Ergänzungsantrag CDU, GRÜNE, KULT: Sportstättenkonzept im Zusammenhang mit der Europahalle
| Vorlage: | 2017/0154 |
|---|---|
| Art: | Änderungs-/Ergänzungsantrag |
| Datum: | 13.03.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Keine Angaben |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Keine Beratungen verfügbar.
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister Interfraktioneller ERGÄNZUNGSANTRAG CDU-Gemeinderatsfraktion GRÜNE-Gemeinderatsfraktion KULT-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0154 Analyse der städtischen Veranstaltungsstätten für Großveranstaltungen in den Bereichen Sport, Musik, Kultur unter Einbeziehung des brandschutztechnischen Gutachtens zur Euro- pahalle – Ergebnisse der Aufträge des Gemeinderates vom 22. März 2016: Sportstättenkonzept im Zusammenhang mit der Europahalle - Prüfantrag Gremium Termin TOP ö nö Hauptausschuss 07.03.2017 12 X Gemeinderat 14.03.2017 16 x A) Die Fraktionen beantragen, eine kostenkontrollierte Planung für zwei Modelle mit Unterlösungen zu erstellen und die anschließend zu erwartenden, voraussichtlichen Betriebskosten berechnen zu lassen. Bei der Ermittlung der Investitionskosten sind die jeweiligen Infrastrukturkosten (Grunderwerb, Baufeldfreimachen, Erschließung, Neubau Parkplätze, externe Gebäude, ...) zu berücksichtigen und getrennt auszuweisen. In die Kostenermittlung sind erfahrene Externe im Bau von Großsport- und Multifunktionshallen einzubinden. 1. Sanierung Europahalle für (Ball-)Sportevents, unter der Maßgabe des Erhalts aller Möglichkei- ten für die Leichtathletik, die in einer Halle mit 3 Rundbahnen möglich sind. (Variante A der städtischen Vorlage mit den eventuellen zusätzlichen Optionen A1-A3 ) PLUS Bau einer Dreifeldhalle für den Schul- und Vereinssport im Stadtgebiet als Ersatz für die durch Sport-Events ausfallenden Stunden. 2. Einfache Sanierung der Europahalle (9-Mio-Modell) mittelfristig. Hierbei gilt es im Bereich der Modernisierungsmaßnahmen (4,9 Mio.) mögliche Einsparpotentiale aufzuzeigen. Ein Haupt- augenmerk muss auf einer energetischen Optimierung liegen (ggf. „In-house“-Lösung) um die jährlichen Betriebskosten signifikant zu senken. PLUS alternativ: a) Bau einer Ballsporthalle für etwa 3.000 bzw. 2.000 Zuschauer im Stadtgebiet, die unter der Woche auch dem Schul- und Vereinssport dienen soll oder b) Bau einer multifunktionalen Eventhalle für etwa 3.000 (oder mehr) Zuschauer bei der Messe KA, die von KMK/KEG betrieben wird mit der Vorgabe „Vorrang für Ballsport-Events ab 3. Liga aufwärts“ am Wochenende (in der Saison und auf Wunsch der Vereine). B) entfällt C) Parallel zeigt die Verwaltung den Zustand der Schulsporthallen sowie die daraus folgenden not- wendigen Investitionen (einzeln und Gesamtvolumen) auf und erstellt eine Prioritätenliste. D) Zusätzlich erstellt die Verwaltung einen detaillierten und aktuellen Belegungsplan aller Schulsport- hallen aufgeteilt nach den Nutzungsarten Schul- und Vereinssport (IST-Belegung) sowie eine Übersicht der zur Verfügung stehenden Stunden für Schul- und Vereinssport – Leichtathletik ge- sondert auszuweisen – bei den unter A benannten Modellen 1, 2a und 2b (PROGNOSE-Belegung). Seite 2 Sachverhalt/Begründung: Auf der Grundlage des vorgelegten Veranstaltungsstättenkonzeptes ist es notwendig geworden, wei- tere Planungsüberlegungen zu tätigen. Die Zukunftsfähigkeit der Europahalle sowie die Nutzungs- möglichkeiten verschiedener Schulsporthallen in Karlsruhe müssen dem Gemeinderat dargestellt wer- den, um eine möglichst genaue Steuerung im Rahmen der Haushaltskonsolidierung zu ermöglichen. Wichtige Kernvoraussetzungen sind hierfür eine Darstellung der realistischen Maßstäbe anhand recht- licher und finanzieller Vorgaben. Aus Sicht der Antragsteller müssen bei der jetzt anstehenden Grundsatzentscheidung die vollständige Kostenseite und die resultierenden Nutzungskapazitäten betrachtet werden. Wünschenswert wäre bei Modell 2b (Multifunktionshalle bei der Messe) eine kurze Skizze von KMK und KEG, ob und wie sich diese Gesellschaften die Nutzung unter der genannten Vorgabe „Vorrang für Wettkampfspiele im Ballsport ab 3. Liga“ vorstellen könnten. unterzeichnet von: Tilman Pfannkuch Detlef Hofmann Dr. Ute Leidig Ekkehard Hodapp Erik Wohlfeil Michael Haug
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum interfraktionellen Änderungsantrag CDU-Gemeinderatsfraktion GRÜNE-Gemeinderatsfraktion KULT-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0154 Dez. 4 Sportstättenkonzept im Zusammenhang mit der Europahalle - Prüfantrag Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 14.03.2017 16 x Kurzfassung Siehe ausführliche Stellungnahme. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein ja Handlungsfeld: (bitte auswählen) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Zu A: Beantragt ist, für zwei Modelle kostenkontrollierte Planungen zu erstellen: - Sanierung Europahalle für 9 Mio. Euro - Sanierung Europahalle für 21,1 Mio. Euro Eine kostenkontrollierte Planung entspricht einer abgeschlossenen Entwurfsplanung nach HOAI (Leistungsphase 3) mit vertiefter Kostenberechnung. Dies bedeutet, dass für beide Modelle Pla- nungen für Architekten und Fachingenieure beauftragt werden müssen. Es fallen jeweils ent- sprechende Planungshonorare für die Leistungsphasen 1-3 an. Vorgeschlagen wird, die beiden Varianten der Entwurfsplanungen für die Europahalle über 9 Mio. Euro und 21,1 Mio. Euro in einem gemeinsamen Verfahren auszuschreiben. Durch identi- sche Planungsteams kann davon ausgegangen werden, dass die beiden Projektvarianten in der Entwurfsphase im Hinblick auf Planungstiefe und -reife vergleichbar sind und die Vergleichbar- keit nicht durch unterschiedliche Planungsqualitäten erschwert wird. Nach überschlägiger Kal- kulation würde das Honorarvolumen für die externen Planer beider Varianten ca. 1,5 bis 2,0 Millionen Euro insgesamt betragen. Bei der Komplexität der Planungsaufgabe ist nach Zusammenstellung der Planungsteams mit einem Zeitaufwand von mindestens zwölf Monaten zu rechnen. Das vorgeschaltete VGV- Auswahlverfahren dauert zusätzlich mindestens sechs Monate. Für den Neubau der gewünschten Dreifeldhalle ist ein geeignetes Grundstück in der Nähe des Bestandes (wegen der in der Umgebung angesiedelten Nutzer) erforderlich. Die Stadtverwal- tung wird entsprechende Untersuchungen vornehmen und die beantragte Kostenschätzung erstellen. Die bisherigen Planungen sind bereits im Hinblick auf energetische Einsparungen vorgenommen worden. Die Stadtverwaltung versteht die Idee einer „In-house-Lösung“ zur energetischen Op- timierung dahin, dass eine thermisch wirksame Innenhülle unabhängig von den derzeitigen Außenflächen der Europahalle eingestellt werden soll. Dies würde einen kompletten Umbau und eine Neustrukturierung der technischen Gebäudeausrüstung bedingen und würde ganz neue Brandschutzfragen aufwerfen. Eine solche Untersuchung ist derzeit weder inhaltlich noch kostenseitig geprüft worden und erfordert eine vollständige Neukonzeption der gesamten Auf- gabenstellung. Bau einer Ballsporthalle Eine Konzeption für den Bau einer Ballsporthalle mit einer Kapazität von 2.000 bis 3.000 Zuschauern erfordert ein geeignetes Grundstück und entsprechende planungs- rechtliche Voraussetzungen (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan etc.). Zudem sind für die Ermittlung eines belastbaren Kostenrahmens genauere Anforderungen an die Halle zu definieren, wie zum Beispiel VIP-Flächen, Cateringanforderungen, Medientechnik usw. Die Stadtverwaltung wird geeignete Standorte untersuchen sowie eine Kostenschätzung für eine solche Ballsporthalle erstellen. Zudem werden Ballsporthallen anderer Städte analysiert und die Ergebnisse dem Gemeinderat vorgelegt werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Bau einer multifunktionalen Eventhalle Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) wird eine Standortbetrachtung auf dem Messegelände vornehmen und das Anforderungsprofil gemeinsam mit der KEG ermitteln sowie mögliche Erlösmodelle für eine solche multifunktionale Eventhalle aufzeigen. Die grundsätzlichen Feststellungen des Bevenue-Gutachtens werden in die weiteren Untersu- chungen einbezogen werden. Hauptausschuss und Gemeinderat werden über die Ergebnisse informiert werden. Zudem werden der Aufsichtsrat der KMK sowie die Gesellschafterversamm- lung der NMK einbezogen werden. Zu B: Dieser Auftrag wurde von den Antragstellern im Ältestenrat am 13. März 2017 zurückgenom- men. Zu C: Zustand der Schulsporthallen Im Eigentum der Stadt Karlsruhe befinden sich 70 bis 80 verschiedene Sporthallen. Ein belastba- rer Zustandsbericht mit Aufstellung der erforderlichen baulichen Maßnahmen ist derzeit nicht möglich und erfordert umfangreiche Recherchen. Zu D: Belegungspläne Sporthallen Insgesamt gibt es in Karlsruhe 86 Sporthallen an öffentlichen und privaten Schulen, die von Sportvereinen genutzt werden. Die entsprechenden Belegungspläne für periodische Dauerbelegungen und terminliche Einzel- belegungen liegen in tabellarischer Form vor und können den gemeinderätlichen Gremien zur Verfügung gestellt werden. Folgende Grundaussagen können zur Belegung der Sporthallen getroffen werden: - Die Belegungsfrequenz in den Wintermonaten ist höher als in den Sommermonaten, da dann viele Sportarten (insbesondere Leichtathletik und Fußball) im Freien trainieren. - Die Hallen stehen in der Zeit von 8:00 bis 17:30 Uhr dem Schulsport und in der Zeit von 17:30 bis 22:00 Uhr dem Vereinssport zu Verfügung. - An den Wochenenden werden die Hallen vorrangig für den Ligaspielbetrieb der Sport- vereine genutzt. - Die Hallen sind nahezu vollständig ausgelastet. Aus Sicht des Vereinssports besteht ein Bedarf an weiteren (großen) Sporthallen (vgl. Sportentwicklungsplanung). Beigefügt ist eine Übersicht über eine Prognose der Belegung der Sporthallen in den unter- schiedlichen Modellen (Anlage 1). Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Anlage 2 enthält eine Bewertungsmatrix für die unterschiedlichen Modelle aus Sicht der Nut- zung durch Schulsport, Vereinssport und für Sportveranstaltungen, Leichtathletik ist jeweils ge- trennt ausgewiesen.
-
Extrahierter Text
Anlage 1 SchulsportVereinssportVereinssport Leichtathletik Modell 1Sanierung Europahalle für Sportevents A+A1-A3 8-17:30Uhr 4Tage pro Woche 17:30-22 Uhr 4Tage pro Woche 17:30-22 Uhr 4Tage pro Woche Dreifeldhalle8-17:30Uhr 5 Tage pro Woche 17:30-22 Uhr 5 Tage pro Woche Modell 2aeinfache Sanierung Europahalle8-17:30Uhr 5 Tage pro Woche 17:30-22 Uhr 5 Tage pro Woche 17:30-22 Uhr 5Tage pro Woche Bau einer Ballsporthalle (2.000-3.000 Zuschauer) 8-17:30Uhr 4Tage pro Woche 17:30-22 Uhr 4Tage pro Woche Modell 2beinfache Sanierung Europahalle8-17:30Uhr 5 Tage pro Woche 17:30-22 Uhr 5 Tage pro Woche 17:30-22 Uhr 5 Tage pro Woche Bau einer multifunktionalen Eventhalle
-
Extrahierter Text
Anlage 2 SchulsportVereinssportVereinssport VeranstaltungenVeranstaltungen Leichtathletik SportLeichtathletik Modell 1Sanierung Europahalle für Sportevents A+A1-A3 ++ Einschränkungen des Schulsports durch Veranstaltungen in der Europahalle ++ Einschränkungen des Vereinssports durch Veranstaltungen in der Europahalle ++ Einschränkungen des Leichtathletiktrainings durch Veranstaltungen in derEuropahalle ++++ Dreifeldhalle++++++ Modell 2aeinfache Sanierung Europahalle+++++++++ keine Veranstaltungen (nur bis max. 200 Personen) keine Leichtathletik- Veranstaltungen (nur bis max. 200 Personen) Bau einer Ballsporthalle (2.000-3.000Zuschauer) ++ Einschränkungen des Schulsports durch Veranstaltungen in der Ballsporthalle ++ Einschränkungen des Vereinssports durch Veranstaltungen in der Ballsporthalle +++ Modell 2beinfache Sanierung Europahalle+++++++++ keineVeranstaltungen (nur bis max. 200 Personen) keine Leichtathletik- Veranstaltungen (nur bis max. 200 Personen) Bau einer multifunktionalen Eventhalle ++ (Ballsport) Da auch andere Events, ist die Nutzung der Halle für den Sport eingeschränkt.