Erweiterung bestehender Realschulen und Gemeinschaftsschulen
| Vorlage: | 2017/0231 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 29.03.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Neureut, Rüppurr, Waldstadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 25.04.2017
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden
Zusätzliche Dateien
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0231 Erweiterung bestehender Realschulen und Gemeinschaftsschulen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.04.2017 25 x 1. Die Stadtverwaltung erstellt einen Bericht, wie sich die SchülerInnenzahlen und Züge der Karlsru- her Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in den letzten drei Jah- ren entwickelt haben. Der Bericht beinhaltet auch die Prognosen für die SchülerInnenzahlen und Züge an diesen Schulen in den nächsten Jahren. 2. Anstatt eine neue zweizügige Realschule einzurichten, wird die Erweiterung von zweizügigen Schulen zur Dreizügigkeit angestrebt. 3. Es wird geprüft, an welchen zweizügigen Realschulen und Gemeinschaftsschulen die Möglichkeit zum Ausbau zur Dreizügigkeit besteht und welche baulichen Maßnahmen dafür erforderlich wä- ren. 4. Es wird dargestellt, wie sich die pädagogischen Umsetzungsmöglichkeiten der neuen Bildungsplä- ne von drei- oder zweizügigen Realschulen und Gemeinschaftsschulen unterscheiden. Außerdem wird aufgezeigt, welche längerfristigen finanziellen Konsequenzen es für den städtischen Haushalt hätte wenn statt der Einrichtung einer neuen Schule bestehende Schulen erweitert würden. 5. Die Stadtverwaltung prüft die Vergabe eines externen Schulentwicklungsgutachtens für bedarfs- gerechte und pädagogisch sinnvolle Schulstandorte mit Schwerpunkt auf Realschulen und Ge- meinschaftsschulen. Die Stadtverwaltung hat den Schulbeirat in seiner letzten Sitzung darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie die Einrichtung einer weiteren zweizügigen Realschule in einer ausgelaufenen Werkrealschule an- strebt. Dazu gab es kritische Rückmeldungen. Auch der favorisierte Standort wurde kritisch bewertet. Wie bereits in der voran gegangenen Sitzung der regionalen Schulentwicklung wurde die Prüfung von Erweiterungen bestehender Schulen vorgeschlagen. Aktuell sind von acht Karlsruher Realschulen fünf dreizügig und drei zweizügig. Alle vier Gemein- schaftsschulen befinden sich noch im Ausbau. Die Drais-Gemeinschaftsschule (GMS) wird vierzügig, die Augustenburg-GMS zweieinhalbzügig und die Ernst-Reuter-Schule-GMS und Anne-Frank-GMS werden jeweils nur zweizügig im Endausbau sein. Aus pädagogischen Gründen halten wir dreizügige Realschulen und Gemeinschaftsschulen für günsti- ger. Sie können die in den Bildungsplänen vorgeschriebenen drei Profile sowie die notwendigen Diffe- renzierungserfordernisse besser umsetzen. Prinzipiell gilt, dass mehrzügige weiterführende Schulen vielfältigere ergänzende Bildungsangebote machen können, die den unterschiedlichen Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden. Dazu kommt, dass die Ganztagsschul- entwicklung auch bei den Realschulen einsetzen wird und zweizügige Schulen meistens pädagogisch unbefriedigende Mischklassen einrichten müssen. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 In finanzieller Hinsicht erwarten wir Synergie-und Einspareffekte durch die Erweiterung bestehender Schulen. Die Infrastruktur einer neuen Schule kostet dauerhaft mehr Geld als die Erweiterung einer oder zweier Schulen um jeweils einen Zug. Erweiterungsinvestitionen haben sich schnell amortisiert und längerfristig können knappe Ressourcen eingespart werden. Die Stadt hatte 2009 ein externes Schulentwicklungsgutachten eingeholt, um wegen des Rückgangs der SchülerInnenzahlen an der Haupt- und Werkrealschulen eine bedarfsgerechte und stadtweite Bündelung von Schulstandorten zu erreichen. Seither hat sich die Situation durch die Erweiterung auf vier weiterführende Schularten stark verändert. Die Fraktion GRÜNE regt deshalb an, zu prüfen, ob erneut ein externes Gutachten hilfreich wäre, um die in Baden-Württemberg eingeleitete Bildungsre- form in Richtung eines Zweisäulenmodells stringenter und für Eltern transparenter umzusetzen. An- dernorts wird dies bereits praktiziert, um die Schulentwicklung besser steuern zu können. unterzeichnet von: Renate Rastätter Ekkehard Hodapp Dr. Ute Leidig
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0231 Dez. 3 Erweiterung bestehender Realschulen und Gemeinschaftsschulen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.04.2017 25 x Kurzfassung Die Entwicklung der Schüler/innenzahlen, der Klassenzahlen und der Zahl der Eingangsklassen in der Jahrgangsstufe fünf der letzten drei Jahre an den weiterführenden Schulen wird dargelegt. Die Vorausbe- rechnung der Schüler/innenzahlen für die weiterführenden Schulen erfolgt im Laufe des Jahres 2017 durch die Verwaltung. Alle Fragen im Zusammenhang mit zwei- beziehungsweise dreizügigen Realschulen und Gemeinschafts- schulen sowie die Frage, ob ein externes Schulentwicklungsgutachten erforderlich ist, werden im Rahmen der Schulentwicklung geprüft und berücksichtigt. Die Verwaltung wird auch im Rahmen der AG „Regionale Schulentwicklung“ und im Schulbeirat über die aktuellen Sachstände berichten. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein x ja Handlungsfeld: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Stadtverwaltung erstellt einen Bericht, wie sich die Schüler/innenzahlen und Züge der Karlsruher Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in den letzten drei Jahren entwickelt haben. Der Bericht beinhaltet auch die Prognosen für die Schüler/innenzahlen und Züge an diesen Schulen in den nächsten Jahren. Entwicklung der Schüler/innenzahlen: Schule Schuljahre Schülerzahl (Gesamt) Klassenzahl (Gesamt) Zahl Eingangsklassen in Jahrgangsstufe 5 (laut amtlicher Schulsta- tistik) Gemeinschaftsschulen (alle noch im Aufbau) Drais-GMS 2016/17 325 14 3 2015/16 258 11 3 2014/15 194 8 4 Augustenburg-GMS 2016/17 269 12 2 2015/16 238 10 2 2014/15 195 8 2 Anne-Frank-GMS 2016/17 136 6 2 2015/16 91 4 2 2014/15 41 2 2 Ernst-Reuter-GMS 2016/17 109 4 2 2015/16 54 2 2 2014/15 0 0 0 Realschulen Drais-Realschule (auslaufend) 2016/17 101 4 0 2015/16 157 6 0 2014/15 206 8 0 Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Friedrich-Realschule 2016/17 422 17 3 2015/16 477 17 3 2014/15 484 18 3 Hebel-Realschule 2016/17 397 16 2 2015/16 409 16 2 2014/15 417 16 3 Nebenius-Realschule 2016/17 264 12 2 2015/16 266 12 2 2014/15 263 12 2 Realschule Neureut 2016/17 494 20 3 2015/16 517 20 3 2014/15 524 20 3 Realschule Rüppurr 2016/17 326 12 2 2015/16 339 12 2 2014/15 335 12 2 Rennbuckel-Realschule 2016/17 368 13 2 2015/16 374 13 2 2014/15 370 13 2 Sophie-Scholl- Realschule 2016/17 478 19 3 2015/16 457 19 3 2014/15 430 18 2 Tulla-Realschule 2016/17 442 17 2 2015/16 475 18 3 2014/15 470 18 3 Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Gymnasien Bismarck-Gymnasium 2016/17 479 27 3 2015/16 493 28 4 2014/15 500 26 4 Fichte-Gymnasium 2016/17 797 34 4 2015/16 829 35 5 2014/15 819 35 5 Goethe-Gymnasium 2016/17 924 38 5 2015/16 900 37 4 2014/15 907 37 4 Helmholtz-Gymnasium 2016/17 887 37 4 2015/16 893 38 4 2014/15 892 37 4 Humboldt-Gymnasium 2016/17 903 37 5 2015/16 901 37 5 2014/15 907 38 5 Kant-Gymnasium 2016/17 386 18 2 2015/16 416 20 2 2014/15 424 19 2 Lessing-Gymnasium 2016/17 757 33 4 2015/16 750 32 3 2014/15 773 33 4 Markgrafen- Gymnasium 2016/17 961 40 4 2015/16 998 42 5 2014/15 1.016 42 5 Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Max-Planck- Gymnasium 2016/17 948 39 4 2015/16 962 40 4 2014/15 992 40 5 Gymnasium Neureut 2016/17 700 31 4 2015/16 716 32 4 2014/15 729 32 3 Otto-Hahn-Gymnasium 2016/17 1.041 42 5 2015/16 1.030 42 4 2014/15 1.098 45 4 Die Verwaltung wird im Laufe des Jahres 2017 eine Vorausberechnung der Entwicklung der Schüler/innenzahlen an den weiterführenden Schulen in Karlsruhe erstellen. 2. Anstatt eine neue zweizügige Realschule einzurichten, wird die Erweiterung von zweizügigen Schulen zur Dreizügigkeit angestrebt. Diese Frage wird im Rahmen der Schulentwicklungsplanung geprüft. Eine Entscheidung, dass eine zusätzliche zweizügige Realschule eingerichtet wird, ist noch nicht getroffen. 3. Es wird geprüft, an welchen zweizügigen Realschulen und Gemeinschaftsschulen die Möglichkeit zum Ausbau der Dreizügigkeit besteht und welche baulichen Maßnahmen dafür erforderlich sind. Gegenwärtig sind nur die Anne-Frank- und die Ernst-Reuter-GMS zweizügig. Die Augusten- burg-GMS wird gegenwärtig zweieinhalb- und die Drais-GMS vierzügig ausgebaut. Bei den Realschulen sind die Nebenius-, Hebel-, Rennbuckelschule sowie die Realschule Rüppurr zwei- bis zweieinhalbzügig. Alle anderen sind mindestens zweieinhalbzügig, wobei die Drais- Realschule auf Grund der Entwicklung zur GMS auslaufend ist. Für die geforderte Prüfung der baulichen Maßnahmen stehen derzeit keine personellen Res- sourcen zur Verfügung. 4. Es wird dargestellt, wie sich die pädagogischen Umsetzungsmöglichkeiten der neuen Bildungspläne von drei- oder zweizügigen Realschulen und Gemeinschafts- schulen unterscheiden. Außerdem wird aufgezeigt, welche längerfristigen finanzi- ellen Konsequenzen es für den städtischen Haushalt hätte, wenn statt der Einrich- tung einer neuen Schule bestehende Schulen erweitert würden. Diese Fragen werden im Rahmen der Schulentwicklung geprüft und berücksichtigt. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 5. Die Stadtverwaltung prüft die Vergabe eines externen Schulentwicklungsgutach- tens für bedarfsgerechte und pädagogisch sinnvolle Schulstandorte mit Schwer- punkt auf Realschulen und Gemeinschaftsschulen. Die Frage, ob ein externes Schulentwicklungsgutachten erforderlich ist, wird im Rahmen der weiteren Planungen geklärt. Es ist geplant, ein Weißbuch Schulen zu erstellen, das unter ande- rem alle relevanten Daten der einzelnen Schulgebäude beinhaltet. Gegenwärtig werden mit den Schulleitungen der weiterführenden Schulen Gespräche geführt, ob, beziehungsweise welche weiterführende Schulart erforderlich sein könnte. Die Verwaltung wird auch künftig in der AG „Regionale Schulentwicklung“ und im Schulbeirat berichten.
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 37. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 25. April 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 26. Punkt 25 der Tagesordnung: Erweiterung bestehender Realschulen und Ge- meinschaftsschulen Antrag: GRÜNE Vorlage: 2017/0231 Beschluss: Einverstanden mit der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 25 zur Behandlung auf: Stadträtin Rastätter (GRÜNE): In der letzten AG Schulentwicklung und im Schulbeirat hat die Stadtverwaltung, Bürgermeister Lenz, angekündigt, dass die Stadt die Einrich- tung einer weiteren zweizügigen Realschule in Karlsruhe prüfen möchte und hat auch schon einen Standort vorgeschlagen, nämlich eine ehemalige Werkrealschule, die aus- gelaufen ist. Diese Ankündigung hat im Schulbeirat und auch in der AG Regionale Schulentwicklung keine große Begeisterung ausgelöst, es gab kritische Stimmen dazu, auch vonseiten einer geschäftsführenden Schulleiterin, dass man doch eher daran den- ken sollte, die bestehenden zweizügigen, weiterführenden Schulen, insbesondere Real- schulen und Gemeinschaftsschulen, zu erweitern, weil wir in diesem Bereich, in den Sekundarschulen, auch starke Schulstandorte brauchen. Aus pädagogischer Sicht, das möchte ich auch hier als Pädagogin noch mit hinzufügen, machen auch drei- oder mehrzügige weiterführende Schulen Sinn, insbesondere aufgrund der Schulentwick- lung. Die Realschulen werden künftig den Hauptschulabschluss und den Realschulab- schluss anbieten, die müssen am Ende in unterschiedliche Züge ausdifferenzieren. Die Gemeinschaftsschulen unterrichten auf vier unterschiedlichen Niveaus, die werden am Ende dieser Schulzeit auch noch einmal stärker differenzieren müssen. Größere Schulen können einfach auch wesentlich mehr erweiterte Bildungsangebote und Profilierungs- möglichkeiten für die Schüler schaffen, dreizügige Schulen sind ein sehr guter Standard. Jetzt haben wir, bei den vier Gemeinschaftsschulen, nur zwei, die eine zweieinhalbzü- gig, die andere vierzügig, aber zwei sind nur zweizügig eingerichtet. Bei den Realschu- len gibt es drei oder vier, die eine ist davon knapp zweieinhalbzügig, aber die anderen - 2 - sind zweizügig. Von daher macht es Sinn, erst einmal ernsthaft und umfassend zu prü- fen, ob man nicht bei gleichbleibenden, stabilen Schülerzahlen diese Schulen erweitert, statt eine weitere Schule einzurichten, außerdem noch an einem Standort der gar nicht viel Sinn macht. Ich bedanke mich dafür, dass jetzt zumindest gesagt wird, es wird geprüft, aber es wird auch schon eine Einschränkung gemacht, dass praktisch keine Mittel da sind, um die baulichen Voraussetzungen zu prüfen. Auf der anderen Seite steht aber auch in der Antwort der Stadtverwaltung, dass ein Weißbuch erstellt wird, bei dem die Schulen auf ihren gesamten Bestand geprüft werden. In dem Zusammenhang muss es doch auch möglich sein, zu prüfen, an welchem zweizügigen Standort auch baulich eine Erweite- rungsmöglichkeit besteht. Wo das mit Sicherheit der Fall ist, das kann ich jetzt schon sagen, ist bei der Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in der Waldstadt. Das ist die Schule mit dem allergrößten Schulgelände, sie ist eine enorm erfolgreiche Schule, die sahnt alle Preise bundesweit im Medienbereich ab und hat jetzt auch noch für ein sozialpädagogi- sches zusätzliches Profil einen Preis bekommen. Diese Schule ist auch auf zwei Züge gedeckelt, obwohl sie wesentlich mehr Anmeldungen hat und wesentlich mehr Schüle- rinnen und Schüler aufnehmen könnte. Also, das nur mal als Beispiel. Insofern haben wir jetzt, als GRÜNE, den Antrag gestellt, weil diese Einwände völlig ig- noriert wurden. Denn am nächsten Tag, nach dem Schulbeirat, stand in der Zeitung, dass der Schulbeirat die Stadtverwaltung aufgefordert hat, eine weitere Einrichtung ei- ner Realschule zu prüfen. Das heißt also, weitere Aspekte, die auch genannt wurden, sind gar nicht vorgesehen gewesen. Wir möchten schon erreichen, dass dies geprüft wird, denn es würde Sinn machen, perspektivisch starke Standorte zu bekommen. Wir haben auch noch beantragt, und das werden Sie auch prüfen, und ich finde dass auch gut, inwieweit man nicht doch ein externes Schulentwicklungsgutachten durchführt. Wir hatten in Baden-Württemberg 2009 ein sehr erfolgreiches, externes Schulentwick- lungsgutachten. Es hat die großen Probleme der Werkrealschulen endlich geregelt. Jetzt würde es Sinn machen zu prüfen, weil wir vier weiterführende Schulen haben, wie entwickelt man perspektivisch die Bildungslandschaft bei vier weiterführenden Schulen? Andere Kreise geben solche Entwicklungsgutachten in Auftrag. Ich bitte auch ernsthaft zu prüfen, ob das nicht auch in Karlsruhe für eine zukünftige Entwicklung Sinn machen würde und freue mich auf jeden Fall, dass die Prüfung zumindest zugesichert ist. Stadtrat Hofmann (CDU): Dieses Thema ist eminent wichtig. Ich glaube, wir haben, sowohl in der AG Schulentwicklung als auch im Schulbeirat, ein ganz kompetentes Gremium sitzen, wo dies auch entsprechend gewürdigt und entschieden wird. Nicht alles, was in der Zeitung steht, ist richtig, aber muss man deswegen gleich einen Antrag daraus machen und den Gemeinderat damit beschäftigen? Wir haben uns irgendwann in der Klausurtagung gesagt, wir wollen weniger Arbeit machen. Ob eine Schule zwei- oder dreizügig wird, dies entscheiden nicht wir hier im Gemeinderat, dies muss das Land entscheiden. Wir müssen das entsprechend vorbereiten, und ich bitte doch solche Sachen in den Fachausschüssen zu belassen. Die Verwaltung hat zugesichert, dass alles gemacht wird. Sie haben vollkommen richtig gesagt, die Realschule, wie sie angedacht ist, die findet zurzeit sicherlich keine Mehrheit. Wir sind anderer Auffassung, aber ich glaube, es ist nicht immer das selig, glücklich Machende, wenn wir dann mit Anträgen in den Gemeinderat gehen, obwohl wir hier überhaupt nichts entscheiden können. Las- - 3 - sen Sie uns das, und ich halte das auch für wichtig, doch bitte in den Fachgremien wei- terbearbeiten, damit wir hier die wichtigen Sachen weiter nach vorne tragen können. Wir können hier nichts entscheiden, es ist eine Landesentscheidung, aber das wäre bei den Fachausschüssen entsprechend vorzubereiten, um dann auch hoffentlich mit einer Stimme, in die weiteren Verhandlungen zu gehen. Stadträtin Habibović (SPD): Die Einrichtung einer weiteren zweizügigen Realschule in einer ausgelaufenen Werkrealschule ist weiterhin strittig, das zeigt sich ja. Strittig des- halb, weil der vorgestellte Standort für uns nicht der richtige ist. Falls ein neuer Standort benötigt wird, wie zum Beispiel aus Gründen wachsender Schülerzahlen, sollte man den Punkt flächendeckendes Schulangebot nicht außer Acht lassen, was wir auch in den entsprechenden Ausschüssen schon erwähnt haben. Auch sollte man den Punkt, falls ein weiterer neuer Standort definiert wird, Konkurrenzsituationen zwischen den Schu- len, die in unmittelbarer Nähe sein werden, nicht aus den Augen verlieren, sondern die- sen Punkt, soweit es möglich ist, vermeiden. Generell unterstützen wir diesen Antrag, allerdings möchten wir uns in einem Punkt noch nicht festlegen. Wir möchten uns nicht auf eine Erweiterung bestehender Realschulen und Gemeinschaftsschulen beschränken, sondern möchten das Ganze noch offenlassen, um die Prüfung abzuwarten, um eine gesunde und richtige Entscheidung in den entsprechenden Ausschüssen zu treffen. Wir sind auf die Berichte der Prüfung in den jeweiligen Ausschüssen gespannt und freuen uns dann, auf die richtige Entscheidung für Karlsruhe. Der Vorsitzende: Das waren alle Wortmeldungen. Ich habe verstanden, dass man mit der Prüfung zunächst einverstanden ist, und das Thema strittig bleibt. Dann brauchen wir jetzt nichts weiter abstimmen, und Sie diskutieren es in den entsprechenden Fach- ausschüssen zu Ende und bringen es dann gegebenenfalls zur Entscheidung in den Gemeinderat, so wäre der sinnvolle Weg des Vorgehens. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 16. Mai 2017