Benennung eines Weges in der Waldstadt mit "Emil-Wachter-Weg"
| Vorlage: | 2017/0200 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 20.03.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Liegenschaftsamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Waldstadt |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 25.04.2017
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: einstimmig zugestimmt
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0200 Dez. 6 Benennung eines Weges in der Waldstadt mit "Emil-Wachter-Weg" Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Bauauschuss 31.03.2017 10 X vorberaten Gemeinderat 25.04.2017 14 X Beschlussantrag Der Gemeinderat nimmt von den nachfolgenden Erläuterungen Kenntnis und stimmt nach Vor- beratung im Bauausschuss der Benennung eines Weges in der Waldstadt mit Emil-Wachter- Weg – siehe beiliegender Planausschnitt – zu. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant x nein ja Handlungsfeld: (bitte auswählen) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Emil Wachter wurde am 29. April 1921 in Neuburgweier (heute Ortsteil von Rheinstetten) als Sohn einer Landwirtsfamilie geboren. Er besuchte das Goethe- und anschließend das Bismarck- Gymnasium in Karlsruhe. 1940 begann er ein Studium der Theologie und Philosophie in Frei- burg, das er, unterbrochen von Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948 abschloss. An- schließend orientierte er sich beruflich um und studierte von 1949 bis 1954 Malerei und Bild- hauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Ab dem Jahr 1954 war Emil Wachter als freischaffender Künstler tätig, zeitweilig (1958 bis 1963) lehrte er auch an der Staatlichen Akademie. Emil Wachters Themen sind teilweise der christlich-jüdischen Tradition entnommen, beispiels- weise seine vielen Glasfenster, die in Kirchenbauten zu sehen sind. Außerdem hat er Wandtep- piche sowie Wand- und Deckengemälde in Kirchen unserer Region erschaffen. Daneben gehör- ten in Karlsruhe zwei Brunnen zu seinen Kunstwerken. Er war maßgeblich an der Ausstattung (Fassade, Wandgestaltung, Verglasung) mehrerer Kirchen, darunter der Baden-Badener Auto- bahnkirche (1978) und der barocken Kirche St. Martin in Ettlingen, deren Deckengemälde er gestaltete (1988), beteiligt. Daneben widmete er sich der klassischen Malerei von Aquarellen bis zu großformatigen Ölbildern (Tryptichen). Emil Wachter war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Im Jahr 1966 erhielt er den Hans-Thoma-Preis (Staatspreis des Landes Baden-Württemberg an Bildende Künstler und Künst- lerinnen), 1983 wurde ihm ebenfalls vom Land Baden-Württemberg der Ehrentitel Professor verliehen. Im Jahre 1998 verlieh ihm Papst Johannes Paul II. den Silvesterorden für Verdienste um die katholische Kirche. Im Jahr 2011 erhielt er die Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe. Emil Wachter starb im Alter von 90 Jahren am 12. Januar 2012 in Karlsruhe. Der Bürgerverein Waldstadt e.V. äußerte kurz nach Emil Wachters Tod den Wunsch, einen Weg in der Waldstadt (seit 1963 Wachters Heimstadtteil) nach ihm zu benennen sobald die in Karlsruhe gültige 5- Jahres-Frist abgelaufen sei. Da sich Emil Wachters Tod vor kurzem zum fünften Mal jährte, kann eine Benennung nun erfolgen. Hierfür schlägt der Bürgerverein den vielbegangenen Verbin- dungsweg zwischen der Straßenbahnhaltestelle „Glogauer Straße“ und der Königsberger Stra- ße vor. An diesem Weg liegt die St.-Hedwig-Kirche, die von Emil Wachter wesentlich mitgestal- tet wurde, dort verarbeitete er den kalten Baustoff Beton zu bildhaften Plastiken, außerdem stammen von ihm unter anderem der Taufstein, der Ständer für die Taufkerze sowie die Glas- fenster, und er entwarf den Teppich für die Altarwand. Text der Zusatztafel: Emil Wachter 1921 – 2012 Maler und Bildhauer, zahlreiche Arbeiten im kirchlichen Bereich, Hans-Thoma-Preis 1966 Das Bürgermeisteramt empfiehlt, die Benennung entsprechend der Vorlage zu beschließen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt von den nachfolgenden Erläuterungen Kenntnis und stimmt nach Vor- beratung im Bauausschuss der Benennung eines Weges in der Waldstadt mit Emil-Wachter- Weg – siehe beiliegender Planausschnitt – zu.
-
Extrahierter Text
-
Extrahierter Text
NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 37. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 25. April 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 15. Punkt 14 der Tagesordnung: Benennung eines Weges in der Waldstadt mit „Emil-Wachter-Weg“ Vorlage: 2017/0200 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt von den nachfolgenden Erläuterungen Kenntnis und stimmt nach Vorberatung im Bauausschuss der Benennung eines Weges in der Waldstadt mit Emil-Wachter-Weg zu. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 14 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Bauausschuss: Wir können gleich in die Abstimmung einsteigen. – Das ist einstimmig. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 15. Mai 2017