Bekämpfung der Ausbreitung von Ratten in der Stadt Karlsruhe
| Vorlage: | 2017/0079 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 06.02.2017 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 14.03.2017
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0079 Bekämpfung der Ausbreitung von Ratten in der Stadt Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 14.03.2017 45 x 1) Sind der Stadtverwaltung Zahlen bekannt bzgl. der derzeitigen Rattenpopulation im Vergleich zu vorherigen Jahren? 2) Welche Maßnahmen werden derzeit zur Schädlingsbekämpfung angewandt? Sachverhalt / Begründung: Karlsruhe ist eine Großstadt und hat somit auch mit Problemen einer Großstadt zu kämpfen. Ein stär- ker werdendes Problem in Karlsruhe ist -nicht erst seit Beginn der Kombibaustellen- die Verbreitung von Ratten im Stadtgebiet. Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende sehen sich immer wie- der mit den Nagern konfrontiert; in Privathäusern und im öffentlichen Raum wie z.B. am Friedrichs- platz (s. Bild). Gänzlich lösen wird man das Problem wahrscheinlich nicht können. Jedoch sollten Maßnahmen ergriffen werden, bevor eine gesundheitliche Gefahr entstehen kann. Die Freien Demo- kraten möchten hier über ein sorgsames und präventives Handeln der Stadtverwaltung informiert werden. So bisher noch keine weitergehenden Maßnahmen vorgesehen sind, gilt es, sich schnellst möglich mit der Eindämmung und Bekämpfung der Schädlinge zu befassen. unterzeichnet von: Tom Høyem Thomas H. Hock Karl-Heinz Jooß
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage FDP-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0079 Dez. 2 Bekämpfung der Ausbreitung von Ratten in der Stadt Karlsruhe Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 14.03.2017 45 x Zu der Anfrage nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: 1.) Sind der Stadtverwaltung Zahlen bekannt bezüglich der derzeitigen Rattenpo- pulation im Vergleich zu vorherigen Jahren? Innerhalb der Stadtverwaltung führt das Tiefbauamt - Kanalbetrieb - eine Statistik über Rattenmeldungen von Bürgern. Im Jahr 2016 wurden dem Kanalbetrieb von den Bürge- rinnen und Bürgern im langjährigen Vergleich weniger Ratten gemeldet als in den Jah- ren zuvor. An drei Stellen im Stadtgebiet gibt es derzeit jedoch Auffälligkeiten: 1. Am Durlacher Tor und im Umfeld der Kirche St. Bernhard, bedingt durch die Bauaktivitä- ten im Rahmen der Kombilösung am Durlacher Tor und in der Durlacher Allee, ist hier aktuell ein höheres Schadnageraufkommen an der Oberfläche zu verzeichnen. Dieses wird entsprechend verfolgt und bei Bedarf werden Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen. 2. In der Günther-Klotz-Anlage - nach einer sehr erfolgreichen Bekämpfungsmaßnahme im Jahr 2015 - war die Schadnagerpopulation dort signifikant gesunken, wächst derzeit je- doch wieder an, sodass im laufenden Jahr voraussichtlich wieder eine Schwerpunktbe- kämpfung notwendig werden wird. Hier sind hinterlassene Abfälle der Anlagenbesucher die Hauptursache. Diese bilden ein ideales Nahrungsangebot für die Schadnager. 3. Am Friedrichsplatz - bedingt durch hinterlassene Speisereste der Besucher des Platzes - kam es hier in der Vergangenheit regelmäßig zu erhöhtem Schadnageraufkommen. Be- dingt durch das zusätzliche winterliche Nahrungsangebot durch die Abfälle des Christ- kindlesmarktes und die zusätzlichen Unterschlupfmöglichkeiten durch den temporären Toilettencontainer an der Tiefgaragenausfahrt Lammstraße ist die Population in den letz- ten vier Jahren nochmals deutlich größer. Aktuell findet hier bereits seit Ende Januar ei- ne großangelegte Bekämpfung statt. Sonstige Hinweise auf eine größer werdende Rattenpopulation in Karlsruhe gibt es aktuell nicht. 2.) Welche Maßnahmen werden derzeit zur Schädlingsbekämpfung angewandt? Das Thema der Rattenbekämpfung ist bei der Stadt Karlsruhe in verschiedenen Fachbereichen angesiedelt. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Als zentrale Anlaufstelle für eingehende Beschwerden ist das Bürgertelefon beim Ordnungs-und Bürgeramt eingerichtet. Im Innenverhältnis kümmert sich das städtische Tiefbauamt um auftretende Populationen in und im Umfeld der Kanalisation, das städtische Gartenbauamt um die Tiere in Grünanlagen und Grünstreifen sowie das Amt für Abfallwirtschaft um Ratten in Zusammenhang mit Abfallbehäl- tern, Müllcontainern und um die Öffentlichkeitsarbeit zum richtigen Umgang mit Abfall, Kom- post und Mülltrennung. Diese Ämter nehmen gezielte Bekämpfungsmaßnahmen gegebenenfalls auch durch geschütz- tes Auslegen von Gift vor. Auf Privatgrundstücken werden von der Stadt keine Bekämpfungs- maßnahmen ausgeführt; hier ist der Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Empfohlen wird der Kontakt zu professionellen Schädlingsbekämpfern, um Gefahren durch unsachgemäße Verwendung von Gift zu vermeiden. Bei entsprechenden Meldungen an das Tiefbauamt werden in dem Bereich der Rattensichtung Bekämpfungsmaßnahmen mit Giftködern durchgeführt. Bei Sichtungen in Grünanlagen in der Nähe öffentlicher Kanalisationen werden die Ratten koordiniert von Tiefbauamt und Garten- bauamt bekämpft. Generell gilt, dass das Gartenbauamt bei Bekanntwerden von erhöhtem Schadnagervorkommen in betroffenen Grün- und Parkanlagen sowie auf Kinderspielplätzen entsprechende anlassbezo- gene Bekämpfungsmaßnahmen einleitet und diese mit dem Tiefbauamt koordiniert werden. Die KASIG führt im Bereich ihrer Baustellen ebenfalls Rattenbekämpfungsmaßnahmen durch. Wo es nötig ist, werden die Bekämpfungsmaßnahmen auch mit Haus- und Grundstückseigen- tümern koordiniert. Das Ordnungs- und Bürgeramt kontrolliert ausschließlich Lebensmittelbetriebe auf Schädlings- befall und trifft die erforderlichen Anordnungen. Die Bekämpfung hat durch den Lebensmittel- unternehmer zu erfolgen. Darüber hinaus greift das Ordnungs- und Bürgeramt bei zu befürchtenden Gesundheitsgefähr- dungen für Anwohner ein. Gehen entsprechende Meldungen und Beschwerden ein, erfolgen gemeinsame Termine mit dem Gesundheitsamt zur Begutachtung der Situation vor Ort. Sofern erforderlich, erlässt das Ordnungs- und Bürgeramt entsprechende Anordnungen und Zwangs- maßnahmen. In den letzten Jahren waren solche Maßnahmen allerdings nicht erforderlich, da die eingegangenen Hinweise keinen öffentlich-rechtlich begründbaren Handlungsbedarf erge- ben haben.
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 36. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 14. März 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 42. Punkt 45 der Tagesordnung: Bekämpfung der Ausbreitung von Ratten in der Stadt Karlsruhe Anfrage: FDP Vorlage: 2017/0079 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 45 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 10. April 2017