Ambulante medizinische Versorgung

Vorlage: 2017/0146
Art: Anfrage
Datum: 23.02.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Nordweststadt, Oberreut, Oststadt, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 25.04.2017

    TOP: 27

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Stellungnahme TOP 27
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0146 Dez. 5 Ambulante medizinische Versorgung Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 25.04.2017 27 x 1. Wie stellt sich die ambulante medizinische Versorgung in Karlsruhe dar - gegliedert nach Stadtteilen - gegliedert nach Fachrichtungen - bei der hausärztlichen Versorgung: unter (anonymisierter) Angabe der Altersstruktur? Folgende Tabellen zeigen die aktuell vorhandenen niedergelassenen Vertragsarztsitze unterglie- dert nach Fachrichtungen, Stadtteilen und Altersstruktur: Stadt Karlsruhe Hausärzte Fachärzte Psychotherap. Summe Karlsruhe-Innenstadt-Ost 7 7 8 22 Karlsruhe-Innenstadt-West 18 104 35 157 Karlsruhe-Südstadt 11 19 15 45 Karlsruhe-Südweststadt 17 84 35 136 Karlsruhe-Weststadt 18 31 25 74 Karlsruhe-Nordweststadt 5 1 1 7 Karlsruhe-Nordstadt 8 23 2 33 Karlsruhe-Oststadt 7 15 4 26 Karlsruhe-Mühlburg 6 19 6 31 Karlsruhe-Daxlanden 9 4 13 Karlsruhe-Knielingen 5 2 2 9 Karlsruhe-Grünwinkel 4 15 2 21 Karlsruhe-Oberreut 4 3 7 Karlsruhe-Beiertheim-Bulach 5 4 4 13 Karlsruhe-Weiherfeld- Dammerstock 3 4 1 8 Karlsruhe-Rüppurr 11 22 5 38 Karlsruhe-Waldstadt 6 6 12 Karlsruhe-Rintheim 4 1 1 6 Karlsruhe-Hagsfeld 2 1 1 4 Karlsruhe-Durlach 22 46 28 96 Karlsruhe-Grötzingen 9 4 13 Karlsruhe-Stupferich 1 1 Karlsruhe-Hohenwettersbach 1 5 2 8 Karlsruhe-Wolfartsweier 1 1 Karlsruhe-Grünwettersbach 1 1 1 3 Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Karlsruhe-Palmbach 2 2 Karlsruhe-Neureut 8 7 3 18 Gesamt 195 428 181 804 Alterstruktur Hausärzte Zulas- sungsbereich Karlsruhe Stadt 28-39 4 40-49 32 50-54 41 55-59 47 60-64 47 65-92 14 Quelle: KVBW 2. Wie viele Inhaber von Praxen mit hausärztlichem Versorgungsauftrag erreichen in den nächsten fünf Jahren die Altersgrenze von 65 Jahren? Gemäß dem Versorgungsbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) von 2016 erreichen in den nächsten 5 Jahren 25% der niedergelassenen Hausärzte im Zulas- sungsbereich Karlsruhe Stadt die Regelarbeitsgrenze von 65 Jahren. Aktuell sind 8% der Ver- tragshausarztsitzinhaber älter als 65 Jahre. 3. Gibt es in Karlsruhe Praxen mit dem Auftrag hausärztlicher Versorgung, die in den letzten Jahren ohne Nachfolge geschlossen werden mussten? Hierzu gibt es bei der KVBW keine Statistik. Es wurde nur erfasst, wie viele Praxen es 2010 im hausärztlichen Bereich gegeben hat sowie der Bestand 2016. Die Gesamtanzahl der Hausärzte hat sich in den letzten Jahren (Stadt und Landkreis) nicht ver- ändert, nur etwas umverteilt. Jahr Stadt KA Landkreis KA Summe 2010 201 255 456 2016 195 261 456 -3% +2% 0% Quelle: KVBW In den letzten Jahren hat der Anteil an Praxiskooperationen und neuen Arbeitszeitmodellen (Jobsharing, Zweitpraxis, volle KV-Zulassung, welche in Teilzeit ausgeübt wird) im Bereich der KVBW deutlich zugenommen, sodass eine reine Betrachtung der Anzahl der vorhandenen Pra- xisstandorte keinen Rückschluss auf die damit verbundene Versorgungssituation der Region zulässt.

  • FDP-Ambulante med. Versorgung
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0146 Ambulante medizinische Versorgung Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 25.04.2017 27 x 1. Wie stellt sich die ambulante medizinische Versorgung in Karlsruhe dar - gegliedert nach Stadtteilen - gegliedert nach Fachrichtungen - bei der hausärztlichen Versorgung: unter (anonymisierter) Angabe der Altersstruktur? 2. Wie viele Inhaber von Praxen mit hausärztlichem Versorgungsauftrag erreichen in den nächsten fünf Jahren die Altersgrenze von 65 Jahren? 3. Gibt es in Karlsruhe Praxen mit dem Auftrag hausärztlicher Versorgung, die in den letzten Jahren ohne Nachfolge geschlossen werden mussten? Der in Deutschland zunehmend verzeichnete Ärztemangel (insbesondere bei der hausärztlichen Ver- sorgung) betrifft nicht nur den ländlichen Raum. Er hat inzwischen bundesweit auch die Städte er- reicht, in denen sich eine ungleiche Verteilung der Arztpraxen abzeichnet. Dabei wird zunehmend beklagt, dass gerade Stadtteile mit älteren und einkommensschwächeren Bevölkerungsteilen unter einem Schwund an Praxen leiden. Teils wird das auf eine Verlagerung von Praxen in "lukrativere" Stadtteile zurückgeführt, vor allem aber ist der Grund in einer Überalterung der Ärzteschaft zu su- chen. Gerade im hausärztlichen Bereich müssen inzwischen auch in den Städten Praxen schließen, die keine Nachfolger mehr finden. Diese Entwicklung kann die Stadtpolitik nicht hinnehmen, auch wenn die eigentliche Aufgabe der Sicherstellung medizinischer Versorgung bei der Selbstverwaltung des Gesundheitswesens, vor allem der Kassenärztlichen Vereinigung liegt. Hier muss rechtzeitig mitgesteuert werden. Dazu bedarf es aber zunächst verlässlicher Zahlen. unterzeichnet von: Tom Høyem Thomas H. Hock Karl-Heinz Jooß Sachverhalt / Begründung:

  • Protokoll TOP 27
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 37. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 25. April 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 28. Punkt 27 der Tagesordnung: Ambulante medizinische Versorgung Anfrage: FDP Vorlage: 2017/0146 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 27 zur Behandlung auf: Stadträtin Ernemann (SPD): Wie kommt denn das Ergebnis dieser Erhebung zustan- de? Ich sehe für meinen Stadtteil fünf Fachärzte, das wünsche ich mir. Die habe ich na- türlich nicht. Einen Hausarzt, das stimmt. Gehen Sie davon aus, dass es sich um eine Zahl handelt von den Ärzten, die in dem Stadtteil wohnen. Dann habe ich mindestens zwanzig oder dreißig Fachärzte dort wohnen, aber keine niedergelassenen. Ich hätte gerne mal gewusst, wie diese Zahlen zustande kommen. Ich glaube auch für Wetters- bach sprechen zu können, dass diese Zahl auch nicht stimmt. Der Vorsitzende: Gut, wir werden diese Frage beantworten. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 28. April 2017