Kinderarmut und Bildungschancen in Karlsruhe

Vorlage: 2017/0458
Art: Anfrage
Datum: 26.06.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 25.07.2017

    TOP: 29

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Stellungnahme TOP 29
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) Vorlage Nr.: 2017/0458 Verantwortlich: Dez. 3 Kinderarmut und Bildungschancen in Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.07.2017 29 X 1. Wie viele Kinder leben in Karlsruhe, die als von Armut betroffen einzustufen sind? Ein verlässlicher und messbarer Indikator für die Betroffenheit von Armut ist der Bezug von Transferleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). S. 3.) und 4.). 2. Wie hat sich diese Anzahl in den letzten 5 Jahren entwickelt? siehe 4.). 3. Wie hoch ist davon der Anteil der Kinder, die in Hartz-IV-Haushalten leben (absolut und in Prozent)? Im Dezember 2016 lebten insgesamt 18.475 Personen in 10.562 Bedarfsgemeinschaften des Job- center Stadt Karlsruhe, hiervon waren 4.726 Personen unter 15 Jahren (25,6 %). 4. Wie hat sich dieser Anteil in den letzten 5 Jahren entwickelt? Kinder im SGB II-Bezug Karlsruhe, Stadt (nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte unter 15 Jahren; Stand jeweils Dezember) Jahr Kinder unter 15 Jahre, absolute Zahl Prozentualer An- teil SGB II-Bezug Hilfequoten bezogen auf die Bevölkerung im jeweiligen Alter 2011 4.900 25,9 % 13,9 % 2012 4.835 26,1 % 13,7 % 2013 4.921 26,3 % 13,8 % 2014 5.014 26,4 % 13,6 % 2015 4.960 26,7 % 13 % 2016 4.726 25,6 % 12,8 % Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit/Stadt Karlsruhe: Statistikatlas Die Entwicklung des Bestandes an Kindern unter 15 Jahren im Bezug von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) ergab von Dezember 2011 bis Dezember 2016 einen Rückgang von 174 Personen. Der prozentuale Rückgang betrug im gleichen Zeitraum 0,4 Prozentpunkte. Ebenso ist die Hilfequote von Kindern unter 15 Jahren, bezogen auf die Bevölkerung im jeweili- gen Alter, um 1,1 Prozent zurückgegangen. Seite 2 5. Ausgehend von der Gesamtzahl der als arm einzustufenden Kinder bzw. Jugendlichen in Karlsruhe: Wie hoch ist davon die Anzahl bzw. der Anteil derer, die a) Einen Hauptschulabschluss erreichen? b) Die mittlere Reife erreichen? c) Das Abitur erreichen? d) Ein Hochschulstudium aufnehmen? e) Keinen Bildungsabschluss erreichen? f) Über einen zweiten Anlauf einen Hauptschulabschluss erreichen? g) Eine Ausbildung machen? h) Eine Ausbildung abbrechen? i) Einen Berufsabschluss erreichen? j) Keinen Berufsabschluss erreichen? Zu den Fragen 5 a) bis j) liegen keine auswertbaren Daten vor. Welche Schlüsse zieht die Stadt aus den Daten? siehe oben Welche Schlüsse zieht die Stadt aus möglicherweise nicht zu eruierenden Daten zu den Fragen 5 a) bis j)? Der Zusammenhang zwischen Bildungsarmut und materieller Armut ist in vielen wissenschaftli- chen Studien nachgewiesen. Allerdings ist dieser Zusammenhang für die Stadt Karlsruhe anhand der Fragen 5 a) bis j) nicht eruierbar, da die jeweiligen Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen nicht die Einkommenssituation der Kinder bzw. der Jugendlichen und/oder deren Eltern erheben.

  • Die Linke-Kinderarmut
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) Vorlage Nr.: 2017/0458 Kinderarmut und Bildungschancen in Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.07.2017 29 x 1. Wie viele Kinder leben in Karlsruhe, die als von Armut betroffen einzustufen sind? 2. Wie hat sich diese Anzahl in den letzten 5 Jahren entwickelt? 3. Wie hoch ist davon der Anteil der Kinder, die in Hartz-IV-Haushalten leben (absolut und in Pro- zent)? 4. Wie hat sich dieser Anteil in den letzten 5 Jahren entwickelt? 5. Ausgehend von der Gesamtzahl der als arm einzustufenden Kinder bzw. Jugendlichen in Karlsru- he: Wie hoch ist davon die Anzahl bzw. der Anteil derer, die a) Einen Hauptabschluss erreichen? b) Die mittlere Reife erreichen? c) Das Abitur erreichen? d) Ein Hochschulstudium aufnehmen? e) Keinen Bildungsabschluss erreichen? f) Über einen zweiten Anlauf einen Hauptschulabschluss erreichen? g) Eine Ausbildung machen? h) Eine Ausbildung abbrechen? i) Einen Berufsabschluss erreichen? j) Keinen Berufsabschluss erreichen? Welche Schlüsse zieht die Stadt aus diesen Daten? Welche Schlüsse zieht die Stadt aus möglicherweise nicht zu eruierenden Daten zu den Fragen 5 a) bis j)? Die Erkenntnisse der letzten Jahre deuten darauf hin, dass nicht nur immer mehr Bürger/innen in Ar- mut geraten. Armut wird bei immer mehr Bürger/innen zum Dauerzustand, dem auch die Kinder oft nicht mehr entkommen können. Es handelt sich nicht nur um einen materiellen Mangel, sondern um einen sozialen und kulturellen Ausschluss aus dem Leben der „Anderen“. Das ist nicht nur skandalös für eines der reichsten Nationen der Welt. Es gefährdet auf Dauer nachhaltig den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein gemeinsames Verständnis von demokratischen Grundwerten. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 In wie weit Kindern aus von Armut betroffenen Haushalten erfolgreiche Schul-, Bildungs- und Berufs- abschlüsse gelingen, oder eben nicht, soll die Anfrage beantworten helfen. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos

  • Protokoll TOP 29
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 40. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 25. Juli 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 30. Punkt 29 der Tagesordnung: Kinderarmut und Bildungschancen in Karlsruhe Anfrage: Die Linke Vorlage: 2017/0458 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 29 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 7. August 2017