese Ziele korrespondieren mit dem Beschluss der EU-Staats- und Regierungschefs vom Okto- ber 2014 und weisen einer wettbewerbsfähigen und CO 2 -reduzierten Wirtschaft bis 2050 den Weg. Die drei Hauptziele sind: • Senkung der Treibhausgasemissionen • Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen • Steigerung der Energieeffizienz Das integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept des Landes Baden-Württemberg (IEKK) sieht ebenfalls eine Reduzierung des Energiebedarfs vor, wobei die Integration von Energieerzeu- gung und Energienutzung in den Bereichen Strom, Wärme und Kraftstoffe zur Steigerung der Energieeffizienz als unabdingbar betrachtet wird. Die Entscheidungsträger in der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) werden auf regionaler Ebene an der Zielerreichung mitwirken. Im Pariser Übereinkommen wird anerkannt, dass Interessenträger wie Städte, Behörden auf regionaler und kommunaler Ebene, die Zivilgesellschaft und die private Wirtschaft bei der Be- kämpfung des Klimawandels eine wichtige Rolle spielen. Dies betont die Bedeutung eines Zu- sammenschlusses wie der TechnologieRegion Karlsruhe bei der Umsetzung von Maßnahmen. Die Energiewende ist eine große technische, gesellschaftliche und politische Herausforderung, die gleichzeitig auch enorme Chancen bietet. Sie ist ein Schlüssel für die positive Beeinflus- sung des Klimas zum Schutz der Umwelt. Durch Innovation sollen fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle langfristig verzichtbar werden. Die Chancen für eine erfolgreiche Entwicklung der Region insgesamt lassen sich nur realisie- ren, wenn sich alle Beteiligten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden, Kommunen und nicht zuletzt die Bürger gemeinsam engagieren. Die hier vorgestellte Strategie soll die Ak- teure in der TRK motivieren, unterstützen und Initiativen auf die gemeinsame Zielsetzung aus- richten, um so die Energiewende wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch zu einem Erfolg zu machen. Das Gelingen der Energiewende ist abhängig vom Zusammenspiel der verschiedenen Teile des Energiesystems. Die Vernetzung von Strom, Wärme und Mobilität ( Sektorkopplung) ist Voraus- setzung dafür, dass erneuerbare Energien optimal genutzt werden können. Die intelligente und dezentrale Vernetzung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von Energie erfordert gleichzeitig eine umfassende Digitalisierung. Eine sichere und leistungsfähige digitale 7/10 Kommunikation ist der Treiber für eine effiziente und verlässliche Versorgung mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien. 4. Die Energiewende als Chance für die TRK Die gesellschaftlichen und regionalpolitischen Herausforderungen der Energiewende stellen gleichzeitig ein großes wirtschaftliches Potenzial dar. Ziel der hier vorliegenden Energiestrate- gie der TRK ist es, diese Herausforderung als Motor für die Entwicklung eines neuen regionalen Wirtschaftsschwerpunktes zu nutzen. Wirtschaft und Wissenschaft engagieren sich, um auf- bauend auf den verfügbaren Potenzialen der Region innovative und wettbewerbsfähige Pro- dukte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln und an die nationalen und inter- nationalen Märkte zu bringen. Die Energiestrategie soll den einzelnen Akteuren, den Kommunen und den politischen Ent- scheidern einen Handlungsrahmen geben, der ein abgestimmtes regionales Vorgehen ermög- licht. Hier identifizieren wir vier Handlungsfelder: 1. Förderung von Investitionen Für den Ausbau der erneuerbaren Energien und der zukünftigen Netzinfrastruktur zur Errei- chung der bestmöglichen Erschließung und Nutzung lokaler Energieressourcen bedarf es viel- fältiger Investitionen bis hin zu den Endkunden, die vom Verbraucher auch zum Energieerzeu- ger werden („Prosumer“). Hier sind attraktive Finanzierungsmöglichkeiten und neue Ge- schäftsmodelle zu entwickeln. Gleichzeitig müssen vielfältige Hemmnisse rechtlicher und ad- ministrativer Art abgebaut werden, um die Bereitschaft zu langfristigen Investitionen zu för- dern. 2. Bündelung von Interessen Die Stadt- und Regionalplanung muss mit der wirtschaftlichen Entwicklung eng verzahnt wer- den, damit ökonomische und ökologische Zielsetzungen in der Region gleichzeitig vorange- bracht werden und sich gegenseitig verstärken. 3. Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz Es bedarf einer aktiven Einbindung und Beteiligung der Bürger bereits bei der Konzeption von Projekten, besonders aber auch eines regionalpolitischen Dialogs, der alle Akteure - mit ihren Ideen und Konzepten zur Lösung anstehender Fragen - einbindet. Es ist klar, dass Klima- schutz und Energiewende nur effektiv und effizient gelingen können, wenn die Bürgerinnen und Bürger diese mittragen und mitgestalten. 4. Internationalisierung und Wirtschaftlichkeit Die Energiewende wird nur dann ein wirtschaftlicher Erfolg werden, wenn Versorgungssicher- heit, Bezahlbarkeit und Akzeptanz gewährleistet sind und es gelingt, Innovationen 8/10 „Made in TRK“ auch überregional, europaweit und international zu vermarkten. Die attrakti- ven Standortbedingungen für die Wirtschaft müssen dabei erhalten bleiben. 5. Rolle und Aufgaben der TRK 1. Beteiligung und dezentraler Ansatz Die aktive Beteiligung der Regionen und deren Bürgerinnen und Bürger spielt bei der Umset- zung zukunftsorientierter Energie- und Klimaschutzziele eine zentrale Rolle. Denn die Regio- nen sind nahe an den Menschen und verfügen über ein breit gefächertes Wissen, mit dem innovative Lösungen systematisch und bürgernah erprobt und zur Marktreife gebracht wer- den können. Dezentrale Ansätze in der Energiepolitik, ausreichende Handlungsspielräume auf lokaler Ebene, Experimentierklauseln und auch finanzielle Anreize sind wichtige Erfolgs- faktoren. Die TRK sieht sich als ein Treiber dieser Entwicklungen auf regionaler Ebene und fasst mögliche Projekte in einem Aktionsplan zusammen. 2. Einbindung der Kommunen Kommunale Handlungsfelder im Energiesektor sind weit gefächert. Sie umfassen Entwick- lungsplanung und Raumordnung genauso wie Investitionen in kommunale Gebäude und An- lagen. Weitere wichtige Themen sind der Aus- und Umbau der kommunalen Netzinfrastruk- turen in den Bereichen Versorgung, Entsorgung und Mobilität. Die TRK hat hervorragende Voraussetzungen, um die Energiewende auf regionaler Ebene voranzubringen. Neben wirtschaftlicher Prosperität, wissenschaftlicher Expertise und qualifi- zierten Fachkräften zählen hierbei insbesondere die energiefachlichen Kompetenzen. Durch die Verbindung mit den weiteren Schwerpunkten Mobilität sowie Informations- und Kommu- nikationstechnologie und der sich daraus ableitenden Systemkompetenz ist die TRK in Eu- ropa führend. Aufgrund dieser besonderen Potenziale kann sich die TRK im Bereich Energie neu positio- nieren. Mit der Umsetzung der Energiestrategie will die TRK einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele auf lokaler und regionaler Ebene leisten bei gleichzeitiger Wah- rung der Wettbewerbsfähigkeit von Industrie, Dienstleistung und Handel und den daran hän- genden Arbeitsplätzen vor Ort in Gemeinden, Städten und Landkreisen der Region. Die Ent- wicklung innovativer, sozialverträglicher und wirtschaftlich attraktiver Lösungen für die Ener- giewende wird die Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen und internationalen Märkten sogar steigern und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen. 3. Nutzung des vorhandenen technologischen Potenzials der TRK Die TRK gehört technologisch zu den Top-Regionen in Europa. Schwerpunkte sind die Infor- mations- und Kommunikationstechnologie, Energie und Mobilität. Die Systemkompetenz im Energiesektor beschränkt sich nicht nur auf exzellente For- schungs- und Entwicklungsaktivitäten des Karlsruher Instituts für Technologie KIT, sondern umfasst drei ortsansässige Fraunhofer-Institute, das FZI Forschungszentrum Informatik, die 9/10 Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft und weitere Hochschulen sowie außeruni- versitäre Forschungseinrichtungen, wie z.B. das EIFER, welches sogar grenzüberschreitend europaweit ausgerichtet ist. Hinzu kommen die Forschungs- und Entwicklungseinheiten gro- ßer Unternehmen wie der EnBW oder der MIRO aber auch technologieorientierter KMU, wie der evohaus GmbH, der Seven2one Informationssysteme GmbH oder der Büchele Lufttech- nik GmbH. Auf kommunaler Ebene entwickeln die Stadtwerke innovative Geschäftsmodelle für die Energiewende. Die Energie- und Klimaschutzagenturen bilden die Schnittstelle zu den Bürgerinnen und Bürgern. Die Kompetenz der TRK wurde eindrucksvoll bei der Erarbeitung der Energiestrategie deut- lich. Mehr als 70 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung haben sich aus der Region in vier Arbeitsgruppen in einem zirka einjährigen Prozess auf die Eckpunkte der vor- liegenden Energiestrategie verständigt. „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ ist neben der Mobilitätsstrategie „Smart Movement – Region in Bewegung“ und der derzeit in Erarbeitung befindlichen Digitalisierungsstrategie, eine der drei Fachstrategien, die die strategische Ge- samtaufstellung der Region tragen werden. Damit unterstreicht die TRK ihren Anspruch, sektorales Denken zu überwinden und anstelle dessen einen systemübergreifenden Ansatz zu verwirklichen. Die TRK kann bei der Umsetzung der Energiestrategie auf einer intensiven, vertrauensvollen und langjährigen Zusammenarbeit zwischen den Partnern aufbauen. Zu nennen sind bspw. die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Karlsruhe als institutio- nelle Akteure. Besonders wichtig ist hier die Unterstützung von Unternehmen in deren Inno- vationsprozess. Von ganz besonderer Bedeutung ist aber auch die Netzwerkarbeit von Orga- nisationen wie fokus.energie, CyberForum oder das Energieforum. Auf diesen Plattformen findet der Austausch statt, der wesentlich zur Innovation im Energiesektor beiträgt und den Aufbau von bi- oder multilateralen Projekten unterstützt. Durch die Verknüpfung mit interna- tional agierenden Technologietransferinstitutionen und Innovationstreibern wie EIT Inno- Energy werden die regionalen Energiekompetenzen zudem international sichtbar und wirk- sam. 4. Kontinuierliche Weiterentwicklung der Energiestrategie Für den langfristigen Erfolg der Strategie wird die TRK in regelmäßigen Abständen den Fort- schritt der angestoßenen Initiativen betrachten, um bei Bedarf mögliche Anpassungen in der strategischen Ausrichtung vornehmen zu können. Das Projektmonitoring wird hierfür wich- tige Anhaltspunkte liefern. Angedacht ist zudem eine regelmäßig stattfindende Energiestrategie-Veranstaltung „Regio- nalforum Energie“ zur Präsentation der Projektergebnisse, von neuen Projekten und zur Stärkung der Community. Wesentliche Aspekte bei der Erfolgsbeurteilung sind: • Projektbilanz bezüglich Energieeffizienz und Treibhausgasemissionen • Erfolgreiche Projektumsetzung im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen; 10/10 • Initiierung von Folgeaktivitäten durch Multiplikatoreffekte sowie Schaffung neuer oder Ausweitung bestehender Geschäftsmodelle; • Export innovativer Lösungen über die Grenzen der TRK hinaus. Darüber hinaus wird die TRK den Erfolg des Prozesses insgesamt bewerten. Dies beinhaltet den Fortschritt in den Kommunen innerhalb der TRK hinsichtlich der Prinzipien des European Energy Award (eea). Die TRK ist bestrebt, die Zahl der am eea teilnehmenden Kommunen in der Region weiter zu erhöhen. Zur Evaluierung und Weiterentwicklung der Energiestrategie wird ein Beirat eingerichtet. 1/8 Anlage 1 - AKTIONSPLAN Für die Expertenrunde war es von besonderer Bedeutung, neben den grundsätzlichen Vorga- ben bereits erste Projekte mit regionalem Ansatz zu definieren und eindeutige Verantwortungs- zuordnungen, Aufgabenteilung und Kompetenzzuweisungen vorzunehmen. Erst mit der Reali- sierung konkreter Projekte wird die Strategie ihre Schlagkraft sowohl nach innen als auch nach außen in vollem Umfang entwickeln. Diese Projekte werden in vorliegendem Aktionsplan zu- sammengefasst. Die TRK hat in ihrer Energiestrategie beschlossen, ihre Potenziale zu nutzen und systematisch weiterzuentwickeln. Um eine möglichst hohe Sichtbarkeit zu erreichen, sollen die in der Region verfügbaren Kompetenzen zu Beginn vornehmlich auf ein übergreifendes Leuchtturm-Projekt mit hoher Strahlkraft gebündelt werden, welches als Multiplikator wirkt. Dieses wird gemein- sam mit den Projektpartnern initiiert und soll dauerhaft angelegt sein. Das Leuchtturmprojekt bildet die Basis für die Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden, europäischen und inter- nationalen Zusammenarbeit der TRK. Für das Gelingen des Projekts ist ein besonders Engage- ment der Akteure der Region notwendig. Dabei bietet das Projekt die Chancen als Leuchtturm, Label und Dachmarke aufgebaut und etabliert zu werden. Das Leuchtturmprojekt wird flankiert von weiteren Projekten mit allgemeiner Relevanz für die Umsetzung der Energiestrategie. Diese Projekte sind integraler Bestandteil der Strategie und unterstützen deren Zielerreichung, Sie haben einen festgelegten Rahmen (Projektanfang, - ende, Evaluierung) und können mit dem Label „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ gekenn- zeichnet werden. I. Leuchtturmprojekt „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ Ziel: Entwicklung eines Living-Labs für energieautarke Zukunftsquartiere als Modell für den Lebens- und Wirtschaftsraum von morgen mit folgenden Schwerpunkten: • Vernetzte energieautarke Infrastrukturlösungen für herausragende Quartiersentwicklun- gen. Quartiersinfrastrukturen werden von Anfang an auf die Anforderungen der gesell- schaftlichen und technischen Entwicklung abgestimmt. • Neue energetische Versorgungskonzepte mit niedrigstem CO 2- Ausstoß, niedrigem Ener- gieverbrauch und hohem Eigenerzeugungs- und Eigenverbrauchsanteil: intelligente Ver- netzung von Wärme, Kälte und S peichermedien, erneuerbare Erzeugung vor Ort, Quar- tiersspeicher, Arealnetz, Smart-Home Anwendungen, Smart Grids, mobile Ladeinfrastruk- turen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Tiefgaragen und Gebäuden, Photovoltaik, virtuelle Kraftwerke • Mieterstrom und Nahwärmeversorgung: Energieversorger und Bauträger (z.B. Wohnungs- baugesellschaften) arbeiten bei der Konzeption der Wärme-, Kälte- und Stromversorgung für ein Objekt oder ein Areal eng zusammen und sorgen für eine gute Integration mit dem 2/8 Fernwärmenetz. Der Energieversorger betreibt Heizzentralen mit BHKW oder Wärmepum- pen, Nahwärmenetze und PV-Anlagen für den Bauträger. • Geothermie: Die Nutzung von Erdwärme kann langfristig zu den bedeutenden Energie- quellen zählen, die auch im Privathaushalt über Wärmepumpen nutzbar sind. Die bislang noch hohen Investitionskosten werden mit zunehmendem technischen Know-how und einer stärkeren Verbreitung der Geothermie voraussichtlich sinken. Bundesweit sind die Nutzungsmöglichkeiten für Geothermie unterschiedlich. Besonders günstig sind sie in Süddeutschland und entlang des Rheins. • Neue Mobilitätskonzepte verzahnen unterschiedliche Mobilitätssysteme sinnvoll mitei- nander: öffentliche Verkehrsmittel, E-Car-Sharing, E-Mobilität, Mobility on Demand, auto- nomes Fahren, Parkleitsysteme • Neue Infrastruktursysteme, modular aufgebaut: Breitband, Logistik, Sicherheit, Sensorik, Glasfaserausbau, Public WiFi • Beleuchtungskonzepte, LED-Straßenlampen • Stadtbäder mit hoher energetischer Selbstversorgung • Potenzialanalysen für den möglichen Ausbau von PV • Intelligente Müll-Entsorgungskonzepte • Wohnen und arbeiten: Co-Working Spaces, Verbindung von Wohnen und Kleinbetrieben, Handwerk4.0, Wohnen in Einklang mit Natur und Landschaft, bezahlbarer Wohnraum, hohe Wohnqualität • Nachhaltigkeit: regionale Produkt- und Wirtschaftskreisläufe, regionale Nahversorgung, regionale Projekte mit regionalem Investitionskapital Akteure: - EIFER Europäisches Institut für Energieforschung - EnBW AG – Kommunale Beteiligungen - evohaus GmbH - FZI Forschungszentrum Informatik - Fraunhofer Institute - Hochschule Karlsruhe - Karlsruher Institut für Technologie KIT - Seven2one GmbH - Stadtwerke Karlsruhe GmbH, SWK-N ovatec - TechnologieRegion Karlsruhe (Steuerungsfunktion) - offen für interessierte Dritte 3/8 Zeitplan: Sofort beginnen, Projekte zu identifizieren und umzusetzen. Mögliche Standorte für Smarte Quartiere: • Campus Nord als smarte Energiezelle - Energy Lab 2.0 (Seven2one, KIT) • Smart Energy Park (Seven2one, FZI) • Smartes Quartier in Durlach Aue oder Grötzinger Weg • „Energiemarkt der Zukunft – Landau Microgrid Project“ – Feldversuch des KIT in Zusam- menarbeit mit dem Technologieunternehmen „LO3 Energy“ und dem lokalen Energieversor- ger EnergieSüdwest AG evohaus GmbH realisiert bereits solche Projekte beziehungsweise befindet sich unter anderem im Ausschreibungsverfahren der Großen Kreisstadt Rheinstetten (Neue Stadtmitte). EnBW ist mit RBS Wave als Erschließungsträger landesweit aktiv und sondiert derzeit neue Quartiers- und Konversionsobjekte im Sinne der Zielsetzung in der Region. Zudem befindet sich das Quar- tier Wettersbach in der Projektierungsphase. Außerdem gibt es bereits Aktivitäten, Forschungsmittel für die Projekte „Smarter Campus Nord“ und „Smart Energy Park“ zu gewinnen. 4/8 II. Weitere Projekte Nachstehende Projekte wurden durch die Kerngruppe aus der Projektvorschlagsliste (s. Anlage 2) der Arbeitsgruppen (s. Anlage 1) ausgewählt. 1. Energieatlas für die TechnologieRegion Karlsruhe Ziel: Überblick über das Potenzial erneuerbarer Energien in der TRK mit Informationen zum aktuel- len Stand und den jeweiligen Entwicklungspotenzialen der dezentralen Energieerzeugung und zum regionalen Energiebedarf. Akteure: - EIFER Europäisches Institut für Energieforschung - KEK Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur - KIT Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) - Regionalverband Mittlerer Oberrhein - Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe Zeitplan: Zuständigkeiten sind zunächst zu klären. Umsetzung sofort bis 2021. Bis 2023 ist eine Ener- giebilanz (inkl. CO 2 -Bilanz) erstellt. 2. Aus- und Weiterbildung (Handwerk und Industrie) Ziel: Aufbau und Verstetigung eines zentralen überbetrieblichen und herstellerneutralen Aus- und Weiterbildungszentrums in der TRK als Ergänzung zu den bereits vorhandenen dezentralen und nicht konformen Angeboten. Ferner Entwicklung und Implementation digitaler Weiterbil- dungsangebote für Baupraktiker und Auszubildende im Bereich energetischer Gebäudesanie- rung. Akteure: - Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ( ICT) - Handwerkskammer Karlsruhe - Industrie- und Handelskammer - IHK-Bildungszentrum KA - KIT Zentrum für Mediales Lernen (ZML) 5/8 - Hochschule - Bildungsakademie - FZI Forschungszentrum Informatik - fokus.energie - Fachverbände - itb - Institut für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerk e. V. - IREES GmbH - Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien - FS Medien, Internet- und Service Provider für das Handwerk - offen für interessierte Dritte Zeitplan: Eine erste pilothafte Gemeinschaftsveranstaltung von HWK und FhG ICT hat Ende 2017 zum Thema Stromspeicher mit 45 teilnehmenden Handwerksbetrieben inklusive Feedback-Frage- bogen zur Veranstaltung und Bedarfsermittlung des Handwerks stattgefunden. Einem regionalen Projektkonsortium unter Leitung von fokus.energie wurde im Frühjahr 2018 die Förderzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Entwicklung eines digitalen branchenübergreifenden Dienstleistungs- und Weiterbildungs-Netzwerks für Hand- werksbetriebe und die berufliche Bildung erteilt. Im Rahmen des Vorhabens „DiKraft“ mit einer Laufzeit von vier Jahren soll in der TRK pilothaft eine branchenübergreifende Transferstelle für alle Gewerke rund um energieeffizientes Bauen und energetische Gebäudesanierung als Platt- form für digitale Weiterbildung aufgebaut werden. 3. European Energy Award (eea)/Energieplan Ziel: Planungs- und Kontrollinstrument, Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für Landkreise, Städte und Gemeinden - Wesentliche Bausteine sind regelmäßige Arbeitsprogramme und eine jährliche Berichterstat- tung auf Basis interner Audits - Auszeichnung für bislang erzielte Erfolge: Ab einer Zielerreichung von 50 % der zu G runde ge- legten Punkteskala wird der European Energy Award Silber, bei 75 %-Zielerreichung ein soge- nannter Award Gold verliehen. Akteure: - Landkreis- und Kommunalverwaltung, kommunale Gesellschaften, Energieversorger, Ver- kehrsunternehmen - Die jeweiligen Vertreter sind dabei in das „eea-Netzwerk“ beziehungsweise das kommunale Energieteam eingebunden. 6/8 Zeitplan: Zuständigkeiten sind zunächst zu klären. Umsetzung sofort bis 2021. Für den vierjährigen Zer- tifizierungsprozess entstehen je Landkreis Kosten von rund 15-25 TEUR. 4. Energie-Accelerator AXEL Ziel: - Aufbau und dauerhafter Betrieb eines Start-up-Accelerators zur Beschleunigung von Grün- dungsvorhaben mit hohem Erfolgspotenzial im Energiebereich - Beschleunigung von Innovationen und damit Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Schaf- fung neuer zukunftsfähiger Arbeitsplätze Akteure: - fokus.energie mit Partnern - offen für interessierte Dritte Zeitplan: Organisation befindet sich derzeit im Aufbau. Accelerator hat Betrieb aufgenommen. 5. Fernwärme Rheinstetten / Neue Stadtmitte Ziel: Die Fernwärme wird erstmals die Gemarkungsgrenze von Karlsruhe überwinden. Über eine 4 km lange Trasse bis zur noch zu errichtenden „Neuen Stadtmitte“ der großen Kreisstadt Rheinstetten werden künftig kommunale Liegenschaften, private Haushalte und Gewerbebe- triebe mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt (Investition: rund 4 Mio. EUR). Die emissi- onsarme und somit klimaschonende Heizenergie stammt zu über 90 % aus Prozessabwärme der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) und aus Kraft-Wärme-Kopplung bei der Stromerzeu- gung im Rheinhafen-Dampfkraftwerk der EnBW. Allein durch die Nutzung der MiRO-Abwärme reduziert sich der CO 2 -Ausstoß jedes Jahr um rund 100.000 t. Der Fernwärme-Ausbau nach Rheinstetten ist ein zentraler Baustein der Energiestrategie. Ins- gesamt ist der Karlsruher Fernwärme-Ausbau ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und das größte Klimaschutz-Projekt in der Region überhaupt. 7/8 Akteure: - MiRO - Netze BW GmbH (EnBW) - Rheinstetten GmbH & Co. KG - Stadt Rheinstetten - Stadtwerke Karlsruhe GmbH Zeitplan: Die Fernwärme-Kooperation wurde im Dezember 2017 durch Unterschrift der Partner besie- gelt. Erster Spatenstich wird voraussichtlich Mitte 2018 erfolgen. Die Inbetriebnahme der Fern- wärmeleitung ist zur Heizperiode 2020/21 geplant. 6. Relaunch der Internetplattform „EnergieRegion.com“ Ziel: Aufbau einer Informationsplattform zur Schaffung von Transparenz und zum Sichtbarmachen von Ergebnissen. Dies umfasst neben der Neugestaltung der Webseite den Aufbau eines Ener- gie- und Klimaportals Karlsruhe sowie einer zentralen Informationsplattform für Klimaschutz- und Energiedaten für Karlsruhe und die Region. Dazu gehört auch der Aufbau einer Kennzahlendatenbank für die Kommunen der TRK. Ziel ist es , auf Basis dieser Kennzahlen Maßnahmen zu erarbeiten, welche diese Kennzahl verbessern im Sinne des Management-KVP-Prozesses „ Plan-Do-Check-Act“. Eine einheitliche Datenbasis für alle Kommunen und Landkreise ist dabei wichtig. Die Veröffentlichung der Kennzahlen soll im Rahmen des Klimaportals erfolgen. Akteure: - Automotive Engineering Network (AEN) - fokus.energie - Seven2one - TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Zeitplan: Ab sofort möglich. Relaunch befindet sich derzeit in Abstimmung zwischen den Beteiligten. 8/8 7. RegioENERGIE – Zukunft Kommune Ziel: Der Megatrend der Urbanisierung wird voraussichtlich dazu führen, dass bis 2050 mit einem Einwohnerrückgang von zwölf Millionen im ländlichen Raum zu rechnen ist. Insbesondere die kleineren Kommunen sind davon betroffen. Zehn Kommunen aus den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt stemmen sich aktiv gegen diesen Trend. Sie haben sich 2014 zum ersten, land- kreisübergreifenden kommunalen Netzwerk RegioENERGIE zusammengeschlossen, eine Raumschaft von rund 65.000 Einwohnern. „WIR PACKEN’S AN“ ist der Slogan dieser zehn Re- gioENERGIE-Bürgermeister. Ziel ist es, mittelfristig die Attraktivität dieser Region zu stärken und somit die regionale Wirtschaftskraft und Lebensqualität unter Einbindung der Bürgerschaft nachhaltig zu steigern. Aufgrund des innovativen Ansatzes erhält RegioENERGIE Fördermittel für das Energieeffizienz-Netzwerk, ein übergreifendes Energie- und Klimaschutzkonzept, sowie für ein Elektromobilitätskonzept. Mit RegioENERGIEdigital haben sich diese Kommunen ganz aktuell auch am Landeswettbewerb „Zukunftskommune@BW“ beworben und wollen so ge- meinsam ihren Lebens- und Wirtschaftsraum von morgen gestalten. RegioENERGIE war im Ursprung ein vorgeschlagenes Leuchtturmprojekt für die Regionalent- wicklungsstrategie „smart movement“ im Zuge des Wettbewerbs RegioWIN und deren integra- ler Bestandteil. Das Projekt wurde von Fachjury des Landes als Schlüsselprojekt eingestuft. Die TRK fühlt sich dem Projekt vor diesem Hintergrund in besonderem Maße verpflichtet und möchte das Konzept begleiten. Akteure: - Bürgermeister der Gemeinden Au am Rhein, Bietigheim, Bischweier, Durmersheim, Elches- heim-Illingen, Kuppenheim, Malsch, Muggensturm, Ötigheim und Steinmauern - EnBW Energie Baden-Württemberg AG Zeitplan: Das kommunale Netzwerk RegioENERGIE befindet sich aktuell erneut in einer Bewerbungs- phase zu einem Landesförderwettbewerb. 1/1 Anlage 2 – BEIRAT Zur Unterstützung der Zielerreichung und zur Weiterentwicklung der Energiestrategie „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ soll ein ständiger Beirat eingerichtet werden, der den Projektbe- teiligten beratend zur Seite steht. Das Gremium soll maximal aus 15-20 Personen bestehen und bekommt ein Vorschlagsrecht für weitere Teilnehmer eingeräumt. Der Beirat soll zweimal jährlich zusammentreffen, um als Gremium auch neue Projekte aufzusetzen. Neben dem Vor- sitzenden des Beirats, der als politischer Mentor und als Schnittstelle zu politischen Entschei- dungsträgern agieren soll, sollen Vertreter der TRK und folgender Unternehmen und Institutio- nen dem Gremium ehrenamtlich angehören: - Automotive Engineering Network (AEN) - Büchele Lufttechnik GmbH - BW Bank - EIFER Europäisches Institut für Energieforschung - EnBW AG - Energieagentur Rheinland-Pfalz (Regionalbüro Mittelhaardt & Südpfalz) - evohaus GmbH - fokus.energie e.V. - FZI Forschungszentrum Informatik - Fraunhofer-Institute - Handwerkskammer Karlsruhe - Hochschule Karlsruhe - IHK Karlsruhe - KEK Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur - Karlsruher Institut für Technologie KIT - Regionalverband Mittlerer Oberrhein - Seven2one GmbH - Stadtwerke Karlsruhe GmbH - TechnologieRegion Karlsruhe GmbH - Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe 1/4 Anlage 3 – Teilnehmerliste der Arbeitsgruppen 1-4 Mitwirkende in den Arbeitsgruppen der „Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe“ (Die Koordinatoren der Arbeitsgruppen und das Kernteam sind hervorgehoben). AG 1 Teilnehmer 1. AG 1 Prof. Dr. Nurten AVCI, EIFER 2. AG 1 Thomas BECK, Smart Geomatics Informationssysteme GmbH 3. AG 1 Michael BECKER, Athos 4. AG 1 + 3 Prof Dr. Marco BRAUN, Hochschule Karlsruhe 5. AG 1 Andrea BÜHLER, Wifö KA 6. AG 1 + 3 Bert FLEGEL, EnBW 7. AG 1 + 4 Prof. Dr. Ute KARL, EIFER 8. AG 1 Prof. Dr. Michael KAUFFELD, Hochschule KA 9. AG 1 Wencke KIRCHNER, IHK KA 10. AG 1 Bodo KOLTZE, Handwerkskammer KA 11. AG 1 Benedikt KOZIOL, IHK KA 12. AG 1 Uwe KRULL, SEW Eurodrive 13. AG 1 + 3 Michael KRUTWIG, Krumedia GmbH 14. AG 1 + 4 Thomas KULL, Stadtwerke Bruchsal GmbH 15. AG 1 + 3 + 4 Ilja LIFSCHIZ, IHK KA 16. AG 1 Dr. Marc MÜHLECK, IHK 17. AG 1 Dr. Fabian RIGOLL, FZI KA 18. AG 1 Prof. Dr. Hartmut SCHMECK, FZI / KIT 19. AG 1 + 3 + 4 Dr. Thomas SCHNEPF, Stadtwerke KA 20. AG 1 Dr. Volker STELZER, KIT-ITAS 21. AG 1 Dr. Felipe Andrés TORO, IREES 22. AG 1 Dr. Stefan TRÖSTER, Fraunhofer ICT 23. AG 1 Prof. Dr. Martin WIETSCHEL, ISI Fraunhofer 2/4 AG 2 24. AG 2 Stefan BARTH, KIT - IRM 25. AG 2 Dr. Uta CUPOK, itb 26. AG 2 Ralf EICHHORN, Wirtschaftsförderung KA 27. AG 2 Dr. Birgit ESTER, itb 28. AG 2 Alexander FAUCK, Technologiefabrik 29. AG 2 Prof. Dr. Carsten HAHN, Hochschule KA 30. AG 2 Eduardo HERRMANN, Steinbeis Europazentrum 31. AG 2 Dr. Jonathan LÖFFLER, Steinbeis Europazentrum 32. AG 2 + 4 Prof. Dr. Rainer MERZ, Hochschule Karlsruhe 33. AG 2 Helmut OEHLER, Stadtwerke Baden-Baden 34. AG 2 Peter ÖSTERLIN, Elektroinnung Karlsruhe 35. AG 2 Michael SCHÖN, fokus.energie 36. AG 2 Dr. Jan SCHRÖDER, Hochschule Karlsruhe 37. AG 2 Prof. Dr. Orestis TERZIDIS, KIT - EnTechnon 38. AG 2 Frank THIEME, KMK 39. AG 2 Oliver WILL, Die Strategiemanufaktur 40. AG 2 Bodo WÜNSCH, KIC InnoEnergy AG 3 41. AG 3 Martin APPEL, Energieagentur Mittelbaden 42. AG 3 Dr. Birger BECKER, EnQS / FZI 43. AG 3 + 4 Michael BECKER, Energieeffizienzberatung Erneuerbare Energien AG 1 + 3 Prof Dr. Marco BRAUN, Hochschule Karlsruhe 44. AG 3 Dr. Wolfgang BREH, KIT-Zentrum Energie 45. AG 3 Gerhard BÜCHELE, Büchele Lufttechnik GmbH 46. AG 3 Tamer EKIZ, Smart Geomatics AG 1 + 3 Bert FLEGEL, EnBW 47. AG 3 + 4 Heinz HANEN, evohaus GmbH 48. AG 3 Jasmin KHAN, Energieagentur Kreis Karlsruhe 3/4 49. AG 3 Markus KLEHR, VBK 50. AG 3 Alicja KOZLOW, VBK AG 1 + 3 Michael KRUTWIG, Krumedia GmbH 51. AG 3 Martin LAUTENSCHLAGER, Stadt Baden-Baden AG 1 + 3 + 4 Ilja LIFSCHIZ, IHK KA 52. AG 3 Ute MATYSEK, Handwerkskammer KA 53. AG 3 Veit MOOSMAYER, KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur 54. AG 3 Dieter PROSIK, Stadt Ettlingen 55. AG 3 Sascha RACHOW, Landkreis Germersheim AG 1 + 3 + 4 Dr. Thomas SCHNEPF, Stadtwerke KA 56. AG 3 Birgit SCHWEGLE, Umwelt- und Energieagentur Mittelbaden 57. AG 3 Sabine WAND; Umwelt- und Energieagentur Mittelbaden 58. AG 3 Jutta WEGMANN, Landkreis Germersheim 59. AG 3 Michael Weiß, Landkreis Rastatt AG 4 60. AG 4 Prof. Dr. Thomas AHNDORF, Hochschule Karlsruhe 61. AG 4 Dr. Volkmar BAUMGÄRTNER, RVMO AG 3 + 4 Michael BECKER, Energieeffizienzberatung Erneuerbare Energien 62. AG 4 Volker BUNTE, star.Energiewerke GmbH 63. AG 4 Waldemar EPPLE, aen-automotive. engineering.network e.V. 64. AG 4 Michael GUTJAHR, EnBW 65. AG 4 Prof Dr. Veit HAGENMEYER, KIT AG 1 + 4 Prof. Dr. Ute KARL, EIFER 66. AG 4 Stefan KLECK, Stadtwerke Bretten AG 1 + 4 Thomas KULL, Stadtwerke Bruchsal GmbH AG 1 + 3 + 4 Ilja LIFSCHIZ, IHK KA 67. AG 4 Thomas MAIER, MIRO Karlsruhe AG 2 + 4 Prof. Dr. Rainer MERZ, Hochschule Karlsruhe 68. AG 4 Jeannine PETRY, KIC InnoEnergy 4/4 69. AG 4 Frank SALZER, EnBW 70. AG 4 Dr. Christoph SCHLENZIG, Seven2one Informations-systeme GmbH AG 1 + 3 + 4 Dr. Thomas SCHNEPF, Stadtwerke KA 71. AG 4 Dirk VOGELEY, KEK – Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur 72. AG 4 Dr. Thomas WALTER, Easy Smart Grid GmbH 73. AG 4 Julia WINTER, RVMO Kernteam: 74. AG 1 + 2 + 3 + 4 Nicole WALTHER, ABZ Stadt Karlsruhe (Gesamtkoordination) 75. AG 1 + 2 + 3 + 4 Joachim BALDERMANN (Berater ABZ) 76. Dr. Hans HUBSCHNEIDER (Fokus.energie) 77. Jochen Ehlgötz, TRK GmbH 78. Prof. Dr. Peter HEYDEBRECK, inno AG 79. Dr. Kirsten Petersen, inno AG 80. Aneta RADON (Graphic Recording) 81. Edelgard GRUBER (Protokoll) 1/8 Anlage 4 – Übersicht der Projektvorschläge der Arbeitsgruppen LfNr. Projektthema Autor Arbeitsgruppe (AG 1 bis AG 4) 1 Reallabor Energie 2.0 Stelzer ITAS AG 1 2 Energieatlas - Potenziale und Nachfrage nach EE Stelzer ITAS AG 1 3 Nachhaltige Energiebilanz - NEB Stelzer ITAS AG 1 4 Lageplan/ Atlas der Energieprojekte in der TRK: "Energie-Hot-spots" des Energieforums Karlsruhe als ein starkes regionales Netzwerk. Hier fehlen jedoch viele Projekte und Forschungseinrichtungen. Zielgruppe Unternehmen Bühler (Wifö Ka) AG 1 5 - entfällt - 6 Die CEB Energieeffizienz-Messe als regionale Plattform, insbeson- dere um die Sichtbarkeit der TRK in den Bereichen Energie und Technologie zu steigern. Zielgruppe: Externe Bühler (Wifö Ka) AG 1 7 Übersicht über neue Technologien, bei denen die TRK ein Alleinstel- lungsmerkmal hat. SWOT: F&E Schwerpunkte Kauffeld (HS Ka) AG 1 8 Übersicht über Netzwerke (Art TRK Cluster-Atlas): Forschungsein- richtungen und Unternehmen. Zielgruppe: F&E Community Kauffeld (HS Ka) AG 1 9 Technologiescouts, die die Partner zusammenbringen. Zielgruppe: F&E Community Kauffeld (HS Ka) AG 1 2/8 10 Erstellung nachhaltiger Energiebilanzen: Erhebung aller Potenziale in der TRK (Geothermie, Solar, Wind, Wasser) und Vergleich mit dem Energiebedarf, um sagen zu können, welcher Anteil des Be- darfs regenerativ erzeugt werden kann, einschließlich Sektorkopp- lung Wärme/Strom/Verkehr. Das Potenzial für erneuerbare Ener- gien in der TRK wird bisher selten kommuniziert. Energiekarte: räumliche Darstellung der Energieversorgung und der Nutzungspo- tentiale in der TRK als Visualisierung des vorgenannten Vorschlags. SWOT: TRK Energiepotenzial Stelzer (KIT-ITAS) AG 1 11 Netzwerk klimaoptimierte Klärwerke (NekoK): Kläranlagen sind große Energieverbraucher, haben ein hohes Potenzial und Flächen zur Nutzung von Solarenergie sowie große Mengen chemisch ge- bundener Energie im Klärschlamm. Stelzer (KIT-ITAS) AG 1 12 Test- und Entwicklungszentrum erneuerbare Energie: Das ICT hat genug Platz für Anlagen und würde gerne weitere technische Ent- wicklungen einbinden, d. h. als Basis dienen, damit Entwickler ihre Materialien und Komponenten testen und zur Marktreife bringen können. ICT könnte einen „Erneuerbare-Energien-Zentrums-Cam- pus“ anbieten. Zielgruppe: Entwickler der Region Tröster (ICT) AG 1 13 Energiemanagement im Verbund größerer Einrichtungen (Areale): gemeinsames Energiemanagement, z. B. für mehrere Labor- und Bürogebäude. Ein konkret konzipiertes gemeinsames Projekt von FZI, FhG IOSB, Technologiefabrik, PTV liegt vor, ähnliche Areale sollte es auch an anderen Standorten in der TRK geben. Das Pro- jekt von FZI und Partnern könnte dafür ein Pilotprojekt sein. Zielgruppe: private und öffentliche Investoren Schmeck (KIT und FZI) AG 1 14 Umstellung öffentlicher Fuhrparks auf Elektromobilität, auch Car- sharing. Die Post baut bereits eigene Elektroflotte auf, öffentliche Einrichtungen könnten hier vorangehen und die Vorteile der Nut- zung von Elektromobilität demonstrieren, die Region könnte vorbild- liche Ladeinfrastruktur aufbauen. Zielgruppe: Öffentliche Hand als Investor Schmeck (KIT und FZI) AG 1 3/8 15 Energieschaufenster: Demonstration lokaler Fortschritte in der Energiestrategie, Sicht-barmachen des aktuellen Stands der Umset- zung der Energiestrategie durch Visualisierung der Historie, des ak- tuellen Zustands (Echtzeitmonitoring) und der geplanten weiteren Schritte. Zielgruppe: TRK Öffentlichkeit Schmeck (KIT und FZI) AG 1 16 Aus- und Weiterbildung mit IHK und Handwerkskammer: Ziel ist, Handwerks- und Industriebetriebe im Bereich neuer Technologien zu ertüchtigen, z. B. im Umgang mit Speichern, Installation stationä- rer Speicher, ihre Auslegung, Kopplung Wärme/Kälte, Integration von BHKW, Sicherheitsaspekt für Energielösungen, dezentrale Energie-Lösungen für Quartiere/Kommunen. (...) Für besonders wichtig halten die Teilnehmer gewerkeübergreifende Lösungen – im privaten und gewerblichen Bereich – zwecks energetischer Opti- mierung. Hierzu sind zusätzliche Qualifikationen notwendig. Der Handwerker steht an vorderster Front und muss die Umsetzung leisten, Wartung durchführen etc. Die meisten Handwerker sind tra- ditionell an Hersteller gebunden, Hersteller bieten aber keine über- greifenden Lösungen an. Zielgruppe: Handwerk Tröster (ICT) AG 1 17 „LoRa („long range“) TRK“: steht für ein neues Funknetz für IoT (In- ternet of Things), das eine Service-Plattform für Energiedienstleis- tungen vielfältiger Art ermöglichen würde. Zielgruppe: Entscheider im Rahmen des Energiemanagements Anwendungsbeispiele: Fernablesung von Zählern im Rahmen des Energiemanagements nach ISO 50001 in Unternehmen, Service- Angebote für Kommunen, Nutzung durch Stadtwerke, auch durch Privatleute. Krutwig (krumedia) AG 1 18 G-Lab, Erweiterung für energiebezogene Gründungen HS Ka AG 2 19 Fokus-Energie AG 2 20 Inselkooperationen (internationale Kooperationen) Smart Easy Grid AG 2 21 Wissenschaftlicher Energiekongresse KMK AG 2 22 Marke aufbauen+ Kommunikationsstrategie HS Ka AG 2 4/8 23 Transnationale Beziehungen Indien/ Australien HS Ka AG 2 24 Best-Practice-Unternehmerabende: In regelmäßigen Abständen (z.B. alle zwei Monate) werden Unternehmerabende durchgeführt (max. 3 Std.) zu relevanten Themen aus den Bereichen. • Energiewende/Smart Home & Living • Digitalisierung/E-Learning • Kooperation/Wertschöpfungsnetzwerke • Energetische Gebäudesanierung (Schnittstellen für Gewerke) Zum Aufbau: 1) Der Eingangs-Vortrag wird von einem Best-Practice-Betrieb gehal- ten. 2) Es folgt die Vorstellung einer Transferanalyse vom itb (Wel- che Schritte führen zum Erfolg?) 3) Dann folgt eine Diskussion/Fra- gerunde mit den Gästen und vom itb moderiert.(d) Zielbeitrag - Was soll mit der Maßnahme erreicht werden? • Durch dieses Format können KMU von anderen KMU lernen. • Die Bereitschaft von anderen Betrieben zu lernen bzw. mit ande- ren Betrieben Erfahrungen auszutauschen, ist erfahrungsgemäß wesentlich größer als auf andere Weise. • Der Wissenstransfer bezüglich relevanter Themen für die Wettbe- werbsfähigkeit von KMU in der TRK wird deutlich beschleunigt. ITB AG 2 25 Technologietransfermanagement ausbauen Wifö KA AG 2 26 Energie-Accelerator fokus.energie AG 2 27 Energieschule IHK AG 3 28 - entfällt - 29 Umsetzung Wärmepumpe, Geothermie und Eisspeicher Marco Braun / Schwegle AG 3 30 Erfassung und Abbildung lokaler und regionalen Energie-Infrastruk- tur zur soliden Planung der nachhaltigen Energieversorgung Becker / Ekiz (Smart Geo- mentrics) AG 3 31 Energiesparen im Verbund Walzbachtal- Wärmelieferung kommuna- ler Gebäude Marco Braun / Schwegle AG 3 5/8 32 Neufassung der Plattform energieregion-karlsruhe TRK AG 3 33 Angebotsberatung Bebauungsplan AG 3 AG 3 46 LED Straßenlampen - Großinitiative HS Ka Ahdorf AG 3 34 Beratung zu Kundensegmenten AG 3 AG 3 35 - entfällt - 36 Planung im Bestand: In Neubaugebieten ist vieles einfacher zu ver- wirklichen. Einen Großteil der Gebäude macht aber der Bestand aus. Ein Hemmnis ist, dass ältere Hausbesitzer nichts mehr umset- zen wollen. Auch die Wirtschaftlichkeit ist im Bestand ein Problem. • Herr Schnepf schildert eine Zusammenarbeit mit der Wohnungs- wirtschaft in Durlach-Aue als gutes Beispiel: Es soll eine Kombina- tion von BHKWs und PV für Wohnblöcke mit möglichst hoher Eigen- stromversorgung geben; die BHKWs werden stromgeführt gesteuert zwecks Unabhängigkeit vom Nutzerverhalten. Wenn es Fördermittel gibt, kann man das auch noch mit Wärmepumpen kombinieren. • Die Stadtwerke Bretten haben viele kleine Projekte durchgeführt und viel Erfahrung gesammelt. Das Wärmethema ist für beste- hende Quartiere besonders interessant. Es ist zu beachten, dass Projekte innerhalb des operativen Tagesgeschäfts laufen müssen. Die verfügbaren Mittel sind knapp. Hoch aufgehängte Konzepte, z. B. Wärmeatlas oder Abwärmenutzung, wurden diskutiert, konnten aber nicht realisiert werden. Ideensammlung AG 3 37 Aufbau Datenbank für Energiekennzahlen aen AG 4 38 Rundum-Sorglos-Paket Photovoltaik HS Ka AG 4 39 Maximaler Ertrag aus Agrarflächen HS Ka AG 4 6/8 40 Energetisch autarke Stadtbäder HS Ka AG 4 41 Rundum-Sorglos-Paket Sektorkoppelung HS Ka AG 4 42 Netzzelle- Flexibilisierung Stromverbrauch (Demand-Side -Management, Sektorkoppelung) Easy Smart Grid AG 4 43 Energie- und Klimaportal TRK Seven2one Schlenzig AG 4 44 Smart Energy Park Karlsruhe SEP Seven2one Schlenzig AG 4 45 Quartier der Zukunft: ENBW Gutjahr AG 4 47 Power2Gas Demonstrator (Leuchtturmprojekt) HS Ka Ahdorf AG 4 48 Quantitative Ziele der TRK Körperschaften erfassen Epple AG 4 49 Nahwärmeversorgung STW Schnepf AG 4 50 Mieterstrom STW Schnepf AG 4 51 Mein Solardach STW Schnepf AG 4 52 Aufbau von Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge in Tiefgaragen STW Schnepf AG 4 7/8 53 Energie- und Klimaportal für Karlsruhe und die Region: Sichtbarma- chung der gegenwärtigen Aktivitäten. Dazu müsste man Daten aus verschiedenen Quellen, z. B. der Energie- und Klimabilanz Karls- ruhe, sammeln, aufbereiten, verfügbar machen. Auch Echtzeitdaten (Viertelstundenmessungen) wären sinnvoll. Damit könnte man auch Trend und Fortschritte dokumentieren und die Daten als Grundlage für Studien und Maßnahmen nutzen. Der Betrieb des Portals muss zentral organisiert werden, z. B. von den Stadtwerken, der KEK, von einem Forum oder anderen Akteuren. Zielgruppe: Projektplaner, Entscheider Schlenzig (Seven2one) AG 4 54 Intelligenter Gewerbepark, z. B. Technologiefabrik (deren Renovie- rung und energetische Ertüchtigung ansteht), „House of living Lab“ des FZI, Fraunhofer Institut, Informatik-Forschungszentrum. Auf- gabe ist, ein gemeinsames Energiemanagement zu betreiben mit dem Ziel eines Effizienz- und Flexibilitätsgewinns. Zielgruppe: private und öffentliche Investoren Schlenzig (Seven2one) AG 4 55 Zukunftsfähige Beheizung der Häuser: Die Energiewende war bis- her v. a. eine Stromwende. Jetzt geht es um die zukunftsfähige Be- heizung der Häuser, z. B. mit Wärmepumpe, Brennstoffzelle, kos- tengünstigen Speichern. Man muss jetzt die physikalischen Voraus- setzungen schaffen und die Häuser entsprechend bauen, um Flexi- bilität als virtuellen Speicher zu nutzen. Auch eine erzieherische Tä- tigkeit ist nötig, um den Bürgern die Zusammenhänge verständlich zu machen. Wesentliche Akteure sind Stadtwerke, Hochschulen. Zielgruppen sind Immobilienbesitzer und –betreiber. Ideensammlung AG 4 56 Fernwärme (KWK/WKK): MIRO würde neben Fernwärme-Auskopp- lung gerne mehr machen: im Sommer gibt es einen Wärme-Über- schuss, aber z. B. Kälte aus Wärme ist nicht wirtschaftlich. Die Zu- sammenarbeit mit den Stadtwerken ist gut, aber Verhandlungen mit vielen Einzelkun-den kann man sich nicht vorstellen. Herr Salzer erwähnt die Planungen für Rheinstetten/Forch- heim/Mörsch: geplante Fern-wärmeversorgung von der MIRO, „neue Stadtmitte“, mittelfristig Entwicklung eines neuen Quartiers mit vielfältigen Möglichkeiten, z. B. Umweltsensorik, Parkraumbe- wirtschaftung mit Steuerung über Sensoren. Es ist zu klären, wie hoch die Kosten sind, was der Nutzen ist und wer investiert. Ideensammlung AG 4 8/8 57 In Heilbronn wird ein energieautarkes Zukunftsquartier mit Miet- wohnungen entwickelt. Wenn der Gemeinderat ein solches Projekt unterstützt und man Hauseigentümer hat, die mitmachen, kann man viel experimentieren. Aber diese müssen auch einen Nutzen haben, und die politischen Rahmenbedingungen müssen gegeben sein. Ideensammlung AG 4 58 TRK Erfahrungsaustausch TRK Quartiersplanung (Neubau): Baden- Württemberg hat die meisten Quartierskonzepte in Deutschland, davon viele im Raum Karlsruhe. Es gibt auch Beratungsprotokolle, Abschlussberichte etc., die man nutzen könnte. Herr Vogeley erwähnt das projektierte Quartier Wettersbach und bietet an, dieses als Vorschlag einzubringen. Dort gibt es gute Rah- menbedingungen, innovative Ansätze sind möglich, z. B. Mieter- strommodelle. Daten werden durch Befragungen gesammelt. Finan- zierung und Fördermittel sowie wissenschaftliche Begleitung sind vorhanden. Die TRK könnte andere Kommunen motivieren, nach diesem Beispiel Projekte zu entwickeln. Eventuell kann man auch Beispiele in anderen Regionen finden und „kopieren“. Zielgruppe: (Stadt-) Planer Ideensammlung AG 4 60 Herr Epple hält eine Roadmap der Ziele für erforderlich. Der Zieler- reichungsgrad müsse messbar sein, sonst könne man keine Maß- nahmen angehen. Er stellt sich vor, dass z. B. ein Landkreis Ziele definiert und sie auf die Gemeinden herunterbricht. Infolge der Ein- führung eines einheitlichen Zielsystems entstehe politischer Druck, Maßnahmen durchzuführen. Dann müssten die Gemeinden mitzie- hen. Andere Teilnehmer unterstützen diese Argumentation. Auch Vertreter der Pfalz, die in den AGs fehlen, könnten durch die Ziele motiviert werden. Herr Epple bietet an, einen Vorschlag für die Roadmap zu formulieren. Ideensammlung AG 4 61 Herr Walter hat bereits eine Projektidee zu Papier gebracht: „Flexi- bilisierung Stromverbrauch“. Dabei geht es um ein preisbasiertes Energiemanagement mit variablen Endkundenpreisen. Mittels Techniken wie Wärmepumpe, Kraft-Wärmekopplung, dezentrale Speicher, Laden von E-Fahrzeugen sollen die Flexibilitätspotenziale erschlossen werden. Hierzu sind Demoprojekte erforderlich. Ideensammlung AG 4 1/1 Anlage 5 – Graphic Recording – Plenum-Workshop am 23.10.2017 Graphische Darstellung der Ergebnisse des Plenum- Workshops zur Erarbeitung von Prozess, Zielen und Aufgaben der Energiestrategie und dem weiteren Vor- gehen (erstellt von Fr. Aneta Radon).
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2018/0536 Dez. 1 Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 11.09.2018 3 x Beschlussantrag Der Hauptausschuss beschließt, die Vorlage und die zugehörige Energiestrategie der Technolo- gieRegion Karlsruhe - „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ zur Kenntnis zu nehmen, in weite- ren Gremien und Beteiligungen der Stadt bekannt zu machen und im regional-, umwelt- und ordnungspolitischen Kontext anzuwenden. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein x ja Handlungsfeld: Umwelt, Klimaschutz und Stadtgrün Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein x ja abgestimmt mit KEK - Karlsruher Energie- u. Klimaschutzagentur gGmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 TRK-Energiestrategie „Smart Energie – TRK Mission 2 Grad“ Die Pariser und Bonner Klimakonferenzen 2015 und 2017 haben eindeutige Ziele zur Reduktion der Treibhausgase bis zum Jahr 2050 formuliert als Voraussetzung die Erderwärmung auf ma- ximal 2°C zu begrenzen und damit den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern. Die Akteure in der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) wirken auf unterschiedlichen Ebenen in unterschiedlichem Maße bereits an der Zielerreichung mit. Die Energiewende stellt die TRK vor große gesellschaftliche und regionalpolitische Herausforde- rungen, bietet jedoch auch viele Chancen. Um diese zu nutzen, wurde mit dem vorliegenden Dokument (s. Anlage) erstmals für die Region eine Energiestrategie entwickelt, die den einzel- nen Akteuren und nicht zuletzt den Kommunen und politischen Entscheidern einen Handlungs- rahmen geben kann, der ein abgestimmtes regionales Vorgehen ermöglicht. Die Chancen für eine erfolgreiche Entwicklung der Region insgesamt lassen sich allerdings nur realisieren, wenn sich alle Beteiligten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern, Verbän- den und Kommunen gemeinsam auf regionaler Ebene engagieren. Die vorgestellte Strategie soll die Akteure in der TRK motivieren und unterstützen Initiativen auf die gemeinsame Zielsetzung hin auszurichten, um so die Energiewende wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch zu einem Erfolg zu machen. Dabei sind sich die Akteure bewusst, dass die Energiewende nur effektiv und effizient gelingen kann, wenn auch die Bürgerinnen und Bürger diese mittragen und -gestalten. Das Verständnis und die Akzeptanz, dass hier dringender Handlungsbedarf geboten ist, die Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit sind dabei entscheidende Erfolgsfaktoren. Gelingen kann die Energie- wende dann, wenn Wirtschaft und Wissenschaft die sich daraus ergebenden Möglichkeiten erkennen, die Innovationspotenziale der Region gemeinsam heben und neue wettbewerbsfähi- ge Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln und skalierbar an die globalen Märkte bringen. Zugleich muss als unabdingbare Voraussetzung die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und der Unternehmen im nationalen wie internationalen Rahmen erhalten und gesi- chert bleiben. Die TRK hat hierfür hervorragende Voraussetzungen. Neben wirtschaftlicher Prosperität, wissen- schaftlicher Expertise und qualifizierten Fachkräften, zählen hierzu insbesondere die energie- fachlichen Kompetenzen. Durch die Verbindung mit den weiteren Schwerpunkten Mobilität sowie Digitalisierung und der sich daraus ableitenden Systemkompetenz kann die TRK ihre füh- rende Rolle in Europa weiter ausbauen. Eindrucksvoll wurde das bei der Erarbeitung der Strategie deutlich. Mehr als 70 Experten aus der ganzen Region aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern und Verwaltung haben sich in vier Arbeitsgruppen in einem zirka einjährigen Prozess auf die Eckpunkte der vorliegenden Energie- strategie verständigt. Von Seiten der Stadt Karlsruhe und ihrer Töchter waren beteiligt: Karlsru- her Energie- und Klimaschutzagentur, Stabsstelle Außenbeziehung (ABZ, jetzt SAM), Stadtwer- ke Karlsruhe, VBK und Wirtschaftsförderung Karlsruhe. Für die Expertenrunde war es von besonderer Bedeutung, neben den grundsätzlichen Vorga- ben, bereits erste Projekte mit regionalem Ansatz und Bedeutung in einem Aktionsplan zu defi- nieren und eindeutige Verantwortungs-, Aufgaben- und Kompetenzzuweisungen vorzuneh- men. Erst mit der Realisierung dieser und weiterer Projekte, wird die Strategie ihre Schlagkraft sowohl nach innen wie auch nach außen in vollem Umfang entwickeln können. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 „Smart Energy - TRK Mission 2 Grad“ ist neben der Mobilitätsstrategie „Smart Movement – Region in Bewegung“ und der derzeit in Planung befindlichen Digitalisierungsstrategie, eine der 3 Fachstrategien, die die strategische Gesamtaufstellung der Region tragen werden. Damit un- terstreicht die TRK ihren Anspruch sektorales Denken zu überwinden und anstelle dessen einen systemübergreifenden Ansatz zu verwirklichen. Die Geschäftsstelle der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH hat die Initialisierung des Prozesses und im Weiteren die Erarbeitung der Strategie moderiert und koordiniert (bis Jahresende 2017 Federführung ABZ, Stadt Karlsruhe). Um das zwischen den Partnern im Laufe des letzten Jahres entstandene Vertrauen, das intensive Engagement bei der Mitarbeit und die hohe Bereitschaft zahlreicher Akteure in der jetzt anstehenden Umsetzungsphase Verantwortung zu übernehmen, wurde der Gesellschafterversammlung empfohlen, einen Beirat einzurichten. Zudem wurde empfohlen, die Geschäftsstelle mit der Steuerung der weiteren Schritte zu beauftragen. Damit kann sichergestellt werden, dass die entstandene Dynamik aufgegriffen und – ähnlich der Ent- wicklung im Fokusthema Mobilität – weiter verstärkt wird. Beirat Zur Unterstützung der Zielerreichung, zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Energiestra- tegie und zur Begleitung der vorgeschlagenen Projekte des Aktionsplans soll ein ständiger Beirat eingerichtet werden, der den verantwortlichen Projektbeteiligten beratend zur Seite steht. Die Beiratsmitglieder sollen aber auch selbst in ihrem direkten Umfeld Projekte initiieren, implemen- tieren, begleiten/überwachen und bewerten. Die Beiräte werden auch an die TRK herangetra- genen Projekt- und Quartiersstandortanfragen sondieren und treiben. Das Gremium wird aus max. 15 Personen bestehen und bekommt ein Vorschlagsrecht für weitere Teilnehmer einge- räumt. Der Beirat soll regelmäßig zusammentreffen, um als Gremium die vorgenannten Aufga- ben zu bearbeiten. Neben dem Vorsitzenden des Beirats, der als politischer Mentor und als Schnittstelle zu politischen Entscheidungsträgern agieren soll, werden Vertreter aus der TRK und ihrem Gesellschafterkreis dem Gremium ehrenamtlich angehören. Sowohl der Aufsichtsrat als auch die Gesellschafterversammlung der TechnologieRegion Karls- ruhe GmbH haben die Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ in ihren Sitzungen am 18. Mai 2018 (AR) bzw. am 15.06.2018 (GV) einstim- mig verabschiedet. Weitere Gremienbeschlüsse Die neue TRK-Energiestrategie erfährt bereits sehr große Zustimmung und ein klares Bekenntnis pro Strategie und pro Ziele sowohl innerhalb der Stadt Karlsruhe als auch in der ganzen Region. Aktuell haben bereits erste Gremienbefassungen der Gesellschafter stattgefunden (IHK Karlsru- he, Vollversammlung (einstimmig zugestimmt)) bzw. sind geplant (z. B. Stadt Rheinstetten, 25.09.2018 oder Regionalverband Mittlerer Oberrhein 14.11.2018). Kommunikation Die TRK Geschäftsstelle erarbeitet derzeit ein auf die jeweiligen Zielgruppen ausgerichtetes Kommunikationskonzept. Dabei sollen sowohl regionale als auch überregionale Medien, wie Presse, TV, Fachpublikationen aber auch Soziale Medien genutzt werden. Die Gesellschafter und weitere Partner haben bereits seitens ihrer Öffentlichkeitsarbeitseinheiten ihre Unterstützung angeboten. Der Beitrat soll bereits in seiner konstituierenden ersten Sitzung Ende September über dieses Kommunikationskonzept beraten bzw. beschließen. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss beschließt, die Vorlage und die zugehörige Energiestrategie der Technolo- gieRegion Karlsruhe - „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ zur Kenntnis zu nehmen, in weite- ren Gremien und Beteiligungen der Stadt bekannt zu machen und im regional-, umwelt- und ordnungspolitischen Kontext anzuwenden.
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Extrahierter Text
Niederschrift 33. Sitzung Hauptausschuss 11. September 2018, 16:30 Uhr öffentlich Großer Sitzungssaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 3. Punkt 3 der Tagesordnung: Energiestrategie der TechnologieRegion Karlsruhe Vorlage: 2018/0536 Beschluss: Der Hauptausschuss nimmt die Vorlage und die zugehörige Energiestrategie der Technolo- gieRegion Karlsruhe - „Smart Energy – TRK Mission 2 Grad“ zur Kenntnis, und beschließt, diese in weiteren Gremien und Beteiligungen der Stadt bekannt zu machen und im regio- nal-, umwelt- und ordnungspolitischen Kontext anzuwenden. Abstimmungsergebnis: mehrheitliche Zustimmung (1 Nein) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 3 zur Behandlung auf und berichtet, man er- lebe gerade einen Klimawandel, begleitet von einer Energiewende, die durchaus ihre Tü- cken habe. Daher wolle man sich als Region positionieren, um die Innovationspotentiale, die in der Region stecken, zu mobilisieren, um neue wettbewerbsfähige Produkte, Dienst- leistungen sowie Geschäftsmodelle entwickeln und präsentieren zu können. Auch hier ste- he man im Wettbewerb mit anderen Regionen. An dieser Stelle habe die TechologieRegion vor etwas mehr als einem Jahr mit ihrer Arbeit angesetzt. Sie vernetze Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand in den Themenfeldern Mobilität, Digitalisierung und Energie. Drängende Zukunftsfragen sollen auf regionaler Ebene gemeinsam angegangen und Projekte im Reallabor-Maßstab initiiert werden. Aufgabe der Geschäftsstelle sei es dabei, die zugehörigen Prozesse anzustoßen, den po- tenziellen Partnern in der Region eine Plattform zu bieten und die Arbeit zu koordinieren und zu steuern. Entsprechend basiere die vorliegende Energiestrategie auf einem Strategiefindungsprozess, an dem insgesamt rund 70 Experten aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft aus der – 2 – gesamten Region beteiligt gewesen seien. Von Seiten der Stadt Karlsruhe seien die Karls- ruher Energie- und Klimaschutzagentur, die Stabstelle Außenbeziehungen (SAM), die Stadtwerke Karlsruhe, die VBK und die Wirtschaftsförderung Karlsruhe als Partner einge- bunden. Diese haben in vier Arbeitsgruppen gearbeitet „Neue Technologien“, “Wettbewerbsfähig- keit“, „Energieeffizienz“ und „Energiesysteme“. Begonnen habe der Prozess mit einer Auf- taktveranstaltung am 10. April 2017 und sei mit einem Plenumsworkshop am 23. Oktober 2017 fortgeführt worden. Nach Beratung im Aufsichtsrat der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH am 15. Juni 2018 habe man die Energiestrategie nun in der Gesellschafterversamm- lung verabschiedet. Er wolle darauf hinweisen, dass der Prozess hin zur Energiestrategie der TRK bis Ende des Jahres federführend von der Stadt Karlsruhe, namentlich von Frau Nicole Walther von der Stabstelle Außenbeziehungen, vorangetrieben worden sein. Für die geleistete Arbeit danke er ihr. Das nun vorliegende Konsenspapier werde seitens der Partner vollumfänglich mitgetragen. Dabei sei es für die Expertenrunde von besonderer Bedeutung, bereits erste Projekte mit regionalem Ansatz und Bedeutung in einem Aktionsplan zu definieren und eindeutige Ver- antwortung-, Aufgaben- und Kompetenzzuweisungen vorzunehmen. Erst mit der Realisie- rung dieser und weiterer Projekte werde die Strategie glaubwürdig und werde sich nach innen wie auch außen entwickeln können. Schließlich sei es der Gesellschafterversammlung wichtig gewesen, die Dynamik aufzugrei- fen und auch künftig zu nutzen. Der weitere Prozess solle durch einen Beirat begleitet werden. Der Beirat werde Ende September 2018 zur konstituierenden Sitzung zusammen- treten. Als Kooperations- und Arbeitsplattform solle er grundsätzlich als Sachverständigen- rat/Expertenrunde nach innen und außen wirken. Indem er Projekte und Initiativen imple- mentiere, die Umsetzung überwache, verantworte und somit letztlich deren Erfolg, also die Umsetzung der TRK-Energiestrategie bewerte, werde er zum Motor der energiefachlichen Ausrichtung auf regionaler Ebene. Er betont, das Ganze bleibe immer ein freiwilliger Pro- zess, weil man keine Entscheidungskompetenzen an diese Gremien abgegeben habe. Der Beirat solle aus 15 Personen bestehen. Ihm werden Expertinnen und Experten aus der gesamten Region angehören. Die Geschäftsstelle werde hier zunächst koordinierend tätig werden und insbesondere die Plattform für die Vernetzung aller erforderlichen Akteure bieten. Er freue sich sehr, dass der Vorstandsvorsitzende unserer Stadtwerke, Herr Michael Homann, diesem Gremium angehören werde. Zudem werde Herr Ehlgötz interessierten Aufsichtsratsmitgliedern, Führungskräften und Mitarbeitenden der Stadtwerke Karlsruhe die Strategie im Dezember dieses Jahres vorstellen. Es sei den Gesellschaftern der TechnolgieRegion wichtig, dass die Energiestrategie auch bei den Gesellschaftern der GmbH, also den Unternehmen, Kammern, Wissenschaftseinrich- tungen und Kommunen, eingebracht werde. Das passiere für die Stadt Karlsruhe heute mit der Beratung im Hauptausschuss. Die Vollversammlung der IHK Karlsruhe und der Kreistag des Landkreises Südliche Weinstraße haben sich der Strategie schon angeschlossen. Folgen werden beispielweise die Stadt Rheinstetten und der Regionalverband Mittlerer Oberrhein. Dies zeige, dass die TechnologieRegion der Koordinierung und Bündelung von Aktivitäten – 3 – nachkomme. Das Ganze werde in eine Strategie gegossen und dann fließe es wieder zu- rück in die entsprechenden Gremien. Letztlich finde somit eine Abstimmung auf den ver- schiedenen Ebenen und unter den verschiedenen Gesellschaftergruppen statt. Es ergebe sich daher die einmalige Chance, die Energiewende auf regionaler Ebene mitzugestalten, die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen und technologischen Chancen zu nutzen und schließlich einen regionalen Beitrag zur globalen Zielstellung, die Erderwärmung auf maxi- mal 2°C zu begrenzen, zu leisten Er bitte um Zustimmung zum Beschlussantrag. Stadtrat Pfannkuch (CDU) legt dar, für ihn und seine Fraktion stehen keine Gründe ent- gegen, dieses Papier nicht zur Kenntnis zu nehmen. Die umfangreichen Unterlagen seien durch hohe Expertise geprägt und unterstreichen die Bedeutung des Themas. So wichtig wie das Thema auch sei, so wesentlich sei aber auch die Art und Weise, wie es in die Region transportiert werde. Er sei nicht zufrieden, wie sich die Transformation von Ideen, die sich im Präsidium der TechnologieRegion entstehen, in die Region und in die einzelnen Gremien der Gesellschafter entwickle. Diese Konstruktionskritik habe er auch bereits an anderer Stelle angemerkt. Es seien nicht alle Kommunen im Gesellschafterkreis, aber es sei trotzdem wichtig, die gesamte Region und alle Räte einzubinden. Er wisse, dass dies zusätzlichen Aufwand und Anstrengung bedeute. Mit der derzeitig geplanten Vorge- hensweise habe er jedoch Sorge, dass das Ganze in einem sehr kleinen Kreise verharre, nicht weiter transportiert und somit nicht an die Basis gelangen werde. Daher bitte er, nochmals darüber nachzudenken, nicht alles durch ein Expertengremium machen zu las- sen. Es sei auch nicht damit getan, dass die Hoffnung bestehe, dass in den Stadtwerken und anderen einschlägigen Gremien verschiedener Gesellschafter die Strategie unter dem Label der Freiwilligkeit aufgenommen werde. Bei dem Thema sollte es sich nicht nur um ein freiwilliges Angebot handeln, denn es berge eine große Chance. Deswegen müsse die gesamte Region und die Ebene der Kommunalpolitik eingebunden und mitgenommen werden. Ein kommunalpolitischer Unterbau sei von enormer Bedeutung, um auch die be- troffenen Mitbürgerinnen und Mitbürger erreichen zu können. Das derzeitige Gremium hebe sich von den denjenigen ab, die es später betreffe und mittragen sollen. Deshalb bitte er nochmals ausdrücklich darum, eine Beteiligung der Kommunalpolitik, in die weiteren Überlegungen einzubeziehen. In Karlsruhe habe man durch den Gemeinderat sehr gute Konzepte, wie beispielsweise Energiequartiere, auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat steuere und kontrolliere die Umsetzung. Es gebe Fachgremien in diesen Bereichen und somit sei Fachexpertise auf kommunaler Ebene vorhanden. Damit betont er nochmals die Bedeutung einer aktiven Einbindung der Region und ihrer kommunalen Gremien. Stadtrat Honné (GRÜNE) stimmt mit seinem Vorredner überein, dass die Einbindung des Gemeinderates bei der TechnologieRegion nicht genügend sei. Eine Kenntnisnahme der Vorgänge reiche ihm und seiner Fraktion nicht aus. Er nimmt Bezug auf das vorgelegte Papier zur Energiestrategie. Als wesentlichen inhaltli- chen Punkt vermisse er den Verkehr. Es werde zwar aufgeführt, dass Elektroautos unter- stützt werden sollen, aber Energie könne damit nicht eingespart werden. An dieser Stelle erhoffe er sich, weitere Vorschläge und Zielsetzungen. Gerade in Karlsruhe leide man sehr – 4 – unter dem Pendlerverkehr. Viele Karlsruherinnen und Karlsruher seien bereits auf das Fahr- rad umgestiegen, aber die Pendler kommen zu einem sehr großen Anteil mit dem Auto in die Stadt. Die Region und auch die Stadt Karlsruhe müssen hier Änderungen anstreben. Stadtrat Wohlfeil (KULT) äußert, die Haltung des 2°C-Zieles sei aufgrund der aktuellen weltweiten Entwicklungen und global getroffenen Entscheidungen illusorisch. Herr Ober- bürgermeister Dr. Mentrup habe auch in seiner Haushaltsrede eher von 4 bis 6°C gespro- chen. Das sei leider eine traurige Wahrheit. Inhaltlich halte er die vorgelegte Strategie für gut, jedoch komme für ihn darin das Thema Verkehr ebenfalls zu kurz. Elektromobilität sei energetisch besser als der normale Verbren- nungsmotor. Solange der Bürger bzw. die Bürgerin jedoch mit einem 1,4 Tonnen Auto und durchschnittlich 1,2 Personen den Alltag bestreite und dadurch Unmengen Energie ver- brauche, werde das 2°C-Ziel auch in der westlichen Welt nicht erreichbar sein. Es müsse daher tatsächlich Überlegungen geben, wie der Verkehr umgestellt werden könne. Es müs- se leichtere und energiesparsamere Fahrzeuge geben und natürlich das Fahrrad verstärkt genutzt werden. Natürlich sei Elektromobilität wichtig, aber damit alleine sei es nicht ge- tan. Es müsse erreicht werden, dass sich die Lebensweisen ändern, um das 2°C-Ziel errei- chen zu können. Das seien jedoch Probleme, die von der Politik nicht alleine gelöst werden können. Jeder einzelne Bürger und jede einzelne Bürgerin müsse sich beteiligen. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD) beantragt eine getrennte Abstimmung der drei Punkte des Beschlussantrages „Kenntnisnahme“, „Bekanntgabe“ und „Anwendung“. Er könne eine Kenntnisnahme der Vorlage nicht verhindern. Bei den beiden anderen Punkten möchte er jedoch dagegen stimmen, denn er sei sehr enttäuscht von der Vorlage. Bereits 2014 habe das Landesumweltministerium unter dem Minister Untersteller eine Stu- die zur Versorgungssicherheit im Südwesten veröffentlicht. Anhand verschiedener Szenari- en sei berechnet worden, dass die Versorgungssicherheit durch Strom unter anderem durch die Abschaltung der Kernkraftwerke in der Zeit 2019 bis 2021 problematisch sein werde. Wirklich etwas dagegen gemacht habe man nicht und auch diese Strategie, die hier vorgestellt werde, habe damit nicht viel zu tun. In 15 Monaten werde der Block 2 des Kernkraftwerkes Philippsburg abgeschaltet. Es handle sich um eine Grundlast von 1450 Megawatt und über 11 Monate werden 99 Prozent dieses Stroms bereitgestellt. Man wisse davon und trotzdem finde man in dem Papier dazu keine Aussage. Man werde in unserer Region deutlich mehr Kohlekraft einsetzen müssen, um die Grundlast zu decken. Gerade am mittleren Oberrhein müsse dadurch deutlich mehr CO2 produziert werden. Alle bishe- rigen Anstrengungen fallen weit dahinter zurück. Deswegen müsse man sich wirklich fra- gen, wie ernst das 2°C-Ziel und eine Strategie gegen den Klimawandel in Deutschland, in der Region mittlerer Oberrhein und in der Stadt Karlsruhe wirklich genommen werde. Er frage sich, warum einfach akzeptiert werde, dass von jetzt auf nachher 1450 Megawatt- kernkraft durch Kohle ersetzet werde. Vor diesem Hintergrund habe er sich gewünscht, dass in diesem Papier darauf Antworten gegeben werden. Es gebe Planungen zur Errich- tung von Gleich- und Hochspannungsleitungen und dem Bau eines Konverters in Philipps- burg. Das Projekt sei weit hinter dem Zeitplan und führe im ersten Moment auch nur Strom aus Mitteldeutschland von den dortigen Braunkohlekraftwerken zu uns. Es werde noch Jahre dauern bis Windkraftanlagen angeschlossen werden. Es werde klimaneutrale Kernenergie durch Kohlekraft ersetzt. – 5 – Der Vorsitzende geht nochmals auf das Selbstverständnis der TechnologieRegion und die Realisierung des Anspruchs auf Teilhabe aller möglichen Beteiligten ein. Es gebe Gesell- schafter, die durch kommunalpolitische Beschlüsse autorisiert seien. Für Karlsruhe habe man Experten der Stadt und der Stadtwerke in den Arbeitskreis entsandt. Diese haben sich an den Energiestrategien orientiert, die im Gemeinderat bzw. bei den Stadtwerken be- schlossen worden seien. Insofern könne er ich nicht erkennen, wo im Moment eine Diskre- panz liege. Er könne verstehen, dass sich die Gemeinderatsfraktionen so gut aufgestellt fühlen, um an einem Diskussionsprozess beteiligt zu werden. Wenn er sich in der Konse- quenz jedoch überlege, dass eine solche Beteiligung bei allen Stadtkreisen, Großen Städ- ten, Landkreisen und über alle Fraktionen hinweg durchgeführt werden solle, wisse er nicht, wie ein Ergebnis erzielt werden solle. Man könne nicht die Erwartung haben, dass alle kommunalpolitischen Fraktionen vertreten sein können. Daneben gebe es nämlich auch noch alle Aufsichtsräte der Unternehmen, die gleich behandelt werden müssen. Er schlägt daher vor, das Thema Teilhabe der Kommunalpolitik nochmals im kleinen Kreis zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen. Es solle sich niemand ausgegrenzt fühlen. Der Arbeitskreis für Expertise sei geöffnet worden, um auch Nicht-Gesellschafter, die im Energiebereich tätig seien, einbinden zu können. Bei dem vorliegenden Papier handle es sich nun um einen Sachstandsbericht, der die aktu- ell laufende Diskussionen aufzeige und einen Orientierungsrahmen gebe, der nun an die Politik und die Stadtwerke zurück gegeben werde. Wie weit sich der Gemeinderat auf die Strategie berufe oder trotzdem durch eigene Sachexpertise ergänzende Dinge mache, ob- liege dem Gremium selbst. Letztlich habe das Ganze am Ende im Wesentlichen einen emp- fehlenden Charakter. Des Weiteren teilt er mit, das Thema Verkehr werde in der TechnologieRegion separat an- gegangen. Er werde aber die festgestellten Defizite und auch das Thema Versorgungssi- cherheit dem Beirat entsprechend zurückspiegeln. In der Tat seien viele Verkehrsprojekte letztlich auch Energieprojekte und umgekehrt. Die vorgelegte Strategie sei nicht starr fest- gelegt, sondern lebe von den Projekten, die als passend zu dieser Strategie identifiziert werden und in die Werbelinie der Region mitaufgenommen werden sollen. Er nimmt den Wunsch von Stadtrat Dr. Schmidt auf, die Punkte 1, 2 und 3 des Beschluss- antrages getrennt abzustimmen. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, stellt er Kenntnisnahme der Vorlage fest. Über die Punkte Bekanntgabe sowie Anwendung der Vorlage und der zugehörigen Energiestrategie lässt er abstimmen und stellt mehrheitliche Zustimmung (1 Gegenstimme) fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 8. Oktober 2018