Sportentwicklungsplan konkretisieren
| Vorlage: | 2018/0492 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 06.07.2018 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Oberreut |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 18.09.2018
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: erledigt durch Stellungnahme der Verwaltung
Zusätzliche Dateien
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2018/0492 Sportentwicklungsplan konkretisieren Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 18.09.2018 22 x 1) Die Stadtverwaltung konkretisiert die Vorhaben aus dem Sportentwicklungsplan 2013. 2) Die Stadtverwaltung prüft, welche laufenden Planungen aus dem Bereich Sport bzw. Sportinfra- struktur vom Sportentwicklungsplan gedeckt sind und mit den Interessen der Vereinsmitglieder über- einstimmen. 3) Die Stadtverwaltung beginnt die Planung für einen Masterplan „Sport in Karlsruhe“ Sachverhalt/Begründung Im Jahr 2013 begann eine kooperative Planung zum Sportentwicklungsplan. Konkrete Maßnahmen für die Sportinfrastruktur sowie die Sportstätten, die dieser Plan abdeckt sind bisher nicht erkenntlich. Es bleibt der Eindruck, der teure Plan in Zusammenarbeit mit dem „Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung“ (IKPS) aus Stuttgart ist nun das Papier nicht mehr Wert, auf dem er verfasst wurde. Diesen Eindruck möchten die Freien Demokraten – FDP abwenden. Die Fraktion wünscht sich eine Aufstellung der konkreten Maßnahmen aus der Sportentwicklungsplanung. Hierbei geht es nicht vor- nehmlich um die Sportförderrichtlinien o.ä. , sondern vor allem um den Bereich Sportstätten (Stadien, Plätze, öffentlich nutzbare Sportanlagen...etc.). Da der Gemeinderat immer noch nicht über die Europahalle beschieden hat, Gerüchte über eine Pla- nung einer Halle draußen in Rheinstetten aufkommen, der Sportpark „Untere Hub“ nicht unumstrit- ten ist, das Wildparkstadion immer konkretere Planung bekommt, ist es an der Zeit, einen Masterplan- Sport auf den Weg zu bringen. Das Image der Sportstadt darf nicht erneut leiden. unterzeichnet von: Tom Høyem Thomas H. Hock Karl-Heinz Jooß
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2018/0492 Dez. 3 Sportentwicklungsplan konkretisieren Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 18.9.2018 22 x Kurzfassung 1. Auf Grundlage der Ziele und Empfehlungen des Sportentwicklungsplans von 2013 wurden in einer Klausur des Sportausschusses 2015 fünf Strategiefelder erarbeitet: Infrastruktur Sport für alle Sportvereinsentwicklung Leistungssport Sport und Politik. Die Strategiefelder wurden mit Zielen und Maßnahmen versehen. Mit der Umsetzung erster Maßnahmen aus der Sportentwicklungsplanung wurde begonnen. An dieser Stelle sei die Neufassung der Sportförderrichtlinien genannt. 2. Das Ergebnis der Prüfung, welche laufenden Planungen aus dem Bereich Sport bzw. Sport- infrastruktur vom Sportentwicklungsplan gedeckt sind und mit den Interessen der Vereins- mitglieder übereinstimmen, wird im Sportausschuss vorgelegt. 3. Die Erstellung des Sportentwicklungsplans 2013 stellt bereits den Beginn eines „Masterplans Sport“ dar. Finanzielle Auswirkungen Gesamtkosten der Maß- nahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Fol- geerträge und Folgeeinsparungen) Ja Nein Haushaltsmittel sind dauerhaft im Budget vorhanden Ja Nein Die Finanzierung wird auf Dauer wie folgt sichergestellt und ist in den ergänzenden Erläuterungen auszuführen: Durch Wegfall bestehender Aufgaben (Aufgabenkritik) Umschichtungen innerhalb des Dezernates Der Gemeinderat beschließt die Maßnahme im gesamtstädtischen Interesse und stimmt einer Etatisierung in den Folgejahren zu IQ-relevant x Nein Ja Korridorthema: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x Nein Ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein x Ja abgestimmt mit KSBG Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Stadtverwaltung konkretisiert die Vorgaben aus dem Sportentwicklungsplan 2013 Zur Konkretisierung der Ziele und Empfehlungen des Abschlussberichts der kommunalen Sport- entwicklungsplanung wurden beim Planungsworkshop "Sportentwicklungsplanung 2015 - 2025" des Sportausschusses in Bad Herrenalb am 9. und 10. Oktober 2015 fünf strategische Ziele formuliert. Infrastruktur- Die Stadt Karlsruhe fördert den organisierten Sport durch die Bereitstellung finanzieller Mitteln für die Unterhaltung und Förderung der Infrastruktur. Sport für alle - Die Stadt Karlsruhe schafft in Kooperation mit den Sportvereinen Anreize für Sport und Bewegung für alle. Sportvereinsentwicklung - Die Stadt Karlsruhe stärkt die Arbeit der Sportvereine und deren Weiterentwicklung. Leistungssport - Die Stadt Karlsruhe fördert den Leistungssport. Sport und Politik - Sport ist ein wichtiger Teil der Gesellschaft und der Politik. Mit der Neufassung der Sportförderungsrichtlinien wurde ein Großteil der geforderten Verände- rungen aus dem Sportentwicklungsplan bereits aufgegriffen. 2. Die Stadtverwaltung prüft, welche laufenden Planungen aus dem Bereich Sport und Sportinfrastruktur vom Sportentwicklungsplan gedeckt sind und mit den Interessen der Vereinsmitglieder übereinstimmen. Laufende Planungen, die die Sportinfrastruktur betreffen, werden regelmäßig im Sportaus- schuss vorgestellt und diskutiert. Mit der Umsetzung der Sportförderungsrichtlinien, die zum 1. Januar 2018 in Kraft treten, wer- den wichtige strategische Weichen gestellt, die die Sportvereine in die Lage versetzen ihre Infra- struktur den eigenen Bedarfsentwicklungen anzupassen. Darüber hinaus gibt es konkrete Infrastrukturmaßnahmen wie den Bau mehrerer Dreifeldsport- hallen an Schulen, die dem organisierten Sport ebenfalls zur Nutzung zur Verfügung stehen. 3. Die Stadtverwaltung beginnt die Planung für einen Masterplan „Sport in Karlsruhe“ Mit der Sportentwicklungsplanung wurden Entwicklungen angestoßen, die kurz- und mittelfris- tig zu einer Verbesserung der Sportinfrastruktur für die Vereine führen. Der vom Gemeinderat beschlossene Sportentwicklungsplan und der daraus resultierende sportpolitische Handlungs- rahmen wurden für die kommenden Jahre festgelegt.
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Niederschrift 54. Plenarsitzung des Gemeinderates 18. September 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 24. Punkt 22 der Tagesordnung: Sportentwicklungsplan konkretisieren Antrag: FDP Vorlage: 2018/0492 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 22 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadtrat Jooß (FDP): Dieser Antrag wurde gestellt, um endlich weiterzukommen in Rich- tung Masterplan. Bei den Planungsworkshops und der Klausur in Herrenalb gab es sehr viel Input, aber bis heute leider wenig Output. Deshalb unser großer Dank an alle Ehrenamtli- chen im Bereich Sport, die sich mit großem Engagement hier eingebracht haben. Ihre Pro- jekte und auch die Umsetzung zu Punkt 1 der Stellungnahme honorieren wir wohlwollend. Aber bei Punkt 2 setzt unsere Kritik beispielsweise bei der Sportinfrastruktur an. Bei den Workshops wurden die Defizite ganz deutlich im Hallenbau sowohl für den Vereinssport als auch für den Schulsport klar herausgestellt bzw. erkennbar. Genau da gibt es leider wenig konkretes. Wo wird gebaut? Wer baut? Stadt oder privat? Wie wird gebaut? Systembau oder konservativ? Wann und wo wird gebaut? Wie hoch sind die Kosten? Fragen ohne Ende. Das sind die Fragen, die uns natürlich beschäftigen. Was passiert mit den Basketbal- lern oder Volleyballern in der nächsthöheren Liga? Wo spielen die, wenn wir keine Sport- hallen anbieten könnten? Das wäre ein Armutszeugnis für die selbstgerühmte Sportstadt Karlsruhe. Diese Blamage sollten wir uns nicht antun. Was wir brauchen, sind leistungsfähige Sporthallen und keine Eventarena, die immer nur Geld kostet und sich nicht rechnet. Wir wollen nicht Seehof Ettlingen oder Messe Forch- – 2 – heim, weit draußen vor der Stadt. Unsere KMK hat im Moment mit exorbitant gestiegenen Kosten bei der Stadthalle zu tun. Deshalb wollen wir nicht noch zusätzliche Abschrei- bungskosten draußen bei der neuen Messe. Denn dort werden sicher Kosten im hohen zweistelligen Millionenbereich fällig. Eine Eventarena gibt es schon in Stuttgart: Schleyerhalle, Porsche-Arena und in Mannheim die SAP-Arena. Da ist Karlsruhe absolut chancenlos. Ich hoffe, dass die Verhinderer und Verzögerer in diesem Hause nun aus ihren Träumen aufwachen und sich endlich für die Fitmachung und Sanierung der Europahalle entscheiden. Denn es wurde viel zu viel Zeit und Geld in den Sand gesetzt. In der Europahalle ist schon vieles vorhanden: Infrastruktur, Parkplätze, Haltestelle, beste Lage, schulnah. Sie befindet sich direkt in Karlsruhe. Die Kos- ten liegen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Die Europahalle ist zudem nachhal- tig. Da ist schon vieles vorhanden und kein Flächenfraß notwendig. Da könnten sich die GRÜNEN einmal überlegen, ob sie Flächenfraß und Versiegelung bei der Messe wollen, wo sie dauernd gegen Flächenfraß sind. Sie haben die Möglichkeit, dem entgegenzustehen. Wir wollen endlich, dass Vernunft in diesem Hause einzieht. Stadtrat Hofmann (CDU): Ich dachte schon, es wird ein ruhiger Abend. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Denn der Kollege Hock hat in seinem vorherigen Wortbeitrag ge- sagt, man kann im Leben nicht immer alles richtig machen. Ich glaube, mit diesem Antrag hat die FDP gezeigt, dass auch die FDP in diese Richtung nicht gefeit ist. Der geschätzte Kollege Høyem berichtet hier des Öfteren von Anträgen, die einem trojanischen Pferd äh- neln. Auch die FDP hat wieder einmal so einen gestellt. Denn wenn man sich den Antrag anschaut, da geht es darum, die Sportentwicklungsplanung zu konkretisieren. Ich denke, dass wir die Sportentwicklungsplanung hier in Karlsruhe auf einem wirklich guten Weg haben, wie wenige Städte in Deutschland. Aber wie sonst erklärt sich dieser Antrag? Denn unsere Sportentwicklungsplanung wird überall gelebt. Der Kollege Jooß hat dann auch die Katze aus dem Sack gelassen. Es geht der FDP eigentlich nur um den Umbau der Europahalle. Darum kämpfen sie die ganze Zeit, unterstellen jedem möglichen alles Mögliche. Dann hätten Sie doch das Thema klar benen- nen können und nicht eine Sportentwicklungsplanung davor stellen. Die Sportentwicklungsplanung ist definitiv im vollen Gange. Die Umsetzungen der neuen Sportförderrichtlinien werden noch besser greifen, wenn wir ab 01.01.2019 – das sollte man in der Verwaltungsantwort ändern – diese Dinge auch wirklich in die Tat umsetzen können. Ich denke, dass dies hervorragend ist. Die konkreten Maßnahmen hierzu kann Ihnen - den anderen beiden Kollegen der FDP - der Kollege Jooß auch mitteilen, denn der war zum Teil bei der Erstellung dabei. Es war ein sehr konstruktives Arbeiten. Insbesondere den Sportstätten, die Sie ansprechen - bis zu dem Wortbeitrag vom Kollegen Jooß jetzt, denn da ging es allgemein nur um Sportstätten -, haben wir uns angenommen, die nach dem Karlsruher Modell von Vereinen getragen werden. Die wurden bei dieser Neufassung auch auf eine solide und sichere Basis gestellt, wenn es gerade um die Finanzierung und Unterhaltung der Sportstätten geht. Auch hier kann ich nur die Verwaltungsantwort zitie- ren. Sie haben es hervorragend aufgeführt, was alles gemacht wird. Das sucht seinesglei- chen. – 3 – Das Ganze jetzt herunterzubrechen auf dieses Europahallenthema möchte ich hier eigent- lich gar nicht machen, weil es nicht Sache des Antrags ist. Darüber werden wir zu gegebe- ner Zeit noch beraten. Hier wurden mehrheitlich in diesem Haus Beschlüsse gefasst, dass wir warten, bis uns die kostenkontrollierte Planung vorliegt. Irgendwo habe ich da ein an- deres Demokratieverständnis, dass man, auch wenn man unterlegen ist, abwartet, was jetzt herauskommt. Es kann durchaus sein – dazu zitiere ich wieder den Kollegen Hock -, dass man nicht alles richtig macht. Das sehen wir dann. Aber ständige Störfeuer wieder hineinzuschieben und zu sagen, wir haben eine Sportentwicklungsplanung, die hier nicht funktioniert oder die anders gemacht werden soll, ist einfach schlecht und dient der Sache nicht. Denn bisher hat eine überfraktionelle Koalition im Sport hervorragende Arbeit geleis- tet. Da stimmt es einfach auch nicht, was hier behauptet wird, dass keine konkreten Sa- chen vorliegen. Gerade in Sachen der Hallen haben wir einstimmig hier Dinge beschlossen, wie es weiter vorangehen soll. Das Thema Elisabeth-Selbert-Schule läuft jetzt an. Das The- ma in Oberreut haben wir mehrfach besprochen. Leider geht es nicht so schnell, wie wir wollen. Aber die Planungen laufen. Und nicht wer, wenn nicht die geschätzte FDP, sitzt doch da an der allerersten Quelle. Sie können doch als erstes die Zahlen einsehen. Von da- her weiß ich nicht, was diese Panikmache hier soll. Warten Sie doch ab, bis uns die Zahlen vorliegen. Vielleicht haben Sie sogar Recht und es ist alles toll. Wo allerdings der 30 Mio. Euro niedrigere zweistellige Bereich ist, den Sie vorstellen, Herr Jooß, das weiß ich leider auch nicht. Ich finde es einfach schade, wie Sie hier versuchen, vielleicht auch aus wahltaktischen Gründen, über eine Sportentwicklungsplanung das Thema Europahalle wieder einmal hochzuzoomen. Das hat es wirklich nicht verdient. Wir arbeiten sehr gut zusammen im Sportbereich. Ich möchte noch einmal ausdrücklich die Sportförderung, die Sportplanung in Karlsruhe loben. Stadträtin Moser (SPD): Die Ziele, die wir beim Planungsworkshop Sportentwicklungs- planung 2015 – 2025 formuliert haben, wie zum Beispiel Infrastruktur, Sport für alle, Sportvereinsentwicklung, um nur einige zu nennen, haben wir schon auf den Weg ge- bracht. Auch die FDP war beteiligt, zumindest meistens. Durch die Überarbeitung der Sportförderrichtlinien ist ein wichtiger Schritt getan, was – Sie wissen es auch sehr genau – viel Zeit in Anspruch genommen hat. Ich möchte hier dem entgegen wirken, dass der Ein- druck entsteht, dass zu wenig oder nichts getan wird. Das ist nicht der Fall meiner Mei- nung nach. Die FDP möchte umfassendere Informationen, wie zukünftige Planungen und Entwicklun- gen im Bereich der Sporthallen und der Infrastruktur aussehen. Dies werden wir – wie der Vorlage zu entnehmen ist – auch im Sportausschuss, ich nehme an im November, entspre- chend besprechen und beraten können. Über die Europahalle werden wir, Herr Hofmann hat es schon gesagt, zu gegebener Zeit und rechtzeitig entscheiden, wenn es soweit ist und die Planungen abgeschlossen sind. Die anderen Sporthallen sind auf den Weg ge- bracht. Ich glaube, es ist überhaupt keine Notwendigkeit, Panik zu machen. Stadtrat Hodapp (GRÜNE): Dem nahezu historischen Lob für einen GRÜNEN-Antrag von Seiten der FDP muss ich natürlich auch sofort ein Lob entgegen bringen. Der Antrag, den wir gerade besprechen, klingt auf den ersten Blick auf jeden Fall sehr sinnvoll und nachvoll- ziehbar, aufgrund der wesentlichen Formulierungen. Wer sollte als Gemeinderat auch et- was gegen die Forderungen nach Konkretisierung, Prüfung und Planung bezüglich des – 4 – Sportentwicklungsplanes von 2013 haben, vorausgesetzt, dass - das ist möglicherweise die Einschränkung - die Grundannahme stimmt, dass in diesen Bereichen bisher nichts oder auf alle Fälle zu wenig geschehen sei. Das ist der zweite Blick. Da wird es im Antrag ein bisschen schwammig. Da geht es um einen Eindruck, der bei der FDP entstanden ist. Es sei seit 2013 zu wenig passiert. In ihrer Antwort verweist die Verwaltung auf die strategischen Ziele, die der Sportausschuss 2015 formuliert hat, das Aufgreifen der geforderten Verände- rungen und das Anstoßen von Entwicklungen. Das klingt natürlich auch recht unkonkret und vage. Jetzt bleibe ich einmal im gleichen Dezernat. Wir haben heute mit der Fortschreibung es Integrationsplanes von 2012 ein schönes Beispiel erhalten, wie es trotz des berechtigten Lobes der beiden Vorrednerinnen und Vorredner noch konkreter und geplanter gehen kann. Da steht eine sehr schöne Formulierung drin, nämlich dass die systematische Steue- rung der Integrationsarbeit die wesentliche Zielstellung sei. Ich denke, das sollte auch im Sport möglich sein. Systematische Sportentwicklung auf Basis des Konzeptes von 2013. Ich habe mir das zum Teil noch einmal ausgedruckt. Wenn wir ehrlich sind, handelt es sich bis heute um Präsentationsfolien. Das ist die wesentliche Grundlage. Da geht der Integrations- plan in seiner Qualität, finde ich, deutlich darüber hinaus. Es passiert, da schließe ich mich absolut an, gerade relativ viel in dem Bereich. Da hat die Verwaltung wirklich Recht. Ich vermute, den anderen Sportausschussmitgliedern geht es genauso wie mir, dass wir uns meiner Meinung nach vor allem bei der Sportinfrastruktur permanent mit neuen Plänen und Ideen beschäftigen. All diese Maßnahmen sind zum Teil schon zitiert worden. Ich ma- che es auch noch einmal, von der Idee der Leichtbauhalle, vom Hallenneubau bei der Elisa- beth-Selbert-Schule, den zwei zu bauenden Hallen in Oberreut, über die Hallenplanung der Element-i-Schule bis hin zur Europahalle, Sportpark Untere Hub und Stadionneubau, bei all denen täte es dem Ganzen gut, wenn wir einen übergeordneten greifbaren Plan – ob der dann Masterplan oder wie auch immer heißt, das ist mir relativ egal, ich verweise noch einmal auf den Integrationsplan – hätten, der einfach deutlich erkennbarer wäre. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortbeiträge. Ich weiß nicht genau, wen Sie gemeint haben, Herr Jooß. Sie haben von Zauderern und von Bedenkenträgern, Sie haben von Ver- hinderern gesprochen. Sie haben gesagt, Sie wissen nicht, wo in Karlsruhe Hallen gebaut werden. Sie schreiben in Ihrer Begründung, es gebe Gerüchte über eine Planung einer Hal- le draußen in Rheinstetten. Ich möchte Sie ausdrücklich auf die Vorlage verweisen, die wir hier im Juni oder Juli ausführlich diskutiert haben. Sie haben auch gesagt, Sie wissen nicht, was passiert, wenn ein Verein noch weiter aufsteigt, wo er denn dann spielen soll. Das muss doch so sein. Wir haben uns damals nicht nur über jede dieser Hallen und ihre Standorte ausführlich ausgetauscht. Wir haben nicht nur uns ganz klar über diese mögliche Halle in Rheinstetten hier ausgebreitet, also kein Gerücht, sondern ganz klare Fakten. Wir haben nicht nur einen klaren Plan gefasst, wie wir das Ganze in die Entscheidung bringen. Wir haben genauso festgestellt, wenn jetzt einer dieser Ballsportarten aufsteigt, dass wir in absehbarer Zeit keine Sportstätte dafür haben. Und es gab nicht den Ruf aus dem Ge- meinderat, dass wir jedem Aufstieg so rechtzeitig hinterher bauen müssen, dass auf alle Fälle immer ein Angebot hier ist. Dem wurde auch in der Versammlung nicht widerspro- chen. Dann gibt es noch eine Sportentwicklungsplanung, an der Sie alle auch teilgenom- men haben. Wenn Ihnen die nicht konkret genug ist, können Sie jederzeit die Sportent- wicklungsplanung konkretisieren. – 5 – Ich will zum Thema Masterplan nur noch einen Gedanken einbringen. Ich weiß nicht, ob wir beispielsweise bei einem Masterplan heute schlauer wären, wenn wir vielleicht in einem Masterplan vor vier Jahren beschlossen hätten, jetzt sind erst einmal alle anderen Sportar- ten dran und die Ballsportarten vielleicht ab 2023. Ich weiß nicht, ob Ihnen dann dieser Masterplan helfen würde, die Diskussion draußen vor Ort wirklich zu bestehen. Ich glaube, gerade beim Sport haben wir immer eine Balance einzugehen zwischen dem, was aktuell sportpolitisch in der Stadt nötig ist und einer längerfristigen Planung, die es natürlich auch geben muss und die es, soweit der Gemeinderat das wünscht, im Rahmen der Sportent- wicklungsplanung auch gibt. Insofern berechtigte Kritik okay, aber die von Ihnen aufge- worfenen Unsicherheiten, da verweise ich auf die Vorlage und die Diskussion, die wir im Juni hatten und auf alles, was wir drumherum hier miteinander ausführlich diskutiert ha- ben. Bürgermeister Lenz: Mein Ziel war eigentlich ein anderes. Aber es ist, wie es ist. Herr Stadtrat Hodapp, vielen Dank für den Hinweis. Aber erlauben Sie mir den Hinweis: Stellen Sie doch alle miteinander Ihr Licht nicht so unter den Scheffel. Zwei Jahre lang haben wir in 13 Sitzungen die Neufassung der Sportförderrichtlinien beschlossen. Deshalb hat mir auch der Antrag sehr gut gefallen. Ich habe ihn sehr viel breiter gesehen, als nur auf die Hallen- frage beschränkt, deswegen auch die Antwort so von unserem Dezernat. Wir haben fest- gestellt, wir müssen für die Autonomie des Sports, denn wir steuern nicht die Sportvereine, die Rahmenbedingungen verbessern und haben diese etwas in die Jahre gekommenen Sportförderrichtlinien jetzt so angepasst, dass der Sport das tun kann, was er tun kann. Das ist schon einmal sehr konkret. Das kann er wesentlich besser tun. In der Klausur kam letztendlich heraus, dass wir den Hebel der Sportförderrichtlinien benö- tigen. Dann kommt der nächste Schritt. Nur, die Anträge, die Veränderungen kommen nicht aus dem Sportdezernat. Die kommen zu 90 % oder gar noch mehr aus den Vereinen selbst. Wir und Sie stellen dann die Mittel dafür zur Verfügung. Dass damit eine gerechtere Verteilung, eine bedarfsorientiertere Verteilung der Mittel geschieht, das ist der Gedanke. Deswegen tue ich mich auch mit dem Vergleich Integrationsplan schwer und nicht schwer. In der Klausur haben wir gemeinsam überlegt, was sind die Maßnahmen. Dann schauen wir einmal, was war. Da waren viele von Ihnen auch erstaunt, bis hin in die presseöffentli- che Kritik, dass drei Hallen drin stehen. Jetzt haben wir aber fünf beschlossen. Da ist schon ganz schön viel gegangen. Aber ich glaube, man kann die Felder nicht ganz so vergleichen, weil der Unterhalt der besitzenden Vereine sowohl im investiven wie im betrieblichen Be- reich gesichert werden muss. Das war schon ein ganz großes Pfund. Deswegen sagt Herr Stadtrat Hofmann an der Stelle schon zu Recht, dass wir bundesweit nicht unbedingt Schlusslicht sind damit. Ich fand es jetzt gut zu sagen wir schauen einmal konkret, wie es geht. Das Wichtigste haben wir abgearbeitet. Sorry, das war die Prioritätensetzung des Sportdezernenten. Das waren meine ersten Sportförderrichtlinien. Dann schauen wir wei- ter. Aber da brauchen wir die Vereine dazu. Da können wir nicht bestimmen, wer wie was wo baut. Die Rahmenbedingungen haben wir schon sehr gut aufgestellt. Aber da werden wir uns einig. Insofern vielen Dank für den Antrag und die Diskussion. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 16. Oktober 2018