Strategien für bessere sportmotorische Fähigkeiten von Grundschulkindern
| Vorlage: | 2017/0201 |
|---|---|
| Art: | Antrag |
| Datum: | 21.03.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Südstadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 23.05.2017
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mit Stellungnahme einverstanden
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister Interfraktioneller ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion CDU-Gemeinderatsfraktion KULT-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0201 Strategien für bessere sportmotorische Fähigkeiten von Grundschulkindern Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 23.05.2017 18 x 1. Die Stadtverwaltung initiiert im Frühjahr 2017 ein Sportforum als Auftaktveranstaltung mit der Zielsetzung, Strategien für die Verbesserung der sportmotorischen Fähigkeiten von Kindern im Vorschul- und Grundschulalter zu entwickeln. 2. Zu diesem Forum werden alle in Karlsruhe relevanten Akteurinnen und Akteure des Sports und der Vereine, KIT und Pädagogische Hochschule zur wissenschaftlichen Fundierung, der Schu- len, Schulverwaltung, Vertreterinnen und Vertreter des Gesamtelternbeirates und der Kinder- tagestätten, des Stadtjugendausschusses, das Gesundheitsamt sowie die Mitglieder des Sport- ausschusses eingeladen. 3. Die Stadtverwaltung entwickelt aus den Ergebnissen des Forums eine Konzeption für die ge- zielte sportmotorische Förderung von Kindern im Vorschul- und Grundschulalter in Kooperati- on mit den Sportvereinen, dem Stadtjugendausschuss sowie KIT/FoSS/PH. 4. Dabei werden u. a. Maßnahmen entwickelt, mit denen auch diejenigen Kinder angesprochen werden können, die große sportmotorische Defizite aufweisen und die außerhalb des Schul- sportunterrichts bisher keine Sportangebote angenommen haben. Seit Jahren wird bei Einschulungsuntersuchungen (ESU) festgestellt, dass die motorischen Fähigkeiten der Kinder immer geringer werden. Gleichzeitig nehmen Sprachentwicklungsverzögerungen zu. Der naheliegende Zusammenhang von Bewegung und Sprachentwicklung erzeugt dringenden Hand- lungsbedarf. Im August letzten Jahres hat der PSK Sport Südstadt e. V. die Mitglieder des Sportausschusses auf seine besorgniserregenden Erkenntnisse aufmerksam gemacht, die aus dem alljährlichen Sporttag beim PSK im Juni 2016 resultierten. Die Übungsleiterinnen und Übungsleiter stellten eine „gravierende Unter- und Fehlentwicklung“ der sportmotorischen Fähigkeiten der (etwa 180) teilnehmenden Grund- schulkinder fest. Insbesondere die koordinativen Fähigkeiten seien teilweise nur rudimentär ausgebildet, so dass bei- spielsweise das einfache Fangen und Werfen eines Balls für die Kinder eine komplexe Herausforde- rung darstelle. Die Mehrzahl der Kinder weise zudem eine mangelhafte und teils ungenügende Kör- perspannung auf und zeige bereits ausgeprägte Fehlhaltungen. Der Verein betont, dass auch die an- deren Sportvereine die gleichen Erfahrungen machen. Er appellierte an alle Partnerinnen und Partner im Sport, im Bildungs- und Gesundheitssystem und an uns als politisch Verantwortliche, eine starke Lobby für das Anliegen der besseren sportmotorischen Förderung von Grundschulkindern zu bilden. Angesichts dieses bekannten alarmierenden Signals aus dem Karlsruher Sport halten wir Antragstel- lenden eine konzertierte Aktion zur Ausweitung zielgerichteter Sport- und Bewegungsangebote von Sachverhalt / Begründung: Seite 2 Kindern im Vorschul- und Grundschulalter für dringend geboten. Dabei geht es nicht nur um den Spaß- und Spielfaktor, sondern um eine fachlich qualifizierte Unterstützung vor allem auch der Kinder, die bislang über den Schulunterricht hinaus keinerlei Sport- und Bewegungsangebote wahrnehmen. Gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren ist eine Konzeption zu entwickeln, wie schrittweise alle Kinder verstärkt von zusätzlichen Sport- und Bewegungsangeboten profitieren können. Die Einbeziehung von Vertreterinnen und Vertretern von Kitas in das Forum ermöglicht auch, die Er- fahrungen und Bedürfnisse für eine bessere Bewegungsförderung von Kita-Kindern zu berücksichti- gen. Das Programm „Bewegungswelt Karlsruher Kindergarten“ z.B. ist dabei schon seit 2008 aktiv. Zielführend erscheint uns daher eine Auftaktveranstaltung, bei der alle Beteiligten in einem Forum zusammenkommen und Ideen und Umsetzungsvorschläge erarbeiten. Bereits in der Sportentwick- lungsplanung wurde in Arbeitsgruppen an diesem Thema gearbeitet, jetzt gilt es den nächsten Schritt der Ergebnisse der Arbeitsgruppen anzugehen. Günstig ist der Zeitpunkt für eine konzertierte Vorgehensweise aller Beteiligten auch deshalb, weil in diesem Schuljahr der neue Bildungsplan eingeführt wurde. Er bietet die Chance, dass der Sport über die Praxis hinaus zu einem Wissensfach erweitert wird, in dem gesundheitliche Aspekte und soziale Kompetenzen einen größeren Stellenwert erhalten. Leider konnte dies durch fehlende Fachlehrer so- wie häufigen Stundenausfall bisher nicht angegangen werden. Im März 2017 beleuchtet das KIT in einem Kongress zum Thema „Wie bringen wir Kinder in Schwung?“ die wissenschaftliche Seite der Bewegungsdefizite bei Kindern und Jugendlichen und ruft dazu auf, die Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis zu tragen. Diese Erkenntnisse müssen durch die Beteiligung des KIT ihren Niederschlag in der städtischen Konzeption finden. Aktuell sind viele Akteure z.B. PH, KIT/FoSS mit diesem Thema beschäftigt und haben einem Antrag zum Aufbau eines Forschungsschwerpunktes „Frühkindliche Bildung durch Bewegung“ gestellt. Hier sollte auch die Kommune federführend mit an Bord genommen werden. Für unsere Stadt wird die bessere Förderung der sportmotorischen Fähigkeiten der Kinder gewinn- bringend und nachhaltig sein. Denn Sport und Bewegung sind die wirkungsvollsten und zugleich kos- tengünstigsten Möglichkeiten, unsere Gesellschaft gesund zu erhalten. Der präventive Nutzen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ein von allen Akteurinnen und Akteuren gemeinsam entwickelter „Karlsruher Weg“ für mehr Bewe- gung und Gesundheit wäre hierfür zielführend und vorbildhaft. unterzeichnet von: Dr. Ute Leidig Ekkehard Hodapp Renate Rastätter Tilman Pfannkuch Detlef Hofmann Bettina Meier-Augenstein Erik Wohlfeil Max Braun Parsa Marvi Irene Moser Tom Høyem Karl-Heinz Jooß
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum interfraktionellen Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion CDU-Gemeinderatsfraktion KULT-Gemeinderatsfraktion SPD-Gemeinderatsfraktion FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0201 Dez. 3 Strategien für bessere sportmotorische Fähigkeiten von Grundschulkindern Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 23.05.2017 18 x Kurzfassung Die Stadtverwaltung wird entsprechend dem Antrag ein Sportforum als Auftaktveranstaltung initiieren und das Institut für Sport und Sportwissenschaften am KIT mit der thematischen Vor- bereitung, Organisation und Durchführung beauftragen. Alle relevanten Akteure, die sich mit dem Thema „Kindergesundheit“ beschäftigen, werden dazu eingeladen. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) nein X ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: Projektkosten derzeit nicht bezifferbar. ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein X ja Handlungsfeld: Sport, Freizeit und Gesundheit Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) X nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften X nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Die Stadtverwaltung initiiert im Frühjahr 2017 ein Sportforum als Auftaktveranstal- tung mit der Zielsetzung, Strategien für die Verbesserung der sportmotorischen Fä- higkeiten von Kindern im Vorschul- und Grundschulalter zu entwickeln. Die Stadtverwaltung wird entsprechend dem Antrag ein Sportforum als Auftaktveranstaltung initiieren. Allerdings ist der Zeitraum Frühjahr 2017 nicht realisierbar. Zur erfolgreichen Durchführung eines solchen Forums ist eine sorgfältige Vorbereitung erforderlich. Ein realisti- scher Termin wäre ab Herbst 2017. Die Verwaltung schlägt vor, das Institut für Sport und Sportwissenschaften (IFSS) am KIT mit der thematischen Vorbereitung, Organisation und Durchführung zu beauftragen. Das IFSS beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema und veranstaltet alle zwei Jahre den Kinder- turn Kongress. Zuletzt fand dieser Kongress im März 2017 mit dem Schwerpunkt „Wie brin- gen wir Kinder In Schwung?“ statt. 2. Zu diesem Forum werden alle in Karlsruhe relevanten Akteurinnen und Akteure des Sports und der Vereine, KIT und Pädagogische Hochschule zur wissenschaftlichen Fundierung, der Schulen, Schulverwaltung, Vertreterinnen und Vertreter des Ge- samtelternbeirates und der Kindertagestätten, des Stadtjugendausschusses, das Ge- sundheitsamt sowie die Mitglieder des Sportausschusses eingeladen. Alle genannten Akteure sind im Bereich „Kindergesundheit“, in dem Bewegung eine große Rolle spielt, aktiv. Der dort stattfindende interdisziplinäre Austausch würde über ein weiteres Forum ergänzt werden. Ziel des Forums sollte es sein, die vorhandenen Maßnahmen zu bün- deln und zu überprüfen. Das Thema „Kindergesundheit“ ist sehr komplex und umfasst neben inhaltlichen Aspekten, wie Aus- und Fortbildung, auch bauliche und infrastrukturelle Voraussetzungen. Aus diesem Grund sollte der Einladungskreis entsprechend erweitert werden. 3. Die Stadtverwaltung entwickelt aus den Ergebnissen des Forums eine Konzeption für die gezielte sportmotorische Förderung von Kindern im Vorschul- und Grund- schulalter in Kooperation mit den Sportvereinen, dem Stadtjugendausschuss sowie KIT/FoSS/PH. Grundlage der Konzeption müssen neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen die Erfah- rungen der zielgruppenspezifischen Programme sein, die in Karlsruhe bereits etabliert sind. Im Rahmen des Programms „Bewegungswelt Karlsruher Kindergarten“ werden Kinder im Vorschulalter gefördert. Das Programm erreicht alle Kinder in ihrer Lebenswelt Kindertages- einrichtung. Außerdem werden professionelle Akteure aus Kindergarten und Sportverein miteinander vernetzt. Das Programm „Bewegungswelt Karlsruher Kindergarten“ ist auf Grundlage der Ergebnisse des Projektes „Agenda 21 – Kindergesundheit“ entstanden. Im Rahmen des Programms „Kooperation Schule – Verein“ werden Kinder und Jugendliche im Schulalter gefördert. Das Programm erreicht Schulkinder in ihrer Lebenswelt Schule und vernetzt alle relevanten Akteure aus Schule und Sportverein. Die beiden Sportprogramme „Sport auf der Straße“ und “Integration mit Sport“ wenden sich mit offenen Sportangeboten an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsen, denen der Zugang zum organisierten Sport schwer fällt. Für die offenen Sportangebote ist weder eine Mitgliedschaft noch eine Anmeldung notwendig. Sie werden in Kooperation mit Sportverei- nen, dem Stadtjugendausschuss und anderen Partnern angeboten. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Im Rahmen der Sportentwicklungsplanung wurden als weiterführende Themenfelder die Fortführung beziehungsweise der Ausbau der zielgruppenspezifischen Programme „Bewe- gungswelt Karlsruher Kindergarten“, „Kooperation Schule – Sportvereine“, „Karlsruhe auf dem Weg zur Inklusion“, „Integration mit Sport“ und „Sport auf der Straße“ sowie die Ko- ordination der Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Schule, insbesondere Ganzta- gesschulen im Rahmen des Programms „Sport im Ganztag“ genannt und Handlungsempfeh- lungen formuliert. 4. Dabei werden u. a. Maßnahmen entwickelt, mit denen auch diejenigen Kinder an- gesprochen werden können, die große sportmotorische Defizite aufweisen und die außerhalb des Schulsportunterrichts bisher keine Sportangebote angenommen ha- ben. In den Handlungsempfehlungen „Gesund aufwachsen in Karlsruhe“, die im Rahmen der kommunalen Gesundheitskonferenz erarbeitet wurden, sind bereits einige Maßnahmen für Kinder mit sportmotorischen Defiziten formuliert worden.
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 38. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 23. Mai 2017, 16:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 18. Punkt 18 der Tagesordnung: Strategien für bessere sportmotorische Fähigkei- ten von Grundschulkindern Interfraktioneller Antrag: GRÜNE, CDU, KULT, SPD, FDP Vorlage: 2017/0202 Beschluss: Zustimmende Kenntnisnahme von der Stellungnahme Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 18 zur Behandlung auf und verweist auf die vorliegende Stellungnahme der Verwaltung: Es ist ein multifraktioneller Antrag, dem wir uns als Stadt sofort inhaltlich und auch von der Dynamik und Wucht her geschlagen geben, wie Sie unserer Stellungnahme ent- nehmen können. Stadtrat Hodapp (GRÜNE): Ich freue mich persönlich sehr, hier als erster Redner zu diesem Antrag und hoffentlich im Sinne aller beteiligten Fraktionen sprechen zu dürfen. Wie Sie alle wissen, bzw. dem Antrag entnehmen konnten, hat der PSK nach seinem Sporttag letztes Jahr im Sommer den Sportausschuss darauf aufmerksam gemacht, dass bei Grundschulkindern, ich zitiere das kurz: gravierende Unter- und Fehlentwicklungen der sportmotorischen Fähigkeiten festzustellen sind. Dies haben wir mit unserem inter- fraktionellen Antrag zum Anlass genommen, die Stadtverwaltung zu bitten, Strategien für bessere sportmotorische Fähigkeiten von Kindern vor allem im Vorschul- und Grund- schulalter zu entwickeln. Wir haben in unserem Antrag deutlich gemacht, wie hoch wir den präventiven Nutzen einer solchen Strategie einschätzen, und haben daher ganz unbescheiden vom Karlsruher Weg für mehr Bewegung und Gesundheit gesprochen. Wir haben gemeinsam in diesem Antrag nicht wenig gefordert. Wir haben ein Sportfo- rum aller relevanten Akteure, eine daraus resultierende Konzeption und im Anschluss konkrete Maßnahmen gefordert. Umso mehr freue ich mich über die positive Stellung- - 2 - nahme der Stadtverwaltung zu unserem Antrag, in der sie zusagt, all diese Punkte ent- sprechend dem Antrag umzusetzen und, was den Kreis der einzuladenden Akteure an- belangt, noch über unsere Vorschläge hinaus zu gehen. Mehr Ergebnis, der Herr Ober- bürgermeister hat gerade schon von der Wucht gesprochen, kann man bei einem An- trag kaum erwarten. Vielen Dank. Dies alles für den Herbst 2017 zu planen, scheint uns angesichts der notwendigen Vor- läufe realistisch. Wir hatten Frühjahr in den Antrag geschrieben. Wie alle wissen, sind wir kurz vor dem Juni. Das wird uns natürlich nicht mehr ganz gelingen. Das Institut für Sport und Sportwissenschaft mit der Vorbereitung, Organisation und Durchführung zu beauftragen, kommt unserem Wunsch nach wissenschaftlicher Begleitung entgegen. Wer am KIT-Kongress „Wie bringen wir Kinder in Schwung“ im März teilgenommen hat, weiß, dass das die richtige Adresse ist. Vielleicht ist es möglich, die Pädagogische Hochschule organisatorisch noch mit einzubinden, um auch deren Expertise entspre- chend zu berücksichtigen. Jetzt hoffe ich nur, dass das Sportinstitut schon von seinem Glück weiß, für diese Aufgabe ausgewählt worden zu sein, bzw. dass das Sportinstitut diese Wahl auch annehmen wird. Die Stadtverwaltung zitiert in ihrer Stellungnahme mit Recht, dass es von den „Bewe- gungswelten Karlsruher Kindergarten“ über die „Kooperation Schule – Verein“ bis hin zu „Sport auf der Straße“ und „Integration mit Sport“ schon viele städtische Angebote gibt, wobei die beiden letzteren unsere Zielgruppe der Vor- und Grundschulkinder nicht unbedingt erreichen. Und – so hat der Bericht des PSK gezeigt – die Angebote reichen noch nicht aus, um möglichst viele und auch die Kinder zu aktivieren, die jenseits von Schul- und Vereinssport bisher nur wenige oder gar keine Angebote annehmen. Daher freuen wir uns auf den Start der Maßnahmen im Herbst. Wir hoffen und erwarten, dass aus diesem Forum entsprechend unserer Zielsetzung für mehr Bewegung und Gesund- heit zusätzlich neue Formate entstehen werden, die uns dem gemeinsamen Ziel, die Kinder unserer Stadt bei einer gesunden Entwicklung zu unterstützen, näherbringen. Stadtrat Kalmbach (GfK): Wie Sie sich doch lieb haben. Wie schön, dass die Fraktio- nen alle gemeinsam zu einem Antrag kommen. Sozusagen spreche ich jetzt als Opposi- tion aus den hinteren Reihen. Man kann eigentlich nicht gegen den Antrag sein. Aber eine Sache muss ich trotzdem sagen: Ohne die finanziellen Auswirkungen zu kennen, sage ich auf keinen Fall ja dazu. Es ist im Hause doch Usus, dass wir uns darüber unterhalten, was eine Maßnahme kos- tet. Gute Ideen hätte ich auch viele. Aber nur gute Ideen auf den Tisch zu legen, ist zu wenig. Die Frage ist, wie finanzieren wir diese. Da möchte ich gerne eine Antwort ha- ben, sonst bleibt es nur eine schöne Idee. Der Vorsitzende: Ich kann nur auf den Beschlusstext des Antrags verweisen. Da geht es darum, in einem Forum alle einzuladen und Konzepte zu entwickeln. Da steht noch nicht drin, dass wir die Konzepte alle für jedes Kind umsetzen. Insofern sollten wir erst einmal diesen Schritt gehen. Der ist so gesehen noch ein wenig kostenüberschaubar. Mit der anschließenden Umsetzung werden wir uns auch noch einmal dahingehend auseinandersetzen, dass wir auf die Vorschulkinder einen anderen Einfluss nehmen können über die Träger der Kindertagesstätten, als auf die Grundschulkinder. Da muss - 3 - man schauen, was man additiv zu diesen Institutionen der Bildung vielleicht noch auf- ziehen kann. Da ist auf verschiedene Programm, die zum Teil passen für dieses Alter, zum Teil nicht passen, hingewiesen worden. Insofern kann ich Sie beruhigen, dass uns das finanziell noch kein Loch reißt. Das kommt dann vielleicht anschließend. Es wird auch immer Kinder geben – bei mir hat man das auch versucht -, die können Sie mit noch so viel Sport versuchen zu locken, die werden Sie nicht auf die Piste bekommen. Auch damit müssen wir dann klar kommen. Ich freue mich für die positive Resonanz. Der zuständige Dezernent hat gerade schon herübergerufen, KIT weiß Bescheid und sieht der Aufgabe mit Freude entgegen. Inso- fern können wir uns weiter alle lieb haben, Herr Kalmbach, und diesem Ding seinen Weg geben. Ich denke, wir verzichten auf eine Abstimmung, denn wir fühlen uns beauftragt und werden in diesem Sinne tätig werden. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 31. Mai 2017