Entwicklung des Sporthallenbedarfs für den Schulsport

Vorlage: 2017/0047
Art: Anfrage
Datum: 25.01.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Hagsfeld, Neureut, Rintheim, Wolfartsweier

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 14.03.2017

    TOP: 37

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE Entwicklung des Sporthallenbedarfs für den Schulsport
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.: 2017/0047 Entwicklung des Sporthallenbedarfs für den Schulsport Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 14.03.2017 37 x 1. Wie hoch ist der Gesamtstundenbedarf für den Schulsport der Karlsruher Schulen, aufge- schlüsselt nach Schulen und Schularten (Grundschulen, Werkrealschulen, Realschulen, Gymna- sien, Berufliche Schulen, Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren / SBBZ) bezo- gen auf die neuen Bildungspläne? Wie wird sich der Bedarf in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln? 2. Welche Schulen können ihren Schulsportbedarf in einer eigenen Halle abdecken und bei wel- chen Schulen muss er auf verschiedene Hallen an unterschiedlichen Standorten verteilt wer- den? Welche Schulen haben dadurch einen hohen organisatorischen Aufwand und zeitliche Probleme durch größere Entfernungen? Wie wird sich diese Verteilung in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln? 3. Welchen Bedarf für zusätzliche Schulhallenkapazitäten gibt es durch die Zunahme von Koope- rationen von Schulen und Sportvereinen im Bereich der außerunterrichtlichen Sportangebote? 4. Welche Überlegungen oder Pläne gibt es, die Hallenkapazitäten an Schulen zu erweitern, bei denen das Angebot am Schulstandort deutlich unter dem schulischen Bedarf liegt? 5. Welchen Handlungsbedarf sieht die Stadtverwaltung für die Entwicklung einer Schulsporthal- lenkonzeption, um dem künftigen Bedarf an Schulsportstunden und an wachsenden ergän- zenden Sportangeboten im außerunterrichtlichen Bildungsbereich der Schulen künftig Rech- nung zu tragen und welche Überlegungen und Pläne liegen dafür bereits vor? Sachverhalt / Begründung: In den letzten Jahren hat sich die Schullandschaft in Karlsruhe stark verändert. Bis auf vier sind alle Werkrealschulen bereits aufgehoben worden oder laufen aus. Der Ausbau der Ganztagsschulen und der ergänzenden Nachmittagsangebote an Grundschulen beschleunigt sich und wird in den nächsten Jahren auch in den weiterführenden Schulen an Fahrt aufnehmen. Dazu kommen die vier neuen Ge- meinschaftsschulen als verbindliche Ganztagsschulen sowie die inklusive Schulentwicklung. Diese Entwicklung hat einen veränderten und teilweise wachsenden Bedarf an Schulsporthallenkapazi- täten in Karlsruhe ausgelöst. Problematisch ist, dass einige Schulen wachsende Teile ihres Sportunter- richts auf mehrere Standorte verteilen müssen. Dadurch entstehen Konkurrenzsituationen mit anderen Schulen sowie Vereinen, die ebenfalls auf die Nutzung von Schulsporthallen angewiesen sind. Belas- tend sind zudem der höhere organisatorische Zeitaufwand für die Schulen sowie die längeren An- laufwege für die SchülerInnen und Lehrkräfte. Zum regulären Sportunterricht kommen noch die Sportstunden im außerunterrichtlichen Bereich dazu, für die ebenfalls Sporthallenkapazitäten benötigt werden. Bereits 80 % der Schulen kooperieren mit Sportvereinen. Ein Drittel der Schulen hat dabei den Wunsch geäußert, die Kooperationen auszubauen. Seite 2 Angesichts der alarmierenden Befunde der Sportvereine über die sehr geringen – und weiter sinken- den – sportmotorischen Fähigkeiten der SchülerInnen aller Altersklassen muss es ein wichtiges Ziel für die Stadt Karlsruhe sein, gute und passgenaue Sporthallenkapazitäten bereitzustellen, die auch den künftigen wachsenden Sportangeboten Rechnung tragen. Im Abschlussbericht zur kommunalen Sportentwicklungsplanung „Sport und Entwicklung in Karlsru- he“ wurde bereits die bestehende und wachsende Unterdeckung von Turn- und Sporthallen konsta- tiert und einen Ausbau gefordert. Für die Kommunale Sportentwicklungsplanung wurden jedoch nur der Bedarf von Sportvereinen und Kindertagesstätten erfasst, der Bedarf im Bereich Schulsport blieb in dem Bericht außen vor. Wir GRÜNEN bitten deshalb um die Darstellung der aktuellen und zu erwartenden Bedarfe beim Schulsport. Auf der Grundlage dieser Bestandsaufnahme soll die Stadtverwaltung darlegen, welche Planungen sie für eine zukunftsfähige konzeptionelle Weiterentwicklung der Schulsporthallenkapazi- täten vornehmen wird. unterzeichnet von: Renate Rastätter Dr. Ute Leidig Ekkehard Hodapp Michael Borner

  • Anlage Stellungnahme TOP 37
    Extrahierter Text

    Seite 1 Entwicklung des Sporthallenunterrichts für den SchulsportAnlage Schulen, die ihren Schulsportbedarf nicht in der eigenen Halle abdecken können: Grundschulen/GHS/WRS SchuleHalleGrund Organisatorische Probleme Einsatz Bus Adam-Remmele-SchuleRheinstrandhalleeigene Sporthalle für diverse Sportangebote zu klein EichendorffschuleErnst-Reuter-Schule, Sporthalle Rintheimeigene Sporthalle reicht nicht aus GS GrünwinkelTSV Grünwinkeleigene Sporthalle für diverse Sportangebote zu klein GS HagsfeldVT Hagsfeldkeine eigene Sporthalle GS KnielingenReinhold-Crocoll-Hallekeine eigene Sporthallex GS RintheimSporthalle Rintheim, Heinrich-Köhler-Schuleverfügt selbst nur über kleine Gymnastikhallex GS Wolfartsweier Hermann-Ringwald-Halleeigene Sporthalle für diverse Sportangebote zu klein Hans-Thoma-SchuleJubez, Carl-Hofer-Schule, Hans-Thoma-Schulekeine eigene Sporthallex Nordschule NeureutCVJM Neureut, Südschule Neureut, Gemeindehaus Nordkirche *keine eigene Sporthalle xx OberwaldschuleTG Aue schuleigene Halle reicht am Vormittag nicht ausx PestalozzischuleTG Aue, Weiherhofhalleschuleigene Halle reicht nicht ausx SchillerschuleFriedrich-List-Schuleschuleigene Halle reicht nicht aus SchlossschuleWeiherhofhalle, TG Aue, Friedrich-RSkeine eigene Sporthallexx Schule im LustgartenLustgartenhallekeine eigene Sporthalle Viktor-von-Scheffel-SchuleReinhold-Crocoll-Hallekeine eigene Sporthalle * künftig Nutzung Sporthalle TG Neureut RS/GMS SchuleHalleGrund Organisatorische Probleme Einsatz Bus Drais-GMSRheinstrandhalle, Carl-Benz-Halle, Dragonerhallezusätzlicher Bedarf durch Sportprofil, Stundenplantechnische xx Verteilung von Stunden auf versch. Standorte erforderlich Sophie-Scholl-RSEuropahalle, RheinstrandhalleVerlegung durch Sanierung eigener Sporthalle xx Tulla-RSSporthalle Rintheim, Heinrich-Köhler-Schule keine eigene Sporthalle Hebel-RSFriedrich-List-Schule, Dragonerhalleschuleigene Hallen reichen nicht ausx Seite 2 SBBZ SchuleHalleGrund Organisatorische Probleme Einsatz Bus FederbachschuleSporthalle der GS Daxlandenkeine eigene Sporthalle LidellschuleSporthalle Rintheimeigene Sporthalle für diverse Sportangebote zu kleinx Schule am TurmbergEmil-Arheit-Hallekeine eigene Sporthallexx Schule am WeinwegSporthalle Rintheimkeine eigene Sporthallex Gymnasien SchuleHalleGrund Organisatorische Probleme Einsatz Bus Bismarck-GymnasiumDragonerhalle, Reinhold-Crocoll-Halle, Europahalleschuleigene Hallen reichen nicht aus/Kurssystemx Fichte-GymnasiumWeinbrennerhalle, Rheinstrandhalleschuleigene Halle reicht nicht aus und ist zu klein,x durch Kurssysstem Verteilung der Sportkurse Helmholtz-GymnasiumDragonerhalle, Europahalle, Friedrich-List-Schulekeine eigene Sporthalle,x Kurssystem Verteilung der Sportkurse Kant-Gymnasium Carl-Hofer-Schule schuleigene Halle zu klein, im Schuljahr 2017/18 x weitere Verlegung auf andere Standorte geplant Lessing-GymnasiumWeinbrennerhalle, Carl-Benz-Halle, Friedrich-Ebert-Schuleschuleigene Halle reicht nicht aus und ist zu klein,x durch Kurssysstem Verteilung der Sportkurse Markgrafen-GymnasiumWeiherhofhalle, TG Aueschuleigene Hallen reichen nicht aus,x durch Kurssysstem Verteilung der Sportkurse Otto-Hahn-GymnasiumVT Hagsfeld, Wildparkhalle, Kunstturnregionschuleigene Hallen reichen nicht aus, vermehrtx Sport durch Profil Sportgymnasium Berufliche Schulen SchuleHalleGrund Organisatorische Probleme Einsatz Bus Carl-Engler-SchuleEuropahallekeine eigene Sporthalle Elisabeth-Selbert-SchuleEuropahallekeine eigene Sporthalle Engelbert-Bohn-SchuleReinhold-Crocoll-HalleVerlegung durch Sanierung Sporthalle Südwestx Gewerbeschule DurlachEmil-Arheit-Hallekeine eigene Sporthallex Heinrich-Hertz-SchuleEuropahallekeine eigene Sporthalle Ludwig-Erhard-SchuleCarl-Hofer-Schuleschuleigene Halle des Kant-Gymn. reicht nicht ausx Walter-Eucken-SchuleEuropahallekeine eigene Sporthalle

  • Stellungnahme TOP 37
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vom: 24.01.2017 Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0047 Dez. 3 Entwicklung des Sporthallenbedarfs für den Schulsport Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 14.03.2017 37 x 1. Wie hoch ist der Gesamtstundenbedarf für den Schulsport der Karlsruher Schulen, aufgeschlüsselt nach Schulen und Schularten (Grundschulen, Werkrealschulen, Real- schulen, Gymnasien, Berufliche Schulen, Sonderpädagogische Bildungs- und Bera- tungszentren / SBBZ) bezogen auf die neuen Bildungspläne? Wie wird sich der Bedarf in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln? An der Kontingentstundentafel von drei Stunden Pflichtunterricht in der Woche hat sich durch die neuen Bildungspläne nichts geändert. Ein Teil des Pflichtunterrichts findet in Schwimmbä- dern statt. Weitere Hallenstundenbedarfe ergeben sich aus den Kooperationen Schule/Verein, AGs, den Profilen der Schule, Ganztagesangeboten, der Ergänzenden Betreuung und Bewegten Mittagspause. Eine Abfrage unter den Karlsruher Schulen zur Ermittlung des Gesamtstunden- bedarfs für den Schulsport läuft aktuell. Über das Ergebnis wird die Verwaltung informieren. Aufgrund der Zunahme von Ganztagesschulen und der Bevölkerungsprognose ist grundsätzlich von einem Mehrbedarf an Hallenkapazitäten auszugehen. 2. Welche Schulen können ihren Schulsportbedarf in einer eigenen Halle abdecken und bei welchen Schulen muss er auf verschiedene Hallen an unterschiedlichen Standorten verteilt werden? Welche Schulen haben dadurch einen hohen organisatorischen Auf- wand und zeitliche Probleme durch größere Entfernungen? Wie wird sich diese Verteilung in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln? In der beigefügten Aufstellung (siehe Anlage) ist ersichtlich, welche Schulen ihren Schulsportbe- darf nicht in einer eigenen Halle abdecken können. Alle Schulen, die mit einem eingerichteten Busverkehr an die Sporthalle fahren oder ihren Unterricht in unterschiedlichen Sporthallen durchführen müssen, haben hohen organisatorischen Aufwand und zeitliche Probleme. Zudem gibt es zeitliche Einbußen im Sportunterricht durch lange Fahrzeiten. Besonders Gymnasien, bei denen das Kurssystem in der Oberstufe Gruppeneinteilungen und somit eine Belegung von mehreren Hallenteilen gleichzeitig erfordert und Schulen mit Sportpro- fil müssen auf unterschiedliche Hallen ausweichen. Einige Schulen haben keine Sporthallen auf dem Schulgelände und müssen ihren Unterricht in Bezirkssporthallen, vereinseigenen Sporthal- len oder in Sporthallen anderer Schulen durchführen. Die Verteilung ist neben der Entwicklung der Schülerzahlen (eine Schülerprognose ist aktuell in Arbeit) auch abhängig von geplanten Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren. Nach Information des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft besteht bei folgenden Sporthallen Sanierungsbedarf: Hebelschule/Bismarck-Gymnasium, Südend-/Kimmelmannschule, Schulzent- Ergänzende Erläuterungen Seite 2 rum Südwest, Europahalle, Eichelgartenschule, Otto-Hahn-Gymnasium, Werner-von-Siemens- Schule, Schillerschule, Ernst-Reuter-Schule. Bei einer Sanierung ist mit einer Schließung über einen längeren Zeitraum, das heißt mehrere Monate oder auch Schuljahre, zu rechnen. Daher wird darauf zu achten sein, dass die Sanierungsmaßnahmen sukzessive ausgeführt werden, um den Unterrichtsausfall zu minimieren. Ein kompletter Hallenersatz für die betroffenen Schulen ist nicht vorhanden. Eine Teilverlegung des Sportunterrichts in verschiedene Sporthallen im Stadtgebiet ist mit einem sehr erheblichen Aufwand für die Schulen und die Verwaltung verbunden. Aufgrund der langen Wegzeiten muss mit einem Einsatz von Schülerbussen gerechnet werden, was einen hohen Kostenaufwand ver- ursacht. 3. Welchen Bedarf für zusätzliche Schulhallenkapazitäten gibt es durch die Zunahme von Kooperationen von Schulen und Sportvereinen im Bereich der außerunterrichtli- chen Sportangebote? Grundsätzlich bemisst sich der Bedarf an Sporthallenkapazitäten an der Anzahl der Pflichtsport- stunden. Von 119 Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen finden 84 Kooperatio- nen ganz oder teilweise in Schulsporthallen beziehungsweise Schulräumen oder Hallen der Ver- eine statt. Ein Erfordernis nach zusätzlichen Hallenkapazitäten durch diese Kooperationen kann aktuell nicht festgestellt werden. 4. Welche Überlegungen oder Pläne gibt es, die Hallenkapazitäten an Schulen zu er- weitern, bei denen das Angebot am Schulstandort deutlich unter dem schulischen Be- darf liegt? Insbesondere im Innenstadtbereich fehlen Sporthallenkapazitäten, vor allem an den Gymnasien. Außer am Standort der Hebel-/Bismarck-Hallen besteht derzeit keine Möglichkeit zur Erweite- rung der Hallenkapazitäten. Möglicherweise ergibt sich durch den Bau einer Sporthalle durch Element-i (Technologiepark) eine Mitnutzung durch Schulen. 5. Welchen Handlungsbedarf sieht die Stadtverwaltung für die Entwicklung einer Schulsporthallenkonzeption, um dem künftigen Bedarf an Schulsportstunden und an wachsenden ergänzenden Sportangeboten im außerunterrichtlichen Bildungsbereich der Schulen künftig Rechnung zu tragen und welche Überlegungen und Pläne liegen dafür bereits vor? Im Vereinssport, aber auch im Schulsport, besteht Bedarf nach Dreifachhallen. Viele Sporthallen in Karlsruhe sind aufgrund ihrer Größe nicht DIN-konform und dadurch nicht für alle Sportar- ten, insbesondere Ballsportarten, tauglich. Die Verwaltung beschäftigt sich derzeit mit der Erarbeitung einer (Schul-)Sporthallenkonzeption.

  • Protokoll TOP 37
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 36. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 14. März 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 34. Punkt 37 der Tagesordnung: Entwicklung des Sporthallenbedarfs für den Schul- sport Anfrage: GRÜNE Vorlage: 2017/0047 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 37 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 10. April 2017