Pilotprojekt Fundraising Sybelcentrum
| Vorlage: | 2017/0645 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 16.10.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach |
Beratungen
- Hauptausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 14.11.2017
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0645 Dez. 3 Pilotprojekt Fundraising Sybelcentrum Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 14.11.2017 2 x Kenntnisnahme Beschlussantrag Der Hauptausschuss nimmt die Ausführungen zur Kampagne „Bleibendes schaffen für Karlsru- he“ und zum Pilotprojekt „Fundraising Sybelcentrum“ zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) nein x ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 220.000 € (bei Heimstiftung) 100.000 € (DHH 17/18) Einmaliger Zuschuss zur Anschubfinanzierung. Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung Kontierungsobjekt: PSP-Element: 1.200.31.40.10 Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant x nein ja Handlungsfeld: (bitte auswählen) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein x ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Hintergrund des Projektes: Die stadtweite Kampagne: „Bleibendes schaffen für Karls- ruhe“ Im Auftrag des Oberbürgermeisters wurde im April 2016 das Projekt „Spenden, (Zu-)Stiftungen und Nachlässe für die Stadtverwaltung Karlsruhe“ ins Leben gerufen, das mittlerweile umbe- nannt wurde in „Bleibendes schaffen für Karlsruhe“. Die Projektleitung wurde dem Leiter der Kämmerei, Herrn Dollinger, übertragen. Neben der Kämmerei sind der ZJD, das Dezernat 3, der Zoo, das städtische Klinikum, das Friedhof- und Bestattungsamt sowie die Heimstiftung Karlsru- he in der Projektgruppe vertreten. Ziel des Projektes ist es, ähnlich wie dies bereits kirchliche Organisationen für ihre Belange tun, Menschen zu ermuntern, der Stadt Karlsruhe Nachlässe und Spenden zukommen zu lassen oder Zustiftungen vorzunehmen, um damit eine finanzielle Basis für unterschiedliche Projekte zu schaffen. In der Arbeitsgruppe wurden verschiedene mit Spenden und Nachlässen realisierte Projekte betrachtet, um die Motive der Nachlassgeber zu ermitteln, die Tätigkeiten von Stiftun- gen untersucht und noch zu finanzierende Vorhaben der beteiligten Einrichtungen als Leucht- turmprojekte beschrieben. Auf dieser Basis wurde ein in den städtischen Bürgerbüros ausliegender Flyer sowie eine eigene - über die städtische Website zugängliche - Homepage installiert, die über bereits umgesetzte Vorhaben informiert, die durch das private finanzielle Engagement von Karlsruher Bürgerinnen und Bürger bereits ermöglicht werden konnten. Aktuell wird das Kommunikationskonzept durch einen Film mit Herrn Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ergänzt, wobei ebenfalls exemplarisch die Orte vorgestellt werden, an denen bereits Projekte durch Nachlässe oder Spenden von Karlsruherinnen oder Karlsruhern realisiert wurden - wie beispielsweise im Zoo. Als weiterer Schritt des Gesamtprozesses wurde festgelegt, dass ein Pilotprojekt durchgeführt werden soll, anhand dessen die Erfahrungen ausgewertet werden sollen, um sie in ein struktu- riertes allgemeines Fundraising der Stadt Karlsruhe zu überführen. Festlegung des Pilotprojektes: Fundraising für die Sanierung des Sybelcentrums Um in einen professionellen Prozess der Stadt Karlsruhe für strukturiertes Fundraising einzutre- ten, waren sich die Beteiligten des Projektes einig darüber, dass sich das anstehende Sanie- rungsvorhaben für das Kinder- und Jugendhilfezentrum der Heimstiftung Karlsruhe als erstes stadtweites Pilotprojekt anbietet. Nach dem Vorentwurf liegt das Sanierungsvolumen bei einem Betrag in Höhe von 14 bis zu 17 Mio. Euro. Aufgrund der schlechten Bausubstanz und denk- malschutzrechtlichen Vorgaben muss im Prozess der Entwurfsplanung noch mit bisher nicht einkalkulierten Risiken gerechnet werden. Das Fundraisingprojekt soll dazu beitragen, Spen- denmittel für die dringend notwendige Sanierung des Kinder- und Jugendhilfezentrums zu ge- nerieren und somit den städtischenZuschuss zu reduzieren. Eine Summe in Höhe von rund 3 Mio. Euro in einem Zeitraum von 5 Jahren wird als Grundlage angestrebt. Die Kampagne „Fundraising Sybelcentrum“ soll somit einerseits der Heimstiftung Karlsruhe helfen, entsprechende Strukturen zu schaffen, um dauerhaft Fundraising betreiben zu können, und andererseits auch anderen Bereichen der Stadt Karlsruhe Hilfestellung und Anregung ge- ben, die Erfahrungen zu übertragen. Denkbar wären hier weitere Projekte wie beispielsweise die Asienanlage im Zoo oder verschiedene Projekte des Städtischen Klinikums. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Der Gemeinderat hat für das Fundraisingprojekt im Doppelhaushalt 2017/18 insgesamt 100 TEUR als Anschubfinanzierung zur Verfügung gestellt. Zwischenzeitlich wurde auch die personelle Ressource aufgebaut, die sich ab 2018 Heimstiftung und Stadt teilen. Das Projekt wird durch das Beratungsbüro sieber I wensauer-sieber I partner begleitet, welches auch bereits seit Beginn des stadtweiten Projektes „Bleibendes schaffen für Karlsruhe“ mitwirkt. Mit der Karlsruher Werbeagentur „raumkontakt“ wurde mittlerweile eine Kampagne mit dem Titel „Keine kalten Füße“ in Karlsruhe entwickelt, die mit einer Pressekonferenz am Mittwoch, 15. November und einer stadtweiten Plakatkampagne startet. In den nächsten 4 – 5 Jahren wird mit Gesamtaufwendungen von rd. 220 TEUR gerechnet, die aus den erwartenten Zuwendungen zulässigerweise gedeckt werden können. Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernom- men: Das Projekt soll eine möglichst breite Beteiligung quer durch die Dezernate und Ämter erhalten. Hierzu ist die Unterstützung der Ämter mit eigenen Veranstaltungen oder Aktionen erforderlich (z.B. Bädereintritt analog Wohlfahrtsbriefmarke). Ebenso soll auf Ebene der Dezer- nate die Abstimmung zur Kontaktaufnahme und Gesprächsintensivierung erfolgen. Hierzu wur- de Ende Oktober ein eigenes Projektgremium, ein „Lenkungskreis“ mit relevanten Ämtern in- stalliert. Dies gewährleistet den Informations- und Know-How-Transfer für das weitere Vorge- hen der Stadt Karlsruhe. Nur durch eine konzertierte Kampagne, in der die Dezernate zusam- menwirken und sich auf das gemeinsame große Projekt fokussieren, kann die Wahrnehmungs- schwelle in der informations- und reizüberfluteten Öffentlichkeit dauerhaft überschritten wer- den. Der Gemeinderat, die anderen stadtweiten Gremien sowie der Stiftungsrat der Heimstiftung Karlsruhe werden über den Fortlauf des Projekts regelmäßig informiert. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss nimmt die Ausführungen zur Kampagne „Bleibendes schaffen für Karlsru- he“ und zum Pilotprojekt „Fundraising Sybelcentrum“ zur Kenntnis.
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Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 1 2 T e s t a m e n t s s p e n d e (N a c h l ä s s e) Projektstart April/Mai 2016 „Spenden, (Zu)-Stiftungen und Nachlässe“ •Grobkonzept •Motive Nachlassgebende und Marktanalyse •Motivation der Stadt •Aufbau von Kompetenz und Ansprechpartnerschaft •„Sichtbarmachen“ mit Homepage, Flyer, Signet und Film •Erarbeitung einer Vision und Definition von Handlungsfeldern „Werte weitergeben und Bleibendes schaffen - Karlsruhe aktiv mitgestalten.“ 3 „Spenden, (Zu)-Stiftungen und Nachlässe“ Hauptausschuss TOP 2| 14.11.2017 4 Pilot-Projekt der Stadt Karlsruhe: Fundraising-Kampagne für das Sybelcentrum der Heimstiftung Karlsruhe Anlass des Projektes: Generalsanierung des Sybelcentrums 5 Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 Ziel des Pilot-Projektes 3 Mio. € in 5 Jahren durch Sponsoring, Spenden und Drittmittel generieren Weitere Ziele: Bekanntheitsgrad des Sybelcentrums steigern Heimstiftung Karlsruhe als selbstständige Stiftung positionieren Karlsruhe als soziale Vorbildstadt Übertragbarkeit auf weitere städtische Kampagnen 6 Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 7 Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 Projektstruktur & nächste Schritte Projektteam Lenkungskreis Mitarbeiterversammlung Sybelcentrum 8 Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 Pressekonferenz am Mi, 15.11.2017 Plakatkampagnen im städtischen Raum Präsenz auf Weihnachts- märkten in Karlsruhe, Ettlingen und Durlach Fundraising – so gehen wir es an 9 Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 Sponsoring Spenden Zeitspenden Drittmittel Marketinginstrumente 10 Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 Marketinginstrumente Werbeartikel zum Verkaufen Anzeigen-Kampagnen Streu-Artikel zum Verschenken: Buttons, Aufkleber, Pins 11 Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 5 Jahre - 5 Schwerpunkte 2018: Inobhutnahme 2019: Augartenschule 2020: Obdachlose junge Menschen 2021: Tagesgruppen 2022: Wohngruppen Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 12 Hauptausschuss TOP 2 | 14.11.2017 13 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 26. Sitzung Hauptausschuss Termin: 14. November 2017, 16:30 Uhr Öffentlich Ort: Großer Sitzungssaal, Rathaus Markt- platz Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 2. Punkt 2 der Tagesordnung: Pilotprojekt Fundraising Sybelcentrum Vorlage: 2017/0645 Beschluss: Der Hauptausschuss nimmt die Ausführungen zur Kampagne „Bleibendes schaffen für Karlsruhe“ und zum Pilotprojekt „Fundraising Sybelcentrum“ zur Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Kenntnisnahme (keine Abstimmung) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 2 zur Behandlung auf und führt aus, man ha- be 2016 das stadtweite Projekt „Spenden, Zustiftungen und Nachlässe“ auf den Weg ge- bracht, welches von der Stadtkämmerei angestoßen wurde. Mittlerweile trage es den Na- men „Bleibendes schaffen“. Die Projektleitung liege bei der Kämmerei. Ziel der Initiative sei es, Menschen zu ermuntern, der Stadt Karlsruhe finanzielle Zuwendungen in Form von Nachlässen, Spenden oder durch Gründung einer Stiftung zukommen zu lassen. Überge- ordnetes Ziel solle sein, Karlsruhe als soziale Vorbildstadt zu etablieren. Als erstes Pilotprojekt biete sich die Generalsanierung des Sybelcentrums der Heimstiftung Karlsruhe an. Ein Ziel des Pilotprojektes sei, die Erfahrungen, welche im Rahmen der Initia- tive gesammelt würden, auf weitere ähnliche Bestrebungen in der Stadt Karlsruhe zu über- tragen. Herr Dollinger (Stadtkämmerei) stellt anhand von Folien das Konzept „Bleibendes Schaffen für kommende Generationen“ vor. In den letzten acht Jahren habe man 14 Mio. Euro an Zustiftungen und Nachlässen erhalten, welche mit einem konkreten Zweck verbunden gewesen seien. Man habe sich überlegt, wie man bereits vorher mit Menschen in Kontakt treten könne. Jedoch habe man gesehen, dass es auf diesem Markt viele Mitstreiter gebe. Man habe festgestellt, dass es viele Menschen gebe, die gerne ihren Nachlass für ein sinn- volles Projekt spenden wollen. Daher habe man eine Homepage und Flyer mit entspre- chendem Signet entwickelt. Es gebe jedoch nicht nur Testamentspenden, sondern auch - 2 - Aktivspenden. Um dies strukturiert aufzubauen, habe man das Pilotprojekt Fundraising Sybelcentrum ins Leben gerufen. Auch sei man in der Überlegung, wie man Großspender ansprechen und individuell zuge- schnittene Projekte ins Leben rufen könne. Der Vorsitzende merkt an, man müsse sich beim Begriff „Großspender“ noch überlegen, ob man es nicht eher „Mäzenatentum“ nenne. In Karlsruhe habe man keine traditionelle Mäzenatentumskultur wie in anderen Städten vergleichbarer Größe. Frau Warth-Loos (Heimstiftung) macht anhand einer Powerpoint-Präsentation Ausfüh- rungen zum Pilotprojekt „Fundraising Sybelcentrum“ und stellt kurz die Einrichtung vor. Das Gebäude sei dringend sanierungsbedürftig. Der Kostenrahmen für die Sanierung be- trage zwischen 15 – 17 Mio. Euro. Grundlegendes Ziel sei, durch dieses Pilotprojekt Geld für die Sanierung zu akquirieren. Zudem wolle man die Arbeit des Hauses nach außen deutlicher machen. Man wolle die Gelegenheit nutzen, die Heimstiftung Karlsruhe zu posi- tionieren. Als Stiftung sei man auf Förderung und Spenden angewiesen. Die Sanierung eines Gebäudes im Rahmen einer Fundraising-Kampagne sei nicht einfach. Daher habe man in Zusammenarbeit mit einer Marketingorganisation versucht, dieses Thema zu emotionalisieren. Die Kampagne laute „Keine kalten Füße“. Man habe ein Pro- jektteam aus Mitarbeitern der Heimstiftung sowie einen Lenkungskreis mit städtischer Be- teiligung gegründet. Morgen wolle man in die Öffentlichkeit gehen. In einer Pressekonfe- renz werde man das Projekt vorstellen. Zudem werde die Homepage online gehen und es werde Plakatkampagnen geben. Mit kleinen Marketingprodukten wolle man sich auf dem Weihnachtsmarkt präsentieren. Beim Thema Fundraising setze man sehr stark auf Geldspenden. Aber man wolle auch mit Firmen in Kontakt treten im Rahmen von Sponsoring. Man wolle Drittmittel akquirieren. Es gehe auch darum, dass Menschen ihre Zeit spendeten in Form von Aktionen. Man benöti- ge einen langen Atem. Das Projekt sei auf fünf Jahre angelegt. Der Vorsitzende ergänzt, es sei deutlich geworden, Geld für den Sanierungstopf zu ak- quirieren. Mindestens genauso wichtig sei, diese traditionelle Institution wieder in das Be- wusstsein der Bürgerschaft zurückzuholen. Stadtrat Dr. Heilgeist (CDU) erklärt, beim Sybelheim sei über die Jahre ein Sanierungs- stau aufgetreten. Aber auch bei anderen Häusern müsse dringend etwas getan werden. Man müsse einen Weg finden, das alles finanzieren zu können. Vor vielen Jahren habe man versucht, das Thema einer Bürgerstiftung in die Verwaltung zu tragen. Daraus sei nicht geworden. Mit „Bleibendes schaffen für kommende Generatio- nen“ greife man diese Bürgerstiftung nun auf. Die Sache als solche sei richtig. Trotzdem sehe man, wie viele andere Interessenten versuchten, an diesem Topf Nachlässe und Spon- soring teilzuhaben. Nun gehe auch noch die Stadt in die Konkurrenzsituation derer, die nach Geld von Bürgern suchten. Den Bericht nehme man heute zur Kenntnis. - 3 - Stadträtin Melchien (SPD) führt aus, man müsse gemeinsam konkret für das Projekt Sy- belcentrum werben, um Erfahrungen für die Stadt zu sammeln. Das Sybelcentrum sei ein guter Anfang, um Geld zu sammeln. Die Sanierung sei dringend notwendig. Wenn die Menschen für eine Kinder- und Jugendeinrichtung spendeten, sei das eine Win-Win- Situation. Zum einen hätten die Menschen die Gewissheit, ihr Geld für eine gute Sache zu spenden, zum anderen entlaste dies die Stadt. Wichtig sei, das Projekt gemeinsam mitzuentwickeln. Sie sehe noch Potential in Karlsruhe. Die Stadt solle zeigen, warum sie es verdiene, Geld vererbt zu bekommen. Stadträtin Dr. Leidig (GRÜNE) bekennt, es sei ein gutes Projekt, um Erfahrungen zu sammeln. Dennoch frage sie sich, warum man ein Projekt ausgewählt habe, bei dem es sich auch um eine Pflichtaufgabe handle. Man erfülle viele Aufgaben in der Stadt, die nicht Pflicht seien. Vielleicht sei es sinnvoller, an diesen Punkten anzusetzen. Mit dem Projekt sei man jedoch einverstanden. Nun sei man gespannt auf die Erfahrungen, die man dann mache. Stadtrat Kalmbach (GfK) hält es für gut, dass die Stadt Anstrengungen unternehme, Gelder zu sammeln für eine gute Sache. In vielen Bereichen gebe es bereits Sponsoring. Kleinere Einrichtungen profitierten jedoch nicht davon und seien auf Spenden angewiesen. Möglicherweise bekämen diese dann weniger Spenden, weil der Spendengeber einen Teil in dieses Projekt gebe. Daher sei er etwas gespalten. Man müsse vorsichtig sein bei den verschiedenen Maßnahmen. Man könne immer nur verschiedene Zielgruppen ansprechen. Stadtrat Wohlfeil (KULT) kann sich seinem Vorredner anschließen. Das Ehrenamt in Karlsruhe sei auf Spenden und ähnliches angewiesen. Es sei allen bewusst, dass man in einer gewissen Konkurrenzsituation mit anderen Einrichtungen stehe. Man müsse schauen, an welcher Stelle man Geld bekomme. Stadtrat Hock (FDP) sieht es ähnlich wie Kollege Kalmbach. Dass man sich das Sybelcent- rum ausgesucht habe, sei der Einstieg in die Sanierung. Wenn man jetzt die Gelder zu- sammenbringe, bedeute es im Endeffekt auch, dass man den Rest aufbringen müsse. Si- cher werde es Rückmeldungen geben, wie die eine andere Einrichtung damit umgehe, wenn sie weniger Geld bekomme. Er sehe es jedoch positiv, zumal man im Doppelhaushalt 2017/18 bereits Gelder für die Sanierung bereitgestellt habe. Der Vorsitzende bekräftigt, man habe schon Geld für das Sybelcentrum eingestellt. Mit- telfristig sei es in den nächsten drei Jahren in der Sanierung vorgesehen. Unter rein wirt- schaftlichen Aspekten würde man an anderer Stelle ein Zweckgebäude hinstellen. Insofern mache es Sinn, einen Teilbetrag der Sanierungskosten über ein Fundraising einzuwerben, weil es darum gehe, ein Gebäude, das schon über 100 Jahr einen hohen Identifikationsge- halt habe, mit den Bürgerinnen und Bürgern wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Wichtig sei ihm, dass es keine Bürgerstiftung sei. Es gehe darum, dass Bürger stiften. Es sei aber keine Konkurrenz zu den Stiftungen, die es beispielsweise schon bei Sparkassen gebe. - 4 - Vielmehr stelle man seit Jahren fest, dass Bürgerinnen und Bürger die Stadt im Nachlass bedenken. Diese Entwicklung nehme eher zu. Auf diese habe man bisher nicht so reagiert, vor allem habe man auch nie den Weg geebnet, diesen Gedanken schneller umzusetzen. Jetzt könne jemand sicher sein, wenn er die Stadt in seinem Nachlass bedenke, dass er nicht nur ein bleibendes Werk schaffe, sondern dass damit auch sein Name in der Stadt verbleibe. Man nehme eine Entwicklung auf und versuche, diese zu fördern. In den letzten 8 Jahren habe man 12 Mio. Euro an Zustiftungen und Nachlässen erhalten. Beim Fundraisingprojekt Sybelcentrum sei wichtig, dass man nicht den Eindruck erwecken wolle, man könne es nur sanieren, wenn die Leute etwas spenden. Vielmehr solle man es als aktives Mitverantworten begreifen. Welche anderen Projekte dann noch im Rahmen der Gesamtkampagne eine besondere Bedeutung bekämen, sei die Entscheidung der einzelnen Verantwortlichen. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, stellt er die erfolgte Kenntnisnahme der Vorlage fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 23. November 2017