Nahversorgung in den Stadtteilen 2006 bis 2016

Vorlage: 2017/0802
Art: Beschlussvorlage
Datum: 19.12.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 23.01.2018

    TOP: 8

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • HEFT 53_Nahversorgung in den Stadtteilen 2006 bis 2016
    Extrahierter Text

    NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Beiträge zur Stadtentwicklung Nr. 53 2 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 IMPRESSUM Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiterin: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bereich: Stadt- und Regionalentwicklung Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen Ilona Forro Otto Mansdörfer Johannes Zech In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Michael Kaiser Andrea Scholz Gerd Handl Layout: Stefanie Groß Kartengrundlage: © Stadt Karlsruhe | Liegenschaftsamt Telefon: 0721 133-1270 Fax: 0721 133-1279 E-Mail: bme@afsta.karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/bme Bildnachweise: Titelfoto: © panthermedia.net/olesiabilkei Stand: Oktober 2017 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier. © Stadt Karlsruhe Alle Rechte vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers ist es nicht gestattet, diese Veröffentlichung oder Teile daraus zu vervielfältigen oder in elektronischen Systemen anzubieten. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 3 INHALT Seite 1. EINLEITUNG 4 1.1. Zusammenfassung 4 1.2. Hintergrund 6 1.3 Methodik 8 2. ALLGEMEINE TENDENZEN DER NAHVERSORGUNG IN DEUTSCHLAND 9 3. NAHVERSORGUNGSSTRATEGIE KARLSRUHE 13 3.1. Grundlagen 13 3.2. Die Karlsruher Märkterichtlinien 15 3.3 Umsetzung der Nahversorgungsstrategie 17 3.1.1 Monitoring der Versorgungssituation in den Stadtteilen 17 3.3.2 Zieleerreichung der Nahversorgungsstrategie 17 4. EINKAUFSVERHALTEN DER KARLSRUHERINNEN UND KARLSRUHER 18 4.1 Beurteilung der Angebotssituation 18 4.1.1 Versorgung des Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften 18 4.1.2 Wahrgenommene Veränderung der örtlichen Einzelhandeslsausstattung 27 4.1.3 Versorgung des Stadtteils mit Dienstleistungen 31 4.1.4 Wahrgenommene Veränderung der Dienstleistungsausstattung 34 4.2 Einkauf von Lebensmitteln 35 4.2.1 Bevorzugte Geschäfte 35 4.2.2 Lage der bevorzugten Geschäfte 51 4.2.3 Hauptsächlich genutztes Verkehrsmittel 54 4.2.4 Lieferung und Onlineeinkauf von Lebensmitteln 61 4.2.4.1 Hauszustellungen von Lebensmitteln 61 4.2.4.1 Onlineeinkauf von Lebensmitteln 61 5. NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 68 5.1 Das Nahversorgungsangebot in Karlsruhe im Überblick 68 5.2 A-Zentrum Innenstadt 72 5.3 B-Zentren Durlach und Mühlburg 76 5.4 C-Zentren 80 5.4 D-Zentren 90 5.6 Übrige Stadtteile 104 6. HANDLUNGSBEDARF UND AUSBLICK: BEURTEILUNG DER KARLSRUHER STRATEGIE AUS SICHT DER FIRMA CIMA 126 6.1 Auftrag 126 6.2 Nahversorgungssituation Karlsruhe 126 6.2.1 Städtevergleich 126 6.2.2 Nahversorgungssituation in den Karlsruher Stadtteilen 128 6.3 Überprüfung des Zentrensystems der Stadt Karlsruhe 129 6.4 Einfl uss des Onlinehandels auf die Nahversorgung in Karlsruhe 129 7. TABELLENANHANG 131 KARLSRUHER BEITRÄGE ZUR STADTENTWICKLUNG 181 4 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 1.1 ZUSAMMENFASSUNG An der Bürgerumfrage „Einkaufen und Nahversorgung“ 2016 nahmen insgesamt 4.625 Karlsruher Bürgerinnen und Bürger teil. Zuletzt war die Nahversorgungssituation im Jahr 2006 Gegenstand einer Bürgerumfrage gewesen. BREITE ZUFRIEDENHEIT MIT DER NAHVERSORGUNG Die meisten Befragten (65,1 %) sind 2016 mit dem Angebot der Nahversorgung weitgehend zufrieden und bewerten die Versorgung im Stadtteil mit Einzelhandelsgeschäften als „gut“ oder „sehr gut“. Nur 11,2 % bewerten sie mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Die Einschätzung der Nahversorgungsausstattung in den Stadtteilen ist 2016 weitaus besser als noch 2006. Dies gilt fl ächendeckend im Stadtgebiet mit Ausnahme der Höhenstadtteile. Dort wird allerdings bereits an der Verbesserung der Situation gearbeitet. Innerhalb der Stadtteile gibt es 2016 stellenweise jedoch deutliche Bewertungsgefälle zwischen den einzelnen Stadtvierteln. Besonders in Durlach, wo 74,5 % das Angebot mit „gut“ oder „sehr gut“ bewerten, fällt das Stadtviertel Bergwald (12,6 % „gut“ oder „sehr gut“) aus dem Rahmen. Unter anderem fällt auch der Anteil der Bewertungen mit „gut“ oder „sehr gut“ im Beiertheimer Feld (51 %) geringer aus als im östlichen (75,3 %) und im mittleren (76,8 %) Teil der Südweststadt. UNTERSCHIEDLICHE BEWERTUNGEN IN DEN EINZELNEN STADTTEILEN In der Karlsruher Innenstadt erreichen die Anteile der Befragten, die das Angebot in der Nahversorgung mit „sehr gut“ oder „gut“ bewerten, mehr als 80 %. Die Befragten in Mühlburg (81 %) und Grünwinkel (81,1 %) bewerten ihre Nahver- sorgungsausstattung 2016 ähnlich gut wie in der Innenstadt. Positive Bewertungen von mehr als 70 % liegen in der Südstadt, Weststadt, Südweststadt und der Oststadt vor, darüber hinaus in Durlach, der Waldstadt und Neureut. In der Weststadt, Grünwinkel, Durlach, der Waldstadt, Neureut, der Nordweststadt und der Nordstadt sind sprunghafte Einschätzungsverbesserungen, meist in Folge der Neuansiedelung von Märkten, festzustellen. Mit besonders hohen Anteilen an Befragten, die die Nahversorgungssituation mit „schlecht“ und „sehr schlecht“ bewerteten, fallen vor allem Hohenwettersbach (71,7 %) und Stupferich (69,6 %) auf. Nach Weiherfeld-Dammerstock (35,3 %) folgen die übrigen Höhenstadtteile mit Werten um 30 %. In den meisten Stadtteilen haben diese Anteile im Vergleich zu 2006 zwar abgenommen, in Stupferich und Palmbach haben ungünstige Bewertungen aber zugenommen. 1. EINLEITUNG EINE WOHNSTANDORTNAHE VERSORGUNG TRÄGT ZUR BESSEREN BEWERTUNG BEI Die höchste Zufriedenheit haben Befragte, die ihren täglichen Bedarf an Lebensmitteln im Stadtteil oder Nachbarstadtteil decken. Von ihnen bewerten 71 % die Situation mit „sehr gut“ oder „gut“ und nur 7,4 % mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Ähnlich positiv fällt das Urteil der Karlsruherinnen und Karlsruher aus, die sich in der Innenstadt oder im Zentrum von Mühlburg versorgen. Befragte, die vorwiegend im Zentrum von Durlach einkaufen, bewerten ihre örtliche Situation dagegen deutlich schlechter. Schlechtere Einschätzungen kommen auch aus Stadtteilen, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner in einem anderen Stadtteil innerhalb Karlsruhes (nicht Durlach oder Mühlburg) oder außerhalb der Stadt einkaufen. HOHE ZUFRIEDENHEIT MIT DEM ANGEBOT AN DIENSTLEISTUNGEN Die Ausstattung im Stadtteil mit Dienstleistungen bewerten 69,1 % der Karlsruherinnen und Karlsruher als „gut“ oder „sehr gut“. „Befriedigende“ Verhältnisse sehen 24,6 % der befragten Bürgerinnen und Bürger. Nur wenige Befragte beurteilen die örtlichen Verhältnisse als „schlecht“ (5 %) oder „sehr schlecht“ (1,3 %). Die besten Bewertungen für die Ausstattung mit Dienstleistungen kommen ebenfalls aus der Innenstadt und den hoch verdichteten Stadtteilen. Die aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger schlecht mit Dienstleistungen ausgestatteten Stadtteile sind teilweise andere als die mit Einzelhandel unzureichend versorgten. Mit Palmbach, Hohenwettersbach und Wolfartsweier werden zwar einige Höhenstadtteile erneut genannt, für die Dienstleistungen kommen von dort jedoch deutlich bessere Bewertungen als für den Einzelhandel. SUPERMARKT (MIT VOLLEM SORTIMENT) UND DISCOUNTER SIND DIE WICHTIGSTEN LADENTYPEN Die Supermärkte bilden zusammen mit den Discountern das Rückgrat bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Für die meisten Karlsruherinnen und Karlsruher ist der Supermarkt der am häufi gsten besuchte Ladentyp für Lebensmitteleinkäufe: 71,7 % geben an, mindestens einmal pro Woche in einem Supermarkt einzukaufen. Im Discounter kaufen 62,1 % der Befragten mindestens einmal pro Woche ein. Kleine Lebensmittelläden spielen 2016 für die Nahversorgung nur noch eine untergeordnete Rolle: Lediglich 23,6 % der Befragten nutzen sie mindestens einmal pro Woche. Dieser Anteil lag 2006 noch bei 40,5 %. Ebenfalls für die AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 5 www.karlsruhe.de wöchentlichen Einkäufe weniger relevant als noch 2006 sind Wochenmärkte (23,9 %), die großen Verbrauchermärkte (19,3 %) und die erstmals abgefragten Bio-Supermärkte (15,0 %). Hofl äden werden eher unregelmäßig aufgesucht und kaum für den wöchentlichen Einkauf genutzt. Rund die Hälfte (52,6 %) der Karlsruherinnen und Karlsruher beziehen nie Lebensmittel direkt vom Erzeuger. DER GROSSTEIL DER KARLSRUHERINNEN UND KARLSRUHER IST MIT DEM LEBENSMITTELANGEBOT GRUNDSÄTZLICH ZUFRIEDEN Über zwei Drittel (68,9 %) der Befragten fehlt es an nichts, 31,1 % geben an, dass ihnen in ihrem Stadtteil oder ihrer Wohnumgebung Lebensmittelangebote fehlen. Am häufi gsten werden von den Befragten, die bestimmte Läden vermissen, ein Metzger (21,5 %) und ein Bio-Laden (20,3 %) genannt. Wenn bestimmte Lebensmittelangebote vermisst werden, nennen die meisten Befragten (21,3 %) Bio-Produkte. Hier verdeutlicht sich die starke Nachfrage nach Frische und Qualität sowie nach Bio-Produkten. Allerdings ist diese spezifi sche Nachfrage einkommensabhängig. GESCHÄFTE IN WOHNUNGSNÄHE GEWINNEN WIEDER AN BEDEUTUNG Der Anteil der Karlsruherinnen und Karlsruher, die im Stadtteil einkaufen, in dem sie wohnen oder in einem Nachbarstadtteil, stieg von 73,4 % im Jahr 2006 auf 79,3 % und erreicht fast wieder das Niveau von 2001 (81,6 %). Diese Entwicklung spiegelt eine allgemeine Verbesserung der Nahversorgungs- situation wieder und ist konsistent mit dem beobachteten Anstieg der Zufriedenheit. In der generellen Stabilisierung zeigt sich auch der Erfolg des Karlsruher Nahversorgungskonzepts und der Anstrengungen der Stadt, die Nahversorgung wohnstandortnah zu organisieren. Die kurzen Wege schlagen sich auch in der Zeit von nur knapp zehn Minuten nieder, die für den Weg zum bevorzugten Geschäft durchschnittlich aufgewendet wird. Im Zentrum und den verdichteten Stadtteilen sind die Zeiten kürzer (Grünwinkel 7,1 Minuten und Südstadt 7,8 Minuten) und in den Höhenstadtteilen länger (Stupferich 19,6 Minuten). ÜBER DIE HÄLFTE DER KARLSRUHERINNEN UND KARLSRUHER ERLEDIGEN IHRE EINKÄUFE ZU FUSS ODER MIT DEM FAHRRAD Eine vielerorts mögliche fußläufi ge Nahversorgung zeigt sich bei der Wahl des Verkehrsmittels zwischen Wohnung und den Geschäften für den täglichen Bedarf. Das Auto ist mit 40,7 % zwar das wichtigste Verkehrsmittel für die regelmäßigen Einkäufe, ein Anteil von 27,3 % der Befragten erledigt seine Einkäufe aber meistens mit dem Fahrrad und 26 % zu Fuß. Der ÖPNV spielt nur eine untergeordnete Rolle: 4,9 % nutzen Bus und Bahn, um zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft zu kommen. Kurze Wege und Nähe bei der Nahversorgung sind in Karlsruhe inzwischen nicht mehr nur ein oft geäußerter Wunsch, sondern gelebte Realität. Eine Ausnahme stellen die Höhenstadtteile dar. BEREITS 12,8 % DER BEFRAGTEN NUTZEN CARSHARING-ANGEBOTE Gerade in einer Universitätsstadt wie Karlsruhe stellen PKW-Verfügbarkeit und Carsharing eine Zusatzinformation bei der Betrachtung der Nahversorgung dar, da junge Akademikerinnen und Akademiker sowie Studierende seltener eigene PKWs besitzen und affi ner für neue, alternative Mobilitätsangebote sind. Karlsruhe gilt als deutsche Hauptstadt des Carsharings. Auf 1.000 Einwohner kamen 2015 2,15 Carsharing-Fahrzeuge und damit mehr als in jeder anderen Stadt in Deutschland. Eine breite Massentauglichkeit scheint dieses Konzept für die Karlsruherinnen und Karlsruher aber nur bedingt zu haben. Insgesamt nutzen 12,8 % der Befragten Carsharing-Angebote. Der überwiegende Anteil der Befragten (87,2 %) nutzt diese Angebote nicht. Auch 71,5 % der Haushalte ohne eigenes Auto nutzen keine Carsharing- Angebote. Die PKW-Verfügbarkeit ist rückläufi g. Der Anteil an Haushalten, die über mindestens einen eigenen PKW verfügen, sinkt in Karlsruhe seit Mitte der 1990er Jahre: 1996 waren es 86,0 %, 2001 dann 79,5 % und schließlich 2016 76,1 %. DIE HAUSZUSTELLUNG VON LEBENSMITTELN SPIELT NUR EINE UNTERGEORDNETE ROLLE BEI DER NAHVERSORGUNG Der Onlinehandel und die Lieferung von Lebensmitteln stehen seit einiger Zeit unter verstärkter Beobachtung, weil hier Veränderungen und Trends erwartet werden. Insgesamt nutzen 2016 weniger Karlsruherinnen und Karlsruher (9,2 %) den Service von Lebensmittellieferungen als 2006 (12,9 %). Das Spektrum von gelieferten Waren ist 2016 allerdings breiter als noch vor zehn Jahren. Am beliebtesten sind Hauszustellungen unter alleinlebenden Seniorinnen und Senioren (18,8 %) und generell unter Befragten im Alter von 80 Jahren und älter (18,5 %). Die Lieferung von Getränken wird am häufi gsten (von 48,1 % der Befragten, die sich Lebensmittel liefern lassen) in Anspruch genommen. Tiefkühlkost kommt auf einen Anteil von 40,2 %, allgemeine Lebensmittel auf 27,7 %, Bauernhofprodukte auf 25,2 % und fertig zubereitete Gerichte auf 20,2 %. Lediglich 18,6 % der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger, die sich Lebensmittel liefern lassen, nutzen auch den Lieferdienst eines Supermarktes. 6 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Bei den online eingekauften Waren handelt es sich zum Teil nicht um klassische Lebensmittel des täglichen Bedarfs, sondern um regionale Spezialitäten oder haltbare Genussmittel wie Wein und Spirituosen. Ein überdurchschnittlicher Anteil ausländischer Bürgerinnen und Bürger bestellt diese eher speziellen, über den täglichen Bedarf hinausgehenden Lebensmittel, womöglich aus ihrem Ursprungsland, über das Internet. VERSORGUNGSGRAD IN DEN STADTTEILEN: LEBENSMITTELVERKAUFSFLÄCHE PRO KOPF WÄCHST STARK AN Im Nahversorgungs-Monitoringsystem LeNa wurden für 2016 rund 110.130 m 2 Lebensmittelverkaufsfl äche in Karlsruhe ermittelt. Einbezogen sind dabei Lebensmittelmärkte und -geschäfte aller Art, Bäckereien, Metzgereien, Obst- und Gemüsegeschäfte sowie Tankshops. Die Gesamtverkaufsfl äche hat sich seit 2006 von damals 97.476 m 2 deutlich erhöht. Der Zuwachs entspricht rechnerisch etwa neun Märkten mit Vollsortiment. Die Zahl der Betriebe reduzierte sich im gleichen Zeitraum von 564 auf 507. Damit wird der bisherige Trend zu größeren Märkten ebenso abgebildet, wie das Aufgeben kleinerer Geschäfte. Durch diesen Strukturwandel ist die Nahversorgungsfunktion einiger Stadtteilzentren gefährdet. Dazu hat auch die Schlecker-Pleite 2012 erheblich beigetragen. Im Zeitraum von 2006 bis 2016 ist auch die Zahl der in Karlsruhe Wohnberechtigten von 300.134 (2006) auf 307.790 (2016) angestiegen – jeweils ohne Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Durch das stärkere Wachstum der Verkaufsfl ächen hat die Lebensmittelverkaufsfl äche pro Kopf von 0,3257 m² (2006) auf 0,3578 m² (2016) zugenommen. Als Vergleichsmaßstab zwischen den Stadtteilen dient der Versorgungsgrad, eine Kennziffer, die die im Stadtteil vorhandene Lebensmittelverkaufsfl äche ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl (Wohnberechtigte) setzt. Je nachdem, ob die Lebensmittelverkaufsfl äche pro Kopf im Stadtteil unter oder über dem gesamtstädtischen Wert von 0,3578 m 2 liegt, ergeben sich Versorgungsgrade von unter oder auch über 100 %. Grünwinkel (343,1 %), Rintheim (213,3 %) und Beiertheim-Bulach (210,8 %) weisen zusammen mit der Innenstadt-West (254,9 %) die höchsten Versorgungsgrade auf. Danach folgen mit Südstadt, Oststadt, Neureut und Durlach Stadtteile, deren Versorgungsgrad etwas über oder leicht unter dem städtischen Durchschnitt liegt. In zahlreichen Stadtteilen erreicht die Ausstattung mit Lebensmittel- geschäften Werte zwischen 45 und 90 % des Durchschnitts. Den Schluss bilden Weiherfeld-Dammerstock (20,3 %), Stupferich (17,3 %), Grünwettersbach (15,5 %) und Hohenwettersbach (9 %). Diese Werte können jedoch nur ein grober Vergleichsmaßstab sein. Die Situation in jedem Stadtteil muss individuell betrachtet werden. Deutlich verbessert hat sich der Versorgungsgrad in Grünwinkel, Rintheim, Beiertheim-Bulach, Knielingen, Oberreut und der Nordweststadt. Der Grund sind Neuansiedelungen von Märkten in diesen Stadtteilen. In vielen anderen Stadtteilen ist der Versorgungsgrad leicht oder auch stärker rückläufi g. Dies ist in der Regel auf die Aufgabe kleiner Geschäfte oder auch kleinfl ächiger Märkte zurückzuführen. 1.2 HINTERGRUND Einkaufsgewohnheiten wandeln sich im Laufe der Zeit unter immer neuen Einfl üssen. Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs ist eine wichtige Anforderung an das Wohnumfeld und prägt die Lebensqualität sowie die soziale Verbundenheit im Stadtteil entscheidend mit. Für die Ausgestaltung des Angebots selbst sorgen privatwirtschaftliche Akteure, die dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb unterliegen. Die Kommunen selbst können in diesen Wettbewerb nicht direkt eingreifen, haben aber planerische Handlungsspielräume, was die Rahmenbedingungen angeht, um Fehlentwicklungen und Defi zite bei der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen und mittelfristigen Bedarfs zu vermeiden. Dennoch entwickeln sich die Einkaufslandschaften nicht immer entsprechend den Wünschen der Kunden und Bewohner. Zentrale, hoch frequentierte oder leicht mit dem Auto erreichbare Standorte entwickeln sich, wohingegen die nachfrageschwächeren Stadtteilzentren das Nachsehen haben. Die Umstrukturierungsprozesse im Zuge eines immer stärkeren Wettbewerbs im Lebensmitteleinzelhandel, einer sich wandelnden Arbeitswelt mit steigender Erwerbsquote von Frauen oder veränderte Konsumgewohnheiten machen es zunehmend schwieriger, das kleinteilige Angebot fl ächendeckend sicher zu stellen. Die Befragung erfasste, wie und wo sich die Karlsruherinnen und Karlsruher aktuell mit den Waren und Dienstleistungen versorgen, die sie im Alltag benötigen. Viele der Fragen wurden über die 2001 und 2006 durchgeführten Befragungen beibehalten und ermöglichen so zu bestimmten Themen und Fragen einen zeitlichen Vergleich. Eine jährlich aktualisierte Datenbank, die die Veränderungen des nahversorgungsbezogenen Einzelhandels- und Dienstleistungsangebotes in den Stadtteilen abbildet, ergänzt die Umfrage. Mit Hilfe dieses vom Amt für Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung aufgebauten Monitoringsystems LeNa ergibt sich, zusammen mit den Befragungsergebnissen und dem ständigen Austausch mit Betreibern, Investoren, Bürgervereinen und lokalen Akteuren, ein differenziertes Bild zur aktuellen Situation. Dabei werden Präferenzen und Bedürfnisse sowie mögliche Trends und Folgen sichtbar, wodurch Handlungsempfehlungen insgesamt auf einer soliden Basis herausgearbeitet werden können. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 7 www.karlsruhe.de Die Untersuchung Nahversorgung in den Stadtteilen soll die neuerliche Entwicklung von Angebot und Kundenpräferenzen darstellen, im Zeitvergleich eine Erfolgskontrolle bisheriger Planung und Maßnahmen ermöglichen und eine umfassende Grundlage für weitere Handlungsempfehlungen bieten. DIE KARLSRUHER NAHVERSORGUNGSSTRATEGIE Die Stadt Karlsruhe wendet zur Strukturierung des Einzelhandels intern seit 1987 sogenannte Märkterichtlinien an. Ziel dieser Richtlinien ist, die Innenstadt sowie die B-Zentren zu stärken und die bestehenden Stadtteilzentren in ihrer Versorgungsfunktion zu erhalten. Die fußläufi ge Nahversorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs soll in allen Stadtteilen gesichert werden. Die Leitlinien unterscheiden nach zentrenrelevanten und nicht- zentrenrelevanten Sortimenten. Dem Märktekonzept nach sollen grundsätzlich keine zentrenrelevanten Sortimente, wie beispielsweise Lebensmittel, Bekleidung oder Haushaltswaren, außerhalb von Zentren und Sondergebieten angesiedelt werden. Die fußläufi ge Erreichbarkeit konnte mit der Strategie in den meisten Stadtteilen abgesichert werden. Daneben konnte eine Konzentration der Lebensmittelmärkte an den Verkehrsachsen verhindert werden. Da die Märkterichtlinien für alle Einzelhandelsbetreiber und Investoren seit Jahren konsequent angewandt werden und dadurch Entscheidungen transparent und nachvollziehbar sind, hat sich über viele Jahre eine hohe Akzeptanz der Karlsruher Vorgehensweise entwickelt. Die Karlsruher Nahversorgungsstrategie wurde dem externen Gutachter CIMA zur Beurteilung vorgelegt. CIMA kommt zu dem Ergebnis, dass „insgesamt die wohnortnahe Versorgungssituation in den meisten Karlsruher Stadtteilen mindestens befriedigend, in manchen Stadtteilen sogar als gut bis sehr gut zu bewerten“ ist. Mit der Nahversorgungsstrategie der Stadt Karlsruhe werde schon seit Jahren eine dezentrale Ansiedlungsstrategie erfolgreich verfolgt. Eine Stadt der kurzen Wege sei gerade für immobile Bevölkerungsgruppen in Bezug auf die Nahversorgung von hoher Bedeutung. Attraktive Nahversorgungsangebote in den Stadtteilzentren besitzen damit auch in Zukunft einen hohen Stellenwert für die Wohnqualität in den Stadtteilen und trügen zu einer Verminderung eines unnötigen Einkaufsverkehrs bei. Die Karlsruher Märkterichtlinien seien daher auch für die Zukunft ein wichtiges Instrument zur Lenkung der Ansiedlungspolitik von Lebensmittelmärkten. Die bestehende dezentrale Nahversorgungsstruktur in den Stadtteilzentren solle weiterhin für eine fl ächendeckende Nahversorgung erhalten beziehungsweise ausgebaut werden. © gpointstudio / Fotolia 8 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 1.01 REALISIERTE STICHPROBE DER BÜRGERUMFRAGE 2016 IM VERGLEICH ZUR BEVÖLKERUNGSSTATISTIK Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung im Alter von 18 bis 89 Jahre am 31. Dezember 2016* realisierten Stichprobe 2016 Geschlecht männlich50,1%51,1%1,0 weiblich49,9%48,9%-1,0 Altersgruppen 18 bis unter 30 Jahre23,6%17,2%-6,4 30 bis unter 45 Jahre24,5%23,5%-0,9 45 bis unter 65 Jahre31,0%35,6%4,6 65 bis unter 80 Jahre10,2%13,2%2,9 80 Jahre und älter10,7%10,4%-0,2 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund71,4%71,4%0,0 deutsch mit Migrationshintergrund15,1%9,3%-5,8 ausländisch13,6%19,2%5,6 Demographie Anteil der jeweiligen Bevölkerungsgruppe an der ... Differenz in Prozentpunkten * Vergleichsdaten ohne Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA). Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. 1.3 METHODIK Die Bürgerumfrage 2016 wurde als sogenannte Mixed Mode Umfrage mit einer Kombination aus Onlineformular und Papierfragebogen durchgeführt. Dafür wurden 16.795 zufällig ausgewählte Karlsruherinnen und Karlsruher im Alter von 18 bis 89 Jahren angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Da sich erfahrungsgemäß die verschiedenen soziodemographischen Gruppen unterschiedlich stark an einer Umfrage beteiligen, wurde die Stichprobe nach Alter und Nationalität geschichtet und die einzelnen Untergruppen verschieden gewichtet, um im Ergebnis ein repräsentatives Abbild der Karlsruher Bevölkerung zu erhalten. Den zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern wurde in diesem Schreiben ein individuelles Passwort zugesendet, mit dem sie Zugang zur Onlineumfrage erhielten. Dadurch sollte gewährleistet werden, dass nur zufällig ausgewählte Personen an der Befragung teilnehmen. Um die Repräsentativität zu gewährleisten und keine Bevölkerungsgruppen zu benachteiligen, bestand die Möglichkeit, telefonisch einen Papierfragebogen zu bestellen und diesen in einem beiliegenden Umschlag portofrei zurückzusenden. Personen über 60 Jahren erhielten bereits mit dem Einladungsschreiben einen Papierfragebogen mit Freiumschlag. Ergänzt wurde die Zufallsstichprobe durch 3.328 Panel-Adressdaten, die bei vorangegangenen Umfragen in den Jahren 2001 und 2006 auf freiwilliger Basis gesammelt wurden. Als Anreiz zur Teilnahme hatten alle Befragten die Möglichkeit, an der Verlosung von Gutscheinen teilzunehmen. Von 19. September bis 13. Oktober 2016 haben insgesamt 4.564 Personen an der Umfrage teilgenommen. Bezogen auf verwertbare Fragebögen und eingeladene Teilnehmer ergibt sich eine Rückläuferquote von 22,7 %. Drei Viertel (75,3 %) der teilnehmenden Karlsruherinnen und Karlsruher nutzten den Onlinefragebogen. Der Vergleich der realisierten Stichprobe mit der Bevölkerungs- statistik vom 31. Dezember 2016 (siehe Tabelle 1.01) zeigt, dass nur geringe Anpassungen in der Gewichtung einzelner Gruppen notwendig sind, um die Repräsentativität zu gewährleisten. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 9 www.karlsruhe.de Die Qualität einer Stadt oder eines Stadtteils als Wohnstandort wird stark vom Angebot an Einkaufsmöglichkeiten von Lebens- mitteln und der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen und periodischen Bedarfs bestimmt. Von besonderer Bedeutung ist die wohnstandortnahe Versorgung. Sie ist nicht nur für mobilitätseingeschränkte Menschen essentiell, sie steht auch für die soziale und funktionale Integrität eines Quartiers. Kann die Nahversorgung der Bewohner nicht mehr sichergestellt werden, kann das negative ökonomische und soziale Folgen für den Stadtteil haben. Das Raumordnungsgesetz sieht vor, die „Versorgung mit Dienstleistungen und Infrastrukturen der Daseinsvorsorge, insbesondere die Erreichbarkeit von Einrichtungen und Angeboten der Grundversorgung für alle Bevölkerungs- gruppen“ zu gewährleisten (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 ROG) und dabei den Abbau von räumlichen Disparitäten zu berücksichtigen. Diese Ziele werden durch den schnellen Strukturwandel im deutschen (Lebensmittel-)Einzelhandel gefährdet. Die weitreichenden Konzentrationsprozesse auf die großen Handelsketten, immer größere Märkte an leicht mit dem Auto zu erreichenden Randlagen und damit die Verdrängung des 2. ALLGEMEINE TENDENZEN DER NAHVERSORGUNG inhabergeführten Lebensmitteleinzelhandels aus gewachsenen (Stadtteil-)Zentren sind kennzeichnend für die Entwicklung der letzten Jahre. Mit dem Verlust des Einzelhandels und resultierenden Leerständen wird meist eine Degradation des Standortes in Gang gesetzt. Insbesondere ländliche Räume sind von dieser Ausdünnung betroffen, aber eine fl ächendeckende Nahversorgung ist selbst für manche Stadtteilzentren in Großstädten keine Selbstverständlichkeit mehr. Kann diese nur lückenhaft oder gar nicht mehr gewähr- leistet werden, ist mit negativen Folgen für ganze Bevölkerungs- gruppen auch in innerstädtischen Quartieren und für das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger zu rechnen. In der Raumordnung und Stadtplanung wird mit dem Begriff Nahversorgung die Versorgung der Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen des kurz- und mittelfristigen Bedarfs im engeren Umfeld der Wohnung bezeichnet. Meistens ist damit die Versorgung mit Lebensmitteln gemeint, jedoch fallen auch kurzfristige Verbrauchsgüter, Genussmittel oder Dienstleistungen und die Versorgung mit Medikamenten unter diesen Begriff. Geschäfte zur Versorgung mit Lebensmitteln Geschäfte zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des periodischen Bedarfs SB-Warenhäuser/VerbrauchermärkteDrogeriemärkte Supermärkte 1 Apotheken LebensmitteldiscounterBankfilialen (oder -automaten) Lebensmittelherstellendes Gewerbe (zum Beispiel Bäckereien oder Metzger) Paketshops Lebensmittelfachgeschäfte Feinkostgeschäfte Reformhäuser Getränkemärkte Hofläden Kioske Tankstellenshops Marktstände und andere mobile Verkaufsstellen 1 Der Supermarkt ist neben dem Discounter eine der verbreitetsten Betriebsformen des Lebensmitteleinzelhandels. Die Verkaufsfläche beträgt mindestens 400m 2 und weniger als 1.500 m 2 (Everling, Jahn & Kammermeier, 2009). 10 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 In aktuellen Analysen zur Beurteilung der Nahversorgung werden meistens die inhaltliche und die räumliche Ausprägung beschrieben. Die inhaltliche Dimension wird in der Regel durch ein ausreichendes Warenangebot aus dem periodischen Bedarfsbereich (vor allem Lebensmittel und Drogerieartikel) bestimmt und gegebenenfalls durch einzelne Dienstleistungen ergänzt. Hierfür lassen sich in Abhängigkeit von der Bevölkerungsdichte und Siedlungsstruktur unterschiedliche Mindeststandards festlegen. Häufi g wird das Vorhandensein mindestens eines leistungsfähigen Lebensmittelmarktes – bevorzugt ein Vollsortimenter – als Grundvoraussetzung angesehen. Die zweite Dimension bezieht sich auf die Erreichbarkeit, also auf die Entfernung zwischen Versorgungsstandort (Lebensmittelmarkt) und Wohnort. Hierfür wird in der Regel die fußläufi ge Erreichbarkeit als Bewertungsmaßstab verwendet. Als Richtwerte werden entweder Gehzeiten oder Entfernungen defi niert. Diese liegen bei rund 10 Minuten beziehungsweise zwischen 500 und 1.000 Metern. Deutschland ist in der Nahversorgung statistisch gesehen sehr gut aufgestellt. Die durchschnittliche Distanz zum nächsten Supermarkt beträgt sechs Kilometer. Zu diesem Wert leisten allerdings die dichter bebauten Städte einen wesentlichen Beitrag, denn die Entfernung für Lebensmitteleinkäufe nimmt mit der zunehmenden Stadtgröße ab. Laut cima (2016) ist der Anteil derer, die ihren Einkauf innerhalb von 500 m zur Wohnung erledigen, in den letzten Jahren gestiegen und beträgt 2016 35,5 %. Im Gegenzug fährt ein wachsender Anteil mehr als 5 km zum Einkaufen. Das kann an einer Ausdünnung der Nahversorgungsmöglichkeiten in der Fläche liegen oder an einer gestiegenen Mobilität. Nachfrageschwächere Nahversorgungsstandorte leiden allerdings selbst in den Großstädten unter Leerständen und Trading-Down-Effekten. Die Discounter wirken dieser Entwicklung mit einer Diversifi zierung ihrer Sortimente leicht entgegen. Innenstädte oder größere Einkaufslagen an frequentierten Standorten haben gegenüber kleineren Stadtteilzentren mit diesen Entwicklungen tendenziell weniger Probleme. Sie haben den entscheidenden Vorteil der Nutzungsmischung und so genannte Magnetbetriebe, welche die Laufkundschaft erhöhen. Ohne solche Synergieeffekte wird die Abwärtsspirale an nachfrageschwächeren Standorten beschleunigt. Wenn schließlich auch Postfi lialen, Banken und Apotheken ihre Standorte aufgeben, verlieren die Stadtteilzentren schließlich ihre Funktion. Eine der neueren Tendenzen im deutschen Lebensmittel- einzelhandel geht hin zu kleineren Formaten und abgespeckten Sortimenten in hoch frequentierten Lagen. Hinzu kommt, dass alle Handelskonzerne derzeit in einer Experimentierphase stecken und wieder die Nähe zum Kunden suchen. Dabei stehen, neben den klassischen Standorten in fußläufi ger Entfernung zu Wohngebieten, allerdings eher stark frequentierte Standorte, beispielsweise an Bahnhöfen, mit hohem Kundenpotential im Fokus. Nach Jahren der Standardisierung experimentiert die Branche auch mehr mit Individuallösungen. Dabei ist auch ein Reifeprozess der Discounter zu beobachten, die sich nach und nach von ihrem Billig-Image lösen wollen. Die Überlegungen, solche Schritte zu wagen, stehen der Logik entgegen, dass sich ein Supermarkt in der Regel erst ab einem Einzugsgebiet ab 5.000 Einwohnern lohnt. Das mag grundsätzlich so sein, ändert sich aber mit dem Vorhandensein weiterer Standortvorteile, zum Beispiel eines Bürostandortes in der näheren Umgebung. Tendenziell gilt, je attraktiver eine Lage bezüglich der Tagbevölkerung ist, desto höher ist die Bereitschaft der Betreiber, Kompromisse in Standortentscheidungen einzugehen. Die großen Lebensmittelhändler betreiben ebenfalls erfolgreich kleinere Vertriebslinien, was vor einiger Zeit noch undenkbar schien. Auf 500 bis 600 m² kommen die kleineren City Märkte mit einem deutlich überschaubareren Sortiment aus. Für die Kunden ist ein Angebot von 12.000 und mehr Artikeln an den Standorten in den Innenstädten auch gar nicht notwendig. Schwerpunkt ist hier der Service und das Angebot von Convenience-Produkten. Auch bei Discountern wie Penny, die bislang eher auf Großfl ächen arbeiten, werden Konzepte für Standorte mit unter 300 m² entwickelt. Dies birgt allerdings keine Lösung für die Nahversorgungsprobleme in den Stadtteilen, denn die kleinen Formate brauchen, wie bereits erwähnt, eine vergleichsweise hohe Kundenfrequenz in hochverdichteten innerstädtischen Lagen, also in der Regel zentrale Standorte. In Karlsruhe befi nden sich City Märkte im Einkaufszentrum Ettlinger Tor, in der westlichen Kaiserstraße und in der Oststadt und folgen damit eben diesem Muster. Wichtiger für die Versorgung der weniger zentralen Standorte sind beispielsweise die REWE Nahkauf-Märkte. Sie begnügen sich zum Teil mit Verkaufsfl ächen ab 300 m². Auch die großen Discounter arbeiten an ähnlichen Formaten. In Karlsruhe wächst die Zahl der kleineren Vollsortimenter. Inzwischen gibt es acht Märkte, davon zwei in den weniger zentralen Stadtteilen Rüppurr und Daxlanden, zwei in der Nordstadt, zwei in Mühlburg und jeweils einen in der Süd- und in der Südweststadt. Sehr ähnlich verhält es sich mit den „nah und gut“ Märkten von EDEKA, die mit Märkten in Mühlburg, der Südweststadt, Durlach sowie in Wolfartsweier vertreten ist. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 11 www.karlsruhe.de Gegen den Trend zur Durchrationalisierung im Lebensmittel- einzelhandel steht auch das Konzept der von EDEKA belieferten CAP-Märkte. In den Märkten arbeiten behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam. Das Sortiment gleicht dem eines Vollversorgers, wobei der Anteil an frischen Produkten und Bio-Artikeln hoch ist. Die Betreiber betrachten zentrale Lagen mit mehr als 2.000 Einwohnern bereits als realisierbar. In Karlsruhe gibt es derzeit zwei CAP-Märkte, einen in der Weststadt (Kaiserallee) und einen in Durlach in der Pfi nztalstraße. Im Juli 2017 hat ein weiterer CAP-Markt in Rintheim eröffnet. Neuere Entwicklungen zeigen zudem, dass sich eine bestimmte Kundenklientel von Discountern und Supermarktketten abwendet. Zum einen verliert der Supermarkt oder Discounter auf der grünen Wiese an subjektiver Attraktivität. Kunden möchten dort einkaufen, wo sie wohnen, denn ein eigenes Auto, das für den Einkauf bislang oft nötig ist, ist bei jungen Großstädtern nicht mehr die Regel. Für all das sind sie immer öfter bereit, höhere Preise zu bezahlen. Zum anderen sind Lebensmittel auch Ausdruck eines Lebensstils geworden. Ob lokales Produkt, Bio oder das ausgefallene Ladenkonzept für selbst mitgebrachte Verpackungen, allein der Preis ist nicht mehr entscheidend und Qualitätsansprüche sowie die Ethik hinter dem Produkt gewinnen an Bedeutung. Diese Tendenzen stehen den betriebswirtschaftlich optimierten Standort- und Marktkonzepten der großen Lebensmittelhändler teilweise entgegen. Die Strategien der Handelskonzerne unterscheiden sich im einzelnen leicht je nach Ausrichtung des Unternehmens. Die Bio-Märkte wie Alnatura und denn’s expandieren. Letzterer betrieb 2016 rund 200 Märkte, davon zwei in Karlsruhe. 2013 eröffnete der erste in der Kaiserallee (Weststadt), der zweite 2016 in Grünwinkel. Damit steht denn’s für einen der Trends im deutschen Lebensmitteleinzelhandel – hin zu mehr Bio-Produkten. Die Nachfrage nach Bio-Produkten übersteigt derzeit das Angebot. Zusätzlich treten Regionalität und Qualität als Kaufkriterien in den Vordergrund. Das gestiegene Qualitätsbewusstsein erklärt die neue Strategie von Aldi Süd, der seit einiger Zeit auch Aldi Nord folgt. In ihren Regalen fi nden sich neben den eigenen Handelsmarken immer mehr Marken- und Bioprodukte. Der Discounter will weg vom Billig-Image und versucht seinen Kunden mit mehr Auswahl und einem breiteren Sortiment ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Der demographische Wandel ist ein Argument für die Betreiber, wieder näher an den Kunden zu rücken. Ein weiteres ist, dass im Non-Food-Segment immer stärker über das Internet vertrieben wird und die Güter des täglichen Bedarfs bei der Nahversorgung relativ an Bedeutung gewinnen. Damit ist von einem sinkenden Flächenbedarf im Non-Food-Segment auszugehen. Den SB-Warenhäusern und großen Verbrauchermärkten wie real wird ein Strategiewechsel mit Standortverlagerungen allerdings nicht leicht fallen. Die Betriebsformen befi nden sich an Standorten, die sehr gut mit dem Auto erreichbar sind und ihre Verkaufsfl äche beträgt mindestens 5.000 m². Sie führen zusätzlich zu dem Sortiment der Supermärkte unter anderem auch Bekleidung, Spielzeug, Sportartikel und Elektronik. Die Rentabilität der Vertriebsformate an den bisherigen Standorten könnte damit in Zukunft sinken und zu Standortaufgaben führen. Supermärkten und Discountern, mit ihren hauptsächlich auf den täglichen Bedarf ausgelegten Sortimenten, scheint es dagegen leichter zu fallen, Standorte zu verlagern oder neue zu erschließen. Es zeichnet sich ab, dass die Großstädte ihre Nahversorgung in den verdichteten Stadtteilen aufrechterhalten und ausbauen können. Dabei haben die Kunden die Wahl aus diversifi zierten Angeboten mit breiten Produktpaletten, günstigen Preisen, hoher Qualität oder umfassendem Service bis hin zur Lieferung in die Wohnung. Kleinere Stadtteile in Randlagen müssen dagegen in ihrer Nahversorgungsausstattung Abstriche machen. Der mobile oder fahrende Supermarkt stellt auch hier keine Alternative dar. In Karlsruhe ist hierfür kein Betreiber zu fi nden, unter anderem weil die Betroffenen ihre Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs anderweitig regeln. Der Onlinehandel hat bereits viele Branchen nachhaltig verändert. Nun wird auch der lange ausgesparte Lebens- mittelhandel vom Onlinevertrieb erfasst. Der Internethandel mit Lebensmitteln steckt zwar heute noch in der Entwicklungs- phase, nach Einschätzung von Brancheninsidern wird sich das bis 2025 aber ändern. Der Umsatz des Onlinehandels insgesamt beträgt 2015 in Deutschland laut Statista und Deutschem Handelsverband rund 40 Milliarden Euro. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostiziert, dass sich der Onlineanteil am gesamten Umsatz des deutschen Einzelhandels von 8,5 % im Jahr 2014 auf etwa 15 % im Jahr 2025 erhöhen wird. Bei Lebensmitteln und Drogerieartikeln könnte sich der Onlineanteil von 1,2 % in 2014 auf 2,4 % in 2025 verdoppeln (GfK GeoMarketing, 2015). Die Branche ist einerseits in Bewegung, aber der Onlinehandel mit Lebensmitteln ist noch nicht omnipräsent. Das mag weniger ein strategisches Problem der Lebensmittelhändler sein, als mehr ein kulturelles und der Tatsache geschuldet, dass einerseits die Supermarktdichte in den Städten hoch ist und die Lieferdienste andererseits dünn besiedelte Gebiete teilweise nicht beliefern. 12 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 REWE betreibt bereits seit 2013 einen eigenen Onlineshop mit Lieferservice. Anfangs nur mit einem ausgewählten Sortiment, sind inzwischen auch kühlpfl ichtige Lebensmittel im Angebot. Nach eigenen Angaben kann REWE mit dem derzeitigen Online-Vertriebskonzept etwa 30 % der Verbraucher erreichen. Ein ähnliches Angebot bietet Allyouneed Fresh, ein Onlineshop von DHL. EDEKA betreibt mit EDEKA24 ebenfalls einen Lebensmittel-Onlineshop. Zum Sortiment gehören, wie bei Amazons Lieferdienst Pantry, vorwiegend nicht kühlpfl ichtige Waren. Alle Karlsruher Stadtteile werden von den genannten Unternehmen innerhalb von zwei bis drei Tagen beliefert. Eine gewisse Planung durch die Kunden ist nicht nur wegen der Anlieferzeiten nötig, sondern auch wegen der verschiedenen Mindestbestellwerte und Versandkosten. Der Onlinehandel mit Lebensmitteln entwickelt sich also durchaus, aber weit weniger dynamisch als das in der Vergangenheit mit Elektronik oder Büchern der Fall war. Das größte Hindernis ist dabei, dass sich die Ware digital kaum begutachten lässt. Gerade bei frischen Lebensmitteln, allen voran Obst und Gemüse, spielen individuelle Merkmale des Produkts für den Kauf eine wichtige Rolle. Bei Tiefkühlware ist die Hauszustellung seit Jahrzehnten etabliert, bei gekühlter Ware jedoch für viele mit Skepsis verbunden. Die Unternehmen arbeiten daran, diese Probleme zu lösen, beispielsweise durch kurze Wege, ein dichtes Logistiknetz mit Verteilzentren in Kundennähe sowie technische Lösungen wie intelligente Labels, die ein Unterbrechen der Kühlkette anzeigen. In den Wettbewerb können Kommunen nicht direkt eingreifen. Sie können aber mit der Anwendung des Baurechts die Ansiedelung von Märkten räumlich steuern und durch Stadtplanung, Wirtschaftsförderung und Liegenschaftsamt geeignete Flächen bereitstellen. Alternativ kann der öffentliche Raum am Schwerpunkt der Nahversorgung im Stadtteil ansprechend gestaltet und ihm dadurch eine (neue) Identität und Aufenthaltsqualität verliehen werden. Die Schaffung eines einheitlichen Stadtteilbildes mit Außenwirkung, beispielsweise durch ansprechende Möblierung, Kundenstopper oder eine abgestimmte Fassaden- und Schaufenstergestaltung, kann dazu einen entscheidenden Beitrag leisten (Deutscher Städtetag, 2016). Mit einer Verbesserung der Verkehrsanbindung und mit kundenfreundlichen Parkplatzkonzepten, die trotzdem die Belange der Bewohnerschaft berücksichtigen, haben die Städte ein weiteres Instrument zur Einfl ussnahme auf die Entwicklung der Nahversorgung. In Karlsruhe ist es gelungen die Nahversorgung in den meisten Stadtteilen durch ein ausgeklügeltes Märktekonzept zu sichern und die gewachsenen Stadtteilzentren zu erhalten. Mit einem auf breiter Datenbasis aufgestellten Nahversorgungskonzept mit Handlungsempfehlungen war es richtungsweisend für die Erhaltung einer weitgehend fußläufi gen Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs und für die Verbesserung der Situation in noch unterversorgten Stadtteilen. Literatur cima. (2016). cima.MONITOR 2016. 2 Siehe Kapitel 3 Deutscher Städtetag. (2016). Zukunft von Stadt und Handel – Diskussionspapier des Deutschen Städtetages. Berlin und Köln. Everling, O., Jahn, O., & Kammermeier, E. (2009). Rating von Einzelhandelsimmobilien – Qualität, Potenziale und Risiken sicher bewerten. Wiesbaden: Gabler. GfK GeoMarketing. (2015). E-Commerce: Wachstum ohne Grenzen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 13 www.karlsruhe.de 3.1. GRUNDLAGEN Die Sicherung und der Ausbau der Nahversorgung – auch als Sozial- und Kommunikationsplattform in allen Stadtteilen – ist in Karlsruhe seit vielen Jahren ein wichtiges Thema, das Politik und Verwaltung gleichermaßen beschäftigt. Der Strukturwandel im Lebensmitteleinzelhandel, besonders die immer mehr auf eine automobile Kundschaft abzielenden Standort- und Marktkonzepte der Handelskonzerne, hat dazu geführt, dass es für eine Großstadt wie Karlsruhe immer schwieriger wird, eine fußläufi ge Nahversorgung fl ächendeckend aufrecht zu erhalten. Dennoch ist es in der Vergangenheit immer wieder gelungen, durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik, den Bürgervereinen und dem Einzelhandel trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine funktionierende Nahversorgung mit Waren des täglichen Bedarfs in den meisten Stadtteilen in Karlsruhe zu sichern. Das Ziel, die Funktionsfähigkeit der Ortskerne und zentraler Versorgungsbereiche zu erhalten sowie die verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, wird durch übergeordnete Rechtsvorschriften wie zum Beispiel § 34 Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) oder § 11 Baunutzungsverordnung (BauNVO) untermauert. § 34 BauGB regelt beispielsweise die Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile. Zweck der Vorschrift ist unter anderem der Schutz zentraler Versorgungsbereiche in der Gemeinde oder in anderen Gemeinden vor schädlichen Auswirkungen durch Bauvorhaben. Dies betrifft vor allem Vorhaben des (großfl ächigen) Einzelhandels, die städtebaulich negative Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche verursachen. Als großfl ächiger Einzelhandel gelten Vorhaben, deren Geschossfl äche 1.200 m² überschreitet und deren Verkaufs- fl äche 800 m² übersteigt. § 11 Abs. 3 BauNVO enthält eine Sonderregelung für die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit von Einkaufszentren, großfl ächigen Einzelhandelsbetrieben und sonstigen großfl ächigen Handelsbetrieben (Einzelhandelsgroßprojekte). Danach sind die vorgenannten Betriebe nur in Kerngebieten und in für solche Betriebe ausdrücklich ausgewiesenen Sondergebieten zulässig. Diese Vorschrift schafft neben den in §§ 2 bis 9 BauNVO aufgeführten Baugebieten ein Baugebiet besonderer Art, das ”Gebiet für großfl ächigen Einzelhandel”. Seine eigentliche Bedeutung besteht darin, derartige Nutzungen einer speziellen bauleitplanerischen Regelung zu unterwerfen und die genannten Betriebe aus Gewerbegebieten und Industriegebieten fernzuhalten. 3. NAHVERSORGUNGSSTRATEGIE KARLSRUHE In der Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsministeriums zur Ansiedlung von Einzelhandelsgroßprojekten – Raumordnung, Bauleitplanung und Genehmigung von Vorhaben (Einzel- handelserlass Baden-Württemberg) werden die Vorschriften zur Ansiedlung von Einzelhandelsgroßprojekten mit Begriffsdefi nitionen sowie Regelungen bezüglich der raumordnungsrechtlichen und bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit von Vorhaben konkretisiert. Er beinhaltet außerdem Umsetzungsempfehlungen und fordert die Gemeinden auf, entsprechende Konzepte zu erarbeiten. Viele Bundesländer haben solche Erlasse öffentlich bekanntgemacht, um auf diese Weise über die geltenden Rechtsvorschriften, über die bestehende Rechtsprechung und über Planungs- und Zulassungsverfahren zu informieren. Sie dienen auch dem Zweck, eine einheitliche Rechtsanwendung in dem jeweiligen Bundesland sicherzustellen. In Karlsruhe erfolgt die geforderte Konkretisierung durch die „Karlsruher Märkterichtlinien“ (siehe Kapitel 3.2). Sie sind Bestandteil des „Flächennutzungsplans (FNP) 2010 des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe (NVK)“. Wesentliche Bestandteile des darin enthaltenen Kapitels „C2 Zielkonzept Versorgung/Zentren“ im Geltungsbereich des NVK sind die Sicherung der Grundversorgung, integrierte Einzelhandelsstandorte sowie Einzelhandel in Übereinstimmung mit dem Zentrenkonzept. Das Zentrenkonzept defi niert im Grundsatz, dass großfl ächige EH-Betriebe nur in Zentren (Unter-, Mittel-, Oberzentren) ausgewiesen, errichtet oder erweitert werden dürfen. Dabei muss das Vorhaben nach Umfang und Zweckbestimmung der räumlich-funktionell zugeordneten Versorgungsaufgabe der jeweiligen Zentralitätsstufe entsprechen (Kongruenzgebot). Neue Einzelhandelsbetriebe können demnach angesiedelt werden, wenn der betriebswirtschaftliche Einzugsbereich den jeweiligen zentralörtlichen Verfl echtungsbereich der Gemeinde nicht wesentlich überschreitet. Eine wesentliche Überschreitung ist in der Regel gegeben, wenn mindestens mehr als 30 % des Umsatzes aus Räumen außerhalb des Verfl echtungsbereiches erzielt werden. 14 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Die nachfolgende Abbildung 3.01 erläutert die Einstufung der Zentren entsprechend der Ausstattungsmerkmale (siehe auch Tabelle C 2.3, „Ausstattungsmerkmale der Zentren“, FNP 2010, Seite 58). Bezüglich nahversorgungsrelevanter Sortimente gilt der Grundsatz, dass alle höherrangingen Zentren auch die Angebote der D-Stufe zur Nahversorgung Abbildung 3.01 ZENTRENSTRUKTUR IN KARLSRUHE Zentrale Stufe AusstattungEinzugsbereich Einstufung der Stadtteile nach GfK-Gutachten 2007 A Güter- und Dienstleistungen der höchsten Zentralitätsstufe, unter anderem Warenhäuser, Fachkaufhäuser, hochspezialisierter Facheinzelhandel, Schwerpunkt Gastronomie, Vergnügungsstätten, Kinos Gesamtstadt, Region, angrenzende Regionen, PAMINA-Raum Innenstadt-Ost Innenstadt-West B Güter- und Dienstleistungen des mittel- und längerfristigen Bedarfs: Unter anderem Kleinkaufhaus oder SB-Warenhaus, spezialierter Facheinzelhandel, Wochenmarkt Mehrere Stadtteile, angrenzende Gemeinden Durlach Mühlburg C Güter- und Dienstleistungen des mittel- und längerfristigen Bedarfs: Mindestens zehn Läden, unter anderem der Sortimente: Schuhe, Textil, Haushaltswaren, Elektro und Wochenmarkt sowie Dienstleistungen der selteneren Nachfrage wie Reisebüro, Fahrschule oder Videothek Ein oder mehrere Stadtteile Südweststadt Rüppurr Waldstadt Grötzingen Neureut D Güter- und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Nahversorgung) Mindestausstattung: Lebensmittelmarkt und/oder Bäckerei, Metzgerei, Drogerie, Papier- und Schreibwaren, Blumen, Kiosk, Tankstellenshop sowie ein bis zwei Läden mit Sortimenten des mittelfristigen Bedarfs zum Beispiel Elektro, Textil, private Dienstleistungen der täglichen Nachfrage, wie Post, Bank, Friseur, Reinigung, Gaststätte, Apotheke und ähnliches, ein großer Lebensmittelmarkt kann auch mehrere kleinere Geschäfte ersetzen Stadtteil, Ortsteil soweit Tragfähigkeit gegeben. Einzugsbereich: 5 bis 15.000 Einwohner in isoliert liegenden Außenstadtteilen mit starker Eigenständigkeit ab 3 bis 4.000 Einwohnern Südstadt Oststadt Daxlanden Knielingen Oberreut Hagsfeld Grünwettersbach Alle höherrangigen Zentren enthalten auch die Angebote der D-Stufe zur Nahversorung ihres unmittelbaren Umfelds. Quelle: GfK-Gutachen 2007, Flächennutzungsplan 2010 des unmittelbaren Umfelds enthalten. Mit dem Erhalt beziehungsweise dem Ausbau der vorhandenen Zentren sowie der Planung neuer Zentren entsprechend der Ausweisung neuer Wohnbaufl ächen soll das Planungsziel der fl ächendeckenden Versorgung erreicht werden. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 15 www.karlsruhe.de 3.2. DIE KARLSRUHER MÄRKTERICHTLINIEN Aufbauend auf den unter 3.1. genannten Grundlagen wendet die Stadt Karlsruhe zur Strukturierung des Einzelhandels intern seit 1987 sogenannte Märkterichtlinien an. Ziel dieser Richtlinien ist unter anderem, das Oberzentrum Karlsruhe, insbesondere die Innenstadt sowie die B-Zentren, zu stärken und die bestehenden Stadtteilzentren in ihrer Versorgungs- funktion zu erhalten sowie die fußläufi ge Nahversorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs in allen Stadtteilen zu sichern und bei Bedarf auszubauen. Diese Zentren sind soziale Treffpunkte, Orte der Kommunikation und Identifi kation mit dem Stadtteil. Die Richtlinien wurden inzwischen mehrfach modifi ziert, zuletzt erfolgte die Behandlung im Wirtschaftsförderungsausschuss im Juni 2014. Generelle Leitlinien des Karlsruher Märktekonzepts  Grundsätzlich keine Ansiedlung von nichtintegrierten Märkten der Sortimentsgruppe A (sowohl kleiner als auch größer 1.200 m² BGF) außerhalb von Zentren und Sondergebieten. Ausnahmen: angemessene Erweiterung eines vorhandenen Betriebes bei betrieblicher Notwendigkeit, in der Regel um maximal etwa 25 % des Bestandes.  Sortimente, welche eine Steigerung der oberzentralen Funktion der Stadt erwarten lassen, zum Beispiel Medien.  Ansiedlung von Märkten mit Sortimenten der Gruppe B kleiner 1.200 m² BGF grundsätzlich zulässig, größer 1.200 m² nur noch in begründeten Ausnahmen, zum Beispiel bei Unterversorgung von Teilbereichen der Stadt oder bei Verlagerung zum Erreichen von branchenspezifi schen Größen (Nachweis durch Gutachten).  Bei Mischsortimenten (Haupt- und Randsortimente), welche heute allgemein üblich geworden sind („alles unter einem Dach“), Beschränkung der zentrenrelevanten Randsortimente (Gruppe A) auf maximal 20 % des Gesamtsortiments (fl ächenmäßig). Sortimente: A Zentrenrelevant: Lebensmittel, Bekleidung, Schuhe, Spielwaren, Foto, Bücher, Haushaltswaren und andere. B Nicht zentrenrelevant: Baustoffe, Heimwerkerbedarf, Möbel, Pfl anzen und Garten- zubehör, Fahrzeuge und andere. Wesentlicher Bestandteil der Richtlinien ist die Unterscheidung von zentrenrelevanten und nicht zentrenrelevanten Sortimenten. Im Zuge der Untersuchungen zur Ansiedlung der Firma IKEA hat sich gezeigt, dass die aktuelle Sortimentsliste nicht mehr zeitgemäß ist. Die Firma GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung wurde daher im Jahr 2014 gebeten, die Märkterichtlinien und die Sortimentsliste zu überprüfen und zu aktualisieren. An den wesentlichen Kernaussagen hat sich demnach nichts geändert. Die Sortimentsliste wurde ergänzt und detaillierter ausgestaltet. Die Zuordnung zu den zentrenrelevanten beziehungsweise nicht zentrenrelevanten Sortimenten wurde überprüft. Neu hinzugekommen ist die Kategorie „Nahversorgungsrelevante Warengruppen“. Die nachfolgende Anlage bildet die aktuell geltende Fassung der Sortimentsliste aus dem Jahr 2014 ab. 16 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016  Parfümeriewesen  Sanitäts- und Orthopädiebedarf*  Bücher  Spielwaren, Baby- und Kinderartikel (kleinteilig)  Oberbekleidung, Wäsche, Strümpfe, Kürschnerwaren  Schuhe  Leder- und Modewaren (Handtaschen, Reisegepäck, Schirme, Accessoires und andere)  Sportartikel und -bekleidung  Elektrokleingeräte (Haus- und Küchengeräte, Geräte zur persönlichen Pfl ege)*  Telekommunikationgeräte/-zubehör  Unterhaltungselektronik (Fernseh-, Hifi -, Videogeräte und andere), Ton- und Bildträger, Computerspiele, Fotogeräte/ Fotobedarf*  Haushaltswaren, Glas/Porzellan/Keramik, Flecht- und Korbwaren  Geschenk- und Dekorationsartikel, Kunstgewerbe  Antiquitäten, Kunstgegenstände  Heimtextilien, Gardinen/Vorhänge  Stoffe, Wolle, Handarbeitsbedarf, Nähmaschinen  Optik, optische Erzeugnisse, Hörgeräteakustik  Uhren, Schmuck, Gold- und Silberwaren  Sammlerbedarf (Antiquariat, Philatelie, Numismatik und andere) ANLAGE ZU DEN MÄRKTERICHTLINIEN DER STADT KARLSRUHE: SORTIMENTSKONZEPT 2014 Zentrenrelevante Sortimente  Nahrungs- und Genussmittel (inklusive Reformwaren, Lebensmittelhandwerk, Getränke und Tabakwaren)  Drogeriewaren (inklusive Wasch- und Putzmittel, Kosmetika)  Arzneimittel, Apothekenwaren  Schnittblumen, Floristik  Zeitungen, Zeitschriften  Papier- und Schreibwaren, Schulbedarf Nahversorgungsrelevante Sortimente  Elektrogroßgeräte (Haushalts-/Einbaugeräte)  Computer, EDV-Zubehör, Büromaschinen, Büroorganisations- mittel, Büro- und Kommunikationstechnik (Absatz vorwiegend an gewerbliche Verwender)  Großteilige Haushaltsgeräte (zum Beispiel Wäscheständer, Bügelbretter, Eimer, Wannen, Leitern, Tritte, Besen)  Bilder/Drucke, Bilderrahmen  Möbel, Küchen (inklusive Büromöbel, Baby- und Kindermöbel, Lattenroste, Matratzen/-aufl agen, Spiegel)  Bettwaren (außer Matratzen/-aufl agen)  Leuchten, Beleuchtungszubehör, Elektroinstallation  Baumarktartikel, Bauelemente, Baustoffe, Eisenwaren, Installationsmaterial, Sanitärwaren, Fliesen, Türen/Fenster, Rollläden, Markisen  Farben, Lacke, Tapeten  Gartenbedarf, Pfl anzen und Zubehör, Erde/Torf, Pfl ege- und Düngemittel, Pfl anzgefäße, Übertöpfe, Gartenwerkzeuge, Garten- und Gewächshäuser, Gartenhölzer, Zäune, Carports  Teppiche, Bodenbeläge  Zooartikel, Tiernahrung und -pfl egeartikel, lebende Tiere  Campingbedarf, Grills und Grillzubehör  Sportgroßgeräte (Fahrräder und Fahrradzubehör, Reitsportbedarf, Boote, Tauch- und Wassersportgeräte, Fitnessgeräte, Motorradbekleidung), Jagd- und Angelbedarf, Waffen  Kraftfahrzeuge, Motorräder, Mopeds, Auto- und Motorradzubehör, Kindersitze, Autoteile, Reifen, Land- und Gartenmaschinen, Rasenmäher  Öfen, Brennstoffe, Mineralölerzeugnisse  Musikinstrumente, Musikalien Nicht-zentrenrelevante Sortimente * Abwägungsspielraum vorhanden, zum Beispiel bei großteiligen beziehungsweise sperrigen Waren. Quelle: GMA-Empfehlungen 2014. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 17 www.karlsruhe.de 3.3. UMSETZUNG DER NAHVERSORGUNGS- STRATEGIE 3.3.1. MONITORING DER VERSORGUNGSSITUATION IN DEN STADTTEILEN Das Amt für Stadtentwicklung hat gemeinsam mit der Wirt- schaftsförderung eine Monitoring Software entwickelt (LeNaMonitoring, siehe Kapitel 5), mit der sich der Versorgungs- grad einzelner Stadtteile in Bezug auf die gesamtstädtische Versorgung (100 %) mit nahversorgungsrelevanten Branchen ermitteln lässt. Dabei wird laufend erhoben, wie viel m² Verkaufsfl äche pro Einwohner im Stadtteil angeboten werden. So lässt sich eine Rangliste mit den Versorgungsgraden aller 27 Stadtteile erstellen, die auch den Bedarf der unterversorgten Stadtteile aufzeigt. Neben dieser rein rechnerischen Methode muss jeder Stadtteil aber auch unter Berücksichtigung der Umstände vor Ort betrachtet werden. Das Programm ermöglicht neben vielen weiteren Funktionen auch die graphische Darstellung der Nahversorgung und ermöglicht die Darstellung fußläufi ger Erreichbarkeiten mit Radien, bei Lebensmitteln 500 m. Die Defi nition „fußläufi ge“ Erreichbarkeit wird vielfach mit einer Reichweite von etwa 600 bis 800 Metern angenommen. Daraus lässt sich eine Zeitakzeptanz der Kunden von etwa 10 Minuten bis zum nächsten Versorger ableiten. Eine Flächenabdeckung wird daher simuliert, indem bei Lebensmittelgeschäften 500 m-Luftlinien-Radien um Versorger gezogen werden. 3.3.2. ZIELERREICHUNG DER NAHVERSORGUNGSSTRATEGIE Die stetige Anwendung der unter 3.1. und 3.2. beschriebenen Grundsätze hat in Karlsruhe dazu geführt, dass die fußläufi gen Erreichbarkeiten in den meisten Stadtteilen abgesichert sind. Daneben konnte eine Konzentration der Lebensmittelmärkte an den Verkehrsachsen verhindert werden. Diese Standorte werden naturgemäß von den Betreibern und Investoren bevorzugt, da dort die höchsten Umsätze zu erwarten sind. Die Vergrößerung eines Marktes an der Peripherie bewirkt jedoch immer eine Umverteilung des insgesamt im Nahversorgungssektor zu erzielenden Umsatzes und kann damit die Geschäfte in den integrierten Lagen gefährden. Da für alle Einzelhandelsbetreiber und Investoren seit Jahren konsequent die Märkterichtlinien angewandt werden und dadurch Entscheidungen transparent und nachvollziehbar sind, hat sich über viele Jahre eine hohe Akzeptanz der Karlsruher Vorgehensweise entwickelt („Was der Eine nicht bekommt, kriegt auch der Andere nicht.“). FAZIT: Die konsequente Ausrichtung der Nahversorgungsstrategie an dem vom Gemeinderat vorgegebenen übergeordneten Ziel, möglichst in allen Stadtteilen eine fußläufi ge Versorgung zu gewährleisten, hat sich bewährt. Messbare Größe für den Erfolg ist ein hoher Anteil an gut versorgten Stadtteilen (siehe hierzu die Auswertungen unter Kapitel 5, „Nahversorgung in den Stadtteilen“). Es wird auch weiterhin die Aufgabe der Stadt sein, in unterversorgten Bereichen des Stadtgebiets einen Kompromiss zwischen den Anforderungen der Betreiber und den dargestellten Grundsätzen der Stadt zu fi nden. Unent- behrlich ist daher der ständige Austausch zwischen Bevölkerung, Investoren, Immobilieneigentümern, Betreibern, Bürgervereinen, der Politik und allen weiteren Akteuren der Nahversorgung. Neue Trends werden auf die Vereinbarkeit mit der städtischen Strategie und ihrer Umsetzungsfähigkeit geprüft. © DragonImages / Fotolia 18 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 4. EINKAUFSVERHALTEN DER KARLSRUHERINNEN UND KARLSRUHER 4.1 BEURTEILUNG DER ANGEBOTSSITUATION Seit der ersten Karlsruher Bürgerumfrage im Jahr 1992 wurden die Karlsruherinnen und Karlsruher in regelmäßigen Abständen gebeten, das Angebot von Einzelhandel und Dienstleistungen in ihrem Stadtteil zu bewerten. Die Fragestellung wurde dabei über die Jahre konstant gehalten. 4.1.1 VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT EINZELHANDELSGESCHÄFTEN Die Versorgung ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften bewerten im Jahr 2016 23,7 % der Befragten mit „sehr gut“, 41,4 % mit „gut“ und 23,7 % mit „befriedigend“. Gegenüber dieser außerordentlich positiven Beurteilung bleiben die Anteile derjenigen, die mit „schlecht“ (8,4 %) oder „sehr schlecht“ (2,8 %) votierten, deutlich zurück. Abbildung 4.01 zeigt das Ergebnis. Über die Jahre betrachtet hat sich die Einschätzung der Nahversorgung im ersten Jahrzehnt der Erhebungen 1992 bis 2002 fortwährend verschlechtert. Erst 2006 wird ein gewisser Meinungsumschwung sichtbar. Die stärksten Verschiebungen im Meinungsbild über die Einzelhandelsversorgung zeigen sich im Jahrzehnt von 2006 bis 2016. Hier ist vor allem der Anteil derjenigen stark gewachsen, die in ihrem Stadtteil eine sehr gute Einzelhandelsausstattung feststellen (2006: 10,9 %; 2016: 23,7 %). Im Jahr 2016 beurteilen insgesamt 65,1 % der Befragten die Versorgung im Stadtteil mit Einzelhandelsgeschäften als „gut“ oder „sehr gut“ und nur 11,2 % bewerten sie mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Einen derart hohen Zufriedenheitsgrad in der Nahversorgung in den Karlsruher Stadtteilen hat es in den letzten 25 Jahren nicht gegeben. Abbildung 4.02 zeigt die Ergebnisse. Abbildung 4.01 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT EINZELHANDELSGESCHÄFTEN „Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften?“ 23,7% 41,4% 23,7% 8,4% gut sehr schlecht 2,8% sehr gut befriedigend schlecht Basis: 4.613 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 19 www.karlsruhe.de Abbildung 4.02 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT EINZELHANDELSGESCHÄFTEN 1992 BIS 2016 ANTEILE „SEHR GUT” + „GUT” SOWIE „SCHLECHT” + „SEHR SCHLECHT“ „Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften?“ 58,6% 53,1% 50,7% 52,0% 46,9% 49,1% 65,1% 17,7% 20,0% 25,3% 26,5% 30,2% 23,9% 11,2% 0% 20% 40% 60% 80% 1992199619992001200220062016 gut + sehr gutschlecht + sehr schlecht Basis: 4.613 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. ERGEBNISSE NACH BEFRAGTENGRUPPEN Obwohl die Einkaufstätigkeit für den täglichen Bedarf zwischen den Geschlechtern sicher nicht gleichverteilt ist, zeigen sich kaum Bewertungsunterschiede zwischen Männern und Frauen. Der „sehr gut“-Anteil fällt unter den Frauen geringfügig höher aus (24,7 %). In der Anhangtabelle 4.01 sind die Ergebnisse der einzelnen Befragtengruppen dargestellt. Zum schnellen Vergleich der einzelnen Gruppen wurde eine Kennziffer (Durchschnittsbewertung) ergänzt, die alle Einschätzungen jeweils gebündelt zu Ausdruck bringt. In den einzelnen Altersgruppen wird die Einzelhandels- versorgung recht unterschiedlich eingeschätzt. Je jünger die Befragten, desto positiver werden die Einkaufsverhältnisse gesehen. So empfi nden 32,1 % der 18- bis unter 30-Jährigen ihre örtliche Einkaufssituation als sehr gut und 44,4 % als gut. Alle anderen Antwortanteile liegen deutlich unter dem städtischen Durchschnitt. Bis zum Lebensalter 80 Jahre wird diese Bewertung von Altersgruppe zu Altersgruppe schlechter. Von den 65- bis unter 80-Jährigen halten nur noch 16,9 % die Einzelhandelsausstattung ihres Stadtteils für sehr gut, andererseits wachsen die Bewertungen „schlecht“ (12,2 %) und „sehr schlecht“ (4,2 %) deutlich an. In der höchsten Altersgruppe (80 Jahre und älter) verbessert sich das Urteil über die lokale Einzelhandelsausstattung allerdings wieder leicht. In den übrigen Befragtengruppen bildet sich in hohem Maße dieses vom Alter geprägte Beurteilungsraster ab. Dies gilt vor allem für die einzelnen Haushaltstypen, den Erwerbsstatus und die Wohndauer im Stadtteil. Nach Bildungsabschlüssen sind kaum Abweichungen vom Durchschnitt festzustellen. Nach Pro-Kopf-Einkommen bewertet die gering verdienende (studentische) Bevölkerung die Einzelhandelsausstattung wiederum am besten. Familien mit Kindern beurteilen die Einzelhandelsausstattung ihres Stadtteils sehr nahe am städtischen Durchschnitt. Unter den Befragten mit ausländischem Pass fällt die Bewertung überdurchschnittlich aus („gut“ + „sehr gut“: 71,5 %; insgesamt: 65,1 %). 20 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Neben den in den jeweiligen Lebensumständen der Befragten begründeten Einschätzungsunterschieden fallen in den Ergebnissen folgende Abhängigkeiten auf: Die höchste Zufriedenheit herrscht unter denjenigen Befragten, die ihren täglichen Bedarf im Stadtteil oder Nachbarstadtteil einkaufen (können). Von ihnen votieren 71 % mit „sehr gut“ oder „gut“ und nur 7,4 % mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Ähnlich positiv fällt das Urteil der Karlsruherinnen und Karlsruher aus, die sich in der Innenstadt oder im Zentrum von Mühlburg versorgen. Befragte mit Ziel Durlach Zentrum bewerten ihre örtliche Situation dagegen deutlich schlechter. Die schlechtesten Einschätzungen kommen aus Stadtteilen, deren Befragte in einem anderen Stadtteil innerhalb Karlsruhes (nicht Durlach oder Mühlburg) oder jenseits der Stadtgrenze einkaufen (müssen). Abbildung 4.03 zeigt die Gegenüberstellung. Abbildung 4.03 ZUFRIEDENHEIT MIT DER EINZELHANDELSVERSORGUNG NACH EINKAUFSORTEN „Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften?“ „Wo liegt das Lebensmittelgeschäft, in dem Sie am häufi gsten einkaufen?“ 36,2% 25,4% 42,1% 21,4% 12,3% 7,4% 11,2% 30,9% 40,1% 32,6% 48,5% 58,8% 71,0% 65,1% 0%20%40%60%80%100% außerhalb Karlsruhes (zum Beispiel Ettlingen, Stutensee, Karlsbad, Waldbronn) in einem anderen Stadtteil innerhalb Karlsruhes im Zentrum von Durlach im Zentrum von Mühlburg in der Innenstadt hier in der Nähe - im Stadtteil oder Nachbarstadtteil Karlsruhe insgesamt gut + sehr gutschlecht + sehr schlecht Basis: 4.592 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 21 www.karlsruhe.de Stark beeinfl usst wird die Bewertung der Einzelhandels- situation auch vom Verkehrsmittel, das beim Einkaufen benutzt wird beziehungsweise benutzt werden kann. Rund ein Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher (26 %) ist bei Einkauf des täglichen Bedarfs zu Fuß unterwegs. Unter ihnen fällt die Bewertung des örtlichen Einzelhandelsangebots am besten aus: 77,8 % votieren mit „sehr gut“ oder „gut“, nur 4,2 % mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Ähnlich urteilen diejenigen 27,3 % der Befragten, die mit dem Fahrrad einkaufen. Von ihnen meinen 69,1 %, ihre Einzelhandelsausstattung sei „sehr gut“ oder „gut“ und 7 % halten sie für „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Die größte Gruppe der Befragten (40,7 %) kauft mit dem Auto ein und urteilt deutlich schlechter über die örtliche Situation. Auf „sehr gut“ oder „gut“ entfallen lediglich 55,1 %, dagegen erreichen schlechte Bewertungen 17,9 %. Wer seine Nahversorgung mit Straßenbahn oder Bus erreicht, sieht die örtlichen Verhältnisse etwas besser als die Autofahrer, aber nicht annähernd so gut wie Fußgänger und Radfahrer. Einen Überblick über diese Einschätzungsunterschiede gibt Abbildung 4.04. Abbildung 4.04 ZUFRIEDENHEIT DER EINZELHANDELSVERSORGUNG NACH FORTBEWEGUNGSMITTELN „Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften?” „Welches Fortbewegungsmittel nutzen Sie hauptsächlich, um dieses am häufi gsten genutzte Lebensmittelgeschäft zu erreichen?” 25,3% 15,2% 14,3% 17,9% 7,0% 4,2% 11,2% 63,6% 57,0% 59,7% 55,1% 69,1% 77,8% 65,1% 0%20%40%60%80%100% Sonstiges werde mitgenommen (von Familie, Freunden, Nachbarn, Bekannten) Straßenbahn/Bus Auto Fahrrad gehe zu Fuß Karlsruhe insgesamt gut + sehr gutschlecht + sehr schlecht Basis: 4.598 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. 22 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 STADTTEILERGEBNISSE Die Bewertungen in den einzelnen Stadtteilen fallen erwartungsgemäß unterschiedlich aus. Sie sind einmal ein Spiegelbild der örtlichen Nahversorgungsausstattung, zum anderen bildet sich in den Stadtteilergebnissen aber auch die räumliche Verteilung der nach Alter unterschiedlich votierenden Bevölkerungsgruppen ab. Die Stadtteilergebnisse sind im einzelnen in Anhangtabelle 4.02 enthalten. In Abbildung 4.05 sind die zusammengefassten Anteile für „gut“ und „sehr gut“ nach Stadtteilen im Zeitvergleich 2006 zu 2016 dargestellt, in Abbildung 4.06 die Anteile für „schlecht“ und „sehr schlecht“ in gleicher Weise. Generell wird die Einschätzung der Einzelhandelsausstattung in den Stadtteilen 2016 weitaus besser eingeschätzt als noch 2006. Dies gilt – auf unterschiedlichem Niveau – fl ächen- deckend im Stadtgebiet mit Ausnahme der Höhenstadtteile. Innenstadt und gründerzeitliche Stadtteile haben in der Regel eine gute Einzelhandelsausstattung, sind aber gleichzeitig auch bevorzugter Wohnort der jungen (studentischen) Bevölkerung, die die Nahversorgungssituation generell positiv sieht. Wenig überraschend ist deshalb das positive Votum der Befragten in der Karlsruher Innenstadt. Dort erreichen die Anteile für „sehr gut“ oder „gut“ mehr als 80 % (Innenstadt- Ost: 84,7 %; Innenstadt-West: 83 %). Spektakuläre Einschätzungsverbesserungen zeigen sich im inneren Stadtgebiet vor allem in der Weststadt (2006: 32 %; 2016: 71,5 %). Die Befragten in Mühlburg (81 %) und Grünwinkel (81,1 %) bewerten ihre Nahversorgungsausstattung ähnlich gut wie in der Innenstadt. Dies ist außerordentlich hoch im Vergleich mit anderen Stadtteilen. In Grünwinkel lag der Anteil „gut“+„sehr gut“ 2006 noch bei 44,9%. Positive Bewertungen von mehr als 70 % liegen in der Südstadt, Weststadt, Südweststadt und der Oststadt vor, darüber hinaus in Durlach, der Waldstadt und Neureut. In den letztgenannten Stadtteilen sowie in der Nordweststadt und Nordstadt sind sprunghafte Einschätzungsverbesserungen festzustellen. In der Regel kann dies auf Neuansiedlungen von Märkten zurückgeführt werden. Unter dem Karlsruher Bewertungsdurchschnitt von 65,1 % („gut“+„sehr gut“) liegen 13 der 27 Karlsruher Stadtteile. In Abbildung 4.06 sind die zusammengefassten Anteile von „schlecht“ und „sehr schlecht“ nach Stadtteilen dargestellt. Hier fallen vor allem Hohenwettersbach (71,7 %) und Stupferich (69,6 %) ins Auge. Nach Weiherfeld-Dammerstock (35,3 %) folgen die übrigen Höhenstadtteile mit Werten um 30 % „schlecht“ und „sehr schlecht“. In der großen Mehrheit der Stadtteile liegen diese Anteile (zum Teil) deutlich unter den Werten von 2006, in Stupferich und Palmbach haben ungünstige Bewertungen aber zugenommen. © YakobchukOlena / Fotolia AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 23 www.karlsruhe.de Abbildung 4.05 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT EINZELHANDELSGESCHÄFTEN 2006 UND 2016 ANTEILE „SEHR GUT” + „GUT“ „Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften?” 9,7% 11,8% 18,7% 23,6% 29,9% 39,5% 40,0% 48,3% 49,3% 51,5% 53,9% 54,6% 60,3% 65,1% 65,8% 66,4% 68,9% 70,5% 71,5% 71,9% 73,7% 74,2% 74,5% 78,2% 81,0% 81,1% 83,0% 84,7% 11,9% 2,2% 6,7% 26,7% 13,3% 31,4% 37,2% 30,2% 40,7% 50,7% 24,2% 40,3% 26,4% 49,1% 50,7% 51,4% 50,0% 46,4% 32,0% 66,9% 54,9% 43,5% 65,7% 63,2% 72,3% 44,9% 70,7% 78,6% 0%20%40%60%80%100% Stupferich Hohenwettersbach Weiherfeld-Dammerstock Wolfartsweier Grünwettersbach Hagsfeld Palmbach Rintheim Daxlanden Knielingen Nordstadt Rüppurr Nordweststadt Grötzingen Oberreut Beiertheim-Bulach Waldstadt Weststadt Oststadt Südweststadt Neureut Durlach Südstadt Mühlburg Grünwinkel Innenstadt-West Innenstadt-Ost 2006 2016 KARLSRUHE Basis: 4.613 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung,Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. 24 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.06 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT EINZELHANDELSGESCHÄFTEN 2006 UND 2016 ANTEILE „SCHLECHT” + „SEHR SCHLECHT” „Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften?” 1,7% 2,9% 3,8% 4,7% 5,1% 5,3% 5,4% 6,9% 7,0% 8,1% 8,2% 8,4% 8,6% 10,3% 10,8% 11,0% 11,2% 12,3% 14,8% 16,3% 21,5% 28,2% 29,5% 32,7% 33,8% 35,3% 69,6% 71,7% 10,9% 11,1% 8,9% 7,3% 16,7% 17,6% 24,3% 31,3% 18,6% 20,8% 16,2% 20,0% 35,9% 35,6% 20,9% 23,4% 23,9% 46,8% 30,9% 23,5% 29,0% 39,5% 33,3% 16,3% 60,0% 55,6% 54,8% 86,7% 0%20%40%60%80%100% Mühlburg Südweststadt Innenstadt-Ost Innenstadt-West Südstadt Oststadt Neureut Weststadt Waldstadt Oberreut Durlach Beiertheim-Bulach Grünwinkel Nordweststadt Grötzingen Rüppurr Nordstadt Daxlanden Hagsfeld Knielingen Rintheim Wolfartsweier Palmbach Grünwettersbach Weiherfeld-Dammerstock Stupferich Hohenwettersbach 2006 2016 KARLSRUHE Basis: 4.613 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung,Karlsruhe Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 25 www.karlsruhe.de In Abbildung 4.07 sind die Anteile für „gut“ und „sehr gut“ kartografi sch auf Stadtviertelebene im Stadtgebiet dargestellt. Dabei wird deutlich, dass in einigen Stadtteilen auch auffällig abweichende Stadtviertelergebnisse zu fi nden sind. So liegt die Bewertung im Beiertheimer Feld (51 %) schlechter als im östlichen (75,3 %) und im mittleren (76,8 %) Teil der Südweststadt. Auch innerhalb Daxlandens kommen unterschiedliche Ein- schätzungen zu Tage. In Alt-Daxlanden (29,1 %) hält ein sehr viel geringerer Teil der Befragten die Ausstattung mit Geschäften für positiv als in den übrigen Stadtvierteln. Am besten urteilt Daxlanden-Ost (72,8 %). Alt- und Neu-Knielingen unterscheiden sich ebenso. In Neu-Knielingen (56 %) wird die Ausstattung (durch EDEKA) besser empfunden als in Alt- Knielingen (38,8 %), wo dem geschlossenen SPAR-Markt kein Angebot gefolgt ist. Auch Oberreut-Feldlage (73,1 %) und -Waldlage (40,7 %) unterscheiden sich deutlich – ausgelöst durch die Lage der Märkte im Stadtteil. In Durlach (74,5 %), das insgesamt eine recht gute Bewertung erhält, fällt das Stadtviertel Bergwald (12,6 %) aus dem Rahmen. Dort ist weder eine Tragfähigkeit für eine eigenständige Nahversorgung gegeben, noch sind (bislang) benachbarte Angebote erreichbar. In den Höhenstadtteilen ist die Bewertung durchweg ungünstig. In Stupferich liegt mit 9,7 % „gut“ + „sehr gut“ stadtweit die niedrigste Einschätzung vor. © industrieblick / Fotolia 26 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.07 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT EINZELHANDELSGESCHÄFTEN NACH STADTVIERTELN ANTEILE „SEHR GUT” + „GUT” 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Karlsruher Durchschnitt: 65,1% Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Einzelhandel: „sehr gut“ + „gut“ 9 % bis unter 25 % 25 % bis unter 50 % 50 % bis unter 75 % 75 % bis unter 100 % Karlsruher Durchschnitt: 65,1 % Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze Stadtteile 01 Innenstadt-Ost 10 Knielingen 19 Durlach 02 Innenstadt-West 11 Grünwinkel 20 Grötzingen 03 Südstadt 12 Oberreut 21 Stupferich 04 Südweststadt 13 Beiertheim-Bulach 22 Hohenwettersbach 05 Weststadt 14 Weiherfeld-Dammerstock 23 Wolfartsweier 06 Nordweststadt 15 Rüppurr 24 Grünwettersbach 07 Oststadt 16 Waldstadt 25 Palmbach 08 Mühlburg 17 Rintheim 26 Neureut 09 Daxlanden 18 Hagsfeld 27 Nordstadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 27 www.karlsruhe.de 4.1.2 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER ÖRTLICHEN EINZELHANDELSAUSSTATTUNG Erstmals wurde in den Themenkreis Nahversorgung eine Frage zur wahrgenommenen Veränderung der Einzelhandels- ausstattung im jeweiligen Stadtteil in den letzten Jahren aufgenommen. Im gesamtstädtischen Ergebnis halten sich erkannte Verbesserungen (21,5 %) und Verschlechterungen (20,3 %) die Waage, während 58,2 % der befragten Karlsruherinnen und Karlsruher der Ansicht sind, die Versorgungslage sei gleich geblieben. In den einzelnen Befragtengruppen variiert diese Einschätzung nur wenig, nach Altersgruppen wird die gleiche Sichtweise deutlich wie bei der grundlegenden Einschätzung des Einzelhandelsangebots – die Bewertung „schlechter geworden“ greift um so mehr Platz, je älter die Befragten sind. Die grundsätzlich positiv gestimmten jüngeren Altersgruppen gehen in hohem Maß von gleichbleibenden Verhältnissen in der Nahversorgung aus. Anhangtabelle 4.03 gibt die Ergebnisse im Einzelnen wieder. Um einiges spannender fallen dagegen die Ergebnisse in den Stadtteilen aus. So bilden sich einmal die objektiv erfolgten Angebotsverbesserungen durch neue Märkte ab. Die Antwort „besser geworden“ kommt vor allem aus Grünwinkel (58,8 %), wo sich in allen Stadtvierteln eine überdurchschnittlich verbesserte Bewertung abzeichnet, am deutlichsten in der Neuen Heidenstückersiedlung (besser geworden: 71,6 %). In der Nordweststadt (43,2 %) sehen alle Stadtviertel eine Verbesserung, stärker am Alten Flugplatz (54,2 %), nicht ganz so ausgeprägt am Rennbuckel (30,1 %). Die Einschätzung in der Südstadt (42,1 %) wird vor allem geprägt durch Bewertungen aus dem östlichen Teil, wo nach dem (erstmaligen) Aufbau einer Nahversorgung 80% der Befragten von Verbesserungen berichten. In der „alten“ Südstadt wird die Situation gleichbleibend eingeschätzt. In Oberreut (41,4 %) klafft die Bewertung wiederum nach Waldlage (17,5 %) und Feldlage (50 %) auseinander. Auch Knielingen (30,6 %) zeigt sich gespalten – wahrgenommenen Verbesserungen in Neu-Knielingen (35,7 %) steht eine schlechte Einschätzung in Alt-Knielingen (besser geworden: 16,4 %) gegenüber. In der Nordstadt (38,8 %) urteilen Hardtwaldsiedlung (21,8 %) und Amerikanersiedlung (47,9 %) sehr unterschiedlich. Die Einschätzung in Neureut (besser geworden: 26,2 %) setzt sich zusammen aus überdurchschnittlichen Werten in Heide (41,3 %) und Kirchfeld (32,5 %) und schlechten Bewertungen in Neureut Süd (9,4 %). Die Einschätzungsunterschiede gehen meist konform mit den Neuansiedlungen von Märkten in diesen Stadtteilen/ Stadtvierteln in den letzten Jahren. Anhangtabelle 4.04 zeigt die Stadtteilergebnisse. In Abbildung 4.08 sind die Ergebnisse in den Stadtvierteln als Karte dargestellt. 28 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.08 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER ÖRTLICHEN EINZELHANDELSAUSSTATTUNG IN DEN STADTVIERTELN ANTEIL „BESSER GEWORDEN“ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Einzelhandel: „besser geworden“ 0 % bis unter 10 % 10 % bis unter 20 % 20 % bis unter 30 % 30 % bis unter 80 % Karlsruher Durchschnitt: 21,5 % Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze Stadtteile 01 Innenstadt-Ost 10 Knielingen 19 Durlach 02 Innenstadt-West 11 Grünwinkel 20 Grötzingen 03 Südstadt 12 Oberreut 21 Stupferich 04 Südweststadt 13 Beiertheim-Bulach 22 Hohenwettersbach 05 Weststadt 14 Weiherfeld-Dammerstock 23 Wolfartsweier 06 Nordweststadt 15 Rüppurr 24 Grünwettersbach 07 Oststadt 16 Waldstadt 25 Palmbach 08 Mühlburg 17 Rintheim 26 Neureut 09 Daxlanden 18 Hagsfeld 27 Nordstadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 29 www.karlsruhe.de Aus einer ganzen Reihe von Stadtteilen kommen aber auch Einschätzungen, die Nahversorgungslage sei schlechter geworden. Dies ist in Abbildung 4.09 auf Ebene der Stadtviertel dargestellt. Besonders betroffen ist der Außen- bereich der Stadt. Dieses Urteil geben in Stupferich nicht weniger als 77,5 % der Befragten ab, in Weiherfeld- Dammerstock 47,9 %, in Grünwettersbach 45,3 % und in Palmbach 32 %. In Daxlanden (schlechter geworden: 33,8 %) weichen vor allem die Meinungen in Alt-Daxlanden (37,9 %) und in der Rheinstrandstrandsiedlung (45,5 %) ab, das Urteil in Knielingen (schlechter geworden: 32,8 %) setzt sich – aus nachvollziehbaren Gründen – aus Alt-Knielingen (51,9 %) und Neu-Knielingen (25,9 %) zusammen. In Rüppurr (schlechter geworden: 28,5 %) empfi ndet vor allem der Südostteil (43,2 %) Verschlechterungen. Der empfundene Abwärtstrend in Alt-Rintheim (32,7 %) kann durch den neuen Markt an der Forststraße künftig umgekehrt werden. Auch Alt-Hagsfeld (30,1 %) empfi ndet überdurchschnittlich stark Verschlechterungen im Einzelhandelsangebot. In Durlach („schlechter geworden“: 28,4 %) überträgt sich offenbar die generelle Unzufriedenheit mit dem Angebotswandel im Einzelhandel des Durlacher Zentrums auch auf die (unveränderte) Nahversorgung 1 . Das kommt besonders im Hanggebiet (39,2 %) und ohnehin im Bergwald (87,4 %; siehe oben) zum Ausdruck. In Grötzingen („schlechter geworden“: 31,7 %) sehen vor allem Befragte nördlich der Pfi nz (36,5 %) Abwärtstendenzen. Wahrgenommene Verschlechterungen hängen in einigen Stadtteilen (zum Beispiel Rintheim, Alt-Knielingen, Daxlanden) mit dem Wegfall von Märkten zusammen. Andererseits wird eine anhaltend als unzureichend empfundene Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ganz offensichtlich als Verschlechterung wahrgenommen – siehe Weiherfeld- Dammerstock oder Stupferich –, auch ohne dass sich am Angebot etwas verändert hat. Eine ausführliche Darstellung der Situation in den einzelnen Stadtteilen erfolgt in den Stadtteilprofi len in Kapitel 5. 1 siehe: Die Attraktivität der Durlacher Innenstadt | Ergebnisse der Bürger- und Passantenumfrage 2013, Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung © industrieblick / Fotolia 30 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.09 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER ÖRTLICHEN EINZELHANDELSAUSSTATTUNGIN DEN STADTVIERTELN ANTEIL „SCHLECHTER GEWORDEN“ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012084 172 Stadtteile 01 Innenstadt-Ost 10 Knielingen 19 Durlach 02 Innenstadt-West 11 Grünwinkel 20 Grötzingen 03 Südstadt 12 Oberreut 21 Stupferich 04 Südweststadt 13 Beiertheim-Bulach 22 Hohenwettersbach 05 Weststadt 14 Weiherfeld-Dammerstock 23 Wolfartsweier 06 Nordweststadt 15 Rüppurr 24 Grünwettersbach 07 Oststadt 16 Waldstadt 25 Palmbach 08 Mühlburg 17 Rintheim 26 Neureut 09 Daxlanden 18 Hagsfeld 27 Nordstadt Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Einzelhandel: „schlechter geworden“ Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze 30 % bis unter 88 % 20 % bis unter 30 % 10 % bis unter 20 % 0 % bis unter 10 % Karlsruher Durchschnitt: 20,3 % AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 31 www.karlsruhe.de 4.1.3 VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT DIENSTLEISTUNGEN Im Jahr 2016 schätzten 21,6 % der Karlsruherinnen und Karlsruher die Ausstattung ihres Stadtteils mit Dienstleistungen als „sehr gut“ ein. Rund die Hälfte der Befragten (47,5 %) betrachtet sie als „gut“. Von „befriedigenden“ Verhältnissen gehen 24,6 % der befragten Bürgerinnen und Bürger aus. Dagegen beurteilen auch bei den Dienstleistungen nur wenige Befragte die örtlichen Verhältnisse als „schlecht“ (5 %) oder „sehr schlecht“ (1,3 %). Das Ergebnis ist in Abbildung 4.10 dargestellt. Abbildung 4.10 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT DIENSTLEISTUNGEN „Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Dienstleistungen?“ 21,6% 47,5% 24,6% 5,0% sehr schlecht 1,3% sehr gut gut befriedigend schlecht Basis: 4.578 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Die Ausstattung mit Dienstleistungen wurde auch zurück- liegend stets besser bewertet als die Einzelhandelsausstattung. Die Veränderungen der Einschätzungen über die Jahre fallen deshalb weniger markant aus. In Abbildung 4.11 ist die Entwicklung der zusammengefassten Anteile von „gut“ + „sehr gut“ beziehungsweise „schlecht“ + „sehr schlecht“ 1992 bis 2016 dargestellt. Dabei zeigt sich eine leicht ansteigende Bewertung. Seit 2006 hat sich der Anteil „sehr gut“ von 14,6 % auf 21,6 % erhöht, der Anteil „gut“ hat sich im gleichen Umfang von 55,1 % auf 47,5 % verringert. Ebenfalls gestiegen ist der Anteil für befriedigend (2006: 21,7 %; 2016: 24,6 %). Abgenommen haben schlechte Bewertungen. Diese Verschiebungen in der Beurteilung heben in der Gesamtschau die Durchschnittsbewertung von 3,7 (2006) auf 4,2 (2016) an – siehe Anhangtabelle 4.05. 32 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.11 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT DIENSTLEISTUNGEN 1992 BIS 2016 ANTEILE „SEHR GUT“ + „GUT“ SOWIE „SCHLECHT“ + „SEHR SCHLECHT“ „Wie beurteilen Sie die Dienstleistungen in Ihrem Stadtteil?“ ERGEBNISSE NACH BEFRAGTENGRUPPEN In den einzelnen Befragtengruppen fallen die Einschätzungs- unterschiede – wie schon bei der Einzelhandelsausstattung – nur entlang des Alters unterschiedlich aus. Auch bei den Dienstleistungen geben Befragte in höherem Lebensalter eine ungünstigere Bewertung ab – allerdings nur bis zum Alter von 80 Jahren. Darüber fällt das Urteil wieder günstiger aus. Bürgerinnen und Bürger bis 30 Jahre sehen ihre örtliche Dienstleistungsausstattung überaus positiv. Diesem altersgesteuerten Grundmuster im Antwortverhalten folgen auch die anderen Befragtengruppen, deutlich wird dies zum Beispiel an den einzelnen Haushaltstypen. Etwas günstiger als im Durchschnitt wird die Dienstleistungs- ausstattung im Stadtteil von Deutschen mit Migrations- hintergrund (Durchschnittsbewertung 4,6) sowie von ausländischen Befragten (4,3) gesehen. Alle Zahlen sind in Anhangtabelle 4.05 enthalten. STADTTEILERGEBNISSE Wie bei der Bewertung der Einzelhandelsausstattung so entfallen auch bei den Dienstleistungen die besten Bewertungen auf die Innenstadt und drei gründerzeitliche Stadtteile. Die zusammengefassten Antwortanteile „sehr gut“ + „gut“ erreichen in der Innenstadt-West 88,6 %, in der Innenstadt- Ost 77,6 %. In der Weststadt (77,3 %), Südweststadt (79,7 %) und der Oststadt (78,7 %) liegen die Einschätzungen ähnlich hoch, nicht jedoch in der Südstadt (69,2 %). Dort liegen im nördlichen Teil hohe Einschätzungen vor (75,7 %), während östlicher (73,2 %) und südlicher Teil (60,5 %) etwas abfallen. Eine hohe Meinung zur örtlichen Dienstleistungsausstattung äußerten darüber hinaus die Befragten in Mühlburg – 85,9 % votierten dort für „sehr gut“ oder „gut“. Gute Einschätzungen erhielt auch Durlach (82,6 %) – mit Ausnahme von Bergwald (17,9 %) und Dornwald-/Untermühlsiedlung (60,3 %) und Rüppurr (76,4 %). Schlecht mit Dienstleistungen ausgestattet ist aus Sicht der dortigen Befragten auch Bulach (20,4 %), während Beiertheim (69,5 %) fast ein innerstädtisches Bewertungsniveau erreicht. In Knielingen ist die Einschätzungs- lücke zwischen Alt-Knielingen (47,1 %) und Neu-Knielingen (65,6 %) nicht ganz so breit wie beim Einzelhandel. Innerhalb Neureuts (69,3 %) bewerten die Befragten aus Heide ungünstiger (38,6 %), während sich der nördliche Teil mit 81,1 % auf gesamtstädtisch höchstem Niveau bewegt. Die aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger schlecht mit Dienst- leistungen ausgestatteten Stadtteile sind teilweise andere als die mit Einzelhandel unzureichend versorgten. Mit Palmbach, Hohenwettersbach und Wolfartsweier werden zwar einige Höhenstadtteile erneut genannt. Für die Dienstleistungen kommen von dort jedoch deutlich bessere Bewertungen als für den Einzelhandel. Nur Hohenwettersbach („gut“ + „sehr gut“: 17,5 %) liegt stark zurück. Die Stadtteilergebnisse sind in Anhangtabelle 4.06 dargestellt. Außerdem zeigt Abbildung 4.12 einen Überblick über die Einschätzungen „sehr gut“ und „gut“ auf Ebene der Stadtviertel. 64,5% 66,0% 71,5% 68,0% 66,3% 69,7% 69,1% 10,4% 10,0% 8,8% 10,1% 10,9% 8,7% 6,3% 0% 20% 40% 60% 80% 1992199619992001200220062016 gut + sehr gutschlecht + sehr schlecht Basis: 4.578 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 33 www.karlsruhe.de Abbildung 4.12 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT DIENSTLEISTUNGEN NACH STADTVIERTELN ANTEILE „SEHR GUT“ + „GUT“ 19 10 26 20 09 16 18 15 21 24 08 07 11 22 06 17 14 04 13 27 12 02 03 23 05 01 25 102 201 263 161 091 193 211 101 262 241 181 191 197 221 083 151 171 261 132 154 195 272 231 072 073 142 121 022 114 182 251 071 202 032 011 043 141 111 061 264 052 041 153 064 062 162 021 081 094 115 194 192 042 082 113 051 271 122 092 063 131 112 031 033 152 093 196 012 084 172 Karlsruher Durchschnitt: 69,1% Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Dienstleistungen „sehr gut“ + „gut“ Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze Stadtteile 01 Innenstadt-Ost 10 Knielingen 19 Durlach 02 Innenstadt-West 11 Grünwinkel 20 Grötzingen 03 Südstadt 12 Oberreut 21 Stupferich 04 Südweststadt 13 Beiertheim-Bulach 22 Hohenwettersbach 05 Weststadt 14 Weiherfeld-Dammerstock 23 Wolfartsweier 06 Nordweststadt 15 Rüppurr 24 Grünwettersbach 07 Oststadt 16 Waldstadt 25 Palmbach 08 Mühlburg 17 Rintheim 26 Neureut 09 Daxlanden 18 Hagsfeld 27 Nordstadt 17 % bis unter 25 % 25 % bis unter 50 % 50 % bis unter 75 % 75 % bis unter 100 % Karlsruher Durchschnitt: 69,1 % 34 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 4.1.4 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER DIENSTLEISTUNGSAUSSTATTUNG Mehr als drei Viertel der befragten Karlsruherinnen und Karlsruher (76,8 %) sehen die Ausstattung ihres Stadtteils mit Dienstleistungen in den letzten Jahren als gleichbleibend an, 10,8 % meinen, die Dienstleitungsausstattung sei besser geworden und 12,4 % sind der Auffassung, sie sei schlechter geworden. Abbildung 4.13 zeigt das Gesamtergebnis. Frauen (12,2 %) sehen eher eine Verbesserung als Männer (9,2 %). In den einzelnen Altersgruppen nimmt mit fortschreitendem Alter der Anteil derjenigen stetig zu, die eine Verschlechterung wahrnehmen – von 3,7 % bei den 18- bis unter 30-Jährigen bis 17,6 % bei den 65- bis 80-Jährigen. Von den 30- bis unter 45-Jährigen sehen 12,6 % andererseits eine Verbesserung. In den angesprochenen Altersgruppen ist der Anteil derjenigen, die gleichbleibende Verhältnisse wahrnehmen, entsprechend abgesenkt. Abbildung 4.13 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER DIENSTLEISTUNGSAUSSTATTUNG „Wie hat sich die Versorgung Ihres Stadtteils mit Dienst- leistungen in den letzten Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt?“ 10,8% 76,8% 12,4% besser geworden gleich geblieben schlechter geworden Basis: 4.535 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Besonders positiv sehen Befragte mit ausländischem Pass („besser“: 16,1 %) sowie befragte Deutsche mit Migrationshintergrund („besser“: 14,6 %) die Entwicklung der Dienstleistungen in ihrem jeweiligen Stadtteil. In den übrigen Befragtengruppen (zum Beispiel Haushaltstyp, Bildungsabschluss und Wohndauer) bildet sich wiederum indirekt die Einschätzung nach Alter ab. Deutlich wird aber auch, dass die jüngere, vor allem studentische Bevölkerung am stärksten eine gleichförmige Entwicklung der Dienstleistungen feststellt. So gehen zum Beispiel 90,1 % der Befragten in Wohngemeinschaften von gleichbleibenden Verhältnissen aus, von den Schülern, Studenten und in Berufsausbildung Stehenden 87,7 %. Die Ergebnisse der einzelnen Befragtengruppen sind in Anhangtabelle 4.07 dargestellt. STADTTEILERGEBNISSE Nur in wenigen Stadtteilen werden überdurchschnittliche Verbesserungen wahrgenommen. Auffällige Anteile für „besser“ sind in Grünwinkel (24,5 %) – dort vor allem in Alt-Grünwinkel (31,1 %) –, in der Südstadt (24,2 %), in Mühlburg (13,9 %) und in Durlach (13,1 %) festzustellen. Das Antwortmuster in der Südstadt folgt der Einschätzung zum Einzelhandelsangebot und ist wiederum stark von der Südstadt-Östlicher Teil geprägt. In Grünwinkel deckt sich die positive Wertung ebenfalls mit der wahrgenommenen Veränderung des Einzelhandels. In den B-Zentren Mühlburg und Durlach kann sich das Dienstleistungsangebot eigenständig behaupten. Die Stadtteilergebnisse sind in Anhangtabelle 4.08 zu fi nden. In den meisten Stadtteilen mit überdurchschnittlichen Antwortanteilen für „schlechter geworden“ deckt sich diese Einschätzung mit ähnlich lautenden Bewertungen der jeweiligen Einzelhandelsausstattung. Dies gilt vor allem für die Höhenstadtteile. In Wolfartsweier (31,7 %), Palmbach (28,3 %) und Stupferich (22,8 %) sind zahlreiche Befragte der Auffassung, das Dienstleistungsangebot habe sich verschlechtert. Nicht anders ist es in Weiherfeld-Dammerstock (29,1 %) und Knielingen (23,1 %; Alt-Knielingen 38,8 %), aber auch in der Nordweststadt (19,5 %), Rintheim (19,1 %), Daxlanden (17,9 %) und Hagsfeld (17,1 %). In Alt-Hagsfeld sehen sogar 27,8 % der Befragten eine Verschlechterung. In Rüppurr, dessen Dienstleistungen recht gut eingeschätzt werden, empfi nden dennoch 16,1 % einen Abbau des Dienstleistungsangebots. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 35 www.karlsruhe.de 4.2 EINKAUF VON LEBENSMITTELN Die Karlsruherinnen und Karlsruher wurden seit 2001 im Rahmen der Bürgerbefragung zu ihren Einkaufsgewohnheiten befragt. Die Befragten sollten unter anderem angeben, welche Geschäfte sie aufsuchen, wo diese Geschäfte liegen und Fragen zum bevorzugten Verkehrsmittel beantworten. Die dazu gestellten Fragen wurden in den letzten Befragungen erweitert, erlauben jedoch stellenweise einen Zeitvergleich. 2016 wurden Bio-Supermärkte und Drogeriemärkte zum Lebensmitteleinkauf hinzugenommen. 4.2.1 BEVORZUGTE GESCHÄFTE ÜBERBLICK Für die Karlsruherinnen und Karlsruher ist der Supermarkt der am häufi gsten besuchte Ladentyp für Lebensmitteleinkäufe. Wie Abbildung 4.14 zeigt, geben 34,1 % an, mehrmals die Woche, 37,6 % einmal pro Woche in einem Supermarkt einzukaufen. Weitere 16,6 % kaufen 1- bis 2-mal im Monat in einem Supermarkt ein. Die Discounter folgen auf Platz zwei mit 25,1 % bei mehrmaligen Einkäufen pro Woche und 37,0 % bei wöchentlichen Einkäufen. 17,1 % kaufen 1- bis 2-mal im Monat in einem Discounter ein. Lediglich 5,7 % der Befragten geben an, nie bei einem Discounter einzukaufen. Mit einem Anteil von 10,1 % stehen die kleinen Lebensmittelläden gegenüber Supermärkten und Discountern auf Rang drei, wenn es um mehrmalige Einkäufe pro Woche geht. Auch bei wöchentlichen Einkäufen kommen die kleinen Läden nur auf einen Anteil von 13,5 %, bei Einkäufen 1- bis 2-mal pro Monat auf 17,3 %. Die meisten Befragten – zusammen genommen fast die Hälfte – nutzen kleine Lebensmittelläden selten (26,2 %) oder nie (20,1 %). Die in der Befragung neu aufgenommenen Drogeriemärkte werden zwar nicht so häufi g für Lebensmitteleinkäufe besucht, doch geben nur 14,8 % der Befragten an, seltener oder nie in einem Drogeriemarkt Lebensmittel einzukaufen. Für regelmäßige Einkäufe erfahren sie mit 6,3 % (mehrmals pro Woche) und 25,4 % (einmal pro Woche) stärkeren Zuspruch als kleine Geschäfte. Ebenfalls für die regelmäßigen Einkäufe weniger relevant sind Wochenmärkte, die erstmals abgefragten Bio-Supermärkte und die großen Verbrauchermärkte. Der Anteil der Befragten, der mindestens einmal pro Woche in einem dieser drei Vertriebsformate einkauft, ist deutlich geringer als bei Supermärkten und Discountern, die Nutzungshäufi gkeit entspricht derjenigen von kleinen Lebensmittelläden. Wochenmärkte werden – organisatorisch bedingt – nur von 4,6 % der Befragten mehrmals pro Woche zum Einkaufen aufgesucht. Mit 19,3 % erreichen sie einen moderaten Anteil an Kunden, die das Angebot des Wochenmarktes für wöchentliche Einkäufe nutzen. Weitere 16,4 % kaufen 1- bis 2-mal im Monat auf einem Wochenmarkt ein. Allerdings nutzen auch 18,1 % der Befragten nie einen Wochenmarkt zum Einkaufen. Die Bio-Supermärkte spielen eine eher untergeordnete Rolle für regelmäßige Einkäufe, denn über die Hälfte der Befragten geben an, seltener (26,3 %) oder nie (27,3 %) in einem Bio-Supermarkt einzukaufen. Im Falle der Verbrauchermärkte sind die Lage der Märkte und das Volumen der Einkäufe zu bedenken. Seltenere Besuche bedeuten nicht zwingend einen geringeren Umsatz, sondern können mit mengenmäßig größeren Einkäufen verbunden sein. Dies trägt sicherlich zur geringen Zahl an Kunden, die mehrmals pro Woche in einem großen Verbrauchermarkt einkaufen, von 3,2 % bei. Für wöchentliche Einkäufe werden die Verbrauchermärkte bereits von 16,1 %, für Einkäufe 1- bis 2-mal pro Monat von weiteren 22,3 % der Karlsruherinnen und Karlsruher aufgesucht. Hofl äden werden eher unregelmäßig aufgesucht und kaum für den wöchentlichen Einkauf genutzt (0,9 % mehrmals und 3,6 % einmal pro Woche). Rund ein Viertel (26,1 %) nutzten sie seltener und 52,6 % der Karlsruherinnen und Karlsruher beziehen nie Lebensmittel direkt vom Erzeuger. 36 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.14 BESUCHSHÄUFIGKEIT DER VERSCHIEDENEN BETRIEBSFORMEN „Wenn Sie Lebensmittel einkaufen, gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten. Geben Sie bitte an, wie häufi g Sie die folgenden Einkaufsmöglichkeiten nutzen.“ 0,9% 3,2% 4,3% 4,6% 6,3% 10,1% 25,1% 34,1% 3,6% 16,1% 10,7% 19,3% 25,4% 13,5% 37,0% 37,6% 6,5% 22,3% 15,8% 16,4% 41,3% 17,3% 17,1% 16,6% 10,3% 18,9% 15,6% 16,5% 12,2% 12,8% 6,9% 5,3% 26,1% 24,2% 26,3% 25,0% 8,8% 26,2% 8,0% 4,6% 52,6% 15,3% 27,3% 18,1% 6,0% 20,1% 5,7% 1,8% 0%20%40%60%80%100% Hofladen Verbrauchermarkt Bio-Supermarkt Wochenmarkt Drogeriemarkt kleiner Laden Discounter Supermarkt mehrmals pro Wocheeinmal pro Woche1 bis 2 Mal pro Monatmehrmals pro Jahrseltenernie Basis: 4.529 Befragte. Stadt Karlsruhe| Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung © mihi / Fotolia AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 37 www.karlsruhe.de Der Aufstieg der Discounter und der Niedergang kleiner Lebensmittelläden ist im Vergleich zu den vergangenen Befragungen sehr deutlich zu sehen (siehe Abbildung 4.15). Der Supermarkt kann trotz geringer Anteilsverluste bei Befragten, die mindestens einmal pro Woche in einem Supermarkt einkaufen, seine Rolle als wichtigster Markttyp halten. Die Discounter werden immer beliebter und können ihre Anteile wieder weiter ausbauen. Den größten Anteilsverlust müssen abermals die kleinen Lebensmittelläden hinnehmen und auch die Wochenmärkte verlieren an Bedeutung. Waren die kleinen Lebensmittelläden 2001 noch der wichtigste Markttyp, haben sie 2016 nur noch ähnlich hohe Anteile wie die Wochenmärkte. Verbrauchermärkte und Hofl äden zeigen nur wenig Veränderung. Der zeitliche Verlauf für die regelmäßigen Einkäufe in den einzelnen Markttypen (mehrmals und einmal pro Woche zusammengenommen) ist in Abbildung 4.15 dargestellt. Abbildung 4.15 BESUCHSHÄUFIGKEIT DER VERSCHIEDENEN BETRIEBSFORMEN EINMAL PRO WOCHE UND HÄUFIGER „Wenn Sie Lebensmittel einkaufen, gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten. Geben Sie bitte an, wie häufi g Sie die folgenden Einkaufsmöglichkeiten nutzen.“ 4,5% 19,3% 15,0% 23,9% 31,7% 23,6% 62,1% 71,7% 3,7% 21,3% 32,6% 40,5% 54,7% 75,4% 2,9% 22,9% 41,6% 79,1% 44,5% 76,7% 0%20%40%60%80%100% Hofladen Verbrauchermarkt Bio-Supermarkt Wochenmarkt Drogeriemarkt kleiner Laden Discounter Supermarkt 2001 2006 2016 Basis: 4.529 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. 38 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.16 EINKAUFEN IM SUPERMARKT „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf zu einem Lebensmittelsupermarkt mit vollem Sortiment?“ 34,1% 40,8% 42,5% 37,6% 34,6% 34,2% 16,6% 11,9% 11,6% 5,3% 2,0% 1,8% 4,6% 4,1% 5,3% 1,8% 6,5% 4,7% 0%20%40%60%80%100% 2016 2006 2001 mehrmals pro Wocheeinmal pro Woche1- bis 2-mal pro Monatmehrmals pro Jahrseltenernie Basis: 4.506 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung SUPERMARKT Im Vergleich mit der Umfrage von 2006 kann der Supermarkt seine Position als wichtigste Anlaufstelle für die regelmäßigen Einkäufe halten. Die rückläufi ge Tendenz für mehrmaliges Einkaufen pro Woche in Supermärkten (Abbildung 4.16) zeigt sich im Rückgang von 6,7 Prozentpunkten gegenüber 2006. Allerdings steigen die Anteile der Befragten, die einmal pro Woche einen Supermarkt aufsuchen von 34,6 % auf 37,6 % und derer, die 1- bis 2-mal im Monat im Supermarkt einkaufen von 11,9 % auf 16,6 %. Aus den Beobachtungen kann der Schluss gezogen werden, dass zwar die Häufi gkeit, mit der in Supermärkten eingekauft wird, abnimmt, die Einkaufsintervalle aber lediglich gedehnt werden. Eine Erklärung für diese Entwicklung können die weiteren Wege sein. In den letzten Jahren sind einige Supermärkte an älteren Standorten aufgegeben und in neuen Lagen neu eröffnet worden (zum Beispiel in der Nordweststadt, Neureut oder in Knielingen). Mengenmäßig größere und somit auch seltenere Einkäufe und längere Haltbarkeiten durch produkttechnische Entwicklungen spielen sicherlich ebenfalls eine Rolle. Innerhalb der einzelnen Befragtengruppen zeichnen sich kaum Unterschiede ab (siehe Anhangtabelle 4.09). Die Supermärkte werden von allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen aufgesucht. Lediglich ältere Alleinstehende und Arbeitslose suchen sie etwas weniger häufi g auf. Im Vergleich der Stadtteile zueinander fällt auf, dass die Bewohner der Höhenstadtteile insgesamt mehr in Supermärkten einkaufen, was sicherlich mit am Mangel an lokalen Alternativen liegt. In den anderen Stadtteilen ermöglicht die Vielfalt der Angebote eine alternative Versorgung, aber auch hier ist der Supermarkt der am häufi gsten besuchte Ladentyp für die Nahversorgung. Weitere Ergebnisse sind in Anhangtabelle 4.10 und im Abschnitt Kombination von Angebotsformen dargestellt. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 39 www.karlsruhe.de DISCOUNTER Die Discounter erfreuen sich steigender Beliebtheit für die Erledigung häufi ger Einkäufe. Der Anteil der Karlsruherinnen und Karlsruher, die mehrmals pro Woche zum Discounter gehen, steigt kontinuierlich von 14,2 % (2001), über 20,3 % (2006) auf 25,1 % (2016) an. Auch der Anteil derer, die einmal pro Woche beim Discounter einkaufen, hat sich gegenüber 2006 von 34,4 % auf 37,0 % erhöht. Mögliche Vorbehalte, die sich in den vergangenen Befragungen in einem etwa doppelt so großen Anteil an Befragten, die nie einen Discounter aufsuchen, niederschlugen, scheinen zu schwinden. Nur noch 5,7 % der Karlsruherinnen und Karlsruher sagen aus, nie bei einem Discounter einzukaufen. Ein Grund hierfür können geographische Synergieeffekte mit Supermärkten sein, denn teilweise ergänzen sich die beiden Markttypen in direkter Nachbarschaft zueinander aus Kundensicht. Solche Standorte sind in Grötzingen (EDEKA und Lidl), Beiertheim-Bulach (real und Aldi), Grünwinkel (Aldi und Hit), der Oststadt (REWE, Aldi und Lidl) sowie in der Nordweststadt (REWE und Penny) zu fi nden. Abbildung 4.17 EINKAUFEN BEIM DISCOUNTER „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf zu einem Lebensmitteldiscounter?“ 25,1% 20,3% 14,2% 37,0% 34,4% 30,3% 17,1% 21,1% 27,7% 6,9% 3,5% 5,2% 8,0% 8,1% 10,1% 5,7% 12,6% 12,6% 0%20%40%60%80%100% 2016 2006 2001 mehrmals pro Wocheeinmal pro Woche1- bis 2-mal pro Monatmehrmals pro Jahrseltenernie Basis: 4.529 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Die Discounter werden von allen Befragtengruppen ähnlich häufi g aufgesucht. Erwartungsgemäß steigt lediglich die Häufi gkeit, mehrmals wöchentlich beim Discounter einzukaufen, je geringer das Pro-Kopf-Einkommen des Haushalts ist (siehe Anhangtabelle 4.11). Ähnlich wie bei den Supermärkten, fällt die Besuchshäufi gkeit bei Discountern in den Höhenstadtteilen sowie in Weiherfeld-Dammerstock geringer aus. Das Fehlen eines Lebensmittelgeschäfts mit adäquatem Sortiment in näherer Umgebung veranlasst die Haushalte dazu, die Besorgungen in größeren und selteneren Einkaufsfahrten zu erledigen. Die jeweiligen Ergebnisse sind in Anhangtabelle 4.12 zu fi nden. 40 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.18 EINKAUFEN IN EINEM KLEINEN LEBENSMITTELLADEN „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf in einen kleinen Lebensmittelladen?“ 10,1% 21,0% 55,8% 13,5% 19,5% 23,4% 17,3% 12,9% 6,5% 12,8% 3,8% 1,3% 26,2% 15,4% 8,3% 20,1% 27,4% 4,8% 0%20%40%60%80%100% 2016 2006 2001 mehrmals pro Wocheeinmal pro Woche1- bis 2-mal pro Monatmehrmals pro Jahrseltenernie Basis: 4.400 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. DROGERIEMARKT Obwohl Drogeriemärkte nicht zu den klassischen Geschäften gehören, in denen Lebensmittel eingekauft werden, scheinen sie mit ihren Sortimenten (Getränke, Knabbergebäck und Süßwaren, gluten- oder laktosefreie Produkte, Babynahrung, Tees und Bio-Produkte) bestimmte Nischen auszufüllen, denn frische oder kühlpfl ichtige Produkte führen die Drogeriemärkte normalerweise nicht. So lässt sich erklären, dass Drogeriemärkte von 6,3 % der Befragten mehrmals und von 25,4 % einmal pro Woche für Lebensmitteleinkäufe KLEINER LEBENSMITTELLADEN Die kleinen Lebensmittelläden werden insgesamt weniger für den regelmäßigen Einkauf genutzt. 2001 hatten kleine Lebensmittelläden noch einen Anteil von annähernd 80 % bei mindestens wöchentlichen Einkäufen (siehe hierzu auch Abbildung 4.15). Der Anteil der Karlsruherinnen und Karlsruher, die angeben, mehrmals pro Woche in einem kleinen Lebensmittelgeschäft einzukaufen, sinkt von 55,8 % im Jahr 2001 über 21,0 % im Jahr 2006 auf nur mehr 10,1 % in der jüngsten Befragung (siehe Abbildung 4.18). Selbst für Einkäufe einmal pro Woche werden sie aktuell nur noch von 13,5 % der Befragten aufgesucht, was einen Rückgang von 6 Prozentpunkten zur Befragung von 2006 bedeutet. Die kleinen Lebensmittelgeschäfte haben für die Nahversorgung sehr stark an Bedeutung verloren. Die Zahl der inhaber- geführten kleinen Lebensmittelgeschäfte (ohne Weinläden oder auf nur ein Angebot spezialisierte Geschäfte) ist zwischen 2006 und 2016 von 86 auf 64 gesunken, was einem Rückgang von rund 25 % entspricht. Ihr Bedeutungsverlust im Zuge der Zentralisierung und Filialisierung im Lebensmitteleinzelhandel wird im zeitlichen Vergleich gegenüber der Bürgerumfrage 2001 noch einmal in seiner Tragweite erkennbar. Wie Anhangtabelle 4.13 zeigt, zeichnet sich bei älteren Menschen eine leicht höhere Frequenz ab, kleine Lebensmittel- geschäfte aufzusuchen. Nach Staatsangehörigkeit betrachtet, sind Kunden der kleinen Lebensmittelgeschäfte, die diese mehr als einmal pro Monat aufsuchen, öfter Nicht-deutsche oder haben einen Migrationshintergrund. Die kleinen Lebensmittelgeschäfte werden nicht selten von Einwanderern betrieben. Die Kundschaft fi ndet heimische, vertraute Produkte und wird womöglich in der Muttersprache bedient. Das unterstreicht die Tatsache, dass die Einkaufshäufi gkeit in kleinen Lebensmittelläden mit der Wohndauer im Stadtteil zunimmt. Die Anteile variieren unter den Stadtteilen kaum (siehe Anhangtabelle 4.14). Nur in Stupferich und Grünwettersbach kaufen die Anwohner etwas häufi ger in kleinen Lebensmittelgeschäften ein. Dort fehlen größere Supermärkte und Discounter. aufgesucht werden. Darüber hinaus kaufen 41,3 % der Karlsruherinnen und Karlsruher ein- bis zweimal im Monat Lebensmittel in einem Drogeriemarkt ein. Insbesondere Frauen und Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren nutzen den Einkauf in Drogeriemärkten auch zur Versorgung mit speziellen Lebensmitteln. Ein Zeitvergleich kann leider nicht gegeben werden, da die Nutzung von Drogeriemärkten zum Lebensmitteleinkauf in der Bürgerumfrage 2016 erstmalig erhoben wurden. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 41 www.karlsruhe.de WOCHENMARKT Da es nicht in allen Karlsruher Stadtteilen Wochenmärkte gibt und diese nur in Einzelfällen mehrmals pro Woche stattfi nden, ist es nicht verwunderlich, dass nur 4,6 % der Befragten mehrmals pro Woche an einem Marktstand einkaufen. Unter Berücksichtigung dessen, nehmen die Wochenmärkte eine ähnliche Stellung wie die kleinen Lebensmittelläden ein. Weitere 19,3 % geben an, einmal pro Woche auf einen Wochenmarkt zu gehen. Fast ein Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher nutzt Wochenmärkte demnach mindestens einmal pro Woche, wohingegen 18,1 % der Befragten nie auf einen Wochenmarkt gehen. Die Entwicklung zeigt auch bei den Wochenmärkten rückläufi ge Tendenzen bei den regelmäßigen Einkäufen. In der Umfrage 2001 gaben noch 12,8 % der Befragten an, mehrmals pro Woche an einem Marktstand einzukaufen, 2006 noch 8,0 % und schließlich 2016 nur noch 4,6 %. Einmal pro Woche kauften 2001 noch 28,9 %, 2006 24,6 % und 2016 schließlich 19,3 % auf einem Wochenmarkt ein. Positiv zu erwähnen ist, dass der Anteil derer, die nie auf einem Wochenmarkt oder an einen Marktstand einkaufen, gegenüber 2006 von 28,9 % auf 18,1 % zurückgegangen ist. Die Marktstandbetreiber können sich also zumindest über eine breitere Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger bei allerdings sinkender Frequenz freuen. Abbildung 4.19 EINKAUFEN AUF DEM WOCHENMARKT „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf auf den Wochenmarkt oder an einen Marktstand?“ 4,6% 8,0% 12,8% 19,3% 24,6% 28,9% 16,4% 15,4% 13,3% 16,5% 5,9% 5,2% 25,0% 17,1% 16,2% 18,1% 28,9% 23,7% 0%20%40%60%80%100% 2016 2006 2001 mehrmals pro Wocheeinmal pro Woche1- bis 2-mal pro Monatmehrmals pro Jahrseltenernie Basis: 4.306 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Mit steigendem Einkommen steigt die Häufi gkeit, mit der auf Wochenmärkten regelmäßig eingekauft wird. Ältere über 65 Jahren und Alteingesessene gehören häufi ger zum Kundenstamm der Marktstandbetreiber. Für jüngere unter 30 Jahren scheinen Wochenmärkte wenig relevant für die Nahversorgung zu sein. Nur 8,7 % nutzen Wochenmärkte für wöchentliche oder häufi gere Einkäufe (siehe Anhangtabelle 4.17). Für die regelmäßigen Einkäufe werden Wochenmärkte in einigen Stadtteilen noch gut angenommen. In der Waldstadt, in Rüppurr, in Weiherfeld-Dammerstock und der Weststadt kauft mehr als ein Drittel der Befragten mindestens einmal pro Woche an einem Marktstand ein. Gegenüber 2001 und 2006 stellt dies dennoch einen deutlichen Rückgang dar, wie Abbildung 4.20 verdeutlicht. 2001 gab es noch 18 Stadtteile, in denen mehr als ein Drittel der Befragten mindestens einmal pro Woche auf den Wochenmarkt gehen, 2006 nur noch 12. 42 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.20 LEBENSMITTEL EINKAUFEN AUF DEM WOCHENMARKT ODER AN EINEM MARKTSTAND – STADTTEILERGEBNISSE ANTEILE „MEHRMALS PRO WOCHE“ + „EINMAL PRO WOCHE“ ZUSAMMENGEFASST Karlsruher Durchschnitt: 23,9% Einkaufen auf dem Wochenmarkt 2001 2006 2016 Karlsruher Durchschnitt: 23,9 % Stadtteile 01 Innenstadt-Ost 10 Knielingen 19 Durlach 02 Innenstadt-West 11 Grünwinkel 20 Grötzingen 03 Südstadt 12 Oberreut 21 Stupferich 04 Südweststadt 13 Beiertheim-Bulach 22 Hohenwettersbach 05 Weststadt 14 Weiherfeld-Dammerstock 23 Wolfartsweier 06 Nordweststadt 15 Rüppurr 24 Grünwettersbach 07 Oststadt 16 Waldstadt 25 Palmbach 08 Mühlburg 17 Rintheim 26 Neureut 09 Daxlanden 18 Hagsfeld 27 Nordstadt Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze 100 % 50 % 25 % Stadtteile mit Wochenmarkt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 43 www.karlsruhe.de BIO-SUPERMARKT Bio-Supermärkte gehören noch nicht zum allgegenwärtigen Angebot in der Nahversorgung. Neben den höheren Preisen erklärt diese Tatsache ein Stück weit die geringen Anteile derer, die angeben, mehrmals beziehungsweise einmal pro Woche in einem Bio-Supermarkt einzukaufen (4,3 % und 10,7 %). Selbst der Anteil von Karlsruherinnen und Karlsruhern, die ein- bis zweimal im Monat in einem Bio-Supermarkt einkaufen, liegt bei vergleichsweise geringen 15,8 %. Mehr als jeder Vierte (27,3 %) gab an, nie in einem Bio-Supermarkt einzukaufen. Ein Zeitvergleich ist nicht möglich, da die Bio- Supermärkte in der Bürgerumfrage 2016 erstmalig erhoben wurden. Für den regelmäßigen Einkauf spielen die Bio-(Super) Märkte somit eine eher geringe Rolle (siehe Abbildung 4.14). Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren zählen häufi ger zu den Kunden der Bio-Supermärkte. Von ihnen geben 7,1 % an, mehrmals pro Woche und 15,1 % einmal pro Woche dort einzukaufen. Bei Haushalten ohne Kinder liegen die Anteile bei 3,5 % und 9,6 %. Der Anteil der Haushalte ohne Kinder unter 18 Jahren, der angibt, nie in einem Bio-Supermarkt einzukaufen, ist mit 30,2 % etwa doppelt so groß wie bei Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren (15,9 %). Das spiegelt sich auch bei den Altersklassen wider. 30- bis unter 45-Jährige kaufen häufi ger als andere Altersgruppen in Bio- Supermärkten ein. Von ihnen geben 5,1 % an, mehrmals und 12,3 % einmal pro Woche einen Bio-Supermarkt aufzusuchen. In dieser Altersgruppe gehen nur 18,3 % dort nie einkaufen. Bei den 45- bis unter 65-Jährigen kaufen 6,2 % mehrmals und 13,6 % einmal pro Woche in einem Bio- Supermarkt ein; 22,8 % geben an, dort nie einzukaufen. Menschen über 65 Jahre besuchen dagegen Bio-Supermärkte seltener. Mehr als die Hälfte (53,9 %) der über 80-Jährigen nutzt nie Bio-Supermärkte für Lebensmitteleinkäufe. Zudem haben Bildungsstand und Einkommen einen erkennbaren Einfl uss auf das Einkaufsverhalten bei Bio-Supermärkten (siehe Anhangtabelle 4.19). Je niedriger Bildungsabschluss oder Einkommen, desto niedriger die Neigung in Bio-Supermärkten einzukaufen. Bei genauerer Betrachtung der Stadtteile zeichnet sich zunächst ein unregelmäßiges Bild zwischen Kern- und Außenbereich ab, das erkennen lässt, dass die räumliche Nähe zu einem Bio-Supermarkt keinen direkten Einfl uss auf die Besuchshäufi gkeit hat. In Stadtteilen, in denen ein Bio- Supermarkt vorhanden ist, wird er nicht zwingend häufi ger genutzt (zum Beispiel Grünwinkel), in anderen Stadtteilen ohne Bio-Supermarkt aber umso mehr (zum Beispiel Nordstadt). VERBRAUCHERMARKT Die großen Verbrauchermärkte werden für mengenmäßig größere Einkäufe genutzt: Über 40 % der befragten Haushalte kauften mindestens einmal pro Monat hier ein. Die meist längeren Wege werden in der Regel mit dem Auto zurückgelegt, wodurch größere Mengen transportiert und viele Produkte auf Vorrat gekauft werden können. Vor 15 Jahren gab noch jeder zweite Befragte (49 %) an, mindestens einmal pro Monat den Lebensmitteleinkauf hier zu tätigen (siehe Abbildung 4.21). Dies bedeutet einen deutlichen Verlust an Kunden für die großen Verbrauchermärkte. © marog-pixcells / Fotolia 44 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.21 EINKAUFEN IM VERBRAUCHERMARKT „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf in einen großen Verbrauchermarkt auch mit anderem Sortiment?“ 3,2% 6,1% 6,0% 16,1% 15,2% 16,9% 22,3% 23,0% 26,1% 18,9% 9,1% 10,1% 24,2% 15,9% 19,6% 15,3% 30,7% 21,3% 0%20%40%60%80%100% 2016 2006 2001 mehrmals pro Wocheeinmal pro Woche1- bis 2-mal pro Monatmehrmals pro Jahrseltenernie Basis: 4.435 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Bei den Befragten, die angeben, ein- bis zweimal im Monat in einem großen Verbrauchermarkt einzukaufen, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass Deutsche ohne Migrations- hintergrund Verbrauchermärkte seltener nutzen als Ausländer. Deutsche ohne Migrationshintergrund haben hier einen Anteil von 20,8 %, Deutsche mit Migrationshintergrund 23,5 % und Ausländer 30,1 %. Mit steigendem Bildungsstand nimmt die Häufi gkeit ab, mit der in Verbrauchermärkten eingekauft wird. Wohngemeinschaften und alleinlebende Seniorenhaushalte sind zwei Haushaltstypen, die seltener in großen Verbrauchermärkten einkaufen. Bei Wohngemein- schaften spielt vermutlich der höhere Anteil an Studierenden und die geringere PKW-Verfügbarkeit eine Rolle. Bei den Seniorinnen und Senioren ist der Anteil, der angibt, nie in Verbrauchermärkten einzukaufen, mit 33,4 % höher als bei allen anderen Gruppen. Was zunächst überrascht, da die Barrierefreiheit in der Regel gegeben und die Mobilität nicht zwingend eingeschränkt ist, denn getragen wird die Tendenz nur teilweise von den über 80-Jährigen (siehe Anhangtabelle 4.21). Bei Seniorinnen und Senioren im Allgemeinen scheinen die Verbrauchermärkte als Vertriebsformate weniger Anklang zu fi nden. In manchen Stadtteilen, in denen sich ein Verbrauchermarkt befi ndet oder von denen aus einer gut erreichbar ist, werden Lebensmitteleinkäufe häufi ger dort erledigt. Die beiden Märkte (Hit und Kaufl and) in Grünwinkel liegen beispielsweise ebenfalls günstig für Kunden aus Mühlburg und Daxlanden, was die höheren Anteile bei wöchentlichen Einkäufen erklären kann. In Wolfartsweier geben mehr Befragte an, einmal pro Woche in einem Verbrauchermarkt einzukaufen. Hierfür kann das weniger ausdifferenzierte Angebot im Stadtteil ausschlaggebend sein (siehe auch Abbildung 4.2 in Kapitel 4.1). Haushalte von Stadtteilen mit schlechter Ausstattung fahren eher zu den großen Verbrauchermärkten (zum Beispiel Rüppurr 63,4 % mindestens einmal pro Monat; siehe Anhangtabelle 4.22). AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 45 www.karlsruhe.de Abbildung 4.22 EINKAUFEN BEIM ERZEUGER „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf direkt zum Bauernhof/zum Erzeuger/Hofl aden?“ 0,9% 0,9% 0,5% 3,6% 2,8% 2,3% 6,5% 4,9% 3,8% 10,3% 6,0% 4,9% 26,1% 11,2% 12,4% 52,6% 74,1% 76,0% 0%20%40%60%80%100% 2016 2006 2001 mehrmals pro Wocheeinmal pro Woche1- bis 2-mal pro Monatmehrmals pro Jahrseltenernie Basis: 4.465 Befragte. Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung HOFLADEN Hofl äden werden kaum für den wöchentlichen oder häufi geren Einkauf genutzt. Nur jeder Neunte (11 %) kauft mindestens ein- bis zweimal im Monat in einem Hofl aden ein. Sicherlich spielt die für die Mehrheit der Karlsruherinnen und Karlsruher schlechte Erreichbarkeit der Läden hierfür eine entscheidende Rolle. Die Anteile haben sich in den letzten beiden Befragungen geringfügig erhöht (siehe Abbildung 4.22). Sehr deutlich sinkt der Anteil derer, die nie einen Hofl aden aufsuchen von 74,1 % auf 52,6 %. Die Tendenz zu Bio-Produkten und Qualität wird demnach geringfügig durch die Tendenz zu regionalen Produkten ergänzt. Zur Kundenklientel der Hofl äden zählen am ehesten Familien mit Kindern unter 18 Jahren, ältere Paare und Senioren. Geringverdiener, Auszubildende und Studierende nutzen Hofl äden erwartungsgemäß seltener. Außer in Rüppurr und Durlach werden Hofl äden auch noch von den Bewohnern der Höhenstadtteile etwas häufi ger besucht als im Durchschnitt. Für sie sind die Gärtnereien in Wolfartsweier von Bedeutung. 46 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.23 ZUSAMMENSETZUNG NAHVERSORGUNG – SUPERMARKT „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf ....“ Abbildung 4.24 ZUSAMMENSETZUNG NAHVERSORGUNG – DISCOUNTER „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf ....“ 0% 20% 40% 60% 80% 100% Biomarkt Hofladen Discounter Drogeriemarkt Supermarkt Wochenmarkt Verbrauchermarkt kleiner Lebensmittelladen Basis: 3.229 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung 0% 20% 40% 60% 80% 100% Biomarkt Hofladen Discounter Drogeriemarkt Supermarkt Wochenmarkt Verbrauchermarkt kleiner Lebensmittelladen Basis: 2.814 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung KOMBINATION VON ANGEBOTSFORMEN In aller Regel werden nicht die gesamten Einkäufe in einem einzigen Geschäft erledigt. Je nach Kundenpräferenzen und Einkaufsverhalten werden Märkte verschiedenen Typs während eines Einkaufs miteinander kombiniert. Um abzubilden, welche Markttypen neben dem Referenzmarkt für regelmäßige Lebensmitteleinkäufe noch besucht werden, wurden die Anteile gemessen am jeweiligen Referenzmarkt in ein Netzdiagramm übertragen. Es wurden nur die Fälle berücksichtigt, in denen angegeben wurde, einen Markttyp mehrmals wöchentlich oder einmal pro Woche aufzusuchen. Somit kann eine Kombination der Angebotsformen während eines Einkaufs unterstellt werden. Die folgenden Abbildungen zeigen die Kundenanteile der anderen Marktformen gemessen an allen Kunden des jeweiligen Referenzmarktes (=100 %). Von allen Befragten, die angeben, einmal pro Woche oder häufi ger in einem Supermarkt einzukaufen, gehen 58,4 % auch zum Discounter und 33,4 % auch in einen Drogeriemarkt. Der Einkauf beim Vollsortimenter macht den Besuch eines anderen Marktes weniger wichtig. Ergänzend werden vermutlich frische und exotische Produkte auf Wochenmärkten und in kleineren Lebensmittelgeschäften eingekauft. Die günstige Kombination von Discounter und Supermarkt wird bei den Befragten, die einmal pro Woche oder häufi ger ihre Lebensmittel in einem Discounter einkaufen, noch deutlicher, denn Supermärkte werden von Discounterkunden etwas häufi ger für regelmäßige Einkäufe genutzt als umgekehrt. Zwei Drittel (67,0 %) derer, die angeben, einmal pro Woche oder häufi ger in einem Discounter einzukaufen, kaufen auch in einem Supermarkt ein. Drogeriemärkte kommen auf einen Anteil von 34,5 %. Zwischen Supermärkten und Discountern kann aus dieser Richtung eine gefestigte Kombination unterstellt werden, da Discounter nicht das Sortiment eines Supermarktes haben. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 47 www.karlsruhe.de Die Kunden kleinerer Lebensmittelläden scheinen qualitäts- bewusster, anspruchsvoller oder weniger preisbewusst zu sein. Von ihnen gehen 73,1 % auch regelmäßig in Supermärkte, allerdings nur 54,0 % zum Discounter. Die Wochenmärkte sind für Kunden kleinerer Lebensmittelgeschäfte offenbar eine wichtigere Ergänzung, denn 40,7 % geben an auch regelmäßig an Marktständen einzukaufen. Abbildung 4.25 ZUSAMMENSETZUNG NAHVERSORGUNG – KLEINER LEBENSMITTELLADEN „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf ....“ 0% 20% 40% 60% 80% 100% Biomarkt Hofladen Discounter Supermarkt Wochenmarkt Verbrauchermarkt kleiner Lebensmittelladen Drogeriemarkt Basis: 1.039 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung Bei der Betrachtung der Kunden von Verbrauchermärkten überrascht der immer noch hohe Anteil derer, die auch zum Discounter gehen (74 %) und auch in Supermärkten einkaufen (63,9 %). Es ist wahrscheinlich, dass die Markttypen hier nicht direkt bei einem Einkauf miteinander kombiniert werden, sondern dass zwischen ihnen abgewechselt wird. Abbildung 4.26 ZUSAMMENSETZUNG NAHVERSORGUNG – VERBRAUCHERMARKT „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf ....“ 0% 20% 40% 60% 80% 100% Biomarkt Hofladen Discounter Drogeriemarkt Supermarkt Wochenmarkt Verbrauchermarkt kleiner Lebensmittelladen Basis: 858 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung 48 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 FEHLENDES ANGEBOT Insgesamt ist der Großteil der Karlsruherinnen und Karlsruher mit dem Lebensmittelangebot grundsätzlich zufrieden. Über zwei Drittel (68,9 %) der Befragten fehlt es an nichts, 31,1 % geben an, dass ihnen in ihrem Stadtteil oder ihrer Wohnumgebung Lebensmittelangebote fehlen. Auf die Frage, welche Angebote aus Sicht der Befragten fehlen, die Lücken im Angebot wahrnehmen, wurden sowohl bestimmte Produktangebote als auch Geschäftskonzepte genannt. Die Antworten werden deshalb nach diesen beiden Kriterien getrennt betrachtet. Abbildung 4.27 zeigt die Häufi gkeit der Antworten. Abbildung 4.27 FEHLENDE ANGEBOTE „Gibt es Lebensmittelangebote, die Sie in Ihrem Stadtteil oder Ihrer Wohnumgebung vermissen?“ Zusammenfassend bedeutet das, dass die Supermärkte als Vollsortimenter das Rückgrat bei der Versorgung mit Lebensmitteln bilden. Kunden, die ihre regelmäßigen Lebensmitteleinkäufe in anderen Markttypen erledigen, kommen kaum am ergänzenden Besuch im Supermarkt vorbei. So kauften selbst 63,9 % der Verbrauchermarktbesucher (niedrigster Anteil) auch in den Supermärkten ein. Bei allen anderen Angebotsformen entfallen auf den Supermarkt noch höhere Zweitnutzungsanteile. Bei den Discountern sind die Tendenzen zwar schwächer ausgeprägt, aber dennoch deutlich sichtbar. Der maximale Zuspruch zu Discountern fi ndet sich unter den Verbrauchermarktbesuchern (74,0 %), das Minimum für Discounter liegt bei den Biomarktbesuchern mit 38,9 %. Auch bei den Befragten, die ihre Lebensmitteleinkäufe am häufi gsten in kleinen Lebensmittelgeschäften, auf Wochenmärkten oder direkt beim Erzeuger erledigen, bleibt der regelmäßige Besuch im Supermarkt oder beim Discounter nicht aus. Basis: 937/421 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung 10,0% 5,1% 3,2% 3,4% 3,9% 4,2% 4,4% 4,7% 5,4% 7,1% 7,5% 8,0% 10,0% 13,7% 21,3% 0%20%40% alles sonstige Lebensmittel Getränke Milch/Käse Speziallebensmittel asiatisches internationales Fleisch/Wurst frische Produkte Lokales/Regionales Feinkost Auswahl Obst/Gemüse Fisch Bio-Produkte Produkte 5,8% 3,2% 3,7% 3,9% 4,3% 5,0% 7,7% 8,5% 9,8% 11,7% 12,9% 20,3% 21,5% 0%20%40% sonstige Läden Getränkemarkt Hofladen Internationale Geschäfte Obst-/Gemüseladen kleiner Lebensmittelladen Bäcker Drogeriemarkt Wochenmarkt Discounter Supermarkt Bioladen Metzger Geschäfte Von den 31 % der Befragten, die Angebote vermissen, nannten ... AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 49 www.karlsruhe.de Frauen (33,5 %) äußern etwas häufi ger Defi zite als Männer (28,7 %), was sicherlich der Tatsache geschuldet ist, dass Frauen immer noch häufi ger die Versorgung des Haushaltes und die Kindererziehung übernehmen und deshalb die Defi zite in der Nahversorgung bewusster wahrnehmen. Das würde zudem erklären, weshalb Haushalte mit minderjährigen Kindern häufi ger Defi zite anführen als andere Haushaltsformen und weshalb die Zufriedenheit bei jungen Erwachsenen (18 bis unter 30 Jahre) noch hoch ist, bei 30- bis unter 45-Jährigen ihren Tiefstwert hat und ab dann mit steigendem Alter wieder zunimmt. Mit steigendem Einkommen und steigendem Bildungsstand wächst allerdings auch die Wahrnehmung von Defi ziten in der Lebensmittelversorgung. Berufstätige führen öfter an, Lebensmittelangebote zu vermissen als nicht Erwerbstätige. Weitere Ergebnisse sind in Anhangtabelle 4.25 zu fi nden. Auf Stadtteilebene betrachtet sind die Innenstadt-Ost und Palmbach sehr gut an die jeweilige Nachfrage angepasst. In der Innenstadt-Ost geben nur 15,2 % der Bewohner, in Palmbach 16,2 % an, Lebensmittelangebote zu vermissen. In Hohenwettersbach (73,7 %) und Stupferich (67,6 %) äußern dagegen deutlich mehr Bewohner Defi zite bei den Lebensmittelangeboten. Überdurchschnittlich häufi g äußern darüber hinaus die Bewohner in Weiherfeld-Dammerstock, Beiertheim-Bulach, der Nordstadt und Rintheim Defi zite (siehe Anhangtabelle 4.26). In den Antworten der Befragten, die Angebotslücken sehen und fehlende Läden und Geschäfte nannten, dominiert der Metzger (21,5 %), dicht gefolgt vom Bio-Markt mit 20,3 %. Hier verdeutlicht sich wieder die starke Nachfrage nach Frische, Qualität und Bio-Produkten. Ähnlich wie beim Fisch lässt sich so der vermisste Metzger in der Nähe erklären, denn Fleisch und Wurst führt jeder Supermarkt und Discounter. Diese beiden Angebotsformen wiederum vermissen 12,9 % beziehungsweise 11,7 % dieser Befragtengruppe. Einen Wochenmarkt wünschen sich 9,8 % von ihnen und 8,5 % einen Drogeriemarkt. Der Wunsch nach einem Metzger kommt tendenziell eher aus Haushalten von Paaren über 45 Jahren oder Seniorenpaaren. Mit steigendem Einkommen und steigendem Bildungsstand wird auch der der Bio-Laden oder Bio-Supermarkt vermisst. Bei Haushalten mit Kindern wird der Wunsch nach einem Bio-Markt ebenfalls öfter geäußert. Das deckt sich mit den Ergebnissen auf der Produktebene. Bei Supermarkt und Discounter sind die Tendenzen nur schwach, aber dennoch ist erkennbar, dass sich einkommensstärkere Haushalte einen Supermarkt wünschen, während einkommensschwächere Haushalte eher einen Discounter vermissen. Das Fehlen eines Drogeriemarktes äußern Frauen (11,6 %) etwas stärker als Männer (4,8 %). Die vollständigen Ergebnisse sind in Anhangtabelle 4.27 aufgeführt. Die folgenden Stadtteilergebnisse beziehen sich jeweils nur auf diejenigen Befragten, die dort Defi zite in der Lebensmittelversorgung geäußert haben. Anhangtabelle 4.28 zeigt, dass der Metzger den meisten dieser Befragten in Knielingen (46,1 %) und in Grünwinkel (41,2 %) fehlt, obwohl dort das Schinkenhaus Zeiss mit einer Filiale in der Carl-Metz-Straße vertreten ist. In der Nordstadt bemängeln 39,1 %, in der Innenstadt-West 35,6 %, in Stupferich und der Südstadt jeweils 34,6 % der Befragten mit empfundenen Angebotslücken das Fehlen eines Metzgers. In der Innenstadt- West kann das an der Lage der Metzgereien innerhalb des Stadtteils liegen, da nördlich der Kaiserstraße zwei Metzgereien zu fi nden sind, südlich der Kaiserstraße jedoch keine. Der Bioladen steht an zweiter Stelle. In den Befragtengruppen, die Defi zite geäußert haben, taucht er besonders in Neureut (52,5 %) auf. In Mühlburg geben 36,9 % und der Nordstadt 36,6 % dieser Befragten an, einen Bioladen zu vermissen. In Hagsfeld sind es 34,8 %, in der Nordweststadt 34,6 % dieser Befragtengruppe, gefolgt von Beiertheim-Bulach (33,3 %). Die dünne Versorgungslage in den Höhenstadtteilen äußert sich indirekt und deutlich im Wunsch nach einem Supermarkt, am stärksten unter den Befragten, die Angebotslücken sehen, in Hohenwettersbach (71,3 %) und Stupferich (59,9 %). Alle Höhenstadtteile zusammengenommen, fallen 46,0 % der Antworten bei fehlenden Angeboten auf einen Vollsortimenter. Einen Discounter vermisst dort dagegen kaum jemand. Ganz anders ist die Situation in Oberreut. Einen Discounter vermissen hier 43,7 % der unzufriedenen Bewohner, obwohl der Treff3000 sowie der Mix-Markt – mit einem nach eigenen Angaben breiten Angebot an Handels- und Eigenmarken – das Niedrigpreissortiment eigentlich abdecken. In Weiherfeld-Dammerstock geben 33,9 % der Befragten an, die sich nicht ausreichend ausgestattet fühlen, einen Supermarkt zu vermissen, 30,9 % fehlt ein Discounter. 50 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Der Wochenmarkt steht an fünfter Stelle der Liste mit den häufi gsten Defi ziten. Von den Befragten, die Lebensmittelangebote vermissen, wurde das Fehlen eines Wochenmarktes in der Oststadt von 27,4 % der Befragten bemängelt, in Hagsfeld von 25,8 %, in der Südweststadt von 20,2 % und in der Nordstadt von 19,9 %. Beim Vergleich mit Abbildung 4.20 fällt auf, dass ein Wochenmarkt in den Stadtteilen vermisst wird, in denen es tatsächlich keinen gibt. Ausnahme ist die Oststadt. Dort entfallen die meisten Nennungen der Unzufriedenen auf einen fehlenden Wochenmarkt, obwohl einer vorhanden ist. Möglicherweise sind Marktzeiten oder der Standort Gottesauer Platz hierfür ausschlaggebend. Des Weiteren bleibt noch erwähnenswert, dass ein Drogeriemarkt besonders in Rüppurr vermisst wird (49,6 %). Bei fehlenden Produktkategorien werden allen voran Bio- Produkte genannt. Unter den Unzufriedenen fehlt es jedem Fünften (21,3 %) an bestimmten Bio-Produkten wie Fleisch, Obst und Gemüse oder Bio-Produkten im Allgemeinen. Die Erweiterung der Produktpaletten der Supermärkte und Discounter in diese Richtung sowie die Expansionsstrategie der Bio-Supermarktketten greift dieses Nachfragepotenzial bereits auf, kann aber mit der wachsenden Nachfrage derzeit nicht Schritt halten. In Zukunft kann mit einer weiter steigenden Nachfrage nach Bio-Produkten gerechnet werden, sodass sich hierdurch Entwicklungsmöglichkeiten für den Lebensmitteleinzelhandel ergeben. Fisch gehört als Tiefkühlware eigentlich zum Standardsortiment im Lebensmittelhandel. Dennoch ist Fisch mit 13,7 % die zweithäufi gste Nennung beim fehlenden Angebot. Die Häufi gkeit überrascht im ersten Moment, allerdings klingt hier der Wunsch nach frischem anstelle von tiefgekühltem Fisch, wie er in jedem Supermarkt zu bekommen ist, durch. Ein unzureichendes Angebot an (frischem) Obst und Gemüse bemängeln 10,0 % der Befragten, die Angebotslücken sehen, ebenso viele, dass es ihnen generell an Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel fehlen würde und 8,0 %, dass die Auswahl zu gering sei. Feinkost einschließlich Wein vom Griechen oder Italiener, geben 7,5 % dieser Befragten an und 7,1 % wünschen sich mehr Produkte direkt vom Erzeuger aus der Region. Bio-Produkte werden – wenig überraschend – mehr von einkommensstärkeren Haushalten und höheren Bildungsschichten als fehlend angeführt. Charakteristisch für diese Haushalte ist, dass es sich eher um Deutsche ohne Migrationshintergrund und Haushalte mittleren Alters (zwischen 30 und 65 Jahren) handelt. Frischen Fisch vermissen dagegen Haushalte mit Migrationshintergrund und die über 65-Jährigen mehr als andere. 4.2.2 LAGE DER BEVORZUGTEN GESCHÄFTE Seit 2001 wurde in den Bürgerumfragen zur Nahversorgung danach gefragt, wo das bevorzugte Geschäft liegt, in dem am häufi gsten eingekauft wird. Da die Frage über die Jahre konstant gehalten wurde, kann ein Vergleich über die letzten 15 Jahre gezogen werden. Gefragt wurde, ob das hauptsächlich genutzte Geschäft im eigenen oder direkt benachbarten Stadtteil, den größeren Einkaufzentren Innenstadt, Zentrum von Mühlburg und Zentrum von Durlach, oder in einen anderen Karlsruher Stadtteil beziehungsweise außerhalb der Stadt liegt. Die meisten Karlsruherinnen und Karlsruher (79,3 %) kaufen in der Regel im selben Stadtteil ein, in dem sie wohnen oder einem Nachbarstadtteil (siehe Abbildung 4.28). Standorte in der Nähe zur Wohnung haben wieder an Bedeutung gewonnen. Der Anteil der Karlsruherinnen und Karlsruher, die im Stadtteil einkaufen, in dem sie wohnen oder in einem Nachbarstadtteil, stieg von 73,4 % im Jahr 2006 auf 79,3 % und erreicht fast wieder das Niveau von 2001 (81,6 %). Diese Entwicklung spiegelt eine allgemeine Verbesserung der Nahversorgungssituation wieder und ist konsistent mit dem beobachteten Anstieg der Zufriedenheit (siehe Kapitel 4.1). Die Innenstadt verliert an Bedeutung für die Versorgung mit Lebensmitteln. 2001 gingen noch 8,0 % der Karlsruherinnen und Karlsruher in die Innenstadt, 2006 nur 6,2 % und 2016 schließlich nur noch 4,7 %. Das Zentrum von Mühlburg versorgt recht konstant unter 2 % der Karlsruher Haushalte (2001: 1,3 %, 2006: 1,8 % und 2016: 1,4 %). Auch das Zentrum von Durlach zeigt nur sehr wenig Veränderung bei den Einkaufshäufi gkeiten (2001: 1,6 %, 2006: 2,1 % und 2016: 1,9 %). Die Stadtteilorientierung ist bei allen Bevölkerungsgruppen sehr ähnlich ausgeprägt (siehe Anhangtabelle 4.29). Mit steigendem Einkommen nimmt sie leicht ab. Bewohner von Wohngemeinschaften (mit 88,3 %) sowie ältere Menschen über 80 Jahren (84,2 %) tendieren verstärkt dazu, im eigenen oder angrenzenden Stadtteil einzukaufen. Beide Gruppen sind – aus unterschiedlichen Gründen – in der räumlichen Mobilität etwas eingeschränkter als andere. In den Altersklassen der 45- bis unter 65-Jährigen (78,0 %) und 65- bis unter 80-Jährigen (78,4 %) hat der eigene Stadtteil eine etwas geringere Bedeutung. Berufstätige, egal ob voll- oder teilzeitbeschäftigt, kaufen etwas häufi ger in anderen Karlsruher Stadtteilen ein. Hier wird der Einkauf wahrscheinlich öfter auf dem Heimweg vom Arbeitsplatz erledigt. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 51 www.karlsruhe.de Abbildung 4.28 LAGE DER BEVORZUGTEN GESCHÄFTE FÜR DEN TÄGLICHEN BEDARF 2001 BIS 2016 1 „Wo liegt das Lebensmittelgeschäft, in dem Sie am häufi gsten einkaufen?“ Die Bewohner der Innenstadt-Ost, der Oststadt, Durlachs und Grünwinkels nutzen zu über 90 % den jeweils eigenen Stadtteil für die Einkäufe des täglichen Bedarfs. Unter die Marke von 30 % für die regelmäßigen Einkäufe fallen nur Hohenwettersbach und Stupferich. Die Hohenwettersbacher fi nden im Zentrum von Durlach ihr bevorzugtes Geschäft, die Bewohner Stupferichs, Grünwettersbachs und Palmbachs kaufen ihre Lebensmittel außerhalb Karlsruhes, zum Beispiel im benachbarten Waldbronn und in Karlsbad-Langensteinbach ein. Die vollständigen Ergebnisse sind in Anhangtabelle 4.30 zu fi nden. Gegenüber 2006 hat sich die Bedeutung des eigenen Stadt- teils für den Lebensmitteleinkauf in den meisten Stadtteilen verbessert. In Mühlburg verschlechtert sich der Wert von ehemals 93,3 % auf 83,0 %. In den Höhenstadtteilen war die Erosion von Geschäften zur Nahversorgung zwischen 2001 und 2006 enorm. Die dortige Situation hat sich aber seither nicht weiter verschlechtert. Außer in Palmbach und Grünwettersbach, die sich in neuen Märkten im Waldbronner Gewerbegebiet versorgen können, gewinnt der eigene Stadtteil auch in anderen Außenstadtteilen wieder leicht an Bedeutung (siehe Abbildung 4.29). 4,0% 8,7% 1,9% 1,4% 4,7% 79,3% 2,7% 13,8% 2,1% 1,8% 6,2% 73,4% 2,1% 5,4% 1,6% 1,3% 8,0% 81,6% 0%20%40%60%80%100% außerhalb Karlsruhes in einem anderen Stadtteil Karlsruhes im Zentrum von Durlach im Zentrum von Mühlburg in der Innenstadt in Ihrem Stadtteil oder Nachbarstadtteil 2001 2006 2016 1 Befragte in den Stadtteilen Innenstadt-Ost, -West, Mühlburg und Durlach wurden der Rubrik „im Stadtteil" zugeordnet, wenn sie Innenstadt beziehungsweise Mühlburg oder Durlach als bevorzugten Einkaufsort angegeben hatten. Basis: 4.604 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung In der generellen Stabilisierung zeigt sich der Erfolg des Karlsruher Nahversorgungskonzepts und der Anstrengungen der Stadt, die Nahversorgung wohnstandortnah zu organisieren. In Oberreut und der Nordweststadt konnten neue Nahversorgungszentren realisiert werden. 2011 eröffnete ein EDEKA Markt in Oberreut, der sicherlich zur Verbesserung der Stadtteilorientierung von 64,8 % auf 82,8 % beigetragen hat. In der Nordweststadt sorgt der neue REWE Markt in Verbindung mit dem Discounter Penny für einen Anstieg von 35,4 % auf nun 85,6 % der Bewohner der Nordweststadt, die angeben, ihr bevorzugtes Geschäft im eigenen Stadtteil zu fi nden. In Neureut macht sich vermutlich der 2006 eröffnete REWE Markt im Blankenlocher Weg im Anstieg von 20,6 Prozentpunkten bemerkbar, in der Weststadt der 2009 eröffnete Penny Markt mit der Verbesserung von vormals 52,0 % auf nun 73,9 %. 52 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.29 LAGE DES BEVORZUGTEN GESCHÄFTS FÜR DEN TÄGLICHEN BEDARF – STADTTEILERGEBNISSE ANTEIL „HIER IN DER NÄHE – IM STADTTEIL ODER NACHBARSTADTTEIL“ Karlsruher Durchschnitt: 79,3% Einkaufen im Stadtteil oder Nachbarstadtteil 2001 2006 2016 Karlsruher Durchschnitt: 79,3 % Stadtteile 01 Innenstadt-Ost 10 Knielingen 19 Durlach 02 Innenstadt-West 11 Grünwinkel 20 Grötzingen 03 Südstadt 12 Oberreut 21 Stupferich 04 Südweststadt 13 Beiertheim-Bulach 22 Hohenwettersbach 05 Weststadt 14 Weiherfeld-Dammerstock 23 Wolfartsweier 06 Nordweststadt 15 Rüppurr 24 Grünwettersbach 07 Oststadt 16 Waldstadt 25 Palmbach 08 Mühlburg 17 Rintheim 26 Neureut 09 Daxlanden 18 Hagsfeld 27 Nordstadt Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze 100 % 50 % 25 % * keine Angaben für 2006 möglich, da Datenbasis zu gering * 17 18 20 10 26 06 27 02 01 04 05 08 09 11 12 13 15 13 03 07 23 16 19 24 22 21 25 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 53 www.karlsruhe.de Die kurzen Wege schlagen sich auch in der Zeit von nur knapp zehn Minuten nieder, die für den Weg zum bevorzugten Geschäft durchschnittlich aufgewendet wird (siehe Abbildung 4.30). Stadtteile mit günstiger Verteilung oder guter Erreichbarkeit von Lebensmittelgeschäften sind Grünwinkel (7,1 Minuten) und die Südstadt (7,8 Minuten). Wenig überraschend müssen die Bewohner der Höhenstadtteile mehr Zeit aufwenden. In Stupferich, mit 19,6 Minuten, fallen die Wege zum Einkaufen von Lebensmitteln zeitlich am längsten aus. Dahinter folgen Weiherfeld-Dammerstock (14,5 Minuten) und Hohenwettersbach (14,2 Minuten). Im ersten Fall sind hierfür vermutlich die Lage der Geschäfte in Verbindung mit den Umwegen zur Überwindung der Bahntrassen im Norden und Osten sowie der Südtangente die Ursache. Abbildung 4.30 ZEITAUFWAND IN MINUTEN ZUM MEISTGENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT – STADTTEILERGEBNISSE „Welche Zeit müssen Sie in aller Regel aufwenden, um von Ihrer Wohnung dieses meitstgenutzte Lebensmittelgeschäft zu erreichen?“ 7,1 7,8 8,2 8,3 8,5 8,6 8,6 8,7 9,1 9,2 9,3 9,6 9,7 9,7 9,9 10,0 10,1 10,2 10,2 10,4 10,4 10,5 11,7 12,1 13,4 14,2 14,5 19,6 05101520 Grünwinkel Südstadt Grötzingen Oststadt Beiertheim-Bulach Weststadt Innenstadt-West Neureut Durlach Südweststadt Waldstadt Daxlanden Oberreut Nordstadt Innenstadt-Ost Nordweststadt Knielingen Grünwettersbach Mühlburg Rintheim Hagsfeld Rüppurr Palmbach Wolfartsweier Hohenwettersbach Weiherfeld-Dammerstock Stupferich KARLSRUHE Basis: 4.564 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung 54 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 4.2.3 HAUPTSÄCHLICH GENUTZTES VERKEHRSMITTEL Bei der Wahl des Verkehrsmittels ist auch wieder die neuerliche Orientierung zum eigenen Stadtteil und zu den kürzeren Wegen zwischen Wohnung und den Geschäften für den täglichen Bedarf erkennbar. In der Befragung wurde das hauptsächlich genutzte Verkehrsmittel erfragt, das zum Erreichen des bevorzugten Geschäfts gewählt wird. Wie Abbildung 4.31 zeigt, ist das Auto mit 40,7 % das wichtigste Verkehrsmittel für die regelmäßigen Einkäufe. Über ein Viertel (27,3 %) der Befragten erledigt seine Einkäufe meistens mit dem Fahrrad und etwa ebenso viele (26 %) sogar zu Fuß. Der ÖPNV spielt eine untergeordnete Rolle. Nur 4,9 % nutzen Bus und Bahn, um zu dem Geschäft zu kommen, in dem sie am häufi gsten einkaufen. Zwischen 1996 und 2001 ging der Trend bei der Wahl des Verkehrsmittels zum Einkaufen noch leicht zu Gunsten des Autos. Bei den Werten der Befragung von 2016 fällt sofort der massive Anstieg von Fußgängern und Fahrradfahrenden auf. 2001 gingen schließlich nur 3,0 % der Karlsruherinnen und Karlsruher zu Fuß einkaufen, 6,3 % mit dem Fahrrad. 2016 stieg die Zahl der Fußgänger auf 26,0 % an, die der Fahrradfahrenden auf 27,3 %. Das Auto hat zwar 2016 immer noch den größten Anteil (40,7 %), dieser ging jedoch gegenüber 2001 um 18,1 Prozentpunkte zurück. Straßenbahn und Bus verzeichnen einen sinkenden Anteil von 20,3 % (2001) auf 4,9 % (2016), Fahrgemeinschaften nehmen von 11,1 % (2001) auf 0,7 % (2016) ab. Die sonstigen Alternativen bleiben konstant bei 0,4 %. Der verhältnismäßig hohe Anteil der Karlsruherinnen und Karlsruher, die ihre regelmäßigen Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, kann als Indiz für den Erfolg der Anstrengungen, die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs wohnstandortnah zu gestalten, gewertet werden. Kurze Wege und Nähe bei der Nahversorgung sind in Karlsruhe inzwischen nicht mehr nur ein oft geäußerter Wunsch, sondern gelebte Realität. 2016 kommen die Anteile der Fußgänger und Fahrradfahrer zusammen auf über 50 %. Abbildung 4.31 FORTBEWEGUNGSMITTEL FÜR EINKÄUFE 1996 BIS 2016 „Welches Fortbewegungsmittel nutzen Sie hauptsächlich, um dieses am häufi gsten genutzte Lebensmittelgeschäft zu erreichen?“ 26,0% 3,0% 4,3% 27,3% 6,3% 10,0% 40,7% 58,8% 52,6% 4,9% 20,3% 20,0% 0,7% 11,1% 12,8% 0%20%40%60%80%100% 2016 2001 1996 gehe zu FußFahrradAutoStraßenbahn/Buswerde mitgenommenSonstiges Basis: 4.610 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 55 www.karlsruhe.de VERKEHRSMITTEL ZUM EINKAUFEN UND PKW-BESITZ In Abbildung 4.32 wird der beachtliche Anteil der Karlsruherinnen und Karlsruher erkennbar, die über einen eigenen PKW im Haushalt verfügen, ihre Einkäufe aber trotzdem hauptsächlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen. Von den Befragten mit eigenem PKW geben 45,0 % an, ihre regelmäßigen Einkäufe zu Fuß oder per Rad zu erledigen. Dagegen fahren 51,8 % der Haushalte mit eigenem Auto auch hauptsächlich mit dem PKW zum Einkaufen. Bei den Haushalten ohne eigenen PKW ist der Anteil derer, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum meist- genutzten Geschäft kommen, mit 79,9 % erwartungsgemäß deutlich höher und weitere 12,7 % nutzen Bus und Bahn. Abbildung 4.32 FORTBEWEGUNGSMITTEL FÜR EINKÄUFE „Welches Fortbewegungsmittel nutzen Sie hauptsächlich, um dieses am häufi gsten genutzte Lebensmittelgeschäft zu erreichen?“ 1,0% 0,8% 12,7% 5,5% 80,0% 0,2% 0,6% 2,4% 51,8% 45,0% 0%20% 40% 60% 80% 100% Sonstiges werde mitgenommen (von Familie, Freunden, Nachbarn, Bekannten) Straßenbahn/Bus Auto gehe zu Fuß & Fahrrad Haushalte mit eigenem AutoHaushalte ohne eigenes Auto Basis: 3.431/1.077 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung VERKEHRSMITTEL IN EINZELNEN BEFRAGTENGRUPPEN UND STADTTEILEN Studierende und Auszubildende nutzen nur selten das Auto (15,9 %). Ausländer gehören ebenfalls zu den Gruppen, die seltener auf das Auto für die regelmäßigen Einkäufe zurückgreifen. Berufstätige nutzen es dagegen häufi ger, vermutlich weil sie die Besorgungen nach der Arbeit direkt erledigen. Mit steigendem Einkommen steigt auch die Nutzungshäufi gkeit des Autos zum Einkaufen. Arbeitslose, Ausländer und Senioren über 80 nutzen den ÖPNV häufi ger als andere Gruppen, um ihre Lebensmitteleinkäufe zu erledigen. Die genauen Ergebnisse sind in Anhangtabelle 4.33 zu fi nden. In den Randlagen Karlsruhes ist das Auto das meist genutzte Verkehrsmittel. Den höchsten Anteil hat die Nutzung des Autos in den Höhenstadtteilen, allen voran Hohenwettersbach mit 90,1 %, Knielingen mit 63,6 % und Weiherfeld-Dammerstock mit noch 62,9 %. Der ÖPNV kommt nur in Wolfartsweier (11,1 %) und Rintheim (10,3 %) auf einen Anteil von über 10 %, wie Anhangtabelle 4.34 zeigt. Den Einkauf von Lebensmitteln zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen, kommt in der Innenstadt und den Gründerzeitvierteln erwartungsgemäß wesentlich häufi ger vor als im Durchschnitt aller Stadtteile. Innenstadt-Ost – Südwestlicher Teil, Innenstadt-West – Östlicher Teil und Innenstadt-West – Westlicher Teil sind die Stadtviertel, in denen über 80 % der Haushalte ihre Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen. 56 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.33 FORTBEWEGUNGSMITTEL FÜR EINKÄUFE ANTEILE „GEHE ZU FUSS“ + „FAHRRAD“ Karlsruher Durchschnitt: 53,3% Stadtteile 01 Innenstadt-Ost 10 Knielingen 19 Durlach 02 Innenstadt-West 11 Grünwinkel 20 Grötzingen 03 Südstadt 12 Oberreut 21 Stupferich 04 Südweststadt 13 Beiertheim-Bulach 22 Hohenwettersbach 05 Weststadt 14 Weiherfeld-Dammerstock 23 Wolfartsweier 06 Nordweststadt 15 Rüppurr 24 Grünwettersbach 07 Oststadt 16 Waldstadt 25 Palmbach 08 Mühlburg 17 Rintheim 26 Neureut 09 Daxlanden 18 Hagsfeld 27 Nordstadt Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung. Zeichenerklärung Stadtgrenze Stadtteilgrenze Stadtviertelgrenze „Gehe zu Fuß“ + „Fahrrad“ Karlsruher Durchschnitt: 53,3 % unter 20 % 20 % bis unter 50 % 50 % bis unter 80 % 80 % und mehr 102 101 083 091 094 093 092 113 111 114 115 122 121 132 141 151 142 154 153 152 042 043 052 084 081 082 064 063 061 062 271 051 022 272 011 021 012 031 032 033 072 071 073 161 162 182 172 171 192 197 196 195 231 194 241 251 221 211 193 191 202 201 181 263 262 264 261 041 131 17 18 20 10 26 06 27 02 01 04 05 08 09 11 12 13 15 14 03 07 23 16 19 24 22 21 25 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 57 www.karlsruhe.de HINDERNISSE AUF DEM WEG Alle Befragten, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen, wurden nach Hindernissen auf ihrem Weg zum meist- genutzten Lebensmittelgeschäft gefragt. Auf dem Weg zum meistgenutzten Geschäft sehen sich nur wenige Karlsruherinnen und Karlsruher mit der Überwindung von starken Hindernissen konfrontiert: 48,2 % sehen keine, 44,6 % leicht überwindbare und nur 7,2 % starke Hindernisse (siehe Abbildung 4.34). Abbildung 4.34 HINDERNISSE AUF DEM WEG ZUM MEISTGENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT NUR BEFRAGTE, DIE ZU FUSS ODER PER FAHRRAD UNTERWEGS SIND „Müssen Sie auf dem Weg zum meistgenutzten Geschäft größere Hindernisse oder Barrieren überwinden wie stark befahrene Straßen oder größere Gewerbebereiche?“ 48,2% 44,6% 7,2% keine Hindernisse leicht überwindbare Hindernisse starke Hindernisse Basis: 2.442 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung Auf dem Weg zu den meistgenutzten Geschäften müssen Bewohner nicht selten über breite Verkehrsstraßen, Straßen mit wenigen Querungsmöglichkeiten oder Bahntrassen. Solche Barrieren, die als tendenzielle Beeinträchtigung wahrgenommen werden, scheinen die Bahntrasse und die Gustav-Heinemann-Allee (L 560) mit jeweils nur wenigen Querungen für die Hagsfelder zu sein („starke Hindernisse“ 15,5 %). In der Südweststadt nennen 13,0 % starke Hindernisse auf dem Weg zum meistgenutzten Geschäft für Lebensmitteleinkäufe. Für die Bewohner des Bezirks Beiertheimer Feld wird das die Südtangente auf dem Weg nach Bulach oder die Brauerstraße auf dem Weg nach Beiertheim beziehungsweise zu den Märkten entlang der Karlsstraße sein. In der Innenstadt-West wird die Situation etwas besser beurteilt. Hier geben nur 9,5 % der Befragten starke Hindernisse und 59,3 % leicht überwindbare Hindernisse an. Die Oststadt folgt mit 9,2 % der Bewohner, die starke Hindernisse nennen. In Grünwinkel und der Innenstadt-Ost geben jeweils 9,1 % der Befragten an, starke Hindernisse auf dem Weg zum meistgenutzten Geschäft überwinden zu müssen. Grünwinkel ist zwar fl ächig mit Geschäften zur Lebensmittelversorgung besetzt, allerdings führen mehrere große Straßen, die B 36 und eine Bahntrasse durch den Stadtteil. Ähnlich verhält es sich in der Innenstadt Ost, die unter anderem von der Kriegsstraße begrenzt ist, welche auf dem Weg zum Scheck-In-Center überquert werden muss. Die Bewohner Rintheims beurteilen ihre Situation besser, geben aber mit 60,6 % überdurchschnittlich häufi g leicht überwindbare Hindernisse an. Es liegt nahe, dass es sich dabei um den Ostring handelt. Eher entspannt ist die Lage in der Waldstadt (73,9 % sehen keine Hindernisse) und der Nordweststadt (70,6 % sehen keine Hindernisse). Beide Stadtteile charakterisiert, dass die Verkehrsachsen am Rande der Stadtteile verlaufen und sie somit nicht durch subjektiv beeinträchtigende Barrieren zerschnitten werden. Ähnlich verhält es sich in Oberreut und Neureut (62,3 % respektive 58,8 % nennen keine Hindernisse). Die übrigen Stadtteile scheinen weitgehend frei von größeren Hindernissen zu sein, auch wenn sich die Anteile derer, die keine Hindernisse sehen mit denen, die leicht überwindbare nennen, in etwa ausgleichen, wie Abbildung 4.35 verdeutlicht. 58 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.35 HINDERNISSE AUF DEM WEG ZUM MEISTGENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT IN DEN STADTTEILEN NUR BEFRAGTE, DIE ZU FUSS ODER PER FAHRRAD UNTERWEGS SIND „Müssen Sie auf dem Weg zum meistgenutzten Geschäft größere Hindernisse oder Barrieren überwinden wie stark befahrene Straßen oder größere Gewerbebereiche?“ 0,8% 1,7% 2,2% 3,8% 4,2% 5,5% 5,9% 6,2% 6,8% 6,8% 6,9% 7,2% 7,3% 7,4% 7,5% 8,0% 8,4% 9,1% 9,1% 9,2% 9,5% 13,0% 15,5% 37,7% 40,4% 24,4% 45,6% 54,1% 42,6% 41,9% 44,1% 23,2% 48,4% 53,6% 60,6% 44,6% 50,8% 52,4% 44,9% 48,6% 41,7% 38,3% 48,0% 44,7% 59,3% 48,2% 43,7% 62,3% 58,8% 73,9% 52,2% 42,2% 53,1% 52,6% 50,0% 70,6% 44,8% 39,6% 32,5% 48,2% 41,9% 40,3% 47,6% 43,4% 49,8% 52,6% 42,9% 46,1% 38,8% 40,8% 0%20%40%60%80%100% Oberreut Neureut Waldstadt Grötzingen Nordstadt Südstadt Höhenstadtteile* Beiertheim-Bulach Nordweststadt Durlach Daxlanden Rintheim Weiherfeld-Dammerstock Mühlburg Knielingen Rüppurr Weststadt Innenstadt-Ost Grünwinkel Oststadt Innenstadt-West Südweststadt Hagsfeld starke Hindernisseleicht überwindbare Hindernissekeine Hindernisse KARLSRUHE * Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach, Palmbach Basis: 2.442 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 59 www.karlsruhe.de EXKURS: PKW-VERFÜGBARKEIT – CARSHARING Weitere Aspekte der individuellen Mobilität sind die allgemeine Verfügbarkeit eines PKWs im Haushalt und die Nutzung von Carsharing. Gerade in einer Universitätsstadt wie Karlsruhe stellen beide Aspekte eine Zusatzinformation bei der Betrachtung der Nahversorgung dar, da junge Akademikerinnen und Akademiker sowie Studierende seltener eigene PKWs besitzen und affi ner für neue, alternative Mobilitätsangebote sind. Zu beidem wurden die Karlsruherinnen und Karlsruher in der Bürgerumfrage 2016 befragt. Der Anteil an Haushalten, die über mindestens einen eigenen PKW verfügen, beträgt 2016 demnach 76,1 %. Keinen eigenen PKW haben 23,9 % der Haushalte. Der Grad der Motorisierung – bezogen auf PKWs – geht in Karlsruhe seit Mitte der 1990er Jahre zurück. 1996 erreichte der Anteil 86,0 % und sinkt seitdem auf 79,5 % im Jahr 2001 und schließlich auf 76,1 % im Jahr 2016 (siehe Anhangtabelle 4.37). Erwartungsgemäß haben von den Haushalten mit geringem Einkommen (unter 1.000 Euro) nur 55,6 % und von den 18- bis unter 30-Jährigen nur 57,2 % einen eigenen PKW. In den darauffolgenden Altersklassen (siehe Abbildung 4.36) liegt der Anteil mit 80,3 % bei den 30- bis unter 45-Jährigen, 84,6 % bei den 45- bis unter 65-Jährigen und 79,1 % bei den 65- bis unter 80-Jährigen jeweils über dem Durchschnitt. Bei den über 80-Jährigen beträgt der Anteil immer noch 65,6 %. Studierende, Arbeitslose und Ausländer gehören wiederum zu den Gruppen, die seltener über einen PKW verfügen. Weitere Ergebnisse sind in Anhangtabelle 4.37 zu fi nden. Abbildung 4.36 PKW VORHANDEN IM HAUSHALT NACH ALTERSKLASSEN „Besitzt Ihr Haushalt einen oder mehrere eigene(n) PKW?“ 57,2% 80,3% 84,6% 79,1% 65,6% 0% 20% 40% 60% 80% 100% 18 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 45 bis unter 65 Jahre 65 bis unter 80 Jahre 80 Jahre und älter Basis: 4.522 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung © scharfsinn86 / Fotolia 60 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Wie Anhangtabelle 4.38 zu entnehmen ist, sind die Haushalte der Stadtteile am Stadtrand häufi ger mit eigenem PKW ausgestattet. Neben den Höhenstadtteilen, in denen mit Ausnahme Stupferichs, rund 90 % der Haushalte mit eigenem PKW ausgestattet sind, haben Grötzingen (91,2 %), Rüppurr (89,2 %), Daxlanden und Neureut (jeweils 88,0 %) sowie Knielingen (87,2 %) überdurchschnittliche Anteile. Dem gegenüber stehen die zentraleren Stadtteile, in denen mehr Menschen wohnen, die kein eigenes Auto haben oder brauchen. In der Innenstadt-Ost und -West beträgt der Anteil an Haushalten mit eigenem PKW 48,5 % beziehungsweise 57,1 %, in der Oststadt 60,3 % und in der Weststadt 65,5 %. In den letzten Jahren hat sich, besonders bei jungen Erwachsenen und Studierenden, Carsharing zu einer beliebter werdenden Alternative zum eigenen Auto entwickelt. Eine breite Massentauglichkeit scheint dieses Konzept für die Karlsruherinnen und Karlsruher nur bedingt zu haben. Insgesamt nutzen 12,8 % der Befragten Carsharing Angebote, davon 2,5 % mindestens einmal pro Woche, 3,7 % mindestens einmal im Monat und 6,7 % seltener. Der überwiegende Anteil der Befragten (87,2 %) nutzt diese Angebote nicht. Auch 71,5 % der Haushalte ohne eigenes Auto nutzen keine Carsharing Angebote (siehe Abbildung 4.37). Trotzdem gilt Karlsruhe als deutsche Hauptstadt des Carsharings. Auf 1.000 Einwohner kamen 2015 2,15 Car-Sharing-Fahrzeuge und damit mehr als in jeder anderen Stadt in Deutschland, gefolgt von Stuttgart mit 1,44 (statista.com, 2016). Innerhalb der Befragtengruppen gibt es kaum ausgeprägte Tendenzen. Haushalte mit minderjährigen Kindern und Bewohner von Wohngemeinschaften haben eine leicht höhere Neigung Carsharing zu nutzen. Deutlich ist, dass die über 80-Jährigen defi nitiv nicht zum Carsharing Kundenklientel zählen, wie Anhangtabelle 4.39 zeigt. Auf Stadtteilebene treten die Höhenstadtteile hervor. Hier nutzt so gut wie niemand Carsharing-Angebote. Das kann zum einen am hohen Grad der PKW-Verfügbarkeit liegen, aber auch am fehlenden Angebot. Lediglich in Wolfartsweier hat Stadtmobil Karlsruhe zwei Standorte. In den verdichteten Stadtteilen am Innenstadtrand (Weststadt, Südweststadt und Südstadt) sowie Beiertheim-Bulach und der Nordstadt wird Carsharing etwas häufi ger genutzt. Entlang der Hauptverkehrsachsen ist dort das Netz an Stationen zudem sehr dicht. Abbildung 4.37 NUTZUNG VON CARSHARING IM HAUSHALT „Nutzen Sie in Ihrem Haushalt Carsharing wie zum Beispiel stadtmobil?“ 7,8% 10,9% 9,8% 71,5% 2,5% 3,7% 6,7% 87,2% 0%20%40%60%80%100% Ja, wöchentlich oder häufiger Ja, monatlich Ja, seltener nie alle Haushalte nur Haushalte ohne eigenes Auto Basis: 4.531/1.074 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung Literatur statista.com (2016). Karlsruhe ist die Carsharing-Hochburg. Abgerufen am 12. April 2017 von https://de.statista.com/infografi k/4524/carsharing-fahrzeuge-pro-1000-einwohner/ AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 61 www.karlsruhe.de 4.2.4 LIEFERUNG UND ONLINE-EINKAUF VON LEBENSMITTELN Bereits seit vielen Jahrzehnten haben Kunden die Möglichkeit, sich spezielle Lebensmittel nach Hause liefern zu lassen. Neben fertig zubereiteten Speisen sind die beiden Warengruppen Getränke und Tiefkühlkost seit langem etabliert. Bei diesen Angeboten handelt es sich häufi g um ausschließliche Liefer- dienste ohne eigentliche Verkaufsfl äche, wie es im Tiefkühl- kostbereich mit den Anbietern Eismann oder Bofrost der Fall ist. Seit rund fünf Jahren erfahren diese spartenweise organisierten Hauszustellungen eine grundlegende Veränderung durch Multikanalstrategien. Seit dem Jahr 2011 gibt es in Deutschland erstmals von Seiten der Supermärkte das Angebot, Lebensmittel online zu bestellen und sich nach Hause liefern zu lassen. Es handelt sich hierbei nicht mehr um einzelne Warengruppen, die nach Hause bestellt werden können, sondern um Lebensmittel allgemein. Lieferdienste von Supermärkten haben auch Getränkekisten und Tiefkühlkost in ihrem Sortiment. Ob sich der Onlinehandel im Bereich der allgemeinen Lebensmittel ähnlich stark entwickeln wird, wie etwa im Elektronik-, Buchhandels- oder Modesektor, bleibt abzuwarten. Der Einstieg des Discounters Lidl in das Lebensmittel-Liefergeschäft Ende 2016 übt aber ohne Frage, wie auch der Einstieg des US-amerikanischen Großkonzerns Amazon unter dem Namen Amazon-Fresh im Mai 2017, großen Wettbewerbsdruck auf in Deutschland mittlerweile etablierte Hauszustellungs-Anbieter wie REWE oder EDEKA aus. 4.2.4.1 HAUSZUSTELLUNGEN VON LEBENSMITTELN Seit der Karlsruher Bürgerumfrage im Jahr 2001 wurden die Karlsruherinnen und Karlsruher in regelmäßigen Abständen gebeten anzugeben, ob sie von dem Service der Hauszustellung von Lebensmitteln Gebrauch machen. Im Jahr 2016 lassen sich 9,2% der Befragten Lebensmittel direkt ins Haus liefern (siehe Abbildung 4.38), Frauen (10,0 %) etwas häufi ger als Männer (8,2 %). Damit wird die Hauszustellung von Lebensmitteln etwas weniger als in den Vorjahren genutzt (2006: 12,9 %; 2001: 11,3 %) ja 9,2% 90,8% nein Basis: 4.590 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung Abbildung 4.38 HAUSZUSTELLUNG VON LEBENSMITTELN „Lassen Sie sich Lebensmittel für den täglichen Bedarf auch ins Haus liefern?“ Am beliebtesten sind Hauszustellungen unter alleinlebenden Seniorinnen und Senioren (18,8 %) und generell unter Befragten im Alter von 80 Jahren und älter (18,5 %). Jede neunte Familie mit Kindern unter 18 Jahren (11,0 %) lässt sich Lebensmittel für den täglichen Bedarf auch ins Haus liefern. Karlsruherinnen und Karlsruher im Alter von 18 bis unter 30 Jahren (6,9 %) und im Alter von 45 bis unter 65 Jahren (7,5 %) nutzen Lebensmittel-Lieferdienste dagegen eher selten (siehe Anhangtabelle 4.41). Außerdem zeigt sich, dass die Hauszustellung von Lebensmitteln generell mit der Höhe des gewichteten Pro-Kopf-Einkommens zusammenhängt: Je mehr Geld den Befragten monatlich zur Verfügung steht, desto häufi ger nutzen sie die Möglichkeit, sich beliefern zu lassen (siehe Abbildung 4.39). 62 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 4.39 HAUSZUSTELLUNG VON LEBENSMITTELN – AUSGEWÄHLTE BEFRAGTENGRUPPEN „Lassen Sie sich Lebensmittel für den täglichen Bedarf auch ins Haus liefern?“ 18,8% 10,7% 7,2% 6,7% 11,0% 4,1% 10,5% 9,9% 8,5% 6,9% 9,2% 12,9% 11,3% 0%10%20% Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter) Seniorenpaare/MPH (65 Jahre und älter) Paare/MPH* (45 bis unter 65 Jahre) Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre) Familien mit Kindern unter 18 Jahren Wohngemeinschaften 3.000 Euro und mehr 2.000 bis unter 3.000 Euro 1.000 bis unter 2.000 Euro unter 1.000 Euro Karlsruhe insgesamt 2016 Karlsruhe insgesamt 2006 Karlsruhe insgesamt 2001 Haushaltstyp: Gewichtetes monatliches Haushaltsnetto- einkommen pro Kopf: *Mehrpersonenhaushalte Basis: 4.590 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung Zwischen den Stadtteilen gibt es leichte Unterschiede bei der Hauszustellung von Lebensmitteln, die sich größtenteils mit den dortigen demografi schen Verhältnissen decken (siehe Anhangtabelle 4.42). Die Entfernung zum am häufi gsten genutzten Lebensmittelgeschäft spielt ebenfalls eine Rolle: Befragte, die Hauszustellungen für den täglichen Bedarf in Anspruch nehmen, benötigen im Durchschnitt zweieinhalb Minuten länger (11,8 Minuten) als Personen, die keinen Lieferservice in Anspruch nehmen (9,4 Minuten). Zudem lassen sich autolose Befragte häufi ger mit Lebensmitteln beliefern (12,4 %) als Befragte mit einem PKW im Haushalt (8,0 %). HAUSZUSTELLUNGEN UNTERSCHIEDLICHER WARENARTEN Aufgeteilt nach Warenart wird die Lieferung von Getränken am häufi gsten in Anspruch genommen (siehe Abbildung 4.40). Fast die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher (48,1 %), die generell Hauszustellungen nutzt, gibt an, sich Getränke liefern zu lassen. Tiefkühlkost lassen sich 40,2 %, allgemeine Lebensmittel 27,7 %, Bauernhofprodukte 25,2 % und fertig zubereitete Gerichte 20,2 % der Karlsruher und Karlsruherinnen nach Hause liefern. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 63 www.karlsruhe.de Abbildung 4.40 PER LIEFERSERVICE BEZOGENE WARENGRUPPEN – NACH ALTERSGRUPPEN 1 NUR BEFRAGTE, DIE SICH LEBENSMITTEL DES TÄGLICHEN BEDARFS INS HAUS LIEFERN LASSEN „Lassen Sie sich Lebensmittel für den täglichen Bedarf auch ins Haus liefern?“ 2,9% 9,3% 12,7% 32,7% 38,9% 20,2% 5,9% 7,9% 23,7% 45,9% 31,5% 25,2% 20,6% 12,2% 23,7% 43,9% 37,0% 27,7% 32,4% 45,6% 44,1% 38,8% 29,6% 40,2% 70,6% 55,6% 43,2% 36,7% 53,7% 48,1% 0%20%40%60%80%100% 80 Jahre und älter 65 bis unter 80 Jahre 45 bis unter 65 Jahre 30 bis unter 45 Jahre 18 bis unter 30 Jahre Getränke Tieffkühlkost Lebensmittel allgemein Gemüsekiste, Bio-Kiste, Bauernhofprodukte Fertig zubereitete Speisen (zum Beispiel Pizza, Pasta, Salate) Karlsruhe insgesamt 1 Mehrfachnennungen waren möglich, daher Summe mehr als 100%. Basis: 411 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung 64 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Das Verbraucherverhalten zwischen den einzelnen Altersgruppen unterscheidet sich erheblich. Gerade Getränkelieferungen sind aufgrund des Gewichts und der vor allem für ältere Personen schwierigen Transportbedingungen eine beliebte Warengruppe für einen Lieferservice. Mit 55,6 % nutzen über die Hälfte der Befragten im Alter von 65 bis unter 80 Jahren, welche einen Lieferservice in Anspruch nehmen, und 70,6 % der Befragten im Alter von 80 und Jahren und älter die Möglichkeit, sich Getränke liefern zu lassen (siehe Anhangtabelle 4.43). Jedoch lassen sich auch über die Hälfte der jungen Erwachsenen, das heißt Personen im Alter von 18 bis unter 30 Jahren, Getränke liefern (53,7 %). Besonders bemerkenswert ist, dass die Gemüse-/Bio-Kiste und Bauernhofprodukte unter den Befragten im Alter von 30 bis unter 45 Jahren mit 45,9 % die häufi gste Warenart darstellt. Sogar jede zweite Familie mit Kindern unter 18 Jahren (50,2 %) lässt sich Bauernhofprodukte ins Haus liefern. Fertig zubereitete Speisen werden vorwiegend von den jüngeren Befragten bestellt (18 bis unter 30 Jahren: 38,9 %) und verlieren mit zunehmenden Alter der Befragten an Bedeutung. Im Zeitvergleich ist die Nachfrage in fast allen Warengruppen gestiegen. Getränke wurden auch vor zehn Jahren schon am häufi gsten bestellt, damals allerdings nur von rund einem Drittel der Lieferdienstnutzenden (2006: 32,6 %; 2016: 48,1 %). Tiefkühlkost wurde im Jahr 2006 von 29,9 % der Karlsruher bezogen, rund zehn Prozentpunkte weniger als im Jahr 2016. Lebensmittel allgemein werden mehr als doppelt so häufi g bestellt (2006: 12,1 %; 2016: 27,7 %). Die oben beschriebenen Strukturänderungen in diesem Bereich lassen hier weitere Veränderungen in den folgenden Jahren erwarten. Hauszustellungen von Bauernhofprodukten haben besonders stark (um das Dreifache) zugenommen: in den letzten zehn Jahren stiegen die Nutzeranteile hier von 8,4 % auf 25,2 %. Zusammenfassend betrachtet lässt sich aussagen, dass insgesamt weniger Karlsruherinnen und Karlsruher den Service von Lebensmittellieferungen nutzen, diese jedoch ein breiteres Spektrum von Waren in Anspruch nehmen als noch vor zehn Jahren. Lediglich bei fertig zubereiteten Speisen ist die Nachfrage unter den 9,2 % der Haushalte, die sich beliefern lassen, von 31,3% im Jahr 2006 auf 20,2% im Jahr 2016 gesunken. LIEFERSERVICE EINES LEBENSMITTELSUPERMARKTES Erstmals wurde 2016 die Nutzung der noch recht neuen Lieferservices von Lebensmittelsupermärkten erfasst. Lediglich 18,6 % der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger, die sich Lebensmittel liefern lassen, nutzen auch den Lieferdienst eines Supermarktes (siehe Abbildung 4.41). In dieser Teilgruppe aus 74 Personen entfallen nur auf die Angebote der Supermärkte REWE (79,2 %) und CAP (12,7 %) nennenswerte Anteile. Der Anteil anderer Supermärkte liegt bei unter 5 %. Weiterhin lässt sich feststellen, dass der Service überwiegend von jungen Befragten im Alter zwischen 18 und unter 30 Jahren (22,2 %), Personen zwischen 30 und unter 45 Jahren (31,0 %) genutzt wird (siehe Anhangtabelle 4.44). Außerdem lässt sich mehr als jeder dritte Singlehaushalt (34,8 %), der sich Lebensmittel nach Hause bestellt, von einem Lebensmittelsupermarkt beliefern. Abbildung 4.41 LIEFERSERVICE VON LEBENSMITTELSUPERMÄRKTEN – TEILGRUPPE NUR BEFRAGTE, DIE LEBENSMITTEL INS HAUS LIEFERN LASSEN „Nutzen Sie den Lieferservice eines Lebensmittel- supermarktes? (zum Beispiel CAP, REWE, EDEKA)?“ 81,4% 18,6% nein Basis: 420 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung ja AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 65 www.karlsruhe.de 4.2.4.2 ONLINE-EINKAUF VON LEBENSMITTELN Mehr als neun von zehn Karlsruherinnen und Karlsruhern (91,5 %) haben über Tablet, Smartphone oder PC Zugang zum Internet. Dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren beständig gestiegen (siehe Abbildung 4.42). Abbildung 4.42 INTERNETZUGANG 1999 BIS 2016 „Haben Sie Zugang zum Internet über Tablet/Smartphone/PC?“ 91,5% 69,4% 49,6% 35,0% 8,5% 30,6% 50,4% 65,0% 2016 2006 2001 1999 0%20%40%60%80%100% Basis: 4.574 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung Abbildung 4.43 HÄUFIGKEIT DES INTERNETEINKAUFS „Wie häufi g kaufen Sie generell Produkte online im Internet ein?“ mindestens einmal wöchentlich 9,8% 22,5% 28,4% 18,7% 8,6% 12,0% Basis: 4.148 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung einmal in 2 Wochen einmal im Jahr und seltener einmal im Quartal einmal im halben Jahr einmal im Monat Die 4.148 Befragten mit Internetzugang wurden nach der Häufi gkeit Ihres Interneteinkaufs gefragt. Zusammengenommen kauft rund ein Drittel (32,3 %) mindestens alle zwei Wochen Produkte online ein, 9,8 % sogar mindestens wöchentlich. Weitere 28,4 % tätigen einmal im Monat einen Einkauf im Internet und nur eine kleine Gruppe von 12,0 % der Karlsruherinnen und Karlsruher mit Internetzugang kauft nur einmal im Jahr oder seltener via Internet ein (siehe Abbildung 4.43). Etwas überraschen mag, dass Männer eine höhere Internet-Einkaufs-Frequenz haben als die befragten Frauen. Zusammengenommen kauft mehr als jeder dritte Karlsruher (38,4 %) mindestens alle zwei Wochen Produkte online ein, bei den Karlsruherinnen ist es nur jede vierte (26,0 %). Unterschieden nach Altersgruppen zeigt sich vor allem unter den Befragten im Alter von 30 bis unter 45 Jahren eine hohe Affi nität für Onlineeinkäufe: Beinahe die Hälfte (47,7 %) kauft mindestens alle zwei Wochen generell Produkte im Internet ein. Nur Familien mit Kindern unter 18 Jahren haben eine noch höhere Online-Einkaufsfrequenz: 49,5 % tätigen mindestens im 14-Tage-Takt Einkäufe im Internet (mindestens wöchentlich: 17,6 %, mindestens einmal in zwei Wochen: 31,9 %). Außerdem ist deutlich zu erkennen, dass die Karlsruherinnen und Karlsruher mit höherem Einkommen auch vermehrt im Internet einkaufen (siehe Anhangtabelle 4.45). 66 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Die 3.296 Befragten, die mindestens einmal im Quartal online einkaufen, wurden detaillierter nach ihren Einkaufs- gewohnheiten gefragt. In Abbildung 4.44 ist dargestellt, aus 84,0% 28,2% 56,9% 41,2% 17,3% 26,5% 45,3% 48,8% 76,1% 29,1% 72,9% 12,2% 33,0% 47,9% 50,6% 52,8% 59,2% 61,9% 62,6% 66,1% 78,9% 87,5% 91,0% 97,1% 0%20%40%60%80%100% Reisen, Tickets, Eintrittskarten, Buchungen (Hotel, Ferienwohnung usw.) Elektrogroßgeräte (Fernseher, Waschmaschine, Kühlschrank) Multimedia/Elektronik/Foto (Tablet, Smartphone, PC, Kamera o.ä.) Spielwaren Geschirr, Gläser, Besteck o.ä Möbel und Raumausstattung Elektrokleingeräte (Toaster, Wasserkocher, elektrische Zahnbürste o.ä.) Sport-, Camping- und Freizeitartikel Bücher, CDs, DVDs, Blue Rays oder Schreibwaren Werkzeuge, Ersatzteile, Baumarkt-, Gartenartikel, Pflanzen Bekleidung, Schuhe, Textilien Lebensmittel beim Einzelhandel vor Ortim Online-Handel Basis: 3.233 Befragte Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, Bürgerumfrage 2016 | Einkaufen und Nahversorgung Abbildung 4.44 EINKÄUFE ONLINE UND IM EINZELHANDEL – TEILGRUPPE ANTEILE „JA“, DIE MINDESTENS EINMAL IM QUARTAL ODER HÄUFIGER ONLINE IM INTERNET EINKAUFEN „Wo haben Sie in den vergangenen 12 Monaten Produkte aus folgenden Warengruppen gekauft?“ welchen Warengruppen innerhalb der letzten zwölf Monate Produkte im Onlinehandel oder im Einzelhandel vor Ort gekauft wurden. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 67 www.karlsruhe.de Das Einkaufsverhalten variiert je nach Warengruppe erheblich: Lebensmittel sind mit 12,2 % gleichzeitig die am seltensten online erworbenen und mit 97,1 % die mit Abstand am häufi gsten im Einzelhandel vor Ort gekauften Produkte. Zu den klassischen, überwiegend im Einzelhandel vor Ort gekauften Gütern zählen außerdem Werkzeuge, Ersatzteile, Baumarkt-/Gartenartikel und Pfl anzen (vor Ort: 87,5 %; online: 29,1 %), Möbel und Raumausstattung (vor Ort: 61,9 %; online: 26,5 %) und Geschirr, Gläser und Besteck (vor Ort: 59,2 %; online: 17,3 %). Im Verhältnis recht ausgewogene Warengruppen sind Bücher, CDs, DVDs, Blue Rays oder Schreibwaren (vor Ort: 78,9 %; online: 76,1 %) oder auch Artikel aus dem Bereich Multimedia/Elektronik/Foto (vor Ort: 50,6 %; online: 56,9 %). Reisen, Tickets, Eintrittskarten oder Buchungen werden dagegen mit 84,0 % viel häufi ger im Internet als im Einzelhandel vor Ort (33,0 %) gekauft oder getätigt. Soziodemografi sche und stadtteilspezifi sche Unterschiede im Kaufverhalten von Lebensmitteln lassen sich den Anhangtabellen 4.47 und 4.48 entnehmen. Die 341 Karlsruherinnen und Karlsruher (12,2 %), die Lebensmittel online einkaufen, sind eine besondere und besonders junge Gruppe. Das Durchschnittsalter liegt mit 40 Jahren im Schnitt drei Jahre jünger als generell bei mindestens quartalsweise online einkaufenden Befragten (43 Jahre), sechs Jahre jünger als bei den Befragten mit Internet (46 Jahre) und acht Jahre jünger als bei der Gesamtheit der Befragten (48 Jahre). Sechs von zehn (60,1 %) Lebensmittel-Online- Kaufende sind männlich, überdurchschnittliche 18,6 % sind nicht deutsch. Außerdem kaufen die Befragten, die Lebensmittel online kaufen, auch alle anderen Warengruppen häufi ger im Internet ein. Literatur: Handelsverband Deutschland: „Online-Monitor 2016“, unter: http://www.einzelhandel.de/index.php/Online-monitor/item/download/9659_b68d173708ade4771c2d095a05f7bc3d (abgerufen am 16. Mai 2017). 1 Vergleiche Handelsverband Deutschland (2016): Seite 13 Online-Monitor Zunächst überraschend ist das Ergebnis, dass lediglich 29,6 % der Lebensmittel-Online-Einkaufenden weiter vorne im Fragebogen angeben, sich Lebensmittel für den täglichen Bedarf ins Haus liefern zu lassen. Dies könnte mehrere Gründe haben: Naheliegend ist die Annahme, dass es sich bei den online eingekauften Waren nicht um klassische Lebensmittel des täglichen Bedarfs, sondern um regionale Spezialitäten oder haltbare Genussmittel wie Wein und Spirituosen handelt. Gerade der überdurchschnittliche Anteil ausländischer Bürgerinnen und Bürger legt nahe, dass diese eher spezielle, über den täglichen Bedarf hinausgehende Lebensmittel, womöglich aus ihrem Ursprungsland, über das Internet bestellen. Aus einer deutschlandweiten Analyse mit Daten des GFK Consumer Panel geht hervor, dass der aktuelle Online-Marktanteil im Bereich der Lebensmittel aktuell bei etwa 1 % liegt. 1 Ein weiterer erklärender Sachverhalt könnten Arbeitsplatzbelieferungen, etwa Getränkekisten oder fertig zubereitete Speisen sein, die nicht nach Hause bestellt werden. Sichere Aussagen zu diesem Sachverhalt können aufgrund der neuartigen Fragestellungen und der erstmaligen derartigen Erhebung in Karlsruhe allerdings nicht getroffen werden. 68 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 5.1 DAS NAHVERSORGUNGS- ANGEBOT IN KARLSRUHE IM ÜBERBLICK Zur Beurteilung der Nahversorgung in den einzelnen Karlsruher Stadtteilen dient neben den Ergebnissen der Bürgerumfrage „Einkaufen und Nahversorgung“, die die Nachfrageseite beschreiben, das städtische Monitoringsystem Lebensmittel- nahversorgung (LeNa). Die Datenbank LeNa bietet einen Überblick über die gesamte Nahversorgung in allen Stadtteilen seit 2006. LeNa wird laufend aktualisiert. Die daraus verwendeten Daten aus dem Jahr 2016 bilden die Angebots- seite ab, wie sie die Befragten zum Zeitpunkt der Umfrage wahrnehmen konnten. Die Darstellung der Verhältnisse in den Stadtteilen orientiert sich am vierstufi gen Zentrensystem mit dem A-Zentrum Innenstadt, den B-Zentren Durlach und Mühlburg sowie den C-Zentren und D-Zentren in den übrigen Stadtteilen. Außerdem werden in den Stadtteilen alle jeweils zugeordneten Standorte von Geschäften in Streulage und von Fach- und SB- Märkten mit in die Betrachtung einbezogen. Insgesamt wurden im Nahversorgungs-Monitoringsystem LeNa für 2016 110.130 m 2 Lebensmittelverkaufsfl äche in Karlsruhe ermittelt. Einbezogen sind dabei Lebensmittelmärkte und -geschäfte aller Art, Bäckereien, Metzgereien, Obst- und Gemüsegeschäfte, dazu Tankshops. Die Gesamtverkaufsfl äche hat sich seit 2006 von damals 97.476 m 2 deutlich erhöht. Der Zuwachs um mehr als 12.000 m 2 Verkaufsfl äche entspricht 5. NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN rechnerisch etwa neun Märkten mit Vollsortiment. Die Zahl der Betriebe reduzierte sich im gleichen Zeitraum von 564 auf 507. Damit wird deutlich, dass einmal kleinere Geschäfte aufgegeben haben (Abgang per saldo: 58 Geschäfte), zum anderen neu entstandene Märkte stets größer konzipiert wurden als die jeweils vorhandenen Bestandsmärkte. Auch die Discounter sind in diesen 10 Jahren in Karlsruhe mit neuen Märkten in Verkaufsfl ächengrößen jenseits von 1.000 m 2 vorgestoßen. Die bundesweite Entwicklung (siehe Kapitel 2) deutet darauf hin, dass ein weiteres Wachstum der Marktgrößen inzwischen weniger wahrscheinlich ist. Abbildung 5.01 zeigt die Entwicklung der Lebensmittelverkaufsfl ächen in Karlsruhe nach Angebotsformen. Im Zeitraum von 2006 bis 2016 ist jedoch auch die Zahl der in Karlsruhe Wohnberechtigten von 300.134 (2006) auf 307.790 (2016) angestiegen – jeweils ohne Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Durch das stärkere Wachstum der Verkaufs- fl ächen hat trotzdem die Lebensmittelverkaufsfl äche pro Kopf der Bevölkerung in Karlsruhe von 0,3257m 2 (2006) auf 0,3578 m 2 (2016) zugenommen. Die Entwicklung der Verkaufsfl ächen im Lebensmittelsektor in Karlsruhe zeigt keinen linearen Verlauf, wie aus Abbildung 5.01 hervorgeht. Einem kontinuierlichen Anstieg ab 2006 bis 2011 auf 108.079 m 2 folgte eine zweijährige Stagnationsphase auf diesem Niveau beziehungsweise leicht darunter, bevor die Summe aller Lebensmittelverkaufsfl ächen 2015 auf den bisherigen Spitzenwert von 110.465 m 2 zunahm. Im Jahr 2016 reduzierte sich der Wert wieder auf die vorliegenden 110.130 m 2 . © georgejmclittle / Fotolia AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 69 www.karlsruhe.de Abbildung 5.01 ENTWICKLUNG DER LEBENSMITTELVERKAUFSFLÄCHE IN KARLSRUHE 2006 BIS 2016 IN QUADRATMETERN 1 25.296 26.015 26.689 26.517 27.865 27.042 26.722 26.406 23.693 23.439 22.232 23.767 24.067 25.585 28.513 28.513 28.336 28.086 27.778 29.245 31.245 31.825 48.413 52.215 50.588 51.551 51.471 52.701 51.571 53.251 56.731 55.781 56.073 0 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000 70.000 80.000 90.000 100.000 110.000 120.000 20062007200820092010201120122013201420152016 VollversorgerDiscounterSonstige 97.476 102.297 102.862 106.581 107.849 108.079 106.379 107.435 109.669 110.465 110.130 1 Lebensmittelmärkte, Lebensmittelgeschäfte (aller Art), Obst-/Gemüsegeschäfte, Bäckereien, Metzgereien, Getränkemärkte, Tankshops Quelle: Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe, LeNa-Monitoring 2006 bis 2016 Die Versorgungslage in den Stadtteilen ist auch 2016 sehr unterschiedlich – siehe Abbildung 5.02. Als Vergleichsmaßstab dient der Versorgungsgrad, eine Kennziffer, die die im Stadtteil vorhandene Lebensmittelverkaufsfl äche ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl (Wohnberechtigte) setzt. Je nachdem ob die Lebensmittelverkaufsfl äche pro Kopf im Stadtteil unter oder über dem gesamtstädtischen Wert von 0,3578 m 2 liegt, ergeben sich Versorgungsgrade von unter oder auch über 100 %. Ein Wert nahe 100 % signalisiert eine durchschnittliche Ausstattung mit Lebensmittelverkaufsfl äche im Stadtteil. Der gesamtstädtische Wert ist seit 2006 (0,3257 m 2 ) angestiegen. Dies bedeutet, dass die Verkaufsfl äche für Lebensmittel in Karlsruhe in den letzten 10 Jahren stärker zugenommen hat als die Bevölkerung. Es bedeutet aber auch, dass Stadtteile mit seit 2006 konstantem Lebensmittelangebot in der Versorgungsquote (leicht) zurückgefallen sind. In vielen Fällen bedeutet ein Versorgungsgrad von weniger als 100 % keine Unterversorgung, da Märkte zum Beispiel im Nachbarstadtteil vorhanden sind. Während die Zuordnung von Märkten zu Stadtteilen nur schematisch nach Stadtteilgrenzen erfolgen konnte, folgen die Einkaufsbeziehungen der Befragten selbstverständlich in erster Linie Erreichbarkeitsgesichtspunkten. Stadtteilgrenzen sind dabei nicht von Bedeutung. Großen Einfl uss auf die Versorgungsgrade üben die vier großen SB-Warenhäuser aus. Ihre Lebensmittelverkaufsfl äche beläuft sich 2016 auf zusammen rund 15.000 m 2 – das sind 13,7 % der gesamten Lebensmittelverkaufsfl äche Karlsruhes. Die Standortstadtteile weisen daher sehr hohe Versorgungsgrade auf. Im Falle Rintheims (Standort real an der Durlacher Allee) profi tiert der Stadtteil von diesem SB-Warenhaus eher wenig, da es weit entfernt von der Ortslage liegt. Auch in den anderen Stadtteilen mit SB-Warenhäusern (Beiertheim-Bulach, Grünwinkel) wirken diese über die eigene Stadtteilversorgung weit hinaus. 70 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Abbildung 5.02 VERSORGUNGSGRADE IN DEN STADTTEILEN 2006 UND 2016 Lebensmittelverkaufsfläche pro Kopf der Bevölkerung - bezogen auf Durchschnitt Karlsruhe = 100 % 291,3% 303,4% 170,1% 180,6% 130,9% 119,3% 114,0% 108,0% 107,2% 71,4% 104,8% 37,3% 58,0% 82,3% 98,6% 53,4% 60,2% 78,8% 72,5% 55,9% 58,2% 59,2% 61,8% 20,1% 26,1% 27,5% 17,9% 343,1% 254,9% 213,3% 210,8% 122,8% 110,8% 110,4% 98,1% 89,4% 86,0% 85,8% 85,2% 78,9% 75,4% 75,1% 73,8% 69,3% 67,3% 62,8% 54,4% 50,0% 48,8% 45,8% 20,3% 17,3% 15,5% 9,0% 0%100%200%300%400% Grünwinkel Innenstadt-West Rintheim Beiertheim-Bulach Südstadt Oststadt Neureut Durlach Palmbach Nordstadt Mühlburg Knielingen Nordweststadt Innenstadt-Ost Hagsfeld Oberreut Weststadt Grötzingen Rüppurr Wolfartsweier Südweststadt Daxlanden Waldstadt Weiherfeld-Dammerstock Stupferich Grünwettersbach Hohenwettersbach 2006 2016 1 Lebensmittelmärkte, Lebensmittelgeschäfte (aller Art), Obst-/Gemüsegeschäfte, Bäckereien, Metzgereien, Getränkemärkte, Tankshops Quelle: Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, LeNa-Monitoring 2006 bis 2016 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 71 www.karlsruhe.de Stadtteile mit SB-Warenhäusern weisen die höchsten Versorgungsgrade auf: Grünwinkel (343,1 %), Rintheim (213,3 %) und Beiertheim-Bulach (210,8 %). Die Innenstadt-West (254,9 %) liegt aufgrund des vielfältigen Innenstadtangebots und geringer Bevölkerung ebenfalls an der Spitze. Danach folgen mit Südstadt, Oststadt, Neureut und Durlach Stadtteile, deren Versorgungsgrad etwas über oder leicht unter dem städtischen Durchschnitt liegt. In zahlreichen Stadtteilen erreicht die Ausstattung mit Lebensmittelgeschäften Werte zwischen 45 und 90 % des Durchschnitts. Den Schluss bilden Weiherfeld-Dammerstock (20,3 %), Stupferich (17,3 %), Grünwettersbach (15,5 %) und Hohenwettersbach (9 %). Abbildung 5.02 gibt einen Überblick über die Versorgungsgrade in den Stadtteilen 2006 und 2016. Deutliche Verbesserungen treten in Grünwinkel, Rintheim, Beiertheim-Bulach, Knielingen, Oberreut und der Nordweststadt zu Tage. In diesen Stadtteilen wurden in den vergangenen 10 Jahren neue Märkte angesiedelt. In vielen anderen Stadtteilen ist der Versorgungsgrad leicht oder auch stärker rückläufi g. Dies ist in der Regel auf die Aufgabe kleiner Geschäfte oder auch kleinfl ächiger Märkte zurückzuführen. Auf die Verhältnisse in den einzelnen Stadtteilen wird in den Kapiteln 5.2 bis 5.6 näher eingegangen. Dabei werden die Stadtteile nach ihrer Stellung im Zentren- gefüge dargestellt, beginnend mit der Innenstadt (A-Zentrum) und den beiden B-Zentren Durlach und Mühlburg. Danach folgen C-Zentren und D-Zentren. Das Zentrengefüge ist auch Teil des Flächennutzungsplans, in dem die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die verschiedenen Nutzungen der einzelnen Zentren festgeschrieben sind. Abbildung 3.01 (siehe Kapitel 3) gibt einen Überblick über die idealtypische Ausstattung jeder Hierarchieebene. © ikostudio / Fotolia 72 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 5.2 A-ZENTRUM INNENSTADT Die beiden Stadtteile Innenstadt-West und Innenstadt-Ost bilden zusammen das oberzentrale Einkaufszentrum Karlsruhes, das mit seinem Angebot an Gütern und Dienstleistungen für den mittel- und längerfristigen Bedarf weit in die Region Karlsruhe ausstrahlt. Dennoch fi nden sich in den beiden Stadtteilen der Innenstadt auch Angebote der Nahversorgung und des täglichen Bedarfs. Aufgrund der hohen Besucherfrequenzen fällt das Einzelhandels- und Dienstleistungsangebot auch der Nahversorgung – vor allem bei Lebensmitteln und Drogeriewaren – sehr umfänglich aus. INNENSTADT-WEST Die Innenstadt-West gehört zu den am besten mit Lebensmittel- angeboten versorgten Stadtteilen. Der Versorgungsgrad im Lebensmittelbereich liegt 2016 bei 254,9 %, also beim Zweieinhalbfachen des Karlsruher Durchschnitts. Von der insgesamt im Stadtteil 2016 vorhandenen Lebensmittel- verkaufsfl äche von 9.803 m 2 entfallen 7.684 m 2 auf zwölf Lebensmittelmärkte, 1.350 m 2 auf 22 spezielle Lebensmittel- geschäfte und 620 m 2 auf zwölf Bäckereien. Die Veränderungen seit 2006 sind – wie Tabelle 5.01 zeigt – nicht sehr ausgeprägt. Deutlich wird allerdings, dass die Metzgereien von fünf auf zwei abgenommen haben, während sich die Zahl der Bäckereien um zwei erhöht hat. Ganz erheblich ausgeweitet wurde die Drogeriemarktfl äche. Sie stieg von 3.382 m 2 (2006) auf 5.586 m 2 (2016). Dies wurde bewirkt durch die Neueröffnung von Drogerie Müller und der zweiten Rossmann-Filiale in der Postgalerie. Tabelle 5.02 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG INNENSTADT-WEST Tabelle 5.01 NAHVERSORGUNGSANGEBOT INNENSTADT-WEST Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte10.334 10.747 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil303,4% 254,9% 100% Wohnberechtigte je Drogerie1.292 1.194 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke939 1.194 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale10.334 10.747 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale470 467 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”70,7% 83,0% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden” 14,6% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”93,8% 88,6% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil79,3% 89,2% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 8,60 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 81,3% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 21,4% 31,1% Innenstadt-West Vor allem vermisste Geschäfte: Metzgerei Aus den Kennziffern zur Nahversorgung in Tabelle 5.02 ist die insgesamt sehr gute Nahversorgungsausstattung der Innenstadt-West ablesbar. Die jeweilige Zahl der Wohnberechtigten pro Drogerie, Apotheke und Bankfi liale liegt weit unter dem städtischen Durchschnitt. Allerdings hat die Innenstadt-West nach wie vor nur eine Postfi liale. Die Einschätzung der Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften liegt mit 83 % „gut“ + „sehr gut“ erwartungsgemäß hoch – 14,6 % der Befragten konnten sogar noch Verbesserungen in den letzten Jahren erkennen. Ähnliche Einschätzungen zeigen sich bei den Dienstleistungen („gut“ + „sehr gut“: 88,6 %). Der durchschnittliche Zeitaufwand für 2006 2016 2006 2016 Lebensmittelgeschäfte7.708 7.684 13 12 Lebensmittel spezial1.455 1.350 25 22 Bäckerei673 620 20 22 Metzgerei256 60 5 2 Obst-/Gemüse30 20 2 1 Getränkemarkt0 0 0 0 Tank-Shop90 69 2 2 Summe Lebensmittel10.212 9.803 67 61 Drogerie3.382 5.586 8 9 Apotheke865 750 11 9 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten11 14 11 13 Packstation0 20 0 4 Bankfiliale1.201 1.316 22 23 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Wochenmarkt Stephanplatz 3 x wöchentlich. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 73 NAHVERSORGUNG IN DER INNENSTADT-WEST 2016 den Weg zum Lebensmittelgeschäft ist mit 8,6 Minuten unterdurchschnittlich. Der hohe Anteil an Bewohnerinnen und Bewohnern der Innenstadt-West, die zu Fuß oder per Fahrrad einkaufen (81,3 %) verwundert nicht. Fast neun Zehntel der Befragten (89,2 %) decken ihren Bedarf im eigenen Stadtteil. Rund ein Fünftel der Befragten (21,4 %) vermissen bestimmte Lebensmittelangebote. Ihnen fehlt vor allem eine Metzgerei. Dieser Befund korrespondiert mit dem Rückgang der Metzgereien in den letzten 10 Jahren (siehe oben). 74 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 INNENSTADT OST Die Innenstadt-Ost ist ebenso Teil der oberzentralen Einkaufscity Karlsruhes, hat aber nicht dieselbe Ausstattung mit attraktiven Geschäften des mittel- und langfristigen Bedarfs und auch eine schwächere Frequentierung durch Passanten. Innerhalb der Stadtteilgrenzen der Innenstadt Ost ist deshalb auch der Bestand an Nahversorgungseinrichtungen (siehe Tabelle 5.03) seit jeher nicht auf dem hohen Niveau der Innenstadt-West. Dennoch bestehen keinerlei Versorgungsdefi zite, da die Angebote der Innenstadt-West und der Südstadt auf kurzem Weg erreichbar sind. Dies gilt vor allem für die Märkte im Ettlinger-Tor-Center, für Scheck-In (EDEKA) am Mendelssohnplatz und die Drogeriemärkte der Kaiserstraße. Bezogen auf das eigene Stadtteilgebiet erreicht der Versorgungsgrad Lebensmittel in der Innenstadt-Ost 2016 75,4 % (siehe Tabelle 5.04). Im Jahr 2006 betrug er noch 82,3 %. In den vergangenen 10 Jahren ist die einzige noch vorhandene selbständige Metzgerei aufgegeben worden, die Zahl der Bäckereien sank von sieben auf sechs und die Lebensmittelspezialgeschäfte gingen von neun auf sieben zurück. Durch die Aufgabe der Schlecker-Filiale in der Kaiserstraße fehlt 2016 die eigene Drogeriemarkt- Ausstattung, was aber – wie oben dargestellt – nicht zu einer Angebotslücke führt. Am Schlecker-Standort hat 2013 mit dem Frische Punkt Bayar ein Lebensmittelsupermarkt türkischer Prägung eröffnet. Die Anzahl der Wohnberechtigten je Apotheke, Postfi liale und Bankfi liale liegt deutlich unter den gesamtstädtischen Werten. Die Bewertung der Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften der Nahversorgung fällt mit 84,7 % „gut“ + „sehr gut“ hoch aus (2006: 78,6 %) und 13,1 % der Befragten meinen, die Ausstattung sei besser geworden. Auch die Einschätzung der Tabelle 5.03 NAHVERSORGUNGSANGEBOT INNENSTADT-OST Tabelle 5.04 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG INNENSTADT-OST Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte6.768 6.967 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil82,3% 75,4% 100% Wohnberechtigte je Drogerie6.768 - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke2256 2.322 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale6.768 6.967 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale564 581 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”78,6% 84,7% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 13,1% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”88,9% 77,6% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil92,7% 98,7% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 10,00 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 76,1% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 15,2% 31,1% Innenstadt-Ost Vor allem vermisste Geschäfte: Aufgrund geringer Datenbasis keine Aussage möglich. Versorgung mit Dienstleistungen ist mit 77,6 % überdurch- schnittlich, hat sich seit 2006 (88,9 %) aber etwas reduziert. Praktisch alle Befragten (98,7 %) kaufen im eigenen oder im Nachbarstadtteil ein, drei Viertel von ihnen (76,1 %) zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Lebensmittelangebote werden von 15 % der Befragten vermisst – ein sehr niedriger Wert. Tabelle 5.04 enthält die alle Kennziffern der Innenstadt-Ost. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel1.245 1.440 4 3 Lebensmittel spezial350 280 9 7 Bäckerei189 159 7 6 Metzgerei30 0 1 0 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt0 0 0 0 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel1.814 1.879 21 16 Drogerie360 0 1 0 Apotheke122 122 3 3 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten6 6 6 6 Paketshop/Packstation0 30 0 6 Bankfiliale655 567 12 12 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Innenstadt-Ost liegt im Einzugsgebiet von Scheck-In und Ettlinger-Tor-Center. Obst-/Gemüsestände täglich am Kronenplatz. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 75 NAHVERSORGUNG IN DER INNENSTADT-OST 2016 76 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 5.3 B-ZENTREN DURLACH UND MÜHLBURG DURLACH Außer durch die Nahversorgungsangebote zeichnet sich das B-Zentrum Durlach durch eine Reihe weiterer Geschäfte für den mittel- und langfristigen Bedarf aus. Der Versorgungs- grad Lebensmittel liegt 2016 mit 98,1 % im städtischen Durchschnitt (2006: 108 %; siehe Tabelle 5.06). Drei Viertel (74,5 %) halten die Ausstattung ihres Stadtteils mit Einzel- handelsgeschäften der Nahversorgung für „gut“ oder „sehr gut“ – das sind mehr als im städtischen Durchschnitt (65,1 %). Auch die Dienstleistungsausstattung wird überdurchschnittlich gut eingeschätzt (82,6 % „gut“ und „sehr gut“). Der Anteil der Befragten, die Geschäfte vermissen (26,8 %), ist in Durlach geringer als im Karlsruher Durchschnitt. Vermisst werden von dieser Teilgruppe vor allem Bioangebote und Metzgereien. Der lange Jahre ansässige Bioladen wurde 2015 geschlossen. Die Lebensmittelverkaufsfl äche ist zwischen 2006 (11.078 m 2 ) und 2016 (10.912 m 2 ) nahezu gleich geblieben, die Anzahl der Geschäfte hat sich von 56 auf 50 nur geringfügig verringert (siehe Tabelle 5.05). Die Randbereiche des Stadtteils sind hinsichtlich der Nah- versorgung schlechter gestellt, wie der Bergwald und das Hanggebiet. Aus dem Süden von Durlach-Aue sind die Wege zu den Märkten (zum Beispiel an der Killisfeld- straße) recht weit. In wie weit das in den nächsten Jahren entstehende Wohngebiet Säuterich im Umfeld von Aue zu einer veränderten Tragfähigkeit führt, bleibt abzuwarten. Aufgrund der isolierten Lage sind Nahversorgungsangebote auch von der Dornwaldsiedlung und der Untermühlsiedlung aus schwer zu erreichen. Zwar liegt dort das real-SB-Warenhaus („Durlach Center“) in räumlicher Nähe, ist aber abgetrennt durch starke Barrieren (zum Beispiel Autobahn). Die Nahversorgungsangebote Durlachs werden auch von den Tabelle 5.06 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG DURLACH Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte31.496 31.104 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil108,0% 98,1% 100% Wohnberechtigte je Drogerie4.499 10.368 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke3.500 3.888 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale31.496 10.368 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale3.150 2.592 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”65,7% 74,5% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 14,5% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”75,0% 82,6% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil93,6% 93,8% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 9,10 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 51,5% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 26,8% 31,1% Durlach Höhenstadtteilen und von der Grötzinger Bevölkerung in Anspruch genommen. Im Jahr 2013 wurde eine Bürger- und Passantenumfrage in Durlach durchgeführt. In den Ergebnissen kam eine hohe Zufriedenheit und stetige Frequentierung der (Nahversorgungs-)Angebote zum Ausdruck. Insbesondere der EDEKA-Markt Scheck In wurde in seiner Rolle als Magnet des Zentrums bestätigt. Von seinen Besucherinnen und Besuchern profi tieren auch in hohem Maße die Geschäfte der Fußgängerzone. Darüber hinaus gilt die Durlacher Innenstadt als beliebter Treffpunkt für alle Formen von Geselligkeit und Wahrnehmung gastronomischer Angebote. Tabelle 5.05 NAHVERSORGUNGSANGEBOT DURLACH 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel8.606 7.947 16 12 Lebensmittel spezial390 750 10 9 Bäckerei382 490 16 18 Metzgerei100 55 3 2 Obst-/Gemüse110 30 3 1 Getränkemarkt1250 1400 4 4 Tank-Shop240 240 4 4 Summe Lebensmittel11.078 10.912 56 50 Drogerie1.800 1.030 7 3 Apotheke310 325 9 8 Postfiliale80 105 1 3 Briefkasten22 34 22 30 Paketshop/Packstation0 25 0 5 Bankfiliale600 533 10 12 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Wochenmarkt täglich auf dem Marktplatz. Bergwald: Einwohnerzahl zu gering – wohnortnahe Versorgung nicht möglich. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 77 NAHVERSORGUNG IN DURLACH 2016 78 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 MÜHLBURG Die Nahversorgungsangebote im B-Zentrum Mühlburg sind einmal im traditionellen Stadtteilzentrum am Entenfang, zum anderen in einer Fachmarktagglomeration an der Neureuter Straße angesiedelt. Diese Zweiteilung hat seit vielen Jahren Bestand. Außerdem wird Mühlburg vom jenseits der Südtangente – und damit in Grünwinkel – liegenden Kaufl and-SB-Warenhaus mitversorgt. Der Versorgungsgrad Lebensmittel beträgt 2016 85,8 % (2006: 104,8 %). Die Mühlburger Ausstattung im Lebensmittelbereich ist mehr oder weniger gleich geblieben. Sie hat seit 2006 (5.740 m 2 ) auf jetzt 5.366 m 2 abgenommen (siehe Tabelle 5.07). Ursache ist im wesentlichen die Schließung von Getränkemärkten. Die Kennziffern zur Versorgung mit Drogeriewaren, Apotheken, Post- und Bankfi lialen entsprechen dem städtischen Durchschnitt, wie aus Tabelle 5.08 hervorgeht. Die Befragten in Mühlburg sind überaus zufrieden mit ihrer Einzelhandelsausstattung des täglichen Bedarfs. Die Bewertungen „gut“ und „sehr gut“ erreichen zusammen 81 % und sind gegenüber 2006 (72,3 %) angestiegen. Die Dienstleistungen im Stadtteil werden ähnlich eingeschätzt wie vor 10 Jahren („gut“ und „sehr gut“ 2016: 85,9 %; 2006: 87,4 %). Die Befragten in Mühlburg versorgen sich zu 83 % im Stadtteil oder Nachbarstadtteil. Dieser Wert ist etwas zurückgegangen (2006: 93,3 %). Tabelle 5.07 NAHVERSORGUNGSANGEBOT MÜHLBURG Tabelle 5.08 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG MÜHLBURG 2006201620062016 Lebensmittel4.480 4.506 12 11 Lebensmittel spezial90 180 2 4 Bäckerei295 350 12 13 Metzgerei125 80 5 3 Obst-/Gemüse80 80 2 2 Getränkemarkt500 0 3 0 Tank-Shop170 170 4 4 Summe Lebensmittel5.740 5.366 40 37 Drogerie790 430 4 2 Apotheke125 185 4 4 Postfiliale20 40 1 2 Briefkasten9 11 9 11 Paketshop/Packstation0 30 0 6 Bankfiliale480 480 8 8 Bemerkungen:|Wochenmarkt 1 x wöchentlich am Entenfang. Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl In der Lebensmittelversorgung steht in Mühlburg ein Umbruch bevor. Im Einzelhandelsgutachten von GfK PRISMA 2007 wurde ein fehlender Lebensmittelvollversorger konstatiert. Dieser Feststellung folgend wird im Projekt „Golden Gate“ am Entenfang auf dem ehemaligen Post-Areal ein Vollsortimenter angesiedelt. Baubeginn wird frühestens 2018 sein. Betreiber des Marktes wird aller Voraussicht nach einer der großen Handelskonzerne. Der neue Markt bedeutet eine attraktive Bereicherung für das B-Zentrum Mühlburg, auch weil das Golden Gate Projekt weitere Einzelhandels- und Gastronomiefl ächen beinhaltet. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte16.824 17.481 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil104,8% 85,8% 100% Wohnberechtigte je Drogerie4.206 8.741 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke4.206 4.370 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale16.824 8.741 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.103 2.185 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”72,3% 81,0% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 17,8% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”87,4% 85,9% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil93,3% 83,0% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 10,40 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 64,5% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 26,7% 31,1% Mühlburg AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 79 NAHVERSORGUNG IN MÜHLBURG 2016 80 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.09 NAHVERSORGUNGSANGEBOT IN DER SÜDWESTSTADT Tabelle 5.10 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG IN DER SÜDWESTSTADT 5.4 C-ZENTREN SÜDWESTSTADT Die Südweststadt verfügt über ein weitreichendes, innerhalb der eigenen Stadtteilgrenzen jedoch unvollständiges Angebot der Nahversorgung. Der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln im Stadtteil beträgt 2016 50 %. Von den 3.808 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel entfallen 2.480 m² auf Lebensmittelmärkte und nochmal 457 m² auf spezielle Lebensmittelgeschäfte. Das Netz der Betriebe des Lebens- mittelhandwerks (16 Bäckereien und 3 Metzgereien) ist nahezu fl ächendeckend ausgeprägt. Es gibt allerdings 2016 keinen Getränkemarkt und kein Obst- und Gemüsegeschäft mehr (siehe Tabelle 5.09). EDEKA und Penny in der Karlstraße sowie Märkte in den benachbarten Stadtteilen decken dieses Angebot allerdings mit ab. Im Vergleich zu 2006 sind der Getränkemarkt, vier Obst- und Gemüseläden und drei spezielle Lebensmittelgeschäfte weggefallen. Diese Abgänge machen sich aber in der Bewertung der Bürgerinnen und Bürger nicht bemerkbar (siehe Tabelle 5.10), wozu sicherlich auch die sechs neuen Bäckereien beitragen. Auch die wenigen Wohnstandorte westlich der Brauerstraße sind inzwischen mit einem Grundangebot versorgt. Deren Bewohner müssen jedoch weitere Wege zu größeren Lebensmittelgeschäften in Kauf nehmen. Die Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften in der Südwest- stadt wird von fast drei Vierteln der Befragten (73,7 %) als „gut“ oder „sehr gut“ eingeschätzt, liegt über dem gesamt- städtischen Durchschnitt und ist im Vergleich zur Befragung von 2006 (54,9 %) deutlich gestiegen (siehe Tabelle 5.10). 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel2.450 2.480 7 8 Lebensmittel spezial527 457 11 8 Bäckerei427 631 16 22 Metzgerei80 80 3 3 Obst-/Gemüse115 0 4 0 Getränkemarkt100 0 1 0 Tank-Shop160 160 3 3 Summe Lebensmittel3.859 3.808 45 44 Drogerie1.300 900 5 3 Apotheke342 268 8 6 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten16 19 16 19 Paketshop/Packstation0 30 0 6 Bankfiliale680 522 13 13 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte20.343 21.283 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil58,2% 50,0% 100% Wohnberechtigte je Drogerie4.069 7.094 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke2.543 3.547 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale20.343 21.283 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale1.565 1.637 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”54,9% 73,7% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 13,2% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”74,5% 79,7% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil72,9% 77,7% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 9,20 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 70,3% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 28,7% 31,1% Südweststadt Über drei Viertel der Bewohnerinnen und Bewohner der Südweststadt (77,7 %) fi nden ihr bevorzugtes Geschäft für Lebensmitteleinkäufe im eigenen oder im benachbarten Stadtteil. Gerade der südliche Teil der Südweststadt wird von dem real-Markt in Bulach beziehungsweise vom Aldi-Markt in Beiertheim mitversorgt. Im Teilgebiet Beiertheimer Feld besteht ein kleinräumiges Angebotsdefi zit welches sich in einer leicht höheren Tendenz äußert, Lebensmittel in anderen Stadtteilen einzukaufen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 81 NAHVERSORGUNG IN DER SÜDWESTSTADT 2016 Die Bewohner in der Südweststadt nutzen nur etwa halb so oft den eigenen PKW zum Lebensmitteleinkauf (23,4 %), wie die Karlsruherinnen und Karlsruher im Durchschnitt (40,7 %), obwohl die Ausstattung der Haushalte mit PKWs (67,8 %) nicht wesentlich unterhalb des Karlsruher Durchschnitts (76,1 %) liegt. Trotz der von 13 % der Befragten ange- gebenen starken Hindernisse auf dem Weg zum hauptsächlich genutzten Lebensmittelgeschäft, gehen 70,3 % der Befragten zu Fuß zum Einkaufen oder fahren mit dem Fahrrad. Das Nahversorgungsangebot der Südweststadt ist gut und wird von der Bewohnerschaft auch größtenteils so empfunden. Lediglich 28,7 % der Befragten vermissen Lebensmittelangebote im Stadtteil. Jeder vierte dieser Befragten wünscht sich einen Biomarkt, jeder fünfte einen Wochenmarkt. Auch die Versorgung mit Gütern, die über den periodischen Bedarf hinausgehen, ist im Stadtteil gegeben. Die Karlstraße stellt mit ihrem Angebot an Bekleidung, Elektronik und Haushaltsgeräten eine Verlängerung der Einkaufsachse der Innenstadt-West dar und defi niert die Südweststadt als C-Zentrum. Obwohl in der kleinteiligen Angebotsstruktur der Lebensmittel- anbieter innerhalb des Stadtteils seit 2006 auch Lücken sichtbar werden, scheint der Stadtteil unter den teilweise rückläufi gen Tendenzen nicht zu leiden. Die Nahversorgungs- situation wird trotz des sinkenden Versorgungsgrades (von 58,2 % im Jahr 2006 auf 50 % im Jahr 2016) heute besser bewertet als vor 10 Jahren. 82 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 RÜPPURR Die Nahversorgung in Rüppurr ist im Hinblick auf das Lebensmittelangebot fast vollständig. Ein fehlendes Obst- und Gemüsegeschäft wird durch das Sortiment der Supermärkte und Discounter sowie den Biomarkt mit abgedeckt. Ein Zentrum der Nahversorgung liegt im Bereich der Kreuzung Rastatter Straße und Tulpenstraße, um die Christkönigskirche. Hier fi ndet zweimal wöchentlich ein sehr beliebter Markt statt. Ein weiteres Stadtteilzentrum mit Lebensmittelmärkten bildet der Ostendorfplatz. An der Ecke Frauenalber Straße und Allmendstraße befi ndet sich ein kleinerer Penny-Markt (360 m²). Einige Wohngebiete im Südosten liegen jedoch außerhalb der 500 m-Radien um die Lebensmittelmärkte. Im übrigen Stadtteil ist die fußläufi ge Nahversorgung gewährleistet. Der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln im Stadtteil liegt bei 62,8 %. Von den 2.440 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel entfallen 2.076 m² auf vier Lebensmittelmärkte und 150 m² auf den einzigen verbleibenden Getränkemarkt. Im Stadtteil gibt es sieben Bäckereien und eine Metzgerei. Im Vergleich zu 2006 hat sich die Anzahl an Lebensmittelmärkten halbiert (siehe Tabelle 5.11). Die Verkaufsfl äche für Lebensmittel hat sich von 2.612 m² (2006) auf 2.440 m² (2016) verringert, was hauptsächlich auf zwei entfallene Getränkemärkte zurückzuführen ist. Die beiden Schlecker-Drogeriemärkte sind ersatzlos weggefallen. Der Stadtteil hat damit nur ein unvollständiges Angebot an Drogeriewaren. Die Zahl der Wohnberechtigten je Post- und Bankfi liale liegt leicht über dem Karlsruher Durchschnitt, bei Apotheken leicht darunter (siehe Tabelle 5.11). Tabelle 5.11 NAHVERSORGUNGSANGEBOT RÜPPURR Tabelle 5.12 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG RÜPPURR Wie aus Tabelle 5.12 hervorgeht, bewerten die Rüppurrer die Einzelhandelssituation bei Lebensmitteln unterdurchschnittlich („gut“ und „sehr gut“: 54,6 %) und nur ein kleiner Teil der Befragten (9,3 %) gibt an, dass die Situation in den letzten Jahren besser geworden sei. Besonders schlecht fallen die Einschätzungen in Rüppurr-Südost aus („schlecht“ und „sehr schlecht“: 26,7 %; Karlsruhe: 11,2 %). Das Angebot an Dienstleistungen im Stadtteil wird besser beurteilt: Fast drei Viertel der Befragten (76,4 %) votieren mit „gut“ und „sehr gut“. Der durchschnittliche Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt 11,7 Minuten. Der Weg dahin wird immerhin von 45,1 % der Befragten zu Fuß oder mit 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel2.096 2.076 8 4 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei129 167 6 7 Metzgerei22 22 1 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt310 150 3 1 Tank-Shop55 25 2 2 Summe Lebensmittel2.6122.4402015 Drogerie350 0 2 0 Apotheke103 103 3 3 Postfiliale20 5 1 1 Briefkasten6 10 6 8 Paketshop/Packstation0 15 0 3 Bankfiliale250 241 5 5 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Wochenmarkt 2x wöchentlich vor der Christ-König-Kirche (Mi und Sa). Auch Einzugsgebiet vom Real-Markt in Ettlingen. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte11.063 10.864 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil72,5% 62,8% 100% Wohnberechtigte je Drogerie5.532 - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke3.688 3.621 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale11.063 10.864 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.213 2.173 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”40,3% 54,6% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 9,3% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”70,1% 76,4% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil69,2% 60,6% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 11,70 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 45,1% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 29,5% 31,1% Rüppurr AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 83 dem Fahrrad zurückgelegt. Ihren regelmäßigen Bedarf an Lebensmitteln decken 60,6 % der Rüppurrer im eigenen oder einem benachbarten Stadtteil. Die Einkaufsmöglichkeiten in Ettlingen ergänzen das Angebot teilweise, denn außerhalb von Karlsruhe kaufen 23,4 % der Bewohnerinnen und Bewohner Rüppurrs regelmäßig ein. In diesen Werten zeigen sich die Lücken im Versorgungsangebot des Stadtteils noch einmal. Ein Anteil von 29,5 % der Befragten äußert Defi zite im Lebensmittelangebot. Davon gibt die Hälfte (49,6 %) an, dass ihnen ein Drogeriemarkt fehlen würde, 15,8 % vermissen einen Supermarkt, 12,7 % einen Discounter und 12,6 % einen Bäcker. Die Rüppurrer nutzen den Wochenmarkt für wöchentliche Einkäufe überdurchschnittlich häufi g (34,6 %; Karlsruhe: 19,3 %). Da die Versorgungslage insbesondere im Südosten des Stadtteils verbesserungsbedürftig ist, sollten die drei bestehenden Standorte der Lebensmittelmärkte möglichst erhalten bleiben. Zukünftig sind im Stadtteil Rüppurr positive Entwicklungen zu erwarten. Es bestehen zum Beispiel Bestrebungen seitens der Betreiber von bestehenden Märkten, diese zu erweitern beziehungsweise zu modernisieren. NAHVERSORGUNG IN RÜPPURR 2016 84 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 WALDSTADT Das Nahversorgungszentrum der Waldstadt befi ndet sich im Bereich Lötzener Straße/Neisser Straße, im so genannten Waldstadt-Zentrum. In dessen Atrium fi ndet dreimal wöchentlich ein Markt statt. Weitere Ladenzeilen waren ursprünglich an der Schneidemühler und Elbinger Straße angesiedelt, bestehen heute aber nur noch aus jeweils einem Discounter und einer Apotheke. Der Versorgungsgrad im Stadtteil liegt bei 45,8 %. Aus Tabelle 5.13 wird deutlich, dass sich die 2.090 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel auf 1.760 m² für drei Lebensmittelmärkte und 80 m² für einen Naturkostladen verteilen. Im Stadtteil gibt es vier Bäckereien und eine Metzgerei. Im Vergleich zu 2006 ist die Zahl der Lebensmittelgeschäfte von 16 auf elf gesunken. Seit 2006 sind zwei Lebensmittelmärkte, drei Bäckereien sowie eine Metzgerei weggefallen. Das Obst- und Gemüsegeschäft existiert heute ebenfalls nicht mehr. Die Verkaufsfl äche für Lebensmittel hat sich insgesamt von 2.660 m² (2006) auf 2.090 m² (2016) reduziert. Ebenfalls geschlossen haben zwei der 2006 noch vorhandenen vier (einschließlich der Drogerieabteilung des EDEKA-Marktes) Drogeriemärkte. Die Verkaufsfl äche für Drogeriewaren hat sich dadurch halbiert. Dennoch liegt die Ausstattung mit Drogeriemärkten und Apotheken im Stadtteil im städtischen Durchschnitt, wie die Kennziffern der Nahversorgung in Tabelle 5.14 zeigen. Die Zahl der Wohnberechtigten je Post- und Bankfi liale ist jedoch höher als im Karlsruher Durchschnitt und damit ungünstiger. Obwohl die Verkaufsfl äche für Lebensmittel im Vergleich zu 2006 gesunken ist, beurteilen die Bewohnerinnen und Bewohner die Einzelhandelssituation zu 70,5 % mit „gut“ oder „sehr gut“ und damit besser als vor zehn Jahren (2006 „gut“ und „sehr gut“: 46,4 %). Eine Verbesserung der Situation konnten allerdings nur 10 % der Tabelle 5.13 NAHVERSORGUNGSANGEBOT WALDSTADT Tabelle 5.14 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG WALDSTADT Befragten feststellen. Die Bewertung der Ausstattung mit Dienstleistungen im Stadtteil („gut“ und „sehr gut“: 67,2 %) entspricht nahezu dem stadtweiten Wert (69,1 %). Der Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft ist mit 9,3 Minuten durchschnittlich. Die über den Stadtteil verteilten Lebensmittelgeschäfte in integrierter Lage ermöglichen es vielen Bewohnerinnen und Bewohnern (59,6 %) ihre Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erledigen. Der Anteil derer, die ihren Bedarf an Lebensmitteln im eigenen oder einem benachbarten Stadtteil decken, liegt mit 80,2 % etwa im städtischen Durchschnitt. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel2.260 1.760 5 3 Lebensmittel spezial0 80 0 1 Bäckerei190 90 7 4 Metzgerei80 40 2 1 Obst-/Gemüse50 0 1 0 Getränkemarkt80 100 1 1 Tank-Shop0 20 0 1 Summe Lebensmittel2.6602.0901611 Drogerie820 400 4 2 Apotheke150 150 3 3 Postfiliale20 5 1 1 Briefkasten6 7 6 7 Paketshop/Packstation0 15 0 3 Bankfiliale25018053 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Wochenmarkt 3 x wöchentlich beim Waldstadtzentrum. Außerdem Aldi/Lidl in Büchig und Real. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte13.214 12.749 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil61,8% 45,8% 100% Wohnberechtigte je Drogerie3.304 6.375 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke4.405 4.250 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale13.214 12.749 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.643 4.250 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”46,4% 70,5% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 10,0% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”57,3% 67,2% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil76,0% 80,2% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 9,30 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 59,6% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 24,5% 31,1% Waldstadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 85 NAHVERSORGUNG IN WALDSTADT 2016 Defi zite im Lebensmittelangebot sehen 24,5 % der Befragten. Von ihnen vermissen 17,1 % einen weiteren Discounter. Ein solcher wäre im Süden des Stadtteils vorteilhaft, da die Wohngebiete hier teilweise außerhalb der 500 m² Radien um die Lebensmittelmärkte liegen. Eine Besonderheit der Waldstadt ist die Barrierefreiheit. Die Geschäfte sind ohne größere Schwierigkeiten erreichbar und es gibt so gut wie keine großen und stark befahrenen Straßen, die durch den Stadtteil führen. Fast drei Viertel der Befragten (73,9 %) geben an, keine Hindernisse auf dem Weg zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft überwinden zu müssen. 86 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 GRÖTZINGEN Die Nahversorgung in Grötzingen stützt sich in hohem Maße auf den Standort von EDEKA und Lidl in der Eisenbahnstraße. Im alten Ortskern befi nden sich weitere Geschäfte der Nahversorgung. Auf dem Rathausplatz fi ndet zweimal wöchentlich ein Wochenmarkt statt. Neben den beiden großen Lebensmittelmärkten gibt es im Stadtteil auch einen Naturkostladen sowie einen Hofl aden am Sportzentrum. Die Wohnlagen am südöstlichen Rand des Stadtteils liegen außerhalb des 500 m Radius um die Lebensmittelmärkte. Der Versorgungsgrad im Stadtteil beträgt 67,3 %. Von 2.254 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel entfallen 1.945 m² auf fünf Lebensmittelmärkte, 50 m² auf zwei Geschäfte mit speziellen Lebensmitteln, darunter der Naturkostladen. Im Stadtteil gibt es drei Bäckereien, eine Metzgerei, einen Getränkemarkt und einen Weinladen. Die Veränderungen seit 2006 (siehe Tabelle 5.15) signalisieren einen schleichenden Abbau der traditionellen örtlichen Nahversorgung. Die Anzahl der Lebensmittelgeschäfte ist von 18 auf 13 zurückgegangen. In den letzten zehn Jahren wurden zwei Bäckereien, eine Metzgerei, das Obst- und Gemüsegeschäft und ein Getränkemarkt geschlossen. Einen Drogeriemarkt gibt es in Grötzingen ebenfalls nicht mehr. Die Verkaufsfl äche für Drogerieartikel ist nach der Schließung der drei Schlecker-Filialen von 435 m² auf 50 m² gesunken und umfasst nun nur noch die Abteilung des EDEKA-Marktes. Von den 2006 noch vorhandenen vier Apotheken existiert heute nur noch eine. Die Kennzahlen zur Versorgung mit Dienstleistungen fallen – insbesondere bei den Apotheken – unterdurchschnittlich aus, wie aus Tabelle 5.16 hervorgeht. Lediglich das Angebot an Briefkästen und Paketshops ist inzwischen größer als 2006. Tabelle 5.15 NAHVERSORGUNGSANGEBOT GRÖTZINGEN Tabelle 5.16 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG GRÖTZINGEN Die Ausstattung des Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften wird von fast zwei Dritteln (65,8 %) der Bewohnerinnen und Bewohner mit „gut“ und „sehr gut“ bewertet. Eine Verbesserung der Situation können 19,3 % der Befragten feststellen. Die Ausstattung mit Dienstleistungen im Stadtteil bewerten 71,3 % mit „gut“ und „sehr gut“. Mit allen drei Werten liegt Grötzingen in etwa im Karlsruher Durchschnitt. Die Stadtteilorientierung in der Nahversorgung liegt bei 82,3 % der Befragten, die ihre regelmäßigen Lebensmitteleinkäufe im eigenen oder einem Nachbarstadtteil erledigen. Die benötigte 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel2.026 1.945 5 5 Lebensmittel spezial80 50 2 2 Bäckerei145 90 5 3 Metzgerei70 30 2 1 Obst-/Gemüse20 0 1 0 Getränkemarkt219 139 3 2 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel2.560 2.254 18 13 Drogerie435 50 4 1 Apotheke101 35 4 1 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten9 14 9 14 Paketshop/Packstation0 15 0 3 Bankfiliale140 140 3 3 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Wochenmarkt 2 x wöchentlich auf dem Rathausplatz, veranstaltet von der Ortsverwaltung Grötzingen. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte9.974 9.356 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil78,8% 67,3% 100% Wohnberechtigte je Drogerie2.494 9.356 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke2.494 9.356 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale9.974 9.356 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale3.325 3.119 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”50,7% 65,8% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 19,3% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”80,6% 71,3% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil82,8% 82,3% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 8,20 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 40,3% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 22,1% 31,1% Grötzingen AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 87 NAHVERSORGUNG IN GRÖTZINGEN 2016 Zeit zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt durchschnittlich nur 8,2 Minuten. Die Strecke dorthin legen allerdings nur 40,3 % mit dem Fahrrad zurück, 13 % weniger als im Karlsruher Durchschnitt. Den eigenen PKW nutzen 53,8 % der Befragten. Defi zite in der Nahversorgung im Stadtteil geben 22,1 % der Bewohnerinnen und Bewohner an. Von ihnen vermissen 28,2 % einen Drogeriemarkt – was angesichts der Entwicklung der letzten zehn Jahre nicht verwunderlich ist – und 20,3% einen weiteren Discounter. 88 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 NEUREUT In Neureut verteilen sich die Geschäfte der Nahversorgung in Streulage über den gesamten Stadtteil und alle Stadtviertel. Nur der Bereich südwestlich der Welschneureuter Straße/ Klammweg sowie einige Randgebiete befi nden sich außerhalb der 500 m-Radien um die Lebensmittelmärkte. Ein Zentrum für die Nahversorgung bildet der Bereich um die Badnerlandhalle an Grünewaldstraße und Bärenweg mit Supermarkt, Discounter, Drogeriemarkt und weiteren Geschäften der Nahversorgung. Hier (am Neureuter Platz) fi ndet freitags auch ein Wochenmarkt statt. In der Hermann-Höpker-Aschoff-Straße eröffnete 2007 ein REWE-Markt mit insgesamt 1.800 m² Verkaufsfl äche, wodurch sich der Nahversorgungsschwerpunkt aus der Donauschwabenstraße in Kirchfeld inzwischen heraus verlagert hat. Der Versorgungsgrad im Stadtteil beträgt 110,4 %. Die Gesamtverkaufsfl äche für Lebensmittel beträgt 7.597 m², wovon 6.057 m² auf die insgesamt acht Lebensmittelmärkte entfallen, 1.105 m² auf zwei Getränkemärkte und Getränkeabteilungen, 235 m² auf insgesamt neun Bäckereien und 60 m² auf zwei Metzgereien (siehe Tabelle 5.17). Die Veränderungen zu 2006 zeigen, dass kleinere Geschäfte in integrierten Lagen aufgegeben wurden. Dies wird sehr deutlich am Beispiel der sinkenden Zahl an Lebensmittelgeschäften, Bäckereien und Metzgereien. Die Anzahl der Lebensmittelanbieter ist von 36 (2006) auf 24 (2016) gesunken, während sich die Lebensmittelverkaufsfl äche in Neureut von 6.405 m² auf 7.597 m² erhöht hat. Auch die Verkaufsfl äche für Drogerieartikel hat sich in den letzten zehn Jahren von 1.050 m² auf 1.480 m² erhöht. Die Ausstattung mit Post- und Bankdienstleistungen hat sich ebenfalls verbessert, wie aus Tabelle 5.18 hervorgeht. Die weiteren Kennzahlen der Nahversorgung zeigen eine gute Ausstattung des Stadtteils. Die Anzahl der Wohnberechtigten je Drogeriemarkt liegt weit unterhalb des Karlsruher Durchschnitts, die je Postfi liale leicht darunter und die je Apotheke beziehungsweise Bankfi liale leicht darüber. Entsprechend gut fällt das Urteil der Befragten über die Tabelle 5.17 NAHVERSORGUNGSANGEBOT NEUREUT Tabelle 5.18 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG NEUREUT Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften im Stadtteil aus. Fast drei Viertel der Neureuterinnen und Neureuter (74,2 %) betrachten diese als „gut“ oder „sehr gut“. Damit fällt die Bewertung besser aus als im Karlsruher Durchschnitt (65,1 %) und besser als noch 2006 (43,5 % „gut“ und „sehr gut“). Somit überrascht kaum, dass etwa ein Viertel (26,2 %) der Befragten eine Verbesserung der Situation in den letzten Jahren feststellt, in Neureut-Heide liegt der Anteil sogar bei 41,3 %. Die Ausstattung mit Dienstleistungen im Stadtteil wird – mit 69,3 % für „gut“ und „sehr gut“ – durchschnittlich eingeschätzt. Der mittlere Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt 8,7 Minuten, was die vorteilhafte Verteilung der Lebensmittelmärkte im Stadtteil unterstreicht. Trotzdem nutzen weniger Befragte das 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel4.496 6.057 11 8 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei369 235 14 9 Metzgerei130 60 4 2 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt1270 1105 4 2 Tank-Shop140 140 3 3 Summe Lebensmittel6.405 7.597 36 24 Drogerie1.050 1.480 4 4 Apotheke160 160 4 4 Postfiliale40 30 2 3 Briefkasten12 24 12 20 Paketshop/Packstation0 20 0 4 Bankfiliale310 212 6 8 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Wochenmarkt 1 x wöchentlich auf dem Neureuter Platz. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte17.250 19.228 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil114,0% 110,4% 100% Wohnberechtigte je Drogerie4.313 4.807 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke4.313 4.807 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale8.625 6.409 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.875 2.404 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”43,5% 74,2% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 26,2% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”76,5% 69,3% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil68,7% 89,3% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 8,70 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 42,1% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 30,8% 31,1% Neureut AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 89 NAHVERSORGUNG IN NEUREUT 2016 Fahrrad für die regelmäßigen Einkäufe oder gehen zu Fuß (42,1 %), als die Karlsruherinnen und Karlsruher im Durchschnitt (53,3 %). Der Anteil der PKW-Nutzer liegt mit 54,5 % oberhalb des Karlsruher Durchschnitts (40,7 %). Das umfangreiche Nahversorgungsangebot spiegelt sich in der hohen Stadtteilorientierung wieder. Mit 89,3 % der Bürgerinnen und Bürger, die ihre Lebensmittel vorwiegend im eigenen oder einem Nachbarstadtteil einkaufen, ist sie nicht nur überdurchschnittlich, sie hat sich im Vergleich zu 2006 (68,7 %) wesentlich gesteigert. Trotz der Zentralisierung im Lebensmitteleinzelhandel und der Aufgabe kleiner Geschäfte in Streulage, kann mehr Kaufkraft im Stadtteil gehalten werden. Dennoch sehen die Befragten auch Defi zite im Nahversorgungsangebot, wie 30,8 % von ihnen angeben. Von dieser Teilgruppe wünscht sich die Hälfte (52,5 %) einen Biomarkt zur Vervollständigung des Angebots im Stadtteil. 90 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.19 NAHVERSORGUNGSANGEBOT SÜDSTADT Tabelle 5.20 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG SÜDSTADT 5.5 D-ZENTREN SÜDSTADT Die Südstadt ist fl ächendeckend mit Geschäften zur Nahver- sorgung ausgestattet. Das Zentrum bildet der Werderplatz, um den herum sich neben Geschäften des periodischen auch Geschäfte des aperiodischen Bedarfs befi nden. Hier fi ndet auch 3-mal wöchentlich ein Wochenmarkt statt. Das Scheck-In-Center in der Rüppurrer Straße stellt einen über den Stadtteil hinaus wirkenden Standort für die Versorgung mit Lebensmitteln dar. Der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln liegt 2016 bei 124,4 %. Die Gesamtverkaufsfl äche für Lebensmittel beträgt in der Südstadt 2016 9.185 m², wovon 7.581 m² auf insgesamt zehn Lebensmittelmärkte und 435 m² auf acht spezielle Lebensmittelgeschäfte fallen. Zudem gibt es 14 Bäckereien und eine Metzgerei. Im Vergleich zu 2006 ist die Zahl der Lebensmittelgeschäfte insgesamt von 30 auf 33 gestiegen. Es sind einige kleine Lebensmittelgeschäfte mit speziellem Angebot hinzugekommen. Das einzige Obst- und Gemüsegeschäft existiert inzwischen nicht mehr (siehe Tabelle 5.19). Die Verkaufsfl äche der Lebensmittelmärkte hat sich zwischen 2006 und 2016 deutlich von 5.621 m² auf 7.581 m² erhöht. Neu hinzugekommen ist ein Alnatura Bio-Supermarkt in der Ludwig-Erhard-Allee und der Kliver City Park in der Luise- Riegger-Straße, der die dezentrale Versorgung im östlichen Stadtteil unterstützt. Am Tivoliplatz hat ein neuer Lidl-Markt eröffnet. Er ersetzt den alten Standort gegenüber in der Rüppurrer Straße mit einer in etwa doppelt so großen Verkaufsfl äche. Den bisherigen Lidl-Standort wird ein denn’s Bio-Supermarkt übernehmen. Die neuen speziellen Lebensmittelgeschäfte schlagen auch mit einer Erhöhung der Verkaufsfl äche um rund ein Drittel zu Buche. Sie gruppieren sich am Werderplatz, sowie an der Ecke Baumeisterstraße und Rüppurrer Straße. Obwohl sich die Zahl an Bäckereien nur um eins erhöht hat, ist die Verkaufsfl äche von 345 m² auf 639 m² gestiegen. Die Versorgung mit Post- und Bankdienstleistungen hat sich zwischen 2006 und 2016 deutlich verbessert, wie Tabelle 5.20 zeigt. Der deutliche Anstieg der Verkaufsfl äche für Lebensmittel (siehe Tabelle 5.19) kann mit dem Bevölkerungsanstieg in der Südstadt nicht Schritt halten. Das erklärt den Rückgang des Versorgungsgrades von 130,9 % im Jahr 2006 auf 124,4 % (2016). Trotzdem liegt er damit über dem Karlsruher 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel5.621 7.581 9 10 Lebensmittel spezial345 435 5 8 Bäckerei355 639 13 14 Metzgerei30 30 1 1 Obst-/Gemüse65 - 1 - Getränkemarkt500 500 1 1 Tank-Shop- - - - Summe Lebensmittel6.916 9.185 30 34 Drogerie1.000 1.220 4 3 Apotheke205 190 6 5 Postfiliale- 10 - 1 Briefkasten5 10 5 10 Paketshop/Packstation- 25 - 5 Bankfiliale430 915 8 11 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Wochenmarkt Werderplatz 3 x wöchentlich. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte16.218 20.640 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil130,9% 124,4% 100% Wohnberechtigte je Drogerie4.055 6.880 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke2703 4.128 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale- 20.640 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.027 1.876 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”63,2% 78,2% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 42,1% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”80,9% 69,2% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil76,5% 87,3% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 7,80 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 75,9% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 27,6% 31,1% Südstadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 91 NAHVERSORGUNG IN DER SÜDSTADT 2016 Durchschnitt. Der Anteil der Befragten, die die Versorgung im Stadtteil mit „gut oder „sehr gut“ bewerten, liegt mit 78,2 % ebenfalls auf einem überdurchschnittlichen Niveau und nur 27,6 % geben an, Lebensmittelangebote zu vermissen. Eine Verbesserung der Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften konnten zudem 42,1 % der Befragten feststellen. In der Südstadt – östlicher Teil geben sogar 80 % an, dass die Ausstattung besser geworden sei. Begünstigt durch die fl ächendeckende Versorgungsstruktur kaufen die meisten Bewohnerinnen und Bewohner der Südstadt (87,3 %) ihre Lebensmittel entweder in der Südstadt, oder einem Nachbarstadtteil ein. Die relativ kurzen Wege machen sich sowohl im niedrigen durchschnittlichen Zeitaufwand zum bevorzugten Lebensmittelgeschäft von 7,8 Minuten, als auch im hohen Anteil derer bemerkbar, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen (75,9 %). Lebensmittelangebote vermissen 27,6 % der Befragten. Von diesen wünscht sich ein Drittel (34,6 %) eine Metzgerei. In der Südstadt werden von überdurchschnittlich vielen Haushalten (38 %; Karlsruhe: 22 %) fertig zubereitete Speisen per Lieferservice bestellt. Die Zufriedenheit mit der Nahversorgung in der Südstadt beruht auf der fl ächendeckenden Versorgung mit Lebens- mittelgeschäften in fußläufi ger Entfernung. Das aus- differenzierte Angebot an kleinen und speziellen Lebensmittel- geschäften unterstreicht die Vielfalt im Stadtteil. Das große und gute erreichbare Scheck-In-Center besitzt zudem eine Außenwirkung in der Versorgung mit Lebensmitteln. Bis auf den als fehlend empfundenen Metzger, weist die Südstadt insgesamt keine Defi zite und Probleme auf. 92 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.21 NAHVERSORGUNGSANGEBOT OSTSTADT Tabelle 5.22 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG OSTSTADT OSTSTADT Auch die Oststadt verfügt über ein vielfältiges Angebot an Geschäften zur Lebensmittelversorgung. Eine Ausnahme bildet der Teil nördlich der Karl-Wilhelm-Straße, in dem nur ein kleines Geschäft zur Nahversorgung vorhanden ist. Das Zentrum für die fußläufi ge Versorgung mit Lebensmitteln bildet der Bereich der Kreuzung Gerwigstraße, Ludwig- Wilhelm-Straße und Georg-Friedrich-Straße. Im östlichen Teil, neben dem Betriebshof der Karlsruher Verkehrsbetriebe, befi nden sich mehrere größere Lebensmittelmärkte sowie Geschäfte für Güter des aperiodischen Bedarfs (zum Beispiel Bauhaus), die die Oststadt als D-Zentrum defi nieren. Auf dem Gottesauer Platz fi ndet 3-mal wöchentlich ein Markt statt. Teile der Oststadt liegen auch im Einzugsbereich des Scheck-In-Centers in der Südstadt und des real-Marktes an der Durlacher Allee. Der Versorgungsgrad im Stadtteil beträgt 110,8 %, und liegt damit über dem Karlsruher Durchschnitt. Von den 7.808 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel entfallen 5.760 m² auf neun Lebensmittelmärkte und 285 m² auf Geschäfte mit speziellem Lebensmittelangebot. Die insgesamt elf Bäckereien kommen auf eine Gesamtfl äche von 263 m². Im Stadtteil gibt es eine Metzgerei und vier Getränkemärkte. Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel ist seit 2006 leicht rückläufi g. Die Lebensmittelverkaufsfl äche hat dagegen in den letzten 10 Jahren um 300 m² zugenommen, obwohl die Zahl der Lebensmittelmärkte sich um drei verringert hat. Auch die Bäckereien haben um zwei abgenommen. Die Verkaufsfl äche der Drogeriemärkte hat sich im Vergleich zu 2006 (1.050 m²) auf 750 m² verringert. Im Zentrum des Stadtteils gibt es inzwischen keine Drogerie mehr. Leicht verbessert hat sich dagegen die Versorgung mit Postdienstleistungen (siehe Tabelle 5.21). Obwohl die Zahl der Wohnberechtigten pro Drogerie, Apotheke, Post- und Bankfi liale teilweise deutlich über dem Karlsruher Durchschnitt liegen, bewerten 71,9 % der Be- fragten die Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften im Stadtteil als „gut“ und „sehr gut“, eine Verbesserung sehen 19,4 %. Auch die Ausstattung mit Dienstleistungen wird insgesamt sehr positiv beurteilt: 78,7 % bewerten diese mit „gut“ und „sehr gut“. Zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner der Oststadt (65,8 %) gehen zu Fuß einkaufen oder nehmen das Fahrrad. Auch das spiegelt sich in der Stadtteilorientierung von 91,0 % wieder. Die Zeit zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt nur 8,3 Minuten. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel5.577 5.760 12 9 Lebensmittel spezial270 285 1 2 Bäckerei308 263 13 11 Metzgerei30 30 1 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt960 1110 4 4 Tank-Shop360 360 4 4 Summe Lebensmittel7.505 7.808 35 31 Drogerie1.050 750 4 2 Apotheke115 115 4 4 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten8 16 8 14 Paketshop/Packstation0 25 0 5 Bankfiliale240 131 4 4 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Markt auf dem Gottesauer Platz 3 x wöchentlich. Real-Einzugsbereich. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte19.309 19.697 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil119,3% 110,8% 100% Wohnberechtigte je Drogerie4.827 9.849 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke4.827 4.924 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale19.309 19.697 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale4.827 4.924 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”66,9% 71,9% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 19,4% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”82,2% 78,7% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil87,9% 91,0% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 8,30 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 65,8% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 30,0% 31,1% Oststadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 93 NAHVERSORGUNG IN DER OSTSTADT 2016 Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen 30 % der Befragten. Von ihnen äußert mehr als ein Viertel (27,4 %), dass ihnen ein Wochenmarkt fehlen würde. Das überrascht angesichts des Wochenmarktes am Gottesauer Platz, liegt aber möglicherweise an dessen Distanz zu den Wohngebieten im Norden und Westen des Stadtteils. An zweiter Stelle nennen die Befragten, die Defi zite angeben, einen Metzger (23,5 %). Mit der Schließung des EDEKA-Marktes in der Hagsfelder Allee hat sich die Nahversorgung nördlich der Karl-Wilhelm-Straße verschlechtert. Die Wege sind für die dortige Bevölkerung weiter geworden. 94 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.23 NAHVERSORGUNGSANGEBOT DAXLANDEN Tabelle 5.24 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG DAXLANDEN DAXLANDEN Charakteristisch für Daxlanden ist das kleinteilige Angebot an Lebensmittelgeschäften, das die dörfl iche Historie des Stadtteils im Karlsruher Westen unterstreicht. Das Zentrum der Nahversorgung befi ndet sich im Bereich des Kirchplatzes. Hier fi ndet dienstags und freitags auch ein Wochenmarkt statt. Weitere Lebensmittelmärkte befi nden sich in Daxlanden-Ost und in der Rheinstrandsiedlung. Der gesamte Stadtteil ist, bis auf den westlichen Teil von Neu-Daxlanden, fl ächendeckend versorgt. Von den 2.067 m² Verkaufsfl äche der Lebensmittelgeschäfte fallen 1.300 m² auf drei Lebensmittelmärkte und 520 m² auf drei Getränkemärkte. Der Rest verteilt sich auf die sieben Bäckereien, drei Metzgereien und das Teelädchen. Im Vergleich zu 2006 sind die Veränderungen in der Bilanz gering (siehe Tabelle 5.23). Trotz des Wegfalls eines Lebens- mittelgeschäfts, hat sich die Verkaufsfl äche nur um 150 m² verringert. Komplett entfallen sind die beiden Schlecker- Märkte mit zusammen 350 m² Verkaufsfl äche, wodurch es im Stadtteil zur Zeit keinen Drogeriemarkt mehr gibt. Die Zahl der Wohnberechtigten je Post- und Bankfi liale liegt über dem städtischen Durchschnitt. Insgesamt ist der Versorgungsgrad von 59,2 % (2006) auf 48,8 % (2016) zurückgegangen, vor allem weil andernorts in Karlsruhe ein Zuwachs an Verkaufsfl äche zu verzeichnen war. Die Zufriedenheit mit der Einzelhandelssituation liegt mit einem Anteil von 49,3 % der Befragten, die mit „gut“ oder „sehr gut“ urteilen, unterhalb des Karlsruher Durchschnitts von 65,1 %. Trotz des gesunkenen Versorgungsgrades geben 23,0 % der Bewohnerinnen und Bewohner Daxlandens an, dass die Situation in den letzten Jahren besser geworden sei. Die Ausstattung mit Dienstleistungen wird ebenfalls unterdurchschnittlich bewertet (61,9 % mit „gut“ oder „sehr gut“). Der Zeitaufwand zum meistgenutzten 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel1.450 1.300 4 3 Lebensmittel spezial12 12 1 1 Bäckerei190 160 8 7 Metzgerei90 75 3 3 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt620 520 3 3 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel2.362 2.067 19 17 Drogerie350 0 2 0 Apotheke95 95 3 3 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten5 6 5 6 Paketshop/Packstation0 10 0 2 Bankfiliale200 150 4 4 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Wochenmarkt 2 x wöchentlich (Turnerstraße vor der Kirche). Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte12.255 11.833 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil59,2% 48,8% 100% Wohnberechtigte je Drogerie6.128 - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke4.085 3.944 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale12.255 11.833 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale3.064 2.958 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”40,7% 49,3% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 23,0% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”70,9% 61,9% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil70,0% 85,0% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 9,70 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 34,7% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 31,3% 31,1% Daxlanden Lebensmittelgeschäft beträgt 9,7 Minuten. Der relativ niedrige Versorgungsgrad spiegelt sich im geringen Anteil an Befragten wider, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen (34,7 %). Zum Einkaufen wird daher überdurchschnittlich häufi g der eigene PKW genutzt (57,8 % in Daxlanden; 40,7 % in Karlsruhe insgesamt). Die Stadtteilorientierung der Bewohnerinnen und Bewohner, die in Daxlanden oder einem Nachbarstadtteil einkaufen, ist trotzdem hoch (85 %). Einen Teil der Versorgung übernehmen die größeren Lebensmittelmärkte HIT, Aldi und denn’s i122n Grünwinkel. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 95 NAHVERSORGUNG DAXLANDEN 2016 Defi zite im Lebensmittelangebot äußern 31,3 % der Befragten. Als häufi gste Nennung wird dabei ein fehlender Discounter angeführt (20,3 % der Befragten, die Defi zite bemängeln). Da die Situation der Nahversorgung in den Stadtvierteln Alt-Daxlanden („befriedigend“ 42,8 %) und Neu-Daxlanden („befriedigend“: 42,3 %) im Vergleich zum gesamten Stadtteil schlechter bewertet wird, wäre hier der Bedarf für eine Ergänzung des Treff3000 – ohne den Standort selbst zu gefährden – am größten. Langfristig sollten Anstrengungen unternommen werden, um das kleinteilige Lebensmittelangebot zumindest zu erhalten. Das Lebensmittelangebot wird ab November 2017 durch die Eröffnung eines EDEKA Marktes im Waidweg verbessert. 96 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.25 NAHVERSORGUNGSANGEBOT KNIELINGEN Tabelle 5.26 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG KNIELINGEN KNIELINGEN Der Bereich Knielingens, der den Stadtteil zurückliegend als D-Zentrum defi niert, befi ndet sich am Elsässer Platz. Inzwischen sind dort von den Geschäften zur Nahversorgung aber nur noch ein Bäcker und ein kleinerer Penny-Markt (400 m²) an der Herweghstraße geblieben. Der Elsässer Platz ist Standort für einen Wochenmarkt, der dreimal wöchentlich stattfi ndet. Im Konversionsgebiet Knielingen 2.0 ist ein neues großes Nahversorgungszentrum mit einem großen EDEKA- Markt entstanden. Hinzu kommt ab 2017 ein Hofl aden im Hofgut Maxau. In den meisten Teilen Knielingens ist die fußläufi ge Nahversorgung damit gewährleistet. Lediglich ein kleiner Bereich im Nordwesten liegt außerhalb des 500 m Radius um die Lebensmittelmärkte. Der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln beträgt 2016 85,2 %. Von der 2016 im Stadtteil vorhandenen 3.138 m² Verkaufs- fl äche für Lebensmittel fallen 2.400 m² auf die beiden Lebensmittelmärkte EDEKA und Penny, weitere 600 m² auf den EDEKA-Getränkemarkt. Im Stadtteil gibt es drei Bäckereien und einen Hofl aden. Die Wirkung des neuen Nahversorgungs-zentrums auf die kleinteilige Struktur des bisherigen Stadtteilzentrums wird in den Veränderungen im Vergleich zu 2006 deutlich. Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte hat von zwölf auf neun abgenommen, was hauptsächlich auf die Schließung aller drei Metzgereien zurückgeht (siehe Tabelle 5.25). Die Anzahl der Lebensmittelmärkte ist zwar konstant geblieben, allerdings hat sich die Verkaufsfl äche von 850 m² (2006) auf 2.400 m² (2016) deutlich erhöht. Der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln im Stadtteil hat sich zwischen 2006 und 2016 von 37,3 % auf 85,2 % verbessert. Davon profi tiert im Wesentlichen das Konversionsgebiet, während Alt-Knielingen vom neuen Vollsortimenter EDEKA weiter entfernt liegt. Alt-Knielingen wird aber durch eine Buslinie mit dem Markt verbunden. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel850 2.400 2 2 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei73 83 3 3 Metzgerei90 0 3 0 Obst-/Gemüse80 20 2 1 Getränkemarkt0 600 0 1 Tank-Shop40 35 2 2 Summe Lebensmittel1.133 3.138 12 9 Drogerie120 850 1 2 Apotheke75 175 2 3 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten6 12 6 10 Paketshop/Packstation0 10 0 2 Bankfiliale200 201 4 5 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Wochenmarkt 2 x wöchentlich auf dem Elsässer Platz. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte9.320 10.296 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil37,3% 85,2% 100% Wohnberechtigte je Drogerie9.320 5.148 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke4.660 3.432 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale9.320 10.296 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.330 2.059 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”50,7% 51,5% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 30,6% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”79,7% 60,9% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil78,3% 85,2% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 10,20 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 33,0% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 30,8% 31,1% Knielingen Der neue Drogeriemarkt und eine weitere Apotheke bewirken, dass die Zahl an Wohnberechtigten für die jeweilige Angebotsform unterhalb des Karlsruher Durchschnitts liegt. Bei Post- und Bankfi lialen liegen die Werte leicht darüber, wie aus Tabelle 5.26 hervorgeht. Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner Knielingens, der die Nahversorgungsausstattung im Stadtteil mit „gut“ und „sehr gut“ bewertet liegt bei 51,5 %, wobei 30,6 % eine Verbesserung das Situation in den letzten Jahren feststellen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 97 NAHVERSORGUNG KNIELINGEN 2016 Das geht hauptsächlich auf Befragte in Neu-Knielingen zurück, die von dem neuen Nahversorgungszentrum profi tieren. In Alt-Knielingen geben 51,9 % der Befragten an, die Situation sei schlechter geworden. Hier bewerten zudem 32,8 % der Bewohnerinnen und Bewohner die Nahversorgungsausstattung mit „schlecht“ und „sehr schlecht“ (Karlsruhe: 11,2 %). Etwas besser, aber immer noch schlechter als in Karlsruhe allgemein, fällt die Bewertung der Ausstattung mit Dienstleistungen im Stadtteil aus (60,9 %). Der mittlere Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft liegt bei 10,2 Minuten. Nur rund ein Drittel der Befragten nutzen das Fahrrad oder gehen zu Fuß einkaufen. Die Lage des großen EDEKA-Marktes ist hierfür sicherlich ausschlaggebend und auch ursächlich für den hohen PKW- Anteil (63,6 %). Dennoch decken überdurchschnittlich viele Knielingerinnen und Knielinger (85,2 %) ihren regelmäßigen Bedarf an Lebensmitteln im eigenen Stadtteil oder einem Nachbarstadtteil. Die Situation hat sich aus Sicht der Befragten, durch die Verlagerung des Schwerpunkts der Nahversorgung trotz deutlicher Ausweitung der Verkaufsfl äche, nur unwesentlich verbessert – 2006 bewerten 50,7 % die Situation mit „gut“ und „sehr gut“, 2016 51,5 %. Angebotsdefi zite äußern 30,8 % der Befragten. Davon vermissen 46,1 % einen Metzger, was sich direkt mit dem Befund der Schließung aller Metzgereien im Stadtteil in den letzten zehn Jahren deckt. 98 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.27 NAHVERSORGUNGSANGEBOT OBERREUT Tabelle 5.28 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG OBERREUT OBERREUT Oberreut hat seit der Fertigstellung des neuen Nahver- sorgungsstandortes am Badeniaplatz zwei Zentren für die Nahversorgung. Im Bereich des Julius-Leber-Platzes, dem eigentlichen Stadtteilzentrum, befi nden sich ein Mix-Markt und ein Treff-3000 sowie weitere Geschäfte zur Nahver- sorgung. Dort fi ndet freitags auch ein Wochenmarkt statt. Am Badeniaplatz hat 2012 ein EDEKA-Markt eröffnet. Das sonstige Angebot ist wenig ausdifferenziert. Der Ver- sorgungsgrad im Stadtteil beträgt 73,8 %. Von den 2.545 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel entfallen 2.210 m² auf die drei Lebensmittelmärkte, 115 m² auf drei Bäckereien und 220 m² auf den Getränkemarkt. Die Veränderungen seit 2006 betreffen hauptsächlich den Bereich an der Rudolf-Breitscheid- Straße, der als Nahversorgungsstandort (Netto und Schlecker) inzwischen weggefallen ist. Damit fehlt dem Stadtteil derzeit ein Drogeriemarkt. Die von den 350 m² verbleibenden 150 m² Verkaufsfl äche für Drogerieartikel stellt die Abteilung des neuen EDEKA-Marktes. Die Nahversorgungssituation in Oberreut ist, entsprechend der Kennziffern aus Tabelle 5.27, unterdurchschnittlich. Die jeweilige Zahl der Wohnberechtigten pro Drogerie, Apotheke, Post- und Bankfi liale ist im Vergleich zur Gesamtstadt höher. Die Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil beurteilen die Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften zu 66,4 % mit „gut“ und „sehr gut“, was in etwa dem Wert für Karlsruhe insgesamt entspricht. Eine Verbesserung in den letzten Jahren erkennen 41,4 % der Befragten. Die Versorgung mit Dienstleistungen wird ebenfalls ähnlich dem städtischen Durchschnitt bewertet („gut“ und „sehr gut“: 68,6 %). Der mittlere Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (9,7 Minuten) weicht ebenfalls kaum vom Wert für Karlsruhe ab. Der Anteil der Befragten, die ihre Lebensmittel überwiegend in eigenen oder Nachbarstadtteil einkaufen, liegt bei 82,8 %. Nur 40,8 % nutzen dafür das Fahrrad oder gehen zu Fuß, obwohl die geographische Lage der Geschäfte eine fußläufi ge Versorgung prinzipiell ermöglicht. Der neue Nahversorgungsstandort am Badeniaplatz hat, wie erwartet, die Nahversorgungssituation verbessert. Das lässt sich unter anderem am Anteil der Befragten sehen, die die Situation mit „gut“ und „sehr gut“ bewerten, da sich dieser von 51,4 % im Jahr 2006 auf 66,4 % im Jahr 2016 verbessert hat. Insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner in Oberreut-Feldlage profi tieren von den neuen, nahgelegenen Einkaufsmöglichkeiten. Der Anteil der Befragten, die ihre Lebensmittel überwiegend im eigenen oder Nachbarstadtteil einkaufen, ist von 64,8 % im Jahr 2006 auf 82,8 % im Jahr 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel1.638 2.210 4 3 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei125 115 4 3 Metzgerei0 0 0 0 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt0 220 0 1 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel1.7632.54587 Drogerie350 150 2 1 Apotheke65 65 2 2 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten3 3 3 3 Paketshop/Packstation0 0 0 0 Bankfiliale90 72 3 4 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Wochenmarkt 1x wöchentlich auf dem Marktplatz im Zentrum. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte10.128 9.639 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil53,5% 73,8% 100% Wohnberechtigte je Drogerie5.064 9.639 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke5.064 4.820 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale10.128 9.639 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale3.376 2.410 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”51,4% 66,4% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 41,4% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”76,1% 68,6% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil64,8% 82,8% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 9,70 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 40,8% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 39,7% 31,1% Oberreut AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 99 NAHVERSORGUNG OBERREUT 2016 2016 gestiegen. Eine weitere Verbesserung wird der neue Markt am ehemaligen Standort in der Rudolf-Breitscheid- Straße bringen. Hier ist der Neubau eines Marktes mit 800 m² geplant. Außerdem könnte mit diesem dem häufi g geäußerten Wunsch nach einem weiteren Discounter entsprochen werden. Defi zite im Lebensmittelangebot äußern nämlich 39,7 % der Befragten. Von ihnen vermissen 43,7 % einen Discounter und 28,2 % einen Metzger. 100 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.29 NAHVERSORGUNGSANGEBOT HAGSFELD Tabelle 5.30 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG HAGSFELD HAGSFELD Das Stadtteilzentrum von Hagsfeld erstreckt sich entlang der Karlsruher Straße zwischen Bahnhof und der Kreuzung Brückenstraße. Daneben gibt es einen Bäcker in der Meißener Straße und einen Penny-Markt im gewerblichen Sondergebiet Storrenacker. Im Sondergebiet befi nden sich auch Märkte mit Angeboten für den aperiodischen und längerfristigen Bedarf. Der Versorgungsgrad im Stadtteil beträgt 75,1 %, allerdings ist die Versorgung kaum fl ächendeckend. Von den 1.960 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel fallen 1.750 auf die beiden Lebensmittelmärkte, 85 m² auf vier Bäckereien und 30 m² auf den Metzger. Die Veränderungen zu 2006 sind gering und gehen hauptsächlich auf den Wegfall des Getränkemarktes zurück (siehe Tabelle 5.29). Der bis dahin einzige Drogeriemarkt (Schlecker) existiert seit 2009 nicht mehr. Die weiteren Kennzahlen zur Nahversorgung in Tabelle 5.30 zeigen eine eher unterdurchschnittliche Versorgung. Lediglich die Anzahl an Wohnberechtigten je Postfi liale liegt leicht unterhalb des städtischen Durchschnitts. Die punkthafte Versorgung des Stadtteils macht sich in der eher schlechten Bewertung der Einzelhandelssituation bemerkbar. Nur 39,5 % der Bewohnerinnen und Bewohner bewerten die Situation mit „gut“ und „sehr gut“ und nur 5,9 % sehen eine Verbesserung in den letzten Jahren. Der überwiegende Teil (76,0 %) ist zumindest der Meinung, die Situation sei gleich geblieben. Das ist angesichts der Tatsache, dass der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln zwischen 2006 und 2016 von 89,6 % auf 75,9 % abgenommen hat, als positiv zu sehen. Deutlich besser, aber immer noch unterdurchschnittlich, bewerten die Hagsfelderinnen und Hagsfelder die Ausstattung mit Dienstleistungen im Stadtteil („gut“ und „sehr gut“: 58,8 %). Mit der Versorgungslage haben sich die Bewohnerinnen und Bewohner arrangiert, denn 77,0 % decken den Bedarf an Lebensmitteln überwiegend im Stadtteil selbst oder einem Nachbarstadtteil. Der durchschnittliche Zeitaufwand dafür beträgt 10,5 Minuten. Den Weg zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft legen 43,9 % der Befragten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Den eigenen PKW nutzen 50,8 %. Defi zite im Lebensmittelangebot äußern 32,2 % der Befragten. Von dieser Teilgruppe vermissen 34,8 % einen Bioladen. Außerdem bemängeln 25,8 % der Befragten, die Lebensmittelangebote vermissen, dass es in Hagsfeld keinen Wochenmarkt gibt, ein Fünftel wünscht sich einen Metzger. Obwohl die Versorgungslage gemessen an der Einwohnerzahl annehmbar erscheint, fällt das Votum der Bewohnerinnen und Bewohner eher schlecht aus. Die geäußerten Defi zite lassen darauf schließen, dass das Angebot an Lebensmitteln in Hagsfeld verbesserungsbedürftig ist. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel1.750 1.750 2 2 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei90 85 4 4 Metzgerei30 30 1 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt400 0 1 0 Tank-Shop95 95 2 2 Summe Lebensmittel2.365 1.960 10 9 Drogerie100 0 1 0 Apotheke8 8 1 1 Postfiliale20 5 1 1 Briefkasten4 6 4 6 Paketshop/Packstation5 5 1 1 Bankfiliale100 80 4 3 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte7.368 7.297 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil98,6% 75,1% 100% Wohnberechtigte je Drogerie7.368 - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke7.368 7.297 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale7.368 7.297 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale1.842 2.432 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”31,4% 39,5% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 5,9% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”56,0% 58,8% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil27,5% 77,0% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 10,50 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 43,9% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 32,2% 31,1% Hagsfeld AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 101 NAHVERSORGUNG HAGSFELD 2016 102 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.31 NAHVERSORGUNGSANGEBOT GRÜNWETTERSBACH Tabelle 5.32 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG GRÜNWETTERSBACH GRÜNWETTERSBACH Die Geschäfte zur Nahversorgung in Grünwettersbach befi nden sich im Ortskern, im Bereich der Straße Am Wettersbach und Zur Ziegelhütte. Hier befi nden sich neben einer Metzgerei und einer Bäckerei auch ein Naturkostladen sowie eine Apotheke und zwei Bankfi lialen. Ein Lebensmittelgeschäft mit vollem Sortiment fehlt allerdings. Der Versorgungsgrad im Stadtteil beträgt 2016 15,5 %. Von den 230 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel entfallen 50 m² auf den Naturkostladen. Vom spezifi schen Angebot abgesehen, kann der kleine Laden den Stadtteil und seine 4.160 Einwohner damit nicht versorgen. Den Rest teilen sich zwei Bäckereien, ein Metzger sowie eine Tankstelle. Die Veränderungen zu 2006 sind gering (siehe Tabelle 5.31). Bemerkbar macht sich nur der geschlossene Getränkemarkt. Ein Drogeriemarkt fehlt in Grünwettersbach. Die weiteren Kennzahlen fallen auf Grund der niedrigen Einwohnerzahl vorteilhafter aus. Wie Tabelle 5.32 zeigt, hat sich die Ausstattung mit Postdienstleistungen verbessert. Die Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften beurteilen 29,9 % der befragten mit „gut“ und „sehr gut“. Das stellt eine merkliche Verbesserung zu 2006 dar, als nur 13,3 % der Befragten mit „gut“ und „sehr gut“ urteilten. Eine Verbesserung bemerken allerdings nur 3,5 % der Bewohnerinnen und Bewohner. Mehr als die Hälfte (51,2 %) sind zwar der Meinung, die Versorgungslage sei gleich geblieben, allerdings sagen auch 45,3 % sie sei schlechter geworden. Deshalb überrascht es nicht, dass 33,8 % die Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften mit „schlecht“ und „sehr schlecht“ und 36,3 % mit „befriedigend“ bewerten. Die Stadtteilorientierung fällt erwartungsgemäß unterdurchschnittlich aus: 35,3 % der Befragten decken ihren Bedarf an Lebensmittel überwiegend im eigenen oder einem benachbarten Stadtteil. Auch dieser Wert hat sich gegenüber 2006 (59,1 %) verschlechtert. Viele Grünwettersbacherinnen und Grünwettersbacher (42,9 %) kaufen außerhalb von Karlsruhe, in Karlsbad und Waldbronn ein. Der durchschnittliche Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt 10,2 Minuten. Zum Einkaufen wird vorwiegend der eigene PKW genutzt (82,9 %), wobei auch 15,5 % zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen. Bestimmte Lebensmittelangebote vermissen 37,1 % der Befragten im Stadtteil. Auf Grund der geringen Datenbasis können keine genaueren Angeben dazu gemacht werden. Alles in allem deutet das aber darauf hin, dass der kleine Naturkostladen die Grundversorgung im Stadtteil nicht decken kann und ein Lebensmittelmarkt mit vollem Sortiment zur Verbesserung der Situation beitragen würde. Um die Grundversorgung in Grünwettersbach zu verbessern, laufen derzeit die Planungen für die Ansiedlung eines Lebensmittelvollsortimenters. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel0 0 0 0 Lebensmittel spezial50 50 1 1 Bäckerei80 80 2 2 Metzgerei40 40 1 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt150 0 1 0 Tank-Shop60 60 1 1 Summe Lebensmittel380 230 6 5 Drogerie0 0 0 0 Apotheke30 30 1 1 Postfiliale0 5 0 1 Briefkasten1 3 1 3 Paketshop/Packstation0 10 0 2 Bankfiliale120 121 2 3 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte4.248 4.160 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil27,5% 15,5% 100% Wohnberechtigte je Drogerie- - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke4.248 4.160 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale- 4.160 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.124 1.387 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”13,3% 29,9% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 3,5% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”68,9% 54,8% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil59,1% 35,3% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 10,20 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 15,5% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 37,1% 31,1% Grünwettersbach AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 103 NAHVERSORGUNG GRÜNWETTERSBACH 2016 104 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.33 NAHVERSORGUNGSANGEBOT WESTSTADT Tabelle 5.34 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG WESTSTADT 5.6 ÜBRIGE STADTTEILE WESTSTADT Die Weststadt ist nahezu vollständig mit Lebensmittel- angeboten ausgestattet, jedoch konzentrieren sich die Standorte auf einen begrenzten Bereich zwischen Kaiserallee, Yorkstraße und Kriegsstraße. Auf dem Gutenbergplatz fi ndet 3-mal wöchentlich ein Wochenmarkt statt. Im Gebiet nördlich der Kaiserallee (Weststadt – Mittlerer Teil) gibt es dagegen keine Lebensmittelgeschäfte. Für das Quartier westlich der Yorkstraße liegt der Nahkauf in der Gellertstraße (Mühlburg) in erreichbarer Nähe. Der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln beträgt 69,3 %. Die Gesamtverkaufsfl äche für Lebensmittel beträgt 5.225 m², wovon 4.193 m² auf sieben Lebensmittelmärkte und 460 m² auf sechs spezielle Lebensmittelgeschäfte entfallen. Die 18 Bäckereien kommen auf eine Verkaufsfl äche von 422 m². Zudem gibt es 4 Metzgereien. Im Vergleich zu 2006 hat sich die Zahl der Lebensmittelmärkte nicht verändert, wobei die Verkaufsfl äche deutlich gestiegen ist (siehe Tabelle 5.33). Es sind jeweils zwei spezielle Lebensmittelgeschäfte und Bäckereien hinzugekommen. Von den 2006 noch drei Getränkemärkten existiert heute keiner mehr. Im Vergleich zu 2006 fällt die drastisch gesunkene Zahl an Drogeriemärkten auf. Mit der Insolvenz von Schlecker 2012 wurde die letzte der vier Schlecker-Filialen geschlossen. Von 730 m² Verkaufsfl äche im Jahr 2006 sind 2016 nur noch die 50 m² der Drogerieabteilung des CAP Marktes geblieben. Auch die Zahl der Apotheken hat sich von 9 auf 6 reduziert. Die 2006 propagierte Wiederansiedelung von Postdienstleistungen ist umgesetzt, wie Tabelle 5.34 zu entnehmen ist. Die Nahversorgungsangebote konzentrieren sich im östlichen Bereich des Stadtteils südlich der Kaiserallee. Die über den Stadtteil verteilten Drogeriemärkte sind weggefallen. Dennoch gilt der Stadtteil aus Bürgersicht nicht als unterversorgt. Der Anteil der Befragten, der das Angebot an Einzelhandelsgeschäften mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet, liegt bei überdurchschnittlichen 71,5 %, das Angebot an Dienstleistungen bewerten 77,3 % mit „gut“ oder „sehr gut“. Eine Verbesserung der Nahversorgungssituation sehen dagegen nur 15,4 % der Befragten und 26,3 % vermissen Lebensmittelangebote im Stadtteil. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel3.082 4.193 7 7 Lebensmittel spezial180 460 4 6 Bäckerei335 422 16 18 Metzgerei92 110 4 4 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt320 0 3 0 Tank-Shop40 40 1 1 Summe Lebensmittel4.049 5.225 35 36 Drogerie730 50 5 1 Apotheke250 170 9 6 Postfiliale0 40 0 2 Briefkasten12 16 12 16 Paketshop/Packstation0 40 0 8 Bankfiliale420 241 7 5 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Wochenmarkt auf dem Gutenbergplatz 3 x wöchentlich. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte20.644 21.064 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil60,2% 69,3% 100% Wohnberechtigte je Drogerie4.129 21.064 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke2.294 3.511 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale- 10.532 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.949 4.213 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”32,0% 71,5% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 15,4% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”64,4% 77,3% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil52,0% 73,9% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 8,60 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 71,0% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 26,3% 31,1% Weststadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 105 NAHVERSORGUNG WESTSTADT 2016 Leicht unterdurchschnittlich (73,9 %) ist der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner der Weststadt, die ihre Lebensmitteleinkäufe direkt im Stadtteil oder Nachbarstadtteil erledigen. Im Vergleich zu 2006 (52 %) ist er allerdings gestiegen. Der Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt durchschnittlich 8,6 Minuten. Die Einkäufe erledigen die Befragten zu 71 % zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die Weststadt weist aus Sicht der Befragten keine echten Defi zite auf. Angebotsseitig fällt das schmale Angebot an Drogeriewaren ins Auge. Westlich der Yorkstraße und nördlich der Kaiserallee sind (im Stadtteil) keine Lebensmittelgeschäfte vorhanden. Südlich der Weinbrennerstraße, im Bereich rechts und links der Kriegsstraße, sind die Wege zu Lebensmittelgeschäften länger als 500 m. 106 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.35 NAHVERSORGUNGSANGEBOT NORDWESTSTADT Tabelle 5.36 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG NORDWESTSTADT NORWESTSTADT Die Nordweststadt ist mit einem guten Grundangebot der Lebensmittelversorgung ausgestattet. Auf dem Walther- Rathenau-Platz fi ndet 2-mal wöchentlich ein Markt statt. Der Versorgungsgrad im Stadtteil liegt bei 78,9 %. Von den insgesamt 3.403 m² Verkaufsfl äche entfallen 2.608 m² auf drei Lebensmittelmärkte. Es gibt vier Bäckereien und zwei Getränkemärkte. Die Veränderungen im Vergleich zu 2006 zeigen vor allem einen deutlichen Zuwachs an Verkaufsfl äche. Die Zahl der Metzgereien hat von drei auf nur noch eine abgenommen. Die Kennzahlen der Nahversorgung deuten auf ein teilweise unzureichendes Angebot hin. Nur eine zentral gelegene Apotheke versorgt den gesamten Stadtteil. Mit der Schließung der beiden Schlecker-Märkte, ist die Verkaufsfl äche für Drogerieartikel um zwei Drittel gesunken. Der Bedarf im Stadtteil wird nun nur noch von der Drogerieabteilung des REWE-Marktes gedeckt. Es gibt zwei Bank- und eine Postfi liale. Die Zahl der Wohnberechtigten je Angebot ist daher in allen Kategorien – insbesondere bei den Apotheken – überdurchschnittlich hoch (siehe Tabelle 5.35). Die Situation der Nahversorgung hat sich im Vergleich zu 2006 deutlich verbessert. Der Versorgungsgrad ist von 58,0% (2006) auf 78,9 % (2016) gestiegen, was hauptsächlich durch die Ansiedlung des REWE-Marktes bewirkt wurde. Der neue Netto-Markt in der Neureuter Straße bringt einen erheblichen Zuwachs an Verkaufsfl äche (+780 m 2 ), der Penny-Markt hat seine Fläche von ehemals 300 m² auf 800 m² ausgebaut und der neue REWE-Markt (2013 eröffnet) überkompensiert den Wegfall des Plus-Marktes (400 m²) in der Josef-Schofer-Straße mit 1.030 m². Der Anteil der Befragten, die das Angebot an Einzelhandelsgeschäften mit „gut“ und „sehr gut“ bewerten (60,3 %) ist zwar ausbaufähig, jedoch sehen 43,2 % eine Verbesserung der Situation. Mit dem Angebot an Dienstleistungen im Stadtteil sind 58,7 % der Bewohnerinnen und Bewohner zufrieden (siehe Tabelle 5.36). Die Standorte der Geschäfte liegen in Nord-Süd-Richtung recht zentral im Stadtteil, allerdings sind die Wege zum bevorzugten Lebensmittelgeschäft teilweise weit. Das macht sich in der Zeit bemerkbar, die durchschnittlich zum Einkaufen aufgewendet werden muss (10,1 Minuten) und in den unterdurchschnitt- lichen Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen (53,3 %). Trotzdem ist die Neigung im eigenen Stadtteil oder im Nachbarstadtteil einzukaufen höher (85,6 %) als in der Gesamtstadt (79,3 %). Defi zite im Lebensmittelangebot äußern 31,8 % der Befragten in der Nordweststadt. Von ihnen wünschen sich 34,6 % einen Bioladen und 26,4 % einen Metzger. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel1.300 2.608 3 3 Lebensmittel spezial0 15 0 1 Bäckerei145 120 5 4 Metzgerei95 40 3 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt585 550 3 2 Tank-Shop90 70 2 2 Summe Lebensmittel2.215 3.403 16 13 Drogerie360 120 2 1 Apotheke40 40 1 1 Postfiliale20 15 1 1 Briefkasten9 13 9 11 Paketshop/Packstation0 5 0 1 Bankfiliale210 195 5 5 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Wochenmarkt Walther-Rathenau-Platz 2x wöchentlich. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte11.733 12.053 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil58,0% 78,9% 100% Wohnberechtigte je Drogerie5.867 12.053 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke11.733 12.053 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale11.733 12.053 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.347 2.411 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”26,4% 60,3% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 43,2% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”50,6% 58,7% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil63,2% 85,6% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 10,10 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 44,5% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 31,8% 31,1% Nordweststadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 107 NAHVERSORGUNG NORDWESTSTADT 2016 Der Aufbau eines Nahversorgungsschwerpunktes in der Josef-Schofer-Straße, sowie die Verdoppelung der Lebensmittel-Verkaufsfl äche insgesamt seit 2006, machen sich in der besseren Bewertung der Nahversorgungssituation bemerkbar. Einige Wohnquartiere im Norden und Süden der Nordweststadt zum Beispiel Binsenschlauch und Lange Richtstatt liegen aber außerhalb der 500 m Radien der Lebensmittelmärkte. 108 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.37 NAHVERSORGUNGSANGEBOT GRÜNWINKEL Tabelle 5.38 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG GRÜNWINKEL GRÜNWINKEL In Grünwinkel ist das Nahversorgungsangebot von zwei großen Verbrauchermärkten (Kaufl and in der Carl-Metz- Straße und HIT in der Durmersheimer Straße) geprägt. Standorte weiterer Discounter sind über den Stadtteil verteilt. Die Sondergebiete, in denen sich die Verbrauchermärkte befi nden, bieten auch ein umfassendes Angebot an Gütern des aperiodischen und langfristigen Bedarfs. Mit Ausnahme des südlichen Teils der Alten Heidenstückersiedlung sind die Märkte gut zu Fuß erreichbar. Der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln im Stadtteil beträgt 343,1 %, das ist der höchste Wert unter den Karlsruher Stadtteilen. Die Versorgungs- funktion der großen Märkte strahlt damit auch weit in benachbarte Stadtteile aus. Von den insgesamt 13.353 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel entfallen 11.932 m² auf zwei SB-Warenhäuser, sechs Lebensmittelmärkte und 40 m² auf zwei spezielle Lebensmittelgeschäfte. Im Stadtteil gibt es zudem drei Bäckereien und eine Metzgerei. Auf Getränke entfallen 1.126 m² Verkaufsfl äche. Die Veränderungen zu 2006 betreffen hauptsächlich die Bäckereien, deren Zahl sich bis 2016 halbiert hat. Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte hat sich um drei erhöht. Obwohl die Anzahl an Drogeriemärkten um eins abgenommen hat, hat sich die Verkaufsfl äche von 1.310 m² auf 2.113 m² erhöht. Es gibt nach wie vor nur eine Apotheke im gesamten Stadtteil, was sich in der überdurchschnittlich hohen Zahl an Wohnberechtigten je Apotheke niederschlägt. Die Ausstattung mit Postdienstleitungen ist in den letzten zehn Jahren allerdings besser geworden. Die jeweiligen Werte der Wohnberechtigten je Drogeriemarkt, Postfi liale und Bankfi liale liegen – teilweise deutlich – unterhalb des Karlsruher Durchschnitts (siehe Tabelle 5.38). Die Zufriedenheit im Stadtteil mit der Ausstattung an Einzelhandelsgeschäften ist – mit 81,1 % der Befragten, die diese mit „gut“ und „sehr gut“ bewerten – hoch und 58,8 % der Bewohnerinnen und Bewohner konnten in den letzten Jahren eine Verbesserung erkennen. Die Bewertung der Ausstattung mit Dienstleistungen fällt dagegen leicht unterdurchschnittlich aus („gut“ und „sehr gut“: 64,5 %). Der Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft ist mit 7,1 Minuten sehr gering. Allerdings nutzen über die Hälfte (50,9 %) der Befragten dafür den eigenen PKW (50,9 %). Erwartungsgemäß ist der Anteil derer, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen geringer (41,6 %). Der hohe Versorgungs- grad spiegelt sich auch in der Stadtteilorientierung wieder. Im eigenen Stadtteil oder im Nachbarstadtteil decken 90,8 % der Befragten ihren regelmäßigen Bedarf an Lebensmitteln. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel9.180 11.932 6 8 Lebensmittel spezial20 40 1 2 Bäckerei155 110 6 3 Metzgerei30 30 1 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt650 1126 3 3 Tank-Shop100 115 2 3 Summe Lebensmittel10.135 13.353 19 20 Drogerie1.310 2.113 6 5 Apotheke40 40 1 1 Postfiliale20 50 1 3 Briefkasten9 17 9 15 Paketshop/Packstation0 20 0 4 Bankfiliale202 143 6 6 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Hit-Markt und Kaufland beherrschend. Neues Zentrum (Ecke Durmersheimer/Zeppelinstr.). Wochenmarkt 1 x wöchentlich auf dem Gelände der Hatz-Moninger Brauerei. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte10.681 10.878 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil291,3% 343,1% 100% Wohnberechtigte je Drogerie1.780 2.176 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke10.681 10.878 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale10.681 3.626 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale1.780 1.813 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”44,9% 81,1% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 58,8% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”44,7% 64,5% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil90,9% 90,8% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 7,10 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 41,6% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 24,1% 31,1% Grünwinkel AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 109 NAHVERSORGUNG GRÜNWINKEL 2016 Defi zite im Lebensmittelangebot sehen dennoch rund ein Viertel (24,1 %) der Bewohnerinnen und Bewohner. Diese vermissen vor allem einen Metzger (41,2 %) und einen Bäcker (24,6 %). Beides korrespondiert mit der derzeitigen räumlichen Struktur des Angebots, denn die einzige Metzgerei liegt am nördlichen Rande des Stadtteils (Carl-Metz-Straße) und der Süden und Südosten des Stadtteils liegt mehr als 500 m von den Bäckereien entfernt. 110 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.39 NAHVERSORGUNGSANGEBOT BEIERTHEIM-BULACH Tabelle 5.40 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG BEIERTHEIM-BULACH BEIERTHEIM-BULACH Die Einzelhandelssituation in Beiertheim-Bulach zeigt sich dezentral räumlich ausdifferenziert. Die Verkaufsfl äche für Lebensmittel konzentriert sich auf das Sondergebiet Unterweingartenfeld im Nordwesten, um den großen real- Verbrauchermarkt (2.400 m²) in der Ortenbergstraße. In integrierter Lage sind – neben einem Hofl aden und einem Getränkemarkt in Bulach sowie einem Metzger und einem Aldi-Discounter in Beiertheim – noch fünf über den Stadtteil verteilte Bäckereien vorhanden. Beiertheim wird teilweise durch den Nahkauf in der Südweststadt mitversorgt. Der Stadtteil verfügt über eine sehr gute Ausstattung, denn der Versorgungsgrad ist mit 210,8 % doppelt so hoch wie im städtischen Durchschnitt. Die Gesamtverkaufsfl äche für Lebensmittel beträgt 5.365 m², wovon allein 4.460 m² auf die insgesamt drei Lebensmittelmärkte entfallen (siehe Tabelle 5.39). Die Veränderungen seit 2006 sind nicht sehr ausgeprägt und gehen auf den neuen Getränkemarkt im Zentrum von Bulach (200 m²) und den neuen Aldi (1.200 m²) in der Ortenbergstraße zurück. Nach der Schließung der Schlecker- Filiale in Beiertheim verbleibt als Drogeriemarkt im Stadtteil nur die entsprechende Abteilung des real-Marktes. Im Stadtteil gibt es nur eine Apotheke, was sich in einer eher ungünstigen Kennziffer niederschlägt (siehe Tabelle 5.40). Davon abgesehen, gilt der Stadtteil mit zwei Postfi lialen als gut versorgt, denn auch die Anzahl der Wohnberechtigten je Drogerie und Bank-Filiale liegt leicht unter dem Karlsruher Durchschnitt. Die Bewertung der Einzelhandelssituation liegt bei 68,9 % für „gut“ und „sehr gut“. Eine Verbesserung der Situation in den letzten Jahren konnten 21,7 % der Befragten erkennen. Die Ausstattung mit Dienstleistungen wird von 53,0 % der Befragten als „gut“ und „sehr gut“ bewertet und damit schlechter als in Karlsruhe insgesamt („gut“ und „sehr gut“ 69,1 %). Der durchschnittliche Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt 8,5 Minuten. Über die Hälfte der Befragten (57,6 %) nutzt dafür das Fahrrad oder geht zu Fuß. In dem hohen Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner (87,0 %), die regelmäßig im eigenen oder einem Nachbarstadtteil einkaufen, spiegelt sich die gute Versorgungslage innerhalb des Stadtteils wider, auch wenn sich die Lebensmittelgeschäfte nicht immer in fußläufi ger Entfernung befi nden. Es ist wenig überraschend, dass die Bewohnerinnen und Bewohner in Beiertheim-Bulach häufi ger in einem großen Verbrauchermarkt einkaufen („1-mal pro Woche“: 34,8 %) als die Karlsruherinnen und Karlsruhe insgesamt (16,1 %). Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte6.860 7.114 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil180,6% 210,8% 100% Wohnberechtigte je Drogerie3.430 7.114 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke6.860 7.114 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale6.860 3.557 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale1.715 1.423 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”50,0% 68,9% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 21,7% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”58,0% 53,0% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil76,0% 87,0% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 8,50 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 57,6% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 52,4% 31,1% Beiertheim-Bulach 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel2.860 4.460 2 3 Lebensmittel spezial510 35 2 2 Bäckerei167 172 6 6 Metzgerei18 18 1 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt400 600 1 2 Tank-Shop80 80 1 1 Summe Lebensmittel4.035 5.365 13 15 Drogerie380 200 2 1 Apotheke40 40 1 1 Postfiliale20 40 1 2 Briefkasten4 6 4 6 Paketshop/Packstation5 15 1 3 Bankfiliale200 151 4 5 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 111 NAHVERSORGUNG BEIERTHEIM-BULACH 2016 In Supermärkten mit vollem Sortiment kaufen sie seltener ein („mehrmals pro Woche“: 12,7 % gegenüber 34,1 % im städtischen Durchschnitt), was angesichts der Tatsache, dass es im Stadtteil keinen gibt, nicht verwundert. Trotz der rechnerisch guten Versorgungslage bemängelt mehr als jeder zweite Befragte (52,4 %) Defi zite im Lebensmittelangebot. Von dieser Teilgruppe geben 33,6 % an, dass ihnen ein Bioladen fehlt und 22,0 % vermissen einen Metzger, weitere 14,1 % einen Wochenmarkt und 11,1 % einen Drogerie- markt. Die Angebotslage in integrierten Lagen zu verbessern und den Wünschen der Bewohnerinnen und Bewohner nachzukommen, dürfte angesichts der großen Märkte im Nordwesten des Stadtteils und der im Verhältnis dazu geringen Einwohnerzahl (7.114 Wohnberechtigte) kaum realisierbar sein. 112 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.41 NAHVERSORGUNGSANGEBOT WEIHERFELD-DAMMERSTOCK Tabelle 5.42 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG WEIHERFELD-DAMMERSTOCK WEIHERFELD-DAMMERSTOCK Die Versorgung mit Lebensmitteln ist in Weiherfeld- Dammerstock insgesamt unzureichend. Im gesamten Stadtteil gibt es nur ein kleines Lebensmittelgeschäft mit vollem Sortiment, welches sich auch noch am östlichen Rand, in der Nähe der Haltestelle Dammerstock, befi ndet. Die vorhandenen Geschäfte bieten aber insbesondere der älteren Bevölkerung fußläufi g ein nahegelegenes Angebot, das durch den gebotenen Lieferservice noch ergänzt wird. Entlang der Nürnberger Straße befi nden sich weitere Geschäfte zur Nahversorgung. Der Versorgungsgrad im Stadtteil beträgt nur 20,3 %. Von den 446 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel fallen 170 m² auf zwei Lebensmittelgeschäfte, 20 m² auf ein Geschäft mit speziellem Lebensmittelangebot, 90 m² auf vier Bäckereien, 56 m² auf die beiden Metzgereien und weitere 30 m² auf einen Obst- und Gemüsestand. Die Struktur hat sich seit 2006 im Wesentlichen nicht verändert, wie Tabelle 5.41 zeigt. Von 2006 noch zwei Drogeriemärkten existiert heute keiner mehr. Die übrigen Kennziffern zur Nahversorgung fallen unterschiedlich aus (siehe Tabelle 5.42). Die Zahl der Wohnberechtigten je Apotheke und Bank-Filiale liegt über dem städtischen Durchschnitt, die je Post-Filiale darunter. Die Bewertung des Einzelhandelsangebots fällt sehr schlecht aus. Nur 18,7 % der Befragten bewerten dieses mit „gut“ und „sehr gut“. Dagegen bewerten 35,3 % der Befragten die Situation mit „schlecht“ und „sehr schlecht“. Immerhin 9,3 % konnten eine Verbesserung in den letzten Jahren feststellen, allerdings geben 47,9 % an, dass sich die Situation verschlechtert habe. Besser, aber immer noch schlechter als im Karlsruher Durchschnitt, wird das Angebot an Dienstleistungen im Stadtteil bewertet („gut“ und „sehr gut“: 44,7 %). Auch hier geben deutlich mehr Befragte an, dass die Situation schlechter geworden sei (29,1 %; Karlsruhe insgesamt 12,4 %). Die Stadtteilorientierung bei regelmäßigen Lebensmitteleinkäufen liegt bei nur 44,7 %. Das dünne Angebot an Lebensmittelgeschäften schlägt sich auch in der verhältnismäßig langen Zeit (14,5 Minuten) nieder, die die Befragten zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft benötigen. Wenig überraschend ist der niedrige Anteil derer, die dorthin zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen (27,9 %). Eine deutliche Mehrheit (62,9 %) nutzt den eigenen PKW zum Einkaufen. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte6.456 6.145 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil20,1% 20,3% 100% Wohnberechtigte je Drogerie3.228 - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke2.152 6.145 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale6.456 6.145 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale2.152 3.073 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”6,7% 18,7% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 9,3% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”28,9% 44,7% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil40,9% 45,5% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 14,50 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 27,9% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 53,2% 31,1% Weiherfeld-Dammerstock 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel170 170 2 2 Lebensmittel spezial0 20 0 1 Bäckerei86 90 4 4 Metzgerei66 56 2 2 Obst-/Gemüse20 30 1 1 Getränkemarkt0 0 0 0 Tank-Shop80 80 1 1 Summe Lebensmittel422 446 10 11 Drogerie308 0 2 0 Apotheke74 40 3 1 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten3 4 3 4 Paketshop/Packstation0 0 0 0 Bankfiliale180 120 3 2 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen:|Versorgung wird bestimmt durch dezentralen Real. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 113 NAHVERSORGUNG WEIHERFELD-DAMMERSTOCK 2016 Auffallend viele Bewohnerinnen und Bewohner von Weiherfeld-Dammerstock kaufen nicht im eigenen oder einem benachbarten Stadtteil ein, sondern in einem anderen Karlsruher Stadtteil (32,0 %; Karlsruhe insgesamt: 8,7 %). Defi zite im Nahversorgungsangebot äußern 53,2 % der Befragten. Von denen, die Angebote in der Nahversorgung vermissen, wünschen sich 33,9 % der Befragten einen Supermarkt und 30,9 % einen Discounter. An dritter Stelle folgt ein Drogeriemarkt, den 16,4 % dieser Befragten vermissen. Angesichts der geringen Einwohnerzahl und mangels geeigneter Flächen wird ein weiterer Lebensmittelmarkt in Weiherfeld-Dammerstock allein kaum realisierbar sein. 114 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.43 NAHVERSORGUNGSANGEBOT RINTHEIM Tabelle 5.44 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG RINTHEIM RINTHEIM In Rintheim konzentriert sich das Lebensmittelangebot in starkem Maß auf den Standort des real-Verbrauchermarktes im Süden. Dort sind auch große Märkte für Güter des aperiodischen Bedarfs zu fi nden. In integrierter Lage gibt es im Stadtteil, außer einem Bäcker und einem Getränkemarkt, keine Lebensmittelgeschäfte. Der Versorgungsgrad von 213,3 % täuscht deshalb über die tatsächliche Situation im Stadtteil hinweg. Der Bereich südwestlich von Weinweg und Forststraße liegt zwar in 500 m Luftlinienentfernung zu den Lebensmittelgeschäften in der Theodor-Rehbock- Straße (Oststadt), jedoch stellt der Ostring eine gewisse Barriere mit Trennwirkung dar. Von der Gesamtverkaufsfl äche von 4.656 m² für Lebensmittel nimmt der real-Markt – als einziger Lebensmittelmarkt im Stadtteil – 4.042 m² ein. Dessen Getränkeabteilung kommt auf 400 m². Den Rest teilen sich die anderen Märkte entsprechend Tabelle 5.43. Die Veränderungen zu 2006 betreffen die ehemaligen integrierten Standorte im Bereich Hirtenweg und Mannheimer Straße sowie Heilbronner Straße, an denen heute neben einer Bäckerei nur noch eine Apotheke und Einrichtungen mit Dienstleistungen zur Nahversorgung vorhanden sind. Der Standort Heilbronner Straße ging mit der Schließung der Bäckereifi liale 2015 verloren. Der dortige Drogeriemarkt (Schlecker) ist bereits seit 2011 geschlossen. Die Kennzahlen zur Nahversorgung des gesamten Stadtteils fallen, wie Tabelle 5.44 zeigt, gut aus. Die jeweilige Zahl an Wohnberechtigten je Apotheke, Drogerie, Post- und Bankfi liale liegt unterhalb des Karlsruher Durchschnitts. Allerdings spiegeln auch diese Werte nicht die räumliche Konzentration auf das Sondergebiet an der Durlacher Allee im Süden des Stadtteils wieder. Die Einschätzung des Einzelhandelsangebots durch die Bewohnerinnen und Bewohner fällt entsprechend schlechter aus. Weniger als die Hälfte (48,3 %) bewerten dieses mit „gut“ und „sehr gut“ und 28,2 % sogar mit „schlecht“ und „sehr schlecht“. Eine Verbesserung der Situation in den letzten Jahren sehen aber immerhin 16,0 % der Befragten. Die Bewertung der Ausstattung mit Dienstleistungen im Stadtteil fällt ebenfalls unterdurchschnittlich aus. Nur 52,1 % der Befragten bewerten diese mit „gut“ und „sehr gut“. Mit 10,4 Minuten brauchen die Rintheimerinnen und Rintheimer etwas mehr Zeit, um zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft zu kommen. Auf 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel2.980 4.042 3 1 Lebensmittel spezial0 20 0 1 Bäckerei150 90 4 2 Metzgerei102 40 1 2 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt64 464 1 2 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel3.296 4.656 9 8 Drogerie500 300 2 1 Apotheke116 116 2 2 Postfiliale40 40 2 2 Briefkasten6 7 6 7 Paketshop/Packstation0 10 0 2 Bankfiliale200 113 4 6 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Versorgungsquote wird rechnerisch durch Real bestimmt. Starke Rolle der Märkte am Ostring (Oststadt). Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte5.948 6.100 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil170,1% 213,3% 100% Wohnberechtigte je Drogerie2.974 6.100 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke2.974 3.050 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale2.974 3.050 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale1.487 1.017 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”30,2% 48,3% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 16,0% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”53,5% 52,1% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil69,8% 76,0% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 10,40 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 37,1% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 44,6% 31,1% Rintheim AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 115 NAHVERSORGUNG RINTHEIM 2016 Grund der dünnen Versorgungslage nahe der Wohngebiete, ist es nicht verwunderlich, dass nur 37,1 % der Befragten ihre regelmäßigen Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen und 51,4 % mit dem eigenen PKW. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, Lebensmittelangebote im Stadtteil zu vermissen. Die meisten von ihnen (27,0 %) nennen einen Metzger, 26,4 % einen Bäcker und 19,2 % bemängeln das Fehlen eines Supermarkts. Angesichts der Schließung eben dieser Geschäftstypen an den beiden ehemaligen zentralen Standorten im Stadtteil, sind diese Äußerungen zu erwarten gewesen. Im Neubauprojekt der VOLKSWOHNUNG GmbH an der Forststraße ist ein neuer Marktstandort vorgesehen. Im Juli 2017 konnte durch die Eröffnung des CAP Marktes sowie einer Bäckerei und einer Metzgerei in der Forststraße diese Versorgungslücke in Rintheim geschlossen werden. 116 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.45 NAHVERSORGUNGSANGEBOT STUPFERICH Tabelle 5.46 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG STUPFERICH STUPFERICH Neben einem Bäcker, einem Metzger und einem kleinen Lebensmittelladen (Landmarkt) mit Getränkeabteilung gibt es in Stupferich keine Geschäfte zur Versorgung mit Lebensmitteln. Entsprechend niedrig ist der Versorgungsgrad im Stadtteil mit Lebensmitteln (17,3 %). Von den 2016 vorhandenen 175 m² Verkaufsfl äche für Lebensmittel entfallen 60 m² auf den Landmarkt, weitere 60 m² auf dessen Getränkeabteilung, und weitere 55 m² Bäckerei und Metzgerei. Seit 2006 wurden eine Metzgerei und eine Bäckerei geschlossen (siehe Tabelle 5.45). Weitere Veränderungen betreffen die seit 2011 geschlossene Schlecker-Filiale. Sie leistete einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung im Ortskern. Die anderweitigen Kennzahlen der Nahversorgung fallen sehr gut aus (siehe Tabelle 5.46), was allerdings an der geringen Einwohnerzahl von 2.827 (Stand 2016) liegt. Die dünne Versorgungslage spiegelt sich in der Bewertung der Nahversorgung sehr deutlich wieder. Mit 9,7 % der Befragten, die das Angebot an Einzelhandelsgeschäften mit „gut“ und „sehr gut“ bewerten, hat Stupferich den geringsten Wert unter den Karlsruher Stadtteilen. Der überwiegende Anteil (69,7 %) sieht die Situation „schlecht“ und „sehr schlecht“. Zwar geben 2,3 % der Befragten an, die Situation sei in den letzten Jahren besser geworden, dem gegenüber stehen aber 77,5 %, die eine Verschlechterung sehen. Das ist angesichts der Schließung der Schlecker-Filiale und dem Rückgang des Versorgungsgrades mit Lebensmitteln im Stadtteil von 26,1 % im Jahr 2006 auf 17,5 % im Jahr 2016 nachvollziehbar. Die Versorgung mit Dienstleistungen fällt deutlich besser aus: 57,0 % bewerten diese mit „gut“ und „sehr gut“. Der Anteil derer, die ihren Lebensmittelbedarf überwiegend im Stadtteil decken, liegt bei nur 10,2 %. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner Stupferichs kaufen somit nicht im eigenen oder einem benachbarten Stadtteil ein. Sie orientieren sich in Richtung von Standorten außerhalb Karlsruhes (67,8 %), meist nach Waldbronn und Karlsbad. Die durchschnittliche Zeit zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt 19,6 Minuten, soviel wie in keinem anderen Stadtteil. Wenig überraschend, beträgt der Anteil derer, die ihre regelmäßigen Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, nur 6,8 %. Mit dem eigenen PKW fahren 79,3 % zum Einkaufen. Defi zite im Lebensmittelangebot äußern 67,6 % der Befragten. Die meisten von ihnen (59,9 %) nennen einen Supermarkt, gefolgt von einem Metzger mit 34,6 % 1 . 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel60 60 1 1 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei65 30 2 1 Metzgerei60 25 2 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt60 60 1 1 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel245 175 6 4 Drogerie250 0 1 0 Apotheke40 40 1 1 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten4 4 4 4 Paketshop/Packstation5 5 1 1 Bankfiliale140 140 3 3 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Weiterer Lebensmittelhandel aufgrund der Bevölkerungszahlen nicht tragfähig. Liegt im Einzugsbereich von Waldbronn und Karlsbad. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte2.879 2.827 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil26,1% 17,3% 100% Wohnberechtigte je Drogerie2.879 - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke2.879 2.827 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale2.879 2.827 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale960 942 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”11,9% 9,7% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 2,3% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”73,8% 57,0% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil7,3% 10,2% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 19,60 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 6,8% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 67,6% 31,1% Stupferich 1 Die Werte sind wegen der geringen Datenbasis nur eingeschränkt aussagekräftig. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 117 NAHVERSORGUNG STUPFERICH 2016 118 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.47 NAHVERSORGUNGSANGEBOT HOHENWETTERSBACH Tabelle 5.48 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG HOHENWETTERSBACH HOHENWETTERSBACH Das Nahversorgungsangebot in Hohenwettersbach besteht aus einer Bäckerei und einer Metzgerei. Ein Lebensmittelgeschäft mit einem Angebot zur Grundversorgung gibt es nicht. Entsprechend gering ist der Versorgungsgrad von 9 %, dem niedrigsten Wert in Karlsruhe. Für 2016 sind 100 m² Verkaufs- fl äche für Lebensmittel erfasst, wovon 40 m² auf eine Weinhandlung und jeweils 30 m² auf die Bäckerei und den Metzger entfallen. Veränderungen zu 2006 (siehe Tabelle 5.47) beschränken sich auf die Schließung der beiden Getränkemärkte und die Eröffnung eines Weinladens. Es gibt im Stadtteil keine Apotheke und keinen Drogeriemarkt. Auf Grund der geringen Einwohnerzahl von 3.099 (Stand 2016), liegen die Zahlen an Wohnberechtigten je Post- und Bankfi liale unterhalb des Karlsruher Durchschnitts. Die Einschätzung des Angebots an Einzelhandelsgeschäften im Stadtteil fällt entsprechend schlecht aus. Nur 11,8 % der Befragten beschreiben diese mit „gut“ und „sehr gut“, was im Vergleich zu 2006 („gut“ und „sehr gut“ 2,2 %) immerhin eine Verbesserung darstellt. Dagegen bewerten 71,7 % das Angebot an Einzelhandelsgeschäften mit „schlecht“ und „sehr schlecht“. Aus Sicht der Befragten hat sich die Situation in den letzten Jahren kaum verändert: 79,5 % der Bewohnerinnen und Bewohner sehen weder einer Verschlechterung noch eine Verbesserung, obwohl sich der Versorgungsgrad von 17,9 % auf 9,1 % verringert hat. Die Versorgung mir Dienstleistungen wird ähnlich schlecht gesehen. Mit 17,5 % der Befragten, die diese mit „gut“ und “sehr gut“ bewerten, liegt Hohenwettersbach weit unter dem Karlsruher Durchschnitt (69,1 %) und über die Hälfte (50,7 %) bewertet sie mit „schlecht“ und „sehr schlecht“. Der Anteil derer, die ihre Lebensmitteleinkäufe überwiegend im eigenen oder einem Nachbarstadtteil tätigen, 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel0 0 0 0 Lebensmittel spezial0 40 0 1 Bäckerei30 30 1 1 Metzgerei30 30 1 1 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt110 0 2 0 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel170 100 4 3 Drogerie0 0 0 0 Apotheke0 0 0 0 Postfiliale20 5 1 1 Briefkasten2 2 2 2 Paketshop/Packstation0 0 0 0 Bankfiliale120 20 2 2 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl beträgt 19,0 %. Das stellt im Vergleich zu 2006 (2,2 %) eine deutliche Verbesserung dar. Zum Einkaufen fahren 46 % der Bewohnerinnen und Bewohner Hohenwettersbachs nach Durlach. Damit übernimmt Durlach eine wichtige Funktion für die Nahversorgung Hohenwettersbachs. Der durchschnittliche Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft liegt bei 14,2 Minuten. Das meistgenutzte Verkehrsmittel für die regelmäßigen Einkäufe ist der eigene PKW (90,1 %). Nur ein geringer Teil (3,6 %) geht zu Fuß oder fährt mit dem Fahrrad einkaufen. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte2.918 3.099 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil17,9% 9,0% 100% Wohnberechtigte je Drogerie- - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke- - 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale2.918 3.099 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale1.459 1.550 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”2,2% 11,8% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 4,6% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”20,5% 17,5% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil2,2% 19,0% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 14,20 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 3,6% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 73,7% 31,1% Hohenwettersbach AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 119 NAHVERSORGUNG HOHENWETTERSBACH 2016 Die rudimentäre Versorgungslage wird noch einmal besonders darin deutlich, dass knapp drei Viertel (73,7 %) der Hohen- wettersbacherinnen und Hohenwettersbacher angeben, Lebens- mittelangebote zu vermissen. Von den Befragten, die Defi zite bemängeln, wünschen sich 71,3 % einen Supermarkt. Um die unzureichende Nahversorgung in Hohenwettersbach zu verbessern, ist die Ansiedlung eines neuen Treff3000 geplant. Das Bebauungsplanverfahren hierzu läuft derzeit. Mit einer Eröffnung des Marktes und dadurch einer deutlichen Verbesserung der Versorgungssituation ist Ende 2018 zu rechnen. 120 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.49 NAHVERSORGUNGSANGEBOT WOLFARTSWEIER Tabelle 5.50 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG WOLFARTSWEIER WOLFARTSWEIER Wolfartsweier besitzt eine Grundausstattung zur Versorgung mit Lebensmitteln und Dienstleistungen. Sie besteht aus einem EDEKA-nah-und-gut-Markt in integrierter Lage sowie einer Bäckerei. Nur einige Gebiete am östlichen Rand des Stadtteils liegen weiter als 500 m vom Supermarkt entfernt. Die beiden Geschäfte haben zusammen eine Verkaufsfl äche von 630 m² und erbringen dem Stadtteil 2016 einen Versorgungsgrad von 54,4 %. Des Weiteren gibt es im Stadtteil eine Apotheke und eine Postfi liale. Die Veränderungen seit 2006 sind unbedeutend, wie Tabelle 5.49 zeigt. Lediglich von den beiden Bankfi lialen sind 2016 nur noch Geldautomaten geblieben. Einen Drogeriemarkt gibt es im Stadtteil nicht. Aufgrund der geringen Einwohnerzahl (3.237; Stand 2016) fallen die weiteren Kennzahlen der Nahversorgung günstiger aus als im stadtweiten Durchschnitt. Die Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften bewerten nur 23,6 % der Befragten mit „gut und „sehr gut“. Die meisten (46,9 %) schätzen sie als „befriedigend“ ein. Eine Verbesserung sehen 4,0 % der Befragten, allerdings 26,7 % auch eine Verschlechterung. Der Großteil (69,3 %) sieht keine Veränderung. Das Angebot an Dienstleistungen im Stadtteil ist mit 38,5 % besser, aber immer noch unterdurchschnittlich bewertet. Im Vergleich zu 2006 („gut“ und „sehr gut“: 62,2 %) stellt diese Bewertung zudem eine deutliche Verschlechterung dar. Die Stadtteilorientierung ist angesichts des begrenzten Angebots in der Nahversorgung erwartungsgemäß unterdurchschnittlich: 45,9 % der Befragten decken ihren Bedarf an Lebensmitteln im eigenen oder einem benachbarten Stadtteil. Nach Durlach fahren 29,9% der Bewohnerinnen und Bewohner. Der Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt 13,4 Minuten. Nur rund jeder Vierte nutzt das Fahrrad zum Einkaufen oder geht zu Fuß. Der eigene PKW kommt für Einkaufsfahrten auf einen Anteil von 63,3 %. Der EDEKA-nah-und-gut-Markt sichert die fußläufi ge Grundversorgung in Wolfartsweier. Das Lebensmittelangebot im Stadtteil weist allerdings Lücken auf oder lässt Raum für Verbesserungen. Defi zite im Lebensmittelangebot sehen nämlich 40,8 % der Befragten. Auf Grund der zu geringen Datenbasis kann keine genauere Aussage über die geäußerten Defi zite gemacht werden. Mit dem nah-und-gut-Markt ist die Tragfähigkeit unter Berücksichtigung des Kaufkraftabfl usses nach Durlach und Ettlingen sowie der geringen Einwohnerzahl für Lebensmittelmärkte in Wolfartsweier bereits erreicht. 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel600 600 1 1 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei30 30 1 1 Metzgerei0 0 0 0 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt0 0 0 0 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel630 630 2 2 Drogerie0 0 0 0 Apotheke46 46 1 1 Postfiliale20 5 1 1 Briefkasten3 3 3 3 Paketshop/Packstation0 0 0 0 Bankfiliale180 2 3 2 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Weitere Märkte nicht tragfähig. Einzugsgebiet von Durlach und Ettlingen. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte3.458 3.237 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil55,9% 54,4% 100% Wohnberechtigte je Drogerie- - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke3.458 3.237 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale3.458 3.237 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale1.153 1.619 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”26,7% 23,6% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 4,0% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”62,2% 38,5% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil40,0% 45,9% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 13,40 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 25,5% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 40,8% 31,1% Wolfartsweier AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 121 NAHVERSORGUNG WOLFARTSWEIER 2016 122 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.52 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG PALMBACH PALMBACH Der EDEKA-Markt in der Talstraße stützt die gesamte Nahversorgung in Palmbach und strahlt nach Grünwettersbach und Stupferich aus. Allerdings befi nden sich im Osten des Stadtteils Gebiete, die mehr als 500 m von dem Supermarkt entfernt liegen. Im Bereich des EDEKA-Markts befi nden sich weitere Einrichtungen zur Nahversorgung. Der Versorgungsgrad mit Lebensmitteln im Stadtteil beträgt 2016 89,4 %, dem höchsten Wert unter den Höhenstadtteilen. Die gute Quote bei der Versorgung mit Lebensmitteln liegt auch an der geringen Einwohnerzahl des Stadtteils (1.970; Stand 2016). Die Gesamtverkaufsfl äche für Lebensmittel von 630 m² vereinnahmt der EDEKA-Markt fast komplett für sich. Auf die Bäckerei entfallen 30 m². Die Veränderungen zu 2006 betreffen nur die Dienstleistungen: Post- und Bankfi liale sind Paketshop (im e-Bike-Laden) und Geldautomat gewichen, wie Tabelle 5.51 zeigt. Im Stadtteil gibt es keine Apotheke und keinen Drogeriemarkt. Die weiteren Kennzahlen der Nahversorgung entfallen damit ebenfalls. Das Angebot von EDEKA und Bäcker reicht vielen Palmbacherinnen und Palmbachern aus: 40,0 % bewerten die Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften als „gut“ und „sehr gut“ und 9,6 % können sogar eine Verbesserung in den letzten Jahren feststellen. Allerdings sehen dreimal so viele (32,0 %) eine Verschlechterung und 32,6 % bewerten das Angebot 2016 mit „schlecht“ und „sehr schlecht“. Die Ausstattung mit Dienstleistungen wird ähnlich bewertet: 40,2 % der Befragten schätzen diese als „gut“ und „sehr gut“ ein und 23,3 % als „schlecht“ und „sehr schlecht“. Die benötigte Zeit zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt 12,1 Minuten. Den Weg dahin legen immerhin 31,8 % der Bewohnerinnen und Bewohner zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Etwa doppelt so viele (60,9 %) fahren mit dem eigenen PKW. Die Stadtteilorientierung ist mit einem Anteil von 39,1 % der Befragten, die ihren Bedarf an Lebensmitteln überwiegend im eigenen oder einem Nachbarstadtteil decken, unterdurchschnittlich und im Vergleich zu 2006 (72,7 %) deutlich zurückgegangen (siehe Tabelle 5.52). Über die Hälfte (51,4 %) der Einwohnerinnen und Einwohner Palmbachs kaufen ihre Lebensmittel überwiegend außerhalb Karlsruhes ein. Die Nachbargemeinden Waldbronn und Karlsbad haben mit Discounter und Drogeriemarkt ein Angebot, das Kaufkraft aus Palmbach abzieht. Der Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen (16,2 %) ist vergleichsweise gering. Eine genauere Aussage zu den geäußerten Defi ziten kann auf Grund der geringen Datenbasis nicht gegeben werden. Durch den Vollversorger ist die Situation in der Nahversorgung in Palmbach zunächst unkritisch. Die Versorgungsfunktion für die nahen Nachbarstadtteile ohne ausreichendes Angebot stützt den aktuellen Standort. Tabelle 5.51 NAHVERSORGUNGSANGEBOT PALMBACH 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel600 600 1 1 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei30 30 1 1 Metzgerei0 0 0 0 Obst-/Gemüse0 0 0 0 Getränkemarkt0 0 0 0 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel630 630 2 2 Drogerie0 0 0 0 Apotheke0 0 0 0 Postfiliale20 0 1 0 Briefkasten1 2 1 2 Paketshop/Packstation0 5 0 1 Bankfiliale20 0 1 0 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Bemerkungen: Zusammen mit Grünwettersbach zu betrachten. Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte1.805 1.970 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil107,2% 89,4% 100% Wohnberechtigte je Drogerie- - 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke- - 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale1.805 - 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale1.805 - 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”37,2% 40,0% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 9,6% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”40,9% 40,2% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil72,7% 39,1% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 12,10 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 31,8% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 16,2% 31,1% Palmbach Tabelle 5.52 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG PALMBACH Tabelle 5.51 NAHVERSORGUNGSANGEBOT PALMBACH AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 123 NAHVERSORGUNG PALMBACH 2016NAHVERSORGUNG PALMBACH 2016 124 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Tabelle 5.54 DATEN ZUR NAHVERSORGUNG NORDSTADT NORDSTADT In der Nordstadt verteilen sich mehrere Lebensmittelmärkte sowie weitere Geschäfte zur Nahversorgung über den gesamten Stadtteil. Nur einige Bereiche in der Mitte des Stadtteils (Teile der Rhode-Island- und Tennesseeallee) liegen weiter als 500 m von den Lebensmittelgeschäften entfernt. Ein Nahversorgungszentrum, bestehend aus Supermarkt, Getränkemarkt, Bäckerei sowie Post- und Bankdienstleistungen, befi ndet sich in der New-York-Straße, im Norden des Stadtteils. Das Angebot wurde 2014 durch einen neuen Penny-Markt in der Ohio-Straße ergänzt. Der Versorgungsgrad im Stadtteil liegt 2016 bei 86,0 %. Die Verkaufsfl äche für Lebensmittel beträgt 3.065 m², wovon 2.630 m² auf vier Lebensmittelmärkte, 300 m² auf den Getränkemarkt und 135 auf insgesamt vier Bäckereien fallen. Die Veränderungen zu 2006 betreffen hauptsächlich den zusätzlichen Discounter, mit 780 m² neuer Verkaufsfl äche und neuer Bäckereifi liale. Die weiteren Veränderungen bei der Versorgung mit Dienstleistungen sind gering (siehe Tabelle 5.53). Die Kennzahlen der Nahversorgung in Tabelle 5.54 zeigen jeweils überdurchschnittliche Werte bei der Anzahl der Wohnberechtigten je Drogerie, Apotheke, Bank- und Postfi liale. Trotz des insgesamt adäquaten Versorgungsgrades, liegt die Bewertung der Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften bei unterdurchschnittlichen 53,9 % der Befragten, die diese mit „gut“ und „sehr gut“ bewerten. Das stellt allerdings eine deutliche Verbesserung zu 2006 dar, als nur 24,4 % die Situation mit „gut“ und „sehr gut“ bewerteten. Die Verbesserung zeigt sich auch im Anteil von 38,8 % der Befragten, die eine solche in den letzten Jahren erkennen konnten. Die Ausstattung mit Dienstleistungen im Stadtteil ist mit 43,9 % für „gut“ und „sehr gut“ ebenfalls unterdurchschnittlich. Durch die neuen Angebote für Post- und Bankdienstleistungen im Stadtteil fällt die Bewertung allerdings etwas besser aus als noch 2006 („gut“ und „sehr gut“: 25,4 %). Nur rund zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner der Nordstadt (64,3 %) decken ihren Bedarf an Tabelle 5.53 NAHVERSORGUNGSANGEBOT NORDSTADT Lebensmitteln im eigenen oder einem benachbarten Stadtteil. Explizit in die Innenstadt gehen 15,9 % der Befragten zum Einkaufen. Der Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft beträgt 9,9 Minuten. Den Weg dahin legen 51,4 % der Befragten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück, was in etwa dem Karlsruher Durchschnitt entspricht. Den deutlich höheren Anteil hat dabei allerdings das Fahrrad mit 43,4 % als Fortbewegungsmittel der Wahl. In der verbesserten der Bewertung der Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften bildet sich der neue Standort des Penny-Marktes in der Ohio-Straße ab. In der Amerikanersiedlung geben auch 47,9 % der Befragten an, dass sich die Situation verbessert habe. Der relativ niedrige Wert bei der Stadtteilorientierung in der Nahversorgung bei 2006 2016 2006 2016 Lebensmittel1.850 2.630 3 4 Lebensmittel spezial0 0 0 0 Bäckerei105 135 4 5 Metzgerei0 0 0 0 Obst-/Gemüse30 0 1 0 Getränkemarkt300 300 1 1 Tank-Shop0 0 0 0 Summe Lebensmittel2.285 3.065 9 10 Drogerie50 50 1 1 Apotheke30 30 1 1 Postfiliale20 20 1 1 Briefkasten3 4 3 4 Paketshop/Packstation0 10 0 2 Bankfiliale70 71 2 4 Verkaufsfläche (m 2 ) Anzahl Karlsruhe 2006 2016 2016 Wohnberechtigte9.832 9.962 307.709 Versorgungsgrad Lebensmittel im Stadtteil71,4% 86,0% 100% Wohnberechtigte je Drogerie9.832 9.962 8.233 Wohnberechtigte je Apotheke9.832 9.962 4.171 Wohnberechtigte je Post-Filiale9.832 9.962 8.690 Wohnberechtigte je Bank-Filiale4.916 2.491 1.931 Einzelhandelsgeschäfte – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”24,2% 53,9% 65,1% Anteil der Einschätzung „Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften ist besser geworden”- 38,8% 21,5% Dienstleistungen – Anteil der Bewertung „gut” und „sehr gut”25,4% 43,9% 69,1% Anteil der Bedarfsdeckung überwiegend im Stadtteil oder Nachbarstadtteil67,7% 64,3% 79,3% Durchschnittlicher Zeitaufwand zum meistgenutzten Lebensmittelgeschäft (in Minuten) - 9,90 9,60 Anteil der zu Fuß oder per Fahrrad Einkaufenden- 51,4% 53,3% Anteil der Befragten, die Lebensmittelangebote im Stadtteil vermissen- 50,0% 31,1% Nordstadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 125 NAHVERSORGUNG NORDSTADT 2016 recht guter und nahezu fl ächendeckender Versorgungslage deutet allerdings noch auf Defi zite im Angebot hin. Daher überrascht es nicht, dass die Hälfte (50 %) der Befragten angibt, bestimmte Lebensmittelangebote zu vermissen. Von ihnen wünschen sich 39,1 % einen Metzger und 36,6 % einen Bioladen. Überdurchschnittlich viele Befragte, die Lebens- mitteldefi zite angeben (19,9 %), vermissen zudem einen Wochenmarkt. Im Zuge der Bebauung des C-Areals (Zukunft Nord) ist die Ansiedlung eines Vollsortimenters, eines Biomarktes und eines Drogeriemarktes vorgesehen, was mit den Wünschen der Bevölkerung in hohem Maße zur Deckung kommt. 126 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 6.1 AUFTRAG Im Juni 2017 beauftragte die Stadt Karlsruhe die CIMA Beratung + Management GmbH, Stuttgart, mit einer Kurzexpertise zur „Strategie Nahversorgung in Karlsruhe“. Gegenstand der Kurzexpertise war die Prüfung der strategischen Ausrichtung der Nahversorgungsplanung und der städtischen Ansiedlungspolitik von (Lebensmittel-) märkten – auch im Vergleich mit anderen Städten – und vor dem Hintergrund der künftigen Rahmenbedingungen im Lebensmitteleinzelhandel. 6.2 NAHVERSORGUNGS- SITUATION KARLSRUHE Eine ausgewogene räumliche Verteilung der Lebensmittel- märkte im Stadtgebiet von Karlsruhe sowie eine gute und problemlose Erreichbarkeit der Märkte durch alle Verkehrsmittel stellt eine wesentliche Voraussetzung zur Gewährleistung eines wohnungsnahen Nahversorgungs- angebotes dar. Die Nahversorgungsstrategie zur räumlichen Steuerung des Einzelhandels in der Stadt Karlsruhe auf Basis des Märkte- und Zentrenkonzepts stellt ein wichtiges planerisches Instrument zur Sicherstellung der wohnungsnahen Versorgung im gesamten Stadtgebiet von Karlsruhe dar und hat sich seit der Einführung der Märkterichtlinien sehr bewährt. Die Karlsruher Märkterichtlinien sind daher auch für die Zukunft ein wichtiges Instrument zur Lenkung der Ansiedlungspolitik von Lebensmittelmärkten. Die bestehende dezentrale Nahversorgungsstruktur in den Stadtteilzentren sollte weiterhin für eine fl ächendeckende Nahversorgung erhalten beziehungsweise ausgebaut werden. Allerdings ist bei der Anwendung der Märkterichtlinien ein fl exibles Agieren auf die veränderte Marktsituation in der Handelslandschaft (unter anderem zunehmende Verkaufsfl ächengrößen, verändertes Verbraucherverhalten) erforderlich, um auch künftig die Rahmenbedingungen für ein attraktives Nahversorgungsangebot im gesamten Stadtgebiet von Karlsruhe schaffen zu können. 6. HANDLUNGSBEDARF UND AUSBLICK: BEURTEILUNG DER KARLSRUHER STRATEGIE AUS SICHT DER FIRMA CIMA Mit der Nahversorgungsstrategie der Stadt Karlsruhe wird schon seit Jahren eine dezentrale Ansiedlungsstrategie erfolgreich verfolgt. Eine Stadt der kurzen Wege ist gerade für immobile Bevölkerungsgruppen in Bezug auf die Nahversorgung von hoher Bedeutung. Attraktive Nahversorgungsangebote in den Stadtteilzentren besitzen damit auch in Zukunft einen hohen Stellenwert für die Wohnqualität in den Stadtteilen und tragen zu einer Verminderung eines unnötigen Einkaufsverkehrs bei. 6.2.1 STÄDTEVERGLEICH Zur Einordnung der Nahversorgungssituation in Karlsruhe werden die Verkaufsfl äche (absolut) sowie die Versorgungs- ausstattung nach Sortimenten im kurzfristigen Bedarfsbereich ausgewählten Vergleichsstädten gegenübergestellt. Neben dem baden-württembergischen Oberzentrum Mannheim wurde die Stadt Augsburg ausgewählt, welche über vergleichbare Rahmendaten verfügt (unter anderem Einwohnerzahl, Universitätsstadt).  Demnach weisen im Segment Lebensmittel (gesamt) die Städte Augsburg mit 0,41 qm/EW und Mannheim mit 0,40 qm/EW insgesamt eine etwas höhere Versorgungsausstattung (VK pro Einwohner) als die Stadt Karlsruhe mit 0,36 qm/EW auf. Der Bundesdurchschnitt liegt aktuell in „kleinen Großstädten“ bei 0,38 qm/EW. Der Versorgungsgrad ist dabei aber lediglich ein Indikator. Die tatsächliche Versorgungslage hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab. Eine genaue Betrachtung einzelner Stadtteile ist daher entscheidend für die Beurteilung der Versorgungslage.  Die Versorgungsausstattung im Bereich Lebensmittel- märkte liegt auf einem etwas niedrigeren Niveau als bei den Vergleichsstädten. Im Bereich der Lebensmittel- handwerksbetriebe (Bäckereien, Metzgereien) weisen alle Vergleichsstädte in etwa eine gleiche Versorgungs- ausstattung auf. Beim Vergleich der Verkaufsfl ächenanteile der Innenstadt in Relation zur Gesamtstadt zeigt sich im Bereich Lebensmittel, dass der Verkaufsfl ächenanteil in der Innenstadt von Karlsruhe mit dem Anteil der Stadt Augsburg vergleichbar ist. In der Stadt Mannheim liegt der Anteil hingegen auf einem niedrigeren Niveau. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 127 www.karlsruhe.de Abbildung 6.01 ANTEILE DER VERKAUFSFLÄCHE IN PROZENT IN DER INNENSTADT NACH SORTIMENTEN IM KURZFRISTIGEN BEREICH 10,5% 17,3% 42,4% 26,4% 6,9% 12,8% 35,1% 11,9% 11,1% 26,2% 29,8% 32,9% 0,0%10,0%20,0%30,0%40,0%50,0% Nahrungs- und Genussmittel Lebensmittel- handwerk Drogerie/ Parfümerie Apotheke Innenstadt KarlsruheInnenstadt MannheimInnenstadt Augsburg Quelle:Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, LeNa-Monitoring 2016 1 Quelle:Stadt Mannheim, Fortschreibung Zentrenkonzept Mannheim 2 Quelle:CIMA-Bestandserhebung; leichte Rundungsdifferenzen möglich 1 2 Auch wenn jede Stadt unterschiedliche Strukturen aufweist, verfolgen alle drei Großstädte eine ähnliche Ansiedlungspolitik (Stärkung der Zentren, wohnortnahe Versorgung, Ausbau ÖPNV und Radwegenetz, Minimierung des Flächenverbrauchs durch Lebensmittelmärkte und weitere). Insgesamt liegt in der Stadt Karlsruhe im Vergleich die niedrigste Verkaufs- fl ächenausstattung pro Einwohner im Lebensmittelbereich vor. Hinsichtlich der räumlichen Verteilung der Lebensmittel- märkte ist die Nahversorgungsausstattung in der Gesamtstadt Karlsruhe allerdings insgesamt als gut zu bewerten. Tabelle 6.01 VERKAUFSFLÄCHE (ABSOLUT) SOWIE VERKAUFSFLÄCHE PRO EINWOHNER NACH BRANCHE/SORTIMENT IM KURZFRISTIGEN BEDARFSBEREICH VK (absolut) in qum VK pro EW in qum VK (absolut) in qum VK pro EW in qum VK (absolut) in qum VK pro EW in qum Nahrungs- und Genussmittel 103.3540,34112.1500,38109.9230,39 Lebensmittel- handwerk 6.8620,026.4250,026.9390,02 Lebensmittel gesamt 110.2160,36118.5750,40116.8620,41 Drogerie/ Parfümerie 16.8490,0518.5750,0624.1010,08 Apotheke3.3050,014.8500,023.5150,01 Kurzfristiger Bedarf gesamt 130.3700,42142.0000,48144.4780,51 Sortiment Karlsruhe Mannheim 1 Augsburg 2 Nahrungs- und Genussmittel: inklusive Getränkemarkt, Lebensmittelgeschäft (speziell), Obst-/Gemüsegeschäft, Tank-Shop Lebensmittelhandwerk: Bäckerei, Metzgerei Quelle: Stadt Karlsruhe | Amt für Stadtentwicklung, LeNa-Monitoring 2016. 1 Quelle: Fortschreibung Zentrenkonzept Mannheim, Stadt Mannheim. 2 Quelle: CIMA-Bestandserhebung; leichte Rundungsdifferenzen möglich. 128 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 6.2.2 NAHVERSORGUNGSSITUATION IN DEN KARLSRUHER STADTTEILEN Die Stadt Karlsruhe hat sich zum Ziel gesetzt eine ausgewogene räumliche Verteilung der Nahversorgungsangebote in der Gesamtstadt Karlsruhe sicherzustellen. Hier sind vor allem folgende Aspekte von Bedeutung:  Wohnortnahe Verteilung der Lebensmittelmärkte (auch zur Vermeidung von unnötigem Einkaufsverkehr)  Gute und gefahrlose Erreichbarkeit der Märkte für alle Verkehrsmittel  Sicherung der Nahversorgung für immobile Bevölkerungs- gruppen (vor dem Hintergrund des demographischen Wandels)  Erhalt eines attraktiven Branchenmixes und der Kunden- magnetfunktion, welche die Lebensmittelmärkte für die weiteren Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe in den Stadtteilzentren übernehmen. Unabhängig von der Situation in der Stadt Karlsruhe können folgende Aspekte genannt werden, welche die Standortstrategie und die Verkaufsfl ächengrößen bei der Ansiedlung von Lebensmittelmärkten aus Betreibersicht beeinfl ussen:  Neue Anforderungen an die Warenpräsentation (breitere Gänge, niedrigere Regalhöhen und anderes), auch als Reaktion auf den demographischen Wandel (Hinweis auf „Rollatorenkundschaft“).  Gestiegene Anzahl an Artikeln (sowohl beim Betriebstyp Vollsortimenter wie auch beim Betriebstyp Lebensmittel- discounter) durch neue Produktlinien (Ausweitung Bio- Sortiment, vegane Lebensmittel und vieles anderes mehr).  Neue Anforderungen an die Warenpräsentation zur Erhöhung des Einkaufserlebnisses, auch als Reaktion auf den Onlinehandel und auf die Veränderungen beim Kundenverhalten insgesamt (zum Beispiel Convenience).  Gestiegene Anzahl an Artikeln durch Ausweitung der Fachabteilungen für weitere nahversorgungsrelevante Nonfood-Angebote (speziell beim Sortiment Drogeriewaren als Reaktion auf die frei gewordenen Umsatzpotentiale durch die Schlecker-Insolvenz).  Zwang zur Optimierung der innerbetrieblichen Logistik und zur Optimierung der Warenabläufe als Reaktion auf die geringen Gewinnmargen im Lebensmitteleinzelhandel zum Erhalt der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Die geschilderten Aspekte haben unmittelbaren Einfl uss auf die Verkaufsfl ächengrößen von Lebensmittelmärkten. So liegen die Verkaufsfl ächengrößen bei Neuansiedlungen beim Betriebstyp Lebensmitteldiscountmarkt bei mindestens 800 m 2 bis 1.200 m 2 , beim Betriebstyp Lebensmittelvollsortimenter bei mindestens 1.200 m 2 bis 1.500 m2. In vielen Stadtteilen der Stadt Karlsruhe ist ein wohnortnahes Versorgungsangebot an integrierten Standorten auch außerhalb der Stadtteilzentren gegeben, wodurch die Sicherung der Nahversorgung auch für immobile Bevölkerungsgruppen gewährleistet ist. Diesen Standorten kommt eine wichtige Ergänzungsfunktion zu, die zur Attraktivität der Wohnstandorte beiträgt. Dadurch ist insgesamt die wohnortnahe Versorgungssituation in den meisten Karlsruher Stadtteilen mindestens befriedigend, in vielen Stadtteilen sogar als gut bis sehr gut zu bewerten. Insbesondere in den Stadtteilen Nordstadt, Knielingen, Nordweststadt und Oberreut ist es in den letzten Jahren gelungen, den Versorgungsgrad durch die Ansiedlung neuer Märkte zu verbessern und die fußläufi ge Erreichbarkeit für weite Bereiche der Stadtteile zu gewährleisten. Dennoch gibt es in einigen Stadtteilen auch noch Bereiche, in denen keine fußläufi ge Nahversorgung (500 m Entfernung) gewährleistet ist. Insbesondere in den Stadtteilen Grünwettersbach, Weiherfeld- Dammerstock, Stupferich und Hohenwettersbach liegt eine ausgeprägte Unterversorgung vor. Durch die Planungen von neuen Lebensmittelmärkten in der Nordstadt sowie in den Stadtteilen Daxlanden, Oberreut, Grün- und Hohenwettersbach ist jedoch eine Verbesserung der fußläufi gen Nahversorgungssituation absehbar. In den zwei weiteren unterversorgten Stadtteilen besteht weiterhin Handlungsbedarf. Vor dem Hintergrund von heutigen Standortanforderungen von Lebensmittelmärkten sind die kleinteiligen Anbieter und ihre langfristige Zukunftsfähigkeit kritisch zu sehen. Insbesondere sind Standorte beziehungsweise Stadtteile betroffen, welche ausschließlich durch kleinteilige Anbieter (Lebensmittelmärkte unter 800 m 2 Verkaufsfl äche) geprägt sind und/oder aufgrund eines erheblichen Sanierungsbedarfs der Bestandsbetriebe eine Verschärfung der Nahversorgungs- situation droht. Für Neuansiedlungen bedarf es geeigneter Flächen, die nicht in jedem Stadtteil zur Verfügung stehen. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 129 www.karlsruhe.de 6.3 ÜBERPRÜFUNG DES ZENTRENSYSTEMS DER STADT KARLSRUHE Die Zentrenstruktur der Stadt Karlsruhe hat sich seit der Einstufung im Jahr 2006 kaum verändert. Charakteristisch für die Karlsruher Zentrenstruktur ist die hohe Bedeutung der Innenstadt als Einzelhandelsstandort. Die C- und D-Zentren weisen im Vergleich zur Innenstadt eine nahezu ausschließlich auf Nahversorgungsangebote ausgerichtete Einzelhandelsstruktur auf, so dass insbesondere in den C-Zentren die Ausstattung im mittel- und langfristigen Bedarfsbereich mittlerweile relativ gering ausfällt. Insgesamt sollte in den C- und D-Zentren daher weiter konsequent das Ziel einer Stabilisierung und Weiterentwicklung des Nahversorgungsangebotes verfolgt werden, um auch langfristig eine ausgewogene räumliche Verteilung der Nahversorgungsangebote im gesamten Stadtgebiet von Karlsruhe gewährleisten zu können. 6.4 EINFLUSS DES ONLINE- HANDELS AUF DIE NAHVERSORGUNG IN KARLSRUHE Das Thema Onlinehandel stellt in der heutigen Einzelhandels- landschaft einen nicht mehr wegzudenkenden Trend dar. Die hohe Bedeutung des Onlinehandels wird durch die Entwicklung der Umsatzanteile des Onlinehandels am Gesamtumsatz des Einzelhandels deutlich. Während im Jahr 2006 der Umsatzanteil des Onlinehandels am Einzelhandel insgesamt noch bei etwa 2 % lag, ist dieser im Jahr 2016 bereits auf 13 % angestiegen. In den nächsten Jahren ist weiter von steigenden Umsatzanteilen auszugehen. Die Relevanz des Onlinehandels für die stationäre Einzel- handelsentwicklung zeigt sich unter anderem darin, dass mittlerweile mehr als 90 % des Onlinehandels mit Sortimenten erfolgt, die üblicherweise in Innenstädten zu fi nden sind. Die Warengruppe „Fashion und Lifestyle“ ist mit 9,7 Milliarden Euro Online-Handelsvolumen das umsatzstärkste Segment innerhalb des Onlinehandels. Insgesamt 18,9 % des Umsatzes dieser Warengruppe werden über das Internet erzielt. Neben der Warengruppe „Fashion und Lifestyle“ ist die Bedeutung des Onlinehandels in den Segmenten „Technik und Medien“ sowie „Sport und Freizeit“ am höchsten. Im Gegensatz zu vielen Nonfood-Branchen ist der Anteil des Onlinehandel beim Lebensmitteleinzelhandel weitaus geringer ausgeprägt. Im Bereich Nahversorgung besitzt der Onlinehandel bisher noch eine untergeordnete Rolle. Aktuell werden 99,6 % der Food-Umsätze stationär generiert. Gründe für den geringen Online-Anteil am Lebensmitteleinzelhandel sind unter anderem, dass bei frischen Lebensmitteln der direkte Kundenkontakt eine große Rolle spielt und dass die Lieferkette für die letzte Meile (durch Terminabsprachen und Kühlung) ein Hindernis darstellt. Auch die hohe Dichte des Filialnetzes in den deutschen Städten steht der Entwicklung des Onlinehandels im Lebensmitteleinzelhandel entgegen. Die Expansion der Lebensmittel- und Drogeriemärkte hält nach wie vor an. Neue Systeme wie beispielsweise REWE Lieferdienste oder Amazon Fresh befi nden sich aktuell in der Testphase und können perspektivisch als fl ankierende Maßnahmen zur Sicherung der Nahversorgung, insbesondere in unterversorgten Gebieten beziehungsweise in ländlich geprägten Regionen sinnvoll sein. Für Großstädte wie Karlsruhe wird der Onlinehandel für die Nahversorgung einen ergänzenden Charakter besitzen und eine Alternative für unterversorgte Stadtteile darstellen. Die Märkterichtlinien der Stadt Karlsruhe werden allerdings weiterhin von großer Bedeutung sein, denn der Onlinehandel wird den stationären Einzelhandel in absehbarer Zeit nicht ersetzen können. 130 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 131 www.karlsruhe.de 7. TA B E L L E N A N H A N G © Eisenhans / Fotolia 132 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.01 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT EINZELHANDELSGESCHÄFTEN sehr gutgutbefriedigendschlechtsehr schlecht insg. 4.625 9,5%49,2%23,7%13,9%3,8%2,31.426 9,4%43,7%26,9%15,9%4,2%1,91.443 9,4%41,3%24,0%19,9%5,4%1,51.522 10,4%41,6%21,5%17,9%8,6%1,42.405 9,8%37,1%22,9%21,0%9,2%0,91.499 10,9%38,2%27,0%19,5%4,5%1,62.240 Karlsruhe ins gesamt 201623,7%41,4%23,7%8,4%2,8%3,74.613 Geschlecht männlich22,2%42,5%24,6%8,5%2,3%3,72.258 weiblich24,7%40,7%22,8%8,5%3,3%3,82.246 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre32,1%44,4%18,8%3,3%1,3%5,1925 30 bis unter 45 Jahre25,6%43,9%21,0%7,6%1,9%4,21.084 45 bis unter 65 Jahre21,0%39,3%26,3%9,8%3,7%3,21.506 65 bis unter 80Jahre16,9%38,2%28,6%12,2%4,2%2,6800 80 Jahre und älter18,7%43,4%23,7%11,6%2,5%3,2200 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund22,9%40,1%24,6%9,2%3,2%3,53.160 deutsch mit Mi grationshintergrund24,7%44,7%22,0%6,2%2,4%4,2664 ausländisch27,8%43,7%21,1%6,2%1,1%4,5602 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)34,1%42,2%17,5%5,0%1,1%5,2489 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)21,0%42,7%26,2%7,9%2,1%3,6307 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)18,6%39,9%27,1%11,4%3,0%3,0257 Familien mit Kindern unter 18 Jahren22,4%43,1%23,5%8,0%3,0%3,7817 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren18,1%45,2%24,2%11,1%1,5%3,464 Wohn gemeinschaften38,0%41,0%18,0%2,4%0,5%5,7174 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)27,4%45,0%20,9%4,4%2,3%4,5819 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)20,6%37,7%26,4%11,7%3,6%3,0849 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)16,6%38,6%28,2%12,4%4,2%2,6714 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren22,4%43,3%23,3%8,2%2,9%3,7912 keine Kinder unter 18 Jahren23,8%41,0%24,0%8,5%2,7%3,73.627 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss20,7%40,8%22,6%11,3%4,6%3,1622 Realschulabschluss/Mittlere Reife24,4%39,5%23,3%9,2%3,6%3,6824 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife26,4%41,7%22,8%7,6%1,4%4,2991 Hochschul-/Fachhochschulabschluss23,0%42,2%24,8%7,5%2,5%3,81.988 Erwerbsstatus ganztags berufstätig23,9%41,6%23,2%8,6%2,6%3,81.994 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt24,1%38,5%26,3%7,8%3,4%3,6564 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g32,0%45,8%18,4%2,9%1,0%5,2568 arbeitslos27,5%38,8%23,0%9,3%1,4%4,166 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit19,2%40,7%25,8%10,7%3,6%3,11.253 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro26,5%42,5%21,8%7,2%2,1%4,2767 1.000 bis unter 2.000 Euro25,1%41,3%22,7%7,9%3,0%3,91.805 2.000 bis unter 3.000 Euro21,0%41,8%25,8%8,5%2,9%3,51.105 3.000 Euro und mehr22,2%38,6%25,2%12,0%2,1%3,4414 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre29,0%44,0%19,8%5,3%1,9%4,61.341 5 bis unter 10 Jahre23,9%43,3%24,3%6,3%2,2%4,0770 10 bis unter 20 Jahre21,6%41,8%23,5%9,8%3,3%3,4890 20 Jahre und län ger20,4%38,0%26,8%11,4%3,4%3,01.582 Einzelhandelsausstattung 2006 1992 1996 1999 2001 2002 Durchschnitts- bewertung 1 Skala: -10 bis +10 Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 3:„Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften?” * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. 1 10 = alle sehr gut I -10 = alle sehr schlecht AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 133 Anhangtabelle 4.02 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT EINZELHANDELSGESCHÄFTEN – STADTTEILERGEBNISSE sehr gutgutbefriedigendschlechtsehr schlecht insg. 4.625 9,5%49,2%23,7%13,9%3,8%2,31.426 9,4%43,7%26,9%15,9%4,2%1,91.443 9,4%41,3%24,0%19,9%5,4%1,51.522 10,4%41,6%21,5%17,9%8,6%1,42.405 9,8%37,1%22,9%21,0%9,2%0,91.499 10,9%38,2%27,0%19,5%4,5%1,62.240 Karlsruhe insgesamt 201623,7%41,4%23,7%8,4%2,8%3,74.613 Stadtteil Innenstadt-Ost47,6%37,0%11,5%2,6%1,3%6,471 Innenstadt-West45,2%37,8%12,3%3,2%1,6%6,1125 Südstadt29,4%48,8%16,7%4,2%0,9%5,1332 Südweststadt28,1%45,6%23,4%2,9% ---4,9367 Weststadt26,2%45,4%21,5%6,4%0,5%4,5334 Nordweststadt13,6%46,6%29,5%8,2%2,1%3,1186 Oststadt27,5%44,3%22,8%4,9%0,3%4,7256 Mühlburg36,9%44,1%17,2%1,7% ---5,8238 Daxlanden9,1%40,2%35,9%11,3%3,5%2,0161 Knielingen18,6%32,9%27,1%15,1%6,4%2,1122 Grünwinkel43,8%37,4%10,2%6,9%1,8%5,7158 Oberreut16,8%49,6%25,5%4,2%3,9%3,697 Beiertheim-Bulach20,7%48,1%22,8%6,7%1,7%4,0115 Weiherfeld-Dammerstock4,1%14,6%46,0%24,9%10,4%-1,1108 Rüppurr14,2%40,4%34,5%9,2%1,8%2,8166 Waldstadt22,5%48,0%22,5%6,0%1,0%4,3192 Rintheim19,5%28,8%23,4%21,1%7,2%1,682 Hagsfeld11,8%27,7%44,1%13,1%3,2%1,6118 Durlach 29,9%44,6%17,3%4,0%4,1%4,6456 Grötzingen 14,8%51,0%23,4%6,5%4,3%3,3132 Stupferich ---9,7%20,6%45,5%24,2%-4,245 Hohenwettersbach1,8%10,0%16,5%47,4%24,3%-4,152 Wolfartsweier6,0%17,6%46,9%27,0%2,5%-0,148 Grünwettersbach5,2%24,7%36,3%23,7%10,1%-0,457 Palmbach 10,6%29,4%27,3%26,6%6,0%0,630 Neureut24,9%49,4%20,3%4,8%0,7%4,6285 Nordstadt16,2%37,7%33,8%11,7%0,6%2,9150 1996 Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 1992 Durchschnitts - bewertung 1 Skala: -10 bis +10 1999 2001 2002 2006 Einzelhandelsausstattung F 3:„Wie beurteilen Sie die Versorgung Ihres Stadtteils mit Einzelhandelsgeschäften?” 1 10 = alle sehr gut I -10 = alle sehr schlecht 134 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.03 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER ÖRTLICHEN EINZELHANDELSAUSSTATTUNG besser gewordengleich geblieben schlechter geworden insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201621,5%58,2%20,3%4.578 Geschlecht männlich19,5%61,4%19,1%2.242 weiblich22,9%55,4%21,7%2.228 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre19,5%73,9%6,6%911 30 bis unter 45 Jahre22,6%64,0%13,4%1.078 45 bis unter 65 Jahre21,3%50,9%27,7%1.499 65 bis unter 80Jahre19,4%49,9%30,7%797 80 Jahre und älter25,5%50,5%24,0%198 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund19,6%57,3%23,1%3.127 deutsch mit Mi grationshintergrund26,8%56,9%16,3%663 ausländisch22,7%66,9%10,4%602 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)18,7%74,0%7,3%484 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)20,1%56,8%23,1%303 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)19,7%53,7%26,6%253 Familien mit Kindern unter 18 Jahren22,8%56,9%20,3%812 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren25,7%61,9%12,4%64 Wohn gemeinschaften12,7%80,7%6,6%171 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)22,5%68,0%9,4%810 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)21,7%48,1%30,3%847 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)21,3%48,2%30,6%713 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren22,8%57,6%19,6%908 keine Kinder unter 18 Jahren20,8%58,6%20,6%3.597 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss23,3%50,0%26,7%620 Realschulabschluss/Mittlere Reife24,0%53,3%22,7%819 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife22,7%59,4%17,9%983 Hochschul-/Fachhochschulabschluss18,6%63,0%18,4%1.969 Erwerbsstatus ganztags berufstätig20,8%60,3%18,8%1.978 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt21,8%53,0%25,1%560 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g18,6%75,2%6,2%564 arbeitslos18,8%69,1%12,1%65 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit22,7%50,1%27,2%1.244 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro21,5%65,5%13,0%760 1.000 bis unter 2.000 Euro22,9%55,1%22,0%1.794 2.000 bis unter 3.000 Euro19,9%60,4%19,7%1.098 3.000 Euro und mehr18,5%58,0%23,5%411 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre16,4%76,6%7,0%1.303 5 bis unter 10 Jahre21,7%64,0%14,3%772 10 bis unter 20 Jahre24,6%54,2%21,2%891 20 Jahre und län ger23,6%42,6%33,8%1.583 Einzelhandelsausstattung Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. 1 10 = alle sehr zufrieden I -10 = alle sehr unzufrieden F 4:„Wie hat sich die Versorgung Ihres Stadtteils durch den Einzelhandel in den letzten Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Ist die Einzelhandelsversorgung insgesamt besser geworden, gleich geblieben oder schlechter geworden?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 135 Anhangtabelle 4.04 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER ÖRTLICHEN EINZELHANDELSAUSSTATTUNG – STADTEILERGEBNISSE besser gewordengleich geblieben schlechter geworden insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201621,5%58,2%20,3%4.578 Stadtteil Innenstadt-Ost13,1%68,5%18,4%71 Innenstadt-West14,6%75,1%10,3%125 Südstadt42,1%47,0%10,9%327 Südweststadt13,2%74,7%12,1%357 Weststadt15,4%67,1%17,6%330 Nordweststadt43,2%41,5%15,2%186 Oststadt19,4%68,3%12,2%256 Mühlburg17,8%70,9%11,3%235 Daxlanden23,0%43,2%33,8%159 Knielingen30,6%36,6%32,8%120 Grünwinkel58,8%35,3%6,0%160 Oberreut41,4%44,7%13,8%98 Beiertheim-Bulach21,7%60,8%17,5%114 Weiherfeld-Dammerstock9,3%42,9%47,9%107 Rüppurr9,3%62,2%28,5%163 Waldstadt10,0%69,3%20,7%190 Rintheim16,0%52,3%31,7%83 Hagsfeld5,9%76,0%18,1%117 Durlach 14,5%57,1%28,4%454 Grötzingen 19,3%49,0%31,7%131 Stupferich2,3%20,2%77,5%45 Hohenwettersbach4,6%79,5%15,9%52 Wolfartsweier4,0%69,3%26,7%48 Grünwettersbach3,5%51,2%45,3%56 Palmbach 9,6%58,4%32,0%30 Neureut26,2%56,5%17,3%284 Nordstadt38,8%52,8%8,4%151 Einzelhandelsausstattung Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 4:„Wie hat sich die Versorgung Ihres Stadtteils durch den Einzelhandel in den letzten Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Ist die Einzelhandelsversorgung insgesamt besser geworden, gleich geblieben oder schlechter geworden?” 136 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.05 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT DIENSTLEISTUNGEN sehr gutgutbefriedigendschlecht sehr schlecht insg. 4.625 8,5%55,9%25,1%8,1%2,3%3,01.395 9,2%56,8%24,0%8,0%2,0%3,21.419 10,2%61,4%19,7%7,6%1,2%3,61.453 12,1%55,8%21,9%8,3%1,8%3,42.376 11,3%55,0%22,8%9,2%1,7%3,21.460 14,6%55,1%21,7%7,3%1,4%3,72.223 Karlsruhe ins gesamt 201621,6%47,5%24,6%5,0%1,3%4,24.578 Geschlecht männlich18,8%48,4%26,1%5,6%1,2%3,92.253 weiblich24,2%46,7%23,1%4,5%1,4%4,42.216 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre28,3%47,9%20,5%2,7%0,5%5,0917 30 bis unter 45 Jahre25,2%46,5%23,1%4,4%0,8%4,61.076 45 bis unter 65 Jahre18,6%47,1%26,1%6,6%1,6%3,71.497 65 bis unter 80Jahre15,3%47,6%29,1%5,6%2,3%3,4793 80 Jahre und älter16,2%55,3%22,8%4,1%1,5%4,0199 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund20,8%47,4%25,0%5,3%1,5%4,03.134 deutsch mit Mi grationshintergrund23,8%49,2%21,9%4,3%0,7%4,6658 ausländisch23,8%45,1%25,6%4,7%0,8%4,3599 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)27,3%47,2%20,0%5,2%0,2%4,8486 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)15,3%53,7%26,4%4,0%0,6%4,0305 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)16,5%49,5%26,5%5,5%1,8%3,7254 Familien mit Kindern unter 18 Jahren23,8%46,4%24,7%4,0%1,1%4,4812 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren23,3%40,1%28,5%6,5%1,6%3,863 Wohn gemeinschaften27,4%45,5%26,4%0,6%--- 5,0173 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)26,4%49,0%20,8%2,8%1,1%4,8811 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)19,1%44,4%26,1%8,6%1,8%3,5842 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)15,1%48,8%28,4%5,3%2,4%3,4709 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren24,2%45,8%24,7%4,2%1,2%4,4904 keine Kinder unter 18 Jahren20,8%47,9%24,7%5,2%1,3%4,13.602 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss17,7%49,5%24,4%6,8%1,7%3,7619 Realschulabschluss/Mittlere Reife21,5%45,7%26,5%4,9%1,4%4,1819 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife22,0%49,7%23,5%4,2%0,6%4,4983 Hochschul-/Fachhochschulabschluss22,7%46,3%24,7%4,9%1,4%4,21.970 Erwerbsstatus ganztags berufstätig22,1%46,3%24,7%5,6%1,2%4,11.979 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt22,3%46,7%25,5%4,3%1,2%4,2558 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g27,4%48,8%20,9%2,5%0,4%5,0563 arbeitslos23,3%39,5%31,1%4,7%1,4%3,966 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit17,5%48,9%25,8%5,8%1,9%3,71.246 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro23,2%45,9%25,8%4,3%0,8%4,3764 1.000 bis unter 2.000 Euro21,7%48,4%23,9%4,7%1,4%4,21.788 2.000 bis unter 3.000 Euro20,3%49,0%23,8%5,2%1,6%4,11.097 3.000 Euro und mehr22,7%43,7%26,4%5,4%1,8%4,0412 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre24,8%48,3%22,0%3,9%1,0%4,61.329 5 bis unter 10 Jahre25,0%42,1%26,6%4,6%1,8%4,2765 10 bis unter 20 Jahre19,7%48,1%24,9%6,0%1,3%4,0881 20 Jahre und län ger18,3%49,2%25,8%5,5%1,2%3,91.572 1996 1999 2001 2002 2006 Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 1992 Durchschnitts- bewertung 1 Skala: -10 bis +10 Dienstleistungen F 5:„Wie beurteilen Sie die Dienstleistungen in Ihrem Stadtteil?” * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. 1 10 = alle sehr gut I -10 = alle sehr schlecht AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 137 Anhangtabelle 4.06 BEWERTUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT DIENSTLEISTUNGEN – STADTTEILERGEBNISSE sehr gutgutbefriedigendschlechtsehr schlecht insg. 4.625 8,5%55,9%25,1%8,1%2,3%3,01.395 9,2%56,8%24,0%8,0%2,0%3,21.419 10,2%61,4%19,7%7,6%1,2%3,61.453 12,1%55,8%21,9%8,3%1,8%3,42.376 11,3%55,0%22,8%9,2%1,7%3,21.460 14,6%55,1%21,7%7,3%1,4%3,72.223 Karlsruhe insgesamt 201621,6%47,5%24,6%5,0%1,3%4,24.578 Stadtteil Innenstadt-Ost37,3%40,3%18,6%2,6%1,2%5,571 Innenstadt-West49,0%39,6%9,7%0,8%0,8%6,8122 Südstadt19,4%49,8%25,1%5,0%0,7%4,1330 Südweststadt29,7%50,0%17,3%2,7%0,3%5,3362 Weststadt24,0%53,3%20,2%2,5% ---4,9332 Nordweststadt10,9%47,8%29,6%9,5%2,2%2,8185 Oststadt25,8%52,9%19,8%1,6% ---5,1254 Mühlburg40,4%45,5%12,4%1,3%0,4%6,2233 Daxlanden11,3%50,6%33,8%4,3% ---3,4161 Knielingen9,9%51,0%32,5%5,9%0,8%3,2119 Grünwinkel17,5%47,0%26,4%8,0%1,2%3,6159 Oberreut13,7%55,0%29,2%1,2%1,0%4,096 Beiertheim-Bulach14,1%38,9%34,5%11,6%0,9%2,7115 Weiherfeld-Dammerstock12,5%32,2%44,5%5,3%5,5%2,0107 Rüppurr21,7%54,7%19,0%4,0%0,6%4,6163 Waldstadt21,9%45,3%29,3%3,0%0,5%4,3190 Rintheim6,5%45,6%33,1%13,6%1,1%2,182 Hagsfeld10,6%48,1%34,0%4,9%2,3%3,0116 Durlach 35,4%47,2%12,3%2,4%2,7%5,5455 Grötzingen 18,2%53,1%24,4%2,9%1,4%4,2132 Stupferich9,4%47,6%36,5%6,5% ---3,044 Hohenwettersbach2,3%15,2%31,9%38,8%11,8%-2,152 Wolfartsweier5,8%32,7%49,8%11,7% ---1,648 Grünwettersbach12,5%42,3%37,0%6,5%1,6%2,957 Palmbach 3,3%36,9%36,5%20,2%3,1%0,930 Neureut17,0%52,3%24,8%4,3%1,7%3,9282 Nordstadt2,1%41,8%41,7%12,6%1,9%1,5151 1992 Dienstleistungen Befragte mit Antwort (gewichtet) Durchschnitts- bewertung 1 Skala: -10 bis +10 Anteile an den Befragten 1996 1999 2001 2002 2006 1 10 = alle sehr gut I -10 = alle sehr schlecht F 5:„Wie beurteilen Sie die Dienstleistungen in Ihrem Stadtteil?” 138 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.07 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT DIENSTLEISTUNGEN besser geworden gleich geblieben schlechter geworden Anteile an den Befragteninsg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201610,8%76,8%12,4%4.535 Geschlecht männlich9,2%78,1%12,7%2.230 weiblich12,2%75,5%12,2%2.197 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre9,5%86,8%3,7%898 30 bis unter 45 Jahre12,6%78,6%8,8%1.069 45 bis unter 65 Jahre10,2%72,1%17,7%1.487 65 bis unter 80Jahre11,0%71,4%17,6%791 80 Jahre und älter7,8%80,8%11,4%195 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund8,9%77,4%13,7%3.098 deutsch mit Mi grationshintergrund14,6%73,7%11,7%655 ausländisch16,1%77,2%6,7%596 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)10,3%85,0%4,6%478 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)12,4%70,5%17,1%301 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)10,3%75,8%13,9%249 Familien mit Kindern unter 18 Jahren11,7%77,1%11,2%808 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren17,1%73,6%9,3%63 Wohn gemeinschaften6,8%90,1%3,2%169 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)11,1%82,3%6,7%800 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)9,5%71,1%19,4%838 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)10,3%72,4%17,3%708 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren11,9%77,0%11,1%900 keine Kinder unter 18 Jahren10,4%76,8%12,8%3.563 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss12,3%71,6%16,0%614 Realschulabschluss/Mittlere Reife12,5%73,6%13,9%812 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife10,9%78,3%10,8%974 Hochschul-/Fachhochschulabschluss9,2%79,1%11,7%1.950 Erwerbsstatus ganztags berufstätig10,3%77,5%12,2%1.960 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt11,7%72,3%16,0%557 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g8,8%87,7%3,5%555 arbeitslos9,1%80,8%10,1%65 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit11,9%72,5%15,7%1.232 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro11,9%78,1%10,0%755 1.000 bis unter 2.000 Euro11,3%76,1%12,5%1.773 2.000 bis unter 3.000 Euro9,7%77,6%12,7%1.086 3.000 Euro und mehr8,6%78,0%13,5%405 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre9,8%85,3%4,9%1.289 5 bis unter 10 Jahre9,6%80,3%10,1%764 10 bis unter 20 Jahre12,4%75,5%12,1%883 20 Jahre und län ger11,5%68,7%19,8%1.572 Dienstleistungen Befragte mit Antwort (gewichtet) * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. 1 10 = alle sehr zufrieden I -10 = alle sehr unzufrieden F 6:„Wie hat sich die Versorgung Ihres Stadtteils mit Dienstleistungen in den letzten Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Ist die Dienstleistungsversorgung insgesamt besser geworden, gleich geblieben oder schlechter geworden?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 139 Anhangtabelle 4.08 WAHRGENOMMENE VERÄNDERUNG DER VERSORGUNG DES STADTTEILS MIT DIENSTLEISTUNGEN – STADTTEILERGEBNISSE besser geworden gleich geblieben schlechter geworden insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201610,8%76,8%12,4%4.535 Stadtteil Innenstadt-Ost12,7%79,3%8,0%71 Innenstadt-West11,8%86,5%1,7%122 Südstadt24,2%63,9%11,8%326 Südweststadt7,1%85,0%7,9%354 Weststadt12,2%76,5%11,4%326 Nordweststadt11,2%69,4%19,5%185 Oststadt10,9%81,9%7,2%253 Mühlburg13,9%80,7%5,4%233 Daxlanden5,6%76,4%17,9%159 Knielingen13,3%63,6%23,1%119 Grünwinkel24,5%68,8%6,7%158 Oberreut9,3%86,7%4,0%96 Beiertheim-Bulach1,9%88,0%10,1%114 Weiherfeld-Dammerstock3,7%67,2%29,1%106 Rüppurr6,3%77,5%16,2%159 Waldstadt4,8%82,0%13,2%191 Rintheim6,3%74,6%19,1%82 Hagsfeld1,0%81,8%17,1%115 Durlach 13,1%75,9%11,0%450 Grötzingen 10,2%70,1%19,7%131 Stupferich4,8%72,4%22,8%44 Hohenwettersbach3,5%79,7%16,8%52 Wolfartsweier ---68,3%31,7%46 Grünwettersbach ---85,4%14,6%57 Palmbach 10,0%61,7%28,3%29 Neureut10,7%80,1%9,2%279 Nordstadt12,6%79,8%7,5%151 Dienstleistungen Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 6:„Wie hat sich die Versorgung Ihres Stadtteils mit Dienstleistungen in den letzten Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Ist die Dienstleistungsversorgung insgesamt besser geworden, gleich geblieben oder schlechter geworden?” 140 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.09 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM LEBENSMITTELSUPERMARKT mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 42,5%34,2%11,6%1,8%5,3%4,7%2.400 40,8%34,6%11,9%2,0%4,1%6,5%2.239 Karlsruhe ins gesamt 201634,1%37,6%16,6%5,3%4,6%1,8%4.506 Geschlecht männlich33,3%37,4%17,3%5,6%4,7%1,7%2.205 weiblich35,0%37,7%15,9%5,0%4,6%1,8%2.195 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre35,8%32,7%20,7%5,8%3,6%1,3%919 30 bis unter 45 Jahre32,3%38,2%18,1%5,6%3,9%1,9%1.074 45 bis unter 65 Jahre32,2%39,1%16,3%5,6%5,2%1,7%1.481 65 bis unter 80 Jahre38,1%38,8%11,5%4,3%5,4%1,8%759 80 Jahre und älter38,0%38,0%10,6%3,4%6,7%3,4%181 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund33,7%39,8%16,0%5,0%4,0%1,5%3.088 deutsch mit Mi grationshintergrund36,1%30,6%18,5%6,5%6,3%2,0%651 ausländisch35,5%33,0%16,9%6,1%6,6%2,0%592 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)33,7%35,0%22,2%5,2%2,2%1,7%489 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)24,9%39,6%19,0%8,1%7,2%1,2%300 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)38,5%34,5%14,0%5,0%5,2%2,9%240 Familien mit Kindern unter 18 Jahren34,2%38,7%16,6%4,8%4,2%1,5%803 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren32,1%29,2%24,2%6,5%4,7%3,3%62 Wohn gemeinschaften39,3%34,0%15,6%6,5%3,3%1,2%172 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)31,9%35,8%19,4%6,5%4,9%1,5%812 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)35,1%38,5%15,4%4,9%4,3%1,8%839 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)37,8%40,1%10,7%3,5%5,9%1,9%671 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren34,2%37,9%17,1%4,9%4,2%1,7%895 keine Kinder unter 18 Jahren34,1%37,4%16,4%5,4%4,8%1,8%3.542 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss37,2%37,0%11,0%4,6%7,6%2,6%590 Realschulabschluss/Mittlere Reife34,0%37,1%16,9%4,4%6,0%1,6%806 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife33,8%36,0%17,5%5,9%5,2%1,7%973 Hochschul-/Fachhochschulabschluss33,9%38,3%17,8%5,6%3,0%1,4%1.960 Erwerbsstatus ganztags berufstätig29,7%40,4%18,3%5,7%4,1%1,9%1.975 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt38,8%33,3%16,5%4,8%6,0%0,5%551 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g39,5%30,8%21,2%5,6%2,5%0,4%563 arbeitslos30,6%27,6%14,6%13,5%7,8%5,9%66 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit37,4%38,0%11,8%4,4%6,0%2,3%1.191 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro35,4%33,3%16,4%5,6%7,0%2,3%743 1.000 bis unter 2.000 Euro32,9%37,4%17,7%5,7%4,7%1,7%1.754 2.000 bis unter 3.000 Euro35,6%38,1%16,5%4,6%3,9%1,3%1.091 3.000 Euro und mehr33,4%42,5%14,7%5,6%2,6%1,2%411 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre35,9%34,9%18,0%5,8%3,7%1,6%1.326 5 bis unter 10 Jahre31,1%37,9%18,7%6,3%4,2%1,8%758 10 bis unter 20 Jahre30,3%38,4%18,3%6,0%5,3%1,7%869 20 Jahre und län ger36,4%39,2%13,3%4,0%5,4%1,8%1.525 2006 Einkaufen in einem Lebensmittelsupermarkt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 7.3: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf zu einem Lebensmittelsupermarkt mit vollem Sortiment?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 141 Anhangtabelle 4.10 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM LEBENSMITTELSUPERMARKT – STADTTEILERGEBNISSE mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 42,5%34,2%11,6%1,8%5,3%4,7%2.400 40,8%34,6%11,9%2,0%4,1%6,5%2.239 Karlsruhe insgesamt 201634,1%37,6%16,6%5,3%4,6%1,8%4.506 Stadtteil Innenstadt-Ost59,8%15,4%20,1%1,7%1,5%1,5%69 Innenstadt-West35,5%37,9%21,9%2,3%0,8%1,6%125 Südstadt42,5%33,1%15,0%4,6%2,7%2,1%328 Südweststadt30,5%38,9%19,5%4,9%5,1%1,1%361 Weststadt38,6%33,7%16,6%5,0%4,8%1,3%325 Nordweststadt41,6%35,4%14,5%1,2%6,2%1,1%181 Oststadt32,7%39,0%16,6%8,2%3,1%0,4%253 Mühlburg28,6%36,8%22,4%4,6%5,9%1,7%232 Daxlanden19,9%38,3%18,3%8,4%9,4%5,7%156 Knielingen33,2%48,0%10,3%5,8%1,8%0,8%116 Grünwinkel26,1%29,0%17,0%7,4%14,0%6,4%151 Oberreut37,0%35,3%14,8%4,2%6,2%2,5%94 Beiertheim-Bulach12,7%38,8%28,8%5,2%12,6%1,8%113 Weiherfeld-Dammerstock12,5%40,0%23,8%12,4%6,4%4,9%104 Rüppurr15,5%38,2%21,8%9,5%11,9%3,1%156 Waldstadt47,1%34,7%9,3%5,6%1,6%1,7%186 Rintheim32,7%42,0%14,5%6,1%3,6%1,2%81 Hagsfeld35,7%38,4%19,0%3,6%2,4%0,9%116 Durlach 39,2%37,7%14,9%4,4%2,0%1,7%453 Grötzingen 51,0%37,4%9,3%1,5%0,7% ---131 Stupferich37,5%48,8%7,1%4,0%2,6% ---45 Hohenwettersbach24,6%55,4%12,2%1,9%4,0%1,9%49 Wolfartsweier22,8%52,0%16,6%4,2%4,4% ---48 Grünwettersbach31,6%43,0%9,9%10,6%4,9% ---57 Palmbach 52,4%39,2%8,4% --- --- ---28 Neureut35,9%41,4%14,2%6,1%2,3% ---282 Nordstadt28,7%36,8%23,5%6,2%2,8%2,0%143 Einkaufen in einem Lebensmittelsupermarkt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 2006 F 7.3: „ Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf zu einem Lebensmittelsupermarkt mit vollem Sortiment?” 142 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.11 LEBENSMITTEL EINKAUFEN BEI EINEM LEBENSMITTELDISCOUNTER mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 14,2%30,3%27,7%5,2%10,1%12,6%2.403 20,3%34,4%21,1%3,5%8,1%12,6%2.239 Karlsruhe ins gesamt 201625,1%37,0%17,1%6,9%8,0%5,7%4.529 Geschlecht männlich23,9%36,8%17,7%7,8%8,0%5,8%2.226 weiblich26,1%37,2%16,7%6,1%8,2%5,6%2.199 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre28,1%37,9%15,7%7,3%6,7%4,2%922 30 bis unter 45 Jahre22,8%36,5%17,4%7,6%8,9%6,8%1.078 45 bis unter 65 Jahre23,9%36,6%17,8%7,4%8,1%6,1%1.484 65 bis unter 80 Jahre26,5%37,4%17,3%4,8%8,2%5,7%767 80 Jahre und älter24,9%36,8%18,9%6,5%9,2%3,8%187 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund21,2%38,1%18,5%7,5%8,8%6,0%3.105 deutsch mit Mi grationshintergrund32,2%35,8%15,2%5,8%6,9%4,1%660 ausländisch35,6%33,2%13,0%6,2%5,6%6,4%589 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)25,1%36,3%15,0%7,7%10,7%5,2%484 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)22,4%34,3%19,6%8,1%9,3%6,2%300 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)26,3%30,2%15,0%7,3%13,2%7,9%239 Familien mit Kindern unter 18 Jahren26,7%38,5%15,7%7,2%6,6%5,3%812 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren37,0%36,1%15,9%4,9%3,0%3,1%63 Wohn gemeinschaften21,3%34,8%17,3%11,8%8,2%6,7%174 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)25,0%36,7%17,6%7,4%7,5%5,8%818 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)23,0%37,4%18,4%6,6%8,1%6,5%834 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)25,6%39,9%18,5%4,6%6,8%4,5%688 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren27,3%38,5%15,5%7,3%6,1%5,2%907 keine Kinder unter 18 Jahren24,4%36,6%17,6%6,9%8,6%5,9%3.553 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss31,9%41,2%15,7%3,7%5,1%2,3%599 Realschulabschluss/Mittlere Reife29,1%39,8%14,7%4,7%7,7%4,0%809 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife26,9%37,6%16,4%7,0%6,2%5,9%978 Hochschul-/Fachhochschulabschluss20,0%34,4%19,1%9,1%10,1%7,3%1.961 Erwerbsstatus ganztags berufstätig20,3%36,3%18,5%8,4%9,6%7,0%1.974 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt24,8%39,2%17,1%5,7%7,8%5,5%557 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g30,5%37,7%14,8%7,7%5,8%3,5%563 arbeitslos41,9%29,1%12,1%6,3%3,0%7,6%65 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit28,9%37,9%16,4%5,2%6,9%4,6%1.209 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro36,8%38,0%11,4%5,1%5,0%3,6%749 1.000 bis unter 2.000 Euro27,3%38,5%17,2%7,0%6,2%3,8%1.776 2.000 bis unter 3.000 Euro17,1%36,8%20,8%7,0%10,9%7,3%1.094 3.000 Euro und mehr11,7%28,2%21,7%10,7%14,8%12,7%406 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre25,9%36,3%17,0%6,7%8,5%5,5%1.325 5 bis unter 10 Jahre23,6%34,7%17,6%8,8%8,3%7,0%760 10 bis unter 20 Jahre25,9%34,9%16,1%8,1%7,3%7,8%877 20 Jahre und län ger24,7%40,1%17,5%5,6%7,9%4,3%1.538 2006 Einkaufen bei einem Lebensmitteldiscounter Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 7.4: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf zu einem Lebensmitteldiscounter?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 143 Anhangtabelle 4.12 LEBENSMITTEL EINKAUFEN BEI EINEM LEBENSMITTELDISCOUNTER – STADTTEILERGEBNISSE mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 14,2%30,3%27,7%5,2%10,1%12,6%2.403 20,3%34,4%21,1%3,5%8,1%12,6%2.239 Karlsruhe insgesamt 2016 25,1%37,0%17,1%6,9%8,0%5,7% 4.529 Stadtteil Innenstadt-Ost19,8%37,2%18,6%8,5%7,3%8,6%71 Innenstadt-West25,6%31,4%14,7%7,8%13,2%7,2%124 Südstadt22,2%30,9%16,3%8,5%11,9%10,2%326 Südweststadt25,6%30,9%18,8%5,6%9,5%9,5%365 Weststadt22,9%28,1%22,3%7,9%11,4%7,4%325 Nordweststadt39,1%28,5%19,5%3,9%6,1%2,9%183 Oststadt23,4%37,9%15,8%8,4%8,7%5,8%251 Mühlburg26,8%35,5%18,4%6,7%8,8%3,9%232 Daxlanden23,9%47,6%15,4%5,2%5,3%2,5%158 Knielingen27,8%41,7%20,7%4,0%4,9%0,8%120 Grünwinkel35,3%37,1%10,0%9,6%4,9%3,1%158 Oberreut31,8%37,2%16,1%6,7%5,0%3,2%96 Beiertheim-Bulach34,1%39,9%13,3%4,2%4,2%4,3%112 Weiherfeld-Dammerstock13,9%40,2%21,3%4,6%10,6%9,4%107 Rüppurr32,7%35,8%16,0%6,0%4,7%4,7%161 Waldstadt22,3%37,0%17,5%10,3%9,2%3,7%186 Rintheim23,2%50,9%10,9%5,1%1,2%8,6%80 Hagsfeld18,4%36,3%23,4%7,1%7,9%6,9%116 Durlach 20,5%40,4%17,5%6,8%9,2%5,7%450 Grötzingen 34,3%33,3%15,8%5,5%6,0%5,1%129 Stupferich19,0%39,2%19,9%8,8%8,7%4,4%44 Hohenwettersbach23,2%46,8%11,3%9,7%3,5%5,4%52 Wolfartsweier12,6%43,6%19,4%10,0%8,6%5,9%47 Grünwettersbach15,6%46,0%14,4%6,7%12,3%5,1%57 Palmbach 10,2%53,1%26,9%6,5%3,3% ---30 Neureut24,5%46,8%15,5%4,7%5,2%3,2%279 Nordstadt27,3%45,2%10,1%7,4%6,2%3,9%148 Einkaufen bei einem Lebensmitteldiscounter Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 2006 F 7.4: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf zu einem Lebensmitteldiscounter?” 144 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.13 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM KLEINEN LEBENSMITTELLADEN mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 55,8%23,4%6,5%1,3%8,3%4,8%2.398 21,0%19,5%12,9%3,8%15,4%27,4%2.230 Karlsruhe ins gesamt 201610,1%13,5%17,3%12,8%26,2%20,1%4.400 Geschlecht männlich9,2%12,8%16,0%13,2%28,3%20,5%2.164 weiblich10,8%14,2%18,7%12,6%24,0%19,7%2.131 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre3,9%7,5%18,7%16,1%31,4%22,4%919 30 bis unter 45 Jahre6,0%13,7%22,4%15,8%25,5%16,6%1.073 45 bis unter 65 Jahre11,9%16,4%18,2%12,5%24,7%16,3%1.448 65 bis unter 80 Jahre17,7%14,6%8,5%6,6%25,6%26,9%702 80 Jahre und älter20,8%15,5%7,7%5,4%16,7%33,9%170 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund8,8%13,1%16,7%13,5%26,8%21,1%2.997 deutsch mit Mi grationshintergrund10,3%14,1%16,8%13,0%25,7%20,2%647 ausländisch14,1%15,3%23,1%10,1%23,9%13,5%585 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)4,0%7,9%21,3%12,7%30,3%23,8%486 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)8,9%13,4%15,0%15,0%29,0%18,8%294 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)20,1%15,2%8,1%3,8%21,6%31,2%221 Familien mit Kindern unter 18 Jahren9,9%16,5%23,8%14,2%23,2%12,4%804 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren6,3%15,5%16,8%12,5%25,6%23,2%62 Wohn gemeinschaften3,6%11,7%13,9%18,1%32,6%20,2%174 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)3,9%9,7%20,1%18,2%28,1%20,0%811 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)12,9%16,7%16,9%11,4%25,0%17,1%812 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)17,8%14,0%8,8%7,4%24,9%27,1%627 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren9,9%16,3%22,9%13,7%23,5%13,8%898 keine Kinder unter 18 Jahren10,1%12,8%15,9%12,6%26,8%21,8%3.433 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss16,0%13,2%8,8%7,9%26,1%28,0%550 Realschulabschluss/Mittlere Reife10,1%14,2%13,6%9,2%27,3%25,7%781 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife7,7%11,1%19,0%12,0%30,4%19,9%965 Hochschul-/Fachhochschulabschluss8,8%14,2%20,9%16,6%24,0%15,4%1.931 Erwerbsstatus ganztags berufstätig6,9%15,5%19,9%14,9%25,4%17,4%1.952 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt11,7%15,0%20,5%12,1%24,2%16,5%541 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g4,4%6,8%17,7%16,3%32,6%22,1%565 arbeitslos9,1%4,3%15,6%15,3%29,2%26,5%64 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit16,6%13,3%11,9%8,5%25,4%24,4%1.124 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro9,7%10,9%16,3%12,5%28,2%22,5%733 1.000 bis unter 2.000 Euro10,7%12,2%17,5%12,5%25,8%21,2%1.715 2.000 bis unter 3.000 Euro8,6%15,2%17,9%13,6%26,9%17,7%1.065 3.000 Euro und mehr9,4%16,1%20,0%16,7%20,3%17,5%406 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre6,0%12,2%18,7%16,8%28,0%18,4%1.316 5 bis unter 10 Jahre8,6%13,8%20,8%13,1%26,0%17,8%751 10 bis unter 20 Jahre11,1%15,3%21,4%11,5%22,7%18,0%858 20 Jahre und län ger13,6%13,5%12,1%9,9%26,6%24,4%1.452 Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2006 2001 Einkaufen in einem kleinen Lebensmittelladen * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 7.1: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf in einen kleinen Lebensmittelladen? ” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 145 Anhangtabelle 4.14 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM KLEINEN LEBENSMITTELLADEN – STADTTEILERGEBNISSE mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 55,8%23,4%6,5%1,3%8,3%4,8%2.398 21,0%19,5%12,9%3,8%15,4%27,4%2.230 Karlsruhe insgesamt 201610,1%13,5%17,3%12,8%26,2%20,1%4.400 Stadtteil Innenstadt-Ost12,7%12,8%18,1%14,9%24,0%17,5%69 Innenstadt-West2,5%20,3%18,4%16,6%26,1%16,1%121 Südstadt11,5%16,5%22,6%13,2%20,3%15,9%327 Südweststadt7,2%12,7%27,5%17,3%23,8%11,4%359 Weststadt8,3%14,2%19,9%13,0%29,9%14,7%319 Nordweststadt5,5%11,1%13,3%8,7%30,7%30,8%173 Oststadt5,8%9,6%17,0%17,2%30,8%19,6%247 Mühlburg13,4%20,5%21,5%11,1%22,3%11,1%230 Daxlanden12,6%12,6%10,1%13,7%22,5%28,6%149 Knielingen8,2%8,7%8,9%10,0%22,1%42,2%114 Grünwinkel6,5%7,4%18,2%11,3%25,3%31,4%150 Oberreut8,8%12,7%14,4%11,4%26,4%26,3%94 Beiertheim-Bulach6,2%12,3%20,0%12,6%28,6%20,4%109 Weiherfeld-Dammerstock16,6%15,8%19,8%10,7%19,8%17,4%106 Rüppurr11,7%19,7%14,7%10,0%30,4%13,5%153 Waldstadt8,9%14,7%15,3%14,9%29,4%16,8%182 Rintheim5,4%13,0%10,4%12,8%32,9%25,4%78 Hagsfeld12,5%14,5%13,6%8,6%28,9%21,9%114 Durlach 13,5%14,6%17,2%10,2%29,5%14,9%435 Grötzingen 6,1%8,7%11,9%21,5%24,4%27,3%123 Stupferich22,1%8,8%14,6%13,8%22,5%18,2%42 Hohenwettersbach4,0%17,7%3,9%16,3%26,6%31,5%48 Wolfartsweier12,8%23,6%22,1%13,8%9,0%18,7%44 Grünwettersbach21,7%6,9%8,6%14,0%25,9%22,9%57 Palmbach 10,5%6,7%10,9%22,3%30,0%19,7%27 Neureut7,8%7,8%11,1%11,7%29,8%31,7%274 Nordstadt11,0%13,4%26,1%10,1%22,3%17,1%144 Einkaufen in einem kleinen Lebensmittelladen Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 2006 F 7.1: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf in einen kleinen Lebensmittelladen?” 146 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.15 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM DROGERIEMARKT MIT LEBENSMITTELANGEBOT mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 Karlsruhe ins gesamt 20166,3%25,4%41,3%12,2%8,8%6,0%4.492 Geschlecht männlich4,2%22,3%39,6%15,5%11,0%7,4%2.188 weiblich8,2%28,5%43,2%9,1%6,5%4,6%2.200 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre6,3%21,5%44,6%13,4%8,2%6,0%922 30 bis unter 45 Jahre9,5%33,1%39,1%11,5%4,1%2,8%1.075 45 bis unter 65 Jahre5,3%24,7%43,4%12,4%9,7%4,6%1.480 65 bis unter 80 Jahre4,5%21,0%39,0%12,5%12,4%10,7%750 80 Jahre und älter2,9%19,5%35,1%9,8%15,5%17,2%176 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund5,9%24,9%41,8%12,0%9,2%6,2%3.077 deutsch mit Mi grationshintergrund6,2%24,7%42,8%14,2%7,2%4,9%657 ausländisch8,2%27,7%39,7%11,9%7,8%4,7%583 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)5,1%17,7%45,2%16,6%8,8%6,6%487 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)3,8%17,2%44,8%14,4%13,5%6,3%298 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)4,0%17,7%31,9%11,3%18,7%16,4%234 Familien mit Kindern unter 18 Jahren12,8%39,9%34,1%7,8%3,5%2,0%808 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren8,2%32,7%44,8%11,1%--- 3,1%63 Wohn gemeinschaften4,0%12,6%45,3%18,9%10,9%8,2%170 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)5,8%27,6%45,2%11,7%6,0%3,7%817 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)4,9%22,8%44,6%13,0%10,1%4,6%835 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)4,3%21,4%40,4%12,3%11,1%10,5%664 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren12,2%39,3%35,2%8,0%3,2%2,1%903 keine Kinder unter 18 Jahren4,8%21,6%43,0%13,4%10,1%7,1%3.521 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss6,7%22,0%39,4%11,4%12,3%8,2%576 Realschulabschluss/Mittlere Reife7,2%24,5%41,7%12,0%9,5%5,1%803 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife6,5%25,5%41,1%13,2%7,7%5,9%978 Hochschul-/Fachhochschulabschluss5,7%26,3%42,7%12,4%8,0%5,0%1.958 Erwerbsstatus ganztags berufstätig5,4%26,4%43,5%13,1%7,5%4,1%1.970 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt10,4%30,4%40,8%9,1%6,5%2,8%555 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g4,8%18,7%45,4%16,0%8,5%6,7%565 arbeitslos6,2%15,1%40,1%15,4%15,8%7,3%63 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit6,8%24,4%37,3%10,7%11,8%8,9%1.178 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro8,1%20,6%41,7%13,7%8,9%7,0%735 1.000 bis unter 2.000 Euro5,8%25,9%41,5%12,5%8,8%5,5%1.757 2.000 bis unter 3.000 Euro5,5%27,1%42,8%12,1%7,5%5,0%1.091 3.000 Euro und mehr4,8%20,7%41,7%11,9%12,6%8,2%409 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre7,0%25,2%41,6%13,3%7,7%5,3%1.326 5 bis unter 10 Jahre9,1%27,3%41,5%10,9%6,9%4,3%753 10 bis unter 20 Jahre5,4%26,8%43,0%11,5%8,0%5,3%867 20 Jahre und län ger4,9%23,9%40,3%12,1%10,9%7,9%1.523 Einkaufen in einem Drogeriemarkt mit Lebensmittelangebot Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 7.6: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf in einen Drogeriemarkt mit Lebensmittelangebot?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 147 Anhangtabelle 4.16 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM DROGERIEMARKT MIT LEBENSMITTELANGEBOT – STADTTEILERGEBNISSE mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 20166,3%25,4%41,3%12,2%8,8%6,0%4.492 Stadtteil Innenstadt-Ost3,9%23,0%40,7%20,0%9,8%2,7%71 Innenstadt-West11,5%25,0%39,3%14,5%6,9%2,9%123 Südstadt6,4%23,9%45,9%11,5%7,4%4,9%323 Südweststadt6,4%26,9%44,1%12,6%6,9%3,1%360 Weststadt4,8%27,8%39,3%13,0%10,1%4,9%327 Nordweststadt6,9%28,4%35,9%12,8%10,1%5,9%180 Oststadt6,1%20,3%45,6%13,2%8,9%5,9%250 Mühlburg12,5%31,3%39,1%8,1%7,0%2,0%235 Daxlanden4,7%27,0%42,6%9,3%10,5%5,9%150 Knielingen4,4%30,5%33,8%11,1%11,7%8,5%116 Grünwinkel11,2%27,3%39,3%10,7%7,1%4,4%154 Oberreut6,7%23,7%38,2%11,6%7,2%12,5%96 Beiertheim-Bulach6,7%30,5%39,5%9,7%9,8%3,9%110 Weiherfeld-Dammerstock4,0%16,0%50,0%8,3%9,2%12,4%103 Rüppurr2,1%17,0%41,8%16,6%12,5%10,0%155 Waldstadt6,3%28,3%43,1%7,8%9,0%5,5%187 Rintheim7,5%22,8%36,9%14,9%10,6%7,3%81 Hagsfeld3,4%22,8%38,3%18,4%8,6%8,6%116 Durlach 6,7%26,9%40,4%12,2%7,8%6,1%449 Grötzingen 2,8%12,2%41,2%16,1%14,9%12,8%129 Stupferich2,2%17,4%56,3%4,2%10,7%9,2%43 Hohenwettersbach6,3%21,9%49,4%18,7% ---3,8%50 Wolfartsweier3,9%27,3%48,2%10,6%8,1%1,9%48 Grünwettersbach5,8%29,1%29,5%14,3%14,3%7,0%56 Palmbach ---13,9%57,5%25,4% ---3,3%28 Neureut7,3%29,6%41,5%9,1%7,5%4,9%283 Nordstadt6,6%30,5%43,3%9,7%6,0%3,9%148 Einkaufen in einem Drogeriemarkt mit Lebensmittelangebot Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 7.6: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf in einen Drogeriemarkt mit Lebensmittelangebot?” 148 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.17 LEBENSMITTEL EINKAUFEN AUF DEM WOCHENMARKT ODER AN EINEM MARKTSTAND mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 12,8%28,9%13,3%5,2%16,2%23,7%2.394 8,0%24,6%15,4%5,9%17,1%28,9%2.234 Karlsruhe ins gesamt 20164,6%19,3%16,4%16,5%25,0%18,1%4.306 Geschlecht männlich4,1%17,3%15,4%15,9%25,9%21,4%2.095 weiblich5,3%21,1%17,5%17,0%24,2%15,0%2.109 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre2,3%6,4%12,4%21,4%28,7%28,9%891 30 bis unter 45 Jahre3,1%16,3%18,6%18,2%24,7%19,0%1.040 45 bis unter 65 Jahre5,4%22,6%17,9%16,0%24,6%13,6%1.408 65 bis unter 80 Jahre8,1%30,5%16,2%10,3%22,3%12,7%711 80 Jahre und älter6,1%32,1%15,2%6,7%23,0%17,0%167 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund4,8%20,7%16,5%16,8%24,8%16,4%2.952 deutsch mit Mi grationshintergrund4,2%13,4%17,2%16,3%25,8%23,1%627 ausländisch3,6%16,5%16,5%15,8%26,5%21,1%560 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)--- 6,5%10,7%20,3%28,3%34,2%472 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)2,6%14,5%18,8%15,1%28,0%21,1%284 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)9,4%30,5%13,3%8,5%22,0%16,3%221 Familien mit Kindern unter 18 Jahren5,1%20,6%20,1%18,6%23,4%12,2%780 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren1,7%16,3%6,9%16,2%38,2%20,7%60 Wohn gemeinschaften3,7%6,0%9,6%23,7%25,6%31,4%167 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)3,5%11,0%17,3%20,3%27,2%20,7%787 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)6,2%25,9%17,7%14,7%23,4%12,2%789 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)7,1%31,3%16,9%9,6%22,0%13,0%631 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren4,9%19,7%18,7%18,3%24,6%13,8%872 keine Kinder unter 18 Jahren4,6%19,2%15,8%15,9%25,2%19,2%3.365 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss3,8%25,1%13,4%11,2%27,0%19,5%548 Realschulabschluss/Mittlere Reife4,5%21,0%16,2%13,2%26,7%18,4%751 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife3,5%14,3%14,9%17,9%27,4%22,0%943 Hochschul-/Fachhochschulabschluss5,5%18,7%18,3%19,1%22,9%15,5%1.891 Erwerbsstatus ganztags berufstätig3,3%17,2%17,0%18,1%25,6%18,8%1.885 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt5,1%21,5%20,6%16,1%24,5%12,2%527 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g2,3%6,1%10,7%20,8%29,7%30,4%552 arbeitslos--- 12,2%7,7%25,3%24,2%30,6%62 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit8,0%27,7%16,9%11,8%22,9%12,7%1.124 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro3,2%12,5%11,4%16,0%30,0%26,9%713 1.000 bis unter 2.000 Euro4,5%18,5%16,9%16,1%25,7%18,3%1.684 2.000 bis unter 3.000 Euro4,4%21,5%19,4%17,3%24,0%13,5%1.035 3.000 Euro und mehr5,9%23,0%14,9%20,4%20,5%15,2%399 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre2,4%9,8%16,3%19,6%27,4%24,6%1.278 5 bis unter 10 Jahre4,0%20,0%16,2%18,7%25,5%15,5%729 10 bis unter 20 Jahre5,5%19,8%17,3%17,2%24,6%15,7%833 20 Jahre und län ger6,4%26,8%16,0%12,4%23,3%15,1%1.440 2006 Einkaufen auf dem Wochenmarkt oder an einem Marktstand Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 7.2: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf auf den Wochenmarkt oder an einen Marktstand?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 149 Anhangtabelle 4.18 LEBENSMITTEL EINKAUFEN AUF DEM WOCHENMARKT ODER AN EINEM MARKTSTAND – STADTTEILERGEBNISSE mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 12,8%28,9%13,3%5,2%16,2%23,7%2.394 8,0%24,6%15,4%5,9%17,1%28,9%2.234 Karlsruhe insgesamt 20164,6%19,3%16,4%16,5%25,0%18,1%4.306 Stadtteil Innenstadt-Ost7,0%10,7%10,6%18,6%29,6%23,6%67 Innenstadt-West8,2%18,2%14,1%21,8%21,6%16,0%120 Südstadt2,3%17,9%16,7%18,0%21,1%24,0%318 Südweststadt5,3%16,0%20,5%17,9%24,7%15,6%349 Weststadt13,5%28,4%19,6%14,5%13,8%10,1%310 Nordweststadt4,2%25,6%17,9%15,3%19,1%17,9%179 Oststadt0,9%7,4%12,7%20,5%36,4%22,2%240 Mühlburg5,2%21,0%16,6%20,4%23,3%13,6%219 Daxlanden1,6%20,8%12,6%13,8%27,9%23,3%147 Knielingen1,8%11,2%15,1%13,9%24,8%33,2%110 Grünwinkel2,0%10,0%10,9%16,3%35,2%25,6%150 Oberreut1,4%11,3%17,5%11,3%26,5%31,9%86 Beiertheim-Bulach1,7%16,4%17,0%18,8%29,3%16,9%106 Weiherfeld-Dammerstock6,6%28,4%20,5%12,5%17,3%14,7%103 Rüppurr9,2%34,6%10,6%15,5%22,9%7,3%154 Waldstadt6,0%29,2%17,2%17,6%20,8%9,3%176 Rintheim1,6%6,3%9,5%11,8%37,1%33,8%75 Hagsfeld2,6%19,6%16,7%14,6%23,1%23,5%110 Durlach 7,7%20,8%15,9%15,9%25,6%14,0%434 Grötzingen 0,8%14,7%17,7%23,9%29,2%13,7%122 Stupferich2,1%4,7%16,6%13,5%39,6%23,5%42 Hohenwettersbach1,9%11,9%15,6%13,6%27,9%29,1%49 Wolfartsweier ---16,2%21,4%11,9%25,5%25,1%40 Grünwettersbach ---11,1%18,7%12,4%43,0%14,8%54 Palmbach 7,4%7,8%11,3%12,1%35,9%25,5%25 Neureut1,1%17,9%17,0%19,4%24,4%20,2%271 Nordstadt2,0%21,6%23,2%12,2%25,8%15,3%140 Einkaufen auf dem Wochenmarkt oder an einem Marktstand Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 2006 F 7.2: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf auf den Wochenmarkt oder an einen Marktstand?” 150 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.19 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM BIO-SUPERMARKT mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 Karlsruhe ins gesamt 20164,3%10,7%15,8%15,6%26,3%27,3%4.457 Geschlecht männlich3,5%9,4%14,4%14,5%27,3%31,0%2.187 weiblich5,0%12,2%17,3%16,4%25,7%23,4%2.167 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre1,8%7,1%16,0%17,8%25,7%31,6%918 30 bis unter 45 Jahre5,1%12,3%20,6%20,0%23,7%18,3%1.078 45 bis unter 65 Jahre6,2%13,6%15,8%15,2%26,4%22,8%1.469 65 bis unter 80 Jahre2,8%8,0%11,5%9,1%30,7%37,9%735 80 Jahre und älter2,4%4,8%5,5%3,6%29,7%53,9%167 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund4,5%10,8%16,4%15,6%26,5%26,2%3.060 deutsch mit Mi grationshintergrund3,2%11,8%14,3%15,0%26,6%29,1%649 ausländisch4,4%9,4%15,8%16,1%25,6%28,7%581 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)2,2%7,3%14,6%15,6%24,5%35,8%489 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)5,1%10,4%12,0%14,6%25,3%32,6%296 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)4,9%8,2%10,9%7,2%29,0%39,7%231 Familien mit Kindern unter 18 Jahren7,3%16,3%19,9%17,5%23,9%15,1%807 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren9,1%6,4%20,8%13,2%32,5%18,0%63 Wohn gemeinschaften4,3%10,5%15,5%16,7%24,5%28,5%172 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)2,8%8,7%19,7%22,4%24,2%22,3%814 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)5,4%12,8%16,3%15,2%28,2%22,2%827 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)1,7%7,0%10,3%8,4%31,2%41,3%647 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren7,1%15,2%20,0%17,1%24,7%15,9%902 keine Kinder unter 18 Jahren3,5%9,6%14,8%15,1%26,8%30,2%3.487 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss1,0%6,2%9,5%9,0%27,9%46,4%558 Realschulabschluss/Mittlere Reife3,6%9,2%11,2%11,0%33,7%31,2%795 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife3,1%9,3%16,3%16,0%28,0%27,2%975 Hochschul-/Fachhochschulabschluss6,0%13,5%19,7%19,3%22,3%19,1%1.956 Erwerbsstatus ganztags berufstätig4,9%11,8%17,5%18,0%25,3%22,3%1.962 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt6,3%17,6%19,2%17,2%22,9%16,8%557 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g2,0%6,0%15,0%17,6%26,2%33,2%564 arbeitslos6,1%3,4%12,7%15,0%20,4%42,4%63 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit3,4%8,2%12,6%9,9%30,4%35,5%1.156 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro2,5%4,7%13,4%13,8%27,4%38,3%732 1.000 bis unter 2.000 Euro3,6%10,9%14,8%14,8%27,8%28,1%1.738 2.000 bis unter 3.000 Euro5,2%12,1%17,3%18,0%25,8%21,5%1.081 3.000 Euro und mehr6,2%14,9%19,1%17,3%21,5%21,0%414 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre4,1%9,8%17,6%18,8%24,7%25,1%1.324 5 bis unter 10 Jahre5,9%12,7%18,9%15,8%24,0%22,7%753 10 bis unter 20 Jahre5,6%13,2%17,9%14,7%25,7%23,0%866 20 Jahre und län ger2,9%9,0%11,5%13,4%29,3%33,9%1.491 Einkaufen in einem Bio-Supermarkt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 7.7: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf in einen Bio-Supermarkt?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 151 Anhangtabelle 4.20 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM BIO-SUPERMARKT – STADTTEILERGEBNISSE mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 20164,3%10,7%15,8%15,6%26,3%27,3%4.457 Stadtteil Innenstadt-Ost2,7%12,0%11,3%10,0%28,1%35,9%71 Innenstadt-West8,7%13,4%25,9%17,1%17,0%17,8%124 Südstadt8,7%13,9%22,2%15,1%20,0%20,1%326 Südweststadt7,6%13,3%17,4%17,3%26,1%18,3%355 Weststadt8,0%16,1%17,6%18,1%21,7%18,5%325 Nordweststadt3,0%8,5%11,5%14,9%27,5%34,7%177 Oststadt3,3%12,4%17,3%20,7%19,3%26,9%251 Mühlburg2,5%10,1%17,0%17,7%26,9%25,8%231 Daxlanden ---7,5%15,0%13,2%29,6%34,7%154 Knielingen0,9%5,1%5,0%12,1%32,6%44,3%114 Grünwinkel5,0%9,3%14,6%13,8%24,7%32,7%151 Oberreut ---5,0%13,0%14,8%25,6%41,5%96 Beiertheim-Bulach1,7%11,6%20,3%13,7%26,7%26,0%110 Weiherfeld-Dammerstock2,0%13,8%18,2%15,4%26,3%24,3%103 Rüppurr1,2%12,2%20,5%15,4%30,4%20,3%157 Waldstadt2,6%10,5%17,0%16,6%26,9%26,4%184 Rintheim7,7%11,5%17,1%12,1%26,2%25,4%78 Hagsfeld3,3%15,5%11,9%17,5%27,8%23,9%113 Durlach 2,5%8,8%12,5%15,4%31,9%29,0%442 Grötzingen 3,9%3,2%16,1%12,8%26,5%37,5%127 Stupferich ---6,4%21,8%13,9%24,2%33,7%43 Hohenwettersbach7,9%2,0%16,9%26,0%27,9%19,3%51 Wolfartsweier ---2,1%12,3%16,0%27,4%42,3%45 Grünwettersbach1,7%11,9%10,6%20,8%30,0%24,9%56 Palmbach ---6,5%11,1%17,3%46,2%18,9%28 Neureut1,7%8,5%12,1%12,7%31,8%33,2%280 Nordstadt10,4%11,4%13,5%17,3%25,0%22,4%147 Einkaufen in einem Bio-Supermarkt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 7.7: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmitteleinkauf in einen Bio-Supermarkt ?” 152 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.21 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM GROSSEN VERBRAUCHERMARKT mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 6,0%16,9%26,1%10,1%19,6%21,3%2.393 6,1%15,2%23,0%9,1%15,9%30,7%2.233 Karlsruhe ins gesamt 20163,2%16,1%22,3%18,9%24,2%15,3%4.435 Geschlecht männlich3,1%17,3%24,1%19,6%22,7%13,2%2.184 weiblich3,3%14,5%20,7%18,3%25,6%17,6%2.150 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre2,3%14,1%24,0%25,5%21,2%12,8%914 30 bis unter 45 Jahre3,6%15,9%26,2%20,9%20,8%12,6%1.075 45 bis unter 65 Jahre3,1%17,7%20,9%18,0%25,4%14,8%1.460 65 bis unter 80 Jahre4,0%15,7%20,1%11,4%28,1%20,8%731 80 Jahre und älter2,4%12,6%13,2%11,4%32,9%27,5%169 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund2,7%15,9%20,8%19,1%24,9%16,6%3.036 deutsch mit Mi grationshintergrund4,2%16,3%23,5%19,0%25,2%11,9%650 ausländisch4,3%15,2%30,1%19,2%19,9%11,3%579 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)3,4%9,8%22,1%25,1%23,7%16,0%485 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)2,9%15,3%17,9%19,8%28,1%16,0%293 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)3,3%10,1%12,0%10,8%30,4%33,4%224 Familien mit Kindern unter 18 Jahren2,9%18,9%26,7%18,1%19,6%13,8%804 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren--- 14,4%24,0%20,5%28,3%12,8%62 Wohn gemeinschaften0,7%3,2%20,3%27,9%27,5%20,4%172 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)3,4%19,1%26,0%23,6%18,2%9,8%808 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)3,6%17,5%21,0%17,6%26,8%13,3%827 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)4,0%16,7%21,1%11,9%28,2%18,1%650 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren2,7%18,4%26,5%18,7%20,0%13,7%898 keine Kinder unter 18 Jahren3,3%15,3%21,3%19,0%25,3%15,8%3.472 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss5,0%19,4%23,2%13,2%25,4%13,8%566 Realschulabschluss/Mittlere Reife5,0%19,3%24,1%15,6%24,0%12,0%792 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife3,2%15,7%22,5%22,0%22,4%14,2%973 Hochschul-/Fachhochschulabschluss1,9%13,5%21,7%20,9%24,7%17,3%1.934 Erwerbsstatus ganztags berufstätig3,2%17,7%23,5%20,5%22,7%12,5%1.955 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt3,9%13,6%22,1%19,2%24,1%17,1%550 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g1,0%11,6%24,3%26,6%21,2%15,3%562 arbeitslos5,1%17,5%18,1%24,4%30,5%4,4%62 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit3,8%15,8%20,6%12,5%28,1%19,1%1.155 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro2,9%15,5%23,2%19,5%23,9%15,1%727 1.000 bis unter 2.000 Euro3,7%16,1%22,8%19,0%24,0%14,5%1.730 2.000 bis unter 3.000 Euro2,7%15,5%22,0%19,8%24,1%15,8%1.085 3.000 Euro und mehr1,4%14,5%20,4%18,8%26,5%18,3%408 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre2,6%12,9%25,6%22,9%21,6%14,3%1.313 5 bis unter 10 Jahre2,8%16,2%21,4%19,9%25,9%13,9%746 10 bis unter 20 Jahre2,9%18,1%22,3%19,2%21,3%16,2%852 20 Jahre und län ger4,1%17,6%20,1%14,9%27,1%16,3%1.499 2006 Einkaufen in einem großen Verbrauchermarkt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 7.5: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmittel- einkauf in einen großen Verbraucher- markt auch mit anderem Sortiment?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 153 Anhangtabelle 4.22 LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN EINEM GROSSEN VERBRAUCHERMARKT – STADTTEILERGEBNISSE mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 6,0%16,9%26,1%10,1%19,6%21,3%2.393 6,1%15,2%23,0%9,1%15,9%30,7%2.233 Karlsruhe insgesamt 20163,2%16,1%22,3%18,9%24,2%15,3%4.435 Stadtteil Innenstadt-Ost2,8%7,1%23,2%17,5%28,1%21,2%69 Innenstadt-West3,4%6,4%27,4%16,9%26,0%19,9%122 Südstadt1,5%7,9%21,2%22,8%25,2%21,3%324 Südweststadt2,0%13,5%21,4%20,4%25,6%17,1%358 Weststadt1,6%14,9%17,3%17,3%28,8%20,0%324 Nordweststadt1,1%14,6%27,5%13,4%21,0%22,3%179 Oststadt3,3%11,4%17,9%26,9%28,1%12,3%252 Mühlburg4,9%27,9%21,5%19,7%16,9%9,1%227 Daxlanden8,3%29,4%24,3%16,2%15,4%6,4%152 Knielingen0,9%16,3%29,1%15,0%22,4%16,3%115 Grünwinkel11,7%37,0%18,9%10,0%16,6%5,7%151 Oberreut10,3%26,7%19,7%21,0%15,8%6,5%93 Beiertheim-Bulach4,3%34,8%24,0%16,8%11,5%8,6%112 Weiherfeld-Dammerstock1,8%19,4%29,7%15,5%20,3%13,3%104 Rüppurr4,4%29,1%29,9%15,2%11,6%9,8%157 Waldstadt1,5%11,7%23,1%17,3%28,2%18,2%185 Rintheim6,4%19,2%31,1%16,6%21,3%5,4%79 Hagsfeld5,1%18,2%28,9%22,2%14,1%11,5%113 Durlach 1,8%14,8%19,9%24,1%26,1%13,3%433 Grötzingen 1,7%7,0%24,6%22,3%27,2%17,2%129 Stupferich8,7%10,9%25,8%7,1%38,5%9,1%42 Hohenwettersbach7,3%21,1%20,5%17,3%17,6%16,3%52 Wolfartsweier2,7%28,3%22,0%15,7%20,6%10,6%44 Grünwettersbach1,7%12,8%32,5%14,7%17,6%20,7%55 Palmbach ---7,5%24,7%25,5%35,5%6,9%27 Neureut1,5%5,8%15,1%18,8%36,5%22,4%277 Nordstadt1,4%7,6%24,7%20,1%28,2%18,1%146 2006 Einkaufen in einem großen Verbrauchermarkt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 F 7.5: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmittel- einkauf in einen großen Verbraucher- markt auch mit anderem Sortiment?” 154 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.23 LEBENSMITTEL EINKAUFEN DIREKT AUF DEM BAUERNHOF/BEIM ERZEUGER/HOFLADEN mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 0,5%2,3%3,8%4,9%12,4%76,0%2.391 0,9%2,8%4,9%6,0%11,2%74,1%2.233 Karlsruhe ins gesamt 20160,9%3,6%6,5%10,3%26,1%52,6%4.465 Geschlecht männlich0,6%3,4%6,1%10,6%25,0%54,2%2.192 weiblich1,1%3,8%7,0%10,0%27,2%50,8%2.173 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre0,5%1,7%3,9%6,2%20,1%67,7%922 30 bis unter 45 Jahre0,2%3,2%6,6%13,1%29,2%47,7%1.076 45 bis unter 65 Jahre1,1%4,6%7,9%12,0%29,4%45,1%1.478 65 bis unter 80 Jahre1,6%4,8%6,7%8,9%24,3%53,7%732 80 Jahre und älter1,8%2,9%8,8%5,9%18,8%61,8%172 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund1,0%3,9%7,0%10,9%26,8%50,4%3.064 deutsch mit Mi grationshintergrund0,3%3,1%5,9%9,0%23,8%57,9%655 ausländisch0,3%3,0%5,2%8,8%26,2%56,5%579 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)--- 1,2%2,2%3,7%20,8%72,1%486 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)--- 2,2%3,8%8,8%25,2%60,1%297 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)0,4%4,6%5,4%4,9%20,2%64,3%223 Familien mit Kindern unter 18 Jahren0,3%4,5%9,2%17,0%30,2%38,9%813 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren1,5%1,5%1,9%11,2%24,8%59,1%63 Wohn gemeinschaften1,2%0,7%2,7%4,0%19,3%72,1%172 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)0,4%2,4%5,5%10,5%26,2%55,0%814 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)1,7%5,5%9,3%11,2%30,4%41,8%833 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)2,1%4,5%7,7%9,4%23,7%52,5%655 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren0,4%4,3%8,6%16,3%29,5%41,0%908 keine Kinder unter 18 Jahren1,0%3,5%6,0%8,7%25,3%55,5%3.491 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss1,1%4,9%6,6%8,9%22,3%56,2%569 Realschulabschluss/Mittlere Reife1,0%3,9%6,6%10,2%26,7%51,6%796 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife0,5%3,1%6,8%9,3%24,3%56,1%979 Hochschul-/Fachhochschulabschluss1,0%3,4%6,5%11,4%28,1%49,6%1.951 Erwerbsstatus ganztags berufstätig0,7%3,6%6,5%12,3%28,5%48,5%1.972 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt0,5%4,7%8,4%12,7%30,7%43,0%554 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g0,4%1,2%3,9%4,4%19,1%71,0%565 arbeitslos1,5%4,5%3,2%3,2%21,0%66,6%62 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit1,5%4,4%7,2%9,4%23,9%53,5%1.159 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro0,4%2,2%4,7%5,6%20,0%67,1%734 1.000 bis unter 2.000 Euro0,8%3,3%6,7%9,6%26,0%53,6%1.740 2.000 bis unter 3.000 Euro0,9%4,1%7,0%12,7%30,2%45,1%1.091 3.000 Euro und mehr1,8%3,4%7,5%11,3%26,5%49,5%413 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre0,5%2,0%4,6%8,4%25,1%59,4%1.320 5 bis unter 10 Jahre0,5%3,5%5,9%12,0%29,0%49,1%755 10 bis unter 20 Jahre1,1%4,2%7,6%10,4%26,9%49,8%870 20 Jahre und län ger1,3%4,8%7,9%11,1%25,1%49,8%1.498 2006 Einkaufen direkt auf dem Bauernhof/beim Erzeuger/Hofladen Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 7.8: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmittel- einkauf direkt zum Bauernhof/zum Erzeuger/Hofladen?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 155 Anhangtabelle 4.24 LEBENSMITTEL EINKAUFEN DIREKT AUF DEM BAUERNHOF/BEIM ERZEUGER/HOFLADEN – STADTTEILERGEBNISSE mehrmals pro Woche einmal pro Woche 1- bis 2-mal pro Monat mehrmals pro Jahr seltenernie insg. 4.625 0,5%2,3%3,8%4,9%12,4%76,0%2.391 0,9%2,8%4,9%6,0%11,2%74,1%2.233 Karlsruhe insgesamt 20160,9%3,6%6,5%10,3%26,1%52,6%4.465 Stadtteil Innenstadt-Ost1,3% ---4,1%3,9%29,4%61,3%70 Innenstadt-West ---1,0%1,6%9,5%15,3%72,6%122 Südstadt ---1,6%4,7%7,9%24,2%61,6%326 Südweststadt ---1,6%5,5%8,6%29,0%55,3%357 Weststadt0,6%2,5%3,0%7,5%26,8%59,7%321 Nordweststadt0,7%2,2%4,0%4,3%28,7%60,2%179 Oststadt ---2,0%3,0%7,2%22,8%64,9%252 Mühlburg1,4%2,1%1,7%11,7%24,2%58,9%231 Daxlanden ---5,0%5,8%9,7%26,3%53,2%154 Knielingen ---1,6%7,4%11,1%25,7%54,3%115 Grünwinkel1,3%1,4%6,5%6,4%27,4%57,0%153 Oberreut ---3,1%7,0%8,2%13,2%68,5%97 Beiertheim-Bulach ---1,8%8,7%10,8%32,0%46,6%112 Weiherfeld-Dammerstock ---3,7%15,9%9,9%27,0%43,4%105 Rüppurr1,8%10,5%12,4%17,7%25,7%31,8%156 Waldstadt1,5%2,6%4,3%14,6%28,0%49,0%185 Rintheim ---1,2%3,8%10,0%26,9%58,2%80 Hagsfeld ---6,0%10,5%12,8%25,3%45,4%114 Durlach 3,0%8,6%9,0%10,7%26,5%42,1%443 Grötzingen ---5,7%11,7%14,0%27,7%40,8%130 Stupferich --- ---11,9%19,2%31,5%37,5%44 Hohenwettersbach3,9%3,7%13,2%16,9%26,4%35,9%50 Wolfartsweier5,9%14,0%17,1%10,3%21,5%31,3%46 Grünwettersbach ---8,6%7,3%12,2%34,4%37,7%56 Palmbach ---7,2%28,5%8,1%18,2%38,1%27 Neureut0,7%3,5%6,3%12,6%31,5%45,3%279 Nordstadt0,6%1,9%5,3%17,6%27,3%47,3%147 Einkaufen direkt auf dem Bauernhof/beim Erzeuger/Hofladen Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 2006 F 7.8: „Wie oft gehen Sie zum Lebensmittel- einkauf direkt zum Bauernhof/zum Erzeuger/Hofladen?” 156 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.25 FEHLENDE LEBENSMITTELANGEBOTE neinja insg. 4.625 Karlsruhe ins gesamt 201668,9%31,1%4.571 Geschlecht männlich71,3%28,7%2.242 weiblich66,5%33,5%2.222 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre71,3%28,7%924 30 bis unter 45 Jahre61,6%38,4%1.082 45 bis unter 65 Jahre66,1%33,9%1.500 65 bis unter 80 Jahre78,2%21,8%778 80 Jahre und älter83,3%16,7%194 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund67,4%32,6%3.128 deutsch mit Mi grationshintergrund69,4%30,6%660 ausländisch74,7%25,3%599 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)70,6%29,4%488 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)70,9%29,1%305 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)82,4%17,6%248 Familien mit Kindern unter 18 Jahren60,7%39,3%817 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren62,2%37,8%63 Wohn gemeinschaften75,2%24,8%174 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)65,6%34,4%818 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)66,0%34,0%847 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)77,8%22,2%696 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren61,0%39,0%911 keine Kinder unter 18 Jahren70,8%29,2%3.588 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss76,3%23,7%607 Realschulabschluss/Mittlere Reife72,2%27,8%816 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife70,3%29,7%985 Hochschul-/Fachhochschulabschluss64,0%36,0%1.979 Erwerbsstatus ganztags berufstätig64,7%35,3%1.989 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt62,9%37,1%562 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g71,7%28,3%568 arbeitslos74,1%25,9%66 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit76,0%24,0%1.225 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro76,7%23,3%761 1.000 bis unter 2.000 Euro70,0%30,0%1.776 2.000 bis unter 3.000 Euro65,3%34,7%1.103 3.000 Euro und mehr63,5%36,5%416 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre66,9%33,1%1.336 5 bis unter 10 Jahre64,6%35,4%768 10 bis unter 20 Jahre65,5%34,5%883 20 Jahre und län ger74,3%25,7%1.556 Fehlen Lebensmittelangebote im Stadtteil Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 12: „Gibt es Lebensmittelangebote, die Sie in Ihrem Stadtteil oder Ihrer Wohnumgebung vermissen? ” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 157 Anhangtabelle 4.26 FEHLENDE LEBENSMITTELANGEBOTE – STADTTEILERGEBNISSE neinja insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201668,9%31,1%4.571 Stadtteil Innenstadt-Ost84,8%15,2%71 Innenstadt-West78,6%21,4%125 Südstadt72,4%27,6%329 Südweststadt71,3%28,7%363 Weststadt73,7%26,3%332 Nordweststadt68,2%31,8%183 Oststadt70,0%30,0%256 Mühlburg73,3%26,7%236 Daxlanden68,7%31,3%158 Knielingen69,2%30,8%119 Grünwinkel75,9%24,1%159 Oberreut60,3%39,7%98 Beiertheim-Bulach47,6%52,4%114 Weiherfeld-Dammerstock46,8%53,2%106 Rüppurr70,5%29,5%165 Waldstadt75,5%24,5%191 Rintheim55,4%44,6%81 Hagsfeld67,8%32,2%117 Durlach 73,2%26,8%454 Grötzingen 77,9%22,1%129 Stupferich32,4%67,6%45 Hohenwettersbach26,3%73,7%52 Wolfartsweier59,2%40,8%46 Grünwettersbach62,9%37,1%57 Palmbach 83,8%16,2%29 Neureut69,2%30,8%283 Nordstadt50,0%50,0%147 Fehlen Lebensmittelangebote im Stadtteil Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 12: „Gibt es Lebensmittelangebote, die Sie in Ihrem Stadtteil oder Ihrer Wohnumgebung vermissen? ” 158 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.27 FEHLENDE GESCHÄFTE – ANTWORTEN MIT EINEM ANTEIL VON ÜBER 5 % MetzgerBioladen Supermarkt Discounter Wochen- markt Drogerie- markt Bäcker insg. 4.625 Karlsruhe ins gesamt 201621,5%20,3%12,9%11,7%9,8%8,5%7,7%937 Geschlecht männlich21,4%17,5%16,2%12,5%7,4%4,8%8,1%415 weiblich21,8%22,6%10,3%11,1%11,9%11,6%7,5%503 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre12,1%17,2%16,7%17,8%10,9%10,9%5,2%206 30 bis unter 45 Jahre14,4%23,2%15,1%12,3%11,3%8,1%8,1%290 45 bis unter 65 Jahre29,6%22,8%10,1%6,5%10,1%5,6%8,3%316 65 bis unter 80 Jahre35,0%12,4%11,8%14,5%2,8%6,9%9,6%94 80 Jahre und älter 1 33,3%--- --- --- 6,7%46,7%13,3%15 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund22,6%22,0%13,0%10,5%10,6%7,8%8,2%706 deutsch mit Mi grationshintergrund17,2%13,7%15,7%15,6%9,3%12,6%6,1%129 ausländisch16,5%17,5%9,8%17,4%5,3%5,6%8,0%73 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)16,5%20,0%18,3%17,8%6,9%4,7%5,9%109 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)23,3%16,7%6,7%6,7%13,3%--- 10,0%56 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)29,3%14,7%--- 7,1%3,5%15,6%8,1%25 Familien mit Kindern unter 18 Jahren17,5%29,5%13,3%10,3%8,7%9,9%8,1%224 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren15,8%21,5%--- 22,5%22,0%23,9%5,3%18 Wohn gemeinschaften12,5%15,2%20,2%15,8%16,1%8,3%--- 28 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)12,1%19,7%15,7%15,1%12,9%9,3%6,7%212 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)35,8%16,8%10,6%3,9%10,1%6,1%8,9%167 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)35,4%9,8%13,7%14,6%3,4%10,7%11,0%82 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren17,0%28,8%13,0%11,0%9,5%10,7%8,2%246 keine Kinder unter 18 Jahren23,0%17,2%13,1%11,9%10,1%7,6%7,5%679 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss36,2%8,5%9,2%11,2%6,7%12,2%9,5%83 Realschulabschluss/Mittlere Reife24,3%15,5%11,4%15,6%6,8%11,2%9,7%156 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife19,9%16,9%10,8%11,3%8,7%12,2%6,2%196 Hochschul-/Fachhochschulabschluss18,3%25,5%15,6%10,6%12,2%5,0%7,6%479 Erwerbsstatus ganztags berufstätig19,5%20,5%13,8%12,4%10,8%5,3%7,2%472 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt20,3%28,2%13,8%8,0%11,9%7,1%10,1%136 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g13,5%17,4%14,6%15,3%11,5%11,5%4,9%122 arbeitslos 2 --- --- --- --- --- --- --- 11 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit34,5%15,1%11,1%10,8%4,3%13,2%10,3%174 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro20,4%14,6%11,9%13,3%8,6%14,1%7,5%111 1.000 bis unter 2.000 Euro22,3%17,9%11,1%14,6%12,0%7,3%8,2%373 2.000 bis unter 3.000 Euro20,7%26,2%15,6%9,6%9,3%7,7%7,0%265 3.000 Euro und mehr21,9%25,0%18,5%4,6%7,0%4,6%6,9%86 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre13,0%17,8%16,2%16,9%13,3%6,4%5,5%306 5 bis unter 10 Jahre17,3%27,8%10,7%11,8%9,4%10,3%5,5%186 10 bis unter 20 Jahre22,9%22,5%12,8%6,8%11,8%6,9%9,9%196 20 Jahre und län ger33,9%16,4%10,8%8,8%4,2%11,0%10,5%246 Fehlende Geschäfte Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. 1 Eingeschränkt aussagekräftig, da Datenbasis zu gering. 2 Keine Angaben möglich, da Datenbasis zu gering. F 12: „Gibt es Lebensmittelangebote, die Sie in Ihrem Stadtteil oder Ihrer Wohnumgebung vermissen? ” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 159 Anhangtabelle 4.28 FEHLENDE GESCHÄFTE – ANTWORTEN MIT EINEM ANTEIL VON ÜBER 5 % – STADTTEILERGEBNISSE MetzgerBioladen Supermarkt Discounter Wochen- markt Drogerie- markt Bäcker insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201621,5%20,3%12,9%11,7%9,8%8,5%7,7%937 Stadtteil Innenstadt-Ost 2 --- --- --- --- --- --- ---7 Innenstadt-West 1 35,6% ---14,5%7,0%7,0%6,9%8,1%15 Südstadt34,6%13,7%9,1%18,8%7,9%3,0%5,6%71 Südweststadt9,5%23,5%18,0%7,6%20,2%1,4%6,6%72 Weststadt6,2%11,2%15,3%13,5% ---10,7%4,0%48 Nordweststadt26,4%34,6%7,6%8,0% ---9,3%9,1%42 Oststadt23,5%3,5%10,0%13,4%27,4%10,2%6,5%63 Mühlburg8,6%36,9%12,9% ---10,3% --- ---32 Daxlanden14,8%4,7%14,7%20,3%3,7%8,3%10,7%25 Knielingen46,1%19,0%2,9%6,9% --- ---6,3%31 Grünwinkel41,2%9,7%6,0% ---8,5% ---24,6%32 Oberreut28,2%14,3% ---43,7%9,2%19,7% ---21 Beiertheim-Bulach22,0%33,6%4,9%4,3%14,1%11,1%4,1%48 Weiherfeld-Dammerstock2,8%5,6%33,9%30,9% ---16,4%2,8%36 Rüppurr5,9%9,3%15,8%12,7% ---49,6%12,6%30 Waldstadt11,3%12,0%11,2%17,1%5,6%6,0%11,2%35 Rintheim27,0%10,8%19,2%3,6%14,4%4,5%26,4%26 Hagsfeld22,9%34,8%11,3%14,8%25,8%15,2%10,8%20 Durlach 27,2%27,5%7,5%16,2%4,1%1,5%3,8%77 Grötzingen 11,1%5,1% ---20,3%10,7%28,2%6,8%18 Stupferich 1 34,6%11,2%59,9% --- ---11,5%6,2%16 Hohenwettersbach ---4,5%71,3% --- --- ---4,8%20 Wolfartsweier 2 --- --- --- --- --- --- ---10 Grünwettersbach 2 --- --- --- --- --- --- ---12 Palmbach 2 --- --- --- --- --- --- ---4 Neureut11,0%52,5%1,9%3,5%11,6%6,7%5,9%53 Nordstadt39,1%36,6%7,8%3,7%19,9%2,2%7,8%54 Fehlende Geschäfte Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 12: „Gibt es Lebensmittelangebote, die Sie in Ihrem Stadtteil oder Ihrer Wohnumgebung vermissen? ” 1 Eingeschränkt aussagekräftig, da Datenbasis zu gering. 2 Keine Angaben möglich, da Datenbasis zu gering. 160 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.29 LAGE DES BEVORZUGTEN GESCHÄFTS FÜR DEN TÄGLICHEN BEDARF 1 in Ihrem Stadtteil oder Nachbar- stadtteil in der Innenstadt im Zentrum von Mühlburg im Zentrum von Durlach in einem anderen Stadtteil Karlsruhes außerhalb Karlsruhes insg. 4.625 81,6%8,0%1,3%1,6%5,4%2,1%2.398 73,4%6,2%1,8%2,1%13,8%2,7%2.237 Karlsruhe ins gesamt 201679,3%4,7%1,4%1,9%8,7%4,0%4.604 Geschlecht männlich80,0%4,0%1,2%1,9%8,5%4,4%2.257 weiblich78,6%5,4%1,4%1,9%9,0%3,6%2.238 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre81,6%6,4%1,0%0,9%6,7%3,3%923 30 bis unter 45 Jahre79,2%3,7%0,7%1,3%10,6%4,6%1.087 45 bis unter 65 Jahre78,0%4,7%1,2%1,8%10,4%3,9%1.506 65 bis unter 80 Jahre78,4%4,7%2,9%3,9%5,8%4,2%795 80 Jahre und älter84,2%3,1%1,0%2,6%5,6%3,6%198 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund78,6%4,0%1,4%2,1%9,3%4,5%3.152 deutsch mit Mi grationshintergrund81,1%4,5%0,9%1,9%8,4%3,3%666 ausländisch80,9%8,8%1,5%0,8%6,0%1,9%600 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)80,9%7,7%0,7%0,9%8,1%1,8%490 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)75,8%8,0%1,2%0,9%10,1%4,0%306 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)77,9%5,8%3,0%4,4%6,2%2,7%253 Familien mit Kindern unter 18 Jahren78,2%3,7%0,6%1,2%10,2%6,0%818 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren81,1%7,5%--- 3,5%8,0%--- 64 Wohn gemeinschaften88,3%7,2%0,7%--- 3,8%--- 174 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)79,7%3,8%1,1%1,1%9,8%4,5%818 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)78,3%3,4%1,4%2,6%10,4%3,9%849 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)80,2%3,8%2,2%3,4%5,9%4,5%710 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren78,6%4,1%0,5%1,5%9,9%5,4%914 keine Kinder unter 18 Jahren79,4%4,9%1,6%2,0%8,4%3,6%3.617 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss78,9%3,4%3,0%2,9%7,0%4,8%617 Realschulabschluss/Mittlere Reife80,1%3,7%1,8%1,9%8,1%4,5%822 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife81,1%4,8%1,2%1,3%8,4%3,2%992 Hochschul-/Fachhochschulabschluss78,1%5,7%0,7%1,8%9,7%4,0%1.988 Erwerbsstatus ganztags berufstätig78,1%3,9%1,1%1,6%10,8%4,6%1.995 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt77,0%5,9%1,0%1,4%10,3%4,4%565 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g85,0%6,9%1,0%0,4%5,3%1,4%566 arbeitslos80,1%10,5%1,8%1,4%4,8%1,4%66 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit79,5%4,5%2,1%3,4%6,5%4,1%1.244 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro80,3%6,9%1,5%1,8%7,1%2,2%766 1.000 bis unter 2.000 Euro81,0%3,9%1,4%1,4%8,1%4,2%1.802 2.000 bis unter 3.000 Euro78,6%4,5%0,9%1,9%9,4%4,7%1.104 3.000 Euro und mehr75,5%4,7%0,9%3,4%11,9%3,5%416 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre79,3%6,6%1,0%1,1%8,3%3,7%1.339 5 bis unter 10 Jahre81,6%3,6%0,8%1,1%9,6%3,4%771 10 bis unter 20 Jahre77,5%5,3%1,1%2,5%10,3%3,3%889 20 Jahre und län ger79,3%3,3%2,1%2,7%7,7%4,9%1.573 2006 Das Lebensmittelgeschäft in dem Sie einkaufen, liegt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 1 Befragte in den Stadtteilen Innenstadt-Ost, -West, Mühlburg und Durlach wurden der Rubrik „im Stadtteil" zugeordnet , wenn sie Innenstadt beziehungsweise Mühlburg oder Durlach als bevorzugten Einkaufsort angegeben hatten. * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 8:„Wo liegt das Lebensmittelgeschäft, in dem Sie am häufigsten einkaufen? ” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 161 Anhangtabelle 4.30 LAGE DES BEVORZUGTEN GESCHÄFTS FÜR DEN TÄGLICHEN BEDARF 1 – STADTTEILERGEBNISSE in Ihrem Stadtteil oder Nachbar- stadtteil in der Innenstadt im Zentrum von Mühlburg im Zentrum von Durlach in einem anderen Stadtteil Karlsruhes außerhalb Karlsruhes insg. 4.625 81,6%8,0%1,3%1,6%5,4%2,1%2.398 73,4%6,2%1,8%2,1%13,8%2,7%2.237 Karlsruhe insgesamt 201679,3%4,7%1,4%1,9%8,7%4,0%4.604 Stadtteil Innenstadt-Ost98,7% --- --- ---1,3% ---71 Innenstadt-West89,2% --- --- ---8,3%2,5%125 Südstadt87,3%5,5%0,3% ---6,2%0,6%332 Südweststadt77,7%9,0%0,3% ---12,4%0,5%366 Weststadt73,9%7,5%5,1%0,3%13,2% ---333 Nordweststadt85,6%5,7%2,5%0,6%4,9%0,6%185 Oststadt91,0%4,7%0,4%0,8%2,8%0,4%255 Mühlburg83,0%5,6% ---0,4%10,9% ---236 Daxlanden85,0%0,6%5,5% ---8,3%0,6%161 Knielingen85,2%3,4%3,3% ---5,7%2,4%120 Grünwinkel90,8%0,6%4,8% ---3,2%0,6%160 Oberreut82,8%4,1%1,0% ---10,1%2,0%98 Beiertheim-Bulach87,0%5,1%0,8% ---6,1%1,0%114 Weiherfeld-Dammerstock45,5%12,5%3,8% ---32,0%6,1%107 Rüppurr60,6%3,5% --- ---12,5%23,4%164 Waldstadt80,2%3,1% ---1,6%8,3%6,8%191 Rintheim76,0%7,2% ---2,4%14,5% ---83 Hagsfeld77,0%5,5% --- ---9,1%8,4%118 Durlach 93,8%1,7% --- ---3,0%1,5%458 Grötzingen 82,3%3,1% ---9,8%4,7% ---130 Stupferich10,2%5,2% ---10,6%6,1%67,8%45 Hohenwettersbach19,0%4,1% ---46,0%17,0%14,0%52 Wolfartsweier45,9%6,8% ---29,9%15,3%2,1%48 Grünwettersbach35,3%1,5%1,6%5,2%13,5%42,9%57 Palmbach 39,1%3,4%3,1% ---3,1%51,4%30 Neureut89,3%1,4%0,3% ---6,7%2,2%285 Nordstadt64,3%15,9%1,4%1,4%14,2%2,8%150 2006 Das Lebensmittelgeschäft in dem Sie einkaufen, liegt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 F 8:„Wo liegt das Lebensmittelgeschäft, in dem Sie am häufigsten einkaufen? ” 1 Befragte in den Stadtteilen Innenstadt-Ost, -West, Mühlburg und Durlach wurden der Rubrik „im Stadtteil" zugeordnet , wenn sie Innenstadt beziehungsweise Mühlburg oder Durlach als bevorzugten Einkaufsort angegeben hatten. 162 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.31 ZEITAUFWAND ZUM MEISTGENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT Minuten insg. 4.625 Karlsruhe ins gesamt 20169,64.564 Geschlecht männlich9,02.251 weiblich10,22.208 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre8,8924 30 bis unter 45 Jahre8,31.087 45 bis unter 65 Jahre9,31.496 65 bis unter 80 Jahre11,6773 80 Jahre und älter14,6192 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund9,23.131 deutsch mit Mi grationshintergrund9,6661 ausländisch11,2595 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)8,3490 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)10,0302 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)12,7245 Familien mit Kindern unter 18 Jahren8,1818 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren9,764 Wohn gemeinschaften7,0173 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)9,0820 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)9,6847 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)12,1690 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren8,4914 keine Kinder unter 18 Jahren9,93.580 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss12,9604 Realschulabschluss/Mittlere Reife9,9812 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife8,8988 Hochschul-/Fachhochschulabschluss8,71.984 Erwerbsstatus ganztags berufstätig8,71.991 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt9,4562 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g8,1566 arbeitslos13,466 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit11,51.220 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro11,2758 1.000 bis unter 2.000 Euro9,81.781 2.000 bis unter 3.000 Euro8,31.101 3.000 Euro und mehr8,3416 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre8,81.336 5 bis unter 10 Jahre8,9770 10 bis unter 20 Jahre9,9883 20 Jahre und län ger10,41.550 Befragte mit Antwort (gewichtet) Mittelwert * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 11: „Welche Zeit müssen Sie in aller Regel aufwenden, um von Ihrer Wohnung dieses meistgenutzte Lebensmittelgeschäft zu erreichen? ” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 163 Anhangtabelle 4.32 ZEITAUFWAND ZUM MEISTGENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT – STADTTEILERGEBNISSE Minuten insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 20169,64.564 Stadtteil Innenstadt-Ost10,071 Innenstadt-West8,6125 Südstadt7,8329 Südweststadt9,2362 Weststadt8,6331 Nordweststadt10,1184 Oststadt8,3255 Mühlburg10,4235 Daxlanden9,7159 Knielingen10,2118 Grünwinkel7,1157 Oberreut9,797 Beiertheim-Bulach8,5112 Weiherfeld-Dammerstock14,5106 Rüppurr11,7162 Waldstadt9,3190 Rintheim10,483 Hagsfeld10,5117 Durlach 9,1452 Grötzingen 8,2131 Stupferich19,645 Hohenwettersbach14,252 Wolfartsweier13,447 Grünwettersbach10,257 Palmbach 12,130 Neureut8,7284 Nordstadt9,9149 Befragte mit Antwort (gewichtet) Mittelwert F 11: „Welche Zeit müssen Sie in aller Regel aufwenden, um von Ihrer Wohnung dieses meistgenutzte Lebensmittelgeschäft zu erreichen? ” 164 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.33 FORTBEWEGUNGSMITTEL ZUM AM HÄUFIGSTEN GENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT gehe zu FußFahrradAuto Straßenbahn/ Bus werde mitgenommen Sonstiges insg. 4.625 32,5%18,5%28,1%15,6%5,0%0,3%1.414 4,3%10,0%52,6%20,0%12,8%0,3%1.436 3,0%6,3%58,8%20,3%11,1%0,4%2.327 Karlsruhe ins gesamt 201626,0%27,3%40,7%4,9%0,7%0,4%4.610 Geschlecht männlich25,6%27,2%43,2%3,4%0,3%0,3%2.259 weiblich26,6%27,6%38,1%6,2%1,1%0,4%2.242 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre35,2%30,9%26,4%6,3%1,2%0,1%925 30 bis unter 45 Jahre26,9%23,8%45,9%3,0%--- 0,4%1.087 45 bis unter 65 Jahre19,8%29,7%46,5%3,4%0,4%0,3%1.508 65 bis unter 80 Jahre24,3%25,1%42,1%6,9%1,1%0,6%795 80 Jahre und älter30,6%21,4%32,7%10,2%3,6%1,5%198 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund23,6%29,5%42,5%3,4%0,6%0,4%3.156 deutsch mit Mi grationshintergrund26,7%21,8%45,1%4,7%1,1%0,6%666 ausländisch36,7%23,9%27,0%11,4%0,7%0,3%601 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)36,6%31,3%24,0%7,2%0,7%0,2%490 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)27,5%29,4%34,9%6,7%0,6%0,9%306 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)31,8%25,4%28,4%12,5%1,2%0,7%255 Familien mit Kindern unter 18 Jahren21,2%26,7%49,7%2,0%0,1%0,2%818 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren30,7%21,2%38,1%8,4%--- 1,6%64 Wohn gemeinschaften41,2%45,9%6,9%5,4%0,6%--- 174 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)29,0%24,5%42,1%3,5%0,7%0,3%820 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)17,7%27,8%51,0%3,1%0,3%0,1%851 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)22,5%24,3%45,2%5,8%1,5%0,8%710 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren21,9%26,9%48,0%2,6%0,2%0,3%914 keine Kinder unter 18 Jahren27,0%27,5%38,9%5,4%0,8%0,4%3.623 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss22,9%21,7%43,9%8,7%1,9%0,9%617 Realschulabschluss/Mittlere Reife22,5%22,2%49,1%4,5%1,0%0,7%824 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife28,3%27,9%38,4%4,8%0,5%0,1%992 Hochschul-/Fachhochschulabschluss26,5%31,8%37,8%3,4%0,3%0,2%1.990 Erwerbsstatus ganztags berufstätig23,1%25,4%48,7%2,2%0,3%0,2%1.996 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt21,2%33,2%40,9%4,2%0,2%0,3%565 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g37,8%36,4%15,9%8,3%1,3%0,4%568 arbeitslos36,7%25,5%22,9%14,9%--- --- 66 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit26,2%24,9%39,9%7,1%1,4%0,6%1.247 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro31,2%29,2%26,2%10,9%1,8%0,7%765 1.000 bis unter 2.000 Euro26,2%28,5%39,8%4,4%0,7%0,4%1.800 2.000 bis unter 3.000 Euro22,2%26,1%49,2%2,1%0,4%--- 1.108 3.000 Euro und mehr22,4%28,3%47,5%0,9%--- 0,9%416 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre34,3%28,1%30,7%6,1%0,6%0,2%1.341 5 bis unter 10 Jahre28,5%27,0%39,7%3,8%0,7%0,3%769 10 bis unter 20 Jahre22,9%30,4%41,2%4,3%0,7%0,5%891 20 Jahre und län ger19,7%25,0%49,4%4,5%0,9%0,6%1.577 2001 Fortbewegungsmittel für Einkäufe Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 1996 1992 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 9:„Welches Fortbewegungsmittel nutzen Sie hauptsächlich, um dieses am häufigsten genutzte Lebensmittelgeschäft zu erreichen?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 165 Anhangtabelle 4.34 FORTBEWEGUNGSMITTEL ZUM AM HÄUFIGSTEN GENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT – STADTTEILERGEBNISSE gehe zu FußFahrradAuto Straßenbahn/ Bus werde mitgenommen Sonstiges insg. 4.625 32,5%18,5%28,1%15,6%5,0%0,3%1.414 4,3%10,0%52,6%20,0%12,8%0,3%1.436 3,0%6,3%58,8%20,3%11,1%0,4%2.327 Karlsruhe insgesamt 201626,0%27,3%40,7%4,9%0,7%0,4%4.610 Stadtteil Innenstadt-Ost58,8%17,2%16,8%7,2% --- ---71 Innenstadt-West45,4%35,9%17,9% --- ---0,8%125 Südstadt41,0%34,9%20,5%3,3%0,3% ---332 Südweststadt33,1%37,2%23,4%5,7% ---0,6%367 Weststadt35,5%35,5%24,4%4,6% --- ---333 Nordweststadt18,1%26,3%45,4%9,1%1,1% ---185 Oststadt34,4%31,4%26,7%6,2%1,3% ---254 Mühlburg39,2%25,3%31,2%3,5%0,8% ---238 Daxlanden13,6%21,1%57,8%4,2%2,7%0,6%161 Knielingen11,6%21,4%63,6%3,4% --- ---121 Grünwinkel20,9%20,7%50,9%5,5%1,5%0,6%161 Oberreut28,4%12,4%45,7%9,3%4,2% ---97 Beiertheim-Bulach24,5%33,1%39,7%1,8%0,9% ---112 Weiherfeld-Dammerstock3,6%24,4%62,9%7,5% ---1,7%108 Rüppurr12,3%32,8%49,7%4,1%0,6%0,6%166 Waldstadt29,4%30,1%36,3%3,5% ---0,6%192 Rintheim5,1%31,9%51,4%10,3%1,2% ---83 Hagsfeld18,1%25,8%50,8%5,3% --- ---118 Durlach 30,1%21,4%43,6%3,4%0,9%0,6%458 Grötzingen 15,2%25,1%53,8%5,3% ---0,7%132 Stupferich2,2%4,6%79,3%9,2%2,6%2,1%45 Hohenwettersbach3,6% ---90,1%6,2% --- ---52 Wolfartsweier19,5%6,0%63,3%11,1% --- ---48 Grünwettersbach12,4%3,1%82,9% ---1,6% ---56 Palmbach 25,5%6,3%60,9%7,3% --- ---30 Neureut16,0%26,1%54,5%2,0%0,7%0,7%284 Nordstadt8,0%43,4%39,9%7,4% ---1,3%150 2001 Fortbewegungsmittel für Einkäufe Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 1996 1992 F 9:„Welches Fortbewegungsmittel nutzen Sie hauptsächlich, um dieses am häufigsten genutzte Lebensmittelgeschäft zu erreichen?” 166 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.35 HINDERNISSE AUF DEM WEG ZUM MEISTGENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT NUR BEFRAGTE, DIE ZU FUSS ODER PER RAD UNTERWEGS SIND insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201648,2%44,6%7,2%2.442 Geschlecht männlich50,3%42,6%7,1%1.189 weiblich46,4%46,5%7,1%1.204 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre49,5%43,7%6,8%610 30 bis unter 45 Jahre46,3%46,8%6,9%549 45 bis unter 65 Jahre44,2%47,2%8,6%741 65 bis unter 80 Jahre56,6%37,7%5,7%387 80 Jahre und älter51,5%42,7%5,8%104 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund46,0%45,9%8,0%1.671 deutsch mit Mi grationshintergrund53,3%41,6%5,1%323 ausländisch53,0%42,1%4,9%360 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)49,4%44,1%6,5%332 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)50,0%40,8%9,2%172 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)59,2%34,9%5,9%143 Familien mit Kindern unter 18 Jahren44,1%47,2%8,6%390 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren28,2%65,9%5,9%33 Wohn gemeinschaften45,5%49,1%5,4%152 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)48,7%45,1%6,2%435 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)44,4%46,8%8,7%385 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)52,8%41,2%6,0%329 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren42,4%49,3%8,3%444 keine Kinder unter 18 Jahren49,5%43,6%6,9%1.963 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss47,2%43,7%9,1%274 Realschulabschluss/Mittlere Reife49,3%44,9%5,8%364 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife50,0%43,4%6,6%556 Hochschul-/Fachhochschulabschluss46,8%45,8%7,4%1.155 Erwerbsstatus ganztags berufstätig45,8%46,1%8,1%962 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt39,2%52,6%8,2%307 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g51,1%42,5%6,4%421 arbeitslos45,9%44,1%10,0%41 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit53,5%41,1%5,4%632 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro46,3%48,3%5,4%460 1.000 bis unter 2.000 Euro48,2%44,3%7,5%981 2.000 bis unter 3.000 Euro47,6%45,1%7,3%532 3.000 Euro und mehr51,3%40,4%8,3%209 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre46,8%45,5%7,7%833 5 bis unter 10 Jahre47,6%46,0%6,4%426 10 bis unter 20 Jahre44,2%47,3%8,5%469 20 Jahre und län ger53,2%40,9%5,9%700 Hindernisse auf dem Weg zum Lebensmittelgeschäft Befragte mit Antwort (gewichtet) keine Hindernisse leicht überwindbare Hindernisse starke Hindernisse * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 10: „Müssen Sie auf dem Weg zum meistgenutzten Geschäft größere Hindernisse oder Barrieren überwinden wie stark befahrene Straßen oder größere Gewerbebereiche?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 167 Anhangtabelle 4.36 HINDERNISSE AUF DEM WEG ZUM MEISTGENUTZTEN LEBENSMITTELGESCHÄFT – STADTTEILERGEBNISSE NUR BEFRAGTE, DIE ZU FUSS ODER PER RAD UNTERWEGS SIND insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201648,2%44,6%7,2%2.442 Stadtteil Innenstadt-Ost52,6%38,3%9,1%54 Innenstadt-West31,2%59,3%9,5%100 Südstadt53,1%42,6%4,2%250 Südweststadt38,8%48,2%13,0%255 Weststadt49,8%41,7%8,4%237 Nordweststadt70,6%23,2%6,2%82 Oststadt46,1%44,7%9,2%166 Mühlburg40,3%52,4%7,4%149 Daxlanden39,6%53,6%6,8%55 Knielingen47,6%44,9%7,5%40 Grünwinkel42,9%48,0%9,1%67 Oberreut62,3%37,7% ---40 Beiertheim-Bulach50,0%44,1%5,9%66 Weiherfeld-Dammerstock41,9%50,8%7,3%30 Rüppurr43,4%48,6%8,0%73 Waldstadt73,9%24,4%1,7%114 Rintheim32,5%60,6%6,9%31 Hagsfeld40,8%43,7%15,5%51 Durlach 44,8%48,4%6,8%235 Grötzingen 52,2%45,6%2,2%53 Höhenstadtteile*52,6%41,9%5,5%37 Neureut58,8%40,4%0,8%121 Nordstadt42,2%54,1%3,8%77 Hindernisse auf dem Weg zum Lebensmittelgeschäft Befragte mit Antwort (gewichtet) keine Hindernisse leicht überwindbare Hindernisse starke Hindernisse F 10: „Müssen Sie auf dem Weg zum meistgenutzten Geschäft größere Hindernisse oder Barrieren überwinden wie stark befahrene Straßen oder größere Gewerbebereiche?” * Stupferich, Hohenwettersbach, Wolfartsweier, Grünwettersbach, Palmbach 168 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.37 PKW IM HAUSHALT VORHANDEN janein insg. 4.625 86,0%14,0%1.445 79,5%20,5%2.405 Karlsruhe ins gesamt 201676,1%23,9%4.522 Geschlecht männlich76,0%24,0%2.244 weiblich76,3%23,7%2.231 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre57,2%42,8%922 30 bis unter 45 Jahre80,3%19,7%1.084 45 bis unter 65 Jahre84,6%15,4%1.496 65 bis unter 80 Jahre79,1%20,9%792 80 Jahre und älter65,6%34,4%194 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund79,5%20,5%3.144 deutsch mit Mi grationshintergrund77,3%22,7%665 ausländisch57,4%42,6%595 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)45,3%54,7%486 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)63,7%36,3%304 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)53,3%46,7%253 Familien mit Kindern unter 18 Jahren87,7%12,3%817 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren67,8%32,2%63 Wohn gemeinschaften36,8%63,2%174 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)81,1%18,9%819 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)91,4%8,6%844 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)85,2%14,8%706 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren85,9%14,1%912 keine Kinder unter 18 Jahren73,6%26,4%3.599 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss74,1%25,9%610 Realschulabschluss/Mittlere Reife83,2%16,8%824 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife72,9%27,1%989 Hochschul-/Fachhochschulabschluss76,0%24,0%1.981 Erwerbsstatus ganztags berufstätig82,4%17,6%1.988 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt80,6%19,4%564 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g48,4%51,6%564 arbeitslos51,7%48,3%65 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit78,1%21,9%1.240 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro55,6%44,4%761 1.000 bis unter 2.000 Euro73,5%26,5%1.795 2.000 bis unter 3.000 Euro88,0%12,0%1.104 3.000 Euro und mehr87,2%12,8%413 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre61,2%38,8%1.321 5 bis unter 10 Jahre80,3%19,7%755 10 bis unter 20 Jahre81,1%18,9%870 20 Jahre und län ger84,1%15,9%1.546 2001 PKW im Haushalt vorhanden Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 1996 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 44: „Besitzt Ihr Haushalt einen oder mehrere eigene(n) PKW? ” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 169 Anhangtabelle 4.38 PKW IM HAUSHALT VORHANDEN – STADTTEILERGEBNISSE janein insg. 4.625 86,0%14,0%1.445 79,5%20,5%2.405 Karlsruhe insgesamt 201676,1%23,9%4.522 Stadtteil Innenstadt-Ost48,5%51,5%69 Innenstadt-West57,1%42,9%124 Südstadt67,3%32,7%322 Südweststadt67,8%32,2%362 Weststadt65,5%34,5%326 Nordweststadt69,9%30,1%180 Oststadt60,3%39,7%250 Mühlburg73,5%26,5%234 Daxlanden88,0%12,0%158 Knielingen87,2%12,8%118 Grünwinkel76,9%23,1%154 Oberreut74,9%25,1%93 Beiertheim-Bulach82,1%17,9%113 Weiherfeld-Dammerstock82,7%17,3%108 Rüppurr89,2%10,8%160 Waldstadt81,2%18,8%190 Rintheim74,5%25,5%83 Hagsfeld85,6%14,4%117 Durlach 80,8%19,2%447 Grötzingen 91,2%8,8%130 Stupferich75,8%24,2%45 Hohenwettersbach91,5%8,5%51 Wolfartsweier95,6%4,4%47 Grünwettersbach91,6%8,4%56 Palmbach 89,8%10,2%30 Neureut88,0%12,0%279 Nordstadt77,0%23,0%145 2001 PKW im Haushalt vorhanden Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 1996 F 44: „Besitzt Ihr Haushalt einen oder mehrere eigene(n) PKW? ” 170 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.39 NUTZUNG VON CARSHARING IM HAUSHALT Ja, wöchentlich oder häufiger Ja, monatlichJa, seltenernie insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 20162,5%3,7%6,7%87,2%4.531 Geschlecht männlich2,6%4,1%7,3%86,0%2.250 weiblich2,4%3,3%6,1%88,2%2.233 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre3,2%4,6%9,5%82,6%920 30 bis unter 45 Jahre3,8%4,5%7,8%83,9%1.087 45 bis unter 65 Jahre2,4%4,2%7,1%86,3%1.501 65 bis unter 80 Jahre0,5%1,4%2,4%95,7%792 80 Jahre und älter0,5%--- 1,0%98,4%195 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund2,7%3,8%6,6%86,9%3.152 deutsch mit Mi grationshintergrund1,5%2,6%5,8%90,1%665 ausländisch3,0%4,9%8,2%83,9%595 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)1,6%4,9%7,7%85,8%486 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)1,5%5,2%7,7%85,6%305 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)0,7%1,0%2,5%95,7%255 Familien mit Kindern unter 18 Jahren4,2%5,1%8,0%82,7%818 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren4,9%4,9%7,9%82,3%64 Wohn gemeinschaften5,2%3,7%13,4%77,7%174 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)4,2%4,7%8,5%82,6%820 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)1,7%2,8%6,6%89,0%847 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)0,3%1,2%1,9%96,7%703 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren4,6%4,9%7,8%82,7%913 keine Kinder unter 18 Jahren2,0%3,4%6,4%88,3%3.606 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss0,8%1,4%2,1%95,6%617 Realschulabschluss/Mittlere Reife1,1%1,4%4,2%93,3%817 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife3,3%3,1%6,4%87,2%990 Hochschul-/Fachhochschulabschluss3,3%5,7%9,4%81,6%1.987 Erwerbsstatus ganztags berufstätig3,3%4,9%7,3%84,5%1.994 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt3,6%3,3%9,7%83,4%562 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g2,3%4,1%10,4%83,2%563 arbeitslos1,6%3,2%6,6%88,6%66 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit1,1%1,9%2,7%94,3%1.245 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro2,6%2,3%7,4%87,7%757 1.000 bis unter 2.000 Euro2,5%3,7%6,5%87,3%1.798 2.000 bis unter 3.000 Euro2,5%3,9%7,9%85,7%1.104 3.000 Euro und mehr3,4%5,3%5,3%86,0%416 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre3,3%5,3%9,4%82,0%1.319 5 bis unter 10 Jahre2,8%4,5%6,7%86,0%758 10 bis unter 20 Jahre3,6%4,5%7,8%84,2%871 20 Jahre und län ger1,1%1,5%3,8%93,5%1.551 Nutzung von Carsharing im Haushalt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 45: „Nutzen Sie in Ihrem Haushalt Carsharing wie zum Beispiel stadtmobil?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 171 Anhangtabelle 4.40 NUTZUNG VON CARSHARING IM HAUSHALT – STADTTEILERGEBNISSE Ja, wöchentlich oder häufiger Ja, monatlichJa, seltenernie insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 20162,5%3,7%6,7%87,2%4.531 Stadtteil Innenstadt-Ost2,8%7,1%7,8%82,3%69 Innenstadt-West0,8%5,1%8,7%85,4%124 Südstadt4,0%7,2%10,8%77,9%324 Südweststadt4,4%5,7%9,4%80,6%360 Weststadt4,9%5,6%7,2%82,2%329 Nordweststadt1,1%4,8%7,5%86,7%179 Oststadt3,4%6,8%9,7%80,1%250 Mühlburg3,7%2,5%5,0%88,7%235 Daxlanden ---1,2%1,8%97,0%161 Knielingen2,7% ---1,7%95,7%118 Grünwinkel0,7%3,9%6,5%89,0%154 Oberreut1,1%2,3%4,8%91,8%94 Beiertheim-Bulach4,4%8,7%8,5%78,4%114 Weiherfeld-Dammerstock0,9%3,8%7,4%87,9%108 Rüppurr1,8%1,1%6,1%91,0%163 Waldstadt1,6%2,1%9,5%86,9%190 Rintheim2,4%1,4%8,1%88,1%83 Hagsfeld3,7%2,5%11,2%82,6%118 Durlach 1,6%2,6%5,8%90,0%448 Grötzingen ---0,9%2,2%96,9%130 Stupferich --- ---6,9%93,1%44 Hohenwettersbach --- --- ---100,0%51 Wolfartsweier --- ---1,9%98,1%47 Grünwettersbach --- ---1,6%98,4%57 Palmbach 3,4% ---3,1%93,5%30 Neureut1,1%1,4%3,6%93,9%276 Nordstadt6,2%7,3%7,1%79,4%146 Nutzung von Carsharing im Haushalt Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 45: „Nutzen Sie in Ihrem Haushalt Carsharing wie zum Beispiel stadtmobil?” 172 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.41 EINKAUFEN PER LIEFERSERVICE janein insg. 4.625 11,3%88,7%2.402 12,9%87,1%2.241 Karlsruhe ins gesamt 20169,2%90,8%4.590 Geschlecht männlich8,2%91,8%2.247 weiblich10,0%90,0%2.236 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre6,9%93,1%925 30 bis unter 45 Jahre9,5%90,5%1.086 45 bis unter 65 Jahre7,5%92,5%1.498 65 bis unter 80 Jahre11,9%88,1%789 80 Jahre und älter18,5%81,5%197 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund8,9%91,1%3.144 deutsch mit Mi grationshintergrund7,0%93,0%665 ausländisch10,6%89,4%600 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)7,8%92,2%490 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)6,7%93,3%307 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)18,8%81,2%254 Familien mit Kindern unter 18 Jahren11,0%89,0%817 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren11,2%88,8%64 Wohn gemeinschaften4,1%95,9%172 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)6,7%93,3%819 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)7,2%92,8%842 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)10,7%89,3%705 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren10,6%89,4%913 keine Kinder unter 18 Jahren8,8%91,2%3.606 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss10,9%89,1%610 Realschulabschluss/Mittlere Reife8,7%91,3%823 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife7,1%92,9%990 Hochschul-/Fachhochschulabschluss9,3%90,7%1.983 Erwerbsstatus ganztags berufstätig7,4%92,6%1.990 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt8,9%91,1%563 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g6,2%93,8%567 arbeitslos5,0%95,0%66 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit12,8%87,2%1.241 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro6,9%93,1%760 1.000 bis unter 2.000 Euro8,5%91,5%1.797 2.000 bis unter 3.000 Euro9,9%90,1%1.103 3.000 Euro und mehr10,5%89,5%416 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre7,9%92,1%1.337 5 bis unter 10 Jahre8,2%91,8%770 10 bis unter 20 Jahre8,3%91,7%887 20 Jahre und län ger11,1%88,9%1.567 2006 Lieferung von Lebensmitteln ins Haus Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 2001 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 13: „Lassen Sie sich Lebensmittel für den täglichen Bedarf auch ins Haus liefern? ” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 173 Anhangtabelle 4.42 EINKAUFEN PER LIEFERSERVICE – STADTTEILERGEBNISSE janein insg. 4.625 11,3%88,7%2.402 12,9%87,1%2.241 Karlsruhe insgesamt 20169,2%90,8%4.590 Stadtteil Innenstadt-Ost7,6%92,4%71 Innenstadt-West7,5%92,5%124 Südstadt7,2%92,8%330 Südweststadt9,2%90,8%364 Weststadt8,0%92,0%332 Nordweststadt11,8%88,2%185 Oststadt8,9%91,1%255 Mühlburg11,3%88,7%237 Daxlanden8,1%91,9%160 Knielingen9,2%90,8%118 Grünwinkel13,2%86,8%159 Oberreut8,5%91,5%98 Beiertheim-Bulach7,9%92,1%114 Weiherfeld-Dammerstock14,9%85,1%105 Rüppurr9,8%90,2%166 Waldstadt8,9%91,1%191 Rintheim6,1%93,9%83 Hagsfeld10,1%89,9%117 Durlach 8,1%91,9%456 Grötzingen 8,3%91,7%131 Stupferich15,5%84,5%44 Hohenwettersbach5,8%94,2%50 Wolfartsweier16,4%83,6%48 Grünwettersbach10,3%89,7%57 Palmbach 10,2%89,8%30 Neureut9,0%91,0%285 Nordstadt8,0%92,0%150 2006 2001 Lieferung von Lebensmitteln ins Haus Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 13: „Lassen Sie sich Lebensmittel für den täglichen Bedarf auch ins Haus liefern? ” 174 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.43 PER LIEFERSERVICE BEZOGENE WARENGRUPPEN NUR BEFRAGTE, DIE LEBENSMITTEL VOM LEBENSMITTELSUPERMARKT INS HAUS LIEFERN LASSEN GetränkeTieffkühlkost Lebensmittel allgemein Gemüsekiste, Bio-Kiste, Bauernhof- produkte Fertig zubereitete Speisen (zum Beispiel Pizza, Pasta, Salate) insg. 4.625 26,9%33,1%10,2%16,0%30,6%266 32,6%29,9%12,1%8,4%31,3%285 Karlsruhe ins gesamt 201648,1%40,2%27,7%25,2%20,2%411 Geschlecht männlich49,2%39,6%32,5%26,8%26,6%180 weiblich48,2%40,2%24,5%23,6%14,8%218 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre53,7%29,6%37,0%31,5%38,9%64 30 bis unter 45 Jahre36,7%38,8%43,9%45,9%32,7%100 45 bis unter 65 Jahre43,2%44,1%23,7%23,7%12,7%110 65 bis unter 80 Jahre55,6%45,6%12,2%7,9%9,3%91 80 Jahre und älter70,6%32,4%20,6%5,9%2,9%34 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund43,1%43,1%23,3%28,0%16,9%273 deutsch mit Mi grationshintergrund63,6%43,6%39,3%15,1%22,0%45 ausländisch54,0%29,1%36,5%26,3%35,4%62 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)60,1%29,4%53,7%24,8%45,0%37 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)66,7%33,3%38,1%14,3%14,3%20 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)62,8%32,3%17,3%4,3%13,3%44 Familien mit Kindern unter 18 Jahren33,5%40,8%33,3%50,2%26,7%88 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren 2 --- --- --- --- --- 7 Wohn gemeinschaften 2 --- --- --- --- --- 7 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)36,3%37,6%37,0%37,9%31,4%55 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)42,2%43,8%15,6%21,9%6,3%60 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)58,2%47,5%10,2%8,6%4,9%75 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren34,2%42,0%34,1%47,7%27,0%95 keine Kinder unter 18 Jahren52,7%39,7%25,8%18,3%18,3%308 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss58,1%47,6%18,8%8,2%14,6%63 Realschulabschluss/Mittlere Reife51,6%53,7%18,7%14,3%20,4%69 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife45,9%35,6%27,0%21,1%28,4%70 Hochschul-/Fachhochschulabschluss42,6%36,2%34,6%38,8%21,1%180 Erwerbsstatus ganztags berufstätig43,2%37,0%35,3%34,9%25,3%148 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt34,9%48,7%32,8%34,2%26,8%48 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g49,8%29,7%36,4%36,4%33,0%35 arbeitslos 2 --- --- --- --- --- 3 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit54,2%44,9%18,1%11,6%12,7%151 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro57,5%33,2%25,9%15,8%22,5%50 1.000 bis unter 2.000 Euro46,6%47,9%28,2%25,1%21,3%147 2.000 bis unter 3.000 Euro39,9%40,6%22,4%28,4%20,6%109 3.000 Euro und mehr57,3%27,3%36,6%34,2%16,4%44 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre52,1%25,8%42,6%39,9%33,7%104 5 bis unter 10 Jahre52,2%32,7%48,0%28,2%26,7%60 10 bis unter 20 Jahre36,5%44,0%19,5%33,9%18,4%72 20 Jahre und län ger48,3%50,0%15,8%12,2%11,0%170 2006 Per Lieferservice bezogene Warengruppen Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten 1 2001 * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. 1 Mehrfachnennungen waren möglich, daher Summe mehr als 100%. 2 Keine Angaben möglich, da Datenbasis zu gering. F 14: „Welche Lebensmittel lassen Sie sich für den täglichen Bedarf ins Haus liefern?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 175 Anhangtabelle 4.44 NUTZUNG VON LIEFERSERVICES EINES LEBENSMITTELMARKTES – TEILGRUPPE neinja insg. 4.625 Karlsruhe ins gesamt 201681,4%18,6%420 Geschlecht männlich80,6%19,4%183 weiblich81,3%18,7%223 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre77,8%22,2%64 30 bis unter 45 Jahre69,0%31,0%102 45 bis unter 65 Jahre85,1%14,9%113 65 bis unter 80 Jahre90,1%9,9%95 80 Jahre und älter85,3%14,7%34 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund82,5%17,5%280 deutsch mit Mi grationshintergrund71,8%28,2%44 ausländisch84,5%15,5%63 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)65,2%34,8%38 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)72,7%27,3%21 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)91,6%8,4%45 Familien mit Kindern unter 18 Jahren77,4%22,6%90 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren 1 --- --- 7 Wohn gemeinschaften 1 --- --- 7 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)78,9%21,1%55 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)90,8%9,2%61 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)88,7%11,3%76 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren76,1%23,9%98 keine Kinder unter 18 Jahren82,9%17,1%314 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss83,4%16,6%67 Realschulabschluss/Mittlere Reife84,6%15,4%70 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife81,3%18,7%71 Hochschul-/Fachhochschulabschluss78,3%21,7%180 Erwerbsstatus ganztags berufstätig76,0%24,0%146 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt82,2%17,8%50 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g80,4%19,6%35 arbeitslos 1 --- --- 3 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit85,7%14,3%156 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro82,2%17,8%53 1.000 bis unter 2.000 Euro79,3%20,7%148 2.000 bis unter 3.000 Euro85,5%14,5%110 3.000 Euro und mehr74,2%25,8%43 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre71,9%28,1%107 5 bis unter 10 Jahre62,7%37,3%61 10 bis unter 20 Jahre91,9%8,1%71 20 Jahre und län ger89,0%11,0%176 Nutzung von Lieferservices eines Lebensmittelmarktes Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. 1 Keine Angaben möglich, da Datenbasis zu gering. F 15: „Nutzen Sie den Lieferservice eines Lebensmittelsupermarktes? (zum Beispiel CAP, REWE, EDEKA)? ” 176 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.45 HÄUFIGKEIT DES INTERNETEINKAUFS mindestens einmal wöchentlich einmal in 2 Wochen einmal im Monat einmal im Quartal einmal im halben Jahr einmal im Jahr und seltener insg. 4.625 Karlsruhe ins gesamt 20169,8%22,5%28,4%18,7%8,6%12,0%4.148 Geschlecht männlich12,2%26,2%28,1%16,3%7,2%10,1%2.075 weiblich7,2%18,8%28,7%21,3%9,9%14,1%1.978 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre8,3%27,0%35,6%19,7%5,3%4,1%916 30 bis unter 45 Jahre16,4%31,3%29,7%14,8%4,8%3,0%1.078 45 bis unter 65 Jahre8,7%19,5%27,7%21,1%10,3%12,8%1.438 65 bis unter 80 Jahre2,7%9,3%17,2%19,1%16,4%35,3%557 80 Jahre und älter5,2%5,2%13,0%16,9%10,4%49,4%78 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund10,1%23,4%29,3%17,7%8,4%11,1%2.866 deutsch mit Mi grationshintergrund9,2%22,8%25,0%21,9%8,5%12,6%603 ausländisch8,8%19,7%29,2%20,5%9,5%12,4%537 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)7,9%28,2%33,3%18,9%7,2%4,6%483 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)8,4%15,1%22,5%24,5%11,1%18,5%279 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)1,4%6,9%14,6%17,7%16,6%42,8%132 Familien mit Kindern unter 18 Jahren17,6%31,9%28,9%13,6%5,1%2,9%809 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren5,1%25,9%32,8%17,9%10,0%8,2%63 Wohn gemeinschaften6,4%24,3%38,7%20,9%6,0%3,7%171 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)12,6%28,2%33,0%18,4%4,3%3,6%816 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)6,8%17,8%28,2%21,8%11,1%14,3%814 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)3,6%8,7%17,7%19,2%15,6%35,2%486 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren16,3%31,1%29,4%14,1%5,2%3,9%904 keine Kinder unter 18 Jahren7,9%20,2%28,0%20,1%9,5%14,3%3.178 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss6,4%9,0%19,9%20,4%14,4%29,9%399 Realschulabschluss/Mittlere Reife9,0%16,5%25,4%21,1%10,0%17,9%729 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife8,1%23,9%31,3%20,8%7,1%8,8%950 Hochschul-/Fachhochschulabschluss11,7%27,6%30,1%16,3%7,4%7,0%1.942 Erwerbsstatus ganztags berufstätig12,3%27,5%29,6%17,5%6,7%6,3%1.961 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt9,4%18,8%31,2%22,4%9,7%8,6%545 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g6,8%25,8%34,9%22,0%6,2%4,2%559 arbeitslos6,6%14,5%27,2%19,9%12,6%19,3%58 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit6,5%13,7%20,2%17,4%12,8%29,5%897 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro5,7%16,7%31,4%22,3%10,4%13,5%654 1.000 bis unter 2.000 Euro7,6%21,3%26,5%20,9%9,2%14,5%1.575 2.000 bis unter 3.000 Euro12,0%25,7%30,5%15,7%7,8%8,3%1.057 3.000 Euro und mehr16,9%29,1%25,9%13,5%6,0%8,6%409 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre10,3%27,3%33,0%16,6%6,9%5,9%1.297 5 bis unter 10 Jahre14,1%29,3%26,5%17,3%5,7%7,1%732 10 bis unter 20 Jahre9,8%20,8%29,2%20,8%9,2%10,2%838 20 Jahre und län ger6,8%15,1%24,2%20,4%11,5%21,9%1.264 Häufigkeit des Interneteinkaufs Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 21: „Wie häufig kaufen Sie generell Produkte online im Internet ein?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 177 Anhangtabelle 4.46 HÄUFIGKEIT DES INTERNETEINKAUFS – STADTTEILERGEBNISSE mindestens einmal wöchentlich einmal in 2 Wochen einmal im Monat einmal im Quartal einmal im halben Jahr einmal im Jahr und seltener insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 20169,8%22,5%28,4%18,7%8,6%12,0%4.148 Stadtteil Innenstadt-Ost7,8%24,7%21,3%21,9%8,6%15,7%68 Innenstadt-West10,0%24,2%25,0%23,1%9,0%8,8%119 Südstadt12,5%23,6%26,0%21,3%7,7%8,8%314 Südweststadt11,1%23,3%29,1%20,5%7,8%8,2%340 Weststadt9,7%29,3%27,6%17,3%7,6%8,5%307 Nordweststadt7,7%22,9%28,2%21,3%7,7%12,2%161 Oststadt7,5%25,2%34,7%17,5%9,2%5,9%236 Mühlburg9,2%27,1%24,2%18,2%7,4%13,9%220 Daxlanden4,2%16,7%34,7%20,2%9,0%15,2%137 Knielingen12,5%16,9%29,1%13,1%12,1%16,3%101 Grünwinkel9,0%22,7%29,9%16,6%7,9%13,9%144 Oberreut12,3%18,0%30,3%15,6%9,5%14,3%89 Beiertheim-Bulach13,3%13,2%30,7%18,3%7,5%17,0%101 Weiherfeld-Dammerstock4,2%21,0%36,1%22,7%3,2%12,8%91 Rüppurr12,4%19,5%21,0%20,4%11,3%15,4%143 Waldstadt9,6%15,9%27,8%16,5%14,4%15,8%171 Rintheim13,4%16,7%32,9%22,7%2,9%11,4%76 Hagsfeld9,0%25,5%34,2%16,8%6,5%8,0%107 Durlach 8,4%24,4%28,2%15,6%10,1%13,2%425 Grötzingen 9,3%12,5%29,6%27,1%8,2%13,3%117 Stupferich2,6%20,5%36,0%11,7%10,2%19,0%39 Hohenwettersbach10,9%33,4%23,8%21,0%3,6%7,2%52 Wolfartsweier17,7%18,2%30,8%22,3%4,4%6,6%42 Grünwettersbach18,1%18,4%28,0%15,5%9,3%10,7%53 Palmbach 15,6%20,9%28,8%11,8%8,0%14,9%26 Neureut7,6%26,1%26,1%19,1%7,8%13,3%260 Nordstadt14,4%23,7%28,5%15,9%8,0%9,5%139 Häufigkeit des Interneteinkaufs Befragte mit Antwort (gewichtet) Anteile an den Befragten F 26: „Wie häufig kaufen Sie generell Produkte online im Internet ein?” 178 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Anhangtabelle 4.47 LEBENSMITTELEINKAUF (ONLINE/EINZELHANDEL) janeinjanein insg. 4.625insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201612,2%87,8%2.78697,1%2,9%3.233 Geschlecht männlich13,4%86,6%1.51896,6%3,4%1.689 weiblich11,1%88,9%1.20997,9%2,1%1.474 Alters gruppen 18 bis unter 30 Jahre13,4%86,6%77097,1%2,9%823 30 bis unter 45 Jahre13,0%87,0%87698,5%1,5%980 45 bis unter 65 Jahre11,1%88,9%90696,6%3,4%1.083 65 bis unter 80 Jahre7,9%92,1%17194,4%5,6%256 80 Jahre und älter30,8%69,2%1396,8%3,2%31 Staatsan gehörigkeit deutsch ohne Mi grationshintergrund11,3%88,7%1.97097,2%2,8%2.270 deutsch mit Mi grationshintergrund11,6%88,4%39897,3%2,7%471 ausländisch17,5%82,5%35297,2%2,8%407 Haushaltst yp Single-Haushalte (18 bis unter 45 Jahre)13,8%86,2%39497,3%2,7%421 Ältere Alleinlebende (45 bis unter 65 Jahre)12,1%87,9%16396,1%3,9%194 Alleinlebende Senioren (65 Jahre und älter)17,5%82,5%3796,5%3,5%51 Familien mit Kindern unter 18 Jahren13,8%86,2%63598,1%1,9%735 Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren13,0%87,0%3797,9%2,1%49 Wohn gemeinschaften15,2%84,8%14597,2%2,8%153 Paare/MPH* (18 bis unter 45 Jahre)12,0%88,0%68197,6%2,4%746 Paare/MPH (45 bis unter 65 Jahre)9,8%90,2%49896,9%3,1%595 Senioren paare/MPH (65 Jahre und älter)7,1%92,9%14494,0%6,0%228 Kinder im Haushalt Kinder unter 18 Jahren13,4%86,6%69498,0%2,0%809 keine Kinder unter 18 Jahren11,9%88,1%2.05396,9%3,1%2.377 Bildun gsabschluss Volks-/Hau pt-/Sonderschul-/kein Abschluss9,7%90,3%15895,4%4,6%213 Realschulabschluss/Mittlere Reife9,4%90,6%40495,9%4,1%508 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife12,6%87,4%70197,7%2,3%791 Hochschul-/Fachhochschulabschluss13,3%86,7%1.46597,8%2,2%1.643 Erwerbsstatus ganztags berufstätig12,8%87,2%1.49297,6%2,4%1.677 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt11,3%88,7%36697,6%2,4%439 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildun g11,9%88,1%46397,4%2,6%499 arbeitslos11,4%88,6%3694,8%5,2%40 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, Elternzeit11,6%88,4%37095,5%4,5%503 Gewichtetes Pro-Ko pf-Einkommen** unter 1.000 Euro10,8%89,2%43196,6%3,4%491 1.000 bis unter 2.000 Euro13,1%86,9%1.00096,8%3,2%1.184 2.000 bis unter 3.000 Euro10,8%89,2%75998,1%1,9%870 3.000 Euro und mehr16,8%83,2%31097,8%2,2%344 Wohndauer im Stadtteil unter 5 Jahre13,4%86,6%1.02697,9%2,1%1.115 5 bis unter 10 Jahre13,8%86,2%55198,1%1,9%629 10 bis unter 20 Jahre11,4%88,6%56996,7%3,3%658 20 Jahre und län ger9,9%90,1%63595,7%4,3%823 Lebensmittel Befragte mit Antwort (gewichtet) Lebensmittel Befragte mit Antwort (gewichtet) im Online-Handelbeim Einzelhandel vor Ort Anteile an den BefragtenAnteile an den Befragten * Paare/Mehrpersonenhaushalte mit erwachsenen/ohne Kinder(n). ** Gewichtetes monatliches Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf. F 22.12: „Wo haben Sie in den vergangenen 12 Monaten Produkte aus folgenden Warengruppen gekauft?” AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 179 Anhangtabelle 4.48 LEBENSMITTELEINKAUF (ONLINE/EINZELHANDEL) – STADTTEILERGEBNISSE janeinjanein insg. 4.625insg. 4.625 Karlsruhe insgesamt 201612,2%87,8%2.78697,1%2,9%3.233 Stadtteil Innenstadt-Ost6,7%93,3%4798,3%1,7%51 Innenstadt-West15,7%84,3%8897,8%2,2%98 Südstadt17,2%82,8%23395,3%4,7%260 Südweststadt12,0%88,0%25098,3%1,7%282 Weststadt15,3%84,7%22798,0%2,0%250 Nordweststadt16,1%83,9%11694,3%5,7%125 Oststadt19,7%80,3%17598,3%1,7%197 Mühlburg11,3%88,7%14796,9%3,1%170 Daxlanden9,0%91,0%8495,4%4,6%101 Knielingen8,0%92,0%6298,5%1,5%70 Grünwinkel8,7%91,3%9895,6%4,4%110 Oberreut7,3%92,7%5695,2%4,8%66 Beiertheim-Bulach10,7%89,3%6295,9%4,1%74 Weiherfeld-Dammerstock5,0%95,0%5898,7%1,3%76 Rüppurr12,1%87,9%7395,6%4,4%102 Waldstadt7,1%92,9%9198,2%1,8%115 Rintheim9,3%90,7%5695,7%4,3%65 Hagsfeld11,6%88,4%7896,8%3,2%89 Durlach 12,5%87,5%26997,7%2,3%321 Grötzingen 8,8%91,2%7399,0%1,0%90 Stupferich5,0%95,0%1996,5%3,5%27 Hohenwettersbach15,5%84,5%38100,0% ---46 Wolfartsweier10,8%89,2%2997,4%2,6%37 Grünwettersbach9,8%90,2%3993,6%6,4%42 Palmbach 11,5%88,5%17100,0% ---18 Neureut9,7%90,3%17597,0%3,0%203 Nordstadt8,5%91,5%9898,2%1,8%111 Lebensmittel Befragte mit Antwort (gewichtet) Lebensmittel Befragte mit Antwort (gewichtet) im Online-Handelbeim Einzelhandel vor Ort Anteile an den BefragtenAnteile an den Befragten F 22.12: „Wo haben Sie in den vergangenen 12 Monaten Produkte aus folgenden Warengruppen gekauft?” 180 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 181 www.karlsruhe.de KARLSRUHER BEITRÄGE ZUR STADTENTWICKLUNG © Václav Mach / Fotolia 182 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Heft 20 | 2006 WOHNEN IM ZENTRUM 2006 RÜCKKEHR IN DIE ZENTRALEN STADTTEILE Bearbeitung: Otto Mansdörfer | Tanja Kronenwett Heft 21 | 2006 DEMOGRAFISCHER WANDEL IN KARLSRUHE 2 ERSTE ERGEBNISSE DER KLEINRÄUMIGEN BEVÖLKERUNGSPROGNOSE 2005 – 2030 Bearbeitung: Dr. Hans-Heinrich Hartung Heft 22 | 2007 DEMOGRAFISCHER WANDEL IN KARLSRUHE 3 KLEINRÄUMIGE BEVÖLKERUNGSVORAUSRECHNUNG DER STADT KARLSRUHE 2005 BIS 2030 Bearbeitung: Dr. Hans-Heinrich Hartung | Daniel Götz Mai 2007 ZUKUNFTSFÄHIGE INNENSTADT ENTWICKLUNG DER KARLSRUHER CITY Projektleitung: Otto Mansdörfer | Sigrun Hüger (StPlA) In Zusammenarbeit mit: Wirtschaftsförderung und Stadtplanungsamt Heft 23 | 2007 EINKAUFEN UND NAHVERSORGUNG IN KARLSRUHE 2007 AKTUELLE TRENDS UND GESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN Bearbeitung: Christian Fulda | Andreas Mangold (Wifö) In Zusammenarbeit mit: Wirtschaftsförderung Heft 24 | 2008 DEMOGRAFISCHER WANDEL IN KARLSRUHE 4 LEBENSVERHÄLTNISSE DER JUGENDLICHEN IN KARLSRUHE 2008 Ergebnisse der Jugendumfrage Bearbeitung: Dr. Hans-Heinrich Hartung In Zusammenarbeit mit: Sozial- und Jugendbehörde | Stadtjugendausschuss e. V. | Gartenbauamt Polizeipräsidium Karlsruhe Heft 25 | 2008 WOHNEN UND BAUEN IN DER STADT 7. SACHSTANDSBERICHT 2008 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz In Zusammenarbeit mit: Gutachterausschuss | Liegenschaftsamt | Sozial- und Jugendbehörde | Stadtplanungsamt | VOLKSWOHNUNG GmbH Heft 26 | 2009 DEMOGRAFISCHER WANDEL IN KARLSRUHE 5 ZU- UND FORTZÜGE ÜBER DIE STADTGRENZEN 1999 – 2008 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz Heft 27 | 2010 DAS SICHERHEITSEMPFINDEN DER BEVÖLKERUNG IN KARLRSRUHE 2009 2. SACHSTANDSBERICHT ZUR ÖFFENTLICHEN SICHERHEIT UND ORDNUNG Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 183 Heft 28 | 2010 DIE NUTZUNG KULTURELLER EINRICHTUNGEN IN KARLSRUHE 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci | Christian Fulda | Daniel Götz Heft 29 | 2010 IMAGE VON KARLSRUHE AUS SICHT DER REGION 2009 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda | Andrea Hammer Heft 30 | 2011 UNTERNEHMENS- UND BETRIEBSUMFRAGE 2010 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 31 | 2011 DEMOGRAFISCHER WANDEL IN KARLSRUHE 6 ZURÜCK IN DIE STADT – MOTIVE DER ZU- UND FORTZIEHENDEN 2010 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Maria Mertens | Nadia Kasper-Snouci Heft 32 | 2011 WIRTSCHAFT UND ARBEIT 1 ANALYSE WICHTIGER ZUKUNFTSBRANCHEN 2011 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 33 | 2011 LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE AUS BÜRGERSICHT 2011 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda | Nadia Kasper-Snouci | Andrea Hammer Heft 34 | 2012 WIRTSCHAFT UND ARBEIT 2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG IN DER REGION MITTLERER OBERRHEIN 2012 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer Heft 35 | 2012 BEVÖLKERUNGSVORAUSRECHNUNG KARLSRUHE 2030 NEUE PROGNOSE 2012 – GRUNDLEGENDE ERGEBNISSE Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz Heft 36 | 2012 BÜRGERUMFRAGE 2012 KOMMUNALPOLITIK, BÜRGERENGAGEMENT, BÜRGERBETEILIGUNG Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer | Christian Fulda | Benedikt Dierßen Heft 37 | 2012 KONZEPT ZUR SYSTEMATISCHEN BÜRGERBETEILIGUNG IN KARLSRUHE Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer 184 | NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Heft 38 | 2013 REGIONSUMFRAGE 2012 KARLSRUHE AUS SICHT DER REGION Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda | Benedikt Dierßen Heft 39 | 2013 BÜRGERUMFRAGE 2013 SPORT, BEWEGUNG, BÄDER Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Christian Fulda | Daniel Götz | Nadia Kasper-Snouci | Ilona Forro Heft 40 | 2013 DER ZENTRALE CITYBEREICH EINSCHÄTZUNGEN AUS PASSANTENSICHT 2013 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Ilona Forro | Martin Noth Heft 41 | 2013 DIE ATTRAKTIVITÄT DER DURLACHER INNENSTADT ERGEBNISSE DER BÜRGER- UND PASSANTENUMFRAGE 2013 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz | Nadia Kasper-Snouci | Ilona Forro Heft 42 | 2013 SOZIALDATEN 2013 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Ilona Forro In Zusammenarbeit mit: Sozial- und Jugendbehörde Heft 43 | 2014 ESSEN UND TRINKEN IM ZOO UMFRAGE ZUM GASTRONOMISCHEN ANGEBOT UND DEN VERZEHRGEWOHNHEITEN DER BESUCHERINNEN UND BESUCHER IM KARLSRUHER ZOO 2014 – ERGEBNISBERICHT Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Ilona Forro | Ann Janin Waltemathe Heft 44 | 2015 SICHERHEITSEMPFINDEN DER BEVÖLKERUNG 3. SACHSTANDSBERICHT ZUR ÖFFENTLICHEN SICHERHEIT UND ORDNUNG 2014 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Ilona Forro In Zusammenarbeit mit: Ordnungs- und Bürgeramt | Sozial- und Jugendbehörde Heft 45 | 2015 WOHNEN UND BAUEN IN KARLSRUHE 8. SACHSTANDSBERICHT 2015 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz | Thorsten Ach | Ilona Forro | Lieselotte Kluckhohn | Andrea Rosemeier | Juliane Schaber In Zusammenarbeit mit: Liegenschaftsamt | Sozial- und Jugendbehörde | Stadtplanungsamt | Gutachterausschuss in Karlsruhe | Wirtschaftsförderung | VOLKSWOHNUNG GmbH AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 185 Heft 46 | 2015 BÜRGERUMFRAGE 2015 GRÜNE STADT Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer | Benedikt Dierßen | Ilona Forro Heft 47 | 2015 EVALUATIONSBERICHT | STADTGEBURTSTAG KARLSRUHE 2015 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: KA300-Team | Stadtmarketing Karlsruhe – Gesamtleitung Martin Wacker (Cathrin Batzner | Sascha Binoth | Manuel Brenneisen | Natalie Jacob | Norbert Käthler | Dr. Oliver Langewitz | Franziska Pfaff | Markus Pommerening | Sebastian Schneider | Hendrikje Schwarze | Anna Weißhaar | Daniel Wensauer-Sieber, Das Ziel führt zum Weg) Amt für Stadtentwicklung (Benedikt Dierßen | Ilona Forro | Daniel Götz | Andrea Hammer | Otto Mansdörfer | Willi Pradl | Andrea Rosemeier | Juliane Schaber | Alexander Süß) Karlsruhe Tourismus GmbH (Stefan Theysohn) Heft 48 | 2016 LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Otto Mansdörfer | Ilona Forro | Lara Schillinger Heft 49 | 2016 REGIONSUMFRAGE 2016 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Andrea Hammer | Ilona Forro In Zusammenarbeit mit: Ordnungs- und Bürgeramt | Sozial- und Jugendbehörde Heft 50 | 2016 KLEINRÄUMIGE BEVÖLKERUNGSPROGNOSE 2035 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Daniel Götz | Ilona Forro Heft 51 | 2016 GENERATION 55PLUS IN KARLSRUHE 2015 UMFRAGE IM RAHMEN DES KOSIS-PROJEKTS „AKTIV ALTERN“ Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Ilona Forro In Zusammenarbeit mit: Sozial- und Jugendbehörde | Fachplanung für die ältere Generation Heft 52 | 2017 BÜRGERUMFRAGE 2017 BÜRGERBETEILIGUNG UND BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT Projektleitung: Christian Fulda Bearbeitung: Nadia Kasper-Snouci | Jens Jägle | Ilona Forro Heft 53 | 2017 NAHVERSORGUNG IN DEN STADTTEILEN 2006 BIS 2016 Projektleitung: Otto Mansdörfer Bearbeitung: Benedikt Dierßen | Ilona Forro | Johannes Zech

  • Nahversorgung Stadtteile
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: 2017/0802 Verantwortlich: Dez.2 Nahversorgung in den Stadtteilen 2006 bis 2016 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für Wirtschafts- förderung 15.12.2017 2 X vorberaten Gemeinderat 23.01.2018 8 X Beschlussantrag Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse des Nahversorgungsberichts 2017 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die wohnstandortnahe Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmit- teln anhand der Märkterichtlinien weiter bedarfsgerecht auszubauen. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) X nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen Wählen Sie ein Element aus. Kontierungsobjekt: Wählen Sie ein Element aus. Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein X ja Handlungsfeld: Wirtschaft und Arbeit Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) X nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften X nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs ist eine wichtige Anfor- derung an das Wohnumfeld und prägt die Lebensqualität entscheidend mit. Einkaufsgewohn- heiten wandeln sich im Laufe der Zeit unter immer neuen Einflüssen. Für die Ausgestaltung des Angebots selbst sorgen privatwirtschaftliche Akteure, die dem marktwirtschaftlichen Wettbe- werb unterliegen. Die Kommunen können in diesen Wettbewerb nicht direkt eingreifen, geben aber die Rahmenbedingungen vor, um Fehlentwicklungen und Defizite bei der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen und mittelfristigen Bedarfs zu vermeiden. Die Bürge- rumfrage 2016 befasst sich daher mit den Themen Nahversorgung und Einkaufen in Karlsruhe und erfasste, wie und wo sich die Karlsruherinnen und Karlsruher aktuell mit den Waren und Dienstleistungen versorgen, die sie im Alltag benötigen. Einen Zeitvergleich ermöglicht die Ein- beziehung der Ergebnisse der 2001 und 2006 durchgeführten Befragungen zur Nahversorgung. Die Umfrage wurde als sogenannte Mixed Mode Umfrage mit einer Kombination aus Online- formular und Papierfragebogen durchgeführt. Insgesamt haben 4.564 Personen im Alter von 18 bis 89 Jahren an der Umfrage teilgenommen. Die Rücklaufquote beträgt 22,7 %. Die Umfrage ist repräsentativ. Der Nahversorgungsbericht 2017 stellt das Nahversorgungsverhalten der Bevölkerung, die Ein- schätzungen der jeweiligen Situation sowie die detaillierte Erhebung der Angebotsseite dar. Der Nahversorgungsbericht 2017 ist damit als Monitoring und Erfolgskontrolle der Ansiedlungs- maßnahmen der letzten 10 Jahre zu sehen. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden darüber hinaus durch die Fa. CIMA Beratung und Management GmbH gutachterlich bewertet. Hohe Zufriedenheit mit dem Nahversorgungsangebot Die Zufriedenheit mit dem Angebot in der Nahversorgung ist unter den Karlsruherinnen und Karlsruhern hoch: 65,1 % sind mit dem Angebot der Nahversorgung sehr zufrieden. Sie bewer- ten die Versorgung im eigenen Stadtteil mit Einzelhandelsgeschäften als „gut“ oder „sehr gut“. Nur 11,2 % bewerten sie mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“. Aufgrund von aktivem Be- standsmanagement sowie der notwendigen Ansiedlung von Lebensmittelmärkten in unterver- sorgten Stadtteilen ist die Einschätzung der Einzelhandelsausstattung in den Stadtteilen 2016 deutlich besser als noch 2006 mit nur 49,1 % guter bis sehr guter Bewertung ausgefallen. Dies gilt flächendeckend im Stadtgebiet mit Ausnahme der Höhenstadtteile. In Hohenwettersbach und Grünwettersbach sind allerdings neue Märkte zur Verbesserung der Situation in Planung. Die Bewertung des Nahversorgungsangebotes durch die Bevölkerung vor Ort in den Stadtteilen fällt unterschiedlich aus. Positive Bewertungen von mehr als 70 % liegen in der Südstadt, West- stadt, Südweststadt und der Oststadt vor, darüber hinaus in Durlach, der Waldstadt und Neu- reut. In der Karlsruher Innenstadt erreichen die Anteile der Befragten, die das Angebot in der Nahversorgung mit „sehr gut“ oder „gut“ bewerten, erwartungsgemäß mehr als 80 %. Auch die Befragten im B-Zentrum Mühlburg (81 % sehr gut und gut) sowie in Grünwinkel (81,1 %) bewerten ihre Nahversorgungsausstattung 2016 neben der Innenstadt mit am besten. In der Weststadt, Grünwinkel, Durlach, der Waldstadt, Neureut, der Nordweststadt und der Nordstadt verbesserten sich die Einschätzungen gegenüber 2006 sprunghaft, meist in Folge der Neuansie- delung von Märkten. Mit besonders hohen Anteilen an Befragten, die die Nahversorgungssituation mit „schlecht“ und „sehr schlecht“ bewerteten, fallen dagegen vor allem Hohenwettersbach (71,7 %) und Stupferich (69,6 %) auf. Nach Weiherfeld-Dammerstock (35,3 %) folgen die übrigen Höhen- stadtteile mit Werten um 30 %. In den meisten Stadtteilen haben die Anteile der unzufriedenen Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Befragten im Vergleich zu 2006 abgenommen. Ungünstige Bewertungen haben in Stupferich und Palmbach jedoch zugenommen. Dienstleistungen Die Ausstattung der Stadtteile mit Dienstleistungen wird noch besser bewertet als die Ausstat- tung mit Einzelhandelsgeschäften: 69,1 % der Karlsruherinnen und Karlsruher halten sie für „gut“ oder „sehr gut“. „Befriedigende“ Verhältnisse sehen 24,6 % der befragten Bürgerinnen und Bürger. Nur wenige Befragte beurteilen die örtlichen Verhältnisse als „schlecht“ (5 %) oder „sehr schlecht“ (1,3 %). Die besten Bewertungen für die Ausstattung mit Dienstleistungen kommen ebenfalls aus der Innenstadt und den hoch verdichteten Stadtteilen. Die aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger schlecht mit Dienstleistungen ausgestatteten Stadtteile sind teilweise andere als die mit Einzelhandel unzureichend versorgten. Mit Palmbach, Hohenwettersbach und Wolfartsweier werden zwar einige Höhenstadtteile erneut genannt, für die Dienstleistungen kommen von dort jedoch deutlich bessere Bewertungen als für den Einzelhandel. Supermärkte mit vollem Sortiment und Discounter werden bevorzugt Die Supermärkte bilden zusammen mit den Discountern das Rückgrat bei der Versorgung mit Lebensmitteln: 71,7 % der Karlsruherinnen und Karlsruher geben an, mindestens einmal pro Woche in einem Supermarkt einzukaufen. Im Discounter kaufen 62,1 % der Befragten mindes- tens einmal pro Woche ein. Kleine Lebensmittelläden spielen 2016 für die Nahversorgung nur noch eine untergeordnete Rolle: Lediglich 23,6 % der Befragten nutzen sie mindestens einmal pro Woche. Dieser Anteil lag 2006 noch bei 40,5 %. Einen Bedeutungsverlust bei wöchentli- chen Einkäufen mussten Wochenmärkte (2016: 23,9 %; 2006: 32,6 %) und die großen Ver- brauchermärkte (2016: 19,3 %; 2006: 21,3 %) hinnehmen. Die erstmals abgefragten Bio- Supermärkte kommen auf einen Anteil von 15,0 %. Hofläden werden eher unregelmäßig auf- gesucht und kaum für den wöchentlichen Einkauf genutzt. Rund die Hälfte (47,4 %) der Karls- ruherinnen und Karlsruher nutzen diese Einkaufquellen in meist größeren Abständen. Kurze Wege und Nähe bei der Nahversorgung sind in Karlsruhe inzwischen nicht mehr nur ein oft geäußerter Wunsch, sondern gelebte Realität. Der Anteil der Karlsruherinnen und Karlsru- her, die im eigenen Stadtteil oder in einem Nachbarstadtteil einkaufen, stieg von 73,4 % im Jahr 2006 auf 79,3 % und erreicht fast wieder das Niveau von 2001 (81,6 %). Diese Entwick- lung spiegelt eine allgemeine Verbesserung der Nahversorgungssituation wider und ist konsis- tent mit dem beobachteten Anstieg der Zufriedenheit. Eine Ausnahme davon stellen die Höhen- stadtteile dar. Dort kaufen – durch die Nähe der Angebote in Karlsbad und Waldbronn – rund ein Drittel (33,9 %) der Bewohnerinnen und Bewohner auch außerhalb Karlsruhes ein. Die Bewohner der Innenstadt-Ost, der Oststadt, Durlachs und Grünwinkel nutzen zu über 90 % den jeweils eigenen Stadtteil für die Einkäufe des täglichen Bedarfs. Unter die Marke von 30 % fallen nur Hohenwettersbach und Stupferich. Die Hohenwettersbacher finden im Zentrum von Durlach ihr bevorzugtes Geschäft, die Bewohner Stupferichs, Grünwettersbachs und Palmbachs kaufen ihre Lebensmittel auch außerhalb Karlsruhes ein. Die Bedeutung des eigenen Stadtteils für den Lebensmitteleinkauf hat sich gegenüber 2006 in den meisten Stadtteilen verbessert. In Mühlburg verschlechtert sich der Wert von ehemals 93,3 % auf 83,0 %. In der generellen Stabilisierung zeigt sich der Erfolg des Karlsruher Nahversorgungskonzepts und der Anstrengungen der Stadt, die Nahversorgung wohnstandortnah zu organisieren. In Oberreut und der Nordweststadt konnten neue Nahversorgungszentren realisiert werden. 2011 eröffnete ein Edeka Markt in Oberreut, der zur Verbesserung der Stadtteilorientierung von 64,8 % auf 82,8 % beigetragen hat. In der Nordweststadt geht der Anstieg von 35,4 % auf Ergänzende Erläuterungen Seite 4 nun 85,6 % der Bewohner der Nordweststadt, die angeben, ihr bevorzugtes Geschäft im eige- nen Stadtteil zu finden, auf den neuen REWE Markt in Verbindung mit dem Discounter Penny zurück. In Neureut macht sich vermutlich der 2006 eröffnete REWE Markt im Blankenlocher Weg im Anstieg von 20,6 Prozentpunkten bemerkbar, in der Weststadt der 2009 eröffnete Penny Markt mit der Verbesserung von vormals 52,0 % auf nun 73,9 %. Einkäufe vermehrt zu Fuß und per Rad Der Wandel zu einer wohnstandortnahen Versorgung mit Lebensmitteln zeigt sich auch bei der Wahl des dafür genutzten Verkehrsmittels. Das Auto ist mit 40,7 % zwar nach wie vor das wichtigste Verkehrsmittel für die regelmäßigen Einkäufe, ein Anteil von 27,3 % der Befragten erledigt seine Einkäufe aber meistens mit dem Fahrrad und 26 % zu Fuß. Diese Werte sind eine Überraschung, denn bei der Befragung 2001 gaben nur 3,0 % der Karlsruherinnen und Karls- ruher an, zu Fuß einzukaufen und 6,3 % mit dem Fahrrad. Der Anteil des PKW geht gegenüber 2001 um 18,1 Prozentpunkte zurück. Der ÖPNV kommt 2016 auf einen Anteil von 4,9 %. Der verhältnismäßig hohe Anteil der Karlsruherinnen und Karlsruher, die ihre regelmäßigen Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, kann als Indiz für den Erfolg der Anstrengun- gen, die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs wohnstandortnah zu gestalten, gewertet werden. Kurze Wege und Nähe bei der Nahversor- gung sind in Karlsruhe inzwischen nicht mehr nur ein oft geäußerter Wunsch, sondern gelebte Realität. Versorgungsgrad der Stadtteile nach wie vor unterschiedlich Die Verkaufsfläche für Lebensmittel in Karlsruhe beträgt 2016 insgesamt 110.130 m² und hat sich seit 2006 (damals 97.476 m²) deutlich erhöht. Die Zahl der Betriebe reduzierte sich im glei- chen Zeitraum von 564 auf 507. Damit wird der bisherige Trend zu größeren Märkten ebenso abgebildet, wie das Aufgeben kleinerer Geschäfte. Durch diesen Strukturwandel wurde die Nahversorgungsfunktion einiger Stadtteilzentren geschwächt. Im Zeitraum von 2006 bis 2016 ist die Zahl der in Karlsruhe Wohnberechtigten von 300.134 auf 307.790 angestiegen. Durch das noch stärkere Wachstum der Verkaufsflächen hat die Lebens- mittelverkaufsfläche pro Kopf von 0,3257 m² auf 0,3578 m² zugenommen. Ein Vergleichsmaß für die Stadtteile untereinander gibt der Versorgungsgrad an. Je nachdem, ob die Lebensmittel- verkaufsfläche pro Kopf in einem bestimmten Stadtteil unter oder über dem gesamtstädtischen Wert von 0,3578 m2 (=100 %) liegt, ergeben sich Versorgungsgrade von unter oder auch über 100 %. Die höchsten Versorgungsgrade weisen zusammen mit der Innenstadt-West (254,9 %) die Stadtteile Grünwinkel (343,1 %), Rintheim (213,3 %) und Beiertheim-Bulach (210,8 %) auf. Mit leicht überdurchschnittlichen Werten folgen Südstadt, Oststadt, Neureut und Durlach. In zahlreichen Stadtteilen erreicht die Ausstattung mit Lebensmittelgeschäften Werte zwischen 45 und 90 % des Durchschnitts. Versorgungsgrade unter 45 % haben Weiherfeld-Dammerstock (20,3 %), Stupferich (17,3 %), Grünwettersbach (15,5 %) und Hohenwettersbach (9 %). Im Zeitverlauf betrachtet hat sich der Versorgungsgrad in Grünwinkel, Rintheim, Beiertheim- Bulach, Knielingen, Oberreut und der Nordweststadt in den letzten zehn Jahren bedingt durch die dortige Neuansiedlung von Märkten deutlich verbessert. In vielen anderen Stadtteilen ist der Versorgungsgrad leicht oder auch stärker rückläufig, was in der Regel auf gleichbleibende Ver- kaufsflächenausstattung, die Aufgabe kleiner Geschäfte oder auch kleinflächiger Märkte zu- rückzuführen ist. Eine Verschlechterung der Versorgungssituation tritt dadurch allerdings nicht Ergänzende Erläuterungen Seite 5 ein – eine Sondersituation besteht in den Höhenstadtteilen. Perspektivisch wird sich die Situati- on in Hohenwettersbach und Grünwettersbach deutlich verbessern. In Stupferich wird aktuell mit allen Beteiligten nach einer auf den Stadtteil zugeschnittenen Lösung gesucht. Der mit der Bewertung der Karlsruher Nahversorgungssituation beauftragte Gutachter CIMA stellt fest, dass „insgesamt die wohnortnahe Versorgungssituation in den meisten Karlsruher Stadtteilen mindestens befriedigend, in vielen Stadtteilen sogar als gut bis sehr gut zu bewer- ten“ ist. Mit der Nahversorgungsstrategie der Stadt Karlsruhe werde schon seit Jahren eine de- zentrale Ansiedlungsstrategie erfolgreich verfolgt. Eine Stadt der kurzen Wege sei gerade für immobile Bevölkerungsgruppen in Bezug auf die Nahversorgung von hoher Bedeutung. Attrak- tive Nahversorgungsangebote in den Stadtteilzentren besitzen damit auch in Zukunft einen ho- hen Stellenwert für die Wohnqualität in den Stadtteilen und trügen zu einer Verminderung ei- nes unnötigen Einkaufsverkehrs bei. Die Karlsruher Märkterichtlinien seien daher auch für die Zukunft ein wichtiges Instrument zur Lenkung der Ansiedlungspolitik von Lebensmittelmärkten. Die bestehende dezentrale Nahversorgungsstruktur in den Stadtteilzentren solle weiterhin für eine flächendeckende Nahversorgung erhalten bzw. ausgebaut werden. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse des Nahversorgungsberichts 2017 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die wohnstandortnahe Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmit- teln anhand der Märkterichtlinien weiter bedarfsgerecht auszubauen.

  • Protokoll TOP 8
    Extrahierter Text

    Niederschrift 46. Plenarsitzung Gemeinderat 23. Januar 2018, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 9. Punkt 8 der Tagesordnung: Nahversorgung in den Stadtteilen 2006 bis 2016 Vorlage: 2017/0802 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt die Ergebnisse des Nahversorgungsberichts 2017 zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die wohnstandortnahe Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln anhand der Märkterichtlinien weiter bedarfsgerecht auszubauen. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 8 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Ausschuss für Wirtschaftsförderung. Stadtrat Pfannkuch (CDU): Die Nahversorgung in den Stadtteilen war Gegenstand einer Untersuchung aufgrund einer Umfrage. Ich möchte mich für die damit verbundene Arbeit ganz herzlich im Namen der CDU-Fraktion bedanken. Diese Untersuchung gibt uns doch ein gutes Gefühl, eine sichere Handhabe über die weiteren Planungsüberlegungen im Be- reich der Nahversorgung. Wenn man das zusammenfassend auf einen Punkt bringen will: Gesamtstädtisch ist eigentlich alles in guter Ordnung. Es hat sich in den letzten 10 Jahren, seit der letzten Untersuchung einiges stark verbessert. Im Grunde genommen hat man 9 zusätzliche Vollsortimenter, in ihrer Fläche summiert, zusätzlich gewonnen und hat dadurch natürlich die Probleme, die noch vor 10 Jahren eher aufgezeigt wurden, entschärft. Das ist eine ganz erfreuliche Entwicklung. Das hat natürlich auch dazu geführt, dass die Kundinnen und Kunden sich in ihrer Zufriedenheit steigern konnten. Diese Ergebnisse stimmen uns natürlich auch sehr wohlwollend. Ich denke, das Konzept, das wir hier in Karlsruhe haben, dass wir auf Wohnortnähe gesetzt haben, hat sich bewehrt. In 7 Minuten kommt man heute in der Regel zu einem Nahversorger. Für mich überraschend ist, dass die Haushaltszustellung völlig bedeutungslos ist, sich leider Gottes nicht weiter entwickelt hat. Das wäre sicherlich, wenn es angenommen werden würde, eine Erleichterung für unsere Bürgerinnen und Bürger. – 2 – Das einzige Sorgenkind sind in der Tat die Höhenstadtteile. Hier hat sich die Situation sta- tistisch sogar verschlechtert. Das ist schade. Es hat alles sehr lange gedauert. Ich verkenne aber nicht, dass die Dinge jetzt in die richtige Richtung entwickelt sind. Ich würde einmal sagen, in Hohenwettersbach ist alles in der Pipeline. Da kann man darauf warten. In Grün- wettersbach kommt jetzt hoffentlich das Betreiberausschreibungsverfahren oder ist schon eingeleitet. Ich sehe ein wohlwollendes Nicken der zuständigen Dezernentin. In Stupferich muss man Baurecht schaffen und noch einen Investor finden. All das ist aber genau das, was wir durchaus erwarten dürfen. Ein Lichtblick in den Bergdörfern – das möchte ich doch noch anmerken dürfen – sind die Dienstleistungen. Hier sind die Bürgerinnen und Bürger durchaus zufrieden. Ich nehme das jetzt einmal im Namen der Selbständigen dort mit Ge- nugtuung zur Kenntnis. Stadträtin Ernemann (SPD): Nach 2001 und 2006 liegt uns jetzt der neue Nahversor- gungsbericht 2016 vor. Zugegeben, es hat etwas lange gedauert. Aber es ist ein guter Be- richt. Auch wir schließen uns dem Dank, den die CDU-Fraktion ausgesprochen hat, an und bedanken uns bei der Verwaltung und bei allen, die an diesem Bericht mitgewirkt haben. Der Bericht gibt uns wichtige Erkenntnisse über die zurückliegenden Jahre und über das veränderte Einkaufsverhalten und die daraus resultierende Entwicklung und Veränderung. Die Betriebe bzw. Geschäfte haben sich reduziert, aber gleichzeitig hat sich die Verkaufs- fläche erhöht. Das heißt, es gibt einen eindeutigen Trend zu größeren Märkten. Aber gleichzeitig haben auch Tankstellen, Bahnhöfe, Drogeriemärkte ihr Lebensmittelangebot erweitert. Besonders die Drogeriemärkte bieten mittlerweile ein großes Sortiment an Bio- und Babynahrung an. Der Online-Handel mit Lebensmittel hat sich im Vergleich zu anderen Branchen – da war die Erwartungshaltung höher – wohl noch nicht durchgesetzt. Viele Märkte nehmen ihr Angebot mittlerweile wieder zurück. Heute auch aktuell ein Bericht in den Badischen Neuesten Nachrichten dazu. Viel hat sich also getan in den zurückliegenden Jahren. Vor allem aber haben sich auch unser Einkaufsverhalten und das Einkaufsverhalten der Bevölkerung stark verändert. Wie kauft man heutzutage ein? Mit dem Auto, zu Fuß, mit dem Fahrrad? Ich war doch etwas überrascht. Im Jahr 2001 gaben noch fast 60 % an, mit dem Auto einzukaufen. So waren es in der neuesten Umfrage nur noch 40,7 %. Deutlich gestiegen ist das Einkaufen mit dem Fahrrad, von 6,3 % im Jahre 2001 auf 27,3 % im Jahre 2016. Noch deutlicher ist der Anstieg der zu Fuß Einkaufenden von 3 % auf 26 % in der letzten Umfrage. Am be- liebtesten ist nach wie vor das Einkaufen beim Supermarkt und Discounter. 71 % kaufen einmal in der Woche im Supermarkt, 62 % im Discounter und leider nur noch 23,6 % in den kleineren Läden. Erschrocken bin ich über den Bedeutungsverlust der Wochenmärkte. Hier ist ein Rückgang von 32,6 auf 23,9 % verzeichnet. Woran liegt das? Das Einkaufen am Abend oder in den späten Abendstunden – das hatten wir eben auch schon, was die verkaufsoffenen Sonntage anbelangt , angesprochen – kommt der berufstätigen Bevölke- rung zugute und wird immer mehr genutzt. Da können die Wochenmärkte mit ihren ge- bundenen Verkaufszeiten nicht mithalten. Doch wie sieht es mit der Zufriedenheit aus? Die Zufriedenheit mit dem Nahversorgungs- angebot hat sich im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren doch erheblich verbessert. So haben es im Jahr 2006 noch 49,1 % der Befragten mit „gut“ bis „sehr gut“ angegeben. Jetzt waren es 65,1 %. Das ist ein sehr guter Wert. Das ist erfreulich. Ein Lob auch an die – 3 – Verwaltung, die dies mit begleitet und unterstützt hat. Eine deutliche Verbesserung der Situation gab es durch die Eröffnung neuer Märkte, z. B. 2006 in Neureut, 2011 in Ober- reut und in der Nordweststadt. Die höchste Zufriedenheit erwartungsgemäß in der Innen- stadt mit 80 % und in Mühlburg, Grünwinkel gar mit 81 % sowie in den Stadtteilen Süd- west, Oststadt, Südweststadt, Durlach und Neureut mit 70 %. Aber auch, das ist der traurige Punkt an dem Nahversorgungsbericht, 11,2 % bezeichneten die Versorgungslage in ihrem Stadtteil als schlecht bis sehr schlecht, und hier mit großem Abstand – da hat sich im Vergleich zu den beiden letzten Erhebungen nichts wesentlich geändert, sogar verschlechtert – die Bergdörfer. Als „schlecht“ bis „sehr schlecht“ versorgt fühlen sich auch die Weiherfeld-Dammerstocker, wo die Zufriedenheitsquote bei 35,3 % liegt. Aber noch einmal zurück zu den Bergdörfern. Absolut unterversorgt und sogar nicht versorgt sind nach wie vor wir in den Bergdörfern und das mit großem Abstand. 69,6 % der Stupfericher Einwohner stuften ihre Nahversorgung als „schlecht“ und „sehr schlecht“ ein. Absoluter Rekord der Unzufriedenheit in meinem Stadtteil Hohenwettersbach mit einer Unzufriedenheitsquote von 71,7 %. Obwohl das Einkaufen im eigenen Stadtteil immer beliebter wird und dies von 73,4 % in der letzten Umfrage auf 79 % gestiegen ist, ist man in den Höhenstadtteilen gezwungen, in die benachbarten Stadtteilen oder noch weiter weg einkaufen zu fahren und dabei Anfahrtszeiten von teilweise 20 Minuten, wie in Stup- ferich, in Kauf zu nehmen. Von einer fußläufigen Erreichbarkeit sind wir weit entfernt. (Der Vorsitzende: Frau Stadträtin!) - Ja, ist klar. Eine Verbesserung der Situation zeichnet sich auch in Hohenwettersbach und in Wetters- bach ab. In Hohenwettersbach steht der Treff 3000 nach einem langen Genehmigungsver- fahren kurz vor der Lösung. In Wettersbach hoffen wir auch auf eine schnelle Lösung der derzeitigen Situation. Hier wünsche ich mir für die Zukunft – das ist mein Appell – eine Be- schleunigung der Baugenehmigungsverfahren und dass diese sich nicht über viele Jahre hinwegziehen. Es ist schwer, einen Investor, der sich endlich gefunden hat, über einen Zeit- raum ... (Der Vorsitende: Frau Stadträtin! Sie müssen Schluss machen!) - Ja, danke schön. Das war es. Das wollte ich aber noch loswerden. Stadträtin Mayer (GRÜNE): Unser Ziel ist eine Stadt der kurzen Wege. Dieser Bericht zeigt, wir sind auf einem guten Weg. Wir wollen, dass es auch so weitergeht. Viele tolle Erkenntnisse wurden jetzt schon von den anderen vorgetragen. Was uns GRÜNE auch be- sonders freut, ist, dass der Anteil von Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkau- fen gehen, ganz deutlich zugenommen hat. Mittlerweile ist es so, dass über 50 % hier in Karlsruhe mit dem Fahrrad oder zu Fuß einkaufen. Das ist eine tolle Entwicklung. Die wol- len wir auf jeden Fall weiter fördern. Jetzt ist die Frage, was ziehen wir noch für Erkenntnisse aus dem Bericht? Wo wollen wir noch ansetzen? Da haben sich für uns GRÜNE besonders vier Punkte herausgestellt, wo wir denken, da sollte man noch einmal ein Auge darauf werfen und auch vor allem dran blei- ben. – 4 – Das ist zum Ersten das Thema Regional und Ökologisch. Wir sehen, die Anteile an Lebens- mitteln, die auf dem Wochenmarkt gekauft werden, sind zurückgegangen. Das ist sehr schade, gerade für den Aspekt des regionalen Einkaufens. Da sind schon positive Ansätze zu sehen. Die Abendmärkte werden sehr gut angenommen. Wir würden uns wünschen, dass auch weiterhin Ansätze gefunden werden, um dieses regionale Angebot attraktiv zu machen. Der Punkt Bio und Biomärkte ist ein Punkt, der auch deutlich aus dem Bericht hervorgeht. Menschen, die gerne Bio kaufen wollen, würden auch sehr weite Wege fahren. Das ist zum Teil sehr abhängig davon, ob im eigenen Stadtteil auch ein Biomarkt ist. Natürlich ist es kontraproduktiv, dann für Biolebensmittel ganz weite Strecken mit dem Auto fahren zu müssen. Wir wünschen uns deswegen ein flächendeckendes Angebot und dass die Verwal- tung auch schaut, dass Biomärkte flächendeckend in dem Sinne angeboten werden kön- nen. Ein Punkt, der uns auch sehr wichtig ist, der zweite Punkt, sind die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer. Der Punkt, der sicher noch vielen Menschen beim Einkaufen Sorgen berei- tet, ist: Wo kann man sein Fahrrad abstellen? Wo sind sichere Plätze? Hier würden wir uns insbesondere wünschen, dass auch Parkplätze für Autos extra gekennzeichnet werden, dass auch Fahrradfahrer willkommen sind bzw., dass einige Parkplätze auch umgewidmet werden. Gerade in der Innenstadt sieht man oft, dass die Fahrräder so nah beieinander stehen, dass da kaum noch Möglichkeiten existieren, irgendwo etwas abzustellen. Das ist besonders schwierig, wenn man ein Lastenrad oder einen Anhänger hat. Da ist es zum Teil unmöglich. Deswegen würden wir uns wünschen, hier insbesondere neue Parkplätze zu schaffen. Der dritte Punkt sind die Höhenstadtteile, auch schon von einigen angesprochen. Die Ver- waltung ist hier auf einem sehr guten Weg. Wir möchten diesen Weg, so gut es geht, auch unterstützen. Gerade für die Altersstruktur in den Höhenstadtteilen, die sich verändert, ist es unglaublich wichtig, auch ein Angebot vor Ort zu haben. Auch im Hinblick auf die Ver- einsamung sind Lieferservice nicht das Element unserer Wahl. Ein letzter Punkt, der uns noch sehr wichtig ist, sind abgehängte Quartiere innerhalb von Stadtteilen. Die gibt es auch. Das ist auch etwas, was wir in dem Bericht gerne noch stärker herausheben würden. Beispielsweise in Mühlburg, da sind die Einwohnerinnen und Ein- wohner sehr zufrieden. Aber es gibt z. B. auch im Norden, gerade im Bereich Moltkestraße, durchaus Menschen, die brauchen zu Fuß 15 Minuten. Für die ist es zum Teil sehr schwie- rig. Da hat jetzt noch ein Supermarkt zugemacht. Die Zufriedenheit, gerade in diesem Teil, ist deutlich geringer geworden. Aber auf Mühlburg gesehen, ist die Zufriedenheit immer noch sehr hoch. Da würden wir uns wünschen, in zukünftigen Berichten stärken auf diese abgehängten Quartiere abzuzielen, um dann auch wirklich sofort Handlungsmöglichkeiten zu sehen. Stadtrat Lancier (KULT): Mit den Informationen, die sich aus dem Bericht ableiten lassen, ist die KULT-Fraktion ebenfalls zufrieden. Das Handeln der Verwaltung und die Entschei- dungen der Gremien waren offenbar geeignet, um in der Fläche der Stadt insgesamt für die Bewohner die Versorgung zufriedenstellend und besser zu ermöglichen. Die Rücklauf- quote dieser Untersuchung von fast einem Viertel halten wir bei solch einer Befragung für – 5 – einen erfreulich hohen Wert. Das Ergebnis belegt, dass die Befragten nur selten durch Un- zufriedenheit getrieben eine wirkliche Motivation hatten, eine größere Rücklaufquote zu erzeugen. Das heißt aus unserer Sicht, dass die Befragung unter Umständen sogar noch ein besseres Ergebnis hätte, wenn sämtliche Rückläufe da gewesen wären. Insofern ist das Ganze für die Stadt ein gutes Ergebnis. Angesicht der guten Entwicklung in der Stadt sind wir optimistisch, dass sich auch in den Höhenstadtteilen die Situation verbessern wird. Auf die Inhalte der Untersuchung werde ich jetzt nicht mehr eingehen. Das ist von meinen Vorrednern und Vorrednerinnen im Allgemeinen sehr intensiv gemacht worden. So will ich mich nur auf eine Kleinigkeit beschränken. Bei der zunehmenden Fahrradnutzung sehen wir auch einen gewissen Ursache-Wirkung-Unterschied, d. h., es ist nicht so, dass zuneh- mend die Leute mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, sondern dass zunehmend Fahrrad- fahrer einkaufen, d. h., die Distanz zwischen den Einkaufsgelegenheiten zu den Wohnbe- reichen wird etwas weniger aufwändig. Die Fahrtzeiten mit dem Fahrrad sind relativ kurz. Das ist nach meiner Auffassung auch eine Folge unserer relativ guten Entwicklung, was die Fahrradmobilität in der Stadt betrifft. Eine Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten für die Bevölkerung ist auch davon abhängig, dass die Infrastruktur für Fahrräder weiter im Fokus bleibt und weiter verbessert wird. Ich sehe da die Stadt durchaus auf einem sehr guten Weg. Aber, wie von der Kollegin Zoe Mayer angesprochen, ist das Abstellen des Fahrrades ein etwas ungelöstes Problem. Dort könnte nach unserer Auffassung durchaus sich einiges noch verbessern. Denn wenn die Zahl der Autos, die zum Einkaufen verwendet werden, nachlässt, dann ist die Zahl der Parkplätze, die dafür erforderlich ist, nicht mehr so groß. Daher gibt es durchaus gute Gründe, aus den Parkplätzen für Autos mindestens jeweils vier Abstellplätze für Fahrräder zu machen und auch für etwas sperrige Varianten von Fahrrä- dern entsprechend Plätze vorzusehen. Wie gesagt, wir sind insgesamt sehr zufrieden. Die Anerkennung für diesen Bericht be- kommen Sie von uns auch. Stadtrat Høyem (FDP): Ganz generell ist dieser Nahversorgungsbericht 2017 sehr positiv. In Stupferich und in Palmbach denkt man wahrscheinlich nicht so. Aber die Nahversorgung in Karlsruhe ist – mit diesen Ausnahmen und vielleicht auch in anderen Höhenstadtteilen und in Mühlburg – seit dem letzten Bericht deutlich verbessert. Darüber können wir uns freuen. Hohenwettersbach und Grünwettersbach können sich auch auf neue Initiativen freuen. Hoffentlich findet man auch für Stupferich eine gute Lösung. In Zukunft werden wir wahrscheinlich auch erfahren, wie sich der Internethandel und die Kooperationsmög- lichkeiten der Nahversorgung entwickeln. Beispielsweise muss man bei Neubau und Sanie- rung verbesserte Modelle für Lieferanten einbringen. Dieser Bericht gibt einen guten Hin- tergrund für einen noch besseren Ausbau der notwendigen Wohnstandortversorgung auch in Höhenstadtteilen. Stadtrat Wenzel (FW): Erst einmal herzlichen Dank für diese Vorlage. Ich muss anerken- nen, es ist sehr viel Arbeit. Ich habe aber auch ein kleines Haar in der Suppe gefunden. Es hätte mich gefreut, wenn man daraus ein klares Fazit ziehen könnte, wie wir eventuell als Stadt reagieren können. Wir haben darin die allgemeinen Tendenzen in der Nahversor- gung, wir haben dort auch einen kleinen Hintergrund. Da steht – leider nur mit großem Suchen – die Qualität eines Stadtteils als Wohnstandort wird stark vom Angebot an Ein- kaufsmöglichkeiten von Lebensmitteln usw. bestimmt. Es hätte mich froh gestimmt, wenn man daraus eine Strategie gezogen hätte. Denn dieses Werk, wenn ich mich jetzt selber – 6 – sehe, stimmt mit dem überein, wie ich mich selbst verhalte oder meine Familie sich verhält. Man erkennt, das wurde schon genannt, der Bedarf an Bioläden aber auch an Metzgern und anderen kleinen Lebensmittelgeschäften ist da. Wie wir reagieren können, hat Kollege Høyem angedeutet, dass wir bei Neubaugebieten eventuell Strukturmaßnahmen einleiten und nie aus den Augen lassen, dass eine Stadt lebt, wenn man sehr kurze Wege hat. Ob die jetzt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder leider da, wo es nicht anders geht, in den Höhen- stadtteilen auch mit dem Auto möglich sind, wenn der ÖPNV es nicht zulässt. Deshalb noch einmal kurz mein Dank. Es ist sehr aufschlussreich, entspricht dem, wie ich mich selbst verhalte. Aber wir sollten zukünftig, wenn wir Neubaugebiete oder Struktur- veränderungen haben, darauf reagieren. Wir haben in der Vergangenheit, wie es in der Südstadt-Ost passiert ist, leider nicht entsprechend gehandelt, wie dieses Werk es uns ei- gentlich vorschlägt. Erste Bürgermeisterin Luczak-Schwarz: Vielen Dank für die wohlwollenden Worte für diesen Bericht. Ich denke, Sie haben das auch sehr schön formuliert und auf den Punkt gebracht, dass dieser Bericht eindrucksvoll zeigt, dass unsere Märkterichtlinien, die wir gemeinsam hier im Gemeinderat beschlossen haben und die natürlich wichtiger Bestandteil des Nahversorgungskonzeptes sind, welches wir auch gemeinsam diskutiert haben, grei- fen. Ziel und Inhalt sind die dezentralen fußläufigen Nahversorgungsstrukturen in den Stadtteilen. Das haben wir geschafft, innerhalb von 10 Jahren zu verbessern. Das zeigt die- ser Bericht eindeutig. Nichtsdestotrotz haben wir Sorgenkinder. Das haben wir auch offen aufgezeigt. Wir sind, Herr Stadtrat Pfannkuch, Frau Stadträtin Ernemann und Herr Stadtrat Høyem, bei den Bergdörfern auf einem guten Weg. Es werden noch dicke Bretter zu boh- ren sein. Aber auch dieses werden wir lösen. Nichtsdestotrotz gibt es weitere Probleme. Das Thema, Frau Mayer, Parkplätze hatten wir auch in den Ausschüssen andiskutiert. Sie wissen, dass natürlich bei den bestehenden Märkten der Einfluss äußerst gering ist. Denn das müssen die Eigentümer von sich aus tun. Da ist auch die Wirtschaftsförderung im Dialog. Wir versuchen, darauf hinzuwirken. Aber zwangsweise können wir so etwas nicht einführen. Wir werden aber in Zukunft natürlich bei Neubauten darauf achten, dass wir auch im Vorfeld, wenn z. B. in den Bergdörfern neue Gebiete angelegt werden, vielleicht bei den Fahrrädern ein besonderes Augenmerk anlegen. Auch heute haben wir da andere Möglichkeiten, als es vielleicht vor fünf oder zehn Jahren war. Kleine Läden, Herr Stadtrat Wenzel, wären schön. Es sterben unsere kleinen Metzgereien, gerade die Handwerksbetriebe aus. Aber letztendlich müssen die Läden wirtschaftlich be- trieben werden. Das zeigt auch die Entwicklung. Immer größere Flächen, immer größere Angebote, das ist die Zukunft. Darauf müssen wir uns einstellen. Solche Angebote müssen wir dann unseren Bürgerinnen und Bürgern auch zur Verfügung stellen. Ansonsten vielen Dank für die lobenden Worte. Ich glaube, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das auch sehr genossen. Der Vorsitzende: Wir wollten auch nicht unsere Strategie darstellen. Aber die vorgelegten Zahlen sind eine Bestätigung, dass die Strategie in den meisten Fällen, so weit wir über- haupt Handlungsmöglichkeiten haben, funktioniert. Ich könnte es Ihnen jetzt an vielen Stadtteilen aufzeigen, ob Kirchfeld, ob das, was wir in Daxlanden machen, aber auch die Diskussion etwa in Rüppurr oder anderswo, dass wir genau auch aus diesen Ergebnissen – 7 – heraus agieren, Herr Stadtrat Wenzel. Insofern ist der Mangel an Strategie, den Sie beklagt haben, nicht so ganz unser Ziel gewesen. Sondern es ist eine Bestätigung für die Strategie. Wer noch genauer wissen will, wie wir da vorgehen, der kann sich dann noch einmal an uns wenden. Das waren jetzt alle Wortbeiträge. Wir kommen damit zum Beschluss. Ich darf Sie um Ihr Votum bitten. –Vielen Dank. Genauso werden wir verfahren. Jetzt muss ich Sie noch einmal um eine besondere Aufmerksamkeit bitten. Ich war ein we- nig zu schnell. Es könnte möglicherweise ein Problem sein, dass wir 6.1 und 6.2 zusammen abgestimmt haben, zumal ein Umlegungsverfahren mitunter juristisch kritisch betrachtet wird. Um es noch einmal mit Ihrem Einverständnis ganz korrekt zu machen, stelle ich noch einmal 6.1 und 6.2 separat zur Abstimmung. Dann kann gar nichts passieren. Wir ziehen das jetzt einfach noch schnell gemeinsam durch. Ich hoffe, Sie wissen alle noch, wie Sie abgestimmt haben oder auch nicht. Sie wissen auch, worum es bei 6.1 und 6.2 ging. Ich rufe von daher noch einmal 6.1 auf. Das ist der Auslegungsbeschluss zum Bebauungs- plan Oberreut-Waldlage, Änderung im Bereich Otto-Wels- und Rudolf-Breitscheid-Straße in Karlsruhe-Oberreut und bitte um Ihr Votum. – Einstimmig zugestimmt. Dann rufe ich den Tagesordnungspunkt 6.2 auf, Anordnung der Umlegung gem. § 46 Baugesetzbuch zur Verwirklichung des Bebauungsplans. Wieder geht es um den Bebau- ungsplan Oberreut-Waldlage und da die entsprechende Änderung. Ich bitte um das Vo- tum. – Das ist ebenfalls eine einstimmige Zustimmung. Damit können wir in der Tagesordnung fortfahren. Wir sind ein wenig zurückgesprungen. Jetzt springen wir wieder nach vorne. TOP 9 hatten wir abgesetzt. Das wird auch nicht mehr kommen, ich hatte es eingangs er- wähnt, weil sich die Sache auf andere Weise positiv erledigt hat. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 31. Januar 2018