Auswirkungen des chinesischen Importstopps von Plastikmüll

Vorlage: 2018/0036
Art: Anfrage
Datum: 26.01.2018
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.03.2018

    TOP: 23

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Stellungnahme TOP 23
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2018/0036 Dez. 5 Auswirkungen des chinesischen Importstopps von Plastikmüll Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 20.03.2018 23 x 1) Zu wie vielen Teilen (prozentual) wird der Karlsruher Abfall recycelt? Wertstoffe werden in Karlsruhe über die Wertstofftonne mit dem roten Deckel (Holsystem) und über die Wertstoffstationen (Bringsystem) gesammelt. Der Inhalt der Wertstofftonne geht in die Sortieranlage der Firma ALBA im Rheinhafen. Dort wird der gesammelte Inhalt sortiert und anschließend einer stofflichen oder energetischen Verwertung zugeführt. Holz (rund 5 %) wird einer Holzverwertung, Eisen und Metalle (rund 7 %) werden einer Schrottverwertung zugeführt, Papieranteile (rund 27 %) gehen zur Weiter- verarbeitung in die Papierindustrie. Kunststoffe und sonstige Reststoffe werden als Ersatzbrenn- stoff in Kraftwerken und Zementwerken energetisch verwertet. Je nach vertraglicher Vereinba- rung einzelner Betreiber dualer Systeme mit ALBA werden die anteiligen Leichtverpackungsan- teile der dualen Systeme einer gesonderten Sortierung und Verwertung zugeführt. Die Ent- scheidung hinsichtlich der Wahl der Verwertungswege liegt bei ALBA bzw. den Betreibern dualer Systeme. Die Prozentangaben beziehen sich auf eine Hochrechnung auf Basis der Sortieranalyse von 2016. Auf den Wertstoffstationen angelieferte Wertstoffe, wie beispielsweise Metalle, Holz, Papier und Kartonagen werden ebenfalls einer stofflichen Verwertung zugeführt. Speziell Kunststoffe gehen zur Firma Suez nach Bruchsal und werden dort in einer Stoffstromanlage sortiert und zu Ersatzbrennstoffen aufbereitet. Die auf den Wertstoffstationen angelieferten Stoffe werden nahezu vollständig stofflich oder energetisch verwertet. 2) Welche Auswirkung hat der chinesische Importstopp von Plastikmüll auf die Entsor- gung der Karlsruher Abfälle? Die Darstellungen unter Ziffer 1 zeigen, dass die Verwertungswege der Karlsruher Stoffströme keine Auswirkungen durch den chinesischen Importstopp erwarten lassen. Mittelfristig können auch Karlsruher Kunststoffabfälle von Marktpreisveränderungen betroffen sein.

  • FDP Importstopp Plastikmüll
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2018/0036 Auswirkungen des chinesischen Importstopps von Plastikmüll Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 20.03.2018 23 x 1) Zu wie vielen Teilen (prozentual) wird der Karlsruher Abfall recycelt? 2) Welche Auswirkung hat der chinesische Importstopp von Plastikmüll auf die Entsorgung der Karls- ruher Abfälle? Die Bürgerinnen und Bürger trennen den Müll, in dem guten Glauben, dass aus den Wertstoffen recy- celte Gegenstände entstehen. Ein Blick in die Zeitungen Anfang des Jahres offenbart aber eine andere Sichtweise: „Die Weltmüllkip- pe schließt – China stoppt den Import von Plastikmüll“ titelte zum Beispiel das Magazin ZeitOnline am 6. Januar. Die Freien Demokraten möchten wissen, ob die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger auch Zulieferer der „Weltmüllkippe“ sind, bzw. zu welchem Anteil der Karlsruher Müll in einen Kreislauf übergeht. unterzeichnet von: Tom Høyem Thomas H. Hock Karl-Heinz Jooß Sachverhalt / Begründung:

  • Protokoll TOP 23
    Extrahierter Text

    Niederschrift 48. Plenarsitzung Gemeinderat 20. März 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 24. Punkt 23 der Tagesordnung: Auswirkungen des chinesischen Importstopps von Plastikmüll Anfrage: FDP Vorlage: 2018/0036 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 23 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stel- lungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 29. März 2018