Rahmenplan Nordweststadt

Vorlage: 2018/0096
Art: Beschlussvorlage
Datum: 27.02.2018
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Stadtplanungsamt
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Hohenwettersbach, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oststadt, Rintheim, Rüppurr, Waldstadt, Weststadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 24.04.2018

    TOP: 17

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mehrheitlich beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Rahmenplan Nordweststadt
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: 2018/0096 Verantwortlich: Dez.6 Rahmenplan Nordweststadt Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Planungsausschuss 08.03.2018 3 x vorberaten Gemeinderat 24.04.2018 17 x Beschlussantrag Der Gemeinderat beschließt den Rahmenplan Nordweststadt. Dieser ist Grundlage für alle wei- teren Planungen im Stadtteil. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) X nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen Wählen Sie ein Element aus. Kontierungsobjekt: Wählen Sie ein Element aus. Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein x ja Handlungsfeld: Städtebau Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein x ja abgestimmt mit Lenkungsgruppe Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der Rahmenplanprozess für die Nordweststadt bzw. für den überwiegenden Teilbereich mit ca. 249 Hektar hat im Sommer 2016 begonnen und mündet jetzt in den vorliegenden Entwurf für die Broschüre mit den Ergebnissen. Der Rahmenplan wurde vom Städtebaubüro MESS, Mann- heim, erstellt. Eine Lenkungsgruppe, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern städtischer Äm- ter und Gesellschaften zusammensetzt, hat das Projekt begleitet. Das Moderationsbüro sued- licht, Freiburg, hat durch die gut besuchten öffentlichen Veranstaltungen geführt. Aufgabenstellung und Ziele: Die Aufgabe des Rahmenplans war es, potenzielle Entwicklungsperspektiven und Möglichkeiten aufzuzeigen. Nach einer umfassenden Bestandserhebung hat das Büro MESS die bestehenden Strukturen und Rahmenbedingungen analysiert. Dabei wurden Defizite, Herausforderungen, Standortbegabungen und Potenziale identifiziert und darauf aufbauend Aufgaben, Ziele und Leitlinien für die zukünftige Entwicklung aufgezeigt. Ebenso wurden Handlungsansätze, Vor- schläge und Maßnahmen formuliert. Daraus ergibt sich die abgestimmte und tragfähige Ge- samtkonzeption für eine nachhaltige Entwicklung und Aufwertung der Nordweststadt. Aufgabenschwerpunkte: Die thematischen Aufgabenschwerpunkte bestanden in der qualitativen und quantitativen Wei- terentwicklung des Wohnraumangebotes, der behutsamen und verträglichen Innenentwick- lung, der Verbesserung der klimatologischen Aspekte, der Qualifizierung des Freiraumsystems, der Optimierung des verkehrlichen Erschließungsnetzes, der Stärkung der infrastrukturellen Ausstattung und Nahversorgung und der Aufwertung der stadträumlichen Struktur. Rahmenplanprozess: Die Auftaktveranstaltung für den Rahmenplan fand am 29. September 2016 statt. Im Oktober hat das Büro MESS im Rahmen von zwei Stadtteilspaziergängen im Norden und im Süden der Nordweststadt konkrete Themen vor Ort mit den Teilnehmenden diskutiert. Nach der vierstün- digen Planungswerkstatt am 19. Januar 2017 erfolgten die Bewertung und Einarbeitung der Anregungen der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger und der städtischen Ämter und Gesell- schaften. In der Abschlussveranstaltung am 20. September 2017 hat das Büro MESS das vorläu- fige Ergebnis vorgestellt und in Folge für die Vorstellung im Planungsausschuss weiter ausgear- beitet. Die öffentlichen Veranstaltungen waren jeweils sehr gut besucht, woran die Bürgergemein- schaft Nordweststadt einen großen Anteil hat. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, fast aus- schließlich aus der Nordweststadt, waren mit großem Interesse dabei und haben intensiv und kenntnisreich mitgearbeitet. Die Broschüre für den Rahmenplan Nordweststadt gliedert sich in fünf Bereiche: Stadtteil: Zunächst wird der Stadtteil beschrieben, die verschiedenen Strukturen der Nordweststadt und bestehende Planungen und Rahmenbedingungen. Leitmotive: Das Büro MESS hat ein Leitmotiv für die Nordweststadt entwickelt. Es basiert auf der Analyse des Stadtteils und stellt die übergeordneten Zielvorstellungen dar: Die Nordweststadt als „at- traktiver, ökologischer Mehrgenerationenstadtteil“. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Stadtteilebene: Auf der Stadtteilebene wurden folgende vier Themen untersucht: Freiraum, Verkehr, Infrastruk- tur und Baustruktur/Wohnangebot. Dargestellt sind jeweils die Ausgangslage, Handlungsräume und Konzeptansätze und ein Überblick über die Aufgaben, Ziele und Ansätze. Anschließend werden Einzelaspekte dargestellt. Lupenbereiche: Bei den Lupenbereichen wurden fünf Themen vertieft: Mehr Wohnen, Attraktive Mitte, Reakti- vierung Heinrich-Köhler-Platz, Grünes Rückgrat, Areal Nancystraße. Bei den Wohngebieten handelt es sich um drei Siedlungen der VOLKSWOHNUNG GmbH: Kesselbergweg, August- Bebel-Straße/Südliche Flugplatzsiedlung und die Siemens-Siedlung in der Hertzstraße. Für das Areal Nancystraße hat das Bebauungsplanverfahren begonnen. Der Rahmenplan bildet die Grundlage für alle weiteren Planungen im Stadtteil. Die zukünftige Entwicklung der Nordweststadt steht auch im Zusammenhang mit dem Korri- dorthema „Meine Grüne Stadt Karlsruhe“. Der Rahmenplan deckt sich in weiten Teilen mit der Ausrichtung und Zielsetzung der „Grünen Stadt“. Deren Schwerpunkte Naturschutz, Klima- schutz und Gesundheitsförderung im Straßenraum und im Freiraum haben in der Nordwest- stadt großes Potential. Die Nordweststadt kann damit zum „Musterstadtteil“ der „Grünen Stadt“ werden. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt den Rahmenplan Nordweststadt. Dieser ist Grundlage für alle wei- teren Planungen im Stadtteil.

  • Rahmenplan Broschuere 01-39
    Extrahierter Text

    Rahmenplan Nordweststadt Stadt Karlsruhe Stadtplanungsamt Neue Perspektiven für einen attraktiven, ökologischen Mehrgenerationenstadtteil 2 | Rahmenplan noRdweststadt STADTPLANUNGSAMT | 3 VORWORT Qualitäten zu versehen. Zu diesem Zweck wurde der städtebauliche Rahmenplan Waldstadt- Waldlage beauftragt. In einem dialogischen Prozess mit der Öffentlichkeit und dem Bürgerverein Waldstadt e. V. wurden in verschiedenen Öffentlichkeitsveranstaltungen sowohl die Stärken und Potenziale als auch die vorhandenen Schwächen und Herausforderungen erörtert. Über die rege Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger während des gesamten Prozesses habe ich mich besonders gefreut. Der nun vorliegende städtebauliche Rahmenplan soll der Politik sowie den Bürgerinnen und Bürgern als Entscheidungshilfe bei der künftigen Entwicklung der Waldstadt-Waldlage dienen, etwa bei der Aufstellung von Bebauungsplänen. Der städtebauliche Rahmenplan Waldstadt- Waldlage wurde vom Planungsbüro Pesch Partner a/s in Kooperation mit Helleckes Landschaftsarchitektur in enger Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein und dem Stadtplanungsamt erarbeitet. Liebe Bürgerinnen und Bürger, aufgrund des rasanten Wachstums der Stadt Karlsruhe in den Nachkriegsjahren nahmen Pläne für eine Trabantenstadt im Hardtwald immer mehr Form an. In einem Architekten-Wettbewerb, den der Bund Deutscher Architekten für ein Bauvorhaben dieser Dimension verlangte, entschied sich das Preisgericht für den Entwurf von Professor Karl Selg. Auf dieser Grundlage wurde beschlossen, dass insgesamt etwa 4.500 Wohneinheiten für rund 20.000 neue Einwohnerinnen und Einwohner errichtet werden sollten. Mit dem Spatenstich von Oberbürgermeister Günther Klotz am 10. September 1957 begannen die Bauarbeiten für die Waldstadt. Heute leben etwa 12.300 Menschen in der Waldstadt und die Stadt Karlsruhe steht erneut vor der Aufgabe, Wohnraum für die weiterhin steigende Zahl von Zuziehenden zu schaffen. Aus diesem Grund ist es erforderlich, das Stadtgefüge zu betrachten und gegebenenfalls Raum für neue Wohnungen zu  nden. Es gilt aber auch, die bestehenden Quartiere an die aktuellen Lebensverhältnisse und Bedürfnisse anzupassen und das in die Jahre gekommene Wohnumfeld wieder aufzuwerten und mit neuen Michael Obert Bürgermeister stadtplanungsamt| 3 VORWORT Liebe Bürgerinnen und Bürger, die Nordweststadt ist ein junger Stadtteil, dessen erste Wohngebäude in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts errichtet wurden. Der wesentliche Teil der Siedlungen ist nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, um in der schnell wachsenden Stadt Karlsruhe Wohnraum zu schaffen. Nicht allzu weit vom Stadtzentrum gelegen, war die Nordweststadt von Anfang an ein beliebter Stadtteil mit unterschiedlichen Strukturen, von Einzel- und Doppelhäusern über Geschosswohnungsbau bis zu Wohnhochhäusern, gleichzeitig geprägt durch viele Grünräume. Bedingt durch die Entstehungsgeschichte fehlt eine gebaute Mitte des Stadtteils. Eine Gesamtbetrachtung des Stadtteils ist sinnvoll, um ihn lebendig und zukunftsfähig zu halten. Dafür wurde 2016 der Rahmenplanprozess gestartet, um potenzielle städtebauliche Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Auch das Wohnraumangebot sollte dabei hinsichtlich einer qualifizierten und quantifizierten Weiterentwicklung betrachtet werden. Es gilt dabei vorrangig, die bestehenden Quartiere an die aktuellen Lebensverhältnisse und Bedürfnisse anzupassen und das in die Jahre gekommene Wohnumfeld wieder aufzuwerten und mit neuen Qualitäten zu versehen. Somit steht die zukünftige Entwicklung der Nordweststadt auch im Zusammenhang des Korridorthemas ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe‘. Dieser Prozess bildet einen Schwerpunkt der zukünftigen Stadtpolitik. Der Rahmenplan Nordweststadt deckt sich in weiten Teilen mit der Ausrichtung und Zielsetzung der ‚Grünen Stadt‘. Deren Schwerpunkte Naturschutz, Klimaschutz und Gesundheitsförderung im Straßenraum und im Freiraum haben in der Nordweststadt durchgehend großes Potential. Die Nordweststadt kann damit zum Musterstadtteil der ‚Grünen Stadt‘ werden. In einem dialogischen Planungsprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern der Nordweststadt, Politik und Verwaltung wurden in gemeinsamen Workshops und Spaziergängen die Stärken und Potenziale, aber auch die Schwächen und Handlungsfelder herausgearbeitet. Besonders freue ich mich über den vielseitigen Zuspruch und die große Anteilnahme der Beteiligten über den gesamten Planungsprozess hinweg. Gemeinsam ist ein städtebaulicher Rahmenplan entstanden, der die Grundlage für zukünftige Entwicklungen in der Nordweststadt darstellt. Der Rahmenplan wurde durch das Planungsbüro MESS mit Unterstützung in der Moderation durch das Büro Südlicht und in enger Zusammenarbeit mit der Bürgergesellschaft Nordweststadt und dem Stadtplanungsamt erarbeitet. michael obert Bürgermeister 4 | Rahmenplan noRdweststadt INHALT Se ITeN VORAb STAdTT eIL anlass, aufgabenstellung und ziel Rahmenplanung und pRozess büRgeRdialog stadtteil und umgebung histoRie und siedlungsentwicklung stadtstRuktuR noRdweststadt in zahlen bestehende planungen und Rahmenbedingungen pRogRammatische leitVoRstellung Räumliche leitVoRstellung Le ITmOTIVe 8 - 11 12 - 15 16 - 17 20 - 21 22 - 23 24 - 27 28 - 33 34 - 39 42 - 43 44 - 45 stadtplanungsamt| 5 www.karlsruhe.de Se ITeN STAdTT eILebeNe LupeNbeReIcHe / -THemeN fReiRaum VeRkehR infRastRuktuR baustRuktuR / wohnangebot ‚mehR wohnen‘ ‚attRaktiVe mitte‘ ‚ReaktiVieRung heinRich-köhleR-platz‘ ‚gRünes RückgRat‘ ‚aReal nancystRasse‘ übeRblick stadtteilebene übeRblick lupenbeReiche ausblick und weiteRe schRitte ZuSAmmeNfASSuNg uNd AuSbLIck 48 - 59 60 - 71 72 - 81 82 - 95 98 - 131 132 - 147 148 - 153 154 - 171 172 - 175 178 - 179 180 - 183 184 - 187 6 | Rahmenplan noRdweststadt VORAb als einführung in die Rahmenplanung werden kurz die ausgangslage, der anlass sowie die wesentlichen aufgabenschwerpunkte bzw. Ziele des Verfahrens vorgestellt. gleichermaßen werden der korrespondierende abstimmungs-, Bearbeitungs- und begleitende Bürgerdialogprozess, die maßgeblichen Betrachtungsebenen sowie die vorgesehene steuerungswirkung des Rahmenplans erläutert. darüber hinaus wird ein Überblick über den aufbau der Broschüre und entsprechende lesehinweise zur weiteren handhabung des dokuments gegeben. stadtplanungsamt| 7 8 | Rahmenplan noRdweststadt Die Nordweststadt ist ein historisch junger Stadtteil Karlsruhes, mit einer Gesamtfläche von rund 376 Hektar, aktuell ca. 11.600 Einwohnern und einem großem Anteil an Wohnbebauung unterschiedlicher Ausprägung. Sie stellt einen beliebten Wohnstandort dar, der die Vorzüge einer relativ zentrumsnahen Lage mit dem ‚ruhigen‘ Leben am ‚Stadtrand‘ vereint, und verfügt zudem über eine gute verkehrliche Anbindung mit allen Verkehrsträgern. In den Randbereichen der Nordweststadt, im Nordwesten der Hertzstraße sowie westlich der Neureuter Straße (B36), befinden sich darüber hinaus größere Gewerbegebiete. Im Süden des Stadtteils sind der Hochschulstandort des KIT Campus West, die Bundesanstalt für Wasserbau sowie das städtische Klinikum angesiedelt. Im Osten und Norden grenzen die weitläufigen Freiräume des ‚Alten Flugplatzes‘ sowie der Neureuter Feldflur an. Durch den Stadtteil erstreckt sich außerdem entlang der Hertzstraße ein ausgedehnter Grünzug in Nord-Süd-Richtung, mit verschiedenen Sport-, Frei- und Kleingartenanlagen. Grundsätzlich verfügt die Nordweststadt durch ihren hohen Freiflächenanteil über einen ausgeprägten ‚grünen Charakter‘. Die Schwerpunkte der vielfältigen Ausstattung mit Einrichtungen des Gemeinbedarfs befinden sich vorwiegend im nördlichen Abschnitt der Wilhelm-Hausenstein-Allee, rund um den Walther-Rathenau-Platz, im südlichen Bereich der Hertzstraße sowie am ‚Rennbuckel‘. Obwohl in der Vergangenheit ein Rückgang an kleineren Läden besonders im Bereich des Heinrich-Köhler-Platzes beobachtet werden konnte, besitzt die Nordweststadt ein eingeschränktes aber ausreichendes Angebot an Nahversorgungsmöglichkeiten. Diese finden sich als kleinteilige Ladenstrukturen mehrheitlich entlang der Landauer Straße sowie in Form zweier neuerer Lebensmittelmärkte an der Josef-Schofer-Straße. Als eigentlicher Stadtteil wurde die Nordweststadt formal erst Mitte der 1970er Jahre durch die Zusammenführung verschiedener bebauter und unbebauter Bereiche der Weststadt und Mühlburgs gebildet. Ursprung der heutigen Nordweststadt waren sieben sogenannte ‚Gründungssiedlungen‘, die schrittweise im 20. Jahrhundert entstanden und später durch weitere Baugebiete ergänzt wurden. Ausgangspunkt der Bebauung stellt die Eigenhandbausiedlung aus den 1920er Jahren dar. Der überwiegende Teil der Wohnbebauung entstand jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg. Entsprechend wird die Nordweststadt heute größtenteils durch unterschiedliche Siedlungsstrukturen vorwiegend des zwanzigsten Jahrhunderts geprägt. Die einzelnen Siedlungen besitzen alle eine eigene ‚Gründungsgeschichte‘ und entsprangen meist den zur Entstehungszeit gültigen städtebaulichen Leitvorstellungen und Rahmenbedingungen. Sie sind daher häufig Ausdruck ihrer Zeit mit typischen, teilweise sogar einheitlichen Siedlungsmustern, Gebäudetypologien und Freiraumcharakteren. So finden sich in der Nordweststadt diverse Wohnbautypologien in unterschiedlichen Besitzverhältnissen. Von aufgelockerten Einzel- und Doppelhausgebieten, über verdichtete Bungalow-, Reihen-, und Mehrfamilienhausbebauungen bis hin zu großformatigen Zeilen- und Geschosswohnungsbauten mit großzügigen, halböffentlichen Grünbereichen. Entsprechend vielfältig und breit zeigt sich auch das Wohnraumangebot - vom eigen genutzten Einfamilienhaus, über (genossenschaftliche) Mietwohnungen bis hin zu Eigentumswohnungen in unterschiedlichen Gebäudeformen. Der Entstehungshistorie geschuldet dürfte auch die Besonderheit sein, dass sich ein beachtlicher Anteil der Gebäude im Eigentum der VOLKSWOHNUNG GmbH oder weiterer Immobilienunternehmen und Genossenschaften befindet. Teilweise wurden die jeweiligen Grundstücke auch per Erbbaurecht überlassen. Die einzelnen Siedlungen, mit ihren spezifischen städtebaulichen bzw. freiräumlichen Strukturen, sind heute noch ablesbar und prägen maßgeblich den Charakter des Stadtteils. Vielfach sind die einzelnen ‚Bebauungscluster‘ durch breite, grüne Straßen und ausgedehnte Freiräume eingerahmt, welche jedoch häufig eher Zäsuren und Barrieren im Stadtgefüge darstellen als verbindende Stadträume. Die Nordweststadt gleicht dadurch stellenweise mehr einer heterogenen Aneinanderreihung separater Siedlungen (‚Patchwork‘) als einer ‚historisch‘ gewachsenen, zusammenhängenden Stadtstruktur. Daher ist es nicht verwunderlich, dass oftmals eine einende, gemeinsame ‚Mitte‘ sowie attraktive Stadträume mit Aufenthaltsqualität vermisst werden. Und obwohl die Nordweststadt über ein vielfältiges Angebot an unterschiedlichen Freizeit-, Nahversorgungs- und Gemeinbedarfseinrichtungen verfügt, wird teilweise ein Mangel an ‚urbanem Leben‘ beklagt. Was sicherlich auch in den vorhandenen, ‚peripher‘ geprägten, aufgelockerten Siedlungs- und Freiraumstrukturen begründet sein mag. Diese besitzen zwar jeweils ganz eigene, hohe Qualitäten (die es auch künftig zu bewahren gilt), aber auch spezifische Schwächen und Herausforderungen. Zum Teil entsprechen sie bspw. in struktureller, gestalterischer, ökologischer oder funktioneller Hinsicht nicht mehr den heutigen Ansprüchen, Vorstellungen und Erfordernissen. So weisen etwa die Gebäude partiell Anpassungs- und Modernisierungsbedarfe auf, wie auch stellenweise die großdimensionierten Straßen- und Freiräume ‚in die Jahre gekommen‘ sind, und wenig zu einem attraktiven Erscheinungsbild des Stadtteils beitragen. Wie unterschiedliche Planungen und Untersuchungen bereits aufgezeigt haben (bspw. das ‚Räumliche Leitbild Karlsruhe‘ oder der ‚Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung‘), verfügen die Strukturen der Nordweststadt gleichzeitig aber auch über Potenziale und Begabungen für eine gezielte und zukunftsgerichtete Weiterentwicklung und Qualifizierung. Beispielsweise wurden große Innenentwicklungspotenziale vor allem in den weiträumigen Bereichen der Zeilen- und Geschosswohnungsbauten identifiziert. ANLASS, AufgAbeNSTeLLuNg uNd ZIeL eINfüHRuNg / AuSgANgSLAge uNd ANLASS ± stadtplanungsamt| 9 Besonders in Hinblick auf die Herausforderungen einer wachsenden Stadt wie Karlsruhe, stellt demnach auch eine der zentralen Aufgaben der Rahmenplanung dar, zu betrachten, wie sich das vorhandene Wohnraumangebot zukunftsfähig weiterentwickeln sowie behutsam und verträglich ergänzen lässt. Dazu gehört das ‚Ausloten‘ von möglichen Spielräumen, Optionen aber auch ‚Grenzen‘ einer entsprechenden Innenentwicklung. Für eine weitere Entwicklung, Stärkung und Aufwertung der Nordweststadt gilt es daher, sich den unterschiedlichen Herausforderungen und Aufgaben künftig verstärkt anzunehmen sowie die vielfältigen Potenziale bzw. Chancen die sich bspw. im Zuge einer qualifizierten Innenentwicklung bieten, zu ergreifen und gezielt zu nutzen. Stadtplan: Stadt Karlsruhe 10 | Rahmenplan noRdweststadt Die Stadt Karlsruhe ist sich den unterschiedlichen Herausforderungen, Aufgaben, Potenzialen sowie der Bedeutung der Nordweststadt bewusst. Aus diesem Grund hat sie im Jahr 2016 für einen rund 249 ha großen Teilbereich der Nordweststadt einen umfassenden städtebaulichen Rahmenplanungsprozess angestoßen, dessen maßgeblichen Ergebnisse in der vorliegenden Broschüre zusammengefasst sind. Die wesentlichen inhaltlichen Aufgaben und Ziele der Rahmenplanung liegen darin: „„ eine umfassende Bestandserhebung durchzuführen, „„ die bestehenden (Stadt-) Strukturen und Rahmenbedingungen zu analysieren, „„ vorhandene Defizite, Herausforderungen, Standortbegabungen oder Potenziale (bspw. struktureller, räumlicher, baulicher, gestalterischer oder funktioneller Art) zu identifizieren, „„ darauf aufbauend Aufgaben, Ziele und Leitlinien für die künftige Entwicklung zu definieren, „„ potenzielle Entwicklungsperspektiven und -möglichkeiten aufzuzeigen, „„ entsprechende Handlungsansätze, Vorschläge, Strategien, Maßnahmen und Schwerpunkte zu formulieren „„ und diese abschließend zu einer abgestimmten und tragfähigen Gesamtkonzeption für eine gezielte, positive und nachhaltige Entwicklung bzw. Aufwertung der Nordweststadt zu bündeln. aufgabenstellung und zielethematische aufgabenschweRpunkte Räumliche schweRpunktbeReiche Im Vorfeld der Rahmenplanung wurde definiert, dass hierbei vor allem auch die Bereiche um die Kreuzung Wilhelm- Hausenstein-Allee / Landauer Straße sowie der Heinrich- Köhler-Platz vertiefend zu betrachten sind. Zudem sollte in einem parallelen, zeitlich vorgezogenen Verfahren für das sogenannte ‚Areal Nancystraße‘ (das derzeit die einzig freie Baufläche in der Nordweststadt darstellt) ein städtebauliches Rahmenkonzept für eine Wohnbauentwicklung erarbeitet, abgestimmt und mit der Rahmenplanung rückgekoppelt bzw. in diese entsprechend integriert werden. Darüber hinaus galt es im Zuge der Rahmenplanung, ggf. weitere für die Entwicklung und Aufwertung der Nordweststadt strategisch bedeutsamen Bereiche zu identifizieren, aufzuzeigen und konzeptionell zu betrachten. Die thematischen Aufgabenschwerpunkte der Rahmenplanung bilden dabei insbesondere die Erarbeitung von Vorschlägen und Ansätzen bezüglich: „„ der qualitativen und quantitativen Weiterentwicklung des Wohnraumangebotes, „„ der behutsamen und verträglichen Innenentwicklung, „„ der Verbesserung von ökologischen und klimatologischen Aspekten, „„ der Qualifizierung des Freiraumsytems, „„ der Optimierung des verkehrlichen Erschließungsnetzes, „„ der Stärkung der infrastrukturellen Ausstattung und Nahversorgung, „„ sowie der Aufwertung der stadträumlichen Struktur, des Gebäudebestandes und des Stadtbildes. Neureuter Straße B36 Siemensallee Stadtbahntrasse Gewerbe Mühlburg ‚Alter Flugplatz‘ Plangebiet Nordweststadt Schweigener Str. Städt. Klinikum Neureut ehem. Artillerie- kaserne stadtplanungsamt| 11 Das Plangebiet des Rahmenplans umfasst mit ca. 249 Hektar einen großen Teil der Nordweststadt. Es reicht von der Neureuter Straße (B36) im Westen bis zur Stadtbahntrasse entlang des ‚Alten Flugplatzes‘ im Osten. Im Norden bezieht es die Flächen rund um den Gewerbestandort von ‚L‘Oréal‘ mit ein und endet an der Schweigener Straße, welche die Stadteilgrenze zum benachbarten Neureut darstellt. Im Süden wird das Plangebiet von der Siemensallee sowie den Arealen des Städtischen Klinikums und der ehemaligen Artilleriekaserne begrenzt. Wie auch die westlich der B36 liegenden Gewerbeflächen im Bereich Daimlerstraße oder der ‚Alte Flugplatz‘, sind diese vom Untersuchungsbereich ausgenommen. Für das städtische Klinikum und die ehemalige Artilleriekaserne liegen fortgeschrittene Planungen vor. Für die Neuordnung des Klinikums wurde 2012 ein Wettbewerb durchgeführt und aktuell erste Bauvorhaben abgeschlossen. Für das Gelände der Artilleriekaserne wurde, auf Grundlage eines bestehenden städtebaulichen Rahmenplans, kürzlich ein Bebauungsplanverfahren abgeschlossen. In dem denkmalgeschützten Ensemble sollen u.a. schrittweise Wohn- und Dienstleistungsneubauten entstehen. Die genannten Bereiche werden jedoch selbstverständlich in die Gesamtbetrachtung der Planung miteinbezogen. Ebenso wie die grundsätzliche Verknüpfung und Einbindung der Nordweststadt in die Umgebung. pLANgebIeT Luftbild: Stadt Karlsruhe 12 | Rahmenplan noRdweststadt RAHmeNpLANuNg uNd pROZeSS beTeILIgTe / AbSTImmuNgSpROZeSS Der vorliegende Rahmenplan wurde über einen Zeitraum von rund anderthalb Jahren in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt, verschiedenen städtischen Fachverwaltungen und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit, der Politik sowie wichtiger lokaler ‚Schlüsselakteure‘ schrittweise entwickelt. Dadurch konnten während des Verfahrens unterschiedliche lokale Perspektiven, vorhandenes internes und externes Wissen sowie ein ‚neutraler Blick von außen‘ einfließen und genutzt werden. Dabei fand ein breiter Dialog und Austausch über die künftigen Aufgaben, Ziele und Ansätze zur weiteren Entwicklung der Nordweststadt statt. Die Rahmenplanung stellt daher das Ergebnis eines umfassenden, gemeinschaftlichen Erarbeitungsprozesses dar. Hierdurch wird u.a. gewährleistet, dass die Ergebnisse einen abgestimmten, tragfähigen Konsens bilden sowie die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte von allen Beteiligten mitgetragen werden. Auf Seiten der Stadtverwaltung war innerhalb des Stadtplanungsamtes der Bereich Städtebau federführend für die Steuerung und Erstellung der Rahmenplanung verantwortlich. Zur inhaltlichen Begleitung und Koordinierung wurde eine Lenkungsgruppe eingerichtet, der neben Angehörigen des Stadtplanungsamtes und weiteren städtischen Ämtern, u.a. Vertreterinnen und Vertreter der VOLKSWOHNUNG GmbH, der Bürgergemeinschaft Nordweststadt e.V., der Stadtwerke Karlsruhe sowie des Forschungsprojektes ‚GO Karlsruhe‘ der Hochschule Karlsruhe angehörten. Mit der Lenkungsgruppe wurden, in regelmäßigen Abstimmungsterminen, die jeweiligen Arbeitsergebnisse der einzelnen Planungsschritte fortwährend rückgekoppelt und weiterentwickelt. Gleichzeitig war das Rahmenplanverfahren in einen intensiven und breit angelegten Dialogprozess mit der Bürgerschaft eingebettet, bei dem die jeweils aktuellen Planungsstände zur Diskussion gestellt wurden. Dieser Prozess wird nachfolgend nochmals umfassender dargestellt. Daneben fanden verschiedene Gespräche mit einzelnen ‚Stakeholdern‘, wie etwa der VOLKSWOHNUNG, dem Stadtjugendausschuss oder den zuständigen Bauverwaltungen der katholischen und evangelischen Kirche statt. Zusätzlich wurde der Planungsausschuss der Stadt Karlsruhe über den Fortgang des Planungsprozesses in Kenntnis gesetzt. „„ Amt für Abfallwirtschaft „„ Amt für Stadtentwicklung „„ Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft „„ Bauordnungsamt „„ Bürgergemeinschaft Nordweststadt e.V. „„ Gartenbauamt „„ Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft – Forschungsprojekt ‚GO Karlsruhe‘ „„ Liegenschaftsamt „„ Ordnungs- und Bürgeramt „„ Sozial- und Jugendbehörde „„ Schul- und Sportamt „„ Stadtplanungsamt – Bereich Städtebau „„ Stadtplanungsamt – Bereich Verkehr „„ Stadtwerke Karlsruhe GmbH „„ Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH „„ Tiefbauamt „„ Verkehrsbetriebe Karlsruhe „„ VOLKSWOHNUNG GmbH „„ Wirtschaftsförderung mITgLIedeRkReIS LeNkuNgSgRuppe Begleitendes logo des Rahmenplanprozesses stadtplanungsamt| 13 STeueRuNgSWIRkuNg / RecHTScHARAkTe R Die im Frühjahr 2018 vom Gemeinderat der Stadt Karlsruhe beschlossene Rahmenplanung, stellt nunmehr die übergeordnete Gesamtstrategie für eine weitere (mittel- bis langfristige) Entwicklung, Stärkung und Aufwertung der Nordweststadt dar. Als solche dient sie u.a.: „„ als integrative, gesamtheitliche und zukunftsgerichtete Entwicklungsperspektive für den Stadtteil „„ als ‚Wegweiser‘ und ‚Orientierungsrahmen‘ für ein abgestimmtes und zielgerichtetes Handeln aller Akteure der Stadtentwicklung (bspw. politische Gremien / Stadtverwaltung / Bürgerschaft / lokale Institutionen / Eigentümer / Investoren / ...) „„ zur ressortübergreifenden Steuerung, Verzahnung und Synchronisierung bestehender und künftiger Handlungsansätze und Planungen „„ als Grundlage und Anstoß für weitere vertiefende Planungs-, Verfahrens- und Handlungsschritte (bspw. Abstimmungen / Untersuchungen / Studien / (Fach-) Planungen / Entwürfe / Bebauungsplanverfahren / ...) „„ als Ausgangspunkt für die Entwicklung, Priorisierung und Umsetzung konkreter Konzepte, Projekte und Maßnahmen „„ als Entscheidungshilfe für die Finanzierung, Förderung und Unterstützung von Projekten und Maßnahmen „„ zur Beantragung von Haushaltsgeldern und Gewährleistung eines optimalen und nachhaltigen Mitteleinsatzes „„ als Vorbereitung zur Aufnahme in Förderprogramme bzw. zur Akquirierung von Fördermitteln „„ ... Als strategische, übergeordnete Planung weist die Rahmenplanung einen eher allgemeinen, abstrakten ‚Charakter‘ auf. Von ihrer Betrachtungsebene bzw. Aussagetiefe (‚mittlere Flughöhe‘) ist sie zwischen gesamtstädtischen Planungen (bspw. Flächennutzungsplanung / Räumliches Leitbild / ...) und konkreten Fach-, Entwurfs-, oder gar Ausführungsplanungen angesiedelt. Sie stellt somit auch ein inhaltliches ‚Bindeglied‘ und ‚Übersetzungsinstrument‘ zwischen diesen Planungsmaßstäben dar. Als Rahmenplanung definiert sie Aufgaben, Ziele, Leitlinien und Schwerpunkte für eine weitere Entwicklung und beinhaltet entsprechende Vorschläge, Ansätze, Empfehlungen und mögliche Maßnahmen zur Erreichung der Ziele. Die detaillierte Prüfung, Konkretisierung und Umsetzung der Aussagen des Rahmenplans ist Aufgabe der nachfolgenden, vertiefenden Verfahrens- und Planungsschritte bzw. der jeweiligen Fachressorts. Von ihrem ‚Rechtscharakter‘ stellt die Rahmenplanung eine vorbereitende, informelle Planung dar, an der sich das künftige kommunale Handeln orientieren soll. Die Aussagen und Ziele des Rahmenplans sind daher bei allen nachfolgenden Planungen und Konzeptionen zu beachten. Die Rahmenplanung stellt jedoch kein verbindliches Umsetzungsprogramm dar. Als informelles Planungsinstrument entfaltet sie darüber hinaus keine Rechtswirkung nach außen. 14 | Rahmenplan noRdweststadt beARbeIT uNgSpROZeSS Schwerpunkt Geschßwohnungsbau Rahmenplanung Gesamtkonzept Verkehrsplanung - Klärung Waiblinger Straße / Stadtbahn - Verkehrserzeugung / -auswirkung - Erschließungskonzept Baucluster- / Baufeldstudien Vertiefende Ausarbeitung einzelner Baucluster Vertiefende Ausarbeitung Erschließungsanlagen (Dimensionierung / Knoten etc) Vertiefende Ausarbeitung einzelner Freianlagen Vertiefende Ausarbeitung Leitfaden Sportpark Betrachtung Ecke Comburger / Schorndorfer Sondierung Sportpark Sondierung Berliner Platz Schallschutzrechtliche Einschätzung? Schallschutzrechtliche Berechnung Freiraumplanung Städtebau Schallschutzplanung Projektgruppe erweiterte Runde (Politik / Fraktionen / Gremien / Schlüßelakteure) Gremien Bürgerschaft Klärungsphase Sondierungsphase Vertiefungsphase Ausarbeitungsphase TEILASPEKTE GESAMT - KONZEPT Verkehr Städtebau Mobilitätskonzept - Abschätzung Verkehrserzeugung (unterschiedliche Mobilitätskonzepte / städtebauliche Dichten) - Abschätzung Verkehrsverteilung (unterschiedliche Erschließungskonzepte) Baucluster - Überprüfen der Bauclustertiefen zur Fuchshofstraße und Waiblinger Straße Erschließungskonzept / verkehrliche Auswirkungen - Entwicklung Erschließungskonzepte - Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen Dimensionierung Querschnitte / Knotenpunkte Stellplatznachweis Vorstudie Fuchshofstraße - V1 Erschließungsstraße (Teilstück) - V2 Sammelstraße (durchgängig) - V3 Hauptverkehrsstraße (durchgängig) ggf. Stadtbahn Fragestellungen Aspekte Arbeits- / Untersuchungsprogramm Vertiefung Städtebau - ggf. unterschiedliche Dichtemodelle / Baustrukturen/ Typologien - ggf. Ausdetailierung des Entwurfes (Abstandsflächen/ Straßenquerschnitte / Niederschlagswasser ...) - Rückkopplung Übersetzung in Bplan Schallschutzerfordernisse - ggf. Anpassung des Entwurfes an die Schallschutzerfordernisse (Typologien / WA <> GE) Ecke Schorndorfer Str. / Comburgstraße - Klärung Beb. St. Paulus / Autohaus Anschluß Waiblinger Str. / Stadtbahn - Aspekt Grünfuge Freiraum Berliner Platz - Abstimmung Stadtwerke - Oststadthalle - interner workshop - Leitlinien Wettbewerb Sondierung Sportpark / Gestaltungshandbuch - Workshop Landwirtschaftspark 1 A B C 2 3 4 5 V1 V2 V3 ... MESS politische Gremien Öffentlichkeit Formate / Zeitpunkte werden noch festgelegt Abstimmungsfolge nach Bedarf Lenkungsruppe Verwaltung bspw. Bürgersafaries / Informationskiosk Juli Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Juni Juli Aug Sep Okt ‚Stakeholder‘ V1 V2 V3 ... Betrachtungsebenen / ­r äume Nordweststadt Lupenber eiche Areal Nancy straße Stadtt eilebene Rückk opplung Leitmoti ve Teilbereiche Themen Vertiefungs­ bereiche Areal Nancy­/ Kußmaulstr. Grundlagen Stärken­Schwächen­Profil, programmatische Ansätze, Überblick Flächeneignung Entscheidungs­ vorbereitung ! Dokumentation Zusammenfassung „RAHMENPLAN“ 1 Mai AP 2 Workshop Berliner Platz / Gestaltungskonzeption Sport­ und Land(wirt)schaftspark RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLANUNG STUFE I EBENEN Grundlagen Ziele BESTANDSAUFNAHME ABSTIMMUNG Lenkungsgruppe / Bürgerschaft / Stakeholder / Politik ANALYSEKONZEPTION SwotAnsätze III ENTWURF Konkretisierung II KONZEPTIV AUSARBEITUNG Strategie Dokumentation ( SONDIERUNG / KLÄRUNG / KONZEPTION) II KONKRETISIERUNGSPHASE AP 1AP 2 AP 3 Grundlagen Vorstudie Waiblinger Straße Variantenuntersuchung Übernahme/ Aufbereitung der Grundlagen Auswertung Verkehrserhebung 3x Ausbauszenarios workshop Berliner Platz workshop Sportpark Betrachtung Einzelfragen 5x V. städtebauliche Dichte 4x V. Erschließungskonzept Untersuchung / Bewertung ­ verkehrliche Wirksamkeit ­ stadträumliche Einbindung Untersuchung / Bewertung ­ Verkehrserzeugung ­ Verkehrsverteilung ­ stadträumliche Qualitäten V1 V2 V3 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + V1 V2 V3 ... Vorzugs variant e Entscheidung AP 4 Vertiefung von Einzelfragen UMSETZUNG I ANALYSE PHASEN V1 V2 V3 ... 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + Ortsbeg ehung / Be standser hebung V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 Ausarbeitung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen Konkretisierung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen ­ Freiraum ­ Verkehr ­ Infrastruktur ­ Baustruktur / Wohnangebot Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Leitsätze ... Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Informationen Planungen Daten Begehungen ... Stärken / Schwächen Herausforderungen Qualitäten / Potenziale Lupenbereiche / ­themen ... ­ räumliches Leitmotiv ­ programmatisches Leitmotiv ­ ‚Mehr Wohnen‘ ­ ‚Attraktive Mitte‘ ­ ‚Grünes Rückgrat‘ ­ ‚Reaktivierung Heinrich­Köhler­Platz‘ ­ ‚Areal Nancystraße‘ Konkretisierung Vorzugsvarianten Ausarbeitung Vorzugsvarianten Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Auftaktgespräch Lenkungsgruppe Lenkungsgruppe LenkungsgruppeLenkungsgruppe Abstimmungs­ termin Abstimmungs­ termin Analyse Auswert en Grundlag en thematische A nalysen Identifikation Teilräume / Themen Stärken / Sc hwächen Qualit äten / Pr obleme / P otenziale... Rückkopplung Rückkopplung / Int egration Rückkopplung / Int egration Grobkonzepte Grobkonzepte Sichten Erheben Auswerten ... Untersuchen Identifizieren Bewerten ... Integrieren Rückkoppeln Konzeptansätze Grobkonzepte Ansätze Optionen Grobkonzepte Ansätze Optionen Entwicklungsziele Konkretisierung / Ausarbeitung Vorzugsvariante städtebaul. Rahmenkonzept Ausarbeitung Vorzugsvariante Auftakt­ veranstaltung Zwischenpräsentation Planungsworkshop Abschluss­ veranstaltung Planungsauschuss Planungsauschuss 2x Stadt­ spaziergänge Gespräche ‚Stakeholder‘ ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST / Teilbereiche / Vertiefungsbereiche ­ Vorstellung Rahmenkonzept Nancystr. Vorstellung / Diskussion ­ 2 Szenarien Rahmenplan NWST ­ Konkretisierungen Vorzugsvarianten Abstimmung ­ Rahmenplan NWST Entwicklung 2 Szenarien Rahmenplan NWST Ausarbeitung Vorzugsvariante Rahmenplan NWST Vorstellung ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST ... ­ Rahmenkonzept Nancystr ­ Interaktive Beteiligung Vorstellung ­ Rahmenplan NWST ­ Planungsergebnisse... ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenplan NWST ­ Vorstellung Ergebnisse Analyse / Ansätze Rahmenplan NWST ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenkonzept Nancystr Information ­ Rahmenplan NWST ­ Rahmenkonzept Nancystr. Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Vorstellung / Abstimmung ­ Rahmenplan NWST ­ Ausarbeitungen Vorzugsvarianten ! ! ! ! ! ! ! ! ! !? Die Erstellung der Rahmenplanung erfolgte in einem schrittweise aufeinander aufbauenden, teilweise auch parallel und iterativ verlaufenden, Arbeitsprozess. Aufgrund der teils schon im Vorfeld der Planung definierten thematischen und räumlichen Aufgabenschwerpunkte ergaben sich dabei zwei wesentliche Betrachtungsebenen. Dies ist zum einen der übergeordnete (das ganze Plangebiet umfassende) Untersuchungsmaßstab auf ‚Stadtteilebene‘ und zum anderen die sogenannten ‚Lupenbereiche bzw. -themen‘, in deren Rahmen spezifische Aspekte und einzelne Teilräume schwerpunktmäßig einer vertiefenden Betrachtung unterzogen wurden. Die beiden ‚Ebenen‘ werden nebenstehend nochmals detaillierter erläutert. Zu Beginn der Rahmenplanung fand eine umfassende Bestandsaufnahme statt. Dazu wurden vorhandene Informationen, Daten, Studien, Konzepte oder Planungen zusammengetragen, ausgewertet sowie durch weitere Erhebungen und Untersuchungen ergänzt. Mittels der anschließenden Analyse der Ausgangslage konnten bestehende Schwächen, Defizite und Herausforderungen aber auch Stärken, Qualitäten, Potenziale und Standortbegabungen der Nordweststadt lokalisiert werden. Darauf aufbauend wurden zunächst grundlegende räumliche und programmatische Leitmotive abgeleitet sowie als übergeordnete Zielvorstellungen den weiteren konzeptionellen Überlegungen vorangestellt. Im Weiteren wurden die Analyseergebnisse auf ‚Stadtteilebene‘, geordnet nach den Themen ‚Freiraum‘, ‚Verkehr‘, ‚Infrastruktur‘ und ‚Baustruktur / Wohnangebot‘, zusammenfassend aufbereitet, sowie für die jeweiligen Themenfelder entsprechende Aufgaben, Ziele als auch mögliche Handlungsräume, Konzeptansätze und Maßnahmen zur Erreichung der Ziele aufgezeigt. Gleichzeitig konnten in diesem Zuge die bereits anfänglich festgelegten Aufgabenschwerpunkte weiter verdichtet sowie zusätzliche Bereiche bzw. Themen mit hoher strategischer Bedeutung, besonderen Herausforderungen oder großen Potenzialen für die Weiterentwicklung der Nordweststadt identifiziert werden. Diese wurden daraufhin als ‚Lupenbereiche‘ verstärkt beleuchtet sowie ebenfalls entsprechende Ziele, Maßnahmen und Empfehlungen erarbeitet. Dabei standen primär folgende, sich aus der Analyse jeweils spezifisch ergebenden, Kernfragestellungen im Fokus: „„ Welche Strategien und Szenarien sind zur ‚Reaktivierung des Heinrich-Köhler-Platzes‘ denkbar? „„ Wie lässt sich der gesamte Bereich um die Kreuzung Wilhelm-Hausenstein-Allee / Landauer Straße zusammen mit den Walther-Rathenau-Platz im Sinne einer ‚attraktiven Mitte‘ profilieren, stärken und weiterentwickeln? „„ Wie kann das ‚Areal Nancystraße‘ als attraktives Wohnquartier entwickelt und in den Stadtteil integriert werden? „„ Wie lassen sich die einzelnen Bereiche der ehemaligen Freihaltetrasse entlang bzw. in Verlängerung der Wilhelm- Hausenstein-Allee zu einem verbindenden ‚grünen Rückgrat‘ der Nordweststadt verknüpfen und aufwerten? „„ Wo und wie kann im Rahmen einer qualifizierten Innenentwicklung behutsam und verträglich ‚mehr Wohnen‘ geschaffen werden? Die einzelnen Ergebnisse und Aussagen wurden während des gesamten Prozesses stetig untereinander rückgekoppelt, mit allen Beteiligten abgestimmt und abschließend zu einer abgewogenen, aufeinander aufbauenden Gesamtkonzeption gebündelt. stadtplanungsamt| 15 Die ‚Lupenbereiche bzw. -themen‘ stellen die räumlichen und inhaltlichen Vertiefungsschwerpunkte der Rahmenplanung dar. Hierbei wurden aufbauend auf den Ergebnissen der ‚Stadtteilebene‘ verschiedene spezifische Teilräume bzw. Themenkomplexe mit prioritärer strategischer Bedeutung für die Entwicklung der Nordweststadt, unter den Überschriften ‚Reaktivierung Heinrich-Köhler-Platz‘, ‚Attraktive Mitte‘, ‚Areal Nancystraße‘, ‚Grünes Rückgrat‘ und ‚Mehr Wohnen‘, verstärkt ins Blickfeld genommen. Ausgerichtet an den unterschiedlichen Aufgaben- bzw. Fragestellungen der einzelnen ‚Lupen‘, wurden in diesem Rahmen u.a. die übergeordneten, themenbezogenen Aussagen und Ansätze aus der ‚Stadtteilebene‘ räumlich und inhaltlich überlagert, verortet, weiter ‚heruntergebrochen‘ bzw. konkretisiert sowie darüber hinaus tiefer gehende Betrachtungen und konzeptionelle Überlegungen vorgenommen. Diese umfassen je nach dem detailliertere Untersuchungen, spezifische Zielformulierungen, konkrete Konzeptansätze, Strategien und Maßnahmen, oder sogar einzelne exemplarische Entwicklungs- und Bebauungsstudien. Die entsprechenden Aussagen und Ansätze der ‚Lupen‘ dienen somit als konkreter und zusammenfassender Orientierungsrahmen für die einzelnen Themenkomplexe bzw. die weitere Entwicklung der jeweiligen Teilräume. Schwerpunkt Geschßwohnungsbau Rahmenplanung Gesamtkonzept Verkehrsplanung - Klärung Waiblinger Straße / Stadtbahn - Verkehrserzeugung / -auswirkung - Erschließungskonzept Baucluster- / Baufeldstudien Vertiefende Ausarbeitung einzelner Baucluster Vertiefende Ausarbeitung Erschließungsanlagen (Dimensionierung / Knoten etc) Vertiefende Ausarbeitung einzelner Freianlagen Vertiefende Ausarbeitung Leitfaden Sportpark Betrachtung Ecke Comburger / Schorndorfer Sondierung Sportpark Sondierung Berliner Platz Schallschutzrechtliche Einschätzung? Schallschutzrechtliche Berechnung Freiraumplanung Städtebau Schallschutzplanung Projektgruppe erweiterte Runde (Politik / Fraktionen / Gremien / Schlüßelakteure) Gremien Bürgerschaft Klärungsphase Sondierungsphase Vertiefungsphase Ausarbeitungsphase TEILASPEKTE GESAMT - KONZEPT Verkehr Städtebau Mobilitätskonzept - Abschätzung Verkehrserzeugung (unterschiedliche Mobilitätskonzepte / städtebauliche Dichten) - Abschätzung Verkehrsverteilung (unterschiedliche Erschließungskonzepte) Baucluster - Überprüfen der Bauclustertiefen zur Fuchshofstraße und Waiblinger Straße Erschließungskonzept / verkehrliche Auswirkungen - Entwicklung Erschließungskonzepte - Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen Dimensionierung Querschnitte / Knotenpunkte Stellplatznachweis Vorstudie Fuchshofstraße - V1 Erschließungsstraße (Teilstück) - V2 Sammelstraße (durchgängig) - V3 Hauptverkehrsstraße (durchgängig) ggf. Stadtbahn Fragestellungen Aspekte Arbeits- / Untersuchungsprogramm Vertiefung Städtebau - ggf. unterschiedliche Dichtemodelle / Baustrukturen/ Typologien - ggf. Ausdetailierung des Entwurfes (Abstandsflächen/ Straßenquerschnitte / Niederschlagswasser ...) - Rückkopplung Übersetzung in Bplan Schallschutzerfordernisse - ggf. Anpassung des Entwurfes an die Schallschutzerfordernisse (Typologien / WA <> GE) Ecke Schorndorfer Str. / Comburgstraße - Klärung Beb. St. Paulus / Autohaus Anschluß Waiblinger Str. / Stadtbahn - Aspekt Grünfuge Freiraum Berliner Platz - Abstimmung Stadtwerke - Oststadthalle - interner workshop - Leitlinien Wettbewerb Sondierung Sportpark / Gestaltungshandbuch - Workshop Landwirtschaftspark 1 A B C 2 3 4 5 V1 V2 V3 ... MESS politische Gremien Öffentlichkeit Formate / Zeitpunkte werden noch festgelegt Abstimmungsfolge nach Bedarf Lenkungsruppe Verwaltung bspw. Bürgersafaries / Informationskiosk Juli Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Juni Juli Aug Sep Okt ‚Stakeholder‘ V1 V2 V3 ... Betrachtungsebenen / ­r äume Nordweststadt Lupenber eiche Areal Nancy straße Stadtt eilebene Rückk opplung Leitmoti ve Teilbereiche Themen Vertiefungs­ bereiche Areal Nancy­/ Kußmaulstr. Grundlagen Stärken­Schwächen­Profil, programmatische Ansätze, Überblick Flächeneignung Entscheidungs­ vorbereitung ! Dokumentation Zusammenfassung „RAHMENPLAN“ 1 Mai AP 2 Workshop Berliner Platz / Gestaltungskonzeption Sport­ und Land(wirt)schaftspark RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLANUNG STUFE I EBENEN Grundlagen Ziele BESTANDSAUFNAHME ABSTIMMUNG Lenkungsgruppe / Bürgerschaft / Stakeholder / Politik ANALYSEKONZEPTION SwotAnsätze III ENTWURF Konkretisierung II KONZEPTIV AUSARBEITUNG Strategie Dokumentation ( SONDIERUNG / KLÄRUNG / KONZEPTION) II KONKRETISIERUNGSPHASE AP 1AP 2 AP 3 Grundlagen Vorstudie Waiblinger Straße Variantenuntersuchung Übernahme/ Aufbereitung der Grundlagen Auswertung Verkehrserhebung 3x Ausbauszenarios workshop Berliner Platz workshop Sportpark Betrachtung Einzelfragen 5x V. städtebauliche Dichte 4x V. Erschließungskonzept Untersuchung / Bewertung ­ verkehrliche Wirksamkeit ­ stadträumliche Einbindung Untersuchung / Bewertung ­ Verkehrserzeugung ­ Verkehrsverteilung ­ stadträumliche Qualitäten V1 V2 V3 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + V1 V2 V3 ... Vorzugs variant e Entscheidung AP 4 Vertiefung von Einzelfragen UMSETZUNG I ANALYSE PHASEN V1 V2 V3 ... 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + Ortsbeg ehung / Be standser hebung V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 Ausarbeitung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen Konkretisierung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen ­ Freiraum ­ Verkehr ­ Infrastruktur ­ Baustruktur / Wohnangebot Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Leitsätze ... Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Informationen Planungen Daten Begehungen ... Stärken / Schwächen Herausforderungen Qualitäten / Potenziale Lupenbereiche / ­themen ... ­ räumliches Leitmotiv ­ programmatisches Leitmotiv ­ ‚Mehr Wohnen‘ ­ ‚Attraktive Mitte‘ ­ ‚Grünes Rückgrat‘ ­ ‚Reaktivierung Heinrich­Köhler­Platz‘ ­ ‚Areal Nancystraße‘ Konkretisierung Vorzugsvarianten Ausarbeitung Vorzugsvarianten Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Auftaktgespräch Lenkungsgruppe Lenkungsgruppe LenkungsgruppeLenkungsgruppe Abstimmungs­ termin Abstimmungs­ termin Analyse Auswert en Grundlag en thematische A nalysen Identifikation Teilräume / Themen Stärken / Sc hwächen Qualit äten / Pr obleme / P otenziale... Rückkopplung Rückkopplung / Int egration Rückkopplung / Int egration Grobkonzepte Grobkonzepte Sichten Erheben Auswerten ... Untersuchen Identifizieren Bewerten ... Integrieren Rückkoppeln Konzeptansätze Grobkonzepte Ansätze Optionen Grobkonzepte Ansätze Optionen Entwicklungsziele Konkretisierung / Ausarbeitung Vorzugsvariante städtebaul. Rahmenkonzept Ausarbeitung Vorzugsvariante Auftakt­ veranstaltung Zwischenpräsentation Planungsworkshop Abschluss­ veranstaltung Planungsauschuss Planungsauschuss 2x Stadt­ spaziergänge Gespräche ‚Stakeholder‘ ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST / Teilbereiche / Vertiefungsbereiche ­ Vorstellung Rahmenkonzept Nancystr. Vorstellung / Diskussion ­ 2 Szenarien Rahmenplan NWST ­ Konkretisierungen Vorzugsvarianten Abstimmung ­ Rahmenplan NWST Entwicklung 2 Szenarien Rahmenplan NWST Ausarbeitung Vorzugsvariante Rahmenplan NWST Vorstellung ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST ... ­ Rahmenkonzept Nancystr ­ Interaktive Beteiligung Vorstellung ­ Rahmenplan NWST ­ Planungsergebnisse... ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenplan NWST ­ Vorstellung Ergebnisse Analyse / Ansätze Rahmenplan NWST ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenkonzept Nancystr Information ­ Rahmenplan NWST ­ Rahmenkonzept Nancystr. Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Vorstellung / Abstimmung ­ Rahmenplan NWST ­ Ausarbeitungen Vorzugsvarianten ! ! ! ! ! ! ! ! ! !? Schwerpunkt Geschßwohnungsbau Rahmenplanung Gesamtkonzept Verkehrsplanung - Klärung Waiblinger Straße / Stadtbahn - Verkehrserzeugung / -auswirkung - Erschließungskonzept Baucluster- / Baufeldstudien Vertiefende Ausarbeitung einzelner Baucluster Vertiefende Ausarbeitung Erschließungsanlagen (Dimensionierung / Knoten etc) Vertiefende Ausarbeitung einzelner Freianlagen Vertiefende Ausarbeitung Leitfaden Sportpark Betrachtung Ecke Comburger / Schorndorfer Sondierung Sportpark Sondierung Berliner Platz Schallschutzrechtliche Einschätzung? Schallschutzrechtliche Berechnung Freiraumplanung Städtebau Schallschutzplanung Projektgruppe erweiterte Runde (Politik / Fraktionen / Gremien / Schlüßelakteure) Gremien Bürgerschaft Klärungsphase Sondierungsphase Vertiefungsphase Ausarbeitungsphase TEILASPEKTE GESAMT - KONZEPT Verkehr Städtebau Mobilitätskonzept - Abschätzung Verkehrserzeugung (unterschiedliche Mobilitätskonzepte / städtebauliche Dichten) - Abschätzung Verkehrsverteilung (unterschiedliche Erschließungskonzepte) Baucluster - Überprüfen der Bauclustertiefen zur Fuchshofstraße und Waiblinger Straße Erschließungskonzept / verkehrliche Auswirkungen - Entwicklung Erschließungskonzepte - Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen Dimensionierung Querschnitte / Knotenpunkte Stellplatznachweis Vorstudie Fuchshofstraße - V1 Erschließungsstraße (Teilstück) - V2 Sammelstraße (durchgängig) - V3 Hauptverkehrsstraße (durchgängig) ggf. Stadtbahn Fragestellungen Aspekte Arbeits- / Untersuchungsprogramm Vertiefung Städtebau - ggf. unterschiedliche Dichtemodelle / Baustrukturen/ Typologien - ggf. Ausdetailierung des Entwurfes (Abstandsflächen/ Straßenquerschnitte / Niederschlagswasser ...) - Rückkopplung Übersetzung in Bplan Schallschutzerfordernisse - ggf. Anpassung des Entwurfes an die Schallschutzerfordernisse (Typologien / WA <> GE) Ecke Schorndorfer Str. / Comburgstraße - Klärung Beb. St. Paulus / Autohaus Anschluß Waiblinger Str. / Stadtbahn - Aspekt Grünfuge Freiraum Berliner Platz - Abstimmung Stadtwerke - Oststadthalle - interner workshop - Leitlinien Wettbewerb Sondierung Sportpark / Gestaltungshandbuch - Workshop Landwirtschaftspark 1 A B C 2 3 4 5 V1 V2 V3 ... MESS politische Gremien Öffentlichkeit Formate / Zeitpunkte werden noch festgelegt Abstimmungsfolge nach Bedarf Lenkungsruppe Verwaltung bspw. Bürgersafaries / Informationskiosk Juli Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Juni Juli Aug Sep Okt ‚Stakeholder‘ V1 V2 V3 ... Betrachtungsebenen / ­r äume Nordweststadt Lupenber eiche Areal Nancy straße Stadtt eilebene Rückk opplung Leitmoti ve Teilbereiche Themen Vertiefungs­ bereiche Areal Nancy­/ Kußmaulstr. Grundlagen Stärken­Schwächen­Profil, programmatische Ansätze, Überblick Flächeneignung Entscheidungs­ vorbereitung ! Dokumentation Zusammenfassung „RAHMENPLAN“ 1 Mai AP 2 Workshop Berliner Platz / Gestaltungskonzeption Sport­ und Land(wirt)schaftspark RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLANUNG STUFE I EBENEN Grundlagen Ziele BESTANDSAUFNAHME ABSTIMMUNG Lenkungsgruppe / Bürgerschaft / Stakeholder / Politik ANALYSEKONZEPTION SwotAnsätze III ENTWURF Konkretisierung II KONZEPTIV AUSARBEITUNG Strategie Dokumentation ( SONDIERUNG / KLÄRUNG / KONZEPTION) II KONKRETISIERUNGSPHASE AP 1AP 2 AP 3 Grundlagen Vorstudie Waiblinger Straße Variantenuntersuchung Übernahme/ Aufbereitung der Grundlagen Auswertung Verkehrserhebung 3x Ausbauszenarios workshop Berliner Platz workshop Sportpark Betrachtung Einzelfragen 5x V. städtebauliche Dichte 4x V. Erschließungskonzept Untersuchung / Bewertung ­ verkehrliche Wirksamkeit ­ stadträumliche Einbindung Untersuchung / Bewertung ­ Verkehrserzeugung ­ Verkehrsverteilung ­ stadträumliche Qualitäten V1 V2 V3 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + V1 V2 V3 ... Vorzugs variant e Entscheidung AP 4 Vertiefung von Einzelfragen UMSETZUNG I ANALYSE PHASEN V1 V2 V3 ... 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + Ortsbeg ehung / Be standser hebung V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 Ausarbeitung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen Konkretisierung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen ­ Freiraum ­ Verkehr ­ Infrastruktur ­ Baustruktur / Wohnangebot Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Leitsätze ... Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Informationen Planungen Daten Begehungen ... Stärken / Schwächen Herausforderungen Qualitäten / Potenziale Lupenbereiche / ­themen ... ­ räumliches Leitmotiv ­ programmatisches Leitmotiv ­ ‚Mehr Wohnen‘ ­ ‚Attraktive Mitte‘ ­ ‚Grünes Rückgrat‘ ­ ‚Reaktivierung Heinrich­Köhler­Platz‘ ­ ‚Areal Nancystraße‘ Konkretisierung Vorzugsvarianten Ausarbeitung Vorzugsvarianten Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Auftaktgespräch Lenkungsgruppe Lenkungsgruppe LenkungsgruppeLenkungsgruppe Abstimmungs­ termin Abstimmungs­ termin Analyse Auswert en Grundlag en thematische A nalysen Identifikation Teilräume / Themen Stärken / Sc hwächen Qualit äten / Pr obleme / P otenziale... Rückkopplung Rückkopplung / Int egration Rückkopplung / Int egration Grobkonzepte Grobkonzepte Sichten Erheben Auswerten ... Untersuchen Identifizieren Bewerten ... Integrieren Rückkoppeln Konzeptansätze Grobkonzepte Ansätze Optionen Grobkonzepte Ansätze Optionen Entwicklungsziele Konkretisierung / Ausarbeitung Vorzugsvariante städtebaul. Rahmenkonzept Ausarbeitung Vorzugsvariante Auftakt­ veranstaltung Zwischenpräsentation Planungsworkshop Abschluss­ veranstaltung Planungsauschuss Planungsauschuss 2x Stadt­ spaziergänge Gespräche ‚Stakeholder‘ ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST / Teilbereiche / Vertiefungsbereiche ­ Vorstellung Rahmenkonzept Nancystr. Vorstellung / Diskussion ­ 2 Szenarien Rahmenplan NWST ­ Konkretisierungen Vorzugsvarianten Abstimmung ­ Rahmenplan NWST Entwicklung 2 Szenarien Rahmenplan NWST Ausarbeitung Vorzugsvariante Rahmenplan NWST Vorstellung ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST ... ­ Rahmenkonzept Nancystr ­ Interaktive Beteiligung Vorstellung ­ Rahmenplan NWST ­ Planungsergebnisse... ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenplan NWST ­ Vorstellung Ergebnisse Analyse / Ansätze Rahmenplan NWST ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenkonzept Nancystr Information ­ Rahmenplan NWST ­ Rahmenkonzept Nancystr. Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Vorstellung / Abstimmung ­ Rahmenplan NWST ­ Ausarbeitungen Vorzugsvarianten ! ! ! ! ! ! ! ! ! !? Schwerpunkt Geschßwohnungsbau Rahmenplanung Gesamtkonzept Verkehrsplanung - Klärung Waiblinger Straße / Stadtbahn - Verkehrserzeugung / -auswirkung - Erschließungskonzept Baucluster- / Baufeldstudien Vertiefende Ausarbeitung einzelner Baucluster Vertiefende Ausarbeitung Erschließungsanlagen (Dimensionierung / Knoten etc) Vertiefende Ausarbeitung einzelner Freianlagen Vertiefende Ausarbeitung Leitfaden Sportpark Betrachtung Ecke Comburger / Schorndorfer Sondierung Sportpark Sondierung Berliner Platz Schallschutzrechtliche Einschätzung? Schallschutzrechtliche Berechnung Freiraumplanung Städtebau Schallschutzplanung Projektgruppe erweiterte Runde (Politik / Fraktionen / Gremien / Schlüßelakteure) Gremien Bürgerschaft Klärungsphase Sondierungsphase Vertiefungsphase Ausarbeitungsphase TEILASPEKTE GESAMT - KONZEPT Verkehr Städtebau Mobilitätskonzept - Abschätzung Verkehrserzeugung (unterschiedliche Mobilitätskonzepte / städtebauliche Dichten) - Abschätzung Verkehrsverteilung (unterschiedliche Erschließungskonzepte) Baucluster - Überprüfen der Bauclustertiefen zur Fuchshofstraße und Waiblinger Straße Erschließungskonzept / verkehrliche Auswirkungen - Entwicklung Erschließungskonzepte - Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen Dimensionierung Querschnitte / Knotenpunkte Stellplatznachweis Vorstudie Fuchshofstraße - V1 Erschließungsstraße (Teilstück) - V2 Sammelstraße (durchgängig) - V3 Hauptverkehrsstraße (durchgängig) ggf. Stadtbahn Fragestellungen Aspekte Arbeits- / Untersuchungsprogramm Vertiefung Städtebau - ggf. unterschiedliche Dichtemodelle / Baustrukturen/ Typologien - ggf. Ausdetailierung des Entwurfes (Abstandsflächen/ Straßenquerschnitte / Niederschlagswasser ...) - Rückkopplung Übersetzung in Bplan Schallschutzerfordernisse - ggf. Anpassung des Entwurfes an die Schallschutzerfordernisse (Typologien / WA <> GE) Ecke Schorndorfer Str. / Comburgstraße - Klärung Beb. St. Paulus / Autohaus Anschluß Waiblinger Str. / Stadtbahn - Aspekt Grünfuge Freiraum Berliner Platz - Abstimmung Stadtwerke - Oststadthalle - interner workshop - Leitlinien Wettbewerb Sondierung Sportpark / Gestaltungshandbuch - Workshop Landwirtschaftspark 1 A B C 2 3 4 5 V1 V2 V3 ... MESS politische Gremien Öffentlichkeit Formate / Zeitpunkte werden noch festgelegt Abstimmungsfolge nach Bedarf Lenkungsruppe Verwaltung bspw. Bürgersafaries / Informationskiosk Juli Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Juni Juli Aug Sep Okt ‚Stakeholder‘ V1 V2 V3 ... Betrachtungsebenen / ­r äume Nordweststadt Lupenber eiche Areal Nancy straße Stadtt eilebene Rückk opplung Leitmoti ve Teilbereiche Themen Vertiefungs­ bereiche Areal Nancy­/ Kußmaulstr. Grundlagen Stärken­Schwächen­Profil, programmatische Ansätze, Überblick Flächeneignung Entscheidungs­ vorbereitung ! Dokumentation Zusammenfassung „RAHMENPLAN“ 1 Mai AP 2 Workshop Berliner Platz / Gestaltungskonzeption Sport­ und Land(wirt)schaftspark RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLANUNG STUFE I EBENEN Grundlagen Ziele BESTANDSAUFNAHME ABSTIMMUNG Lenkungsgruppe / Bürgerschaft / Stakeholder / Politik ANALYSEKONZEPTION SwotAnsätze III ENTWURF Konkretisierung II KONZEPTIV AUSARBEITUNG Strategie Dokumentation ( SONDIERUNG / KLÄRUNG / KONZEPTION) II KONKRETISIERUNGSPHASE AP 1AP 2 AP 3 Grundlagen Vorstudie Waiblinger Straße Variantenuntersuchung Übernahme/ Aufbereitung der Grundlagen Auswertung Verkehrserhebung 3x Ausbauszenarios workshop Berliner Platz workshop Sportpark Betrachtung Einzelfragen 5x V. städtebauliche Dichte 4x V. Erschließungskonzept Untersuchung / Bewertung ­ verkehrliche Wirksamkeit ­ stadträumliche Einbindung Untersuchung / Bewertung ­ Verkehrserzeugung ­ Verkehrsverteilung ­ stadträumliche Qualitäten V1 V2 V3 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + V1 V2 V3 ... Vorzugs variant e Entscheidung AP 4 Vertiefung von Einzelfragen UMSETZUNG I ANALYSE PHASEN V1 V2 V3 ... 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + Ortsbeg ehung / Be standser hebung V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 Ausarbeitung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen Konkretisierung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen ­ Freiraum ­ Verkehr ­ Infrastruktur ­ Baustruktur / Wohnangebot Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Leitsätze ... Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Informationen Planungen Daten Begehungen ... Stärken / Schwächen Herausforderungen Qualitäten / Potenziale Lupenbereiche / ­themen ... ­ räumliches Leitmotiv ­ programmatisches Leitmotiv ­ ‚Mehr Wohnen‘ ­ ‚Attraktive Mitte‘ ­ ‚Grünes Rückgrat‘ ­ ‚Reaktivierung Heinrich­Köhler­Platz‘ ­ ‚Areal Nancystraße‘ Konkretisierung Vorzugsvarianten Ausarbeitung Vorzugsvarianten Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Auftaktgespräch Lenkungsgruppe Lenkungsgruppe LenkungsgruppeLenkungsgruppe Abstimmungs­ termin Abstimmungs­ termin Analyse Auswert en Grundlag en thematische A nalysen Identifikation Teilräume / Themen Stärken / Sc hwächen Qualit äten / Pr obleme / P otenziale... Rückkopplung Rückkopplung / Int egration Rückkopplung / Int egration Grobkonzepte Grobkonzepte Sichten Erheben Auswerten ... Untersuchen Identifizieren Bewerten ... Integrieren Konzeptansätze Grobkonzepte Ansätze Optionen Grobkonzepte Ansätze Optionen Entwicklungsziele Konkretisierung / Ausarbeitung Vorzugsvariante städtebaul. Rahmenkonzept Ausarbeitung Vorzugsvariante Auftakt­ veranstaltung Zwischenpräsentation Planungsworkshop Abschluss­ veranstaltung Planungsauschuss Planungsauschuss 2x Stadt­ spaziergänge Gespräche ‚Stakeholder‘ ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST / Teilbereiche / Vertiefungsbereiche ­ Vorstellung Rahmenkonzept Nancystr. Vorstellung / Diskussion ­ 2 Szenarien Rahmenplan NWST ­ Konkretisierungen Vorzugsvarianten Abstimmung ­ Rahmenplan NWST Entwicklung 2 Szenarien Rahmenplan NWST Ausarbeitung Vorzugsvariante Rahmenplan NWST Vorstellung ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST ... ­ Rahmenkonzept Nancystr ­ Interaktive Beteiligung Vorstellung ­ Rahmenplan NWST ­ Planungsergebnisse... ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenplan NWST ­ Vorstellung Ergebnisse Analyse / Ansätze Rahmenplan NWST ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenkonzept Nancystr Information ­ Rahmenplan NWST ­ Rahmenkonzept Nancystr. Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Vorstellung / Abstimmung ­ Rahmenplan NWST ­ Ausarbeitungen Vorzugsvarianten ! ! ! ! ! ! ! ! ! !? STAdTT eILebeNeLupeNbeReIcHe / -THemeNAufbAu bROScHüRe / Le SeHINWeISe Die ‚Stadtteilebene‘ stellt den übergeordneten, großräumigen Untersuchungs- und Aussagemaßstab der Rahmenplanung dar. Auf dieser Ebene wurde die gesamte Nordweststadt, bezogen auf die einzelnen Themenfelder ‚Freiraum‘, ‚Verkehr‘, ‚Infrastruktur‘ und ‚Baustruktur / Wohnangebot‘, in ihrer Grundstruktur bzw. -systematik betrachtet sowie jeweils damit zusammenhängende Einzelaspekte inhaltlich beleuchtet. Darauf aufbauend wurden spezifische Aufgaben, Ziele, Handlungsräume und Konzeptansätze für die künftige Stadtteilentwicklung themenbezogen abgeleitet und formuliert. Diese sind vornehmlich allgemeiner, übergeordneter oder systematischer Natur, beinhalten aber auch konkrete Vorschläge und Maßnahmen. Die ‚Stadtteilebene‘ dient somit vorwiegend als räumliches und konzeptionelles ‚Grundgerüst‘ für die weitere Entwicklung der Nordweststadt. Die vorliegende Broschüre stellt die Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse der Rahmenplanung dar. Die entsprechenden Inhalte sind nach übergeordneten Themenblöcken gegliedert und in einzelnen Kapiteln mit zusätzlichen Unterpunkten aufbereitet. Dies erlaubt ein einfaches Navigieren innerhalb des Dokuments sowie ein leichtes Auffinden der jeweiligen Inhalte. Gleichzeitig gestattet der Aufbau unterschiedliche Handhabungs- und Lesearten. So kann die thematisch interessierte Leserschaft in den einzelnen Kapiteln gezielt Informationen nachschlagen und sich mit spezifischen Aspekten des Rahmenplans auseinandersetzen. Dazu findet sich bspw. auch am Anfang jedes Kapitels zur ‚Stadtteilebene‘ ein kurzer Überblick zur Ausgangslage sowie zu den wesentlichen konzeptionellen Ansätzen. Gleichzeitig werden zwischen den einzelnen Kapiteln und Unterpunkten durch entsprechende Querverweise [vgl. dazu...] Hinweise zu inhaltlichen Bezügen oder ergänzenden Aussagen gegeben. Daneben erfolgt an den einzelnen Kapitelenden eine knappe Zusammenfassung der Ergebnisse. Diese finden sich ebenfalls am Schluss der Broschüre und ermöglichen somit auch der ‚eiligen‘ Leserschaft einen schnellen Überblick über die Kernaussagen des Rahmenplans. Darüber hinaus kann sich die ‚versierte‘ Leserschaft durch das Gesamtdokument einen umfassenden Einblick in die Rahmenplanung verschaffen. Aufgrund der vielfältigen thematischen Schnittmengen kann es dabei allerdings zu inhaltlichen Doppelungen kommen. Diese wurden bewusst in Kauf genommen, u.a. um beim partiellen Lesen der Broschüre ein Verständnis der jeweiligen Zusammenhänge zu ermöglichen. 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr Termin wird noch bekannt gegeben Termin wird noch bekannt gegeben Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben DialogDialog Wir freuen uns auf SieWir freuen uns auf Sie !! !! DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG http://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadthttp://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadt Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link:Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link: 16 | Rahmenplan noRdweststadt pLANuNgSWORkSHOp Im Rahmen des Workshops wurde der aktuelle Arbeitsstand der Rahmenplanung präsentiert, zur Debatte gestellt sowie mit den Teilnehmenden vertieft und weiterentwickelt. Dazu war die Veranstaltung in einzelne Informations- und Arbeitsphasen strukturiert. So konnten sich die Anwesenden, u.a. durch verschiedene Impulsvorträge oder an Stellwänden, zunächst ein Bild der bisherigen Zwischenergebnisse machen, um anschließend in einzelnen Gruppen an unterschiedlichen Themen zu arbeiten. Dabei wurden bspw. in moderierten Runden die Lupenbereiche ‚Attraktive Mitte‘, ‚Areal Nancystraße‘, ‚Grünes Rückgrat‘ und ‚Mehr Wohnen‘ diskutiert und tiefer gehend bearbeitet. Bürgerbeteiligung stellt einen unabdingbaren Bestandteil der Karlsruher Planungskultur dar. Demgemäß fand die Rahmenplanung in enger Verzahnung mit einem intensiv und breit angelegten Dialogprozess mit der interessierten Bürgerschaft statt. Aufgaben und Ziele waren dabei u.a.: „„ einen transparenten und nachvollziehbaren Planungsprozess zu gestalten, „„ einen rechtzeitigen und regelmäßigen Informationsfluss zu gewährleisten, „„ Gelegenheit zur aktiven Partizipation zu bieten, „„ lokales Wissen abzufragen und einfließen zu lassen, „„ Einbringen von Belangen, Anregungen, Vorstellungen oder Ideen zu ermöglichen, „„ Inhalte und Entwicklungsoptionen gemeinsam zu erarbeiten, „„ Planungsergebnisse zu diskutieren und abzustimmen, „„ Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft zu generieren, „„ ... dIALOgpROZeSS Im Rahmen des Dialogprozesses wurden dazu, in Zusammenarbeit mit dem Moderationsbüro suedlicht, mehrere Veranstaltungen durchgeführt. In Abhängigkeit des jeweiligen Planungsstandes und der entsprechenden Beteiligungsziele kamen dabei unterschiedliche Veranstaltungsformate, Informationsmodule und Partizipationsinstrumente zum Einsatz. Neben einer Auftaktveranstaltung fanden so zwei Stadteilspaziergänge, eine Planungswerkstatt sowie eine Abschlussveranstaltung statt. Gleichzeitig bestand auch außerhalb der Veranstaltungen die Möglichkeit Anregungen, Hinweise und Ideen schriftlich oder telefonisch weiterzugeben. VeRANSTALTuNgeN Zu Beginn des Rahmenplanverfahrens ging es an erster Stelle darum, die Öffentlichkeit über den anstehenden Prozess sowie dessen Aufgaben und Ziele zu informieren. Darüber hinaus wurden, in Form eines Impulsvortrages, erste Eindrücke, Fragestellungen und Analyseergebnisse aus stadtplanerischer Sicht geschildert sowie potenzielle Ansätze zur Weiterentwicklung der Nordweststadt vorgestellt. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmenden an themenbezogenen Stellwänden tiefergehend informieren und hatten gleichzeitig die Gelegenheit, die dargestellten Inhalte und Ansätzen zu diskutieren bzw. zu kommentieren. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, sich in Form von Postkarten und Themenkarten zu bestimmten Fragestellungen zu äußern und dadurch Hinweise, Anmerkungen, Ideen, Wünsche oder Kritikpunkte mitzuteilen. AufTAkTVeRANSTALTuNg Die beiden Stadtteilspaziergänge dienten dazu, die Nordweststadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu erkunden, sowie die für den Planungsprozess strategisch wichtigen Punkte und Bereiche genauer unter die Lupe zu nehmen. Direkt vor Ort konnten so Defizite und Herausforderungen aber auch Potenziale und Chancen innerhalb des Stadtteils angesprochen und erörtert werden. STAdTT eILSpAZIeRgäNge büRgeRdIALOg Informationsfluss / Rückkopplung 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr Termin wird noch bekannt gegeben Termin wird noch bekannt gegeben Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Dialog Dialog Wir freuen uns auf SieWir freuen uns auf Sie !! !! DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG http://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadthttp://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadt Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link:Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link: Auftakt- veranstaltung Stadtteil- spaziergänge Planungs- werkstatt 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr Termin wird noch bekannt gegeben Termin wird noch bekannt gegeben Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Dialog Dialog Wir freuen uns auf SieWir freuen uns auf Sie !! !! DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG http://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadthttp://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadt Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link:Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link: Schwerpunkt Geschßwohnungsbau Rahmenplanung Gesamtkonzept Verkehrsplanung - Klärung Waiblinger Straße / Stadtbahn - Verkehrserzeugung / -auswirkung - Erschließungskonzept Baucluster- / Baufeldstudien Vertiefende Ausarbeitung einzelner Baucluster Vertiefende Ausarbeitung Erschließungsanlagen (Dimensionierung / Knoten etc) Vertiefende Ausarbeitung einzelner Freianlagen Vertiefende Ausarbeitung Leitfaden Sportpark Betrachtung Ecke Comburger / Schorndorfer Sondierung Sportpark Sondierung Berliner Platz Schallschutzrechtliche Einschätzung? Schallschutzrechtliche Berechnung Freiraumplanung Städtebau Schallschutzplanung Projektgruppe erweiterte Runde (Politik / Fraktionen / Gremien / Schlüßelakteure) Gremien Bürgerschaft Klärungsphase Sondierungsphase Vertiefungsphase Ausarbeitungsphase TEILASPEKTE GESAMT - KONZEPT Verkehr Städtebau Mobilitätskonzept - Abschätzung Verkehrserzeugung (unterschiedliche Mobilitätskonzepte / städtebauliche Dichten) - Abschätzung Verkehrsverteilung (unterschiedliche Erschließungskonzepte) Baucluster - Überprüfen der Bauclustertiefen zur Fuchshofstraße und Waiblinger Straße Erschließungskonzept / verkehrliche Auswirkungen - Entwicklung Erschließungskonzepte - Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen Dimensionierung Querschnitte / Knotenpunkte Stellplatznachweis Vorstudie Fuchshofstraße - V1 Erschließungsstraße (Teilstück) - V2 Sammelstraße (durchgängig) - V3 Hauptverkehrsstraße (durchgängig) ggf. Stadtbahn Fragestellungen Aspekte Arbeits- / Untersuchungsprogramm Vertiefung Städtebau - ggf. unterschiedliche Dichtemodelle / Baustrukturen/ Typologien - ggf. Ausdetailierung des Entwurfes (Abstandsflächen/ Straßenquerschnitte / Niederschlagswasser ...) - Rückkopplung Übersetzung in Bplan Schallschutzerfordernisse - ggf. Anpassung des Entwurfes an die Schallschutzerfordernisse (Typologien / WA <> GE) Ecke Schorndorfer Str. / Comburgstraße - Klärung Beb. St. Paulus / Autohaus Anschluß Waiblinger Str. / Stadtbahn - Aspekt Grünfuge Freiraum Berliner Platz - Abstimmung Stadtwerke - Oststadthalle - interner workshop - Leitlinien Wettbewerb Sondierung Sportpark / Gestaltungshandbuch - Workshop Landwirtschaftspark 1 A B C 2 3 4 5 V1 V2 V3 ... MESS politische Gremien Öffentlichkeit Formate / Zeitpunkte werden noch festgelegt Abstimmungsfolge nach Bedarf Lenkungsruppe Verwaltung bspw. Bürgersafaries / Informationskiosk Juli Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Juni Juli Aug Sep Okt ‚Stakeholder‘ V1 V2 V3 ... Betrachtungsebenen / ­r äume Nordweststadt Lupenber eiche Areal Nancy straße Stadtt eilebene Rückk opplung Leitmoti ve Teilbereiche Themen Vertiefungs­ bereiche Areal Nancy­/ Kußmaulstr. Grundlagen Stärken­Schwächen­Profil, programmatische Ansätze, Überblick Flächeneignung Entscheidungs­ vorbereitung ! Dokumentation Zusammenfassung „RAHMENPLAN“ 1 Mai AP 2 Workshop Berliner Platz / Gestaltungskonzeption Sport­ und Land(wirt)schaftspark RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLANUNG STUFE I EBENEN Grundlagen Ziele BESTANDSAUFNAHME ABSTIMMUNG Lenkungsgruppe / Bürgerschaft / Stakeholder / Politik ANALYSEKONZEPTION SwotAnsätze III ENTWURF Konkretisierung II KONZEPTIV AUSARBEITUNG Strategie Dokumentation ( SONDIERUNG / KLÄRUNG / KONZEPTION) II KONKRETISIERUNGSPHASE AP 1AP 2 AP 3 Grundlagen Vorstudie Waiblinger Straße Variantenuntersuchung Übernahme/ Aufbereitung der Grundlagen Auswertung Verkehrserhebung 3x Ausbauszenarios workshop Berliner Platz workshop Sportpark Betrachtung Einzelfragen 5x V. städtebauliche Dichte 4x V. Erschließungskonzept Untersuchung / Bewertung ­ verkehrliche Wirksamkeit ­ stadträumliche Einbindung Untersuchung / Bewertung ­ Verkehrserzeugung ­ Verkehrsverteilung ­ stadträumliche Qualitäten V1 V2 V3 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + V1 V2 V3 ... Vorzugs variant e Entscheidung AP 4 Vertiefung von Einzelfragen UMSETZUNG I ANALYSE PHASEN V1 V2 V3 ... 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + Ortsbeg ehung / Be standser hebung V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 Ausarbeitung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen Konkretisierung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen ­ Freiraum ­ Verkehr ­ Infrastruktur ­ Baustruktur / Wohnangebot Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Leitsätze ... Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Informationen Planungen Daten Begehungen ... Stärken / Schwächen Herausforderungen Qualitäten / Potenziale Lupenbereiche / ­themen ... ­ räumliches Leitmotiv ­ programmatisches Leitmotiv ­ ‚Mehr Wohnen‘ ­ ‚Attraktive Mitte‘ ­ ‚Grünes Rückgrat‘ ­ ‚Reaktivierung Heinrich­Köhler­Platz‘ ­ ‚Areal Nancystraße‘ Konkretisierung Vorzugsvarianten Ausarbeitung Vorzugsvarianten Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Auftaktgespräch Lenkungsgruppe Lenkungsgruppe LenkungsgruppeLenkungsgruppe Abstimmungs­ termin Abstimmungs­ termin Analyse Auswert en Grundlag en thematische A nalysen Identifikation Teilräume / Themen Stärken / Sc hwächen Qualit äten / Pr obleme / P otenziale... Rückkopplung Rückkopplung / Int egration Rückkopplung / Int egration Grobkonzepte Grobkonzepte Sichten Erheben Auswerten ... Untersuchen Identifizieren Bewerten ... Integrieren Rückkoppeln Konzeptansätze Grobkonzepte Ansätze Optionen Grobkonzepte Ansätze Optionen Entwicklungsziele Konkretisierung / Ausarbeitung Vorzugsvariante städtebaul. Rahmenkonzept Ausarbeitung Vorzugsvariante Auftakt­ veranstaltung Zwischenpräsentation Planungsworkshop Abschluss­ veranstaltung Planungsauschuss Planungsauschuss 2x Stadt­ spaziergänge Gespräche ‚Stakeholder‘ ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST / Teilbereiche / Vertiefungsbereiche ­ Vorstellung Rahmenkonzept Nancystr. Vorstellung / Diskussion ­ 2 Szenarien Rahmenplan NWST ­ Konkretisierungen Vorzugsvarianten Abstimmung ­ Rahmenplan NWST Entwicklung 2 Szenarien Rahmenplan NWST Ausarbeitung Vorzugsvariante Rahmenplan NWST Vorstellung ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST ... ­ Rahmenkonzept Nancystr ­ Interaktive Beteiligung Vorstellung ­ Rahmenplan NWST ­ Planungsergebnisse... ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenplan NWST ­ Vorstellung Ergebnisse Analyse / Ansätze Rahmenplan NWST ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenkonzept Nancystr Information ­ Rahmenplan NWST ­ Rahmenkonzept Nancystr. Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Vorstellung / Abstimmung ­ Rahmenplan NWST ­ Ausarbeitungen Vorzugsvarianten ! ! ! ! ! ! ! ! ! !? Schwerpunkt Geschßwohnungsbau Rahmenplanung Gesamtkonzept Verkehrsplanung - Klärung Waiblinger Straße / Stadtbahn - Verkehrserzeugung / -auswirkung - Erschließungskonzept Baucluster- / Baufeldstudien Vertiefende Ausarbeitung einzelner Baucluster Vertiefende Ausarbeitung Erschließungsanlagen (Dimensionierung / Knoten etc) Vertiefende Ausarbeitung einzelner Freianlagen Vertiefende Ausarbeitung Leitfaden Sportpark Betrachtung Ecke Comburger / Schorndorfer Sondierung Sportpark Sondierung Berliner Platz Schallschutzrechtliche Einschätzung? Schallschutzrechtliche Berechnung Freiraumplanung Städtebau Schallschutzplanung Projektgruppe erweiterte Runde (Politik / Fraktionen / Gremien / Schlüßelakteure) Gremien Bürgerschaft Klärungsphase Sondierungsphase Vertiefungsphase Ausarbeitungsphase TEILASPEKTE GESAMT - KONZEPT Verkehr Städtebau Mobilitätskonzept - Abschätzung Verkehrserzeugung (unterschiedliche Mobilitätskonzepte / städtebauliche Dichten) - Abschätzung Verkehrsverteilung (unterschiedliche Erschließungskonzepte) Baucluster - Überprüfen der Bauclustertiefen zur Fuchshofstraße und Waiblinger Straße Erschließungskonzept / verkehrliche Auswirkungen - Entwicklung Erschließungskonzepte - Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen Dimensionierung Querschnitte / Knotenpunkte Stellplatznachweis Vorstudie Fuchshofstraße - V1 Erschließungsstraße (Teilstück) - V2 Sammelstraße (durchgängig) - V3 Hauptverkehrsstraße (durchgängig) ggf. Stadtbahn Fragestellungen Aspekte Arbeits- / Untersuchungsprogramm Vertiefung Städtebau - ggf. unterschiedliche Dichtemodelle / Baustrukturen/ Typologien - ggf. Ausdetailierung des Entwurfes (Abstandsflächen/ Straßenquerschnitte / Niederschlagswasser ...) - Rückkopplung Übersetzung in Bplan Schallschutzerfordernisse - ggf. Anpassung des Entwurfes an die Schallschutzerfordernisse (Typologien / WA <> GE) Ecke Schorndorfer Str. / Comburgstraße - Klärung Beb. St. Paulus / Autohaus Anschluß Waiblinger Str. / Stadtbahn - Aspekt Grünfuge Freiraum Berliner Platz - Abstimmung Stadtwerke - Oststadthalle - interner workshop - Leitlinien Wettbewerb Sondierung Sportpark / Gestaltungshandbuch - Workshop Landwirtschaftspark 1 A B C 2 3 4 5 V1 V2 V3 ... MESS politische Gremien Öffentlichkeit Formate / Zeitpunkte werden noch festgelegt Abstimmungsfolge nach Bedarf Lenkungsruppe Verwaltung bspw. Bürgersafaries / Informationskiosk Juli Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Juni Juli Aug Sep Okt ‚Stakeholder‘ V1 V2 V3 ... Betrachtungsebenen / ­r äume Nordweststadt Lupenber eiche Areal Nancy straße Stadtt eilebene Rückk opplung Leitmoti ve Teilbereiche Themen Vertiefungs­ bereiche Areal Nancy­/ Kußmaulstr. Grundlagen Stärken­Schwächen­Profil, programmatische Ansätze, Überblick Flächeneignung Entscheidungs­ vorbereitung ! Dokumentation Zusammenfassung „RAHMENPLAN“ 1 Mai AP 2 Workshop Berliner Platz / Gestaltungskonzeption Sport­ und Land(wirt)schaftspark RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLANUNG STUFE I EBENEN Grundlagen Ziele BESTANDSAUFNAHME ABSTIMMUNG Lenkungsgruppe / Bürgerschaft / Stakeholder / Politik ANALYSEKONZEPTION SwotAnsätze III ENTWURF Konkretisierung II KONZEPTIV AUSARBEITUNG Strategie Dokumentation ( SONDIERUNG / KLÄRUNG / KONZEPTION) II KONKRETISIERUNGSPHASE AP 1AP 2 AP 3 Grundlagen Vorstudie Waiblinger Straße Variantenuntersuchung Übernahme/ Aufbereitung der Grundlagen Auswertung Verkehrserhebung 3x Ausbauszenarios workshop Berliner Platz workshop Sportpark Betrachtung Einzelfragen 5x V. städtebauliche Dichte 4x V. Erschließungskonzept Untersuchung / Bewertung ­ verkehrliche Wirksamkeit ­ stadträumliche Einbindung Untersuchung / Bewertung ­ Verkehrserzeugung ­ Verkehrsverteilung ­ stadträumliche Qualitäten V1 V2 V3 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + V1 V2 V3 ... Vorzugs variant e Entscheidung AP 4 Vertiefung von Einzelfragen UMSETZUNG I ANALYSE PHASEN V1 V2 V3 ... 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + Ortsbeg ehung / Be standser hebung V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 Ausarbeitung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen Konkretisierung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen ­ Freiraum ­ Verkehr ­ Infrastruktur ­ Baustruktur / Wohnangebot Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Leitsätze ... Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Informationen Planungen Daten Begehungen ... Stärken / Schwächen Herausforderungen Qualitäten / Potenziale Lupenbereiche / ­themen ... ­ räumliches Leitmotiv ­ programmatisches Leitmotiv ­ ‚Mehr Wohnen‘ ­ ‚Attraktive Mitte‘ ­ ‚Grünes Rückgrat‘ ­ ‚Reaktivierung Heinrich­Köhler­Platz‘ ­ ‚Areal Nancystraße‘ Konkretisierung Vorzugsvarianten Ausarbeitung Vorzugsvarianten Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Auftaktgespräch Lenkungsgruppe Lenkungsgruppe LenkungsgruppeLenkungsgruppe Abstimmungs­ termin Abstimmungs­ termin Analyse Auswert en Grundlag en thematische A nalysen Identifikation Teilräume / Themen Stärken / Sc hwächen Qualit äten / Pr obleme / P otenziale... Rückkopplung Rückkopplung / Int egration Rückkopplung / Int egration Grobkonzepte Grobkonzepte Sichten Erheben Auswerten ... Untersuchen Identifizieren Bewerten ... Integrieren Rückkoppeln Konzeptansätze Grobkonzepte Ansätze Optionen Grobkonzepte Ansätze Optionen Entwicklungsziele Konkretisierung / Ausarbeitung Vorzugsvariante städtebaul. Rahmenkonzept Ausarbeitung Vorzugsvariante Auftakt­ veranstaltung Zwischenpräsentation Planungsworkshop Abschluss­ veranstaltung Planungsauschuss Planungsauschuss 2x Stadt­ spaziergänge Gespräche ‚Stakeholder‘ ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST / Teilbereiche / Vertiefungsbereiche ­ Vorstellung Rahmenkonzept Nancystr. Vorstellung / Diskussion ­ 2 Szenarien Rahmenplan NWST ­ Konkretisierungen Vorzugsvarianten Abstimmung ­ Rahmenplan NWST Entwicklung 2 Szenarien Rahmenplan NWST Ausarbeitung Vorzugsvariante Rahmenplan NWST Vorstellung ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST ... ­ Rahmenkonzept Nancystr ­ Interaktive Beteiligung Vorstellung ­ Rahmenplan NWST ­ Planungsergebnisse... ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenplan NWST ­ Vorstellung Ergebnisse Analyse / Ansätze Rahmenplan NWST ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenkonzept Nancystr Information ­ Rahmenplan NWST ­ Rahmenkonzept Nancystr. Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Vorstellung / Abstimmung ­ Rahmenplan NWST ­ Ausarbeitungen Vorzugsvarianten ! ! ! ! ! ! ! ! ! !? Schwerpunkt Geschßwohnungsbau Rahmenplanung Gesamtkonzept Verkehrsplanung - Klärung Waiblinger Straße / Stadtbahn - Verkehrserzeugung / -auswirkung - Erschließungskonzept Baucluster- / Baufeldstudien Vertiefende Ausarbeitung einzelner Baucluster Vertiefende Ausarbeitung Erschließungsanlagen (Dimensionierung / Knoten etc) Vertiefende Ausarbeitung einzelner Freianlagen Vertiefende Ausarbeitung Leitfaden Sportpark Betrachtung Ecke Comburger / Schorndorfer Sondierung Sportpark Sondierung Berliner Platz Schallschutzrechtliche Einschätzung? Schallschutzrechtliche Berechnung Freiraumplanung Städtebau Schallschutzplanung Projektgruppe erweiterte Runde (Politik / Fraktionen / Gremien / Schlüßelakteure) Gremien Bürgerschaft Klärungsphase Sondierungsphase Vertiefungsphase Ausarbeitungsphase TEILASPEKTE GESAMT - KONZEPT Verkehr Städtebau Mobilitätskonzept - Abschätzung Verkehrserzeugung (unterschiedliche Mobilitätskonzepte / städtebauliche Dichten) - Abschätzung Verkehrsverteilung (unterschiedliche Erschließungskonzepte) Baucluster - Überprüfen der Bauclustertiefen zur Fuchshofstraße und Waiblinger Straße Erschließungskonzept / verkehrliche Auswirkungen - Entwicklung Erschließungskonzepte - Abschätzung der verkehrlichen Auswirkungen Dimensionierung Querschnitte / Knotenpunkte Stellplatznachweis Vorstudie Fuchshofstraße - V1 Erschließungsstraße (Teilstück) - V2 Sammelstraße (durchgängig) - V3 Hauptverkehrsstraße (durchgängig) ggf. Stadtbahn Fragestellungen Aspekte Arbeits- / Untersuchungsprogramm Vertiefung Städtebau - ggf. unterschiedliche Dichtemodelle / Baustrukturen/ Typologien - ggf. Ausdetailierung des Entwurfes (Abstandsflächen/ Straßenquerschnitte / Niederschlagswasser ...) - Rückkopplung Übersetzung in Bplan Schallschutzerfordernisse - ggf. Anpassung des Entwurfes an die Schallschutzerfordernisse (Typologien / WA <> GE) Ecke Schorndorfer Str. / Comburgstraße - Klärung Beb. St. Paulus / Autohaus Anschluß Waiblinger Str. / Stadtbahn - Aspekt Grünfuge Freiraum Berliner Platz - Abstimmung Stadtwerke - Oststadthalle - interner workshop - Leitlinien Wettbewerb Sondierung Sportpark / Gestaltungshandbuch - Workshop Landwirtschaftspark 1 A B C 2 3 4 5 V1 V2 V3 ... MESS politische Gremien Öffentlichkeit Formate / Zeitpunkte werden noch festgelegt Abstimmungsfolge nach Bedarf Lenkungsruppe Verwaltung bspw. Bürgersafaries / Informationskiosk Juli Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Juni Juli Aug Sep Okt ‚Stakeholder‘ V1 V2 V3 ... Betrachtungsebenen / ­r äume Nordweststadt Lupenber eiche Areal Nancy straße Stadtt eilebene Rückk opplung Leitmoti ve Teilbereiche Themen Vertiefungs­ bereiche Areal Nancy­/ Kußmaulstr. Grundlagen Stärken­Schwächen­Profil, programmatische Ansätze, Überblick Flächeneignung Entscheidungs­ vorbereitung ! Dokumentation Zusammenfassung „RAHMENPLAN“ 1 Mai AP 2 Workshop Berliner Platz / Gestaltungskonzeption Sport­ und Land(wirt)schaftspark RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLAN NORDWESTSTADT KARLSRUHE RAHMENPLANUNG STUFE I EBENEN Grundlagen Ziele BESTANDSAUFNAHME ABSTIMMUNG Lenkungsgruppe / Bürgerschaft / Stakeholder / Politik ANALYSEKONZEPTION SwotAnsätze III ENTWURF Konkretisierung II KONZEPTIV AUSARBEITUNG Strategie Dokumentation ( SONDIERUNG / KLÄRUNG / KONZEPTION) II KONKRETISIERUNGSPHASE AP 1AP 2 AP 3 Grundlagen Vorstudie Waiblinger Straße Variantenuntersuchung Übernahme/ Aufbereitung der Grundlagen Auswertung Verkehrserhebung 3x Ausbauszenarios workshop Berliner Platz workshop Sportpark Betrachtung Einzelfragen 5x V. städtebauliche Dichte 4x V. Erschließungskonzept Untersuchung / Bewertung ­ verkehrliche Wirksamkeit ­ stadträumliche Einbindung Untersuchung / Bewertung ­ Verkehrserzeugung ­ Verkehrsverteilung ­ stadträumliche Qualitäten V1 V2 V3 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + V1 V2 V3 ... Vorzugs variant e Entscheidung AP 4 Vertiefung von Einzelfragen UMSETZUNG I ANALYSE PHASEN V1 V2 V3 ... 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + 1 A B C 2 3 4 5 + - - + Ortsbeg ehung / Be standser hebung V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 V3 V1 V2 Ausarbeitung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen Konkretisierung Vorzugsvarianten Teilbereiche / Themen ­ Freiraum ­ Verkehr ­ Infrastruktur ­ Baustruktur / Wohnangebot Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Leitsätze ... Ziele Aufgaben Ansätze Maßnahmen ... Informationen Planungen Daten Begehungen ... Stärken / Schwächen Herausforderungen Qualitäten / Potenziale Lupenbereiche / ­themen ... ­ räumliches Leitmotiv ­ programmatisches Leitmotiv ­ ‚Mehr Wohnen‘ ­ ‚Attraktive Mitte‘ ­ ‚Grünes Rückgrat‘ ­ ‚Reaktivierung Heinrich­Köhler­Platz‘ ­ ‚Areal Nancystraße‘ Konkretisierung Vorzugsvarianten Ausarbeitung Vorzugsvarianten Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Auftaktgespräch Lenkungsgruppe Lenkungsgruppe LenkungsgruppeLenkungsgruppe Abstimmungs­ termin Abstimmungs­ termin Analyse Auswert en Grundlag en thematische A nalysen Identifikation Teilräume / Themen Stärken / Sc hwächen Qualit äten / Pr obleme / P otenziale... Rückkopplung Rückkopplung / Int egration Rückkopplung / Int egration Grobkonzepte Grobkonzepte Sichten Erheben Auswerten ... Untersuchen Identifizieren Bewerten ... Integrieren Konzeptansätze Grobkonzepte Ansätze Optionen Grobkonzepte Ansätze Optionen Entwicklungsziele Konkretisierung / Ausarbeitung Vorzugsvariante städtebaul. Rahmenkonzept Ausarbeitung Vorzugsvariante Auftakt­ veranstaltung Zwischenpräsentation Planungsworkshop Abschluss­ veranstaltung Planungsauschuss Planungsauschuss 2x Stadt­ spaziergänge Gespräche ‚Stakeholder‘ ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST / Teilbereiche / Vertiefungsbereiche ­ Vorstellung Rahmenkonzept Nancystr. Vorstellung / Diskussion ­ 2 Szenarien Rahmenplan NWST ­ Konkretisierungen Vorzugsvarianten Abstimmung ­ Rahmenplan NWST Entwicklung 2 Szenarien Rahmenplan NWST Ausarbeitung Vorzugsvariante Rahmenplan NWST Vorstellung ­ Ergebnisse Analyse ­ Ansätze Rahmenplan NWST ... ­ Rahmenkonzept Nancystr ­ Interaktive Beteiligung Vorstellung ­ Rahmenplan NWST ­ Planungsergebnisse... ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenplan NWST ­ Vorstellung Ergebnisse Analyse / Ansätze Rahmenplan NWST ­ Vorstellung / Beschluss Rahmenkonzept Nancystr Information ­ Rahmenplan NWST ­ Rahmenkonzept Nancystr. Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen Vorstellung / Abstimmung ­ Rahmenplan NWST ­ Ausarbeitungen Vorzugsvarianten ! ! ! ! ! ! ! ! ! !? 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr Termin wird noch bekannt gegeben Termin wird noch bekannt gegeben Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Dialog Dialog Wir freuen uns auf SieWir freuen uns auf Sie !! !! DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG http://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadthttp://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadt Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link:Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link: 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 12. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 29. Spetember 2016 18.00 - 21.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Oktober 2016 16.30 - ca. 18.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr 19. Januar 2017 17.00 - 21.00 Uhr Termin wird noch bekannt gegeben Termin wird noch bekannt gegeben Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Stadtteilspaziergang Nord Treffpunkt: Walter-Rathenau-Platz Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Auftaktveranstaltung Aula der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik „Bethlehem“ Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Stadtteilspaziergang Süd Treffpunkt: Heinrich-Köhler-Platz Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Planungsworkshop Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Abschlussveranstaltung Ort wird noch bekannt gegeben Dialog Dialog Wir freuen uns auf SieWir freuen uns auf Sie !! !! DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG DIALOGDIALOG http://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadthttp://www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/nordweststadt Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link:Weitere Informationen und Neuigkeiten finden Sie im Internet unter folgendem Link: Abschluss- veranstaltung DIALOGPROZESS sonstige Anregungen ... DOKUMENTATION / AUFBEREITUNG / AUSWERTUNG RAHMENPLANUNG stadtplanungsamt| 17 In der Abschlussveranstaltung wurden den Bürgerinnen und Bürgern die Ergebnisse des Rahmenplanungsprozesses sowohl anhand einer Präsentation als auch an verschiedenen Informationsstellwänden vorgestellt. Dabei bestand auch nochmals die Gelegenheit, die entsprechenden Inhalte zu besprechen sowie Rückmeldung zu geben. Gleichzeitig wurde über die beabsichtigten weiteren Schritte, wie bspw. das anstehende Bebauungsplanverfahren zum ‚Areal Nancystraße‘ berichtet. Die Veranstaltungen sowie ihre jeweiligen Ergebnisse wurden in kurzer Form dokumentiert und zusammengefasst. Die Dokumentationen können im Internet unter folgendem Link eingesehen und heruntergeladen werden: www.karlsruhe.de/b3/bauen/projekte/rahmenplan/ nordweststadt Darüber hinaus wurden alle Anregungen der Bürgerschaft, die während des gesamten Planungsprozesses aufgekommen sind, festgehalten, aufbereitet und ausgewertet. Die entsprechenden Ergebnisse sind in die Analysen bzw. konzeptuellen Überlegungen des Rahmenplans mit eingeflossen. So finden sich auch innerhalb dieser Broschüre an zahlreichen Stellen Hinweise, Grafiken und Skizzen aus dem Dialogprozess. Aspekte und Anregungen die bspw. nicht direkt die Rahmenplanung oder das Plangebiet betrafen, wurden gesammelt und an die entsprechenden Fachämter weitergeleitet. Dadurch konnte gewährleistet werden, dass auch diese nicht ‚verloren‘ gehen. AbScHLuSSVeRANSTALTuNg dOkumeNTATION / beRückSI cHTIguNg JugeNdfORum Unabhängig vom Dialogprozess wurde durch den Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe ein sogenanntes Jugendforum in den Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendhauses veranstaltet. Dort hatten die teilnehmenden Jugendlichen die Möglichkeit, ihre verschiedenen Belange, Vorstellungen und Ideen vorzubringen. Auch die dort erarbeiteten Ergebnisse fanden selbstverständlich in der Rahmenplanung entsprechende Berücksichtigung. 18 | Rahmenplan noRdweststadt STAdTTeIL der nachfolgende themenblock stellt die nordweststadt in ihren grundzügen vor. er bietet anhand der darstellung, aufbereitung und auswertung verschiedener erhebungen zur stadtstruktur, (statistischer) daten sowie bestehender planungen, untersuchungen, studien und Konzepten, einen Überblick über die ausgangslage bzw. die aktuellen Rahmenbedingungen des stadtteils. diese bilden die grundlage der Rahmenplanung bzw. die Basis für die weiteren vertiefenden Betrachtungen, analysen und konzeptionellen Überlegungen. stadtplanungsamt| 19 3 km 1,50 km 1,50 km PLANGEBIET Gewerbe ‚Alter Flugplatz‘ Neureuter Feld�lur ehem. Artilleriekaserne Landwirtscha�ts�läche Städtisches Klinikum Gewerbe S T AD TB AHNLINIE S1 / S11 TRAMLINIE 2 SCHWEIGENER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 NEUREUT NORDWESTSTADT WESTSTADT MÜHLBURG SCHLOSS KAISER S TRA SSE NORDSTADT KNIELINGEN SIEMENSALLEE MOL TKE S TRA SSE 20 | Rahmenplan noRdweststadt STAdTT eIL uNd umgebuNg Durch ihre relativ zentrumsnahe Lage im nordwestlichen Teil Karlsruhes vereint die Nordweststadt eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt mit den Vorzügen des Lebens am Stadtrand. Im Osten grenzen die weitläufigen Freiflächen des ‚Alten Flugplatzes‘ an, der gleichzeitig den Übergang zur Nordstadt bildet. Nördlich, in Richtung des Stadtteils Neureut, liegen die abwechslungsreichen Landschaftsräume der sogenannten ‚Neureuter Feldflur‘. Im Süden grenzt die Nordweststadt an die vorwiegend durch Wohnbebauung geprägten Siedlungsbereiche der Weststadt und Mühlburgs. Auf westlicher Seite bilden die, teilweise zur Nordweststadt gehörenden, Gewerbegebiete den Übergang zum Stadtteil Knielingen. Walther­Rathenau­Platz Bildungs­ und Betreuungseinrichtungen Gewerbe Bundesanstalt für Wasserbau L‘Oréal Chemisches Veterinäruntersuchungsamt Bildungsakademie der Handwerkskammer Rennbuckel Bonner Platz Grünzug Grünzug Heinrich­Köhler­Platz KIT Campus West Landauer S tr aße K urt ­ Schumacher ­ S tr aße K aiserslaut erner S tr aße A ugust ­Be be l­ S tr aße Stadt bahnlinie S 1 / S11 T r amlinie 2 Sch weig ener S tr aße Neur eut er S tr aße (B36) Hert zstr aße K uß maulstr aße Hert zstr aße Wilhe lm­Hausenst ein­Allee Josef­ Schofer ­ S tr aße S iemensallee Moltk e str aße F r anz­L ust ­ S tr aße Gewerbe ‚Alter Flugplatz‘ Neureuter Feld�lur ehem. Artilleriekaserne Landwirtschafts�läche Städtisches Klinikum stadtplanungsamt| 21 Die Nordweststadt ist durch die Hauptverkehrsstraßen Neureuter Straße (B36) und Moltkestraße bzw. Siemensallee an das übergeordnete Straßennetz angebunden. Innerhalb des Stadtteils stellen die Franz-Lust-Straße, die Kußmaulstraße, die August-Bebel-Straße, die Wilhelm-Hausenstein-Allee, die Kaiserslauterner Straße, die Schweigener Straße, die Landauer Straße sowie die Hertzstraße die wichtigsten Verkehrsräume mit Netzfunktion dar. Sowohl über die östlich entlang des ‚Alten Flugplatzes‘ verlaufende Stadtbahntrasse der S1 und S11, als auch über die Tramlinie 2 auf der Moltkestraße bzw. Siemensallee im Süden, ist der Stadtteil in das Nahverkehrsschienennetz Karlsruhes eingebunden. Innerhalb der, hauptsächlich durch unterschiedliche Wohnbebauungen geprägten, Siedlungsstruktur der Nordweststadt bildet der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Grünzug entlang der Hertzstraße eine markante Grünzäsur im Stadtteilgefüge. Hier sind vorwiegend verschiedene Sport-, Vereins- und Kleingartennutzungen beheimatet. Neben den westlich der Neureuter Straße gelegenen Gewerbeflächen finden sich zusätzlich im nördlichen Bereich der Hertzstraße der Gewerbestandort von L’Oréal, die Bildungsakademie der Handwerkskammer sowie das Chemische Veterinäruntersuchungsamt. Im Süden sind das Städtische Klinikum, die Bundesanstalt für Wasserbau und der KIT Campus West ansässig. Unterschiedliche Nahversorgungseinrichtungen befinden sich überwiegend entlang der Landauer Straße und östlich davon an der Kurt-Schumacher-Straße bzw. Josef-Schofer-Straße. Ergänzt werden diese bspw. durch einzelne gastronomische und gewerbliche Angebote an der Stresemannstraße, dem Heinrich-Köhler-Platz sowie dem Bonner Platz. Die Schwerpunkte verschiedener schulischer Bildungseinrichtungen liegen im Bereich ‚Rennbuckel‘ sowie im Norden, durch unterschiedliche kirchliche und soziale Betreuungsangebote ergänzt, vorwiegend entlang der Wilhelm-Hausenstein-Allee. Darüber hinaus finden sich rund um den Walther-Rathenau-Platz weitere bedeutsame Einrichtungen des Gemeinwesens. 170725 Stadtplan 1948 Seite 1von 1Webstadtplan Karlsruhe 25.07.2017https://geodaten.karlsruhe.de/websis/template/dina4_hoch/ 170725 Stadtplan 1965 Seite 1von 1Webstadtplan Karlsruhe 25.07.2017https://geodaten.karlsruhe.de/websis/template/dina4_hoch/ 22 | Rahmenplan noRdweststadt HISTORIe uNd SIedLuNgSeNTWIckLuNg Als eigentlicher Stadtteil wurde die Nordweststadt formal erst Mitte der 1970er Jahre durch die Zusammenführung verschiedener bebauter und unbebauter Bereiche der Weststadt und Mühlburgs gebildet. Der Ursprung der heutigen Nordweststadt liegt in sieben sogenannten ‚Gründungssiedlungen‘, die schrittweise im 20. Jahrhundert entstanden und später durch weitere Baugebiete ergänzt wurden. Ausgangspunkt der Bebauung stellt die Eigenhandbausiedlung aus den 1920er Jahren dar. stadtplan 1948 stadtplan 1965stadtplan 1943 Quelle: Geoportal Karlsruhe Quelle: Geoportal Karlsruhe Quelle: Geoportal Karlsruhe Eigenhandbausiedlung Eigenhandbausiedlung ab 1920 Weingärtnersiedlung ab 1923 Rennbuckelsiedlung ab 1950 Lange Richtstatt ab 1960 Flugplatzsiedlung ab 1955 Binsenschlauchsiedlung ab 1950 Siemenssiedlung ab 1950 stadtplanungsamt| 23 stadtplan 1965 In der weiteren Entwicklung des Stadtteils folgten dann die Weingärtnersiedlung (die heute dem Stadtteil Mühlburg angehört), die Rennbuckelsiedlung, die Binsenschlauchsiedlung, die Siemenssiedlung, die Flugplatzsiedlung und die Lange Richtstatt sowie weitere kleinere Siedlungsergänzungen. Hierbei entstand der überwiegende Teil dieser Siedlungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Entsprechend wird die Nordweststadt größtenteils durch unterschiedliche Siedlungsstrukturen des 20. Jahrhunderts geprägt. Die einzelnen Siedlungen besitzen alle eine eigene ‚Gründungsgeschichte‘ und entsprangen meist den zur Entstehungszeit gültigen städtebaulichen Leitvorstellungen und Rahmenbedingungen. Sie sind daher häufig Ausdruck ihrer Zeit mit typischen, teilweise sogar einheitlichen Siedlungsmustern, Gebäudetypologien und Freiraumcharakteristika. Der jeweiligen Entstehungsgeschichte der Siedlungen (bzw. der entsprechenden Gebäudestrukturen), unter unterschiedlichen Vorraussetzungen, Absichten und ‚Bauherren‘, ist auch die Besonderheit geschuldet, dass sich ein beachtlicher Anteil der Gebäude im Besitz von Genossenschaften, der VOLKSWOHNUNG GmbH oder weiterer Immobilienunternehmen befindet. Teilweise wurden die jeweiligen Grundstücke auch per Erbbaurecht vom Land überlassen. Entsprechend divergent zeigen sich heute stellenweise die Eigentumsverhältnisse in den einzelnen Siedlungsbereichen. In vielen Bereichen befinden sich die Gebäude mehrheitlich in privatem Einzel- oder Streubesitz, in anderen wiederum überwiegend in einheitlichem Besitz eines Eigentümers. So gehören heute bspw. der VOLKSWOHNUNG die ehemalige Siemenssiedlung oder weite Teile der Bebauung rund um die August-Bebel-Straße bzw. entlang der Josef-Schofer-Straße. Einzelhäuser (EFH / MFH) Doppelhäuser (EFH / MFH) Reihenhäuser / Kettenhäuser (EFH / MFH) Zeilen­ / Geschossbauten Bungalows / Patiohäuser Garagenhöfe Nebengebäude Sonderbauten Gewerbebauten ab 1920 ab 1950 ab 1955 ab 1965 ab 1960 ab 1973 ab 1980 ab 2000 ab 2010 24 | Rahmenplan noRdweststadt legendelegende bAuZeITALTeRTypOLOgI eNScHWARZpLAN Die einzelnen Siedlungen mit ihren jeweiligen städtebaulichen bzw. freiräumlichen Strukturen sind nach wie vor als spezifische ‚Bebauungscluster‘ ablesbar und prägen maßgeblich den Charakter des Stadtteils. In der Nordweststadt finden sich daher vorwiegend diverse Wohnbautypologien verschiedener Bauzeitalter sowie unterschiedlicher Gestalt und Ausprägung. Diese reichen von kleinteiligen, aufgelockerten Einzel- und Doppelhausgebieten, über verdichtete Bungalow-, Reihen-, und Mehrfamilienhausbebauungen bis hin zu großformatigen Zeilen- und Geschosswohnungsbauten, mit großzügigen, halböffentlichen Grünbereichen. Korrespondierend zeigt sich auch die Bandbreite an vorhanden Gebäudehöhen, die sich von eingeschossigen Atriumhäusern bis zu neungeschossigen Wohnhochhäusern spannt. Stellenweise werden die bestehenden Wohnbaustrukturen durch unterschiedliche Sonderbauten, etwa schulischer, kirchlicher oder gewerblicher Art ergänzt. STAdTSTRukTuR weiterführende Bildungseinrichtungen Kindergärten / Kitas Senioreneinrichtungen Schulen Kirchen Vereine Gewerbe Wohngebäude Nahversorgung Dienstleistung Gastronomie Behörden / Ämter I / I+DG II II+DG III+DG III IV IV+DG V VI VII VIII IX Satteldach Flachdach sonstige Dachform stadtplanungsamt| 25 legendelegendelegende geScHOSS IgkeITeNdAcHfORmeNNuTZ uNgeN übergeordnete Hauptstraßen / Haupterschließungsstraßen Stadtbahn­ / Tramlinien wichtige Auftakt­ / Eingangssituationen privates Grün halböffentliches Grün Kleingartenanlagen Sport­ / Vereinsanlagen öffentliches Grün mangelnde stadträumliche Präsenz von Freiräumen mangelnde stadträumliche Präsenz von Siedlungsstrukturen 26 | Rahmenplan noRdweststadt HAupTeRScHLIeSSuNgSSTRASSeNgRüNSTRukTuReN‚S TAdTRäumLIcHe pRäSeNZ‘ Vielfach sind die einzelnen Siedlungsbereiche bzw. ‚Bebauungscluster‘ durch überdimensioniert breite, begrünte Haupterschließungsstraßen oder ausgedehnte Freiflächen eingerahmt, welche jedoch häufig eher Zäsuren und Barrieren im Stadtgefüge darstellen als verbindende ‚Stadträume‘. Bspw. gleichen die Straßenräume teilweise eher vorstädtischen Durchgangsstraßen als belebten, attraktiven Stadtstraßen. Dies ist oftmals auch durch das Erscheinungsbild der angrenzenden Freiraum- und vor allem Baustrukturen mitbedingt. Diese sind stellenweise von den Straßenräumen zurückversetzt angeordnet, hinter wenig ansprechenden Garagen, Mauern, Zäunen und Gebüsch ‚versteckt‘, oder wenden bzw. orientieren sich von diesen weg. Somit bilden sie häufig keine adäquate stadträumliche ‚Präsenz‘, Ausstrahlungskraft oder städtebauliche Fassung aus. legendelegendelegende Mitte? Mitte? wichtige Platzräume bedeutsame / wichtige Einrichtungen / Nutzungen markante / stadtbildprägende Gebäude wichtige Platzräume stadträumliche Zäsuren bedeutsame / wichtige Einrichtungen / Nutzungen markante / stadtbildprägende Gebäude übergeordnete Hauptstraßen / Haupterschließungsstraßen Stadtbahn­ / Tramlinien markante / wichtige Auftakt­ / Eingangssituationen privates Grün halböffentliches Grün öffentliches Grün mangelnde stadträumliche Präsenz von Freiräumen mangelnde stadträumliche Präsenz von Siedlungsstrukturen stadtplanungsamt| 27 STAdTSTRukTuRcL uST eR / pATcHWORkwichtige Plätze / markante gebäude / bedeuTeNde eINRIcHTuNgeN Stellenweise mangelt es der Nordweststadt daher auch an einer klaren Raumbildung bzw. -hierarchie. Durch die vorherrschenden aufgelockerten Siedlungs- und Freiraumstrukturen zeigt sich der Stadtteil insgesamt in seinem stadträumlichen Charakter eher vorstädtisch geprägt als urban und städtisch. So verfügt die Nordweststadt auch über keine eindeutig ausformulierte ‚Mitte‘, kaum identitätsstiftende Orte, legendelegendelegende kleinteilige / aufgelockerte Siedlungsstrukturen großformatige Zeilen- / Geschosswohnungsbaustrukturen Eigenhandbausiedlung Reihen- / Kettenhausstrukturen Bungalow- / Patiohausstrukturen Sonderbaustrukturen Grün- / Freiraumstrukturen gestaltprägende Bauwerke, einladende Eingangssituationen oder entsprechend markante stadträumliche Auftaktsituationen. Zusammengefasst gleicht die Nordweststadt dadurch aktuell stellenweise mehr einer heterogenen Aneinanderreihung separater Siedlungen (‚Patchwork‘) als einer ‚historisch‘ gewachsenen, zusammenhängenden Stadtstruktur. 28,4% 10,4% 10% (Ehe‐)Paare ohne Kind(er) 28,6 % Einpersonenhaushalte 51,2% sonstige Mehrpersonenhaushalte 5,6% 18‐25 14,4 % 26‐45 24,7 %45‐65 24,9% >65 23,1% Alleinerziehende mit Kind(ern) 3,7 % (Ehe‐)Paare mit Kindern 10,8 % 0‐6 4,2 % 6‐18 8,8 % EINWOHNER HAUSHALTE Haushaltstyp Altersstruktur 11.676 6.388 Personen im Haushalt 51,2% 1234+ 28 | Rahmenplan noRdweststadt NORdWeSTSTAdT IN ZAHLeN AuSWeRTuNg STATISTIkeN Die nachstehenden Angaben basieren auf den Daten der Statistikstelle des Amtes für Stadtentwicklung Karlsruhe und beziehen sich, falls nicht anders angegeben, auf die Abgrenzungen des Plangebietes. GEBÄUDE 192019301940195019601970198019902000 Baujahr Eigentumsverhältnisse 1.799 0,4% 6,6% 37,5% 6,5% 9,4% 4,6% 0,9% 0,2% 33,9% Gemeinschaft von Wohnungseigentümer‐/ innen 11,7% Privatperson/en 74,6 % sonstige 2,2% Kommune/ komm. Wohnungsunternehmen 8,7% Wohnungsgenossenschaft 2,8% stadtplanungsamt| 29 Wohnungsnutzung zu Wohnzwecken vermietet 67,6% Leerstehend 2,4% von Eigentümern bewohnt 30% 70‐89 25,3% 90‐119 15,9% 150‐179 4,1% 120‐149 7,6% <30 9 % 30‐49 8,9 % 1 1234567 2 3-6 7-12 >13 15,2% 10,9% 24,9% 18,4% 30,6% 9% 19,4% 29,3% 12%12%12,1% 6,2% WOHNUNGEN Wohnungen pro Gebäude Zimmer pro Wohnung Wohnungsgröße in m² 5.945 >180 2,3 % 50‐69 26,9 % Wohnungsnutzung zu Wohnzwecken vermietet 67,6% Leerstehend 2,4% von Eigentümern bewohnt 30% 70‐89 25,3% 90‐119 15,9% 150‐179 4,1% 120‐149 7,6% <30 9 % 30‐49 8,9 % 1 1234567 2 3-6 7-12 >13 15,2% 10,9% 24,9% 18,4% 30,6% 9% 19,4% 29,3% 12%12%12,1% 6,2% WOHNUNGEN Wohnungen pro Gebäude Zimmer pro Wohnung Wohnungsgröße in m² 5.945 >180 2,3 % 50‐69 26,9 % 30 | Rahmenplan noRdweststadt die oben angegebene gesamtzahl an wohnungen bezieht sich auf die nordweststadt ingesamt. die nebenstehenden daten auf die abgrenzung des plangebietes. stadtplanungsamt| 31 Mit der großen Vielfalt der vorhandenen Bebauungsstrukturen in der Nordweststadt geht auch ein sehr breites und differenziertes Wohnraumangebot einher, sodass der Stadtteil Heimat für unterschiedliche Bewohnerinnen und Bewohner in verschiedenen Lebenslagen bietet. So leben die rund 11.600 Einwohnerinnen und Einwohner unterschiedlicher Altersklassen im Plangebiet bspw. in verschiedenen Haushaltsformen. Diese reichen von Einpersonenhaushalten über Haushalte von Paaren (mit oder ohne Kinder) bis hin zu Mehrpersonenhaushalten. Die höchste Zahl nehmen dabei die Einpersonenhaushalte mit 51,2% ein. Von den ca.1.800 bestehenden Gebäuden im Untersuchungsgebiet befindet sich der überwiegende Teil in Privatbesitz. Den anderen Teil machen Wohnungsgenossenschaften oder kommunale Wohnungsunternehmen (VOLKSWOHNUNG) aus. In den eigenen vier Wänden leben dabei rund 30%, sodass sich die Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner des Plangebietes in einem Mietsverhältnis befindet. Von den 5.945 Wohnungen in der gesamten Nordweststadt gehört ein beachtlicher Anteil zum Bestand der VOLKSWOHNUNG. Die einzelnen Gebäude weisen zumeist eine (Einfamilienhäuser), drei bis sechs (Mehrfamilienhäuser) und zu einem großen Anteil sogar mehr als dreizehn Wohnungen (Geschosswohnungsbauten, Wohnhochhäuser) auf. Je nach Gebäudetypologie variieren dementsprechend auch Zimmeranzahl und Wohnungsgrößen. Dabei machen Wohnungen mit mehr als drei Zimmern rund 85% der Anzahl aus, wobei die Wohnungsgrößen im Plangebiet im Schnitt zumeist zwischen 50 und 90 Quadratmetern liegen und knapp 30% der Wohnungen größer als 90 Quadratmeter sind. ZuSAmmeNfASSuNg 32 | Rahmenplan noRdweststadt AuSWeRTuNg büRgeRumfRAge nordweststadt nordweststadt nordweststadt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt 70 73 71 69 76 66 gebäudezustand im stadtteil wohnruhe wohnqualität im stadtteil WOHNeN 71 76 64 58 nordweststadt nordweststadt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt Verkehrssituation parkplatzangebot VeRkeHR nordweststadt nordweststadt nordweststadt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt luftqualität aufenthaltsqualität straßen und plätze ausstattung mit grün- und Erholungsflächen gRüN uNd fReIRAum 68 73 65 68 76 65 Im Jahr 2011 hat das Amt für Stadtentwicklung eine umfassende Befragung zur Lebensqualität in Karlsruhe und ihren Stadtteilen aus Bürgersicht durchgeführt. Die nachstehenden Angaben basieren auf diesen Daten und bilden die durchschnittliche Zufriedenheit der Bürgerschaft in der Nordweststadt in Relation zur Gesamtstadt Karlsruhe ab (100 = sehr zufrieden / 0 = sehr unzufieden). stadtplanungsamt| 33 46 53 60 64 57 50 41 61 65 73 53 71 wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten dienstleistungen gastronomieangebot INfRASTRukTuR betreuungsangebot für kinder unter 3 soziale treffpunkte kulturelle angebote in der nähe SOZIALe INfRASTRukTuRZuSAmmeNfASSuNg nordweststadtnordweststadt nordweststadtnordweststadt nordweststadtnordweststadt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt Karlsruhe gesamt Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass der Großteil der Befragten sowohl mit der Wohn- und Verkehrssituation als auch mit der Grünausstattung der Nordweststadt zufrieden ist. Jedoch wurden einige Aspekte gerade aus dem Bereich Nahversorgung und soziale Infrastruktur teilweise etwas kritischer bewertet. Dies zeigt sich vor allem auch im direkten Vergleich mit der Gesamtstadt Karlsruhe. So ist bspw. die Zufriedenheit mit den wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten oder dem gastronomischen Angebot im Stadtteil vergleichsweise niedrig. Darüber hinaus wird die Anzahl bzw. Qualität der vorhandenen sozialen Treffpunkte als wenig ausreichend angesehen. DER WEITERE WEG 145 + + + + + ++ ++ ++ + + + + ++ ++ Wohnbauflächen- reserven FNP Wohnbauflächen- reserven FNP Stärkung und Verbund der funktionalen Ortsteilzentren Nachverdichtungspotenzial innerhalb der Stadtquartiere Nachverdichtungspotenzial innerhalb der Stadtquartiere Entwicklungsschwerpunkt Nordwest Entwicklungsschwerpunkt Nordost E der Höhenstadtteile igenständige Entwicklung Entwicklungsflächenpotenzial Wohnbauflächen- reserven FNP Entwicklungsflächenpotenzial Wohnbauflächen- reserven FNP zukünftige Bebauungsplanung Rhein k ommunale Gr enze k ommunale Gr enze k ommunale Gr enze k ommunale Gr enze ungefährer Schnittrahmen? KARLSRUHE WÄCHST ... MIT INNEREN WERTEN Karlsruhe wächst und benötigt Flächen für Woh- nen im Inneren der Stadt. Diese zu entwickeln, ist ein beschlossenes Ziel, eine Herausforderung, aber auch eine Chance. Wo Neues entsteht, bietet sich die Gelegenheit, Altes aufzuwerten. Daher stehen die Sanierung älterer Quartiere und die Weiterent- wicklung bestehender Stadtteile im Mittelpunkt des Interesses. Das wird für ganz Karlsruhe viele positive Veränderungen bringen, vor allem für die Stadtteile nördlich der Kernstadt. Im Bereich zwischen Nordstadt, Nordweststadt und Neureut liegen die größten Reserven für neu- en Wohnraum, aber auch große städtebauliche Defizite. Der gemeinsame Umbau kann neue, star- ke Nachbarschaften entstehen lassen. Die Oststadt ist das heterogenste Stadtviertel Karls- ruhes, geprägt von Industriehistorie, Hochschulen, Technologiepark und Altem Schlachthof. Hier schlummern Reserven für das Wohnen und Arbei- ten, die sich am besten mobilisieren lassen, wenn eine gemeinsame Identität für das Stadtviertel ent- wickelt wird. MEHR WOHNEN 34 | Rahmenplan noRdweststadt beST eHeNde pLANuNgeN uNd RAHmeNbedINguNgeN Das Räumliche Leitbild der Stadt Karlsruhe aus den Jahren 2014 - 2016 weist, in der sogenannten Stoßrichtungskarte ‚Mehr Wohnen‘, die größten Entwicklungsreserven für neue Wohnraumangebote u.a. in den Stadtteilen Neureut, Nordstadt und auch der Nordweststadt aus. Die jeweiligen Bereiche sind u.a. in Nachverdichtungs- und Entwicklungspotenzialflächen differenziert. Neben der geplanten Wohnbauentwicklungsfläche des ‚Areals Nancystraße‘, wurden hierbei für große Teile der Nordweststadt weitere Nachverdichtungspotenziale innerhalb der Stadtquartiere identifiziert. Aufbauend auf dem Räumlichen Leitbild wurden im westlichen Bereich der Nordstadt die Flächen eines ehemals militärisch genutzten Geländes im Rahmenplanverfahren ‚Zukunft Nord‘ bereits tiefer gehend untersucht und beplant. Für den Stadtteil Neureut läuft aktuell noch ein entsprechendes Prüf- und begleitendes Beteiligungsverfahren in Bezug auf eine weitere Wohnbauentwicklung. Dieses soll unter dem Namen ‚Rahmenplan Neureut-Süd‘ die durch das Räumliche Leitbild aufgezeigten Entwicklungsflächenpotenziale untersuchen und konkretisieren (u.a. in Hinblick auf die Fortschreibung des FNPs). In diesem Zusammenhang sollen u.a. Fragestellungen betreffs der Lage und Dimensionierung der neuen Gebiete, der Erschließung als auch der Art und Dichte der Bebauung geklärt werden. Dabei grenzt eine dieser Prüfflächen nördlich der Schweigener Straße direkt an die Nordweststadt an. Der Flächennutzungsplan (FNP) des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe aus dem Jahr 2010 weist den überwiegenden Teil der Nordweststadt als Wohnbauflächen aus. Das ‚Areal Nancystraße‘ ist als geplante Wohnbaufläche dargestellt. Daneben ist der gegenwärtig als Kleingartenanlage genutzte Bereich ‚Am Exerzierplatz‘ als potenzielle Erweiterungsfläche für das angrenzende städtische Klinikum ausgewiesen. Im Flächennutzungsplan ist ebenso noch eine ursprünglich vorgesehene Verlängerung der Wilhelm-Hausenstein-Allee in südlicher Richtung bis zur Franz-Lust-Straße enthalten. Gemäß eines Gemeinderatsbeschlusses wird diese Planung jedoch nicht mehr weiterverfolgt und der entsprechende Bebauungsplan wurde inzwischen aufgehoben. Aktuell befindet sich der FNP in der Fortschreibung. In diesem Rahmen wird auch die Ausweisung einer Wohnbaufläche entlang der Schweigener Straße auf Flächen des Stadtteils Neureut geprüft (vgl. dazu nebenstehenden Punkt). RäumLIcHeS LeITbILdfL äcHeNNuTZuNgSpLAN Quelle: Stadt Karlsruhe Quelle: Stadt Karlsruhe Obstbaumen / Golfplatz Stadteinfahrt Durlach : Fiduciastraße / Killesfeldstraße Anbindung Grötzinger See Stadteinfahrt Durlach : B3 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 Alleeartige Bepflanzung Herrmann-Schneider-Allee "Gewerbeinseln" einbinden Industriegebiet einbinden Neue Siedlungsränder entlang "Grüne Nordspange" (westlicher Teil) / Freiraum- entwicklung und -gestaltung Bundesautobahn - Kleeblätter / Südtangente - Auffahrten Stadteinfahrt Herrenalberstraße (Ergänzungen) 50 51 52 53 54 55 56 60 59 61 Landschaftsräume (Text 7.1.6) Ränder (Text 7.1.7) Siedlungsrand Rüppurr aufwerten Siedlungsrand Aue-Süd aufwerten Siedlungsrand Thomashof aufwerten neuer Siedlungsrand Hohenwettersbach Siedlungsrand Vokkenau aufwerten Waldrand freistellen (Umnutzung Bauflächen) Waldrand freistellen (Kleingärten) Hochgestade besser einbinden Siedlungsrand "Zukunft Nord" neue Siedlungsränder entlang "Grüne Nordspange" (östlicher Teil) / Freiraum- entwicklung und -gestaltung Hauptfriedhof Südostrand stärken neue Verkehrswege (Text 7.2) Zweite Rheinquerung Ausbau A5 / Landschaftsbrücke Hub / Elfmorgenbruch Gütertransversale Rotterdam - Genua zukünftige Potentiale (Text 7.3) 65 Container- und Rangierbahnhof Raffinerien Rheinhafen Integriertes Rheinprogramm : Polder Bellenkopf-Rappenwört Grün- und Siedlungszäsuren (Text 7.1.8) 57 58 Grünzäsur Südliche Hardt / Fritschlach Siedlungszäsur Karlsruhe-Durlach 62 63 64 20 19 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 Turmbergaufstiege aufwerten (Treppe / Reichhardtstraße) Sportpark Untere Hub / Naherholung Querung Pfinzgrün / Bahngleise Stadteinfahrt Haid- und Neustraße Stadteinfahrt Durlacher Allee Grünverbindung Gleisbauhof / Brücke Güterumgehungsbahn 2. Bauabschnitt Otto-Dullenkopf-Park Stuttgarter Straße: Sportentwicklung / Kleingärten / Straßenraumgestaltung Option: Stadt mit Oberwald verknüpfen "Guckallee" Gut Scheibenhardt Lärmschutz Günther-Klotz-Anlage/ Randgestaltung Beiertheimer Feld "Grüne Spange" Südliche Hardt - Beiertheimer Feld / "Landschaftsbrücken" Gartendenkmalpflege Karlsruher Schloss- gärten (Schlossgarten / Fasanengarten / Übergang in den Hardtwald / Umfeld Fürstliche Grabkapelle) KIT - Entwicklung im Hardtwald / grüne "Wald"-ränder erhalten "Grüne Nordspange" und Querung Hardtwald "Schlossstrahlen" Wald aufwerten grüne Querung Neureut / Landschaftsbezug zum Rhein durchgängige Wegeverbindung "Grünzug Herzstraße" Brücke Rheinhafen Brücke Jachthafen Option: Brücke Ölhafen "durchgängige Rheinpromenade" / Bezug PAMINA - Rheinpark verbessern 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 Stadteinfahrt Neureuter Straße (Ergänzungen) Stadteinfahrt Linkenheimer Landstraße / Willy-Brandt-Allee (Ergänzungen) 18 Baumkonzept Kaiserstraße / Stadtplatz- gestaltung / Stadteinfahrt Kaiserallee (Ergänzungen) Stadteinfahrt B 36 / Eckener Straße Verbindung Rintheim / Elfmorgenbruch Verbindung Durlach Rosengärtle / Landschaft Entwicklung Stadtgarten / Zoo Sanierung Rheinpark Rappenwört Entwicklung Hauptfriedhof Alter Friedhof Wolfartsweier (Umgestaltung in Schritten) Nordfriedhof Neureut (Umgestaltung) Hofgut Hohenwettersbach Stadteinfahrt Rheinhafenstraße / Pulverhausstraße Grünvernetzung (Text 7.1.1) Parks u.a. (Text 7.1.2) historische Anlagen (Text 7.1.3) Stadteinfahrten u.a. (Text 7.1.4) Albgrün Schloss- gärten Südliche Hardt Albgrün Oberwald Hangkante Turmberg Hardtwald N o r d s p a n g e" Alter Flugplatz Landschaftspark Rhein Rappenwört Rüppurrer Wiesen " g r ü n e r F ä c h e r " T u r m b e r g z u mR h e i n " . . . " v o m " v o m T u r m b e r g Pfinz z u m R h e i n " " g r ü n e 55 1 2 63 43 3 1 64 4 39 65 1 44 40 33 9 53 53 19 50 53 5 53 54 6 20 18 32 7 14 30 23 45 36 49 55 55 35 60 8 34 15 16 10 51 38 41 12 17 42 37 24 37 46 48 42 42 Rhein Rhein 22 57 31 40 40 40 40 40 40 60 61 62 21 58 13 6 6 25 56 11 26 28 40 47 61 60 61 27 52 59 52 29 40 G:\GBA\_PL\Produkte\SP\110 Freiraumentwicklungsplan KA\_CAD\Plan\Freiraumentwicklungsplan KA_2017-07-27.dwg Kartengrundlage: Stadtkarte 1:20.000, Stadt Karlsruhe - Liegenschaftsamt Legende Maßnahmen einer künftigen Grünentwicklung Kartengrundlage: Stadtkarte 1:20.000, Stadt Karlsruhe - Liegenschaftsamt Abteilungsleitung Plan Nr. / DateinameMaßstab 1 : 20.000 Sachbearbeitung T. Henz SP-110 Amtsleitung Datum Juli 2017 Gartenbauamt Stadt Karlsruhe Freiraumentwicklungsplan Karlsruhe - "Maßnahmen" K. WeindelH. Kern stadtplanungsamt| 35 Sowohl der Landschaftsplan des Nachbarschaftsverbandes aus dem Jahre 2010 als auch der im Dezember 2017 verabschiedete Freiraumentwicklungsplan (vgl. dazu nebenstehenden Punkt) weisen verschiedene bedeutsame Grünflächen und Freiraumverbindungen im Bereich der Nordweststadt aus. Dabei sind nicht nur für den Stadtteil sondern auch für die Gesamtstadt insbesondere der ‚Alte Flugplatz‘ als FFH- und Naturschutzgebiet sowie die nördlich an den Stadtteil grenzenden Freiräume (wie bspw. die ‚Neureuter Feldflur‘) von hoher Bedeutung. Wie u.a. der Landschaftsplan zeigt, spielen zur strukturellen und ökologischen Vernetzung von Freiräumen innerhalb des Stadtteils in Nord-Süd-Richtung vor allem der parallel zur Hertzstraße verlaufende Grünzug, die ‚Grünachse‘ entlang der Stadtbahntrasse am ‚Alten Flugplatz‘, die ehem. Freihaltetrasse der Wilhelm-Hausenstein-Allee und auch die Neureuter Straße eine wichtige Rolle. In Ost-West-Richtung liegen die Schwerpunkte bestehender bzw. geplanter Grünverbindungen primär auf der Achse der Landauer Straße / Kurt-Schumacher-Straße sowie auf der Moltkestraße und der Siemensallee. LANdScHAfTSpLAN Quelle: Stadt Karlsruhe Quelle: Stadt Karlsruhe Entsprechend des Freiraumentwicklungsplans sollen künftig u.a. der Bereich der ‚Neureuter Feldflur‘ wie auch die benachbarte ‚Heide‘ zusammen mit weiteren Freiflächen zur sogenannten ‚Grünen Nordspange West‘ verknüpft und entwickelt werden (Maßnahme Nummer 6). Diese soll künftig eine attraktive Grünverbindung zwischen Hardtwald und Rhein herstellen. In diesem Zusammenhang ist auch die Ausbildung neuer Siedlungsränder mit einer entsprechenden Freiraumentwicklung und -gestaltung vorgesehen (Maßnahme Nummer 53). Darüber hinaus sieht der Freiflächenentwicklungsplan die Schaffung einer durchgängigen Wegeverbindung entlang des Grünzuges an der Hertzstraße vor (Maßnahme Nummer 5). fReIRAumeNTWIckLuNgSpLAN Seite 1von 1Webstadtplan Karlsruhe 1.04.2017https://geodaten.karlsruhe.de/websis/template/dina4_hoch/ Seite 1von 1Webstadtplan Karlsruhe 1.04.2017http://geodaten.karlsruhe.de/websis/template/dina4_hoch/ 36 | Rahmenplan noRdweststadt Gemäß der Klimafunktionskarte liegt die bioklimatische Belastung im überwiegenden Teil der Nordweststadt im mittleren Bereich. In manchen Siedlungsräumen ist sie, gerade auch im Vergleich zur Innenstadt, sogar als gering eingestuft. Dabei stellen der ‚Alte Flugplatz‘, die nördlich an das Plangebiet angrenzenden Freiräume auf der Gemarkung Neureut sowie der Nord-Süd-Grünzug innerhalb der Nordweststadt bedeutende Kaltluftlieferungsflächen dar, wobei der Grünzug auch als wichtige Kaltluftleitbahn fungiert. Im Umfeld dieser Gebiete, besonders im Norden und Osten des Stadtteils, finden sich entsprechende Kaltlufteinwirkungsbereiche. NO2-Immissionen sind größtenteils nur entlang der vielbefahrenen Neureuter Straße (B36), der Moltkestraße bzw. Siemensallee und in geringeren Mengen entlang der Wilhelm- Hausenstein-Allee und der Landauer Straße vorhanden. kLI mAANpASSuNgSpLANkLI mAfuNkTIONSkARTe Quelle: Stadt Karlsruhe Quelle: Stadt Karlsruhe Im Klimaanpassungsplan aus dem Jahre 2015 sind u.a. Teile des Grünzuges, die Kleingartenanlagen nördlich der Siemensallee sowie die Grünflächen entlang der Kußmaulstraße bzw. im Bereich des ‚Areals Nancystraße‘ als bioklimatische Entlastungsflächen ausgewiesen. In diesem Zusammenhang sollte für das ‚Areal Nancystraße‘ eine klimaoptimierte Bebauung angestrebt werden. Gleichzeitig empfiehlt der Klimaanpassungsplan gerade für die belasteten Bereiche wie bspw. den KIT Campus West die Neueinrichtung sogenannter ‚Pocket-Parks‘. stadtplanungsamt| 37 Entsprechend der Verkehrsmengenuntersuchung aus dem Jahr 2008 weisen die das Plangebiet tangierenden und für die Gesamtstadt bedeutsamen Durchgangsstraßen Neureuter Straße (B36) und Moltkestraße bzw. Siemensallee die höchsten Verkehrsbelastungen in der Nordweststadt auf. Daneben zeigen sich innerhalb des Plangebietes vor allem die Straßen mit Netzfunktion wie die Hertzstraße, die Franz- Lust-Straße, die Kußmaulstraße, die August-Bebel-Straße, die Wilhelm-Hausenstein-Allee, die Landauer Straße sowie die Schweigener Straße als verkehrsbelastete Bereiche. VeRkeHRSmeNgeN (Vu 2008)STRASSeNVeRkeHRSLäRmkARTe TAg Quelle: Stadt Karlsruhe Quelle: Stadt Karlsruhe Wie die Straßenverkehrslärmkarte zeigt sind entlang der zuvor genannten Straßenabschnitte stellenweise auch höhere Schallemissionen vorhanden. 38 | Rahmenplan noRdweststadt Das Korridorthema ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe‘ bildet seit 2016 einen Schwerpunkt der derzeitigen und zukünftigen Stadtpolitik. Der Begriff ‚Grüne Stadt / Green City‘ ist ein bereits bestehender Fachbegriff und wird auch in anderen Kommunen und Bezügen verwendet. Was sind die Ziele der ‚Grünen Stadt‘? Die Stadt Karlsruhe möchte die Lebens-, Wohlfühl- und Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger erhalten und weiter entwickeln. Die Stadt sieht sich vielen derzeitigen und anstehenden Herausforderungen gegenüber: Bebauung, Verkehr und Lärm nehmen zu, zu Lasten von Luft, Gesundheit, Natur und Klima. Die Schwerpunkte der Initiative werden durch die drei räumlich ausgeprägten Handlungsfelder Klima, Natur und Gesunde Stadt gebündelt. Ihre Themen und Ziele umfassen mehr als nur den Schutz, Ausbau und Vernetzung des Stadtgrüns, sondern auch den Schutz der Natur und der Artenvielfalt, reduzierter Energieverbrauch, praktizierter Klimaschutz und Klimaanpassung, Förderung von Bewegungsmöglichkeiten und Schaffung eines gesundheitsfördernden Lebensumfeldes, Ressourcenschutz und Umweltgerechtigkeit. Mit den räumlichen Leitprojekten ‚Mein Freiraum‘, ‚Mein Quartier‘ und ‚Meine Straße‘ sollen die übergeordneten Zielsetzungen konkretisiert und damit auch für die Bevölkerung verständlich und wahrnehmbar gemacht werden. Die Schwerpunkte der ‚Grünen Stadt‘ haben in der Nordweststadt großes Potential und bieten damit die Chance, einen attraktiven, ökologischen und gesunden meIN e gRüNe STAdT kARLSRuHe Stadtteil Realität werden zu lassen, ganz im Sinne eines Musterstadtteils der ‚Grünen Stadt‘. Angestrebt wird, neben der Verbesserung der grünen und gesunden Infrastruktur im Quartier, im Straßenraum und im Freiraum vor allem auch die konkrete Verbesserung im privaten und nachbarschaftlichen Umfeld. Ein wichtiger Pfeiler der ‚Grünen Stadt‘ ist das bürgerschaftliche Engagement. Die ‚Grüne Stadt‘ versteht sich als ein auf lange Sicht angelegter Prozess, der seine Ziele nur erreichen kann, wenn eine enge Verbindung zu den Lebenswelten der Bürgerschaft hergestellt werden kann. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich selbst gestaltend in die Projektentwicklung und deren Umsetzung einbringen. Nur gemeinsam, durch stärkere Einbeziehung und Teilhabe ist es möglich, das Umweltbewusstsein zu stärken und nachhaltiges Handeln sowie die Identifikation mit der ‚Grünen Stadt‘ zu fördern. Weitere Informationen rund um die ‚Grüne Stadt‘ auf der Internetseite www.karlsruhe.de/b3/gruene_stadt.de oder bei der Geschäftsstelle ‚Grüne Stadt‘ im Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe, E-Mail gruenestadt@ua.karlsruhe.de. Die Stadt Karlsruhe freut sich über viele weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter auch aus der Nordweststadt. Quelle: Stadt Karlsruhe stadtplanungsamt| 39

  • Rahmenplan Broschuere 40-95
    Extrahierter Text

    40 | Rahmenplan noRdweststadt LeITmOTIVe Der folgende Themenblock stellt die definierten programmatischen und räumlichen leitmotive bzw. -vorstellungen für die weitere entwicklung der nordweststadt vor. Diese sind jeweils aus den spezifischen Voraussetzungen, Stärken, Schwächen und herausforderungen des stadtteils abgeleitet sowie redaktionell und konzeptionell der Rahmenplanung vorangestellt. die leitmotive basieren jedoch ebenfalls auf den erkenntnissen der tiefer gehenden Bestandserhebung bzw. analyse der nordweststadt, welche im darauffolgenden themenblock zur ‚stadtteilebene‘ dargelegt wird. die leitmotive bilden als übergeordnete Zielvorstellungen u.a. den ausgangspunkt sowie die ‚Richtschnur‘ für die dort formulierten aufgaben, Ziele und handlungsansätze. stadtplanungsamt| 41 42 | Rahmenplan noRdweststadt Le ITmOTIVe ATTRAKTIVER, ÖKOLOGISCHER MEHRGENERATIONENSTADTTEIL Architektur ... Grünräume Umweltverbund Wasser Jung und Alt Lebensphasen sozial gemeinschaftlich pROgRAmmATIScHe LeITVORSTeLL uNg Energie bezahlbar dI e NORdWeSTSTAdT: eIN ATTRAkTIVeR uNd ÖkOLOgIScHeR meHRgeNeRATIONeNSTAdTeIL! soziale Infrastruktur Boden ÖPNV Wohnraumangebot Nahversorgung Stadtteilleben Vielfalt Stadtbild Gebäudegestalt Stadt- / Straßen- / Freiräume Aufenthaltsqualität Lebensqualität Freizeit- / Erholungsangebot Fuß- / Radwege Entsiegelung Bepflanzung Regenwasserretention Gebäudesanierung regenerative Energien Umwelt- / Klimaschutz ... Barrierefreiheit ‚kurze Wege‘ ... Wohnformen / -größen soziale Durchmischung Nachbarschaft Austausch Flora Fauna Stoffkreisläufe stadtplanungsamt| 43 Jung und Alt Das formulierte Leitmotiv eines attraktiven und ökologischen Mehrgenerationenstadtteils beruht auf der spezifischen Ausgangslage in der Nordweststadt und stellt insofern sowohl eine Zustandstandsbeschreibung als auch eine Zielvorgabe für die künftige Entwicklung dar. Denn einerseits besitzt die Nordweststadt gute Voraussetzungen, besondere Qualitäten, Standortbegabungen und Potenziale, weist aber andererseits auch entsprechende Defizite, Notwendigkeiten und damit verbundene Aufgabenstellungen auf, um gemäß der Leitvorstellung weiter profiliert, gestärkt und aufgewertet bzw. ganz allgemein zukunftstauglich zu werden. Entsprechend muss sich auch die Nordweststadt vielfältigen Herausforderungen, seien sie gegenwärtiger oder künftiger, allgemein globaler oder lokal spezifischer Art, verstärkt stellen (wie bspw. dem Klimawandel, den demographischen Veränderungen oder schlichtweg der Erneuerung bzw. Anpassung der baulichen und freiräumlichen Strukturen). So ist die Nordweststadt bereits heute ein attraktiver, lebenswerter Stadtteil. Gleichzeitig gilt es, die Attraktivität weiterhin zu bewahren und zu steigern. Hierzu zählen nicht nur ein gefälliges Stadtbild oder ansprechende Straßen- und Freiräume mit Aufenthaltsqualität, sondern auch eine ausreichende und vielseitige Infrastruktur, wie bspw. soziale Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomien oder Freizeit- und Erholungsangebote. Daneben bietet die Nordweststadt, insbesondere aufgrund ihres hohen Grünflächenanteils, ebenfalls schon gute ökologische Bedingungen. Allerdings ist eine weitergehende umwelt- und vor allem auch klimagerechte Entwicklung heutzutage unabdingbar. Daher gilt es gerade in der Nordweststadt, die enormen Potenziale der zahlreich vorhandenen Freiflächen verstärkt für eine ökologische Aufwertung zu nutzen. Etwa durch weitere Bepflanzungen, Entsiegelungen oder als Retentionsräume für Niederschlagswasser. Die Ziele für die Nordweststadt stehen auch im Kontext des städtischen Korridorthemas ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe‘: Dieses zielt ab auf eine nachhaltige Entwicklung mit den Handlungsfeldern Klima, Natur und Gesundheit im urbanen Raum. Ziele sind der Schutz, Ausbau und Vernetzung des Stadtgrüns, Schutz der Natur und der Artenvielfalt, reduzierter Energieverbrauch, praktizierter Klimaschutz und Klimaanpassung, Förderung von Bewegungsmöglichkeiten und Schaffung eines gesundheitsfördernden Lebensumfeldes, Ressourcenschutz, Umweltgerechtigkeit. Das Engagement der Menschen vor Ort und anderer Akteure soll einbezogen und gefördert werden. Die Ziele der ‚Grünen Stadt‘ bilden damit eine Grundlage für die Leitmotive dieses Rahmenplans. Im Weiteren bieten aber auch die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fuß- und Radmobilität) sowie die stellenweise modernisierungsbedürftigen Baustrukturen entsprechende Ansatzpunkte (bspw. durch energetische Erneuerung oder die Nutzung von regenerativen Ressourcen). Darüber hinaus stellt die Nordweststadt, u.a. wegen ihrer attraktiven Lage und dem vorhandenen vielseitigen Wohnraumangebot - vom freistehenden Haus für Familien über Wohnungen für junge Paare bis hin zu Seniorenwohnanlagen -, Heimat für unterschiedliche Alters- und Einkommensgruppen, in unterschiedlichen Lebensphasen und -entwürfen dar. Aber auch wenn die Nordweststadt hinsichtlich ihrer Altersstruktur noch ein verhältnismäßig junger Stadtteil ist, wird der demographische Wandel auch sie betreffen. Daher gilt es den Stadtteil fit für die Zukunft und zu einem gemeinschaftlichen, lebenswerten Ort für alle Generationen zu machen. Dies beinhaltet etwa, die Gebäude- und Freiraumstrukturen zunehmend altersgerecht zu gestalten, zusätzliche Seniorenwohnheime zu schaffen sowie auch neue, alternative Wohnformen anzubieten, wie bspw. Mehrgenerationenhäuser, Wohngruppen oder attraktive Angebote für Familien. So kann auch künftig eine bunte, soziale Durchmischung erhalten bleiben. Daneben wird es wichtig sein, nachbarschaftliche Strukturen sowie generationsübergreifende Angebote und Treffpunkte aufzubauen. Oder durch ein entsprechendes Infrastrukturangebot (wie bspw. Nahversorgungs- und Betreuungseinrichtungen) ‚kurze Wege‘ innerhalb des Stadtteils zu generieren. Dies umfasst zudem, eine ausreichende Mobilität für alle Altersgruppen zu gewährleisten. Dazu zählt nicht nur ein gutes ÖPNV-Angebot, sondern ebenso das Thema Barrierefreiheit. Diese kommt wiederum nicht nur Senioren, sondern zugleich bspw. Familien mit Kinderwägen zu Gute. Das Leitmotiv umfasst somit ganz unterschiedliche, sich überlagernde und ergänzende Dimensionen und Aspekte, die ggf auch in Zielkonflikten zueinander stehen können. Entsprechend gilt es diese, im Hinblick auf eine ausgewogene und nachhaltige Entwicklung der Nordweststadt, untereinander auszutarieren sowie in einen möglichst symbiotischen Gleichklang zu bringen. Austausch 44 | Rahmenplan noRdweststadt dI e NORdWeSTSTAdT: eIN mOSAIk AuS VIeLfäLTIgeN TeIL eN uNd dOcH eIN gANZeS! RäumLIcHe LeITVORSTeLL uNg Die Nordweststadt gleicht aufgrund ihrer Stadt- und Freiraumstruktur, bestehend aus unterschiedlichen Siedlungen bzw. ‚Bebauungsclustern‘ mit dazwischen liegenden, ausgedehnten Grün- und Straßenräumen, einem Mosaik aus verschiedenartigen Teilen, das doch ein Ganzes bildet. Diese Vielfalt ist als Chance zu begreifen und das Mosaik in seinen einzelnen Bestandteilen aber auch seinem Zusammenhalt und Gesamtbild weiter zu profilieren, zu stärken sowie mit neuen, attraktiven ‚Facetten‘ zu versehen. Aufbauend auf der programmatischen Leitvorstellung gilt es, dazu die einzelnen Quartiere (mit ihren jeweiligen Charakteren und Qualitäten) gemäß ihren spezifischen Voraussetzungen, Erfordernissen und Potenzialen gezielt weiterzuentwickeln und aufzuwerten, sowie daneben neue Bausteine (wie bspw. das ‚Areal Nancystraße‘) behutsam einzufügen und zu integrieren. Gleichzeitig sind die unterschiedlichen Straßen- und Freiräume, die die einzelnen Quartiere umgeben und aktuell oftmals eher Zäsuren im Stadtgefüge darstellen, als verbindende ‚Schnittstellen‘ zwischen den Siedlungsbereichen zu stärken, um somit u.a. die strukturelle Vernetzung zu erhöhen. Dies beinhaltet, nicht nur die entsprechenden Räume zu attraktivieren, sondern auch das stellenweise unbefriedigende Erscheinungsbild bzw. die stadträumliche ‚Präsenz‘ der anliegenden Siedlungs- und Freiraumstrukturen zu verbessern. So bspw. durch gestalterische oder bauliche Aufwertungen, eine stärkere ‚Öffnung‘ der Bereiche oder auch die Ausbildung neuer attraktiver Bebauungskanten. Darüber hinaus wird es künftig ganz wesentlich sein, der Nordweststadt eine bisher fehlende, klar ablesbare, attraktive und identitätsstiftende Mitte zu verleihen. Weiterentwicklung und Aufwertung der einzelnen Siedlungs- und Freibereiche Integration neuer, attraktiver ‚Bausteine‘ Ausbildung verbindender ‚Schnittstellen‘ Verbesserung der stadtstrukturellen Vernetzung Profilierung einer ‚attraktiven Mitte‘ Aufwertung des Erscheinungsbildes Erhöhung der stadt- und freiräumlichen ‚Präsenz‘ stadtplanungsamt| 45 Ausformulierung einladender Entrée- und Auftaktsituationen Akzentuierung bedeutsamer stadträumlicher Orte / Stellen Generierung eines symbiotischen Ganzen Daneben sind aber auch weitere wichtige Orte und Stellen im Stadtgefüge, wie bspw. stadträumliche Eingangs- und Auftaktsituationen, herauszuarbeiten, auszuformulieren und bspw. durch markante Gebäude städtebaulich zu akzentuieren, um somit der Nordweststadt ein prägendes, unverwechselbares und einladendes ‚Gesicht‘ zu geben. 46 | Rahmenplan noRdweststadt STAdTTeILebeNe die ‚stadtteilebene‘ stellt den großräumigen untersuchungs- und aussagemaßstab der Rahmenplanung dar. geordnet nach den themen ‚Freiraum‘, ‚Verkehr‘, ‚Infrastruktur‘ und ‚Baustruktur / wohnangebot‘, beinhaltet der themenblock daher die wesentlichen erkenntnisse der Bestandsaufnahme bzw. analyse sowie die für die jeweiligen themenfelder abgeleiteten aufgaben, Ziele, potenziellen handlungsräume, Konzeptansätze und maßnahmen. diese sind am anfang jedes Kapitels überblicksartig dargelegt und daran anschließend hinsichtlich einzelner aspekte nochmals umfassender beleuchtet. Am Ende jedes Kapitels findet sich darüber hinaus eine stichpunktartige Zusammenfassung der ergebnisse in einer sogenannten ‚Kurz und Knapp Box‘. die eher allgemein und systematisch gehaltenen, themenbezogenen aussagen der ‚stadtteilebene‘ fungieren vorwiegend als übergeordnetes, konzeptionelles und räumliches ‚grundgerüst‘ für die weiterentwicklung der nordweststadt. Zugleich stellen sie die Basis für die tiefer gehende auseinandersetzung mit den in diesem Zuge identifizierten bzw. verdichteten ‚Lupenbereichen bzw. -themen‘ dar. stadtplanungsamt| 47 STÄDTISCHES KLINIKUM EHEM. ARTILLERIEKASERNE MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE LANDSCHAFTSRAUM LANDSCHAFTSRAUM NEUREUTER FELDFLUR KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE GEWERBE ALTER FLUGPLATZ NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Kleingartenanlage Binsenschlauch Spielplatz Spielplatz Hof KIT Campus West Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Spielplatz Aktivspielplatz Jugendtreffpunkt Spielplatz Bolzplatz Spielplatz Friedhof Nordweststadt Sportanlagen SG Siemens Karlsruhe Sportanlagen FC West 1932 Bolzplatz Bolzplatz Bolzplatz GOTTFRIED­FUCHS­PLATZ KUCKUCKSPLÄTZLE Wäldchen Frei�lächen ehem. Freihaltetrasse Grünzug Wäldchen Sportanlagen Nordwest e.V. Schulareal Schulareal Wiesen Feld Schulareal SINNESWÄLDCHEN HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Rennbuckel Volleyballfeld BONNER PLATZ Kleingartenanlage Binsenschlauch Kleingartenanlage Kleingartenanlage Kleingartenanlage Kleingartenanlage WALTHER­RATHENAU­PLATZ Spielplatz Eigenhandbausiedlung südl. Flugplatzsiedlung nördl. Flugplatzsiedlung Binsenschlauchsiedlung Rennbuckelsiedlung Lange Richtstatt ehem. Siemenssiedlung halböffentlic he F r eir äume halböffentlic he F r eir äume halböffentlic he F r eir äume halböffentlic he F r eir äume halböffentlic he F r eir äume NSG / FFH­Gebiet 48 | Rahmenplan noRdweststadt ausgangslage fReIRAum private Freiräume halböffentliche Freiräume öffentliche �rün�lächen Staßenbegleitgrün Kleingartenanlagen Sportanlagen / Vereins�lächen Friedhof Platzräume besondere Orte kommunale Schul­ / Kindergartenareale Grün�lächen ERHALTEN! Flugplatz Kleingärten GRÜN Gärten Anreize ökologische Gestaltung Frischluftzufuhr und Klima beachten Flächenversiegelung entgegenwirken Grüne Baumboulevards! Wäldchen Hausensteinallee = Grünachse grüner Charakter gutes Spiel‐ und Sportangebot ÖKOLOGIE SCHAFFEN Grabeland Flugplatz zu Nordspange West Frei�lächen vernetzen Aufenthaltsqualität Erwachsenenspieltplätze „Grüne Lunge“ erhalten Hier bin ich gerne zusammen mit den Enkeln Ich bin gerne im Garten Spazieren im „Grüngürtel“ Im Birkenwäldchen ist es schön Grün- und Ruhezone Wäldchen Ich halte mich gerne in meinem eigenen Garten auf Frischluftschneise erhalten Ich halte mich gerne im eigenen Kleingarten auf Ich halte mich gerne auf dem schönen Spielplatz mit hoher Aufenthaltsqualität auf Ich bin gerne im Sinneswäldchen Freiräume aufwerten Wäldchen erhalten Grünzug erhalten Kleingärten erhalten Frei�läche erhalten wichtiger Treffpunkt für Kinder und Jugendliche Kuckucksplätze wunderschöner Baumbestand und Ruhe Klimaschutz „Grüne Lunge“ erhalten Weg erhalten Wäldchen erhalten Verbesserung Aufenthaltsqualität! Naturschutzau�lagen zur intensiveren Nutzung des Flugplatzes minimieren! Umgang mit Frei�läche Rennbuckel? Freiraumnutzung durch Hunde beeinträchtigt stadtplanungsamt| 49 LegeNdeübeRbLIck AuSgANgSLAge büRgeRdIALOgpHASe Die Nordweststadt besitzt durch ihren hohen Freiflächenanteil, den markanten Baumbestand und ihre reichhaltige Ausstattung an vielfältigen Grünräumen einen ausgeprägten ‚grünen Charakter‘. Dieser trägt enorm zur Attraktivität des Wohnstandortes bei und wird von der Bevölkerung mehr als geschätzt. Nicht nur, da damit ein hohes Erholungs- und Freizeitangebot einhergeht, sondern auch bedeutende ökologische und klimatologische Wertigkeiten verknüpft sind. Im Osten und Norden des Stadtteils grenzen die weitläufigen Freiräume des ‚Alten Flugplatzes‘ sowie der ‚Neureuter Feldflur‘ an. Die Nordweststadt selbst wird durch ihre vielen privaten, halböffentlichen und öffentlichen Freiräume unterschiedlichster Ausprägung, Funktion und Qualität geprägt. Was sicherlich auch in der ‚Entstehungsgeschichte‘ und damit einhergehenden Struktur des Stadtteils begründet ist. Die verschiedenen kleinteiligen Einfamilien- und Mehrfamilienhausbebauungen, vorwiegend im Westen und Norden des Stadtteils, verfügen in der Regel über große, private Freibereiche. Als Besonderheit dürfte hierbei die Eigenhandbausiedlung mit ihren großflächigen Gärten im Blockinnenbereich gelten. Dagegen sind die großformatigen Zeilen- und Geschosswohnungsbauten der Binsenschlauchsiedlung (ehemalige Siemenssiedlung) sowie der im Osten befindlichen südlichen Flugplatzsiedlung von weiten, fließenden, halböffentlichen Grünflächen durchzogen. Diese besitzen zwar ganz eigene Qualitäten, entsprechen jedoch stellenweise nicht mehr den heutigen Vorstellungen und Bedürfnissen. Als besonders prägendes Element dürfte der Grünzug entlang der Hertzstraße gelten, der die Nordweststadt in Nord- Süd-Richtung durchtrennt. Dieser mündet im Norden in die offenen Wiesenflächen rund um den Friedhof, und beherbergt u.a. verschiedene Sport-, Spiel- und Kleingartenanlagen. Weitere Kleingärten finden sich entlang der Siemensallee und nördlich des Klinikums. Zusätzliche Sportflächen liegen im Umfeld der Schulen an der Wilhelm-Hausenstein-Allee. Fast angrenzend an den Grünzug erhebt sich der geologisch und naturräumlich interessante Freiraum des ‚Rennbuckels‘. Ansonsten sind über den gesamten Stadtteil zahlreiche Spielplätze in unterschiedlicher Größe und Ausstattung verteilt. Mit dem Walther-Rathenau-, Bonner sowie Heinrich-Köhler-Platz besitzt die Nordweststadt zudem kleine, ‚grüne‘ Platzräume. Als weiteres Spezifikum der Nordweststadt sind stellenweise die überbreiten, grünen Straßenräume anzusehen. Insbesondere die ehemalige Freihaltetrasse entlang und in Verlängerung der Wilhelm-Hausenstein- Allee. STÄDTISCHES KLINIKUM EHEM. ARTILLERIEKASERNE MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE GEWERBE LANDSCHAFTSRAUM LANDSCHAFTSRAUM ‚GRÜNE NORDSPANGE WEST‘ KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE ALTER FLUGPLATZ NEUREUTER FELDFLUR NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * F r eir aum v er knüpfung über Str aß enr äume F r eir aum v er knüpfung über Str aß enr äume (z.B. Baumalleen / Str aß enbeg leit gru ̈ n) (z.B. Baumalleen / Str aß enbeg leit gru ̈ n) A ufw ertung W ege v er bindung Stär k ung Quer be ziehung Stär k ung Quer be ziehung Stär k ung Quer be ziehung / Int egr ation Stär k ung Quer be ziehung / Int egr ation FREIZEIT ­ / SP OR T ANLA GEN Entwicklung zu einem attr akti v en zusammenha ̈ ngenden ‚Akti vpar k‘ perspe k ti visc he V er knüpfung Stär k ung Quer be ziehungen A ttr akti vierung als ‚GR ÜNE PR OMEN ADE‘ A ttr akti vierung als ‚GR ÜNE PR OMEN ADE‘ punktuelle A ufw ertung Spielplatz BONNER PLA T Z Akti vierung K UCK UCKSPLÄ T ZLE SPIELPLA T Z HOFFLÄCHE KIT Aufwertung als Campusmitte ‚A ufschließ en ‘ / ‚Öffnen ‘ Kleing art enanlage ‚A ufschließ en ‘ / ‚Öffnen ‘ Kleing art enanlage ‚Öffnen ‘ / Er höhung Pr äsenz BOLZPLA T Z Er halt und Int egr ation ‚W ÄLDCHEN‘ Er halt Char akt er FREIRA UM Neuor dnung / A ttr akti vierung / Akti vierung �uali�i�ierung� A uf w ertung halböffentlic her F r eir äume �uali�i�ierung � A uf w ertung halböffentlic her F r eir äume �uali�i�ierung � A uf w ertung halböffentlic her F r eir äume HEINRICH­K ÖHLER ­PLA T Z R eakti vierung Kleing art enanlag e perspe k ti visc he Er w eit erungs�läc he Klinik um Prüf�läc he W ohnen perspe k ti visc h A usbildung neuer , attr ak ti v er S iedlungsr änder SINNESW ÄLDCHEN ‚O � ffnung / Pr a ̈ senz‘ zur Str aß e ‚O � ffnung‘ zur Str aß e FREI­ / SP OR T ANLA GEN Entwicklung zu einem zusammenha ̈ ngenden attr akti v en ‚Mehr gener ationencampus‘ ‚O � ffnung/ Pr a ̈ senz‘ zur Str aß e Stärkung Grünverbindung S t är k ung Grün v er bindung Kleing art enanlage Kleing art enanlage A uf w ertung Grün v er bindung S t är k ung Grün v er bindung Stärkung Grünverbindung Ausbildung Stadtbalkon / Ausformulierung Entrée Ausbildung Stadtbalkon / Ausformulierung Entrée Ausbildung Stadtbalkon / Ausformulierung Entrée NSG / FFH­Gebiet Ausbildung Stadtbalkon / Ausformulierung Entrée Ausbildung Stadtbalkon / Ausformulierung Entrée Ausformulierung Entrée Ausformulierung Entrée S t är k ung Grün v er bindung SPIELPLA T Z ‚O � ffnung / Pr a ̈ senz‘ zur Str aß e W AL THER ­RA THEN A U­PLA T Z Neugestaltung / ‚O � ffnung / Pr a ̈ senz‘ zur Str aß e ARE AL ANEBOSWE G perspekti vische Nachnutzung SPIELPLA T Z punktuelle A ufw ertung AK TIV SPIELPLA T Z Einbindung / Akti vierung Erhalt Grünverbindung Erhalt Grünverbindung RENNBUCKEL A ufw ertung als e xt ensi v er Er holungsr aum / V er besserung Dur ch w egung Verbesserung Durchwegung Verbesserung Durchwegung Verbesserung Durchwegung Weiterentwicklung und Aufwertung GRÜNZUG als verbindendes und zusammenhängendes Freiraumelement Ausbildung ehem. Freihaltetrasse als zusammenhängendes, attraktives ‚GRÜNES RÜCKGRAT‘ Attraktivierung Wegeachse als „GRÜNE PROMENADE“ GRÜNZUG Nutzbarmachung / Verbesserung Durchwegung AREAL NANCYSTRASSE Ausbildung attraktiver Freiräume GOTTFRIED­ FUCHS­ PLATZ 50 | Rahmenplan noRdweststadt handlungsRäume / konzeptansätze Weiterentwicklung Grünzug als verbindendes Freiraumelement Attraktivierung / Aktivierung punktuelle Aufwertung Stärkung / Ausbildung besonderer Orte Ausbildung ehem. Freihaltetrasse als ‚grünes Rückgrat‘ Verknüpfung über Straßenräume / Grün�lächen / Baumalleen Vernetzung über ‚lineare‘ Frei­ / Grün�lächen Stärkung / Erhöhung stadt­ / freiräumlicher Präsenz Stärkung Beziehung / Integration / Einbindung �uali�izierung halböffentlicher Räume * stadtplanungsamt| 51 LegeNde Ein qualitatives, abwechslungsreiches und wohnortnahes Freiraumangebot stellt eine entscheidende Voraussetzung für einen lebenswerten Stadtteil dar. Besonders unter dem Gesichtspunkt eines attraktiven, grünen und ökologischen Mehrgenerationenstadtteils, sollten dabei nicht nur der Erholungs- und Freizeitwert, sondern vor allem auch ökologische und klimatologische Aspekte eine gewichtige Rolle spielen. Sicherung, Ausbau und Vernetzung des Stadtgrüns sind Ziele der ‚Grünen Stadt Karlsruhe‘, des Freiraumentwicklungsplans 2017 sowie der Landschafts- und Biotopverbundplanung. Entsprechend gilt es, das vorhandene, vielseitige Grün- und Freiraumangebot möglichst zu bewahren, behutsam weiterzuentwickeln und in seinen unterschiedlichen Aufgaben zu stärken. Dazu zählt bspw. die gestalterische, funktionale und ökologische Qualifizierung bzw. Aufwertung der Freiräume, die Differenzierung und Anreicherung des Angebotes (bspw. für unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen), sowie die weitere Vernetzung zu einem zusammenhängenden und attraktiven Freiraumsystem. Ansatzpunkte und Handlungsräume bieten sich dazu zahlreich in der Nordweststadt. So könnte der Grünzug an der Hertzstraße mit seinen vielfältigen Angeboten künftig verstärkt in den Stadtteil integriert, aufgewertet und als verbindendes Freiraumelement weiterentwickelt werden. Enormes Potenzial wird zusätzlich in der ehemaligen Freihaltetrasse der Wilhelm-Hausenstein-Allee gesehen. Entlang des überdimensioniert breiten, grünen Straßenraums reihen sich verschiedene Quartiere, Einrichtungen und Freiräume, wie bspw. der Walther- Rathenau-Platz, das ‚Sinneswäldchen‘ oder unterschiedliche Grün-, Spiel- und Sportflächen. Als ‚grünes Rückgrat‘ könnte der Raum die einzelnen Angebote in Zukunft attraktiv zusammenbinden, als nachbarschaftliche ‚Schnittstelle‘ zwischen den Quartieren fungieren und besser in das Umfeld integriert werden. Vorstellbar wäre darüber hinaus, die wichtige Nord-Süd-Wegeachse entlang der östlichen Stadtbahntrasse als ‚grüne Promenade‘ aufzuwerten und somit die einmalige Lage der Nordweststadt am ‚Alten Flugplatz‘ herauszustellen. Gleichzeitig gilt es, eine verstärkte Vernetzung mit diesem naturräumlich bedeutsamen Freiraum, aber auch mit der im Norden gelegenen ‚Neureuter Feldflur‘, anzustreben. Gleiches gilt für die Verknüpfung der verschiedenen vorhandenen Freiraumangebote innerhalb des Stadtteils. Ansatzpunkte dazu bieten u.a. die zahlreichen Baumalleen entlang der grünen Straßenräume sowie einzelne kleine übeRbLI ck AufgAbeN, ZIeLe, ANSäTZ e ‚Trittsteine‘ in Form von Aufweitungen, Grünflächen oder Spielplätzen. Auch wenn diese teilweise etwas ‚in die Jahre gekommen‘ sind und einer punktuellen Aufwertung bedürfen. Ebenso entsprechen vielfach die weitläufigen, halböffentlichen Grünbereiche zwischen den großformatigen Zeilen- und Geschosswohnungsbauten nicht mehr den heutigen gestalterischen, funktionellen und strukturellen Vorstellungen und schöpfen somit ihr hohes Potenzial nicht vollständig aus. Eine große Chance wird daher in einer künftigen Aufwertung und Neustrukturierung dieser Räume gesehen. Ein notwendiger Impuls dazu könnte auch eine behutsame Innenentwicklung in diesen Bereichen liefern. Zudem finden sich stellenweise Grünflächen ohne wirkliche Struktur, Gestalt, ‚Funktion‘ und räumliche Zuordnung, wie bspw. entlang der Kußmaulstraße, die auch von Seiten der Bevölkerung wenig Zuspruch finden. Hier gilt es, sich Gedanken über ihre künftige Nutzung und Gestalt zu machen. Etwa, ob sie im Zuge einer verträglichen Neubebauung mehr zu einem attraktiven Stadtteil beitragen könnten. Selbstverständlich sind nicht nur hierbei die ökologischen und klimatologischen Funktionen der Freiräume zu berücksichtigen, zu erhalten und möglichst zu stärken. U.a. hat der Klimaanpassungsplan dazu unterschiedliche Eignungen und Ansatzpunkte identifiziert und benannt. Diese sind bei der weiteren Entwicklung der Nordweststadt zu beachten und konsequent anzugehen. Klimafunktionskarte Seite 1von 1Webstadtplan Karlsruhe 28.10.2016https://geodaten.karlsruhe.de/websis/template/dina4_hoch/ 52 | Rahmenplan noRdweststadt Klimafunktionskarte [vgl. Kapitel ‚stadtteil‘ punkt ‚Klimafunktionskarte‘] einzelaspekte Grundsätzlich sind bei allen Überlegungen, Ansätzen und Maßnahmen - nicht nur aber insbesondere in Bezug auf die Freiräume - die vielfältigen ökologischen und klimatologischen Funktionen mitzudenken, zu bewahren und zu stärken. Dabei sind alle Aspekte und Schutzgüter wie Wasser, Boden, Klima, Flora und Fauna sowie ihre jeweiligen Wirkungszusammenhänge und -kreisläufe einzubeziehen. Das mögliche Spektrum kann dabei von kleinen punktuellen Maßnahmen und Verbesserungen (bspw. Erhalt von bedeutsamen Einzelbäumen, Baumneupflanzungen, Begrünungen, Nistkästen, ...) bis hin zu großräumigen Aufwertungen und Gesamtkonzeptionen reichen (bspw. großflächige Entsiegelungen, Regenwasserbewirtschaftungskonzepte, Dachbegrünungen, ...). Als großer Mehrwert dürfte dabei gelten, dass die entsprechenden Ansätze häufig nicht nur in ökologischer oder klimatologischer Hinsicht mehrdimensional wirken, sondern zugleich eine Aufwertung der stadträumlichen Gestalt und Aufenthaltsqualität mit sich bringen. Daher ist zunehmend auf eine ökologisch, klimatologisch und nutzungsspezifisch multifunktionale Ausgestaltung der knappen Ressourcen zu achten (bspw. durch nutzbare ökologische Grünflächen, die zugleich als Retentionsräume für Niederschlagswasser dienen). Momentan umfasst die Nordweststadt, abgesehen von dem Naturschutz- und FFH-Gebiet des ‚Alten Flugplatzes‘, keine großflächig geschützten Bereiche. Wobei natürlich einzelne Räume wie bspw. der ‚Rennbuckel‘ (Binnendüne), der Grünzug entlang der Hertztsraße oder auch viele (Klein-) Garten- und Grünflächen eine hohe ökologische Wertigkeit besitzen. Gleiches gilt in Teilen auch für den vorhandenen Baumbestand. Im Klimaanpassungsplan Karlsruhes ist die Nordweststadt als mittel bis gering belastet eingestuft. Gleichzeitig weist dieser u.a. unterschiedliche Flächen als Kaltluftentstehungsgebiete, -einwirkungsbereiche und bioklimatische Entlastungsflächen aus. Besondere Bedeutung als übergeordnete Kaltluftleitbahn nimmt dabei zusätzlich der Grünzug ein [vgl. Kapitel ‚Stadtteil‘ Punkt ‚Klimaanpassungsplan‘]. Ziel muss es sein, diese Qualitäten weiter aufrecht zu erhalten. Dahingehend hat u.a. der Klimaanpassungsplan vielfältige Ansatzpunkte zur weiteren ökologischen und klimatologischen Aufwertung der privaten und öffentlichen Freiräume identifiziert. Diese umfassen bspw. folgende grundsätzliche Aspekte und Maßnahmen: „„ Erhalt und Neueinrichtung von Grünflächen, ‚Pocket Parks‘ und ‚Trittsteinen‘ „„ (Baum-) Neuanpflanzungen „„ Flächenentsiegelung und Begrünung „„ Schaffung von Möglichkeiten zur Niederschlagswasserretention / -nutzung „„ Neueinrichtung von erlebbarem Wasser (im öffentlichen Raum) „„ Dach- und Fassadenbegrünung „„ Bewahrung und Schaffung von naturnahen (Rückzugs-) Räumen „„ ökologische und grünräumliche Vernetzung Die potenziellen Ansatzpunkte und Möglichkeiten sind natürlich abhängig von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen. Daher sind sie im Einzelfall zu prüfen, wie auch etwaige Zielkonflikte mit weiteren Aspekten und Zielen der Stadtentwicklung (bspw. in Bezug auf eine qualifizierte Innenentwicklung) situationsabhängig abzuwägen und im Hinblick auf eine gesamtheitliche nachhaltige Entwicklung auszubalancieren und ggf. auszugleichen sind. ÖkOLOgIe uNd kLImA Quelle: Stadt Karlsruhe stadtplanungsamt| 53 Der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Grünzug entlang der Hertzstraße ist, als wichtige Frischluftschneise und Kaltluftentstehungsgebiet, eine der ‚grünen Lungen‘ der Nordweststadt sowie für Karlsruhe. Zugleich beherbergt er unterschiedliche Freiräume, Sport-, Spiel- und Kleingartenanlagen und besitzt somit einen hohen Naherholungs- und Freizeitwert. Aufgrund seiner isolierten und abgesenkten topographischen Lage sowie der stellenweise mangelnden Zugänglichkeit stellt er jedoch eher eine Zäsur im Stadtgefüge als einen verbindenden Freiraum dar. Zumal die einzelnen Anlagen sich untereinander und zur Umgebung stark abgrenzen und somit die Durchwegung, Nutzbarkeit und ‚Erlebbarkeit‘ des Grünzuges einschränken. Entsprechend ‚schlummern‘ noch enorme Potenziale zur Attraktivierung und Aktivierung des Grünzuges an dieser strategisch wichtigen ‚Schnittstelle‘ der Nordweststadt. Ziel ist es daher den Grünzug mit seinen vielfältigen Angeboten künftig verstärkt in die Stadtstruktur einzubetten, aufzuwerten und als verbindendes, zusammenhängendes Freiraumelement herauszuarbeiten (wie es u.a. auch der Freiraumentwicklungsplan 2017 vorsieht). Ansatzpunkte dazu können vor allem sein: „„ Stärkung der räumlichen, funktionalen und gestalterischen Einbindung in die Umgebung „„ Verbesserung der Verknüpfungen in die Nachbarschaft sowie der Längs- und Querverbindungen (bspw. durch Aufwertung der Wege entlang der Hertzstraße, der Straßen und Verbindungen durch den Grünzug oder die Schaffung eines zusätzlichen Weges auf östlicher Seite der Berliner Straße) „„ Optimierung der Querungsstellen über die anliegenden Straßenräume „„ Ausbildung von einladenden Eingangssituationen (als positives Beispiel dazu kann der Gottfried-Fuchs-Platz dienen) „„ soweit möglich ‚Öffnung‘ der bisher in sich abgeschlossenen, isoliert liegenden Anlagen (bspw. durch ‚informelle‘ Durchwegungsmöglickeiten der Kleingartenanlagen tagsüber) „„ ‚Sichtbar- und Erlebbarmachung‘ der vielfältigen Freizeitangebote (bspw. durch Rückschnitt von Hecken und Büschen) „„ ‚Verzahnung‘ und Profilierung einzelner Angebotsschwerpunkte (bspw. der verschiedenen Sport-, Spiel-, Betreuungsangebote im südlichen Bereich zu einem gemeinsamen ‚Aktivpark‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Aktivpark und Mehrgenerationencampus‘] „„ punktuelle Steigerung der Aufenthaltsqualität (bspw. durch Sitzgelegenheiten, Beleuchtung...) „„ weitere Anreicherung der vorhandenen Freizeit- und Naherholungsangebote (bspw. durch öffentlich nutzbare ‚informelle‘ Sportangebote, (Senioren-) Spielmöglichkeiten, Joggingrouten, ‚urban gardening‘...) NORd-Süd-gRüNZug eNTLANg deR HeRTZSTRASSe Quelle: Stadt Karlsruhe 54 | Rahmenplan noRdweststadt ‚gRüNeS RückgRAT‘ eHemALIge fReIHALTeTRASSe Die Wilhelm-Hausenstein-Allee und in Verlängerung die Kaiserslauterner Straße sowie die Freibereiche am ‚Schänzle‘ bzw. der Grünzug nördlich des ‚Areals Nancystraße‘, fungierten lange Jahre als Freihaltetrasse für eine durchgängige Hauptverkehrsstraße [vgl. dazu auch Kapitel ‚Verkehr‘ sowie ‚Stadtteil‘ Punkt ‚FNP‘]. Diese sollte die Nord-Süd-Verkehre zwischen der Franz-Lust-Straße und der Straße ‚Alter Postweg‘ aufnehmen sowie die Nordweststadt an eine in der Vergangenheit angedachte Nordtangente anbinden. Analog war die Trasse ursprünglich sogar für einen bis zu vierspurigen Ausbau vorgesehen und stellt eine der zentralen ‚Achsen‘ der Nordweststadt dar. Die Straße wurde jedoch nur in Teilen zweistreifig realisiert. Entsprechend überdimensioniert und von breitem Straßenbegleitgrün geprägt zeigt sich der heutige Straßenraum. Dieser durchtrennt die Nordweststadt und bildet stellenweise eine ‚gefühlte Barriere‘ zwischen den anliegenden Stadträumen, Quartieren und Einrichtungen. Im südlichen Abschnitt wurde die Straße nie umgesetzt. Als ein etwas vergessenes ‚Relikt‘ der vergangenen Planungen konnten hier verschiedene ungeordnete Parkplätze, offene Wiesenflächen und ‚überwucherte‘, baumbestandene Grünflächen überdauern. Diese befinden sich gegenwärtig im ‚Dornröschenschlaf‘, besitzen aber gerade durch ihre extensive Gestaltung und Nutzung einen besonderen ‚Charme‘ sowie ein enormes Potenzial zur behutsamen Aufwertung als vielseitig nutzbarer, grüner und ökologischer Freiraum.  Nun da die Pläne zur Durchbindung der Trasse endgültig vom Tisch sind und der entsprechende Bebauungsplan aufgehoben wurde, gilt es, sich nicht nur diesen Flächen, sondern dem gesamten Verlauf zu widmen. Zumal entlang der ehemaligen Trasse zahlreiche weitere Freiräume aber auch verschiedene bedeutsame (soziale) Einrichtungen liegen. So reihen sich bspw. das ‚Sinneswäldchen‘ , der Walther- Rathenau-Platz, verschiedene Kirchengemeinden, unterschiedliche Grün-, Spiel- und Sportflächen sowie eine Vielzahl an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen entlang der Achse. Durch eine langfristige, schrittweise Aufwertung des Straßenraums sowie der weiteren Bereiche, ließen sich die einzelnen Angebote zu einem attraktiven, zusammenhängenden ‚grünen Rückgrat‘ der Nordweststadt verknüpfen. Hierin liegt die Chance, eine durchgängige Grünverbindung vom südlichen ‚Alten Flugplatz‘ bis zum Landschaftsraum im Norden zu schaffen (wie auch im Landschaftsplan und der Grünsystemplanung vorgesehen) und anstatt einer trennenden Straßenschneise einen nachbarschaftlichen ‚Begegnungsraum‘ zwischen den Quartieren auszubilden. Außerdem bieten die Flächen ggf. das Potenzial für eine weitere ökologische und klimatologische Aufwertung, bspw. durch Ausgestaltung als Retentionsräume für Niederschlagswasser (sozusagen als ‚blaues Band‘ entlang des ‚grünen Rückgrates‘). Da der gesamte Raum hohe strategische Bedeutung für die weitere Entwicklung der Nordweststadt besitzt, wird das ‚grüne Rückgrat‘ nochmals als einer der nachfolgenden ‚Lupenbereiche‘ tiefer gehend behandelt [vgl. dazu Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘]. Grundsätzliche Aspekte und Aufgaben liegen jedoch u.a. hierin: „„ gestalterische Aufwertung und teilweise funktionale Neuordnung der Straßenräume [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘] „„ Verbesserung und stellenweise Herstellung von Fuß- und Radwegeverbindungen in Längs- und Querrichtung / Optimierung von Querungsstellen [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘] „„ Attraktivierung und ‚Einbindung‘ der anliegenden Freiräume und Einrichtungen [vgl. dazu auch Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Aktivpark und Mehrgenerationencampus‘] „„ Neustrukturierung und Aufwertung der südlichen Grünflächen als vielseitig nutzbarer, ‚extensiver‘ Freiraum Quelle: Stadt Karlsruhe stadtplanungsamt| 55 ‚gRüNe pROmeNAde‘ An der östlichen Kante der Nordweststadt bzw. der tiefergelegten Stadtbahntrasse der S1 / S11 verläuft eine frequentierte Fuß- und Radwegeachse. Diese bildet den Übergang zum gegenüberliegenden Freibereich des ‚Alten Flugplatzes‘ und stellt auch aufgrund der anliegenden Haltestellen einen wichtigen Eingangs- und Verteilerraum dar. Zugleich besitzt sie durch ihren ausgeprägten Baumbestand, die einmalige Sicht auf den ‚Alten Flugplatz‘ und die verschiedenen angrenzenden Grün- und Spielbereiche das Potenzial, zu einer einladenden ‚grünen Promenade‘ weiterentwickelt zu werden. In diesem Sinne sollten die schmalen Wege verbreitert, die teilweise ‚zugewucherten‘ Grünflächen aufgewertet, die Haltestellen attraktiviert sowie die Aufenthaltsqualität verbessert werden. U.a. könnten entlang des Weges oder an den Haltestellen kleine Nischen als ‚Stadtbalkone‘ den Ausblick inszenieren und zusätzliche Verweilmöglichkeiten schaffen. Ebenso gilt es, wie vielfach von der Bürgerschaft angeregt, die soziale Kontrolle und das subjektive Sicherheitsgefühl (bspw. durch eine ausreichende Beleuchtung) zu erhöhen. Gleichzeitig sollten die Haltestellenbereiche, zusammen mit den anliegenden Freiflächen, zu ansprechenden Entrées in die Nordweststadt ausformuliert werden. Ggf. vielleicht sogar durch eine teilweise Bebauung der Freiflächen mit attraktiven Gebäuden, belebenden Nutzungen und kleinen, platzartigen Vorzonen [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ und ‚Attraktive Mitte‘]. Darüber hinaus existieren auch, in Form einer ersten hypothetischen Projektskizze, theoretische Gedankenspiele zu einer Überbauung der Stadtbahntrasse. fReIbeReIcH ReNNbuckeL Die Grünfläche auf dem ‚Rennbuckel‘ stellt ein geologisches, topographisches und naturräumliches Spezifikum dar. Als exponierte Binnendüne bietet sie besondere ökologische Standortbedingungen und spannende Ausblicke in die Umgebung. Rund um den dortigen Schulstandort finden sich, neben den prägenden offenen Wiesenflächen, vereinzelte Baumgruppen sowie Spiel- und Sportanlagen. Künftige Aufgabe wird es sein, diesen sensiblen Naturraum verstärkt einzubinden, ‚aufzuschließen‘ und als naturnahen, extensiven Grün- und Erholungsraum aufzuwerten. Ansatzpunkte dazu können bspw. sein: „„ Verbesserung der Zugänglichkeit und Wegeverknüpfungen (bspw. auch zu den vorhandenen ‚Elternhaltestellen‘, der nahegelegenen Stadtbahnhaltestelle und zum Bonner Platz) „„ sofern ökologisch vertretbar, punktuelle Aufwertung der Aufenthalts- und Freizeitqualität (bspw. Aufstellen von Bänken, Erneuerung und Ergänzung der Spiel- und Sportanlagen) „„ gestalterische und ökologische Aufwertung der Parkplatzflächen und Schulfreibereiche „„ verstärkte Einbindung in die Umgebung und Verknüpfung mit den umliegenden Grünräumen 56 | Rahmenplan noRdweststadt pLATZANLAgeN Anders als vielleicht die Namen suggerieren, stellen die Platzanlagen in der Nordweststadt, wie der Walther-Rathenau-Platz, der Heinrich-Köhler-Platz oder der Bonner Platz, meist eher ‚grüne‘ Platzräume als urbane, lebendige Stadtplätze dar. Dies liegt sicherlich nicht nur an der jeweiligen Gestaltung, sondern ebenso an dem Verlust bzw. dem Mangel belebender (Nahversorgungs-) Nutzungen besonders im Bereich des Heinrich-Köhler-Platzes und des Bonner Platzes. Zumindest am Walther-Rathenau-Platz wird sich jedoch durch den markanten, fast fertig gestellten Neubau der Petrus-Jakobus-Gemeinde ein sichtbarer Impuls zur weiteren Attraktivierung ergeben. Außerdem ist eine umfassende Neugestaltung, des auch als Marktplatz genutzten Raumes, geplant. Diese sieht eine zurückhaltende Neuordnung und Aufwertung der Freiflächen durch unterschiedliche Gestaltelemente, Sitzmöglichkeiten, Pflanzstreifen und Sportelemente vor. Die Umgestaltung wird zeitnah erfolgen und stellt einen zentralen Bestandteil zur angestrebten Profilierung des gesamten Umfeldes als ‚attraktive Mitte‘ dar [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ sowie ‚Attraktive Mitte‘]. Der Bonner Platz wurde schon in der Vergangenheit aufgewertet. Hier gilt es, den Platz künftig wieder verstärkt in das Stadtteilleben zu integrieren und zu aktivieren [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Bonner Platz‘]. Für den gesamten Bereich des Heinrich-Köhler-Platzes, einschließlich seiner Bebauung und Rolle als (ehemaliges) Nahversorgungszentrum, bedarf es dagegen weitreichender Überlegungen zur Reaktivierung. Dazu sind im Kapitel zum Lupenbereich ‚Reaktivierung Heinrich- Köhler-Platz‘ unterschiedliche Ansätze, Szenarien und Strategien aufgezeigt. Diese reichen von einer möglichen ‚Wiederbelebung‘ durch neue (alternative) Nutzungen, bis hin zu einer etwaigen Aufgabe und Überbauung des Platzbereiches, was innerhalb des Dialogprozesses überwiegend Zustimmung unter den Teilnehmenden fand. Denn mittels einer behutsamen und ansprechenden Bebauung könnte ggf. ebenso ein wichtiger Beitrag zur Aufwertung des gesamten Umfeldes geleistet werden (u.U. auch unter Einbeziehung der angrenzenden, untergenutzten Grünflächen entlang der Kußmaulstraße) [vgl. dazu Punkt ‚untergenutzte Freiflächen‘ sowie Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘]. SpIeLANLAgeN Über die Nordweststadt verteilt befinden sich zahlreiche öffentliche Spiel- und Bolzplätze in unterschiedlicher Ausgestaltung, Größe und Zustand. Besonders hervorzuheben sind hierbei u.a. der teils frisch sanierte sogenannte L‘Oréal-Spielplatz sowie der Aktivspielplatz des Stadtjugendauschusses an der Hertzstraße, das heimelige Kleinod ‚Kuckucksplätzle‘, das neu angelegte ‚Sinneswäldchen‘ oder auch der große Spielplatz an der Wilhelm- Hausenstein-Allee. Ergänzt werden diese durch viele weitere kleinere und größere Anlagen. Die meisten davon weisen eine attraktive Gestaltung und Ausstattung auf, wenn auch teilweise punktuelle Erneuerungsbedarfe und Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. In den vergangenen Jahren wurden schon einige Anlagen umgestaltet oder gar neu geschaffen. Neben den bereits genannten sind dies bspw. der Spielplatz am Ende der Wilhelm-Kolb- Straße, der Gottfried-Fuchs-Platz oder der Ersatz-Bolzplatz auf dem Dach des Penny-Marktes. Dieser Prozess sollte fortgesetzt und die Anlagen im Rahmen der Spielflächenentwicklungsplanung kontinuierlich auf einem ‚guten Stand‘ gehalten werden. Dazu zählt nicht nur eine ansprechende Gestaltung und attraktive Ausstattung, sondern zunehmend auch eine ökologische und - im Hinblick auf die steigenden Hitzeperioden - klimaresiliente Ausrichtung (bspw. durch eine ausreichende Verschattung oder bespielbare Wasserelemente). Da die Anlagen ebenso für Erwachsene oder Senioren wichtige Anlaufpunkte darstellen, sollten sie entsprechend auch als multifunktionale nachbarschaftliche Treffpunkte gestärkt werden (bspw. durch Aufenthaltsbereiche oder auch Bewegungsangebote für Senioren). Baustelle des petrus-Jakobus- gemeindezentrums am walther-Rathenau-platz städtische planung zur neugestaltung des walther-Rathenau-platzes Quelle: Stadt Karlsruhe stadtplanungsamt| 57 Die teilweise großformatigen Zeilen- und Geschosswohnungsbauten der Binsenschlauchsiedlung an der Hertzstraße (ehemalige Siemenssiedlung) sowie der im Osten befindlichen südlichen Flugplatzsiedlung (zwischen Eugen-Richter- Straße und Kurt-Schumacher-Straße) sind, ganz im Geiste der zur Entstehungszeit geltenden städtebaulichen Leitvorstellungen, von weitläufigen, ‚fließenden‘, gemeinschaftlichen Frei- und Grünflächen durchzogen. Diese befinden sich zwar überwiegend im privaten Besitz, sind jedoch ebenfalls für die Allgemeinheit zugänglich, ‚erlebbar‘ und häufig auch nutzbar. Weshalb man von halböffentlichen Flächen spricht. Diese halböffentlichen Räume besitzen zwar ganz eigene Qualitäten, etwa ihre ‚offene‘ Struktur und einen ausgeprägten Baumbestand, sind jedoch vielfach ‚in die Jahre‘ gekommen und entsprechen stellenweise nicht mehr den heutigen gestalterischen, funktionellen und strukturellen Vorstellungen bzw. Bedürfnissen. Dies zeigt sich auch in zahlreichen ‚Trampelpfaden‘, monotonen Parkplätzen, veralteten Spielgeräten oder gestaltlosen Müll- und Fahrradabstellanlagen. Zudem beeinträchtigen die oftmals ‚verbuschten‘ Grünflächen das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung, gerade in den Abend- und Nachtstunden. Entsprechend trägt der Zustand der Anlagen nicht immer zu einem positiven Wohnumfeld oder Stadtbild bei. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass die Grünflächen zwar von der Bürgerschaft sehr geschätzt, allerdings nur eingeschränkt genutzt werden. Das vorhandene, enorme Potenzial dieser wohnortnahen Freiräume, bspw. für Familien, Kinder oder Senioren, wird somit gegenwärtig nicht vollständig ausgeschöpft. Eine große Chance wird daher in einer künftigen Qualifizierung dieser Bereiche als vielseitig nutzbare Grün-, Aufenthalts- oder Spielflächen gesehen. Zum Wohle der jeweiligen Anwohnerschaft, aber auch für die Nordweststadt insgesamt. Da sich die Flächen vorwiegend in privatem Besitz befinden, sind die kommunalen Einflussmöglichkeiten dazu jedoch eingeschränkt. Allerdings liegen vereinzelt auch öffentliche Flächen zwischen den privaten, halböffentlichen Räumen. Eine Aufwertung dieser, bspw. durch grünpflegerische Maßnahmen oder neue Möblierung und Beleuchtung, könnte als Anstoß und Vorbild für anliegende private Eigentümer (wie bspw. die VOLKSWOHNUNG) dienen. Ein positives Beispiel für eine gelungene Attraktivierung stellt etwa der neugestaltete Spiel- und Aufenthaltsbereich am Ende der Wilhelm-Kolb-Straße dar. Ein weiterer notwendiger Impuls für eine Aufwertung könnte ebenfalls eine behutsame und verträgliche Innenentwicklung liefern [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘]. Unterschiedliche Optionen und Ansatzpunkte für eine entsprechende Weiterentwicklung der Freiräume in diesem Zusammenhang, sind im Kapitel zum Lupenthema ‚Mehr Wohnen‘ szenarienhaft dargestellt. Die aufgezeigten Möglichkeiten reichen dabei von weiterhin eher ‚fließenden‘, gemeinschaftlichen Räumen, bis hin zu einer stärkeren Strukturierung und Abgrenzung der Flächen, bspw. in ‚private‘ Mietergärten und nachbarschaftlich nutzbare Freiräume. Da es sich bei den Flächen um wichtige ‚Charakterelemente‘ bzw. Stadträume der Nordweststadt handelt, sollte eine potenzielle Umgestaltung grundsätzlich unter Einbeziehung der direkten Anwohnerschaft sowie idealerweise der weiteren interessierten Allgemeinheit erfolgen. HALbÖffeNTLIcHe fReIRäume 58 | Rahmenplan noRdweststadt ‚gRüNe TRITTSTeINe‘ Über den gesamten Stadtteil verteilt verfügt die Nordweststadt über eine Vielzahl an kleineren und größeren Freiflächen in Form von grünen Straßenaufweitungen, ‚Restflächen‘, Gelenkräumen und vereinzelten Grünflächen. Leider fungieren diese häufig lediglich als bspw. wenig nutzbare Auslaufwiesen für Hunde. Mittels unaufwendiger Maßnahmen könnten diese jedoch zu wohnortnahen grünen ‚Nischen‘, ‚Trittsteinen‘ und nachbarschaftlichen Treffpunkten aufgewertet werden. Dazu können bspw. grünpflegerische Maßnahmen, gemeinschaftliche Pflanzaktionen oder das Aufstellen von Bänken oder Spielgeräten etwas beitragen. Denkbar wäre aber auch eine Nutzung als Flächen für ‚urban gardening‘ oder kleine Nachbarschaftsgärten. Daneben bieten sich aber auch noch größere Möglichkeiten in der Nordweststadt. Wie bspw. perspektivisch die Nutzung der Freiflächen der Bundesanstalt für Wasserbau oder speziell die Hoffläche innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles des KIT Campus West. Diese wird aktuell vorwiegend als ungestaltete Parkplatzfläche genutzt. Durch eine ansprechende Gestaltung könnte sie nicht nur zu einem attraktiven Mittelpunkt des Campus werden, sondern im Zusammenhang mit einer neuen Wegeverbindung [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚Fußverkehr‘] auch ein wichtiger ‚Trittstein‘ zu den nahegelegenen ‚Höfen‘ und Einrichtungen der ehemaligen Artilleriekaserne dienen. gRüNe STRASSeNRäume Ein wesentliches, stadtbildprägendes Charakterelement der Nordweststadt stellen die zahlreichen breiten und grünen Straßenräume dar, die den gesamten Stadtteil durchziehen. Diese besitzen u.a. aufgrund ihres Baumbestandes durchaus Qualitäten und wichtige Funktionen für die freiräumliche Vernetzung. Allerdings zeigen sich diese Straßen häufig als wenig ansprechende Verkehrsflächen mit stellenweise monotoner Gestalt und mangelnder Aufenthaltsqualität [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚überdimensionierte Straßenräume‘]. Entsprechend gilt es diese künftig, durch jeweils geeignete Maßnahmen, gestalterisch, funktional als auch ökologisch aufzuwerten sowie verstärkt als attraktive ‚Stadträume‘ auszubilden. Mögliche Ansatzpunkte dazu können bspw. sein: „„ grünpflegerische Maßnahmen „„ Neupflanzung von Bäumen bzw. Ergänzung von Alleen „„ Bepflanzung mit Frühblühern oder pflegeleichten ‚Präriepflanzen‘ (bspw. auch im Zuge bürgerschaftlich getragener Pflanzaktionen oder im Rahmen der Initative ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe) „„ ansprechende Erneuerung der Wegeflächen, des Stadtmobiliars und der Beleuchtung „„ Aufstellen von Sitzbänken (u.a. auch als ‚Ausruheinseln‘ für Senioren) „„ Ausbildung von Retentionsräumen zur Niederschlagswasserversickerung uNTeRgeNuTZTe fReI fLäcHeN Vor allem im Umfeld der Flugplatzsiedlung liegen stellenweise Grünflächen in kommunalem Besitz ohne wirkliche Struktur, Gestalt, ‚Funktion‘ und räumliche Zuordnung, welche häufig auch von Seiten der Bevölkerung wenig Zuspruch finden. Derart bspw. entlang der westlichen Flanke der Kußmaulstraße (zwischen Franz-Lust-Straße und August-Bebel- Straße), an der Wilhelm-Hausenstein- Allee oder den Stadtbahnhaltestellen. Diese Flächen gilt es kritisch zu hinterfragen und sich Gedanken über ihre künftige Nutzung und Gestalt zu machen. Etwa ob sie als Flächen für Nachbarschaftsgärten, Bürgerparks oder im Zuge einer verträglichen und behutsamen Neubebauung mehr zu einem attraktiven Stadtteil beitragen könnten [vgl. dazu Kapitel  ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ bzw. ‚Mehr Wohnen‘]. Dabei ist jedoch u.a. zu beachten, dass diese Freiräume teilweise im FNP als Grünflächen sowie im Klimaanpassungsplan als bioklimatische Entlastungsflächen ausgewiesen sind [vgl. dazu Kapitel ‚Stadtteil‘]. Entsprechend sind die jeweiligen Gegebenheiten im Einzelfall zu prüfen und abzuwägen, aber auch mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung im Ganzen zu entscheiden. Dabei sollte selbstverständlich auch die Bevölkerung einbezogen sowie ggf. die Eingriffe an anderer Stelle durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden. stadtplanungsamt| 59 ANgReNZeNde gRüNRäume Die Nordweststadt genießt den Vorzug, direkt an verschiedene, offene und attraktive Landschaftsräume anzugrenzen. Was dem Stadtteil trotz seiner relativ zentrumsnahen Lage die Qualitäten eines Wohnstandortes am Stadtrand verschafft. So schließt im Osten das durch seine ‚heidenartige‘ Vegetation charakterisierte Gebiet des ‚Alten Flugplatzes‘ an. Wohingegen sich im Nordwesten bzw. an der Grenze zu Neureut teilweise landwirtschaftlich genutzte Feldfluren und weitläufige Wiesenflächen befinden. Diese sind stellenweise durch einzelne Gehölzstreifen (Offenlandbiotope) sowie private Garten- und Baumstücke durchsetzt. Zusammen mit der angrenzenden ‚Heide‘ sowie weiteren Flächen, stellen diese Freiräume eine übergeordnete Grünverbindung zwischen Hardtwald und Rheinauen dar. Aktuell läuft - unter dem Titel ‚Neureut- Süd‘ – ein Rahmenplanverfahren zur möglichen Neuordnung und baulichen Arrondierung dieses Bereiches. In diesem Zusammenhang sowie der Fortschreibung des FNPs wird auch eine Ausweisung der Flächen entlang der Schweigener Straße als Wohngebiet geprüft [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘]. Bei einer etwaigen Bebauung dieser Fläche sollte auf eine ökologische, klimagerechte Ausrichtung und eine weiterhin gute Anbindung der Nordweststadt an den Landschaftsraum geachtet werden. Zudem ist dieser sowie die Siedlungsränder im Sinne der ‚Grünen Nordspange West‘ aufzuwerten. Grundsätzlich gilt es, die Nordweststadt attraktiv mit den anliegenden Freiräumen zu verknüpfen sowie diese behutsam als Naherholungs- und Verbindungsräume zu den umliegenden Stadtteilen aufzuwerten. VeRNeTZuNg Das immens vielfältige Freiraumangebot der Nordweststadt soll künftig in ökologischer, klimatologischer und funktioneller Hinsicht verstärkt zu einem zusammenhängenden, attraktiven Freiraumsystem verknüpft werden. Darin liegt eine der großen Chancen, die vorhandenen Qualitäten des Stadtteils herauszustellen und gezielt weiterzuentwickeln. Ansatzpunkte dazu bieten vor allem die wichtigen Nord-Süd-Verbindungen wie der Grünzug entlang der Hertzstraße, das ‚grüne Rückgrat‘ oder auch die ‚grüne Promenade‘ an der Stadtbahntrasse. Aber auch in Ost- West-Richtung können bspw. über die bestehenden grünen Straßen- und Wegeräume einzelne Grünflächen, Spielanlagen, Plätze oder ‚Trittsteine‘ sinnvoll miteinander verbunden werden. So entsteht schrittweise ein vielseitig nutzbares Netzwerk aus attraktiven Verbindungen, Spielflächen, Erholungsräumen und Treffpunkten. Entsprechend sind die jeweiligen Räume gestalterisch und funktional zu stärken und herauszuarbeiten. Dazu kann u.a. die Aufwertung von Straßen- und Wegeräumen, die Ausbildung von durchgängigen Baumalleen, die Bepflanzung von Grünflächen (bspw. mit Frühblühern) oder das Schaffen von einzelnen Verweilmöglichkeiten (bspw. durch Bänke, Sitznischen) dienen. Grundsätzlich ist dabei auf ein sicheres und attraktives Wegenetz vor allem für Kinder und Senioren, bspw. zwischen den verschiedenen Spiel- und Aufenthaltsräumen zu achten. Selbstverständlich sind ebenso die angrenzenden Frei- und Stadträume einzubeziehen und mitzuverknüpfen. kuRZ uNd kNApp AuSgANgSLAge „„ hoher Freiflächenanteil „„ vielfältiges privates, halböffentliches und öffentliches Freiraumangebot „„ gute Ausstattung an Spiel-, Freizeit- und Erholungsräumen „„ viele grüne, baumbestandene Straßenräume „„ klimatologisch weniger belasteter Stadtteil „„ stellenweise Aufwertungs- und Verbesserungspotenziale ZIeLe, AufgAbeN, ANSäTZ e „„ Erhalt des ‚grünen Charakters‘ „„ Qualifizierung und Differenzierung des Freiraumangebotes „„ Stärkung von Ökologie und Klimaschutz / -resilienz „„ Weiterentwicklung und Aufwertung des Grünzuges an der Hertzstraße als verbindendes Freiraumelement „„ Ausbildung der ehemaligen Freihaltetrasse als attraktives, zusammenhängendes ‚grünes Rückgrat‘ „„ Attraktivierung der Wegeachse an der Stadtbahntrasse als ‚grüne Promenade‘ „„ Qualifizierung der halböffentlichen Freibereiche „„ punktuelle Aufwertung einzelner Freiräume „„ gestalterische und ökologische Aufwertung von Straßenräumen „„ Ausbildung ‚grüner Trittsteine‘ bzw. nachbarschaftlicher Treffpunkte „„ Vernetzung der Freiflächen untereinander und mit der Umgebung zu einem zusammenhängendem Freiraumsystem STÄDTISCHES KLINIKUM ALTER FLUGPLATZ EHEM. ARTILLERIEKASERNE MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE LANDSCHAFTSRAUM LANDSCHAFTSRAUM KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE GEWERBE NEUREUTER FELDFLUR NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Stadtbahnlinie S1 / S11 Richtung Hochstetten Buslinie 70 / NL3 Richtung Heidehof Buslinie 70 Richtung Entenfang Buslinie 70 / 74 / NL3 Kaiserslauterner Straße Buslinie 74 Trierer Straße Buslinie 74 Frankenthaler Straße Buslinie 74 Landauer Straße Buslinie 74 Landauer Straße Buslinie 74 Wilhelm­Kolb­Straße Buslinie 74 Stresemannstraße Buslinie 74 August­Bebel­Straße Stadtbahnlinie S1 / S11 Haus Bethlehem Stadtbahnlinie S1 / S11 Kurt­Schumacher­Straße Stadtbahnlinie S1 / S11 August­Bebel­Straße Stadtbahnlinie S1 / S11 Knielinger Allee Tramlinie 2 Richtung Wolfartsweier Buslinie 70 / NL3 Hertzstraße Tramlinie 2 Feierabendweg Tramlinie 2 Neureuter Straße Tramlinie 2 Richtung Siemensallee Eisenbahntr asse Tramlinie 2 Hertzstraße Buslinie 70 / NL3 Barbaraweg Buslinie 70 / NL3 Madenburgweg Buslinie 70 / 74 / NL3 Germersheimer Straße Buslinie 70 / 74 / NL3 Weißenburger Straße Buslinie 70 / 74 / NL3 Schweigener Straße Buslinie 70 / NL3 Berliner Straße Buslinie 74 Berliner Straße Buslinie 74 Binger Straße Buslinie NL3 Feierabendweg Buslinie NL3 Neureuter Straße Stadtbahnlinie S1 / S11 Richtung Ettlingen / Bad Herrenalb / Ittersbach 60 | Rahmenplan noRdweststadt ausgangslage VeRkeHR QUERUNGEN MIV ÖPNV RAD- & FUSSWEGE VERKEHR Radwegführung Landauer Straße unzureichend Radwegführung Kurt‐Schumacher‐Straße unzureichend Radwegeverbindungen verbessern Buslinienführung verbessern Haltestellen attraktivieren Verknüpfungen nach innen und außen Verkehrsbelastung reduzieren! ausreichendes Parkraumangebot Hausensteinallee keine Nordtangente Schleichverkehr unterbinden Schwerlastverkehr Hertzstraße mehr Tempo 30 Querungsmöglichkeiten verbessern HertzstraßeLandauer Straße B36 Verlängerung Hausenstein‐Allee! Keine Verlängerung Hausenstein‐Allee! (dann lieber bebauuen) Stadtbahn­ / Tramlinien Buslinien Radverkehrsnetz Hauptfußwegenetz Hauptverkehrsstraßen / Sammelstraßen mit Netzfunktion / Erschließungsstraßen / Wohnstraßen / Wohnwege schlechte Querungssituation schlechte Querungssituation schlechte Querungssituation Radwegeführung verbessern hohe Verkehrsbelastung hohe Verkehrsbelastung -zu breite Straße fehlende Busanbingung Schleichverkehre verhindern schlechte Straßenraumgestaltung -fehlender Gehweg Wegeverbindung zur Weststadt Wegeverbindung durch Grünzug Hertzstraße umbauen -Radwege schaffen schlechte Querungssituation schlechte Querungssituation gefährliche Querung fehlende Anbindung Gewerbegebiet fehlende Wegeführung (Radwege) schlechte Radwegeführung Regelung Schulverkehr Verbesserung Verkehrssituation Landauer Straße (Parkplatzsituation/Radwege/Querungen) Umgang mit Durchbindung Wilhelm-Hausenstein-Allee Verbesserung Verbindung Radwege (Einkaufszentrum Knielingen) Schaffung Radwegeverbindung Nordstadt/Knielingen/Neuret Straßenraum zu dunkel (Hausenstein-Allee/Humboldt Gymnasium) Straße zu breit Beleuchtung Verbindungsweg Nordstadt Beleuchtung Verbindungsweg Nord-Süd entlang Bahntrasse Attraktivierung S-Bahn-Haltestellen Bildungsakademie braucht Parkplatz Hohes Verkehrsau�kommen Zu-/Abfahrt Handwerkskammer gezielter umleiten büRgeRdIALOgpHASe stadtplanungsamt| 61 LegeNdeübeRbLIck AuSgANgSLAge Die Nordweststadt verfügt grundsätzlich über ein gutes, solides Erschließungssystem für MIV, ÖPNV, Radfahrer und Fußgänger. Im Allgemeinen zeigt sich auch die Bevölkerung mit der verkehrlichen Situation zufrieden, besonders im Hinblick auf den ÖPNV. Allerdings wurde im Rahmen des Dialogprozesses teilweise die Verkehrsbelastung, vor allem an den Haupterschließungsstraßen, bemängelt. Außerdem befürchtet man zusätzliche Beeinträchtigungen wie bspw. ‚Schleichverkehre‘ im Zuge der geplanten zweiten Rheinquerung. Nicht nur in diesem Zusammenhang wurde auch nochmals intensiv das Für und Wider einer ‚Durchbindung‘ der Wilhelm-Hausenstein-Allee diskutiert. Die in der Vergangenheit vorgesehene Verlängerung der Straße ist jedoch seit eines entsprechenden Gemeinderatsbeschlusses nicht mehr beabsichtigt und der entsprechende Bebauungsplan aufgehoben. Des Weiteren gab es von Seiten der Bürgerschaft zudem zahlreiche Anregungen zu punktuellen gestalterischen oder funktionellen Verbesserungsmöglichkeiten. Diese beziehen sich vorwiegend auf die Ausgestaltung von Straßenräumen, Kreuzungsbereichen, Querungssituationen, Haltestellen, Fuß- und Radverkehrsanlagen sowie die Verknüpfung mit der Umgebung. Die wichtigsten Haupterschließungen im Straßensystem stellen die Franz-Lust- Straße, Kußmaulstraße, August-Bebel- Straße, Wilhelm-Hausenstein-Allee, Kaiserslauterner Straße, Landauer Straße sowie die Schweigener Straße und die Hertzstraße dar. Daneben wird die Nordweststadt von der Moltkestraße bzw. Siemensallee sowie der Neureuter Straße (B36) ‚tangiert‘. Letztere ist eine der Haupteinfallstraßen Karlsruhes und trennt den Stadtteil von seinen westlich anliegenden Gewerbegebieten. Ein Spezifikum der Nordweststadt bilden die oftmals ‚überdimensioniert‘ breiten und teilweise von baumbestandenen Grünstreifen gesäumten Straßenräume. Diese stellen trotz ihres ‚grünen Charakters‘ oftmals ‚gefühlte Zäsuren‘ im Stadtgefüge dar, und entsprechen häufig nicht mehr den heutigen stadträumlichen und verkehrsplanerischen Ansprüchen. Das ÖPNV-Angebot wird hauptsächlich durch drei Stadtbahn- / Tramlinien gebildet, die auf der Trasse entlang des ‚Alten Flugplatzes‘ (S1 / S11) sowie der Moltkestraße bzw. Siemensallee (2) verlaufen. Mit mehreren Haltestellen binden sie vor allem die östlichen und südlichen Bereiche der Nordweststadt gut in das Liniennetz der Stadt ein. Die Feinerschließung innerhalb des Stadtteils übernimmt ein ergänzendes Busnetz bestehend aus zwei Linien (70 / 74). Das Fuß- und Radverkehrsnetz besteht vorwiegend aus straßenbegleitenden Wegeverbindungen, die stellenweise von den Fahrbahnen abgesetzt geführt sind. Ergänzt werden diese durch einzelne separate Wege durch die Quartiere, Freibereiche und in die Umgebung. STÄDTISCHES KLINIKUM EHEM. ARTILLERIEKASERNE GEWERBE LAND­ WIRT­ SCHAFT LANDWIRTSCHAFT KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE ALTER FLUGPLATZ NEUREUT MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HERTZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G A ufw ertung / Neuor dnung Str aß enr aum Einrichtung Rad v er k ehrsanlage A ufw ertung / Neuor dnung Str aß enr aum Einrichtung Rad v er k ehrsanlage A uf w ertung S tr aßenr aum Prüfung V er änderung Buslinienführung A ufw ertung / Neuor dnung Str aß enr aum A ufw ertung W ege v er bindung F uß und Rad A ufw ertung Str aß enr aum W eit erführung Rad w ege v er bindung W eit erführung Rad w ege v er bindung TRAM­HALTESTELLE Optimierung multimodaler Verknüpfungspunkt TRAM­HALTESTELLE Optimierung multimodaler Verknüpfungspunkt TRAM­HALTESTELLE Optimierung multimodaler Verknüpfungspunkt STADTBAHN­HALTESTELLE Optimierung multimodaler Verknüpfungspunkt / Stärkung als attraktiver Eingangsbereich STADTBAHN­HALTESTELLE Optimierung multimodaler Verknüpfungspunkt / Stärkung als attraktiver Eingangsbereich STADTBAHN­HALTESTELLE Optimierung multimodaler Verknüpfungspunkt / Stärkung als attraktiver Eingangsbereich STADTBAHN­HALTESTELLE Optimierung multimodaler Verknüpfungspunkt / Stärkung als attraktiver Eingangsbereich HERTZSTRASSE Abbau Barrierewirkung Aufwertung / Neuordnung Straßenraum LANDAUER STRASSE Aufwertung / Neuordnung Straßenraum Optimierung Querungen WILHELM­HAUSENSTEIN­ALLEE Aufwertung / Neuordnung Straßenraum Optimierung Querungen Stär k ung V ernetzung Stär k ung V ernetzung Einrichtung Rad v er k ehrsanlage perspekti visch Einbindung Prüf�läche W ohnen Stär k ung V ernetzung Stär k ung V ernetzung Aufwertung Wegeverbindung A ufw ertung W ege v er bindung Stärkung informelle Wegeverbindung Option Anlage Querung S t är k ung V ernet zung nac h außen Stär k ung V ernetzung nach auß en Stär k ung V ernetzung nach auß en Stärkung Vernetzung nach außen S t är k ung V ernet zung nac h außen Stär k ung V ernetzung nach auß en Stär k ung V ernetzung nach auß en Stär k ung V ernetzung nach auß en Stär k ung V ernetzung nach auß en Stär k ung V ernetzung nach auß en Stär k ung V ernetzung nach auß en Prüfung V er läng erung Buslinie Optimierung Knotenpunkt F uß­ und Rad w ege v er bindung anlegen Neuor dnung Erschließ ungs�lächen A ufw ertung / Neuor dnung Str aß enr aum A ufw ertung Dur ch w egung A ufw ertung / Neuor dnung Str aß enr aum A ufw ertung / Neuor dnung Str aß enr aum Einrichtung Rad v er k ehrsanlage W eit erführung F uß ­ und Rad w ege v er bindung F u ß ­ R a d w e g e v e r b i n d u n g a n l e g e n F uß­ Rad w ege v er bindung anlegen F uß­ / Rad w ege v er bindung anlegen Fußweg anlegen östliche Seite Berliner Straße Neuor dnung Str aß enr aum Optimierung Knotenpunkt Optimierung Querung Optimierung Querung Optimierung Querung Aufwertung Straßenraum Optimierung Knotenpunkt Optimierung Querung Optimierung Querung Optimierung Querung Optimierung Knotenpunkt Optimierung Querung Optimierung Querung Optimierung Querung Optimierung Querung Eisenbahntr asse 62 | Rahmenplan noRdweststadt handlungsRäume / konzeptansätze Optimierung multimodaler Umsteigepunkte / Aufwertung Haltestellen Aufwertung / Neuordnung Straßenraum Neuanlage Fußwegeverbindung Neuanlage Radwegeverbindung Optimierung Knotenpunkte Optimierung Querungen Vernetzung / Stärkung wichtiger Fußwegewegeverbindungen Vernetzung / Stärkung wichtiger Radverkehrsverbindungen Hauptverkehrsstraßen / Sammelstraßen mit Netzfunktion Buslinien Stadtbahn­ / Tramlinien stadtplanungsamt| 63 LegeNdeübeRbLI ck AufgAbeN, ZIeLe, ANSäTZ e Eine gute, funktionierende Erschließung mit allen Verkehrsträgern bzw. ein attraktives Mobilitätsangebot ist für die Nordweststadt als Wohn-, Arbeits- und Gewerbestandort selbstverständlich von hoher Bedeutung. Sowohl was die innere Erschließung des Stadtteils als auch die Anbindung an die Umgebung und die Gesamtstadt angeht. Entsprechend gilt es das bestehende Erschließungssystem kontinuierlich zu verbessern und aufzuwerten. Dabei sollten jedoch nicht nur verkehrliche und funktionale Gesichtspunkte eine Rolle spielen, sondern ebenso stadträumliche und gestalterische Aspekte sowie ökologische und klimatische Belange. Gerade in Hinblick auf die beiden letzten Punkte und das Stichwort Mehrgenerationenstadtteil liegt eine der Hauptaufgaben grundsätzlich darin, (unnötige) Verkehre möglichst zu vermeiden oder auf umweltgerechte Verkehrsträger zu verlagern. Ansatzpunkte dazu bieten sich bspw. durch Stärkung der lokalen Infrastruktur und Ausbildung eines Stadtteils der ‚kurzen Wege‘ oder durch die Schaffung möglichst idealer Voraussetzungen zur Nutzung der Verkehrsträger des Umweltverbundes (Fuß / Rad / ÖPNV). So etwa über entsprechend gut ausgebaute Fuß- und Radwegeverbindungen, ein attraktives ÖPNV-Angebot oder auch ansprechende, multimodale Umsteigepunkte an den Stadtbahnhaltestellen. Darüber hinaus sollten zunehmend neue, innovative Mobilitätsangebote, wie weitere Fahrradverleih- und carsharing-Stationen oder auch Infrastrukturen zur Elektromobilität in den Stadtteil Einzug erhalten. Im Weiteren gilt es zugleich die Straßenerschließung an die heutigen Anforderungen und Ansprüche anzupassen, sowohl was die verkehrlichen Aspekte betrifft als auch die gestalterischen. Viele Straßenräume (vor allem die der Haupterschließungen aber teilweise auch der Wohnstraßen) zeigen sich wenig attraktiv, monoton, ungeordnet und stellenweise für die heutigen Verkehrsmengen überdimensioniert ausgebaut - was bisweilen auch zu schnellem Fahren verleitet. Sie stellen somit häufig eher trennende Verkehrsflächen dar, als idealerweise multifunktionale, lebendige und verbindende Stadträume. Eine schrittweise Umgestaltung und Aufwertung einzelner Straßenräume, bspw. durch Neuordnung des ruhenden Verkehrs, Ausbildung von Parkbuchten, Reduzierung der Fahrbahnbreiten, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Pflanzung von Bäumen, Aufwertung der Fuß- und Radwege oder Verbesserung von Querungssituationen und Kreuzungspunkten, würde somit wesentlich zur Attraktivitätssteigerung der anliegenden Bereiche und der Nordweststadt insgesamt beitragen. Gleichzeitig können diese Maßnahmen helfen, etwaige mit der Verkehrsbelastung einhergehende Beeinträchtigungen abzumildern, ungewollte Durchgangs- bzw. Schleichverkehre zu minimieren oder Fahrgeschwindigkeiten zu reduzieren. Gleichwohl sollte stellenweise die Einführung von geringeren Tempolimits geprüft und weitere geeignete Maßnahmen zur Unterbindung übermäßiger und vermeidbarer Durchgangs- bzw. Ausweichsverkehre, wie etwa eine gezielte Verkehrsbündelung und -lenkung, getroffen werden. Ein zusätzlicher wichtiger Aspekt ist das Thema Barrierefreiheit. Grundsätzlich sollten öffentliche und private Erschließungsflächen möglichst barrierefrei gestaltet sein. Das kommt nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern bspw. auch Senioren oder Familien mit Kinderwägen zu Gute und stellt somit einen weiteren Beitrag zu einem attraktiven Mehrgenerationenstadtteil dar. Quelle: Stadt Karlsruhe logo Korridorthema ‚mobilität’ 64 | Rahmenplan noRdweststadt Belastungsplan (Vu 2008) werktägliche gesamtverkehre (Kfz / 24h) [vgl. Kapitel ‘stadtteil’ punkt ‘Verkehrsmengen’] Die Nordweststadt ist vorwiegend über die auf vier Fahrspuren ausgebaute Neureuter Straße (B36) sowie die Moltkestraße bzw. Siemensallee in das übergeordnete Straßensystem eingebunden. Diese stellen wichtige Hauptverbindungen und Durchgangsstrecken im gesamtstädtischen Straßennetz dar, und weisen entsprechend hohe Verkehrsbelastungen sowie damit einhergehende Beeinträchtigungen für die Verknüpfung des Stadtteils mit der Umgebung auf. Gleichzeitig übernehmen sie aber auch bedeutende Umfahrungs- und Entlastungsfunktionen für das weitere (Haupt-) Straßennetz der Nordweststadt. Innerhalb des Stadtteils besitzen die Franz-Lust-Straße, Kußmaulstraße, August- Bebel-Straße, Wilhelm-Hausenstein-Allee, Kaiserslauterner Straße, Landauer Straße, Hertzstraße sowie die Schweigener Straße Haupterschließungs- und Netzfunktionen. Neben diesen Straßen liegen vor allem auch in der Stresemannstraße, der Kurt- Schumacher-Straße und dem Madenburgweg ‚höhere‘ Verkehrsbelastungen vor. Hauptsächlich in den Stoßzeiten, aber ebenso während der nächtlichen Sperrung der Moltkestraße bzw. der Kußmaulstraße, werden einzelne Streckenabschnitte dieser Straßen teilweise zusätzlich von Autofahrern als ‚Ausweichrouten‘ genutzt. Größtenteils resultieren die vorhandenen Verkehrsmengen jedoch aus Ziel- und Quellverkehren des Stadtteils und können somit in erster Linie nur durch ein verändertes Mobilitätsverhalten der Einwohnerschaft selbst beeinflusst werden. Nichtsdestotrotz gehen mit den jeweiligen Verkehrsbelastungen verschiedene Beeinträchtigungen wie etwa Schall- und Schadstoffemissionen, Barrierewirkungen, Minderung der Nutzungsqualitäten für andere Verkehrsteilnehmer (wie Fußgänger und Radfahrer) oder allgemein der stadträumlichen Attraktivität und Aufenthaltsqualität einher. Daher gilt es ganz grundsätzlich durch jeweils geeignete Maßnahmen: „„ Verkehre zu minimieren (bspw. durch einen Stadtteil der ‚kurzen Wege‘), „„ KFZ-Verkehre zu reduzieren bzw. zu verlagern (bspw. durch ein gutes ÖPNV- Angebot sowie ein attraktives Fuß- und Radwegenetz), „„ ungewollte Durchgangsverkehre zu vermeiden (bspw. durch entsprechende Verkehrslenkung, (temporäre) Beruhigungsmaßnahmen oder Umgestaltung von Straßenräumen), „„ sowie unumgängliche Verkehre verträglich zu ‚gestalten‘, bzw. die entsprechenden Beeinträchtigungen möglichst zu verringern (bspw. durch gezielte und sinnvolle Verkehrsbündelung, Temporeduzierung, Verkehrsberuhigung oder angemessene und attraktive Ausgestaltung der Verkehrsräume). Im Weiteren werden dazu innerhalb dieses Kapitels, aber auch in den nachfolgenden Lupenbereichen, entsprechende Möglichkeiten und Ansatzpunkte aufgezeigt. An dieser Stelle sei daher vor allem nochmals darauf hingewiesen, dass die verkehrlichen Auswirkungen der geplanten Neubaugebiete in der Umgebung oder der angedachten zweiten Rheinquerung (mit ihrer Trassenführung bis zur B36) auf die Nordweststadt sorgfältig zu prüfen und etwaige Durchgangsverkehre zu vermeiden sind. Daneben sollte überprüft werden, ob durch eine verbesserte Lenkung der Liefer- und Besucherverkehre der Bildungsakademie der Handwerkskammer sowie von L‘Oréal über die Weißenburger Straße eine Entlastung der Hertzstraße erzielt werden kann. Perspektivisch könnte dazu auch eine wünschenswerte Umgestaltung der Hertzstraße oder die Einrichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung mit der Landauer Straße einen wesentlichen Beitrag leisten. einzelaspekte HAupTSTRASSeNeRScHLIeSSuNg / VeRkeHRSbeLASTuNg Quelle: Stadt Karlsruhe stadtplanungsamt| 65 (übeRdImeNSIONIeRTe) STRASSeNRäume Eine in der Siedlungsgeschichte der Nordweststadt begründete ‚Besonderheit‘ stellen sicherlich die vielen ‚überdimensioniert‘ breiten Straßenräume der Haupterschließungen sowie teilweise auch der Wohnstraßen des Stadtteils dar. Diese wurden unter den zur jeweiligen Entstehungszeit gültigen städtebaulichen und verkehrsplanerischen Leitbildern bzw. Rahmenbedingungen errichtet und entsprechen vielfach nicht mehr den heutigen stadträumlichen, gestalterischen, funktionalen sowie verkehrlichen Erfordernissen und Vorstellungen. Oftmals sind die Straßenräume durch überbreite Fahrbahnen, ruhenden Verkehr, ‚ungeordnetes‘ Straßenrandparken, baumbestandene Grünstreifen sowie abgesetzt geführte Fuß- und Radwege geprägt. Trotz ihres vielfach ‚grünen Charakters‘ zeigen sie sich stellenweise ‚in die Jahre gekommen‘, wenig attraktiv, monoton, ungeordnet und für die heutigen Verkehrsmengen überdimensioniert ausgebaut. Sie stellen somit häufig eher trennende Verkehrsflächen dar, als idealerweise attraktive, multifunktionale und verbindende Stadträume. Was allerdings nicht immer nur an der Ausgestaltung der Verkehrsflächen liegt, sondern ebenso an den angrenzenden Baustrukturen, die teilweise von den Straßenräumen zurückversetzt angeordnet sind, sich von diesen ‚abwenden‘ und somit keine adäquate städtebauliche Fassung und ‚Präsenz‘ ausbilden. Folglich werden die Straßenzüge oftmals als ‚gefühlte Zäsuren‘ im Stadtgefüge wahrgenommen, und gleichen von ihrem Charakter mehr anbaufreien, vorstädtischen Durchgangs- als lebendigen Stadtstraßen. Viele der Straßen stellen jedoch wichtige, gestaltprägende Räume und ‚Schnittstellen‘ innerhalb der Nordweststadt dar und besitzen daher hohe Bedeutung für den Stadtteil. Entsprechend gilt es, die jeweiligen Straßenräume künftig in verkehrlicher, stadträumlicher und gestalterischer Hinsicht an die heutigen Anforderungen und Ansprüche anzupassen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere folgende Straßenzüge zu nennen: Kußmaulstraße, August- Bebel-Straße, Wilhelm-Hausenstein- Allee, Kaiserslauterner Straße, Landauer Straße, Kurt-Schumacher-Straße, Stresemannstraße, Josef-Schofer-Straße, Hertzstraße, Schweigener Straße, Madenburgweg, Durlacher Weg. Eine schrittweise Umgestaltung und Aufwertung der einzelnen Straßenräume, bspw. durch Reduzierung der Fahrbahnbreiten, Neuordnung des ruhenden Verkehrs, Ausbildung von Parkbuchten, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, (Baum-) Pflanzungen, ansprechendes Stadtmobiliar, Aufwertung der Fuß- und Radwege oder Verbesserung von Querungssituationen und Kreuzungspunkten, würde somit wesentlich zur Attraktivitätssteigerung der anliegenden Bereiche und der Nordweststadt insgesamt beitragen. Gleichzeitig können diese Maßnahmen helfen, die verkehrliche Situation zu verbessern, etwaige mit dem Verkehr einhergehende Beeinträchtigungen abzumildern, ungewollte Durchgangs- bzw. Schleichverkehre zu minimieren oder Fahrgeschwindigkeiten zu reduzieren. Darüber hinaus bieten die vielfach vorhandenen Grünflächen entlang der Straßenräume auch enorme Qualitäten und Potenziale, bspw. zur attraktiven Freiraumvernetzung über die bestehenden Baumalleen oder zur weiteren ökologischen Aufwertung etwa durch Ausbildung von Retentionsräumen zur Niederschlagswasserversickerung. Die einzelnen Maßnahmen zur Aufwertung sind natürlich situationsabhängig aus den räumlichen bzw. verkehrlichen Voraussetzungen und Erfordernissen der jeweiligen Straßenabschnitte abzuleiten. Entsprechend bedarf es hierzu im Weiteren vertiefender Abstimmungen, konkreter Prüfungen und spezifischer (Fach-) Planungen. Grundsätzlich können die Ansätze aber von kurzfristigen, punktuellen Verbesserungsmaßnahmen bis hin zum längerfristigen Komplettumbau ganzer Straßenabschnitte reichen. Anlass können u.a. ohnehin anstehende Erneuerungs- bzw. Leitungsarbeiten bieten, oder auch größere, angrenzende Bauprojekte. So könnten etwa Neubaumaßnahmen im Zuge einer Innenentwicklung (wie bspw. künftig auf dem ‚Areal Nancystraße‘) Anstoß zu Umgestaltungen liefern und gleichzeitig selbst einen Beitrag zur Aufwertung der Straßenräume darstellen (bspw. durch eine attraktive straßenraumbegleitende Bebauung). Einige der oben genannten Straßenzüge besitzen hohe strategische Bedeutung für die weitere Entwicklung der Nordweststadt. So etwa die Landauer Straße in Bezug auf die Profilierung einer ‚attraktiven Mitte‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘] oder die Wilhelm- Hausenstein-Allee im Zusammenhang mit dem ‚grünen Rückgrat‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘]. Entsprechend werden diese nochmals in den Kapiteln zu den jeweiligen Lupenbereichen tiefer gehend behandelt und exemplarische Ansätze für eine Aufwertung aufgezeigt. 66 | Rahmenplan noRdweststadt TempObegReNZuNgeN Abgesehen von den Haupterschließungsstraßen herrscht innerhalb der Nordweststadt vorwiegend eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 vor. Vor allem die jeweiligen Wohnquartiere sind als entsprechende 30er-Zonen ausgewiesen. Daneben finden sich in den neueren Wohnbauquartieren auch einzelne verkehrsberuhigte Bereiche. Vor wenigen Jahren wurde zudem auf einem Teilabschnitt der Landauer Straße (zwischen Hertzstraße und Wilhelm-Hausenstein-Allee) eine Temporeduzierung eingeführt. Dies war trotz der verkehrlichen Bedeutung der Straße aufgrund der vorhandenen Nahversorgungsstrukturen und Bildungseinrichtungen möglich und sinnvoll. Darüber hinaus wäre die (erneute) Prüfung und ggf. Einführung weiterer Geschwindigkeitsbegrenzungen auch für andere Abschnitte des Haupterschließungsnetzes wünschenswert. Diese könnten einen zusätzlichen Beitrag zur Verkehrsentlastung, Erhöhung der Verkehrssicherheit, Minimierung von (Lärm-) Beeinträchtigungen sowie Aufwertung der Straßenräume bzw. anliegenden Wohnquartiere darstellen. Jedoch stehen dem bisher die verkehrliche Netzfunktion der Straßen (gemäß des aktuellen VEPs) sowie die Straßenverkehrsordnung entgegen. Eine streckenbezogene Geschwindigkeitsbegrenzung ist in diesen Fällen nur aus Gründen der verkehrlichen Sicherheit, des Immissionsschutzes oder vor Kindergärten möglich. Insofern wäre eine erneute Prüfung, u.a. besonders in Bezug auf die Kaiserslauterner Straße und die nördliche Wilhelm-Hausenstein- Allee, vorstellbar (ggf. mit einer gleichzeitigen Straßenumgestaltung). fuSSVeRkeHR Die Nordweststadt verfügt über ein gutes und weitverzweigtes Fußwegesystem. Dieses wird hauptsächlich durch die straßenbegleitenden Gehsteige gebildet. Vor allem entlang der Haupterschließungsstraßen sind diese häufig von den Fahrbahnen abgesetzt geführt und von breiten Grünstreifen gesäumt. Ergänzend bestehen einzelne Fußwegeverbindungen durch die Grünflächen und Wohnquartiere. Insbesondere in den großflächigen Freibereichen zwischen den Geschosswohnungsbauten der Flugplatzsiedlung findet sich ein ausgedehntes Netz aus öffentlichen und privaten Fußwegen. Dieses erlaubt ein sicheres und komfortables Durchqueren abseits des Straßenverkehrs. Jedoch sind die Wegeräume stellenweise nicht mehr ganz ‚auf der Höhe der Zeit‘, wenig attraktiv und entsprechen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen, wie etwa auch viele vorhandene ‚Trampelpfade‘ zeigen. Entsprechend sollten sie, bspw. im Zuge einer generellen Umgestaltung der anliegenden Freiflächen, schrittweise aufgewertet werden [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚halböffentliche Freibereiche‘ sowie Kapitel ‚Mehr Wohnen‘]. Ansätze dazu können u.a. die Erneuerung der Beläge, grünpflegerische Maßnahmen, attraktive Bepflanzung, verbesserte Beleuchtung, Ausstattung mit Sitzgelegenheiten, eine ‚direktere‘ Wegeführung oder auch einladende ‚Eingänge‘ in das Wegenetz darstellen. All das sind ebenfalls mögliche Ansätze für eine allgemeine Aufwertung des Fußwegesystems bzw. der entsprechenden Straßenräume. Grundsätzlich sollten vor allem die Wegeverbindungen zwischen wichtigen Orten und Einrichtungen, aber auch der Quartiere untereinander und in die Umgebung gestärkt werden. Dazu zählt neben einer ansprechenden Gestaltung ebenso die Ausformulierung kleinerer ‚nachbarschaftlicher Treffpunkte‘, eine möglichst barrierefreie Wegeführung als auch komfortable, sichere Querungsstellen und Kreuzungsbereiche [vgl. dazu Punkt ‚Querungen / Kreuzungsbereiche‘]. Neben vielen punktuellen Aufwertungsmöglichkeiten sind für die weitere Entwicklung des Fußwegesystems vor allem auch folgende Bausteine bedeutsam: „„ Ausbildung einer direkten, attraktiven Wegeverknüpfung entlang der ehemaligen Freihaltetrasse in südlicher Verlängerung der Wilhelm-Hausenstein-Allee [vgl. dazu Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘] „„ Anbindung des KIT Campus West, der Bundesanstalt für Wasserbau sowie der ehemaligen Artilleriekaserne mittels einer entsprechenden Wegeverbindung „„ Verbesserung der Längs- und Querverbindungen durch den Grünzug entlang der Hertzstraße [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚Grünzug‘]‘ „„ Aufwertung der Wegeachse entlang der Straßenbahntrasse am ‚Alten Flugplatz‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚grüne Promenade‘] „„ Stärkung der Einbindung und internen Durchwegung der Bildungs- und Betreuungseinrichtungen nördlich der Kurt-Schumacher-Straße [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Aktivpark und Mehrgenerationencampus‘] 17 Stadt Karlsruhe, Stadtplanungsamt Bereich Verkehr Bürgerversammlung BG Nordweststadt e.V. 16. März 2016 Hauptradroutenin der Nordweststadt •Ringroute (Verteilerfunktion) •Neureut−Weststadt−Messe •Knielingen−Innenstadt Nebennetz stadtplanungsamt| 67 Bestand an unterschiedlichen Radverkehrsanlagen haupt- und nebenrouten des Radverkehrssystems (grün = hauptrouten / blau = nebenrouten) RAdVeRkeHR Die Nordweststadt ist über verschiedene Radrouten in das gesamtstädtische Radverkehrssystem eingebunden und verfügt grundsätzlich über eine gute Radverkehrsinfrastruktur in Form unterschiedlich ausgebauter Radverkehrsanlagen. „„ Hauptrouten des städtischen Netzes verlaufen entlang des ‚Alten Flugplatzes‘, der Moltkestraße bzw. Siemensallee sowie, als Teil der sogenannten Ringroute, vom ‚Alten Flugplatz‘ kommend über die Kurt-Schumacher-Straße, Landauer Straße und Neureuter Straße. „„ Das Nebennetz besteht vornehmlich aus der Hertzstraße, der Schweigener Straße, der Kußmaulstraße, der August-Bebel-Straße und in deren Verlängerung dem Madenburgweg bzw. dem Durlacher Weg. „„ Ergänzt werden diese Routen u.a. durch Radwegeverbindungen entlang der Wilhelm-Hausenstein-Allee bzw. der Kaiserslauterner Straße Innerhalb des ansonsten gut durch entsprechende Radverkehrsanlagen ausgebauten Radwegenetzes klaffen jedoch noch vereinzelte ‚Lücken‘. So verfügen die wichtigen Radrouten entlang der Kußmaulstraße und August-Bebel-Straße nicht über spezielle Radverkehrsanlagen. Ebenso wenig wie der nördliche Abschnitt der Hertzstraße (ab der Einmündung Frankenthaler Straße) sowie die Schweigener Straße. Hier wird der Radverkehr, trotz der bestehenden Verkehrsbelastungen und des erlaubten Tempo 50, zusammen mit dem Autoverkehr auf der Fahrbahn geführt. Daher sollten, bspw. im Zuge einer Neuordnung der Straßenräume, entsprechende Verbesserungen und ggf. Radverkehrsanlagen angedacht werden. So wäre bspw. entlang der Hertzstraße zumindest ein einseitiger (gemeinsamer Geh- und) Radweg denkbar oder im Falle der Kußmaulstraße bzw. August-Bebel-Straße auch die (erneute) Prüfung einer Geschwindigkeitsreduzierung (perspektivisch ebenso an der Schweigener Straße). Eine weitere bedeutende ‚Lücke‘ im Radwegesystem könnte durch die Schaffung einer Radwegeverbindung in südlicher Verlängerung der Wilhelm-Hausenstein- Allee bis zur Franz-Lust-Straße (entlang der ehemaligen Freihaltetrasse) geschlossen werden. Diese würde als Teil des ‚grünen Rückgrates‘ eine attraktive und zentrale Verknüpfung durch den Stadtteil herstellen [vgl. dazu auch Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘]. Daran anschließend könnte perspektivisch eine Wegeverbindung, zwischen dem KIT Campus West und der Bundesanstalt für Wasserbau, bis zur ehemaligen Artilleriekaserne bzw. der Moltkestraße weitergeführt werden. Gleichzeitig gilt es Verbesserungsmöglichkeiten für die stark frequentierte Wegeachse westlich der Straßenbahntrasse entlang des ‚Alten Flugplatzes‘ vorzunehmen (bspw. eine Verbreiterung des gemeinsamen Fuß- und Radweges) [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚grüne Promenade‘]. Innerhalb des Dialogprozesses wurden zudem einige punktuelle Problemstellen und Anregungen genannt. Vor allem in Bezug auf Kreuzungs- bzw. Querungssituationen, die Verknüpfung mit der Umgebung, die Führung von Radwegen oder deren Benutzungspflicht. Hier sollten entsprechende Verbesserungsmöglichkeiten geprüft und ggf. schrittweise umgesetzt werden [vgl. dazu Punkt ‚Querungsstellen / Kreuzungsbereiche‘]. So herrscht teilweise nach wie vor Unklarheit über die Radwegesituation an der Landauer Straße, wo aufgrund der eingeführten Geschwindigkeitsreduzierung keine Benutzungspflicht (und somit Kennzeichnung) der ehemaligen Radwege mehr gegeben ist, diese jedoch immer noch gemeinsam mit den Fußgängern benutzt werden dürfen. Zur Aufwertung der Fahrradinfrastruktur sind grundsätzlich auch ausreichend und attraktive Fahrradabstellanlagen im öffentlichen als auch privaten Raum vorzusehen. Darüber hinaus sollten zusätzliche Fahrradleihstationen an strategisch sinnvollen Stellen innerhalb des Stadtteils angedacht werden. So bspw. an den weiteren Stadtbahnhaltestellen, dem KIT Campus West oder im Bereich der künftigen ‚attraktiven Mitte‘ rund um die Landauer Straße und den Walther-Rathenau-Platz. Quelle: Stadt Karlsruhe Quelle: Stadt Karlsruhe 68 | Rahmenplan noRdweststadt geplanter Kreisverkehr wilhelm-hausenstein-allee / landauer straße / Kurt-schumacher straße (stand 2013) QueRuNgSSTeLL eN / kReuZuNgSbeReIcHe In Hinblick auf den Fuß- und Radverkehr bzw. eine attraktive Vernetzung des Stadtteils werden vor allem die Haupterschließungsstraßen aufgrund ihres teilweise nicht mehr zeitgemäßen, überdimensionierten Ausbausstandards und der stellenweise vorhandenen Verkehrsbelastung von der Bevölkerung als ‚Barrieren‘ empfunden sowie verschiedene Kreuzungsbereiche und Querungssituationen in funktionaler aber auch gestalterischer Hinsicht als unbefriedigend wahrgenommen. Entsprechend sollte hier geprüft werden, ob durch jeweils geeignete Maßnahmen Verbesserungen hinsichtlich einer attraktiven Verknüpfung, einer komfortablen Querung oder der (subjektiven) Verkehrssicherheit erzielt werden könnten. Ansätze dazu können bspw. darstellen: „„ die Umgestaltung bzw. der Rückbau überdimensionierter Kreuzungsbereiche „„ die Neuanlage geeigneter Querungshilfen (bspw. Mittelinseln, Zebrastreifen, Lichtsignalanlagen, vorgezogene Seitenräume, ...) „„ die (bauliche) Verbesserung vorhandener Querungsstellen (bspw. durch bessere Kennzeichnung, komfortablere Ampelschaltungen, Aufpflasterungen, Bodenmarkierungen, ...) „„ oder der Umbau ganzer Straßenabschnitte Im Rahmen des Bürgerdialoges wurden in diesem Zusammenhang vor allem folgende Straßenzüge, Kreuzungsbereiche und Querungssituationen genannt: „„ die Hertzstraße; insbesondere der Knoten mit der Landauer Straße, die Querungssituation am nördlichen Abschnitt sowie die Querung am St.-Barbara-Weg „„ die Wilhelm-Hausenstein-Allee; insbesondere die Kreuzungen mit der Landauer Straße und mit dem Madenburgweg „„ die Schweigener Straße; insbesondere die Einmündungsstelle der Kaiserslauterner Straße „„ die Landauer Straße bzw. Kurt-Schumacher-Straße „„ sowie die Neureuter Straße; insbesondere der Knoten mit der Landauer Straße Daneben stellt sich auch teilweise die Querbarkeit der Kußmaulstraße, der August-Bebel-Straße sowie der Franz- Lust-Straße ungünstig dar. Darüber hinaus sollten, vor allem an den wichtigen Wegebeziehungen, grundsätzlich sichere und komfortable Querungsstellen vorgesehen werden. Dahingehend wurden bereits verschiedene Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen. So wurden z.B. an der Landauer Straße und Kurt-Schumacher- Straße einzelne Querungshilfen in Form von vorgezogenen Seitenräumen eingerichtet. Hier sollte geprüft werden, ob sich diese (bspw. durch eine bessere Kennzeichnung) weiter optimieren lassen. Im Weiteren ist der Umbau des Kreuzungsbereiches der Landauer Straße mit der Wilhelm-Hausenstein-Allee zu einem Kreisverkehr geplant [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘]. Zudem wird, als ein erster, kleiner Baustein des ‚grünen Rückgrats‘, nun auch über eine Verbesserung der Querungssituation an der Kreuzung des Madenburgwegs mit der Wilhelm-Hausenstein-Allee nachgedacht [vgl. dazu Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘]. Quelle: Stadt Karlsruhe stadtplanungsamt| 69 ÖpNV Ein gutes ÖPNV-Angebot stellt einen wesentlichen Baustein für einen nachhaltigen, attraktiven und ökologischen Mehrgenerationenstadtteil dar. Entsprechend sollte das bestehende Angebot erhalten, möglichst weiter verbessert und mit ergänzenden Mobilitätsangeboten, wie etwa zusätzlichen Fahrradverleih- oder carsharing- Stationen, verknüpft werden. Die ÖPNV-Erschließung der Nordweststadt wird hauptsächlich durch drei Stadtbahn- / Tramlinien gebildet, die auf der Trasse entlang des ‚Alten Flugplatzes‘ (S1 / S11) sowie der Moltkestraße bzw. Siemensallee (2) verlaufen. Mit mehreren Haltestellen binden sie vor allem die östlichen und südlichen Bereiche des Stadtteils gut in das Karlsruher Liniennetz ein. Die Feinerschließung innerhalb des Stadtteils übernimmt ein ergänzendes Busnetz bestehend aus zwei Linien (70 / 74). In Bezug auf das Busnetz besteht von Seiten der Bürgerschaft der Wunsch nach einer besseren Anbindung der Lebensmittelmärkte an der Josef-Schofer-Straße. Eine entsprechend angepasste Führung der Linie 74 (über die Josef-Schofer-Straße und Kurt-Schumacher-Straße) könnte zwar gleichzeitig eine attraktive Verbindung zwischen dem Nahversorgungszentrum und der Landauer Straße darstellen, allerdings wären dadurch die Stresemannstraße sowie der Walther-Rathenau- Platz nicht mehr in das Liniennetz eingebunden. Dennoch sollte diese Option nochmals geprüft werden. Gerade auch in Hinblick auf den geplanten Umbau des Kreuzungsbereiches der Wilhelm-Hausenstein-Allee mit der Kurt-Schumacher-Straße bzw. Landauer Straße zu einem Kreisverkehr [vgl. dazu Punkt ‚Querungsstellen / Kreuzungsbereiche‘]. So oder so sollte auf eine gute Erschließung der ‚attraktiven Mitte‘ mit dem ÖPNV geachtet werden. In diesem Sinne ist auch die im Zuge des geplanten Kreisverkehrs vorgesehene Verlegung der bestehenden Bushaltestellen an der Wilhelm- Hausenstein-Allee in Richtung Landauer Straße grundsätzlich begrüßenswert. Jedoch sollte dabei ggf. die Einrichtung eines zusätzlichen Bushaltes auf Höhe des Walther- Rathenau-Platzes geprüft werden. Zudem wäre perspektivisch ggf. sogar eine Buslinienführung durch die Landauer Straße wünschenswert. Im Weiteren sollte, zur besseren Anbindung des Klinikums, der Bundesanstalt für Wasserbau, der Studierendenwohnheime bzw. der künftigen Wohnbebauung auf dem ‚Areal Nancystraße‘ [vgl. Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebote‘ bzw. ‚Areal Nancystraße‘], über eine entsprechende Verlängerung der Buslinie 74 nachgedacht werden. In diesem Zusammenhang könnte ggf. die Buswendeschleife am Ende der August-Bebel-Straße verlagert werden und Platz für eine etwaige Überbauung machen [vgl. Punkt ‚multimodale Stadtbahnhaltestellen‘ und Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚untergenutzte Freiflächen‘]. Darüber hinaus wurde im Rahmen eines hypothetischen Szenarios des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) auch schon über eine zusätzliche Stadtbahnlinie auf der zwischen der Nordweststadt und Knielingen liegenden Bahntrasse nachgedacht (Szenario 3). Eine solche würde theoretisch eine erhebliche Verbesserung der Anbindung der dortigen Gewerbegebiete sowie der westlichen Nordweststadt bedeuten. fORScHuNgSpROJekT ‚gO kARLSRuHe‘ Die Hochschule Karlsruhe führt aktuell das Forschungsprojekt ‚GO Karlsruhe‘ zur Untersuchung des Fußgängerverkehrs sowie innovativer Planungsansätze zur Förderung dessen durch. Im Rahmen des Projektes können bspw. auf einer Internetseite oder per entsprechender Handy-App Missstände im Fußgängernetz gemeldet und kommentiert werden. Diese werden dann analysiert und aufbereitet, um häufig auftretende Probleme für Fußgänger bzw. ‚Schwachstellen‘ in der Fußgängerinfrastruktur aufzudecken und weiterzuleiten. Zusätzlich dazu sollen in sogenannten Realexperimenten an ausgewählten ‚Problempunkten‘ mögliche Verbesserungsmaßnahmen testweise erprobt und wissenschaftlich ausgewertet werden. So sind aktuell etwa in Knielingen entsprechende temporäre Feldversuche vorgesehen. Darüber hinaus wäre es vorstellbar auch in der Nordweststadt, vorzugsweise im Bereich der ‚attraktiven Mitte‘, Realexperimente probeweise durchzuführen und bei entsprechendem Erfolg, dauerhaft umzusetzen. Denkbar wäre dabei bspw. die Verbesserung einzelner Querungsstellen an der Landauer Straße bzw. Kurt-Schumacher- Straße oder im Übergang des Walther- Rathenau-Platzes zum ‚Sinneswäldchen‘ [vgl. dazu Punkt ‚Querungsstellen / Kreuzungsbereiche‘]. 70 | Rahmenplan noRdweststadt bARRIeRefReIHeIT Gerade in Hinblick auf einen attraktiven und sozialen Mehrgenerationenstadteil stellt das Thema Barrierefreiheit einen wichtigen Aspekt dar. Denn davon profitieren nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern bspw. auch mobilitätseingeschränkte Senioren oder Familien mit Kinderwägen. Deshalb sollten öffentliche und private Erschließungsflächen grundsätzlich möglichst barrierefrei gestaltet sein. Neben entsprechenden Verkehrs- und Freiflächen, sollte dies bspw. ebenso Haltestellen, öffentliche Bauten und so weit es geht auch private Gebäude umfassen. Gegenwärtig verfügen etwa viele der Geschoßwohnungsbauten nicht über barrierefreie Eingänge oder Aufzugsanlagen. Dies sollte ggf. bei entsprechenden Modernisierungen möglichst behoben werden. In diesem Zuge oder bei etwaigen Neubauten sollte darüber hinaus auch zunehmend benötigter, barrierefreier Wohnraum geschaffen werden [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ und ‚Mehr Wohnen‘]. Als ein sinnvoller Baustein in Bezug auf die Barrierefreiheit von öffentlichen Räumen ist zudem das vor kurzem eingeführte Parkierungskonzept zum Gehwegparken zu nennen. Denn dieses stellt ausreichend breite Bewegungsräume für alle Verkehrsteilnehmer sicher. Zur weiteren Verbesserung der Situation und leichteren Querbarkeit der Fahrbahnen sollten nun auch an entsprechenden Stellen abgesenkte Bordsteine vorgesehen werden. muLTImOdALe STAdTbAHNHALTeST eLLeN Die verschiedenen Stadtbahnhaltestellen stellen aufgrund ihrer Lage am Rande der Nordweststadt nicht nur wichtige verkehrliche Ankunfts- und Umsteigepunkte, sondern zugleich auch bedeutsame Eingangssituationen in den Stadtteil bzw. ‚Schnittstellen‘ in die Umgebung dar. Entsprechend attraktiv sollten nicht nur die Haltestellen an für sich, sondern auch ihr Umfeld sowie ihre Anbindung ausgestaltet sein (bspw. durch attraktives Haltestellenmobiliar, ansprechende Beleuchtung oder direkte, barrierefreie Wegeführungen und Zugänge). Besonders die Haltestellen der Stadtbahntrasse entlang des ‚Alten Flugplatzes‘ weisen gestalterische Defizite auf und werden von Seiten der Bevölkerung vielfach als ‚Unorte‘ und ‚Angsträume‘ wahrgenommen. Hier gilt es die markanten Haltestellen- bzw. Brückenbauwerke zeitgemäß aufzuwerten (wie es aktuell teilweise geschieht) und verstärkt in das Umfeld zu integrieren. Zumal sie gleichzeitig die Verknüpfungspunkte zum Landschaftsraum und zur Nordstadt darstellen [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚grüne Promenade‘]. Entsprechend sollten die Haltestellenbereiche, zusammen mit den anliegenden Freiflächen, zu einladenden Entrées in die Nordweststadt ausformuliert werden. Ggf. vielleicht sogar durch eine teilweise Bebauung der Freiflächen mit attraktiven Gebäuden, belebenden Nutzungen und kleinen, platzartigen Vorzonen. So u.U. vorstellbar am Ende der Kurt-Schumacher-Straße oder der August-Bebel-Straße [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘ und Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚untergenutzte Freiflächen‘]. Im letzteren Fall müsste jedoch überprüft werden, ob die dortige Buswendeschleife ggf. verkleinert oder verlagert werden könnte [vgl. dazu Punkt ‚ÖPNV‘]. Für die Haltestellen entlang der Siemensallee bzw. der Moltkestraße gilt es, vorwiegend eine verbesserte Einbindung in das Wegesystem der Nordweststadt zu erreichen. Dazu kann eine Aufwertung der Wegeverknüpfungen von der Rennbuckelsiedlung zur Siemensallee, als auch perspektivisch eine neue, angestrebte Wegeverbindung von der Nordweststadt zur Moltkestraße dienen. Diese könnte vom ‚Schänzle‘, zwischen den Arealen des KIT Campus West sowie der Bundesanstalt für Wasserbau hindurch, über die ehemalige Artilleriekaserne, bis zur Moltkestraße führen [vgl. dazu Punkt ‚Fussverkehr‘ und ‚Radverkehr‘]. Zusätzlich sollte die Einrichtung einer neuen Fußgängerquerung über die Siemensallee in Verlängerung der Berliner Straße geprüft werden. Diese würde nicht nur die Erreichbarkeit der nahegelegenen Haltestelle verbessern, sondern vor allem das Fußwegenetz an dieser Stelle sinnvoll verknüpfen. Im Sinne einer Förderung des Umweltverbundes sollten die Haltestellen weiterhin als multimodale Umsteigepunkte gestärkt und aufgewertet werden. Dazu können neben einer abgestimmten Taktung der ÖPNV-Fahrpläne, bspw. die Bereitstellung ausreichender, überdachter Fahrradabstellanlagen oder auch entsprechende Fahrradleih- und carsharing-Angebote gehören. stadtplanungsamt| 71 WOHNSTRASSeN Neben den schon genannten Verbesserungsmöglichkeiten für die ‚großen‘ Haupterschließungsstraßen ist natürlich ebenso die Aufwertung der vielen kleineren Wohn- bzw. Anliegerstraßen wünschenswert. Als ein erster Schritt dazu ist sicherlich wiederum das aktuell umgesetzte Parkierungskonzept zum Gehwegparken anzuführen [vgl. dazu Punkt ‚Barrierefreiheit‘]. Dieses ordnet nicht nur sinnvollerweise die Parkraumsituation in den Wohnquartieren neu und stellt eine (‚faire‘) Benutzbarkeit der Gehsteigbereiche für alle Nutzer her, sondern leistet auch einen Beitrag zur Verkehrsberuhigung und Attraktivitätssteigerung. Im Weiteren könnten nun schrittweise und situationsabhängig zusätzliche verkehrliche, bauliche, gestalterische oder auch ökologische Maßnahmen folgen. So sind u.a. die Erneuerung bzw. Umgestaltung der Straßenräume, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, Aufpflasterungen, die Entsiegelung von Parkständen, der Austausch der Straßenbeleuchtung oder (sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen) zusätzliche Baumpflanzungen und Begrünungsmaßnahmen vorstellbar. Darüber hinaus wäre stellenweise ebenso eine niveaugleiche Gestaltung sowie die Einrichtung von weiteren verkehrsberuhigten Bereichen (‚Spielstraßen‘) denkbar. Die Bandbreite kann somit von kleineren punktuellen Eingriffen bis hin zu großflächigen Neugestaltungen reichen. Anlass für entsprechende Maßnahmen können u.a. anstehende Erneuerungs- bzw. Leitungsarbeiten bieten, wie sie bspw. aktuell durch die beabsichtigte Umstellung von Elektrofreileitungen auf kuRZ uNd kNApp positive Beispiele aus der nordweststadt für eine mögliche aufwertung der wohnstraßen AuSgANgSLAge „„ grundsätzlich gute Erschließung mit allen Verkehrsträgern „„ gutes ÖPNV-Angebot „„ teilweise Beeinträchtigungen durch Verkehrsbelastung „„ stellenweise überdimensionierte Straßenräume (mit ‚Barrierewirkung‘) „„ teils funktionale und gestalterische Verbesserungspotenziale ZIeLe, AufgAbeN, ANSäTZ e „„ Weiterentwicklung und Optimierung des bestehenden Erschließungssystems „„ Stärkung und Förderung des Umweltverbundes „„ Attraktivierung der Stadtbahnhaltestellen als multimodale Umsteigepunkte „„ Anreicherung mit innovativen Mobilitätsangeboten „„ Überprüfung Buslinienführung „„ Umgestaltung von überdimensionierten Straßenräumen „„ Vermeidung ungewollter Durchgangsverkehre „„ Minimierung von Beeinträchtigungen „„ Prüfung von Geschwindigkeitsreduzierungen „„ Aufwertung von Wohnstraßen „„ Vernetzung, Verbesserung und Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes „„ Optimierung einzelner Querungsstellen und Kreuzungsbereichen „„ Verbesserung der Anbindung in die Umgebung „„ barrierefreie Ausgestaltung von Erschließungsflächen Erdkabel in Teilen der Nordweststadt anstehen. Daneben können auch die privaten Anrainer und Eigentümer einiges zur Attraktivitätssteigerung ihrer Wohnstraßen beitragen. U.a. durch ansprechende Gestaltung der Gebäudefassaden und Vorgartenzonen, als auch durch Patenschaften für Bäume bzw. Grünflächen oder die Aufwertung der oftmals etwas tristen, großflächigen Garagenhöfe. Diese prägen stellenweise ganze Straßenabschnitte und könnten bspw. mittels einer attraktiven Pflanzenberankung eine optische sowie zugleich ökologische Verbesserung erfahren. 72 | Rahmenplan noRdweststadt ausgangslage INfRASTRukTuR NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G STÄDTISCHES KLINIKUM ALTER FLUGPLATZ EHEM. ARTILLERIEKASERNE MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE LANDSCHAFTSRAUM LANDSCHAFTSRAUM KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE GEWERBE NEUREUTER FELDFLUR § § § Wochenmarkt Humboldt­Gymnasium städtischer Schülerhort Friedhof Nordwest SG Siemens Karlsruhe Reitinstitut Egon von Neindorff Sportverein Nordwest e.V. TC Karlsruhe West FC West 1932 L‘OREAL L‘OREAL Betriebskindertagesstätte Aktivspielplatz Stadtjugendausschuss Handwerkskammer Karlsruhe Bildungsakademie Chemisches­ und Veterinäruntersuchungsamt Bundesanstalt für Wasserbau Studierendenwohnheime Kita Studierendenwerk Bundesanstalt für Wasserbau Betriebskindertagesstätte Erich­Kästner­Schule Städtisches Klinikum Betriebskindergarten Polizeipräsidium Hauptzollamt Werner­von­Siemens­Schule Kinder­ und Jugendhaus Tankstelle Tankstelle Bürgertreff Lebensmittelvollsortimenter Lebensmitteldiscounter Schnellimbiss Gaststätte Gaststätte Gaststätte Gaststätte Gaststätte Schnellimbiss Bäckerei Apotheke Friseur Bank Tierarztpraxis Arztpraxis Optiker Steuerberater Schreibwarenfachgeschäft Schreibwarenfachgeschäft Eisdiele Restaurant Restaurant Restaurant Kindergarten Vogelnest Diakonisches Werk Seniorenheim Haus Karlsruher Weg Ev. Fachschule für Sozialpädagogik Bethlehem Ev. Jakobusschule Bethlehem Altenwohnheim Wilhelmine­Lübke­Haus Diakonissenhaus Bethlehem Ev. Kindergarten Bethlehem Rudolf­Steiner­Kindergarten Kath. Kindergarten St. Matthias Kath. Kirche St. Matthias ehem. Ev. Jakobus Kirche AWO Kindertagesstätte Pamina Schnellimbis Blumenladen Arztpraxis Arztpraxis Fitnesszentrum Rennbuckel Schulen KIT Campus West Kath. Kirchengemeinde St.Konrad Kath. Kindergarten St.Konrad Freikirche Neubau Ev. Petrus­Jakobus­ Gemeindezentrum weiterführende Bildungseinrichtungen Kindergärten / Kindergartenstätten Senioreneinrichtungen Schulen Kirchen Vereine Gewerbe Nahversorgung Dienstleistung Gastronomie Behörden / Ämter (SOZIALE) INFRASTRUKTUR Stärkung! Etablierung! Landauer Straße! Rathenau‐Platz! Bürgerzentrum Köhler‐Platz? MITTE ERHALTEN VERBESSERN Heinrich‐Köhler‐Platz aufgeben! Abriss! Heinrich‐Köhler‐Platz aufwerten! Bonner Platz: Planungsbedarf gutes Sport‐ und Vereinsangebot ausreichend Nahversorgung gute soziale Infrastruktur Wochenmarkt Aufwertung mehr Geschäfte und Gastromoie belebende Nutzungen Areal Anebosweg mehr Treffpunkte mehr gemeinschaftliche & kulturelle Angebote seniorengerechte & barrierefreie Einrichtungen mehr Kitas Mitte Walther-Rathenau-Platz Mitte Landauer Straße Erhalt Jugentreff! Bürgertreff Wilhelm-Lübke-Haus weiterentwickeln belebende Nutzungen/ Bürgertreff Heinrich-Köhler-Platz?! Nutzungskonzept Bonner Platz! Der Nahversorgungsstandort ist mir wichtig büRgeRdIALOgpHASe stadtplanungsamt| 73 LegeNdeübeRbLIck AuSgANgSLAge Die Nordweststadt weist eine gute und vielfältige Versorgung mit unterschiedlichen (sozialen) Infrastrukturen, Einrichtungen und Angeboten für verschiedene Alters- und Interessensgruppen auf, was auch von Seiten der Bürgerschaft sehr geschätzt wird. Wenn auch grundsätzlich eine lebendige ‚Mitte‘, nachbarschaftliche Treffpunkte, ein Bürgerzentrum sowie weitere Angebote im kulturellen, gastronomischen und Nahversorgungsbereich vermisst werden. Über den Stadtteil verteilt befinden sich ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen in unterschiedlicher Trägerschaft und teils sogar mit gesamtstädtischer Bedeutung. Im Bereich der schulischen Bildungseinrichtungen sind von mehreren Grundschulen bis hin zu den weiterführenden Schulen alle Schularten vorhanden. Zusätzlich haben die Evangelische Fachschule für Sonderpädagogik Bethlehem, einzelne Institute des KITs am Campus West, die Bundesanstalt für Wasserbau sowie die Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe hier ihren Standort. Neben verschiedenen Vereinen bereichern u.a. die vorhandenen Kirchengemeinden, mehrere Senioreneinrichtungen sowie die sehr engagierte Bürgergemeinschaft das (soziale) Angebot im Stadtteil. Die Kinder- und Jugendarbeit wird darüber hinaus durch den Aktivspielplatz und das KJH des Stadtjugendauschusses ergänzt. Im Südosten der Nordweststadt ist zudem das Städtische Klinikum angesiedelt. Die Schwerpunkte der sozialen Angebote sowie der Sport-, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen spannen sich vor allem im Süden zwischen ‚Rennbuckel‘ und Städtischem Klinikum und zum anderen im Norden zwischen Walther-Rathenau-Platz und Kaiserslauterner Straße auf. Die Angebote der Nahversorgung konzentrieren sich vorwiegend auf die beiden neueren Lebensmittelmärkte an der Josef-Schofer-Straße sowie die einzelnen Geschäfte und Dienstleistungen entlang der Landauer Straße, wo auch die ‚gefühlte Mitte‘ der Nordweststadt von Seiten der Bürgerschaft gesehen wird. Zusammen mit weiteren, vereinzelten Angeboten im Stadtteil und der Umgebung gewährleisten diese eine zwar eingeschränkte aber ausreichende Versorgung der Nordweststadt. Nichtsdestotrotz musste in den letzten Jahren, abgesehen von der Ansiedlung der beiden Supermärkte, ein Verlust an Nahversorgungsinfrastruktur beobachtet werden. Dies zeigt sich auch an zahlreichen Leerständen vor allem am Bonner Platz und Heinrich-Köhler-Platz, welche zunehmend ihre ursprüngliche Versorgungsfunktion verloren haben, aber zumindest noch einige der wenigen gastronomischen Angebote in der Nordweststadt beherbergen. 74 | Rahmenplan noRdweststadt handlungsRäume / konzeptansätze NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G STÄDTISCHES KLINIKUM ALTER FLUGPLATZ EHEM. ARTILLERIEKASERNE MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE LANDSCHAFTSRAUM LANDSCHAFTSRAUM KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE GEWERBE NEUREUTER FELDFLUR Nah v ersor gung Bolzplat z L ‘ORE AL Chemisc he s und V et erinärunt ersuc hungsamt Handw er ksk amme r Bil dungsak ademie Nah v ersor gung W e rner ­v on­ S iemens­ Sc hule R udolf ­ S t einer ­ K inder g art en Diak onissenhau s B et hle hem T ankst e lle Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem A lt en w ohnheim Wilhe lm­L übk e­Haus Ev . K inder ­ g art en Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium Senior enheim Haus K ar lsruher W eg V er einsheim K it a T ankst e lle Humboldt Gymnasium K at h. K inder g art en K at h. K ir c he S t . M att hia s Stär k ung / A ttr akti vierung / A usbildung V er knüpfung SPIELPLA T Z Sta ̈ r k ung als Nachbarschaftstr eff AK TIV SPIELPLA T Z K UCK UCKSPLÄ T ZE Sta ̈ r k ung als Nachbarschaftstr eff SPIELPLA T Z Sta ̈ r k ung als gru ̈ ner Nachbarschaftstr eff Sta ̈ r k ung als gru ̈ ner Nachbarschaftstr eff Er halt / Stär k ung Ladennutzung verstärkte Verknüpfung mit umliegenden Nahversorgungs­ und Dienstleistungsstandorte A usbildung ‚Campustr eff‘ Pfüf�läc he W ohnen g gf. perspe k tivisc he Ent wic k lung / Int egr ation HOFFLÄCHE KIT Aufwertung als Campusmitte Ausbildung Nachbarschaftstreff als Schnittstelle zwischen den Quartieren Ausbildung Nachbarschaftstreff Reha Südwest Kleingartenanlage perspektivische Erweiterungs�läche Klinikum perspektivisches P�legeheim / Kita Ausbildung Nachbarschaftstreff GOTTFRIED­FUCHS­PLATZ Aktivierung als Nachbarschaftstreff A ufsc hließen /Einbinden e hem. A rtillerie k aserne V erst är k t e V er knüpfung der Einric htung en mit dem S t adtt eil Pro�ilierung / Aufwertung / Stärkung als ‚ATTRAKTIVE MITTE‘ WALTHER­RATHENAU­PLATZ Pro�ilierung / Aufwertung / Stärkung als soziale, gemeinschaftliche Mitte LANDAUER STRASSE Sicherung / Stärkung / Aufwertung als Nahversorgungsstandort NAHVERSORGUNGSZENTRUM Einbindung / Anbindung Entwicklung / Aktivierung als verbindender, vielseitiger ‚AKTIVPARK‘ BONNER PLATZ Aktivierung als Nachbarschaftstreff AREAL NANCYSTRASSE Entwicklung als Wohnbau�lä che Einbindung / Integration geplanter Neubau Kindergarten Vogelnest RENNBUCKELSCHULEN KIT CAMPUS WEST Aufschließen / Einbinden KIRCHENGEMEINDE ST. KONRAD BUNDESANSTALT FÜR WASSERBAU STUDIERENDENWOHNHEIME L‘OREAL CHEMISCHES­ UND VETERINÄRUNTERSUCHUNGSAMT HANDWERKSMKAMMER KARLSRUHE BILDUNGSAKADEMIE SINNESWÄLDCHEN AREAL ANEBOSWEG mittelfristige Nachnutzung mit belebenden Nutzungen HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Reaktivierung Entwicklung / Aufwertung / Aktivierung als symbiotischer, zusammenhängender ‚MERHGENERATIONENCAMPUS‘ FRIEDHOF § § § Schwerpunkte soziale Infrastruktur / Gemeinbedarfseinrichtungen Schwerpunkte öffentliche Frei�lächen Schwerpunkte Nahversorgung / Dienstleistung / Gastronomie Stärkung Einbindung / Austausch / Integration Stärkung Verknüpfung über Straßen / Wege / Freiräume Aktivierung / Stärkung / Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkte Schwerpunkte Ämter / Behörden / öffentliche Einrichtungen Schwerpunkte Gewerbe Schwerpunkte Entwicklungs�lächen stadtplanungsamt| 75 LegeNdeübeRbLI ck AufgAbeN, ZIeLe, ANSäTZ e Eine gute und vielfältige Ausstattung an Einrichtungen des Gemeinbedarfs, (Freizeit-) Angeboten, nachbarschaftlichen Treffpunkten oder eine funktionierende Nahversorgung stellen maßgebliche Aspekte für ein attraktives und gemeinschaftliches Stadtteilleben dar. Gerade in Hinblick auf das Stichwort ‚Mehrgenerationenstadtteil‘ sollten daher die bestehenden Angebote möglichst bewahrt und gestärkt sowie gute Voraussetzungen für eine positive Weiterentwicklung geschaffen werden. Dazu zählt nicht nur eine entsprechende räumliche, finanzielle, organisatorische oder personelle Ausstattung bzw. Unterstützung von kommunaler oder privater Seite, sondern bspw. auch die Förderung synergetischer Netzwerke und Kooperationen. Ein wichtiger Schlüsselakteur und Multiplikator stellt dabei sicherlich die Bürgergemeinschaft dar, die bei ihrer Stadtteilarbeit und Suche nach einer dauerhaften ‚Heimstätte‘ Unterstützung erfahren sollte. Ein weiterer bedeutender Ansatzpunkt wird sein, die bestehenden Potenziale, Angebote und Schwerpunktbereiche in der Nordweststadt künftig verstärkt herauszuarbeiten, zu profilieren sowie räumlich und programmatisch zu verknüpfen. Hierzu gehört vor allem die Ausbildung und Etablierung einer ‚attraktiven Mitte‘ rund um den Walther-Rathenau-Platz und die Landauer Straße, wo sich heute schon der Schwerpunkt der Nahversorgung sowie unterschiedlicher Einrichtungen des Gemeinbedarfs befindet. Von strategischer Bedeutung wird dabei auch die Verknüpfung mit dem Nahversorgungszentrum an der Josef-Schofer-Straße sowie eine belebende, synergetische Nachnutzung perspektivisch frei werdender Potenzialflächen, wie dem Schulareal am Anebosweg, sein. Darüber hinaus bieten aber noch andere Bereiche Potenziale für eine weitere Qualifizierung und Aktivierung als ‚nachbarschaftliche Stadtbausteine‘. So könnte bspw. im Zusammenspiel der verschiedenen Bildungs-, Sport-, Senioren- und sozialen Einrichtungen zwischen der Kurt-Schumacher- und Kaiserslauterner Straße ein symbiotischer ‚Mehrgenerationencampus‘ entstehen. Oder der südliche Abschnitt des Grünzuges entlang der Hertzstraße, mit seinen Sport-, Vereins- und Freizeitangeboten, zu einem einladendem ‚Aktivpark‘ weiterentwickelt werden. Daneben sollten aber ebenfalls die kleineren, punktuellen Treffpunkte in Form von Plätzen, Spielplätzen und Grünanlagen gestärkt und zu einem Netzwerk ausgebaut werden. Ein Ansatzpunkt dazu bietet das ‚grüne Rückgrat‘ entlang der ehemaligen Freihaltetrasse, das aktuell schon verschiedene Angebote verknüpft und bspw. im Bereich ‚Schänzle‘ zu einer gemeinschaftlichen ‚Schnittstelle zwischen den Quartieren‘ aufgewertet werden sollte [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚grünes Rückgrat‘ bzw. Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘]. Für den überwiegend von Leerständen gekennzeichneten Heinrich-Köhler-Platz sind im Weiteren tragfähige Strategien zur Reaktivierung zu entwickeln und gezielt zu verfolgen. Die teilweise isolierten Standorte der über die Stadtgrenzen hinaus bedeutsamen Einrichtungen des KIT Campus West, des Städtischen Klinikums, der Bildungsakademie oder der Bundesanstalt für Wasserbau sollten künftig verstärkt in das Umfeld der Nordweststadt integriert werden. Wie auch die geplanten und angedachten (Wohnbau-) Entwicklungsflächen an der Nancystraße, an der Grenze zu Neureut oder auf der ehemaligen Artilleriekaserne. Durch diese oder auch die angestrebte Innenentwicklung in den Bestandsgebieten sind positive Impulse zur Belebung des Stadtteils zu erwarten. Gleichzeitig können durch sie auch Folgebedarfe bspw. in Bezug auf Kinderbetreuungs- oder Schulplätze entstehen, die entsprechend zu berücksichtigen sind. Grundsätzlich sind die Verknüpfungen der Nordweststadt mit den umliegenden Angeboten und Quartieren zu stärken. Wie etwa nach Neureut, nach Mühlburg, in die Nordstadt oder zu den Nahversorgungsstandorten im westlich anliegenden Gewerbegebiet. fOTOfOTO 872O31 Lageplan m 1:5oo Whs W hs 4 Wohnen Kita Whs 4 Lageplan M 1:5oo Städtebau: Dem Baugrundstück kommt eine besondere Bedeutung zu, da es in städtebaulicher und funktionaler Hinsicht einen vielschichtigen Knotenpunkt bildet. Das Grundstück liegt an einer städtebaulichen Zäsur, an der der dominierende Geschosswohnungsbau durch eine andere städtebauliche Körnung, dem 1-2 geschossigen Einfamilien- hausbau, abgelöst wird. Entlang der beiden Längsseiten des Grundstücks verlaufen die S-Bahnlinie und die Kußmaul-Straße als Verkehrswege mit übergeordneter Bedeutung. Zusätzlich liegt in unmittelbarer Nähe die S-Bahn-Haltestelle und Umsteigestation, über die die nördlichen Stadtteile an die Innenstadt angebunden sind. Auch der Autoverkehr wird über die Kußmaulstraße in die Innenstadt geführt. Die Brücke über die Straßenbahntrasse verbindet nicht nur Bus- und Bahnverkehr, sondern schließt auch das Radwegnetz um den "Alten Flugplatz" an die Nord-West-Stadt an. Der Heinrich-Köhler-Platz als "Stadtteilzentrum" öffnet sich zum südlichen Teil des Grundstücks hin. Auf die daraus entstehenden Anforderungen reagiert der Sonderbau mit seiner Bauform. An der Südseite des Grundstückes schiebt sich die Kita als 2-geschossiger Bau, mit geschwungenem Bug, an die Grenze zum Straßenraum und stellt somit eine Beziehung zur 1 1/2 geschossigen Bebauung des Heinrich-Köhler-Platzes her. Der 5+1-geschossige Wohnkubus, im Norden des Grundstücks plaziert, bildet -je nach Blickrichtung- den Abschluss oder den Auftakt der quartiersprägenden mehrgeschossigen Wohngebäude. Dieser Gebäudeteil mit Wohnungen markiert auch den Übergang zur Umsteigestelle S-Bahn und Bus und zum Radewegenetz um den "Alten Flugplatz". G ebäudestruktur: Ziel war es, einen zusammenhängenden Baukörper mit ablesbaren Funktionen -Kita und Wohnen- zu schaffen. Beide Gebäudeteile sind mit eigenen Eingängen bzw. selbständiger Adressbildung auf dem Gelände positioniert. Der höher ausgebildete Kopfbau im Norden des Grundstücks bildet den Endpunkt und verschattet durch seine dortige Lage nicht das eigene Grundstück, bzw. die von der Kita genutzten Außenbereiche. Die Kita streckt sich entlang der Kußmaulstraße in die Länge und öffnet sich auf der Gruppenraumseite nach Osten mit einer großzügigen Freifläche. Durch die Entflechtung der Funktionen innerhalb des Gebäudes gibt es keine Überlagerungen der Erschließung und Installationen. So können die möglichen Brandschutz- und Schallschutzprobleme ausgeschlossen werden. Zudem können die innenliegenden Flure der Kita, da diese nicht weiter überbaut sind, über Oberlichter mit Tageslicht belichtet werden. Perspektive Kußmaulstraße Städtebau: Raumkanten + Sichtachsen Strukturplan M 1:25oo Gebäudestruktur Brücke Straßenbahn Haltestelle Bushaltestelle August-Bebel-Str aße Kußmaulstraße Ludwig-Windthorst-Straße Heinrich-Köhler-Platz Realisierungswettbewerb Neubau eines Wohngebäudes und einer Kindertageseinrichtung in Karlsruhe Plan 1 Ansicht West M 1:2oo 872O31 Lageplan m 1:5oo Whs Whs 4 Wohnen Kita Whs 4 Lageplan M 1:5oo Städtebau: Dem Baugrundstück kommt eine besondere Bedeutung zu, da es in städtebaulicher und funktionaler Hinsicht einen vielschichtigen Knotenpunkt bildet. Das Grundstück liegt an einer städtebaulichen Zäsur, an der der dominierende Geschosswohnungsbau durch eine andere städtebauliche Körnung, dem 1-2 geschossigen Einfamilien- hausbau, abgelöst wird. Entlang der beiden Längsseiten des Grundstücks verlaufen die S-Bahnlinie und die Kußmaul-Straße als Verkehrswege mit übergeordneter Bedeutung. Zusätzlich liegt in unmittelbarer Nähe die S-Bahn-Haltestelle und Umsteigestation, über die die nördlichen Stadtteile an die Innenstadt angebunden sind. Auch der Autoverkehr wird über die Kußmaulstraße in die Innenstadt geführt. Die Brücke über die Straßenbahntrasse verbindet nicht nur Bus- und Bahnverkehr, sondern schließt auch das Radwegnetz um den "Alten Flugplatz" an die Nord-West-Stadt an. Der Heinrich-Köhler-Platz als "Stadtteilzentrum" öffnet sich zum südlichen Teil des Grundstücks hin. Auf die daraus entstehenden Anforderungen reagiert der Sonderbau mit seiner Bauform. An der Südseite des Grundstückes schiebt sich die Kita als 2-geschossiger Bau, mit geschwungenem Bug, an die Grenze zum Straßenraum und stellt somit eine Beziehung zur 1 1/2 geschossigen Bebauung des Heinrich-Köhler-Platzes her. Der 5+1-geschossige Wohnkubus, im Norden des Grundstücks plaziert, bildet -je nach Blickrichtung- den Abschluss oder den Auftakt der quartiersprägenden mehrgeschossigen Wohngebäude. Dieser Gebäudeteil mit Wohnungen markiert auch den Übergang zur Umsteigestelle S-Bahn und Bus und zum Radewegenetz um den "Alten Flugplatz". G ebäudestruktur: Ziel war es, einen zusammenhängenden Baukörper mit ablesbaren Funktionen -Kita und Wohnen- zu schaffen. Beide Gebäudeteile sind mit eigenen Eingängen bzw. selbständiger Adressbildung auf dem Gelände positioniert. Der höher ausgebildete Kopfbau im Norden des Grundstücks bildet den Endpunkt und verschattet durch seine dortige Lage nicht das eigene Grundstück, bzw. die von der Kita genutzten Außenbereiche. Die Kita streckt sich entlang der Kußmaulstraße in die Länge und öffnet sich auf der Gruppenraumseite nach Osten mit einer großzügigen Freifläche. Durch die Entflechtung der Funktionen innerhalb des Gebäudes gibt es keine Überlagerungen der Erschließung und Installationen. So können die möglichen Brandschutz- und Schallschutzprobleme ausgeschlossen werden. Zudem können die innenliegenden Flure der Kita, da diese nicht weiter überbaut sind, über Oberlichter mit Tageslicht belichtet werden. Perspektive Kußmaulstraße Städtebau: Raumkanten + Sichtachsen Strukturplan M 1:25oo Gebäudestruktur Brücke Straßenbahn Haltestelle Bushaltestelle August-Bebel-Straße Kußmaulstraße Ludwig-Windthorst-Straße Heinrich-Köhler-Platz Realisierungswettbewerb Neubau eines Wohngebäudes und einer Kindertageseinrichtung in Karlsruhe Plan 1 Ansicht West M 1:2oo 76 | Rahmenplan noRdweststadt Über die Nordweststadt verteilt befinden sich ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen in unterschiedlicher Trägerschaft und im Falle des Rudolf-Steiner-Kindergartens sogar mit gesamtstädtischer Bedeutung. Zusätzlich betreiben die Bundesanstalt für Wasserbau, das städtische Klinikum, L‘Oreal und das Studierendenwerk auf ihren Flächen bzw. auf dem Campus West eigene Einrichtungen. Aktuell ist ein Abbruch und Neubau des ev. Kindergartens Vogelnest an der Kußmaulstraße projektiert. Als temporäres Ausweichquartier dient der nahegelegene Heinrich-Köhler-Platz, der dadurch eine gewisse Belebung erfahren dürfte. Auf der Wohnbauentwicklungsfläche an der Nancystraße ist die Unterbringung einer weiteren Kindertagesstätte vorgesehen [vgl. dazu Kapitel ‚Areal Nancystraße‘]. Grundsätzlich sollte das gute Angebot erhalten und an die jeweiligen Bedarfe angepasst werden. einzelaspekte kINdeRbeTReuuNgS- eINRIcHTuNgeN Der städtische Schülerhort befindet sich an der Nordseite des Walther-Rathenau- Platzes. Aktuell wurde ein neuer Träger für diese Einrichtung gesucht und gefunden. Perspektivisch könnte jedoch das großzügige Gelände mit dem eingeschossigen Pavillongebäude auch für eine alternative Nutzung oder eine Neubebauung offen stehen. Ggf. sogar unter Einbeziehung der angrenzenden Fläche der ehemaligen Neuapostolischen Kirche, die zur Zeit durch eine andere Freikirche (zwischen-) genutzt wird [vgl. dazu Punkt ‚Kirchengemeinden‘]. Dies würde an dieser zentralen, städtebaulich wichtigen Stelle zwischen Walther-Rathenau-Platz und Landauer Straße ganz neue Optionen eröffnen und einen wesentlichen Baustein zur Aufwertung als ‚attraktive Mitte‘ darstellen [vgl. dazu Punkt ‚attraktive Mitte‘ und Kapitel ‚Attraktive Mitte‘ sowie ‚Baustruktur / Wohnangebot‘]. So könnte etwa durch einen hochwertigen Neubau die Platzfläche, als auch die anliegende Wilhelm- Hausenstein-Allee, eine ansprechende städtebauliche Fassung erfahren und durch entsprechende Nutzungen (bspw. gemeinschaftlicher, sozialer oder gastronomischer Art) zusätzlich belebt werden. STädTIScHeR ScHüLe RHORTScHuLLANdScHAfT Durch die Schulen am ‚Rennbuckel‘, die Werner-von-Siemens-Schule, das Humboldt-Gymnasium und die ev. Jakobusschule Bethlehem verfügt die Nordweststadt über eine gute Versorgung mit allen Schularten. Die Schwerpunkte der schulischen Bildungseinrichtungen liegen im Süden am ‚Rennbuckel‘ sowie im Norden zwischen der Kurt-Schumacher-Straße und Kaiserslauterner Straße, wo ebenso die ev. Fachschule für Sozialpädagogik Bethlehem angesiedelt ist. Auf dem Areal der ehemaligen Artilleriekaserne befindet sich zusätzlich noch die Erich- Kästner-Schule für Sprachbehinderte und Hörgeschädigte. Aktuell wurde mit einer Erweiterung der ev. Jakobusschule Bethlehem auf der Fläche der aufgegebenen Jakobuskirche begonnen, was den dortigen Schulstandort noch weiter stärken dürfte. Direkt an der Kreuzung Kußmaulstraße / Nancystraße plant die Reha Südwest die Errichtung eines sozialpädagogischen Zentrums u.a. mit der Ludwig-Guttmann-Schule für schwer mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche als Nutzung. Auch für die Werner-von-Siemens-Schule ist mittelfristig eine Erweiterung im rückwärtigen Bereich des Standortes an der Kurt-Schumacher-Straße angedacht. Damit einhergehend ist die Räumung des Schulareals am Anebosweg vorgesehen. Diese wird jedoch frühstens 2023, nach Fertigstellung des Neubaus, stattfinden. Danach steht die Fläche für eine anderweitige Nutzung zur Verfügung, was wiederum große Potenziale und neue Perspektiven für die Ausformulierung einer ‚attraktiven Mitte‘ oder auch der Weiterentwicklung des Wohnraumangebotes bietet [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘ sowie ‚Baustruktur / Wohnangebot‘]. wettbewerbsergebnis neubau Vogelnest stadtplanungsamt| 77 Neben den kath. Kirchen St. Konrad und St. Matthias befindet sich in der Nordweststadt des Weiteren die neugebildete ev. Petrus- Jakobus-Gemeinde. Im Zuge der Gemeindezusammenführung wurde die Jakobuskirche aufgegeben, an deren Stelle die Erweiterung der anliegenden ev. Jakobusschule Bethlehem vorgesehen ist. Aktuell wird stattdessen am Walther- Rathenau-Platz ein markantes, neues Gemeinde- bzw. Kirchengebäude errichtet, was sicherlich wesentlich zur Aufwertung und Belebung des Platzes beitragen wird. Die nahegelegene ehemalige neuapostolische Kirche ist momentan an eine andere Freikirche vermietet. Perspektivisch könnte das Gebäude für eine alternative Nachnutzung oder gar eine Neubebauung zur Verfügung stehen. Zusammen mit der angrenzenden Fläche des städtischen Schülerhorts würden sich dadurch - wie bereits erwähnt - an dieser strategisch wichtigen Stelle ganz neue Möglichkeiten bieten. Beispielsweise könnte ein prägnanter Neubau nicht nur an dieser prominenten Stelle einen wünschenswerten architektonischen Akzent setzen, sondern zusammen mit entsprechenden belebenden Nutzungen (bspw. auch Handel) einen wichtigen Impuls zur Aufwertung des gesamten Bereiches als ‚attraktive Mitte‘ darstellen. Von Seiten der kath. Kirche ist beabsichtigt, das Pfarramtsgebäude St. Konrad an der Hertzstraße zu veräußern. Eine Nachnutzung des denkmalgeschützten Altbaus steht noch nicht fest. Eine ‚öffentliche‘ oder ‚soziale‘ Nutzung des Gebäudes ist an dieser Stelle jedoch weiterhin wünschenswert. Allerdings wäre auch eine Wohnnutzung vorstellbar. kIRcHeNgemeINdeN Als ein wichtiger Akteur unterhält der Stadtjugendausschuss (STJA) mit dem Aktivspielplatz an der nördlichen Hertzstraße und dem Kinder- und Jugendhaus (KJH) an der Werner-von- Siemens-Schule zwei Einrichtungen im Stadtteil. Die derzeitige Unterbringung des KJHs im Neubau der Schulmensa wird aus verschiedenen Gründen als nicht ideal angesehen. Im Zuge der notwendigen Haushaltskonsolidierung wurde auch schon über die Schließung und Zusammenlegung mit dem Aktivspielplatz nachgedacht, was jedoch keine optimale Lösung wäre. Für den Aktivspielplatz wird aktuell eine neue Konzeption erstellt, bei der die stärkere Öffnung für ältere Kinder, sowie noch bessere Spielmöglichkeiten für Kinder mit Behinderungen in den Blick genommen werden. Grundsätzlich wird der Bedarf an Angeboten für Kinder und Jugendliche sowie eines KJHs gesehen. Dies wurde auch nachdrücklich im Rahmen eines ‚Jugendforums‘ im Frühjahr 2017 durch die anwesenden Jugendlichen bestätigt. Eine entsprechende Sicherung und räumlich adäquate Unterbringung des KJHs ist daher sehr wünschenswert. Perspektivisch wäre eine Unterbringung im jetzigen Umfeld oder eventuell in Kombination mit Räumlichkeiten für die Bürgergemeinschaft vorstellbar (bspw. auf dem ‚Areal Anebosweg‘) [vgl. dazu Punkt ‚Mehrgenerationencampus und Aktivpark‘ sowie Kapitel ‚Attraktive Mitte‘]. Aber auch der Heinrich-Köhler- Platz wäre ein interessanter Standort, da dort durch den STJA ebenfalls Bedarfe und Einzugsbereiche gesehen werden. SeNIOReNeINRIcHTuNgeNkINdeR- uNd JugeNdARbeIT In der Nordweststadt existieren vielfältige Angebote und Einrichtungen für Senioren. In erster Linie verschiedene Wohnheime wie das Haus Karlsruher Weg im Süden sowie das Wilhelmine-Lübke-Haus und das Diakonissenhaus Bethlehem im Norden. Daneben ergänzen unterschiedliche Dienste, Veranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten das Angebot. Für den Stadtteil wird bis 2030 von einem weiteren Bedarf an rund 110 Pflegeheimplätzen bzw. zwei Einrichtungen in der Größenordnung von je 60-70 Plätzen ausgegangen. Aktuell ist auf dem ‚Areal Nancystraße‘ die Errichtung eines Pflegeheims mit ca. 80 Plätzen, ggf. in Ergänzung mit betreutem Wohnen, vorgesehen. Generell sind Bedarfe an altersgerechten Wohnungen, betreutem Wohnen und einer Pflegewohngemeinschaft vorhanden. Gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel und das Stichwort ‚Mehrgenerationenstadtteil‘ sind jedoch nicht nur entsprechende Wohnraumangebote zu schaffen, sondern bspw. ebenso auf eine ausreichende Ausstattung an (sozialen) Angeboten, wohnortnahen Versorgungsinfrastrukturen oder eine altersgerechte Ausgestaltung des öffentlichen Raums zu achten. All das soll dazu beitragen, ein möglichst langes Wohnen im angestammten Umfeld sowie eine aktive Teilhabe am Stadtteilleben zu gewährleisten. Neue Wohnangebote für Senioren sollten daher möglichst zentral und integriert liegen sowie über einen guten ÖPNV- Anschluss verfügen. Denkbar sind dabei auch Kombinationen mit anderen Nutzungen wie Kindergärten, Praxen, soziale Einrichtungen oder etwa Cafés. 78 | Rahmenplan noRdweststadt NAHVeRSORguNg / dIeNSTLeISTuNg / gASTRONOmIe Die Angebote der Nahversorgung konzentrieren sich vorwiegend auf die beiden neueren Lebensmittelmärkte an der Josef-Schofer-Straße sowie die einzelnen, kleineren Geschäfte und Dienstleistungen entlang der Landauer Straße. Zusammen mit weiteren, punktuellen Angeboten im Stadtteil (bspw. an der Stresemannstraße und Ludwigshafener Straße) und der Umgebung (bspw. im Gewerbegebiet ‚Daimlerstraße‘) gewährleisten diese eine zwar eingeschränkte, aber ausreichende Versorgung der Nordweststadt. Nichtsdestotrotz musste in den letzten Jahren, abgesehen von der Ansiedlung der beiden Supermärkte, ein Verlust an Nahversorgungsinfrastruktur beobachtet werden. Dies zeigt sich auch an zahlreichen Leerständen bspw. an der Landauer Straße sowie vor allem am Bonner Platz und Heinrich-Köhler-Platz. Diese haben zunehmend ihre ursprüngliche Versorgungsfunktion verloren, beherbergen aber zumindest noch einige der wenigen gastronomischen Angebote in der Nordweststadt. Ergänzt wird das Versorgungsangebot durch einen Wochenmarkt auf dem Walther-Rathenau-Platz. Größere Neuansiedlungen im Einzelhandelsbereich, wie teilweise von der Bürgerschaft erhofft, sind im Stadtteil wahrscheinlich kaum zu erwarten. Generell sind die kommunalen Einflussmöglichkeiten auf die Nahversorgungsstruktur sehr begrenzt. Zumal das Angebot hauptsächlich von der Resonanz und dem Einkaufsverhalten der lokalen Bevölkerung abhängig ist. Ohne Kundschaft kann kein Geschäft überleben. Daher sollten die vorhandenen Angebote genutzt und von städtischer Seite gleichwohl verstärkte Anstrengungen zur ergänzenden Aufwertung der Nahversorgungsstruktur (bspw. auch durch Gastronomie) unternommen sowie möglichst günstige Voraussetzungen für einen Erhalt bzw. eine Stärkung der bestehenden Angebote geschaffen werden. Dazu zählt etwa die Herstellung eines attraktiven Umfeldes, eine gute Erreichbarkeit mit allen Verkehrsträgern, die Bereitstellung eines ausreichendem Parkraumangebotes, eine gezielte Standortpolitik oder auch die Unterstützung bei (Bau-) Genehmigungen und Anträgen (bspw. für Außenbestuhlungen, Warenauslagen, ...). Aber auch die Gewerbetreibenden selbst können noch einiges zur eigenen Anziehungskraft beitragen. Sei es bspw. durch entsprechend attraktive Geschäftsräumlichkeiten oder auch durch einen Zusammenschluss zu einer ‚Werbegemeinschaft‘ mit gemeinsamen Aktionen, Events und Veranstaltungen. Perspektivisch könnten sich auf dem freiwerdendem Schulareal am Anebosweg oder auch auf der Fläche der ehemaligen Neuapostolischen Kirche neue Chancen für eine Anreicherung und (kleinteilige) Ergänzung des Nahversorgungsangebotes ergeben [vgl. dazu Punkt ‚Schullandschaft‘ bzw. ‚Kirchengemeinden‘]. Diese Potenziale sollten zur Aufwertung des Einkaufstandortes Landauer Straße und allgemein zur Profilierung als ‚attraktive Mitte‘ genutzt werden. Darüber hinaus sollten zusätzlich die Verknüpfungen mit den umliegenden Angeboten und Quartieren gestärkt werden. Vor allem über die Neureuter Straße (B36) zu den Nahversorgungsstandorten im dort anliegenden Gewerbegebiet ‚Daimlerstraße‘. eINRIcHTuNgeN füR meNScHeN mIT b eHINdeRuNgeN Auf dem Areal der ehemaligen Artilleriekaserne befindet sich die Erich- Kästner-Schule als sonderpädagogisches Beratungs- und Bildungszentrum mit den Förderschwerpunkten Hören und Sprache. Außerdem liegt dort noch eine Außenstelle der Ludwig- Guttmann-Schule mit Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Daneben betreibt die Reha Südwest ein sozialpädagogisches Wohnheim für Kinder und Jugendliche mit Mehrfachbehinderungen. Die Reha Südwest plant direkt an der Kreuzung Kußmaulstraße / Nancystraße den Neubau eines sozialpädagogischen Zentrums u.a. mit der Ludwig-Guttmann-Schule für schwer mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche als Nutzung sowie mit entsprechenden ergänzenden Wohnangeboten [vgl. dazu Kapitel ‚Areal Nancystraße‘]. Selbstverständlich sollten bei der weiteren Stadtteilentwicklung die Belange von Menschen mit Behinderungen, im Sinne der Inklusion und uneingeschränkter Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, beachtet werden. Dazu gehören u.a.: „„ die barrierefreie Ausgestaltung des öffentlichen Raumes und von Gebäuden [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚Barrierefreiheit‘] „„ die Schaffung barrierefreier Wohnraumangebote [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘] „„ die Realisierung eines barrierefreien öffentlichen Nahverkehrs stadtplanungsamt| 79 Neben den verschiedenen Nahversorgungsstrukturen an der Landauer Straße befinden sich im Umfeld des Walther-Rathenau-Platzes, der Wilhelm-Hausenstein- Allee und der Kurt-Schumacher-Straße u.a. auch zahlreiche wichtige soziale Angebote bzw. Einrichtungen des Gemeinbedarfs. Entsprechend hohe Bedeutung hat der gesamte Bereich für die Nordweststadt. Doch obwohl hier die ‚gefühlte Mitte‘ des Stadtteils liegt, ist diese als solche heute kaum erlebbar, stadträumlich ablesbar oder durch ‚buntes‘ Stadtteilleben geprägt. Dies liegt nur zum Teil an den vorhandenen Angeboten und Nutzungen, die sicherlich noch ausbaufähig sind und entsprechend gestärkt werden sollten, sondern vor allem auch an der mangelnden stadträumlichen ‚Präsenz‘, der stellenweise geringen Attraktivität der (Straßen-) Räume, des Gebäudebestandes, des Erscheinungsbildes der Geschäfte sowie der Aufenthaltsqualität der öffentlichen Freiflächen. Zudem sind die einzelnen Nutzungen und Räume aktuell wenig miteinander ‚verknüpft‘, und scheinen noch kein richtiges ‚Zusammenspiel‘ im Stadtgefüge gefunden zu haben (wie bspw. der Walther-Rathenau-Platz mit der Landauer Straße). Was häufig auch an der ‚isolierten‘, in sich gekehrten Lage einzelner Einrichtungen und Flächen liegen mag, die teilweise keine adäquaten ‚Adressen‘ zum Stadtraum ausbilden (bspw. die verschiedenen Betreuungs- und Schuleinrichtungen). Alles in allem entfaltet der gesamte Bereich gegenwärtig wenig ‚urbanes‘ Flair, Ausstrahlungskraft und Attraktivität und wird somit seiner wichtigen strukturellen Rolle nicht hinreichend gerecht. Entsprechend gilt es künftig, die einzelnen Stadträume, Nutzungen und Einrichtungen als zusammenhängende ‚attraktive Mitte‘ weiter zu profilieren, herauszustellen, zu aktivieren, zu verknüpfen sowie baulich, gestalterisch und funktional aufzuwerten bzw. zu stärken. Da der gesamte Raum hohe strategische Bedeutung für die Nordweststadt besitzt, wird das Thema nochmals als einer der nachfolgenden ‚Lupenbereiche‘ tiefer gehend behandelt, sowie mögliche Maßnahmen und Ansätze zur weiteren Entwicklung aufgezeigt [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘]. Erste Bausteine und Projekte existieren jedoch schon. So wird wie bereits erwähnt bspw. der markante Neubau der Petrus-Jakobus-Gemeinde zusammen mit der anstehenden Neugestaltung des Walther-Rathenau-Platzes einen wichtigen Impuls zur Attraktivitätssteigerung liefern. Mittelfristig ist ebenfalls eine Umgestaltung des Kreuzungsbereiches der Wilhelm-Hausenstein-Allee mit der Landauer Straße geplant [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘]. Darüber hinaus gilt es, die sich bietenden Chancen auf dem Schulareal Anebosweg oder ggf. auch auf den Flächen des städtischen Schülerhortes und der ehemaligen Neuapostolischen Kirche für eine bauliche und programmatische Aufwertung zu ergreifen. Daher sollte hier auf eine hochwertige Architektur sowie eine symbiotische, belebende Nutzungsmischung Wert gelegt werden. Zudem sollten auch die bestehenden Gebäudestrukturen im Zuge einer Innenentwicklung modernisiert und ggf. ausgebaut werden [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚Landauer Straße‘]. Von zentraler Bedeutung wird zusätzlich sein, den Nahversorgungsschwerpunkt bzw. die Stadtbahnhaltestelle am Ende der Kurt-Schumacher-Straße attraktiv an- und einzubinden. ‚A TTRAkTIVe mITTe‘ / LANdAueR STRASSe / WALTHeR-RATHeNAu-pLATZ Die Bürgergemeinschaft hat sich als Verein und Interessenvertretung das Ziel gesetzt die Wohn- und Lebensqualität in der Nordweststadt aktiv zu verbessern. Dazu leisten die fast 900 Mitglieder mit viel Engagement und Einsatz einen großen Beitrag. So ist die Bürgergemeinschaft in vielfacher Hinsicht durch ihre unterschiedlichen Aktivitäten, Veranstaltungen und Initiativen im Stadtteil(leben) präsent. Sie stellt somit einen wichtigen Schlüsselakteur, ‚Anlaufpunkt‘ und ‚Katalysator‘ dar. 2015 wurde ein lang gehegter Wunsch der ‚Nordweststädtler‘ erfüllt und zumindest ein provisorisches Bürgerzentrum auf dem Walther- Rathenau-Platz eingerichtet. Die von der Bürgergemeinschaft betriebenen Container müssen nun der vorgesehenen Neugestaltung des Platzes weichen und werden auf das ‚Areal Anebosweg‘ verlagert. Künftig sollte die Bürgergemeinschaft nicht nur weiterhin in ihrer bedeutsamen Stadtteilarbeit, sondern vor allem auch bei der Suche nach einer dauerhaften ‚Heimstätte‘ Unterstützung erfahren. Diese sollte idealerweise als Teil der ‚attraktiven Mitte‘, in zentraler Lage, nahe am Stadtteilleben verortet sein. Möglichkeiten für eine dauerhafte Unterbringung könnten sich längerfristig auf dem ‚Areal Anebosweg‘ auftun. Bspw. in Form von geeigneten Räumlichkeiten innerhalb eines Neubaus oder ggf. auch in Kombination mit weiteren Stadtteileinrichtungen (bspw. dem Kinder- und Jugendhaus). Ein eigenständiger Neubau eines Bürgerzentrums ist jedoch nicht geplant, u.a. da sich die Räumlichkeiten bedarfsgerecht und synergetisch mit anderen Nutzungen in einem Gebäude vereinen lassen. büRgeRgemeINScHAfT / büRgeRZeNTRum 80 | Rahmenplan noRdweststadt HeINRIcH-kÖHLeR-pLATZ Der Heinrich-Köhler-Platz wurde Ende der 1960er Jahre als Nahversorgungszentrum in Form einer eingeschossigen, winkelförmigen Ladenzeilenbebauung mit vorgelagerter Grünanlage errichtet. Inzwischen hat der Platz (teils aufgrund seiner peripheren Lage), abgesehen von einigen gastronomischen und gewerblichen Betrieben, jedoch seine ursprüngliche Versorgungsfunktion weitestgehend eingebüßt und ist zunehmend von Leerständen sowie einem unbefriedigenden baulichen Zustand bzw. Erscheinungsbild geprägt. Bisher haben alle Überlegungen zur Wiederbelebung, auch angesichts der uneinheitlichen Besitzverhältnisse, nicht gefruchtet und der Bereich ist zu einem kleinen ‚Sorgenkind‘ der Nordweststadt geworden. Daher gilt es für die gesamte Platzanlage, eine neue ‚Rolle‘ zu finden und entsprechende Strategien zur Reaktivierung zu entwickeln und konsequent weiterzuverfolgen. Diese könnten, in Abhängigkeit der jeweiligen Vorstellungen und Absichten der Eigentümer, von einer möglichen ‚Wiederbelebung‘ durch Ansiedlung neuer (alternativer) Nutzungen sowie paralleler Modernisierung der Anlage, bis hin zu einer teilweisen oder vollständigen Neubebauung des Areals (vor allem zu Wohnzwecken) reichen. Dazu sind im Kapitel zum Lupenbereich ‚Reaktivierung Heinrich-Köhler-Platz‘ unterschiedliche Ansätze, Szenarien und Strategien tiefer gehend aufgezeigt. ‚meHRgeNeRATIONeNcAmpuS‘ uNd ‚AkTIVpARk‘ Innerhalb der Nordweststadt spannen sich zwei wesentliche Schwerpunktbereiche der Sport-, Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebote auf. Zum einen rund um die Vereinsanlagen im südlichen Abschnitt des Grünzuges entlang der Hertzstraße [vgl. dazu auch Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚Grünzug‘]. Zum anderen nördlich der Kurt- Schumacher-Straße entlang der Wilhelm-Hausenstein-Allee bzw. der Kaiserslauterner Straße. Aktuell zeigen sich die jeweiligen Einrichtungen und Anlagen jedoch meist in sich gekehrt, untereinander abgegrenzt und wenig in die Umgebung integriert. In beiden Fällen bietet sich allerdings das große Potenzial, durch eine verstärkte räumliche und programmatische ‚Verzahnung‘, zusammenhängende, attraktive und einladende ‚Freiräume‘ zu entwickeln, die für unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen nutzbar sind. Im Zusammenspiel der verschiedenen, jeweils anliegenden Einrichtungen (wie bspw. den Seniorenwohnheimen, den Kinderbetreuungsstätten, den Schuleinrichtungen, den Sport- und Spielanlagen oder auch dem KIT) könnte so ein vielseitiger ‚Aktivpark‘ im Süden sowie ein symbiotischer ‚Mehrgenerationencampus‘ im Norden ausgebildet werden. Der ‚Mehrgenerationencampus‘ stellt zudem ein Bestandteil des ‚grünen Rückgrates‘ dar und wird auch nochmals vertiefend im entsprechenden ‚Lupenbereich‘ behandelt [vgl. dazu Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘]. Grundsätzliche Aufgaben und mögliche Ansatzpunkte für eine künftige Aktivierung und Attraktivierung dieser beiden zugleich wichtigen Quartiersschnittstellen sind u.a. folgende Punkte: „„ soweit möglich ‚Öffnung‘ und ‚Verzahnung‘ der bisher in sich abgeschlossenen, isoliert liegenden Anlagen „„ Stärkung der räumlichen, funktionalen und gestalterischen ‚Ausstrahlungskraft‘ in die Umgebung „„ Verbesserung der Einbindung und Verknüpfung in die Nachbarschaft sowie der Längs- und Querverbindungen durch die Areale „„ Aufwertung der Eingangssituationen und Steigerung der Aufenthaltsqualität „„ Anreicherung der Sport-, Spiel-, und Bewegungsangebote u.a. mit öffentlich nutzbaren, informellen Angeboten (bspw. ‚Seniorenspielplatz‘ / Multifunktionssportfeld / ...) „„ gezielter Ausbau des Angebotes für Kinder, Senioren und im Falle des ‚Aktivparks‘ auch Universitätsangehörige „„ Aufbau und Förderung von Kooperationen der Einrichtungen untereinander (bspw. spezielle Angebote der Vereine für Kindergärten / Hausaufgabenbetreuung durch Senioren / gemeinsame Aktionen / ...) stadtplanungsamt| 81 Der Bonner Platz hat ähnlich wie der Heinrich-Köhler-Platz seine Versorgungsfunktion überwiegend verloren [vgl. dazu auch Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚Platzanlagen‘]. Dennoch besitzt der schön gestaltete Platz mit seiner Gastronomie und den Spielgeräten nach wie vor Bedeutung als nachbarschaftlicher Treffpunkt und sollte als solcher auch weiterhin durch Feste und Aktionen aktiviert werden. Zusätzlich könnte er von einer aufgewerteten Verknüpfung mit den Rennbuckel-Schulen profitieren. Die zurückversetzte Erdgeschosszone der anliegenden Ladenzeile wird aktuell zumindest geringfügig durch Büros, Ateliers und Handwerksbetriebe belebt. Ein Ansatz der weiterverfolgt werden könnte. Jedoch sollten dazu die teilweise vorhandenen, störenden Einfriedungen beseitigt werden. bONNeR pLATZ Die Nordweststadt verfügt über ein breites Spektrum an Akteuren aus unterschiedlichen Bereichen (bspw. Kirchengemeinden, Sozialträger, Vereine, Bürgergemeinschaft, Gewerbetreibende, ...). Zusätzlich zeichnet sie sich durch ein großes bürgerschaftliches Engagement und eine hohe Identifikation mit dem Stadtteil aus. Diesen idealen ‚Nährboden‘ gilt es für eine weitere Stärkung der Nordweststadt, auch abseits des gängigen kommunalen Handelns, zu nutzen. Bspw. durch eigeninitiierte, lokale Prozesse, bürgerschaftlich getragene Aktionen oder gemeinschaftliche Akteurskooperationen formeller oder informeller Art. Gerade in Zeiten knapper Haushaltskassen kann dies dazu beitragen, den Stadtteil weiter aufzuwerten, bestehende Strukturen zu sichern, sinnvoll auszubauen sowie die vorhandenen ‚Ressourcen‘ optimal zu nutzen. Die möglichen Ansätze dazu sind natürlich sehr vielfältig. Diese können bspw. von bürgerschaftlichen ‚Verschönerungsaktionen‘, über die gemeinschaftliche Nutzung von Räumlichkeiten bis hin zur inhaltlichen Kooperation in Form von gemeinsamen Veranstaltungen, Programmen oder Initiativen reichen. Um die bestehenden Potenziale zu mobilisieren, gilt es die unterschiedlichen Akteure zu aktivieren, zusammenzubringen, zu unterstützen, sowie entsprechende Strukturen zu etablieren und ‚Möglichkeitsräume‘ zu eröffnen. Ein maßgeblicher Schlüsselakteur, Multiplikator und ‚Katalysator‘ stellt hierzu sicherlich die Bürgergemeinschaft dar [vgl. dazu Punkt ‚Bürgergemeinschaft / Bürgerzentrum‘]. AkTeuRSVeRNeTZuNg / kOOpeRATIONeN / eNgAgemeNT kuRZ uNd kNApp AuSgANgSLAge „„ gute und vielfältige Ausstattung an sozialer Infrastruktur, wie Bildungs-, Betreuungs-, Sport- und Freizeiteinrichtungen „„ eingeschränktes, aber ausreichendes Nahversorgungsangebot „„ fehlen einer attraktiven und identitätsstiftenden Mitte sowie eines ‚urbanen‘ Stadtteillebens „„ ‚brachgefallener‘ Heinrich-Köhler- Platz „„ aktive Bürgergemeinschaft ZIeLe, AufgAbeN, ANSäTZ e „„ Erhalt und Stärkung einer funktionierenden Nahversorgung sowie der vielfältigen sozialen Einrichtungen und Angebote „„ Aufwertung, Aktivierung und Profilierung einer ‚attraktiven Mitte‘ rund um die Landauer Straße und den Walther-Rathenau-Platz „„ perspektivische Nachnutzung des ‚Areals Anebosweg‘ und der Flächen des städt. Schülerhorts bzw. der ehem. Neuapostolischen Kirche mit belebenden Nutzungen „„ Entwicklung und Verfolgung von Strategien zur Reaktivierung des Heinrich-Köhler-Platzes „„ Unterstützung der Aktivitäten der Bürgergemeinschaft und dauerhafte Etablierung eines ‚Bürgertreffs‘ „„ Erhalt der Kinder- und Jugendarbeit „„ Schaffung altersgerechter, Wohnraumangebote für Senioren „„ Weiterentwicklung bestehender Nutzungsschwerpunkte im Sinne eines ‚Mehrgenerationencampus‘ und ‚Aktivparks‘ „„ Vernetzung von Akteuren / Förderung synergetischer Kooperationen „„ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkte Beispielhafte Veranstaltung zur aktivierung 82 | Rahmenplan noRdweststadt ausgangslage bAuSTRukTuR / WOHNANgebOT NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G STÄDTISCHES KLINIKUM ALTER FLUGPLATZ EHEM. ARTILLERIEKASERNE MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE LANDSCHAFTSRAUM LANDSCHAFTSRAUM KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE GEWERBE NEUREUTER FELDFLUR III­IX III­IX II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II­III II+DG II­III II+DG II+DG II+DG III­V IV­V II+DG II+DG II+DG II II II­III II+DG I I I ab 1955 ab 1960 ab 1950 ab 1965 ab 1980 ab 1950 ab 1950 ab 1950 ab 1950 ab 1960 ab 1960 ab 1980 ab 1960 ab 1920 ab 1960 ab 1949 ab 2000 ab 1960 ab 1960 ab 1960 ab 1960 ab 1973 ab 1973 ab 1973 ab 1960 ab 1960 ab 1970 ZB GWB ZB GWB ZB GWB DH RH EFH MFH DH RH EFH MFH DH RH EFH MFH DH RH EFH MFH DH RH EFH MFH DH RH EFH MFH EFH MFH DH RH EFH MFH EFH MFH DH RH EFH MFH ZB GWB ZB GWB RH RH RH RH RH RH RH RH RH BGH BGH BGH INNENENTWICKLUNG WIE WOLLEN WIR WOHNEN? Mehr‐Generationen‐Hä user durchmischte & vernetzte Quartiere fü r jung & alt grü n & ruhig sozial nachbarschaftlich interessante Wohnadressen schaffen! Wohnangebote fü r Senioren ö kologisch & energieef�izient lebendig & vielseitig bezahlbar keine Hochhä user! maßvolle Innenentwicklung! Generationenwechsel gestalten Baurecht anpassen Nancystraße Neureut‐Sü d integrieren Gebä ude modernisieren vielseitiges Wohnangebot Anebosweg bebauuen neue Impulse durchmischtes, ö kologisches, lebhaftes Quartier behutsame Integration in die Umgebung maßvolle Hö henentwicklung Charakter erhalten Dichte aufstocken WOHNEN Reihenhausstrukturen öffentliche Gebäude / Sonderbauten Gewerbebauten wichtige Auftakt­ und Eingangssituationen markante Gebäude Bungalow­ / Patiohaus­ strukturen großmaßstäbliche Zeilen­ / Geschosswohnungsbau­ strukturen kleinteilige Einzelhaus­ / Doppelhaus­ / Reihenhaus­ / Kettenhaus­ / Mehrfamilien­ hausbebauungen stadtplanungsamt| 83 bAuSTRukTuR / WOHNANgebOT LegeNdeübeRbLIck AuSgANgSLAge Wie bereits bei der Vorstellung des Stadtteils in Grundzügen dargelegt, wird die Nordweststadt vorwiegend durch verschiedene Wohnbaustrukturen mit unterschiedlichen Bauzeitaltern, Typologien, Ausformungen, Größen, Geschoßigkeiten, Lagen und Eigentumsverhältnissen geprägt. Nicht nur deshalb, sondern auch aufgrund ihrer guten infrastrukturellen Ausstattung, ihres ‚grünen Charakters‘ sowie ihrer relativ zentrumsnahen Lage am Stadtrand Karlsruhes, stellt sie einen äußerst beliebten Wohnstandort dar. Der überwiegende Teil der Wohnbebauung entstand in Form einzelner Siedlungsabschnitte nach dem Zweiten Weltkrieg. Entsprechend wird die Nordweststadt heute größtenteils durch unterschiedliche Siedlungsstrukturen des zwanzigsten Jahrhunderts geprägt. Die jeweiligen Siedlungen entsprangen meist den zur Entstehungszeit gültigen, städtebaulichen Leitvorstellungen und Rahmenbedingungen. Sie sind daher häufig Ausdruck ihrer Zeit mit spezifischen, teilweise sogar einheitlichen Siedlungsmustern, ‚Körnungen‘, Gebäudetypologien und Freiraumcharakteren. So finden sich in der Nordweststadt diverse Wohnbaustrukturen. Von aufgelockerten Einzel- und Doppelhausgebieten, über verdichtete Bungalow-, Reihen- und Mehrfamilienhausbebauungen, bis hin zu großformatigen Zeilen- und Geschosswohnungsbauten, mit großzügigen, halböffentlichen Freibereichen. Entsprechend vielfältig und breit zeigt sich auch das Wohnraumangebot. Von selbstgenutzten Einfamilienhäusern, über (genossenschaftliche) Mietwohnungen, bis hin zu Eigentumswohnungen in unterschiedlichen Gebäudeformen. Die Bandbreite an vorhanden Gebäudehöhen reicht dabei von eingeschossigen ‚Teppichhausbebauungen‘ bis hin zu neungeschossigen Wohnhochhäusern. Ergänzt werden die Wohnbaustrukturen stellenweise durch unterschiedliche Sonderbauten, etwa schulischer, kirchlicher oder gewerblicher Art. Insgesamt besitzt die Nordweststadt durch die vorherrschenden Bebauungs- und Freiraumstrukturen einen überwiegend vorstädtischen Charakter und gleicht teilweise eher einer heterogenen Aneinanderreihung bzw. einem ‚Patchwork‘ einzelner Siedlungen. Dabei liegen die kleinteiligen, aufgelockerten Bebauungsstrukturen vornehmlich im Westen und Norden des Stadtteils, wohingegen die ehemalige Siemenssiedlung sowie die südliche Flugplatzsiedlung hauptsächlich durch Zeilen- und Geschosswohnungsbauten geprägt sind. Kennzeichnend ist zudem, dass die Siedlungsstrukturen häufig keine stadträumliche ‚Präsenz‘ entfalten, es kaum markante, stadtbildprägende Gebäude, städtebaulich akzentuierte Orte, ‚Adressen‘, Entrées oder eine baulich hinreichend ausformulierte Mitte gibt. Umsetzung „unabhängiges urbanes Projekt Strohbau“ behutsame Integration in die Umgebung Berücksichtung genossenschaftlicher Wohnkonzepte/ Baugruppen Aufstockung in der Binsenschlauchsiedlung ermöglichen Neureut-Süd zur Gemarkung Nordweststadt zuführen Areal Anebosweg bebauen Gebäude modernisieren Frei�läche bebauen büRgeRdIALOgpHASe STÄDTISCHES KLINIKUM ALTER FLUGPLATZ EHEM. ARTILLERIEKASERNE MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE LANDSCHAFTSRAUM LANDSCHAFTSRAUM KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE GEWERBE NEUREUTER FELDFLUR NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Perspektiv�l�che Kleingartenanlage perspektivische Erweiterungs�l�che Klinikum Perspektiv�l�che Eigenhandbausiedlung südl. Flugplatzsiedlung Areal Nancystraße ehem. Siemenssiedlung Pr���l�che��ohnen Perspektiv�l�che Perspektiv�l�che Perspektiv�l�che Entwicklungs�l�che Fla ̈ chen V olk s w ohnung Flächen Volkswohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung !? ? ? ? ? !? !? !? !? !? 84 | Rahmenplan noRdweststadt handlungsRäume / konzeptansätze Bereiche mit wenig Handlungserfordernissen Bereiche mit Erneuerungs­ / Modernisierungsbedarfen kleinteilige Transformationsbereiche mit Eigendynamik zum Umbau und zur Modernisierung Perspekti��lächen Entwicklungs�läche ‚untergenutzte‘ Frei�lächen Pr�f�läche !? städtebauliche Akzentuierung Stärkung / Erhöhung stadträumlicher Präsenz ? Bereiche mit gro��lächigen Innenentwicklungs­ potenzialen / ­erfordernissen stadtplanungsamt| 85 LegeNde übeRbLI ck AufgAbeN, ZIeLe, ANSäTZ e Eine attraktive Bebauungsstruktur sowie ein zeitgemäßes, vielfältiges und ausreichendes Wohnraumangebot für unterschiedliche Bedürfnisse, Einkommen, Altersgruppen und Lebensstile in verschiedenen Größen, Wohnformen und Eigentumsverhältnissen, stellen selbstverständlich essentielle Aspekte für einen lebendigen, sozial durchmischten Mehrgenerationenstadtteil dar. Entsprechend gilt es, die vorhandenen Baustrukturen und die damit verbundenen Wohnangebote zu wahren, sowie im Sinne einer qualifizierten Innenentwicklung an die heutigen Ansprüche anzupassen, zukunftsfähig zu gestalten, weiter auszudifferenzieren und auszubauen. Das beinhaltet u.a., den teilweise ‚in die Jahre gekommenen‘ Gebäudebestand etwa in Hinblick auf die aktuellen bzw. künftigen ökologischen, energetischen, gestalterischen, demographischen oder nutzungsspezifischen Anforderungen zu ertüchtigen und fortzuentwickeln (bspw. durch Modernisierung, Sanierung oder Umbau). Gleichzeitig das vorhandene Wohnraumspektrum, in diesem Zuge oder durch entsprechende Neubauten, mit zusätzlichen, zeitgemäßen Angeboten zu erweitern und anzureichern (bspw. mit altersgerechten, barrierefreien Wohnungen oder alternativen Wohnformen). Und im Weiteren, mittels einer behutsamen und verträglichen Innenentwicklung, verstärkt neuen, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen (bspw. durch Schließen von Baulücken, bauliche Ergänzung von Bestandsstrukturen oder Konversion). Stellenweise ist dies auch schon in den letzten Jahren, im kleineren oder größeren Umfang, an verschiedenen Orten der Nordweststadt erfolgt. Wie einzelne Untersuchungen und Studien bereits aufgezeigt haben, besitzt aber gerade die Nordweststadt darüber hinaus noch erhebliche Potenziale für eine weitere Innenentwicklung. Eine solche ist nicht nur in Bezug auf die Herausforderungen einer wachsenden Stadt wie Karlsruhe, sondern vor allem aufgrund der vielfältigen ökologischen, strukturellen, sozialen und ökonomischen Vorteile sinnvoll und geboten. Zumal von einer Innenentwicklung, neben der quantitativen und qualitativen Ergänzung des Wohnangebotes, ebenfalls bedeutende und notwendige Impulse für eine Aufwertung bzw. Stärkung der jeweiligen Strukturen, des direkten Umfeldes und des gesamten Stadtteils ausgehen können. In diesem Sinne sollten die damit einhergehenden Chancen, etwa zur Attraktivierung und Belebung der umgebenden Straßen- und Freiräume, Erhöhung der stadträumlichen ‚Präsenz‘ oder zur städtebaulichen Akzentuierung wichtiger Orte genutzt werden. Dabei sind die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten sowie u.a. die ökologischen, klimatologischen oder verkehrlichen Aspekte zu prüfen und zu berücksichtigen. Die einzelnen Siedlungsbereiche, mit ihren jeweils spezifischen Bebauungs- und Freiraumstrukturen, besitzen für eine weitere Innenentwicklung ganz unterschiedliche Voraussetzungen, Eignungen, Potenziale oder Notwendigkeiten. Entsprechend bedürfen sie künftig auch unterschiedlicher Strategien, Konzepte, Ansätze und Maßnahmen. Die letzte große und freie Entwicklungsfläche stellt dabei das ‚Areal Nancystraße‘ dar, auf dem zeitnah überwiegend Wohnraum geschaffen werden soll und dahingehend auch ein entsprechendes Bebauungskonzept erstellt wurde. Aktuell wird für die FNP-Fortschreibung zudem eine an die Schweigener Straße angrenzende Fläche auf Neureuter Seite als potenzielle Wohnbaufläche geprüft. Daneben weisen vor allem die Bereiche mit überwiegend großformatigen Zeilen- und Geschosswohnungsbauten stellenweise Erneuerungs- und Anpassungsbedarfe hinsichtlich der Gebäudesubstanz, aber auch der stadt- und freiräumlichen Strukturen auf. Zugleich besitzen diese augenscheinlich noch erhebliche Potenziale für eine weitere bauliche Ergänzung (wie theoretisch auch die Eigenhandbausiedlung). Für diese Bereiche gilt es daher im Folgenden verstärkt entsprechende gesamtheitliche Ansätze, Konzepte und (Planungs-) Prozesse anzugehen und weiterzuverfolgen. Dagegen verfügen die eher kleinteiligen, aufgelockerten Siedlungsstrukturen kaum über größere Flächenpotenziale. Hier stehen vorwiegend einzelne gebäudebezogene Sanierungs-, Umbau- oder Ausbaumaßnahmen durch die Eigentümer an. Diesen eigeninitiierten ‚Transformationsprozess‘ gilt es weiterhin zu fördern und konstruktiv zu begleiten. Gleichzeitig stehen perspektivisch ggf. verschiedene Flächen im Stadtteil mittel- oder langsfristig für eine (bauliche) Nachnutzung zur Verfügung. Diese Chancen sollten jeweils ergriffen und frühzeitig entsprechende (Nutzungs-) Konzepte entwickelt werden. Daneben existieren auch einzelne Bereiche, die aufgrund ihrer neueren Entstehungszeit oder ihrer Struktur kaum Handlungserfordernisse aufweisen. 86 | Rahmenplan noRdweststadt einzelaspekte QuALIfIZIeRTe INNeNeNTWIckLuNg Eine nachhaltige Weiterentwicklung der Siedlungsstrukturen, des Gebäudebestandes und des Wohnraumangebotes im Zuge einer qualifizierten Innenentwicklung stellt inzwischen eine der zentralen Aufgaben der Stadtentwicklung dar. Nicht nur in der Nordweststadt, sondern allgemein in Karlsruhe sowie allen deutschen Kommunen. So ist der Vorrang einer ‚Innen- vor Außenentwicklung‘ aufgrund der vielfältigen ökologischen, strukturellen, sozialen und ökonomischen Vorteile auch entsprechend (planungs-) rechtlich verankert. Dem zu Folge gilt es, den gegenwärtigen und künftigen (Flächen-) Bedarf möglichst durch Nutzung, Aktivierung und Weiterentwicklung bereits erschlossener Bestandsgebiete bzw. vorhandener Bausubstanz zu decken, sowie auf diese Weise den wertvollen Landschaftsraum von einer weiteren Flächeninanspruchnahme und zusätzlichen Eingriffen zu entlasten. Der Begriff der Innenentwicklung umfasst dabei allgemein unterschiedliche Ansatzpunkte zur Erreichung dieses Ziels: „„ die Anpassung der bestehenden Gebäudesubstanz an die heutigen Bedürfnisse, Vorstellungen und Erfordernisse (bspw. durch Modernisierung, Sanierung, Umbau), sodass diese weiterhin attraktiv für eine entsprechende Nutzung bleibt „„ den Ausbau der Bestandsbauten zur Erweiterung existierender oder Unterbringung zusätzlicher Angebote (bspw. durch Anbau, Dachausbau, Aufstockung) „„ die (Wieder-) Nutzung bzw. Mobilisierung von Flächenressourcen innerhalb von Bestandsgebieten zur Schaffung neuer (Wohnraum-) Angebote (bspw. durch Bebauung von Baulücken, Brachflächen, untergenutzten Freiräumen) „„ sowie im Sinne der sogenannten ‚doppelten Innenentwicklung‘, auch die Aufwertung des entsprechenden Umfeldes, zum Erhalt bzw. der Generierung weiterhin attraktiver, lebenswerter Wohnlagen Eine Innenentwicklung kann somit im engeren Sinne von kleineren gebäudebezogenen Maßnahmen, über eine bauliche Ergänzung von Bestandsstrukturen, bis hin zur großflächigen Entwicklung von Baugebieten auf brachgefallenen Arealen (wie bspw. an der Nancystraße) reichen. Im Zuge einer ‚doppelten Innenentwicklung‘ sollte sie aber erforderlichenfalls ebenso flankierende Maßnahmen bspw. zur Attraktivierung der umliegenden Frei- und Straßenräume beinhalten. Die Akteure der Innenentwicklung stellen insofern nicht nur die Stadtverwaltung (bspw. durch entsprechende Planungen oder die Schaffung von Baurecht) sowie Wohnungsbaugesellschaften bzw. Investoren dar, sondern auch private Bauherren und Eigentümer. Wie viele Modernisierungen, Umbauten und auch Neubauten in der Nordweststadt zeigen, ist der Bedarf einer Innenentwicklung nicht nur vorhanden, sondern ein entsprechender Transformationsprozess bereits im Gange. So wurden in den letzten Jahren etwa an der Wormser Straße, in Teilen auf dem ‚Areal Nancystraße‘ oder aktuell hinter dem Neubau der Petrus-Jakobus- Gemeinde neue Wohnraumangebote geschaffen. Darüber hinaus besitzt aber gerade die Nordweststadt noch erhebliche Potenziale für eine weitere Innenentwicklung, was u.a. auch verschiedene Untersuchungen und Planungen (bspw. das ‚Räumliche Leitbild Karlsruhe‘ oder der ‚Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung‘) aufgezeigt haben. Im Hinblick auf die zum Teil ‚in die Jahre gekommene‘ Bausubstanz oder die stellenweise ‚unbefriedigenden‘ Stadt- und Freiräume, bestehen gleichzeitig weiterhin unterschiedliche Erfordernisse bspw. für entsprechende Modernisierungs- oder Aufwertungsmaßnahmen im Stadtteil. Daher gilt es den bereits begonnenen Innenentwicklungsprozess künftig, im kleineren oder größeren Maßstab, verstärkt zu fördern, anzugehen und zu begleiten. Dies ist nicht nur in Bezug auf die sich stellenden Herausforderungen einer wachsenden Stadt wie Karlsruhe, sondern vor allem aufgrund der teilweise schon erwähnten Vorteile und Potenziale auf globaler als auch lokaler Ebene angebracht und geboten. Denn davon profitieren nicht nur die Umwelt und die Allgemeinheit, sondern ebenso die einzelnen Stadtquartiere sowie letztendlich (direkt oder indirekt) die jeweilige Bewohnerschaft. So bieten sich im Zuge einer qualifizierten Innenentwicklung u.a. folgende Vorteile und Chancen: „„ Reduzierung der Inanspruchnahme bzw. der Zersiedelung des Außenraums stadtplanungsamt| 87 „„ Schonung wertvoller ökologischer und klimatologischer Flächenressourcen „„ ökonomische Nutzung bestehender Infrastrukturen „„ Minimierung des Mobilitätsaufwandes und der damit einhergehenden Beeinträchtigungen „„ Schaffung von neuem Wohnraum in integrierten Lagen „„ Entlastung des Immobilienmarktes und damit der Kauf- und Mietpreise „„ Belebung des Stadtteils und ggf. Stärkung der lokalen Nahversorgung „„ Qualifizierung und Differenzierung des bestehenden Wohnraumangebotes „„ Förderung sozialer Durchmischung „„ Anreize für Investitionen in den Bestand „„ Aufwertung der bestehenden Gebäude und Freiräume „„ Verbesserung der Stadtstruktur und Attraktivierung des Stadtraums Die einzelnen Siedlungsbereiche der Nordweststadt, mit ihren jeweils spezifischen Eigentums-, Bebauungs- und Freiraumstrukturen, besitzen für eine weitere Innenentwicklung ganz unterschiedliche Voraussetzungen, Eignungen, Potenziale oder Notwendigkeiten. Entsprechend bedürfen sie künftig auch unterschiedlicher, angepasster und gezielter Strategien, Konzepte, Ansätze und Maßnahmen. Diese können dabei von einer eher konstruktiven Begleitung und Steuerung kleinteiliger, eigendynamischer Transformationsprozesse, bis hin zu notwendigen, großflächigen, städtebaulichen und freiräumlichen Konzepten bzw. Planungsprozessen reichen. So oder so sollte eine weitere Innenentwicklung den örtlichen Rahmenbedingungen entsprechend angebracht, behutsam und verträglich gestaltet sein, sowie die sich bietenden Chancen möglichst synergetisch nutzen. Grundsätzlich sind dabei u.a. vor allem folgende Aspekte, Belange und Ansprüche zu berücksichtigen: „„ behutsame und verträgliche Integration in das jeweilige Umfeld „„ Einbeziehung und Beachtung nachbarschaftlicher und bürgerschaftlicher Belange „„ Berücksichtigung und Wahrung ökologischer und klimatologischer Aspekte „„ Ausrichtung der Innenentwicklung an nachhaltigen Maßstäben „„ Sicherstellung einer ausreichenden Erschließung, Ver- und Entsorgung „„ Beachtung verkehrlicher Aspekte und Auswirkungen „„ Überprüfung der aktuellen baurechtlichen Situation und ggf. Anpassung „„ Erzielung einer qualitativen Anreicherung des Wohnraumangebotes „„ Förderung einer sozialen Durchmischung „„ Berücksichtigung des etwaigen Bedarfs an Folgeeinrichtungen „„ Sicherstellung einer hohen städtebaulichen, freiräumlichen und architektonischen Qualität „„ Aufwertung und Weiterentwicklung der jeweiligen stadträumlichen Situationen, Strukturen, Qualitäten und Charakteristiken Die einzelnen Aspekte, Belange und Ansprüche sind nicht immer ohne weiteres miteinander vereinbar und stehen ggf. in Zielkonflikten zueinander. Daher sind sie situationsabhängig unter Berücksichtigung der jeweiligen örtlichen Rahmenbedingungen zu prüfen, untereinander abzuwägen sowie in Hinblick auf eine gesamtheitliche, nachhaltige Entwicklung auszubalancieren und ggf. auszugleichen. Deshalb bedarf es entsprechend abgestimmter, intelligenter Konzepte, die sich den unterschiedlichen Herausforderungen stellen, die Potenziale einer Innenentwicklung geschickt nutzen, die vorhandenen Qualitäten behutsam weiterentwickeln sowie möglichst vielfältige, synergetische Mehrwerte für die jeweilige Bewohnerschaft, das Umfeld, den Stadtteil und die Allgemeinheit generieren. Innerhalb dieses Kapitels sowie im nachfolgenden Kapitel ‚Mehr Wohnen‘ finden sich dazu entsprechende weitergehende Betrachtungen, Aussagen sowie mögliche Ansatzpunkte. 88 | Rahmenplan noRdweststadt pRüffLäcHe ‚NeuReuT-Süd‘eNTWIckLuNgSfLäcHe ‚AReAL NANcySTRASSe‘ Das ehemalige französische Kasernenareal an der Nancystraße stellt die letzte große und freie Entwicklungsfläche innerhalb der Nordweststadt dar. Teilweise wurde diese schon in den vergangenen Jahren mit fünfgeschossigen Zeilenbauten für Studierendenappartements bebaut. Aktuell plant die Reha Südwest, direkt an der Kreuzung Kußmaulstraße / Nancystraße, den Neubau eines sozialpädagogischen Zentrums [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen‘]. Die Stadt Karlsruhe beabsichtigt die Entwicklung der verbleibenden nördlichen Flächen, um dort zeitnah vorwiegend Wohnraum zu schaffen. Zusätzlich ist die Unterbringung eines Pflegeheims mit integrierter Kindertagesstätte vorgesehen. Im Zuge eines parallelen Verfahrens zur Rahmenplanung wurde dazu ein städtebauliches Rahmenkonzept entwickelt, abgestimmt und vom Planungsausschuss der Stadt Karlsruhe als Grundlage für ein nun anschließendes Bebauungsplanverfahren beschlossen. Das Rahmenkonzept sieht einen neuen Stadtbaustein in Form von zwei aufgelockerten Blockstrukturen mit großflächigen, teilweise gemeinschaftlichen Innenhofbereichen vor. Durch die polygonale Ausformulierung der Baublöcke ergeben sich zudem zwei öffentliche Freibereiche mit jeweils unterschiedlichen ‚urbanen‘ und ‚grünen‘ Charakteren. Diese ‚öffnen‘ bzw. ‚verzahnen‘ das Areal mit den umliegenden Strukturen, wie bspw. dem nördlich anliegenden Grünzug. Dieser stellt einen Teil des künftigen ‚grünen Rückgrates‘ dar, womit sich die Chance ergibt wohnortnah attraktive Grünräume anzubieten sowie durch entsprechende Fuß- und Radwege das Areal mit der Umgebung und dem restlichen Stadtteil zu verknüpfen [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘]. Die Geschossigkeit der vorgesehenen Bebauung orientiert sich überwiegend am Bestand der Studierendenwohnheime und bildet an einzelnen, bedeutenden Stellen interessante ‚Hochpunkte‘ in Form markanter, sechsgeschossiger Gebäude aus. So wird bspw. die wichtige ‚Auftaktsituation‘ in die Nordweststadt am Ende der Franz-Lust-Straße entsprechend städtebaulich akzentuiert. Gleichzeitig bildet die Bebauung künftig eine attraktive Kante zur Kußmaulstraße aus und leistet somit einen Beitrag zur notwendigen Aufwertung des Straßenraums. Grundsätzlich lassen die geplanten Blockstrukturen auch kleinteiligere Parzellierungen der Bebauungsstrukturen zu, sodass diese unterschiedlich vermarktbar und bspw. auch für Baugruppen geeignet sind. Dadurch bieten sie potenziell Raum für eine wünschenswerte Mischung unterschiedlicher Wohnraumangebote, Eigentumsformen und Preisklassen. Dabei sind auch entsprechende soziale Wohnangebote und alternative Wohnformen zu berücksichtigen. Zudem sollte eine hohe architektonische und freiräumliche Qualität sowie eine zukunftsweisende ökologische und klimagerechte Bebauung angestrebt werden. Weitergehende Aussagen und (Plan-) Darstellungen zum ‚Areal Nancystraße‘ finden sich zusätzlich im entsprechenden Kapitel zum Lupenraum. Bild: Roland Fränkle Am nordöstlichen Siedlungsrand der Nordweststadt, an der Grenze zu Neureut, schließt sich der offene Landschaftsraum mit teilweise landwirtschaftlich genutzten Feldfluren, (Klein-) Gartenflächen und weitläufigen Wiesenflächen an. Zusammen mit der sogenannten ‚Heide‘ stellen diese Freiräume einen Teil der sogenannten ‚Grünen Nordspange West‘ dar [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚angrenzende Freiräume‘]. Aufbauend auf dem ‚Räumlichen Leitbild Karlsruhe‘, läuft aktuell, unter dem Titel ‚Neureut-Süd‘, für diesen Bereich ein Verfahren zur möglichen Neuordnung und baulichen Arrondierung der Freiflächen. In diesem Zusammenhang wird, als sogenannte ‚Prüffläche Wohnen‘, auch eine potenzielle Ausweisung des Bereichs entlang der Schweigener Straße als Wohngebiet geprüft. Dabei wird nicht nur die grundsätzliche Eignung dieser Flächen, sondern auch die mögliche Lage und Dimensionierung der etwaigen Bauflächen untersucht. Obwohl die Flächen auf Neureuter Seite liegen, bieten sich dadurch auch unterschiedliche Chancen zur weiteren Anreicherung des Wohnraumangebotes und generellen Stärkung der Nordweststadt. In diesem Sinne sollte u.a. auf eine gute Verknüpfung der potenziellen Bauflächen mit der Nordweststadt, eine Aufwertung der Schweigener Straße als ‚Schnittstelle‘ zwischen den Quartieren sowie eine verträgliche, attraktive und ökologische Bebauung geachtet werden. Darüber hinaus ist eine weiterhin gute Anbindung des Stadtteils an den Landschaftsraum bzw. nach Neureut zu gewährleisten. stadtplanungsamt| 89 ISA STUTTGART | KARlSRUhe NoRdweSTSTAdT0065 ungenutzte Freiräume zwischen den gebäu- den. die gestaltung mit nadelgewächsen erscheint nicht zeit- gemäß. ein grüner industrie- zaun schottet das ge- biet vom straßenraum ab. Beengte gehwegsi- tuation aufgrund des ruhenden verkehrs. beReIcHe mIT gROSSfLäcHIgeN INNeNeNTWIckLuNgSpOTeNZIALeN uNd -eRfORdeRNISSeN Aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte in einzelnen Abschnitten, ist die Nordweststadt durch unterschiedliche Siedlungsbereiche mit jeweils typischen Bebauungs- und Freiraumstrukturen geprägt. So finden sich in der ansonsten überwiegend durch kleinteilige, aufgelockerte Siedlungsstrukturen gekennzeichneten Nordweststadt auch einzelne, ausgedehnte Bereiche mit teilweise großformatigen Zeilen- und Geschosswohnungsbauten. Derart vornehmlich in der ehemaligen Siemenssiedlung an der Hertzstraße (heute Binsenschlauchsiedlung genannt), der südlichen Flugplatzsiedlung, zwischen Eugen-Richter-Straße und Kurt-Schumacher-Straße, sowie ebenfalls entlang des Kesselbergwegs. Die jeweiligen Siedlungen entstanden, zum Teil etappenweise, überwiegend in den 50er und 60er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, u.a. um in den Nachkriegsjahren rasch adäquaten Wohnraum zu schaffen. Entsprechend sind sie stellenweise durch einheitliche Gebäudetypologien geprägt. So weist bspw. die ehemalige Siemenssiedlung eine homogene Struktur vorwiegend aus zweigeschossigen Zeilenbauten auf. Dagegen zeigt sich die Flugplatzsiedlung, durch ihre partiell gleichartigen Geschosswohnungsbauten, einzelnen punkt- oder scheibenförmigen Wohnhochhäusern sowie die stellenweise vorhandenen Bungalow- und Reihenhausbebauungen, etwas heterogener durchmischt. Korrespondierend reichen hier die Gebäudehöhen von eingeschossigen Atriumhäusern bis hin zu neungeschossigen Wohngebäuden. Ein großer Anteil der Gebäude befindet sich im Besitz der VOLKSWOHNUNG GmbH, was bei einer Weiterentwicklung der entsprechenden Strukturen von großem Vorteil sein kann. So gehören der VOLKSWOHUNG heute bspw. die ehemalige Siemenssiedlung, die Gebäude am Kesselbergweg sowie weite Teile der Bebauung rund um die August-Bebel-Straße bzw. entlang der Josef-Schofer-Straße. Teilweise wurden die jeweiligen Grundstücke per Erbbaurecht überlassen. Die restliche Bebauung der Flugplatzsiedlung, vor allem nördlich der Stresemannstraße, ist in privatem Einzel- oder Streubesitz. Das Wohnraumangebot besteht dementsprechend überwiegend aus Miet- oder Eigentumswohnungen. Die jeweiligen Gebäudestrukturen der Siedlungen sind, ganz im Sinne der zur Bauzeit geltenden städtebaulichen Leitvorstellungen von weitläufigen, ‚fließenden‘, vorwiegend gemeinschaftlichen Frei- und Grünflächen durchzogen. Diese halböffentlichen Räume besitzen zwar ganz eigene Qualitäten, etwa ihre ‚offene‘ Struktur und einen ausgeprägten Baumbestand, sind jedoch vielfach ‚in die Jahre gekommen‘, und entsprechen häufig nicht mehr den heutigen gestalterischen, funktionellen und strukturellen Vorstellungen bzw. Bedürfnissen [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚halböffentliche Freiräume‘]. Wie auch der Gebäudebestand teilweise entsprechende Modernisierungs- oder Anpassungsbedarfe, u.a. auch in energetischer Hinsicht, aufweist. Insgesamt tragen die Bereiche, trotz aller Qualitäten, aufgrund ihrer oftmals nicht mehr zeitgemäßen Gebäude- und Freiraumstrukturen bzw. -gestalt häufig (zu) wenig zu einem attraktiven Stadtraum bei. So sind bspw. stellenweise die Gebäude von den Straßenräumen zurückversetzt angeordnet oder orientieren sich von diesen weg. Zusammen mit den oftmals wenig ansprechenden Stellplatz- und Freianlagen entfalten sie somit meist keine adäquate Ausstrahlungskraft bzw. stadträumliche ‚Präsenz‘. In den einzelnen Siedlungen werden daher noch entsprechende Bedarfe, aber auch Chancen für eine künftige Aufwertung im Zuge einer behutsamen und verträglichen Innenentwicklung gesehen. Zumal die jeweiligen Gebäude- und Freiraumstrukturen augenscheinlich über erhebliche Potenziale für eine Weiterentwicklung, sei es bspw. durch Aufstockung, ergänzende Neubauten oder Umgestaltung der Freianlagen, verfügen. All das würde einen entscheidenden Beitrag sowie notwendigen Impuls u.a. zur Attraktivierung der Quartiere, Erweiterung des Wohnraumangebotes, Stärkung der sozialen Durchmischung oder Aufwertung der umliegenden Stadträume bzw. der Nordweststadt insgesamt darstellen. Jedoch bedarf es dazu nicht nur einer eingehenden Untersuchung der jeweiligen Voraussetzungen, sondern aufgrund der hohen Bedeutung dieser großflächigen Bereiche für den Stadtteil im Weiteren auch entsprechend abgestimmter, übergreifender Konzepte und Planungsprozesse. Dabei sind die jeweiligen Eigentümer, die Bewohnerschaft sowie die Allgemeinheit miteinzubeziehen. Die potenziellen Möglichkeiten und Optionen einer entsprechenden Innenentwicklung werden in dem folgenden Lupenkapitel ‚Mehr Wohnen‘ nochmals tiefer gehend untersucht sowie unterschiedliche exemplarische Ansätze für eine weitere (bauliche) Entwicklung und Aufwertung einzelner dieser Bereiche aufgezeigt. 90 | Rahmenplan noRdweststadt ‚u NTeRgeNuTZTe‘ fReI fLäcHeN Vor allem im Umfeld der Flugplatzsiedlung liegen stellenweise kommunale Grünflächen ohne wirkliche Struktur, Gestalt, ‚Funktion‘, Zuordnung oder ansprechendes Erscheinungsbild. Derart bspw. entlang der westlichen Flanke der Kußmaulstraße (zwischen Franz-Lust-Straße und August- Bebel-Straße) oder rund um die Stadtbahnhaltestellen ‚Kurt-Schumacher- Straße‘ und ‚August-Bebel-Straße‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚untergenutzte Freiflächen‘ sowie Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚multimodale Stadtbahnhaltestellen‘]. Wie sich innerhalb des Dialogprozesses gezeigt hat, werden diese Freibereiche häufig auch von Seiten der Bevölkerung wenig geschätzt und genutzt. Dementsprechend gilt es, diese Flächen kritisch zu hinterfragen sowie Überlegungen zu ihrer künftigen Nutzung und Gestalt anzustellen. Etwa ob sie im Zuge einer verträglichen und behutsamen Neubebauung mehr zu einem attraktiven Stadtteil beitragen könnten. So würde bspw. eine ansprechende Bebauung einen wichtigen Beitrag zur besseren räumlichen Fassung, Belebung und Aufwertung des gesamten Stadtraumes an der Kußmaulstraße leisten [vgl. dazu Kapitel ‚Mehr Wohnen‘]. Perspektivisch ggf. sogar unter Einbeziehung des Heinrich-Köhler-Platzes [vgl. dazu Punkt ‚Perspektivflächen‘ und Kapitel ‚Reaktivierung Heinrich-Köhler-Platz‘]. Zusammen mit der vorgesehenen Neubebauung des ‚Areals Nancystraße‘ könnte dadurch eine attraktive, städtebauliche ‚Kante‘ entlang der Kußmaulsstraße ausgebildet werden, welche diesem wichtigen Eingangsbereich in den Stadtteil zugleich eine angemessene Kontur und ‚Präsenz‘ verleiht [vgl. Kapitel ‚Areal Nancystraße‘]. Daneben besitzen auch die Bereiche um die beiden Stadtbahnhaltestellen, u.a. als wichtige Ankunftsorte und Verknüpfungspunkte, hohe stadträumliche Bedeutung. Jedoch werden sie ihrer entsprechenden Rolle, nicht nur wegen ihrer gestalterischen Defizite, gegenwärtig kaum gerecht. Vielfach werden sie von der Bevölkerung sogar als ‚Unorte‘ und ‚Angsträume‘ wahrgenommen. Daher gilt es, nicht nur die Haltestellen an sich, sondern auch die anliegenden Freibereiche als einladende, repräsentative Entréesituationen auszuformulieren und aufzuwerten. Ggf. sogar durch eine teilweise Bebauung der Freiflächen mit attraktiven Gebäuden, belebenden Nutzungen und platzartigen Vorzonen. So könnte bspw. ein architektonisch hochwertiger Neubau an der Haltestelle ‚Kurt-Schumacher-Straße‘ den Auftakt und Endpunkt dieser wichtigen Wegeverbindung markieren, den dortigen Nahversorgungsstandort mit zusätzlichen, kleineren Angeboten bereichern sowie, im Zusammenspiel mit dem prägnant gestalteten Bolzplatz auf dem Supermarktdach, einen interessanten, städtebaulichen Akzent setzen [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘]. Ähnliches gilt für den Bereich um die Haltestelle ‚August-Bebel-Straße‘. Auch hier könnte ein markantes Gebäude den Anfangs- bzw. Endpunkt der Kußmaulstraße und August-Bebel- Straße ausbilden sowie zusammen mit dem projektierten Neubau der Kindertageseinrichtung ‚Vogelnest‘ ein attraktives Entrée ausformulieren [vgl. Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Kinderbetreuungseinrichtungen‘]. Jedoch müsste dazu überprüft werden, ob die dortige Buswendeschleife ggf. verkleinert oder verlagert werden könnte [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚ÖPNV‘]. Eine entsprechende Bebauung der Haltestellenbereiche würde zudem ein bedeutender Baustein für eine Attraktivierung der Wegeachse entlang der Stadtbahntrasse als ‚grüne Promenade‘ darstellen [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚grüne Promenade‘]. Bspw. durch eine damit einhergehende gestalterische Aufwertung und Belebung. Darüber hinaus könnten sie die vorhandenen Baustrukturen, ggf. gemeinsam mit weiteren Neubauten entlang der Achse (bspw. im rückwärtigen Bereich der Bebauung an der Josef-Schofer-Straße), zu einer attraktiven städtebaulichen ‚Kante‘ ergänzen und somit eine spannende ‚Silhouette‘ zum ‚Alten Flugplatz‘ hin ausbilden [vgl. dazu Kapitel ‚Mehr Wohnen‘]. Dabei ist jedoch u.a. zu beachten, dass diese Freiräume teilweise im FNP als Grünflächen sowie im Klimaanpassungsplan als bioklimatische Entlastungsflächen ausgewiesen sind. Entsprechend sind die jeweiligen Gegebenheiten im Einzelfall zu prüfen, abzuwägen und mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung im Ganzen zu entscheiden. Dabei sollte selbstverständlich auch die Bevölkerung einbezogen sowie ggf. die Eingriffe durch geeignete Maßnahmen (bspw. eine (ökologische) Aufwertung von Freiflächen an anderer Stelle) ausgeglichen werden. stadtplanungsamt| 91 kLeINTeILIge (TRANSfORmATIONS-) beReIcHe mIT eIgeNdyNAmIk Zum umbAu uNd ZuR mOdeRNISIeRuNg Abgesehen von den großflächigen Gebieten mit Zeilen- und Geschoßwohnungsbauten, wird die Nordweststadt in weiten Teilen von kleinteiligen, aufgelockerten Siedlungsstrukturen aus Einfamilien- bzw. Mehrparteienhausbebauungen geprägt. Diese entstanden in Form einzelner Siedlungsabschnitte vornehmlich im 20. Jahrhundert. Den Anfang machte dabei die Eigenhandbausiedlung in den 1920er Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten dann u.a. die Rennbuckelsiedlung, die Binsenschlauchsiedlung, die Lange Richtstatt sowie Teile der nördlichen und südlichen Flugplatzsiedlung. Demgemäß finden sich diese Strukturen vorwiegend im Westen und Norden des Stadtteils. Die einzelnen Siedlungen sind dabei - teils homogener, teils heterogener - aus unterschiedlichen Typologien, wie Einzel-, Doppel-, Mehrparteien-, Ketten- oder Reihenhäusern zusammengesetzt. Die jeweiligen Bereiche besitzen durch ihre städtebaulichen und freiräumlichen Strukturen aber alle einen ähnlichen Duktus und Charakter und somit auch ähnliche Voraussetzungen und Erfordernisse für eine weitere Entwicklung. So werden etwa die Baustrukturen überwiegend durch ein- bis zweigeschossige, trauf- oder giebelständige Gebäude mit Sattel- oder Walmdach geprägt. Teilweise wurden diese, wie bspw. die Reihenhausgebiete, auch in (ursprünglich) einheitlicher Gestalt von Bauträgern errichtet und veräußert. Oder wie im Falle der Eigenhandbausiedlung, gleichartige Haustypen in gemeinschaftlicher Eigenleistung geschaffen [s. dazu im Folgenden Punkt ‚Eigenhandbausiedlung‘]. Der hauptsächliche Anteil der Bebauung wurde jedoch durch einzelne, private Bauherren errichtet. Entsprechend zeigen sich heute auch die Besitzverhältnisse. Die Gebäude befinden sich fast ausschließlich in privatem Einzel- oder Teileigentum, und sind entweder selbstgenutzt oder vermietet. Teilweise sind die dazugehörigen Grundstücke per Erbbaurecht überlassen. Die vorhandenen Flurstücksstrukturen weisen unterschiedliche Zuschnitte und Größen auf. Dabei sind sie nach heutigen Maßstäben meist großzügig dimensioniert. Die Freiräume sind überwiegend durch schmale Vorgartenzonen sowie größere, rückwärtige Gartenbereiche geprägt. Der Gebäudebestand ist häufig durch einen bauzeittypischen Erhaltungszustand gekennzeichnet und zeigt daher vielfach Erneuerungs- oder Anpassungsbedarfe. Teilweise entspricht dieser nicht mehr den heutigen gestalterischen, nutzungsspezifischen oder energetischen Vorstellungen, Bedürfnissen und Notwendigkeiten. So scheinen in manchen Fällen auch die Wohngrößen, Gebäudeaufteilungen oder Grundrissgestaltungen nicht mehr den aktuellen Ansprüchen zu genügen. Entsprechend wurden die Gebäude in den letzten Jahren auch schon stellenweise durch ihre Eigentümer modernisiert, saniert, um- oder ausgebaut. Dieser Vorgang dürfte durch den anstehenden ‚Generationenwechsel‘ in vielen Gebieten weiter zunehmen. Demzufolge gilt es diesen, im Allgemeinen begrüßenswerten, eigeninitiierten ‚Transformationsprozess‘ weiterhin zu fördern, konstruktiv zu begleiten und zu steuern. Wie sich allerdings in der Vergangenheit bereits im Einzelfall gezeigt hat, stehen dem jedoch teils die aktuell geltenden baurechtlichen Bestimmungen entgegen. Entsprechend sollte hier (je nachdem, ob es sich um einen unbeplanten oder beplanten Bereich handelt) wohlwollend geprüft werden, ob sich das Vorhaben einfügt, ggf. entsprechende Befreiungen möglich sind, oder ob es angebracht und verhältnismäßig erscheint, einen Bebauungsplan anzupassen (bspw. hinsichtlich sinnvoller, zeitgemäßer Festsetzungen) oder aufzustellen (bspw. auch im Zuge von Entwicklungen im Umfeld bzw. entsprechenden Bebauungsplanverfahren). Hierbei ist jedoch u.a. abzuwägen, ob ein entsprechend langwieriges, aufwendiges Verfahren in Relation zum erwartbaren Nutzen steht. Über eine Weiterentwicklung des Bestandes hinaus verfügen die jeweiligen Bereiche ansonsten kaum über größere Potenziale für eine zusätzliche bauliche Innenentwicklung. Abgesehen von punktuellen Baulücken bieten teils zwar auch die großen Gartenbereiche, Garagenhöfe oder einzelne Grünflächen theoretisch entsprechende Potenziale für Neubauten, diese werden jedoch, u.a. aufgrund der Eigentumsverhältnisse, der Zuschnitte oder der Erschließung, nur schwer zu nutzen bzw. mobilisieren sein. Zumal dadurch kaum nennenswerter Wohnraumzuwachs zu erwarten ist. Dennoch sollte ggf. bei entsprechendem Interesse seitens der Eigentümer eine Prüfung der jeweiligen Eignungen und Verfahrensmöglichkeiten erwogen werden. Grundsätzlich sollten im Zuge einer weiteren baulichen Entwicklung die Qualitäten und charakteristischen Strukturen der Siedlungen bewahrt, behutsam qualifiziert und nicht negativ überformt werden. 239 205 234 229 293 275 519 031 828 663 5 5 1 3 5 5 1 4 8782 5516 5 5 2 3 5 5 1 5 2 4 0 4 9 2 4 0 3 4 2 2 8 1 8 2 4 2 3 9 2 4 2 8 6 2 2 8 4 7 2 2 8 5 3 2 4 4 0 8 2 2 8 4 1 2 4 0 0 4 2 6 9 8 1 2 6 9 7 7 2 4 0 0 5 2 2 8 1 9 2 2 8 2 3 2 4 2 8 8 2 4 2 9 0 2 2 8 5 7 2 4 0 2 0 2 2 9 1 7 2 2 8 8 7 2 4 2 1 6 2 4 2 2 4 2 4 2 3 8 2 2 8 4 8 2 2 8 5 1 2 4 0 2 9 2 6 9 7 5 2 4 0 1 9 1 9 6 6 8 1 9 6 6 7 2 6 9 7 0 2 4 2 0 5 2 4 4 2 5 2 4 0 1 2 2 4 2 2 9 2 4 4 0 6 2 2 8 1 5 2 2 9 0 1 2 2 9 0 3 2 4 2 8 7 2 2 8 7 5 2 4 3 1 9 2 2 8 6 4 2 2 9 0 8 2 2 8 6 7 2 2 9 1 3 3 9 7 7 1 2 6 9 7 9 2 6 9 8 7 2 6 9 8 6 2 4 0 2 5 2 4 0 0 7 2 6 9 6 4 2 4 0 3 6 2 4 0 4 6 2 2 8 1 0 2 4 0 1 3 2 2 8 8 8 2 4 2 0 2 2 4 2 4 1 2 4 4 1 9 2 4 4 1 6 2 4 4 1 5 2 4 4 1 4 2 4 2 2 5 2 2 8 2 0 2 4 2 3 2 2 2 8 1 6 2 2 8 3 0 2 2 8 5 5 2 2 8 5 9 2 2 8 6 9 2 2 9 1 2 2 2 8 6 6 2 4 2 9 3 2 6 9 9 4 2 6 9 8 9 1 9 6 8 4 2 4 0 2 4 2 4 0 1 5 2 4 0 4 0 2 4 0 3 5 2 4 2 2 6 2 2 8 2 4 2 4 2 4 0 2 4 2 6 0 2 2 8 8 3 2 2 8 1 7 2 4 2 3 5 2 2 8 9 9 2 2 8 7 6 2 2 9 0 5 2 2 8 4 4 2 2 8 3 4 2 2 8 5 0 2 2 8 6 1 2 2 8 6 8 3 9 7 6 7 3 9 7 6 8 3 9 7 7 2 2 6 9 8 8 2 4 0 3 9 2 4 0 3 7 2 4 0 1 8 2 4 0 4 7 2 4 4 2 2 2 2 8 2 6 2 4 2 0 1 2 4 2 1 4 2 4 4 2 0 2 2 8 9 2 2 2 8 2 8 2 4 2 3 3 2 2 8 8 2 2 4 2 8 5 2 2 8 7 7 2 2 8 1 1 2 2 8 4 2 2 2 8 3 6 2 2 8 3 7 2 2 8 3 3 2 2 9 1 0 2 2 8 6 0 2 2 9 1 4 1 9 6 7 0 2 6 9 9 5 2 4 0 2 6 2 6 9 6 6 2 4 2 0 7 2 4 0 4 3 2 4 2 1 9 2 4 4 2 7 2 4 0 1 7 2 4 2 1 7 2 2 8 2 1 2 2 8 9 0 2 4 2 2 3 2 2 8 4 6 2 2 8 7 1 2 4 3 9 3 2 4 2 9 5 3 9 7 6 9 3 9 7 7 4 2 6 9 7 1 2 2 8 8 6 2 4 0 1 6 2 4 4 1 3 2 4 0 2 3 2 2 8 2 5 2 4 4 0 9 2 2 8 2 7 2 4 2 2 1 2 2 8 9 6 2 2 8 1 4 2 2 9 0 0 2 4 3 1 8 2 2 8 4 0 2 2 8 5 4 2 2 8 7 4 2 2 8 6 3 2 4 0 5 0 2 6 9 7 3 2 4 0 1 4 2 4 0 4 4 2 2 8 8 5 2 2 8 7 2 2 2 9 1 8 2 6 9 6 3 2 4 4 2 3 2 2 8 8 9 2 2 9 2 2 2 4 2 2 0 2 2 8 9 1 3 9 7 6 6 2 4 4 0 7 2 4 2 3 1 2 2 8 9 5 2 2 8 8 1 2 4 3 2 0 2 2 8 6 5 2 2 8 3 5 2 2 8 5 2 2 2 8 5 8 3 9 7 7 3 2 4 0 3 8 2 4 0 2 1 2 6 9 6 2 2 4 0 3 2 2 6 9 9 6 2 4 0 0 1 2 4 0 0 9 19581 2 4 2 2 8 2 4 2 2 7 2 4 2 3 0 2 4 2 0 8 2 4 2 0 3 2 2 8 2 2 2 2 8 9 7 2 2 8 7 9 2 2 8 7 8 2 2 8 8 0 2 2 9 2 0 2 2 8 8 4 2 2 9 0 4 2 2 8 4 3 2 4 2 9 1 2 2 8 5 6 2 2 9 1 1 2 2 8 7 0 2 6 9 9 0 2 4 2 1 1 2 4 4 1 7 2 4 0 3 1 2 4 0 4 8 2 4 0 0 2 2 4 0 2 8 2 4 0 3 3 2 2 9 0 9 2 2 8 1 2 2 4 0 0 3 2 4 0 0 6 2 6 9 8 4 2 4 0 4 5 2 4 0 4 2 2 2 9 1 9 2 4 0 2 2 2 4 0 0 8 2 4 2 1 2 2 4 4 0 5 2 4 2 3 6 2 2 9 0 2 2 2 9 2 1 2 4 2 8 9 2 2 9 0 7 2 2 8 6 2 2 4 2 9 4 2 6 9 9 3 2 6 9 9 2 2 6 9 9 1 2 4 4 0 4 2 2 8 1 3 22831 2 2 9 1 6 3 9 7 7 0 19669 2 6 9 8 5 2 6 9 8 3 2 6 9 7 2 2 4 4 2 4 2 4 4 2 1 2 4 4 2 6 2 4 2 1 5 2 4 4 1 2 2 4 2 3 4 2 2 8 9 8 2 2 9 2 3 2 2 8 3 2 2 2 9 0 6 2 2 9 1 5 3 9 7 6 5 2 6 9 6 9 2 4 0 4 1 2 4 2 0 6 2 4 2 0 4 2 4 0 1 0 2 4 2 1 3 2 4 2 2 2 2 4 2 1 0 2 2 8 2 9 2 2 8 7 3 2 2 8 3 8 2 2 8 3 9 2 2 8 4 9 2 4 5 0 1 8782/7 8 7 8 2 / 2 8 7 8 2 / 1 8782/3 8 7 8 2 / 5 5 5 2 3 / 4 8 7 8 2 / 6 4 7 6 9 / 3 2 4 0 4 6 / 2 2 2 8 2 6 / 1 2 2 8 8 9 / 4 2 2 9 0 4 / 1 2 4 2 0 9 / 3 2 2 8 8 9 / 7 2 2 8 2 2 / 1 2 2 8 2 1 / 1 2 2 8 2 5 / 1 2 4 0 3 2 / 1 2 2 8 8 9 / 2 2 2 8 8 9 / 8 2 4 0 4 8 / 2 2 4 2 3 7 / 1 2 2 9 0 2 / 1 8782/10 2 4 0 4 8 / 1 2 4 0 4 8 / 4 2 4 0 1 7 / 4 2 2 8 1 9 / 1 2 2 9 2 0 / 1 2 4 3 1 8 / 1 2 4 0 3 4 / 1 2 2 8 1 7 / 1 2 2 9 2 3 / 1 2 4 0 4 7 / 1 2 4 0 1 7 / 5 2 2 9 2 2 / 1 2 4 0 4 6 / 1 2 2 8 8 6 / 1 2 4 2 0 9 / 1 2 4 4 2 1 / 1 2 4 0 4 8 / 3 2 2 8 2 4 / 1 2 4 0 1 7 / 2 2 2 8 1 5 / 1 2 4 0 1 7 / 1 2 4 0 1 7 / 3 2 4 4 1 8 / 1 2 2 8 8 9 / 1 2 2 8 2 3 / 1 2 2 8 1 8 / 1 2 2 8 9 3 / 1 2 2 8 2 0 / 1 2 2 8 0 3 / 2 3 2 2 8 8 9 / 1 0 2 2 8 0 3 / 1 5 2 2 8 0 3 / 2 2 2 2 8 0 3 / 2 9 2 2 8 8 9 / 1 2 2 2 8 0 3 / 2 7 2 2 8 0 3 / 2 5 2 2 8 8 9 / 1 5 2 2 8 0 3 / 2 6 2 2 8 8 9 / 1 4 2 2 8 0 3 / 1 3 2 2 8 0 3 / 2 8 2 2 8 0 3 / 1 6 2 2 8 0 3 / 1 4 2 2 8 0 3 / 2 4 8 6 6 1 8 1 6 3 1 4 9 2 3 5 7 4 4 1 4 7 5 2 2 3 9 3 2 6 3 2 4 4 4 6 4 8 3 7 8 9 9 6 7 8 9 6 6 2 5 4 6 7 3 2 1 5 5 2 4 9 7 8 1 5 3 3 6 6 8 2 5 5 1 3 1 8 8 7 4 8 7 5 9 5 9 9 4 a 5 3 68 7 9 6 0 4 0 3 6 1 2 2 3 1 2 1 3 6 8 6 4 4 a 51 6 0 3 9 4 1 5 7 1 1 1 7 11 3 1 5 0 2 0 3 4 3 3 3 9 2 6 2 4 2 a 7 a 7 c 2 b 1 e 1 b 1 7 2 4 1 5 1 7 5 6 7 0 8 0 7 5 5 5 1 7 2 4 1 8 1 7 1 0 1 3 1 1 2 c 1 2 1 9 5 4 8 2 6 5 6 1 1 5 23 29 25 1 3 5 2 2 2 4 9 4 1 2 1 2 2 1 8 1 4 1 a 1 0 1 1 2 a 2 6 1 4 1 9 3 2 6 2 1 4 8 4 9 8 19 29 1 6 1 1 15 4 4 1 2 1 0 2 9 1 7 1 1 8 a 2 a 7 b 1 4 1 5 1 1 1 3 1 5 3 0 3 2 1 8 3 6 4 0 4 4 4 6 7 2 1 6 67 21 33 2 4 1 2 17 2 0 2 2 5 7 5 5 5 1 3 5 3 2 2 3 2 8 1 3 1 5 1 2 1 0 2 2 1 3 1 0 1 7 2 1 2 8 5 0 6 4 7 4 9 4 37 5 3 2 6 1 0 1 6 11 2 1 19 1 6 3 1 4 5 1 4 2 3 1 a 1 6 2 e 1 d 1 8 1 0 1 3 3 4 4 2 5 8 7 8 9 0 8 6 2 3 7 1 27 31 35 5 9 3 0 15 4 6 27 4 8 1 1 2 7 1 5 1 9 6 a 1 c 7 a 3 b 1 0 1 6 1 4 2 0 2 8 2 1 3 8 4 8 9 2 9 6 23 2 8 1 4 9a 7 a 1 3 1 4 4 7 4 3 3 0 2 1 2 5 2 0 2 2 2 4 1 5 69 1 0 2 0 1 9 1 b 2 d 3 a 1 2 1 6 1 6 2 6 3 0 5 2 6 6 7 6 8 8 7 3 25 2 1 5 9 a 2 6 a 1 5 b 1 5 a 2 8 a 4 5 a 1 9 b 1 1 0 1 0 6 112 4 1 a 1 0 2 114 4 3 a 4 3 b 2 1 b 2 8 a 16b 2 3 a 2 8 b 1 0 0 1 0 4 27a 1 6 a 11a 2 3 b 15a 3 2 a 4 1 b 1 1 a 1 0 8 1 9 a 1 1 b 6 5 b 6 5 a H sN r . 2 H sN r . 1 0 H sN r . 1 8 H sN r . 2 3 H sN r . 1 6 H sN r . 3 7 a H sN r . 2 3 a P o s t w e g P o s t w e g P o s t w e g S c h ä n zl e Schänzl e K a l m i t w e g H e r t z s t r a ß e N a n c y s t r a ß e H e r t z s t r a ß e D u r l a c h e r W e g D o n n e r s b e r g w e g B i e n w a l d s t r a ß e B i e n w a l d s t r a ß e B e r l i n e r S t r a ß e B e r l i n e r S t r a ß e Berliner Straße S t . - B a r b a r a - W e g W i l h e l m - H a u s e n s t e i n - A l l e e W i l h e l m - H a u s e n s t e i n - A l l e e 5 5 1 7 2 4 2 3 7 2 6 9 8 0 2 6 9 7 8 2 6 9 6 8 2 6 8 5 3 2 6 9 8 2 2 6 9 7 6 2 2 8 9 3 2 2 8 4 5 2 6 9 6 5 2 6 9 7 4 2 4 0 2 7 2 6 9 6 7 2 2 8 8 9 / 9 2 4 4 2 0 / 1 2 2 9 1 9 / 1 19963/2 2 2 8 9 1 / 1 2 2 8 8 9 / 1 3 2 2 8 8 9 / 1 1 8 7 3 5 7 4 2 1 8 R e h b e r g w e g M a d e n b u r g w e g M a d e n b u r g w e g K e s s e l b e r g w e g H a m b a c h e r S t r a ß e B i n s e n s c h l a u c h w e g Wilhelm-Hausenstein-Allee ± 92 | Rahmenplan noRdweststadt eIgeNHANdbAuSI edLuNg Die Eigenhandbausiedlung stellt die ‚Keimzelle‘ der heutigen Nordweststadt dar. Sie entstand nach dem Ersten Weltkrieg auf zu der Zeit noch unerschlossenen Forstflächen, zwischen den heutigen Straßen St.-Barbara-Weg, Binsenschlauchweg, Postweg und Hertzstraße. Aufgrund der damaligen Wohnungsnot wurde zunächst ein Verein und anschließend eine gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft zur Erstellung von Wohnraum für bedürftige Familien gegründet. Die Errichtung der Siedlung erfolgte darauffolgend überwiegend in Eigenleistung der Mitglieder und späteren Bewohnerschaft. Daher rührt bis heute auch der Name. Die Bebauung gruppiert sich, in Anlehnung an die Prinzipien einer Gartenstadt, um einen großflächigen, durch einzelne Fußwege erschlossenen Innenbereich mit ausgedehnten Gartenflächen und dem sogenannten Kuckucksplätzle in der Mitte. Die Gebäudestrukturen werden von ähnlichen, zweigeschossigen Doppel- Reihen- und Kettenhaustypen mit Walm- oder Satteldächern, gebildet. Diese sind stellenweise durch Nebenanlagen baulich verbunden oder weisen rückwärtige Anbauten älteren oder neueren Datums auf. Fast alle Gebäude besitzen große, schmale und tiefe Parzellen, welche ursprünglich zu Selbstversorgungszwecken gedacht waren und auch heute noch teilweise durch entsprechende Gartennutzungen sowie einen großen Baumbestand geprägt sind. Die Gebäude und Flurstücke befinden sich teils in Einzel- oder Teileigentum, teils auch unter genossenschaftlicher ‚Verwaltung‘. Mehrfach werden sie sogar noch von den Nachfolgern der Erbauerfamilien bewohnt. Viele der Eigentümer, aber ebenso der Mieter, sind in der Siedlergemeinschaft ‚Eigenhandbau Karlsruhe‘ und darüber im ‚Verband Wohneigentum e.V.‘, organisiert. Entsprechend hoch ist auch die Identifikation mit ‚ihrer‘ Siedlung, die aufgrund ihrer besonderen Qualitäten und ihres ‚Charmes‘ als Wohnlage sehr geschätzt wird. So ist nach wie vor die ursprüngliche Struktur sowie der einheitliche Duktus der Siedlung ablesbar, auch wenn inzwischen unterschiedliche Modernisierungen, Aus- und Umbauten der Gebäude stattgefunden haben. Stellenweise sind jedoch noch entsprechende Erneuerungs- und Anpassungsbedarfe vorhanden. U.a. besteht von Seiten der Eigentümer wohl teilweise das Anliegen, die geringen Wohnungsgrößen bspw. durch Dachausbau oder Anbauten zu erweitern. Allerdings sind diesen Vorhaben ggf. (enge) Grenzen durch die derzeitigen baurechtlichen Bestimmungen gesetzt. Hier sollte daher ebenfalls geprüft werden, ob Spielräume für entsprechende Befreiungen vorhanden sind oder eine zeitgemäße Anpassung der gegenwärtigen baurechtlichen Situation angebracht erscheint [vgl. dazu Punkt ‚kleinteilige (Transformations-) Bereiche mit Eigendynamik zum Umbau und zur Modernisierung‘]. Ferner besitzen theoretisch auch die ausgedehnten Gartenflächen Potenziale für eine weitere behutsame Innenentwicklung im kleineren oder größeren Maßstab (bspw. durch eine rückwärtige Bebauung in der ‚2. Reihe‘ oder durch großflächigere Umstrukturierungsmaßnahmen). Jedoch bieten sich dazu, u.a. aufgrund des vorhandenen Gebäude- und Grünbestandes, der Parzellen- und Eigentümerstruktur sowie der eingeschränkten Erschließbarkeit, nur sehr bedingt mögliche Ansatzpunkte. Darüber hinaus sollte ganz grundsätzlich, egal ob im Zuge einer Weiterentwicklung des Bestandes oder einer etwaigen ergänzenden Bebauung, ein äußerst sensibler Umgang mit den bestehenden Strukturen bzw. dem besonderen Charakter der Siedlung erfolgen. So sind bspw. Dachausbauten und rückwärtige Anbauten an die Bestandsgebäude (wie bereits stellenweise erfolgt) durchaus vorstellbar. Dagegen sollten, zur Wahrung des einheitlichen Siedlungsbildes, Aufstockungen auch künftig unterbleiben. Als ein erster Schritt könnten bei der Eigentümerschaft Vorstellungen und Interesse an einer weitergehenden Innenentwicklung abgefragt werden (bspw. in Form einer ‚Eigentümerkonferenz‘), um bei Bedarf entsprechende Verfahrens- und Planungsüberlegungen anzustellen (ggf. unter Einbeziehung der erweiterten Bewohner- und Bürgerschaft). Quelle: Stadt Karlsruhe Quelle: Stadt Karlsruhe Baufluchtenplan ‘Kuckucksweg, hertzstraße, st. Barbaraweg, postweg’ stadtplanungsamt| 93 beReIcHe mIT WeNI g HANdLuNgSbedARf Innerhalb der Nordweststadt bestehen einzelne Siedlungsbereiche, die aufgrund ihrer neueren Entstehungszeiten oder ihrer spezifischen Strukturen wenig Handlungserfordernisse oder mögliche Ansatzpunkte für eine weitere Innenentwicklung aufweisen. So sind bspw. das Wohngebiet ‚Kieferäcker‘, die Reihenhausbebauung nördlich der Ehlersstraße oder auch die sogenannte ‚Holländersiedlung‘ zwischen Trierer Straße und Friedrich- Naumann-Straße jüngeren Ursprungs. Korrespondierend wurden diese schon in ‚verdichteter‘ Bauweise errichtet und zeigen sich in ihren baulichen sowie freiräumlichen Strukturen überwiegend auf einem relativ aktuellen Stand. Im Bereich ‚Kieferäcker‘ finden sich noch vereinzelte private Baulücken, welche möglichst zeitnah für eine entsprechende Bebauung mobilisiert werden sollten. Dagegen weisen die verschiedenen Atrium-, Patio- oder Bungalowhausbebauungen aus den 1960/70er Jahren zwar unterschiedliche Modernisierungsbedarfe und gestalterische Defizite auf, bieten jedoch durch ihre spezifischen Strukturen und Typologien (‚Teppichhaussiedlungen‘) kaum Optionen für eine weitere bauliche Entwicklung. Hier sollte der schon begonnene Sanierungsprozess durch die jeweiligen Eigentümer fortgesetzt und bspw. energetische Erneuerungsmaßnahmen vorgenommen werden. In diesem Zuge könnten etwa die vorhandenen Flachdächer für Photovoltaik oder Dachbegrünungen ökologisch sinnvoll genutzt werden. Darüber hinaus wäre eine weitere gestalterische Aufwertung, bspw. der oftmals wenig ansprechenden Garagenhöfe, wünschenswert. LANdAueR STRASSe Der Abschnitt der Landauer Straße zwischen Wilhelm-Hausenstein- Allee und Kropsburgweg besitzt aufgrund der dort beheimateten Nahversorgungsstrukturen, Dienstleistungen und Gemeinbedarfseinrichtungen als ‚gefühlte Mitte‘ besondere Bedeutung für die Nordweststadt. Jedoch wird der Bereich, vor allem auch unter stadtgestalterischen Gesichtspunkten, gegenwärtig kaum seiner wichtigen Rolle gerecht und entfaltet wenig Ausstrahlungskraft bzw. stadträumliche ‚Präsenz‘ [vgl. dazu auch Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚attraktive Mitte / Landauer Straße / Walther-Rathenau- Platz‘]. Dies liegt u.a., neben dem Erscheinungsbild des Straßenraumes, ebenfalls an der stellenweise mangelnden baulichen Fassung, dem Fehlen von stadtbildprägenden Bauten oder der teils geringen Attraktivität des Gebäudebestandes bzw. der Außendarstellung der Geschäfte. So zeigt sich die derzeitige Baustruktur durch verschiedenartige Gebäudetypologien mit unterschiedlichen Nutzungen, Geschossigkeiten, Ausrichtungen, Dachformen und Erneuerungsbedarfen insgesamt sehr heterogen geprägt sowie der besonderen stadträumlichen Situation stellenweise wenig angemessen und befriedigend. Erfährt bspw. die Nordseite der Straße noch eine gewisse bauliche Fassung durch die durchgängigen, traufständigen, zweigeschossigen Wohn- bzw. Geschäftshäuser, wechseln sich hingegen auf der Südseite einzelne giebelständige Wohngebäude mit einfachen, eingeschossigen Ladenbauten oder teilweise sogar Gartenflächen ab. Insbesondere hier sollte geprüft werden, ob bspw. durch eine Anpassung der aktuellen baurechtlichen Situation Spielräume für eine zeitgemäße Qualifizierung des Gebäudebestandes, aber vor allem auch der städtebaulichen Struktur, geschaffen werden könnten (bspw. durch Aufstockung, Neubau der Ladenlokale, ergänzende Neubauten in den Gartenbereichen). Dies würde, neben einem generellen Anreiz zur Aufwertung der teilweise ‚in die Jahre gekommenen‘ Gebäudesubstanz, ebenso einen möglichen Impuls zur Attraktivierung und besseren Vermarktbarkeit der Geschäftsräumlichkeiten bieten (bspw. durch größere, gut nutzbare Ladenflächen). Als positives Vorbild dazu kann bspw. der Umbau des jetzigen Sparkassen-Gebäudes dienen. Daneben könnte zudem über die Beantragung eines Sanierungsgebietes bzw. einer Aufnahme in ein entsprechendes Förderprogramm nachgedacht werden (bspw. ‚Aktive Stadt- und Ortsteilzentren‘). Ggf. sinnvollerweise mit einem größeren Umgriff, etwa unter Einbeziehung des perspektivisch freiwerdenden ‚Areal Anebosweg‘ oder der Flächen rund um den Walther-Rathenau-Platz [vgl. dazu Punkt ‚Perspektivflächen‘]. Weitere Aussagen zur (baulichen) Weiterentwicklung des gesamten Bereiches als ‚attraktive Mitte‘ finden sich im dazugehörigen Lupenkapitel. Grundsätzlich gilt es aber auch hier, erst einmal mit den Eigentümerinnen und Eigentümern sowie den ansässigen Gewerbetreibenden Gespräche über die weiteren Entwicklungsabsichten und Vorstellungen zu führen. 94 | Rahmenplan noRdweststadt peRSpekTIVfLäcHeN Mittel- oder langfristig könnten in der Nordweststadt verschiedene Flächen oder Gebäude ggf. für eine (bauliche) Nachnutzung zur Verfügung stehen und dadurch potenziell ganz neue Perspektiven und Möglichkeitsräume für eine weitere Entwicklung bzw. Stärkung des Stadtteils eröffnen. Daher gilt es, sich eventuell abzeichnende Veränderungen auf den Flächen im Blick zu behalten, frühzeitig mit den jeweiligen Eigentümern bzw. Nutzern ins Gespräch zu kommen und, sobald sich etwaige Entwicklungen verdichten, entsprechende Konzepte für eine zielgerichtete Nachnutzung zu erstellen. Dabei sollten die damit einhergehenden Chancen und Potenziale, bspw. zur städtebaulichen Aufwertung, zur qualitativen und quantitativen Ergänzung des Wohnraumangebotes, zur Anreicherung mit attraktiven, belebenden Nutzungen oder etwa zur Unterbringung stadtteilbezogener Einrichtungen (bspw. des Bürgertreffs oder des Kinder- und Jugendhauses), ergriffen und möglichst synergetisch genutzt werden. Am konkretesten zeichnet sich gegenwärtig eine entsprechende Entwicklungsoption auf dem Schulareal am Anebosweg ab. Hier ist eine Aufgabe der Schulnutzung und Räumung des Areals im Zuge einer Erweiterung der Werner-von-Siemens-Schule vorgesehen [vgl. Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Schullandschaft‘]. Dementsprechend steht die Fläche anschließend für anderweitige Nutzungen zur Verfügung. Dies wird jedoch frühestens 2023, nach Fertigstellung des Schulanbaus, der Fall sein. Aufgrund der zentralen Lage der Fläche an der Landauer Straße besitzt diese hohe strategische Bedeutung und große Potenziale zur weiteren Aufwertung bzw. Profilierung des gesamten Umfeldes als ‚attraktive Mitte‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚attraktive Mitte / Landauer Straße / Walther-Rathenau-Platz‘]. Dies zumal sich die Fläche in städtischem Besitz befindet. Insofern stellt die Entwicklung dieses Areals eines der künftigen ‚Schlüsselprojekte‘ für die Nordweststadt dar. Daher gilt es, die einmalige Chance zur Ausbildung eines attraktiven, ‚ausstrahlungsstarken‘ Stadtbausteins an dieser Stelle gezielt zu nutzen, und durch eine hochwertige, ansprechende Bebauung den Bereich neu zu strukturieren und als ‚urbanen‘ Stadtraum auszuformulieren. Dabei sollte gleichzeitig auf eine ausgewogene, symbiotische und belebende Nutzungsmischung zur Stärkung bzw. Ergänzung des vorhandenen Angebotes Wert gelegt werden (bspw. durch kleinteilige Nahversorgungs- / Dienstleistungsangebote, Gastronomie, Wohnnutzungen oder soziale Einrichtungen). Weitergehende Aussagen dazu sowie erste mögliche (Bebauungs-) Ansätze sind zusätzlich im Kapitel zum Lupenbereich ‚Attraktive Mitte‘ dargelegt. Darüber hinaus befinden sich, mit der ehemaligen Neuapostolischen Kirche, dem eingeschossigen Pavillonbau des städtischen Schülerhorts oder auch der Tankstelle an der Wilhelm-Hausenstein- Allee, weitere Gebäude bzw. Flächen im Umfeld, die mittel- oder langfristig für eine Nachnutzung zur Verfügung stehen könnten. So ist zwar das Kirchengebäude an der Landauer Straße gegenwärtig an eine andere Freikirche vermietet und auch für den Schülerhort wurde ein neuer Betreiber gefunden, dennoch ist perspektivisch eine Nutzungsänderung oder gar Neubebauung durchaus vorstellbar [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkte ‚Kirchengemeinden‘ und ‚städtischer Schülerhort‘]. Bspw. könnten durch eine separate oder gemeinsame Bebauung, dieser stadträumlich prominenten Stellen, zusätzliche Impulse zur Aufwertung der ‚attraktiven Mitte‘ ausgehen. Dabei würde sich die Chance bieten, den Walther-Rathenau-Platz mit der Landauer Straße künftig verstärkt zu verknüpfen, durch eine markante Neubebauung wünschenswerte städtebauliche Akzente bzw. Adressen auszubilden, die anliegenden Stadträume baulich besser zu fassen sowie durch entsprechende Nutzungen zu beleben. Zudem könnten bei Wegfall der (auf städtischen Flächen befindlichen) Tankstellennutzung und einer attraktiven Überbauung des Areals, der Walther- Rathenau-Platz bzw. die Wilhelm- Hausenstein-Allee eine Raumkante erhalten. Ggf. sogar unter Einbeziehung der nördlich angrenzenden kommunalen und privaten Freiflächen. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklung der derzeit unbefriedigenden Situation am Heinrich- Köhler-Platz sowie der jeweiligen Vorstellungen und Absichten der Eigentümer, könnten sich auch dort längerfristig neue Perspektiven auftun [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Heinrich-Köhler-Platz‘]. Diese könnten von einer möglichen ‚Wiederbelebung‘ durch Ansiedlung neuer (alternativer) Nutzungen sowie paralleler Modernisierung der Anlage, bis hin zu einer teilweisen oder vollständigen Neubebauung des Areals (vor allem zu Wohnzwecken) reichen. Dazu sind im Kapitel zum Lupenbereich ‚Reaktivierung Heinrich-Köhler-Platz‘ unterschiedliche Ansätze, Szenarien und Strategien eRWeIT eRuNgSfLäcHe kLINIkum stadtplanungsamt| 95 Die zwischen der Kußmaulstraße und der Franz-Lust-Straße liegende Kleingartenanlage ‚Exerzierplatz e.V.‘ fungiert als Vorhaltefläche für eine potenzielle nördliche Erweiterung des städtischen Klinikums. Entsprechend ist sie als solche im aktuell gültigen FNP ausgewiesen [vgl. dazu Kapitel ‚Stadtteil‘ Punkt ‚Flächennutzungsplan‘]. Zwischenzeitlich wurde ebenfalls die Möglichkeit einer Aufnahme in den kommenden FNP als geplante Wohnbaufläche erwogen. Dies wird jedoch nicht mehr weiterverfolgt. Eine etwaige Bebauung der Fläche durch das Klinikum sollte sich in das Umfeld integrieren, eine attraktive städtebauliche bzw. freiräumliche ‚Präsenz‘ zu den umliegenden Straßen ausbilden, die Auftakt- bzw. Eingangssituationen in den Stadtteil akzentuieren sowie die bedeutsame Fuß- und Radwegeverbindung entlang der Knielinger Allee freihalten. Dabei sind selbstverständlich auch die ökologischen und klimatologischen Belange zu berücksichtigen. Darüber hinaus wäre es wünschenswert, möglichst einen adäquaten Ausgleich für die Kleingartenflächen bereitzustellen. kuRZ uNd kNApp AuSgANgSLAge „„ heterogene Siedlungsbereiche mit jeweils spezifischen städtebaulichen bzw. freiräumlichen Strukturen, Typologien und ‚Körnungen‘ „„ vorwiegend Wohnbaustrukturen „„ breites, vielfältiges Wohnangebot „„ stellenweise unterschiedliche Erneuerungs- und Anpassungsbedarfe „„ Fehlen einer attraktiven, baulich hinreichend ausformulierten Mitte „„ teils mangelnde stadträumliche ‚Präsenz‘ der Siedlungsstrukturen „„ kaum stadtbildprägende Gebäude, städtebaulich akzentuierte Orte, ‚Adressen‘ oder Eingangssituationen ZIeLe, AufgAbeN, ANSäTZ e „„ Erhalt, Weiterentwicklung und Stärkung der Siedlungsstrukturen durch eine qualifizierte Innenentwicklung „„ Aufwertung und Qualifizierung des Gebäude- und Wohnraumbestandes „„ Bewahrung und Diversifizierung des vorhandenen Wohnraumspektrums „„ Schaffung von neuen, attraktiven Wohnraumangeboten „„ Bebauung des ‚Areals Nancystraße‘ „„ Entwicklung angepasster Ansätze zur behutsamen, baulichen Ergänzung von Bestandsstrukturen „„ Aktivierung untergenutzter Flächen „„ gezielte Nachnutzung perspektivisch zur Verfügung stehender Areale „„ Attraktivierung der Stadträume, des Stadtbildes sowie der Gebäudegestalt „„ verstärkte Ausbildung von attraktiven Bebauungskanten, markanten Orten, ‚Adressen‘ und Entréesituationen „„ bauliche Ausformulierung und Stärkung einer ‚attraktiven Mitte‘ aufgezeigt. Zusammen mit einer etwaigen Bebauung der angrenzenden, ‚untergenutzten‘ Freiflächen entlang der Kußmaulsstraße ließe sich somit, wie bereits erwähnt, eine angebrachte Aufwertung des gesamten, umliegenden Stadtraumes erzielen [vgl. dazu Punkt ‚untergenutzte Freiflächen‘]. Theoretisch sind in der Zukunft ebenfalls Nutzungsänderungen auf den Flächen des KIT Campus West oder der Bundesanstalt für Wasserbau denkbar. Dies würde große und vielfältige Entwicklungsspielräume eröffnen. Für das denkmalgeschützte Ensemble der ehem. Telegraphenkaserne, welche aktuell unterschiedliche Fakultäten des KITs beherbergt, wäre weiterhin eine Nutzung durch belebende öffentliche Einrichtungen, aber auch eine attraktive Misch- oder Wohnnutzung vorstellbar. Das derzeit vorwiegend durch großflächige Hallenstrukturen geprägte Areal der Bundesanstalt könnte als künftige Entwicklungsfläche zwischen der ehem. Artilleriekaserne und dem Klinikum ganz unterschiedliche Optionen bieten. Bis dahin wäre aber zunächst ein verbesserter ‚Auftritt‘ zur Kußmaulstraße sowie grundsätzlich eine verstärkte Integration beider Nutzungen in die Nordweststadt wünschenswert.

  • Rahmenplan Broschuere 96-117
    Extrahierter Text

    96 | Rahmenplan noRdweststadt LupeNbeReIcHe die ‚lupenbereiche bzw. -themen‘ stellen die räumlichen und inhaltlichen Vertiefungsschwerpunkte der Rahmenplanung dar. Diese teilweise im Vorfeld der Rahmenplanung definierten bzw. im Zuge der Bestandsanalyse weiter verdichteten oder zusätzlich identifizierten Teilräume und themenkomplexe besitzen prioritäre strategische Bedeutung für die entwicklung und aufwertung der nordweststadt. daher werden in diesem themenblock die einzelnen ‚lupenbereiche‘, unter den Überschriften ‚mehr wohnen‘, ‚attraktive mitte‘, ‚Reaktivierung heinrich-Köhler-platz‘, ‚grünes Rückgrat‘ und ‚areal nancystraße‘ nochmals verstärkt in den Fokus genommen und beleuchtet. die ergebnisse dieser Betrachtungen sind nachfolgend kapitelweise dargelegt und umfassen jeweils eine Zusammenführung der wichtigsten erkenntnisse der untersuchungen auf ‚stadtteilebene‘ sowie eine vertiefende auseinandersetzung mit den einzelnen ‚lupenbereichen bzw. -themen‘. dazu werden die übergeordneten, themenbezogenen aussagen und ansätze aus der ‚stadtteilebene‘ sowohl räumlich und inhaltlich überlagert, verortet, weiter ‚heruntergebrochen‘ und konkretisiert als auch weitergehende konzeptionelle Überlegungen vorgenommen. Diese beinhalten, je nach dem, detailliertere Untersuchungen, spezifische Zielformulierungen, konkrete Konzeptansätze, strategien, empfehlungen und maßnahmen, oder sogar einzelne exemplarische entwicklungs- und Bebauungsstudien. Am Ende jedes Kapitels findet sich wiederum ein stichpunktartiger Überblick über die wesentlichen Kernaussagen. die entsprechenden aussagen und ansätze der ‚lupen‘ dienen als konkreter und zusammenfassender ‚orientierungsrahmen‘ für die einzelnen themenkomplexe bzw. die weitere schwerpunktmäßige entwicklung der jeweiligen teilräume. stadtplanungsamt| 97 ‚MEHR WOHNEN‘ !? 98 | Rahmenplan noRdweststadt ausgangslage ‚meHR WOHNeN‘ Luftbild: Stadt Karlsruhe ISA STUTTGART | KARlSRUhe NoRdweSTSTAdT0065 ungenutzte Freiräume zwischen den gebäu- den. die gestaltung mit nadelgewächsen erscheint nicht zeit- gemäß. ein grüner industrie- zaun schottet das ge- biet vom straßenraum ab. Beengte gehwegsi- tuation aufgrund des ruhenden verkehrs. stadtplanungsamt| 99 übeRblick / einfühRung Eine der zentralen Aufgaben und Herausforderungen in der Nordweststadt stellt künftig die zeitgemäße Weiterentwicklung der Bebauungsstrukturen bzw. des Wohnraumangebotes durch eine gezielte, qualifizierte Innenentwicklung dar. Ganz allgemein zur weiteren Aufwertung und Stärkung des Stadtteils, insbesondere aber auch, um das bestehende Wohnraumangebot entsprechend zu qualifizieren sowie mit neuen, dringend benötigten Wohnangeboten zu ergänzen [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘]. Dass die Nordweststadt unterschiedliche Voraussetzungen und Bedarfe dazu besitzt, hat sich nicht zuletzt in den vorangegangenen Betrachtungen auf ‚Stadtteilebene‘ gezeigt. In diesem Kapitel wird die Nordweststadt daher nochmals tiefer gehend unter die Lupe genommen, um verstärkt auszuloten, ob, wo und wie in behutsamer und verträglicher Weise mehr Wohnraum geschaffen werden kann. Im Sinne des Titels ‚Mehr Wohnen‘ geht es dabei aber nicht nur um die rein quantitative Schaffung zusätzlichen Wohnraums, sondern explizit auch um die qualitative Generierung bspw. von mehr attraktiven Wohnangeboten, mehr unterschiedlichen Wohnformen, mehr sozialer Durchmischung, mehr Wohnqualität, mehr ansprechender Stadt- und Freiräume oder auch mehr nachbarschaftlichen Stadteillebens. Dazu wurden u.a. folgende Aspekte bzw. Fragestellungen beleuchtet und untersucht: „„ Welche Flächen- oder Gebäudepotenziale sind theoretisch für eine weitere Innenentwicklung vorhanden und wo? „„ Welche grundsätzlichen Optionen zur Schaffung von mehr Wohnraum bieten sich dadurch an? „„ Was sind dabei die jeweiligen Vor- und Nachteile? „„ Welche Rahmenbedingungen, Restriktionen und Einschränkungen bestehen bzw. sind zu beachten? „„ Welche Bereiche und Flächen sind daher besonders geeignet oder ungeeignet? „„ Wo zeigen sich verstärkt entsprechende Bedarfe und Handlungserfordernisse? „„ Wo scheint eine Innenentwicklung demzufolge besonders angebracht und prioritär? „„ Wo liegen die Spielräume aber auch die Grenzen einer Innenentwicklung? „„ Welche Ansätze und Konzepte sind für eine verträgliche und behutsame Innenentwicklung vorstellbar? „„ Welche Chancen und Potenziale ergeben sich dadurch für die Aufwertung der jeweiligen Bereiche bzw. den Stadtteil? „„ Wie lassen sich diese gezielt und synergetisch nutzen? „„ Welche Strategien, Vorgehensweisen und Planungsschritte sind dazu im Folgenden denkbar, sinnvoll und erforderlich? gROSSe cHANceN füR uNd duRcH ‚meHR WOHNeN‘ IN deR NORdWeSTSTAdT! STÄDTISCHES KLINIKUM ALTER FLUGPLATZ EHEM. ARTILLERIEKASERNE MÜHLBURG WESTSTADT GEWERBE LANDSCHAFTSRAUM LANDSCHAFTSRAUM KLEINGARTENANLAGE KLEINGARTEN­ ANLAGE GEWERBE NEUREUTER FELDFLUR NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G WILHELM­HA USENS TEIN­ ALLEE LAND A UER S TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE K UR T ­ SCHUMA CHER ­ S TRA SSE A UGUS T ­ BE BEL ­ S TRA SSE S TRE SEMANNS T RA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADEN BUR G WE G BINSEN SCHLA UC HWE G DU RLA C HER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS T RA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALE R S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIM ER S TRA S SE GERME R S HEIMER S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Perspektiv�l�che Kleingartenanlage perspektivische Erweiterungs�l�che Klinikum Perspektiv�l�che Eigenhandbausiedlung südl. Flugplatzsiedlung Areal Nancystraße ehem. Siemenssiedlung Pr���l�che��ohnen Perspektiv�l�che Perspektiv�l�che Perspektiv�l�che Entwicklungs�l�che Fla ̈ chen V olk s w ohnung Flächen Volkswohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung Fla ̈ chen V olk s w ohnung !? ? ? ? ? !? !? !? !? !? theoRetische flächenpotenziale VoRaussetzungen / eignungen / RestRiktionen VoRgehensweise unteRsuchungen Um die Ansatzpunkte und Möglichkeiten für eine weitere Innenentwicklung bzw. den Ausbau des Wohnraumangebotes systematisch auszuloten, wurde die Nordweststadt, aufbauend auf den Erkenntnissen der ‚groben‘ Analyse auf ‚Stadtteilebene‘, schrittweise einer detaillierteren Betrachtung möglicher Flächen- und Gebäudepotenziale unterzogen. In diesem Zuge wurde auch auf vorhandene Studien und Untersuchungen (u.a. der VOLKSWOHNUNG) zurückgegriffen. Grundsätzlich werden aber im Folgenden weitere und genauere Untersuchungen notwendig bzw. durchzuführen sein. Generell hat sich jedoch erneut gezeigt bzw. bestätigt, dass die einzelnen Bereiche der Nordweststadt jeweils ganz eigene Voraussetzungen, Eignungen oder auch Handlungserfordernisse aufweisen, und damit einhergehend auch unterschiedliche Potenziale, Möglichkeiten und Bedeutungen für eine künftige Innenentwicklung besitzen. So verfügen bspw. einzelne Bestandsquartiere, aufgrund ihrer Gebäude- oder Freiraumstrukturen, noch über erhebliche ‚Ausbaureserven‘ zur Ergänzung des Wohnraumangebotes, andere dagegen nur sehr eingeschränkt über entsprechende Ansatzpunkte. U.a. deshalb bedürfen sie künftig unterschiedlich hoher Stellenwerte, als auch differenzierter Herangehensweisen, Strategien und Konzepte zur Mobilisierung der jeweiligen Potenziale. Im Rahmen der Untersuchungen wurden in einem ersten Schritt theoretisch denkbare Flächenpotenziale für eine weitere Wohnraumentwicklung identifiziert sowie in die nachfolgenden Kategorien unterteilt: Anschließend wurden die theoretischen Flächenpotenziale (soweit dies im Zuge der Rahmenplanung möglich war) auf ihre jeweiligen Voraussetzungen, Eignungen, Einschränkungen, Restriktionen und potenziellen Mobilisierungsmöglichkeiten (bspw. bzgl. der Eigentumsverhältnisse) hin untersucht, grob bewertet, überschlägig eingeteilt sowie teilweise aufgrund ihrer mangelnden Eignung ausgeschlossen. Dabei sind u.a. die nachfolgenden Aspekte in die Betrachtung mit einbezogen worden: - aktuelle Entwicklungsflächen - FNP-Prüfflächen Wohnen - Bereiche mit großflächigen Innenentwicklungspotenzialen - Perspektivflächen - Flächen der Volkswohnung - großflächige Parkplätze - großflächige Garagenhöfe - überdimensionierte straßenräume - ‚untergenutzte‘ öffentliche grün- und Freiflächen - Kleingärten - großflächige private Garten- und Freiflächen - kleinteilige Bereiche mit eigendynamik zur t ransformation - Baulücken - eigentumsverhältnisse (land / stadt / Volkswohnung / privater einzel- oder streubesitz) - vorhandener Baum- / grünbestand - klimatologische Bedeutung (gemäß Klimaanpassungsplan) - bestehende private stellplätze / garagen - mögliche lärmimmissionen - bestehende leitungstrassen - ggf. entstehung ‚gefangener‘ grundstücke (erschließung / Ver- / entsorgung) - ungünstiger Flächenzuschnitt - ggf. denkbarer abriss / neubau - abweichende ausweisung im Fnp / landschaftsplan - bürgerschaftliche akzeptanz - stadträumliche Bedeutung / eignung / wirkung - ggf. erwartbarer Wohn(bau)flächengewinn - ggf. erforderliche grundstücksneuordnung - ... 100 | Rahmenplan noRdweststadt Welche Potenziale sind wo vorhanden? Welche bieten günstige Voraussetzungen? Analyse ‚Stadtteilebene‘ handlungsRäumebeReiche mit gRossflächigen innenentwicklungspotenzialen TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION Dachausbau Aufstockung Anbau ‚ergänzender‘ Neubau Neubau Abriss / Neubau !? wenig Handlungsbedarf Modernisierungsbedarf Eigendynamik zum Umbau und zur Modernisierung Pr�f�l�c�e Abriss Enwticklungs�l�c�e Innenentwicklungspotenzial Perspekti��l�c�e !? Im Rahmen dieses Kapitels wurde sich daher auf die Bereiche mit großflächigen Innenentwicklungspotenzialen bzw. -erfordernissen fokussiert, also auf jene Flächen mit Zeilen- und Geschosswohnungsbaustrukturen. Aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen wurden für diese Bereiche grundsätzliche Optionen für einen weiteren Ausbau des Wohnangebotes abgeleitet und vertiefend betrachtet. Diese werden nachfolgend überblicksartig vorgestellt und darüber hinaus potenzielle Ansatzpunkte, mögliche Verfahrensweisen sowie teilweise unterschiedliche, exemplarische Szenarien für eine künftige Innenentwicklung aufgezeigt. Unabhängig davon sollten dennoch auch die Potenziale und Bedarfe in den kleinteiligen, aufgelockerten Siedlungsbereichen im Blickfeld behalten sowie möglichst positive Voraussetzungen für eine weitere Innenentwicklung geschaffen werden. Dazu gehört bspw. die Überprüfung der jeweiligen baurechtlichen Situationen auf sinnvolle, zeitgemäße Bestimmungen bzw., sofern angebracht und verhältnismäßig, eine Anpassung oder Aufstellung von Bebauungsplänen [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚kleinteilige (Transformations-) Bereiche‘]. Insbesondere in jenen Bereichen, wo verstärktes Interesse der Eigentümer besteht (bspw. im Bereich der nördlichen Binsenschlauchsiedlung rund um den Anebosweg) oder entsprechende mögliche Entwicklungspotenziale vorhanden sind (bspw. potenziell in den großflächigen Gartenbereichen nördlich der Dürkheimer Straße oder der Eigenhandbausiedlung). Ggf. ist auch eine entsprechende Anpassung oder Aufstellung von Bebauungsplänen im Zuge angrenzender Entwicklungen denkbar (bspw. im Zuge der Überplanung des ‚Areals Anebosweg‘). Jedoch werden über eine Weiterentwicklung des Bestandes hinaus wenig Ansatzpunkte und Mobilisierungsmöglichkeiten zur Generierung umfänglicher Wohnraumzugewinne innerhalb dieser Bereiche gesehen. Daher gilt es hier vor allem den durch die Eigentümer getragenen Umbauprozess weiterhin zu fördern, konstruktiv zu begleiten und zu steuern sowie das Interesse an einer weitergehenden Innenentwicklung in den einzelnen Quartieren gezielt abzufragen (bspw. in Form von ‚Eigentümerkonferenzen‘), um bei Bedarf entsprechende Verfahrens- und Planungsüberlegungen anzustellen. Dabei sollte auch geprüft werden, inwiefern ggf. bspw. höhere Dichten, Anbauten oder Aufstockungen denkbar wären. Grundsätzlich sollten im Zuge einer weiteren baulichen Entwicklung jedoch die Qualitäten und charakteristischen Strukturen der Siedlungen bewahrt, behutsam qualifiziert und nicht negativ überformt werden. Daneben sollten auch Möglichkeiten zur verstärkten Mobilisierung der vorhandenen Baulücken oder zur Realisierbarkeit ‚innovativer‘ Wohnkonzepte geprüft werden. stadtplanungsamt| 101 Wo lohnt es sich aktiv zu werden?Welche Optionen sind denkbar? Auf Basis der vorangegangenen Untersuchungsschritte hat sich gezeigt, dass (außer der Entwicklungsfläche ‚Areal Nancystraße‘) kaum nennenswerte ‚freie‘ Flächen für eine künftige Wohnbauentwicklung vorhanden sind. Ausgenommen der perspektivisch ggf. nachnutzbaren Flächen [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚Perspektivflächen‘], finden sich entsprechende Potenziale, in unterschiedlichem Maße, fast ausschließlich innerhalb der Bestandsstrukturen. Derart zum einen in den kleinteiligen, aufgelockerten Siedlungsbereichen, die allerdings abgesehen von der weiteren Qualifizierung bzw. Transformation des Gebäudebestandes nur sehr eingeschränkt Möglichkeiten für eine zusätzliche bauliche Innenentwicklung bieten. Diese weisen somit auch einen eher untergeordneten Stellenwert hinsichtlich der Generierung neuer Wohnangebote auf. Zum anderen finden sich dagegen erhebliche Potenziale zur Ergänzung des Wohnangebots in den großflächigen Bereichen mit Zeilen- und Geschosswohnungsbauten, die aufgrund ihrer spezifischen Strukturen und Voraussetzungen zudem besondere Eignungen aber auch Bedarfe für eine Innenentwicklung aufzeigen. Diese besitzen demzufolge auch eine prioritäre Bedeutung in Bezug auf das Thema ‚Mehr Wohnen‘. 102 | Rahmenplan noRdweststadt beReiche mit gRossflächigen innenentwicklungspotenzialen und -eRfoRdeRnissen ehem. siemenssiedlung kesselbergweg südl. flugplatzsiedlung Hertzstraße Wilhelm-Hausenstein-Allee Kurt-Schumacher-Str. August-Bebel-Str. Kesselbergweg Josef-Schofer-Str. Stresemannstraße !? wenig Handlungsbedarf Modernisierungsbedarf Eigendynamik zum Umbau und zur Modernisierung Pr�f�l�c�e Abriss Enwticklungs�l�c�e Innenentwicklungspotenzial Perspekti��l�c�e !? Bereiche mit gross�lächigen Innenentwicklungspotenzialen / -erfordernissen Flächen Volkswohnung stadtplanungsamt| 103 ISA STUTTGART | KARlSRUhe NoRdweSTSTAdT0065 ungenutzte Freiräume zwischen den gebäu- den. die gestaltung mit nadelgewächsen erscheint nicht zeit- gemäß. ein grüner industrie- zaun schottet das ge- biet vom straßenraum ab. Beengte gehwegsi- tuation aufgrund des ruhenden verkehrs. übeRblick / einfühRung Die ausgedehnten Bereiche der ehemaligen Siemenssiedlung, der südlichen Flugplatzsiedlung sowie die Bebauung am Kesselbergweg sind jeweils ‚Kinder ihrer Zeit‘ und überwiegend durch Zeilen- und Geschosswohnungsbauten geprägt. Die Siedlungen entstanden vornehmlich in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Analog zeigt der Gebäudebestand teilweise Erneuerungs- und Anpassungsbedarfe, etwa in gestalterischer oder energetischer Hinsicht. Zudem verfügen die Gebäude bspw. häufig über keine Aufzüge, barrierefreien Eingänge oder Grundrisse. Auch die Freiräume sind vielfach ‚in die Jahre gekommen‘ und entsprechen, trotz gewisser Qualitäten, ebenso stellenweise nicht mehr den heutigen gestalterischen, funktionellen oder strukturellen Vorstellungen bzw. Bedürfnissen [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚halböffentliche Freiräume‘]. Alles in allem tragen die Bereiche, auch aufgrund ihrer nicht mehr ganz zeitgemäßen Siedlungsstrukturen, gegenwärtig (zu) wenig zu einem attraktiven Stadtraum bei, entfalten meist keine ansprechende Ausstrahlungskraft bzw. stadträumliche ‚Präsenz‘ und weisen vielfältige Handlungsbedarfe zur Bewahrung bzw. Verbesserung der Wohnqualitäten auf [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚Bereiche mit großflächigen Innenentwicklungspotenzialen und -erfordernissen‘]. Wie die Untersuchungen der Flächen- und Gebäudepotenziale gezeigt haben, verfügen die Siedlungen zugleich aber noch über erhebliche Möglichkeiten und günstige Voraussetzungen für eine behutsame Ergänzung des Wohnraumangebots. U.a. aufgrund ihres hohen Freiflächenanteils, der überwiegend homogenen städtebaulichen Strukturen oder auch im Hinblick auf die bestehende Bausubstanz. Darüber hinaus ist von entscheidendem Vorteil, dass sich ein großer Teil der Flächen und Gebäude im Besitz der VOLKSWOHNUNG befindet und sich somit leichter für eine Innenentwicklung ‚mobilisieren‘ lässt. Daher gilt es, für diese Bereiche künftig verstärkt die verschiedenen Chancen, die sich im Zuge einer qualifizierten Innenentwicklung bieten, zu nutzen sowie entsprechende Aufwertungs- und Entwicklungskonzepte zu erstellen. Chancen bieten sich etwa zur Erweiterung des Wohnraumangebots, zur Steigerung der Wohnqualitäten oder allgemein zur Attraktivierung der Siedlungs-, Gebäude- und Freiraumstrukturen. Dabei sind natürlich unterschiedliche Themen, Aspekte und Belange zu berücksichtigen, untereinander abzuwägen und in Einklang zu bringen. Nicht nur deshalb, sondern schon aufgrund der Größe und Bedeutung der einzelnen Bereiche für die Nordweststadt, bedarf es für eine gezielte und gesteuerte Weiterentwicklung abgestimmter, gesamtheitlicher Überlegungen bzw. Planungen, die neben architektonischen Gesichtspunkten vor allem auch städtebauliche, freiräumliche, ökologische oder erschließungstechnische Aspekte zu einer sinnigen, tragfähigen und ausgewogen Gesamtkonzeption zusammenführen. Innerhalb dieses Kapitels werden dazu, zunächst ganz allgemein und thematisch gegliedert, grundsätzliche Aspekte, Möglichkeiten und Herangehensweisen beleuchtet (bspw. bzgl. der Optionen zum Ausbau des Wohnangebotes, der Qualifizierung der Siedlungsstrukturen, der Aufwertung der Freiräume oder zur Unterbringung des ruhenden Verkehrs). Daran anschließend wird auf die spezifischen Voraussetzungen und möglichen Entwicklungsoptionen der einzelnen Siedlungsbereiche eingegangen sowie darauf aufbauend für ausgewählte Bereiche unterschiedliche exemplarische Entwicklungsszenarien aufgezeigt. Diese dienen jedoch in erster Linie dem Ausloten von Spielräumen sowie dem anschaulichen Aufzeigen bzw. Gegenüberstellen verschiedener potenzieller Ansätze, und stellen somit keine konkreten Entwürfe oder ‚fertigen‘ Entwicklungskonzepte dar. Dazu werden im Folgenden nochmals eigenständige Planungsprozesse erforderlich sein, die bspw. vertiefende Untersuchungen, Studien, Mehrfachbeauftragungen oder städtebauliche Wettbewerbe umfassen, sowie erneut und verstärkt die jeweiligen Eigentümer- und Bewohnerschaften, als auch die Öffentlichkeit miteinbeziehen sollten. Die Ergebnisse dieser Prozesse können dann die Grundlage für weitere notwendige Verfahrensschritte bilden, wie etwa entsprechende Bebauungsplanverfahren. TRANSFORMATION 104 | Rahmenplan noRdweststadt optionen zum ausbau des wohnangebots dAcHAuSbAu / AufSTOckuNg „„ bestehende Siedlungs- / Gebäude- / Freiraumstrukturen „„ Nachbarschaft / Bürgerschaft „„ Baurecht „„ GFZ / GRZ / Abstandsflächen „„ bestehende (planungsrechtliche) Ausweisungen / Festsetzungen „„ Umwelt- / Klimaschutz „„ Grün- / Baumbestand „„ Eingriffs- / Ausgleichsregelung „„ Erschließung „„ bestehende Stellplätze / zusätzlicher KFZ- und Fahrradstellplatzbedarf „„ Ver- und Entsorgung / bestehende Leitungstrassen „„ Eigentumsverhältnisse / Parzellierung „„ Gebäudesubstanz / -konstruktion / -erschließung / -grundrisse / -statik „„ Gebäudeklassen „„ Belichtung / Verschattung „„ Schallschutz „„ Brandschutz / Rettungswege „„ Wirtschaftlichkeit „„ ... Innerhalb der einzelnen Bereiche bestehen prinzipiell unterschiedliche Ansatzpunkte und Möglichkeiten für potenzielle Dachausbauten oder Aufstockungen. So sind etwa in der ehemaligen Siemenssiedlung die bestehenden Satteldächer bisher unausgebaut wie auch die teilweise vorhandenen Speichergeschosse der Gebäude südlich der August-Bebel-Straße. Allerdings haben erste Untersuchungen der VOLKSWOHNUNG gezeigt, dass diese jeweils für eine Wohnnutzung abgetragen und neu errichtet werden müssten. In diesem Zuge könnte sich ggf. auch die Option für eine weitere Aufstockung der Bebauung der ehemaligen Siemenssiedlung ergeben. Darüber hinaus bieten vor allem auch die Flachdachbauten der südlichen Flugplatzsiedlung potenziell die Möglichkeit für eine Aufstockung. Zumal durch die ausgedehnten Freibereiche allgemein ausreichend Abstand für entsprechende Maßnahmen gegeben ist. Grundsätzlich sind jedoch die konkreten Voraussetzungen und Eignungen vom jeweiligen (Gebäude-) Bestand abhängig und objektbezogen genauer zu prüfen. Im Speziellen sind bei Dachausbauten und/oder Aufstockungen u.a. zu berücksichtigen, dass: „„ die Tragfähigkeit bzw. Erdbebensicherheit für das gesamte Gebäude erneut nachzuweisen ist; „„ sich ggf. die Gebäudeklassen (gemäß §2 LBO) ändern können und damit einhergehend ev. Aufzüge nachzurüsten sowie veränderte Brandschutzbestimmungen einzuhalten sind; „„ ggf. barrierefrei erreichbare und ausgestaltete Wohnungen (gemäß §35 LBO) einzurichten sind. All diese Punkte können die Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit entsprechender Vorhaben einschränken oder ausschließen. Jedoch bieten diese Maßnahmen auch Anreiz und Gelegenheit den Gebäudebestand grundsätzlich zu modernisieren. TRANSFORMATION TRANSFORMATION Neben einer allgemein wünschenswerten Ertüchtigung des Gebäudebestandes durch Modernisierung, Sanierung oder Umbau, bieten sich im Rahmen einer qualifizierten Innenentwicklung prinzipiell verschiedene, potenzielle Optionen zum Ausbau des Wohnangebotes innerhalb der Bereiche an. Diese reichen bspw. von etwaigen Dachausbauten über mögliche Aufstockungen bis hin zu denkbaren An- oder Neubauten. ALL gemeINe ASpekTe / beLANge Die ‚Anwendbarkeit‘ der einzelnen Optionen hängt natürlich von den jeweiligen Voraussetzungen ab, und kann deshalb bereichsweise variieren. Grundsätzlich sind dabei aber unterschiedliche prinzipielle oder spezifische Aspekte und Rahmenbedingungen zu beachten, welche hier zusammen mit den einzelnen Optionen erst einmal überblicksartig und auszugsweise vorgestellt werden. Eine ‚konkrete‘ Verortung, wo welche Optionen möglich und angebracht erscheinen, wird nachfolgend ab Seite 112 ff. nochmals tiefer gehend dargelegt. Generell lassen sich die einzelnen Optionen miteinander kombinieren, sollten aber gemäß einer stimmigen städtebaulichen Gesamtkonzeption sinnvoll aufeinander abgestimmt sein. stadtplanungsamt| 105 anbau / ‚eRgänzendeR‘ neubau / neubauabRiss / neubau Im Allgemeinen bieten die großzügig dimensionierten, privaten bzw. halböffentlichen Freiräume, vor allem der südlichen Flugplatzsiedlung sowie der ehemaligen Siemenssiedlung, viel Platz sowie verschiedenartige Optionen für etwaige Anbauten an Bestandsgebäude (bspw. an fensterlose Stirnseiten) oder ‚ergänzende‘ Neubauten zwischen den vorhandenen Bebauungsstrukturen. Daneben finden sich im Bereich der Flugplatzsiedlung entlang der Kußmaulstraße oder im Umfeld der Stadtbahnhaltestellen noch einzelne ‚untergenutzte‘ Freiflächen in kommunalem Besitz, die für eine Neubebauung denkbar wären. Jedoch sind diese im FNP gegenwärtig als Grünflächen ausgewiesen [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚untergenutzte Freiflächen‘]. Grundsätzlich sind natürlich auch diese Optionen von den jeweiligen ortsspezifischen Voraussetzungen abhängig und daher fallweise zu prüfen und abzuwägen (zumal sie größere ‚Eingriffe‘ in die Bestandssituationen darstellen). Insbesondere sind bei entsprechenden Neubauten u.a. folgende Aspekte zu beachten: „„ der jeweilige städtebauliche bzw. freiräumliche Kontext sowie die benachbarten Bestandsgebäude, „„ der Grünbestand sowie die ökologischen und klimatologischen Auswirkungen, „„ die Eigentums- und Parzellenstrukturen, „„ die verkehrliche Erschließung sowie die erforderlichen Rettungswege, „„ die ggf. erhöhten Lärmimmissionen (bspw. entlang der August-Bebel-Straße, Kußmaulstraße oder Hertzstraße), „„ die Ver- und Entsorgung sowie die ggf. bestehenden Leitungstrassen, „„ die Vermeidung sogenannter ‚gefangener‘ Grundstücke. Generell bietet sich auch die Option, bestehende Gebäude abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen, die ggf. durch effizientere Gebäudestrukturen, bessere Grundstücksausnutzungen, höhere Dichten oder Geschossigkeiten mehr und vor allem zeitgemäßere Wohnangebote schaffen. So ist bspw. die Bebauung am Kesselbergweg am Ende ihres Gebäudezyklus angelangt und aufgrund der Bausubstanz nicht mehr sanierungswürdig. Darüber hinaus ist ebenfalls ein stellenweiser Ersatz einzelner Bauten (vor allem in der ehemaligen Siemenssiedlung) durchaus denkbar. Neben einem sozial verträglichen Leerzug, sind dabei gleichermaßen die bereits erwähnten Aspekte für Neubauten zu berücksichtigen. Grundsätzlich sollte eine Neubebauung städtebaulich angemessen, architektonisch hochwertig und ökologisch zukunftsweisend erfolgen. Gleichzeitig sollte diese das bestehende Wohnangebot durch attraktive, vielseitige Wohnformen ergänzen und so u.a. zu einer sozialen Durchmischung der Quartiere beitragen. TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION Für die einzelnen Bereiche liegen aktuell verschiedene, überwiegend einfache Bebauungspläne vor, welche meist nur die Baufluchten regeln. Stellenweise existieren sogar keine Bebauungspläne, wie bspw. in Teilen der Flugplatzsiedlung. Sofern keine Bebauungspläne oder entsprechende Festsetzungen bestehen, sind Vorhaben gegenwärtig nach § 34 BauGB zu beurteilen. Für einen weiteren Ausbau des Wohnangebotes wird daher in der Regel neues Planungsrecht zu schaffen sein. In diesem Zuge ist auch zu prüfen, ob die Regelungen des Karlsruher Innenentwicklungskonzeptes (KAI) zur Schaffung sozial geförderten Wohnungsbaus sowie der Teilübernahme gebietsbezogener Infrastrukturkosten zur Anwendung kommen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass ein Wohnraumausbau unterschiedliche Bedarfe nach sich zieht wie etwa notwendige Stellplätze oder ggf. soziale Folgeeinrichtungen (bspw. Kindergärten). Diese sind entsprechend mitzudenken und wohnortnah bereitzustellen. Zur Unterbringung des ruhenden Verkehrs werden nachfolgend noch unterschiedliche Optionen aufgezeigt. 106 | Rahmenplan noRdweststadt AufSTOckuNg / dAcHAuSbAuANbAu „„ bauliche Ergänzung / Akzentuierung des Gebäudebestandes durch Dachausbauten / Aufstockungen „„ Bewahrung des Gebietscharakters „„ Erhalt der offenen, ‚fließenden‘ Siedlungs- und Freiraumstrukturen „„ kaum Raumbildung nach innen und außen „„ kaum Stärkung der stadträumlichen Präsenz „„ keine Ausbildung städtebaulicher Kanten zum öffentlichen Straßenraum „„ keine Hierarchisierung / Gliederung der Freiräume „„ keine Ausbildung ‚geschlossener / privater‘ Innenbereiche „„ punktuelle bauliche Ergänzung / Akzentuierung des Gebäudebestandes durch Anbauten „„ weitgehende Beibehaltung des Gebietscharakters „„ weitgehende Bewahrung der offenen, ‚fließenden‘ Siedlungs- und Freiraumstrukturen „„ geringe Raumbildung nach innen und außen „„ punktuelle Stärkung der stadträumlichen Präsenz „„ punktuelle bauliche Akzentuierung des öffentlichen Straßenraums „„ kaum Hierarchisierung / Gliederung der Freiräume „„ keine Ausbildung ‚geschlossener / privater‘ Innenbereiche „„ ggf. ungünstige Erschließbarkeit der innenliegenden Anbauten Im Zusammenhang mit den zuvor dargelegten Optionen zum Ausbau des Wohnraumangebotes ergibt sich im Zuge einer qualifizierten Innenentwicklung gleichzeitig die Möglichkeit, die bestehenden Siedlungen gezielt städtebaulich weiterzuentwickeln und zu qualifizieren. Dazu bieten sich grundsätzlich unterschiedliche strukturelle Ansätze an. Diese verändern mal mehr, mal weniger die bestehenden Siedlungsstrukturen und werden nachfolgend mit ihren jeweiligen Vorzügen sowie stadt- bzw. freiräumlichen (Aus-) Wirkungen und ‚Charakteristika‘ kurz, schematisch vorgestellt. Die Ansätze reichen dabei von einem weitgehenden Erhalt der offenen, ‚fließenden‘ Siedlungsstrukturen (bspw. durch Aufstockungen), über eine eher vereinzelte Ergänzung und Neustrukturierung der Räume (bspw. ansätze zuR weiteRentwicklung deR s iedlungsstRuktuRen durch punktuelle Neubauten) bis hin zu einer stärkeren baulichen Fassung und Gliederung der Bereiche (bspw. durch Ausbildung neuer geschlossener Bebauungskanten). Darüber hinaus ist potenziell auch ein Rück- und Neubau ganzer Siedlungsabschnitte denkbar, mit damit verbundenen großen ‚Spielräumen‘ für eine komplette Neuüberplanung. NeubAu puNkTe INNeN „„ punktuelle bauliche Ergänzung durch Neubauten in den Innenbereichen „„ teilweise Beibehaltung des Gebietscharakters „„ teilweise Erhalt der offenen Siedlungs- und Freiraumstrukturen „„ punktuelle Raumbildung im Inneren „„ ‚Verlagerung‘ der Freiräume an die Randbereiche „„ kaum Stärkung der stadträumlichen Präsenz „„ keine Ausbildung städtebaulicher Kanten zum öffentlichen Straßenraum „„ eingeschränkte Hierarchisierung / Gliederung der Freiräume „„ keine Ausbildung ‚geschlossener / privater‘ Innenbereiche „„ ggf. ungünstige Erschließbarkeit der inliegenden Neubauten „„ ggf. Entstehung ungewollter ‚gefangener‘ Grundstücke stadtplanungsamt| 107 NeubAu puNkTe AuSSeN „„ punktuelle bauliche Ergänzung durch Neubauten an den Randbereichen „„ stärkere Veränderung des Gebietscharakters „„ Ausbildung geschlossenerer Siedlungs- und Freiraumstrukturen „„ Erhalt der Freiraumstrukturen in den Innenbereichen „„ verstärkte Raumbildung nach innen und außen „„ Stärkung der stadträumlichen Präsenz „„ Ausbildung aufgelockerter städtebaulicher Kanten zum öffentlichen Straßenraum „„ stärkere Hierarchisierung / Gliederung der Freiräume „„ stärkere Ausbildung ‚geschlossener / privater‘ Innenbereiche „„ günstige Erschließbarkeit der Neubauten „„ ggf. Schutz der Innenbereiche vor etwaigen Lärmimmissionen NeubAu kANTeAbRISS / NeubAu „„ bauliche Ergänzung durch An- / Neubauten an den Randbereichen „„ umfassende Veränderung des Gebietscharakters „„ Ausbildung geschlossener Siedlungs- und Freiraumstrukturen „„ Erhalt der Freiraumstrukturen in den Innenbereichen „„ starke Raumbildung nach innen und außen „„ Ausbildung hoher stadträumlicher Präsenz „„ Ausbildung klarer, geschlossener städtebaulicher Kanten zum öffentlichen Straßenraum „„ eindeutige Gliederung der Freiräume „„ Ausbildung ‚geschlossener / privater‘ Innenbereiche/ Wohnhöfe „„ günstige Erschließbarkeit der Neubauten „„ ggf. Schutz der Innenbereiche vor etwaigen Lärmimmissionen „„ Rückbau der bestehenden Gebäudestrukturen „„ weitgehende ‚Freiheit‘ für eine Neuplanung „„ Entwicklung der Siedlungs- und Freiraumstrukturen gemäß den jeweiligen örtlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen Prinzipiell sind die verschiedenen Ansätze wiederum vielfältig miteinander kombinierbar, sollten jedoch immer aus den spezifischen Voraussetzungen der einzelnen Siedlungsbereiche sowie der jeweiligen stadträumlichen Umgebung, abgeleitet sein. Im Besonderen gilt es dabei, die Chancen zu nutzen, die oftmals nicht mehr ganz zeitgemäßen, wenig attraktiven Stadt- und Freiräume sowie das gesamte Umfeld nachhaltig und grundlegend aufzuwerten. So können bspw. entsprechend ‚gesetzte‘ und ausgestaltete Neubauten dazu beitragen das Erscheinungsbild der Siedlungen zu verbessern, die Freiräume stärker räumlich zu strukturieren, anliegende Straßenräume besser zu fassen, attraktive Bebauungskanten auszubilden und markante städtebauliche Akzente zu setzen. An welchen Stellen und auf welche Weise das jeweils denkbar und angebracht erscheint wird ab Seite 112 ff. nochmals tiefer gehend behandelt, sowie unterschiedliche strukturelle Entwicklungsszenarien für einzelne Teilbereiche exemplarisch aufgezeigt. Mietergärten Ökologie: Versickerung Regenwasser über Versickerungsmulden Bereich Hirtenweg Umsetzung Sommer 2011 Sanierungen in 2010 / 2011 108 | Rahmenplan noRdweststadt mögliche massnahmen „„ räumliche, funktionale und gestalterische Gliederung, Hierarchisierung und Differenzierung „„ Verbesserung der Aufenthaltsqualitäten und des Erscheinungsbildes „„ Attraktivierung von Spielanlagen und Aufenthaltsbereichen „„ Ausbildung von nachbarschaftlichen Treffpunkten „„ Einrichtung von Mietergärten für Anwohner oder ‚Privatgärten‘ für EG-Wohnungen „„ Aufwertung von Wegeverbindungen und Eingangssituationen „„ Verbesserung der Beleuchtungssituation „„ attraktive Bepflanzung und grünpflegerische Maßnahmen „„ Aufwertung von Gebäudeeingängen und -vorzonen „„ ausreichende Bereitstellung von geschützten Radabstellanlagen „„ ansprechende Einhausung von Abfallstandorten und Nebenanlagen „„ gestalterische Aufwertung der Parkplatzbereiche „„ ... Im Rahmen einer Innenentwicklung ergibt sich ebenfalls die Chance bzw. Aufgabe, die freiräumlichen Strukturen aufzuwerten und neu zu ordnen. Denn trotz ihrer Qualitäten entsprechen die großzügigen Freibereiche häufig nicht mehr den heutigen Ansprüchen an ein attraktives Wohnumfeld und weisen in vielerlei Hinsicht Erneuerungs- und Anpassungsbedarfe auf [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚halböffentliche Freiräume‘]. So mangelt es den Flächen stellenweise an Aufenthaltsqualität, ansprechender Gestalt, einladender ‚Funktion‘ oder grundsätzlich an einer eindeutig ablesbaren Zonierung in öffentliche, gemeinschaftliche oder private Räume. Vielfach werden sie daher wenig angenommen und genutzt. In Abhängigkeit von den zuvor vorgestellten Strukturansätzen, gilt es demgemäß, die Freiflächen u.a. verstärkt räumlich, nutzungsspezifisch und gestalterisch zu gliedern sowie als attraktive, vielseitig nutzbare Grün-, Erholungs-, Spiel- und Aufenthaltsräume für Jung und Alt aufzuwerten. Dabei ist abzuwägen, in wie weit ein eher ‚offener‘ oder ‚geschlossener‘ Freiraumcharakter angebracht erscheint und bedarfsweise zu prüfen, welche Bereiche verstärkt für eine ‚nachbarschaftliche‘ oder für eine ‚private‘ Nutzung durch die jeweilige Bewohnerschaft vorbehalten sein sollten. möglichkeiten zuR a ufweRtung deR fReiRäume Quelle: VOLKSWOHNUNG GmbH Quelle: VOLKSWOHNUNG GmbH STADTPLANUNGSAMT | 65 M 08 grüne Parkierung M 13 Neueinrichtung von erlebbarem Wasser im öffentlichen Raum M 18 sommerlicher Wärmeschutz M 06 Rückbau (Entdichtung) M 07 Entsiegelung M 16 Dachbegrünung M 10 Neueinrichtung von Pocket-Parks M 17 Fassadenbegrünung M 11 Innen-/ Hinterhofbegrünung M 19 Nachbarschaftshilfemodelle M 15 energetische Gebäudesanierung Welfenstraße 2050 versiegelte Flächen Grünflächen Bestand Bäume Bestand Bäume neu/ entsiegelte Flächen Pocket Parks grüne Parkierung Dachbegrünung Fassadenbegrünung Abb. 65: Hot-Spot-Quartier SST 03 „Zeilenbebauung“ – Situation mit Maßnahmen stadtplanungsamt| 109 „„ energetische und ökologische Gebäudesanierung „„ Nutzung regenerativer Energien „„ Verwendung nachhaltiger (Bau-) Materialien „„ Niederschlagswasserretention / -versickerung / -nutzung „„ Entsiegelung von Flächen / Parkplätzen / Wegen „„ Bepflanzung „„ Dachbegrünung „„ Fassadenbegrünung „„ Neueinrichtung von ökologischen, klimawirksamen Wasserflächen „„ Schaffung von naturnahen (Rückzugs-) Räumen „„ Wärmeschutzvorrichtungen an Gebäuden „„ ... Grundsätzlich sind bei einer Innenentwicklung ökologische und klimatologische Aspekte und Auswirkungen zu berücksichtigen sowie potenzielle negative Beeinträchtigungen zu vermeiden [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚Ökologie und Klima‘]. Dies beinhaltet bspw. mit dem Baumbestand sensibel umzugehen, die geringe stadtklimatische Belastung der Nordweststadt nicht zu verschlechtern, oder künftige Neubauten an ‚nachhaltigen‘ Maßstäben auszurichten. Daneben bietet sich aber auch die Gelegenheit, die ökologischen und klimatologischen Bedingungen durch geeignete Maßnahmen weiter zu verbessern und somit aktiv Umwelt- und Klimaschutz zu betreiben. Darüber hinaus gilt es zunehmend, die bestehenden Stadtstrukturen an die Herausforderungen des Klimawandels (bspw. die Zunahme von Starkregenereignissen oder Hitzeperioden) anzupassen und zukunftsfähig zu gestalten. Dahingehend hat u.a. der Klimaanpassungsplan der Stadt Karlsruhe exemplarische Vorschläge für ähnlich strukturierte Gebiete formuliert, die hier ebenfalls situationsabhängig Anwendung finden sollten. Entsprechende Maßnahmen zur ökologischen und klimatologischen Aufwertung sowie zur Stärkung der Klimaresilienz sind in der nachstehenden Tabelle überblicksartig aufgeführt. massnahmen zuR VeRbesseRung des umwelt- und klimaschutzes mögliche massnahmen auszug aus dem Klimaanpassungsplan der stadt Karlsruhe maßnahmenpaket zum stadtstrukturtyp 3 - Zeilenbebauung (Quelle: stadt Karlsruhe) 110 | Rahmenplan noRdweststadt eNTLANg deS STRASSeNRAumSIN deN fReI beReIcHeNIm bLOckINNeNbeReIcH + Freihaltung der Innenbereiche + Erhalt der Freiraumstrukturen und des Baumbestandes + kostengünstig/ effiziente Ausnutzung bestehender Erschließungen - ggf. nur geringe Stellplatzgewinne erreichbar - ggf. Einschränkung der Zugänglichkeit der Freibereiche - ggf. ungünstige räumliche, gestalterische und visuelle Wirkung - ggf. Beeinträchtigung des Verkehrs > vom Straßenraum abhängig > nur auf privater Grundstücksfläche > nur punktuell für geringe Stellplatzzahlen > hochwertige Ausgestaltung im Einklang mit dem Straßenraum (zur Raumbildung ggf. Baumpflanzungen/ Einhausungen/ Überdachungen...) > Ausbildung als entsiegelte Flächen + kostengünstig + hohe Stellplatzgewinne erreichbar - (teilweise) Inanspruchnahme der Freiräume/ Eingriff in Baumbestand - Verringerung der Nutzbarkeit/ Beeinträchtigung der Wohnqualität - ungünstige räumliche, gestalterische und visuelle Wirkung - Verlust von potenzieller Baufläche > eher für begrenzte Stellplatzzahlen > attraktive Ausgestaltung/ Integration in die Freiraumstruktur (zur gestalterischen Einbindung und Raumbildung ggf. Überdachungen/ Pergolen/ Einhausungen...) > gestalterische Einbeziehung von Nebenanlagen (bspw. Abfall-/ Fahrradabstellanlagen) > möglichst Erhalt von Bestandsbäumen/ Neupflanzungen > Ausbildung als entsiegelte Flächen + kostengünstig + höhere Stellplatzgewinne erreichbar - Inanspruchnahme der inneren Freiräume/ Eingriff in Baumbestand - Verringerung der Nutzbarkeit/ Beeinträchtigung der Wohnqualität - ungünstige räumliche, gestalterische und visuelle Wirkung - ungünstige Erschließung vom Straßenraum > nur für begrenzte Stellplatzzahlen > attraktive Ausgestaltung/ Integration in die Freiraumstruktur (zur gestalterischen Einbindung und Raumbildung ggf. Überdachungen/ Pergolen/ Einhausungen...) > gestalterische Einbeziehung von Nebenanlagen (bspw. Abfall-/ Fahrradabstellanlagen) > möglichst Erhalt von Bestandsbäumen/ Neupflanzungen > Ausbildung als entsiegelte Flächen Im Zuge eines künftigen Ausbaus des Wohnraumangebots entstehen auch entsprechende Bedarfe zur Unterbringung der erforderlichen Stellplätze. Dazu sind nachfolgend unterschiedliche prinzipielle Optionen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen, räumlichen ‚Auswirkungen‘ sowie ersten Maßgaben in Hinblick auf eine spätere Umsetzung aufgezeigt. Die Ansätze reichen von verschiedenen ebenerdigen Unterbringungsmöglichkeiten über potenzielle Tiefgaragen bis hin zu etwaigen Parkdecks und sind ebenfalls vielseitig untereinander kombinierbar. Die Optionen sind grundsätzlich im Einklang mit den (künftigen) städtebaulichen und freiräumlichen Strukturen, entsprechend den jeweiligen Bedarfen und situationsabhängigen Rahmenbedingungen angemessen auszuwählen sowie gestalterisch hochwertig auszuführen und verträglich in das Umfeld zu integrieren. Dabei gilt es u.a. abzuwägen, ob eine zentrale Bündelung der erforderlichen Stellplatzanlagen angebracht oder eine dezentrale Anordnung zu bevorzugen ist. Prinzipiell sollten jedoch negative Auswirkungen auf die Umgebung, die Wohnqualität und das Stadtbild durch zu ‚massive‘ Stellplatzanlagen vermieden werden. optionen zuR unteRbRingung deR s tellplätze stadtplanungsamt| 111 Im eRdgeScHOSSIN TIefgARAgeNAuf pARkdeckS + Freihaltung der Blockinnenbereiche + (teilw.) Erhalt der Freiraumstrukturen + ‚Verbergen‘ der Stellplätze unter der Erde/ geringe Beeinträchtigungen der Raum- und Wohnqualitäten + hohe Stellplatzgewinne erreichbar + sehr effiziente Flächenausnutzung - Eingriff in den Baumbestand - Einschränkungen der Freiraumgestaltung (neue Bäume nur bedingt möglich) - sehr kostenintensiv > für hohe Stellplatzzahlen > attraktive Ausgestaltung der Zufahrten und Zugänge/ Integration in die Gebäudearchitektur und Freiraumgestaltung > ggf. bauliche und gestalterische Einbeziehung von Nebenanlagen > möglichst Erhalt von Bestandsbäumen/ Neupflanzungen + Freihaltung der Blockinnenbereiche + (teilw.) Erhalt der Freiraumstrukturen und des Baumbestandes + ggf. effiziente Flächenausnutzung + hohe Stellplatzgewinne erreichbar + (teilw.) optisches ‚Verbergen‘ der Stellplätze - ungünstige räumliche, gestalterische und visuelle Wirkung (‚unbelebte‘ Bauwerke) - Verlust potenzieller Bauflächen - kostenintensiv > für hohe Stellplatzzahlen > attraktive, hochwertige (Fassaden-) Gestaltung/ Integration in die Freiraumgestaltung (bspw. Überdachung/ (Dach-) Begrünung/ Teileingrabung...) > ggf. bauliche und gestalterische Einbeziehung von Nebenanlagen (bspw. Abfall-/ Fahrradabstellanlagen) + Freihaltung der Blockinnenbereiche + (teilw.) Erhalt der Freiraumstrukturen und des Baumbestandes + optische und akustische Einhausung der Stellplätze + effiziente Flächenausnutzung - nur begrenzte Stellplatzgewinne erreichbar - Reduzierung von Wohnfläche - ggf. ungünstige gestalterische und visuelle Wirkung der (unbelebten) EG-Zonen - kostenintensiv > nur für begrenzte Stellplatzzahlen > attraktive Ausgestaltung/ Integration in die Gebäudearchitektur und Freiraumgestaltung (bspw. durch Einbeziehen von Gemeinschaftsflächen und Nebenanalgen/ Ausbildung als hochwertiger Gebäudesockel/ Nutzung für Freisitze/ Teileingrabung und Begrünung...) Besonders mit umfangreichen Neubaumaßnahmen sind entsprechend hohe Stellplatzzahlen verbunden (ggf. auch zur Kompensation überbauter Bestandsparkplätze), die nicht ohne Weiteres (stadträumlich) verträglich unterzubringen sind. Demzufolge werden gerade in diesen Fällen Tiefgaragen erforderlich und empfehlenswert sein. Neben den nachzuweisenden KFZ-Stellplätzen sind gleichermaßen die notwendigen Fahrradabstellanlagen mitzudenken und vorzusehen. Diese sind gemäß den rechtlichen Vorschriften in ausreichender Anzahl, sicher und gut erreichbar herzustellen. Dabei ist ggf. auch eine gemeinsame räumliche, bauliche und gestalterische Ausbildung mit den KFZ-Stellplätzen sowie weiteren Nebenanlagen (bspw. Abfallcontainerstandorte, etwaige Tiefgaragenaufgänge, Freiraumelemente, ...) wünschenswert. Im Rahmen der ab S 112 ff. dargestellten Entwicklungsszenarien für die einzelnen Teilbereiche werden verschiedene mögliche Ansätze zur Unterbringung der Stellplatzanlagen variantenhaft aufgezeigt. !? wenig Handlungsbedarf Modernisierungsbedarf Eigendynamik zum Umbau und zur Modernisierung Pr�f�l�c�e Abriss Enwticklungs�l�c�e Innenentwicklungspotenzial Perspekti��l�c�e !? 112 | Rahmenplan noRdweststadt Bereiche mit gross�lächigen Innenentwicklungspotenzialen / -erfordernissen Flächen Volkswohnung ehem. siemenssiedlung kesselbergweg südl. flugplatzsiedlung Hertzstraße Kurt-Schumacher-Str. August-Bebel-Str. Kesselbergweg Josef-Schofer-Str. Stresemannstraße (Teil-) Bereiche Entwicklungsszenarien entwicklungsmöglichkeiten TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION stadtplanungsamt| 113 kombinationsmöglichkeiten Nachdem voran die grundsätzlichen Optionen und Ansätze für einen Ausbau des Wohnraumangebots bzw. einer qualifizierten Innenentwicklung vorgestellt wurden, werden nachfolgend die potenziellen Möglichkeiten einer weiteren Entwicklung detaillierter beleuchtet und dargelegt. Dies jeweils abschnittsweise für die einzelnen Bereiche der südlichen Flugplatzsiedlung, der ehemaligen Siemenssiedlung und der Bebauung am Kesselbergweg. Dazu wird kurz auf die jeweiligen Ausgangslagen und die sich stellenden Herausforderungen eingegangen. Zusätzlich werden, aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen der Flächen- und Gebäudepotenzialanalyse, die sich in den einzelnen Siedlungen bietenden Optionen zum Wohnraumausbau überblicksartig dargestellt und verortet. Gleichzeitig wird aufgezeigt, wo im Zuge einer künftigen Innenentwicklung aus stadträumlicher Sicht verstärkt die Ausbildung von Bebauungskanten oder städtebaulichen Akzenten angebracht und möglich erscheint. Daran anknüpfend werden für ausgewählte (Teil-) Bereiche verschiedene exemplarische Entwicklungsszenarien umrissen. Hierzu werden bewusst alternative strukturelle Ansätze, Möglichkeiten zur Neuordnung der Freiräume oder Optionen zur Unterbringung der Stellplätze zu teilweise schematischen und auch ‚überspitzten‘ (Maximal-) Varianten kombiniert und durchgespielt. Daher stellen die Szenarien, wie bereits erwähnt, keine konkreten Konzepte oder ‚fertigen‘ Entwürfe dar, sondern dienen vorwiegend dem anschaulichen Aufzeigen und Gegenüberstellen von verschiedenen potenziellen Entwicklungsansätzen. Sie sollen somit u.a. auch eine (Diskussions-) Grundlage für weitere vertiefende Untersuchungen, Überlegungen und Planungsschritte in Bezug auf eine künftige Innenentwicklung bieten. Dabei können im Weiteren die einzelnen Elemente und Ansätze aus den jeweiligen Szenarien aufgegriffen, konkretisiert sowie ggf. auch vielfältig untereinander ausgetauscht und miteinander kombiniert werden. ausbauoptionen strukturansätze Parkierungsmöglichkeiten freiraumgestaltungen übeRblick / einfühRung 114 | Rahmenplan noRdweststadt Die ersten Bebauungen der südlichen Flugplatzsiedlung entstanden in den 1950er Jahren rund um die August- Bebel-Straße In den nachfolgenden Jahren entwickelte sich die Siedlung nach Norden bis zur Kurt-Schumacher-Straße sowie nach Osten bis zum ‚Alten Flugplatz‘. Der nördliche Bereich der Siedlung ist gekennzeichnet durch heterogene Bebauungsstrukturen, die sich durch unterschiedliche Typologien wie Geschosswohnungsbauten, einzelne punkt- oder scheibenförmige Wohnhochhäuser sowie stellenweise Reihenhausbebauungen in verschiedenen Eigentumsverhältnissen auszeichnen. Die Gebäudehöhen variieren dabei zwischen zwei und neun Geschossen. Entlang der Stadtbahntrasse dominieren überwiegend Zeilenbauten zwischen vier und sieben Stockwerken sowie eine eingeschossige Bungalowsiedlung das Erscheinungsbild. Der homogenere südliche Siedlungsbereich wird mehrheitlich durch zeilenförmige Geschosswohnungsbauten geprägt, die größtenteils vier bis fünf Stockwerke aufweisen und sich vorwiegend im Eigentum der VOLKSWOHNUNG befinden (teils sind die Grundstücke auch per Erbbaurecht überlassen). Die Bereiche besitzen durchweg ausgedehnte, baumbestandene Grünflächen, die oftmals nicht mehr ‚auf der Höhe der Zeit‘, stellenweise ohne wirkliche Nutzung oder durch mangelnde Aufenthaltsqualitäten gekennzeichnet sind. Nicht nur aufgrund dessen, sondern u.a. auch wegen des oftmals sanierungsbedürftigen und von den Straßenräumen wegorientierten Gebäudebestandes, weist die Flugplatzsiedlung stellenweise ein unbefriedigendes Erscheinungsbild, einen Mangel an attraktiver stadträumlicher ‚Präsenz‘, eine fehlende Raumbildung oder eine steigerungsfähige Wohnqualität auf. Im Zuge einer Innenentwicklung gilt es daher, die entsprechenden Raumqualitäten nachhaltig zu verbessern und aufzuwerten. U.a. durch eine verstärkte Ausbildung von attraktiven Bebauungskanten entlang der Straßenräume (bspw. besonders an der August-Bebel-Straße und der Kußmaulstraße) oder durch die städtebauliche Akzentuierung stadträumlich wichtiger Stellen (bspw. durch eine Überbauung der Freiflächen an den Stadtbahnhaltestellen). Wie die Untersuchungen der Flächen- und Gebäudepotenziale gezeigt haben, bieten die einzelnen Bereiche allerdings unterschiedliche Voraussetzungen und Möglichkeiten für eine künftige Entwicklung. So weist vor allem der nördlich der Stresemannstraße gelegene Bereich nur eingeschränkte Optionen zur Schaffung neuen Wohnraums auf. Dort sind zwar durchaus An- oder ‚ergänzende‘ Neubauten vorstellbar, jedoch u.a. aufgrund der uneinheitlichen Besitzverhältnisse wahrscheinlich kaum realisierbar. Zusätzlich eignen sich die Gebäude, teils durch die hohen Geschossigkeiten oder bspw. die Lage der Gebäudekerne, nur bedingt für eine etwaige Aufstockung. Der südliche Bereich bietet hingegen, u.a. durch seine homogenen Siedlungsstrukturen, den Gebäudebestand oder die einheitlichen Besitzverhältnisse, wesentlich günstigere Gegebenheiten sowie vielfältige Optionen für einen weiteren Wohnraumausbau. Dort können unterschiedliche Entwicklungsoptionen wie Dachausbauten (bzw. Ersatz der stellenweise vorhandenen Speichergeschosse), Aufstockungen, Anbauten, ‚ergänzende‘ Neubauten sowie auch separate Neubauten (bspw. auf den Freiflächen an der Kußmaulstraße) in Betracht gezogen werden. Nachfolgend sind deshalb für den Bereich August-Bebel-Straße (Bestand VOLKSWOHNUNG) drei exemplarische Ansätze für eine weitere bauliche sowie freiräumliche Entwicklung und Aufwertung dargestellt. südliche flugplatzsiedlungausgangslage und entwicklungsoptionen Quelle: Stadt Karlsruhe Starßennamen? geht es um das städtebauliche erwünschte oder das realistische? Städtebauliche Eignung? Realisierbarkeit? Günstig / weniger günstig stadtplanungsamt| 115 legende entwicklungsoptionen Dachausbau bestehendes Satteldach Aufstockung bestehendes Satteldach Dachausbau bestehendes Flachdach Aufstockung bestehendes Flachdach Anbau an Bestandsgebäude ‚ergänzender‘ Neubau Abriss / Neubau Neubau städtebauliche Akzentuierung Stärkung stadträumlicher Präsenz / Ausbildung von Bebauungskanten Wilhelm-Hausenstein-Allee August-Bebel-Straße Stresemannstraße Kurt-Schumacher-Straße Kußmaulstraße Ludwig-Windthorst-Straße TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION VI VI VI VI VI VI VI VI VI Neur eut er Str aß e B36 Josef­ S chofer­ Str aß e F riedrich­Naumann­ Str aß e Str esemannstr aß e K uß maulstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt­ S chumacher­ Str aß e A ugust­Bebel­ Str aß e Lud wig­ Windthorst­ Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg V V V V V V VI VI VI VI VI VI VI VI VI V V V V VI Bestandsgeba ̈ ude mit 5/7 OG Speicher(?) ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e ungünstige Dachform ungünstige Dachform vorhandene Dachnutzung (Wohnen) ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e F ern w ärmeleitung! Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Ersatz ‚Speicher geschoss‘ Bestandsgeba ̈ ude mit 5/7 OG Speicher(?) Erstatz ‚Kriechspeicher‘ Erstatz ‚Kriechspeicher‘ Erstatz ‚Kriechspeicher‘ Erstatz ‚Kriechspeicher‘ Erstatz ‚Kriechspeicher‘ Erstatz ‚Kriechspeicher‘ VIII V ­ VI IV IV IV VIII VIII VIII VIII I I I ­ II IV + Speicher Parkdeck IV IV IV II I I I I I I I VI + Speicher 116 | Rahmenplan noRdweststadt entwicklungsszenaRio auf- / an- / weiteRbauen LAgepLANAuSbAuOpTIONeN STRukTuRANSATZ Das dargestellte exemplarische Entwicklungsszenario zeigt die theoretische Möglichkeit einer qualifizierten Innenentwicklung durch Aufstockung, Dachausbau und ‚Weiterbauen‘ der Bestandsgebäude. Im Zuge einer eingeschossigen Aufstockung der bisher vorwiegend vierstöckigen (vereinzelt fünfstöckigen) Geschosswohnungsbauten nördlich der August-Bebel-Straße und einem damit einhergehenden Rückbau der zum Teil vorhandenen, nicht begehbaren Kriechspeicher, könnten hierbei fünfgeschossige (bzw. teilweise sechsgeschossige) Gebäude mit Flachdächern entstehen.  Direkt südlich der August-Bebel-Straße ist ggf. vorstellbar, die dort bestehenden begehbaren Speichergeschosse der sechsstöckigen Bestandsbauten abzutragen und durch ein weiteres Wohngeschoss zu ersetzten. Allerdings wären hierzu deutlich größere Eingriffe in die Bausubstanz, u.a. zur Nachrüstung eines dann erforderlichen Aufzuges, notwendig (wie auch bei den fünfstöckigen Gebäuden nördlich der Straße). Zusätzlich sind hier an den fensterlosen Gebäudestirnwänden bspw. sechsgeschossige Anbauten zum Straßenraum hin denkbar. Analog könnten die zur Ludwig- Windthorst-Straße liegenden Zeilenbauten nach erfolgtem Rückbau der Speichergeschosse ein weiteres fünftes Wohngeschoss erhalten sowie ebenfalls sechsstöckige Anbauten im Innenbereich der Siedlung. Hierbei müsste jedoch eine teils bestehende Fernwärmeanschlussleitung überbaut bzw. verlegt werden, was ggf. eine entsprechende Bebauung erschweren dürfte. Grundsätzlich würden bei diesem Ansatz die vorhandenen freiräumlichen und baulichen Strukturen weitestgehend erhalten, sodass der vorherrschende offene und ‚fließende‘ Siedlungs- bzw. Freiraumcharakter weiterhin bewahrt bleiben könnte. Dennoch würden vor allem die Anbauten entlang der August- Bebel-Straße einen wichtigen Beitrag zur städtebaulichen Akzentuierung des Straßenraums sowie zur sichtbaren Aufwertung des Erscheinungsbildes bzw. der stadträumlichen ‚Präsenz‘ der Siedlung leisten. Allerdings müssten dazu die bestehenden Garagen bzw. Stellplätze entlang der Straße weichen und kompensiert werden. Zu einer möglichen Unterbringung der notwendigen Stellplätze sowie zu einer räumlichen Gliederung der Freiflächen sind nachfolgend zwei exemplarische Varianten dargestellt. Neur eut er Str aß e B36 Josef- S chofer- Str aß e F riedrich-Naumann- Str aß e Str esemannstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt- S chumacher- Str aß e A ugust-Bebel- Str aß e Lud wig- Windthorst- Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm-Hausenst ein- Allee Wilhelm-Hausenst ein- Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg VI VI F enst er F enst er Baumbestand Baumbestand VI VI VI VI VI VI VI VI V V V V V V VI VI VI VI VI VI VI VI VI V V V V VI Bestandsgeba ̈ ude mit 6 OG Speicher(?) Bestandsgeba ̈ ude mit 6 OG Speicher(?) Bestandsgeba ̈ ude mit 5/7 OG Speicher(?) Bestandsgeba ̈ ude mit 5/7 OG Speicher(?) ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e ungünstige Dachform ungünstige Dachform ungünstige Dachform ungünstige Dachform vorhandene Dachnutzung (Wohnen) Erweiterung Parkplatz? TG unter Neubau? etw aige ungu ̈ nstige V erschattung geringe Fla ̈ che ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e V V V V V V Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Frei�läche Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Platz�läche halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün A ufg ang T G A ufg ang T G A ufg ang T G ca. 48 St ellpla ̈ tze ca. 24 St ellpla ̈ tze ca. 48 St ellpla ̈ tze VI VI F enst er F enst er Baumbestand Baumbestand VI VI VI VI VI VI VI VI V V V V V V VI VI VI VI VI VI VI VI VI V V V V VI Bestandsgeba ̈ ude mit 6 OG Speicher(?) Bestandsgeba ̈ ude mit 6 OG Speicher(?) Bestandsgeba ̈ ude mit 5/7 OG Speicher(?) Bestandsgeba ̈ ude mit 5/7 OG Speicher(?) ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e ungünstige Dachform ungünstige Dachform ungünstige Dachform ungünstige Dachform vorhandene Dachnutzung (Wohnen) Erweiterung Parkplatz? TG unter Neubau? etw aige ungu ̈ nstige V erschattung geringe Fla ̈ che ungu ̈ nstige Lage K erne / A ufzugsscha ̈ cht e V V V V V V Neur eut er Str aß e B36 Josef- S chofer- Str aß e F riedrich-Naumann- Str aß e Str esemannstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt- S chumacher- Str aß e A ugust-Bebel- Str aß e Lud wig- Windthorst- Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm-Hausenst ein- Allee Wilhelm-Hausenst ein- Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Frei�läche Müll Z u- und A bfahrt P ark deck Z u- und A bfahrt P ark deck Z u- und A bfahrt P ark deck ca. 48 St ellpla ̈ tze ca. 24 St ellpla ̈ tze ca. 48 St ellpla ̈ tze II II II Müll Müll Rad Rad Rad Platz�läche halböffentliches Grün halböffentliches Grün Parkdeck halb so groß??? halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün 1,2 m3 m2 m 6,5 m 2 m 3 m 14,8 m 1 2 3 5 7 9 6 8 4 5,2 m2,5 m9,6 m3 m 11,5 m 1 2 3 5 7 9 6 8 4 stadtplanungsamt| 117 STRASSeNQueRScHNITT b eSTANdeNTWIckLuNgSbeISpIeL VARIANTe 1 - fReIANLAgeN / TIefgARAgeN VARIANTe 2 - fReIANLAgeN / pARkdeckS Durch die Beibehaltung der räumlichen Grundstruktur sowie die Unterbringung der erforderlichen Stellplätze in Tiefgaragen würde ein gestalterisches Hervorheben der fließenden, gemeinschaftlichen Freiflächen ermöglicht werden. Dabei könnten die halböffentlichen Räume an wichtigen Schnittstellen durch nachbarschaftliche Treffpunkte ergänzt werden, welche in das neu angelegte und optimierte Wegenetz integriert sind und für unterschiedliche Nutzungen offenstehen könnten (Aufenthalt / Spielen / ...). Zudem wären für die Neubauten bspw. auch kleinere, private Gärten denkbar. Die sonstigen notwendigen (baulichen) Nebenanlagen, wie etwa Fahrrad- oder Abfallabstellanlagen, ließen sich mit den Tiefgaragenzufahrten bzw. -zugängen räumlich und gestalterisch kombinieren. Die Errichtung von (zweigeschossigen) Parkdecks würde zwar zu einer Reduzierung der nutzbaren Freiräume führen, jedoch auch zu deren Gliederung sowie einer verstärkten Raumbildung entlang des Straßenraums beitragen. Allerdings wäre auf eine gestalterisch hochwertige Ausführung der Verkehrsanlagen zu achten. Diese sollte im Einklang mit der Freiraumgestaltung stehen, um die ggf. ungünstigen (räumlichen) Wirkungen zu minimieren. Müll- und Radabstellanlagen könnten dabei baulich in das Parkdeck integriert werden. Zusammen mit der stärkeren Gliederung der Freiräume wäre ggf. auch die Ausbildung von größeren, privaten Gartenzonen für die EG-Wohnungen vorstellbar.

  • Rahmenplan Broschuere 118-123
    Extrahierter Text

    TRANSFORMATION TRANSFORMATION III III III III III III V III V VI VI V V VI IV IV IV IV IV IV IV IV IV VI VI VI VI VI VI IV IV IV IV IV IV IV IV IV V V er halt ens w ert er Baumbestand! er halt ens w ert er Baumbestand! er halt ens w ert er Baumbestand! er halt ens w ert er Baumbestand! er halt ens w ert er Baumbestand! Bestand T G Bus w endeschleif e! VI VI F ern w ärmeleitung! Str esemannstr aß e K uß maulstr aß e A ugust­Bebel­ Str aß e Lud wig­ Windthorst­ Str aß e VIII V ­ VI IV V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher IV + Speicher IV IV IV IV IV IV V V IV + Speicher IV + Speicher IV + Speicher IV IV VIII VIII VIII VIII I I I ­ II IV + Speicher Parkdeck IV IV IV II I I I I I I I VI + Speicher 118 | Rahmenplan noRdweststadt entwicklungsszenaRio punkte Das dargestellte exemplarische Entwicklungsszenario zeigt die theoretische Möglichkeit einer qualifizierten Innenentwicklung durch ergänzende, punktuelle Neubauten zwischen den Bestandsgebäuden sowie eine entsprechende Überbauung der ‚untergenutzen‘, kommunalen Grünfläche an der Kußmaulstraße. Hierbei könnte eine bauliche Anreicherung der bestehenden Siedlungsstrukturen entlang der Straßenräume sowie im Innenbereich bspw. durch einzelne punktförmige Gebäude mit überwiegend vier Geschossen erfolgen. Begleitend zur August-Bebel-Straße wären in diesem Rahmen für die südlichen Neubauten durchaus auch sechs Geschosse vorstellbar. Jedoch müssten für eine entsprechende Bebauung an dieser Stelle wiederum die bestehenden Garagen bzw. Stellplätze weichen. Gleichzeitig könnten auf der Freifläche an der Kußmaulstraße fünf- bis sechsstöckige Punkthäuser die Bestandssiedlung komplettieren bzw. arrondieren. Dabei gilt es u.a. zu beachten, dass die Fläche im aktuellen FNP sowie im Klimaanpassungsplan als Grün- bzw. bioklimatische Entlastungsfläche ausgewiesen ist und der bestehende Fernwärmeanschluss den Bereich quert. Dieser verläuft im Weiteren zwischen den westlich anliegenden Bestandsgebäuden und schränkt somit stellenweise die Bebaubarkeit der Innenbereiche ein. Durch die punktförmigen Neubauten würde der offene Siedlungscharakter bewahrt und zugleich die baulichen und freiräumlichen Strukturen akzentuiert und strukturiert. So tragen die Bauten u.a. zu einer verstärkten Raumbildung nach innen und außen bei. Zusammen mit dem Gebäudebestand könnten dadurch zu den Straßenräumen aufgelockerte Bebauungskanten entstehen, die diesen eine neue ‚Silhouette‘ und bauliche Fassung geben. Daneben würden die Innenräume stärker abgegrenzt und zoniert bzw. könnten in unterschiedlich nutzbare Bereiche gegliedert werden. Zu einer möglichen Neustrukturierung der Freiräume und Unterbringung der Stellplätze sind nachfolgend zwei exemplarische Varianten dargestellt. STRukTuRANSATZ LAgepLANAuSbAuOpTIONeN IV IV IV VI VI VI VI VI VI IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV III III I II III V V Pri v at g ärt en ca. 28 St ellpla ̈ tze ca. 28 St ellpla ̈ tze ca. 28 St ellpla ̈ tze Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Miet er g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Müll Müll Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Z ufahrt T G Rad Rad Z ufahrt T G Z ufahrt T G F r ei�läche F r ei�läche F r ei�läche Platz�läche Platz�läche Platz�läche P er gola P er gola A ufg ang T G A ufg ang T G Neur eut er Str aß e B36 Josef­ S chofer­ Str aß e F riedrich­Naumann­ Str aß e Str esemannstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt­ S chumacher­ Str aß e A ugust­Bebel­ Str aß e Lud wig­ Windthorst­ Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg VIII V ­ VI IV V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher IV + Speicher IV IV IV IV IV IV V V IV + Speicher IV + Speicher IV + Speicher IV IV VIII VIII VIII VIII I I I ­ II IV + Speicher Parkdeck IV IV IV II I I I I I I I VI + Speicher IV IV IV VI VI VI VI VI VI IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV III III I II III V V Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Miet er g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Rad & Müll Rad & Müll St ellplätze Carports Carports Carports ca. 28 St ellpla ̈ tze ca. 28 St ellpla ̈ tze P er gola P er gola Carports St ellplätze St ellplätze Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Z ufahrt pri v at e St ellplätze Z ufahrt pri v at e St ellplätze Z ufahrt pri v at e St ellplätze F r ei�läche F r ei�läche Platz�läche Platz�läche Platz�läche VIII V ­ VI IV V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher IV + Speicher IV IV IV IV IV IV V V IV + Speicher IV + Speicher IV + Speicher IV IV VIII VIII VIII VIII I I I ­ II IV + Speicher Parkdeck IV IV IV II I I I I I I I VI + Speicher Neur eut er Str aß e B36 Josef­ S chofer­ Str aß e F riedrich­Naumann­ Str aß e Str esemannstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt­ S chumacher­ Str aß e A ugust­Bebel­ Str aß e Lud wig­ Windthorst­ Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg stadtplanungsamt| 119 VARIANTe 1 - fReIANLAgeN / TIefgARAgeN Durch die punktuelle bauliche Akzentuierung der räumlichen Struktur wäre eine verstärkte Gliederung bzw. Hierarchisierung der Freiflächen in private, gemeinschaftliche und öffentliche Bereiche vorstellbar. Eine damit einhergehende veränderte Wegeführung würde die Strukturierung der Räume unterstreichen sowie die unterschiedlich nutzbaren Bereiche sinnvoll zonieren und verknüpfen. Die einzelnen Freiflächen könnten bspw. mit einladenden Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten versehen sein oder als private Gartenzonen ausgebildet werden. Die Tiefgaragenzugänge, Müll- oder Radabstellanlagen sollten dabei als attraktive Elemente der Freiraumstrukturen ausgestaltet werden. Grundsätzlich wäre auch eine ebenerdige Unterbringung der Stellplätze in den Blockinnenbereichen denkbar. Dies würde allerdings zu einer starken Beeinflussung der Freiräume, deren Nutzbarkeit sowie allgemein der Wohnqualität durch den ruhenden Verkehr führen. Gerade deshalb wäre hier vor allem darauf zu achten, die Stellplatzanlagen als integrale Bestandteile der Freiraumstrukturen zu begreifen sowie attraktiv und verträglich auszubilden. Dies könnte bspw. über ansprechend gestaltete Carports oder berankte Pergolen erfolgen, die gleichzeitig eine bessere räumliche Fassung der Flächen zur Folge hätten.  ScHemAANSIcHT A uguST -bebeL-STRASSe mIT bLI ck NAcH S üdeN VARIANTe 2 - fReIANLAgeN / ebeNeRdIgeS pARkeN IV V VIV + Speicher Kußmaulstraße TRANSFORMATION TRANSFORMATION IV IV V III IV IV IV IV IV IV VI III III VI V III F enst er! V erschattung! V erschattung! IV II II II V V V V V IV IV IV IV IV IV IV V V IV IV IV IV IV IV IV IV er halt ens w ert er Baumbestand! er halt ens w ert er Baumbestand! notw endige Grundstu ̈ ck sumlegung! U � ber bauung T ank st elle! er halt ens w ert er Baumbestand! F enst er! Br and w and V erschattung! V erschattung! F ern w ärmeleitung! er halt ens w ert er Baumbestand! er halt ens w ert er Baumbestand! Bestand T G Bus w endeschleif e! V V IV Str esemannstr aß e K uß maulstr aß e A ugust­Bebel­ Str aß e Lud wig­ Windthorst­ Str aß e VIII V ­ VI IV V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher IV + Speicher IV IV IV IV IV IV V V IV + Speicher IV + Speicher IV + Speicher IV IV VIII VIII VIII VIII I I I ­ II IV + Speicher Parkdeck IV IV IV II I I I I I I I VI + Speicher 120 | Rahmenplan noRdweststadt entwicklungsszenaRio kante Das dargestellte exemplarische Entwicklungsszenario zeigt die theoretische Möglichkeit einer qualifizierten Innenentwicklung durch die verstärkte Ausbildung von städtebaulichen Kanten mittels (winkelförmigen) Anbauten an die Bestandsgebäude sowie eine korrespondierende Neubebauung der Freifläche entlang der Kußmaulstraße. In diesem Rahmen könnten die Zeilenbauten südlich der August- Bebel-Straße an ihren (fensterlosen) Stirnseiten bspw. durch viergeschossige, straßenbegleitende Winkelbauten ergänzt werden. Dies würde erneut eine Verlagerung der dort untergebrachten Stellplätze erforderlich machen. Analog wäre zusätzlich vorstellbar, dass die Bestandsgebäude entlang der Ludwig-Windthorst-Straße ebenfalls abgeschrägte Anbauten an den ‚Brandwänden‘ nach Norden hin erhalten, wobei auch hier auf die bestehende Fernwärmeleitung hinzuweisen wäre. Aufgrund der räumlichen und baulichen Voraussetzungen eignen sich nördlich der August-Bebel-Straße dagegen nur punktuelle vierstöckige Neu- bzw. Anbauten für eine entsprechende Ergänzung der Strukturen. Ggf. müsste hierzu jedoch stellenweise in die vorhandenen Gebäudegrundrisse eingegriffen werden. Darüber hinaus könnte zu einer baulichen Abrundung der Bestandssiedlung entlang der Kußmaulstraße eine Bebauung in einem ähnlichen Duktus mit vier bis fünf Geschossen erfolgen. Mit den entsprechenden Ergänzungen und Neubauten würde eine stärkere Veränderung bzw. Neuordnung der bisher offenen, ‚fließenden‘ Gebäude- und Freiraumstrukturen einhergehen. So führen diese bspw. zu einer intensiveren baulichen Fassung der anliegenden Straßenräume und verleihen der Siedlung dadurch eine neue, prägnante stadträumliche Kontur. Gleichzeitig entstünden vorwiegend ‚geschlossene‘, abgeschirmte Blockinnenbereiche, die einen veränderten Charakter sowie eine verstärkte räumliche Gliederung der Freiflächen mit sich bringen. Zu einer möglichen Neustrukturierung der Freibereiche sowie zur Unterbringung der notwendigen Stellplätze sind nachfolgend zwei exemplarische Variante dargestellt. STRukTuRANSATZ LAgepLANAuSbAuOpTIONeN V V V IV IV IV IV IV IV IV IV IV V V IV IV IV IV IV IV IV IV Miet er g ärt en Miet er g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Gemeinschafts�lächen ca. 28 St ellpla ̈ tze ca. 28 St ellpla ̈ tze ca. 28 St ellpla ̈ tze Gemeinschafts�lächen Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en F r ei�läche Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Müll & Rad Müll & Rad Müll & Rad Platz�läche P er gola P er gola A ufg ang T G A ufg ang T G Neur eut er Str aß e B36 Josef­ S chofer­ Str aß e F riedrich­Naumann­ Str aß e Str esemannstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt­ S chumacher­ Str aß e A ugust­Bebel­ Str aß e Lud wig­ Windthorst­ Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg VIII V ­ VI IV V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher IV + Speicher IV IV IV IV IV IV V V IV + Speicher IV + Speicher IV + Speicher IV IV VIII VIII VIII VIII I I I ­ II IV + Speicher Parkdeck IV IV IV II I I I I I I I VI + Speicher Neur eut er Str aß e B36 Josef­ S chofer­ Str aß e F riedrich­Naumann­ Str aß e Str esemannstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt­ S chumacher­ Str aß e A ugust­Bebel­ Str aß e Lud wig­ Windthorst­ Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Wilhelm­Hausenst ein­ Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg V V V IV IV IV IV IV IV IV IV IV V V IV IV IV IV IV IV IV IV Miet er g ärt en Miet er g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Z ufahrt Z ufahrt Z ufahrt St ellplätze St ellplätze St ellplätze P er gola ca. 28 St ellpla ̈ tze ca. 28 St ellpla ̈ tze Carports P er gola Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en F r ei�läche Müll & Rad Müll & Rad Müll & Rad Platz�läche VIII V ­ VI IV V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher V + Speicher IV + Speicher IV IV IV IV IV IV V V IV + Speicher IV + Speicher IV + Speicher IV IV VIII VIII VIII VIII I I I ­ II IV + Speicher Parkdeck IV IV IV II I I I I I I I VI + Speicher stadtplanungsamt| 121 Eine Unterbringung der Stellplätze in den Blockinnenbereichen würde zu einer starken Beeinflussung der Freiräume, deren Nutzbarkeit sowie allgemein der Wohnqualität durch den ruhenden Verkehr führen. Deshalb wäre hier vor allem darauf zu achten, die Stellplatzanlagen als integrale Bestandteile der Freiraumstrukturen zu begreifen sowie attraktiv und verträglich auszubilden. Dies könnte bspw. über ansprechend gestaltete Carports oder berankte Pergolen erfolgen, die gleichzeitig zu einer besseren räumliche Fassungen sowie zu einer weiteren Gliederung der Flächen beitragen würden. Die Ausbildung einer weitestgehend geschlossenen Bebauungskante zum Straßenraum hätte für die Freiräume einen verstärkt ‚privaten‘ Wohnhofcharakter zur Folge, sodass bspw. für die Bewohner der Erdgeschosse ein eigener Gartenbereich vorstellbar wäre. Gleichzeitig könnten die dazwischen liegenden Räume gemeinschaftliche Nutzungen erfahren, die bspw. durch unterschiedliche Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten angereichert werden könnten. Für die Tiefgaragenzufahrten an der August-Bebel-Straße wäre zusätzlich eine bauliche Kombination mit gestalterisch ansprechenden Müll- und Radabstellanlagen denkbar. VARIANTe 1 - fReIANLAgeN / TIefgARAgeN VARIANTe 2 - fReIANLAge / ebeNeRdIgeS pARkeN 122 | Rahmenplan noRdweststadt Die Gebäude der ehemaligen Siemenssiedlung (ebenfalls Binsenschlauchsiedlung genannt) wurden Anfang der 1950er Jahre errichtet und letztmalig Mitte der 90er Jahre modernisiert. Sowohl der nördliche als auch der südliche Siedlungsabschnitt ist durch homogene, offene Bebauungsstrukturen mit gleichförmigen, überwiegend zweigeschossigen Zeilenbauten mit Satteldächern gekennzeichnet. Der Gebäudebestand befindet sich (fast) vollständig im Eigentum der VOLKSWOHNUNG, allerdings sind die Grundstücksflächen per Erbbaurecht vom Land überlassen. Die beiden Siedlungsbereiche besitzen ausgedehnte, baumbestandene Grünflächen, die oftmals nicht mehr ganz ‚zeitgemäß‘, stellenweise ohne wirkliche Nutzung oder durch mangelnde Aufenthaltsqualitäten gekennzeichnet sind. Zusammen mit dem sanierungsbedürftigen Gebäudebestand weist die Siemenssiedlung (ähnlich wie die südl. Flugplatzsiedlung) dadurch stellenweise ein unbefriedigendes Erscheinungsbild, einen Mangel an attraktiver stadträumlicher ‚Präsenz‘, eine steigerungsfähige Wohnqualität oder eine fehlende Raumbildung auf. Im Zuge einer Innenentwicklung gilt es daher auch hier, die entsprechenden Raumqualitäten nachhaltig zu verbessern und aufzuwerten. U.a. durch die verstärkte Ausbildung von attraktiven Bebauungskanten entlang der Straßenräume (besonders zur vielbefahrenen Hertzstraße und der Germersheimer Straße) oder auch die städtebauliche Akzentuierung der räumlich bedeutsamen ‚Stadtteileingänge‘ an den Einmündungsstellen entlang der Hertzstraße. Wie die Untersuchungen der Flächen- und Gebäudepotenziale gezeigt haben, bieten die einzelnen Bereiche der Siemenssiedlung, u.a. aufgrund der einheitlichen Besitzverhältnisse, den Gebäudestrukturen oder auch dem hohen Freiflächenanteil, günstige Voraussetzungen und unterschiedliche Optionen für einen weiteren Ausbau des Wohnraumangebotes sowie eine damit einhergehende Aufwertung. Für die künftige Entwicklung des nördlichen Teilbereiches eignen sich dabei besonders Dachausbauten (bzw. Neuerrichtung der Dächer / Ersatzbauten für die Satteldächer), Aufstockungen, Anbauten oder ‚ergänzende‘ Neubauten in den Freiflächen. Im südlichen Teilbereich bieten sich grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten, jedoch sind hier die Voraussetzung für etwaige Anbauten nur in einem deutlich geringeren Maße gegeben. An manchen Stellen, wie etwa den Kreuzungen an der Hertzstraße, wäre darüber hinaus ggf. auch ein Abbruch und Neubau einzelner Gebäude vorstellbar. Zum einen um die teilweise geringen Grundstücksausnutzungen zu erhöhen, zum anderen aber um an diesen Punkten durch eine entsprechende Bebauung attraktive Eingänge in die Nordweststadt auszuformulieren sowie der Hertzstraße eine neue prägnante Kontur zu verleihen. Nachfolgend werden für den nördlichen Teilbereich der Siemenssiedlung zwei exemplarische Entwicklungsszenarien und für die südliche Siemenssiedlung ein mögliches Entwicklungsszenario für eine weitere bauliche sowie freiräumliche Entwicklung bzw. Aufwertung aufgezeigt. Jedoch stellen diese, besonders aufgrund des teilweise erhaltenswerten Baumbestandes, ‚Maximalvarianten‘ dar und sind als solche zu begreifen. ausgangslage und entwicklungsoptionen ehemalige siemenssiedlung Quelle: Stadt Karlsruhe Quelle: Stadt Karlsruhe Starßennamen? geht es um das städtebauliche erwünschte oder das realistische? Städtebauliche Eignung? Realisierbarkeit? Günstig / weniger günstig stadtplanungsamt| 123 Dachausbau bestehendes Satteldach Aufstockung bestehendes Satteldach Dachausbau bestehendes Flachdach Aufstockung bestehendes Flachdach Anbau an Bestandsgebäude ‚ergänzender‘ Neubau Abriss / Neubau Neubau städtebauliche Akzentuierung Stärkung stadträumlicher Präsenz / Ausbildung von Bebauungskanten Hertzstraße Landauer Straße Germersheimer Straße Dürkheimer Straße Madenburgweg Nördlicher Teilbereich Südlicher Teilbereich Südlicher Teilbereich legende entwicklungsoptionen

  • Rahmenplan Broschuere 124-131
    Extrahierter Text

    TRANSFORMATION TRANSFORMATION 124 | Rahmenplan noRdweststadt Das dargestellte exemplarische Entwicklungsszenario zeigt die theoretische Möglichkeit einer qualifizierten Innenentwicklung vorwiegend durch Aufstockungen und ergänzende punktuelle Neubauten auf. Hierbei würden die bestehenden zweigeschossigen Zeilenbauten nach Rückbau des unausgebauten Dachstuhls um ein Wohngeschoss aufgestockt werden. Entlang der Germersheimer Straße sowie ggf. im Innenbereich der eNTWIckLuNgSSZeNARIO AufSTOckuNg / puNkTe AuSbAuOpTIONeNSTRukTuRANSäTZ e LAgepLAN fReIANLAgeN / TIefgARAgeN Siedlung wären in diesem Rahmen bspw. drei- bis viergeschossige punktförmige Neubauten denkbar. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass sich gerade im Innenbereich ein teilweise erhaltenswerter, großkroniger Baumbestand befindet. Ebenso wie im westlichen Übergangsbereich zur Hertzstraße, was die Bebaubarkeit dieser Flächen erheblich einschränken könnte. Zusätzlich besteht im Nordosten der Siedlung ein historisches Hügelgrab, das nicht überbaut werden darf. Dennoch könnten zur Hertzstraße theoretisch bspw. viergeschossige Neubauten sowie ein sechsgeschossiger ‚Hochpunkt‘ eine attraktive Bebauungskante zum Straßenraum ausbilden, die Siedlung dadurch vom Verkehrslärm abschirmen und Richtung Grünzug einen interessanten städtebaulichen Akzent setzen. Grundsätzlich wären hier ggf. durch Abbruch des Bestandsgebäudes sowie unter verstärkter Rücksichtnahme auf den Baumbestand auch andere Bebauungsansätze denkbar (bspw. aufgelockerte Punkthäuser). Durch die ergänzenden Neubauten entlang der Germersheimer Straße, könnte auch diese eine bessere räumliche Fassung sowie die Siedlung eine verstärkte stadträumliche Präsenz erhalten. Zusammen mit den neuen Gebäuden im Innenbereich würden zusätzlich die Freiflächen räumlich neu gegliedert sowie geschlossenere Wohnhöfe ausgebildet. Mit einer entsprechenden Bebauung wäre eine verstärkte Neuordnung der Freiräume verbunden. Dazu ist obenstehend ein exemplarischer Ansatz für eine mögliche Strukturierung und Aufwertung der Grünflächen sowie zur Unterbringung der erforderlichen Stellplätze in Tiefgaragen dargestellt. In diesem Rahmen könnte bspw. eine stärkere Hierarchisierung der Freiflächen in ‚private‘, gemeinschaftliche und öffentliche Bereiche stattfinden. Eine damit einhergehende veränderte Wegeführung würde die Strukturierung der Räume unterstreichen sowie die unterschiedlich nutzbaren Bereiche sinnvoll zonieren und verknüpfen. Die einzelnen Freiflächen könnten bspw. mit einladenden Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten versehen sein oder als (erweiterte) private Gartenzonen für die EG-Bewohner ausgebildet werden. Grundsätzlich sollte dabei auf den Baumbestand Rücksicht genommen und dieser in die Gestaltung miteinbezogen werden. Darüber hinaus ließen sich die notwendigen Radabstellanlagen als ansprechend gestaltete Freiraumelemente bspw. in die Wohnhöfe integrieren und ggf. mit weiteren Nebenanlagen wie etwa Abfallcontainerstandorten kombinieren. Neur eut er Str aß e B36 Josef- S chofer- Str aß e F riedrich-Naumann- Str aß e Str esemannstr aß e K uß maulstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt- S chumacher- Str aß e A ugust-Bebel- Str aß e Lud wig- Windthorst- Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm-Hausenst ein- Allee Wilhelm-Hausenst ein- Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg WE: 5 EW : 13 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 5 EW : 13 WE: 5 EW : 13 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 5 EW : 13 WE: 5 EW : 13 WE: 2 EW : 5 WE: 7 EW : 18 WE: 9 EW : 23 WE: 9 EW : 23 WE: 9 EW : 23 WE: 10 EW : 25 WE: 10 EW : 25 WE: 10 EW : 25 WE: 9 EW : 23 WE: 2 EW : 5 WE: 2 EW : 5 WE: 2 EW : 5 WE: 5 EW : 13 III III III III III III IV III III III III III II+D III III III III III III III III III III III III III III III III III III III III IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV V IV IV III III III III III III III III III IV IV IV IV III III III III III III III III III III IV III III III III III II+D III III IV VI IV IV IV IV IV IV IV III III III III IV IV IV IV IV historisches Hügelgrab Hertzstraße Neur eut er Str aß e B36 Josef- S chofer- Str aß e F riedrich-Naumann- Str aß e Str esemannstr aß e K uß maulstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt- S chumacher- Str aß e A ugust-Bebel- Str aß e Lud wig- Windthorst- Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm-Hausenst ein- Allee Wilhelm-Hausenst ein- Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg c a . 2 8 S t e l l p l a ̈ t z e P r i v a t g ä r t e n F r e i � l ä c h e A u f g a n g T G WE: 5 EW : 13 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 5 EW : 13 WE: 5 EW : 13 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 5 EW : 13 WE: 5 EW : 13 WE: 2 EW : 5 WE: 7 EW : 18 WE: 9 EW : 23 WE: 9 EW : 23 WE: 9 EW : 23 WE: 10 EW : 25 WE: 10 EW : 25 WE: 10 EW : 25 WE: 9 EW : 23 WE: 2 EW : 5 WE: 2 EW : 5 WE: 2 EW : 5 WE: 5 EW : 13 III III III III III III IV III III III III III II+D Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 20 St ellpla ̈ tze ca. 16 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 20 St ellpla ̈ tze Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Pri v at g ärt en Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Zufahrt TG Zufahrt TG Zufahrt TG Zufahrt T G Zufahrt TG Zufahrt TG Zufahrt TG Zufahrt TG Z ufahrt T G Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en F r ei�läche F r ei�läche F r ei�läche F r ei�läche F r ei�läche Spiel wiese Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Platz�läche Platz�läche Platz�läche Platz�läche halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün ca. 34 St ellpla ̈ tze ca. 21 St ellpla ̈ tze ca. 21 St ellpla ̈ tze ca. 21 St ellpla ̈ tze ca. 40 St ellpla ̈ tze ca. 18 St ellpla ̈ tze ca. 28 St ellpla ̈ tze ca. 18 St ellpla ̈ tze III III III III III III III III III III III III III III III III III III III III IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV V IV IV III III III III III III III III III IV IV IV IV III III III III III III III III III III IV III III III III III II+D III III IV VI IV IV IV IV IV IV III III III III IV IV IV IV IV III IV Hertzstraße TRANSFORMATION TRANSFORMATION TRANSFORMATION stadtplanungsamt| 125 Das dargestellte exemplarische Entwicklungsszenario zeigt die theoretische Möglichkeit einer qualifizierten Innenentwicklung durch Aufstockungen, winkelförmige Anbauten sowie ergänzende punktuelle Neubauten auf. Auch in diesem Falle würden die bestehenden zweigeschossigen Bestandsgebäude anstatt des Satteldaches um ein Wohngeschoss aufgestockt werden und damit AuSbAuOpTIONeNSTRukTuRANSäTZ e LAgepLAN fReIANLAgeN / TIefgARAgeN eNTWIckLuNgSSZeNARIO AufSTOckuNg / puNkTe / WINkeL zu einer verstärkten Raumbildung beitragen. Entlang der Germersheimer Straße wären wiederum drei- bis viergeschossige punktuelle Neubauten vorgesehen, welche eine aufgelockerte Bebauungskante zum Straßenraum ausbilden sowie die Innenbereiche räumlich begrenzen bzw. fassen. Dagegen könnten diesmal die in Nord- Süd-Richtung verlaufenden Zeilenbauten teilweise z.B. winkelförmige Anbauten mit drei Geschossen und einem vierstöckigen ‚Kopfbau‘ als zusätzlichen Für eine mögliche Neustrukturierung und Aufwertung der Freibereiche im Zuge einer entsprechenden Bebauung sowie zur Unterbringung der damit einhergehenden Stellplatzbedarfe in Tiefgaragen ist oben ein exemplarischer baulichen Akzent erhalten. Da die Stirnseiten der Bestandsgebäude Fensterflächen aufweisen, müsste dazu allerdings in die vorhandenen Wohngrundrisse eingegriffen werden. Um der Siedlung einen prägnanten baulichen Abschluss zu verleihen, könnte im westlichen Bereich Richtung Hertzstraße ggf. abermals eine Bebauung mit viergeschossigen winkelförmigen Neubauten sowie einem markanten sechsstöckigen ‚Hochpunkt‘ angedacht werden. Im Vergleich zum vorherigen Szenario mit einer punktförmigen Bebauung der Innenbereiche, würde durch die Anbauten eher der offene, ‚fließende‘ Charakter der Gebäude- und Freiraumstrukturen bewahrt und hervorgehoben. Dennoch führen die Neubauten zu einer verstärkten räumlichen Gliederung und baulichen Akzentuierung der Freiflächen. Ansatz aufgezeigt. Grundsätzlich könnte speziell durch die Strukturen dieses Szenarios sowohl der bisher einheitliche, offene Duktus der weitläufigen, gemeinschaftlichen Grünflächen erhalten bleiben, oder ebenfalls eine intensivere Zonierung und Hierarchisierung der Freiräume in ‚private‘ und halböffentliche Bereiche erfolgen. In diesem Falle könnten bspw. erneut die EG-Wohnungen eigene bzw. erweiterte Gartenflächen erhalten sowie gleichzeitig unterschiedlich nutzbare, gemeinschaftliche Freiräume ausgebildet werden. Neben einzelnen baumbestandenen Wiesenflächen wäre bspw. eine platzartige Ausgestaltung der Innenhöfe denkbar, die attraktiv die Flächen oberhalb der Tiefgaragen nutzt. Zusätzlich könnten in diesen Bereichen gestalterisch ansprechende Müll- und Radabstellanlagen untergebracht sein, wie auch belebende Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten. Neur eut er Str aß e B36 Josef- S chofer- Str aß e F riedrich-Naumann- Str aß e Str esemannstr aß e K uß maulstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt- S chumacher- Str aß e A ugust-Bebel- Str aß e Ludwig- Windthorst- Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm-Hausenst ein- Allee Wilhelm-Hausenst ein- Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg III III III III III III III III III III III III III III III III III III III III IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV V IV IV III III III III III III III III III III III III IV IV IV IV IV IV VI IV III III III III III IV IV IV IV IV IV III III III III III III IV III III III III III II+D historisches Hügelgrab Hertzstraße c a . 2 8 S t e l l p l a ̈ t z e P r i v a t g ä r t e n F r e i � l ä ä c e A u f g a n g T G III III III III III III III III III III III III III III III III III III III III IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV V IV IV III III III III III III III III III Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Spielwiese Z ufacrt T G Z ufacrt T G Z ufacrt T G Z ufacrt T G Z ufacrt T G Z ufacrt T G Z ufacrt T G Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Plat��lääce Plat��lääce Plat��lääce Plat��lääce Plat��lääce Plat��lääce calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün ca. 20 St ellpla ̈ tze ca. 55 St ellpla ̈ tze ca. 20 St ellpla ̈ tze ca. 20 St ellpla ̈ tze ca. 20 St ellpla ̈ tze ca. 26 St ellpla ̈ tze III III III IV IV IV IV IV IV VI IV III III III III III III IV IV IV IV IV IV IV III III III III III III IV III III III III III II+D Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 20 St ellpla ̈ tze ca. 16 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 20 St ellpla ̈ tze Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri v at g ärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Pri vatgärt en Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Frei�lääce Zufacrt TG Zufacrt TG Zufacrt TG Zufacrt T G Zufacrt TG Zufacrt TG Zufacrt TG Zufacrt TG Z ufacrt T G Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün calböffentliäces Grün Hertzstraße Dürkheimer Straße TRANSFORMATION TRANSFORMATION Neur eut er Str aß e B36 Josef- S chofer- Str aß e F riedrich-Naumann- Str aß e Str esemannstr aß e K uß maulstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt- S chumacher- Str aß e A ugust-Bebel- Str aß e Lud wig- Windthorst- Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm-Hausenst ein- Allee Wilhelm-Hausenst ein- Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg WE: 5 EW : 13 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 5 EW : 13 WE: 5 EW : 13 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 5 EW : 13 WE: 5 EW : 13 WE: 2 EW : 5 WE: 7 EW : 18 WE: 9 EW : 23 WE: 9 EW : 23 WE: 9 EW : 23 WE: 10 EW : 25 WE: 10 EW : 25 WE: 10 EW : 25 WE: 9 EW : 23 WE: 2 EW : 5 WE: 2 EW : 5 WE: 2 EW : 5 WE: 5 EW : 13 III III III III III III IV III III III III III II+D III III III III III III III III III III III III III III III III III III III III IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV V IV IV III III III III III III III III III IV IV IV IV III III III III III III III III III III IV III III III III III II+D III III IV VI IV IV IV IV IV IV III III III III IV IV IV IV IV III IV II + DG II + DG II + DG I + DG I + DG I + DG II + DG II + DG 126 | Rahmenplan noRdweststadt LAgepLAN Das dargestellte exemplarische Entwicklungsszenario zeigt die theoretische Möglichkeit einer qualifizierten Innenentwicklung durch Aufstockungen und ergänzende Neubauten in den Freibereichen auf. Dabei könnten, analog zum nördlichen Abschnitt der Siemenssiedlung, die bestehenden zweigeschossigen Satteldachbauten nach Rückbau des Dachstuhls ebenfalls um ein Wohngeschoss erweitert werden. Entlang der Hertzstraße wäre bspw. eine drei- bis viergeschossige Neubebauung möglich, die sowohl dem Straßenraum eine neue prägnante Kontur als auch der Siedlung eine verstärkte stadträumliche Präsenz sowie ein attraktives Erscheinungsbild verleiht. Dadurch könnte nicht nur die stark befahrene Hertzstraße etwas von ihrem ‚Durchgangsstraßencharakter‘ verlieren, sondern auch die bisher offenen Freibereiche der Siedlung baulich gefasst und zu attraktiven, vom Straßenlärm abgeschirmten Wohnhöfen ausgebildet werden. Ggf. wäre dazu auch eine massivere Schallschutzbebauung vorstellbar und erforderlich (bspw. durch eine bauliche Verbindung mit den Bestandsgebäuden). Ebenso müssten entsprechende passive Schallschutzmaßnahmen für die Aufstockungen geprüft und ggf. vorgesehen werden. Zusätzlich ist zu beachten, dass auch hier stellenweise erhaltenswerter Baumbestand vorhanden ist, der ggf. eine Bebaubarkeit der Freiflächen bzw. die Errichtung von Tiefgargen einschränkt. Am Knotenpunkt der Landauer Straße mit der Hertzstraße könnte durch eine markante Neubebauung der wichtige Stadtteileingang bzw. Auftakt zur ‚attraktiven Mitte‘ städtebaulich ausformuliert und akzentuiert werden (ev. sogar mit einer entsprechenden (Laden-) Nutzung). Dazu wäre ggf. auch ein Abbruch einzelner Bestandsgebäude und die Einbeziehung der Flächen in eine Neubaubebauung durchaus vorstellbar. So wäre bspw. auch im südlichen Bereich Richtung Madenburgweg ebenfalls eine stärkere und prägnantere Bebauung (als dargestellt) vorstellbar. AuSbAuOpTIONeN STRukTuRANSäTZ e eNTWIckLuNgSSZeNARIO AufSTOckuNg / puNkTe Neur eut er Str aß e B36 Josef- S chofer- Str aß e F riedrich-Naumann- Str aß e Str esemannstr aß e K uß maulstr aß e P ostw eg Landauer Str aß e S ch w eigener Str aß e Ber gzabener Str aß e K urt- S chumacher- Str aß e A ugust-Bebel- Str aß e Lud wig- Windthorst- Str aß e Madenbur gw eg Binsenschlauch w eg Dur lacher W eg Hertzstr aß e K uß maulstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Hertzstr aß e Wilhelm-Hausenst ein- Allee Wilhelm-Hausenst ein- Allee Bonner Str aß e Wiesbadener Str aß e Binger Str aß e Ber liner Str aß e F r ank enthaler Str aß e W eiß enbur ger Str aß e Dür kheimer Str aß e Germersheimer Str aß e K aiserslaut erner Str aß e T rier er Str aß e Moltk estr aß e Nancy str aß e Siemensallee K ar lsruher W eg c a . 2 8 S t e l l p l a ̈ t z e P r i v a t g ä r t e n F r e i � l ä c h e A u f g a n g T G WE: 5 EW : 13 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 5 EW : 13 WE: 5 EW : 13 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 4 EW : 10 WE: 5 EW : 13 WE: 5 EW : 13 WE: 2 EW : 5 WE: 7 EW : 18 WE: 9 EW : 23 WE: 9 EW : 23 WE: 9 EW : 23 WE: 10 EW : 25 WE: 10 EW : 25 WE: 10 EW : 25 WE: 9 EW : 23 WE: 2 EW : 5 WE: 2 EW : 5 WE: 2 EW : 5 WE: 5 EW : 13 III III III III III III IV III III III III III II+D Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 20 St ellpla ̈ tze ca. 16 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 18 Stellplätze ca. 20 St ellplä tze Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Pri v at g ärt en Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Privatgärten Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Frei�läche Zufahrt TG Zufahrt TG Zufahrt TG Zufahrt T G Zufahrt TG Zufahrt TG Zufahrt TG Zufahrt TG Z ufahrt T G Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en Pri v at g ärt en F r ei�läche F r ei�läche F r ei�läche F r ei�läche F r ei�läche Spiel wiese Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Z ufahrt T G Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Rad & Müll Platz�läche Platz�läche Platz�läche Platz�läche halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün halböffentliches Grün ca. 34 St ellpla ̈ tze ca. 21 St ellpla ̈ tze ca. 21 St ellpla ̈ tze ca. 21 St ellpla ̈ tze ca. 40 St ellpla ̈ tze ca. 18 St ellpla ̈ tze ca. 28 St ellpla ̈ tze ca. 18 St ellpla ̈ tze III III III III III III III III III III III III III III III III III III III III IV IV IV IV IV IV IV IV IV IV V IV IV III III III III III III III III III IV IV IV IV III III III III III III III III III III IV III III III III III II+D III III IV VI IV IV IV IV IV IV III III III III IV IV IV IV IV III IV II + DG I + DG II + DG II + DG II + DG stadtplanungsamt| 127 Durch die Neubauten entlang der Hertzstraße sowie die damit einhergehende bauliche Fassung der Freibereiche würden diese eine neue räumliche Qualität erlangen und könnten gleichzeitig zu attraktiven, einladenden Innenhöfen aufgewertet werden. Dazu ist nebenstehend ein beispielhafter Ansatz dargestellt, der gleichzeitig eine Möglichkeit zur Unterbringung der Stellplätze in Tiefgaragen aufzeigt. Als vorteilhaft könnte sich dabei erweisen, dass stellenweise zur Hertzstraße ein leichter Geländeversprung vorhanden ist, der nicht nur die Freiräume nochmals vom Straßenraum abhebt, sondern ggf. eine geschickte Teileingrabung der Tiefgaragen gestattet. Daneben würde sich anbieten, die Wohnhöfe zu gemeinschaftlichen Grün- und Platzflächen auszubilden, die bspw. durch Aufenthalts- oder Spielmöglichkeiten unterschiedlich nutzbar sind. Die teils vorhandenen Terrassen und Gartenbereiche der EG-Wohnungen könnten dabei erhalten, ggf. erweitert und gestalterisch miteinbezogen werden. Wie auch das bestehende Wegenetz in seiner Systematik beibehalten und ergänzt werden könnte. Darüber hinaus wäre es bspw. denkbar die Tiefgarageneinfahrten baulich mit gestalterisch ansprechenden Müll- und Radabstellanlagen zu kombinieren. ScHemAANSIcHT H eRTZSTRASSe mIT bLI ck NAcH OSTeN fReIANLAgeN / TIefgARAgeN II IIIIII IV Starßennamen? geht es um das städtebauliche erwünschte oder das realistische? Städtebauliche Eignung? Realisierbarkeit? Günstig / weniger günstig 128 | Rahmenplan noRdweststadt Dachausbau bestehendes Satteldach Aufstockung bestehendes Satteldach Dachausbau bestehendes Flachdach Aufstockung bestehendes Flachdach Anbau an Bestandsgebäude ‚ergänzender‘ Neubau Abriss / Neubau Neubau städtebauliche Akzentuierung Stärkung stadträumlicher Präsenz / Ausbildung von Bebauungskanten legende entwicklungsoptionen ausgangslage und entwicklungsoptionen kesselbeRgweg Die Bebauung am Kesselbergweg entstand gegen Ende der 1940er Jahre und wird aus fünf zweigeschossigen Zeilenbauten mit Satteldächern gebildet. Zwischen den offenen, gleichförmigen Gebäudestrukturen befinden sich größere, gemeinschaftliche Grünflächen mit teilweise großkronigem Baumbestand, welcher vorwiegend entlang der nordöstlichen Flurstücksgrenze liegt. Die Gebäude sind im Besitz der VOLKSWOHNUNG, wobei die Grundstücke per Erbpacht überlassen sind. Aktuell weist die Siedlung ein eher schlichtes, wenig ansprechendes Erscheinungsbild auf. Was u.a. an den einfachen Siedlungsbauten liegt, die nach Aussage der VOLKSWOHNUNG aufgrund ihrer Gebäudesubstanz als nicht mehr sanierungswürdig anzusehen sind. Ein potenzieller Um- und Ausbau, bspw. durch Aufstockungen oder Anbauten, erweist sich deshalb nicht mehr als sinnvoll, sodass für diesen Bereich perspektivisch nur ein Abriss des Bestandes und eine Neubebauung in Frage kommt. Dabei bietet sich nicht nur die Gelegenheit, neuen attraktiven Wohnraum zu schaffen, sondern u.a. auch eine bessere räumliche Fassung des Kesselbergwegs durch eine entsprechende Bebauungskante zu erreichen. Grundsätzlich sollte aber sowohl auf den Baumbestand als auch auf die umliegende Nachbarbebauung Rücksicht genommen werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Kesselbergweg gegenwärtig nur über ein schmales Straßenprofil verfügt. Nachfolgend ist ein exemplarisches Entwicklungsszenario für eine mögliche Neubebauung dargestellt. Quelle: Stadt Karlsruhe ISA STUTTGART | KARlSRUhe NoRdweSTSTAdT0065 ungenutzte Freiräume zwischen den gebäu- den. die gestaltung mit nadelgewächsen erscheint nicht zeit- gemäß. ein grüner industrie- zaun schottet das ge- biet vom straßenraum ab. Beengte gehwegsi- tuation aufgrund des ruhenden verkehrs. ISA STUTTGART | KARlSRUhe NoRdweSTSTAdT0065 ungenutzte Freiräume zwischen den gebäu- den. die gestaltung mit nadelgewächsen erscheint nicht zeit- gemäß. ein grüner industrie- zaun schottet das ge- biet vom straßenraum ab. Beengte gehwegsi- tuation aufgrund des ruhenden verkehrs. TRANSFORMATION II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+ DG II+DG II+DG IX IX IX VII VII VII VIII VI II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG III II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG IV+DG III+DG III+DG III+DG III+DG V V V V V V II+DG II+DG II+DG II+DG IX IX IV IV IV VI VI VI VI VI IV II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG VII VII I I I I I I I I I V V V I V V V V V V V II+DG II+DG II+DG VI IV IV IV VII VII VII VII VII II+DG II+DG II+DG II+DG I II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II II II II II III II I V VII VII V II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+ DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II +DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG II+DG I II I II+DG II+DG III III III IV IV IV IV Kesselbergweg Donnersbergweg Nancystraße Postweg stadtplanungsamt| 129 entwicklungsszenaRio abRiss / neubau schemaansicht blick Von noRdost nach südwest Nach Rückbau des Bestandes könnten auf dem ungefähren Standort bzw. ‚Fußabdruck‘ der ursprünglichen Gebäude neue drei- bis viergeschossige Winkelbauten errichtet werden. Dies würde zum einen ggf. ermöglichen, den Baumbestand weitestgehend zu erhalten, zum anderen die bisherige räumliche Situation besonders in Bezug auf die nördliche Nachbarbebauung zu bewahren. Nach Norden könnten die Neubauten daher drei Geschosse aufweisen, was annähernd der Firsthöhe der alten Gebäude entsprechen würde. Zur Nancystraße wären, auch in Bezug auf die gegenüberliegende Bestandsbebauung, vier Geschosse denkbar. Ebenso für die Neubauten entlang des Kesselbergwegs. Diese würden nicht nur dem Kesselbergweg ein neues, angebrachtes Erscheinungsbild geben, sondern zugleich auch ‚privatere‘ Innenhöfe ausbilden. Die erforderlichen Stellplätze könnten bspw. teils entlang des Straßenraumes oder in Tiefgaragen untergebracht werden. STRukTuRANSäTZ e AuSbAuOpTIONeN Quelle: VOLKSWOHNUNG Quelle: VOLKSWOHNUNG IV + DIV IV III Nancystraße 130 | Rahmenplan noRdweststadt kuRZ uNd kNApp AuSgANgSLAge / übeRbLIck „„ kaum freie Flächen zum Ausbau des Wohnraumangebotes vorhanden „„ entsprechende flächenmäßige oder gebäudebezogene Potenziale, in unterschiedlichen Größenordnungen und Ausprägungen, ausschließlich innerhalb der Bestandsstrukturen gegeben „„ die einzelnen Bestandsgebiete weisen jeweils eigene Voraussetzungen, Eignungen, Möglichkeiten oder auch Bedarfe für eine Innenentwicklung auf „„ deshalb bedürfen sie unterschiedlich hoher Prioritäten sowie differenzierter Herangehensweisen und Konzepte, zur Mobilisierung der jeweiligen Potenziale „„ die Bereiche mit großflächigen Zeilen- und Geschoßwohnungsbaustrukturen verfügen über erhebliche ‚Ausbaureserven‘, unterschiedliche Entwicklungsoptionen, aber auch entsprechender Handlungserfordernisse für eine qualifizierte Innenentwicklung, und besitzen somit prioritären Stellenwert „„ die Bereiche mit kleinteiligen Bebauungsstrukturen weisen nur bedingt und in sehr viel kleinerem Umfang Potenziale für eine Ergänzung des Wohnangebotes auf (überwiegend durch eigeninitiierten Ausbau der Bestandsgebäude) AufgAbeN uNd ZIeLe „„ Qualifizierung, Anreicherung und Ausbau des Wohnraumangebotes, aber auch Aufwertung und Stärkung der Stadt-, Bebauungs- und Freiraumstrukturen durch eine behutsame und verträgliche qualifizierte Innenentwicklung „„ Entwicklung differenzierter Ansätze, Konzepte und Verfahrensweisen zur gezielten und gesteuerten Mobilisierung der unterschiedlichen Potenziale der Bereiche ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ weitere vertiefende Untersuchung der jeweiligen Voraussetzungen, Eignungen, Restriktionen und Optionen für eine qualifizierte Innenentwicklung Bereiche mit großflächigen Innenentwicklungspotenzialen / -erfordernissen: „„ Entwicklung und Abstimmung entsprechender übergreifender, gesamtheitlicher (städtebaulicher, freiräumlicher und architektonischer) Konzepte und (Bauleit-) Planungen für eine qualifizierte Innenentwicklung (bspw. durch Studien, Mehrfachbeauftragungen, Wettbewerbe) „„ Einbeziehung der Eigentümer- und Bewohnerschaft sowie der Allgemeinheit „„ Ergänzung mit attraktiven, neuen Wohnraumangeboten und Förderung einer sozialen Durchmischung „„ ggf. Anwendung KAI (Karlsruher Innenentwicklungskonzept) zur Schaffung sozial geförderten Wohnraums und Teilübernahme gebietsbezogener Infrastrukturkosten „„ Aufwertung und Stärkung der jeweiligen Bebauungs- und Freiraumstrukturen, der Wohnqualität sowie des Umfeldes „„ Ausbildung attraktiver stadt- und freiräumlicher ‚Präsenz‘, angebrachter städtebaulicher Kanten, markanter Orte, ‚Adressen‘ und Entréesituationen Kleinteilige ‚Transformationsbereiche‘: „„ (bedarfsweise) Überprüfung der jeweiligen baurechtlichen Situation, auf sinnvolle, zeitgemäße Bestimmungen, zur Ermöglichung des Ausbaus des Wohnraumangebotes. Sofern angebracht und verhältnismäßig ggf. Anpassung bzw. Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans (bspw. bei größerem Interesse der Eigentümerschaft oder angrenzenden großflächigen Entwicklungen) „„ Wahrung der Qualitäten und Charakteristika der Siedlungsbereiche bzw. Vermeidung einer negativen Überformung stadtplanungsamt| 131

  • Rahmenplan Broschuere 132-139
    Extrahierter Text

    WALTHER­RATHENAU­PLATZ SCHÜLERHORT KIRCHE WOHNEN WOHNEN WOHNEN WOHNEN TANKSTELLE VERSORGUNG VERSORGUNG AREAL ANEBOSWEG PENNY NAHVERSORGUNS­ ZENTRUM STADTBAHN­ HALTESTELLE REWE SCHULE KJH KIGA LAND A UER S TRA SSE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE HER TZS TRA SSE GR ÜNZUG ‚AL TER FL UGPLA TZ‘ K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE NEUBAU EV. GEMEINDEZENTRUM SINNESWÄLDCHEN BOLZPLATZ WÄLDCHEN AREAL NANCYSTRASSE 132 | Rahmenplan noRdweststadt ausgangslage ‚ATTRAkTIVe mITTe‘ Luftbild: Stadt Karlsruhe skizzen aus den arbeitsgruppen der planungswerkstatt innerhalb des dialogprozesses stadtplanungsamt| 133 übeRblick / einfühRung Neue ImpuLS e uNd peRSpekTIVeN füR eIN e ‚ATTRAkTIVe mITTe‘! Die verschiedenen kleinteiligen Dienstleistungs- und Nahversorgungsstrukturen an der Landauer Straße, die beiden Lebensmittelmärkte an der Josef-Schofer- Straße sowie das vielfältige Angebot sozialer Einrichtungen des Gemeinbedarfs im Umfeld des Walther-Rathenau-Platzes, der Kurt-Schumacher-Straße und der Wilhelm-Hausenstein-Allee bilden die ‚gefühlte Mitte‘ der Nordweststadt [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘]. Dementsprechend hoch ist die Bedeutung dieses Bereiches für den gesamten Stadtteil. Jedoch ist dessen wichtige strukturelle Rolle und Funktion momentan noch nicht hinreichend spür- und ablesbar. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass in der Nordweststadt eine lebendige, attraktive und identitätsstiftende Mitte schmerzlich vermisst wird. Dem gesamten Bereich fehlt es bisweilen nicht nur an einer entsprechenden Ausstrahlungskraft bzw. wahrnehmbaren stadträumlichen Präsenz, sondern u.a. stellenweise auch an einer adäquaten Raumbildung, ansprechenden Attraktivität der (Straßen-) Räume, des Gebäudebestandes, des Erscheinungsbildes der Geschäfte oder an einladender Aufenthaltsqualität der öffentlichen Freiflächen. Darüber hinaus finden sich kaum wieder erkennbare, stadtbildprägende Gebäude oder Orte [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘]. Zudem sind die einzelnen Nutzungen und Räume gegenwärtig strukturell und funktional wenig miteinander ‚verknüpft‘, und scheinen noch kein richtiges ‚Zusammenspiel‘ im Stadtgefüge gefunden zu haben (wie bspw. der Walther- Rathenau-Platz oder der Standort der Lebensmittelmärkte mit der Landauer Straße). Was häufig auch an der ‚isolierten‘, in sich gekehrten Lage einzelner Einrichtungen und Flächen liegen mag, die sich oftmals sogar vom Stadtraum ‚abwenden‘ und hinter Zäunen, Hecken, Parkplätzen oder Grünflächen ‚verbergen‘, wie bspw. teils die angrenzenden Wohnnutzungen oder die verschiedenen Betreuungs- und Schuleinrichtungen. Diese tragen somit kaum zu einer Ausbildung attraktiver Stadträume, ansprechenden Fassung der Straßen oder einem gefälligen Stadtbild bei. Alles in allem entfaltet der gesamte Bereich momentan wenig ‚urbanes‘ Flair, lebendige Atmosphäre oder einladende Anziehungskraft. Entsprechend gilt es künftig verstärkt, die einzelnen Stadträume, Nutzungen und Einrichtungen als zusammenhängende ‚attraktive Mitte‘ weiter zu profilieren, zu aktivieren, zu verknüpfen sowie baulich, gestalterisch und funktional aufzuwerten. Dabei sollten die einzelnen Bereiche gemäß ihrer jeweiligen Voraussetzungen und Standortbegabungen gezielt herausgearbeitet, weiterentwickelt und gestärkt werden. So gilt es bspw. die Landauer Straße zur zentralen ‚Einkaufs- und Flaniermeile‘ der Nordweststadt zu machen, den Walther-Rathenau-Platz als ‚soziale, gemeinschaftliche Mitte‘ herauszustellen sowie den Nahversorgungsschwerpunkt an der Josef-Schofer-Straße über die Kurt-Schumacher-Straße attraktiv einzubinden. Dazu bedarf es nicht nur eines Bündels unterschiedlicher kurz- bis langfristiger Maßnahmen und Anstrengungen von kommunaler aber auch privater bzw. bürgerschaftlicher Seite, sondern sicherlich ebenfalls eines zum Teil ‚langen Atems‘. Allerdings ist durch die verschiedenen laufenden und anstehenden Projekte auch schon ein beachtlicher Entwicklungsprozess im Gange. So stellen bspw. der markante Neubau der ev. Petrus-Jakobus-Gemeinde zusammen mit der zeitnah geplanten Neugestaltung des Walther-Rathenau-Platzes erste wichtige Bausteine und Impulse für eine ‚attraktive Mitte‘ dar. Darüber hinaus zeichnen sich perspektivisch an verschiedenen Stellen, vor allem auf dem frei werdendem Schulareal am Anebosweg, neue Möglichkeiten für eine weitere bauliche und programmatische Aufwertung ab [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚Perspektivflächen‘]. In diesem Zuge sollten auch die potenziellen Chancen zur Ergänzung der Nahversorgungsstruktur und Belebung des Stadtraums (bspw. durch Gastronomie / Stadtteileinrichtungen) ergriffen werden. Prinzipiell gilt es nun, die bestehende Dynamik zu nutzen und den gesamten Bereich schrittweise und nachhaltig aufzuwerten. Dazu könnte auch über die Ausweisung eines Sanierungsgebietes bzw. die Beantragung einer Aufnahme in ein entsprechendes Förderprogramm nachgedacht werden (bspw. ‚Aktive Orts- und Stadtteilzentren‘). WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRASSE BINGER S TRASSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­ S TRA SSE Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­S iemens­Sc hule Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en A lt en w ohnheim Wilhe lm­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem R udolf­ S t einer­ K inder g art en P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en K JH Neuapost . K ir c he Schüler hort * * * * * * * * * A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Erhalt / Stärkung Ladennutzung Stärkung Verknüpfung S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g ‚SINNESWÄLDCHEN‘ Optimierung Querung Fuß­ und Radverkehr ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße g g f . B u s h a l t e s t e l l e A u s f o r m u l i e r u n g A u f t a k t s i t u a t i o n A t t r a k t i v i e r u n g e h e m . F r e i h a l t e t r a s s e N e u o r d n u n g P a r k r a u m N e u o r d n u n g P a r k p r a u m Erhalt Wäldchen Neuordnung Gelenkraum B e l e b u n g F r e i b e r e i c h A u s b i l d u n g A u f e n t h a l t s b e r e i c h e E r h a l t B o l z p l a t z A u s b a u F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A u f w e r t u n g / A t t r a k t i v i e r u n g G r ü n r a u m Neuordnung Straßenraum / Haltestellenbereich Optimierung Querungssituation A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n r a u m g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n MEHRGENERATIONENCAMPUS S t ä r k u n g / N e u a n l a g e W e g e v e r b i n d u n g ‚Sichtbarmachung‘ zum Straßenraum Ausbildung attraktive Eingangssituation i n t e r n e D u r c h w e g u n g s t ä r k e n g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s r ä u m e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Q u a r t i e r s t r e f f p u n k t Optimierung Querung ‚ S t a d t b a l k o n ‘ ‚ G r ü n e P r o m e n a d e ‘ Stärkung Grünverbindung Optimierung Knotenpunkt Erhalt Grünverbindung Prüffläche Wohnen S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m S t ä r k u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A u f s c h l i e ß e n / N u t z b a r m a c h e n G r ü n z u g Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A t t r a k t i v i e r u n g N e u o r d n u n g O p t i m i e r u n g P a r k r a u m Aufwertung Vorbereich Vereinsheim g g f . A u s b i l d u n g K a n t e Optimierung Knotenpunkt A t t r a k t i v i e r u n g S t r a ß e n r a u m S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A t t r a k t i v i e r u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Ausbildung ‚Stadtanger‘ A k t i v i e r u n g A u ß e n b e r e i c h e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u s b i l d u n g ‚ S t a d t b a l k o n ‘ Stärkung Grünverbindung Ausformulierung Auftaktsituation Ausformulierung Auftaktsituation Aufwertung Stadtbahn­Haltestelle Stärkung Verknüpfung ‚ G r ü n e P r o m e n a d e ‘ ‚ g r ü n e P r o m e n a d e ‘ g g f . m a r k a n t e r N e u b a u ggf. markanter Neubau ggf. Aufstockung ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / N e u b e b a u u n g S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g S t ä r k u n g / F ö r d e r u n g N a h v e r s o r g u n g s s t r u k t u r A u f w e r t u n g G e b ä u d e b e s t a n d ‚Öffnung‘ /Präsenz/ ‚Sichtbarmachung‘ zu r Straße A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e perspektivische Nachnutzung A u s b i l d u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚AREAL ANEBOSWEG‘ Ausbildung stadträumlicher Präsenz/ Ausbildung Kante S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g Präsenz / Belebung Präsenz / Belebung ‚Öffnung‘ / Präsenz A u fw e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n ehem. Freihaltetrasse ­ Belebung ­ Aktivierung Freiflächen ­ Ausbildung Quartierstreffpunkt ­ Erhöhung Nutzungsvielfalt ­ Verbesserung / Ausbau Fuß­ und Radwegeverknüpfung ­ Neuordnung Parkraum ­ Verknüpfung Freibereich ‚Areal Nancystraße‘ ­ Erhalt Wäldchen Areal Nancystraße ­ Entwicklungsfläche Wohnen ­ Unterbringung Pflegeheim / Kita ­ Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkt ­ Wegeverknüpfung Fuß­ und Radwege ehem. Freihaltetrasse / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Verknüpfung mit Grünzug ­ Anbindung an Umgebung Ankunft Süd ­ Optimierung Kreuzungsbereich ­ Stärkung Wegeverbindung Fuß­ und Radwege ­ Verknüpfung Grünzug / Areal Nancystraße / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Stadtbalkon ­ Zugang ‚Grüne Promenade‘ WALTHER­RATHENAU­PLATZ SPIELPLATZ AREAL NANCYSTRASSE HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Potenzialbereich Qualifizierte Innenentwicklung Potenzialbereich Qualifizierte Innenentwicklung Potenzialbereich Qualifizierte Innenentwicklung Potenzialbereich Qualifizierte Innenentwicklung perspekti vische V er knüpfung Landauer Straße ­ Profilierung als ‚Einkaufsstraße‘ ­ Erhalt / Stärkung Nahversorgungsstandort ­ Ausbau / Aktivierung / Verknüpfung Nutzungen ­ Aufwertung / Attraktivierung / Neuordnung Straßenraum ­ Ausbildung ‚Stadtanger‘ ­ Neuordnung Parkplätze ­ Aktivierung Außenbereiche ­ Optimierung Querungen ­ Stärkung stadträumlicher Präsenz ­ Aufwertung Gebäudebestand ­ Verknüpfung mit Walther­Rathenau­Platz / Kurt­Schumacher­Straße ‚Entrée West‘ ­ Optimierung Knotenpunkt ­ Ausformulierung Eingangssituation ­ Ausbildung stadträumlicher Präsenz ­ ggf. markanter Neubau ­ Verknüpfung Landauer Straße / Grünzug / Rennbuckelsiedlung ‚Entrée Ost‘ ­ Ausformulierung Eingangssituation ­ Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkt ­ Ausbildung stadträumlicher Präsenz / ggf. markanter Neubau ­ Einbindung / Anbindung Nahversorgungszentrum ­ Aufwertung Stadtbahn­Haltestelle ­ Optimierung multimodaler Umsteigepunkt ­ Stärkung Grünverbindung ‚Alter Flugplatz‘ ­ Ausbildung ‚Stadtbalkon‘ ­ Auftakt ‚grüne Promenade‘ ­ Areal Anebosweg ­ Transformation / Entwicklung ehemaliges Schulareal ­ mittelfristige Nachnutzung mit unterschiedlichen belebenden Nutzungen ­ attraktive, hochwertige Bebauung ­ Ausbildung stadträumlicher Präsenz ­ Ausgestaltung attraktiver Vorbereiche / Stadträume ­ Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkt ­ Verknüpfung Landauer Straße / Walther­Rathenau­Platz ­ Einbindung / Integration in ‚Attraktive Mitte‘ ­ ggf. Unterbringung Bürgertreff / KJH Kurt­Schumacher­Straße ­ Ausbildung / Stärkung Verknüpfung Landauer Straße / Nahversorgungszentrum ­ Attraktivierung / ggf. Neuordnung Straßenraum ­ Aufwertung Wegeräume ­ Optimierung Querungen ­ Nutzbarmachung / Aufwertung Grünflächen ­ Stärkung stadt­ / freiräumlicher Präsenz ­ Aufwertung der südlich anliegenden, privaten Freiflächen ENTRÉE ‚AL TER FL UGPLA T Z‘ NAHVERSORGUNGSZENTRUM Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ Walther­Rathenau­Platz ­ Umsetzung Neugestaltung ­ Profilierung / Aufwertung / Stärkung als soziale gemeinschaftliche Mitte ­ Stärkung stadträumliche Einbindung ­ Stärkung als Nachbarschaftstreffpunkt ­ Belebung / Aktivierung ­ ‚Öffnung‘ zur Straße ­ Verknüpfung mit anliegenden Randnutzungen ­ Aufwertung durch perspektivische Nachnutzungsflächen (Schülerhort / Tankstelle) ­ Verknüpfung mit Landauer Straße ­ Stärkung Verknüpfung ‚Sinnenswäldchen‘ ­ Optimierung Querung Straßenraum * A u f w e r t u n g / N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Ausformulierung Entrée / städtebauliche Akzentuierung städtebauliche Akzentuierung Ausformulierung Entrée / städtebauliche Akzentuierung Ausbildung ‚Stadt balkon‘ ‚grüne Pr omenade‘ ‚grüne Pr omenade‘ ‚ALTER FL UGPLA TZ‘ GRÜNZUG Stärkung Verknüpfung Aufwertung / Neugestaltung Straßenraum Optimierung Knotenpunkt Neuordnung Parkplätze Aufwertung / Belebung / Aktivierung Ausbildung Präsenz zur Straße Optimierung Querungen Stärkung Nahversorgungsstruktur Stärkung stadträumlicher Präsenz Stärkung stadt- / freiräumlicher Präsenz perspektivische Nachnutzung mit attraktiven, belebenden Nutzungen Optimierung Querungen Stärkung Grünverbindung Verknüpfung Rennbuckel­ siedlung Verknüpfung ‚grünes Rückgrat‘ / ‚Mehrgenerationencampus‘ Verknüpfung ‚grünes Rückgrat‘ ‚Sinneswäldchen‘ PROFILIERUNG ‚ATTRAKTIVE MITTE‘ LANDAUER STRASSE HERTZSTRASSE JOSEF­SCHOFER ­ STRASSE KURT­SCHUMACHER­STRASSE WILHELM­HA USEN S TEIN­ALLEE WALTHER­RATHENAU­PLATZ ‚AREAL ANEBOSWEG‘ NAHVERSORGUNGSZENTRUM Einbindung / Anbindung Attraktivierung Straßenraum 134 | Rahmenplan noRdweststadt übeRblick handlungsRäume / konzeptansätze gRobkonzept * Neuordnung von Räumen Attraktivierung / Aktivierung von Räumen Neuentwicklung von Entwicklungs�lächen kleinteilige Transformation von Räumen punktuelle Aktivierung / Attraktivierung Optimierung Querungen Optimierung Knotenpunkte Ausformulierung Entrée / Auftaktsituation Ausbildung / Stärkung stadträumlicher Präsenz Ausbildung Bebauungskanten Stärkung Einbindung / Austausch / Integration Stärkung Verknüpfung über Straßen / Wege / Freiräume Aktivierung / Stärkung / Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkte ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ städtebauliche Akzentuierung * Neuordnung von Räumen Attraktivierung / Aktivierung von Räumen Neuentwicklung von Entwicklungs�lächen kleinteilige Transformation von Räumen punktuelle Aktivierung / Attraktivierung Optimierung Querungen Optimierung Knotenpunkte Ausformulierung Entrée / Auftaktsituation Ausbildung / Stärkung stadträumlicher Präsenz Ausbildung Bebauungskanten Stärkung Einbindung / Austausch / Integration Stärkung Verknüpfung über Straßen / Wege / Freiräume Aktivierung / Stärkung / Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkte ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ städtebauliche Akzentuierung * Neuordnung von Räumen Attraktivierung / Aktivierung von Räumen Neuentwicklung von Entwicklungs�lächen kleinteilige Transformation von Räumen punktuelle Aktivierung / Attraktivierung Optimierung Querungen Optimierung Knotenpunkte Ausformulierung Entrée / Auftaktsituation Ausbildung / Stärkung stadträumlicher Präsenz Ausbildung Bebauungskanten Stärkung Einbindung / Austausch / Integration Stärkung Verknüpfung über Straßen / Wege / Freiräume Aktivierung / Stärkung / Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkte ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ städtebauliche Akzentuierung WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRASSE BINGER S TRASSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­ S TRA SSE Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­S iemens­Sc hule Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en A lt en w ohnheim Wilhe lm­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem R udolf­ S t einer­ K inder g art en P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en K JH Neuapost . K ir c he Schüler hort * * * * * * * * * A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Erhalt / Stärkung Ladennutzung Stärkung Verknüpfung S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g ‚SINNESWÄLDCHEN‘ Optimierung Querung Fuß­ und Radverkehr ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße g g f . B u s h a l t e s t e l l e A u s f o r m u l i e r u n g A u f t a k t s i t u a t i o n A t t r a k t i v i e r u n g e h e m . F r e i h a l t e t r a s s e N e u o r d n u n g P a r k r a u m N e u o r d n u n g P a r k p r a u m Erhalt Wäldchen Neuordnung Gelenkraum B e l e b u n g F r e i b e r e i c h A u s b i l d u n g A u f e n t h a l t s b e r e i c h e E r h a l t B o l z p l a t z A u s b a u F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A u f w e r t u n g / A t t r a k t i v i e r u n g G r ü n r a u m Neuordnung Straßenraum / Haltestellenbereich Optimierung Querungssituation A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n r a u m g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n MEHRGENERATIONENCAMPUS S t ä r k u n g / N e u a n l a g e W e g e v e r b i n d u n g ‚Sichtbarmachung‘ zum Straßenraum Ausbildung attraktive Eingangssituation i n t e r n e D u r c h w e g u n g s t ä r k e n g g f . A u sb i l d u n g R e t e n t i o n sr ä u m e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Q u a r t i e r s t r e f f p u n k t Optimierung Querung ‚ S t a d t b a l k o n ‘ ‚ G r ü n e P r o m e n a d e ‘ Stärkung Grünverbindung Optimierung Knotenpunkt Erhalt Grünverbindung Prüffläche Wohnen S t ä r ku n g W e g e v e r b i n d u n g S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m S t ä r k u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A u f s c h l i e ß e n / N u t z b a r m a c h e n G r ü n z u g Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A t t r a k t i v i e r u n g N e u o r d n u n g O p t i m i e r u n g P a r k r a u m Aufwertung Vorbereich Vereinsheim g g f . A u s b i l d u n g K a n t e Optimierung Knotenpunkt A t t r a k t i v i e r u n g S t r a ß e n r a u m S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A t t r a k t i v i e r u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Ausbildung ‚Stadtanger‘ A k t i v i e r u n g A u ß e n b e r e i c h e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u s b i l d u n g ‚ S t a d t b a l k o n ‘ Stärkung Grünverbindung Ausformulierung Auftaktsituation Ausformulierung Auftaktsituation Aufwertung Stadtbahn­Haltestelle Stärkung Verknüpfung ‚ G r ü n e P r o m e n a d e ‘ ‚ g r ü n e P r o m e n a d e ‘ g g f . m a r k a n t e r N e u b a u ggf. markanter Neubau ggf. Aufstockung ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / N e u b e b a u u n g S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g S t ä r k u n g / F ö r d e r u n g N a h v e r s o r g u n g s s t r u k t u r A u f w e r t u n g G e b ä u d e b e s t a n d ‚Öffnung‘ /Präsenz/ ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e perspektivische Nachnutzung A u s b i l d u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚AREAL ANEBOSWEG‘ Ausbildung stadträumlicher Präsenz/ Ausbildung Kante S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g Präsenz / Belebung Präsenz / Belebung ‚Öffnung‘ / Präsenz A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n ehem. Freihaltetrasse ­ Belebung ­ Aktivierung Freiflächen ­ Ausbildung Quartierstreffpunkt ­ Erhöhung Nutzungsvielfalt ­ Verbesserung / Ausbau Fuß­ und Radwegeverknüpfung ­ Neuordnung Parkraum ­ Verknüpfung Freibereich ‚Areal Nancystraße‘ ­ Erhalt Wäldchen Areal Nancystraße ­ Entwicklungsfläche Wohnen ­ Unterbringung Pflegeheim / Kita ­ Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkt ­ Wegeverknüpfung Fuß­ und Radwege ehem. Freihaltetrasse / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Verknüpfung mit Grünzug ­ Anbindung an Umgebung Ankunft Süd ­ Optimierung Kreuzungsbereich ­ Stärkung Wegeverbindung Fuß­ und Radwege ­ Verknüpfung Grünzug / Areal Nancystraße / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Stadtbalkon ­ Zugang ‚Grüne Promenade‘ WALTHER­RATHENAU­PLATZ SPIELPLATZ AREAL NANCYSTRASSE HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Potenzialbereich Qualifizierte Innenentwicklung Potenzialbereich Qualifizierte Innenentwicklung Potenzialbereich Qualifizierte Innenentwicklung Potenzialbereich Qualifizierte Innenentwicklung perspekti vische V er knüpfung Landauer Straße ­ Profilierung als ‚Einkaufsstraße‘ ­ Erhalt / Stärkung Nahversorgungsstandort ­ Ausbau / Aktivierung / Verknüpfung Nutzungen ­ Aufwertung / Attraktivierung / Neuordnung Straßenraum ­ Ausbildung ‚Stadtanger‘ ­ Neuordnung Parkplätze ­ Aktivierung Außenbereiche ­ Optimierung Querungen ­ Stärkung stadträumlicher Präsenz ­ Aufwertung Gebäudebestand ­ Verknüpfung mit Walther­Rathenau­Platz / Kurt­Schumacher­Straße ‚Entrée West‘ ­ Optimierung Knotenpunkt ­ Ausformulierung Eingangssituation ­ Ausbildung stadträumlicher Präsenz ­ ggf. markanter Neubau ­ Verknüpfung Landauer Straße / Grünzug / Rennbuckelsiedlung ‚Entrée Ost‘ ­ Ausformulierung Eingangssituation ­ Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkt ­ Ausbildung stadträumlicher Präsenz / ggf. markanter Neubau ­ Einbindung / Anbindung Nahversorgungszentrum ­ Aufwertung Stadtbahn­Haltestelle ­ Optimierung multimodaler Umsteigepunkt ­ Stärkung Grünverbindung ‚Alter Flugplatz‘ ­ Ausbildung ‚Stadtbalkon‘ ­ Auftakt ‚grüne Promenade‘ ­ Areal Anebosweg ­ Transformation / Entwicklung ehemaliges Schulareal ­ mittelfristige Nachnutzung mit unterschiedlichen belebenden Nutzungen ­ attraktive, hochwertige Bebauung ­ Ausbildung stadträumlicher Präsenz ­ Ausgestaltung attraktiver Vorbereiche / Stadträume ­ Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkt ­ Verknüpfung Landauer Straße / Walther­Rathenau­Platz ­ Einbindung / Integration in ‚Attraktive Mitte‘ ­ ggf. Unterbringung Bürgertreff / KJH Kurt­Schumacher­Straße ­ Ausbildung / Stärkung Verknüpfung Landauer Straße / Nahversorgungszentrum ­ Attraktivierung / ggf. Neuordnung Straßenraum ­ Aufwertung Wegeräume ­ Optimierung Querungen ­ Nutzbarmachung / Aufwertung Grünflächen ­ Stärkung stadt­ / freiräumlicher Präsenz ­ Aufwertung der südlich anliegenden, privaten Freiflächen ENTRÉE ‚AL TER FL UGPLA T Z‘ NAHVERSORGUNGSZENTRUM Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ Walther­Rathenau­Platz ­ Umsetzung Neugestaltung ­ Profilierung / Aufwertung / Stärkung als soziale gemeinschaftliche Mitte ­ Stärkung stadträumliche Einbindung ­ Stärkung als Nachbarschaftstreffpunkt ­ Belebung / Aktivierung ­ ‚Öffnung‘ zur Straße ­ Verknüpfung mit anliegenden Randnutzungen ­ Aufwertung durch perspektivische Nachnutzungsflächen (Schülerhort / Tankstelle) ­ Verknüpfung mit Landauer Straße ­ Stärkung Verknüpfung ‚Sinnenswäldchen‘ ­ Optimierung Querung Straßenraum * A u f w e r t u n g / N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m stadtplanungsamt| 135 LegeNde 136 | Rahmenplan noRdweststadt ATTRAkTIVIeRuNg STRASSeN- uNd STAdTRAum beReIcH LANdAueR STRASSe Quelle: Stadt Karlsruhe geplanter Kreisverkehr wilhelm-hausenstein-allee / landauer straße / Kurt-schumacher straße (stand 2013) Mit ihren vielen kleinen Geschäften, Dienstleistungsangeboten, Praxen und der beliebten Eisdiele stellt die Landauer Straße (neben den beiden Lebensmittelmärkten an der Josef-Schofer-Straße) den Versorgungsschwerpunkt bzw. die zentrale ‚Einkaufsstraße‘ des Stadtteils dar. Durch ihr Erscheinungsbild und die fehlende Präsenz der verschiedenen Einrichtungen zum Stadtraum ist jedoch ihre hohe strukturelle Bedeutung momentan kaum ablesbar und erfahrbar. So gleicht die Landauer Straße auf den ersten Blick vielen anderen Hauptstraßen im Stadtteil. Sie zeigt sich als breiter Straßenraum, gesäumt von Parkständen, baumbestandenen Grünstreifen und abgesetzten Gehsteigbereichen vor den Gebäuden. Ihr gegenwärtiger Auftritt erscheint zudem gestalterisch und funktional nicht mehr ganz zeitgemäß und befriedigend, bietet wenig Aufenthaltsqualität und lädt somit kaum zum ‚Bummeln‘ oder Verweilen ein. Die Landauer Straße wird u.a. dadurch in vielerlei Hinsicht noch nicht ihrer Rolle als ‚Kaiserstraße der Nordweststadt‘ gerecht und bedarf entsprechend einer weiteren Aufwertung bzw. Neuordnung zu einem attraktiven, einladenden Stadtraum. Dahingehend wurden in der Vergangenheit auch schon erste Maßnahmen zur Verbesserung der verkehrlichen Situation getroffen. Etwa wurde eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 eingeführt und stellenweise ‚vorgezogene Seitenräume‘ als Querungshilfen eingerichtet. Im Zuge der Temporeduzierung wurde ebenfalls die ursprüngliche Radverkehrsführung auf separaten Radwegen parallel zu den Fußwegen aufgegeben. Nun stehen den Radfahrerinnen und Radfahrern sowohl die Fahrbahn als auch die bisherigen Radwege zur Verfügung, was teilweise nach wie vor zu Unklarheiten bei den Verkehrsteilnehmenden führt. Darüber hinaus ist der Umbau des Kreuzungsbereichs mit der Wilhelm-Hausenstein- Allee zu einem Kreisverkehr vorgesehen sowie längerfristig auch eine Neuordnung des Knotens mit der Hertzstraße angedacht (ggf. ebenfalls als Kreisverkehr) [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚Querungsstellen / Kreuzungsbereiche‘]. Neben einer Verbesserung der jeweiligen Verkehrssituation, bietet sich dabei außerdem die Gelegenheit durch eine attraktive Gestaltung angemessene Auftakt- bzw. Eingangssituationen an diesen stadträumlich bedeutsamen Stellen auszuformulieren [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur /Wohnangebot‘]. Zudem könnte der geplante Kreisverkehr an der Wilhelm-Hausenstein-Allee als Ausgangspunkt und ‚Vorbild‘ für die Neuordnung weiterer anliegender Straßenabschnitte fungieren. Daher sollte die Planung mit den künftigen konzeptionellen Überlegungen und Gestaltvorstellungen zu den anderen Straßenräumen abgeglichen und abgestimmt werden. Entsprechend gilt es, nicht nur diese ersten wichtigen Ansätze weiterzuverfolgen, sondern aufbauend auf der Rahmenplanung ein schlüssiges Gesamtkonzept sowie einen einheitlichen ‚Gestaltduktus‘ zur schrittweisen, kurz-, mittel- und langfristigen Aufwertung des gesamten Bereichs der ‚attraktiven Mitte‘ zu entwickeln. stadtplanungsamt| 137 ASSOZIATIONSbIL deR So wäre es bspw. vorstellbar, die Landauer Straße aufgrund des trapezförmigen Stadtraums, perspektivisch zu einem zusammenhängenden, repräsentativen, grünen und zugleich urbanen ‚Stadtanger‘ mit hoher Aufenthaltsqualität umzugestalten. Dabei sollten u.a. folgende Aspekte geprüft bzw. berücksichtigt werden: „„ die Notwendigkeit der bisherigen Fahrbahnbreiten bzw. deren Verschmälerung „„ die Möglichkeiten für eine weitere Verkehrsberuhigung und sichere Führung des Radverkehrs „„ die sinnvolle Neuordnung des Parkraumangebots (bspw. in Bezug auf Anordnung Anzahl) „„ die Dimensionierung und attraktive Ausgestaltung der Gehsteigbereiche, Ladenvorzonen und Außengastronomieflächen (bspw. als großzügige, ‚platzartige‘ Flächen) „„ die Lage und Ausbildung von Querungsmöglichkeiten sowohl in Längs- als auch in Querrichtung (bspw. auch in Form von Aufpflasterungen oder farblich markierten ‚Straßenteppichen‘) „„ die ansprechende Gestaltung der Grünflächen (bspw. durch entsprechende Bepflanzungen oder Ausbildung von Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten) / die Bewahrung und Hervorhebung des Alleecharakters „„ die hochwertige Ausstattung mit Stadtmobiliar (bspw. in Bezug auf Sitzgelegenheiten, Fahrradabstellmöglichkeiten, -leihstationen oder Beleuchtung) „„ eine potenzielle Einbindung der Landauer Straße in das Busliniennetz Zur Entwicklung eines entsprechenden Gestaltkonzeptes wäre ggf. auch ein freiraumplanerischer Wettbewerb denkbar. Um möglichst rasch sichtbare Impulse zu erzielen, sollten daneben allerdings auch kurzfristig (unaufwendige) Maßnahmen und Ansätze für eine erforderliche Attraktivitätssteigerung in Betracht gezogen bzw. angegangen werden. Dazu wären bspw. vorstellbar: „„ die attraktive Bepflanzung der vorhandenen Grünflächen (bspw. mit Frühjahrsblühern oder pflegearmen Präriepflanzen) „„ das Aufstellen von Pflanzkübeln (ggf. durch ‚Sponsoring‘ durch die ansässigen Gewerbetreibenden) „„ das (gestalterische) Hervorheben der bestehenden Querungsstellen (bspw. durch farbige Markierungen auf der Fahrbahn (‚Straßenteppiche‘); ggf. auch in Kooperation mit dem Forschungsprojekt ‚GO Karlsruhe‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚Forschungsprojekt Go Karlsruhe‘]) „„ die optische Akzentuierung und ‚Auffrischung‘ der Gehsteigbereiche (bspw. durch farbige, grafische Bodenprints) „„ die gestalterische Aufwertungen der Ladenvorzonen „„ die Attraktivierung oder Ausweitung von Außengastronomieflächen (ggf. auch unter Einbezug von Grünflächen oder einzelnen Parkständen) „„ die (punktuelle) Erneuerung bzw. Ausstattung mit attraktivem Stadtmobiliar 138 | Rahmenplan noRdweststadt ST äRkuNg NuTZ uNgSANgebOT / NAHVeRSORguNgSSTRukTuR Eine ‚attraktive Mitte‘ lebt nicht zuletzt von einem ansprechenden und vielseitigen Nutzungsangebot. Insbesondere auch von einer entsprechenden Nahversorgungsstruktur. Wie jedoch teilweise von der Bürgerschaft für ihre ‚Kaiserstraße der Nordweststadt‘ erhofft, ist eine Stärkung des Nahversorgungsstandorts an der Landauer Straße durch größere Neuansiedlungen im Einzelhandelsbereich nicht ohne weiteres zu erwarten. Auch da die kommunalen Einflussmöglichkeiten auf die Ansiedlungspolitik der Einzelhandelsunternehmen generell sehr begrenzt sind und mit den beiden neueren Lebensmittelmärkten an der Josef-Schofer-Straße eine gewisse Marktabdeckung erreicht scheint. Dennoch sollten forcierte Anstrengungen zur ergänzenden und nachhaltigen Aufwertung der Nahversorgungsstruktur (bspw. auch durch Gastronomie, Praxen oder Dienstleistungsangebote) unternommen werden. Chancen dazu könnten sich ggf. im Zuge von Neubaumaßnahmen auf den perspektivisch freiwerdenden Flächen (wie dem ‚Areal Anebosweg‘) ergeben [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ sowie die nachfolgenden Punkte]. Von diesen könnten wiederum wichtige Impulse zur Belebung und Stärkung des Standortes ausgehen. Darüber hinaus können von städtischer Seite u.a. durch eine Aufwertung des Straßen- und Stadtraums, einer guten Erreichbarkeit mit allen Verkehrsträgern, der Bereitstellung eines ausreichenden Parkraumangebots sowie der Unterstützung bei (Bau-) Genehmigungen und Anträgen (bspw. für Außenbestuhlung oder Warenauslagen), nur möglichst positive Voraussetzungen zum Erhalt und zur Stärkung der Versorgungsstruktur geschaffen werden. Daher ist es umso wichtiger, die ortsansässigen Gewerbetreibenden zu motivieren, selbst einen Anteil zu leisten, aktiv zu werden und dadurch etwas zur Steigerung der eigenen Anziehungskraft beizutragen. In diesem Zusammenhang wären u.a. eine Aufwertung der Geschäftsräumlichkeiten sowie eine Verbesserung der Außenpräsenz wünschenswert (bspw. durch höherwertige Außenreklame oder eine einladende Gestaltung der Warenauslagen, Schaufenster, Vorzonen und Außengastronomieflächen). Zudem bietet sich bspw. durch einen Zusammenschluss zu einer ‚Werbegemeinschaft‘ die Möglichkeit, mit gemeinsamen Aktionen, Events und Veranstaltungen attraktivitätssteigernde Maßnahmen durchzuführen, oder durch ‚Sponsoring‘ und ‚Patenschaften‘ das eigene Umfeld aufzuwerten (bspw. mittels einheitlicher Pflanzkübel, Bepflanzungen oder Sitzbänken). Gleichzeitig gilt es, bei etwaigen Ladenleerständen an die Bereitschaft bzw. das Eigeninteresse der Eigentümer zu appellieren, etwa durch Ermöglichung von Zwischennutzungen oder ‚Bespielungen‘ (bspw. als Ausstellungsfläche oder durch soziale bzw. kreative Nutzungen) die ungünstige (Außen-) Wirkung abzumildern und somit etwas zum Erhalt eines attraktiven Standortes beizutragen. Neben entsprechender Versorgungsstrukturen spielen ebenso soziale, kulturelle oder gemeinschaftliche Angebote für ‚Jung und Alt‘ eine wichtige Rolle für ein ‚buntes‘ Stadtteilleben. Daher sollten nicht nur die bestehenden Einrichtungen wie bspw. der Rudolf- Steiner-Kindergarten, die Freikirche oder die weiteren Angebote im Umfeld verstärkt integriert und eingebunden werden, sondern der Bereich perspektivisch ggf. mit zusätzlichen, belebenden Nutzungen symbiotisch angereichert und ergänzt werden. Die Verlagerung der Container des provisorischen Bürgertreffs [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Bürgergemeinschaft / Bürgerzentrum‘] auf die Schulfläche am Anebosweg stellt dazu einen ersten kleinen Schritt dar. Längerfristig könnten dort nicht nur die Bürgergemeinschaft eine dauerhafte Heimstätte finden, sondern potenziell auch weitere Stadtteileinrichtungen [vgl. Punkt ‚Areal Anebosweg‘]. stadtplanungsamt| 139 AufWeRTuNg STädTebAuLIcHe geSTALT eNTWIckLuNgSbeISpIeL 2,6 m4,1 m2,3 m4,6 m25,3 m8,7 m4,8 m 1 2 3 5 7 9 6 8 4 Zusätzlich zu einem ansprechenden Straßenraum und einem vielfältigen Nutzungsangebot sind vor allem auch die städtebauliche Struktur bzw. die Gebäudegestalt ganz entscheidend für die Ausformulierung einer ‚attraktiven Mitte‘. Aktuell zeigt sich die Baustruktur durch verschiedenartige Gebäudetypologien mit unterschiedlichen Nutzungen, Geschossigkeiten, Ausrichtungen, Dachformen und Erneuerungsbedarfen insgesamt sehr heterogen geprägt sowie der besonderen stadträumlichen Situation stellenweise wenig angebracht und befriedigend. Entlang der Landauer Straße finden sich zudem kaum prägnante, wieder erkennbare Gebäude, noch ist der Straßenraum durchweg baulich gefasst. Besonders auf der südlichen Straßenhälfte sind stellenweise sogar nur einfache, eingeschossige Ladenbauten oder Gartenflächen vorhanden. Zusammengenommen entfaltet die Landauer Straße durch die eher peripher geprägten, kleinteiligen und teils wenig attraktiven Gebäudestrukturen kaum eine entsprechende Ausstrahlungskraft, wahrnehmbare stadträumliche Präsenz oder ein angemessenes Erscheinungsbild. Demzufolge sollten die bestehenden Baustrukturen möglichst aufgewertet, modernisiert und an die heutigen Ansprüche angepasst werden, wie etwa bereits am Sparkassengebäude vorbildhaft vorgenommen. Anreize dazu könnten u.a. die Ausweisung eines Sanierungsgebietes oder die Überprüfung bzw. Anpassung des momentanen baurechtlichen Rahmens bieten. So wären insbesondere entlang der südlichen Straßenseite ggf. größere Spielräume bspw. für Aufstockungen oder Neubauten durchaus denkbar und wünschenswert. Dies könnte nicht nur zu einer adäquaten Raumbildung, sondern ebenso zu einer Qualifizierung und besseren Vermarktbarkeit der dortigen Ladenstrukturen beitragen. Darüber hinaus sollte die städtebauliche Struktur durch neue attraktive Bausteine ergänzt und verstärkt herausgearbeitet werden. Bspw. könnte durch Aufstockungen und einen markanten Neubau auf der freien Fläche der VOLKSWOHNUNG an der Kreuzung mit der Hertzstraße eine angebrachte Akzentuierung der Eingangssituation zur ‚attraktiven Mitte‘ erfolgen [vgl. dazu Kapitel ‚Mehr Wohnen‘ Punkt ‚ehemalige Siemenssiedlung‘]. Dies eventuell ergänzt durch entsprechend belebenden (Laden-) Nutzungen im Erdgeschoß. Des Weiteren ist perspektivisch u.U. eine ansprechende Umgestaltung, Nachnutzung oder prägnante Neubebauung auf der Fläche der ehemaligen Neuapostolischen Kirche denkbar (ggf. auch in Kombination mit der Fläche des angrenzenden städtischen Schülerhorts) [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚Perspektivflächen‘]. Hierdurch würden sich ebenfalls wichtige Impulse für eine bauliche und programmatische Aufwertung ergeben. Demgemäß sollte auch hier auf eine anspruchsvolle, signifikante Architektur sowie eine attraktive Nutzungsmischung geachtet werden. Daneben bietet vor allem das ‚Areal Anebosweg‘ in absehbarer Zeit große Chancen für eine weitere gezielte Entwicklung und Profilierung einer ‚attraktiven Mitte‘ [vgl. dazu folgenden Punkt]. QueRScHNITT LANdAueR STRASSe / HÖHe HeRTZSTRASSe beSTANd 2,6 m2,3 m4,6 m40,4 m8,7 m4,8 m 1 2 3 5 7 9 6 8 4

  • Rahmenplan Broschuere 140-147
    Extrahierter Text

    PERSPEKTIVE AREAL ANEBOSWEG LAND A UER S TRA SSE RUDOLF STEINER KINDERGARTEN KIRCHE KJH WERNER VON SIEMENS SCHULE NAHVERSORGUNG SCHULGEBÄUDE CONTAINER BÜRGERTREFF PERSPEKTIVE HEINRICH­KÖHLER­PLATZ? KINDERGARTEN ‘VOGELNEST‘ K USSMA UL S TRA SSE LADENZEILE GRÜNFLÄCHE SPIELPLATZ 140 | Rahmenplan noRdweststadt AReAL ANebOSWeg AuSgANgSLAge AuSbILduNg eINeS ATTRAkTIVeN, beLebeNdeN STAdTbAuST eINS Für die Werner-von-Siemens-Schule ist mittelfristig eine Erweiterung im rückwärtigen Bereich des Standortes an der Kurt-Schumacher-Straße geplant. Damit einhergehend ist die Räumung des Schulareals am Anebosweg vorgesehen. Diese wird jedoch frühestens 2023, nach Fertigstellung des Neubaus, stattfinden. Danach steht die Fläche für eine Nachnutzung zur Verfügung, was große Potenziale und neue Perspektiven für die Ausformulierung eines attraktiven, ausstrahlungsstarken Stadtbausteins an dieser räumlich und funktional bedeutsamen Stelle eröffnet. Entsprechend stellt die Entwicklung dieses Areals eines der ‚Schlüsselprojekte‘ für den Stadtteil dar. Eine Neubebauung würde einen wichtigen Impuls für das ganze Umfeld liefern, eine ‚Lücke‘ im Stadtgefüge schließen sowie dazu beitragen, den Bereich neu zu strukturieren, einen ‚urbanen‘ Stadtraum auszubilden und der ‚attraktiven Mitte‘ ein Gesicht zu geben. Daher sollte eine architektonisch anspruchsvolle, hochwertige Bebauung angestrebt werden, die dem Raum eine markante Prägung bzw. Akzentuierung verleiht und sich dennoch durch ihre ‚Körnung‘ und Geschossigkeit behutsam in die Bestandsstrukturen einfügt. Um eine positive Belebung, Stärkung und Attraktivitätssteigerung des Umfeldes zu erreichen, sollte zudem auf eine bereichernde, ausgewogene und symbiotische Nutzungsmischung bspw. aus Wohnungen, (kleinteiligem) Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistung, Praxen oder u.U. einer Seniorenresidenz, eines Mehrgenerationenhauses oder Studierendenappartements geachtet werden. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang ggf. auch die Möglichkeit zur adäquaten und dauerhaften Unterbringung des Bürgertreffs oder von Räumlichkeiten für die Kinder- und Jugendarbeit bzw. weiteren Stadtteileinrichtungen. Zugleich ergibt sich im Zuge der Neubebauung die Chance, den Straßen- bzw. Stadtraum durch eine attraktive Gestaltung der Freiflächen aufzuwerten und als Baustein des ‚Stadtangers‘ zu einem großzügigen, einladenden und urbanen ‚Platzraum‘ auszuformulieren. Damit könnte nicht nur der anliegende Rudolf-Steiner-Kindergarten stadträumlich integriert, sondern durch unterschiedliche Aufenthalts-, Grün- und Spielbereiche ein vielseitiger, kommunikativer Treffpunkt an zentraler Stelle ausgebildet werden Nebenstehend sind dazu zwei grobe, exemplarische Bebauungsszenarien aufgezeigt. Im Weiteren sollten aber tragfähige Nachnutzungskonzepte und vertiefende städtebauliche Planungen entwickelt sowie die Qualität der künftigen Bebauung über entsprechende Wettbewerbe oder Mehrfachbeauftragungen sichergestellt werden. Luftbild: Stadt Karlsruhe WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­S iemens­Sc hule Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en A lt en w ohnheim Wilhe lm­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en ! IV IV IV III III I LAND A UER S TRA SSE (kleint eilig er) Einz e lhande l / Senior encafé / Dienstleistung / Gastr onomie / Option Bür g ertr eff / Option K JH / ... Senior en w ohnanlage / Mehr gener ationenhaus / Studier enden w ohnheim A ußenber eich Garten ggf. W ohnen im OG Wohnen A usbildung K ant e Außenbereich Kindergarten S t är k ung W eg ever bindung R udolf­ S t einer­ K inder g art en NACHBARSCHAFTLICHER TREFFPUNKT SPIELEN ERHOLEN VORPLATZ AUSBILDUNG ‚STADTANGER‘ Optimierung Knotenpunkt A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e III III III III IV V IV Wohnen Hof Neubau Wohngebäude ggf. markante Neubebauung A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e g g f . N e u b e b a u u n g / A u s b i l d u n g K a n t e geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­S iemens­Sc hule Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en A lt en w ohnheim Wilhe lm­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en ! IV III IV III III III LAND A UER S TRA SSE Optimierung Knotenpunkt NACHBARSCHAFTLICHER TREFFPUNKT SPIELEN ERHOLEN VORPLATZ A usbildung K ant e Wohnen Gemeinschaftshof (kleint eilig er) Einz e lhande l / Dienstleistung / Gastr onomie / Option Bür g ertr eff / Option K jH ... Außenbereich Kindergarten S t är k ung W eg ever bindung R udolf­ S t einer­ K inder g art en AUSBILDUNG ‚STADTANGER‘ A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. W ohnen im OG ggf. W ohnen im OG Wohnen Wohnen Wohnen III III III III IV V IV Wohnen Hof Neubau Wohngebäude ggf. markante Neubebauung A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen stadtplanungsamt| 141 SZeNARIO 1 SZeNARIO 2 „„ 3- 4geschossige Blockrandbebauung „„ (kleinteiliger) EInzelhandel / Gastronomie / Dienstleistung / Praxen / Seniorencafé / ggf. Bürgertreff / ggf. KJH „„ Wohnnutzung und Seniorenresidenz (alternativ Mehrgenerationenhaus / Studierendenappartements) „„ innenliegende private Freiräume „„ urbaner Vorplatz zur Aufweitung und Attraktivierung des Straßen- bzw. Stadtraumes (‚Stadtanger‘) „„ Ausbildung eines nachbarschaftlichen Treffpunktes zwischen Neubebauung und Rudolf-Steiner-Kindergarten mit rückwärtiger Grünfläche für Erholung und Spiel „„ Unterbringung benötigter Stellplätze in Tiefgaragen „„ 3- 4geschossige Blockrandbebauung „„ (kleinteiliger) EInzelhandel / Gastronomie / Dienstleistung / Ärztehaus / ggf. Bürgertreff / ggf. KJH „„ Wohnnutzung „„ innenliegende private Freiräume und Gemeinschaftsflächen „„ urbaner Vorplatz zur Aufweitung und Attraktivierung des Straßen- bzw. Stadtraumes (‚Stadtanger‘) „„ Ausbildung eines nachbarschaftlichen Treffpunktes zwischen Neubebauung und Rudolf-Steiner-Kindergarten mit rückwärtiger Grünfläche für Erholung und Spiel „„ Unterbringung benötigter Stellplätze in Tiefgaragen Quelle: Stadt Karlsruhe 142 | Rahmenplan noRdweststadt beReIcH WALTHeR-RATHeNAu-pLATZ städtische planung zur neugestaltung des walther-Rathenau-platzes Der Walther-Rathenau-Platz stellt einen bedeutenden Ort der Nordweststadt sowie ein wichtiger Baustein der ‚attraktiven Mitte‘ dar. Allerdings scheint er trotz seiner zentralen Lage, der angrenzenden sozialen Einrichtungen und seiner Nutzung als Marktplatz noch nicht so richtig im Stadtgefüge bzw. Stadtteilleben angekommen zu sein. Momentan wirkt er räumlich und funktional wenig integriert sowie von seiner Umgebung ‚isoliert‘. Insbesondere mit dem nahegelegenen ‚Sinneswäldchen‘ oder den Versorgungsangeboten an der Landauer Straße ist der Platzraum bislang nur unzureichend strukturell ‚verzahnt‘ und es findet kaum ein entsprechender ‚Austausch‘ bzw. ein sich gegenseitig ‚befruchtendes‘ Zusammenspiel statt. Zudem gleicht der Raum gegenwärtig eher einer ‚ausufernden‘, ‚grün‘ geprägten Freifläche, als einem urbanen, lebendigen Stadtplatz. U.a. dadurch entfaltet er bisher nur eine geringe Ausstrahlungskraft bzw. wahrnehmbare stadträumliche ‚Präsenz‘. Was jedoch nicht nur an seiner Gestaltung oder der fehlenden baulichen Fassung liegt, sondern vor allem auch auf den Mangel an anziehenden Nutzungen zurückzuführen ist. Durch den fast fertig gestellten Neubau der Kirche bzw. des Gemeindezentrums der ev. Petrus-Jakobus-Gemeinde wird der gesamte Bereich jedoch einen wichtigen, belebenden Impuls erfahren sowie durch die signifikante Architektur des Gebäudekomplexes in seiner Bedeutung herausgestellt und auf der ‚Landkarte‘ neu verortet. Zugleich steht zeitnah die Neugestaltung des Platzes an. Diese wird durch die vorgesehenen Gestaltelemente, Sitzmöglichkeiten, Pflanzstreifen, Spiel- und Sportelemente nochmals enorm zur Steigerung der Attraktivität, Nutzungs- und Aufenthaltsqualität des Platzes bzw. des gesamtem Umfeldes beitragen. Insofern stellt diese Maßnahme einen zentralen Bestandteil und wesentlichen Schritt zur angestrebten Aufwertung als ‚attraktive Mitte‘ dar. Entsprechend sollte der bestehende ‚Schwung‘ dazu genutzt werden, den Platz bspw. durch Veranstaltungen, Festivitäten und (Alltags-) Nutzungen verstärkt zu aktivieren bzw. im Stadtteilleben zu verankern. Im Weiteren wird es wichtig sein, den Platzraum künftig stadträumlich stärker einzubinden, zu ‚öffnen‘ und zu verflechten. Sei es in Richtung Landauer Straße oder in Bezug auf die Wegeverbindungen, Einrichtungen und Freiräume des ‚grünen Rückgrates‘ entlang der Wilhelm-Hausenstein-Allee [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘]. So sollte etwa eine verbesserte Verknüpfung mit dem gegenüberliegenden ‚Sinneswäldchen‘ (und darüber zu den Nahversorgungsangeboten an der Stresemannstraße) angestrebt werden. Dies könnte bspw. durch die Anlage einer neuen, direkten Querungsstelle auf Höhe der Platzfläche oder die Optimierung der bestehenden, südlichen Querung erfolgen. Darüber hinaus wäre längerfristig eine generelle Neuordnung und Aufwertung des Straßenraums der Wilhelm-Hausenstein-Allee wünschenswert. In diesem Zusammenhang sollte geprüft werden, ob im Zuge des beabsichtigten Umbaus des Knotenpunktes mit der Landauer Straße nicht ebenfalls der Abschnitt bis zum Walther-Rathenau-Platz mit ‚in Angriff‘ genommen werden könnte (ggf. vielleicht sogar mit einer Aufpflasterung der Fahrbahn entlang des Platzbereiches). Dabei gilt es zu überprüfen, ob zur besseren Anbindung an den ÖPNV eine beidseitige Bushaltestelle am Walther-Rathenau-Platz sinnvoll und möglich wäre [vgl. dazu auch Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚ÖPNV‘]. Außerdem könnte über eine Fahrradleih- oder gar carsharing-Station nachgedacht werden. Für eine zusätzliche Vernetzung mit der Landauer Straße, sollte daneben eine Aufwertung der ‚rückwärtig‘ gelegenen Bienwaldstraße vorgenommen werden. Denkbar wäre dazu ggf. eine (niveaugleiche) Ausgestaltung als verkehrsberuhigter Bereich. Wie alle Aufwertungsmaßnahmen, sollte auch diese möglichst unter Anwendung eines einheitlichen ‚Gestaltduktus‘ (bspw. in Bezug auf Bodenbeläge oder Stadtmobiliar) erfolgen, um somit auch optisch die ‚attraktiven Mitte‘ verstärkt zusammenzubinden. pROfILIeRuNg, AkTIVIeRuNg uNd eINbINduNg pLATZRAum Bild: Ansgar Koreng stadtplanungsamt| 143 ASSOZIATIONSbIL deR Rund um den Walther-Rathenau-Platz finden sich mehrere Einrichtungen, Gebäude und Flächen, die perspektivisch für eine Nachnutzung zur Verfügung stehen könnten [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt Perspektivflächen‘]. Die damit verbundenen Chancen für eine weitere bauliche und programmatische Aufwertung der ‚attraktiven Mitte‘ sollten daher, sobald sich die Gelegenheit ergibt, entsprechend ergriffen und gezielt genutzt werden. Dabei spielt besonders das nördlich an den Platzraum angrenzende, großzügige Gelände des städtischen Schülerhortes eine wichtige Rolle. Für die in einem einfachen, eingeschossigen Pavillonbau untergebrachte Einrichtung wurde zwar vor Kurzem ein neuer Träger gefunden, dennoch wäre (längerfristig) eine Überbauung der Fläche vorstellbar und empfehlenswert. Zumal bei fortbestehendem Bedarf, der Schülerhort ggf. an anderer Stelle bspw. in einem Neubau auf dem ‚Areal Anebosweg‘ integriert, oder im Bereich des ‚Mehrgenerationencampus‘ [vgl. dazu Kapitel u.a. ‚Grünes Rückgrat‘] untergebracht werden könnte. Eine Neuentwicklung des Geländes, ggf. sogar unter Einbeziehung der benachbarten Fläche der ehemaligen Neuapostolischen Kirche, würde an dieser zentralen, städtebaulich prominenten Stelle ganz neue Perspektiven eröffnen. Bspw. könnten durch eine separate oder gemeinsame Bebauung zusätzliche Impulse zur Stärkung des gesamten Umfeldes ausgehen. Dabei würde sich die Möglichkeit bieten, den Walther-Rathenau-Platz mit der Landauer Straße künftig verstärkt zu verknüpfen, durch eine markante Neubebauung wünschenswerte städtebauliche Akzente bzw. Adressen auszuformulieren, die anliegenden Stadträume baulich besser zu fassen sowie durch entsprechende Nutzungen zu beleben. So könnte ein architektonisch hochwertiger Neubau auf dem Areal des Schülerhortes eine angebrachte nördliche Platzkante schaffen, ein ‚interessantes Gegenüber‘ zur Petrus-Jakobus-Gemeinde ausbilden und durch attraktive Nutzungen zur Belebung des Platzes beitragen. Vorstellbar wären dazu neben Wohnungen u.a. Angebote aus dem sozialen Bereich (bspw. Stadtteileinrichtungen, eine Seniorenwohnanlage, Studierendenappartements), aber auch Gastronomie, Dienstleistungen oder kleinteiliger Einzelhandel. Wobei zur Stärkung der Landauer Straße vorwiegend dort eine weitere Konzentration des Einzelhandels sinnvoll erscheint und für den Walther- Rathenau-Platz verstärkt eine Profilierung als soziale, gemeinschaftliche Mitte und Veranstaltungsort denkbar wäre. Darüber hinaus könnte sich perspektivisch die Option ergeben, die Tankstelle an der Wilhelm-Hausenstein-Allee einer neuen baulichen Nutzung zuzuführen. Dies ggf. auch in Verbindung mit der nördlich anliegenden städtischen Grünfläche. Jedoch wäre eine dortige Bebauung nur unter Einbeziehung angrenzender privater Flächen möglich. Nichts desto trotz würde dadurch ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Aufwertung des Stadtraumes erfolgen. Da es sich bei den jeweiligen Flächen um städtebauliche bedeutende und anspruchsvolle Stellen handelt, sollte besonders hier die Qualität der Bebauung über entsprechende Verfahren (bspw. Wettbewerbe) sichergestellt werden. NuTZ uNg peRSpekTIVIScHeR eNTWIckLuNgScHANceN 144 | Rahmenplan noRdweststadt beReIcH kuRT -ScHumAcHeR-STRASSe ATTRAkTIVIeRuNg STRASSeN- uNd STAdTRAum Die Kurt-Schumacher-Straße stellt als breiter, grüner Straßenraum, vor allem auch für Fußgänger und Radfahrer, eine wichtige Verbindungsachse zwischen der Stadtbahnhaltestelle bzw. dem Nahversorgungszentrum an der Josef-Schofer-Straße und den Versorgungsstrukturen entlang der Landauer Straße dar. Aufgrund ihrer etwas monotonen, tristen Gestalt gleicht sie gegenwärtig jedoch mehr einer wenig ansprechenden ‚Durststrecke‘ als einem attraktiven, verbindenden Stadtraum zwischen diesen beiden Nutzungspolen. Zumal die nördlich sowie südlich anliegenden Wohnstrukturen mit ihren Freiräumen, Parkplätzen und ihrer vom Straßenraum abgewandten oder zurückversetzen Lage kaum etwas zur anregenden Belebung noch zur baulichen Fassung der Achse beitragen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass bislang nur ein eingeschränkter ‚Austausch‘ zwischen den beiden Versorgungsschwerpunkten stattfindet. Entsprechend gilt es, die Kurt-Schumacher-Straße künftig schrittweise zu attraktivieren, gestalterisch aufzuwerten sowie in ihrer wichtigen Funktion als Verknüpfungsraum zu stärken und herauszustellen. Dazu sind sowohl kurz- als auch längerfristige Maßnahmen vorstellbar. Diese können von unaufwendigen, punktuellen Eingriffen bis hin zu einer perspektivischen Neugestaltung des Straßenraums reichen. Diese sollten jedoch jeweils in gestalterischer Korrespondenz zu den weiteren Aufwertungsmaßnahmen in der ‚attraktiven Mitte‘ stehen. Mögliche Ansatzpunkte könnten dabei bspw. darstellen: „„ die zusätzliche Bepflanzung der Grünstreifen (u.U. auch durch eine gemeinschaftliche Pflanzaktion mit der Bürgerschaft, bspw. in Anlehnung an die bereits bestehenden Pflanzkübel vor der Werner-von-Siemens-Schule) / die Bewahrung und Hervorhebung des Alleecharakters „„ die Einrichtung von kleinen Verweilmöglichkeiten (bspw. Sitzbänke / -nischen) „„ die Ausbildung eines ‚Leitsystems‘ bzw. die optische ‚Auffrischung‘ der Wegeflächen mittels grafischer Bodenmarkierung von und zur Landauer Straße „„ die Verbesserung der Querungssituationen vor allem an wichtigen Wegebeziehungen (bspw. am Ende der Josef-Schofer-Straße oder auf Höhe der Werner-von-Siemens-Schule) „„ die Prüfung weiterer Verkehrsberuhigungsmaßnahmen (bspw. durch Aufpflasterungen oder farbige Fahrbahnmarkierungen (‚Straßenteppiche‘), die zudem etwas zur optischen Gliederung der langen Straßenachse beitragen) „„ ggf. die Ausbildung von Niederschlagswasserretentionsmulden (bspw. mit entsprechenden Bepflanzungen, die auch gestalterisch etwas zur Aufwertung beitragen) „„ ggf. die Einbindung der Kurt-Schumacher-Straße über die Josef-Schofer-Straße in das Busliniennetz [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚ÖPNV‘] Daneben wäre zur besseren räumlichen Fassung und auch Belebung des Raumes auf der südlichen Straßenseite stellenweise durchaus eine behutsame Neubebauung mit Wohngebäuden vorstellbar (bspw. auf den wenig ansprechenden und monoton gestalteten Parkplätzen). Allerdings ist dies schon allein aufgrund der privaten Besitzverhältnisse der Grundstücke kaum realistisch. Dennoch könnte eine Aufwertung der dortigen Grünflächen, Parkplätze, Eingangsbereiche und Wegezugänge einen Beitrag zur Attraktivierung der Straße aber auch der Wohngebäude selbst leisten. Darüber hinaus wäre bei einem entsprechenden Bedarf zur weiteren baulichen Ergänzung am Standort der Werner-von-Siemens-Schule eine Bebauung am Knotenpunkt mit der Wilhelm-Hausenstein-Allee erstrebenswert. Sanierungen in 2010 / 2011 stadtplanungsamt| 145 Quelle: VOLKSWOHNUNG AuSfORmuLIeRuNg eINeR eINLAdeNdeN eNTRéeSITuATION Das östliche Ende der Kurt-Schumacher-Straße stellt nicht nur aufgrund der dort befindlichen Lebensmittelmärkte und der Stadtbahnhaltestelle einen bedeutsamen Nutzungspol, sondern als Schnittstelle zum ‚Alten Flugplatz‘ sowie als Verknüpfungspunkt verschiedener Fuß- und Radwegebeziehungen ebenfalls einen wichtigen Eingangsbereich in die Nordweststadt bzw. die ‚attraktive Mitte‘ dar [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚multimodale Stadtbahnhaltestellen‘ sowie Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚untergenutzte Freiflächen‘]. Allerdings wird der gesamte Bereich seiner hohen stadträumlichen Bedeutung gegenwärtig in vielerlei Hinsicht noch nicht hinreichend gerecht. Teilweise wird er sogar von der Bevölkerung als ‚Unort‘ und ‚Angstraum‘ wahrgenommen. Entsprechend besitzt der Raum noch Handlungsbedarfe, aber zugleich auch große Potenziale und Ansatzpunkte, um als ansprechende, repräsentative Entréesituation weiter herausgearbeitet, attraktiviert und gestärkt zu werden. Als erster, kleiner Baustein dazu ist sicherlich die aktuell durchgeführte, gestalterische Modernisierung der Stadtbahnhaltestelle anzusehen. Im Folgenden gilt es nun schrittweise das weitere Umfeld wie etwa die anliegenden Wegeräume und Freibereiche verstärkt aufzuwerten. Denkbar und angebracht wäre dabei ggf. sogar eine teilweise Bebauung der ‚untergenutzten‘ Grünfläche nördlich des Penny-Supermarktes. Hier könnte ein architektonisch hochwertiger Neubau u.a. den Auftakt und Endpunkt der wichtigen Verbindungsachse entlang der Kurt-Schumacher- Straße markieren, zusammen mit dem prägnant gestalteten Bolzplatz auf dem Supermarktdach, einen interessanten städtebaulichen Akzent setzten sowie die ‚Stadtsilhouette‘ zum ‚Alten Flugplatz‘ hin spannend bereichern. Dadurch würde der Bereich nicht nur eine bauliche Aufwertung erfahren, sondern ließe sich zusätzlich durch entsprechende Nutzungen im Erdgeschoss (wie bspw. einem Kiosk oder Café) beleben und funktional anreichern. Was nicht nur die bestehenden Nahversorgungsangebote sinnvoll ergänzen könnte, sondern zudem eine Erhöhung der sozialen Kontrolle mit sich bringen würde. In diesem Zuge wäre außerdem vorstellbar, den Bereich zwischen Supermarkt und Neubau als attraktive, platzartige Vorzone bzw. einladende Eingangssituation mit hoher Aufenthaltsqualität auszugestalten. Dabei könnten neben der bestehenden Fahrradleih- bspw. auch eine car-sharing-Station, weitere Radabstellanlagen, ansprechende Verweilmöglichkeiten oder auch etwaige Außengastronomieflächen untergebracht werden. Darüber hinaus würde sich anbieten, als ein Element der ‚grünen Promenade‘, nicht nur die entsprechenden Wegebereiche entlang der Stadtbahntrasse aufzuwerten, sondern bspw. auch durch die Ausbildung eines ‚Stadtbalkons‘ die besondere Lage am bzw. den Übergang zum ‚Alten Flugplatz‘ herauszustellen und zu inszenieren [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚grüne Promenade‘]. ASSOZIATIONSbIL deR 146 | Rahmenplan noRdweststadt übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ zentraler Schwerpunkt von Nahversorgungs-, Dienstleistungs- und sozialen Einrichtungen „„ Rolle und Bedeutung als Stadtteilmitte aktuell kaum ablesbar „„ teilweise mangelnde stadträumliche ‚Präsenz‘, Aufenthaltsqualität, Attraktivität der Straßenräume, Freiflächen und des Gebäudebestandes AufgAbeN uNd ZIeLe „„ Stärkung und Profilierung des gesamten Bereiches als ‚attraktive Mitte‘ „„ schrittweise bauliche, gestalterische und funktionale Aufwertung bzw. Qualifizierung „„ verstärkte Aktivierung sowie räumliche und programmatische Verknüpfung der unterschiedlichen Bereiche, Angebote und Einrichtungen ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ kurzfristige Umsetzung der Neugestaltung des Walther-Rathenau-Platzes „„ kurzfristige Durchführung kleiner, unaufwendiger, gestalterischer oder funktionaler Aufwertungsmaßnahmen (bspw. an Querungsstellen, Wegeräumen, Grünflächen) „„ (gestalterische) Aufwertung und Stärkung der Verknüpfung über die Kurt- Schumacher-Straße mit dem Nahversorgungszentrum an der Josef-Schofer- Straße bzw. der Stadtbahnhaltestelle „„ Umbau des Knotenpunktes der Landauer Straße mit der Wilhelm-Hausenstein- Allee (ggf. zusammen mit weiteren Straßenabschnitten) „„ längerfristige Umgestaltung einzelner Straßenräume, insbesondere der Landauer Straße, zu einem attraktiven, platzartigen, grünen und urbanen ‚Stadtanger‘ mit hoher Aufenthaltsqualität „„ Erstellung eines Nachnutzungskonzeptes für das ‚Areal Anebosweg‘ sowie darauf aufbauend vertiefender städtebaulicher Planungen für eine hochwertige Bebauung mit belebenden, synergetischen Nutzungen „„ Ausloten von Möglichkeiten für eine attraktive, belebende Nachnutzung bzw. Bebauung ggf. perspektivisch frei werdender Flächen „„ Überprüfung der aktuellen baurechtlichen Situation rund um die Landauer Straße und ggf. Anpassung bzw. Neuaufstellung von Bebauungsplänen zur Schaffung von Voraussetzungen und Anreizen für eine bauliche Qualifizierung „„ Ausformulierung des Umfeldes der Stadtbahnhaltestelle sowie des Knotenbereiches mit der Hertzstraße als attraktive Entréesituationen. Ggf. zusammen mit einer markanten, ansprechenden Neubebauung „„ Prüfung einer Aufnahme in Sanierungs- bzw. Förderprogramme „„ dauerhafte Unterbringung des Bürgertreffs „„ Aktivierung der Eigentümer, Gewerbetreibenden und sozialen Einrichtungen kuRZ uNd kNApp stadtplanungsamt| 147

  • Rahmenplan Broschuere 148-155
    Extrahierter Text

    PERSPEKTIVE AREAL ANEBOSWEG LAND A UER S TRA SSE PERSPEKTIVE HEINRICH­KÖHLER­PLATZ? KINDERGARTEN ‘VOGELNEST‘ K USSMA UL S TRA SSE LADENZEILE GRÜNFLÄCHE SPIELPLATZ Szenario 1 Reaktivierung durch neue Nutzungen Szenario 2 Neubau Seniorenheim REAKTIVIERUNG Szenario 3 Neubau Wohnen - Zwischennutzung Kita - temporä re Nutzungen - Aktivierung Freibereich - Ansiedlung neuer, anderweitiger Nutzungen - ggf. Modernisierung Gebä ude - Abriss - Reaktivierung durch teilweise Neubebauung - Senioren- / P�legeheim / Betreutes Wohnen - Seniorencafé - Erhalt Platzbereich - Abriss - Reaktivierung durch komplette Neubebauung - Wohnnutzung - ergä nzende Versorgungseinrichtungen (z.B. Bä cker...) - U� berbauung / Aufgabe Platzbereich 148 | Rahmenplan noRdweststadt Luftbild: Stadt Karlsruhe AuSgANgSLAge ‚ReAkTIVIeRuNg HeINRIcH-k ÖHLeR-p LATZ‘ stadtplanungsamt| 149 übeRbLIck / eINfüHRuNg Der Heinrich-Köhler-Platz wurde Ende der 1960er Jahre - ganz im Geiste seiner Entstehungszeit - als Nahversorgungszentrum in Form einer eingeschossigen, winkelförmigen Ladenzeilenbebauung mit teils angegliederter, rückwärtiger Wohnnutzung sowie einer großzügigen, vorgelagerten Grünanlage errichtet. Inzwischen hat der Platz, u.a. wegen seiner etwas peripheren Lage im Stadtteil, jedoch seine ursprüngliche Versorgungsfunktion weitestgehend eingebüßt. Abgesehen von einigen gastronomischen und gewerblichen Betrieben, ist er zunehmend von Leerständen sowie einem unbefriedigenden baulichen Zustand bzw. Erscheinungsbild geprägt. Spätestens seit Wegzug der Sparkasse gleicht der Heinrich-Köhler-Platz daher teilweise nur noch einem ‚Schatten seiner selbst‘ und hat sich in Augen der Bürgerschaft zu einem kleinen ‚Sorgenkind‘ der Nordweststadt entwickelt. In den vergangenen Jahren gab es zwar immer wieder verschiedene Überlegungen für eine mögliche ‚Wiederbelebung‘ des Platzbereiches, allerdings wurden diese aus unterschiedlichen Gründen nicht weiterverfolgt bzw. haben diese leider nicht gefruchtet. Zudem scheinen die kleinen Ladeneinheiten für die heutigen (Einzelhandels-) Ansprüche räumlich kaum geeignet, so dass schon aufgrund dessen kaum mit entsprechenden Neuansiedlungen zu rechnen ist. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Ladenpassage in unterschiedlichen Besitzverhältnissen befindet und scheinbar viele der Eigentümerinnen und Eigentümer angesichts der aktuellen Situation (und wohl auch aufgrund des derzeitigen baurechtlichen Rahmens) wenig Perspektiven für Investitionen sehen. Demzufolge gilt es, für den Platz eine neue ‚Rolle‘ abseits seiner bisherigen Nahversorgungsfunktion zu finden und verstärkte Anstrengungen für eine dahingehende ‚Reaktivierung‘ bzw. (Neu-) Entwicklung zu unternehmen. Jedoch gibt es dazu keine einfachen, schnellen Lösungen oder ‚Patentrezepte‘. Deshalb sollten unterschiedliche Optionen erwogen und geprüft werden. Bspw. ob eine Ausweisung als Sanierungsgebiet möglich ist. Darauf aufbauend können entsprechende (Umsetzungs-) Strategien bzw. Verfahrensweisen entwickelt werden, die es dann gezielt und konsequent anzugehen gilt. Dabei kann es sich durchaus als sinnvoll erweisen, alternative Strategien und Ansätze parallel zu verfolgen oder ggf. schrittweise miteinander zu kombinieren. Dazu wurden im Zuge der Rahmenplanung erste, denkbare Entwicklungsszenarien erarbeitet und zur Diskussion gestellt. Diese werden nachfolgend genauer erläutert, reichen aber von einer potenziellen ‚Reaktivierung‘ durch Ansiedlung neuer, alternativer Nutzungen (sowie ggf. paralleler Modernisierung der Anlage), bis hin zu einer teilweisen oder vollständigen Neubebauung des Areals, was innerhalb des Dialogprozesses überwiegend Zuspruch unter den Teilnehmenden fand. Die Szenarien dienen allerdings (vorerst) nur dem exemplarischen Aufzeigen einer Bandbreite unterschiedlicher Möglichkeiten bzw. Herangehensweisen. Daneben wären ebenso weitere Ansätze vorstellbar. Da alle künftigen Entwicklungsansätze grundsätzlich von der Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümerinnen und Eigentümer abhängen, gilt es als allererstes, mit diesen (aber auch den ansässigen Gewerbetreibenden) das Gespräch zu suchen und die jeweiligen Vorstellungen bzw. (Entwicklungs-) Absichten abzufragen. In Abhängigkeit davon können darauffolgend weitere Überlegungen und Schritte angegangen werden. Angesichts der derzeitigen Situation und des längeren Zeithorizontes, den viele potenzielle Lösungsansätze (wie bspw. eine etwaige Neubebauung) bedürfen, ist es gleichzeitig dringend geboten, kurzfristig weitere Ladenschließungen zu vermeiden, die ‚Abwärtsspirale‘ zu stoppen, die Lage zu stabilisieren und durch eine gezielte Aktivierungsstrategie möglichst zu verbessern. Genau hier setzt das nachfolgende Szenario 1 an. Parallel dazu können weitere Optionen ausgelotet, geprüft und ggf. angegangen werden. Neue peRSpekTIVeN uNd STRATegIeN ZuR ‚ReAkTIVIeRuNg deS HeINRIcH-kÖHLeR-pLATZeS‘! WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G ! IV III IV III III III LAND A UER S TRA SSE Optimierung Knotenpunkt NACHBARSCHAFTLICHER TREFFPUNKT SPIELEN ERHOLEN VORPLATZ A usbildung K ant e Wohnen Gemeinschaftshof (kleint eilig er) Einz e lhande l / Die nst leis tu ng / Gastr onomie / Option Bür g ertr eff / Option K jH ... Außenbereich Kindergarten S t är k ung W eg ever bindung R udolf­ S t einer­ K inder g art en AUSBILDUNG ‚STADTANGER‘ A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. W ohnen im OG g gf. W ohnen im OG Wohnen Wohnen Wohnen AKTIVIERUNG geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen W eg ever bindung st är k en 150 | Rahmenplan noRdweststadt SZeNARIO 1 Stabilisierung / Verstetigung ‚Mobilisierung‘ und ‚Bespielung‘ von Räumen Verstetigung neue Nutzungen Modernisierung Aktivierungsphase ‚temporäre‘ Veranstaltungen, ... / Ansiedlung neuer Nutzungen ‚Stabilisierung‘ bestehende Nutzungen „„ Aktivierung und Bespielung der Platzfläche bspw. durch Veranstaltungen „„ Mobilisierung der Leerstände für alternative bzw. innovative (Zwischen-) Nutzungen bspw. aus dem soziokulturellen Bereich „„ Ansiedlung von Dienstleistungen, freien Berufen und Gewerbetreibenden „„ bei ‚Erfolg‘ Modernisierung der Anlage Durch eine entsprechende, kurz- bis mittelfristige ‚Aktivierungsstrategie‘ wäre es ggf. möglich, dem Platzbereich etwas ‚frisches Leben‘ einzuhauchen, ihn wieder positiv ins Bewusstsein zu rücken, sein tristes Erscheinungsbild aufzuwerten und somit etwas zur notwendigen Stabilisierung bzw. Verbesserung der Lage beizutragen. Daraus könnte ebenfalls die Chance erwachsen, neue Nutzungen zu etablieren und dadurch eventuell eine tragfähige, längerfristige Nutzungsperspektive zu eröffnen. So wäre etwa vorstellbar, den Platzbereich verstärkt durch Veranstaltungen oder temporäre Interventionen zu aktivieren und im Stadtteilleben zu verankern. Bspw. könnte dort gelegentlich ein Nachbarschaftsflohmarkt, ein kleines Konzert, eine Aufführung oder während der Interimsnutzung durch die Kita Vogelnest [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Kinderbetreuungseinrichtungen‘] ein Kinderfest in Kooperation mit den ansässigen Gastronomen stattfinden. Eventuell wäre, wie von Seiten der Bürgerschaft angeregt, perspektivisch sogar ein kleiner Biergarten denkbar. Gleichzeitig sollten Versuche zur Mobilisierung der Leerstände für alternative bzw. innovative (Zwischen-) Nutzungen unternommen werden. Dazu gilt es, die Eigentümerinnen und Eigentümer zu motivieren bzw. an ihre Bereitschaft und ihr Eigeninteresse zu appellieren, die Räumlichkeiten zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung zu stellen (bspw. Mietreduktionen, zeitlich begrenzte Mietfreiheit, Überlassung gegen Nebenkostenübernahme, Renovierung durch die Nutzer, ...). Wie Vorbilder in anderen Städten zeigen, könnte dadurch gelingen, die negative Außenwirkung bspw. mittels Bespielung als ‚erweitertes Schaufenster‘ bzw. Ausstellungsraum stadtteilansässiger Gewerbetreibender abzumildern oder die Räumlichkeiten u.a. für Nutzungen aus dem soziokulturellen Bereich attraktiv zu machen. Denkbar wäre bspw. eine (temporäre) Nutzung der Flächen durch soziale Einrichtungen, Vereine, Initiativen, Kreative oder auch Künstler. Ebenso wäre vorstellbar, dass die Bürgergemeinschaft oder die Kinder- und Jugendarbeit hier (zusätzliche) Nutzungsmöglichkeiten erhalten (bspw. für einen Jugendtreff) [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Kinder- und Jugendarbeit‘]. Ähnlich wie am Bonner Platz, könnte darüber hinaus ggf. erreicht werden, freie Berufe, Dienstleistungen, Gewerbetreibende sowie Büronutzungen anzulocken und anzusiedeln. All das würde dazu beitragen die bestehenden Nutzungen anzureichern, zu befruchten, die (Kunden-) Frequenz zu erhöhen sowie allgemein zu einer Belebung und Attraktivierung des Platzbereiches führen. Im Idealfall würde dadurch (mittelfristig) eine positive Entwicklung in Gang gesetzt (oder zumindest die Zeit bis zu einer anderweitigen ‚Lösung‘ überbrückt). Sofern sich (einzelne) Nutzungen verstetigen bzw. etablieren, könnte dies auch eine (wirtschaftliche) Basis für die Modernisierung der Anlage darstellen. Sollten die Ansätze jedoch nicht greifen bzw. sich als nicht dauerhaft tragfähig erweisen, gilt es forciert alternative Optionen (wie bspw. eine Neubebauung) zu verfolgen. Diese sollten möglichst schon im Vorfeld entsprechend geprüft, abgestimmt und vorbereitet sein. Für eine potenzielle Neubebauung sind nachfolgend zwei unterschiedliche, exemplarische Szenarien aufgezeigt. WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G ! IV III IV III III III LAND A UER S TRA SSE Optimierung Knotenpunkt NACHBARSCHAFTLICHER TREFFPUNKT SPIELEN ERHOLEN VORPLATZ A usbildung K ant e Wohnen Gemeinschaftshof (kleint eilig er) Einz e lhande l / Die nst leis tu ng / Gastr onomie / Option Bür g ertr eff / Option K jH ... Außenbereich Kindergarten S t är k ung W eg ever bindung R udolf­ S t einer­ K inder g art en AUSBILDUNG ‚STADTANGER‘ A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. W ohnen im OG g gf. W ohnen im OG Wohnen Wohnen Wohnen Senior enheim A ußenber eich Erhalt Baumbestand F ahrr äder P ar k en III IV QUARTIERSTREFF Neubau Seniorenheim A ust ausc h för dern W eg ever bindung st är k en geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z stadtplanungsamt| 151 Abriss! Neubau! Abriss Bestandsgebäude Bauphase Neubau Seniorenheim SZeNARIO 2 „„ Abriss Bestandsgebäude „„ Unterbringung Neubau Seniorenwohnanlage / betreutes Wohnen / Pflegeheim ... „„ Einhaltung des ‚Fußabdruckes‘ der ehemaligen Bebauung „„ Bewahrung des Freibereiches bzw. des Baumbestandes - nutzbar als Außenbereich, Spielfläche und Quartierstreffpunkt und somit Belebung des Raumes „„ Kooperation zwischen Seniorenheim und Kindergarten denkbar „„ Möglichkeit zur Unterbringung eins Seniorencafés „„ Impuls zur Aufwertung der Kußmaulstraße und Beibehaltung des ‚grünen‘ Charakters der Straße Anstatt der Ladenzeilenbebauung wäre (längerfristig) z.B. die Errichtung einer Seniorenwohnanlage bzw. einer Pflegeeinrichtung (ggf. auch in Kombination mit betreutem Wohnen) vorstellbar. Dazu bestehen nicht nur die entsprechenden Bedarfe in der Nordweststadt [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Senioreneinrichtungen‘], sondern stellt der Heinrich-Köhler-Platz, u.a. aufgrund seiner integrierten Lage im Stadtteil, der guten ÖPNV-Anbindung oder auch der bestehenden Grünanlage, einen äußerst geeigneten Standort dar. Durch eine Neubebauung auf dem ungefähren ‚Fußabdruck‘ der bisherigen Gebäude könnte der Platzbereich mitsamt des Baumbestandes (als Teil der Grünflächen entlang der Kußmaulstraße) bewahrt bleiben sowie gleichzeitig als Außenbereich der Einrichtung dienen. Dabei sollten möglichst auch ansprechende, öffentliche Aufenthaltsbereiche und Spielangebote ausgebildet werden, um den Platz als nachbarschaftlichen, kommunikativen Quartierstreffpunkt zu erhalten bzw. zu stärken. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang ebenfalls die Einrichtung eines (Senioren-) Cafés mit einer einladenden Außenbestuhlung zur Freifläche hin. Ggf. könnten sich auch Synergien und Kooperationen mit der gegenüberliegenden Kindertagesstätte ‚Vogelnest‘ ergeben, etwa in Form von gemeinsamen, generationenübergreifenden Veranstaltungen, Betreuungs- oder Verpflegungsangeboten. Eine entsprechende, hochwertige Neubebauung und Ausgestaltung der Freiflächen würde dem Heinrich-Köhler- Platz nicht nur eine neue Funktion sowie ein attraktives Erscheinungsbild verleihen, sondern darüber hinaus einen Beitrag und Impuls zur Aufwertung des Umfeldes leisten. Im Gegensatz zum nachfolgenden Szenario 2 würde dabei aber zugleich der bestehende ‚grüne‘ Charakter der Kußmaulstraße beibehalten bleiben. 152 | Rahmenplan noRdweststadt WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE SCHWEIGENER S TRA SSE BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G ! IV III IV III III III LAND A UER S TRA SSE Optimierung Knotenpunkt NACHBARSCHAFTLICHER TREFFPUNKT SPIELEN ERHOLEN VORPLATZ A usbildung K ant e Wohnen Gemeinschaftshof (kleint eilig er) Einz e lhande l / Die nst leis tu ng / Gastr onomie / Option Bür g ertr eff / Option K jH ... Außenbereich Kindergarten S t är k ung W eg ever bindung R udolf­ S t einer­ K inder g art en AUSBILDUNG ‚STADTANGER‘ A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t ­ / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. W ohnen im OG g gf. W ohnen im OG Wohnen Wohnen Wohnen III III III III IV V IV Wohnen Hof Neubau Wohngebäude ggf. markante Neubebauung A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e g g f . N e u b e b a u u n g / A u s b i l d u n g K a n t e geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen Neubau Wohngebäude Abriss! Neubau! Abriss Bestandsgebäude Bauphase SZeNARIO 3 „„ Abriss Bestandsgebäude „„ Neubau Blockrandbebauung mit Wohnnutzung „„ Ausbildung einer Bebauungskante zur Kußmaulstraße (ggf. in Kombination mit einer Überbauung der nördlich und südlich anliegenden Freiflächen) - dadurch räumliche Fassung und Aufwertung des Straßenraums „„ gemeinsamer grüner Innenhof „„ Unterbringung Stellplätze in Tiefgaragen „„ Möglichkeit zur Unterbringung von kleinteiligem Einzelhandel, bspw. einem Bäcker Als ein weitergehendes Szenario wäre allerdings ebenso denkbar, den gesamten Platzbereich einer Neubebebauung zuzuführen. Dabei könnten bspw. in einer aufgelockerten Blockrandbebauung attraktive Wohngebäude und ggf. auch ergänzende Nutzungen wie bspw. eine Bäckerei oder sonstige kleinere Nahversorgungsangebote untergebracht werden. Diese Option ist besonders dann interessant und reizvoll, wenn auch die nördlich und südlich angrenzenden Freiflächen entlang der Kußmaulstraße für eine entsprechende Überbauung zur Verfügung stehen würden [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚untergenutzte Freiflächen‘ sowie Kapitel ‚Mehr Wohnen‘ Punkt ‚Südliche Flugplatzsiedlung‘]. In diesem Zusammenhang könnte eine ‚durchgängige‘ Bebauungskante entlang der westlichen Flanke der Kußmaulstraße ausgebildet werden. Diese würde zu einer wünschenswerten räumlichen Fassung, Belebung und Aufwertung des Straßenraumes beitragen sowie diesem eine angemessene Kontur, stadträumliche ‚Präsenz‘ sowie ein ansprechendes ‚Gesicht‘ verleihen. Eine etwaige Neubebauung dieser Bereiche sollte daher städtebaulich zusammen gedacht und aufeinander abgestimmt sein sowie behutsam zwischen den unterschiedlichen Umgebungsstrukturen vermitteln. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Platzbereich und die angrenzenden Freiräume teilweise im FNP als Grünflächen sowie im Klimaanpassungsplan als bioklimatische Entlastungsflächen ausgewiesen sind. Demgemäß sind die jeweiligen Gegebenheiten im Einzelfall zu prüfen, abzuwägen und mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung im Ganzen zu entscheiden. In diesem Zuge sollte natürlich auch die Bevölkerung bzw. die jeweiligen Anliegerinnen und Anlieger einbezogen sowie die Eingriffe ggf. durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden (bspw. durch eine (ökologische) Aufwertung von Freiflächen an anderer Stelle). Möglichkeiten dazu bieten sich u.a. im Rahmen des ‚grünen Rückgrates‘ oder auch der Entwicklung des ‚Areals Nancystraße‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘ sowie ‚Areal Nancystraße‘]. So etwa durch eine entsprechende Aufwertung des nahegelegenen Freibereiches am ‚Schänzle‘, des Grünzuges nördlich des ‚Areals Nancystraße‘ oder durch eine attraktive Ausgestaltung der dort vorgesehenen Freiflächen. In diesem Zuge ließe sich bspw. auch der Spielplatz auf dem Heinrich-Köhler-Platz adäquat kompensieren. stadtplanungsamt| 153 kuRZ uNd kNApp übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ grüner, öffentlicher Platzraum mit eingeschossiger Ladenzeilenbebauung (tlw. mit rückwärtiger Wohnnutzung) „„ weitgehender Verlust der ursprünglichen Nahversorgungsfunktion „„ geprägt von Leerständen und in die Jahre gekommener Bausubstanz „„ Ladenzeile in uneinheitlichen, privaten Eigentumsverhältnissen AufgAbeN uNd ZIeLe „„ ‚Stabilisierung‘ der aktuellen Lage „„ Findung einer neuen strukturellen und funktionellen ‚Rolle‘ „„ Entwicklung entsprechender schrittweiser bzw. paralleler alternativer Strategien, Ansätze und Konzepte zur ‚Reaktivierung‘ „„ gezielte und konsequente Weiterverfolgung der Ansätze ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ Ausloten von Absichten bzw. Vorstellungen der Eigentümer und Gewerbetreibenden „„ Sensibilisierung und Aktivierung der Mitwirkungsbereitschaft für eine künftige Entwicklung „„ Prüfung einer Ausweisung als Sanierungsgebiet „„ Entwicklung und Förderung einer Strategie zur kurzfristigen Aktivierung, Bespielung und Stärkung des Platzraums bzw. der Leerstände „„ verstärkter Versuch zur Ansiedlung neuer, anderweitiger Nutzungen „„ ggf. parallel Erstellung eines alternativen (Nach-) Nutzungskonzeptes für eine etwaige, attraktive Neubebauung SINNESWÄLDCHEN WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE SCHÄNZLE WALTHER­RATHENAU­PLATZ SCHÜLERHORT KIRCHE KIRCHE SPIELPLATZ KINDERGARTEN AREAL ANEBOSWEG BÜRGERTREFF KINDERGARTEN KJH NAHVERSORGUNG NAHVERSORGUNG NAHVERSORGUNG NAHVERSORGUNG SCHULE SCHULEN SCHULE SPORTANLAGEN KAISER SLA UTERNER S TRA SSE SENIORENHEIM SENIORENHEIM NEUBAU EV. GEMEINDEZENTRUM BOLZPLATZ FREIFLÄCHEN WÄLDCHEN GR ÜNZUG KLEINGÄRTEN KLINIKUM NEUREUTER FELDFLUR HEINRICH­KÖHLER­PLATZ AL TER FL UGPLA T Z S T AD TB AHNTRA SSE AREAL NANCYSTRASSE REHA SÜDWEST STUDIERENDENWOHNEN REITINSTITUT KIT CAMPUS WEST BUNDESANSTALT FÜR WASSERBAU SPIELPLATZ HALBÖFFENTLICHE GRÜNFLÄCHEN HALBÖFFENTLICHE GRÜNFLÄCHEN Luftbild: Stadt Karlsruhe ausgangslage ‚gRüNeS RückgRAT‘ 154 | Rahmenplan noRdweststadt Optimierung Knotenpunkt SINNESWÄLDCHEN ‚AREAL NANCYSTRASSE‘ HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Reaktivierung SPIELPLATZ WALTHER­RATHENAU­PLATZ Bildung Betreuung Sport Spiel Freizeit Bildung Bildung Vereinsleben Soziales Spielplatz Soziales Kirchliches A ufw ertung Str aß enr aum Optimierung Querungen A ttr akti vierung F r ei�lächen ggf. Neuor dnung Str aß enr aum Optimierung Querungen Neustrukturierung / A ufwertung F rei�lächen Grünzug Neuor dnung P arkplätze Erhalt Bolzplatz A ufw ertung / Nutzbarmachung / V er besserung Dur ch w egung Ausbau F uß­ und Rad wege Aufwertung Str aßenraum Aufwertung Str aßenraum Optimierung Querungen ggf. Neuor dnung Str aßenraum ggf. Neuor dnung Str aßenraum Attraktivierung F rei�lächen Attraktivierung F rei�lächen Attraktivierung Grün�lächen Stä rkung Verknü pfung Stä rkung Verknü pfung ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße perspektivische Entwicklungs�lä che Entwicklungs�lä che KIT Campus West ehem. Artilleriekaserne Klinikum perspektivische Entwicklungs�lä che Aufwertung / Belebung / Aktivierung Ausbildung Prä senz zur Straße ‚Verzahnung‘ / Aufwertung als attraktives, symbiotisches (Freiraum-) Netzwerk ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße Erhalt Grünverbindung Prüf�läche Wohnen Stärkung Grünverbindung PROFILIERUNG ‚ATTRAKTIVE MITTE‘ AUSBILDUNG ‚GRÜNES RÜCKGRAT‘ KURT­SCHUMACHER­STRASSE ‚MEHRGENERATIONENCAMPUS‘ ‚GRÜNE NORDSPANGE WEST‘ KAISER SLA UTERNER S TRA SSE WILHELM­HA USENSTEIN­ALLEE EHEM. FREIHAL TETRASSE LANDAUER STRASSE perspektivische Nachnutzung ‚AREAL ANEBOSWEG‘ Ausbildung ‚Stadt balkon‘ FRANZ-L US T-STRA SSE K USSMA UL S TRA SSE ‚grüne Pr omenade‘ ‚ALTER FL UGPLA TZ‘ GRÜNZUG HER TZSTRASSE GRÜNZUG HER TZSTRASSE Optimierung Knotenpunkt Aufwertung Wegeverbindung Sta ̈ r k ung V er knu ̈ pfung stä dtebauliche Akzentuierung übeRbLIck / eINfüHRuNggRObkONZepT Die Wilhelm-Hausenstein-Allee und in Verlängerung die Kaiserslauterner Straße sowie die Freibereiche am ‚Schänzle‘ bzw. der Grünzug nördlich des ‚Areals Nancystraße‘, fungierten lange Zeit als Freihaltetrasse für eine geplante, durchgängige Nord-Süd-Hauptstraßenverbindung zwischen der Franz-Lust-Straße und der Straße ‚Alter Postweg‘ [vgl. dazu auch Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚grünes Rückgrat‘ sowie ‚Stadtteil‘ Punkt ‚FNP‘]. Analog war die Trasse ursprünglich sogar für einen bis zu vierspurigen Ausbau vorgesehen und stellt heute eine der zentralen ‚(Verkehrs-) Achsen‘ der Nordweststadt dar. Die Straße wurde jedoch nur in Teilen zweistreifig realisiert und darüber hinaus im südlichen Bereich nie umgesetzt. Dort konnten daher verschiedene ungeordnete Parkplätze, offene Wiesenflächen und baumbestandene Grünflächen überdauern. Der überwiegende Verlauf der Trasse zeigt sich derzeit als ein anbaufreier, überdimensioniert breiter aber auch grüner Straßenraum mit dem wenig befriedigenden ‚Charme‘ einer Durchgangsstraße. Zusammen mit den ungestalteten, gering genutzten Freiflächen im südlichen Abschnitt gleicht die ehemalige Freihaltetrasse demzufolge gegenwärtig eher einer Zäsur und ‚gefühlten Barriere‘ im Stadtgefüge als einem integrierten, verbindenden Stadtraum. Durch die zahlreich angrenzenden, wichtigen Stadtteileinrichtungen und Freiraumangebote (welche den grünen Charakter stellenweise nochmals verstärken) besitzt die Achse aber zugleich eine hohe Bedeutung und große Potenziale für die weitere Entwicklung der Nordweststadt. So reihen sich bspw. der Walther- Rathenau-Platz, verschiedene Kirchengemeinden, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Grün-, Spiel- und Sportflächen entlang der Trasse. Entsprechend gilt es, u.a. durch die schrittweise Aufwertung des Straßenraums, der Freiflächen oder auch durch die Schaffung neuer Wegeverbindungen, die einzelnen Angebote zu einem attraktiven, zusammenhängenden (Freiraum-) System bzw. ‚grünen Rückgrat‘ der Nordweststadt zu verknüpfen. Hierin liegt die Chance, sowohl eine durchgängige Grün- und Wegeverbindung vom südlichen ‚Alten Flugplatz‘ über die ‚attraktive Mitte‘ bis zum Landschaftsraum im Norden zu schaffen, als auch einen nachbarschaftlichen ‚Stadt- und Begegnungsraum‘ zwischen den Quartieren auszubilden. Dadurch würden nicht nur die bestehenden Angebote und Wohnlagen besser miteinander vernetzt, sondern zugleich die künftigen Entwicklungsflächen verstärkt in den Stadtteil eingebunden. VON deR fReIHALTeTRASSe Zum VeRbINdeNdeN ‚gRüNeN RückgRAT‘! stadtplanungsamt| 155

  • Rahmenplan Broschuere 156-165
    Extrahierter Text

    S t ä r ku n g G r ü n z u g WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE SENGE S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE SCHWEIGENER S TRA SSE AL TER P OS TWE G BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­S iemens­Sc hule K JH Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en Senior en w ohnheim Wilhe lmine­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem R udolf­ S t einer­ K inder g art en Neuapost . K ir c he Schüler hort P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en * * * * * * * * * * * * * g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m * * * * Optimierung Knotenpunkt Fuß­ und Radverkehr ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ N e u s t r u k t u r i e r u n g F r e i r ä u m e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e E r h a l t W ä l d c h e n Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt A u s b i l d u n g n a c h b a r s c h a f t l i c h e r T r e f f p u n k t Neuordnung Gelenkraum Ausformulierung Auftaktsituation A u f w e r t u n g F r e i f l ä c h e n A u s b i l d u n g A u f e n t h a l t s b e r e i c h e E r h a l t B o l z p l a t z A u s b a u F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g e n Neuordnung Straßenraum / Haltestellenbereich Optimierung Querungssituation S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n MEHRGENERATIONENCAMPUS perspektivische Nachnutzung Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung Präsenz / ‚Öffnu ng‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Ausformulierung attraktives Entrée Aufwertung Eingangsbereich S t ä r k u n g i n t e r n e D u r c h w e g u n g g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u s b i l d u n g ‚ C a m p u s t r e f f ‘ S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g Optimierung Querung markanter Neubau A u s b i l d u n g ‚ S t a d t b a l k o n ‘ ‚ g r ü n e P r o m e n a d e ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ Stärkung Grünverbindung Optimierung Knotenpunkt Ausformulierung Eingangssituation Erhalt Grünverbindung S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ E N T R É E A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g a n l e g e n S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A n b i n d u n g K I T C a m p u s W e s t / e h e m . A r t i l l e r i e k a s e r n e A u f w e r t u n g / N u t z b a r m a c h u n g / V e r b e s s e r u n g D u r c h w e g u n g geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Aufwertung Vorbereich Vereinsheim g g f . A u s b i l d u n g K a n t e Stärkung Verknüpfung S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g ‚SINNESWÄLDCHEN‘ WALTHER­RATHENAU­PLATZ A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Erhalt / Stärkung Ladennutzung Optimierung Knotenpunkt Stärkung Verknüpfung A u s b i l d u n g W e g e v e r b i n d u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e Präsenz / Belebung Präsenz / Belebung ‚Öffnung‘ / Präsenz A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e g e p l . N e u b a u s o z i a l p ä d a g o g i s c h e s Z e n t r u m A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e ggf. markanter Neubau A u f w e r t u n g / N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m ‚AREAL ANEBOSWEG‘ Ausbildung stadträumlicher Präsenz/ Ausbildung Kante HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Reaktivierung REITINSTITUT BUNDESANSTALT FÜR WASSERBAU KIT CAMPUS WEST KLINIKUM S t ä r k u n g / N e u a n l a g e W e g e v e r b i n d u n g ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e Walther­Rathenau­Platz ­ Umsetzung Neugestaltung ­ Profilierung / Aufwertung / Stärkung als soziale gemeinschaftliche Mitte ­ Stärkung stadträumliche Einbindung ­ Stärkung als Nachbarschaftstreffpunkt ­ Belebung / Aktivierung ­ ‚Öffnung‘ zur Straße ­ Verknüpfung mit anliegenden Randnutzungen ­ Aufwertung durch perspektivische Nachnutzungsflächen (Schülerhort / Tankstelle) ­ Verknüpfung mit Landauer Straße ­ Stärkung Verknüpfung ‚Sinnenswäldchen‘ ­ Optimierung Querung Straßenraum g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u s f o r m u l i e r u n g A u f t a k t s i t u a t i o n Ausbildung ‚Stadtanger‘ A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Mehrgenerationencampus ­ Ausbildung zusammenhängendes, vielseitiges Freiraumsystem ­ interne Verknüpfung / Durchwegung stärken ­ Multifunktionalität generieren ­ Aktivierung / Anreicherung Nutzungen ­ Ausbildung (informeller) Freizeitangebote für Jung und Alt ­ Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zum Straßenraum ­ Verknüpfung mit Umgebung ­ punktuelle Aktivierung / Aufwertung ­ Interaktion der Einrichtungen stärken Freiraum ‚Schänzle‘ ­ Neustrukturierung der Freiflächen ­ Aufwertung als vielseitiger, ‚extensiver‘ Freiraum ­ Belebung / Aktivierung Freiflächen ­ Erhöhung Nutzungsvielfalt / Aufenthaltsqualität ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt ­ Verbesserung / Ausbau Fuß­ und Radwegeverbindungen ­ Neuordnung Parkplätze ­ Verknüpfung Grünzug ‚Areal Nancystraße‘ ­ Erhalt / Integration Wäldchen und Bolzplatz Areal Nancystraße ­ Entwicklung als attraktives Wohnareal ­ Integration / Einbindung in die Umgebung ­ Unterbringung Pflegeheim / Kita ­ Ausformulierung stadträumlicher Präsenz / städtebaulicher Kanten / Akzente ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkte ­ Herstellung Fuß­ und Radwegeverbindung Grünzug / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Verknüpfung mit Grünzug ‚Entrée‘ ­ Ausformulierung attraktive Entréesituation ­ Optimierung Knotenpunkt / Querungen ­ Stärkung Fuß­ und Radwegeverbindung ­ Stärkung Grünverbindung Grünzug / Areal Nancystraße / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Ausbildung ‚Stadtbalkon‘ ­ Auftakt ‚grüne Promenade‘ NAHVERSORGUNGSZENTRUM SPIELPLATZ ‚AREAL NANCYSTRASSE‘ Kleingartenanlage perspektivische Entwicklungsfläche Klinikum Prüffläche Wohnen ggf. perspektivische Entwicklung / Integration ‚Wäldchen‘ Qualifizierung/ Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume ‚Grüne Nordspange West‘ Spielplatz * * S c h a f f u n g S p i e l ­ / S p o r t ­ / F r e i t z e i t a n g e b o t e 156 | Rahmenplan noRdweststadt übeRblick handlungsRäume / konzeptansätze S t ä r ku n g G r ü n z u g WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE SENGE S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE SCHWEIGENE R S TRA SSE AL TER P OS TWE G BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­S iemens­Sc hule K JH Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en Senior en w ohnheim Wilhe lmine­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem R udolf­ S t einer­ K inder g art en Neuapost . K ir c he Schüler hort P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en * * * * * * * * * * * * * g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m * * * * Optimierung Knotenpunkt Fuß­ und Radverkehr ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ N e u s t r u k t u r i e r u n g F r e i r ä u m e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e E r h a l t W ä l d c h e n Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt A u s b i l d u n g n a c h b a r s c h a f t l i c h e r T r e f f p u n k t Neuordnung Gelenkraum Ausformulierung Auftaktsituation A u f w e r t u n g F r e i f l ä c h e n A u s b i l d u n g A u f e n t h a l t s b e r e i c h e E r h a l t B o l z p l a t z A u s b a u F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g e n Neuordnung Straßenraum / Haltestellenbereich Optimierung Querungssituation S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n MEHRGENERATIONENCAMPUS perspektivische Nachnutzung Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung Präsenz / ‚Öffnu ng‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Ausformulierung attraktives Entrée Aufwertung Eingangsbereich S t ä r k u n g i n t e r n e D u r c h w e g u n g g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u s b i l d u n g ‚ C a m p u s t r e f f ‘ S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g Optimierung Querung markanter Neubau A u s b i l d u n g ‚ S t a d t b a l k o n ‘ ‚ g r ü n e P r o m e n a d e ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ Stärkung Grünverbindung Optimierung Knotenpunkt Ausformulierung Eingangssituation Erhalt Grünverbindung S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ E N T R É E A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g a n l e g e n S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A n b i n d u n g K I T C a m p u s W e s t / e h e m . A r t i l l e r i e k a s e r n e A u f w e r t u n g / N u t z b a r m a c h u n g / V e r b e s s e r u n g D u r c h w e g u n g geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Aufwertung Vorbereich Vereinsheim g g f . A u s b i l d u n g K a n t e Stärkung Verknüpfung S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g ‚SINNESWÄLDCHEN‘ WALTHER­RATHENAU­PLATZ A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Erhalt / Stärkung Ladennutzung Optimierung Knotenpunkt Stärkung Verknüpfung A u s b i l d u n g W e g e v e r b i n d u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e Präsenz / Belebung Präsenz / Belebung ‚Öffnung‘ / Präsenz A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e g e p l . N e u b a u s o z i a l p ä d a g o g i s c h e s Z e n t r u m A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e ggf. markanter Neubau A u f w e r t u n g / N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m ‚AREAL ANEBOSWEG‘ Ausbildung stadträumlicher Präsenz/ Ausbildung Kante HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Reaktivierung REITINSTITUT BUNDESANSTALT FÜR WASSERBAU KIT CAMPUS WEST KLINIKUM S t ä r k u n g / N e u a n l a g e W e g e v e r b i n d u n g ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e Walther­Rathenau­Platz ­ Umsetzung Neugestaltung ­ Profilierung / Aufwertung / Stärkung als soziale gemeinschaftliche Mitte ­ Stärkung stadträumliche Einbindung ­ Stärkung als Nachbarschaftstreffpunkt ­ Belebung / Aktivierung ­ ‚Öffnung‘ zur Straße ­ Verknüpfung mit anliegenden Randnutzungen ­ Aufwertung durch perspektivische Nachnutzungsflächen (Schülerhort / Tankstelle) ­ Verknüpfung mit Landauer Straße ­ Stärkung Verknüpfung ‚Sinnenswäldchen‘ ­ Optimierung Querung Straßenraum g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u s f o r m u l i e r u n g A u f t a k t s i t u a t i o n Ausbildung ‚Stadtanger‘ A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Mehrgenerationencampus ­ Ausbildung zusammenhängendes, vielseitiges Freiraumsystem ­ interne Verknüpfung / Durchwegung stärken ­ Multifunktionalität generieren ­ Aktivierung / Anreicherung Nutzungen ­ Ausbildung (informeller) Freizeitangebote für Jung und Alt ­ Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zum Straßenraum ­ Verknüpfung mit Umgebung ­ punktuelle Aktivierung / Aufwertung ­ Interaktion der Einrichtungen stärken Freiraum ‚Schänzle‘ ­ Neustrukturierung der Freiflächen ­ Aufwertung als vielseitiger, ‚extensiver‘ Freiraum ­ Belebung / Aktivierung Freiflächen ­ Erhöhung Nutzungsvielfalt / Aufenthaltsqualität ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt ­ Verbesserung / Ausbau Fuß­ und Radwegeverbindungen ­ Neuordnung Parkplätze ­ Verknüpfung Grünzug ‚Areal Nancystraße‘ ­ Erhalt / Integration Wäldchen und Bolzplatz Areal Nancystraße ­ Entwicklung als attraktives Wohnareal ­ Integration / Einbindung in die Umgebung ­ Unterbringung Pflegeheim / Kita ­ Ausformulierung stadträumlicher Präsenz / städtebaulicher Kanten / Akzente ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkte ­ Herstellung Fuß­ und Radwegeverbindung Grünzug / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Verknüpfung mit Grünzug ‚Entrée‘ ­ Ausformulierung attraktive Entréesituation ­ Optimierung Knotenpunkt / Querungen ­ Stärkung Fuß­ und Radwegeverbindung ­ Stärkung Grünverbindung Grünzug / Areal Nancystraße / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Ausbildung ‚Stadtbalkon‘ ­ Auftakt ‚grüne Promenade‘ NAHVERSORGUNGSZENTRUM SPIELPLATZ ‚AREAL NANCYSTRASSE‘ Kleingartenanlage perspektivische Entwicklungsfläche Klinikum Prüffläche Wohnen ggf. perspektivische Entwicklung / Integration ‚Wäldchen‘ Qualifizierung/ Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume ‚Grüne Nordspange West‘ Spielplatz * * S c h a f f u n g S p i e l ­ / S p o r t ­ / F r e i t z e i t a n g e b o t e * Neuordnung von Räumen Attraktivierung / Aktivierung von Räumen Neuentwicklung von Entwicklungs�lächen kleinteilige Transformation von Räumen punktuelle Aktivierung / Attraktivierung Optimierung Querungen Optimierung Knotenpunkte Ausformulierung Entrée / Auftaktsituation Ausbildung / Stärkung stadträumlicher Präsenz Ausbildung Bebauungskanten Stärkung Einbindung / Austausch / Integration Stärkung Verknüpfung über Straßen / Wege / Freiräume Aktivierung / Stärkung / Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkte ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ städtebauliche Akzentuierung * Neuordnung von Räumen Attraktivierung / Aktivierung von Räumen Neuentwicklung von Entwicklungs�lächen kleinteilige Transformation von Räumen punktuelle Aktivierung / Attraktivierung Optimierung Querungen Optimierung Knotenpunkte Ausformulierung Entrée / Auftaktsituation Ausbildung / Stärkung stadträumlicher Präsenz Ausbildung Bebauungskanten Stärkung Einbindung / Austausch / Integration Stärkung Verknüpfung über Straßen / Wege / Freiräume Aktivierung / Stärkung / Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkte ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ städtebauliche Akzentuierung * Neuordnung von Räumen Attraktivierung / Aktivierung von Räumen Neuentwicklung von Entwicklungs�lächen kleinteilige Transformation von Räumen punktuelle Aktivierung / Attraktivierung Optimierung Querungen Optimierung Knotenpunkte Ausformulierung Entrée / Auftaktsituation Ausbildung / Stärkung stadträumlicher Präsenz Ausbildung Bebauungskanten Stärkung Einbindung / Austausch / Integration Stärkung Verknüpfung über Straßen / Wege / Freiräume Aktivierung / Stärkung / Ausbildung Nachbarschaftstreffpunkte ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ städtebauliche Akzentuierung stadtplanungsamt| 157 LegeNde S t ä r k u n g G r ü n z u g WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE SENGE S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE SCHWEIGENER S TRA SSE AL TER P OS TWE G BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­Siemens­Sc hule K JH Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en Senior en w ohnheim Wilhe lmine­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem R udolf­ S t einer­ K inder g art en Neuapost . K ir c he Schüler hort P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en * * * * * * * * * * * * * g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m * * * * Optimierung Knotenpunkt Fuß­ und Radverkehr ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ N e u s t r u k t u r i e r u n g F r e i r ä u m e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e E r h a l t W ä l d c h e n Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt A u s b i l d u n g n a c h b a r s c h a f t l i c h e r T r e f f p u n k t Neuordnung Gelenkraum Ausformulierung Auftaktsituation A u f w e r t u n g F r e i f l ä c h e n A u s b i l d u n g A u f e n t h a l t s b e r e i c h e E r h a l t B o l z p l a t z A u s b a u F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g e n Neuordnung Straßenraum / Haltestellenbereich Optimierung Querungssituation S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n MEHRGENERATIONENCAMPUS perspektivische Nachnutzung Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Ausformulierung attraktives Entrée Aufwertung Eingangsbereich S t ä r k u n g i n t e r n e D u r c h w e g u n g g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u s b i l d u n g ‚ C a m p u s t r e f f ‘ S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g Optimierung Querung markanter Neubau A u s b i l d u n g ‚ S t a d t b a l k o n ‘ ‚ g r ü n e P r o m e n a d e ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ Stärkung Grünverbindung Optimierung Knotenpunkt Ausformulierung Eingangssituation Erhalt Grünverbindung S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ E N T R É E A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g a n l e g e n S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A n b i n d u n g K I T C a m p u s W e s t / e h e m . A r t i l l e r i e k a s e r n e A u f w e r t u n g / N u t z b a r m a c h u n g / V e r b e s s e r u n g D u r c h w e g u n g geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Aufwertung Vorbereich Vereinsheim g g f . A u s b i l d u n g K a n t e Stärkung Verknüpfung S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g ‚SINNESWÄLDCHEN‘ WALTHER­RATHENAU­PLATZ A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Erhalt / Stärkung Ladennutzung Optimierung Knotenpunkt Stärkung Verknüpfung A u s b i l d u n g W e g e v e r b i n d u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e Präsenz / Belebung Präsenz / Belebung ‚Öffnung‘ / Präsenz A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e g e p l . N e u b a u s o z i a l p ä d a g o g i s c h e s Z e n t r u m A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l du n g s t a dt - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l du n g K a n t e ggf. markanter Neubau A u f w e r t u n g / N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m ‚AREAL ANEBOSWEG‘ Ausbildung stadträumlicher Präsenz/ Ausbildung Kante HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Reaktivierung REITINSTITUT BUNDESANSTALT FÜR WASSERBAU KIT CAMPUS WEST KLINIKUM S t ä r k u n g / N e u a n l a g e W e g e v e r b i n d u n g ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e Walther­Rathenau­Platz ­ Umsetzung Neugestaltung ­ Profilierung / Aufwertung / Stärkung als soziale gemeinschaftliche Mitte ­ Stärkung stadträumliche Einbindung ­ Stärkung als Nachbarschaftstreffpunkt ­ Belebung / Aktivierung ­ ‚Öffnung‘ zur Straße ­ Verknüpfung mit anliegenden Randnutzungen ­ Aufwertung durch perspektivische Nachnutzungsflächen (Schülerhort / Tankstelle) ­ Verknüpfung mit Landauer Straße ­ Stärkung Verknüpfung ‚Sinnenswäldchen‘ ­ Optimierung Querung Straßenraum g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u s f o r m u l i e r u n g A u f t a k t s i t u a t i o n Ausbildung ‚Stadtanger‘ A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Mehrgenerationencampus ­ Ausbildung zusammenhängendes, vielseitiges Freiraumsystem ­ interne Verknüpfung / Durchwegung stärken ­ Multifunktionalität generieren ­ Aktivierung / Anreicherung Nutzungen ­ Ausbildung (informeller) Freizeitangebote für Jung und Alt ­ Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zum Straßenraum ­ Verknüpfung mit Umgebung ­ punktuelle Aktivierung / Aufwertung ­ Interaktion der Einrichtungen stärken Freiraum ‚Schänzle‘ ­ Neustrukturierung der Freiflächen ­ Aufwertung als vielseitiger, ‚extensiver‘ Freiraum ­ Belebung / Aktivierung Freiflächen ­ Erhöhung Nutzungsvielfalt / Aufenthaltsqualität ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt ­ Verbesserung / Ausbau Fuß­ und Radwegeverbindungen ­ Neuordnung Parkplätze ­ Verknüpfung Grünzug ‚Areal Nancystraße‘ ­ Erhalt / Integration Wäldchen und Bolzplatz Areal Nancystraße ­ Entwicklung als attraktives Wohnareal ­ Integration / Einbindung in die Umgebung ­ Unterbringung Pflegeheim / Kita ­ Ausformulierung stadträumlicher Präsenz / städtebaulicher Kanten / Akzente ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkte ­ Herstellung Fuß­ und Radwegeverbindung Grünzug / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Verknüpfung mit Grünzug ‚Entrée‘ ­ Ausformulierung attraktive Entréesituation ­ Optimierung Knotenpunkt / Querungen ­ Stärkung Fuß­ und Radwegeverbindung ­ Stärkung Grünverbindung Grünzug / Areal Nancystraße / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Ausbildung ‚Stadtbalkon‘ ­ Auftakt ‚grüne Promenade‘ NAHVERSORGUNGSZENTRUM SPIELPLATZ ‚AREAL NANCYSTRASSE‘ Kleingartenanlage perspektivische Entwicklungsfläche Klinikum Prüffläche Wohnen ggf. perspektivische Entwicklung / Integration ‚Wäldchen‘ Qualifizierung/ Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume ‚Grüne Nordspange West‘ Spielplatz * * S c h a f f u n g S p i e l ­ / S p o r t ­ / F r e i t z e i t a n g e b o t e NÖRdLI cHeR TeILAbScHNITT 158 | Rahmenplan noRdweststadt AufWeRTuNg STRASSeNRAum WILHeLm-HAuSe NSTeIN -A LL ee / kAISeRSLAuTeRNeR STRASSe Der gesamte Straßenverlauf der Wilhelm-Hausenstein-Allee bzw. der Kaiserslauterner Straße ist derzeit vorwiegend durch großzügige Fahrspuren, ruhenden Verkehr, straßenbegleitende Grünstreifen, Baumalleen sowie abgesetzt geführte Fuß- und Radwege gekennzeichnet. In vielerlei Hinsicht entspricht der überdimensionierte Straßenraum allerdings nicht mehr den heutigen stadträumlichen, gestalterischen sowie verkehrlichen Erfordernissen und Vorstellungen [vgl. dazu auch Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚überdimensionierte Straßenräume‘]. Stellenweise wird der wenig ansprechende ‚Hauptstraßencharakter‘ bzw. die trennende Wirkung der Trasse zudem noch durch die vom Straßenraum abgewandten sowie hinter Zäunen, Hecken oder Garagenhöfen verborgenen Gebäude- und Freiraumstrukturen verstärkt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Straßen, trotz ihrer zentralen Lage, bislang nur unzureichend in das Stadtteilgefüge integriert sind. Entsprechend gilt es, die Straßenräume schrittweise durch jeweils geeignete Maßnahmen in optischer, funktionaler aber auch ökologischer Hinsicht aufzuwerten, anzupassen und als attraktive, verbindende Stadträume weiterzuentwickeln und herauszuarbeiten. Die Ansätze können dabei grundsätzlich von einfachen, kurzfristigen Maßnahmen bis hin zu einer längerfristigen, punktuellen oder kompletten Umgestaltung einzelner Straßenabschnitte reichen. So wäre als erster, unaufwendiger Ansatz bspw. eine Bepflanzung der straßenbegleitenden Grünstreifen mit Frühjahrsblühern oder pflegeleichten, hitzeverträglichen Staudenpflanzen wie etwa Präriegräser denkbar (ggf. auch in einer gemeinschaftliche Pflanzaktionen mit der Bürgerschaft oder im Rahmen der Initiative ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe‘). Daneben sollten die bestehenden Baumalleen nicht nur erhalten, sondern durch entsprechende Neupflanzungen, vor allem entlang der Kaiserslauterner Straße, fortgeführt sowie als stadtbildprägende Elemente herausgestellt werden. Darüber hinaus gilt es, generell auch über weitergehende Aufwertungs- und Umbaumaßnahmen im gesamten Straßenverlauf nachzudenken (wie etwa Reduzierung der Fahrbahnbreiten, Neuordnung des ruhenden Verkehrs, Ausbildung von Parkbuchten, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Ausstattung mit ansprechendem Stadtmobiliar, Ausbildung von Verweilmöglichkeiten, Aufwertung der Fuß- und Radwege, Einrichtung von Retentionsmulden oder Verbesserung von Querungssituationen und Kreuzungspunkten). Speziell im nördlichen Abschnitt der Wilhelm Hausenstein-Allee bzw. der Kaiserslauterner Straße bedarf es bspw. der Verbesserung von Querungssituationen, besonders an den Haltestellenbereichen sowie den Schnittpunkten mit wichtigen Wegeverbindungen (u.a. auf Höhe der Schweigener Straße, der Trierer Straße, des Humboldt-Gymnasiums, der Germersheimer Straße oder der Werner-von-Siemens- Schule). Darüber hinaus wäre am Eingangsbereich des Humboldt-Gymnasiums eine grundsätzliche verkehrliche und stadträumliche Neuordnung sowie gestalterische Aufwertung zu einem einladenden ‚Gelenk- und Entréeraum‘ im Übergang zum angestrebten ‚Mehrgenerationencampus‘ wünschenswert [vgl. dazu nachfolgenden Punkt ‚Ausbildung eines Mehrgenerationencampus‘]. Hierzu wäre ggf. auch die Einrichtung sogenannter ‚Buskaps‘ denkbar. Diese könnten u.a. einen Beitrag zur Entschleunigung des Verkehrs und somit zur sicheren Querung des Straßenraumes leisten. Gerade im Hinblick auf die zahlreich anliegenden sozialen Einrichtungen in diesem Abschnitt sollte zudem (auch auf vielfachen Wunsch der Bevölkerung) eine Temporeduzierung auf 30km/h geprüft werden [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚Tempobegrenzung‘]. Diese könnte bspw. im Zuge einer generellen Neugestaltung des Straßenraums erfolgen. stadtplanungsamt| 159 2,9 m7,5 m2,3 m4,2 m2 m2 m2 m8,6 m3 m 5,4 m 14 m 1 2 3 5 7 9 6 8 4 2,3 m6,5 m2,3 m1,6 m2 m2 m2 m8,6 m2,6 m 5,4 m 14 m1,6 m 2 m 1 2 3 5 7 9 6 8 4 16KLAS - Merkblatt für eine wassersensible Stadt- und Freiraumgestaltung [Bildquelle: MUST Städtebau] STRASSeNQueRScHNITT kAISeRSLAuTeRNeR STRASSe beSTANd eNTWIckLuNgSbeISpIeL In diesem Zusammenhang wäre ggf. die Ausbildung von Retentionsmulden insbesondere entlang der Kaiserslauterner Straße vorstellbar. Dadurch könnte eine Entlastung der bei Starkregen überlasteten Kanalisation in diesem Bereich erzielt und zusätzlich durch eine attraktive Bepflanzung ein Beitrag zur Aufwertung des Stadtbildes erreicht werden. Vielleicht könnten sogar die Eigentümerinnen und Eigentümer der angrenzenden Garagenhöfe dazu bewegt werden, diese (bspw. durch eine ökologische Begrünung) gestalterisch aufzuwerten. Ferner sollte bei einer potenziellen Wohnbauentwicklung der aktuell unter dem Titel ‚Neureut-Süd‘ in Prüfung befindlichen Flächen entlang der Schweigener Straße auf eine adäquate Freiraum- bzw. Wegeverknüpfung des ‚grünen Rückgrates‘ mit dem nördlichen Landschaftsraum bzw. der vorgesehenen ‚Grünen Nordspange West‘ geachtet werden [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚angrenzende Grünräume‘ sowie Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚Prüffläche Neureut-Süd‘]. Dabei ist von Seiten der Bürgerschaft auch ein Erhalt des sogenannten ‚Wäldchens‘ am Alten Postweg erwünscht. ASSOZIATIONSbIL deR 160 | Rahmenplan noRdweststadt LufTbIL d NÖRdLI cHeR TeILAbScHNITT stadtplanungsamt| 161 Luftbild: Stadt Karlsruhe AuSbILduNg eINeS meHRgeNeRATIONeNcAmpuS Bezeichnend für den Charakter des nördlichen Teilabschnitts der Wilhelm- Hausenstein-Allee bzw. der Kaiserslauterner Straße ist nicht nur der überdimensioniert breite Straßenraum, sondern auch die zahlreich vorhandenen Sport-, Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebote. Hier sind u.a. das Seniorenwohnheim Wilhelmine-Lübke-Haus, die kath. Kirchengemeinde St. Matthias, das Humboldt-Gymnasium, die ev. Jakobusschule Bethlehem, die ev. Fachschule für Sozialpädagogik Bethlehem, das Diakonissenhaus Bethlehem, der Sportverein Nordwest e.V., die Werner-von-Siemensschule, das Kinder- und Jugendhaus sowie zwei Kindergärten beheimatet. Zusammen bilden diese einen Schwerpunkt der sozialen Einrichtungen in der Nordweststadt [vgl. dazu Kapitel ‚Infastruktur‘]. Der gesamte Bereich besitzt entsprechend hohe Bedeutung für den Stadtteil und erstreckt sich von der Trierer Straße im Norden bis zur Kurt-Schumacher-Straße bzw. ‚attraktiven Mitte‘ im Süden. Trotz der ‚Verlagerung‘ der ev. Jakobuskirche an den Walther-Rathenau-Platz hat der Bereich durch den Neubau bzw. die aktuell stattfindende Erweiterung der ev. Jakobusschule Bethlehem einen zusätzlichen Bedeutungszuwachs sowie eine sichtbare bauliche Aufwertung erfahren. Perspektivisch wird zudem die geplante Erweiterung der Werner-von-Siemens-Schule im rückwärtigen Bereich des Schulgeländes einen weiteren Aufwertungsimpuls liefern. [vgl. dazu auch Kapitel ‚Infastruktur‘ Punkt ‚Kirchengemeinden‘ sowie ‚Schullandschaft‘] Aktuell zeigen sich die jeweiligen Einrichtungen und Anlagen jedoch teilweise etwas ‚in die Jahre gekommen‘, meist in sich gekehrt, untereinander abgegrenzt, ohne Präsenz zum Straßenraum sowie wenig in die Umgebung integriert. Dies liegt u.a. an den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen, Schutzwürdigkeiten und Besitzverhältnissen der Einrichtungen. Diese sind bei allen künftigen Überlegungen daher auch weiterhin zu berücksichtigen. Dennoch bieten sich große Potenziale, durch eine verstärkte räumliche und programmatische ‚Verzahnung‘, einen zusammenhängenden, attraktiven und einladenden ‚(Frei-) Raum‘ zu entwickeln, der für unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen nutzbar ist. Im Zusammenspiel der verschiedenen Einrichtungen, wie bspw. den Seniorenwohnheimen, den Kinderbetreuungsstätten, den Schuleinrichtungen sowie den Sport- und Vereinsanlagen, könnte so ein multifunktionaler, symbiotischer ‚Mehrgenerationencampus‘ ausgebildet werden, der gerade auch in Hinblick auf die Entwicklung der Nordweststadt zu einem attraktiven, ökologischen Mehrgenerationenstadtteil einen wichtigen Bausstein darstellen würde. In diesem Sinne sollte es bei der künftigen Weiterentwicklung des Bereiches nicht nur um räumliche Aspekte wie bspw. die Ausbildung eines attraktiven Umfeldes oder gemeinschaftlich nutzbarer, generationenübergreifender Freiraumangebote gehen, sondern explizit auch um den Aufbau von synergetischen, inhaltlichen Kooperationen der Einrichtungen untereinander. Ein erster Schritt dazu könnte bspw. die Einberufung einer ‚Campuskonferenz‘ sein, bei der sich die verschiedenen Akteure kennenlernen, austauschen und bestenfalls vernetzen. Ggf. könnten sich daraus Ideen für gemeinsame Angebote, Programme und Projekte entwickeln. Darüber hinaus könnten in diesem Rahmen ebenfalls die Mitwirkungsbereitschaft, Vorstellungen und Bedarfe der Einrichtungen in Bezug auf die künftige Entwicklung des Bereichs abgefragt werden. 162 | Rahmenplan noRdweststadt skizze aus der arbeitsgruppe der planungswerkstatt innerhalb des dialogprozesses Grundsätzliche Aufgaben, Aspekte und Ansatzpunkte zur Aufwertung und Stärkung des Bereichs als ‚Mehrgenerationencampus‘ können dabei u.a. die folgenden Punkte darstellen: „„ Stärkung der räumlichen, funktionalen und gestalterischen Einbindung in die Umgebung „„ soweit möglich und sinnvoll ‚Öffnung‘ und ‚Verzahnung‘ sowie Ausbildung einer verstärkten stadträumlichen ‚Präsenz‘ bzw. ‚Sichtbarkeit‘ der bisher in sich abgeschlossenen, isoliert liegenden Anlagen nach innen und außen (bspw. durch grünpflegerische Maßnahmen wie Heckenrückschnitte / Abbau von Einfriedungen / Öffnen von Toren / ...) „„ Aufwertung der Eingangssituationen und Vorbereiche der Einrichtungen (bspw. am Humboldt-Gymnasium / im Bereich der ev. Fachschule für Sozialpädagogik Bethlehem / am Vereinsheim / ...) „„ Verbesserung der Verknüpfungen in die Nachbarschaft sowie der Längs- und Querverbindungen durch das Areal mittels Aufwertung der öffentlichen und ggf. auch der internen, privaten Wege „„ insbesondere Stärkung der Wegeverbindungen in Richtung ‚Aktivspielplatz‘ und ‚attraktive Mitte‘ sowie zur Stadtbahnhaltestelle (‚Haus Bethlehem‘) bzw. zur ‚grünen Promenade‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Freiraum‘ Punkt ‚grüne Promenade‘] „„ Herstellung eines möglichst barrierefreien Raums „„ ggf. Einrichtung einer Fahrradleihstation „„ gezielter Ausbau eines generationenübergreifenden Angebotes für Jung und Alt „„ punktuelle Steigerung der Aufenthaltsqualitäten und Ausbildung von Treffpunkten (bspw. durch Einrichtung von Verweilmöglichkeiten mit ansprechendem Stadtmobiliar) „„ Ausformung eines attraktiven, zentralen ‚Campustreffpunktes‘ (bspw. am Ende der Sengestraße) „„ punktuelle Anreicherung der Sport-, Spiel- und Bewegungsangebote u.a. mit öffentlich nutzbaren, informellen Angeboten (bspw. ‚Seniorenspielplatz‘ / Multifunktionssportfeld / ...) „„ perspektivisch ggf. Anreicherung der Nutzungen durch bauliche Erweiterung der bestehenden Einrichtungen (potenziell bspw. der Seniorenwohnanlagen / Bildungseinrichtungen / ...) oder Ergänzung mit neuen symbiotischen Angeboten (bspw. als potenzieller Standort für eine Verlagerung des städtischen Schülerhortes) / ...) „„ Überprüfung Verbleib bzw. ggf. anderweitige, adäquate Unterbringung des Kinder- und Jugendhauses im Bereich des ‚Mehrgenerationencampus‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Kinder- und Jugendarbeit‘] „„ Aufbau und Förderung von Kooperationen der Einrichtungen untereinander (bspw. spezielle Vereinsangebote für Kindergärten / Hausaufgabenbetreuung durch Senioren / gemeinsamer ‚(Schul-) Gemüsegarten‘ / gemeinschaftliche Veranstaltungen und Aktionen / ...) ASSOZIATIONSbIL deR stadtplanungsamt| 163 Quelle: Dietmar Hopp Stiftung gGmbH S t ä r k u n g G r ü n z u g WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE SENGE S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE SCHWEIGENER S TRA SSE AL TER P OS TWE G BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­S iemens­Sc hule K JH Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en Senior en w ohnheim Wilhe lmine­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem R udolf­ S t einer­ K inder g art en Neuapost . K ir c he Schüler hort P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en * * * * * * * * * * * * * g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m * * * * Optimierung Knotenpunkt Fuß­ und Radverkehr ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ N e u s t r u k t u r i e r u n g F r e i r ä u m e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e E r h a l t W ä l d c h e n Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt A u s b i l d u n g n a c h b a r s c h a f t l i c h e r T r e f f p u n k t Neuordnung Gelenkraum Ausformulierung Auftaktsituation A u f w e r t u n g F r e i f l ä c h e n A u s b i l d u n g A u f e n t h a l t s b e r e i c h e E r h a l t B o l z p l a t z A u s b a u F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g e n Neuordnung Straßenraum / Haltestellenbereich Optimierung Querungssituation S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n MEHRGENERATIONENCAMPUS perspektivische Nachnutzung Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Ausformulierung attraktives Entrée Aufwertung Eingangsbereich S t ä r k u n g i n t e r n e D u r c h w e g u n g g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u s b i l d u n g ‚ C a m p u s t r e f f ‘ S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g Optimierung Querung markanter Neubau A u s b i l d u n g ‚ S t a d t b a l k o n ‘ ‚ g r ü n e P r o m e n a d e ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ Stärkung Grünverbindung Optimierung Knotenpunkt Ausformulierung Eingangssituation Erhalt Grünverbindung S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ E N T R É E A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g a n l e g e n S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A n b i n d u n g K I T C a m p u s W e s t / e h e m . A r t i l l e r i e k a s e r n e A u f w e r t u n g / N u t z b a r m a c h u n g / V e r b e s s e r u n g D u r c h w e g u n g geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Aufwertung Vorbereich Vereinsheim g g f . A u s b i l d u n g K a n t e Stärkung Verknüpfung S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g ‚SINNESWÄLDCHEN‘ WALTHER­RATHENAU­PLATZ A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Erhalt / Stärkung Ladennutzung Optimierung Knotenpunkt Stärkung Verknüpfung A u s b i l d u n g W e g e v e r b i n d u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e Präsenz / Belebung Präsen z / Belebung ‚Öffnung‘ / Präsenz A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e g e p l . N e u b a u s o z i a l p ä d a g o g i s c h e s Z e n t r u m A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e ggf. markanter Neubau A u f w e r t u n g / N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m ‚AREAL ANEBOSWEG‘ Ausbildung stadträumlicher Präsenz/ Ausbildung Kante HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Reaktivierung REITINSTITUT BUNDESANSTALT FÜR WASSERBAU KIT CAMPUS WEST KLINIKUM S t ä r k u n g / N e u a n l a g e W e g e v e r b i n d u n g ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e Walther­Rathenau­Platz ­ Umsetzung Neugestaltung ­ Profilierung / Aufwertung / Stärkung als soziale gemeinschaftliche Mitte ­ Stärkung stadträumliche Einbindung ­ Stärkung als Nachbarschaftstreffpunkt ­ Belebung / Aktivierung ­ ‚Öffnung‘ zur Straße ­ Verknüpfung mit anliegenden Randnutzungen ­ Aufwertung durch perspektivische Nachnutzungsflächen (Schülerhort / Tankstelle) ­ Verknüpfung mit Landauer Straße ­ Stärkung Verknüpfung ‚Sinnenswäldchen‘ ­ Optimierung Querung Straßenraum g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u s f o r m u l i e r u n g A u f t a k t s i t u a t i o n Ausbildung ‚Stadtanger‘ A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Mehrgenerationencampus ­ Ausbildung zusammenhängendes, vielseitiges Freiraumsystem ­ interne Verknüpfung / Durchwegung stärken ­ Multifunktionalität generieren ­ Aktivierung / Anreicherung Nutzungen ­ Ausbildung (informeller) Freizeitangebote für Jung und Alt ­ Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zum Straßenraum ­ Verknüpfung mit Umgebung ­ punktuelle Aktivierung / Aufwertung ­ Interaktion der Einrichtungen stärken Freiraum ‚Schänzle‘ ­ Neustrukturierung der Freiflächen ­ Aufwertung als vielseitiger, ‚extensiver‘ Freiraum ­ Belebung / Aktivierung Freiflächen ­ Erhöhung Nutzungsvielfalt / Aufenthaltsqualität ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt ­ Verbesserung / Ausbau Fuß­ und Radwegeverbindungen ­ Neuordnung Parkplätze ­ Verknüpfung Grünzug ‚Areal Nancystraße‘ ­ Erhalt / Integration Wäldchen und Bolzplatz Areal Nancystraße ­ Entwicklung als attraktives Wohnareal ­ Integration / Einbindung in die Umgebung ­ Unterbringung Pflegeheim / Kita ­ Ausformulierung stadträumlicher Präsenz / städtebaulicher Kanten / Akzente ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkte ­ Herstellung Fuß­ und Radwegeverbindung Grünzug / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Verknüpfung mit Grünzug ‚Entrée‘ ­ Ausformulierung attraktive Entréesituation ­ Optimierung Knotenpunkt / Querungen ­ Stärkung Fuß­ und Radwegeverbindung ­ Stärkung Grünverbindung Grünzug / Areal Nancystraße / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Ausbildung ‚Stadtbalkon‘ ­ Auftakt ‚grüne Promenade‘ NAHVERSORGUNGSZENTRUM SPIELPLATZ ‚AREAL NANCYSTRASSE‘ Kleingartenanlage perspektivische Entwicklungsfläche Klinikum Prüffläche Wohnen ggf. perspektivische Entwicklung / Integration ‚Wäldchen‘ Qualifizierung/ Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume ‚Grüne Nordspange West‘ Spielplatz * * S c h a f f u n g S p i e l ­ / S p o r t ­ / F r e i t z e i t a n g e b o t e mITTLeReR TeILAbScHNITT 164 | Rahmenplan noRdweststadt AufWeRTuNg STAdTRAum / STädTebAuLI cHe geSTALT VeRZAHNuNg ‚gRüNeS RückgRAT‘ mIT ‚ATTRAkTIVeR mITTe‘ Wie bereits im Kapitel zur ‚attraktiven Mitte‘ umfangreich dargelegt, laufen dahingehend schon unterschiedliche Projekte und Entwicklungen rund um den Walther-Rathenau-Platz. Während sich bspw. der markante Neubau der ev. Petrus- Jakobus-Gemeinde bzw. die rückwärtige Wohnbebauung südlich des Platzes in den letzten Zügen befinden, steht die umfassende Neugestaltung des Walther- Rathenau-Platzes nun zeitnah an. Diese wird nochmals maßgeblich zur Steigerung der Attraktivität, Nutzungs- und Aufenthaltsqualität des Platzes bzw. des gesamtem Umfeldes beitragen [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘ Punkt ‚Profilierung, Aktivierung und Einbindung Platzraum‘]. Des Weiteren stellt auch die geplante Umgestaltung des Knotenpunktes der Wilhelm-Hausenstein-Allee mit der Landauer Straße zu einem Kreisverkehr einen zusätzlichen Baustein zur Aufwertung der ‚attraktiven Mitte‘ und des ‚grünen Rückgrates‘ dar [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘ Punkt ‚Attraktivierung Straßen- und Stadtraum‘]. Darüber hinaus könnten sich auf den Flächen des städtischen Schülerhortes oder der angrenzenden ehemaligen Neuapostolischen Kirche perspektivisch neue Entwicklungsmöglichkeiten ergeben. Hier könnte durch eine architektonisch hochwertige Neubebauung nicht nur der Straßen- bzw. Platzraum eine angebrachte bauliche Fassung und Akzentuierung erfahren, sondern durch die Unterbringung neuer, attraktiver Nutzungen gleichzeitig ein Beitrag zur Belebung des Stadtraumes geleistet werden. Daneben wäre längerfristig auch vorstellbar, die Tankstelle an der Wilhelm- Hausenstein-Allee einer neuen baulichen Nutzung zuzuführen. In diesem Zuge ist ggf. auch eine Entwicklung der nördlich anliegenden, städtischen Grünfläche denkbar. Allerdings wäre eine dortige Bebauung nur unter Einbeziehung angrenzender, privater Flächen möglich. Dennoch würden hierdurch ebenfalls wichtige Impulse für eine weitere Aufwertung dieser stadträumlich wichtigen Stelle ausgehen [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘ Punkt ‚Nutzung perspektivischer Entwicklungschancen‘]. Im mittleren Teilabschnitt bildet das ‚grüne Rückgrat‘ eine wichtige Schnittstelle mit der ‚attraktiven Mitte‘ rund um den Walther-Rathenau-Platz, die Landauer Straße und die Kurt-Schumacher Straße aus [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘]. Dementsprechend stellt der Raum einen der ‚Schlüsselbereiche‘ für die weitere Entwicklung der Nordweststadt dar. Daher sollte dieser künftig besondere Aufmerksamkeit erfahren sowie entsprechende Entwicklungsüberlegungen in Einklang mit den Vorstellungen zur ‚attraktiven Mitte‘ stehen (bspw. was die Straßenraumgestaltung angeht). Entlang des Abschnittes befinden sich zahlreiche bedeutsame Stadtteileinrichtungen und Freiraumangebote wie bspw. der Rudolf-Steiner-Kindergarten, die ehemalige Neuapostolische Kirche, der städtische Schülerhort, der Walther-Rathenau-Platz, die Petrus-Jakobus-Gemeinde, das ‚Sinneswäldchen‘ oder der Spielplatz an der Wilhelm- Hausenstein-Allee. Aktuell zeigen sich die entsprechenden Einrichtungen und Freiräume jedoch strukturell bzw. stadträumlich nur unzureichend ‚verzahnt‘ und es findet kaum ein entsprechender ‚Austausch‘ bzw. ein sich gegenseitig ‚befruchtendes‘ Zusammenspiel statt. Dies liegt zum Einen an der dem Ort teilweise wenig angemessenen Straßenraumgestaltung, zum Anderen aber auch an der oftmals vom Straßenraum abgewandten, isolierten Lage der Einrichtungen und Freiräume. Entsprechend gilt es, den Stadtraum schrittweise gestalterisch und funktional aufzuwerten, die stadträumliche Präsenz bzw. ‚Ausstrahlungskraft‘ der Einrichtungen und Freiräume zu erhöhen sowie diese verstärkt miteinander zu verknüpfen. skizze aus der arbeitsgruppe der planungswerkstatt innerhalb des dialogprozesses stadtplanungsamt| 165

  • Rahmenplan Broschuere 166-190
    Extrahierter Text

    H 7,1 m 9 m8 m3 m3 m 3,5 m 3,1 m36,8 m H H 7,1 m11 m 7 m 2 m 8 m3 m 1,5 m 1,5 m 1,5 m 1,6 m3,5 m 2,5 m 11 m24,3 m QueRScHNITT WILHeLm-HAuSeNSTeIN-ALLee / HÖHe STädTIScHeR ScHüLe RHORT STäRkuNg uNd VeRkNüpfuNg deR (fReIRAum-) ANgebOTe / AufWeRTuNg STRASSeNRAum 166 | Rahmenplan noRdweststadt eNTWIckLuNgSbeISpIeLbeSTANd Die vorhandenen Grünraumangebote an der Wilhelm-Hausenstein-Allee, vornehmlich das ‚Sinneswäldchen‘ und der großflächige Spielplatz an der Kreuzung mit der August-Bebel-Straße, verfügen zwar über eine attraktive, hochwertige Gestaltung und zeitgemäße Ausstattung, zeigen sich jedoch gegenwärtig vom Straßenraum abgewandt, in sich gekehrt und ‚versteckt‘. Obwohl gerade dies einerseits den gewissen ‚Charme‘ dieser Anlagen ausmacht und teilweise auch in der Schutzwürdigkeit der Nutzungen als Spielbereiche begründet ist (oder wie im Falle des ‚Sinneswäldchen‘ bewusst gewollt ist), wäre es andererseits wünschenswert, eine verstärkte ‚Präsenz‘ dieser Räume zum Straßenraum auszubilden, um somit die Erlebbarkeit und Sichtbarkeit dieser ‚Kleinode‘ zu erhöhen. Dazu würden sich (vor allem im Bereich des Spielplatzes) u.a. grünpflegerische Maßnahmen, wie etwa das Zurückschneiden von Hecken und Büschen, eignen. Durch die gesteigerte Transparenz ließe sich zudem eine verbesserte soziale Kontrolle dieser Bereiche erzielen. Dabei sollte jedoch der bestehende Charakter und die Funktion des ‚Sinneswäldchens‘ als ‚unbeaufsichtigte‘ Rückzugsmöglichkeit insbesondere für ältere Kinder unbedingt gewahrt bleiben. Zusätzlich könnten die Eingangsbereiche zu den Anlagen bzw. in das anknüpfende Wegenetz gestalterisch hervorgehoben und attraktiviert werden. In diesem Zusammenhang sollte insbesondere auch der bestehende ‚Trampelpfad‘ nördlich des Spielplatzes aufgewertet und als Zugang bzw. direkte Wegeführung zu den angrenzenden halböffentlichen Freiflächen sowie der öffentlichen Durchwegung in Richtung ‚Alter Flugplatz‘ bzw. ‚grüne Promenade‘ ausgebildet werden. Dadurch ließe sich diese wichtige Grün- bzw. Wegebeziehung weiter stärken. Darüber hinaus gilt es, die beiderseits der Wilhelm-Hausenstein-Allee liegenden Freiräume und Einrichtungen künftig verstärkt miteinander zu verknüpfen. Entscheidend hierfür ist eine schrittweise (punktuelle) Aufwertung oder ggf. längerfristige, umfassende Neuordnung des Straßenraums [vgl. dazu Punkt ‚Aufwertung Straßenraum Wilhelm-Hausenstein-Allee / Kaiserslauterner Straße‘]. Eine Umgestaltung des Straßenabschnittes zumindest bis zum Walther- Rathenau-Platz könnte sich dabei bspw. im Zusammenhang mit dem geplanten Kreisverkehr an der Landauer Straße anbieten [vgl. dazu Kapitel ‚Attraktive Mitte‘ Punkt ‚Attraktivierung Straßen- und Stadtraum‘]. Ggf. vielleicht sogar mit einer Aufpflasterung oder farbigen Bodenmarkierung (‚Straßenteppich‘) auf Höhe des Platzbereiches. Dies würde nicht nur zu einer optischen ‚Erweiterung‘ der Platzfläche sowie einer ‚Verzahnung‘ mit dem gegenüberliegenden ‚Sinneswäldchen‘ beitragen, sondern könnte auch zu einer Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit führen (wie vielfach von der Bevölkerung erwünscht). Zusätzlich wäre möglicherweise auch die Ausbildung von Retentionsmulden in den straßenbegleitenden Grünstreifen denkbar (sofern mit dem Baumbestand vereinbar). In jedem Fall sollte jedoch der bestehende Alleecharakter bewahrt und weiter herausgearbeitet werden. Unabhängig von einer grundlegenden Neugestaltung des Straßenraumes sollten auch kurzfristig die Möglichkeiten zur Optimierung bestehender Querungsstellen oder zur Einrichtung neuer Querungshilfen geprüft werden. Insbesondere an den Orten, an denen wichtige Wegeverbindungen auf den Straßenraum treffen (wie bspw. nördlich des Spielplatzes, an der Stresemannstraße oder am Walther-Rathenau-Platz). LufTbIL d mITTLeReR uNd SüdLI cHeR TeILAbScHNITT stadtplanungsamt| 167 S t ä r k u n g G r ü n z u g WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE WILHELM­HA USENS TEIN­ALLEE LAND A UER S TRA SSE K UR T­SCHUMA CHER­S TRA SSE SENGE S TRA SSE KAISER SLA UTERNER S TRA SSE NEUREUTER S TRA SSE B36 JOSEF ­ SCHOFER ­ S TRA SSE FRIEDRICH­N A UMANN­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE P OS TWE G REHBER G WE G SCHÄNZLE SCHWEIGENER S TRA SSE AL TER P OS TWE G BER G ZABENER S TRA SSE A UGUS T ­BEBEL­ S TRA SSE S TRE SEMANNS TRA SSE L UD WIG­ WIND THOR S T ­ S TRA SSE MADENBUR G WE G BINSENSCHLA UCHWE G KE SSELBER G WE G DONNER SBER G WE G DURLA CHER WE G HER TZS TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE HER TZS TRA SSE BONNER S TRA SSE WIE SB ADENER S TRA SSE BINGER S TRA SSE BERLINER S TRA SSE FRANKENTHALER S TRA SSE WEISSENBUR GER S TRA SSE DÜRKHEIMER S TRA SSE GERMER SHEIMER S TRA SSE TRIERER S TRA SSE N ANCY S TRA SSE SIEMENS ALLEE KARL SR UHER WE G Nah v ersor gung Bolzplat z W erner­v on­S iemens­Sc hule K JH Ev . F ac hsc hule für So zialpädag ogik Bet hle hem Diak onissenhaus Bet hle hem Ev . Grundsc hule Bet hle hem Humboldt Gymnasium ­ S port halle Humboldt Gymnasium K at h. K ir c he S t . Matt hias K at h. K inder g art en Senior en w ohnheim Wilhe lmine­L übk e­Haus Ev . K inder­ g art en Bet hle hem R udolf­ S t einer­ K inder g art en Neuapost . K ir c he Schüler hort P etrus­Jak obus­Gemeinde z entrum Nah v ersor gung A lt enheim K inder g art en * * * * * * * * * * * * * g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m * * * * Optimierung Knotenpunkt Fuß­ und Radverkehr ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zur Straße ‚Öffnung‘ / Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ N e u s t r u k t u r i e r u n g F r e i r ä u m e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e N e u o r d n u n g P a r k p l ä t z e E r h a l t W ä l d c h e n Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt A u s b i l d u n g n a c h b a r s c h a f t l i c h e r T r e f f p u n k t Neuordnung Gelenkraum Ausformulierung Auftaktsituation A u f w e r t u n g F r e i f l ä c h e n A u s b i l d u n g A u f e n t h a l t s b e r e i c h e E r h a l t B o l z p l a t z A u s b a u F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g e n Neuordnung Straßenraum / Haltestellenbereich Optimierung Querungssituation S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n MEHRGENERATIONENCAMPUS perspektivische Nachnutzung Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Präsenz / ‚Öffnung‘ / ‚Sichtbarmachung‘ punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung punktuelle Aufwertung Präsenz / ‚Öffnu ng‘ / ‚Sichtbarmachung‘ Ausformulierung attraktives Entrée Aufwertung Eingangsbereich S t ä r k u n g i n t e r n e D u r c h w e g u n g g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e A u f w e r t u n g G a r a g e n h ö f e O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n / W e g e v e r b i n d u n g e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u s b i l d u n g ‚ C a m p u s t r e f f ‘ S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g Optimierung Querung markanter Neubau A u s b i l d u n g ‚ S t a d t b a l k o n ‘ ‚ g r ü n e P r o m e n a d e ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ G r ü n z u g H e r t z s t r a ß e ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A k t i v p a r k ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ Stärkung Grünverbindung Optimierung Knotenpunkt Ausformulierung Eingangssituation Erhalt Grünverbindung S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g S t ä r k u n g W e g e v e r b i n d u n g ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ ‚ A l t e r F l u g p l a t z ‘ E N T R É E A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g a n l e g e n S c h a f f u n g F u ß ­ u n d R a d w e g e v e r b i n d u n g A n b i n d u n g K I T C a m p u s W e s t / e h e m . A r t i l l e r i e k a s e r n e A u f w e r t u n g / N u t z b a r m a c h u n g / V e r b e s s e r u n g D u r c h w e g u n g geplanter Neubau Kindertageseinrichtung Neubau Wohnen A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g / g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m Aufwertung Vorbereich Vereinsheim g g f . A u s b i l d u n g K a n t e Stärkung Verknüpfung S t ä r k u n g V e r k n ü p f u n g ‚SINNESWÄLDCHEN‘ WALTHER­RATHENAU­PLATZ A u f w e r t u n g G r ü n f l ä c h e n A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Erhalt / Stärkung Ladennutzung Optimierung Knotenpunkt Stärkung Verknüpfung A u s b i l d u n g W e g e v e r b i n d u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e Präsenz / Belebung Präsenz / Belebung ‚Öffnung‘ / Präsenz A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e S t ä r k u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e / A u f s t o c k u n g / N e u b e b a u u n g A u s b i l d u n g s t a d t r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / A u s b i l d u n g K a n t e g e p l . N e u b a u s o z i a l p ä d a g o g i s c h e s Z e n t r u m A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e A u s b i l d u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . A u s b i l d u n g K a n t e ggf. markanter Neubau A u f w e r t u n g / N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m ‚AREAL ANEBOSWEG‘ Ausbildung stadträumlicher Präsenz/ Ausbildung Kante HEINRICH­KÖHLER­PLATZ Reaktivierung REITINSTITUT BUNDESANSTALT FÜR WASSERBAU KIT CAMPUS WEST KLINIKUM S t ä r k u n g / N e u a n l a g e W e g e v e r b i n d u n g ggf. markanter Neubau S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung ggf. perspektivisch (bauliche) Nachnutzung S t ä r k u n g s t a d t - / f r e i r ä u m l i c h e r P r ä s e n z / g g f . p u n k t u e l l e A u s b i l d u n g K a n t e Walther­Rathenau­Platz ­ Umsetzung Neugestaltung ­ Profilierung / Aufwertung / Stärkung als soziale gemeinschaftliche Mitte ­ Stärkung stadträumliche Einbindung ­ Stärkung als Nachbarschaftstreffpunkt ­ Belebung / Aktivierung ­ ‚Öffnung‘ zur Straße ­ Verknüpfung mit anliegenden Randnutzungen ­ Aufwertung durch perspektivische Nachnutzungsflächen (Schülerhort / Tankstelle) ­ Verknüpfung mit Landauer Straße ­ Stärkung Verknüpfung ‚Sinnenswäldchen‘ ­ Optimierung Querung Straßenraum g g f . N e u o r d n u n g S t r a ß e n r a u m g g f . A u s b i l d u n g R e t e n t i o n s f l ä c h e n O p t i m i e r u n g Q u e r u n g e n A u s f o r m u l i e r u n g A u f t a k t s i t u a t i o n Ausbildung ‚Stadtanger‘ A u f w e r t u n g S t r a ß e n r a u m Mehrgenerationencampus ­ Ausbildung zusammenhängendes, vielseitiges Freiraumsystem ­ interne Verknüpfung / Durchwegung stärken ­ Multifunktionalität generieren ­ Aktivierung / Anreicherung Nutzungen ­ Ausbildung (informeller) Freizeitangebote für Jung und Alt ­ Präsenz / ‚Sichtbarmachung‘ zum Straßenraum ­ Verknüpfung mit Umgebung ­ punktuelle Aktivierung / Aufwertung ­ Interaktion der Einrichtungen stärken Freiraum ‚Schänzle‘ ­ Neustrukturierung der Freiflächen ­ Aufwertung als vielseitiger, ‚extensiver‘ Freiraum ­ Belebung / Aktivierung Freiflächen ­ Erhöhung Nutzungsvielfalt / Aufenthaltsqualität ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkt ­ Verbesserung / Ausbau Fuß­ und Radwegeverbindungen ­ Neuordnung Parkplätze ­ Verknüpfung Grünzug ‚Areal Nancystraße‘ ­ Erhalt / Integration Wäldchen und Bolzplatz Areal Nancystraße ­ Entwicklung als attraktives Wohnareal ­ Integration / Einbindung in die Umgebung ­ Unterbringung Pflegeheim / Kita ­ Ausformulierung stadträumlicher Präsenz / städtebaulicher Kanten / Akzente ­ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkte ­ Herstellung Fuß­ und Radwegeverbindung Grünzug / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Verknüpfung mit Grünzug ‚Entrée‘ ­ Ausformulierung attraktive Entréesituation ­ Optimierung Knotenpunkt / Querungen ­ Stärkung Fuß­ und Radwegeverbindung ­ Stärkung Grünverbindung Grünzug / Areal Nancystraße / ‚Alter Flugplatz‘ ­ Ausbildung ‚Stadtbalkon‘ ­ Auftakt ‚grüne Promenade‘ NAHVERSORGUNGSZENTRUM SPIELPLATZ ‚AREAL NANCYSTRASSE‘ Kleingartenanlage perspektivische Entwicklungsfläche Klinikum Prüffläche Wohnen ggf. perspektivische Entwicklung / Integration ‚Wäldchen‘ Qualifizierung/ Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume Qualifizierung / Aufwertung halböffentlicher Räume ‚Grüne Nordspange West‘ Spielplatz * * S c h a f f u n g S p i e l ­ / S p o r t ­ / F r e i t z e i t a n g e b o t e SüdLI cHeR TeILAbScHNITT 168 | Rahmenplan noRdweststadt Im Gegensatz zu den nördlichen Teilabschnitten der ehem. Freihaltetrasse wurde die Straße im südlichen Bereich nie umgesetzt. Vielmehr prägen hier verschiedene ungeordnete Parkplätze, Trampelpfade, offene Wiesenflächen und ‚überwucherte‘, baumbestandene Grünflächen den etwas vergessenen Raum, welcher sich momentan quasi im ‚Dornröschenschlaf‘ befindet. Gerade durch ihre ‚extensive‘ Gestaltung und Nutzung besitzen die Bereiche aber auch einen spezifischen ‚Charme‘, dessen Besonderheiten und Qualitäten es zu erhalten gilt. Nichtsdestotrotz bieten die Räume große Potenziale für eine behutsame Aufwertung als vielseitig nutzbare, grüne und ökologische Freiräume für Jung und Alt. Um die entsprechenden Potenziale zu nutzen gilt es daher, ein Konzept für eine schrittweise Neustrukturierung, Attraktivierung und Aktivierung der Freibereiche zu erstellen, das räumliche, funktionale, gestalterische und ökologische Aspekte synergetisch zusammendenkt. Dieses sollte möglichst parallel zum anstehenden Bebauungsplanverfahren für das ’Areal Nancystraße‘ entwickelt werden [vgl. dazu auch Kapitel ‚Areal Nancystraße‘]. Grundsätzlich wäre dabei u.a. eine Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten bspw. durch eine Anreicherung mit neuen Erholungs-, Bewegungs- und Spielangeboten auch als ergänzende Bausteine zu dem bereits bestehenden Bolzplatz wünschenswert. Dabei sollte die extensive Nutzung des vorhandenen Wäldchens auf Wunsch der Bürgerschaft unbedingt erhalten bleiben. Zur verstärkten Integration und Belebung des Bereichs wäre ebenfalls die Ausbildung von kleinen Quartierstreffpunkten an wichtigen Schnittstellen wie bspw. am Kreuzungspunkt Kalmitweg / Schänzle oder im Übergangsbereich zwischen dem ‚Areal Nancystraße‘ und dem Grünzug vorstellbar. Des Weiteren gilt es, Verbesserungen im Fuß- und Radwegenetz zu erzielen. So könnten beispielsweise durch die Schaffung einer Fuß- und Radwegeverbindung in südlicher Verlängerung der Wilhelm-Hausenstein-Allee über den Grünzug am ‚Areal Nancystraße‘ bis hin zur Franz-Lust-Straße vorhandene Lücken im System geschlossen werden [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ u.a. Punkt ‚Radverkehr‘]. Dies würde auch zu einer verstärkten Verknüpfung der einzelnen Freiräume untereinander und mit der Umgebung führen. Gleichzeitig empfiehlt sich eine Prüfung der Möglichkeiten zur Optimierung der Querungssituationen an der Kußmaulsstraße bzw. Franz-Lust-Straße, deren Ausgestaltungen neben dem Kreuzungsbereich Wilhelm-Hausenstein-Allee / Madenburgweg von der Bürgerschaft oftmals bemängelt wurden. Aktuell ist für den letztgenannten Bereich als erster kleiner Baustein eine Verbesserung der Querungssituation angedacht. AufWeRTuNg/ ATTRAkTIVIeRuNg SüdLI cHeR T eILAbScHNITT skizze aus der arbeitsgruppe der planungswerkstatt innerhalb des dialogprozesses ASSOZIATIONSbIL deR stadtplanungsamt| 169 kuRZ uNd kNApp übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ wichtiger, zentraler (Straßen-) Raum mit zahlreich anliegenden, bedeutsamen Freiräumen, sozialen Einrichtungen sowie unterschiedlichen Wohnquartieren „„ fungierte lange als Freihaltetrasse für eine angedachte, durchgängige Hauptstraßenerschließung „„ geprägt von überdimensionierten Straßenräumen im nördlichen bzw. mittleren Abschnitt sowie ‚unstrukturierten‘ Frei- und Grünflächen im Süden „„ stellt aktuell eher trennende ‚Zäsur‘ im Stadtgefüge dar als einen integrierten, verbindenden Stadtraum AufgAbeN uNd ZIeLe „„ Verknüpfung und Attraktivierung zu einem durchgängigen, verbindenden Stadt-, Frei-, Wege- und Begegnungsraum „„ schrittweise gestalterische Aufwertung bzw. teilweise funktionale Neuordnung der Straßen- und Freiräume sowie verstärkte Attraktivierung und ‚Einbindung‘ der anliegenden Einrichtungen, Grün- und Freibereiche ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ gestalterische und funktionale Aufwertung des (Straßen-) Raumes mittels kurzfristiger, einfacher, punktueller Maßnahmen „„ Verbesserung von Fuß- und Radwegeverbindungen in Längs- und Querrichtung sowie Optimierung von Querungsstellen (wie etwa kurzfristig angedacht an der Kreuzung Madenburgweg / Wilhelm-Hausenstein-Allee) „„ Umgestaltung des Knotenpunktes der Wilhelm-Hausenstein-Allee mit der Landauer Straße (ggf. zusammen mit weiteren Straßenabschnitten) „„ Prüfung der Nutzungsmöglichkeiten und gleichzeitigen Aufwertung der straßenbegleitenden Grünflächen als Retentionsräume für Niederschlagswasser „„ längerfristige Neuordnung oder punktuelle Umgestaltung einzelner Straßenabschnitte „„ Neustrukturierung und behutsame Aufwertung der südlichen Grün- und Freiflächen am ‚Schänzle‘ bzw. nördlich des ‚Areals Nancystraße‘ als nachbarschaftlichen, vielseitig nutzbaren, ‚extensiven‘ Freiraum mit Spiel-, Erholungs- und Aufenthaltsangeboten „„ Herstellung neuer, durchgängiger Fuß- und Radwegeverbindungen Richtung ‚Alter Flugplatz‘ sowie der ehemaligen Artilleriekaserne im südlichen Bereich „„ Aufwertung und stärkere Einbindung bzw. Verknüpfung anliegender Freiräume, Angebote und Einrichtungen „„ Ausbildung eines attraktiven, symbiotischen ‚Mehrgenerationencampus‘ durch eine räumliche und programmatische ‚Verzahnung‘ und Aktivierung der verschiedenen Sportanlagen, Freiräume, Einrichtungen und Angebote im nördlichen Abschnitt der Wilhelm-Hausenstein-Allee „„ Ausgestaltung, Aktivierung und Stärkung von unterschiedlichen nachbarschaftlichen Quartierstreffpunkten 170 | Rahmenplan noRdweststadt stadtplanungsamt| 171 PERSPEKTIVE AREAL ANEBOSWEG LAND A UER S TRA SSE ENTWICKLUNGSFLÄCHE AREAL NANCYSTRASSE GR ÜNZUG S TUDIERENDENW OHNHEIME REITINS TITUT KIT CAMPUS WEST FRANZ­L US T­S TRA SSE N ANCY S TRA SSE K USSMA UL S TRA SSE W OHNGEB Ä UDE KLINIKUM BUNDES ANS T AL T FÜR W A SSERB A U HEINRICH­KÖHLER­PLATZ ausgangslage ‚A ReAL NANcySTRASSe‘ Das ehemalige französische Kasernenareal an der Nancystraße stellt die letzte große, freie Entwicklungsfläche innerhalb der Nordweststadt dar [vgl. dazu Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘ Punkt ‚Entwicklungsfläche Areal Nancystraße‘]. Entsprechend hohe Bedeutung besitzt das Areal für den Stadtteil. Gegenwärtig befinden sich die Flächen überwiegend im Besitz des Landes und des Bundes sowie zu einem kleineren Teil in privaten Eigentumsverhältnissen. Teilweise wurde das Areal schon in den vergangenen Jahren mit fünfgeschossigen Zeilenbauten für Studierendenappartements bebaut. Aktuell plant die Reha Südwest, direkt an der Kreuzung Kußmaulstraße / Nancystraße, den Neubau eines sozialpädagogischen Zentrums für schwer mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche u.a. mit der Karl-Guttmann-Schule sowie ergänzenden Wohnangeboten als Nutzungen [vgl. dazu Kapitel ‚Infrastruktur‘ Punkt ‚Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen‘]. Die Stadt Karlsruhe beabsichtigt die Entwicklung der verbleibenden nördlichen Flächen, um dort zeitnah vorwiegend Wohnraum zu schaffen. Zusätzlich ist die Unterbringung eines Pflegeheims mit integrierter Kindertagesstätte vorgesehen. Im Zuge eines parallelen Verfahrens zur Rahmenplanung wurde dazu ein städtebauliches Rahmenkonzept entwickelt, welches in den vorliegenden Gesamtrahmenplan übernommen wurde. Dabei galt es u.a. die im Vorfeld der Planung formulierten, nebenstehend aufgeführten Vorgaben zu berücksichtigen. Dazu wurden unterschiedliche Bebauungsszenarien erarbeitet, mit der Stadtverwaltung, der Politik und der Bürgerschaft abgestimmt sowie dem Planungsausschuss der Stadt Karlsruhe zur Entscheidung vorgelegt. Dieser hat sich in seiner Sitzung im März 2017 für die nachfolgend dargestellte Variante ausgesprochen, die nun die Grundlage für ein eingeleitetes Bebauungsplanverfahren bildet. Luftbild: Stadt Karlsruhe eNTWIckLuNg eINeS ATTRAkTIVeN STAdTbAuST eINS Auf dem ‚AReAL NANcySTRASSe‘! Bild: Roland Fränkle 172 | Rahmenplan noRdweststadt lageplan städtebauliches Rahmenkonzept Das Rahmenkonzept sieht einen neuen, attraktiven Stadtbaustein in Form von zwei aufgelockerten Blockstrukturen mit großflächigen, teilweise gemeinschaftlichen Innenhofbereichen vor. Durch die polygonale Ausformulierung der Baublöcke ergeben sich zudem zwei öffentliche Freibereiche mit jeweils unterschiedlichen ‚Charakteren‘. Für den südlichen Freibereich ist eine eher ‚urbanere‘ Ausgestaltung angedacht sowie ergänzend dazu für den nördlichen Bereich eine Gestaltung als großzügiger Grünraum mit vielseitigen Spiel-, Freizeit- und Aufenthaltsangeboten für alle Generationen. In diesem Zusammenhang wäre ggf. auch die Unterbringung von Regenwasserretentionsflächen denkbar (bspw. als ansprechende, nutz- und bespielbare Gestaltelemente). Die vorgesehenen Freiräume ‚öffnen‘ bzw. ‚verzahnen‘ das Areal mit den umliegenden Strukturen, wie bspw. den bestehenden Studierendenwohnheimen oder dem nördlich angrenzenden Grünzug. Dieser stellt einen Abschnitt des künftigen ‚grünen Rückgrates‘ dar, womit sich die Chance ergibt wohnortnah weitere Grünflächen anzubieten sowie durch entsprechende Fuß- und Radwege in Längs- und Querrichtung das Areal mit der Umgebung bzw. dem restlichen Stadtteil zu verknüpfen [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Grünes Rückgrat‘]. Im Weiteren gilt es daher (möglicht begleitend zum Bebauungsplanverfahren) für diese Bereiche ein abgestimmtes Freiraum- bzw. Wegekonzept zu erstellen, um die jeweiligen Potenziale zu heben sowie eine attraktive, vielfältig nutzbare ‚Schnittstelle‘ zwischen den Quartieren auszubilden. Dabei sollte, auch auf Wunsch der Bürgerschaft, der Baumbestand des Grünzuges besondere Berücksichtigung finden. Die vorgesehene Bebauung orientiert sich in ihrer Geschossigkeit überwiegend am Bestand der Studierendenwohnheime und nimmt zugleich (u.a. durch einen ausreichenden Bebauungsabstand aufgrund des bestehenden Grünzuges) Rücksicht auf die nördlich gelegenen, kleinteiligeren Bebauungsstrukturen. An einzelnen, stadträumlich bedeutsamen Stellen werden zusätzlich interessante ‚Hochpunkte‘ in Form markanter, sechsgeschossiger Gebäude ausgebildet. VoRgegebene planungsanfoRdeRungen „„ Integration des neuen Stadtbausteines in die bestehenden Strukturen „„ Nutzung der Fläche als Wohnbauland „„ Unterbringung eines Pflegeheims mit 80 Pflegeplätzen und einer im selben Gebäude integrierten Kita „„ Aufzeigen von Möglichkeiten zur Unterbringung alternativer Wohnformen „„ Ausarbeitung unterschiedlicher Varianten bzgl. Dichte und Typologie „„ Erhalt des nördlich gelegenen, baumgeprägten Grünzuges „„ Ausarbeitung von Erschließungsvarianten „„ Anbindung des Quartiers nach Osten und nach Westen „„ Schaffung von Fuß- und Radwegeverbindungen IV V V V V V II+D II+D II+D II+D II+D II+D III+D III+D III+D IV+D III+D I I I I I Studier enden w ohnheime Bundesanstalt fu ̈ r W asser bau V IV V VI V V V V V VI V VI V V R eha Su ̈ d w est Geh w eg Geh w eg Geh w eg Geh w eg Umf ahrung Mu ̈ llf ahrzeug / F euerw ehr neue Erschließ ungsstr aß e ��legeheim Kita bsp w . betr eut es W ohnen Kußmaulstraße Franz-Lust-Straße Nancystraße GRÜNZUG Freibereich Freibereich Hof Hof neue Erschließungsstraße stadtplanungsamt| 173 kuRZ uNd kNApp übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ einzig große, freie Baufläche in der Nordweststadt „„ im südlichen Bereich überwiegend mit Studierendenwohnheimen bebaut. Zusätzlich ist dort aktuell ein sozialpädagogisches Zentrum geplant „„ Stadt Karlsruhe beabsichtigt die Entwicklung der verbleibenden nördlichen Flächen AufgAbeN uNd ZIeLe „„ Entwicklung eines attraktiven Wohngebietes als neuer Stadtbaustein „„ Integration und Einbindung in die Umgebung und den Stadtteil „„ Erhalt des nördlich gelegenen Grünzuges und Baumbestandes „„ Unterbringung eines Pflegeheims mit integrierter Kindertagesstätte „„ Ausbildung von flexibel parzellierbaren Bebauungsstrukturen ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ Aufstellung eines Bebauungsplans auf Grundlage der abgestimmten städtebaulichen Rahmenplanung „„ behutsame Aufwertung und ‚Einbindung‘ des nördlichen Grünzuges sowie Ausbildung von Fuß- und Radwegeverbindungen „„ ökologische, klimagerechte Bebauung mit hochwertiger Architektur und Gestalt „„ Ansiedlung vielfältig durchmischter Wohnraumangebote inkl. sozialer und alternativer Wohnformen (Anwendung Karlsruher Innenentwicklungskonzept KAI) „„ Ausbildung attraktiver, nachbarschaftlicher Freiräume, (Spiel-)Plätze, Höfe, Wege und verkehrsberuhigter Straßen So wird bspw. die wichtige ‚Auftaktsituation‘ in die Nordweststadt am Ende der Franz-Lust-Straße entsprechend städtebaulich akzentuiert. Gleichzeitig bildet die Bebauung künftig eine attraktive Kante zur Kußmaulstraße aus und leistet somit einen Beitrag zur notwendigen Aufwertung des Straßenraums [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Baustruktur / Wohnangebot‘]. Grundsätzlich lassen die geplanten Blockstrukturen auch kleinteiligere Parzellierungen der Bebauungsstrukturen zu, sodass diese unterschiedlich vermarktbar und bspw. auch für Baugruppen geeignet sind. Dadurch bieten sie potenziell Raum für eine wünschenswerte Mischung unterschiedlicher Wohnraumangebote, Eigentumsformen und Preisklassen. Dabei sind auch entsprechende soziale Wohnangebote und alternative, innovative Wohnformen zu berücksichtigen (u.a. durch Anwendung des Karlsruher Innenentwicklungskonzeptes - KAI). Zudem sollte eine hohe architektonische und freiräumliche Qualität sowie eine zunkunftsweisende ökologische bzw. klimagerechte Bebauung angestrebt werden. In diesem Rahmen gilt es auch die Empfehlungen des Klimaanpassungsplanes anzuwenden (bspw. die Ausbildung von Gründächern oder klimawirksamer ‚Pocket Parks‘). Die Erschließung der künftigen Bebauung erfolgt hauptsächlich durch eine neue Straße in Ost-West-Richtung. Diese bietet dabei auch Raum für die teilweise Unterbringung notwendiger Besucherparkplätze in Längsrichtung sowie die Ausbildung einer durchgängigen Baumallee. Zudem ist eine verkehrsberuhigte Ausgestaltung des Straßenraums angedacht. Die geplante Straße schließt im Osten an die Kußmaulstraße und im Westen an die bestehende Wohnstraße an, für die ebenfalls eine Umgestaltung vorgesehen ist. Neben der Schaffung von Parkbuchten soll dabei auch eine Verschwenkung der Fahrbahn zur Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten ausgebildet werden. Hier ist zudem die Unterbringung weiterer Besucherparkplätze in Form eines baumbestandenen ‚Parkplatzangers‘ geplant, welcher die bestehenden Stellplätze des südlich gelegenen Studierendenwohnheimes räumlich einbindet. Rund um die Blockstrukturen sind ansonsten lediglich (notbefahrbare) Wohnwege vorgesehen, um diese Bereiche weitestgehend autofrei zu halten. Die Wohnwege gewährleisten dennoch eine Zugänglichkeit der Gebäude (bspw. für die Müllabfuhr oder die Feuerwehr) und ergänzen das bestehende Wegenetz. Die für die Wohnneubauten erforderlichen Stellplätze werden in Tiefgaragen untergebracht. Bei den weiteren Planungsschritten gilt es dabei die Lage und Anzahl der Zufahrten so zu konzipieren, dass sich die Verkehre innerhalb des Quartiers möglichst gering halten lassen. Im Zuge der Entwicklung des Areals ist darüber hinaus der Endausbau der bislang nur unzureichend gestalteten Nancystraße geplant. Hierbei sollten nicht nur ausreichend dimensionierte Gehsteige sondern auch eine angemessene Weiterführung der wichtigen Radwegeverbindung entlang der Knielinger Allee mitgedacht werden. In diesem Zusammenhang ist auch die vorgesehene Wegeverbindung in Richtung der ehemaligen Artilleriekaserne bzw. des KIT Campus West zu berücksichtigen [vgl. dazu u.a. Kapitel ‚Verkehr‘]. Zur besseren Verknüpfung des Quartiers sowie der bereits bestehenden Wegeverbindungen könnte außerdem die Einrichtung von Querungshilfen über die Kußmaulstraße (besonders auf Höhe der Knielinger Allee und der Franz-Lust-Straße) bzw. längerfristig eine entsprechende Umgestaltung des Straßenraumes beitragen. Perspektivisch wäre sogar eine Anbindung an das Busliniennetz wünschenswert [vgl. dazu Kapitel ‚Verkehr‘ Punkt ‚ÖPNV‘]. Zur generellen Stärkung des Umweltverbundes sind zudem innerhalb des Quartiers ausreichende sowie ansprechend gestaltete private und öffentliche Fahrradabstellanlagen vorzusehen. Zusätzlich könnte über die Einrichtung einer Fahrradleih- oder Carsharing-Station nachgedacht werden. 174 | Rahmenplan noRdweststadt stadtplanungsamt| 175 176 | Rahmenplan noRdweststadt ZuSAmmeNfASSuNg uNd AuSbLIck Im Folgenden findet sich ein Überblick über die wesentlichen Ergebnisse und Kernaussagen der Rahmenplanung anhand der stichpunktartigen Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel der ‚stadtteilebene‘ und der ‚lupenbereiche‘. darüber hinaus erfolgt ein ausblick mit empfehlungen zu weiteren schritten, insbesondere in Bezug auf notwendige bzw. anstehende Verfahrensschritte. stadtplanungsamt| 177 178 | Rahmenplan noRdweststadt ‚VeRkehR‘ übeRbLIck STAdTTeILebeNe ‚fReiRaum‘ AuSgANgSLAge „„ hoher Freiflächenanteil „„ vielfältiges privates, halböffentliches und öffentliches Freiraumangebot „„ gute Ausstattung an Spiel-, Freizeit- und Erholungsräumen „„ viele grüne, baumbestandene Straßenräume „„ klimatologisch weniger belasteter Stadtteil „„ stellenweise Aufwertungs- und Verbesserungspotenziale ZIeLe, AufgAbeN, ANSäTZ e „„ Erhalt des ‚grünen Charakters‘ „„ Qualifizierung und Differenzierung des Freiraumangebotes „„ Stärkung von Ökologie und Klimaschutz / -resilienz „„ Weiterentwicklung und Aufwertung des Grünzuges an der Hertzstraße als verbindendes Freiraumelement „„ Ausbildung der ehemaligen Freihaltetrasse als attraktives, zusammenhängendes ‚grünes Rückgrat‘ „„ Attraktivierung der Wegeachse an der Stadtbahntrasse als ‚grüne Promenade‘ „„ Qualifizierung der halböffentlichen Freibereiche „„ punktuelle Aufwertung einzelner Freiräume „„ gestalterische und ökologische Aufwertung von Straßenräumen „„ Ausbildung ‚grüner Trittsteine‘ bzw. nachbarschaftlicher Treffpunkte „„ Vernetzung der Freiflächen untereinander und mit der Umgebung zu einem zusammenhängenden Freiraumsystem AuSgANgSLAge „„ grundsätzlich gute Erschließung mit allen Verkehrsträgern „„ gutes ÖPNV-Angebot „„ teilweise Beeinträchtigungen durch Verkehrsbelastung „„ stellenweise überdimensionierte Straßenräume (mit ‚Barrierewirkung‘) „„ teils funktionale und gestalterische Verbesserungspotenziale ZIeLe, AufgAbeN, ANSäTZ e „„ Weiterentwicklung und Optimierung des bestehenden Erschließungssystems „„ Stärkung und Förderung des Umweltverbundes „„ Attraktivierung der Stadtbahnhaltestellen als multimodale Umsteigepunkte „„ Anreicherung mit innovativen Mobilitätsangeboten „„ Überprüfung Buslinienführung „„ Umgestaltung von überdimensionierten Straßenräumen „„ Vermeidung ungewollter Durchgangsverkehre „„ Minimierung von Beeinträchtigungen „„ Prüfung von Geschwindigkeitsreduzierungen „„ Aufwertung von Wohnstraßen „„ Vernetzung, Verbesserung und Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes „„ Optimierung einzelner Querungsstellen und Kreuzungsbereichen „„ Verbesserung der Anbindung in die Umgebung „„ barrierefreie Ausgestaltung von Erschließungsflächen stadtplanungsamt| 179 ‚baustRuktuR / wohnangebot‘‚infRastRuktuR‘ AuSgANgSLAge „„ gute und vielfältige Ausstattung mit sozialer Infrastruktur wie Bildungs-, Betreuungs-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, ... „„ eingeschränktes, aber ausreichendes Nahversorgungsangebot „„ fehlen einer attraktiven und identitätsstiftenden Mitte sowie eines ‚urbanen‘ Stadtteillebens „„ ‚brachgefallener‘ Heinrich-Köhler-Platz „„ aktive Bürgergemeinschaft ZIeLe, AufgAbeN, ANSäTZ e „„ Erhalt und Stärkung einer funktionierenden Nahversorgung sowie der vielfältigen sozialen Einrichtungen und Angebote „„ Aufwertung, Aktivierung und Profilierung einer ‚attraktiven Mitte‘ rund um die Landauer Straße und den Walther- Rathenau-Platz „„ perspektivische Nachnutzung des ‚Areals Anebosweg‘ und der Flächen des städt. Schülerhorts bzw. der ehm. Neuapostolischen Kirche mit belebenden Nutzungen „„ Entwicklung und Verfolgung von Strategien zur Reaktivierung des Heinrich-Köhler- Platzes „„ Unterstützung der Aktivitäten der Bürgergemeinschaft und dauerhafte Etablierung eines ‚Bürgertreffs‘ „„ Erhalt der Kinder- und Jugendarbeit „„ Schaffung altersgerechter Wohnraumangebote für Senioren „„ Weiterentwicklung bestehender Nutzungsschwerpunkte im Sinne eines ‚Mehrgenerationencampus‘ und ‚Aktivparks‘ „„ Vernetzung von Akteuren / Förderung synergetischer Kooperationen „„ Ausbildung nachbarschaftlicher Treffpunkte AuSgANgSLAge „„ heterogene Siedlungsbereiche mit jeweils spezifischen städtebaulichen bzw. freiräumlichen Strukturen, Typologien und ‚Körnungen‘ „„ vorwiegend Wohnbaustrukturen „„ breites, vielfältiges Wohnangebot „„ stellenweise unterschiedliche Erneuerungs- und Anpassungbedarfe „„ Fehlen einer attraktiven, baulich hinreichend ausformulierten Mitte „„ teils mangelnde stadträumliche ‚Präsenz‘ der Siedlungsstrukturen „„ kaum stadtbildprägende Gebäude, städtebaulich akzentuierte Orte, ‚Adressen‘ oder Eingangssituationen ZIeLe, AufgAbeN, ANSäTZ e „„ Erhalt, Weiterentwicklung und Stärkung der Siedlungsstrukturen durch eine qualifizierte Innenentwicklung „„ Aufwertung und Qualifizierung des Gebäude- und Wohnraumbestandes „„ Bewahrung und Diversifizierung des vorhandenen Wohnraumspektrums „„ Schaffung von neuen, attraktiven Wohnraumangeboten „„ Bebauung des ‚Areals Nancystraße‘ „„ Entwicklung angepasster Ansätze zur behutsamen, baulichen Ergänzung von Bestandsstrukturen „„ Aktivierung untergenutzter Flächen „„ gezielte Nachnutzung perspektivisch zur Verfügung stehender Areale „„ Attraktivierung der Stadträume, des Stadtbildes sowie der Gebäudegestalt „„ verstärkte Ausbildung von attraktiven Bebauungskanten, markanten Orten, ‚Adressen‘ und Entréesituationen „„ bauliche Ausformulierung und Stärkung einer ‚attraktiven Mitte‘ 180 | Rahmenplan noRdweststadt ‚mehR wohnen‘ übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ kaum freie Flächen zum Ausbau des Wohnraumangebotes vorhanden „„ entsprechende flächenmäßige oder gebäudebezogene Potenziale, in unterschiedlichen Größenordnungen und Ausprägungen, ausschließlich innerhalb der Bestandsstrukturen gegeben „„ die einzelnen Bestandsgebiete weisen jeweils eigene Voraussetzungen, Eignungen, Möglichkeiten oder auch Bedarfe für eine Innenentwicklung auf „„ deshalb bedürfen sie unterschiedlich hoher Prioritäten sowie differenzierter Herangehensweisen und Konzepte, zur Mobilisierung der jeweiligen Potenziale „„ die Bereiche mit großflächigen Zeilen- und Geschoßwohnungsbaustrukturen verfügen über erhebliche ‚Ausbaureserven‘, unterschiedliche Entwicklungsoptionen, aber auch entsprechender Handlungserfordernisse für eine qualifizierte Innenentwicklung, und besitzen somit prioritären Stellenwert „„ die Bereiche mit kleinteiligen Bebauungsstrukturen weisen nur bedingt und in sehr viel kleinerem Umfang Potenziale für eine Ergänzung des Wohnangebotes auf (überwiegend durch eigeninitiierten Ausbau der Bestandsgebäude) AufgAbeN uNd ZIeLe „„ Qualifizierung, Anreicherung und Ausbau des Wohnraumangebotes, aber auch Aufwertung und Stärkung der Stadt-, Bebauungs- und Freiraumstrukturen durch eine behutsame und verträgliche qualifizierte Innenentwicklung „„ Entwicklung differenzierter Ansätze, Konzepte und Verfahrensweisen zur gezielten und gesteuerten Mobilisierung der unterschiedlichen Potenziale der Bereiche ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ weitere vertiefende Untersuchung der jeweiligen Voraussetzungen, Eignungen, Restriktionen und Optionen für eine qualifizierte Innenentwicklung Bereiche mit großflächigen Innenentwicklungspotenzialen / -erfordernissen: „„ Entwicklung und Abstimmung entsprechender übergreifender, gesamtheitlicher (städtebaulicher, freiräumlicher und architektonischer) Konzepte und Planungen für eine qualifizierte Innenentwicklung (bspw. durch Studien, Mehrfachbeauftragungen, Wettbewerbe) „„ Einbeziehung der Eigentümer- und Bewohnerschaft sowie der Allgemeinheit „„ Ergänzung mit attraktiven, neuen Wohnraumangeboten und Förderung einer sozialen Durchmischung „„ ggf. Anwendung KAI (Karlsruher Innenentwicklungskonzept) zur Schaffung sozial geförderten Wohnraums und Teilübernahme gebietsbezogener Infrastrukturkosten „„ Aufwertung und Stärkung der jeweiligen Bebauungs- und Freiraumstrukturen, der Wohnqualität sowie des Umfeldes „„ Ausbildung attraktiver stadt- und freiräumlicher ‚Präsenz‘, angebrachter städtebaulicher Kanten, markanter Orte, ‚Adressen‘ und Entréesituationen Kleinteilige ‚Transformationsbereiche‘: „„ (bedarfsweise) Überprüfung der jeweiligen baurechtlichen Situation, auf sinnvolle, zeitgemäße Bestimmungen zur Ermöglichung des Ausbaus des Wohnraumangebotes. Sofern angebracht und verhältnismäßig ggf. Anpassung bzw. Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans (bspw. bei größerem Interesse der Eigentümerschaft oder angrenzenden großflächigen Entwicklungen) „„ Wahrung der Qualitäten und Charakteristika der Siedlungsbereiche bzw. Vermeidung einer negativen Überformung übeRbLIck LupeNbeReIcHe stadtplanungsamt| 181 ‚attRaktiVe mitte‘ übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ zentraler Schwerpunkt von Nahversorgungs-, Dienstleistungs- und sozialen Einrichtungen „„ Rolle und Bedeutung als Stadtteilmitte aktuell kaum ablesbar „„ teilweise mangelnde stadträumliche ‚Präsenz‘, Aufenthaltsqualität, Attraktivität der Straßenräume, Freiflächen und des Gebäudebestandes AufgAbeN uNd ZIeLe „„ Stärkung und Profilierung des gesamten Bereiches als ‚attraktive Mitte‘ „„ schrittweise bauliche, gestalterische und funktionale Aufwertung bzw. Qualifizierung „„ verstärkte Aktivierung sowie räumliche und programmatische Verknüpfung der unterschiedlichen Bereiche, Angebote und Einrichtungen ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ kurzfristige Umsetzung der Neugestaltung des Walther-Rathenau-Platzes „„ kurzfristige Durchführung kleiner, unaufwendiger, gestalterischer oder funktionaler Aufwertungsmaßnahmen (bspw. an Querungsstellen, Wegeräumen, Grünflächen) „„ (gestalterische) Aufwertung und Stärkung der Verknüpfung über die Kurt- Schumacher-Straße mit dem Nahversorgungszentrum an der Josef-Schofer- Straße bzw. der Stadtbahnhaltestelle „„ Umbau des Knotenpunktes der Landauer Straße mit der Wilhelm-Hausenstein- Allee (ggf. zusammen mit weiteren Straßenabschnitten) „„ längerfristige Umgestaltung einzelner Straßenräume, insbesondere der Landauer Straße zu einem attraktiven, platzartigen, grünen und urbanen ‚Stadtanger‘ mit hoher Aufenthaltsqualität „„ Erstellung eines Nachnutzungskonzeptes für das ‚Areal Anebosweg‘ sowie darauf aufbauend vertiefender städtebaulicher Planungen für eine hochwertige Bebauung mit belebenden, synergetischen Nutzungen „„ Ausloten von Möglichkeiten für eine attraktive, belebende Nachnutzung bzw. Bebauung ggf. perspektivisch frei werdender Flächen „„ Überprüfung der aktuellen baurechtlichen Situation rund um die Landauer Straße und ggf. Anpassung bzw. Neuaufstellung von Bebauungsplänen zur Schaffung von Voraussetzungen und Anreizen für eine bauliche Qualifizierung „„ Ausformulierung des Umfeldes der Stadtbahnhaltestelle sowie des Knotenbereiches mit der Hertzstraße als attraktive Entréesituationen. Ggf. zusammen mit einer markanten, ansprechenden Neubebauung „„ Prüfung einer Aufnahme in Sanierungs- bzw. Förderprogramme „„ dauerhafte Unterbringung des Bürgertreffs „„ Aktivierung der Eigentümer, Gewerbetreibenden und sozialen Einrichtungen ‚heinRich-köhleR-platz‘ übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ grüner, öffentlicher Platzraum mit eingeschossiger Ladenzeilenbebauung (tlw. mit rückwärtiger Wohnnutzung) „„ weitgehender Verlust der ursprünglichen Nahversorgungsfunktion „„ geprägt von Leerständen und in die Jahre gekommener Bausubstanz „„ Ladenzeile in uneinheitlichen, privaten Eigentumsverhältnissen AufgAbeN uNd ZIeLe „„ ‚Stabilisierung‘ der aktuellen Lage „„ Findung einer neuen strukturellen und funktionellen ‚Rolle‘ „„ Entwicklung entsprechender schrittweiser bzw. paralleler alternativer Strategien, Ansätze und Konzepte zur ‚Reaktivierung‘ „„ gezielte und konsequente Weiterverfolgung der Ansätze ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ Ausloten von Absichten bzw. Vorstellungen der Eigentümer und Gewerbetreibenden „„ Sensibilisierung und Aktivierung der Mitwirkungsbereitschaft für eine künftige Entwicklung „„ Prüfung einer Ausweisung als Sanierungsgebiet „„ Entwicklung und Förderung einer Strategie zur kurzfristigen Aktivierung, Bespielung und Stärkung des Platzraums bzw. der Leerstände „„ verstärkter Versuch zur Ansiedlung neuer, anderweitiger Nutzungen „„ ggf. parallel Erstellung eines alternativen (Nach-) Nutzungskonzeptes für eine etwaige, attraktive Neubebauung 182 | Rahmenplan noRdweststadt ‚aReal nancystRasse‘ übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ einzig große, freie Baufläche in der Nordweststadt „„ im südlichen Bereich überwiegend mit Studierendenwohnheimen bebaut. Zusätzlich ist dort aktuell ein sozialpädagogisches Zentrum geplant „„ Stadt Karlsruhe beabsichtigt die Entwicklung der verbleibenden nördlichen Flächen AufgAbeN uNd ZIeLe „„ Entwicklung eines attraktiven Wohngebietes als neuer Stadtbaustein „„ Integration und Einbindung in die Umgebung und den Stadtteil „„ Erhalt des nördlich gelegenen Grünzuges und Baumbestandes „„ Unterbringung eines Pflegeheims mit integrierter Kindertagesstätte „„ Ausbildung von flexibel parzellierbaren Bebauungsstrukturen ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ Aufstellung eines Bebauungsplans auf Grundlage der abgestimmten städtebaulichen Rahmenplanung „„ behutsame Aufwertung und ‚Einbindung‘ des nördlichen Grünzuges sowie Ausbildung von Fuß- und Radwegeverbindungen „„ ökologische, klimagerechte Bebauung mit hochwertiger Architektur und Gestalt „„ Ansiedlung vielfältig durchmischter Wohnraumangebote inkl. sozialer und alternativer Wohnformen (Anwendung Karlsruher Innenentwicklungskonzept KAI) „„ Ausbildung attraktiver, nachbarschaftlicher Freiräume, (Spiel-) Plätze, Höfe, Wege und verkehrsberuhigter Straßen ‚gRünes RückgRat‘ übeRbLIck AuSgANgSLAge „„ wichtiger, zentraler (Straßen-) Raum mit zahlreich anliegenden, bedeutsamen Freiräumen, sozialen Einrichtungen sowie unterschiedlichen Wohnquartieren „„ fungierte lange als Freihaltetrasse für eine angedachte, durchgängige Hauptstraßenerschließung „„ geprägt von überdimensionierten Straßenräumen im nördlichen bzw. mittleren Abschnitt sowie ‚unstrukturierten‘ Frei- und Grünflächen im Süden „„ stellt aktuell eher trennende ‚Zäsur‘ im Stadtgefüge dar als einen integrierten, verbindenden Stadtraum AufgAbeN uNd ZIeLe „„ Verknüpfung und Attraktivierung zu einem durchgängigen, verbindenden Stadt-, Frei-, Wege- und Begegnungsraum „„ schrittweise gestalterische Aufwertung bzw. teilweise funktionale Neuordnung der Straßen- und Freiräume sowie verstärkte Attraktivierung und ‚Einbindung‘ der anliegenden Einrichtungen, Grün- und Freibereiche ANSäTZe, empfeHLuNgeN uNd WeITeRe ScHRITTe „„ gestalterische und funktionale Aufwertung des (Straßen-) Raumes mittels kurzfristiger, einfacher, punktueller Maßnahmen „„ Verbesserung von Fuß- und Radwegeverbindungen in Längs- und Querrichtung sowie Optimierung von Querungsstellen (wie etwa kurzfristig angedacht an der Kreuzung Madenburgweg / Wilhelm-Hausenstein-Allee) „„ Umgestaltung des Knotenpunktes der Wilhelm-Hausenstein-Allee mit der Landauer Straße (ggf. zusammen mit weiteren Straßenabschnitten) „„ Prüfung der Nutzungsmöglichkeiten und gleichzeitigen Aufwertung der straßenbegleitenden Grünflächen als Retentionsräume für Niederschlagswasser „„ längerfristige Neuordnung oder punktuelle Umgestaltung einzelner Straßenabschnitte „„ Neustrukturierung und behutsame Aufwertung der südlichen Grün- und Freiflächen am ‚Schänzle‘ bzw. nördlich des ‚Areals Nancystraße‘ als nachbarschaftlichen, vielseitig nutzbaren, ‚extensiven‘ Freiraum mit Spiel-, Erholungs- und Aufenthaltsangeboten „„ Herstellung neuer, durchgängiger Fuß- und Radwegeverbindungen Richtung ‚Alter Flugplatz‘ sowie der ehemaligen Artilleriekaserne im südlichen Bereich „„ Aufwertung und stärkere Einbindung bzw. Verknüpfung anliegender Freiräume, Angebote und Einrichtungen „„ Ausbildung eines attraktiven, symbiotischen ‚Mehrgenerationencampus‘ durch eine räumliche und programmatische ‚Verzahnung‘ und Aktivierung der verschiedenen Sportanlagen, Freiräume, Einrichtungen und Angebote im nördlichen Abschnitt der Wilhelm-Hausenstein-Allee „„ Ausgestaltung, Aktivierung und Stärkung von unterschiedlichen nachbarschaftlichen Quartierstreffpunkten stadtplanungsamt| 183 ‚aReal nancystRasse‘ 184 | Rahmenplan noRdweststadt „„ Weitere vertiefende Untersuchung der jeweiligen Voraussetzungen, Eignungen, Restriktionen und Optionen für eine qualifizierte Innenentwicklung in den einzelnen Siedlungsbereichen. „„ Entwicklung und Abstimmung entsprechender übergreifender (städtebaulicher, freiräumlicher und architektonischer) Konzepte und Planungen für die großflächigen Bereiche mit Zeilen- und Geschosswohnungsbauten (bspw. durch Studien / Mehrfachbeauftragungen / Wettbewerbe). Dabei jeweils Einbeziehung der Eigentümerschaft (insbesondere der VOLKSWOHNUNG GmbH), der Bewohnerschaft und der Allgemeinheit. In diesem Zusammenhang auch Erstellung entsprechender Konzepte bspw. zur Aufwertung anliegender Straßenräume. Darauf aufbauend ggf. Anpassung des Baurechts sowie Überprüfung der Anwendung der Regelungen des Karlsruher Innenentwicklungskonzeptes (KAI). „„ Bedarfsweise Überprüfung der baurechtlichen Situation in den kleinteiligen Siedlungsbereichen auf zeitgemäße Bestimmungen. So etwa im Falle angrenzender großflächiger Entwicklungen (wie bspw. auf dem ‚Areal Anebosweg‘ sowie potenziell im Bereich der nördlichen Siemenssiedlung) oder bei größerem Interesse der Eigentümerschaft. Sofern angebracht und verhältnismäßig ggf. Anpassung des bzw. Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans. ‚meHR WOHNeN‘WeITeRe ScHRITTe Die vorliegende Rahmenplanung stellt die übergeordnete Gesamtstrategie für die weitere gezielte und nachhaltige (kurz-, mittel- und langfristige) Entwicklung, Stärkung und Aufwertung der Nordweststadt dar [vgl. dazu Kapitel ‚Anlass, Aufgabenstellung und Ziel‘ sowie ‚Rahmenplanung und Prozess‘]. Dazu wurden in einem umfassenden Planungsprozess, auf Grundlage der formulierten programmatischen und räumlichen Leitmotive [vgl. dazu Kapitel ‚Leitmotive‘], die auf den vorherigen Seiten überblicksartig dargestellten Ziele, Aufgaben, Ansätze und Maßnahmen für die ‚Stadtteilebene‘ sowie die einzelnen ‚Lupenbereiche‘ abgeleitet und abgestimmt. Diese gilt es künftig konsequent weiterzuverfolgen, zu konkretisieren und schrittweise anzugehen. Darüber hinaus haben die Schwerpunkte der ‚Grünen Stadt‘ in der Nordweststadt großes Potenzial und bieten damit Perspektiven für einen attraktiven, ökologischen Stadtteil, ganz im Sinne eines Musterstadtteil der ‚Grünen Stadt‘ [vgl. dazu Kapitel ‚Stadtteil‘ Punkt ‚Bestehende Planungen und Rahmenbedingungen‘]. Entsprechend gilt es gerade in der Nordweststadt die Ziele der ‚Grünen Stadt‘ gezielt weiterzuverfolgen, anzugehen und mit den Ansätzen, Strageien und Maßnahmen der vorliegenden Rahmenplanung synergetisch zu verzahnen. Als abgewogene, tragfähige Basis fungiert die Rahmenplanung als ‚Wegweiser‘ und ‚Orientierungsrahmen‘ für das Handeln aller Akteure der Stadtentwicklung (insbesondere auf kommunaler Seite). Gleichzeitig dient sie als Ausgangspunkt und Anstoß für weitere notwendige Verfahrens-, Planungs- und Umsetzungsschritte (wie bspw. vertiefende Untersuchungen, Studien, Konzepte und (Fach-) Planungen bzw. die situationsabhängige Umsetzung der vorgeschlagenen Ansätze, Strategien und Maßnahmen). Dabei gilt es im Weiteren, u.a. folgende grundsätzliche Punkte und Aspekte zu beachten bzw. zu gewährleisten: „„ die (weitergehende) ressortübergreifende Prüfung, Abwägung, Abstimmung, Priorisierung, Synchronisierung und Koordinierung der entsprechenden Handlungsschritte, Ansätze, Konzepte, Projekte, Planungen und Maßnahmen; „„ die Bereitstellung von entsprechenden Projekt- und Haushaltsmitteln; „„ die Prüfung der Aufnahme in entsprechende Förder- oder Sanierungsprogramme; „„ die jeweils angemessene Einbeziehung bzw. Beteiligung der Betroffenen und der Allgemeinheit; „„ oder auch die Sicherstellung einer attraktiven städtebaulichen, freiräumlichen und architektonischen Entwicklung (bspw. durch Studien, Wettbewerbe oder Mehrfachbeauftragungen). Für die weitere Entwicklung der Nordweststadt (aber auch der Gesamtstadt) besitzen insbesondere die identifizierten ‚Lupenbereiche‘ zentrale, strategische Bedeutung. Daher sollten diese künftig hohen Stellenwert und besondere Priorität genießen. Speziell hier gilt es, sowohl möglichst kurzfristig erste Impulsprojekte in Angriff zunehmen (bspw. in Form einzelner, unaufwendiger Aufwertungsmaßnahmen), als auch parallel erforderliche Schritte und Vorbereitungen für längerfristige Weichenstellungen, Ansätze und Projekte einzuleiten. Welche Punkte, Aspekte, anstehende Handlungsschritte und auch relevante Akteure (abseits der üblichen Planungsinstanzen) dies jeweils in Bezug auf die einzelnen Bereiche bzw. Themen umfassen kann, ist daher nebenstehend nochmals stichpunktartig aufgeführt (zusätzliche Erläuterungen finden sich in den entsprechenden Kapiteln zu den einzelnen ‚Lupenbereichen‘). AuSbLIck uNd WeITeRe ScHRITTe stadtplanungsamt| 185 „„ Zeitnahe Umsetzung der geplanten Neugestaltung des Walther-Rathenau- Platzes. „„ Entwicklung eines schlüssigen Gesamtkonzeptes bzw. einheitlichen ‚Gestaltungsduktus‘ zur kurz-, mittel- und langfristigen Aufwertung des gesamten Bereiches der ‚attraktiven Mitte‘ (besonders in Bezug auf die Straßen- und Freiräume). „„ Kurzfristige Umsetzung punktueller Aufwertungsmaßnahmen im Bereich Landauer Straße / Kurt-Schumacher- Straße (bspw. Bepflanzung (ggf. auch als bürgerschaftliche Pflanzaktion oder im Rahmen der Initiative ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe‘) / Bodenprints / Erneuerung Stadtmobiliar / Optimierung von Querungsstellen (ggf. auch in Form eines GO Karlsruhe - Reallabors) / ...). „„ Umgestaltung des Knotenpunktes Wilhelm-Hausenstein-Allee / Landauer Straße zu einem Kreisverkehr. Im Vorfeld Entwicklung von planerischen Überlegungen zu den angrenzenden Straßenräumen sowie Rückkopplung der Kreisverkehrsplanung mit diesen. In diesem Zuge ggf. Prüfung einer gleichzeitigen Umgestaltung der Wilhelm-Hausenstein-Allee bis zum Walther-Rathenau-Platz. „„ Erstellung einer Planung zur längerfristigen Neugestaltung der Landauer Straße als attraktiver Stadtraum (Ausbildung als grüner, urbaner ‚Stadtanger‘). „„ Entwicklung eines Nachnutzungskonzeptes für das ‚Areal Anebosweg‘ sowie darauf aufbauend eines entsprechenden Bebauungskonzeptes (bspw. mittels Wettbewerb / Mehrfachbeauftragung). „„ Ausloten der Entwicklungsabsichten bzw. Vorstellungen der Eigentümerschaft und Gewerbetreibenden am Heinrich- Köhler-Platz sowie deren Mitwirkungsbereitschaft bei einer künftigen Entwicklung (bspw. im Rahmen einer ‚Eigentümerkonferenz‘). „„ Prüfung einer Ausweisung als Sanierungsgebiet bzw. einer Aufnahme in ein Förderprogramm. „„ Entwicklung und Förderung einer Strategie zur kurzfristigen Aktivierung und Bespielung des Platzes bzw. der Leerstände (bspw. durch soziokulturelle Nutzungen / Zwischennutzungen / Interventionen / Veranstaltungen). Dazu Mobilisierung bspw. stadtteilansässiger Vereine, Einrichtungen, Gewerbetreibender, der Bürgergemeinschaft oder auch des Kulturamtes. „„ Verstärkte Anstrengungen (bspw. seitens der Wirtschaftsförderung) zur Ansiedlung neuer, alternativer Nutzungen (bspw. Dienstleistungen / freie Berufe / ...) „„ Prüfung und ggf. Umsetzung punktueller Aufwertungsmaßnahmen (bspw. auch durch Aktionen im Rahmen der Initiative ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe‘). „„ Ggf. parallel Entwicklung eines (Nach-) Nutzungskonzeptes sowie darauf aufbauend eines entsprechenden Bebauungskonzeptes (bspw. mittels (Investoren-) Wettbewerb / Mehrfachbeauftragung). „„ Überprüfung der aktuellen baurechtlichen Situation an der Landauer Straße und ggf. Anpassung bzw. Neuaufstellung der Bebauungspläne. Dadurch Schaffung von Voraussetzungen und Anreizen zur weiteren baulichen Qualifizierung vor allem der südlichen Straßenhälfte (bspw. durch Neubauten / Aufstockungen / ...). Dabei Abfrage der Entwicklungsabsichten bzw. Vorstellungen der Eigentümerschaft, Gewerbetreibenden sowie Anwohnerschaft. „„ Überprüfung der Möglichkeiten einer (markanten) Neubebauung an der Stadtbahnhaltestelle ‚Kurt- Schumacher-Straße‘ sowie am Knotenpunkt Landauer Straße / Hertzstraße (im Bereich der ehemaligen Siemenssiedlung der VOLKSWOHNUNG). „„ Ausloten der Entwicklungsmöglichkeiten auf den Flächen des städtischen Schülerhorts, der ehemaligen Neuapostolischen Kirche sowie der Tankstelle am Walther-Rathenau-Platz. „„ Prüfung einer Ausweisung als Sanierungsgebiet bzw. einer Aufnahme in ein Förderprogramm. ‚ATTRAkTIVe mITTe‘‚ReAkTIVIeRuNg HeINRIcH-kÖHLeR-pLATZ‘ 186 | Rahmenplan noRdweststadt „„ Ausloten der Mitwirkungsbereitschaft sowie der Vorstellungen der anliegenden (sozialen) Einrichtungen in Bezug auf die Ausbildung eines ‚Mehrgenerationencampus‘ rund um das Humboldt-Gymnasium (bspw. in Form einer ‚Campuskonferenz‘). Ggf. Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes, Aktivierung der Akteure und Umsetzung von Maßnahmen. „„ Erstellung eines Konzeptes zur Neustrukturierung und Aufwertung der Freiräume am ‚Schänzle‘ und des nördlichen Grünzuges am ‚Areal Nancystraße‘ (im Zuge des Bplan- Verfahrens). Dabei Berücksichtigung entsprechender Fuß- und Radwegeverbindungen entlang der ehemaligen Freihaltetrasse sowie Richtung KIT Campus West bzw. ehemalige Artilleriekaserne. „„ Überprüfung und ggf. Optimierung der Querungssituationen und Kreuzungspunkte im Bereich Kußmaulstraße und Franz-Lust- Straße. „„ Aufstellung des Bebauungsplans auf Grundlage des bestehenden Bebauungskonzeptes. Dabei Einholung entsprechender Stellungnahmen und Gutachten sowie Konkretisierung der Planung. „„ In diesem Rahmen Erstellung eines Konzeptes zur Neustrukturierung und Aufwertung der Freiräume am ‚Schänzle‘ und des nördlichen Grünzuges am ‚Areal Nancystraße‘. Dabei Berücksichtigung entsprechender Fuß- und Radwegeverbindungen entlang der ehemaligen Freihaltetrasse sowie Richtung KIT Campus West bzw. ehemalige Artilleriekaserne. „„ Entwicklung von planerischen Überlegungen bzw. Prüfung einer längerfristigen Neugestaltung der Kußmaulstraße. Dabei insbesondere Überprüfung und ggf. Optimierung der Querungssituationen sowie des Knotenpunktes mit der Franz-Lust- Straße. „„ Endausbau / Neugestaltung der Nancystraße „„ Anwendung der Regelungen des Karlsruher Innenentwicklungskonzeptes (KAI). „„ Entwicklung und ggf. Umsetzung kurzfristiger, punktueller Aufwertungsmaßnahmen entlang des Straßenraums (bspw. Bepflanzung (ggf. auch als bürgerschaftliche Pflanzaktion oder im Rahmen der Initiative ‚Meine Grüne Stadt Karlsruhe‘) / Optimierung von Querungsstellen (ggf. auch in Form eines GO Karlsruhe - Reallabors) / Erneuerung Stadtmobiliar / ...). In diesem Zusammenhang insbesondere auch Prüfung und ggf. Optimierung der Querungsstelle Madenburgweg / Wilhelm- Hausenstein-Allee. „„ Umgestaltung des Knotenpunktes Wilhelm-Hausenstein-Allee / Landauer Straße zu einem Kreisverkehr. Im Vorfeld Entwicklung von planerischen Überlegungen zu den angrenzenden Straßenräumen sowie Rückkopplung der Kreisverkehrsplanung mit diesen. In diesem Zuge ggf. Prüfung einer gleichzeitigen Umgestaltung der Wilhelm-Hausenstein-Allee bis zum Walther-Rathenau-Platz. „„ Dazu korrespondierend Prüfung einer längerfristigen Neugestaltung der Wilhelm-Hausenstein-Allee und Kaiserslauterner Straße (bzw. einzelner Straßenabschnitte). Ggf. Entwicklung entsprechender Konzepte und Planungen. Dabei Überprüfung der Möglichkeit einer Nutzung der straßenbegleitenden Grünflächen als Retentionsräume (vor allem im Bereich Kaiserslauterner Straße) sowie einer Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 km/h im Bereich des nördlichen Straßenabschnittes (ab dem Knotenpunkt mit der Landauer Straße). „„ Prüfung und ggf. Umsetzung kurzfristiger, punktueller Aufwertungen anliegender (Frei-) Flächen wie etwa im Bereich des Spielplatzes oder des ‚Sinneswäldchens‘ (bspw. grünpflegerische Maßnahmen / Schaffung von mehr ‚Transparenz‘ / Aufwertung von Eingangsbereichen / Berankung von Garagenhöfen / ...) ‚gRüNeS RückgRAT‘‚A ReAL NANcySTRASSe‘ stadtplanungsamt| 187 188 | Rahmenplan noRdweststadt impRessum RAHmeNpLAN NORdWeSTSTAdT, kARLSRuHe März 2018 im auftrag der stadt karlsruhe Stadtplanungsamt Bereich Städtebau Lammstraße 7 76124 Karlsruhe Telefon: 0721 133-6101 Telefax: 0721 133-6109 stpla@karlsruhe.de Sigrun Hüger Anja Witte bearbeitung MESS GbR Timo Amann / Florian Groß St.-Marien-Platz 3 67655 Kaiserslautern Telefon:0631 31163220 Telefax: 0631 84294373 kontakt@m-e-s-s.de www.m-e-s-s.de Timo Amann (Stadtplaner AKRP) Sebastian Hermann (Stadtplaner AKRP) Jennifer Sebök Henry Endemann abbildungen Soweit nicht anders gekennzeichnet, alle Abbildungen MESS GbR. spRachRegelung Innerhalb des Dokuments wurde auf eine geschlechtsneutrale Formulierung geachtet. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, sind grundsätzlich immer alle Geschlechter gemeint. plandaRstellungen Soweit nicht anders gekennzeichnet, alle Plandarstellungen unmaßstäblich und genordet. dRuck Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier. stadtplanungsamt| 189

  • Abstimmungsergebnis TOP 17
    Extrahierter Text

  • Protokoll TOP 17
    Extrahierter Text

    Niederschrift 49. Plenarsitzung Gemeinderat 24. April 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 17. Punkt 17 der Tagesordnung: Rahmenplan Nordweststadt Vorlage: 2018/0096 dazu: Gemeinsamer Änderungsantrag FW, Stadtrat Schmitt (pl) Vorlage: 2018/0278 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt den Rahmenplan Nordweststadt. Dieser ist Grundlage für alle weiteren Planungen im Stadtteil. Abstimmungsergebnis: Bei 42 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 3 Enthaltungen einstimmig zugestimmt Änderungsantrag: zurückgezogen Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 17 zur Behandlung auf, verweist auf die erfolgte Vorberatung im Planungsausschuss und die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung: Ich möchte mich vor allem bei denen bedanken – auch bei den Bürgerinnen und Bürgern -, die die Möglichkeit der öffentlichen Veranstaltung genutzt haben, um sich hier einzubrin- gen. Es ist kein Leichtes, Nachverdichtung und Neugestaltung mit denen, die schon dort wohnen, zu erarbeiten. Das klingt theoretisch immer gut. Praktisch ist es dann mitunter ein mühsames Projekt. Die Schwerpunkte des Rahmenplans sind, qualitative und quantitative Weiterentwicklung des Wohnraumangebots, behutsame und verträgliche Innenentwick- lung, Verbesserung der klimatologischen Aspekte, Qualifizierung des Freiraumsystems, Op- timierung des verkehrlichen Erschließungsnetzes, Stärkung der infrastrukturellen Ausstat- tung und Nahversorgung und Aufwertung der stadträumlichen Struktur. Vier Themen waren auf der Stadtteilebene im Mittelpunkt gestanden: Das Thema Freiraum, das Thema Verkehr, das Thema Infrastruktur und natürlich Baustruktur und Wohnangebot. Manche dieser Themen widersprechen sich, wenn man sich einzelne Plätze anschaut. Der Rahmenplan ist eine Vereinbarung, die keine Rechtsbindung hat, die aber Ausgangslage ist – 2 – für alles Weitere, was wir dann mit Ihnen hier an Veränderungen umsetzen wollen. Der Rahmenplan deckt sich auch in weiten Teilen mit der Ausrichtung und Zielsetzung, die wir beim Korridorthema Grüne Stadt verfolgen. Deren Schwerpunkte Natur, Klimaschutz und Gesundheitsförderung haben gerade in der Nordweststadt ein großes Potential. Es war immer schon auch ein gewisser Musterstadtteil für den Begriff Grüne Stadt, grüner Stadt- teil. Das findet sich jetzt auch in diesem Rahmenplan so wieder. Ich darf abschließend noch einmal den Dank an alle Beteiligten wiederholen. Es ist eine gute Grundlage für alle weite- ren Entwicklungen und Planungen. Aufrufen möchte ich auch den Änderungsantrag der Stadträte Stefan Schmitt und Jürgen Wenzel, den wir sehr kurzfristig beantworten mussten. Es wird noch einmal deutlich, der Rahmenplan eignet sich nicht, um dieses Thema hier wieder mit aufzunehmen. Es ist et- was, das Sie dann in den entsprechenden Bebauungsplan mit einfließen lassen können. Derzeit gibt der Rahmenplan die Beschlusslage des Gemeinderates an diesem Punkt wie- der. Aber, wie gesagt, es verändern zu wollen, müsste dann über den Bebauungsplan lau- fen. Da würden Sie dann zu gegebener Zeit die Möglichkeit haben, das einzubringen. Stadtrat Pfannkuch (CDU): Ich schließe an Ihre Ausführungen und auch im Wesentlichen an die Verwaltungsvorlage an, die die CDU-Fraktion uneingeschränkt teilt. Wir haben eine Kultur der Planungsentwicklung und der unterschiedlichen Schichten von Planungen. Dazu gehört auch die Rahmenplanung. Jetzt liegt wieder einmal ein neuer Rahmenplan für einen attraktiven ökologischen Mehrgenerationenstadtteil vor. Ich finde es nett und freue mich, dass sich ein Stadtteil so identifizieren kann. Wir werden das weiter so im Auge behalten und fortentwickeln. Ich glaube, man muss an dieser Stelle wirklich zu allererst einmal Dank sagen denjenigen, die sich emotional und engagiert in die Planung eingebracht haben, die diese Sammlung aller wesentlichen Ideen zusammengestellt haben. Das ist die Bevölke- rung. Wir erleben es allerorten, dass die Bevölkerung durchaus bereit und gewillt ist, aktiv mitzuwirken. Ich komme darauf am Ende noch einmal zurück. Ich glaube, ein wesentlicher Punkt – da ist die Qualität dieses Werks herausragend – sind Vorschläge, ja sogar Musterbeispiele, wie man Innenentwicklung denken kann, wie man sie durchdeklinieren kann. Deshalb ist es gut, dass wir zum gegebenen Zeitpunkt wieder einmal nachschlagen können, weil wir Innenentwicklung – ich darf es an dieser Stelle sa- gen -, wirklich dringend benötigen. Es gibt noch einen Ergänzungsantrag, Sie haben es erwähnt, Herr Oberbürgermeister. Ich würde sagen, er hat hier und heute sicherlich keine entscheidende Bedeutung, aber er ist wenigstens geeignet, ein Ausrufezeichen zu formulieren. Das ist jedenfalls eine Idee, die man zumindest zum gegebenen Zeitpunkt noch einmal aufgreifen muss. Die Dinge entwi- ckeln sich. Auch die Verkehrsplanung muss sich fortentwickeln. Warten wir es einmal ab. Vielleicht werden die Ängste, die hinter einer Durchbindung der Wilhelm-Hausenstein-Allee entwickelt werden, zurückgeschraubt. Dann werden wir noch einmal emotionsfreier dar- über reden können. Aber mehr muss man an dieser Stelle auch nicht sagen. Wenn ich vom Rahmenplan am Anfang gesprochen habe, dann wollte ich einmal anregen, dass sich unsere Stadt einmal Gedanken machen muss über einen Rahmenplan der Rah- menpläne. Denn wir stellen sehr viele Pläne auf. Es gibt ein Planungsamt, das überplant wird mit allem möglichen. Wir sollten uns Gedanken machen, wie wir mit dieser Summe an guten Vorsätzen umgehen. Denn es ist nicht nur die Verwaltung, die hier belastet wird. – 3 – Auch den Bürgerinnen und Bürgern machen wir Hoffnungen, die wir bei all diesen Planun- gen manchmal dann doch auf die lange Bank schieben müssen. Stadtrat Dr. Fechler (SPD): Der heutige Tag ist ein guter Tag für die Nordweststadt, greift er doch einen Prozess auf, der vor gut acht Jahren von Seiten des Bürgervereins angestoßen wurde. Dem Dank von Ihrer Seite und auch dem Kollegen Pfannkuch kann ich mich nur anschließen. Dem Dank vorrangig an die Bürgerinnen und Bürger, an die Vertreterinnen und Vertreter des Bürgervereins, aber auch letztendlich an die Vertreterinnen und Vertreter der städtischen Ämter, die in vorbildlicher Art und Weise diesen Prozess begleitet haben. Der Rahmenplan bietet die Chance, einen Stadtteil, der ein bisschen in die Jahre gekom- men ist, mit Quartieren aus den 50er und 80er Jahren in die Zukunft zu führen, ein Stück weit zu transformieren und den Forderungen der Zukunft gerecht zu werden. Chancen, denen man sich aber letztendlich stellen muss und die man auch nur erfolgreich umsetzen kann unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger als Expertinnen und Experten vor Ort, was vielleicht an der einen oder anderen Stelle in Vergessenheit geriet. Es geht hierbei un- ter anderem um Achtsamkeit, aber auch in einer, ich sage es einmal bildlich, Art und Weise Machbares von nicht Machbarem zu unterscheiden und dies auch in nachvollziehbarer Weise zu kommunizieren. Es geht darum, Bewehrtes zu bewahren und auch Mut für Neues zu zeigen. Ein Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils ist gegeben. Der Rahmen um das Bild ist da. Jetzt muss dieser Rahmen gefüllt werden mit den Men- schen vor Ort, damit der Stadtteil das werden kann, was hier in diesem wunderbaren Werk steht, dass er ein attraktiver ökologischer Mehrgenerationenstadtteil werden kann, ein grüner Stadtteil, der er jetzt ist, aber ein Stadtteil der auch eine gute Zukunft hat. Zu dem Thema Wilhelm-Hausenstein-Allee: Man kann darüber sicherlich kontrovers disku- tieren. Aber wenn man das Thema Rahmenplan auf diese Diskussion reduzieren würde, wie es in dem Ergänzungsantrag getan wird, wird man weder dem Stadtteil noch dem Thema Rahmenplanung gerecht. Wie schon gesagt, es ist ein guter Tag. Der Rahmen muss gefüllt werden. In diesem Sinne baue ich auf die Stadtverwaltung und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Darauf kann sich die Verwaltung verlassen, dass die Nordweststadt sich noch weiter engagieren wird. Stadtrat Honné (GRÜNE): Auch die GRÜNE-Fraktion möchte allen Beteiligten danken, den ganzen Ämtern, die beteiligt waren, den Büros, dem Bürgerverein und vor allem den vielen Leuten aus der Bevölkerung, die trotz der vielen Termine immer wieder in ganz großer An- zahl da waren. So etwas habe ich noch nie erlebt. Auch wir waren von der Fraktion or- dentlich belastet, weil wir immer wieder mal hingegangen sind. Man will auch mitbekom- men, was dort läuft. Das war für uns auch eine zeitliche Belastung. Aber es war eine ideale Sache, wie die Bürgerbeteiligung durchgezogen wurde. Das Ziel attraktiver ökologischer Mehrgenerationenstadtteil, ist genau unser Ding. Das hät- te auch von uns abgeschrieben sein können. Es geht um ganz viele Dinge, u. a. darum, mehr Wohnen zu schaffen und trotzdem den grünen Charakter des Stadtteils zu erhalten. Auch das ist unser aller Bestreben. Dann noch ein schöner Satz aus der Vorlage, der auch im Rahmenplan vorkommt: Die Nordweststadt kann damit zum Musterstadtteil der grünen Stadt werden. – Zitat Ende. Das gefällt uns auch besonders gut. Was wollen wir mehr? – 4 – Dann noch zur Wilhelm-Hausenstein-Allee: Wenn man die wirklich verlängern würde, dann würde Grün kaputt gemacht und zusätzliche Anwohner mit Lärm belastet. Das wollen wir nicht. Hier in dem Rahmenplan sind sehr schöne Vorschläge gemacht, wie man den Ver- kehr beruhigen könnte. Das würde den Leuten helfen, die im Moment vom Verkehrslärm betroffen sind, ohne andere stärker zu belasten. Das wäre für uns die richtige Lösung. Stadtrat Haug (KULT): Ein Satz darf bei mir auch nicht fehlen: Die Nordweststadt ist ein attraktiver ökologischer Mehrgenerationenstadtteil. Dieses Leitbild ist eine Klammer über dem Rahmenplan und eine schöne Vision, die uns die weitere Entwicklung vorgibt. Aus den ursprünglich sieben Gründungssiedlungen ist ein Stadtteil entstanden. Es liegt wohl an seine Entstehungsgeschichte, dass so etwas wie ein Zentrum fehlt. Dieses und ähnliche Defizite wurden in einer Fleißarbeit durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwal- tung, dem beteiligten Städtebaubüro Mess und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern der Nordweststadt herausgearbeitet. Herausgekommen ist eine tolle Handlungsanweisung. Eine Richtschnur, mit der gearbeitet werden kann. Die Analyse wurde in die Themenfelder Freiraum, Verkehr, Infrastruktur so- wie Baustruktur und Wohnungsangebot eingeteilt. Darauf aufbauend wurden fünf Vertie- fungsschwerpunkte herausgefiltert. Auf zwei davon möchte ich kurz eingehen. Attraktive Mitte: Der Rahmenplan nimmt den Wunsch der Nordweststädterinnen und Nordweststädter nach einem Zentrum für nachbarschaftliches Miteinander, Bürgerzentrum, Gastronomie, kulturelles Angebot in einer – so schreibt die Bürgergemeinschaft – gefühl- ten Mitte des Stadtteils auf. Als zentraler Baustein wird die Nachnutzung des Areals Ane- bosweg vorgeschlagen. Hier ist Platz für eine architektonisch anspruchsvolle Neubebauung, die das Zentrum auch optisch markiert. Allerdings sehen wir die diskutierte Seniorenresi- denz an dieser Stelle kritisch. Das gewünschte pulsierende Leben führt sicherlich zu Kon- flikten mit dieser Nutzung. Die Bedenken der Bürgergemeinschaft an dieser Stelle teilen wir. Deshalb bevorzug KULT das Szenario 1. Mehr Wohnen: Eine wichtige Zielsetzung im Hinblick auf die Schaffung des dringend benö- tigten Wohnraums, ist die Innenverdichtung. Ein Schlagwort, das nach Auffassung meiner Fraktion bisweilen überstrapaziert wird. Die KULT-Fraktion hat Sorge, dass diesem Mantra oft die Fragen des Klimaschutzes und des Stadtbildes geopfert werden. Im Rahmenplan wird von einer behutsamen, verträglichen und qualifizierten Innenverdichtung gesprochen. Hinter dieser Formulierung finden wir uns wieder. Was das aber konkret bedeutet, muss im Einzelfall geprüft werden. Nicht allen Szenarien können wir unter diesem Gesichtspunkt folgen. Ein Negativbeispiel ist für uns die vorgeschlagene Bebauung entlang der Hertzstraße in der ehemaligen Siemens- Siedlung. Die bauliche Fassung greift in alte Baumbestände ein und reduziert die offene Grünfläche zur Hertzstraße. Diese Offenheit macht für uns den Charakter der Siedlung aus. Hier hat für uns die Überprüfung einer Aufstockung die erste Priorität. Eine punktuelle Verdichtung an der August-Bebel-Straße könnte akzeptabel sein, aber na- türlich nicht an allen vorgetragenen Stellen. Immerhin ist zwischen den jetzigen Wohnblö- cken viel Luft. Auch das vorgesehene Entwicklungsszenario am Kesselbergweg sehen wir positiv. Die Nordweststadt – auch das wurde mehrfach gesagt – ist als Musterstadtteil für – 5 – „Meine grüne Stadt“ vorgesehen. Gerade im Hinblick auf das Klima in der Stadt sollten wir mit der Beanspruchung der freien Flächen, wie es geschrieben ist, behutsam umgehen. Der Charakter der Siedlungen soll laut Rahmenplan erhalten bleiben. Das wirft für KULT Fragen auf: - Wie wird der Siedlungscharakter aus Sicht der Verwaltung erhalten? - Wie wird die künftige Bebauung geregelt bzw. genehmigt? Die Würfelhäuser im Kropsburgweg stehen im Stadtteil und bei der Bürgergemeinschaft in der Kritik, da sie dem bisherigen Siedlungscharakter widersprechen. Wer an der Planungswerkstatt teilgenommen hat, weiß um die engagierte Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger. Diese vorbildliche Beteiligung muss auch in den nächsten Schrit- ten weitergeführt werden. Es gibt Kritik an einigen Vorschlägen. Diese müssen ernst ge- nommen werden und in die weiteren Planungen einfließen. Am Ende sollen möglichst viele zufrieden sein. Wir freuen uns auf die Einweihung des Walter-Rathenau-Platzes in der kommenden Wo- che, ein wichtiger Schritt in Richtung attraktive Mitte. Stadtrat Høyem (FDP): Ein Rahmenplan ist ein Rahmenplan ist ein Rahmenplan, sagt unser Baubürgermeister Herr Obert. Der Rahmenplan für die Nordweststadt ist ein Rahmen, der in Zukunft mit Inhalt gefüllt wird. Der Rahmenplan für die Nordweststadt hat viele neue Perspektiven und Vorschläge. Die Nordweststadt ist ein spannender Stadtteil, der ein gro- ßes Potential hat. Ein Potential, das bis jetzt nicht koordiniert entwickelt war. Gerade diese koordinierte Entwicklung ist das Ziel für diesen Rahmenplan. Der Plan wurde sehr intensiv mit der Bevölkerung und im Stadtplanungsausschuss diskutiert. Wie meine Kollegen, kann ich den Plan loben. Jede konkrete Umsetzung wird dann selbstverständlich hier im Ge- meinderat entschieden. Auf ein Thema möchte ich mich fokussieren: Die Verlängerung der Wilhelm-Hausenstein- Allee. Dieses Thema wurde jahrelang sehr kontrovers diskutiert. In diesem Rahmenplan steht an mehreren Stellen, beispielsweise S. 54 und S. 61, ich zitiere: Die in der Vergan- genheit vorgesehene Verlängerung der Straße ist jedoch seit eines entsprechenden Ge- meinderatsbeschluss nicht mehr beabsichtigt und der entsprechende Bebauungsplan auf- gehoben. Das ist formell nicht korrekt. Ich denke, dass viele von uns sich an die Diskussion 2008 in diesem Saal erinnern können. Ich kann das. Es war eine leidenschaftliche Debatte. Ein besonderes Thema war, ob für bestimmte Mitglieder Befangenheit oder keine Befan- genheit galt, beispielsweise für den damaligen CDU-Stadtrat Albert Käuflein, der nicht, wie eine SPD-Stadträtin, für befangen erklärt wurde. Die Abstimmung endete mit 25 Stimmen für eine Aufhebung des Bebauungsplanes mit 24 Gegenstimmen. Tatsächlich hat jedoch diese Aufhebung nicht stattgefunden. Deshalb haben wir eine gewisse Sympathie für den Änderungsantrag der Kollegen Schmitt und Wenzel. Aber wir denken, dass eine Debatte über so ein zentrales und kontroverses Thema nicht nebenbei behandelt werden sollte. Falls dieses Thema wieder aufgenommen werden sollte, verdient es eine selbstständige Diskussion. Wie ich am Anfang den Baubürgermeister zitiert habe, ist ein Rahmenplan nur ein Rahmenplan. Deshalb stimmen wir trotz dieser formellen – 6 – Fehler dem Rahmenplan zu. Wir folgen der Verwaltung und lehnen den Änderungsantrag heute ab. Stadtrat Schmitt (pl): Gerade an guten Tagen denke ich, sollte es doch erlaubt sein, einige kritische Punkte anzubringen, oder besser, gerade an diesen Tagen. Im Vorwort der Bro- schüre zum Rahmenplan ist folgendes zu lesen, ich zitiere: „Es gilt dabei vorrangig, die be- stehenden Quartiere an die aktuellen Lebensverhältnisse und Bedürfnisse anzupassen und das in die Jahre gekommene Wohnumfeld wieder aufzuwerten und mit neuen Qualitäten zu versehen.“ – Zitat Ende. Das hört sich sehr schön an, beinhaltet aber nicht das eigentliche Ziel der Planung. Denn das vorrangige Ziel dieser Planung ist eine massive Nachverdichtung durch die Aufstockung bestehender Gebäude und die Errichtung neuer Gebäude auf heute noch vorhandenen Grünflächen. Einige Seiten weiter ist zu lesen, dass es u. a. um die qualitative und quantita- tive Weiterentwicklung des Wohnraumangebots geht. Auch das hört sich sehr positiv an. Doch dieser Satz beinhaltet einen Widerspruch in sich, nämlich Qualität und Quantität. Durch die Steigerung der Quantität, also durch das Dazubauen neuer Häuser auf schon bebauten Grundstücken, sinkt logischerweise die Lebensqualität derer, die nun weniger Freiflächen zur Verfügung haben. In der Broschüre wird an mehreren Stellen darauf hingewiesen, dass die Planung gemein- sam mit den Bürgern in mehreren Workshops erarbeitet wurde. Aber wer waren diese Bürger? Es waren vor allem Bürger, die in Ein- oder Zweifamilienhäusern wohnen, in Häu- sern, die ihnen selbst gehören. Es waren eben nicht die Mieter aus den Wohnblocks in der August-Bebel-Straße oder der Stresemannstraße oder der Kußmaulstraße. Ich kann das beurteilen, da ich an einem der beiden Spaziergänge durch die Nordweststadt teilgenom- men habe und auch bei einem der Workshops dabei war. Insofern ist es natürlich auch kein Zufall, dass der Schwerpunkt der Nachverdichtung in der August-Bebel-Straße liegt. Je nach Variante sind hier bis zu 20 neue Wohnblocks vor und zwischen den schon vorhan- denen geplant. Damit ist klar, dass die Lebensqualität der Menschen, die heute dort woh- nen, sinken wird. Die großen grünen Freiflächen, die heute den Charakter dieser Wohn- blockareale ausmachen, wird es dann nicht mehr geben. Obwohl das so ist, kann man da- von ausgehen, dass von den Blockbewohnern kein Widerstand kommt. Widerstand kam allerdings von den Hausbesitzern, insbesondere von denen, die in der Nä- he von Schänzle und Eugen-Richter-Straße wohnen, wenn das Thema Durchbau der Wil- helm-Hausenstein-Allee angesprochen wurde. Die Verlängerung der Wilhelm-Hausenstein- Allee bis zur Franz-Lust-Straße ist Bestandteil des heute gültigen Bebauungsplans. In der Broschüre wird fälschlicherweise der Eindruck erweckt, dass dies nicht mehr der Fall wäre, weil der Gemeinderat am 10.06.2008 mit 24 : 23 Stimmen – der Kollege Høyem hat es gesagt – beschlossen hat, den Bebauungsplan aufzuheben und die entsprechende Satzung dafür zu erstellen. Er hat das zwar beschlossen, aber anschließend wurde keine Satzung zur Aufhebung erstellt und somit wurde auch kein neuer geänderter Bebauungsplan be- schlossen. Deshalb gilt nach wie vor der alte von 1992. Sinn und Zweck der Verlängerung der Wilhelm-Hausenstein-Allee ist die Entlastung von August-Bebel-, Stresemann- und Kußmaulstraße vom Durchgangsverkehr ins Zentrum. Die- ser ist in den letzten Jahren nicht weniger sondern mehr geworden. Durch die Verweige- rung der Wilhelm-Hausenstein-Verlängerung werden die Bewohner der genannten Straßen – 7 – seit Jahrzehnten massiv benachteiligt. Nun tragen sie nicht nur die Hauptlast der Nachver- dichtung in ihrem eigenen Wohnquartier, sondern werden auch noch zusätzlich bestraft, denn durch die Nachverdichtung in der gesamten Nordweststadt nimmt das Verkehrsauf- kommen in ihren Straßen weiter zu. Das wird zu einer weiteren Verschlechterung der Le- bensqualität der Bewohner führen. Spätestens jetzt ist nicht mehr einzusehen, dass die Lebensqualität von mehreren tausend Menschen zugunsten einiger weniger am Schänzle und der Eugen-Richter-Straße weiter sinken soll. Aus unserer Sicht sollte der Gemeinde- ratsbeschluss vom 10.06. noch einmal überdacht und abgewogen werden, ob es so ist, wie Sie sagen, Herr Honné. Sie sagen, wir wollen nicht mehr Lärmbelastung dort, wo jetzt die Wilhelm-Hausenstein-Allee noch nicht gebaut wurde. Dass sie aber mehr Lärmbelastungen in dem Bereich bekommen, wo wir heute schon zu viel haben, das scheint für Sie aber kei- ne Rolle zu spielen. Das muss man thematisieren. Wir sehen zwar ein, dass man neue Häuser nur dort hinstellen kann, wo es Platz dafür gibt. Aber wir sehen nicht ein, (Der Vorsitzende: Herr Stadtrat!) dass der Egoismus einiger Weniger beträchtliche Nachteile für sehr viele Menschen hat, die sich nicht wehren wollen oder nicht wehren können. Deshalb halten wir den Rahmenplan in diesem einen Punkt für zutiefst unsozial und ungerecht. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortmeldungen. Wir kommen dann in die Erledigung. Den Änderungsantrag der Stadträte Schmitt und Wenzel, halten Sie den aufrecht oder können Sie das bei Bebauungsplangeschichten wieder einbringen? Stadtrat Schmitt (pl): Ich vertraue auf die Zusagen der Kollegen Pfannkuch und Høyem, dass das Thema nicht in der Schublade verschwindet und als entsprechender Fraktionsan- trag noch einmal aufs Tablett kommt, und ziehe den Antrag deshalb zurück. Der Vorsitzende: Dann kommen wir zur unveränderten Beschlussvorlage. – Das ist eine Zustimmung mit großer Mehrheit. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 23. Mai 2017