Handwerkerhof Karlsruhe: Gründungen im Handwerksbereich unterstützen

Vorlage: 2018/0237
Art: Antrag
Datum: 12.04.2018
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 15.05.2018

    TOP: 33

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: verwiesen in Wirtschaftsförderungsausschuss

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE Handwerkerhof
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2018/0237 Handwerkerhof Karlsruhe: Gründungen im Handwerksbereich unterstützen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 15.05.2018 33 x 1. Die aktuellen Planungen für eine Neukonzeption des Karlsruher Handwerkerhofs werden zeitnah im Wirtschaftsförderungsausschuss vorgestellt. In diesem Zusammenhang werden Konzepte und Erfahrungen aus anderen Kommunen für Handwerkerhöfe präsentiert und auch die Einschätzun- gen der relevanten Akteurinnen im Karlsruher Handwerk wie der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft eingeholt. Die Stadtverwaltung zeigt zudem alternative Standorte zum derzeitigen Handwerkerhof auf. 2. Die Stadt Karlsruhe entwickelt den Handwerkerhof mit hoher Priorität und zeitnah weiter, indem sie die Gebäude des Handwerkerhofes renoviert, an bestehendem Standort einen Neubau errich- tet oder einen alternativen Standort entwickelt. Dabei werden die Räumlichkeiten funktional und technisch sinnvoll gestaltet, Kommunikationsräume geschaffen und ein Service- und Beratungsan- gebot für Gründerinnen und Gründer geschaffen. 3. Zielgruppe des Handwerkerhofs sind zukünftig ausschließlich Gründerinnen und Gründer im Handwerksbereich. Die Technologieregion ist in hohem Maße auf funktionierende Handwerksstrukturen angewiesen und benötigt dringend Nachwuchskräfte. Durch das sich verknappende Angebot im Handwerksbereich verzögern sich Bauvorhaben und Sanierungen. Zudem steigen die Preise für Handwerksdienstleistungen deutlich an. Ziel der Stadt Karlsruhe muss nach Auffassung der Grünen Fraktion deshalb eine konsequente und starke Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen sein. Um Gründerinnen und Gründer für den Handwerksbereich zu gewinnen, kann ein innovatives und attraktives Gründerzentrum eine hohe unterstützende Wirkung haben. Der Karlsruher Handwerkerhof befindet sich in einem verheerenden Zustand. Die Gebäudesubstanz ist nicht funktional gestaltet und deutlich in die Jahre gekommen. Es gibt keine Beratungs- oder Service- angebote und keine gemeinsamen Räumlichkeiten für die Kommunikation zwischen potentielle Grün- derinnen und Gründer vor Ort. Eine „Gründeratmosphäre“ kann sich so nur schwer entwickeln. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 Derzeit sind nur noch wenige Firmen im Handwerkerhof eingemietet, darunter nur noch eine Firma, deren Gründung weniger als fünf Jahre zurückliegt. Räume stehen leer, werden als Wohnraum oder für nichthandwerkliche Gewerbe zweckentfremdet oder als reine Lagerflächen genutzt. Es bedarf dringend einer grundsätzlich neuen Konzeption. Der Gemeinderat soll frühzeitig an den Planungen für einen modernen Handwerkerhof beteiligt werden. unterzeichnet von: Zoe Mayer Ekkehard Hodapp Joschua Konrad Michael Borner Renate Rastätter Dr. Ute Leidig

  • Stellungnahme TOP 33
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2018/0237 Verantwortlich: Dez. 4 Handwerkerhof Karlsruhe: Gründungen im Handwerksbereich unterstützen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 15.05.2018 33 x In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung am 21. Juni 2018 wird der Ausschuss erste Vorschläge über das weitere Vorgehen der Verwaltung erhalten. In der darauf folgenden Sitzung des Ausschusses im September 2018 erfolgt eine Begehung des Handwerkerhofes. In diesem Zusammenhang werden über die Erfahrungen anderer Kommunen mit Handwerkerhöfen berichtet. Vertreterinnen und Vertreter der Volkswohnung Service GmbH, der Handwerkskammer Karlsruhe und der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe werden bei dem Termin anwesend sein und ihre Überlegungen vorstellen. Finanzielle Auswirkungen des Antrages (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen Wählen Sie ein Element aus. Kontierungsobjekt: Wählen Sie ein Element aus. Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant x nein ja Handlungsfeld: Wählen Sie ein Element aus. Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein x ja abgestimmt mit Volkswohnung Service GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der im Jahr 1993 eröffnete Handwerkerhof bietet auf einer Grundfläche von rund 6.000 qm ca. 30 Parzellen mit einer Größe zwischen 80 und 200 qm. Diese bieten eine einfache Ausstattung mit einem kleinen Nassbereich, Zentralheizung und Starkstromanschluss. Die Mietverträge sind auf fünf Jahre ausgelegt. Eine Option auf Verlängerung ist gegeben. Die Vermarktung zielt nach wie vor auf Existenzgründerinnen und -gründer im Handwerk ab. Die Mietpreise sind gestaffelt zwischen ca. 2 Euro/qm und ca. 7 Euro/qm. Bis auf eine Parzelle sind alle Parzellen vermietet (Stand Dezember 2017). Von den 33 Mietern sind Stand Dezember 2017 12 Mieter weniger als fünf Jahre in den Parzel- len eingemietet. Eine Parzelle ist derzeit nicht vermietet. Eine Wohnnutzung ist ausschließlich im Erdgeschoss des Vorderhauses gegeben. Zwei schwer vermarktbare Parzellen im Untergeschoss sind einer nicht gewerblichen Nutzung zugeführt. Das Gebäude ist zweifelsohne in die Jahre gekommen. Der Eigentümer Volkswohnung Service GmbH führt jedoch permanent alle notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen durch. Der Handwerkerhof hat nach Aussage der Handwerkskammer Karlsruhe auch in der derzeitigen Form seine Berechtigung. In der Tat kann ein innovatives und attraktives Gründerzentrum eine unterstützende Wirkung auf potentielle Gründerinnen und Gründer im Handwerksbereich entfalten. Diese Sichtweise wird von der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe intensiv vertreten. Über die Nachfrage nach Räumlichkeiten in einem solchen Zentrum und somit deren Notwen- digkeit besteht aber seitens der Verwaltung weiterhin Klärungsbedarf. Um Aussagen treffen zu können, wurde eine von der Volkswohnung Service GmbH, Hand- werkskammer Karlsruhe, Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe und Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe konzipierte Umfrage unter den aktuellen Mietern des Handwerkerhofs wie auch unter potentiellen Gründern im Handwerk über die Handwerkskammer Karlsruhe, die Grün- derallianz Karlsruhe und Meisterklassen Karlsruher Berufsschulen durchgeführt. Die Auswertung der Befragung läuft aktuell. Zu 1) Die aktuellen Planungen für eine Neukonzeption des Karlsruher Handwerkerhofs werden zeitnah im Wirtschaftsförderungsausschuss vorgestellt. In diesem Zusammen- hang werden Konzepte und Erfahrungen aus anderen Kommunen für Handwerkerhö- fe präsentiert und auch die Einschätzungen der relevanten Akteure im Karlsruher Handwerk wie der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft eingeholt. Die Stadtverwaltung zeigt zudem alternative Standorte zum derzeitigen Handwerkerhof auf. In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung am 21. Juni 2018 wird über die Ergeb- nisse der Umfrage unter den aktuellen Mietern des Handwerkerhofs und den potentiellen Gründern im Handwerk berichtet. Ferner wird der Ausschuss erste Vorschläge über das weitere Vorgehen der Verwaltung erhalten. In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung im September 2018 soll eine Begehung des Handwerkerhofes erfolgen. In diesem Zusammenhang soll auch über die Erfahrungen ande- rer Kommunen mit Handwerkerhöfen berichtet werden. Bei diesem Termin werden Vertreterin- nen und Vertreter der Volkswohnung Service GmbH, der Handwerkskammer Karlsruhe und der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe ihre Überlegungen vorstellen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Zu 2) Die Stadt Karlsruhe entwickelt den Handwerkerhof mit hoher Priorität und zeit- nah weiter, indem sie die Gebäude des Handwerkerhofes renoviert, an bestehendem Standort einen Neubau errichtet oder einen alternativen Standort entwickelt. Dabei werden die Räumlichkeiten funktional und technisch sinnvoll gestaltet, Kommunikati- onsräume geschaffen und ein Service und Beratungsangebot für Gründerinnen und Gründer geschaffen Sollten nach den Beratungen im Wirtschaftsförderungsausschuss die gemeinderätlichen Gremi- en den Betrieb eines Gründerzentrums für Handwerker begrüßen, wird die Verwaltung gemein- sam mit der Volkswohnung Service GmbH prüfen, ob eine Renovierung des Gebäudes sinnvoll oder ein Neubau am bestehenden oder einen anderen Standort vorzuziehen ist. Hierfür wäre ein tragfähiges Finanzierungsmodell zwischen den Kooperationspartnern und dem Handwerk zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang wird die notwendige funktionale und technische Ausstattung unter Berücksichtigung der Refinanzierbarkeit selbstverständlich mit den Vertretern des Handwerks erörtert. Ebenso würde die Notwendigkeit von Kommunikationsräumen untersucht werden. Zu 3) Zielgruppe des Handwerkerhofs sind zukünftig ausschließlich Gründerinnen und Gründer im Handwerksbereich Zielgruppe des Handwerkerhofs sind insbesondere Gründerinnen und Gründern im Handwerks- bereich. Eine Mietdauer in der Regel von fünf Jahren ist dabei anzustreben. Hierdurch besteht die Möglichkeit, dass zahlreiche Gründerinnen und Gründer das Zentrum nutzen können.

  • Protokoll TOP 33
    Extrahierter Text

    Niederschrift 50. Plenarsitzung Gemeinderat 15. Mai 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 30. Punkt 33 der Tagesordnung: Handwerkerhof Karlsruhe: Gründungen im Hand- werksbereich unterstützen Antrag: GRÜNE Vorlage: 2018/0237 Beschluss: Verwiesen in den Wirtschaftsförderungsausschuss Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 33 zur Behandlung auf. Stadträtin Mayer (GRÜNE): Das Handwerk ist für Karlsruhe wichtig, und ich mache es kurz. Wir sehen einen dringenden Bedarf, das Handwerk und die Strukturen vor Ort zu fördern und dafür mehr zu tun. Wir haben uns vor kurzem selbst einen Eindruck gemacht, wie es am Karlsruher Handwerkerhof aussieht, und kurz gesagt, waren wir ziemlich er- schrocken. Wir hatten uns darunter doch etwas anderes vorgestellt und sind jetzt mit der Stellungnahme der Stadtverwaltung sehr einverstanden. Wir freuen uns, zu einem anderen Zeitpunkt im Ausschuss, uns mehr Gedanken machen zu können. Stadtrat Ehlgötz (CDU): Lüppo Cramer, Sie haben vorhin etwas von einem Gutmen- schenantrag gesagt. Liebe Frau Mayer, das ist wieder ein Gutmenschenantrag, den Sie ge- stellt haben, das wurde im Wirtschaftsförderungsausschuss bereits besprochen. Es wurde uns zugesagt, dass genau die Antwort der Verwaltung, die Sie bekommen haben, in der nächsten Sitzung beziehungsweise im Laufe des Jahres 2018 auf die Tagesordnung kommt, jetzt haben Sie einen Antrag daraus gemacht. Dem Antrag ist nichts hinzuzufü- gen, der Antrag, den Sie gestellt haben, ist richtig, aber es wurde schon im Wirtschaftsför- derungsausschuss thematisiert. Wenn Sie schon einen Antrag gestellt haben, lassen Sie mich kurz etwas dazu sagen. Beim Handwerkerhof in Karlsruhe haben wir es erlebt, wie richtig es ist, wenn wir frühzeitig in Firmen investieren, die als Start-up-Unternehmen heute – 2 – starten und morgen Gewerbesteuer zahlen werden. Wir haben diesen Handwerkerhof als Grundmodell gesehen, bis hin zum Technologiepark und dem Cyberforum, welches wir vor wenigen Tagen erweitert haben. Das ist der richtige Weg. Wir wissen auch, dass wir von- seiten der Stadt immer wieder in diese Objekte investieren müssen, deshalb lassen Sie uns das bitte im Wirtschaftsförderungsausschuss diskutieren, da gehört es hin, und dann schauen wir mal, dass wir eine Lösung für den Handwerkerhof finden. Stadtrat Hermanns (SPD): Ich möchte mich Herrn Ehlgötz anschließen. Wasser predigen und Wein trinken, Frau Zoe Mayer, Sie haben mir damals vorgeworfen, als ich mich für den Smart Produktion Park im Namen der SPD-Fraktion eingebracht habe, dass dieses längst schon im Wirtschaftsförderungsausschuss thematisiert wurde. Sie machen genau da Glei- che, die Wirtschaftsförderung arbeitet schon an einer Konzeption, trotzdem ist Ihr Antrag inhaltlich richtig. Wir brauchen eine absolute Neuaufstellung des Handwerkerhofs. Das Handwerk ist eine der zentralen wichtigen wirtschaftlichen Säulen, aber wir müssen dann über Flächen reden, dass eben auch Handwerker Flächen bekommen können, um sich auch auf unserer Gemarkung ausbreiten zu können. Darüber haben wir auch schon im Wirtschaftsförderungsausschuss diskutiert, und insofern hat sich für mich der Antrag erle- digt, weil wir im Wirtschaftsförderungsausschuss die Konzeption der Wirtschaftsförderung vorgestellt bekommen. Stadtrat Hock (FDP): Zu diesem Thema hat die FDP-Fraktion auch schon mal etwas hier im Gemeinderat gehabt, haben darauf auch eine Antwort bekommen, aber jetzt müssen wir den Antworten auch Taten folgen lassen. Deshalb ist der Antrag in Ordnung. Wir wol- len, dass sich daraus etwas entwickelt. Wer mal draußen war, der weiß, wie es da aussieht, und es ist tatsächlich nicht ehrenwert. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Zurzeit sehen wir, wie wichtig Handwerk in einer Stadt ist. Wir stellen nicht nur bei den städtischen Aufträgen fest, dass wir nicht genügend Hand- werker haben. Deswegen ist es ganz offensichtlich, nicht nur hier in Karlsruhe, dass wir mehr für unser Handwerk tun müssen. Der Vorsitzende: Das waren jetzt alle Wortmeldungen, dann geht das jetzt seine Gang durch den Ausschuss, der Termin steht auch schon fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 25. Mai 2018