Prüfauftrag für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an einer der vier Karlsruher Gemeinschaftsschulen

Vorlage: 2017/0727
Art: Antrag
Datum: 15.11.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 12.12.2017

    TOP: 29

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden

Zusätzliche Dateien

  • Interf. Prüfauftrag gymnasiale Oberstufe
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister Interfraktioneller ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion CDU-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0727 Prüfauftrag für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an einer der vier Karlsruher Gemeinschaftsschulen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 12.12.2017 29 x 1. Die Stadtverwaltung erstellt, ggf. beauftragt eine Machbarkeitsstudie für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an einer der vier Gemeinschaftsschulen in Karlsruhe. 2. Die Machbarkeitsstudie beinhaltet die Beantwortung folgender Fragestellungen:  Kann am Standort Karlsruhe die Anzahl von 60 Schüler*innen, die für die Einrichtung einer Oberstufe nach § 8a SchulG-BW notwendig ist, zum Schuljahr 2020/21 mit hoher Wahr- scheinlichkeit erreicht werden?  Welche Folgen wären mit der Einrichtung einer solchen Oberstufe für die beruflichen Gym- nasien und die weiteren Gymnasialstandorte in Karlsruhe verbunden? 3. Welche Standorte kämen für eine gymnasiale Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule in Fra- ge und welcher davon wäre besonders für die Angliederung einer Oberstufe geeignet? Welche Planungen wären dafür erforderlich? 4. Die Machbarkeitsstudie soll dem Gemeinderat bis Ende April 2018 vorgelegt werden. Begründung/Sachverhalt: Mit den vier Karlsruher Gemeinschaftsschulen Augustenburg-GMS, Drais-GMS, Ernst-Reuter-GMS, Anne-Frank-GMS hat die Stadt Karlsruhe eine weiterführende Schulart als Wahlangebot für Eltern eingerichtet, die eine integrative Schulform für ihr Kind wünschen. Am Ende dieses Schuljahres wird der erste Abschlussjahrgang der Augustenburg-GMS die Schule nach der 10. Klasse verlassen. Nacheinander folgen dann die Drais-GMS, die Ernst-Reuter-GMS und die Anne-Frank-GMS. Sowohl die Schulen als auch die Eltern äußern den Wunsch, dass eine gymnasiale Oberstufe an einer der vier Gemeinschaftsschulen angegliedert wird. Das Schulgesetz sieht diese Möglichkeit ausdrücklich vor. Als Voraussetzung dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, u. a. muss eine Mindestzahl von 60 gymnasial geeigneten Schüler*innen erreicht werden. Schüler*innen der umliegenden Gemeinschaftsschulen (Eggenstein, Weingarten u.a.) sowie eine geringe Quote von Realschulabsolvent*innen können einberechnet werden. An den Standorten Tübingen (drei GMS) und Konstanz (eine GMS) liegen bereits Genehmigungen für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule für das Schuljahr 2018/19 vor. Der Prozess der Prüfung der Voraussetzungen ist dort also bereits abgeschlossen. In Tübingen wurde dazu ein umfangreiches Forschungsprojekt von Prof. Dr. Carsten Bohl (Universität Tübingen) durchführt. An der dabei angewandten Prüfungssystematik soll sich die Stadtverwaltung orientieren (siehe: https://www.tuebingen.de/Dateien/abschlussbericht_oberstufe.pdf). Seite 2 Auf Wunsch der Fraktionen Grüne, CDU und SPD hat der ehemalige Schulleiter Dr. Joachim Fried- richsdorf den Prüfungs- und Entscheidungsprozess in Tübingen in der AG „Regionale Schulentwick- lung“ vorgestellt und die gymnasiale Oberstufe aus pädagogischer Sicht begründet. Im Anschluss sag- te die Stadtverwaltung zu, die Schüler*innenzahlen in Karlsruhe zu prüfen. Die antragstellenden Frak- tionen vertreten die Auffassung, dass dies im Rahmen einer Machbarkeitsstudie erfolgen soll. Dabei soll auch geklärt werden, an welchem Standort eine gymnasiale Oberstufe eingerichtet werden könn- te und welche baulichen Planungen dafür erforderlich wären. Auch wenn eine gymnasiale Oberstufe realistischerweise nicht vor dem Schuljahr 2020/21 in Karlsruhe eingerichtet werden könnte, müssen interessierte Eltern zeitnah Klarheit darüber bekommen, ob eine gymnasiale Oberstufe infrage kommt. Denn immer häufiger fragen Eltern vor der Entscheidung für oder gegen eine Gemeinschaftsschule danach, ob ihr Kind auch an einer Gemeinschaftsschule das Abitur ablegen kann. Die Erstellung, ggf. Beauftragung der Machbarkeitsstudie stellt noch keine Entscheidung dar und da- mit sind auch noch keine vertieften Planungen verbunden. Aber die Machbarkeitsstudie kann zum jetzigen Zeitpunkt die notwendigen planerischen Grundlagen für eine solche Entwicklung schaffen. unterzeichnet von: Dr. Ute Leidig Renate Rastätter Ekkehard Hodapp Tilman Pfannkuch Detlef Hofmann Johannes Krug Parsa Marvi Sibel Habibović Irene Moser Tom Høyem Karl-Heinz Jooß

  • Stellungnahme TOP 29
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion CDU-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0727 Dez. 3 Prüfauftrag für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an einer der vier Karlsruher Gemeinschaftsschulen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 12.12.2017 29 x Kurzfassung Die Verwaltung wird eine Machbarkeitsstudie für die infrage kommenden Standorte (Ernst- Reuter-Schule, Anne-Frank-Schule) erstellen und schlägt vor, dieses Thema zunächst im Schul- beirat weiter zu behandeln. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) nein x ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: derzeit noch nicht bezifferbar ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein x ja Handlungsfeld: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Stadtverwaltung erstellt, gegebenenfalls beauftragt eine Machbarkeitsstudie für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an einer der vier Gemeinschafts- schulen (GMS) in Karlsruhe. Die Verwaltung wird im Rahmen der Regionalen Schulentwicklung eine entsprechende Mach- barkeitsstudie beauftragen. 2. Die Machbarkeitsstudie beinhaltet die Beantwortung folgender Fragestellungen:  Kann am Standort Karlsruhe die Anzahl von 60 Schülerinnen und Schüler die für die Einrichtung einer Oberstufe nach § 8a Schulgesetz Baden-Württemberg notwendig ist, zum Schuljahr 2020/21 mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht werden?  Welche Folgen wären mit der Einrichtung einer solchen Oberstufe für die berufli- chen Gymnasien und die weiteren Gymnasialstandorte in Karlsruhe verbunden? Die im Antrag formulierten Fragestellungen werden im Rahmen der Regionalen Schulentwick- lung beantwortet. 3. Welche Standorte kämen für eine gymnasiale Oberstufe an einer Gemeinschafts- schule in Frage und welcher davon wäre besonders für die Angliederung einer Oberstufe geeignet? Welche Planungen wären dafür erforderlich? Aufgrund der räumlichen Verhältnisse schlägt die Verwaltung vor, eine Machbarkeitsstudie für die Anne-Frank-Schule und die Ernst-Reuter-Schule zu erstellen, hierzu liegt auch ein Antrag der GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion vor. Die Schulstandorte Drais-Gemeinschaftsschule und Au- gustenburg-Gemeinschaftsschule verfügen nicht über die erforderlichen Flächen für eine Erwei- terung um eine Oberstufe. 4. Die Machbarkeitsstudie soll dem Gemeinderat bis Ende April 2018 vorgelegt wer- den. Die Verwaltung wird in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt und den geschäftsführen- den Schulleitungen einen Zeitplan erarbeiten und im Schulbeirat vorstellen. Das Thema „Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule“ wird auch im Rahmen eines Elternfo- rums am 5. März 2018 erörtert.

  • Protokoll TOP 29
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 45. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 12. Dezember 2017, 15:30 Uhr Öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 27. Punkt 29 der Tagesordnung: Prüfauftrag für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an einer der vier Karlsruher Gemeinschaftsschulen Interfraktioneller Antrag: GRÜNE, CDU, SPD, FDP Vorlage: 2017/0727 Beschluss: Einverstanden mit der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 29 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Ich habe mich kurz abgesprochen mit den anderen Antragsstellern. Wir sind uns einig, dass wir die Antwort der Stadtverwaltung begrüßen, dass die Machbarkeitsstudie erstellt wird. Vor allem finden wir es sehr gut, dass das zugesagte Elternforum am 3.März nächsten Jahres stattfindet. Ich glaube das ist auch noch einmal eine gute Ergänzung. Damit können wir jetzt abwarten, was bei der Machbarkeitsstudie herauskommt und werden dann die Diskussion, wie vorgeschlagen in der Antwort, im Schulbeirat fortsetzen. Vielen Dank. Der Vorsitzende: Ich habe jetzt keine weiteren Wortmeldungen. Dann können wir das so abschließen. Vielen Dank. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 21. Dezember 2017