Maßnahmen gegen Lärm (Quietschen) verursacht durch Stadt- und Straßenbahnen
| Vorlage: | 2017/0652 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 19.10.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Verkehrsbetriebe Karlsruhe |
| Erwähnte Stadtteile: | Südstadt, Waldstadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 21.11.2017
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) Vorlage Nr.: 2017/0652 Maßnahmen gegen Lärm (Quietschen) verursacht durch Stadt- und Straßenbahnen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 21.11.2017 36 x Seit geraumer Zeit häufen sich wieder die Beschwerden über Fahr- und Quietschgeräusche verursacht von Stadt- und Straßenbahnen, von Anwohnern auch entlang von geraden Schienenstrecken, wie in der Karl- oder Rüppurrer Straße. Dazu haben wir folgende Fragen: A) Gibt es einen Zusammenhang mit der Häufung von Beschwerden im Zusammenhang mit dem Einsatz der „neuen“ Bahnen? 1. Verfügen diese Bahnen über eigene Spurkranzschmierung bzw. Schienenflanken- schmierung? 2. Werden die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen eingehalten? B) Betrachtet man die relativ neuen Schienen in der Karlstraße, kann man feststellen, dass diese mit zahlreichen Querrillen(riefen) (Verwerfungen) überzogen sind. Ist dies ein Grund für die dort auftretenden Fahrgeräusche? 1. Was sind die Ursachen für die Schienendeformierungen? 2. Welche Maßnahmen will man ergreifen, um die Fahrgeräusche in der Karlstraße zu re- duzieren? C) Von welchen Bahnstrecken in der Stadt ist bekannt, dass sich dort Anwohner über Fahr- und Quietschgeräusche verursacht durch Stadt- und Straßenbahnen häufiger beschweren? 1. Welche Maßnahmen sind zur Lärmreduzierung dort geplant? Begründung: Immer wieder gibt es Beschwerden von Anwohnern, die sich über die von Stadt- und Straßenbahnen erzeugten Fahr-/Quietschgeräusche, an Wendeschleifen – wie am Tivoli in der Südstadt, oder an Wei- chen oder Kurven – wie am Entenfang oder am Europaplatz belästigt fühlen. Durch geeignete Maß- nahmen wie z. B. fest installierte Schmieranlagen konnten die meisten „Lärmherde“ dieser Art in der Vergangenheit beseitigt werden. unterzeichnet von: Jürgen Wenzel
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0652 Dez. 1 Maßnahmen gegen Lärm (Quitschen) verursacht durch Stadt- und Straßenbahnen Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 21.11.2017 36 x Seit geraumer Zeit häufen sich wieder die Beschwerden über Fahr- und Quietschgeräusche ver- ursacht von Stadt- und Straßenbahnen, von Anwohnern auch entlang von geraden Schienen- strecken, wie in der Karl- oder Rüppurrer-Straße. Der Anstieg der Beschwerden erfolgt systembedingt bei längeren Trockenphasen. Um dies zu verbessern, arbeiten wir an einer Optimierung der Schmiertechnik, welche fahrzeugseitig instal- liert wird. Erste Testfahrzeuge laufen bereits mit einer bedarfsgesteuerten Steuerung der Spur- kranzschmierung. Daneben haben wir seit Mai 2017 ein erstes Testfahrzeug mit einer GPS-gesteuerten Schienen- kopfkonditionierungsanlage im Einsatz. Die Zustimmung unserer Aufsichtsbehörde vorausge- setzt, wollen wir weitere Fahrzeuge damit ausstatten. Von beiden Einrichtungen (Spurkranz- schmieranlage und Schienenkopfkonditionierungseinrichtung) versprechen wir uns eine deutli- che Reduzierung des extremen Schienenquietschens. A: Gibt es einen Zusammenhang mit der Häufung von Beschwerden im Zusammenhang mit dem Einsatz der neuen Bahnen? 1. Verfügen diese Bahnen über eigene Spurkranzschmierung bzw. Schienenflanken- schmierung? Die Beschwerden sind unabhängig von der Bauart der Straßen- oder Stadtbahnfahr- zeuge zu sehen, wenngleich die Neufahrzeuge auf Grund des höheren Gewichts eher zum Quietschen neigen. Jede Fahrzeugbaureihe hat eine Teilflotte von 50 %, die mit Spurkranzschmierung ausgestattet ist. Die Teilmenge ist – auch im Vergleich zu den Erfahrungen anderer Verkehrsbetriebe – als ausreichend anzusehen. 2. Werden die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen eingehalten? Unser Fahrpersonal wird hinsichtlich der zulässigen Geschwindigkeit regelmäßig nachgeschult. Die Fahrgeschwindigkeit wird zu dem stichprobenartig kontrolliert. B: Betrachtet man die relativ neuen Schienen in der Karlstraße, kann man feststellen, dass diese mit zahlreichen Querrillen (riefen) (Verwerfungen) überzogen sind. Ist dies ein Grund für die dort auftretenden Fahrgeräusche? 1. Was sind die Ursachen für die Schienendeformierungen? 2. Welche Maßnahmen will man ergreifen, um die Fahrgeräusche in der Karlstraße zu reduzieren? Antwort zu 1. und 2. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Diese Art von Oberflächenschäden entsteht durch den normalen Betrieb und wird regelmäßig beseitigt. Zu den Gegenmaßnahmen wird auf die obigen Ausführungen verwiesen. C: Von welchen Bahnstrecken in der Stadt ist bekannt, dass sich dort Anwohner über Fahr- und Quietschgeräuschen verursacht durch Stadt- und Straßenbahnen häufiger beschwe- ren? Die Beschwerdepunkte sind bekannt, z. B. Kaiserplatz oder Abschnitte in der Waldstadt (z. B. Wendeschleife Europaschule). 1. Welche Maßnahmen sind zur Lärmreduzierung dort geplant? Dort sind bereits Kurvenschmieranalagen vorhanden. Infrastrukturseitig ist damit das Mögliche getan, fahrzeugseitig sind die bereits genannten Maßnahmen in Erpro- bung.
-
Extrahierter Text
NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 44. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 21. November 2017, 15:30 Uhr Öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 37. Punkt 36 der Tagesordnung: Maßnahmen gegen den Lärm (Quietschen) verur- sacht durch Stadt- und Straßenbahnen Anfrage: FW Vorlage: 2017/0652 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 36 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 8. Dezember 2017