Zukünftige Räume für das Jugendorchester

Vorlage: 2017/0345
Art: Antrag
Datum: 15.05.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Grünwinkel, Mühlburg

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 25.07.2017

    TOP: 19

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: keine Abstimmung

Zusätzliche Dateien

  • CDU-Räume Jugendorchester
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG CDU-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0345 Zukünftige Räume für das Jugendorchester Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.07.2017 19 x Die CDU-Fraktion beantragt: Die Verwaltung prüft, ob das Jugendorchester die zukünftigen Räume des Badischen Konser- vatoriums in der Grenadierkaserne mit benutzen kann, und berichtet darüber zeitnah dem Verwaltungsrat/dem Kulturausschuss/dem Gemeinderat. Sachverhalt/Begründung: Das Jugendorchester muss zum 18. Juli 2018 die Räume in der Gartenschule verlassen, da die Schule diese selbst benötigt. Die bisherige Suche nach geeigneten, das bedeutet u. a. zentral gelegenen Räumen, verlief bisher ohne Erfolg. Die Herrichtung von Räumen im Kulturzentrum Tempel in Mühlburg ist nach der bisherigen Einschätzung der Verwaltung zu aufwändig, das heißt zu teuer. Falls im Tempel Varianten möglich sein sollten, bitten wir diese in die Prüfung und in den Bericht mit aufzunehmen. Die Stadt Karlsruhe ist nicht zuletzt vertraglich gegenüber dem Jugendorchester in der Pflicht, was die Bereitstellung von städtischen Räumen betrifft. Da diese möglicherweise nicht zur Verfügung stehen, gehen wir davon aus, dass die Stadt bei der Suche nach anderen Möglich- keiten aktiv behilflich ist. unterzeichnet von: Tilman Pfannkuch Dr. Albert Käuflein Bettina Meier-Augenstein Karin Wiedemann

  • Stellungnahme TOP 19 CDU
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    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0345 Dez. 2 Zukünftige Räume für das Jugendorchester Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.07.2017 19 x Kurzfassung Eine Mitnutzung des Jugendorchesters Karlsruhe e. V. in den zukünftigen Räumen des Badi- schen KONServatoriums in der Dragonerkaserne schließt sich aufgrund des Bedarfs an Raumka- pazität und Nutzungszeiten aus. Der notwendige aktuelle Unterrichts- und Veranstaltungsbe- trieb beider Einrichtungen könnte nicht aufrecht erhalten bleiben. Das Thema „Zukünftige Räume für das Jugendorchester“ soll im Kulturausschuss weiter behandelt werden. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein X ja Handlungsfeld: Kultur Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) X nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften X nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Verwaltung prüfte mit dem kommissarischen Leiter des Badischen KONServatoriums (fol- gend KONS), der Vorsitzenden und dem künstlerischen Leiters des Jugendorchesters Karlsruhe e. V. (folgend JOK), ob eine gemeinsame Nutzung der ehemaligen Dragonerkaserne machbar sei. Zudem führte das Dezernat 3 dazu Gespräche mit dem zukünftigen Leiter des KONS. Der Raumnutzungsbedarf des KONS ist folgender: es veranstaltet pro Schuljahr über 150 Vor- spiele und 40 Konzerte neben dem Einzel- und Ensembleunterricht, welcher montags bis frei- tags, vor allem nachmittags und abends, abgehalten wird. In den neuen Räumlichkeiten steht dem KONS ein einziger Veranstaltungssaal zur Verfügung. Dieser wird durch die eigenen Veran- staltungen und den Ensembleunterricht (drei Probenabende wöchentlich) zu „mehr als“ 100% ausgelastet sein. Gleichermaßen verhält es sich mit den Räumen für den Einzelunterricht. Die ehemalige Dragonerkaserne mit ihrem derzeitigen Raumangebot deckt ohne Neu- oder Erweite- rungsbau lediglich circa zwei Drittel des tatsächlichen Raumbedarfs an Einzel- und Gruppenun- terricht des KONS. Das Jugendorchester Karlsruhe e. V. bedarf folgender Raumnutzung: es braucht für zwei bis drei Abende die Woche einen großen Saal für die Orchestergesamtproben (Haupt- und Voror- chester mit bis zu 75 Musikerinnen und Musikern) und für den Schlagzeugunterricht. Für den Einzelunterricht, der nachmittags von Dienstag bis Freitag stattfindet, benötigt es mindestens drei Unterrichtsräume. Hinzu kommen Lagerräume für Noten, Uniformen und Leihinstrumente. Aus dem Raumbelegungsbedarf beider Musikinstitutionen ist ersichtlich, dass es bei der Unter- bringung beider Einrichtungen in der ehemaligen Dragonerkaserne durchgehend zu Doppelbe- legungen im großen Saal kommen würde, da dieser vom KONS jeden Abend bzw. vom JOK drei Mal die Woche genutzt werden müsste. Die gleiche Situation stellt sich bei den Unterrichtsräu- men für den Einzelunterricht, welcher bei beiden Einrichtungen aufgrund der Schulpflicht der Musizierenden stets nur nachmittags oder früh abends durchgeführt werden kann. Weder das JOK noch das KONS könnten bei einer gemeinsamen Nutzung der ehemaligen Ka- serne ihrem jeweiligen Einzelunterricht, ihren Orchesterproben und Konzerten nachkommen und somit nicht ihr Ausbildungsangebot aufrechterhalten. Das umfassende Ausbildungs- und Vorspielangebot ist elementar für den Zugang und langfristigen Verbleib von Musizierenden. Die einzige Möglichkeit für eine gemeinsame Nutzung ergäbe sich aus der ursprünglich geplan- ten Errichtung eines weiteren großen Saales auf dem rückwärtigen Areal der Dragonerkaserne. Die ehemalige Dragonerkaserne soll, nach jetzigem Planungsstand, im ersten Quartal 2019 be- zugsfertig sein. Das JOK ist auf neue Räumlichkeiten ab Juli/August 2018 angewiesen. Bei ge- meinsamer Unterbringung mit dem KONS in der ehemaligen Dragonerkaserne hätte das JOK in der Zwischenzeit von ca. einem dreiviertel Jahr keinerlei Räume zur Verfügung, was den Fortbe- stand des JOK gefährden würde. Die aktuellen Räume des KONS in der Jahnstraße und Kaiserallee kommen aufgrund der De- ckenhöhe und der fehlenden Transportmöglichkeit für Instrumente für das JOK nicht in Frage. Eine Nutzung des Kulturzentrums Tempel, ein großer Raum im ersten Obergeschoss und drei kleine Räume im Erdgeschoss, wird vom Kulturverein Tempel sowie vom JOK als gewinnbrin- gend und passend gesehen. Nach einer ersten Kostenschätzung durch ein eingeschaltetes Ar- chitekturbüro wurden die Baumaßnahmen auf 175.000.- Euro beziffert. Das JOK prüft derzeit mit dem Architekturbüro, in wieweit die Kosten reduziert werden können. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Zunächst war für das JOK eine Nutzung des ehemaligen Vanguarde im Erdgeschoss des Tem- pels angedacht. Bei dieser Variante würden die Kosten für eine Außentreppe als zweiter Fluchtweg vom ersten Obergeschoss entfallen, jedoch würden weitaus umfangreichere In- nenumbaumaßnahmen anfallen. Zudem könnte der Saal nicht mehr im Zusammenhang mit Veranstaltungen des Tempels genutzt werden und würde seinen jetzigen Charme verlieren. Durch den am 5. Mai 2006 geschlossenen Vertrag zwischen der Stadt Karlsruhe und dem JOK, verpflichtete sich die Stadt, dem Orchester einen zweckgebundenen Sachkostenzuschuss für die Nutzung von städtischen Räumen zu gewähren und nach Möglichkeit, angemessene Räume in zentraler, verkehrsgünstiger Lage zur Verfügung zu stellen (Paragraph 2, Absatz 7).

  • Protokoll TOP 19
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    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 40. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 25. Juli 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 20. Punkt 19 der Tagesordnung: Zukünftige Räume für das Jugendorchester Antrag: CDU Vorlage: 2017/0345 dazu: Änderungsantrag: GfK Vorlage 2017/0461 Änderungsantrag: SPD Vorlage: 2017/0493 Änderungsantrag: KULT Vorlage: 2017/0501 Beschluss: Erneute Prüfung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 19 mit den Änderungsanträgen zur Be- handlung auf. Stadtrat Dr. Käuflein (CDU): Das Jugendorchester der Stadt Karlsruhe braucht neue Räume, weil es seine Räume in der Gartenschule zum Juli 2018 verlassen muss. Die Schule braucht die Räume selbst; das ist lange bekannt. Die Stadt Karlsruhe ist dem Ju- gendorchester auch vertraglich gegenüber, was die Räume angeht, in der Pflicht. Die bisherige lange Suche verlief ergebnislos. Das war für uns der Anlass noch einmal einen Antrag zu stellen, die Räume beim KONS zu untersuchen. Wir sind mit der Antwort der Verwaltung zufrieden. Um es kurz zu sagen, die Räume des KONS funktionieren nicht, einfach von der Belegung her. Das wäre eine mehrfache Überbelegung, das kann nicht gedacht werden. Die Änderungsanträge von SPD, Gemeinsam für Karlsruhe und KULT haben dieselbe Motivation, auch wenn sie jeweils eine andere Zielrichtung haben. Für uns läuft es im Augenblick, wenn ich mal eine vorläufige Bewertung zu dieser Gemengelage abgeben - 2 - darf, bei der gebotenen Vorsicht, weil es wirklich vorläufig ist, auf den Tempel hinaus. Der Tempel könnte, das ist eine Zahl, die im Raum steht, für 175.000 Euro ertüchtigt werden. Ich mache hier eine Bemerkung in Klammer: Wenn die Stadt sich, was Bau- maßnahmen angeht, mit 175.000 Euro engagiert, bei einem letztlich privaten Vermie- ter, muss das Einfluss nehmen auf die Höhe der Mietzahlung. Da wissen wir nicht, ob das bei der Zahl, die hier im Raum steht, bei den 18.000 Euro schon abgebildet ist, je- denfalls haben wir diesen Wunsch. Die SPD hat das Haus Solms ins Gespräch gebracht. Da sind für uns noch sehr viele Fra- gen offen, aufgrund der Antwort der Verwaltung. Wir möchten es nicht ausschließen, aber im Augenblick favorisieren wir eher den Tempel. Wir haben die Fantasie, dass mit dem Haus Solms sehr viel investiert werden müsste, um das entsprechend zu ertüchti- gen. Ich komme noch mal auf das KONS zurück, da gibt es ja auch die Überlegung, ei- nen weiteren Anbau vorzunehmen – mit den geplanten Räumen funktioniert es nicht, es gab aber die Überlegung, weiteren Anbau vorzunehmen, dann würde es funktionie- ren, aber dann sind wir, meine Damen und Herren, doch im Bereich von mehreren Mil- lionen Euro, die wir in die Hand nehmen müssten. Insofern wollen wir das nicht weiter verfolgen. Beim Palais Solms gibt es große Fragezeichen. Eher im Augenblick würden wir in Richtung Tempel gehen wollen. Was wir unbedingt im Auge behalten müssen, ist der Zeitplan. In einem Jahr brauchen wir bereits diese neuen Räume. Wir wissen, dass das bei der Verwaltung im Blick ist. Frau Stadträtin Ernemann (SPD): Auch wir sehen die Notlage des Jugendorchesters. Wir haben viele Gespräche geführt und erstmals vielen Dank auch an die Leitung des Jugendorchesters und an den Dirigenten, Herr Paha. Mir liegen hier eineinhalb Seiten, fast zwei Seiten vor, von Gebäuden und Möglichkeiten, die das Jugendorchester für die weitere Nutzung untersucht hat. Letztlich sind wir wieder bei dem gelandet, was Kolle- ge Käuflein gesagt hat, schon seit Wochen stehen eigentlich nur die Räumlichkeiten des Tempels im Raum und die Dragonerkaserne mit der Fusion des Badischen Konservatori- ums. Im Kulturausschuss vor ein paar Tagen ist uns klar dargelegt worden, dass offensichtlich der Zusammenschluss Badisches Konservatorium und Jugendorchester nicht funktio- niert, vielleicht sage ich auch, teilweise nicht gewollt ist. Es gibt da Konkurrenzsituatio- nen innerhalb des Hauses, so wie wir das herausgehört haben. Nicht nur die Räume sind ein Problem, sondern da gibt es offensichtlich auch noch andere Gründe. Der Anbau an der Dragonerkaserne in Höhe von 6 Millionen, das ist ein Wort. Das muss man sagen, das ist erschreckend, wie hoch die Summe ist. Allerdings habe ich heute aus dem Badischen Konservatorium erfahren, dass es da Überlegungen gibt, die auch unserem Sozialbürgermeister bekannt sind, vielleicht eine Integration eines Musikkin- dergartens in dieses Gebäude. Das habe ich vorher noch nicht gehört. Das hat aber ei- nen gewissen Charme und würde auch eine Investition in einer gewissen Größenord- nung rechtfertigen, also zwei Fliegen mit einer Klappe. Neue Räumlichkeiten für das Jugendorchester genauso ein musikalischer Kindergarten, das hätte also was für sich, aber diese Möglichkeit ist ja offensichtlich nicht weiter gedacht worden. - 3 - Die SPD hat über Wochen hinweg die einzige Möglichkeit der Realisierung im Tempel gesehen. Das ist machbar, das ist auch finanziell machbar, wenn es auch hier in der Vorlage als hohe Investition dargestellt wird, aber das ist durchaus möglich. Hinzu kommt noch die Miete, die die Stadt für die Räume erbringen müsste. Wir sind dann der Sache nachgegangen das Haus Solms zu überprüfen, und zwar aus folgendem Grund. Erstens hat das Haus Solms einen gewissen Charme, befindet sich im Besitz der Stadt Karlsruhe, es wäre also keine Mietzahlung erforderlich. Ich habe mir vor ein paar Tagen die Räumlichkeiten noch einmal angeschaut, bin durch alle Räume gegangen, und exakt diese Räumlichkeiten, welche dieses Jugendorchester sich vorstellt, wären dort gegeben. Drei, vier Proberäume in unterschiedlicher Größe, ein etwas größerer Orchesterraum oben, der vielleicht unter Umständen baulich noch verändert werden muss, ein Aufzug, der vor Jahren vom Gemeinderat für - ich will mich nicht festlegen, vielleicht kann Herr Obert das sagen - 600.000 oder 800.000 Euro angebaut wurde, ein behindertengerechter Fahrstuhl. In das Haus wurde also schon etwas investiert und wird natürlich mit Sicherheit auch noch etwas investiert werden müssen. Ich bin aber doch froh, dass die Verwaltung in der Vorlage die Möglichkeit nicht gänz- lich ausgeschlossen hat und diese Räumlichkeiten überprüft. Hinzu kommt noch zu den Bedingungen, die das Jugendorchester an den neuen Standort stellt, die absolut tolle Lage mitten in der Stadt, mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar, und, wie gesagt, das Haus im Besitz der Stadt. Meine Fraktion hat ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie an dem Haus festhält. Wir waren immer gegen einen Verkauf und hatten eben die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass zu überprüfen, auf die Gefahr hin, dass wir obdachlos werden, weil die SPD-Fraktion tagt jeden Montag im Haus Solms, aber für das Jugendorchester würden wir dieses Opfer bringen. Stadträtin Dr. Leidig (GRÜNE): Wir befassen uns hier bzw. im Kulturausschuss zum wiederholten Male mit dieser Thematik, dass das Jugendorchester neue Räume braucht. Es wird jedes Mal etwas dramatischer, ganz einfach, weil uns die Zeit davonläuft. Vor drei Jahren hat man sich noch so ein bisschen zurücklehnen können, ja, man guckt mal rum, aber mittlerweile ist es natürlich so, dass im Grunde genommen in einem Jahr der Umzug mehr oder weniger abgeschlossen sein muss oder alles Bauliche abgeschlossen sein muss, damit der Umzug dann in den Sommerferien stattfinden kann. Das ist keine erfreuliche Situation, erklärt aber, warum dieser Stapel an Vorschlägen uns jetzt vorliegt in ganz unterschiedlicher Form. Wir haben auch Gespräche geführt, haben Überlegungen gemacht, haben es aber nicht für nötig gehalten, auch noch einen An- trag zu stellen. Es gibt es wirklich schon sehr viele Vorschläge: die Grenadierkaserne, eine Erweiterung dazu, den Tempel, das Haus Solms. Letzen Endes müssen wir uns aber auch fragen, was wäre tatsächlich eine gute Lösung. Was wäre eine Lösung, wo sich Synergieeffekte heraus ergeben? Was uns ein bisschen widerstrebt ist die Vorstellung, dass da Räume extra geschaffen werden und bereitste- hen, die dann von dem Jugendorchester zu – wenn ich jetzt mal die Samstage und Sonntage dazuzähle – einem Drittel in der Woche praktisch genutzt werden und den Rest der Zeit stehen sie leer. Dafür Spezialräume mit Aufzug und mit bestimmter Tem- perierung oder Feuchtigkeit oder was weiß ich und Höhe zu schaffen, das finde ich ausgesprochen schade. Deswegen ist die Überlegung, mit dem KONS zusammen etwas - 4 - zu schaffen, doch etwas was wir einfach als beste Lösung ansehen würden. Aber wir müssen uns auch fragen, was ist eine praktikable Lösung. Praktikabel auch im Hinblick auf Geld, im Hinblick darauf, dass Platz dafür zur Verfügung steht, bezahlbar ist und jetzt noch diese Dringlichkeitsfrage, eine sofort oder sehr bald verfügbare Lösung. Je nach Frage ist die Antwort dann letzten Endes auch eine ganz verschiedene, weil es eine optimale Lösung letzten Endes nicht gibt. Es gibt keine Räume, die nicht umgebaut werden oder neu gebaut werden müssten und damit Investitionskosten verursachen. Es gibt aber auch wahrscheinlich ganz unter- schiedliche Unterhalts- und Betriebskosten bei den einzelnen Räumlichkeiten und ich weiß, dass diese im Haus Solms beispielsweise nicht gerade niedrig sind. Auch wenn für die SPD ein Verkauf nicht in Frage kommt, ist das trotzdem etwas, was wir im Interesse der Stadt einfach mal abwägen müssen, was investieren wir in das Gebäude, was kostet es uns, es zu unterhalten und was würde ein Erlös vielleicht auch bringen. So ganz von der Hand weisen können wir diese Frage ja im Moment auch nicht. Es muss ja auch noch zentral liegen, also das ist ein zusätzlicher Punkt. Was wir uns wünschen würden ist, dass wir heute zu irgendeiner Lösung kommen und dass irgend- einer dieser Vorschläge so abgestimmt wird, dass da eine Mehrheit zusammenkommt. Wir möchten diese Abstimmung so eigentlich nicht hier haben, sondern wir wünschen uns eine Synopse, wo wirklich noch einmal die verschiedenen Daten einander gegen- über gestellt werden, Vor- und Nachteile, denn teilweise kennen wir die Fakten nicht. Die Verwaltung hat ja auf den Antrag von KULT vorgeschlagen, dass da tatsächlich mal geguckt wird, was kleinere Baukosten birgt. Denn die 6 Millionen, die in der Vorlage stehen, die beziehen sich auf ein deutlich größeres Gebäude. Da geht es um über 1.000 Quadratmeter, hier werden ja 120 Quadratmeter für einen größeren Saal benötigt. Das ist ja ein kleiner Saal und kein großer Saal. Da kommen wir sicher nicht bei 6 Millionen raus. Natürlich wird ein Neubau immer mehr kosten, aber wenn Herr Lenz so nette Ideen hat, dann noch einen Kindergarten unterzubringen, ist das vielleicht auch zielfüh- rend. Also, das würde uns sehr weiterhelfen, wenn Sie solch verschiedene Dinge einander gegenüberstellen. Bitte denken Sie auch noch vielleicht eine Interimslösung mit, weil wenn wir sagen, es muss in einem Jahr so weit sein und wir beraten dazu im Herbst noch mal, dann wird nicht viel übrig bleiben. Nachdem was ich gelesen habe, wird dann nicht mal mehr der Tempel möglich sein, mit dem rechtzeitigen Fertigwerden. Dann weiß ich nicht, was es gibt. Von daher haben Sie Hausaufgaben zu tun. Ich hoffe, dass wir irgendwann in naher Zukunft zu einer Entscheidungsgrundlage kommen, die uns hilft, dann die richtige Entscheidung zu treffen. Stadtrat Wohlfeil (KULT): Auch wir von KULT schätzen natürlich das Badische Kon- servatorium und das Jugendorchester als wichtige Teile der Karlsruher Kultur- und Bil- dungslandschaft, und wir wollen ihnen nachhaltige Lösungen bieten. Beim Jugendor- chester kommt erschwerend hinzu, dass wir jetzt auch mit der Raumsituation ab Juli 2018 eine kurzfristige Lösung brauchen. Für das Langfristige sehen wir auf jeden Fall, dass der vollständig angemeldete KONS-Raumbedarf in der derzeitigen Planung nicht gedeckt ist und dass das so auch nicht zukunftsorientiert ist. Von daher sehen wir beim neuen Gebäude vom KONS in einem Anbau eine langfristige Lösung, wenn man - 5 - dadurch dann mehr Raum hat für das KONS, weil so wie es jetzt ist, gehen wir davon aus, dass es in kürzester Zeit schon wieder aus allen Nähten platzt. Wenn man den Anbau dann so macht, dass das Jugendorchester unterkommt und eben, wenn die Räume nicht gebraucht werden, sie vom KONS mit genutzt werden können, dann hat man eine Win-win-Situation. In jedem Fall bräuchte es natürlich einen zweiten Veranstaltungssaal. Wir brauchen jetzt verlässliche Zahlen, was ist mit einem Anbau beim neuen KONS machbar und zu welchem Preis, was ist übergangsweise und langfristig im Tempel für das Jugendorchester möglich, und dabei geht es auch, wie Kollegin Leidig gesagt hat, nicht nur um den einmaligen Invest, sondern auch darum, wie lange diese Lösung hal- ten wird und welche Betriebskosten wir dabei jeweils haben würden. Wir haben noch eine Nachfrage zur Stellungnahme der Verwaltung zur Ziffer 1, nämlich da steht: Die Verwaltung nimmt den Auftrag zur Prüfung eines Anbaus in zwei Varian- ten zur Kenntnis. Wenn die Verwaltung diesen Auftrag zur Kenntnis nimmt, heißt das dann, dass die Verwaltung das macht? Stadtrat Høyem (FDP): Das Jugendorchester ist für uns alle sehr wichtig. Wir haben das diskutiert und geprüft und geprüft und diskutiert, wieder und wieder, und wir se- hen keine andere Lösung als den Tempel zurzeit. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Wir haben im Kulturausschuss letzte Woche auch über dieses Thema gesprochen. Ein Aspekt, der damals auch besprochen wurde und der die ganze Zeit auch schon bearbeitet wurde, ist jetzt hier heute Abend noch gar nicht ge- nannt worden. Das sind die Räume, die die evangelische Kirche abgeben muss. Ich weiß es aus der Gemeinde, in der ich mit meiner Familie Mitglied bin, der Hoffnungsgemein- de in Grünwinkel bzw. Daxlanden. Da ist es so, dass aufgrund der gesunkenen Mitglie- derzahlen Quadratmeter abgegeben werden müssen. Man hat errechnet, wenn das Gemeindezentrum an der Thomaskirche vermietet werden kann, dann sind praktisch die Forderungen der Landeskirche erfüllt. Deswegen hat ja auch das Kulturamt sich das Gemeindehaus angesehen und kam zu dem Ergebnis, dass es prinzipiell geeignet ist. Allerdings hat das Jugendorchester gesagt, das der Klang nicht gut ist und deswegen muss das Dach angehoben werden. Was mit einer groben Schätzung von 200.000 Euro bedacht wurde – wenig mehr als die Schätzung für den Tempel. Diese Gebäude wäre verfügbar, ohne geändertes Dach, aber dann hätte das Jugendor- chester, wenn es ganz dringend nötig würde irgendwann, wenigstens ein Dach über dem Kopf, ohne dass man was an dem Gebäude verändert. Für mich ist aber diese Si- tuation mit dem Gemeindehaus an der Thomaskirche eigentlich nur ein Beispiel für vie- le, denn die Landeskirche fordert ja von den anderen evangelischen Gemeinden in Karlsruhe genauso, dass die Räumlichkeiten unter die Lupe genommen werden. Es gibt mindestens noch drei andere Gemeindezentren und Säle, die auf diese Art zur Verfü- gung gestellt werden müssen, früher oder später. Nicht bei jeder Gemeinde ist dieser Entscheidungsprozess schon so weit gediehen wie bei der Hoffnungsgemeinde. Deswe- gen würde ich jetzt den Änderungsantrag formulieren, dass in der Synopse, die gerade - 6 - von den GRÜNEN und von KULT beantragt wurde, diese Säle, diese Gemeindezentren und die entsprechenden Kosten für Umbau und Miete bitte mit aufgenommen werden. Es gibt zum Beispiel den Jung-Stilling-Saal, der zur Gemeinde in Mühlburg gehört, wo die Entscheidungsfindung noch nicht abschließend gelaufen ist, der aber wahrscheinlich eine bessere Eignung hätte bzw. wo weniger investiert werden muss als bei der Hoff- nungsgemeinde. Wenn das der Fall wäre, dann wäre diese Lösung auch deutlich güns- tiger als der Tempel. Da diese Option über kurz oder lang entschieden werden wird, also die Option wird offen werden wahrscheinlich innerhalb des nächsten halben oder dreiviertel Jahres, sollte die Synopse, die eben die verschiedenen Möglichkeiten ver- gleicht, auch diese Möglichkeiten der Säle und Gemeindezentren prüfen, die von der evangelischen Kirche abgegeben und zur Verfügung gestellt werden. Stadtrat Mossuto (GfK): Wir von der GfK begrüßen ausdrücklich die Stellungnahme der Verwaltung zum Antrag der CDU und unserem Änderungsantrag zu diesem Thema zukünftige Räume für das Jugendorchester. In der Stellungnahme der Verwaltung wird festgestellt, dass eine Mitnutzung der Räume des Badischen Konservatoriums in der Grenadierkaserne durch das Jugendorchester aus Kostengründen nicht möglich ist. Weiterhin wurde das Thema an den Kulturausschuss zur weiteren Behandlung verwie- sen. Dies fand am 19. Juli statt. Zu einer Empfehlung konnte sich der Kulturausschuss nicht einigen – kein Kommentar. Nach jetzigem Stand hat das Jugendorchester ab 18. Juli 2018 keine Räumlichkeiten mehr, da die bisherigen Räume von der Gartenschule benötigt werden. Der Gemeinde- rat, der in der Verantwortung steht, muss also bis dahin Räumlichkeiten finden, die den Ansprüchen des Jugendorchesters gerecht werden. Die Uhr tickt, meine Damen und Herren! Zu dem Vorschlag der SPD, dem Änderungsantrag, das Haus Solms dem Jugendorches- ter zur Verfügung zu stellen: Bei allem Respekt, dies ist nicht zielführend. Das Gäste- haus Solms wäre im Endeffekt ein teures Provisorium. Weitere Prüfungen, wie ge- wünscht ist, führt zu unnötiger und unvermeidlicher Verzögerung. Der Umbau bei dem Tempel bedarf etwa 10 bis 11 Monate, das muss man sich vor Augen halten. Trotz intensiver Bemühungen des Kulturbüros, wofür wir uns herzlich bedanken, ist festzustellen, dass derzeit die Unterbringung des Jugendorchesters in das Kulturzentrum Tempel die einzige konkrete Alternative ist. Die Liste von allen möglichen Alternativen, die untersucht worden sind, ist lang, und die Kulturausschussmitglieder wissen davon. Für die Nutzung des Tempels für das Jugendorchester sind Ausbaumaßnahmen in Höhe von 175.000 Euro notwendig. Beide Vorstände sowohl des Tempels als auch des Ju- gendorchesters würden das Anwesen als neues Zuhause begrüßen. Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren, unser Änderungsan- trag reduziert sich auf den Punkt 4. Ich glaube, ich brauche es nicht zu wiederholen. Ich bitte Sie nur, dieses zu berücksichtigen. Der Vorsitzende: Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen, das waren jetzt alle Wortbeiträ- ge. Ich schlage Ihnen folgendes Verfahren vor, weil wir müssen jetzt irgendwann mal zu - 7 - Potte kommen: Dass wir noch mal diese kirchlichen Räume abscannen, aber Herr Dr. Schmidt, es geht dabei auch um das Thema Lärm. Diese Räume sind oftmals nicht dafür gebaut, dass da, sagen wir mal, so eine Bläsergruppe Proben vornimmt. Ich rede nicht vom großen Saal, sondern von den dort notwendigen Proberäumen. Wir scannen es aber noch mal durch. Ich würde Ihnen vorschlagen, dass wir das sehr zügig machen, und dass wir Ihnen dann im September, spätestens Oktober, eine Entscheidung vorlegen. Nach meinem Bauch- gefühl wird das auf den Tempel hinauslaufen, weil alles andere im Moment unrealis- tisch ist. Übergangsweise könnte das Haus Solms zur Verfügung stehen, falls wir dann da von der Fertigstellung her Probleme bekommen. Ich würde Ihnen aber vom Haus Solms auch deswegen abraten, weil hier umfangreiche Sanierungen von über 3 Millio- nen anstehen. Da kann ich mich noch erinnern, dass das damals ein Argument auch für Sie war, das zu verkaufen. Das hat sehr viel mit den denkmalgeschützten Textiltapeten zu tun und solchen Dingen. Das müssten wir dann trotzdem machen, wir können ja nicht einfach das Haus so stehen lassen, wie es ist. Von einem Anbau ans KONS würde ich Ihnen im Moment abraten, weil wir zum einen den Platz brauchen entweder für die nötigen zusätzlichen Räume des KONS oder auch für eine eventuelle Kindertagesstätte. Dann macht es keinen Sinn, einen kleinen Anbau zu machen, dann macht man es mal richtig, aber ich fände es im Moment verfrüht, das zu entscheiden. Wir müssen ja erst mal die Dragonerkaserne so herrichten, dass das KONS da überhaupt reinkommt. Insofern glaube ich, läuft es auf den Tempel hinaus. Das passt ja auch zu einigen Ihrer Wortbeiträge, und ich würde Ihnen jetzt gerne an- kündigen, dass wir Ihnen zügig hierzu einen Vorschlag machen, bei dem wir vielleicht noch nicht alle Fragen beantworten können, der aber vor allem eine Problemlösung anbietet, die wir uns leisten können, dann kommen wir da vielleicht einen Schritt wei- ter. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für die Kreativität, weil es zeigt doch, Ihnen allen ist das Jugendorchester wichtig, Sie möchten, dass es eine Lösung gibt, Sie sind auch bereit, dafür Geld in die Hand zu nehmen, und jetzt erwarten Sie von der Verwal- tung zurecht eine schlüssige, konsequente, zügige Lösung, die auch einigermaßen budgetierbar ist. Ich glaube, dass kriegen wir hin. Wenn Sie so damit einverstanden wä- ren, brauchen wir uns, glaube ich, durch die einzelnen Anträge jetzt nicht mehr durch- zuarbeiten. Vielen Dank. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 16. August 2017