Schulsozialarbeit: Zwischenbericht - Sachstand und Perspektive
| Vorlage: | 2017/0452 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 26.06.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Sozial- und Jugendbehörde |
| Erwähnte Stadtteile: | Rintheim |
Beratungen
- Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 05.07.2017
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich:Dez.3 Schulsozialarbeit:Zwischenbericht–Sachstand und Perspektive Beratungsfolge dieser Vorlage GremiumTerminTOPönöErgebnis Jugendhilfeausschuss05.07.20173X Beschlussantrag Der Jugendhilfeausschussnimmt denZwischenbericht zur Schulsozialarbeit zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen)xneinja Gesamtkostender Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) HaushaltsmittelstehenWählen Sie ein Elementaus. Kontierungsobjekt:Wählen Sie ein Element aus.Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevantxneinjaHandlungsfeld:Wählen Sie ein Element aus. Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO)xneinjadurchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaftenxneinjaabgestimmt mit Ergänzende ErläuterungenSeite2 Aktueller Sachstand Der Gemeinderat hat 1999 den flächendeckenden Ausbau von Schulsozialarbeit inKarlsruhe beschlossen. Insgesamt bietet der Soziale Dienst aktuell an 62 allgemeinbildenden Schulen Schulsozialarbeit an: 24Grundschulen 8Grund-und Werkrealschulen 8 Realschulen 4Gemeinschaftsschulen 11 Gymnasien 7 Sonderpädagogische Bildungs-und Beratungszentren Die Arbeitsförderungsbetriebe bieten zusätzlich an 5 Beruflichen Schulen Schulsozialarbeit an. Insgesamt umfasst die Schulsozialarbeit in Karlsruhe aktuell ein Stellenvolumen von 37,22 Voll- zeitstellen verteilt auf 67 Schulenund 52Fachkräfte. Im Jahr 2015 wurde im Zuge derOrganisationsveränderungdes Sozialen Dienstes die Schulsozi- alarbeit zum eigenständigen Fachgebiet mit eigener Leitungsstrukturinnerhalb des Sozialen Dienstes. Für die Leitung der Schulsozialarbeit stehen aktuell1,5Vollzeitstellen zur Verfügung, die mit 3 Mitarbeitenden besetzt sind. Konzept und Zuordnung Das Karlsruher Konzept von Schulsozialarbeitist auf Beratung ausgelegt undbaut auf drei Schwerpunktenauf, die an den Schulen umgesetzt werden: Beratungvon Lehrkräften Beratung und Vermittlung von Hilfen fürSchülerinnen und Schülerund ihre Eltern Unterstützung der Schulen bei der inneren Schulentwicklung In Karlsruhewird durchdie Schulsozialarbeitkeine Betreuung angeboten. Fachkräfte der Schulsozialarbeit sind als Mitarbeitende des Sozialen Dienstes direkt vor Ort in den Schulen,stehen alsBeratendezur Verfügung und nehmen auch oftmals die Rolle von Vermittlernzwischen den Institutionen ein. Aufgrund der Beratungsschwerpunkte und der gewünschtenschnellen Vermittlung von Hilfen und Unterstützung für Familien wurde die Schulsozialarbeit beim Sozialen Dienstangesiedelt. DiesesKonzept hat sich bisher bewährt.Weitervermittlung und Kooperation in Einzelfällen ver- laufenkundenfreundlich und weitgehend reibungslos.Durch die Beratung, Vermittlung und Präventionsarbeitkönnen Familien früher Zugang zu Hilfen und Unterstützung bekommen, was zur Reduzierung von Hilfen zur Erziehung führen kann, da der Unterstützungsbedarf von Kin- dern und Jugendlichen früher erkannt und mit niedrigschwelligeren Hilfen auch unterhalbder Schwelle von Hilfen zurErziehunggedeckt werden kann. Reibungspunkte im Bereich Schulsozialarbeit ergeben sich daraus, dass in den Schulen verschie- dene Professionen mit verschiedenenAufträgen und Interessen, verschiedenen gesetzlichen Grundlagen und aus verschiedenen Ämtern zusammentreffen. Ergänzende ErläuterungenSeite3 Schulleitungen sind nicht Vorgesetzte der Sozialarbeitenden und daher auch nicht weisungsbe- fugt. Das erfordert einen ständigen Austausch in der Schule und eine starke Rollenklarheit der Fachkräfte der Schulsozialarbeit. Organisation der Schulsozialarbeit Nach der Umorganisation des Sozialen Dienstes wurde die Schulsozialarbeit aus den Bezirks- gruppen herausgelöst und in eine eigeneLeitungsstruktur überführt. Es wurden drei Regionalteams mit jeweils eigener Teamleitung gebildet, die weiterhin einen sozialraumorientierten Ansatz verfolgen und eng mit den zuständigen Bezirksgruppen vernetzt sind. Der Leitungsschlüssel liegt umgerechnetmomentan bei 16Personen pro Teamleitung mit 50% Stelle. Dabeiteilensich zwei Teamleitungen eine Vollzeitstelle,die zweite Leitungsstelleüber- nimmtzusätzlich die Gesamtleitung des Fachbereiches und die Qualitätsentwicklung für den Sozialen Dienst. Die organisatorische Veränderung des Sozialen Dienstes war für die Schulsozialarbeit ein großer Schritt, der eine inhaltliche und qualitative Weiterentwicklung angestoßen hat. Standards für die Schulsozialarbeit wurden überprüft und angepasst, Regelungen vereinheitlicht, inhaltliche und strukturelle Themen wurden gebündelt und für die Gesamtheit der Schulen mit Schulsozi- alarbeit betrachtet. Aktuelle Themen In 2017 beschäftigt sich die Schulsozialarbeit übergeordnet mit der Stärkung der Nahtstellen und Kooperationen mit anderen Abteilungen und Beratungsstellen,um die vorhandenen Res- sourcen möglichst sinnvoll und ohne Reibungsverluste einzusetzen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Auch die ThemenKinderschutz in Schulenund Schulverweigerung werdendurch die Schulsozi- alarbeit weiter vorangetrieben, da Schulsozialarbeit die Expertise der Jugendhilfe in die Schule trägt und direkt vor Ort mit jeder Schule individuelle Schutzkonzepteund schulinterne Vorge- hensweisenerarbeiten kann. Der Ausbau von Ganztagesschulen betrifft auchdie Schulsozialarbeit. Sowohl innerschulische Konzepte, als auch auf den Stadtteil bezogene Konzepte zur qualifizierten Ganztagesbetreuung von Kindern werden mit Beteiligung von Schulsozialarbeit erarbeitet. Intern ist die Schulsozialarbeit nach der Umstrukturierung noch damit beschäftigt,vorhandene Strukturenund Prozesse zu überprüfen und anzupassen. Die in den Blick genommenenFelder beinhaltendie Personalentwicklung sowiedie Leitungsspanneim Bereich Schulsozialarbeit. Eng damit verbunden ist auch die Weiterentwicklung bzw. Aktualisierung des ursprünglichen Konzeptes von Schulsozialarbeit aus dem Jahr 1999. Anforderungen in Schulen und an die Schulsozialarbeit haben sich seither verändert. Zu berücksichtigen ist dabei z.B. die zwischen- zeitliche Abdeckung aller Schularten, gegenüber dem Start mit den damaligen Hauptschulen und den sich dadurch veränderten Zielgruppen.Weiterhin führt diesehr hohe Akzeptanz der Schulsozialarbeit an den Schulen dazu, dasssieals fester Bestandteil der Schulen gesehen wird, damit in das Schulleben aktiv eingebunden ist und nicht alsStigmaerlebt wird.Daher wird auch das Konzept in Rückkoppelung mit den Schulen und dem Schul-und Sportamtauf die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Ergänzende ErläuterungenSeite4 Zahlen und Fakten Landesförderung der Schulsozialarbeit Karlsruhe beantragt jährlich die Mittel zur Landesförderung der Schulsozialarbeit, die derzeit bei ca. 1/3 der Personalkosten liegen. Die Fördersumme lagim Schuljahr 2015/2016 bei ca. 550.000.-€. Beratung durch die Schulsozialarbeit in 2016 DieSchulsozialarbeit hat im Schuljahr 2015/2016 insgesamt 3460 Beratungen durchgeführt. In 433 Fällen wurde es notwendig,die Bezirkssozialarbeit mit einzubeziehen, in allen anderen Be- ratungen konnte die Schulsozialarbeit mit den Betroffenen, deren Familien und den Schulen direktUnterstützung vermitteln.Bei der Bezirkssozialarbeit habensichaus ca. 30 % dieser Fälle Hilfen zur Erziehung ergeben, da der Hilfebedarf mit Beratung allein nicht gedeckt werden konnte.DieSchulsozialarbeit übernimmt in den Schulen die Funktion der ersten Bedarfsklärung und Information über vorhandene Hilfesysteme und Beratungsstellen. Diese Beratung schont die Ressourcen der Bezirkssozialarbeit, da deutlich weniger Fälle aus den Schulen direkt ankommen, als in der Vergangenheit.In vielen Fällen führte die enge Zusammenarbeit zwischen Schulsozial- arbeit und Bezirkssozialarbeit dazu, dass Hilfen zur Erziehung vermieden werden konnten. Häufigste Beratungsanlässein der Schulsozialarbeit: Konflikte vonSchülerinnen und Schülernuntereinander Verhaltensauffälligkeiten im Unterricht oder Gruppenkontext Familieninterne Beratungsanlässe Leistungsabfall/ Leistungsschwächen Fehlzeiten Konflikte zwischenSchülerinnen und Schülernund Lehrkräften Psychische Auffälligkeiten vonSchülerinnen und Schülern Abklärung von Verdacht auf Kindeswohlgefährdung Projektarbeit der Schulsozialarbeit in 2016 Für jede Schulestehen der Schulsozialarbeitje nach Größeder SchulejährlichProjektgeldervon 6000bzw. 7500 Eurozur Verfügung, die in Absprache mit der Schuleund der Leitung Schulso- zialarbeitfür soziale Projekte auf Klassenebene oderaufandere spezielleZielgruppen bezogen eingesetzt werden können. Auf diese Weise ist es den Fachkräften der Schulsozialarbeit möglich,ihre eigenen Ressourcen für Beratung einzusetzen und Projektanbieter einzubinden, die sich auf die Arbeit mit bestimm- ten Gruppen oder Themenspezialisiert haben. Arbeit mit SchülergruppenZahl der Gruppen Themenorientierte Gruppenarbeit mit Schülergruppen zur Förderung sozialer Kompetenzen und Konfliktfähigkeit sowie zur Gewaltprä- vention 147 Gruppenarbeit zur Unterstützung beim Übergang Schule/Beruf (§ 13 SGB VIII und § 14 LKJHG) 10 Ergänzende ErläuterungenSeite5 Gruppenarbeit im Bereich Suchtprävention, Gesundheitsförderung sowie erzieherischer Kinder-und Jugendschutz (§ 14 SGB VIII und § 16 LKJHG) 80 Arbeit mit SchulklassenZahl der Klassen Themenorientierte Arbeit mit Schulklassen zur Förderung sozialer Kompetenzen und Konfliktfähigkeit sowie zur Gewaltprävention 482 Arbeit mit Schulklassen zur Konfliktbewältigung bei Problemen wie Ausgrenzung, Mobbing etc. 88 Arbeit mit Schulklassen zur Unterstützung beim Übergang Schu- le/Beruf 40 Arbeit mit Schulklassen im Bereich Suchtprävention, Gesundheitsförderung sowie erzieherischer Kinder-und Jugend- schutz 150 Legt man eine durchschnittliche Gruppengröße von 20Schülerinnen und Schülerpro Klasse / Gruppe zugrunde, konnte die Schulsozialarbeit mit ihren Projekten 19.940 Schüler und Schüle- rinnen erreichen. Bearbeitung von Kindeswohlgefährdung durch die Schulsozialarbeit Mit der Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes wurden beim Sozialen Dienst die Bearbei- tungsstandards für alle Fachbereiche aktualisiert.SämtlicheLeitungskräfte der Schulsozialarbeit sind zertifizierte Kinderschutzfachkräfte,um qualifizierte Beratung für die Fachkräfte in den Schulen anbieten zu können. Die Schulsozialarbeit unterstützt Schulen bei der Bearbeitung von Verdachtsfällen bezüglich Kindeswohlgefährdung. In 199 Einzelfällen war die Schulsozialarbeit in die Überprüfung und Bearbeitung von Verdachtsfällen auf Kindeswohlgefährdung anden Schulen tätig. Art der vermuteten Gefährdung (Mehrfachnennungen sind möglich): Vernachlässigung76 Gewalt in der Familie90 Sexueller Übergriff/Missbrauch13 Selbstgefährdung59 In 94 Einzelfällen konnte der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung direkt in der Schule geklärt, beziehungsweise die Gefährdung selbst in der Schule abgewendet werden. In 105 Einzelfällen war es notwendig, dass Fachkräfte der Bezirkssozialarbeit eingebunden wur- den, um den Verdacht zu klären oder die Gefährdung abzuwenden. Ergänzende ErläuterungenSeite6 Vergleich mit anderen Kommunen Bundesweit gibt es nur wenige Kommunen, die die Schulsozialarbeit selbst anbieten und nicht an freie Träger der Jugendhilfe, Wohlfahrtsverbände oder Vereine ausgelagert haben. In Baden-Württemberg ist Pforzheimähnlich wie Karlsruhe organisiert, in den anderen Kommu- nen ist Schulsozialarbeit nicht vergleichbar organisiert und konzeptionell völlig anders aufge- baut. Im letzten Bericht des KVJS zu den Kennzahlen und dem Ausbaustand der Schulsozialarbeit in Baden-Württemberg vom Schuljahr 2014/2015 wurden VergleichszahlenderKommunen erho- ben. Beim Vergleich der durchschnittlichen Anzahl an Schülerinnen und Schülern,für die eine Vollzeitstelle Schulsozialarbeit verantwortlich ist, liegt Karlsruhe auf dem vorletzten Platz mit einer durchschnittlichen Anzahl von 1147,43 Schülerinnen und Schülern pro Vollzeitstelle. Pforzheim liegt mit einer durchschnittlichen Anzahl von 386,94 Schülerinnen und Schülern pro Vollzeitstelle auf Platz eins. Der Durchschnitt der Stadtkreisein Baden-Württemberg liegt bei 804,88 Schülerinnen und Schülernpro Vollzeitstelle Schulsozialarbeit. Die enorme Abweichung dieser Zahlen lässt sich jedoch erklären. In Karlsruhe hat mansich,anders als andere Kommunen,im ersten Schritt für einen flächende- ckenden Ausbau der Schulsozialarbeit entschieden. Dadurch,dass Karlsruhe seine Schwerpunkte auf Beratung in der Schulsozialarbeit ausgelegt hat und für Projekte und Betreuung an Schulen andere Angebote vorhält, ist die Anzahl der zu beratendenSchülerinnen und Schülerdeutlich über dem Durchschnitt der Stadtkreise in Baden- Württemberg. Innerhalb des Karlsruher Konzeptes ist hervorzuheben, dass alle Schularten gleichermaßen be- dient wurden und es möglich war,ein einheitliches Konzept für den gesamten Stadtkreis auf- zubauen.Dadurch sind wir an Karlsruher Schulen in der Lage, ein untereinander vergleichbares und einheitliches Konzeptaus einer Handanzubieten.Dies im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen,wie z.B. in Stuttgart, in denendie Schulsozialarbeit an mehrere freie Träger verge- ben wird. Perspektive Der flächendeckende Ausbau der Schulsozialarbeit ist weitgehendabgeschlossen,und damit ist der ursprüngliche Auftrag des Gemeinderates von 1999 erfüllt. Seit Einführung der Schulsozialarbeit in Karlsruhe konnten an Schulen vielfältigeBeratungs-und Präventionsangebote etabliert werden. Schulen haben sozialpädagogische Elemente fest in ihren Schulcurricula aufgenommen und ermöglichen neben ihrem eigentlichen Auftrag auch soziales Lernen im Schulalltag. Durch die enge Verknüpfung von Jugendhilfe und Schule werden die Bedarfe von Kindern früher erkannt und können oft schon im Sozialraum Schule bedient werden. Mit Hilfe von Schulsozialarbeit haben Schulen Netzwerke für sich erschlossen, die zur Unterstützung oder Ergänzung des Schulalltagesbeitragenund weitere Fördermöglichkeiten fürSchülerinnen und Schülerbieten. Jugendhilfe und Schule sind näher aneinander gerückt und arbeiten deutlich intensiver zusam- men, als das vor der Einführung der Schulsozialarbeit der Fall war. Dies gilt nicht nur für die Basisebene an den Schulen, sondern auch für die Leitungsebene beider Systeme. Perspektivisch sollte ein weiterer Ausbau von Schulsozialarbeit erfolgen, der nichtauf die Fläche bezogen ist, sondern auf den unterschiedlichen Bedarf von Schulen. Es sollte möglich sein, an Schulen mit erhöhtem Bedarf den Stellenanteilder Schulsozialarbeitvon 50% auf 75% zu er- Ergänzende ErläuterungenSeite7 höhen. Bereits aktuell liegen mehrere Aufstockungsanträgevon Schulen vor, die bisher nicht bedient werden konnten. Erhöhte Bedarfe ergeben sich aus unterschiedlichen Größen von Schulen, aufgrund von Bevöl- kerungszusammensetzungen in Stadtteilen oder aufgrund von inhaltlichen Schwerpunkten an Schulen wie z.B. Inklusion oder Vorbereitungsklassen. Das Kontingent an Leitungsstellen sollte angepasst werden,um die Qualität der Schulsozialar- beit zu sichern und diegesetzlichenStandards im Kinderschutz einhalten zu können. Ebenfalls sollte die Schulsozialarbeit an Berufsschulen weiter ausgebaut werden, vor allem an den SchulendieVAB-O Klasseneingerichtet haben. Das Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb vonDeutschkenntnissen (VA- BO) richtet sich an jugendliche Migrantinnen undMigranten ohneDeutschkenntnisse. Sie erhal- ten im VABO ein speziellesSprachförderangebot. Neben der Vermittlung von Grundlagen in der deutschen Sprache wird die Allgemeinbildung vertieft. Im Rahmen eineshandlungsorientierten und projektbasierten Unterrichts erwerben dieJugendlichen berufliches Vorwissen und prakti- sche Grundfertigkeiten inberufs-und lebensweltbezogenen Bereichen. Grundprinzip des Unter- richts inallen Fächern und Arbeitsfeldern ist der Erwerb von deutschenSprachkenntnissen. VAB-O Klassen sind ein schulisches Angebot, dessen Finanzierung auch über das Schulsystem abgesichert ist. Lediglich zusätzliche Angebote zur Ergänzung des Unterrichts, wie z.B. Schulso- zialarbeit, müssten von der Kommunemitfinanziert werden, so wie für andere Schulformen auch. DieKarlsruher Berufsschulen haben durch die Zunahme der Zuwanderung und den Standort der Landeserstaufnahme die Herausforderung, viele Flüchtlinge mit unterschiedlichsten Vorausset- zungen zu beschulen. Nur ein Teil der Berufsschulen ist mit Schulsozialarbeitund entsprechen- den Projektmitteln ausgestattet, den anderen Schulen fehlt diese Form der Unterstützung. Es liegen mehrere Anträge von Berufsschulen vor, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten. Durch die Entscheidung des Landes, die Schulwochenstunden von 30 auf 20 und die Alters- grenze von 21 auf 19 Jahre zu reduzieren, haben sich Druck und Überforderung für viele Schü- lerinnen und Schüler deutlich erhöht. Dies gilt insbesondere fürdieunbegleiteten minderjähri- gen Ausländer. Dadurch steigt an den Beruflichen Schulen der Bedarf an Unterstützung durch Schulsozialarbeit.
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Anlagezu TOP 3 1.Schulen, diebereits Schulsozialarbeit haben: Nr.Schulart/SchuleAnmerkung Grundschulen 1DraisschuleGS50 %-Stelle vorhanden 2Gartenschule50 %-Stelle vorhanden 3GS am Wasserturm50 %-Stelle vorhanden 4GSBeiertheim25%-Stelle vorhanden Kooperationsverbund 5GSBulach25 %-Stelle vorhanden Kooperationsverbund 6GS Daxlanden25 %-Stelle vorhanden Kooperationsverbund 7GSGrünwinkel50 %-Stelle vorhanden 8GSKnielingen25 %-Stelle vorhanden Kooperationsverbund 9Hans-Thoma-Schule50 %-Stelle vorhanden 10Hardtschule50 %-Stelle vorhanden 11Hebelschule GS50 %-Stelle vorhanden 12Heinrich-Köhler-Schule50 %-Stelle vorhanden 13Leopoldschule50 %-Stelle vorhanden 14Marylandschule50 %-Stelle vorhanden 15Nebenius-GS50 %-Stelle vorhanden 16RennbuckelGS50 %-Stelle vorhanden 17Schloss-Schule50 %-Stelle vorhanden 18Südendschule50 %-Stelle vorhanden 19Südschule Neureut50 %-Stelle vorhanden 20TullaschuleGS50 %-Stelle vorhanden 21Viktor-von-Scheffel Schule25 %-Stelle vorhanden Kooperationsverbund 22Waldschule50 %-Stelle vorhanden 23Weiherwaldschule50 %-Stelle vorhanden 24Weinbrennerschule50 %-Stelle vorhanden Grund-und Werkrealschulen 25Adam-Remmele-Schule50%-Stelle vorhanden 26Eichendorffschule50 %-Stelle vorhanden 27Gutenbergschule50 %-Stelle vorhanden 28Nordschule Neureut50 %-Stelle vorhanden 29Oberwaldschule Aue50 %-Stelle vorhanden 30Pestalozzischule75 %-Stelle vorhanden 31Schillerschule50 %-Stelle vorhanden 32Werner-von-Siemens-Schule50 %-Stelle vorhanden Realschulen 33Friedrich-RS50 %-Stelle vorhanden 34Hebelschule RS50 %-Stelle vorhanden 35Nebenius-RS50 %-Stelle vorhanden 2 36Rennbuckel-RS50 %-Stellevorhanden 37RSNeureut50 %-Stelle vorhanden 38RSRüppurr50 %-Stelle vorhanden 39Sophie-Scholl-RS50 %-Stelle vorhanden 40Tulla-RS50 %-Stelle vorhanden Gymnasien 41Bismarck-Gymnasium50 %-Stelle vorhanden 42Fichte-Gymnasium50 %-Stellevorhanden 43Goethe-Gymnasium50 %-Stelle vorhanden 44Gymnasium Neureut50 %-Stelle vorhanden 45Helmholtz-Gymnasium50 %-Stelle vorhanden 46Humboldt-Gymnasium50 %-Stelle vorhanden 47Kant-Gymnasium50 %-Stelle vorhanden 48Lessing-Gymnasium50%-Stelle vorhanden 49Markgrafen-Gymnasium50 %-Stelle vorhanden 50Max-Planck-Gymnasium50 %-Stelle vorhanden 51Otto-Hahn-Gymnasium50 %-Stelle vorhanden Sonderpädagogische Bildungs-und Beratungszentren (SBBZ) 52Albschule50 %-Stelle vorhanden 53Erich Kästner-Schule50 %-Stelle vorhanden 54Federbachschule25 %-Stelle vorhanden Kooperationsverbund 55Kimmelmannschule50 %-Stelle vorhanden; ab Schuljahr 2017/18 Reduzierung auf 25% 56Lidellschule50 %-Stelle vorhanden 57Schule am Turmberg50 %-Stelle vorhanden 58Vogesenschule50 %-Stelle vorhanden Gemeinschaftsschule 59Anne-Frank-Schule50 %-Stelle vorhanden 60Augustenburg Gemeinschaftsschule50 %-Stelle vorhanden 61Drais-RS/GMS50 %-Stelle vorhanden 62Ernst-Reuter-Schule50%-Stelle vorhanden Berufliche Schulen 63Carl-Hofer-Schule100 %-Stelle vorhanden;BVJ/BEJ Klassen 64Elisabeth-Selbert-Schule100 %-Stelle vorhanden;BVJ/BEJ Klassen 65Gewerbeschule Durlach100 %-Stelle vorhanden;BVJ/BEJ Klassen 66Heinrich-Hertz-Schule(BFS)50 %-Stelle vorhanden 67Heinrich-Hübsch-Schule50 %-Stelle vorhanden 3 2.Schulen, diebereits Schulsozialarbeit haben und Aufstockungen beantragt haben: Nr.Schulart/SchuleAnmerkung Grund-und Werkrealschulen 1Werner-von-Siemens-SchuleMehrfacher Antrag in den letzten Jahren Gemeinschaftsschulen 2Ernst-Reuter-Schule Realschulen 3Sophie-Scholl-RSMehrfacher Antrag in den letzten Jahren Sonderpädagogische Bildungs-und Beratungszentren (SBBZ) 4AlbschuleMehrfacher Antrag in den letzten Jahren Berufliche Schulen 5Heinrich-Hübsch-Schule 3.Schulen ohne Schulsozialarbeit, die Schulsozialarbeitsstellen beantragt haben (Prioritätenliste Gemeinderat). Nr.SchuleAnmerkungStellenbedarfAnmerkungen 1Kooperationsverbund Schule am Weinweg GS Rintheim Antrag vom 20.11.2015 02.05.2016 50% 25% 25% 2 Friedrich-Ebert- Schule(GS) Antrag vom 06.02.2015 50%Ab Schuljahr 2017/18 mit 25% versorgt 3EichelgartenschuleAntrag vom 21.07.2016 50% 4Engelbert-Bohn- Schule(BS) Antrag vom 18.12.2014 50 % 5Walter-Eucken- Schule(BS) Antrag vom 11.03.2015 50 % 4 4.Schulen, die noch nicht berücksichtigt wurden: Nr.Schulart/SchuleAnmerkung Grundschulen 1GSBergwald 2GSHagsfeld 3GSStupferich 4GSWolfartsweier 5Heinz-Barth-Schule Wettersbach 6Riedschule 7Schule im Lustgarten Berufliche Schulen 8Carl-Benz-Schule 9Carl-Engler-Schule 10Friedrich-List-Schule 11Heinrich-Meidinger-Schule 12Ludwig-Erhard-Schule