Generalistische Pflegeausbildung
| Vorlage: | 2018/0233 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 11.04.2018 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 19.06.2018
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE SPD-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2018/0233 Generalistische Pflegeausbildung Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 19.06.2018 11 x 1. In welchen Umsetzungsschritten wird in KA die generalistische Pflegeausbildung geregelt? 2. Sind im Raum KA genügend Ausbildungsplätze für den Ausbildungsabschnitt „Krankenhaus-Pflege“ vorhanden? 3. Welche Kooperationen sind notwendig, damit insbesondere die Ausbildungskapazitäten an den beruflichen Schulen aufrechterhalten werden können? Begründung: Die „generalistische Pflegeausbildung“ fasst künftig die Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kin- derkrankenpflege als einheitliche Ausbildung zusammen. Mit dem Abschluss wird künftig die Berufs- bezeichnung Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann erlangt. Die Ausbildung soll ab 2020 beginnen, wobei die Verordnungen des Bundes und Landes zur Umsetzung noch für 2018 anstehen. Ein Pflicht- teil der Ausbildung ist für alle SchülerInnen der Ausbildungsabschnitt „Krankenhauspflege“, für den möglicherweise nicht genügend Plätze in der Region verfügbar sind, da auch BerufsschülerInnen mit dem Bereich Altenpflege zukünftig eine Ausbildung im Krankenhaus absolvieren müssen. Deshalb sind die Krankenhäuser aufzufordern, rechtzeitig den Berufsschulen Kooperationsangebote zu machen. unterzeichnet von: Parsa Marvi Yvette Melchien Gisela Fischer
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage SPD-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2018/0233 Dez. 5 Generalistische Pflegeausbildung Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 19.06.2018 11 x 1. In welchen Umsetzungsschritten wird in Karlsruhe die generalistische Pflegeausbil- dung geregelt? Derzeit liegt lediglich ein Entwurf der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vor, so dass eine curriculare Umsetzung bzw. Planung detaillierter Schritte zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielfüh- rend ist. Mit einem konkreten Beschluss ist nicht vor Herbst 2018 zu rechnen. Auch fehlt der entsprechende Lehrplan, an den sich die Schulen halten könnten. Entscheidend wird sein, wann den Schulen der Rahmenlehrplan bzw. das Curriculum vorliegen und wie letztendlich die Aus- bildungs- und Prüfungsverordnung gestaltet sein wird. Am Städtischen Klinikum Karlsruhe wird es hierzu eine Projektgruppe geben. Aus Sicht der Schulleitung der Elisabeth-Selbert-Schule sind u.a. folgende Umsetzungsschritte notwendig: a) Schaffung einer übergreifenden Projektgruppe, an der alle Pflegeschulen und Vertreterin- nen und Vertreter der Pflegeeinrichtungen beteiligt sind. b) Klärung der jeweiligen Schwerpunktsetzungen in Theorie und Praxis an den Bildungsstan- dorten. c) Eine Kooperation zwischen den Krankenpflegeschulen (Städtisches Klinikum Karlsruhe, ViDia) und der Elisabeth-Selbert-Schule sollte vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels den Fokus auf die Maximierung der Ausbildungsplätze legen. d) Sobald die Ausbildungs- und Prüfungsordnung erlassen wurde, sollte es einen Runden Tisch aller Beteiligten geben. Herausforderung hierbei: Eine Refinanzierung ist bislang im Referentenentwurf nicht kon- kretisiert, was kooperative Lösungen aktuell schwierig gestaltet. e) Die kooperative Projektgruppe sollte ein gemeinsames Curriculum entsprechend dem Rahmenlehrplan erstellen. Jede Schule sollte hierbei schwerpunktmäßige Curricula aus- schreiben. Der in Kompetenzbereiche unterteilte Rahmenlehrplan sollte kooperativ kon- kretisiert und umgesetzt werden. f) Die zukünftige Schülerinnen- und Schülerlenkung sollte kooperativ erfolgen, im Sinne eines Steuerungsinstruments, um die Ausbildungszahlen am Standort Karlsruhe zu maxi- mieren. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 2. Sind im Raum Karlsruhe genügend Ausbildungsplätze für den Ausbildungsabschnitt „Krankenhaus-Pflege“ vorhanden? Die Pflegedirektion des Städtischen Klinikums Karlsruhe geht davon aus, das genügend Plätze zur Verfügung stehen. Die Schulleitung der Elisabeth-Selbert-Schule erachtet es allerdings als problematisch, dass es an der Schule selbst keine Möglichkeiten gibt, den praktischen klinischen Teil abzudecken. Eine grundlegende klinische Ausstattung wäre zwingend an der Schule erforderlich, um die Lücke im klinischen Bereich zu schließen. Hier ist die Schule auf Ausbildungsplätze am Lernort Städtisches Klinikum/ViDia-Kliniken angewiesen. Ob die Schülerinnen- und Schülerlenkung auf sinnvolle Weise erfolgen kann, hängt von den Kooperationsvereinbarungen ab. Das Städtische Klinikum kann aufgrund seines Status als Maximalversorger auch ohne die Elisa- beth-Selbert-Schule ausbilden, allerdings zu Lasten eines Verlustes von Ausbildungsplätzen. Dies wäre insbesondere deshalb bedauerlich, weil die Elisabeth-Selbert-Schule über wissenschaftliche Lehrkräfte mit umfänglicher Praxiserfahrung verfügt, die in der Lage sind, den theoretischen klinischen Teil der Ausbildung abzudecken. 3. Welche Kooperationen sind notwendig, damit insbesondere die Ausbildungskapazi- täten an den beruflichen Schulen aufrechterhalten werden können? Die Frage stellt sich nicht nur für die beruflichen Schulen, sondern auch für die anderen Schulen (z.B. Krankenpflegeschulen). Je nach Schwerpunkt der Krankenhäuser müssen diese mit den entsprechenden Einrichtungen / Trägern Kooperationen schließen. Dies beruht auf Gegenseitig- keit. Es haben bereits erste Gespräche mit Betreibern von Altenpflegeschulen /-Einrichtungen und dem Städtischen Klinikum Karlsruhe stattgefunden. Die Notwendigkeiten ergeben sich aus den Darstellungen unter Punkt 1. Die gesamtcurriculare Schwerpunktsetzung als übergreifendes Konzept für die Region Karlsruhe könnte hierbei hel- fen, die Ausbildungszahlen zu maximieren und eine nachhaltige Schülerinnen- und Schülerlen- kung zu ermöglichen. Dies könnte durchaus auch ein Unterrichten der beteiligten Lehrkräfte an unterschiedlichen Lernorten bedeuten, was Synergieeffekte freisetzen sollte und auch integraler Bestandteil eines Refinanzierungskonzeptes sein könnte. Hierbei bedarf es allerdings der politischen Kooperation, um im Sinne des „Karlsruher Wegs“ eine individuell ausgestaltete kooperative Lösung für die Region Karlsruhe zu etablieren, die nachhaltig dem der Region drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken kann. Dies bezieht sowohl die regionale politische Ebene als auch die landespolitische Ebene mit ein, insbesondere unter der Beteiligung des Kultus- und des Sozialministeriums.
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Niederschrift 51. Plenarsitzung Gemeinderat 19. Juni 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 13. Punkt 11 der Tagesordnung: Generalistische Pflegeausbildung Anfrage: SPD Vorlage: 2018/0233 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 11 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stel- lungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 7. Juli 2018