Straßenbahnlinien 5 und 6
| Vorlage: | 2016/0722 |
|---|---|
| Art: | Anfrage |
| Datum: | 09.11.2016 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Verkehrsbetriebe Karlsruhe |
| Erwähnte Stadtteile: | Rintheim |
Beratungen
- Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 13.12.2016
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom: 07.11.2016 Vorlage Nr.: 2016/0722 Straßenbahnlinien 5 und 6 Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 13.12.2016 26 x 2014 wurden die Gleise, Haltestellen und Straßenraum in Rintheim zwischen Tullastraße und Endsta- tion Rintheim von Grund auf erneuert. Seit der Wiederinbetriebnahme im Dezember 2014 kann beo- bachtet werden, dass die Linie 5 nur noch sehr schwach besetzt ist. Gleiches gilt für die Linie 6, die schon seit ihrer Inbetriebnahme ebenfalls schwach ausgelastet ist. Dazu ergeben sich folgende Fragen: A. Wie hoch waren in Rintheim die Baukosten für die Erneuerung der Linie 5: a. Der Gleisanlagen? b. Der Haltestellen? c. Des Straßenraumes ? B. Wie viele Fahrgäste benutzten vor der Erneuerung und wie viele benutzen im regulären Fahrgastbetrieb die Linie 5 werktäglich zwischen Hauptfriedhof und Endhaltestelle Rintheim? C. Wie viele Einsteiger und Aussteiger frequentieren die Haltestelle "Türkisches Konsulat" und wie viele waren das an der vormaligen Haltestelle "Ostring"? D. Wie viele Fahrgäste nehmen die Linie 6 werktäglich zwischen "Technologiepark" und "Phillip- Reis-Strasse" in Anspruch? Wie hoch ist dabei der Anteil der Ein- und Aussteiger an den Haltestellen Tullastraße, Schloss Gottesaue-, Wolfartsweierer Straße und Ostendstraße? E. Welche Ursachen hat nach Einschätzung der VBK die schwache Auslastung der beiden Linien? F. Könnte durch eine Gleisverbindung vom Endpunkt der Linie 5 in Rintheim zur Endhaltestelle der LInie 6 "Technologiepark "- was vor Jahren schon einmal geplant war- und damit durch eine Verknüpfung der beiden Linien, eine Fahrgaststeigerung erreicht werden? Oder welche Möglichkeiten zur verstärkten Nutzung gäbe es noch? Die VBK sind nach eigenen Angaben gezwungen, größere Einsparungen vorzunehmen und den Ver- kehr bei schwach ausgelasteten Linien einzuschränken. Es wäre wünschenswert, wenn durch eine Optimierung der Linienführung und entsprechende Marketingmaßnahmen wieder mehr Fahrgäste für die beiden Linien (5 und 6) gewonnen werden könnten. unterzeichnet von: Jürgen Wenzel Sachverhalt / Begründung:
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom: 07.11.2016 Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2016/0722 Dez. 1 Linien 5 und 6 Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Gemeinderat 13.12.2016 26 x A. Wie hoch waren in Rintheim die Baukosten für die Erneuerung der Linie 5: 1. Der Gleisanlagen? 2. Der Haltestellen? 3. Des Straßenraumes? Das Straßenbahnprojekt Rintheim umfasste von Seiten der VBK die Gleismittenerweiterung sowie den barrierefreien Ausbau der vorhandenen Haltestellen einschließlich Neubau der Hst. Dunantstraße (türkisches Konsulat) als Ersatz für die bisherige Haltestelle Ostring. Das Straßenbahnprojekt war kombiniert mit dem Stadtsanierungsprogramm der Stadt Karlsruhe und wurde in koordinierter Art und Weise unter Federführung des Tiefbauamtes (TBA) abge- wickelt. Die Abrechnung ist noch nicht abgeschlossen, vielmehr liegen eine Vielzahl von Nach- trägen vor, die derzeit noch bearbeitet werden. VBK und TBA haben dazu ein darauf speziali- siertes Ingenieurbüro eingeschaltet. Der Kostenrahmen für die VBK-eigenen Teilprojekte beträgt ca. 6,0 Mio. € zuzüglich Planungs- und Bauüberwachungskosten, der Umbau des Straßenraumes wird ca. 2,0 Mio. € betragen. B. Wie viele Fahrgäste benutzten vor der Erneuerung und wie viele benutzen im regu- lären Fahrgastbetrieb die Linie 5 werktäglich zwischen Hauptfriedhof und Endhalte- stelle Rintheim? Vor der Erneuerung (vor Fahrplanwechsel 2014/2015) nutzen insgesamt knapp 1.800 Fahrgäste die Linie TRAM 5 von Rintheim bis Hauptfriedhof, von Hauptfriedhof bis Rintheim etwa über 250 Fahrgäste. Bei den Zahlen handelt es sich ausschließlich um die Einsteiger an einem Werk- tag an dem genannten Streckenabschnitt. Nach der Erneuerung der Strecke ist die Nutzung von Rintheim bis Hauptfriedhof mit weiterhin knapp 1.800 Fahrgästen nahezu unverändert. Hingegen hat die Fahrgastzahl von Hauptfriedhof bis Rintheim mit 450 Fahrgästen zugenommen. Ergänzende Erläuterungen Seite 2 C. Wie viele Einsteiger und Aussteiger frequentieren die Haltestelle „Türkisches Konsu- lat“ und wie viele waren das an der vormaligen Haltestelle „Ostring“? Vor der Erneuerung (vor Fahrplanwechsel 2014/2015) gab es an der Haltestelle Ostring knapp 700 Fahrgastbewegungen (Gesamt Einsteiger und Aussteiger in Richtung Rheinhafen und Rintheim). Nach der Erneuerung der Strecke sind über 950 Fahrgastbewegungen an dieser Haltestelle werktäglich zu verzeichnen. Diese positive Entwicklung zeigt sich ja bereits in den oben unter Frage B stehenden Zahlen, die auch sicherlich auf das Türkische Konsulat und das Einkaufszentrum an der Haltestelle Dunantstraße zurückzuführen ist. D. Wie viele Fahrgäste nehmen die Linie 6 werktäglich zwischen „Technologiepark“ und „Philip-Reis-Straße“ in Anspruch? Wie hoch ist dabei der Anteil der Ein- und Aussteiger an den Haltestellen Tullastraße, Schloss Gottesaue, Wolfartsweierer Straße und Ostendstraße? Zwischen der Haltestelle Technologiepark und Philip-Reis-Straße nehmen knapp 4.000 Fahr- gäste die Linie TRAM 6. Auch bei dieser Zahl handelt es sich ausschließlich um die Einsteiger an einem Werktag an dem genannten Streckenabschnitt. Der Anteil der Ein- und Aussteiger beträgt an der Haltestelle Tullastraße 25,5 %, an der Haltestelle Schloss Gottesaue 3,7 %, an der Haltestelle Wolfartsweierer Straße 5,7 % und an der Haltestelle Ostendstraße 12,8 %. E. Welche Ursachen hat nach Einschätzung der VBK die schwache Auslastung der bei- den Linien? Die sicherlich nicht ganz zufriedenstellende Auslastung der beiden Linien hat verschiedene Gründe. Bei der Erschließung von Rintheim gibt es neben der Linie 5 auch die Linien 4 und S2, die parallel zur Linie TRAM 5 in einem ebenfalls dichten und attraktiven Takt fahren. Des Weiteren ist der demographische Wandel im Bereich Rintheim sicher nicht zu vernachlässigen. Hier kann nicht nur die neue Bebauung im Bereich der Haltestelle Forststraße neue Impulse geben, sondern auch der Zuzug junger Familien durch den Generationswandel. Bei der Linie TRAM 6 werden sich sicherlich perspektivisch die Fahrgastzahlen weiter ent- wickeln, da nicht nur das Schlachthofgelände, sondern auch die Ludwig-Erhard-Allee noch Weiterentwicklungen erfahren. Auch wird die künftige Linienführung im Netz der Verkehrs- betriebe Karlsruhe nicht ganz anteilslos an einer möglichen Fahrgaststeigerung sein. F. Könnte durch eine Gleisverbindung vom Endpunkt der Linie 5 in Rintheim zur End- haltestelle der Linie 6 „Technologiepark“ – was vor Jahren schon einmal geplant war – und damit durch eine Verknüpfung der beiden Linien, eine Fahrgaststeigerung erreicht werden? Oder welche Möglichkeiten zur verstärkten Nutzung gäbe es noch? Durch die zusätzliche Gleisverbindung zwischen Endhaltestelle Rintheim und Technologiepark würde sicherlich die Attraktivität der beiden Linien gestärkt werden. Jedoch würden bei der jetzigen Linienführung die Betriebskosten unverändert bleiben. Darüber hinaus gehende Planungen, wie z. B. ein vollständig geändertes Liniennetz mit der beschriebenen Verbindung, sind jedoch zur Zeit nicht in Planung.
-
Extrahierter Text
NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 33. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 13. Dezember 2016, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 27. Punkt 26 der Tagesordnung: Straßenbahnlinien 5 und 6 Anfrage des Stadtrats Jürgen Wenzel (FW) vom 7. November 2016 Beschluss: Kenntnisnahme von der Stellungnahme der Verwaltung Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 26 zur Behandlung auf und stellt fest, die Stellungnahme der Verwaltung liege vor, der Gemeinderat habe Kenntnis genommen. (Keine Wortmeldung) Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten 9. Januar 2017