Gründe für den Rückgang des ÖPNV in Karlsruhe und dem Umland
| Vorlage: | 2016/0773 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 29.11.2016 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Offen |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 17.01.2017
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) Stadtrat Stefan Schmitt (pl) Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2016/0773 Dez. 1 Gründe für den Rückgang des ÖPNV in Karlsruhe und dem Umland Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 17.01.2016 17 x Bezug nehmend auf die Anfrage der Freien Wähler vom 23.11.2016 zum Thema ÖPNV sowie die etwaigen Gründe für den Rückgang der Fahrgäste nimmt der für die Ermittlung der Anzahl der Verbundfahrgäste zuständige Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wie folgt Stellung: Grundsätzlich ist in der Tat die demographische Entwicklung, hier insbesondere die sinkenden Jahrgangsstärken im Bereich der Kinder- und Jugendlichen, ein wesentlicher Grund für sinkende Fahrgastzahlen. Die ScoolCard bestimmt durch ihren 50%-igen Anteil an den Abokunden ganz maßgeblich die Fahrgastentwicklung. Ein Rückgang um 2 % bei den verkauften ScoolCards entspricht ungefähr einem Sinken der Fahrtenanzahl von über einer halben Million im Jahr. Die Themen Sicherheit, Sauberkeit und Pünktlichkeit spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle für die Fahrgäste bei der Wahl der Mobilitätsform. Aus diesem Grund wurde durch die Ver- kehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK) im Sommer 2015 zu Zwecken einer internen Bestandsauf- nahme eine Fahrgastbefragung in Fahrzeugen der VBK im Stadtgebiet Karlsruhe durchgeführt. Hierbei hat sich gezeigt, dass das Thema Sicherheit von den befragten Fahrgästen wahrge- nommen wird, aber nicht als Zutrittsbarriere für die Nutzung des ÖPNV gesehen wird. Konkret ergab die Befragung, dass 22 % der Fahrgäste die Sicherheit als „sehr gut“ bewerten, 50 % als „gut“, 19 % antworteten mit „zufriedenstellend“ und nur 8 % zeigten sich mit einer als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ eingeschätzten Sicherheitslage konfrontiert. Die Ergebnisse der Befragung wurden im Aufsichtsrat der VBK im November 2015 vorgestellt und diskutiert. Im Folgenden wird die Befragung nochmals anhand der gestellten Fragen im Einzelnen erläutert. 1. Wer hat diese Untersuchung durchgeführt? Die Umfrage wurde durch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH veranlasst und von deren Mitarbeitern durchgeführt. 2. Wann wurde diese Untersuchung durchgeführt? Die Untersuchung wurde in der Woche vom 21. bis 25.09.2015 (2. Woche nach den Sommerferien) durchgeführt. 3. Wer wurde in dieser Untersuchung befragt? Es wurden 385 Fahrgäste der VBK auf den Linien 1 bis 8 und S2 befragt. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 4. Welche Fragen wurden in dieser Untersuchung gestellt? Bitte beantworten sie die Anforderungen „Angebot“, „Pünktlichkeit“, „Sauberkeit“, „Sicherheit“ und „Service“ hinsichtlich ihrer Erfüllung in den Bewertungsgraden: - sehr gut - gut - zufriedenstellend - schlecht - sehr schlecht 5. Wann und wo wurde das Ergebnis dieser Untersuchung veröffentlicht? Das Ergebnis wurde in der VBK-Aufsichtsratssitzung im November 2015 dem Aufsichtsrat der VBK vorgestellt. 6. Falls diese Untersuchung nicht veröffentlich wurde, weshalb nicht? Über die Vorstellung im Aufsichtsrat hinaus wurde die Befragung nicht weiter veröffentlicht, da dies eine interne Markterkundung der VBK darstellt. 7. Falls diese Untersuchung nicht veröffentlicht wurde, wann wird sie veröffentlicht? Es gibt derzeit keine Überlegungen, diese Untersuchung zu veröffentlichen.
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Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister Gemeinsame ANFRAGE Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) Stadtrat Stefan Schmitt (pl) Vorlage Nr.: 2016/0773 Gründe für den Rückgang des ÖPNV in Karlsruhe und dem Umland Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 17.01.2017 17 x In der Gemeinderatssitzung vom 22.11.2016 bestätigte der Oberbürgermeister, dass die Nutzung des ÖPNV zum ersten Mal seit Jahrzehnten zurückgegangen sei. Dies hätte in erster Linie mit der demo- graphischen Entwicklung zu tun und nicht damit, dass sich die Bürger in Bussen und Bahnen unsicher fühlten. Das hätte eine Untersuchung für Karlsruhe und das Umland gezeigt. Dazu haben wir folgen- de Fragen: 1. Wer hat diese Untersuchung durchgeführt? 2. Wann wurde diese Untersuchung durchgeführt? 3. Wer wurde in dieser Untersuchung befragt? 4. Welche Fragen wurden in dieser Untersuchung gestellt? 5. Wann und wo wurde das Ergebnis dieser Untersuchung veröffentlicht? 6. Falls diese Untersuchung nicht veröffentlicht wurde, weshalb nicht? 7. Falls diese Untersuchung nicht veröffentlicht wurde, wann wird sie veröffentlicht? Schon im Sicherheitsbericht der Stadt Karlsruhe zur Entwicklung des subjektiven Sicherheitsempfin- dens der Bürger, der 2015 veröffentlicht wurde und sich auf Daten einer Erhebung aus dem Jahr 2014 stützt, wurde festgestellt, dass sich in Straßenbahnen bei Dunkelheit nur noch 20% der Frauen sicher fühlen. Zu Fuß fühlen sich bei Dunkelheit in der Innenstadt nur noch 10% der Frauen sicher. Ähnlich negative Werte wurden für Senioren festgestellt. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass die Straßenkriminalität in Karlsruhe in den letzten Jahren auch objektiv stark angestiegen ist, ist es naheliegend, anzunehmen, dass der Rückgang der Fahrgäste in Bussen und Bahnen auch auf das stark verschlechterte Sicherheitsgefühl der Bürger zu- rückzuführen ist. Zudem wurde am 22.10.2016 in WELT Online das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage des Mei- nungsforschungsinstitutes YouGov veröffentlicht, die u.a. zu folgendem Ergebnis kommt: Sachverhalt / Begründung: Seite 2 Zitat: "Der wichtigste Befund der Studie ist die Tatsache, dass 68 Prozent der Befragten das Gefühl haben, die Sicherheitslage im öffentlichen Raum habe sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren „eher oder stark verschlechtert“. Ebenfalls 68 Prozent gaben an, vor allem auf Bahnhöfen und U-Bahnhöfen um Leib und Leben und das Eigentum zu fürchten." Zitatende Wenn es eine Untersuchung gibt, die belegt, dass es in Karlsruhe keinen Zusammenhang zwischen dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Bürger und dem Rückgang der Nutzung des ÖPNV gibt, halten wir es für wichtig, dass die Ergebnisse dieser Untersuchung veröffentlicht werden. unterzeichnet von: Jürgen Wenzel Stefan Schmitt
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NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 34. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 17. Januar 2017 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 16. Punkt 17 der Tagesordnung: Gründe für den Rückgang des ÖPNV in Karlsruhe und dem Umland Anfrage: FW, Stefan Schmitt (pl) Vorlage: 2016/0773 Beschluss: Einverstanden mit Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 17 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 26. Januar 2017