Sicherheit der Museen in Karlsruhe

Vorlage: 2017/0492
Art: Anfrage
Datum: 13.07.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 26.09.2017

    TOP: 31

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Stellungnahme TOP 31
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage CDU-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0492 Dez. 2 Sicherheit der Museen in Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 26.09.2017 31 x 1. Welche Sicherheitsvorkehrungen werden in den Museen der Stadt Karlsruhe ge- troffen, um die Exponate zu schützen? Städtische Galerie Das Sicherheitskonzept zum Schutz der Kunstwerke in der Städtischen Galerie Karlsruhe besteht aus mehreren Komponenten: a) Aufsichtskräfte Alle Ausstellungsräume werden während der Öffnungszeiten durch Aufsichtskräfte überwacht. Die Anzahl der Aufsichtskräfte entspricht den Vorgaben des BGVs im Rah- men der Versicherung der Sammlung Garnatz. Jede Aufsichtsperson hat sich bei Dienstantritt mit den Ausstellungsstücken in den zur Beaufsichtigung übergebenen Sälen so weit vertraut zu machen, dass sie das Fehlen ei- nes Ausstellungsstückes oder den Austausch eines Ausstellungsstückes (etwa durch Re- produktion) sofort bemerkt. Dies ist umgehend der Museumsleitung zu melden und ge- gebenenfalls ist Alarm auszulösen. Ist ein Werk zur Restaurierung usw. entfernt worden, muss ein Schild mit dem Vermerk „Vorübergehend entfernt“ mit der Unterschrift der/des Verantwortlichen oder der Ver- tretung angebracht werden. Ist kein Schild vorhanden muss sofort die Leitung des Mu- seums verständigt werden. Daneben sieht die Hausordnung vor, dass vor Betreten der Ausstellungsräume Taschen und Rucksäcke die größer als 30 x 21 cm sind, in einem dafür vorgesehenen Schließfach oder an der Garderobe aufbewahrt werden müssen. b) Videoüberwachung Die Städtische Galerie ist mit 20 beweglichen (zoom-, drehbaren) Kameras im Publi- kumsbereich ausgestattet, um eine lückenlose Überwachung des Ausstellungsbereiches zu gewährleisten. Die aufgenommen Daten werden 96 h / 4 Tage gespeichert. Dies be- gründet sich darin, dass die Städtische Galerie Karlsruhe am Montag und Dienstag ge- schlossen hat und Beschädigungen etc. eventuell erst am dritten Arbeitstag entdeckt werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 c) Fremdfirmen Fremdfirmen werden durch Aufsichtspersonal begleitet. Die derzeit beauftragte Reinigungsfirma muss für die eingesetzten Reinigungskräfte ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, außerdem wird ein Dienstplan mit Namen des Mitarbeitenden sowie Einsatzdatum usw. geführt. Dies gilt auch für Aufsichtskräfte die von der beauftragten Sicherheitsfirma eingesetzt werden, außerdem müssen diese eine Unterrichtung nach § 34a Gewerbeordnung erhalten haben. d) Sicherung des Gebäudes Alle Ausstellungsräume in der Städtischen Galerie sowie im ZKM sind durch Alarmanla- gen gesichert, die nach Schließung der Museen scharf geschaltet werden. Bei Auslösung des Alarms wird die Leitzentrale informiert, die dann die Polizei einschaltet. Wertvolle Gemälde oder Wandobjekte werden zusätzlich mit einer Bildersicherung ge- schützt, so dass sie Unbefugte nicht abnehmen können. Alle Depoträume der Städtischen Galerie Karlsruhe, in denen sich Ausstellungsobjekte befinden, sind ebenfalls durch Alarmanlagen gesichert. Im Hallenbau ist eine Einbruchmeldeanlage mit Außenhautsicherung und Bewegungs- meldern aktiv. Dazu ist eine Tag und Nacht besetzte Alarmzentrale im Haus (ZKM Foyer) vorhanden sowie erfahrenes Aufsichtspersonal und Videoüberwachung (s.o). e) Außendepot Das Außendepot befindet sich derzeit in einem Bunker in Karlsruhe, dort werden aus- schließlich museumseigene Bestände gelagert. In Hinblick auf die Sicherheit dieser Be- stände benötigt, ist diese Lagerung nicht optimal. Stadtmuseum und Pfinzgaumuseum a) Aufsichtskräfte Siehe Städtische Galerie b) Videoüberwachung Im Pfinzgaumuseum sind wegen der Weitläufigkeit der Ausstellungsräume Videokame- ras installiert, die vom Personal von der Infotheke aus überwacht werden können. c) Fremdfirmen Siehe Städtische Galerie d) Sicherung der Gebäude Wertvolle Gemälde oder Wandobjekte werden zusätzlich mit einer Bildersicherung ge- schützt, so dass sie Unbefugte nicht abnehmen können. Alle Ausstellungsräume in den städtischen Museen sind durch Alarmanlagen gesichert, die nach Schließung der Muse- en scharf geschaltet werden. Bei Auslösung des Alarms wird direkt die Polizei verstän- digt. e) Außendepots Alle Depoträume der Museen, in denen sich Ausstellungsobjekte befinden, sind eben- falls durch Alarmanlagen gesichert. Bei Auslösung des Alarms werden Hausmeister und Ausstellungstechniker bzw. eine Sicherheitsfirma informiert. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 2. Auf welchem Stand sind die technischen Sicherheitsvorkehrungen der entspre- chenden Museen? Stadtmuseum, Pfinzgaumuseum und Städtische Galerie Die technischen Sicherheitsvorkehrungen entsprechen internationalem Standard. 3. Haben in den letzten Monaten Einsparungen im Bereich des Sicherheitsdienstes stattgefunden, die dazu beigetragen haben könnten, dass die Museumsstücke zeitweise unbewacht waren? Stadtmuseum, Pfinzgaumuseum und Städtische Galerie Nein. 4. Sind die Exponate der Stadt im Allgemeinen versichert oder gibt es Gegenstände in den Museen, die besonders versichert sind? Stadtmuseum, Pfinzgaumuseum und Städtische Galerie Leihgaben für die Sonderausstellungen werden über den ZJD für den Zeitraum der Ausleihe beim BGV versichert. Ebenfalls ist die Sammlung Garnatz (Dauerleihgabe für die Städtische Galerie) über den BGV versichert. Aufgrund von erheblichen Preissteigerungen am Kunstmarkt beläuft sich zwischenzeitlich der Jahresversicherungsbeitrag für die Sammlung Garnatz auf ca. 72.000 Euro. Die stadteigenen Museumsbestände sind nicht versichert. Beurteilung der Gesamtsituation: Die Exponate der städtischen Museen werden bestmöglich überwacht. Eine 100%ige Sicherheit vor Diebstahl kann es dennoch nicht geben.

  • CDU Sicherheit der Museen in Karlsruhe
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    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE CDU-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0492 Sicherheit der Museen in Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 26.09.2017 31 x 1. Welche Sicherheitsvorkehrungen werden in den Museen der Stadt Karlsruhe ge- troffen, um die Exponate zu schützen? 2. Auf welchem Stand sind die technischen Sicherheitsvorkehrungen der ent- sprechenden Museen? 3. Haben in den letzten Monaten Einsparungen im Bereich des Sicherheitsdiensts statt- gefunden, die dazu beigetragen haben könnten, dass die Museumsstücke zeitweise unbewacht waren? 4. Sind die Exponate der Stadt im Allgemeinen versichert oder gibt es Gegenstände in den Museen, die besonders versichert sind? Sachstand/Begründung: Innerhalb von sechs Monaten sind aus dem BLM zwei Exponate, mit einem gemeinsamen Wert von 1,7 Millionen Euro, entwendet worden und seitdem verschwunden. Im Oktober 2016 eine Elfenbein-Schnitzerei des Künstlers Leonhard Kern und im April 2017 das Krönungsdiadem der Großherzogin Hilda von Baden. Der CDU-Fraktion ist es daher sehr wichtig, dass die Sicherheitskonzepte der Museen in Karlsruhe ausgiebig geprüft, wenn nötig überarbeitet werden und in einem entsprechenden Ausschuss behandelt werden. unterzeichnet von: Tilman Pfannkuch Jan Döring Dr. Klaus Heilgeist Dr. Albert Käuflein Sven Maier

  • Protokoll TOP 31
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    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 42. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 26. September 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 31. Punkt 31 der Tagesordnung: Sicherheit der Museen in Karlsruhe Anfrage: CDU Vorlage: 2017/0492 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 31 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 28. September 2017