Gestaltung für eine lebendige Innenstadt
| Vorlage: | 2018/0234 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 12.04.2018 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 15.05.2018
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) Stadtrat Eduardo Mossuto (GfK) Vorlage Nr.: 2018/0234 Gestaltung für eine lebendige Innenstadt Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 15.05.2018 38 x Fragen 1. In wie weit ist es der Stadt ein Anliegen, die Kaiserstraße mit Hilfe der neu gewonnenen Frei- räume, welche durch die Kombilösung entstehen, stärker zu einem "Lebensraum", als nur zu einer "Einkaufsmeile", zu entwickeln? 2. Welche Pläne hat die Verwaltung, um diesen Freiraum zu gestalten? 2.1. Sind Anlagen wie öffentliche Sportgeräte, Schachtische und ähnliche Betätigungselemente geplant, oder können sie in die Planung aufgenommen werden? 2.2. Welche Maßnahmen (Wettbewerbe oder ähnliches), mit dem Ziel, kreative Ideen zur Ober- flächennutzung zu finden, laufen aktuell? 3. Welche Maßnahmen zur Begrünung und Beschattung der Fußgängerzone sind geplant? Wie lautet der aktuelle Planungsstand? 4. Ist eine Bodenwegführung für Menschen mit Sehbehinderung berücksichtigt oder geplant? Begründung Durch die Verlagerung des Schienenverkehrs unter die Erde, gewinnt die Karlsruher Innenstadt neuen Raum und mehr Lebensqualität. Uns ist es wichtig, dass dieser neue Freiraum nun auch die Lebens- qualität weiter stärkt. Ohne Frage ist es wichtig für die Stadt, dass es ein umfangreiches Angebot an Geschäften und Ein- kaufsmöglichkeiten gibt. Doch erleben immer mehr Innenstädte eine Bedeutungsveränderung. Sie werden mehr zum Lebens- und Erlebnisraum. Daher ist auch die ansprechende Gestaltung dieser Räume wichtig, und der Ausbau an unterstützenden Angeboten wie etwa Toilettenanlagen, Stillzim- mer für Mütter und Kinderbetreuung, wie man es charakteristisch von Einkaufscentern kennt. Dazu könnte, wie in unserer Anfrage zum ÖPNV betont, eine kostenlose Innenstadtzone beitragen. Darüber hinaus fordern wir eine Bodenwegführung für Menschen mit Sehbehinderung. Wir von Gemeinsam für Karlsruhe setzten uns dafür ein, dass die Kaiserstraße und später auch die Kriegsstraße zu einem zentralen Ort im Karlsruher Stadtleben wird, dessen Bedeutung über "Shop- ping" hinausgeht. Erst dies ermöglicht es, dass dieser Ort seiner geographischen Lage gerecht wird. Ein Wettbewerb wäre hierfür eine Möglichkeit, kreative Ideen für die Gestaltung aus der Mitte der Karlsruher zu bekommen. Die zentralen Plätze, wie Europaplatz, Marktplatz und Kronenplatz sollten Orte mit Aufenthaltsqualität werden, die zur Begegnung und Entspannung im Alltag für alle Genera- tionen attraktiv sind. Infolge dieser Maßnahmen kann man sagen, dass die Lage für Geschäfte an der Kaiserstraße aufge- wertet wird. Dazu gehört aber auch eine saubere und sichere Innenstadt – z.B. durch konsequentes Durchgreifen bei Delikten, wie es in Mechelen, Belgien, mit Erfolg umgesetzt wurde. Seite 2 Damit die Innenstadt ein echter Lebensraum und attraktiv für Touristen, Einkaufende und Erholungs- suchende wird, sehen wir es für unerlässlich an die Stadtbevölkerung und auch allen Generationen und Akteure an der Neuplanung zu beteiligen. Gemeinsam für Karlsruhe macht sich stark dafür, dass Karlsruhe ein neues Juwel Kaiserstraße bekommt und es sichtbar wird, dass sich die Mühe des Stad- tumbaus gelohnt hat. unterzeichnet von: Friedemann Kalmbach Eduardo Mossuto
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) Stadtrat Eduardo Mossuto (GfK) Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2018/0234 Dez. 6 Gestaltung für eine lebendige Innenstadt Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 15.05.2018 38 x 1. Inwieweit ist es der Stadt ein Anliegen, die Kaiserstraße mit Hilfe der neu gewon- nenen Freiräume, welche durch die Kombilösung entstehen, stärker zu einem „Le- bensraum“, als nur zu einer „Einkaufsmeile“ zu entwickeln? Die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Innenstadt wird gerade im Zeitalter des Internethan- dels und des damit verbundenen Wandels des Einkaufsverhaltens eine wichtige städtische Auf- gabe sein. Eine „Einkaufsmeile“ allein wird dies zukünftig nicht leisten können. Daher hat die Stadt Karlsruhe am 19. Oktober 2017 bei der CIMA Beratung + Management GmbH ein Gutachten zur Zukunftsfähigkeit der Karlsruher City als Einzelhandelsstandort 2030 in Auftrag gegeben. Bei dem Gutachten handelt es sich um ein IQ-Projekt innerhalb des Korri- dorthemas Zukunft Innenstadt. Ziel des Gutachtens ist es, Perspektiven für die Karlsruher City während und nach Abschluss der Bauarbeiten zur Kombilösung aufzuzeigen und somit einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Attraktivität der Karlsruher City zu leisten. Es gliedert sich in zwei Bausteine: Baustein A besteht aus Analyse und Bewertung der Einzelhandelsstruktur, komplementärer Innenstadtnutzungen (z. B. Gastronomie, Freizeitange- bote, Kulturinstitutionen, Bildungseinrichtungen, Wohnfunktion) und räumlicher Strukturen der City. Baustein B beinhaltet die Erarbeitung von Empfehlungen und konkreten Maßnahmen zur Zukunftsfähigkeit der Innenstadt. Diese werden im Rahmen eines intensiven Partizipationspro- zesses im Zeitraum von Mai bis November 2018 unter Einbeziehung sämtlicher City-Akteure erarbeitet. Die Ergebnisse des Partizipationsprozesses werden in Form eines konkreten und um- setzungsorientierten, mit den Akteuren abgestimmten und konsensfähigen Maßnahmenkata- logs dokumentiert. Dieser enthält neben einer kurzen Erläuterung der jeweiligen Maßnahme auch Handlungsschritte zur Umsetzung, Umsetzungszeiträume (kurz-/mittel-/langfristig), Ver- antwortlichkeiten und Abhängigkeiten sowie eine Priorisierung. Die Vorstellung des Endberichts in den gemeinderätlichen Gremien ist im Zeitraum von Mai bis Juni 2019 geplant. 2. Welche Pläne hat die Verwaltung, um diesen Freiraum zu gestalten? 2.1. Sind Anlagen wie öffentliche Sportgeräte, Schachtische und ähnliche Betätigungs- elemente geplant, oder können sie in die Planung aufgenommen werden? 2.2. Welche Maßnahmen (Wettbewerbe oder ähnliches), mit dem Ziel, kreative Ideen zur Oberflächennutzung zu finden, laufen aktuell? Zunächst sind aus Sicht der Verwaltung die Ergebnisse des City-Gutachtens abzuwarten. Inwie- weit sich aus den Empfehlungen Maßnahmen wie öffentliche Betätigungselemente oder kreati- ve Ideen zur Oberflächennutzung entwickeln können, ist dann auch im Rahmen des Partizipati- onsprozesses zu klären. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Darüber hinaus gibt es das Plätze- und Höfekonzept der Stadt, das Nutzungs- und Gestaltungs- entwicklungen für die Plätze aufzeigt. Das Konzept ist auch unter Berücksichtigung der Ergeb- nisse des City-Gutachtens zu aktualisieren bzw. zu überprüfen und zu überarbeiten, sobald die dafür erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen. 3. Welche Maßnahmen zur Begrünung und Beschattung der Fußgängerzone sind ge- plant? Wie lautet der aktuelle Planungsstand? Die Fußgängerzone der Kaiserstraße wird gemäß des Baumkonzepts, dem der Planungsaus- schuss am 11. Dezember 2014 zugestimmt hat, eine auch schattenspendende Allee aus 86 Zür- gelbäumen erhalten, die sich zum Marktplatz hin auflöst. Der Marktplatz erhält gerade auch mit Blick auf Veranstaltungen transportable Pflanztröge mit Oleander. Auf dem Marktplatz sind darüber hinaus Wasserspiele geplant, die Verdunstungskühle erzeu- gen. Im Bereich der seitlichen Gastronomien sind einheitlich gestaltete Schirme zur Verschat- tung insbesondere der Außenbewirtungsflächen vorgesehen. 4. Ist eine Bodenwegführung für Menschen mit Sehbehinderung berücksichtigt oder geplant? Mit der Neugestaltung der Kaiserstraße sollen die notwendigen Belange von Behinderten be- rücksichtigen werden, die gleichzeitig aber auch den gestalterischen Ansprüchen genügen müs- sen. Die derzeitige Planung orientiert sich an den Anforderungen der DIN 18040-3 (Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum), wonach an Gefah- renstellen für sehbehinderte Menschen die Sicherung visuell kontrastreich und für blinde Men- schen taktil mit Bodenindikatoren vorzunehmen ist. So werden zu allen Zugängen und Aufzü- gen der unterirdischen Haltestellen sowie an den oberirdischen Bahnsteigkanten des Europa- platzes taktile und kontrastreiche Plattenbeläge nach DIN 32984 (Bodenindikatoren im öffentli- chen Raum) sowie DIN 32975 (Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum zur barrierefreien Nutzung - Kontrast) verlegt werden. Darüber hinaus wird es ein durchgängig ver- netztes, taktiles Leitsystem in der Kaiserstraße und auf dem Marktplatz für Blinde geben. Noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, ob in der Kaiserstraße und auf dem Marktplatz die Forderung der Behindertenverbände umgesetzt wird, zusätzlich einen durchgängigen Kon- trast im Belag als Orientierung auch für Sehbehinderte zu schaffen. Dieses Thema wird am 14. Juni 2018 im Planungsausschuss behandelt.
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Niederschrift 50. Plenarsitzung Gemeinderat 15. Mai 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 35. Punkt 38 der Tagesordnung: Gestaltung einer lebendigen Innenstadt Anfrage: GfK Vorlage: 2018/0234 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 38 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stel- lungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 25. Mai 2018