Eintrittsgelderhöhung Zoologischer Stadtgarten zum 1. März 2018

Vorlage: 2018/0028
Art: Beschlussvorlage
Datum: 23.01.2018
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Zoologischer Garten
Erwähnte Stadtteile: Südstadt, Südweststadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.02.2018

    TOP: 6

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mehrheitlich beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Anlage 2 Besucherzahlen Zoos in Deutschland 2016
    Extrahierter Text

    Anlage 2 Besucherzahlen der Zoos in Deutschland mit über 450.000 Besuchern/Jahr (einschl. Landau) aus dem Jahr 2016 (Zahlen nach VdZ) Zoo Besucherzahlen Berliner Zoo inkl. Aquarium3.227.594 München2.228.268 Leipzig1.709.941 Hamburg Tierpark inkl. Tropenaquarium1.700.000 Berliner Tierpark1.318.122 Stuttgart1.298.775 Köln1.160.464 Hannover1.095.893 Nürnberg1.087.360 Karlsruhe1.007.119 Osnabrück1.000.000 Duisburg inkl. Delphinarium825.973 Frankfurt804.998 Dresden796.857 Gelsenkirchen792.389 Augsburg656.223 Rostock638.982 Wuppertal630.269 Münster614.260 Kronberg536.663 Dortmund490.235 Heidelberg467.948 Landau158.571 Grundlage Übersichtstabelle VdZ mit gezählten und berechneten Besucherzahlen. Stand 24.11.2017

  • Anlage 3 Einzeleintritte in deutschen Zoos 2017
    Extrahierter Text

    Einzeleintritte/Tageskartenpreise in deutschen Zoos 2017 mit mehr als 450.000 Besuchern nach VdZ im Jahr 2016 einschließlich Landau Zoo ErwachseneRentner Jugendliche/S chüler 15-18 J. Kinder 6-14 J. Kinder 3-5 J. Hannover25,00 € 25,00 € 19,00 € 17,00 € 13,50 € Gelsenkirchen21,50 € 21,50 € 16,00 € 14,00 € 14,00 € Leipzig21,00 € 21,00 € 17,00 € 13,00 € - Berliner Zoo inkl. Aquarium21,00 € 21,00 € 15,50 € 10,50 € 10,50 € Osnabrück20,50 € 17,00 € 17,00 € 13,50 € 13,50 € Hamburg Tierpark20,00 € 20,00 € 20,00 € 15,00 € 15,00 € Köln19,50 € 19,50 € 14,50 € 9,00 € 9,00 € Münster18,90 € 18,90 € 12,90 € 10,90 € 10,90 € Duisburg inkl. Delphinarium16,90 € 14,90 € 14,90 € 9,90 € 9,90 € Rostock16,00 € 16,00 € 13,00 € 9,50 € 9,50 € Stuttgart16,00 € 16,00 € 8,00 € 8,00 € - München15,00 € 11,00 € 11,00 € 6,00 € 6,00 € Wuppertal14,50 € 14,50 € 12,50 € 7,00 € 7,00 € Hamburg Tropenaquarium14,00 € 14,00 € 14,00 € 10,00 € 10,00 € Kronberg14,00 € 14,00 € 14,00 € 7,50 € 7,50 € Nürnberg inkl. Delphinarium13,50 € 11,50 € 11,50 € 6,50 € 6,50 € Berliner Tierpark13,00 € 13,00 € 9,00 € 6,50 € 6,50 € Dresden12,00 € 12,00 € 8,00 € 4,00 € 4,00 € Karlsruhe ab 01.02.201811,00 € 9,00 € 9,00 € 5,00 € 2,00 € Heidelberg10,20 € 10,20 € 5,10 € 5,10 € 5,10 € Frankfurt10,00 € 10,00 € 5,00 € 5,00 € - Augsburg10,00 € 9,00 € 9,00 € 5,00 € 5,00 € Karlsruhe aktuell10,00 € 8,00 € 8,00 € 5,00 € Dortmund8,00 € 8,00 € 4,50 € 4,50 € 4,50 € Landau8,00 € 7,00 € 6,00 € 3,50 € 3,50 € Eingruppierung soweit Eintrittspreise vergleichbar. Stand: 24.11.2017 Anlage 3

  • Eintrittsgelderhöhung Zoo
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2018/0028 Dez. 6 Eintrittsgelderhöhung Zoologischer Stadtgarten zum 1. März 2018 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für öffentliche Ein- richtungen 09.02.2018 1 X vorberaten Gemeinderat 20.02.2018 6 X Beschlussantrag Der Gemeinderat beschließt zum 1. März 2018: A. die Anhebung der Eintrittsentgelte für den Zoologischen Stadtgarten laut Anlage 1 B. die Anpassung der Struktur der neuen Preisgruppen und Ermäßigungen Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) nein X ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) zusätzliche Erträge 700.000 Euro Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: PSP-Element: 2/3: 1.680.25.30.01 1/3: 1.670.99.04.02 Kontenart: 33210000 Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant X nein ja Handlungsfeld: (bitte auswählen) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) X nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften X nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 A. Anhebung der Eintrittsentgelte für den Zoologischen Stadtgarten laut Anlage 1 In der Regel findet alle zwei Jahre eine Anpassung der Eintrittsentgelte statt. Während des Jubi- läumsjahrs 2015 und der Phase des „Entwicklungskonzepts Zoologischer Stadtgarten“, welches im März 2016 seinen Abschluss fand, wurde jedoch darauf verzichtet, die Eintrittsentgelte zu erhöhen. Aus diesem Grund erfolgte die letzte Entgeltanpassung anstatt am 1. Januar 2016 am 1. Juni 2016. Um wieder in der Zeitschiene der vorliegenden Jahre zu bleiben und den Ver- pflichtungen aus der Haushaltsstabilisierung nachzukommen sowie einen besseren Ausgleich des städtischen Haushalts zu erreichen, werden die Eintrittsentgelte des Zoologischen Stadtgar- ten zum Start der Hauptsaison ab 1. März 2018 erhöht. Eine Erhöhung zum 1. Januar eines Jahres wird bei der nächsten Erhöhung der Eintrittsentgelte angestrebt, war aber für das Jahr 2018 aufgrund der Einführung des neuen Kassensystems nicht möglich. Künftige Anpassungen der Eintrittsentgelte des Zoologischen Stadtgartens werden, neben den interkommunalen Ge- genüberstellungen, ebenfalls Kalkulationen zugrunde liegen sowie die transparente Darstellung des daraus angestrebten Kostendeckungsgrades. In den Jahren 2016 und 2017 wurden im Zoologischen Stadtgarten zahlreiche Tiergehege neu gebaut, wie die Erdmännchenanlage, die Schneeeulenvoliere und die Australienanlage. Das Gartenbauamt errichtete im Park einen neuen Duft- und Tastgarten und mit dem Bau eines Teehauses im Japanischen Garten wurde begonnen. Im Tierpark Oberwald wurden die Stallun- gen der Wisente und Onager erneuert und ein Kamelstall neu errichtet. Zusätzlich wurden um- fangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an anderen Gehegen sowie Häusern bzw. der Gesamtanlage durchgeführt. Analog zum bereits seit vielen Jahren bestehenden Programm des Gartenbauamtes auf der Seebühne, wurde für das Jahr 2017 ein umfangreiches Jahresprogramm für die zoologischen Angebote erarbeitet. Von Mai bis August fanden an jedem Sonntag zwei Präsentationen von „Tiere auf der Seebühne“ statt, die von einem externen Tiertrainer durchgeführt wurden und bei den Besucherinnen und Besuchern sehr gut ankamen. Daneben gab es Führungen des Gar- tenbauamtes zur Pflanzenwelt und des Zoos über die Welt der Tiere. Weiter wurden neue Events angeboten, wie zum Beispiel die Dreamnight (weltweiter ehrenamtlicher Aktionstag für Menschen mit Behinderung) und der Karlsruher Nacht-Zoo (Abendaktion mit offenen Tierhäu- sern bis 22 Uhr). Im November 2017 wurden in den Kassen des Zoologischen Stadtgartens neue, kundenfreund- lichere und zeitgemäße elektronische Kassenanlagen installiert. Die Besucherinnen und Besu- cher des Zoologischen Stadtgartens können jetzt eine personalisierte Jahreskarte mit Lichtbild im Scheckkartenformat direkt an den Kassen erstellen lassen, das Eintrittsentgelt bargeldlos zahlen und künftig wird auch die Möglichkeit bestehen, Eintrittskarten online zu erwerben. Durch diese Attraktionen und Erneuerungs- und Baumaßnahmen konnte die Besucheranzahl im Jahr 2016 weiterhin auf über einer Million (1.007.119 Besucher) gehalten werden. Nach der Besucherzahlerhebung, die der Verband der zoologischen Gärten e.V. (VdZ) 2016 hat erstellen lassen, haben von den 55 in Deutschland ansässigen Zoos nur elf Zoos mehr als eine Million Besucher (Berechnung nach VdZ). Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe steht mit sei- nen 1.007.119 Besucherinnen und Besuchern (Berechnung 2016 nach VdZ) auf Platz zehn und gehört damit zu den meistbesuchten Zoos in Deutschland (siehe Anlage 2). Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Dagegen liegt der Zoologische Stadtgarten mit seinen Eintrittspreisen seit Jahren im Vergleich mit anderen zoologischen Einrichtungen im unteren Preisniveau (siehe Anlage 3). Durch die Erhöhung der Eintrittsentgelte fließen dem städtischen Haushalt, bezogen auf die Besucherzahlen des Basisjahres 2016, Mehrerträge von ca. 700.000 Euro pro Jahr zu, wovon 2/3 im Teilhaushalt 6800 (Zoo) und 1/3 im Teilhaushalt 6700 (Gartenbauamt) vereinnahmt wer- den. Die Erhöhung der Eintrittsentgelte wird u.a. wie folgt begründet: - Verpflichtung aus der Haushaltsstabilisierung - Beitrag zur allgemeinen Stabilisierung des städtischen Haushalts - Anpassung der Eintrittspreise an andere zoologische Einrichtungen Die Höhe der geplanten Anpassung der Eintrittsentgelte ab 1. März 2018 ist aus der beiliegen- den Anlage 1 zu ersehen. Veränderungen der Preisstruktur werden unter Abschnitt B näher erläutert. Bei der Preiserhöhung werden im Bereich der Jahreskarten die Karlsruher Bürgerinnen und Bür- ger besonders berücksichtigt, da diese den Zoologischen Stadtgarten auch als Naherholungsge- biet nutzen. Daher werden diese Jahreskarten nur moderat erhöht. B. Die Anpassung der Struktur der neuen Preisgruppen und Ermäßigungen Beim Vergleich der Eintrittspreise mit anderen zoologischen Einrichtungen wurde festgestellt, dass bei nahezu allen Zoos auch Eintrittsentgelte für Kinder im Alter von 3-5 Jahren erhoben werden. Von Seiten der Verwaltung war vorgesehen, für dieses Alter eine Preisgruppe als Ein- zelpreis (2,00 Euro) und Jahreskarte (8,00 Euro) einzuführen. Dies wären Mehrerträge von ca. 150.000 Euro, bezogen auf das Basisjahr 2016. Nach Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am 9. Februar 2018 wird auf diese Festsetzung verzichtet und die Vorlage wurde dahingehend geändert, dass Kinder im Alter von 3-5 Jahren weiterhin freien Eintritt erhalten. Kindergartengruppen sind weiterhin frei. Diese Gruppen erhalten zusätzlich pro 5 Kinder freien Eintritt für 1 Begleitperson. Bei jeder weiteren Begleitperson wird ein Entgelt von 9,00 Euro (Re- gelpreis Erwachsene 11,00 Euro) erhoben. Aufgrund einer nicht richtigen Berechnung im Anpassungsjahr 2016 bei den Jahreskarten G (2 Erwachsene mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern) wird das Eintrittsgeld bei dieser Jahreskarte von 95,00 Euro auf 105,00 Euro angepasst. Um die Aufwendungen für Sonderveranstaltungen im Zoologischen Stadtgarten besser zu de- cken, werden künftig die Jahreskarten für bestimmte Veranstaltungen (z. B. Lichterfest) keine Gültigkeit haben. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen: A) die Anhebung der Eintrittspreise gemäß Anlage 1 B) die Anpassung der Struktur der neuen Preisgruppen und Ermäßigungen

  • Anlage 1 Zoo Anpassung 2018 - korr
    Extrahierter Text

    C:\Users\DANIEL~1.FAU\AppData\Local\Temp\15\notesF6BE80\Anlage 1 Anpassung 2018 - korr.xls Zoologischer StadtgartenAnlage 1 Darstellung der Eintrittspreise und Benutzerentgelte für den Zoologischen Stadtgarten unter Berücksichtigung der Preisanpassung ab 1. März 2018 seitseitseit seit Neue Preise 01.01.200701.01.201001.01.201401.06.2016ab TAGESKARTEN 01.03.2018 EINZELPERSONEN Erwachsene 5,50 € 6,50 € 7,50 € 10,00 € 11,00 € Kinder (6-15 Jahre) 2,50 € 3,00 € 3,50 € 5,00 € 5,00 € ERMÄSSIGUNG für Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte, 4,50 € 5,50 € 6,00 € 8,00 € 9,00 € Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende (einschl. FÖJ und FSJ) Schüler und Jugendliche über 15 Jahre --4,50 € 5,00 €8,00 €9,00 € ABENDKARTE Verkauf 1 Stunde vor Kassenschluss 50 % Ermäßigung auf Tageskarten für Erwachsene, Rentner u. Kinder (6-15 Jahre) GRUPPENKARTEN SCHULKLASSEN: Schüler im Klassenverband, Schülerhorte, --2,00 € 2,50 € 4,00 € 4,00 € Kinderortsranderholung (ohne Altersbegrenzung) (pro 10 Schüler freier Eintritt für 1 Begleitperson; weitere Begleitpersonen 9,00 €) KINDERGARTENGRUPPEN: Kindergartenkinder ---------- (pro 5 Kinder freier Eintritt für 1 Begleitperson; weitere Begleitpersonen 9,00 €) KLEINGRUPPEN: A2 Erwachsene mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern --16,50 € 18,50 € 25,00 € 27,50 € B1 Erwachsener mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern --10,50 € 12,50 € 17,00 € 18,50 € CGROSSGRUPPE ab 25 zahlende Erwachsene, je Erw. ------8,00 € 9,00 € JAHRESKARTEN * DErwachsene --30,00 € 35,00 € 40,00 € 42,00 € ERentner, Pensionäre, Schwerbehinderte, --20,00 € 25,00 € 30,00 € 32,00 € Schüler u. Jugendliche über 15 Jahre, Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende (einschl. FÖJ und FSJ) FKinder (6-15 Jahre) --15,00 € 18,00 € 20,00 € 21,00 € G2 Erwachsene mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern----90,00 € 95,00 € 105,00 € H1 Erwachsener mit bis zu 4 kostenpflichtigen Kindern ----60,00 € 65,00 € 68,00 € JAHRESKARTEN Plus (inkl. Gondolettafahrten) * D+Erwachsene --44,00 € 51,00 € 56,00 € 62,00 € E+Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte, --29,00 € 37,00 € 42,00 € 47,00 € Schüler u. Jugendliche über 15 Jahre, Studenten, Bundesfreiwilligendienstleistende (einschl. FÖJ und FSJ) F+Kinder (6-15 Jahre) (Gondoletta erst ab 6 Jahre) --21,00 € 26,00 € 28,00 € 31,00 € * Bei Sonderveranstaltungen (z.B. Lichterfest) haben die Jahreskarten keine Gültigkeit

  • Protokoll TOP 6 und TOP 13
    Extrahierter Text

    Niederschrift 47. Plenarsitzung Gemeinderat 20. Februar 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 6. Punkt 6 der Tagesordnung: Eintrittsgelderhöhung Zoologischer Stadtgarten zum 1. März 2018 Vorlage: 2018/0028 Punkt 13 der Tagesordnung: Erhebung eines freiwilligen Artenschutz-Euro für die Entwicklung des Karlsruher Zoos zu einem Natur- und Artenschutzzentrum Antrag: GRÜNE Vorlage: 2018/0031 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrich- tungen: A) die Anhebung der Eintrittspreise gemäß Anlage 1 der Vorlage 2018/0028 B) die Anpassung der Struktur der neuen Preisgruppen und Ermäßigungen Abstimmungsergebnis: Beschlussvorlage: Bei 40 Ja-Stimmen und 2 Nein-Stimmen mehrheitlich zugestimmt Antrag: Bei 39 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen mehrheitlich zugestimmt Der Vorsitzende ruft die Tagesordnungspunkte 6 und 13 zur Behandlung auf, verweist auf die erfolgte Vorberatung im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen sowie die vorlie- gende Stellungnahme der Verwaltung: Wir würden es gemeinsam beraten. Es sind zwei getrennte Vorlagen. Insofern würde ich jetzt erst einmal Herrn Bürgermeister Obert bitten, in die Beschlussvorlage der Verwaltung einzuführen und dann Frau Stadträtin Rastätter zum Thema 6.2, dem Antrag der GRÜNEN. Dann würden wir beides gemeinsam hier beraten und dann aber wieder getrennt abstim- men. Denn es sind zwei verschiedene Vorgänge. – 2 – Bürgermeister Obert: In der Tat, wir kommen mit einer gewissen Regelmäßigkeit von zwei Jahren - das ist hier ein viertel Jahr weniger, das hängt damit zusammen, dass wir das das letzte Mal in die andere Richtung verschoben hatten und jetzt wieder angleichen wollen – auf Sie zu mit einer Preiserhöhung für den Zoologischen Stadtgarten. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe. Der eine heißt HSPKA. Da haben wir Ihnen die Schritte schon in einem Maßnahmenpaket dargelegt. Zum anderen ist es aber einfach so, dass wir natürlich von Zeit zu Zeit die ent- sprechenden Preiserhöhungen durchführen müssen, weil „alles teurer wird“. Auch die an- deren Zoos – in dem Fall sage ich bewusst Zoos und nicht Zoologische Stadtgärten, denn den gibt es nur einmal – heben natürlich ihre Preise an. Wir müssen schauen, dass der De- ckungsbeitrag, der über die Eintrittspreise kommt, im Verhältnis zu den Gesamtkosten in etwa stabil bleibt. Ich darf auf die Anlage 2 der Vorlage verweisen, in der wir es dargestellt haben – hier sind es jetzt bewusst Zoos. Wir haben die genommen, die über 400.000 Be- sucher haben, mit einer Ausnahme: Landau, weil das unser Partnerzoo ist. Da komme ich gleich noch einmal darauf. Wir haben einmal geschaut, wo stehen die denn in den Einzel- preisen. Wenn Sie sich das anschauen: Eintrittspreis, wie er jetzt ist und wie er künftig sein wird, da bleiben wir im untersten Segment der Zoos. Auch wenn wir die Preise nach oben anpassen werden - auch in Zukunft werden sie nicht gleich bleiben können -, werden wir immer dafür Sorge tragen, dass wir im unteren Segment der vergleichbaren Zoos bleiben. Nun ist aber unsere Anlage nicht nur ein Zoo, vielleicht noch am ehesten vergleichbar – nicht von der Lage, aber inhaltlich – mit der Wilhelma, weil das eigentlich ein botanischer Garten ist, der dann später, erst in den 1950er Jahren, zum Zoo geworden ist. Sie ist auch eine große Parkanlage, die ebenfalls eine besondere Attraktivität hat. Auch in diesem Zu- sammenhang glauben wir, dass wir mit unseren Preisen nach wie vor attraktiv sind. Weil unser Zoologischer Stadtgarten auch als Parkanlage für die Karlsruherinnen und Karlsruher und vor allem für die benachbarten Stadtteile Südstadt, Südweststadt eine Erholungsanla- ge ist, haben wir anders als anderswo ein außerordentlich günstiges Verhältnis zwischen Einzelpreis und Dauerkarte, d. h., unsere Dauerkarten sind sehr preiswert, die sich bereits mit drei Eintritten amortisiert haben. Das hängt damit zusammen, dass wir möchten, dass die Karlsruherinnen und Karlsruher, die häufiger in die Anlage gehen, besonders privilegiert werden. Ich darf darauf hinweisen – weil auch in der Presse, weil sie diese veränderte Vorlage nicht kannten, gesagt worden ist, wir haben die Absicht, die drei- bis unter sechsjährigen Kinder auch in den Eintritt hineinzunehmen –, dass Sie sich im Ausschuss dagegen ausgesprochen haben. Das haben wir zurückgenommen. Wir können auch mit der Rücknahme sehr gut leben. Persönlich kann ich sagen, dass ich das genauso entschieden hätte, wie Sie. Aber es hatte einen Grund, warum wir das vorgeschlagen haben. Da ging es nicht um Einnahme- steigerung, sondern Sie wissen, es gibt eine Kombikarte mit dem Heidelberger Zoo, mit dem Landauer Zoo. Da haben diese Zoos immer ein bisschen Probleme, wenn Leute von Karlsruhe kommen, zu erklären, dass bei ihnen die Drei- bis Fünfjährigen zahlungspflichtig sind. Deswegen hatten wir diese Angleichung vorgeschlagen. Sie haben es herausgenom- men. Das haben wir vollzogen. Das hat dann auf der Gegenseite selbstverständlich zur Konsequenz, dass die C- und H-Karten billiger geworden sind, weil die kleinen Kinder nicht mehr dabei sind. Da sind wir beispielsweise bei der Karte G von 115 auf 105 Euro herun- ter. Das haben Sie gesehen. – 3 – Lassen Sie mich noch einen Irrtum aufklären in der Anlage 1 zum Tagesordnungspunkt 13, der nachher noch behandelt wird. Da haben wir nämlich den entsprechenden Euro bereits einmal dargestellt, weil der nicht für jede Karte gilt. Da steht in der Spalte leider auch fälschlicherweise ab 1. März 2018. Wir haben natürlich nicht die Absicht, diesen Euro be- reits zum 1. März 2018 einzuführen. Sondern da müssten wir, gemessen an Ihren Darle- gungen, dann mit einer eigenen Vorlage auf Sie zukommen, um in einem der kommenden Quartale, vielleicht 01.07. oder 01.10. , diesen Artenschutz-Euro einzuführen. Ihn zum 1. März einzuführen, ist nicht vorgesehen, entgegen dessen, was man aus der Anlage 1 zum Tagesordnungspunkt 13 entnehmen könnte. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Wir bedanken uns für die positive Stellungnahme der Stadtverwaltung zu unserem Antrag zur Einführung eines freiwilligen Artenschutz-Euros. Besonders freut uns, dass die Stadtverwaltung bereits mit ihrer Stellungnahme die konkrete Umsetzung des Artenschutz-Euros vorgeschlagen hat. Ich meine jetzt nicht den Zeitpunkt. Ich kann nachvollziehen, Herr Bürgermeister Obert, dass dies zeitlich nicht gleich erfolgen kann, weil dann auch noch umfangreiche Maßnahmen erforderlich sind, wie man das mit dem einzelnen Ticket ausgestaltet. Aber, dass Sie grundsätzlich positiv geantwortet haben und schon einen Umsetzungsvorschlag gemacht haben, freut uns in dem Sinne, dass der freiwillige Artenschutz-Euro auf alle Eintrittspreise erhoben wird, mit Ausnahme der Ein- trittspreise für Kinder, Schüler und Jugendliche sowie auch für die Tickets für Kinder, die mit Schulklassen kommen. Da halte ich es auch für wichtig, dass man diesen Artenschutz- Euro nicht einführt, sondern dass die Kinder und Jugendlichen, wenn sie diesen Kreis be- dienen, auch die Möglichkeit haben, auf Wunsch einen kleine Obolus beizutragen. Das Ziel der Weiterentwicklung unseres Zoos zu einem Natur- und Artenschutzzentrum haben wir bereits 2016 mit dem Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgarten gemein- sam beschlossen. Neben Tierschutz und Wissensvermittlung ist der Artenschutz sogar als übergeordnetes Ziel im Entwicklungskonzept verankert. Wir bedanken uns bei Zoodirektor Dr. Reinschmidt und seinem Stellvertreter Dr. Becker für ihr großartiges Engagement in dieser Sache. Sie haben mit der Gründung der Artenschutzstiftung bereits vorbildlich die ersten Schritte und Maßnahmen in die Wege geleitet. Insofern können wir auch daran an- knüpfen. Für den Tierschutz gibt es bereits ein bundesweites Vorzeigeprojekt im Karlsruher Zoo, nämlich die Altersresidenz für alte Elefantenkühe aus schlechter Haltung. Denken Sie nur an Lina, die ohne schnelle und unbürokratische Befreiung wahrscheinlich nicht überlebt hätte und jetzt ihren Altersruhestand hier im Zoo verbringen kann. Aber: Große und wirk- same Artenschutzprojekte können wir nicht auch noch durch den städtischen Haushalt finanzieren, sondern wir müssen diese hohen Summen zur Verbesserung der Tierhaltung und der Infrastruktur in den Zoologischen Stadtgarten in den nächsten Jahren investieren. Dazu gehören natürlich auch Verbesserungen der Tierhaltung im Zoo. Ich gebe zu, dass wir ein bisschen ein Problem hatten mit der Erhöhung der Gebühren. Wir hatten auch überlegt und vorgeschlagen, dass wir den Artenschutz-Euro in die Preiserhöhung hinein nehmen. Aber es war auch so, dass diese Einnahmen gewünscht wurden, auch von den anderen Fraktionen. Deshalb stimmen wir heute diesen Erhöhungen zu. Es fällt uns etwas leichter, weil die Kinder herausgenommen wurden, und weil wir sehen, dass wir im bundesweiten Vergleich auch mit den jetzigen Erhöhungen immer noch weit unten im unteren Drittel liegen und weil wir auch diese kostengünstigen Jahreskarten haben, so dass alle, die den Zoo als Erholungsfunktion nutzen, dann auch den Zoo regelmäßig besuchen können. – 4 – Mit dem freiwilligen Artenschutz-Euro geben wir unseren Karlsruher Bürgerinnen und Bür- gern, aber auch allen auswärtigen Besucherinnen und Besuchern die Chance, sich an Ar- tenschutzprojekten zum Schutz und zur Wiederherstellung der Lebensräume der Tiere zu beteiligen, und zwar mit einem sehr geringen Obolus, aber eine Beteiligung, die dann auch bei den Menschen dazu führt, dass sie ein Bewusstsein entwickeln für den Schutz dieser Lebensräume und dass sie auch für sich sagen können, ich habe mich beteiligt oder ich werde mich sogar weiter beteiligen. Diese Projekte schließen natürlich auch einheimische bedrohte Wildtierarten ein. Wenn man so will, kann man diesen Artenschutz-Euro als ein Bürger- und Bürgerinnenprojekt für Artenschutz in Karlsruhe bezeichnen. Ich kann mir vorstellen, dass sich vielleicht sogar mehr als 50 % der Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Dann hätten wir rd. 200.000 Euro im Jahr, in 10 Jahren 10 Mio. Euro. Damit kann man wirklich tolle Projekte machen. Ich hoffe, dass der Gemeinderat heute mitmacht. Es ist ein freiwilliger Artenschutz-Euro nach dem Basler Modell. Dort wurden gute Erfahrungen gemacht. Ich bedanke mich sehr herz- lich und hoffe auf Unterstützung. Stadtrat Döring (CDU): Karlsruhe ist unter den Top Ten der meistbesuchten Zoos in Deutschland. Wir haben wiederholt mehr als 1 Mio. Besucher. Warum ist das so? Es ist so, weil sich bei uns etwas tut. Nicht trotz unserer Haushaltsstabilisierung, sondern gerade deswegen. Der Gemeinderat hat erkannt, dass wir durch die Attraktivierung unseres Zoos konsequent unsere Einnahmen steigern können und dieses bessere Angebot nicht nur den Besuchern zugute kommt, sondern vor allem den Tieren. Wir bauen jetzt die Elefantenan- lage aus, die Luchsanlage. Wir setzen viel mehr auf artgerechte Haltung, was auch mit dem veränderten Verständnis von Zoos zu tun hat. Der Masterplan, den wir alle hier gemeinsam beschlossen haben, ist natürlich Ausschluss dessen. Vor dem Hintergrund, dass wir viel für Mensch als auch für Tier tun, ist diese moderate Preisgestaltung für die CDU-Fraktion durchaus tragbar. Wir sind natürlich, wie beim vorherigen Tagesordnungspunkt auch, sehr froh, dass vor allem die Kita-Kinder, also die von drei bis fünf, hier auch wieder in den Ge- nuss kommen, keine Eintritte zahlen zu müssen, aber vor allem eher auch vor dem Hinter- grund, dass die wenigsten Fünfjährigen ihre Eltern mit in den Zoo bringen, als andersher- um. Zum Artenschutz-Euro sieht das die CDU ähnlich wie die GRÜNE-Fraktion. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, entspricht auch genau dem, was wir im Masterplan beschlossen haben, das zukünftig umzusetzen. Meiner Fraktion ist es nur ganz besonders wichtig – das möchte ich jetzt deutlich hervorheben, auch für die Ausgestaltung der Vorlage, die dann noch kommen wird -, dass es für den Besucher klar erkennbar und sehr transparent ist, dass es eine freiwillige zusätzliche Leistung ist und er diese nicht bezahlen muss. Wir setzen darauf, dass sich die Besucher des Zoos bewusst für diesen freiwilligen Artenschutz-Euro entscheiden und dieser quasi nicht – ich sage es jetzt einmal ganz untechnisch – in den Eintrittspreis hineingemogelt wird. Das ist für uns ganz wichtig. Was natürlich in dem Fall für uns besonders wichtig ist, denn Sie wissen ganz genau, nach dem schwäbischen Grundsatz: Nicht geschimpft ist gelobt genug. Dass die Zoovorlage erst gestern Abend bei uns eingetrudelt ist, muss ich in dem Fall deutlich bemängeln. Denn das hat natürlich gestern bei den Beratungen etwas für Verwirrung gesorgt. Das hätte man deutlich früher machen müssen, zumal wir extra noch vor der Faschingswoche darüber – 5 – beraten haben. Da hätten wir uns ein bisschen mehr Eile gewünscht. Insofern geht aber die CDU sowohl die Erhöhung der verbindlichen Eintrittspreise mit, um weiterhin unseren Zoo zu gestalten, als auch den freiwilligen Artenschutz-Euro, um wirklich dem Artenschutz ge- recht zu werden, und freut sich, dass die GRÜNE-Fraktion wenigstens in einem Fall für ein Basler Modell ist. Stadträtin Fischer (SPD): Ich freue mich, dass wir heute in so großer Einmütigkeit sowohl die Beschlussvorlage als auch den Antrag der GRÜNEN hier im Hause abstimmen werden. Herr Bürgermeister Obert hat zu Recht gesagt, wir haben ganz bewusst im Ausschuss da- rauf gedrängt, dass Kinder unter sechs Jahren beitragsfrei bleiben. Diese bewährte Karlsru- her Tradition wollen wir auch gerne beibehalten. Wir sehen uns da in guter Gesellschaft mit den großen Zoos in unserer Nähe. Die Zoos Wilhelma, Zürich, Basel und Frankfurt ver- zichten ebenfalls auf diesen Beitrag. Herr Obert hat es gesagt, alle anderen, die Dauernut- zer sind, werden bevorzugt, weil sie nur moderat belastet werden. Insofern ist es eine Vor- lage, der sicher jeder hier mit Freude zustimmen kann. Zum Artenschutz-Euro freuen wir uns ebenfalls für die große Unterstützung. Ich möchte das aber zum Anlass nehmen, hier in ganz besonderer Weise das Engagement von Dr. Reinschmidt hervorzuheben. Denn ohne sein Engagement weltweit und in der Öffent- lichkeit hätten wir uns nie auf diesen Weg begeben können. Ihm gelingt es in vorbildlicher Weise, Natur- und Artenschutz mit dem Zooalltag zu verbinden. Nur die gelingende Zoo- tierhaltung in einem attraktiven Zoo ist in der Lage, glaubwürdig Artenschutzprojekte vo- ranzubringen. Insbesondere seine Zusammenarbeit mit Frank Elstner schafft uns hier zu- sätzliche Aufmerksamkeit und natürlich auch Popularität für den Artenschutz in der Nähe und der Ferne und damit auch den Blick auf unseren Zoo. Deshalb freuen wir uns, dass wir auch mit Frank Elstner einen Artenschutzbeauftragten haben, der diese Idee werbewirksam in die Öffentlichkeit trägt. Wir können es alle im nächsten Monat sehen, wenn wir in einer Sendung am 31.03. zu abendfüllender Zeit im SWR3 wieder die neuesten Projekte der Ar- tenschatzfinder erleben dürfen: Elstners Reisen, vom Braunbär in der Ukraine bis zu den Waldrappen am Bodensee. Ich freue mich heute schon. Stadtrat Haug (KULT): Wir haben einen attraktiven Zoo, der in Verbindung mit dem Stadtgarten ein Publikumsmagnet ist. Über 1 Mio. Besucherinnen und Besucher jedes Jahr erfreuen sich über dieses Angebot. Mit dem Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgar- ten wurden zahlreiche Maßnahmen zur Qualitätssteigerung des Zoos entwickelt und um- gesetzt, bzw. werden dies noch. Diese neuen Attraktionen erfordern eine Anpassung der Eintrittspreise und rechtfertigen diese auch. Wie wir alle wissen, gehört der Stadtgarten zu den zehn meistbesuchten Zoologischen Gärten in Deutschland. Von diesen sind wir auch nach der zu beschließenden Preiserhöhung mit Abstand der günstigste. Viele kleinere Zoos nehmen zudem noch höhere Eintrittspreise. Auf der anderen Seite ist der Stadtgarten ein beliebtes Naherholungsziel, insbesondere für die angrenzenden Stadtteile Südstadt und Südweststadt. Das muss so bleiben und darf nicht durch zu hohe Preise erschwert werden. Aber genau dies wird durch die Preisgestaltung sichergestellt. Für die Karlsruherinnen und Karlsruher haben wir die günstigen Jahreskarten, die sich bereits bei vier Besuchen amorti- sieren. Die Preise für die einzelnen Gruppenkarten für einmalige Besucher und Besucher sind marktangepasst am unteren Level. Nachdem nun auch die Einführung von Eintritts- preisen für die drei- bis fünfjährigen Kinder nach der Vorberatung im Ausschuss für öffent- liche Einrichtungen nicht weiter verfolgt wird und zudem auch bei den sechs- bis fünfzehn- jährigen Kindern keine Erhöhung vorgesehen ist, sieht meine Fraktion die vorgeschlagene – 6 – Erhöhung als angemessen an. Die KULT-Fraktion wird deshalb der Erhöhung der Eintritts- preise zustimmen. Zum Antrag der GRÜNEN: Für einen modernen Zoo wie Karlsruhe ist es geboten, sich auch für die Belange des Natur- und Artenschutzes einzusetzen. Dieser Anspruch wird von dem Natur- und Artenschutzzentrum des Zoos erfüllt. Hierzu sind finanzielle Mittel erforderlich. Deshalb unterstützt die KULT-Fraktion auch die Einführung eines zusätzlichen Artenschutz- Euros. Stadtrat Hock (FDP): Vielleicht hat die späte Versendung der neuen Vorlage auch etwas damit zu tun, wie auch heute hier im Haus: Erkältungswelle und Fastnachtswoche. Deshalb ist es jetzt vielleicht etwas spät gekommen. Wir haben auch gesagt, dass es eigentlich et- was früher hätte kommen müssen. Aber lassen wir das. Wahrscheinlich ist es diesem ge- schuldet. Zoologischer Stadtgarten: Wir bieten für diese Preise einen Zoo und – man muss es ganz ehrlich sagen – eine Blütenpracht, die ihresgleichen in dieser Republik sucht. Das muss man auch einmal klar sagen. Für die Preise, die wir dort bezahlen, bekommt die Karlsruher Be- völkerung wirklich etwas geboten. Das ist eindeutig und klar. Deshalb wird meine Fraktion heute der Erhöhung zustimmen. Es wurde schon erwähnt, dass wir in der Ausschuss- Sitzung alle der Meinung waren, dass die Kleinkinder frei sein müssen. Deshalb wird meine Fraktion jetzt dieser Vorlage gerne zustimmen, weil es herausgenommen wurde. Das war auch ein Anliegen meiner Fraktion. Wenn man sieht, wie die Gelder verteilt werden, muss man klar sagen, ist das, was wir jetzt mehr einnehmen, aber auch gut angelegt, 2/3 Zoo, 1/3 im Gartenbauamt. Und die wiederum, das habe ich gerade erwähnt, machen aus unserem Zoologischen Stadtgarten wirklich eine wunderbare Oase der Erholung. Deshalb, meine Kolleginnen und Kollegen, finden wir von der FDP-Fraktion, dass es auch gerechtfertigt ist, dass diese Preise im Mo- ment aufgerufen werden. Trotz allem, was wir bieten, sind wir noch weit von dem ent- fernt, was andere Zoos in dieser Republik der Bevölkerung aus der Tasche nehmen. Von daher sind wir auch dankbar, dass es angemessen ist, was wir jetzt aufrufen. Wir können das, wie gesagt, gerne mitgehen. Zum freiwilligen Artenschutz-Euro möchte ich sagen, dass wir es gut heißen, dass das jetzt gemacht wird. Wir sehen es wie die CDU-Fraktion, dass in der Vorlage, die uns dann ir- gendwann geliefert wird, klar und deutlich hervor geht, dass dieser Euro freiwillig an der Kasse entrichtet werden kann, d. h. man sollte am Kassenhäuschen nicht in Diskussionen eingehen. Es sollte klar ersichtlich sein, 1 Euro ist für den Artenschutz, man kann ihn be- zahlen oder man braucht ihn nicht bezahlen. Das ist meiner Fraktion wichtig. Das sollte auch noch einmal klar gesagt werden. Deshalb: Artenschutz-Euro ja, da sind wir gerne da- bei. Das haben wir auch schon im Ausschuss signalisiert. Im Gesamten sind wir, trotz allem, dass wir die Vorlage etwas spät bekommen haben, sehr zufrieden und gehen beides so mit. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Artenschutz ist Teil des AfD-Grundsatzprogramms. So gese- hen sind wir froh, dass dieser Antrag der GRÜNEN eingereicht wurde. Auch wir unterstüt- zen einen freiwilligen Artenschutz-Euro. Allerdings muss ganz klar sein, dass den Men- schen, die Eintritt zahlen, klar ist, dass dieser Euro freiwillig ist, d. h. es sollte in entspre- – 7 – chenden Anschlägen, mit einem Poster oder Schild, ganz klar darauf hingewiesen werden, dieser Artenschutz-Euro ist freiwillig, damit sich am Ende keiner über den Tisch gezogen fühlt. Denn die Leute werden diesen Euro gerne bezahlen, wenn sie wissen, er ist freiwillig, und es ist eine Spende und nicht ein zusätzlicher Eintritt. Wir haben den Antrag der GRÜNEN im Ausschuss begrüßt, weil er eigentlich so gedacht war, dass er die Erhöhung der Eintrittsgelder ersetzt. Das wäre uns am liebsten gewesen, wenn man diesen Kompromiss hier hätte finden können. Aber es hat sich im Ausschuss schon abgezeichnet, dass außer den GRÜNEN und der AfD keiner bereit war, das mitzutra- gen. Deswegen kann ich es gut verstehen, dass dieser Antrag jetzt nicht aufrechterhalten wurde. Wir hätten ihn begrüßt. Denn wir sind natürlich dafür, dass der Zoo und der Stadt- garten gut ausgestattet sind. Wir sind auch froh über das, was im Zoo geleistet wird. Vie- len Dank dafür. Aber wir versetzen uns auch in den normalen Mitbürger unserer Stadt. Der muss jetzt alle zwei Jahre mehr als 10 % mehr bezahlen. Er muss für den Zoo alle zwei Jahre mehr als 10 % bezahlen. Dann schauen wir uns einmal an, wie die Einkommenszuwächse waren bei den Menschen, die für ihre Arbeit bezahlt werden, die als Angestellte arbeiten müssen. Bei vielen war es gerade einmal die Inflationsrate. Die ist ziemlich niedrig, deutlich niedriger als 10 %, vielleicht irgendwo zwischen 1 % und 2 %. Mehr hat es für die meisten nicht gege- ben. Davon sollen sie jetzt auf einmal viel mehr Geld für den Zoo bezahlen. Das werden viele Leute gar nicht verstehen. Diese 10 % werden nicht nur bei den Einzelpreisen für Er- wachsene, sondern auch bei Rentnern und bei Jugendlichen über 15 Jahre – da ist es sogar noch mehr als 10 % - erhoben. Wir haben es auch bei der Jahreskarte für Familien. Da ha- ben wir auch eine Erhöhung um 10 %. Wir finden, das ist zu viel. Zu sagen, es ist in Ord- nung, nur weil die anderen Zoos das genauso machen, halten wir für falsch. Wir müssen uns in die Leute versetzen. Wir wollen, dass nach wie vor viele Leute in den Zoo kommen, auch Leute, die am Bahnhof aussteigen. Wir haben die hervorragende Lage vom Zoo direkt am Bahnhof, so dass es sich anbietet, wenn man einmal etwas warten muss oder wenn man eine Städtetour macht und ein bisschen Zeit hat, in den Zoo zu gehen. Aber dann sollten die Eintrittspreise nicht so hoch sein, dass die Leute abgeschreckt werden. Da halten wir 10 Euro schon für eine Schmerzgrenze und halten es nicht für gut, dass die überschrit- ten wird. Aus diesen Gründen, also aus sozialen Gründen und aus gewissermaßen marktwirtschaftli- chen Gründen, denn wir wollen, dass der Zoo weiterhin so gut besucht wird, wie es bisher der Fall ist, lehnen wir den Antrag ab. Stadtrat Fostiropoulos (Die Linke): Bei jedem Großprojekt mit Fehlkalkulation, und zwar deutlicher Fehlkalkulation, haben ich den Hinweis gegeben, dass wir am Ende weniger Geld haben werden, um soziale Projekte zu fördern, sie zu verbessern, zu erweitern. Was machen wir seit zwei Jahren? Konsolidieren. Obwohl die Mehrwertsteuer jetzt wieder sprudelt: Konsolidieren. Dieses Argument wird jetzt noch jahrelang benutzt werden. Bald wird das Argument kommen, weil wir das Defizit der U-Strab finanzieren müssen. Jedes Mal, wenn ich die Frage gestellt habe, haben alle großen Fraktionen und die Stadt immer versucht zu erklären, das seien getrennte Töpfe. Das eine habe mit dem anderen nichts zu tun. Das ist einfach Quatsch. Denn es ist ein Topf, und wir teilen ihn auf. Wenn dann eine Seite eine Schlagseite hat, dann versuchen wir gegenzulenken. Wenn wir Großprojekte machen, die sich so gestalten wie beispielsweise die U-Strab, dann müssen wir noch die – 8 – nächsten 10 Jahre konsolidieren und noch länger. Dann legen wir bei den anderen Projek- ten drauf, d. h. dieses Geld geht uns flöten, um neue Projekte und verbesserte Projekte und Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger zu organisieren. Auch jetzt wird die Linke diesen Erhöhungen nicht zustimmen. Ich möchte noch einen Satz zu dem Antrag der GRÜNEN sagen. Natürlich klingt es zu- nächst einmal gut. Wir wollen einen Euro für den Artenschutz. Was ich aber nicht gut fin- de, ist, dass mangels dessen, dass man es vielleicht hier durchsetzen kann im Haus, nicht gesagt wird, dass es eine gesellschaftliche Frage ist. Wir entscheiden das politisch und wol- len ihn mitfinanzieren als Kommune, als Stadt. Nein, wir machen etwas Freiwilliges. Das klingt erst einmal gut. Denn die, die es haben, sollen etwas hinlegen. Aber was ist es für ein System? Die einen können es sich leisten, fühlen sich gut, zahlen den Euro, und die anderen müssen vielleicht peinlich irgendeine Ausrede suchen und sagen, ich kann oder will diesen Euro nicht bezahlen. Das ist prinzipiell kein System, das ich gut heiße. Dann soll- te man den Mut haben, dass wir diesen Euro von der gemeinsamen Kasse hinein legen, weil wir es richtig finden, dieses Projekt zu unterstützen. Deshalb kann ich solche Wege dieser Freiwilligkeit für die Besserverdienenden einfach nicht mitgehen, damit die sich gut fühlen. Und die anderen werden im Prinzip ein Stück weit gedemütigt. Stadtrat Kalmbach (GfK): Es stimmt, die Töpfe haben miteinander zu tun. Das habe ich mittlerweile auch gelernt. Jede Ausgabe an einer Stelle hat mit einer anderen etwas zu tun. Das ist richtig. Aber selbst den Zoologischen Stadtgarten für sich selber betrachtet, haben wir in den letzten Jahren eine Qualitätssteigerung gehabt, dass es völlig gerechtfertigt ist. Wir waren soweit zurück mit unseren Ausgaben, dass wir sagen mussten, wir haben einen Nachholbedarf gehabt. Den haben wir nicht mehr. Deswegen meine Aussage: Wir müssen wirklich zukünftige Steigerungen an der Inflationsrate festmachen und nicht an irgendwel- chen anderen Dingen. So lange wir im unteren Drittel sind – das war die Voraussetzung, das ist unser politischer Wille -, sind wir auf einem guten Weg. An der Stelle holen wir es den Leuten nicht aus der Tasche. Jetzt zum Artenschutz-Euro: Da schließe ich mich vielen anderen an. Wir sind absolut für das Projekt. Aber wenn wir sagen, wir schlagen es von vornherein drauf, müssen die Men- schen sagen, das will ich nicht. Das ist eine psychologische Hürde. Wer traut sich schon, nein zu sagen. Man weiß, das ist ganz schwierig. Es ist viel leichter zu sagen, wer möchte bezahlen, der soll Ja sagen zu dem Euro. Anders herum würden wir nicht zustimmen. Denn das ist ein indirekter Weg, psychologisch, unbewusst das Geld von den Leuten zu holen. Es stand sogar in der Vorlage drin. Manche wissen gar nicht, dass dieser zusätzliche Euro für den Artenschutz ist. Die zahlen es einfach, weil sie an der Kasse sind. Das darf nicht sein. An der Stelle, wie gesagt, ein klares Ja zum Artenschutz-Euro. Aber dann ein wirklich frei- williger Artenschutz-Euro. Dann ist es okay für uns. Der Vorsitzende: Ich wollte noch einmal für die Öffentlichkeit klar stellen, die Vorlage ist schon lange bekannt. Sie haben sie im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen schon aus- führlich diskutiert und gewürdigt. Was jetzt in der Tat gestern erst im Laufe des Tages kam, war dann die veränderte Vorlage, die die Zusagen, die wir im Ausschuss gemacht haben, aufgenommen hat. Insofern ist das jetzt keine Überraschung und auch kein so gravierender Tatbestand. Ich nehme die Kritik trotzdem gerne an. Nur war es hier anders, als an andern Punkten, wo Sie berechtigterweise sagen, schon die Grundvorlage hätte früher kommen müssen. Aber in dem Fall war das jetzt keine so große Problematik. – 9 – Herr Stadtrat Dr. Schmidt, Sie haben gesagt, alle zwei Jahre mehr als 10 % mehr. Ich möchte noch einmal zur Klarstellung feststellen, das wird heute nicht beschlossen. Wir be- schließen heute eine einmalige Steigerung der Eintrittspreise. Wir haben uns einen Zweijah- resrhythmus vorgenommen. Ob Sie in zwei Jahren wieder einer Erhöhung in welcher Höhe auch immer zustimmen, ist dann eine neue Entscheidung. Es sollte nicht der Eindruck ent- stehen, dass wir hier einen Automatismus hätten. Ich möchte gern noch einmal das wiederholen, was Herr Bürgermeister Obert am Anfang gesagt hat. Die Stadt finanziert den Zoo mit einem jährlichen Zuschuss von mehreren Milli- onen Euro. Wir haben auch steigende Personalkosten, nicht nur, weil die entsprechenden Tarifverträge so waren, sondern wir haben zum Teil auch noch Personal aufgestockt. Wir haben die Qualität des Zoos insgesamt verbessert und vieles andere mehr. Es geht jetzt von daher, sehr geehrter Herr Stadtrat Fostiropoulos, nicht darum, beim Zoo mehr Geld einzu- nehmen, um die U-Strab zu bezahlen, sondern einfach diese gestiegenen Kosten im Zoo so aufzufangen, dass wir annähernd wieder ein ähnliches Verhältnis bekommen an Zuschuss- finanzierung zu Finanzierung über die Eintrittspreise. Wir sollten uns, das sind wir den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern auch schuldig, durchaus auch an dem orientieren, was in anderen Städten problemlos möglich ist, und nicht jetzt hinten anstehen. Mein Verständnis von diesem Artenschutz-Euro ist, da orientieren wir uns gerne am Basler Modell, dass es einen Gesamteintrittspreis gibt inklusive des Artenschutz-Euros und dass man das auf den Eintrittskarten und dem Aushang kenntlich macht. Aber – es ist schon gesagt worden – wir müssen dazu noch einmal mit einer eigenen Satzungsänderung hier in den Gemeinderat. Ich weiß auch nicht, ob der 1. Juli sinnvoll ist oder nicht vielleicht eher der 1. September. Denn man muss auch kommunizieren, was man da macht. Es wird von den Bevölkerungsteilen, die vielleicht nur oberflächlich lesen, dann als zweite Eintrittserhö- hung wahrgenommen. Da muss man erklären, was dahinter steckt. Insofern ist es vielleicht auch sinnvoller, es lieber gründlich vorzubereiten und gut zu kommunizieren, als es gleich ein paar Monate später hinterherzuschieben. Aber ich sehe schon, dass in der Art der Dar- stellung sich vielleicht hier im Gemeinderat ein Diskussionsbedarf ergibt. Insofern können wir das dann gerne zu gegebener Zeit noch ausdiskutieren. Das dazu. Damit kommen wir in die Abstimmungsreihenfolge. Ich rufe zunächst nur die Beschlussvorlage der Verwaltung auf, die jetzt schon vielfach als richtige Darstellung des- sen, was Sie im Ausschuss angeregt haben, verstanden wurde. – Das ist eine große Mehr- heit für diese Verwaltungsvorlage. Jetzt stelle ich zur Abstimmung den Antrag der GRÜNEN-Fraktion. Der Antrag der GRÜ- NEN-Fraktion und unsere Stellungnahme unterscheiden sich noch in einem Punkt. Die GRÜNEN schlagen vor, dass man auf die Einzelkarten unter Ausnahme bestimmter Karten einen Euro draufnimmt. Wir haben Ihnen vorgeschlagen, dass wir auch die Jahreskarten unter bestimmten Ausnahmen um 4 Euro erhöhen. Jetzt würde ich gerne noch einmal die Antragsteller bitten, wie Sie das genau verstehen und ob Sie unseren Vorschlag aufnehmen oder nicht. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Es ist ein Missverständnis. So, wie die Vorlage jetzt aus- sieht, die Sie der Stellungnahme beigefügt haben, sind wir voll und ganz damit einverstan- den. Das hatte ich auch in meiner Rede gesagt. Das ist vielleicht nicht so rübergekommen. – 10 – Stadtrat Kalmbach (GfK): Ich bin etwas irritiert. Sie sagen, Sie bringen eine eigene Vorla- ge. Aber wir sollen jetzt schon abstimmen. Also, was jetzt? Der Vorsitzende: Sie würden heute abstimmen, dass Sie uns beauftragen, noch einmal eine neue Preistabelle zu machen, wo wir dann diesen Artenschutz-Euro einführen. Wir müssen nur wissen, ob diese Preistabelle so sein kann, wie sie an unsere Stellungnahme angehängt ist, weil wir bei den Jahreskarten eine Diskussion hatten. Die Antragsteller ha- ben jetzt erklärt, dass die bei unserer Stellungnahme angehängte Preistabelle die Grundla- ge einer neuen Satzung sein soll. Es hat einen Satzungscharakter, wenn wir Eintrittspreise einführen. Es wird erneut eine Abstimmung bei Ihnen geben über die Satzung, in der die- ser Artenschutz-Euro dann verankert ist. Wir werden uns aber beim Satzungsentwurf an das anlehnen, was wir jetzt an unsere Stellungnahme angeheftet haben. Stadtrat Dr. Heilgeist (CDU): Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, bei dieser Vorlage 2018/0031 ist die Jahreskarte H falsch dargestellt. Sie ist hier mit 105 Euro anzugeben. Stimmen wir doch über die ab. Bürgermeister Obert: Es gilt die so eben beschlossene Vorlage. Das habe ich doch vorhin gesagt. Es ist ein Beispiel, da stimmen die 110 Euro nicht. Es muss 105 Euro heißen. Aber es gilt selbstverständlich die Preistabelle für den normalen Eintritt, die Sie eben beschlossen haben. Da stehen 105 Euro. Das steht hier jetzt falsch drauf. Wir werden Ihnen einen eige- nen Vorschlag, wie man mit dem Artenschutz-Euro umgeht, vorlegen. Der wird auch im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorzuberaten sein, weil Sie vielleicht zu anderen Ergebnissen kommen. Der Vorsitzende: Es geht jetzt lediglich um die Beauftragung, den Wunsch der GRÜNEN umzusetzen in einem neuen Satzungsentwurf, den Sie noch einmal im Ausschuss für öf- fentliche Einrichtungen und im Gemeinderat beschließen werden. Stadtrat Hermanns (SPD): Mir ist es immer noch nicht ganz klar. Am Ende müssen wir doch noch ein paar Grundlagen klären, bevor wir darüber abstimmen können. Können wir es nicht verweisen und dann vorbereiten? Denn momentan ist auch nicht klar, wie sieht die Kommunikation dazu aus? Wie ist der Automatismus verbunden? Das sind alles noch Fra- gen, die heute nicht geklärt sind. Der Vorsitzende: Ich wiederhole mich noch einmal: Sie beschließen, uns jetzt zu beauf- tragen, im Sinne der GRÜNEN eine neue Eintrittssatzung zu machen. Die werden wir dann erarbeiten. Die werden Sie vorgelegt bekommen. Aber dann haben Sie einen Entwurf, wie wir Ihnen empfehlen, diese ganzen Dinge zu regeln. Auf dieser Grundlagen können Sie dann sagen, das finden Sie richtig oder das finden Sie falsch. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Nur, damit es ganz klar ist. Wir beschließen jetzt nicht diese Tabelle, sondern wir beschließen nur grundsätzlich, dass Sie diesen Prozess jetzt anstoßen. Der Vorsitzende: Genau. Aber ich wollte von den GRÜNEN noch einmal wissen, ob das, was in der Tabelle steht, dem Wunsch der Antragsteller entspricht, damit wir eine Grund- lage haben. Aber Sie beschließen über das ganze Werk dann noch einmal. Das heißt, zum 1. März werden die Preise erhöht entsprechend dem, was Sie beschlossen haben. So, wie – 11 – ich unsere Diskussionsfreudigkeit und Notwendigkeit kenne, werden wir frühestens zum 1. September dann das andere miteinander beschließen. Jetzt stelle ich das so zur Abstimmung. – Das ist eine große Mehrheit dafür, dass wir jetzt in die Ausarbeitung gehen. Vielen Dank. Wir werden das Ihnen zu gegebener Zeit dann zur abschließenden Beratung und auch Verabschiedung vorlegen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 27. Februar 2018

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