Akzeptanz des Essensangebots in Karlsruher Schulmensen

Vorlage: 2018/0118
Art: Anfrage
Datum: 07.03.2018
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Neureut

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 24.04.2018

    TOP: 44

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Anlage Stellungnahme TOP 44
    Extrahierter Text

    Anlage 1 SCHULJAHRE2015/162016/172017/18 Ø Essen / TagØ Essen / TagØ Essen / Tag GRUNDSCHULEN Anne-Frank-GS81115143 Hans-Thoma-Schule 96105105 Schloss-Schule 163169144 Tullaschule 11610699 Marylandschule878281 GS am Wasserturm Karlsruhe ***)991250 Eichendorffschule 76122177 Pestalozzischule9287105 Leopoldschule6686100 Drais-GS92115110 WERKREALSCHULEN Oberwaldschule (mit GS)105140150 Werner-von-Siemens-Schule285285270 REALSCHULEN Nebenius-Realschule252430 GEMEINSCHAFTSSCHULEN Augustenburg-Gemeinschaftsschule140135130 Drais-Gemeinschaftsschule 1158988 Anne-Frank-Gemeinschaftsschule606556 Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule230240245 SONDERPÄDAGOGISCHE BILDUNGSZENTREN Erich Kästner-Schule220228245 Albschule8288108 Schulkindergarten an der Alb202020 Schule am Weinweg858282 Federbachschule504344 Kieselsteine Schulkindergarten 343431 GYMNASIEN Humboldt-Gymnasium607270 Otto-Hahn-Gymnasium959285 Gymnasium Neureut 92105105 Lessing-Gymnasium403130 Helmholtz-Gymnasium776765 Max-Planck-Gymnasium806770 Goethe-Gymnasium 858986 Fichte-Gymnasium92114120 GESAMT3.0403.2223.194 ERGÄNZENDE BETREUUNGEN IN GRUNDSCHULEN **) EB Eichendorffschule15 EB Leopoldschule7 EB Drais GS7 EB GS Daxlanden547080 EB Gartenschule818080 EB Weiherwaldschule10 EB Schloss-Schule5 GESAMT MIT EB3.2193.3723.354 **) ab SJ 2016/17 nur noch Daxlanden und Gartenschule mit Mittagessen in der EB ***) GS am Wasserturm ab SJ 2017/18 über Freien Träger

  • Stellungnahme TOP 44
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage KULT-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2018/0118 Dez. 3 Akzeptanz des Essensangebots in Karlsruher Schulmensen Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 24.04.2018 44 x Frage 1: Hat die Stadtverwaltung Erkenntnisse, wie Schülerinnen und Schüler das Karlsruher Mensaangebot annehmen? Durch die Nutzung des Bestellsystems i-Net-Menue in allen Schulen, die über das Schul- und Sportamt Mittagessen anbieten, kann nach Schulen aufgeschlüsselt ermittelt werden wie viele Schülerinnen und Schüler das Mensaangebot täglich nutzen. In Anlage 1 ist die Entwicklung der Essenzahlen von Schuljahr 2015/2016 bis zum laufenden Schuljahr 2017/2018 aufgezeigt. Im Schuljahr 2017/18 sind der durchschnittlichen Anzahl der Essensteilnehmer von 3.354 noch 765 Schülerinnen und Schüler hinzuzurechnen, die täglich in den Ganztagsgrundschulen am Mittagessen teilnehmen, in denen der Ganztag durch einen Freien Träger gestaltet wird. Daraus ergibt sich eine Zahl von 4.119 Essensteilnehmern. Weitere Daten liegen der Verwaltung nicht vor. Frage 2: Gibt es regelmäßige Schülerbefragungen zur Zufriedenheit mit dem Essensangebot in den Mensen? Durch die Verwaltung werden keine regelmäßigen Befragungen bei Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Einzelne Schulen organisieren solche Befragungen selbst und leiten die Ergebnis- se teilweise an die Verwaltung weiter. Die Durchführung regelmäßiger Befragungen und deren Auswertung ist im Hinblick auf die Anzahl der Essenteilnehmer sehr umfangreich und kann derzeit aus Kapazitätsgründen von der Verwaltung nicht geleistet werden. Frage 3: Welche Punkte bemängeln Schüler, Lehrer und Eltern am Schulessen beziehungsweise an dessen Ausgabe? Die Bemängelungen lassen sich nicht über alle Schulen und Schularten hinweg pauschalieren. Beschwerden gibt es hauptsächlich bezüglich Geschmack, Würze und Zusammensetzung der Speisen. Es kann sein, dass in der einen Schule ein Essen bemängelt wird und am gleichen Tag das gleiche Essen in einer Schule gelobt wird oder in einer Schule große Zufriedenheit mit dem Angebot des Caterers herrscht und man an anderer Stelle mit dem gleichen Caterer völlig unzu- Ergänzende Erläuterungen Seite 2 frieden ist. Die Verwaltung steht ständig im Austausch mit den Caterern, um den Vorstellungen der einzelnen Schulen, der Schülerinnen und Schülern und den Eltern gerecht zu werden. In Grundschulen wird oft kritisiert, das Essen sei nicht kindgerecht. Dabei muss erwähnt sein, dass die Vorstellungen der Eltern von kindgerechtem Essen sich nicht mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) decken müssen. Es wird verglichen welche Vorlieben ein Kind hat und wie die Essgewohnheiten zuhause sind. Von vielen Eltern bleibt un- berücksichtigt, dass es sich um eine Gemeinschaftsverpflegung handelt, die in großem Umfang produziert wird und nicht vergleichbar ist mit der Zubereitung in der Familie. In einem Teil der Grundschulen wird das Essen in Tischgemeinschaften mit Schüsselsystem aus- gegeben. Dies ist aufgrund der Anzahl der zu verpflegenden Schülerinnen und Schülern und der zeitlichen Vorgabe des Mittagsbandes in manchen Schulen nicht realisierbar und wird von Lehr- kräften, Erzieherpersonal und Eltern teilweise bemängelt. Frage 4: Wie ausgeprägt nutzen Schüler externe Speisenangebote, vom Döner-Laden bis zu anderen Kantinen? Aus welchen Gründen werden diese Angebote der Schulmensa vorgezogen? Der Verwaltung liegen keine Zahlen vor, wie hoch der Anteil an Schülerinnen und Schülern ist, die externe Speisenangebote nutzen. Vorwiegend ist dies in den weiterführenden Schulen im Innenstadtbereich zu beobachten. Die meisten Döner-Läden, Fastfood-Ketten, Imbissrestau- rants asiatischer Art oder auch Bäckerei-Filialen, die ein warmes Mittagsangebot haben, sind von den Standorten der Schulen fußläufig leicht erreichbar. Ab Ende der Klassenstufe 7 und spätestens in Klassenstufe 8 nimmt in allen Schulen die Bereit- schaft zum gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa rapide ab. Aus Sicht der Verwaltung liegt dies begründet im Alter der Schülerinnen und Schüler, die in der Phase der Pubertät ihre eigene Persönlichkeit stark entwickeln. Selbst ein Essensangebot, dass dem Angebot von Fast- food-Ketten oder Imbissen ähnlich wäre, würde nach Einschätzung der Verwaltung das Verhal- ten der Altersgruppe nicht wesentlich beeinflussen. Positiv wird beobachtet, dass die Angebote der Schulmensen mit dem Eintritt in die Oberstufe wieder stärker genutzt werden. Frage 5: Gibt es Überlegungen das Essensangebot attraktiver zu gestalten? Rückmeldungen aus den Schulen zu Veränderungswünschen des Essensangebots werden von der Verwaltung, soweit innerhalb laufender Lieferverträge vertragskonform umsetzbar, berück- sichtigt und umgesetzt. In Bezug auf neue Ausschreibungen der Mittagsverpflegung werden möglichst alle individuellen Belange der Schulen aufgenommen. Beispielsweise unterschiedliche Anzahl von Menülinien oder der Wunsch nach einem Salatbuffet. Derzeit gibt es in der Verwaltung Überlegungen mit steigender Anzahl von Schulmensen und damit verbundenem Beschwerdemanagement, zukünftig eine Fachkraft aus dem Bereich Ernäh- rungswissenschaften mit den Aufgaben zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung der Schulverpflegung zu betrauen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Frage 6: Wie viele der bestellten Essen müssen entsorgt werden und aus welchen Gründen? Der Verwaltung liegen keine konkreten Zahlen über die täglichen Speiserestemengen vor. In Schulen mit Chip-Bestellsystem, kommt es vor, dass aufgrund von Krankheit oder Unter- richtsverschiebungen bestellte Essen nicht abgeholt werden. Von manchen Caterern werden die Beilagenmengen sehr großzügig bemessen. In diesen Fällen wird versucht, durch Kommunikation zwischen Schule und Caterer die Speiserestemengen zu reduzieren.

  • KULT Akzeptanz Essen Schulmensen
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE KULT-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2018/0118 Akzeptanz des Essensangebots in Karlsruher Schulmensen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 24.04.2018 44 x 1. Hat die Stadtverwaltung Erkenntnisse, wie Schülerinnen und Schüler das Karlsruher Mensaange- bot annehmen? Wenn möglich, Antwort aufgeschlüsselt nach Schulen und wie sich die Essenszah- len im Laufe der vergangenen Jahre entwickelt haben. 2. Gibt es regelmäßige Schülerbefragungen zur Zufriedenheit mit dem Essensangebot der Mensen? 3. Welche Punkte bemängeln Schüler, Lehrer und Eltern am Schulessen bzw. an dessen Ausgabe? 4. Wie ausgeprägt nutzen Schüler externe Speisenangebote, vom Döner-Laden bis zu anderen Kanti- nen? Aus welchen Gründen werden diese Angebote der Schulmensa vorgezogen? 5. Gibt es Überlegungen, das Essensangebot attraktiver zu gestalten? 6. Wie viele der bestellten Essen müssen entsorgt werden und aus welchen Gründen? Schulessen haben das Ziel, Schülerinnen und Schüler ausgewogen und bedarfsgerecht zu versorgen. Die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sehen vor, dass das Schulessen mög- lichst regional, möglichst biologisch erzeugt, ernährungsphysiologisch ausgewogen, qualitativ hoch- wertig und wirtschaftlich sein soll. Gleichzeitig soll das Essen nicht viel kosten; deshalb stehen pro Essen nur geringe Deckungsmittel zur Verfügung. Zudem treten bei dieser Debatte möglicherweise Schülerwünsche in den Hintergrund. Dabei sollte das angebotene Essen doch vor allem an der Zielgruppe der Schüler orientiert sein. Der Geschmack muss eine wichtige Rolle spielen, sonst suchen sich Schüler externe (und ungesündere) Mittagsangebote und die Schulmensen bleiben ungenutzt. unterzeichnet von: Erik Wohlfeil Lüppo Cramer Max Braun Michael Haug Uwe Lancier Sachverhalt / Begründung:

  • Protokoll TOP 44
    Extrahierter Text

    Niederschrift 49. Plenarsitzung Gemeinderat 24. April 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 39. Punkt 44 der Tagesordnung: Akzeptanz des Essensangebots in Karlsruher Schul- mensen Anfrage: KULT Vorlage: 2018/0118 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 44 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stel- lungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 30. April 2018