Ergänzungsantrag KULT: Raumbedarf für das Jugendorchester/Erweiterung des Raumprogramms für das neue KONS

Vorlage: 2017/0501
Art: Änderungs-/Ergänzungsantrag
Datum: 25.07.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Keine Angaben
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

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  • KULT-Jugendorchester
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ERGÄNZUNGSANTRAG KULT-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0501 Raumbedarf für das Jugendorchester/Erweiterung des Raumprogramms für das neue KONS Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.07.2017 19 x 1. Die Stadtverwaltung stellt zügig die ihr bekannten Daten und Informationen für die Erweite- rung des Raumprogramms für das neue Badische Konservatorium um einen Anbau zusam- men: Nutzen und Kosten (Invest, Betrieb), mit langfristigem Blick auf die Nutzerinteressen von KONS und Jugendorchester JOK. Für den Anbau werden dabei zwei Alternativen betrachtet: a) kleine Lösung nur mit dem bekannten Raumbedarf des JOK b) Bedarf JOK plus weitere Räume aus der ursprünglichen Planung für das KONS. 2. Die Stadtverwaltung stellt die ihr bekannten Daten und Informationen für die Räume im 2. OG des Tempel zusammen, mit Blick auf eine übergangsweise und eine Langfrist-Eignung als Do- mizil des JOK. In die Zusammenstellung von Daten und Informationen sind die zukünftigen Nutzer einzubinden, ein- schließlich deren Bewertung der einzelnen Optionen. Das Ergebnis verschickt die Stadtverwaltung baldmöglichst an die Gemeinderatsgruppierungen und stellt wegen der Dringlichkeit die Ergebnisse im nächsten Gemeinderat nach der Sommerpause vor. Badisches Konservatorium und Jugendorchester Karlsruhe sind für die Karlsruher Musik- und Bildungs- landschaft von besonderem Wert; siehe auch Kulturkonzept 2025 und ISEK 2020. Das neue Gebäude soll dem KONS auf lange Sicht Entwicklungsraum bieten. Ursprünglich war daher ein Erweiterungsbau mit großem Saal auf dem rückwärtigen Areal der Dragonerkaserne geplant. Der Kostenrahmen für den Anbau liegt nach Verwaltungsangaben bei rund sechs Mio. Euro. Die aktuelle verfolgte Planung sieht im Gegensatz zu allen früheren Planungen für ein zukunftsorien- tiertes KONS-Gebäude (Bsp. Wettbewerb „Umnutzung Gartenhalle“) keinen Anbau vor. Damit stände zukünftig auch nur ein Konzertsaal zur Verfügung. Dazu zwei Zitate aus den Stellungnahmen zu An- trägen CDU/GfK: „Der bisher einzige Saal im zukünftigen KONS wird mit 150 Klassenvorspielen, 40 öffentlichen Veranstaltungen und 120 Ensembleproben im Jahr durchgängig von montags bis freitags durch das KONS genutzt.“. „(Der Veranstaltungssaal) ... wird ... zu mehr als 100% ausgelastet sein.“ Auch das Karlsruher Jugendorchester (JOK) sucht dringend Räume, um dauerhaft den Betrieb auf- rechterhalten zu können: Saal für die Orchestergesamtproben und für den Schlagzeugunterricht (Mi. ab 18 Uhr, Do. ab 14 Uhr, Fr. ab 17.30 Uhr), drei Unterrichtsräume für den Einzelunterricht (nachmit- tags von Di. bis Fr.), Lagerräume. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 Für die Proben des JOK schlägt die Stadtverwaltung ab nächstem Jahr Räume im 1. OG des Tempels vor. Deren langfristige Eignung und Sinnhaftigkeit für diesen Zweck (akustisch, didaktisch, vom Um- feld her; gäbe es alternative Nutzungen mit Bezug zum Tempel-Konzept) ist für den Gemeinderat derzeit nicht zu überblicken, ebenso wenig wie die langfristige finanzielle Belastung. Klar ist nur, dass der Standort Tempel für die Kinder und Jugendlichen des JOK nur beschränkt erreichbar ist: Entfer- nung zum ÖPNV, weite Anfahrt aus östlichen, südlichen und nördlichen Stadtteilen – im Gegensatz zur Dragonerkaserne. Daher sollte der Gemeinderat aufgrund klarer Fakten und mit klaren Bewertungen der potenziellen Nutzer KONS und JOK entscheiden, ob die Planung für das neue KONS mit einem Anbau samt zwei- tem Saal und weiterer Proberäume die Bedarfe beider Institutionen bedienen kann. Die Synergien scheinen offensichtlich: Die Ansprüche an Akustik, Raumgrößen, Lehrvoraussetzungen etc. sind für beide Institutionen etwa gleich. Eine Win-Win-Situation für sowohl KONS als auch das Jugendorches- ter zeichnet sich ab. Das Jugendorchester gewinnt eine dauerhafte Heimat für Proberäume und eine Spielstätte, das KONS erhält einen weiteren, zeitweise nutzbaren Saal, ggf. sogar zusätzliche Unter- richtsräume. Die Unterbringung des Jugendorchesters im Tempel oder in anderen geeigneten Räumen (vgl. Vorlage im Kulturausschuss vom 19. Juli) wäre dann nur eine Übergangslösung, da das JOK auf neue Räume ab Juli/August 2018 angewiesen ist. Die Bauzeit im Tempel wird auf ein Jahr geschätzt. unterzeichnet von: Erik Wohlfeil Max Braun Lüppo Cramer Michael Haug Uwe Lancier

  • Stellungnahme TOP 19 KULT
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Ergänzungsantrag KULT-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0501 Verantwortlich: Dez. 2 Raumbedarf für das Jugendorchester / Erweiterung des Raumprogramms für das neue KONS Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.07.2017 19 x Die Verwaltung nimmt zum Antrag wie folgt Stellung: Zu Ziffer 1: Die Stadtverwaltung nimmt den Auftrag zur Prüfung eines Anbaus in zwei Varianten zur Kenntnis. Eine zügige Bearbeitung kann aufgrund zahlreicher konkurrierender Aufträge jedoch nicht in Aussicht gestellt werden. Es ist eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, deren Kosten sich voraussichtlich in einem Rah- men von 5.000 bis 10.000 Euro bewegen werden. Zu Ziffer 2: Folgenden notwendigen Raumbedarf gilt es für den Orchesterbetrieb des Jugendorchester Stadt Karls- ruhe e.V. (folgend JOK) zu decken: - ein Probensaal mit mindestens 120 Quadratmeter und einer Deckenhöhe von fünf bis sechs Metern für die Gesamtproben mit ca. 80 Musikern (Holz-, Blechbläser, großes Schlagwerk), - drei Unterrichtsräume mit je ca. 40 Quadratmeter für Registerproben und Einzelunterricht, - ein oder zwei Lagerräume, insgesamt ca. 80 Quadratmeter, für Notenmaterial, Instrumente und Uniformen. Die Orchesterproben im Probensaal finden mittwochs von 18 bis 20:30 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 17:30 bis 19:30 Uhr statt sowie an vier bis fünf Wochenenden pro Jahr. Der Einzelunterricht erfolgt dienstags bis freitags ab 13:30 Uhr bis in die Abendstunden hinein. Das umfangreiche Schlagwerk (10 Meter auf 2.50 Meter) sollte im Probensaal permanent aufgebaut sein, um einen zeitintensiven Auf- und Abbau vor und nach den Proben zu vermeiden. Seit November 2016 ist das JOK mit dem Kulturzentrum Tempel e.V. (folgend Tempel) über eine Nut- zung von Räumen im Bau I im Gespräch. Der Raumbedarf des JOK könnte dort mit einem großen Saal im ersten Obergeschoss und mit drei kleineren Unterrichts- und Lagerräumen im Erdgeschoss in vol- lem Umfang gedeckt werden. Für diese Nutzung müssten im großen Raum im ersten Obergeschoss und in drei kleineren Räumen im Erdgeschoss folgende Umbaumaßnahmen getroffen werden: - Anbau einer Außentreppe als zweiter Fluchtweg vom ersten Obergeschoss für die Einhaltung der Brandschutzvorschriften, - Sanierung des Raumes im ersten Obergeschoss mit Einbau von Schallschutzfenstern, Maßnahmen zur Raumakustik und Einbau einer Heizungsanlage, - Renovierung und Umbau der kleinen Räume im Erdgeschoss für eine Nutzung als Unterrichtszimmer (Maßnahmen zur Raumakustik) und Lagerraum. Diese Sanierungsmaßnahmen müssten für eine mittel- wie auch langfristige Nutzung unternommen werden, denn im jetzigen Zustand sind die Räume, vor allem hinsichtlich Akustik und Schallemission, nicht für Musikproben und Musikunterricht geeignet. Die Brandschutzvorschriften müssten in jedem Fall erfüllt sein. Die Sanierung der genannten Räume würde das Gebäude generell langfristig aufwerten. Seite 2 Nach einer ersten Kostenschätzung durch ein Architekturbüro werden die Baumaßnahmen auf 175.000 Euro berechnet. Diese Mittel können vom Tempel nicht aufgebracht werden. Die Mietkosten würden sich auf 18.000 Euro jährlich belaufen. Sowohl der Vorstand des Tempels als auch das JOK würden das Kulturzentrum Tempel als neues „Zu- hause“ des JOK sehr begrüßen. Beide Einrichtungen sehen verschiedene Möglichkeiten der Zusam- menarbeit, zum Beispiel im Rahmen des Musikprogramms des Tempels in der Scenariohalle oder mit der Tanztribüne. Die verschiedenen Profile der beiden Kultureinrichtungen schaffen keine Konkurrenz- situation und keine Problematik in der Abgrenzung hinsichtlich der öffentlichen Wahrnehmung. Zudem würde durch die JOK-Musiker ein persönlicher Bezugspunkt zum Tempel und somit für das Kulturzentrum zum Publikum von Morgen geschaffen werden.