Fahrermangel bei der Albtal-Verkehrsgesellschaft

Vorlage: 2017/0021
Art: Anfrage
Datum: 10.01.2017
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: AVG
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 14.03.2017

    TOP: 33

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Die Linke-Fahrermangel AVG
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulus (Die Linke) Vorlage Nr.: 2017/0021 Fahrermangel bei der Albtal-Verkehrsgesellschaft Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 14.03.2017 33 x 1) Wie hat sich die durchschnittliche Anzahl von a) Überstunden b) angehäuften Urlaubstagen pro Triebfahrzeugführer/in bei der AVG in den letzten 5 Jahren entwickelt (pro Jahr)? 2) Wie hoch war der Krankenstand beim Fahrpersonal der AVG in 2016? 3) Mit welchen attraktiven Arbeitsbedingungen und Entgeltangeboten wirbt die AVG, um den Mangel bei den Triebfahrzeugführer/innen möglichst rasch auszugleichen in- clusive des Abbaus von Überstunden und angehäuften Urlaubstagen? 4) Was unternimmt die Stadt bzw. kann die Stadt unternehmen, um die Zuverlässigkeit des ÖPNV in ihrem Gebiet zu erhöhen? Zu Frage 1: Im 0ktober 2015 fehlten nach Angaben der Albtal-Verkehrsgesellschaft (BNN 21.10.15) ins- gesamt 60 Fahrer. Bis zum Frühjahr 2016 wolle man das Problem in den Griff bekommen. Allein 30 Kräfte würden gebraucht um Überstunden und angehäufte Urlaubstage abzubau- en. Zu Frage 2: Laut Angaben der Stadt (s. Anfrage Linke TOP 19 vom 20.10.2015) ist der Krankenstand beim Fahrpersonal zwischen 2010 und 2015 kontinuierlich angestiegen: von 5,4 Prozent in 2010 auf 7,0 Prozent in 2015. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 Zu Frage 3: Laut Presseberichten (BNN 30.12.16) gab es bei der AVG Stand Dezember 2016 immer noch einen Fehlbestand von 40 Triebfahrzeugführer/innen. Weiterhin kommt es zu Überfüllungen und Zugausfällen – über bereits bestehende fahrplanmäßige Einschränkungen hinaus. Zu Recht werden dem Lokführerberuf schlechte Arbeitsbedingungen zugeschrieben (wie unre- gelmäßiger Schichtdienst, Wochenend- und Feiertagseinsatz) verbunden mit schlechter Be- zahlung. Bei den Fahrbelegschaften der AVG wie auch der Karlsruher Verkehrsbetriebe (VBK) kommen noch zusätzliche Schwierigkeiten, Unfallgefahren und Stress auf den städtischen Strecken durch den Bau der Kombilösung hinzu. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos

  • Stellungnahme TOP 33
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2017/0021 Dez. 1 Fahrermangel bei der Albtal-Verkehrsgesellschaft Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 14.03.17 33 X 1) Wie hat sich die durchschnittliche Anzahl von a) Überstunden b) angehäuften Urlaubstagen pro Triebfahrzeugführer/in bei der AVG in den letzten 5 Jahren entwickelt (pro Jahr)? Die durchschnittliche Anzahl an Überstunden je Triebfahrzeugführer ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen von 172 Stunden in 2013 über 135 Stunden in 2014 auf 124 Stunden in 2015. Anders gestaltet sich die Lage bei der Anzahl an ange- häuften Urlaubstagen je Triebfahrzeugführer. Lag die durchschnittliche Anzahl in den Jahren 2012 und 2013 hier konstant bei 16,7 Tagen und fiel in 2014 zunächst auf 12,3 Tage, stieg diese im Jahr 2015 wieder auf 16,8 Tage an. Für das Jahr 2016 liegen derzeit für beide Zahlen noch keine verlässlichen Daten vor. Aufgrund der deutlich besseren Personalsituation gegenüber den Vorjahren rechnen wir jedoch mit geringeren Zahlen sowohl für die durchschnittliche Anzahl an Überstunden als auch an Urlaubstagen. 2) Wie hoch war der Krankenstand beim Fahrpersonal der AVG in 2016? Der Krankenstand beim Fahrpersonal lag in 2016 bei der AVG im Jahresschnitt bei 7,01 % und damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (6,86 %). 3) Mit welchen attraktiven Arbeitsbedingungen und Entgeltangeboten wirbt die AVG, um den Mangel bei den Triebfahrzeugführer/innen möglichst rasch aus- zugleichen inclusive des Abbaus von Überstunden und angehäuften Urlaubsta- gen? Um unseren Mitarbeitern im Fahrdienst den Abbau der angehäuften Überstunden und Urlaubstage langfristig ermöglichen zu können, benötigt die AVG nach wie vor zusätzli- che Triebfahrzeugführer. Hierzu verfolgt die AVG bereits seit längerem ein intensives Ausbildungsprogramm mit jährlich sechs Kursen mit insgesamt 72 Ausbildungsplätzen. Zur Gewinnung weiterer Bewerber wirbt die AVG daher im Rahmen einer breit angeleg- ten Fahrerkampagne öffentlichkeitswirksam fortan neben Print- und Online-Anzeigen auch auf teils unkonventionelle Art verstärkt in ihren Bahnen für den Beruf des Trieb- fahrzeugführers. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Ihren bereits ausgebildeten Triebfahrzeugführern bietet die AVG u. a. zunächst befristet weitere Entgeltzulagen als Ausgleich für geleistete Mehrarbeit innerhalb der Dienst- schichten an. Weiter laufen Projekte zur Neukonzeption der Dienstplanung und Dienst- einteilung, um den Mitarbeitern früher verlässliche Informationen hinsichtlich der zu leis- tenden Dienst und Schichtlagen zur Verfügung stellen zu können auch im Hinblick der besseren Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. 4) Was unternimmt die Stadt bzw. kann die Stadt unternehmen, um die Zuverläs- sigkeit des ÖPNV in ihrem Gebiet zu erhöhen? Aus Sicht der AVG ist o. g. Gewinnung von zusätzlichen Triebfahrzeugführern unerlässlich zur Erhöhung der Zuverlässigkeit des Stadtbahnbetriebs und jede Unterstützung seitens der Stadt hierzu hilfreich.

  • Protokoll TOP 33
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 36. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 14. März 2017, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 30. Punkt 33 der Tagesordnung: Fahrermangel bei der Albtal-Verkehrsgesellschaft Anfrage: Die Linke Vorlage: 2017/0021 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 33 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 10. April 2017