Lebensqualität der Stadt Karlsruhe im Vergleich deutscher und europäischer Großstädte - Urban Audit-Umfrage 2015

Vorlage: 2016/0498
Art: Beschlussvorlage
Datum: 15.08.2016
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwinkel, Hagsfeld, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Oberreut, Rintheim, Rüppurr, Südweststadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock, Weststadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.09.2016

    TOP: 11

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Anlage Lebensqualität in Karlsruhe 2015
    Extrahierter Text

    LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE IM STÄDTEVERGLEICH Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung 2 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH IMPRESSUM Stadt Karlsruhe Amt für Stadtentwicklung Zähringerstraße 61 76133 Karlsruhe Leiterin: Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig Bereich: Stadtentwicklung Otto Mansdörfer Bearbeitung: Otto Mansdörfer Ilona Forro Layout: Stefanie Groß Fotos: Monika Müller-Gmelin, Stadtplanungsamt Karlsruhe (Titelfoto, Seite 4/5, 7, 12/13, 44/45, 58/59, 72/73, 82/83) pixabay.com (Seite 8/9, 61) Auskunftsdienst und Bestellung: Telefon: 0721 133-1220 Fax: 0721 133-1209 E-Mail: stadtentwicklung@afsta.karlsruhe.de Internet: www.karlsruhe.de/stadtentwicklung Stand: Juli 2016 Gedruckt in der Rathausdruckerei auf 100 Prozent Recyclingpapier © Stadt Karlsruhe AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 3 INHALT 1. EINFÜHRUNG UND ZUSAMMENFASSUNG 5 1.1 Zusammenfassung 6 1.2 Methodik 6 1.3 Vergleichsstädte 7 1.4 Zusammenfassung 10 2. ZUFRIEDENHEIT MIT DER KOMMUNALEN INFRASTRUKTUR UND DEN RAHMENBEDINGUNGEN IN DER STADT 13 2.1 Öffentliche Flächen 14 2.2 Grünfl ächen 16 2.3 Schulen 18 2.4 Öffentlicher Nahverkehr 20 2.5 Gesundheitsversorgung 22 2.6 Vorhandensein von Einzelhandelsgeschäften 24 2.7 Sportanlagen 26 2.8 Kulturelle Einrichtungen 28 2.9 Zustand von Straßen und Gebäuden 30 2.10 Lärmpegel 32 2.11 Luftqualität 34 2.12 Sauberkeit 36 2.13 Dienstleistungen der Stadtverwaltung 40 2.14 Verantwortungsvoller Umgang mit Finanzen 42 3. PERSÖNLICHE SITUATION, SOZIALE INTEGRATION 45 3.1 Zufriedenheit, in Karlsruhe zu leben 46 3.2 Zukunftsperspektive für das Leben in Karlsruhe 48 3.3 Zufriedenheit mit dem eigenen Leben 50 3.4 Integration von Ausländern 52 3.5 Vertrauenswürdigkeit der Menschen in Karlsruhe 54 3.6 Armut 56 4. ARBEIT, BERUF, WOHNEN, FINANZEN 59 4.1 Einschätzung des Arbeitsmarkts 60 4.2 Zufriedenheit mit der eigenen berufl ichen Situation 62 4.3 Beurteilung des Wohnungsmarkts 64 4.4 Zufriedenheit mit dem Wohnort 66 4.5 Finanzielle Situation des eigenen Haushalts 68 4.6 Zahlungsschwierigkeiten am Monatsende 70 5. SICHERHEIT IN DER STADT 73 5.1 Sicherheitsgefühl in der Stadt allgemein 74 5.2 Sicherheitsgefühl in der Wohngegend 76 5.3 Sicherheitsgefühl tagsüber 78 5.4 Sicherheitsgefühl nachts 80 6. WICHTIGSTE THEMEN IN DER STADT 82 7. FR AGEBOGEN 91 1 EINFÜHRUNG UND ZUSAMMENFASSUNG 6 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 1.1 EINFÜHRUNG 1.2 METHODIK Seit 2004 wird von der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Union eine Bürgerbefragung zur Lebensqualität in europäischen Städten durchgeführt. Diese Umfrage fi ndet im Rhythmus von drei Jahren statt. Die letzte Welle in 79 Städten war im Mai und Juni 2015 im Feld 1) . Neben Bürgerinnen und Bürgern aus Städten der Europäischen Union wurden auch die Bewohnerinnen und Bewohner von türkischen, isländischen, norwegischen und schweizerischen Städten von der EU befragt. Durchgeführt wurden die telefonischen Interviews vom global agierenden Marktforschungsunternehmen TNS Political & Social Network. Diese regelmäßigen repräsentativen Umfragen zur Lebensqualität sind integraler Bestandteil der Kohäsionspolitik der EU, die sich in der Phase 2014 bis 2020 verstärkt auf städtische Agglomerationen konzentriert. Mit Blick auf diese regelmäßig vorliegende solide Vergleichsbasis auf europäischer Ebene gründete die deutsche Städtegemeinschaft Urban Audit 2) und der Verband Deutscher Städtestatistiker (VDSt) 2006 eine Arbeitsgemeinschaft, um eine gleichlautende Umfrage zur Lebensqualität in weiteren deutschen Städten ins Leben zu rufen. Sie wird in eigener Regie der Städtegemeinschaft jeweils zeitnah parallel zur EU-Umfrage durchgeführt. An der Städtegemeinschaftsumfrage 2015 nahmen 23 deutsche Städte aller Größenordnungen teil. Auftragnehmer der Städtegemeinschaft war das Marktforschungsinstitut IFAK. Der Fragenkatalog beider Umfragen ist weitgehend identisch. Allerdings variierte die EU im Laufe der Zeit ihren Fragenkatalog in geringem Umfang, um aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Auf der anderen Seite erkannte die Städtegemeinschaft schnell die Chance, auch losgelöst vom EU-Fragenkatalog für die beteiligten Städte wichtige Themen in ihren Fragenkatalog aufzunehmen. Leitlinie des vorliegenden Bandes war das Fragenspektrum der Städtegemeinschaftsumfrage. Im Ergebnis können deshalb vereinzelte Fragestellungen nur innerhalb der Städtegemeinschaft verglichen werden. Dort fehlen auch diejenigen deutschen Städte, deren Bürgerinnen und Bürger ausschließlich von der EU befragt wurden. 1) Bericht: Quality Of Life In European Cities 2015 – Flash Eurobarometer 419; Brüssel Januar 2016 2) Die KOSIS-Gemeinschaft Urban Audit sammelt und analysiert bis zu 300 Merkmale rund um das Thema Lebensqualität für 125 deutsche Städte, 94 Pendlerverfl echtungsgebiete und Urban Audit-Stadtteile (www.urbanaudit.de). Beide Umfrageprojekte wurden als repräsentative Telefonbefragungen (CATI) durchgeführt. Die Stichprobengröße lag in der EU-Umfrage in jeder einbezogenen Stadt bei n=500. Bei der gemeinsamen Städteumfrage konnte jede Stadt ihre Stichprobengröße selbst festlegen. Nach den vorliegenden Erfahrungen aus den Karlsruher Bürgerumfragen entschied sich das Amt für Stadtentwicklung für einen Stichprobenumfang von n=1.000. Die unterschiedlichen Stichprobengrößen beeinfl ussen die Repräsentativität der Gesamterhebung nicht. Lediglich die Konfi denzintervalle – also die in Kauf genommenen möglichen Schwankungsbreiten der Ergebnisse – sind dadurch nicht in allen Städten gleich. Da das Datenmaterial aber keinen weitergehenden statistischen Verfahren unterzogen wird, sondern seine Aussagekraft aus den grundlegenden Antwortanteilen bezieht, ist dies nicht weiter störend. Die Formulierung der Fragen mutet in vielen Fällen etwas unscharf an. In einer rein deutschsprachigen Fassung mit nur deutschen Befragten wäre eine klarere Zuspitzung mancher Formulierungen angezeigt gewesen. Das gleiche gilt natürlich auch für andere Sprachen. Der vorliegende Fragebogen musste allerdings in der Vielfalt der europäischen Sprachen und Kulturräume tauglich und verständlich getextet werden. Im Zuge dieses Prozesses musste manche aus deutscher Sicht wünschenswerte sprachliche Exaktheit hinter die europaweite Verständlichkeit zurücktreten. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 7 1.3 VERGLEICHSSTÄDTE Die vorliegende Auswertung kann nicht alle Städte beider Umfragen in einen Vergleich einbeziehen. Richtschnur für die Auswahl der hier dargestellten Vergleichsstädte war einmal die Strukturähnlichkeit mit Karlsruhe sowie die Stadtgröße nach der Einwohnerzahl. Im Vordergrund standen deshalb Hochschulstädte mit technologiegeprägten Wirtschaftsstrukturen – in der Mehrzahl in ähnlicher Größe. Alle teilnehmenden Städte aus Baden-Württemberg wurden darüber hinaus einbezogen. Der Vergleich umfasst deshalb folgende deutschen Städte:  Augsburg  Braunschweig  Darmstadt  Düsseldorf  Frankfurt  Freiburg  Leipzig  Mannheim  Münster  Stuttgart Die Auswahl europäischer Vergleichsstädte geschah nach den gleichen Kriterien, wobei Strukturähnlichkeit ein noch höheres Gewicht bei der Auswahl hatte. So wurden zum Beispiel keine Bergbau- oder Altindustrie-Städte in den Vergleich aufgenommen: 8 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH BOLOGNA Bologna beherbergt Europas älteste Universität (gegründet 1088) und liegt im nördlichen Italien in der wirtschaftsstarken und technologieorientierten Region Emilia Romana (Fahrzeugindustrie, Zulieferer, Ausrüster). Bologna hat 387.000 Einwohner. Die Zahl der Studenten beläuft sich auf etwa 80.000. GENF Genf ist die wichtigste Stadt in der französischsprachigen Schweiz. Sie ist geprägt durch zahlreiche internationale Organisationen, die Universität und durch wichtige Unternehmen der Schweizer Uhrenindustrie. Genf hat 201.000 Einwohner. GRAZ Graz (Österreich) ist die wirtschaftliche Metropole der Steiermark und alte Universitätsstadt mit 280.000 Einwohnern. Die wirtschaftliche Basis der Stadt bildet seit jeher der Maschinen- und Fahrzeugbau, in dessen Umfeld zahlreiche technologie-orientierte Klein- und Mittelbetriebe entstanden sind. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 9 OULU Oulu in Finnland gilt als das Technologiezentrum des Nordens mit 199.000 Einwohnern. Sie ist Mittelpunkt der fi nnischen IT-Wirtschaft (z.B. Nokia). Die Universität Oulu mit 17.000 Studierenden ist die zweitgrößte des Landes. STRASBOURG Strasbourg, Zentrum des Elsass mit den Departements Bas Rhin und Haut Rhin, ist die wichtigste Stadt Ostfrankreichs mit 276.000 Einwohnern und linksrheinisches Wirtschafts- und Bildungszentrum am südlichen Oberrhein. Zu Karlsruhe bestehen vielerlei Verbindungen. TALLINN Tallinn, die estnische Landeshauptstadt, ist das bedeutendste Wirtschaftszentrum des Baltikums mit 430.000 Einwohnern. Die Universitätsstadt mit mehreren Hochschulen beherbergt verschiedene weltweit agierende Unternehmen und ist ein Schwerpunkt des Bankensektors. 10 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 1.4 ZUSAMMENFASSUNG Zufriedenheit mit der kommunalen Infrastruktur und den Lebensbedingungen in der Stadt Drei Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher (75 %) sind insgesamt zufrieden mit den öffentlichen Flächen wie Märkten, Plätzen und Fußgängerzonen . Damit liegt Karlsruhe etwa im Mittelfeld der Vergleichsstädte. Der Anteil der sehr Zufriedenen (23 %) fällt in Karlsruhe dagegen deutlich unterdurchschnittlich aus. Die Zufriedenheit mit Grünfl ächen wie öffentlichen Parks und Gärten ist in Karlsruhe überdurchschnittlich ausgeprägt, so dass die Fächerstadt in der Spitzengruppe der Vergleichsstädte rangiert. Mit den Schulen sind in Karlsruhe 68 % der Befragten zufrieden. Unter den deutschen Städten kommt Karlsruhe damit hinter Münster (73 %) auf Rang zwei. In den europäischen Vergleichsstädten werden allerdings mehrfach Zufriedenheiten von mehr als 80 % erreicht. In der Bewertung des Öffentlichen Nahverkehrs sind sich die Befragten in den deutschen Städten weitgehend einig. Die Zufriedenheit insgesamt erreicht Werte von meist etwas über 80 %. Mit 78 % Zufriedenen liegt Karlsruhe leicht darunter. Mit der Gesundheitsversorgung durch Ärzte und Krankenhäuser sind 91 % der Karlsruherinnen und Karlsruher zufrieden. Dieser Wert wird nur in sechs weiteren Vergleichsstädten erreicht oder leicht übertroffen. Die Zufriedenheit mit der Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften erreicht in den meisten Vergleichsstädten etwa die Marke von 80 % (Karlsruhe 77 %). Mit Sportanlagen wie Sportplätzen und Sporthallen sind die Befragten in Karlsruhe deutlich zufriedener (insgesamt zufrieden 80 %) als die Bürgerinnen und Bürger in den meisten anderen Vergleichsstädten. Zu den kulturellen Einrichtungen (Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien) äußern insgesamt 91 % der Karlsruherinnen und Karlsruher Zufriedenheit. Damit liegt Karlsruhe in der vorderen Hälfte der Vergleichsstädte. Mit dem Zustand von Straßen und Gebäuden sind in den deutschen Vergleichsstädten – im Gegensatz zu den europäischen Städten - nicht übermäßig viele Befragte zufrieden. Karlsruhe liegt mit 66 % Gesamtzufriedenheit im Mittelfeld. Den Lärmpegel in ihrer Stadt bewerten die Karlsruherinnen und Karlsruher im Vergleich durchschnittlich: 25 % sind sehr zufrieden, 43 % sind eher zufrieden. Mit der Luftqualität in der Stadt sind zusammengenommen 75 % der Befragten in Karlsruhe zufrieden und rücken ihre Stadt damit unter die erste Hälfte der Vergleichsstädte. Der Karlsruher Anteil der sehr Zufriedenen (24 %) ist allerdings eher niedrig. Mit 74 % zufriedenen Befragten liegt Karlsruhe beim Thema Sauberkeit gleichauf mit Stuttgart und Freiburg. Mehrere Städte können allerdings mit besseren Bewertungen aufwarten. Die Aussage, „die Stadtverwaltung helfe bei Bedarf schnell und unkompliziert“ stößt in den allermeisten Städten auf eine Zustimmung etwas über der 50 %-Marke. In Karlsruhe sind 58 % der Befragten dieser Meinung. Die Zustimmung zum Statement, „die Stadt gehe mit ihren Mitteln verantwortungsvoll um“ kommt von einer Mehrheit der Karlsruher Befragten (53 %). Die Antworten fallen in den Vergleichsstädten sehr unterschiedlich aus. Persönliche Situation, soziale Integration Die Zustimmung zur Aussage „ich bin zufrieden damit, in der jeweiligen Stadt zu leben“ , fällt in allen Städten insgesamt sehr hoch aus (> 90 %). Der Anteil derjenigen, die sehr zustimmen, liegt in Karlsruhe bei 56 %, während in einigen Vergleichsstädten auch Zustimmungsquoten über 70 %erreicht werden. Zusammen 68 % der Karlsruher stimmen der Auffassung zu, in den nächsten fünf Jahren werde es angenehmer sein, in der Stadt zu leben. Dies ist im Vergleich ein Spitzenergebnis für die Fächerstadt. Die Zustimmung zur Aussage, die Ausländer seien gut in der Stadt integriert , erreicht in vielen deutschen Vergleichsstädten Werte zwischen 60 % und 70 %. In Karlsruhe teilen 60 % diese Ansicht, in einigen europäischen Städten dagegen deutlich weniger. Der Glaube in die Vertrauenswürdigkeit der Menschen in der Stadt ist in Karlsruhe bei 85 % der Bürgerinnen und Bürger ausgeprägt. Karlsruhe liegt damit in der vorderen Hälfte der Vergleichsstädte. Armut betrachten die meisten Karlsruherinnen und Karlsruher nicht als ein Problem ihrer Stadt. Nur 39 % von ihnen stimmen einer entsprechenden Aussage zu. In mehreren Vergleichsstädten hält eine Mehrheit der Befragten Armut für ein wichtiges Thema ihrer Stadt. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 11 Arbeit, Beruf, Wohnen, Finanzen Eine positive Einschätzung erfährt der Karlsruher Arbeitsmarkt. Insgesamt 59 % der Befragten stimmen zu, dass es einfach sei, in der Stadt eine Arbeit zu fi nden . Mit diesem Antwortanteil liegt Karlsruhe auf Rang drei hinter Stuttgart (69 %) und Frankfurt (66 %). Auch die Zufriedenheit mit der persönlichen berufl ichen Situation fällt in Karlsruhe ausgesprochen hoch aus – 48 % der Befragten sind sehr zufrieden. Noch positiver äußern sich lediglich die Befragten in Graz (57 %) und Münster (52 %). Die Aussage, es sei leicht, in der Stadt eine Wohnung zu fi nden , stößt in zahlreichen Städten auf hohe Ablehnung. In Karlsruhe lehnen zusammen 80 % der Befragten diese Feststellung ab, in vielen Vergleichsstädten stimmen noch weitaus mehr Befragte überhaupt nicht zu (zum Beispiel Freiburg 94 %). Einen (einigermaßen) entspannten Wohnungsmarkt konstatieren lediglich die Bürgerinnen und Bürger in Leipzig und Oulu. Mit dem Ort, an dem sie leben, sind fast durchweg etwas mehr als die Hälfte der Befragten sehr zufrieden (Karlsruhe 52 %). Graz (72 %) und Münster (66 %) liegen an der Spitze. Mit der fi nanziellen Situation ihres eigenen Haushalts sind 89 % der Karlsruherinnen und Karlsruher zufrieden. Auch die anderen deutschen Vergleichsstädte liegen nur wenig unter diesem Wert, in vielen europäischen Vergleichsstädten sind die Zufriedenheiten dagegen geringer. Sehr einhellig antworten die Befragten in den (deutschen) Vergleichsstädten auf die Nachfrage nach Zahlungsschwierigkeiten am Monatsende. In Karlsruhe haben 74 % der Befragten nie und 9 % nahezu nie Zahlungsprobleme am Ende des Monats. Anteile in dieser Höhe liegen auch in den anderen Städten vor. Sicherheit in der Stadt Zur Aussage „ich fühle mich sicher in der Stadt“ kommt von insgesamt 80 % der Karlsruherinnen und Karlsruher Zustimmung. In den Vergleichsstädten gehen die Meinungen teilweise weit auseinander. Insbesondere schwankt der Anteil derjenigen, die sehr zustimmen, zwischen 13 % und 59 %. Karlsruhe liegt hier bei 32 %. Sehr viel näher liegen die Ergebnisse zum Sicherheitsgefühl in der Wohngegend in den deutschen Vergleichsstädten beieinander. Ähnlich wie andernorts fühlen sich insgesamt 90 % der Karlsruherinnen und Karlsruher in ihrer Wohngegend sicher. In den europäischen Vergleichsstädten zeigen sich aber auch bei dieser Thematik große Unterschiede. In der gemeinsamen Städteumfrage wurde weiter nach den Verhältnissen tagsüber und bei Nacht differenziert. Der Aussage „ich fühle mich tagsüber in der Stadt sicher“ stimmen in Karlsruhe insgesamt 95 % der Befragten zu. Unter den (deutschen) Vergleichsstädten wird dieses Niveau nur in Mannheim leicht unterschritten. Bei Nacht bestätigen in den meisten Städten zwischen 60 % und 70 % ihr vorhandenes Sicherheitsgefühl, in Karlsruhe aber nur 56 %. Nur Mannheim liegt noch darunter. Wichtigste Themen in der Stadt Bildung und Ausbildung, Wohnungswesen und Sicherheit sind für die Bürgerinnen und Bürger Karlsruhes derzeit die wichtigsten Themen für ihre Stadt. Während das erstgenannte Thema (außer in Bologna) durchgängig in allen Städten unter die wichtigsten drei gesetzt wird, variieren die beiden weiteren Themen in einem breiten Spektrum. Das Wohnungswesen hat in Freiburg, Genf, Darmstadt, Düsseldorf und Frankfurt ebenfalls hohe Bedeutung. Auch die Sicherheit wird in fünf weiteren Städten von den Bürgerinnen und Bürger zu den Top-Themen gerechnet. 2 ZUFRIEDENHEIT MIT DER KOMMUNALEN INFRASTRUKTUR UND DEN LEBENSBEDINGUNGEN IN DER STADT 14 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.1 ÖFFENTLICHE FLÄCHEN „Wie zufrieden sind Sie mit öffentlichen Flächen wie Märkten, Plätzen und Fußgängerzonen?“ Abbildung 2.1 ZUFRIEDENHEIT MIT ÖFFENTLICHEN FLÄCHEN Mit öffentlichen Flächen wie Märkten, Plätzen und Fußgängerzonen sind in Karlsruhe 23 % der Befragten sehr zufrieden und 52 % eher zufrieden. Weitere 20 % der Karlsruher sind eher unzufrieden und 4 % überhaupt nicht zufrieden. Damit äußern sich zusammen drei Viertel der Karlsruher (75 %) zufrieden mit den öffentlichen Flächen der Stadt. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.1) Dieser zunächst hoch erscheinende zusammengefasste Anteil wird in allen Vergleichsstädten übertroffen. Zwar liegt Karlsruhe gemessen an den 23 % sehr Zufriedener im Mittelfeld. Tallinn, Oulu, Frankfurt, Mannheim, Stuttgart haben hier niedrigere Werte. In der Zusammenschau beider Antwortanteile liegen jedoch zahlreiche Städte vor Karlsruhe. Die beste Einschätzung der Zufriedenheit mit den öffentlichen Flächen insgesamt erreicht Münster mit 92 % zufriedener Befragter. Fast die Hälfte (49 %) von ihnen votierte sogar mit sehr zufrieden. Auch in Leipzig, Freiburg und Graz sind die Bürger zu mehr als einem Drittel (35 %) sehr zufrieden – jeweils bei einem Anteil eher Zufriedener über 55 %. ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 23% 33% 34% 26% 27% 19% 35% 35% 20% 49% 22% 23% 29% 35% 17% 29% 17% 52% 48% 52% 54% 55% 60% 52% 52% 59% 43% 57% 56% 56% 54% 66% 57% 60% 20% 16% 12% 18% 16% 18% 11% 9% 16% 6% 17% 16% 9% 9% 13% 8% 16% 4% 3% 4% 4% 3% 5% 3% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 15 insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201523,1%51,8%19,6%4,1%1,4%1.002 Geschlecht männlich22,0%51,3%21,6%3,7%1,4%466 weiblich24,2%52,3%17,5%4,5%1,5%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre22,8%40,1%37,1%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre22,1%56,7%20,0%1,1%--- 101 30 bis unter 45 Jahre24,5%49,5%21,5%3,2%1,3%285 45 bis unter 65 Jahre19,8%54,8%17,5%6,4%1,4%386 65 bis unter 75 Jahre30,6%42,3%18,9%5,4%2,7%129 75 Jahre und älter19,7%58,2%14,5%4,3%3,4%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund19,6%55,1%20,7%2,8%1,7%674 deutsch mit Migrationshintergrund24,3%48,9%18,6%7,7%0,4%257 ausländisch45,5%37,9%14,8%1,8%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt20,7%53,7%17,9%5,2%2,5%293 Paar ohne Kinder21,0%53,1%20,8%3,6%1,4%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern22,9%34,5%33,6%7,3%1,7%57 Paar mit Kindern26,0%50,2%18,7%4,2%0,8%301 Sonstiger Haushalt24,3%57,4%14,2%2,1%1,9%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss22,7%51,5%18,7%3,2%3,9%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife21,7%50,7%20,2%5,3%2,1%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife24,9%55,2%17,9%0,7%1,2%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss23,6%50,3%20,2%5,7%0,2%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig22,6%53,4%19,8%2,9%1,3%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt20,7%51,1%16,9%10,5%0,8%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung23,7%56,8%19,5%--- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos26,6%48,3%18,9%3,8%2,4%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt22,1%54,4%18,6%3,3%1,6%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut25,7%47,4%23,3%3,0%0,5%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim19,7%53,0%20,5%5,4%1,4%180 Höhenstadtteile28,9%45,1%13,0%7,0%6,1%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr23,2%58,5%13,5%4,8%--- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut21,4%52,2%21,4%3,6%1,4%145 ÖFFENTLICHE FLÄCHEN BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F1.1: „Wie zufrieden sind Sie mit öffentlichen Flächen wie Märkten, Plätzen und Fußgängerzonen?” Tabelle 2.1 ZUFRIEDENHEIT MIT DEN ÖFFENTLICHEN FLÄCHEN IN KARLSRUHE EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.1) Die Einschätzung der Frauen (zufrieden 76,5 %) fällt in Karlsruhe etwas besser aus als die der Männer (73,3 %). Nach Altersgruppen fällt unter den 15- bis unter 18-Jährigen der besonders hohe Anteil eher Unzufriedener auf (37,1 %). Dagegen sind die 18- bis unter 30-Jährigen mit den öffentlichen Flächen in hohem Maße zufrieden (78,8 %). Die Gruppe der 75- Jährigen und Älteren beurteilen den öffentlichen Raum ähnlich positiv (insgesamt zufrieden 77,9 %). Die Altersgruppe der 65- bis unter 75-Jährigen sticht ebenso heraus, da sie den höchsten Anteil (30,6 %) an sehr Zufriedenen aufzeigt. Die insgesamt zufriedenste Gruppe sind die ausländischen Befragten. Darunter sind fast die Hälfte, 45,5 %, sehr zufrieden, 37,9 % zufrieden und nur ein geringer Anteil eher unzufrieden beziehungsweise überhaupt nicht zufrieden. Alleinerziehende weisen im Vergleich zu allen anderen Haushaltstypen – unter anderem Singlehaushalte sowie Paare mit und ohne Kinder – eine deutlich geringere Zufriedenheit mit den öffentlichen Flächen auf. Lediglich 34,5 % sind eher zufrieden, während Befragte anderer Haushaltstypen dies zu mehr als die Hälfte angaben. Hinsichtlich des Wohnbereichs schneiden die Bewohner der Höhenstadtteile mit 28,9 % sehr zufriedener Befragter sehr gut ab. Den höchsten zusammengefassten Anteil Zufriedener (81,7 %) weisen Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr auf. 16 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.2 GRÜNFLÄCHEN „Wie zufrieden sind Sie mit Grünfl ächen wie öffentlichen Parks und Gärten in ...?“ In Karlsruhe sind 43 % der Befragten mit den Grünfl ächen sehr zufrieden, 45 % eher zufrieden (zusammen 88 %). Eher unzufrieden äußern sich 9 % der Karlsruher und nur ganz wenige (2 %) zeigen sich überhaupt nicht zufrieden. Dieses Ergebnis deckt sich ziemlich genau mit den Ergebnissen der Karlsruher Bürgerumfrage Grün in der Stadt (2015). STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.2) Karlsruhe liegt hier im Vergleich mit den anderen Städten in der Spitzengruppe. Lediglich Leipzig (56 %), Genf (52 %) und Münster (51 %) übertreffen Karlsruhe. In diesen drei Städten liegt der Anteil sehr Zufriedener über der 50 %-Marke. Dagegen bleibt die Einschätzung für Stuttgart unter der 80 %-Marke (zusammen 78 %). Ähnlich wie in Karlsruhe fallen die Ergebnisse in Braunschweig und Düsseldorf aus. Abbildung 2.2 ZUFRIEDENHEIT MIT GRÜNFLÄCHEN 43% 38% 41% 39% 45% 38% 34% 56% 34% 51% 32% 35% 52% 41% 27% 35% 35% 45% 43% 47% 47% 42% 45% 50% 37% 47% 41% 46% 48% 41% 39% 63% 53% 50% 9% 16% 10% 11% 10% 13% 13% 5% 15% 6% 17% 12% 4% 16% 7% 8% 12% 3% 3% 5% 3% 3% 3% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 17 Tabelle 2.2 ZUFRIEDENHEIT MIT DEN GRÜNFLÄCHEN IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201543,4%45,1%9,0%1,8%0,7%1.002 Geschlecht männlich42,4%47,3%8,9%1,3%--- 466 weiblich44,4%42,9%9,1%2,3%1,4%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre32,8%43,0%20,0%4,2%--- 22 18 bis unter 30 Jahre41,4%49,2%9,4%--- --- 101 30 bis unter 45 Jahre42,4%46,6%8,1%2,7%0,2%285 45 bis unter 65 Jahre40,6%45,6%10,8%2,7%0,4%386 65 bis unter 75 Jahre52,7%38,8%6,3%0,4%1,8%129 75 Jahre und älter49,6%40,2%5,1%1,7%3,4%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund43,1%45,6%8,8%1,6%0,9%674 deutsch mit Migrationshintergrund43,6%44,6%8,8%2,9%--- 257 ausländisch41,5%44,8%12,1%--- 1,7%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt44,3%47,0%7,6%0,7%0,4%293 Paar ohne Kinder44,5%46,6%5,8%1,5%1,5%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern44,6%48,6%4,2%2,6%--- 57 Paar mit Kindern41,5%42,6%13,4%2,5%--- 301 Sonstiger Haushalt48,1%45,9%3,5%1,3%1,2%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss40,6%45,4%11,3%1,1%1,6%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife39,5%42,3%15,4%1,7%1,1%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife50,3%44,0%4,2%1,5%--- 184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss43,7%47,2%6,4%2,2%0,5%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig39,9%47,8%11,1%0,8%0,4%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt45,0%42,5%6,9%5,6%--- 171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung43,4%47,9%4,9%3,8%--- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos49,0%41,0%7,2%1,0%1,8%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt47,3%43,1%8,0%1,2%0,4%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut43,6%48,2%7,6%--- 0,5%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim31,4%51,4%12,4%4,4%0,4%180 Höhenstadtteile43,5%38,3%10,4%1,8%6,0%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr53,6%36,1%8,8%1,6%--- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut44,7%43,5%8,9%2,9%--- 145 BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe GRÜNFLÄCHEN Anteile an den Befragten (gew.) F1.2: „Wie zufrieden sind Sie mit Grünflächen wie öffentlichen Parks und Gärten?” EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.2) Jugendliche unter 18 Jahren (zusammen 75,8 %) zeigen sich weniger zufrieden als andere Altersgruppen, in denen fast durchweg eine sehr hohe Zufriedenheit geäußert wird. Auch in den meisten anderen Befragtengruppen ähneln die Ergebnisse den durchschnittlichen Einschätzungen. Auffällig ist allerdings ein etwas erhöhter Anteil eher Unzufriedener (13,4 %) unter den Paaren mit Kindern. Sie sind eine wichtige Nutzergruppe von Grünfl ächen. STADTTEILBEREICHE Unter den Befragten aus Durlach, Grötzingen, Hagsfeld und Rintheim ist der niedrigste Anteil (31,4 %) an sehr Zufriedenen zu fi nden. Hier ist Beiertheim-Bulach, Weiherfeld- Dammerstock und Rüppurr klarer Spitzenreiter mit mehr als der Hälfte (53,6 %) sehr zufriedener Befragter. Die insgesamt hohe Zufriedenheit mit den Grünfl ächen herrscht auch im Kernbereich der Stadt vor – Innen-, Ost-, Süd-, West- und Südweststadt sind zu 47,3 % sehr zufrieden mit den Grünfl ächen und zu 43,1 % eher zufrieden. Sie übertreffen zusammengefasst (90,4 %) den städtischen Durchschnitt. 18 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.3 SCHULEN „Wie zufrieden sind Sie mit den Schulen in ...?““ Die Antworten zur Zufriedenheit mit den Schulen in den Städten ergaben vergleichsweise hohe „weiß nicht“-Anteile, da zahlreiche Befragte ohne schulpfl ichtige Kinder zu dieser Frage nicht Stellung nahmen – so auch in Karlsruhe (22 %). Im Gesamtdurchschnitt sind in Karlsruhe 26 % aller Befragten mit den Schulen sehr zufrieden und 42 % zufrieden. Eher unzufrieden sind 9 % der Befragten und 2 % zeigten sich überhaupt nicht zufrieden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.3) Unter den deutschen Vergleichsstädten zeigt sich nur in Münster eine höhere Zufriedenheit. In allen anderen Städten werden die Schulen schlechter eingeschätzt als in Karlsruhe. Aus den europäischen Vergleichsstädten liegen dagegen erheblich bessere Bewertungen der dortigen Schulen vor. Vor allem in Genf, Graz, Oulu und Strasbourg herrscht eine überaus hohe Zufriedenheit. Abbildung 2.3 ZUFRIEDENHEIT MIT DEN SCHULEN EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.3) Es zeigt sich, dass alle befragten Karlsruherinnen und Karlsruher, die mit dem Schulsystem näher vertraut sind, zu überdurchschnittlichen Bewertungen der Schulen kommen: Von den Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren sind 32,9 % sehr zufrieden und 58,5 % eher zufrieden. Ähnlich positive Einschätzungen geben Schüler, Studierende und in Ausbildung Befi ndliche. Ausgesprochen zufriedene Voten kommen auch von Haushalten mit Kindern (Paare und Alleinerziehende). Unter ihnen sind rund ein Drittel sehr zufrieden mit den Schulen und jeweils hohe Anteile eher zufrieden. Besonders positiv äußern sich Alleinerziehende. Ausländische Befragte in Karlsruhe schätzen die Schulsituation besser ein als Deutsche ohne und mit Migrationshintergrund. Sie sind zu 36,7 % sehr und zu 44 % eher zufrieden. Auch hat von ihnen niemand angegeben, überhaupt nicht mit den Schulen zufrieden zu sein. In verschiedenen „schulfernen“ Haushaltstypen und Befragtengruppen – vor allem höheren Alters – wachsen einerseits die Anteile für „weiß nicht“ auf über ein Drittel an. Andererseits fällt die Beurteilung der Schulen unter diesen Befragten schlechter aus. 26% 19% 18% 20% 21% 16% 22% 18% 16% 30% 20% 22% 33% 43% 31% 29% 17% 42% 45% 37% 35% 43% 32% 45% 36% 45% 43% 39% 46% 48% 41% 53% 54% 44% 9% 16% 20% 17% 11% 22% 9% 14% 14% 8% 15% 13% 6% 5% 5% 9% 8% 4% 3% 3% 3% 4% 4% 4% 3% 3% 21% 16% 22% 25% 22% 26% 20% 28% 22% 18% 24% 16% 12% 10% 10% 7% 29% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 19 Tabelle 2.3 ZUFRIEDENHEIT MIT DEN SCHULEN IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201525,5%41,7%9,1%2,0%21,6%1.002 Geschlecht männlich24,0%45,2%7,9%2,7%20,2%466 weiblich27,0%38,1%10,4%1,3%23,1%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre32,9%58,5%8,6%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre29,2%39,6%12,4%--- 18,8%101 30 bis unter 45 Jahre25,7%42,0%5,9%3,3%23,1%285 45 bis unter 65 Jahre24,4%41,7%13,7%1,2%18,9%386 65 bis unter 75 Jahre27,5%38,3%4,9%3,6%25,7%129 75 Jahre und älter13,6%45,4%2,6%3,4%35,0%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund21,9%42,7%9,1%1,6%24,7%674 deutsch mit Migrationshintergrund30,0%39,4%8,2%3,6%18,8%257 ausländisch36,7%44,0%13,7%--- 5,6%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt17,9%42,9%5,4%--- 33,7%293 Paar ohne Kinder21,2%38,0%6,7%2,9%31,2%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern33,7%53,7%7,1%--- 5,5%57 Paar mit Kindern33,9%42,0%13,1%2,5%8,5%301 Sonstiger Haushalt16,4%46,8%9,5%1,5%25,8%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss27,9%44,5%7,9%1,6%18,1%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife19,4%48,4%8,9%1,6%21,7%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife32,9%36,2%10,9%1,7%18,3%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss24,4%39,6%9,1%2,7%24,3%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig25,9%39,2%12,1%1,0%21,9%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt27,4%44,6%9,7%4,5%13,9%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung27,0%43,9%7,2%--- 21,9%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos22,0%42,5%4,6%3,0%27,9%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt23,8%38,7%7,7%1,1%28,8%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut29,9%45,8%8,0%0,9%15,5%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim17,9%44,6%15,3%4,7%17,6%180 Höhenstadtteile26,2%32,7%9,9%3,5%27,7%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr34,2%32,6%8,2%--- 24,9%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut26,1%47,6%6,8%2,7%16,9%145 SCHULEN BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F1.3: „Wie zufrieden sind Sie mit den Schulen?” Nach dem Bildungsabschluss kommt von Befragten mit Realschulabschluss am seltensten die Einschätzung „sehr zufrieden“ (19,4 %). Rund ein Drittel der Befragten (32,9 %) mit Abitur, Hochschul- oder Fachhochschulreife sind dagegen sehr zufrieden mit den Schulen. STADTTEILBEREICHE Unter den Stadtteilbereichen schneidet Durlach, Grötzingen, Hagsfeld und Rintheim am schlechtesten ab. Hier äußern sich die wenigsten Befragten (17,9 %) sehr zufrieden mit den Schulen. Auch der Anteil der eher Unzufriedenen (15,3 %) und überhaupt nicht Zufriedenen (4,7 %) erreicht hier die höchsten Werte im Vergleich zu den anderen Wohnortbereichen. Gut schneiden vor allem Beiertheim- Bulach, Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr ab, hier geben 34,2 % Befragten an, sehr zufrieden mit den Schulen in Karlsruhe zu sein. 20 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.4 ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR „Wie zufrieden sind Sie mit dem öffentlichen Nahverkehr wie zum Beispiel Bus, Straßenbahn oder U-Bahn in ...?“ In Karlsruhe sind 47 % der Befragten mit dem ÖPNV sehr zufrieden und weitere 31 % eher zufrieden. Eher unzufrieden äußern sich 14 % und 5 % der Karlsruherinnen und Karlsruher geben an, mit dem Öffentlichen Nahverkehr überhaupt nicht zufrieden zu sein. Vor dem Hintergrund der Belastungen der Fahrgäste durch die Baumaßnahmen zur Kombilösung wirkt dieses Ergebnis ausgesprochen positiv. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.4) Nach Freiburg (54 %) weist Karlsruhe (47 %) den höchsten Anteil sehr zufriedener Befragter unter allen betrachteten Städten auf. Dies gilt im Vergleich mit den deutschen Städten und erst recht in der europäischen Betrachtung. Bezieht man den Anteil der eher Zufriedenen in die Bewertung mit ein, rückt eine Reihe anderer Städte nach vorne. Spitzenreiter aus dieser Sicht sind neben Freiburg auch Darmstadt und Strasbourg. Auffällig ist die schlechte Einschätzung des ÖPNV in Oulu (Finnland) und die mäßige Bewertung in Bologna. Abbildung 2.4 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM ÖFFENTLICHEM NAHVERKEHR 47% 38% 31% 44% 43% 44% 54% 39% 44% 41% 42% 21% 36% 39% 9% 42% 25% 31% 42% 44% 42% 37% 35% 35% 45% 38% 41% 40% 44% 46% 40% 36% 43% 46% 14% 15% 17% 10% 16% 14% 6% 6% 11% 12% 12% 22% 9% 17% 34% 10% 10% 5% 3% 4% 3% 4% 3% 3% 4% 3% 5% 7% 5% 12% 3% 3% 4% 3% 7% 3% 3% 6% 4% 3% 9% 17% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 21 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.4) In den meisten Befragtengruppen fällt die Einschätzung des Öffentlichen Nahverkehrs in Karlsruhe recht einhellig aus und liegt nahe am Stadtergebnis. Abweichend antworten die Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren. Von ihnen sind nur 17,2 % sehr zufrieden, 49,9 % eher zufrieden und 31,5 % eher unzufrieden. Ausgesprochen zufrieden zeigen sich Befragte der Altersgruppen 45 bis unter 75 Jahre, von denen sich mehr als die Hälfte sehr zufrieden mit dem ÖPNV zeigt. Sehr positiv äußern sich auch die ausländischen Befragten (sehr zufrieden 55,1 %). STADTTEILBEREICHE Die von der Straßenbahn nicht erschlossenen Höhenstadtteile weisen den geringsten Anteil sehr Zufriedener (34,8 %) auf, gleichzeitig äußern sich aber 40,1 % eher zufrieden, sodass die Einschätzungen in der Gesamtschau immer noch nahe am Stadtdurchschnitt liegen. Interessant ist die Tatsache, dass sich 9,2 % der Befragten in den Höhenstadtteilen (mangels Kenntnis?) nicht in der Lage sehen, den Karlsruher ÖPNV zu beurteilen. In den übrigen Stadtbereichen fallen die Bewertungen durchweg positiv aus. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201547,1%31,3%14,0%5,2%2,3%1.002 Geschlecht männlich47,1%29,9%15,4%5,3%2,2%466 weiblich47,2%32,7%12,6%5,2%2,3%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre17,2%49,9%31,5%1,4%--- 22 18 bis unter 30 Jahre44,0%29,3%19,2%6,4%1,1%101 30 bis unter 45 Jahre45,1%34,5%14,1%3,8%2,4%285 45 bis unter 65 Jahre51,7%29,7%11,7%4,8%2,2%386 65 bis unter 75 Jahre52,2%26,6%10,3%7,2%3,6%129 75 Jahre und älter45,3%33,4%11,1%6,9%3,4%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund46,8%32,6%13,5%4,8%2,2%674 deutsch mit Migrationshintergrund44,9%30,8%15,5%6,2%2,6%257 ausländisch55,1%24,7%13,8%5,3%1,0%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt56,0%29,6%8,0%5,3%1,1%293 Paar ohne Kinder48,3%32,5%11,0%5,2%3,1%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern50,7%34,2%7,8%3,4%3,9%57 Paar mit Kindern44,5%31,1%17,8%4,8%1,9%301 Sonstiger Haushalt36,4%29,3%23,6%8,4%2,2%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss42,0%31,6%21,3%2,2%3,0%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife45,5%33,1%13,4%5,9%2,2%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife49,4%27,6%13,2%6,6%3,2%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss48,7%32,1%12,2%5,3%1,6%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig48,7%32,4%11,3%5,2%2,4%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt41,1%31,7%21,0%4,9%1,4%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung45,9%25,5%21,3%4,2%3,1%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos51,6%29,4%9,9%6,4%2,7%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt45,1%32,1%12,4%7,5%2,8%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut51,8%29,4%15,0%2,1%1,8%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim48,8%30,4%13,9%6,1%0,9%180 Höhenstadtteile34,8%40,1%12,8%3,0%9,2%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr44,1%32,9%15,9%5,4%1,7%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut47,6%30,4%14,9%5,8%1,4%145 ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F1.4: „Wie zufrieden sind Sie mit dem öffentlichen Nahverkehr wie zum Beispiel Bus, Straßenbah n oder U-Bahn?” Tabelle 2.4 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM ÖFFENTLICHEN NAHVERKEHR IN KARLSRUHE 22 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.5 GESUNDHEITSVERSORGUNG „Wie zufrieden sind Sie mit der Gesundheitsversorgung durch Ärzte und Krankenhäuser in ...?“ Von den Karlsruherinnen und Karlsruher zeigen sich 46 % sehr zufrieden und 45 % eher zufrieden mit der Gesund- heitsversorgung in der Stadt. Eher unzufrieden sind 6 % der Befragten und überhaupt nicht zufrieden äußern sich 2 %. Zusammen betrachtet sind somit über 90 % der Befragten in Karlsruhe mit ihrer Gesundheitsversorgung einverstanden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.5) Im Städtevergleich auf deutscher und europäischer Ebene zeichnen sich vor allem die Städte mit sehr hohen Zufriedenheiten ab, die Standorte eines Universitätsklinikums sind. Dies gilt für Düsseldorf, Freiburg, Münster, Genf und Graz – eingeschränkt aber auch für Augsburg, dessen Klinikum in nächster Zukunft zur Universitätsklinik umgewandelt wird. Lediglich Strasbourg kann diesen Bonus nicht im gleichen Umfang ausspielen. In den zusammengefassten Anteilen (sehr und eher zufrieden) kann sich Karlsruhe auch ohne medizinische Fakultät in dieser Spitzengruppe platzieren. Im europäischen Vergleich werden in einigen Städten beachtliche Anteile überhaupt nicht Zufriedener sichtbar (vor allem Tallinn). In Karlsruhe und anderen deutschen Städten sind diese Anteile unbedeutend. Abbildung 2.5 ZUFRIEDENHEIT MIT DER GESUNDHEITSVERSORGUNG 46% 48% 37% 38% 56% 45% 61% 38% 46% 66% 47% 31% 49% 60% 20% 40% 12% 45% 43% 49% 44% 36% 41% 32% 50% 42% 30% 42% 45% 41% 33% 44% 51% 39% 6% 6% 10% 12% 6% 8% 5% 8% 7% 3% 9% 17% 4% 5% 26% 6% 28% 3% 3% 3% 5% 3% 7% 3% 14% 3% 4% 3% 3% 7% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 23 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.5) Außerordentlich zufrieden mit der Gesundheitsversorgung zeigen sich die Jugendlichen von 15 bis unter 18 Jahren (sehr zufrieden 61,4 %). Während die weiteren Altersgruppen bis 65 Jahre leicht unterdurchschnittlich zufrieden äußern, herrscht in den Seniorenjahrgängen eine überaus hohe Zufriedenheit mit Ärzten und Krankenhäusern in Karlsruhe. Auch unter ausländischen Befragten herrscht hohe Zufriedenheit (sehr zufrieden 52,1 %). Bei den Ergebnissen nach Haushaltstypen fällt auf, dass Alleinerziehende erheblich zurückhaltender urteilen. Unter ihnen sind unter anderem 5,6 % überhaupt nicht zufrieden. Die Bewertungen der Paare mit Kindern entsprechen dagegen dem Durchschnitt. Die Ergebnisse der übrigen Befragtengruppen weichen kaum vom Stadtergebnis ab. STADTTEILBEREICHE In den Höhenstadtteilen fällt die Bewertung der Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser schlechter aus als in anderen Stadtbereichen (sehr zufrieden 39,4%). Dies hängt mit der allgemeinen Infrastrukturausstattung dieser bevölkerungsschwächeren Stadtteile zusammen. Tabelle 2.5 ZUFRIEDENHEIT MIT DER GESUNDHEITSVERSORGUNG IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201546,5%44,5%6,1%1,7%1,2%1.002 Geschlecht männlich47,2%43,9%6,5%1,1%1,3%466 weiblich45,8%45,2%5,7%2,2%1,1%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre61,4%30,0%--- 4,3%4,3%22 18 bis unter 30 Jahre40,7%48,4%6,8%2,2%1,9%101 30 bis unter 45 Jahre43,3%47,1%7,7%1,4%0,5%285 45 bis unter 65 Jahre45,7%43,5%7,4%2,1%1,3%386 65 bis unter 75 Jahre55,8%38,8%2,7%0,9%1,8%129 75 Jahre und älter52,1%46,2%1,7%--- --- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund48,1%44,0%5,6%1,3%0,9%674 deutsch mit Migrationshintergrund42,1%46,2%7,6%1,8%2,3%257 ausländisch51,7%40,0%4,5%3,8%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt50,9%44,2%3,7%--- 1,2%293 Paar ohne Kinder47,9%44,7%4,5%1,9%1,0%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern35,4%53,2%5,7%5,6%--- 57 Paar mit Kindern48,1%42,1%7,1%1,3%1,4%301 Sonstiger Haushalt35,6%51,3%10,9%--- 2,2%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss44,6%46,5%5,3%2,0%1,6%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife47,8%42,8%7,5%0,9%0,9%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife46,5%46,1%4,7%0,6%2,1%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss46,5%44,7%6,1%1,9%0,8%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig43,7%47,1%5,7%2,3%1,2%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt45,3%42,5%11,1%0,5%0,7%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung45,3%43,3%8,4%--- 3,1%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos52,6%41,3%3,8%1,4%0,9%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt46,5%44,7%4,4%2,4%2,0%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut46,5%44,9%7,3%0,9%0,3%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim42,0%48,0%7,1%1,2%1,8%180 Höhenstadtteile39,4%50,3%5,3%2,0%3,0%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr51,0%36,5%10,6%1,1%0,9%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut53,5%39,9%4,4%2,2%--- 145 GESUNDHEITSVERSORGUNG BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F1.5: „Wie zufrieden sind Sie mit dem der Gesundheitsversorgung durch Ärzte und Krankenhäuser?” 24 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.6 VORHANDENSEIN VON EINZELHANDELSGESCHÄFTEN „Wie zufrieden sind Sie mit dem Vorhandensein von Einzelhandelsgeschäften in ...?“ In Karlsruhe sind 31 % der Befragten mit dem Einzelhandelsangebot sehr zufrieden, 46 % sind eher zufrieden. Eher unzufrieden äußern sich 17 %, ein Zwanzigstel der Karlsruherinnen und Karlsruher (5 %) sind überhaupt nicht zufrieden. Damit zeigen sich zusammen 77 % der Befragten in Karlsruhe mit der Einzelhandelsausstattung einverstanden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.6) Bei Betrachtung des Anteils der sehr Zufriedenen schneidet Karlsruhe (31 %) vergleichsweise schlecht ab. In den meisten anderen Städten in Deutschland und erst recht auf europäischer Ebene werden deutlich höhere Anteile sehr zufriedener Bürgerinnen und Bürger erreicht. Der Spitzenwert wird mit 55 % in Tallinn sichtbar. Aber auch in Genf und Graz sind jeweils mehr als die Hälfte der Befragten sehr zufrieden. Unter den deutschen Vergleichsstädten fi ndet sich in Münster (45 %) der höchste Anteil sehr Zufriedener. Unterschritten wird das Karlsruher Ergebnis lediglich in Darmstadt (sehr zufrieden 28 %) und Stuttgart (27 %). Auch wenn man den Anteil der eher Zufriedenen in die Bewertung einbezieht, verbleibt Karlsruhe bei einem unterdurchschnittlichen Ergebnis (77 %), während die Einschätzungen in zahlreichen anderen Städten eine Gesamtzufriedenheit von deutlich mehr als 80 % signalisieren. Abbildung 2.6 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM VORHANDENSEIN VON EINZELHANDELSGESCHÄFTEN 31% 37% 38% 28% 43% 36% 34% 44% 34% 45% 27% 37% 51% 50% 33% 38% 55% 46% 41% 45% 46% 35% 45% 48% 39% 45% 40% 47% 47% 40% 33% 53% 45% 38% 17% 16% 13% 22% 16% 14% 15% 11% 17% 12% 19% 12% 6% 13% 13% 11% 5% 5% 6% 3% 4% 4% 4% 3% 4% 4% 3% 7% 3% 3% 5% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.6) Bei dieser Thematik zeigen sich nicht zu übersehende Einschätzungsunterschiede zwischen Männern und Frauen. Frauen differenzieren stärker: Ein höherer Anteil (34,2 %) ist sehr zufrieden, die Anteile eher Unzufriedener (19,3 %) und überhaupt nicht Zufriedener (6,3 %) übersteigt aber die jeweiligen Anteile der Männer. Nach den Altersgruppen ist bis zu einem Lebensalter von 45 Jahren eine höhere Zufriedenheit festzustellen als im Gesamtergebnis, die höheren Altersgruppen urteilen dagegen schlechter. Die Anteile der Unzufriedenen steigen mit dem Alter fast kontinuierlich an. Ausländische Befragte äußern sich zur Einzelhandelsausstattung Karlsruhes überaus positiv – zusammen 81,7 % sind zufrieden. Obwohl nicht nach dem Haushaltseinkommen gefragt wurde, AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 25 Tabelle 2.6 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM VORHANDENSEIN VON EINZELHANDELSGESCHÄFTEN IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201531,3%46,2%17,1%5,0%0,4%1.002 Geschlecht männlich28,4%52,1%15,0%3,8%0,7%466 weiblich34,2%40,3%19,3%6,3%--- 536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre31,4%61,4%7,2%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre34,6%50,4%13,9%0,4%0,8%101 30 bis unter 45 Jahre36,1%44,8%13,0%6,1%--- 285 45 bis unter 65 Jahre26,7%45,8%20,4%6,4%0,8%386 65 bis unter 75 Jahre29,7%42,9%22,0%5,4%--- 129 75 Jahre und älter27,4%43,6%21,4%7,7%--- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund31,8%43,3%20,7%4,0%0,2%674 deutsch mit Migrationshintergrund27,6%53,6%10,0%8,0%0,8%257 ausländisch40,7%41,0%15,2%3,1%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt32,5%46,9%18,2%2,4%--- 293 Paar ohne Kinder27,8%44,8%21,2%5,4%0,7%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern34,3%41,1%16,8%7,8%--- 57 Paar mit Kindern31,5%48,8%14,3%5,1%0,4%301 Sonstiger Haushalt41,3%42,8%13,2%2,7%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss30,7%49,3%16,2%2,8%0,9%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife34,2%44,7%15,7%5,1%0,4%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife30,7%51,2%15,0%2,5%0,7%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss30,3%43,8%19,5%6,4%--- 434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig32,8%47,0%15,2%4,2%0,8%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt25,6%45,2%19,7%9,5%--- 171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung41,2%49,7%9,1%--- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos30,9%43,2%20,5%5,4%--- 289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt35,8%39,0%19,2%5,7%0,3%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut28,1%55,0%12,9%3,4%0,6%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim23,7%48,4%22,2%5,4%0,4%180 Höhenstadtteile26,9%40,5%23,7%9,0%--- 61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr24,3%44,6%20,7%10,4%--- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut40,3%48,3%9,3%1,5%0,5%145 BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe VORHANDENSEIN VON EINZELHANDELSGESCHÄFTEN Anteile an den Befragten (gew.) F1.9: „Wie zufrieden sind Sie mit dem Vorhandensein von Einzelhandelsgeschäften?” lässt sich indirekt ableiten, dass einkommensstarke Haushalte weniger zufrieden sind mit der Karlsruher Einzelhandels- ausstattung – 21,2 % der Paare ohne Kinder und 19,5 % der Befragten mit Hochschulabschluss äußern sich eher unzufrieden. STADTTEILBEREICHE Bei der Bewertung in den einzelnen Stadtteilbereichen bildet sich einmal der gut ausgestattete Kernbereich der Stadt ab – in dem zudem die günstiger urteilende jüngere Bevölkerung dominiert. Im äußeren Stadtgebiet fallen die Anteile der sehr Zufriedenen teilweise deutlich unter den städtischen Durchschnitt und die eher Unzufriedenen wachsen anteilig erheblich an. In den Höhenstadtteilen sind 23,7 % der Befragten eher unzufrieden. Sehr positiv urteilt dagegen der Karlsruher Westen: In Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel und Oberreut sind 40,3 % der Befragten sehr zufrieden und 48,3 % eher zufrieden mit dem Angebot an Einzelhandelsgeschäften. Diese Einschätzung deckt sich nur zum Teil mit dem im Westen Karlsruhes real vorhandenen Einzelhandelsangebot. 26 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.7 SPORTANLAGEN „Wie zufrieden sind Sie mit Sportanlagen wie Sportplätzen und Sporthallen in ...?“ In Karlsruhe sind 28 % der Befragten mit den vorhandenen Sportanlagen sehr zufrieden. Eine Mehrheit unter den Karlsruherinnen und Karlsruhern (52 %) äußert sich eher zufrieden. Nur 11 % der befragten Personen geben sich eher unzufrieden und so gut wie niemand (1 %) ist überhaupt nicht zufrieden. Abbildung 2.7 ZUFRIEDENHEIT MIT SPORTANLAGEN STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.7) Mit diesem Ergebnis liegt Karlsruhe im oberen Mittelfeld und schneidet im Vergleich zu vielen Städten besser ab. Unter den deutschen Städten erreichen lediglich Münster (34 %) und Freiburg (32 %) deutlich höhere Werte bei den sehr Zufriedenen. Fasst man beide Antwortanteile zusammen, erreicht Karlsruhe mit 80 % Zufriedenen eine Position unter den Top-5-Städten. Unter den europäischen Vergleichsstädten schneidet Oulu am besten ab, in Strasbourg ergeben sich praktisch die gleichen Zufriedenheiten wie in Karlsruhe. 28% 26% 20% 19% 24% 24% 32% 21% 23% 34% 22% 24% 31% 21% 27% 29% 20% 52% 50% 51% 54% 50% 49% 49% 41% 51% 51% 53% 46% 48% 42% 58% 52% 44% 11% 13% 19% 16% 14% 13% 11% 14% 15% 9% 14% 12% 6% 18% 8% 9% 11% 4% 3% 4% 9% 10% 8% 9% 10% 12% 6% 20% 9% 5% 9% 16% 13% 16% 6% 6% 23% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU -FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 27 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.7) Sportanlagen beurteilen Männer und Frauen etwas unterschiedlich. Unter den Frauen sind 32,9 % sehr zufrieden, unter den Männern nur 22,9 %. Außerdem geben Männer (13,3 %) fast doppelt so häufi g wie Frauen (7,7 %) an, eher unzufrieden zu sein. In den Altersgruppen zeigen sich keine allzu großen Abweichungen vom Gesamtergebnis. Eine besonders gute Bewertung geben die 65- bis unter 75-Jährigen ab (sehr zufrieden 36,9 %). Unter den Schülern, Studierenden beziehungsweise in Berufsausbildung Stehenden, sind überdurchschnittlich viele eher unzufrieden mit den Sportanlagen (22,9 %). STADTTEILBEREICHE In den Stadtteilen Nordwest-, Nord-, Waldstadt, Knielingen und Neureut fällt die Zufriedenheit mit den Sportanlagen besonders hoch aus (sehr zufrieden 36,6 %). Ähnliches gilt für den Süden der Stadt (Beiertheim-Bulach, Weiherfeld- Dammerstock, Rüppurr). Tabelle 2.7 ZUFRIEDENHEIT MIT DEN SPORTANLAGEN IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201527,9%51,9%10,5%0,5%9,3%1.002 Geschlecht männlich22,9%54,9%13,3%0,8%8,2%466 weiblich32,9%48,8%7,7%0,2%10,4%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre27,1%64,3%4,3%--- 4,3%22 18 bis unter 30 Jahre24,4%57,1%13,9%--- 4,5%101 30 bis unter 45 Jahre25,5%53,5%12,6%0,6%7,7%285 45 bis unter 65 Jahre29,3%50,0%9,5%0,5%10,6%386 65 bis unter 75 Jahre36,9%41,5%8,6%0,9%12,2%129 75 Jahre und älter22,1%55,7%4,3%--- 17,9%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund26,2%53,5%10,5%0,5%9,3%674 deutsch mit Migrationshintergrund31,7%49,4%9,1%0,6%9,2%257 ausländisch27,2%46,5%16,5%--- 9,8%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt28,9%49,9%8,6%--- 12,6%293 Paar ohne Kinder28,2%50,4%10,3%0,4%10,7%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern31,8%43,1%14,4%--- 10,7%57 Paar mit Kindern29,7%53,3%10,8%0,9%5,3%301 Sonstiger Haushalt14,6%60,4%11,9%--- 13,0%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss23,0%54,7%11,4%0,5%10,4%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife30,8%53,7%8,1%0,4%7,0%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife28,4%51,5%11,6%0,6%7,9%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss27,4%50,9%11,2%0,4%10,1%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig28,2%52,4%11,1%0,6%7,8%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt24,2%54,9%10,2%0,5%10,2%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung25,3%45,6%22,9%--- 6,3%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos31,6%48,8%6,6%0,5%12,6%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt24,2%51,2%12,4%0,6%11,6%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut36,6%46,6%10,3%--- 6,6%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim23,8%55,0%9,7%0,5%11,1%180 Höhenstadtteile25,9%53,5%7,4%--- 13,2%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr31,2%56,0%8,0%--- 4,8%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut26,9%54,2%11,4%1,4%6,1%145 SPORTANLAGEN BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F1.6: „Wie zufrieden sind Sie mit Sportanlagen wie Sportplätzen und Sporthallen?” 28 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.8 KULTURELLE EINRICHTUNGEN „Wie zufrieden sind Sie mit den kulturellen Einrichtungen wie zum Beispiel Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien in ...?“ Die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher (50 %) ist mit dem Angebot an kulturellen Einrichtungen in der Stadt sehr zufrieden. Weitere 41 % sind eher zufrieden. Entsprechend gering fallen die Anteile der Unzufriedenen aus (eher unzufrieden 5 %; überhaupt nicht zufrieden 1 %). STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.8) In allen Vergleichsstädten herrscht eine überaus hohe Zufriedenheit mit den jeweiligen kulturellen Angeboten. Karlsruhe belegt einen Platz im oberen Mittelfeld. Heraus- ragende Anteile sehr Zufriedener werden in Graz (64 %) und Leipzig (61 %) sichtbar. Bei der Gesamtzufriedenheit liegt Karlsruhe gleichauf mit Mannheim und Stuttgart. Abbildung 2.8 ZUFRIEDENHEIT MIT KULTURELLEN EINRICHTUNGEN 50% 31% 38% 42% 53% 55% 47% 61% 48% 44% 56% 34% 38% 64% 30% 37% 46% 41% 52% 49% 46% 36% 34% 42% 32% 44% 47% 36% 46% 49% 29% 58% 50% 42% 5% 13% 9% 8% 7% 7% 8% 2% 6% 6% 5% 10% 7% 4% 7% 6% 3% 3% 3% 4% 3% 3% 4% 8% 5% 4% 6% 9% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 29 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.8) Mit den kulturellen Einrichtungen in Karlsruhe sind Frauen zufriedener (55 % sehr zufrieden; Männer: 44,3 %). Mit steigendem Lebensalter wächst die Zufriedenheit mit dem Kulturangebot stetig an. Der Bildungsabschluss bestimmt in hohem Maße die Zufriedenheit mit kulturellen Einrichtungen. Während nur 35,6 % der Befragten mit Volks-, Haupt-, Sonderschule oder keiner Ausbildung sehr zufrieden sind, klettert dieser Anteil unter den Hochschul- und Fachhochschul- absolventen auf 58 %. Auffällig ist die überaus hohe Zufriedenheit unter Schülern, Studierenden und in Berufsausbildung Stehenden – 59,5% von ihnen sind sehr zufrieden mit dem kulturellen Angebot in Karlsruhe. STADTTEILBEREICHE Die unterschiedlichen Zufriedenheiten in den einzelnen Stadtteilbereichen bilden die bevorzugten Wohnlagen der kulturaffi nen Bevölkerung ab. So fi nden sich 60,2 % sehr Zufriedene in Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr und deutlich weniger im Norden, Nordwesten und Nordosten der Stadt. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201549,6%41,4%5,4%0,6%3,0%1.002 Geschlecht männlich44,3%47,1%4,8%0,2%3,8%466 weiblich55,0%35,8%6,1%1,0%2,2%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre26,9%64,5%8,6%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre45,0%46,3%4,2%--- 4,5%101 30 bis unter 45 Jahre48,0%40,6%9,0%0,5%1,8%285 45 bis unter 65 Jahre52,0%40,0%5,2%0,6%2,1%386 65 bis unter 75 Jahre56,3%37,9%2,3%--- 3,6%129 75 Jahre und älter53,0%35,9%0,8%3,4%6,8%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund51,8%39,3%5,6%0,7%2,6%674 deutsch mit Migrationshintergrund44,8%46,1%4,4%0,3%4,4%257 ausländisch48,0%43,7%6,3%0,9%1,1%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt57,3%34,7%4,1%0,5%3,4%293 Paar ohne Kinder51,3%40,2%4,6%0,8%3,1%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern39,5%48,3%7,9%1,4%2,9%57 Paar mit Kindern45,5%45,6%6,4%0,3%2,2%301 Sonstiger Haushalt53,5%34,6%5,8%0,9%5,2%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss35,6%43,6%7,0%1,8%12,1%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife40,9%51,4%5,2%1,5%1,1%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife52,7%38,2%7,0%--- 2,1%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss58,0%37,1%4,0%--- 0,9%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig48,9%43,2%5,7%0,1%2,1%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt47,3%41,5%6,7%1,2%3,3%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung59,5%37,4%--- --- 3,1%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos51,6%38,1%4,4%1,3%4,6%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt57,0%35,4%4,9%0,7%2,0%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut41,4%46,4%6,6%1,1%4,5%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim45,0%47,7%5,0%--- 2,2%180 Höhenstadtteile52,1%33,8%6,9%1,8%5,3%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr60,2%34,6%3,3%--- 1,8%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut48,4%42,6%5,7%0,3%3,1%145 KULTURELLE EINRICHTUNGEN BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F1.7: „Wie zufrieden sind Sie mit den kulturellen Einrichtungen wie zum Beispiel Konzerthäusern, Theatern, Museen oder Büchereien?” Tabelle 2.8 ZUFRIEDENHEIT MIT DEN KULTURELLEN EINRICHTUNGEN IN KARLSRUHE 30 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.9 ZUSTAND VON STRASSEN UND GEBÄUDEN „Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand von Straßen und Gebäuden in Ihrer Umgebung in ...?“ Ein Fünftel der Karlsruher Befragten ist mit dem Zustand von Straßen und Gebäuden in der Umgebung sehr zufrieden. Weitere 46 % der Karlsruherinnen und Karlsruher sind eher zufrieden mit Straßen und Gebäuden in ihrer Wohnumgebung. Etwas mehr als ein Viertel (27 %) äußern sich eher unzufrieden und 8 % der Befragten sind überhaupt nicht zufrieden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.9) Die Zufriedenheit mit Straßen und Gebäuden der Umgebung ist in den deutschen Vergleichsstädten – mit Ausnahme Münsters und Freiburgs – nicht übermäßig ausgeprägt. Mit 20 % sehr Zufriedenen liegt Karlsruhe im vorderen Drittel der Städte, vor Stuttgart und Mannheim. In Darmstadt, Leipzig und Stuttgart sind erstaunlich wenige Befragte sehr zufrieden. Auffällig sind auch die teilweise hohen Anteile überhaupt nicht Zufriedener in einigen Städten, so zum Beispiel in Darmstadt und Mannheim. In der europäischen Vergleichsgruppe wird der Zustand von Straßen und Gebäuden in Genf, Graz, Oulu und Strasbourg deutlich besser eingeschätzt. Bologna und Tallinn reihen sich dagegen in die Verhältnisse der schlechter bewerteten deutschen Städte ein. Abbildung 2.9 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM ZUSTAND VON STRASSEN UND GEBÄUDEN 20% 21% 19% 11% 19% 19% 25% 14% 10% 31% 16% 12% 36% 40% 29% 29% 15% 46% 40% 50% 39% 51% 45% 51% 46% 37% 52% 48% 40% 50% 46% 54% 53% 42% 27% 31% 26% 35% 24% 28% 19% 27% 39% 14% 28% 35% 9% 11% 14% 12% 29% 7% 8% 4% 15% 5% 8% 5% 11% 14% 8% 13% 3% 3% 6% 13% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 31 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.9) Männer bewerten den Zustand von Straßen und Gebäuden insgesamt etwas schlechter als Frauen. In den Altersgruppen zwischen 30 und 65 Jahren ist eine gewisse Unzufriedenheit nicht zu übersehen – die Anteile der sehr Zufriedenen sind abgesenkt und von den 45- bis unter 65-Jährigen ist ein Drittel (32,4 %) eher unzufrieden. Im höheren Alter nimmt die Zufriedenheit wieder zu. Der höchste Anteil sehr Zufriedener (33,2 %) fi ndet sich unter den ausländischen Befragten. Höher Gebildete äußern sich kaum abweichend zum Gesamtergebnis, während unter Hauptschul- und Realschul- absolventen eine etwas erhöhte Unzufriedenheit sichtbar Tabelle 2.9 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM ZUSTAND VON STRASSEN UND GEBÄUDEN IN KARLSRUHE wird. Es ist sehr wahrscheinlich, dass hier die Einschätzung der jeweiligen Wohnlagen zum Ausdruck kommt. STADTTEILBEREICHE In den Höhenstadtteilen zeigt sich nur eine mäßige Zufriedenheit mit dem Zustand von Straßen und Gebäuden (überhaupt nicht zufrieden 14,3 %). Im Kernbereich der Stadt entspricht das Ergebnis dem Durchschnitt. In Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel und Oberreut fällt die Bewertung mit 28,3 % sehr Zufriedenen überdurchschnittlich aus. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201520,0%45,6%26,5%7,5%0,3%1.002 Geschlecht männlich20,6%41,2%29,2%8,6%0,4%466 weiblich19,5%50,0%23,9%6,4%0,3%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre21,4%45,7%28,6%--- 4,3%22 18 bis unter 30 Jahre26,7%45,4%24,9%3,0%--- 101 30 bis unter 45 Jahre16,0%50,2%26,0%7,7%--- 285 45 bis unter 65 Jahre14,2%42,8%32,4%10,3%0,3%386 65 bis unter 75 Jahre26,6%41,9%19,4%11,3%0,9%129 75 Jahre und älter29,1%47,8%21,4%1,7%--- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund18,4%46,9%28,0%6,6%0,2%674 deutsch mit Migrationshintergrund20,3%45,1%24,3%9,7%0,7%257 ausländisch33,2%39,1%20,7%7,0%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt20,6%48,1%24,7%6,7%--- 293 Paar ohne Kinder19,9%43,5%27,8%8,4%0,4%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern12,8%48,6%30,6%8,1%--- 57 Paar mit Kindern19,0%45,3%26,6%8,6%0,5%301 Sonstiger Haushalt28,7%45,0%24,9%1,4%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss21,8%41,8%23,6%12,1%0,8%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife14,5%46,2%29,4%9,4%0,6%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife23,9%44,6%25,0%6,5%--- 184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss20,9%46,5%27,0%5,3%0,2%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig16,3%44,6%31,2%7,7%0,2%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt20,4%43,6%26,7%9,2%--- 171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung17,7%65,4%16,9%--- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos26,5%43,6%21,8%7,7%0,5%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt21,8%44,7%24,9%8,1%0,4%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut17,6%43,6%31,9%6,5%0,4%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim17,5%44,9%28,9%8,1%0,7%180 Höhenstadtteile14,2%55,4%16,1%14,3%--- 61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr16,0%51,5%27,8%4,8%--- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut28,3%42,8%22,9%6,0%--- 145 ZUSTAND VON STRASSEN UND GEBÄUDEN BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F1.8: „Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand von Straßen und Gebäuden in Ihrer Umgebung?” 32 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.10 LÄRMPEGEL „Wie zufrieden sind Sie mit dem Lärmpegel in ...?“ Ein Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher ist mit dem gegebenen Lärmpegel in der Stadt sehr zufrieden und 43 % sind eher zufrieden. Etwa ein weiteres Viertel (25 %) äußert sich eher unzufrieden. Gar nicht zufrieden sind 7 % der Karlsruher Befragten. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.10) In Münster und Freiburg leben die meisten sehr Zufriedenen (jeweils 35 %), auch Augsburg (33 %) und Braunschweig (32 %) weisen höhere Anteile an sehr zufriedenen Befragten aus. Karlsruhe liegt unter den deutschen Städten wie im europäischen Vergleich im Mittelfeld der Ergebnisse. Die besten Bewertungen in der Gesamtzufriedenheit erhalten Oulu und Münster. Auch in Freiburg wird die 80 %-Marke fast erreicht. Stuttgart und Mannheim werden ähnlich wie Karlsruhe beurteilt. Abbildung 2.10 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM LÄRMPEGEL 25% 33% 32% 18% 24% 24% 34% 20% 22% 35% 23% 12% 19% 28% 28% 18% 17% 43% 44% 44% 45% 44% 37% 45% 53% 49% 45% 46% 45% 46% 46% 60% 51% 52% 25% 17% 19% 27% 23% 28% 16% 21% 22% 15% 22% 30% 24% 20% 10% 20% 22% 7% 5% 4% 9% 7% 11% 5% 4% 7% 4% 8% 12% 9% 6% 11% 6%3% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 33 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.10) Nach Altersgruppen sind es erstaunlicherweise die Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren, die nur eingeschränkt mit dem Lärmpegel in der Stadt zufrieden sind. Von ihnen sind nur 17,2 % sehr zufrieden, aber 37,3 % eher unzufrieden. In erhöhtem Maße zufrieden äußern sich die ausländischen Befragten (sehr zufrieden 36 %). In den übrigen Befragtengruppen sind nur wenige Abweichungen festzustellen. STADTTEILBEREICHE Im Kernbereich der Stadt (Innenstadt, Ost-, Süd-, West-, Südweststadt) fällt die Bewertung der Lärmsituation am schlechtesten aus. Nur 15,7 % der Befragten geben an, sehr zufrieden zu sein, dagegen sind 30,1 % eher unzufrieden. Zu einem günstigeren Urteil kommen die Bewohnerinnen und Bewohner von Nordwest-, Nord-, Waldstadt, Knielingen und Neureut, von denen 35,6 % sehr zufrieden mit dem Lärmpegel sind. In den Höhenstadtteilen, die partiell vom Autobahnlärm betroffen sind, fällt die Bewertung gespalten aus: 31,1 % sind sehr zufrieden, 28 % aber eher unzufrieden und 9 % zeigen sich überhaupt nicht zufrieden. Tabelle 2.10 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM LÄRMPEGEL IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201525,5%43,0%24,6%6,6%0,3%1.002 Geschlecht männlich24,8%45,1%23,8%6,0%0,2%466 weiblich26,1%41,0%25,4%7,1%0,3%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre17,2%42,6%37,3%2,9%--- 22 18 bis unter 30 Jahre27,4%40,2%23,7%8,6%--- 101 30 bis unter 45 Jahre24,1%46,4%23,6%5,7%0,2%285 45 bis unter 65 Jahre25,5%41,7%25,5%6,7%0,5%386 65 bis unter 75 Jahre28,8%38,8%24,8%7,6%--- 129 75 Jahre und älter22,2%51,3%22,2%3,4%0,8%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund23,6%44,3%25,5%6,3%0,3%674 deutsch mit Migrationshintergrund26,2%42,3%24,3%6,8%0,3%257 ausländisch36,0%35,8%20,2%8,0%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt29,0%39,2%25,6%4,8%1,4%293 Paar ohne Kinder23,2%43,5%25,3%7,7%0,2%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern23,6%30,5%36,3%9,7%--- 57 Paar mit Kindern26,8%44,4%22,9%5,9%--- 301 Sonstiger Haushalt25,2%50,2%17,5%7,1%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss27,5%34,9%28,6%9,0%--- 150 Realschulabschluss/Mittlere Reife23,9%47,1%21,7%6,3%1,0%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife33,9%42,9%19,4%3,5%0,3%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss21,3%44,2%27,0%7,5%--- 434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig23,6%46,2%25,6%4,3%0,3%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt22,2%39,8%24,4%13,2%0,4%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung28,8%41,3%24,7%5,2%--- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos29,2%42,0%22,4%6,1%0,3%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt15,7%45,4%30,1%8,4%0,4%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut35,6%41,9%20,0%2,4%--- 216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim25,1%43,4%24,2%7,3%--- 180 Höhenstadtteile31,1%30,8%28,0%9,0%1,0%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr21,2%43,4%26,0%9,5%--- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut28,3%44,1%20,5%6,3%0,7%145 LÄRMPEGEL Anteile an den Befragten (gew.) BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe F1.10: „Wie zufrieden sind Sie mit dem Lärmpegel?” 34 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.11 LUFTQUALITÄT „Wie zufrieden sind Sie mit der Luftqualität in ...?“ Mit der Qualität der Luft sind in Karlsruhe 24 % der Befragten sehr zufrieden und 51 % eher zufrieden. Ein Fünftel der Karlsruherinnen und Karlsruher (20 %) zeigt sich eher unzufrieden, aber nur 3 % sind überhaupt nicht zufrieden. Diese Bewertung fällt etwas besser aus als das Ergebnis der Karlsruher Bürgerumfrage aus dem Jahr 2011. Damals waren 17,7 % mit der Luftqualität sehr zufrieden, 48,2 % zufrieden, 23,8 % „teils-teils“ zufrieden und 10,3 % unzufrieden oder sehr unzufrieden. Aus der Bürgerumfrage Grün in der Stadt (2015) liegen ähnliche Ergebnisse vor. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.11) Bei der Einschätzung der Luftqualität können nur zwei Städte mit wirklich guten Bewertungen aufwarten: Münster (sehr zufrieden 44 %) und Freiburg (sehr zufrieden 40 %). In den meisten Städten ist etwa die Hälfte der Befragten eher zufrieden mit der Qualität der Atemluft, sodass die Voten vor allem durch die unterschiedlichen Anteile der sehr Zufriedenen bestimmt werden. In dieser Gesamtbetrachtung liegt Karlsruhe mit 75 % Zufriedenen noch in der ersten Hälfte der Städte, vor Stuttgart und Mannheim. Die Spitzengruppe im Gesamten wird von Münster, Freiburg und Oulu angeführt. In verschiedenen Städten werden beachtliche Anteile überhaupt nicht Zufriedener sichtbar, das gilt vor allem für Graz, Bologna und Strasbourg, aber auch für Stuttgart. Abbildung 2.11 ZUFRIEDENHEIT MIT DER LUFTQUALITÄT EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.11) Männer schätzen die Karlsruher Luftqualität etwas besser ein als Frauen. Das schlechtere Urteil von Frauen ist vermutlich der stärkeren Gewichtung von Familien- und Kinderaspekten geschuldet. In den Altersgruppen zeigen sich zwei Abweichungen von der durchschnittlichen Bewertung. Einmal empfi nden die Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren die Luftqualität nur zu 12,9 % als sehr zufriedenstellend, jedoch sind sie zu 69,9 % eher zufrieden. Zum anderen urteilen die 45- bis unter 65-Jährigen, unter denen sich besonders viele Umweltsensible befi nden, deutlich negativer - nur 18,2 % von 24% 34% 31% 20% 23% 19% 40% 21% 13% 44% 20% 5% 17% 9% 27% 10% 21% 51% 50% 51% 50% 53% 44% 48% 64% 51% 46% 42% 44% 52% 37% 61% 43% 54% 20% 10% 14% 22% 19% 29% 9% 10% 27% 8% 26% 38% 21% 40% 11% 35% 18% 3% 4% 3% 6% 4% 7% 3% 8% 11% 11% 6% 13% 11% 4% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht / keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 35 Tabelle 2.11 ZUFRIEDENHEIT MIT DER LUFTQUALITÄT IN KARLSRUHE ihnen sind sehr zufrieden, 24,6 % eher unzufrieden und 6,1 % sind überhaupt nicht zufrieden, das ist der höchste Anteil aller Befragtengruppen. Eine besonders positive Bewertung geben die 18- bis unter 30-Jährigen ab. Darin bildet sich vor allem die Auffassung der Studierenden ab, wie sich auch aus den entsprechenden Ergebnissen nach Bildungs- abschluss Abitur) und Erwerbsstatus (Schülerin und Schüler, Studierende, Berufsausbildung) ergibt. Wiederum kommen die ausländischen Befragten zu einer besonders günstigen Bewertung (30 % sehr zufrieden; 54,4 % eher zufrieden). STADTTEILBEREICHE Im Kernbereich der Stadt, der bevorzugten Wohnlage der jüngeren Bevölkerung, fällt das Urteil zurückhaltender, aber nicht schlecht aus. Dort sind 15,6 % der Befragten sehr zufrieden. In den Höhenstadtteilen sind dagegen 46 % der dortigen Bewohner sehr zufrieden und lediglich 11,9 % eher unzufrieden. Aus den übrigen Stadtteilbereichen kommen mehr oder weniger durchschnittliche Bewertungen. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201523,8%51,2%20,2%2,9%1,8%1.002 Geschlecht männlich24,8%54,4%17,7%1,8%1,3%466 weiblich22,8%48,1%22,7%4,0%2,4%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre12,9%69,9%17,2%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre30,8%50,4%18,0%--- 0,8%101 30 bis unter 45 Jahre25,2%53,4%17,5%3,3%0,6%285 45 bis unter 65 Jahre18,2%49,3%24,6%6,1%1,7%386 65 bis unter 75 Jahre23,4%51,0%18,5%1,3%5,8%129 75 Jahre und älter29,0%46,2%22,2%--- 2,6%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund22,3%51,7%20,6%3,5%1,8%674 deutsch mit Migrationshintergrund24,8%49,5%20,9%2,4%2,4%257 ausländisch30,0%54,4%15,6%--- --- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt26,7%52,2%18,6%1,7%0,8%293 Paar ohne Kinder21,8%50,9%21,0%3,0%3,4%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern16,3%50,0%25,8%1,6%6,3%57 Paar mit Kindern24,7%51,0%20,2%3,3%0,8%301 Sonstiger Haushalt28,3%54,0%16,3%1,4%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss25,2%48,0%21,0%1,9%3,9%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife23,2%49,3%22,8%4,3%0,4%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife27,3%55,8%12,5%2,5%1,9%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss22,3%51,2%22,7%2,2%1,6%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig22,9%54,9%17,7%3,6%1,0%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt18,3%44,1%30,5%4,8%2,2%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung41,5%51,2%7,3%--- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos24,7%49,1%20,9%1,7%3,7%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt15,6%56,9%21,8%4,6%1,2%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut27,8%43,3%22,7%3,4%2,8%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim24,0%54,7%18,9%1,2%1,1%180 Höhenstadtteile46,0%42,2%11,9%--- --- 61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr25,8%53,6%15,4%2,8%2,4%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut23,9%50,3%20,1%2,5%3,1%145 LUFTQUALITÄT BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F1.11: „Wie zufrieden sind Sie mit der Luftqualität?” 36 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.12 SAUBERKEIT „Wie zufrieden sind Sie mit der Sauberkeit in ...?“ In Karlsruhe sind 20 % der Befragten mit der Sauberkeit in der Stadt sehr zufrieden, mehr als die Hälfte (54 %) ist eher zufrieden. Ein weiteres Fünftel (21 %) zeigt sich eher unzufrieden und 5 % der Karlsruherinnen und Karlsruher äußern sich überhaupt nicht zufrieden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.12) Mit großem Abstand an der Spitze aller Vergleichsstädte fi ndet sich Münster mit 44 % sehr Zufriedenen und 49 % eher Zufriedenen. Karlsruhe liegt ungefähr gleichauf mit Stuttgart, Strasbourg oder Genf, noch vor Frankfurt, Leipzig und Mannheim. Unter den europäischen Vergleichsstädten erhalten Oulu und Graz gute Bewertungen, während Bologna mit zusammen nur 49 % Zufriedenen weit abfällt. Abbildung 2.12 ZUFRIEDENHEIT MIT DER SAUBERKEIT EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.12) Die Einschätzungen zur Sauberkeit fallen zwischen Männern und Frauen unterschiedlich aus. Während 77,1 % der Männer sehr beziehungsweise eher zufrieden sind, äußern zusammen nur 70,5 % der Frauen Zufriedenheit. Das in den Altersgruppen aus verschiedenen Umfragen bekannte Meinungsmuster zur Sauberkeit in der Stadt – je älter die Befragten, desto geringer die Zufriedenheit – fi ndet sich in dieser Umfrage nur ansatzweise wieder: Die Jahrgänge bis zu einem Lebensalter von 45 Jahre sind etwas zufriedener als die älteren Befragten. Deren Ergebnis liegt aber nur leicht unter dem Durchschnitt. Hohe Zufriedenheit über die Sauberkeit in der Stadt zeigt sich unter den Befragten mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Sie weisen den höchsten Anteil an sehr Zufriedenen auf (35,8 %). Positiv eingestellt sind auch Paare mit Kindern (insgesamt zufrieden 80,1 %). Hochzufrieden mit der Sauberkeit im Stadtgebiet zeigen sich auch Studierende sowie Schülerinnen und Schüler (insgesamt zufrieden 92 %). 20% 30% 24% 23% 23% 15% 29% 14% 10% 44% 21% 9% 26% 34% 15% 22% 17% 54% 52% 58% 60% 55% 55% 52% 54% 47% 49% 53% 40% 47% 49% 70% 51% 59% 21% 15% 16% 14% 17% 23% 14% 25% 31% 6% 21% 36% 18% 13% 14% 19% 20% 5% 3% 3% 5% 7% 4% 6% 12% 4% 14% 7% 4% 8% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU -FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 37 Tabelle 2.12 ZUFRIEDENHEIT MIT DER SAUBERKEIT IN KARLSRUHE STADTTEILBEREICHE Nach Stadtteilbereichen leben in den Höhenstadtteilen die zufriedensten Karlsruherinnen und Karlsruher im Hinblick auf die Sauberkeit in der Stadt (insgesamt zufrieden sind 80,3 %). Allerdings sind dort auch 8,9 % überhaupt nicht zufrieden. Überdurchschnittlich positiv wird die Sauberkeit auch im Karlsruher Süden gesehen (Beiertheim-Bulach, Weiherfeld- Dammerstock, Rüppurr). Hier sind zusammen 80,8 % zufrieden. In den übrigen Stadtteilbereichen sind vor allem unterschiedliche Gewichtungen zwischen sehr zufrieden und eher zufrieden festzustellen. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201519,8%54,0%21,4%4,8%0,0%1.002 Geschlecht männlich17,9%59,2%18,8%4,1%--- 466 weiblich21,7%48,8%24,0%5,5%--- 536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre28,4%45,9%21,4%4,3%--- 22 18 bis unter 30 Jahre18,4%60,2%17,6%3,8%--- 101 30 bis unter 45 Jahre23,6%53,2%19,7%3,5%--- 285 45 bis unter 65 Jahre16,5%54,2%24,0%5,3%--- 386 65 bis unter 75 Jahre18,9%50,5%23,9%6,7%--- 129 75 Jahre und älter21,3%50,5%21,3%6,9%--- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund16,7%55,8%22,2%5,4%--- 674 deutsch mit Migrationshintergrund21,4%50,1%23,6%4,9%--- 257 ausländisch35,8%56,6%7,6%--- --- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt18,7%55,7%19,1%6,4%--- 293 Paar ohne Kinder16,9%49,9%27,5%5,6%--- 293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern17,9%46,1%28,7%7,4%--- 57 Paar mit Kindern23,2%56,9%16,0%3,9%--- 301 Sonstiger Haushalt19,3%59,3%19,0%2,4%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss21,3%51,7%20,5%6,4%--- 150 Realschulabschluss/Mittlere Reife19,2%56,3%21,4%3,1%--- 220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife23,0%51,7%19,7%5,5%--- 184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss18,3%55,9%20,9%4,9%--- 434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig17,7%57,4%20,6%4,3%--- 482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt18,6%49,2%29,1%3,1%--- 171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung25,3%66,7%6,0%2,1%--- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos22,8%49,2%21,5%6,5%--- 289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt13,9%57,4%23,1%5,7%--- 311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut22,4%48,2%25,1%4,2%--- 216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim20,8%53,9%22,4%2,9%--- 180 Höhenstadtteile33,5%46,8%10,8%8,9%--- 61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr29,6%51,2%17,9%1,4%--- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut15,9%59,8%17,5%6,9%--- 145 BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe SAUBERKEIT Anteile an den Befragten (gew.) F1.12: „Wie zufrieden sind Sie mit der Sauberkeit?” 38 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH Im Rahmen der gemeinsamen Städteumfrage wurde eine weitere Frage zur Sauberkeit gestellt, die auf EU-Ebene zurückliegend verwendet wurde, aber inzwischen nicht mehr fortgeführt wird. „... ist eine saubere Stadt. - Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ Dieser Aussage stimmen in Karlsruhe 17 % der Befragten sehr zu, 58 % – die große Mehrheit – stimmen eher zu. Ein Fünftel (19 %) stimmt eher nicht zu und von 5 % der Befragten kommt überhaupt keine Zustimmung. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.13) Hier liegt Karlsruhe im unteren Mittelfeld, nur die Befragten in Frankfurt und Mannheim fanden ihre Stadt weniger sauber. Herausragend fällt (zum wiederholten Mal) die Einschätzung der Befragten in Münster aus – mehr als die Hälfte der dortigen Befragten bejahen sehr, dass ihre Kommune eine saubere Stadt sei. Auch die Bewertungen in Augsburg, Braunschweig, Freiburg und Düsseldorf fallen deutlich besser aus als das Votum in Karlsruhe. Stuttgart liegt geringfügig vor Karlsruhe. Abbildung 2.13 SAUBERKEIT 17% 36% 27% 22% 28% 15% 30% 10% 52% 19% 58% 50% 59% 58% 55% 50% 55% 47% 44% 60% 19% 12% 12% 19% 15% 30% 10% 34% 3% 17% 5% 5% 4% 9% 4% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Mannheim Münster Stuttgart stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quelle: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 39 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.13) Bei dieser Fragestellung zur Sauberkeit wird das oben geschilderte Altersgefälle der Beurteilungen stärker sichtbar. So nimmt der Anteil derjenigen, die der Aussage, Karlsruhe sei eine saubere Stadt, eher nicht zustimmen, von 12,9 % (15 bis unter 18 Jahre) auf 24,7 % (75 Jahre und älter) fast kontinuierlich zu. Ähnliches gilt für Befragte, die überhaupt nicht zustimmen. Hohe Zustimmung kommt von den ausländischen Befragten (27,1 % „stimme sehr zu“ und 62,3 % „stimme eher zu“). Überdurchschnittlich positiv urteilen sowohl Alleinerziehende als auch Paare mit Kindern. Nach dem Erwerbsstatus zeichnen sich erneut Schüler und Studierende auch hier durch sehr hohe Zustimmung aus (zusammen 90,9 %). STADTTEILBEREICHE Unter den Stadtteilbereichen fallen vor allem die Höhenstadt- teile auf, deren Befragte zwar einerseits zu 23,1 % sehr zustimmen, von denen aber auch nicht weniger als 9 % überhaupt nicht zustimmen. Deutlich über dem Stadtergebnis liegt das Votum von Beiertheim-Bulach, Weiherfeld- Dammerstock und Rüppurr, wo zusammen 83,1 % der Bewohnerinnen und Bewohner der Aussage zustimmen, Karlsruhe sei eine saubere Stadt. Tabelle 2.13 KARLSRUHE IST EINE SAUBERE STADT insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201517,3%58,4%18,5%5,3%0,5%1.002 Geschlecht männlich16,9%60,3%17,0%5,8%--- 466 weiblich17,7%56,6%20,0%4,8%0,9%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre18,4%60,1%12,9%8,5%--- 22 18 bis unter 30 Jahre18,0%65,4%12,8%3,8%--- 101 30 bis unter 45 Jahre18,7%63,1%13,8%4,4%--- 285 45 bis unter 65 Jahre18,0%53,6%23,3%4,9%0,2%386 65 bis unter 75 Jahre11,7%55,4%22,6%7,6%2,7%129 75 Jahre und älter17,9%48,7%24,7%8,6%--- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund16,2%58,8%19,8%4,9%0,3%674 deutsch mit Migrationshintergrund16,4%57,3%17,6%7,8%0,9%257 ausländisch27,1%62,3%10,6%--- --- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt16,4%60,4%19,0%4,3%--- 293 Paar ohne Kinder14,4%55,2%22,9%6,2%1,4%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern24,8%41,6%22,7%10,9%--- 57 Paar mit Kindern20,9%61,4%12,7%5,0%--- 301 Sonstiger Haushalt10,2%65,9%21,1%2,8%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss19,1%50,7%20,3%9,1%0,8%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife17,9%59,6%17,9%4,3%0,3%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife19,6%61,7%12,8%4,8%1,1%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss15,4%59,5%20,6%4,6%--- 434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig19,0%61,7%15,7%3,4%0,2%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt16,9%54,3%21,5%7,3%--- 171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung22,6%68,3%5,2%3,9%--- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos13,5%53,8%24,5%6,9%1,4%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt14,4%61,2%18,8%5,6%--- 311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut20,5%56,2%19,0%2,9%1,4%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim14,5%61,2%17,2%7,0%--- 180 Höhenstadtteile23,1%47,6%18,4%9,0%2,0%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr17,8%65,3%13,1%3,8%--- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut19,6%52,8%21,7%5,9%--- 145 SAUBERKEIT BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.6: „Karlsruhe ist eine saubere Stadt." – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 40 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.13 DIENSTLEISTUNGEN DER STADTVERWALTUNG „Wenn man sich an die Stadtverwaltung in ... wendet, wird einem schnell und unkompliziert geholfen. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ In Karlsruhe stimmen 14 % der Bürgerinnen und Bürger der Aussage sehr zu, dass von der Stadtverwaltung im Bedarfsfall schnelle und unkomplizierte Hilfe kommt, 44 % stimmen eher zu. Eher nicht dieser Auffassung sind 22 % der Befragten und überhaupt nicht zutreffend fi nden diese Aussage 4 % der Karlsruherinnen und Karlsruher. Ein relativ hoher Anteil (15 %) kann sich zu diesem Sachverhalt nicht äußern. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.14) Unter den deutschen Vergleichsstädten fallen die Antworten recht ähnlich aus. Karlsruhe hat durchschnittliche Antwort- anteile. Der Glauben der Leipzigerinnen und Leipziger an unkomplizierte Hilfe durch die Stadtverwaltung ist sehr schwach ausgeprägt, während die Menschen in Münster die höchsten Erwartungen hegen. In den meisten Städten fällt der Anteil derjenigen, die überhaupt nicht zustimmen, höher aus als in Karlsruhe. Im europäischen Vergleich haben die Befragten in Graz und Strasbourg mehr Zutrauen zu ihrer Stadtverwaltung. Nur sehr eingeschränkte Erwartungen an kommunale Unterstützung äußern die Bürgerinnen und Bürger in Tallinn. Ein Drittel von ihnen kann gar keine Aussage machen. Abbildung 2.14 DIENSTLEISTUNGEN DER STADTVERWALTUNG EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.14) Die Zustimmung zur Aussage, die Stadtverwaltung würde schnell und unkompliziert helfen, fällt in den einzelnen Altersgruppen recht unterschiedlich aus. Hoher Zustimmung unter den Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren (zustimmend insgesamt 72,9 %) steht ein verhaltenes Meinungsbild der 18- bis unter 30-Jährigen gegenüber (54,1 %). Die älteren Jahrgänge sind dagegen im Wesentlichen zuversichtlicher, was die Unterstützung durch die Stadtverwaltung angeht, insbesondere die Seniorenjahrgänge. Nach Haushaltstypen herrscht besonders bei Alleinerziehenden große Skepsis (zustimmend insgesamt 44,7 %; überhaupt keine Zustimmung 12,3 %). Bezogen auf 14% 14% 11% 12% 15% 9% 11% 4% 10% 18% 8% 9% 14% 18% 6% 11% 8% 44% 41% 47% 45% 47% 44% 43% 47% 44% 51% 48% 47% 47% 49% 50% 56% 31% 22% 22% 18% 20% 19% 23% 23% 26% 25% 17% 22% 26% 23% 22% 31% 20% 19% 4% 7% 5% 6% 6% 8% 4% 6% 7% 6% 13% 7% 4% 6% 8% 9% 16% 16% 19% 17% 13% 16% 19% 17% 14% 12% 16% 5% 9% 7% 7% 5% 33% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 41 Tabelle 2.14 DIENSTLEISTUNGEN DER STADTVERWALTUNG KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201514,5%44,2%22,1%4,4%14,9%1.002 Geschlecht männlich15,6%45,5%22,3%4,7%12,0%466 weiblich13,3%42,9%21,8%4,1%17,8%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre11,5%61,4%15,8%2,9%8,5%22 18 bis unter 30 Jahre16,2%37,9%26,0%4,5%15,4%101 30 bis unter 45 Jahre11,2%52,0%20,0%6,6%10,3%285 45 bis unter 65 Jahre11,6%42,6%25,3%3,3%17,2%386 65 bis unter 75 Jahre20,7%40,1%19,8%5,0%14,4%129 75 Jahre und älter23,1%38,7%13,7%--- 24,6%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund14,2%40,7%22,7%4,7%17,7%674 deutsch mit Migrationshintergrund13,4%52,0%21,3%3,8%9,5%257 ausländisch17,1%47,5%19,0%4,9%11,6%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt18,1%47,4%16,2%1,8%16,5%293 Paar ohne Kinder17,3%42,8%18,7%3,9%17,3%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern7,8%36,9%29,6%12,3%13,4%57 Paar mit Kindern12,1%47,0%24,1%5,6%11,2%301 Sonstiger Haushalt12,5%36,1%30,0%1,5%19,8%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss15,7%41,2%22,8%6,9%13,4%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife11,2%36,7%27,5%5,4%19,2%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife18,5%43,9%19,1%1,7%16,9%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss14,0%49,9%20,3%4,5%11,3%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig13,3%45,7%21,6%5,4%14,0%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt4,9%44,0%27,4%4,6%19,1%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung23,8%41,2%22,8%--- 12,1%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos20,2%42,1%19,8%2,8%15,1%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt12,1%49,0%17,6%6,1%15,2%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut14,5%45,2%23,5%3,0%13,8%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim10,6%39,6%28,9%5,1%15,8%180 Höhenstadtteile22,4%41,6%15,6%1,8%18,6%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr15,7%39,6%24,8%3,5%16,5%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut20,5%39,8%22,1%4,3%13,3%145 DIENSTLEISTUNGEN DER STADTVERWALTUNG BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.5: „Wenn man sich an die Stadtverwaltung in Karlsruhe wendet, wird einem schnell und unkompliziert geholfen. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” den Bildungsabschluss zeigt sich, dass vor allem Befragte mit Abitur und Hochschulabschluss an die Unterstützung durch die Stadtverwaltung glauben. Wie schon aus den Antworten der Altersgruppen ablesbar, haben Schüler, Studierende und in Berufsausbildung Stehende eine hohe Meinung zur Unterstützung durch die Stadtverwaltung (zustimmend insgesamt 65 %). Ähnliches gilt für Rentnerinnen und Rentner, Hausfrauen und Hausmänner sowie Arbeitslose. STADTTEILBEREICHE Die Verteilung der Antworten nach Stadtteilbereichen spiegelt ansatzweise die räumliche Verteilung der Befragtengruppen wider. Weitergehende Schlüsse für einzelne Teilräume können daraus nicht gezogen werden. 42 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 2.15 VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT FINANZEN „Die Stadt ... geht mit ihren Mitteln verantwortungsvoll um. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ Auch diese Frage wurde nur im Rahmen der gemeinsamen Städteumfrage gestellt. Ein Vergleich mit europäischen Städten ist deshalb nicht möglich. Eine Mehrheit der Karlsruherinnen und Karlsruher (53 %) bescheinigt der Stadt Karlsruhe, mit ihren Mitteln verantwortungsvoll umzugehen. Allerdings stimmen nur 8 % dieser Aussage sehr, die meisten (45 %) stimmen eher zu. Eher keine Zustimmung geben 29 % der Befragten, 9 % stimmen überhaupt nicht zu. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 2.15) Im Vergleich belegt Karlsruhe einen mittleren Platz unter den deutschen Städten. Besonders gut wird Braunschweig bewertet – noch vor Münster, Freiburg und Düsseldorf. Das Finanzgebaren Stuttgarts wird von den dortigen Befragten etwas günstiger eingeschätzt als in Karlsruhe, in Mannheim fällt die Bewertung dagegen eher schlecht aus. In Mannheim, Augsburg und Stuttgart werden – noch etwas stärker als in Karlsruhe – erhebliche Anteile an Befragten sichtbar, die überhaupt nicht zustimmen. Fast durchweg entfallen auf weiß nicht/keine Angabe etwa 10 % der Antworten. Dies zeigt, dass die Fragestellung für einige Befragte etwas lebensfern wirkte. Abbildung 2.15 VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT FINANZEN 8% 8% 15% 9% 16% 9% 12% 5% 12% 9% 45% 40% 52% 39% 48% 45% 54% 39% 54% 46% 29% 33% 21% 37% 25% 29% 22% 32% 22% 27% 9% 10% 3% 7% 4% 5% 4% 12% 3% 10% 9% 9% 9% 8% 7% 12% 8% 12% 9% 8% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Mannheim Münster Stuttgart stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quelle: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 2.15) Überaus hoch fällt die Zustimmung zur Aussage über ein verantwortungsvolles Ausgabeverhalten Karlsruhes in den Jahrgängen bis unter 30 Jahre aus. Die 30- bis unter 45-Jährigen urteilen dagegen zurückhaltend – die Zustimmung erreicht insgesamt nur 48,8 %. Fast das gleiche Antwortverhalten (48,1 %) zeigen die 45 bis unter 60 Jahre alten Befragten. In den höheren Altersgruppen stimmen dagegen deutlich mehr als die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher der Aussage zu. Rund zwei Drittel (zusammen 67,7 %) der ausländischen Befragten bescheinigen der Stadt AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 43 Tabelle 2.15 VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT FINANZEN IN KARLSRUHE ein verantwortungsvolles Finanzverhalten. In den einzelnen Haushaltstypen schwanken die Antwortanteile zwischen voller Zustimmung und verhaltener Zustimmung, bleiben aber zusammen stets in der Nähe des Stadtergebnisses. Unter den Alleinerziehenden stimmen allerdings 16 % einem verantwortungsvollen Finanzverhalten der Stadt überhaupt nicht zu. Der formale Bildungsabschluss beeinfl usst das Antwortverhalten dagegen nur wenig. Tendenziell urteilen die besser Gebildeten etwas ungünstiger. Auffällig ist in vielen Befragtengruppen der teilweise zweistellige Anteil derjenigen, die sich zu dieser Frage nicht äußern können. STADTTEILBEREICHE Nach Stadtteilbereichen fällt die hohe Zustimmung zum Finanzgebaren der Stadt in den Höhenstadtteilen auf. Hier äußern sich zusammen 63,6 % der Befragten zustimmend. In allen anderen Teilräumen der Stadt liegen die Anteile zustimmender Voten – bei unterschiedlicher Gewichtung zwischen hoher und mäßiger Zustimmung – nahe am Stadtergebnis. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 20158,1%45,2%28,6%9,0%9,1%1.002 Geschlecht männlich8,5%46,9%28,2%10,2%6,3%466 weiblich7,8%43,4%29,0%7,9%11,9%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre31,3%50,1%14,3%4,3%--- 22 18 bis unter 30 Jahre10,2%50,0%27,4%9,0%3,4%101 30 bis unter 45 Jahre4,8%44,0%31,7%8,8%10,7%285 45 bis unter 65 Jahre7,6%40,5%29,4%10,9%11,6%386 65 bis unter 75 Jahre7,7%48,2%28,8%8,1%7,2%129 75 Jahre und älter9,4%48,8%21,3%6,0%14,5%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund6,6%44,5%29,2%9,7%10,0%674 deutsch mit Migrationshintergrund9,0%45,3%30,4%9,0%6,3%257 ausländisch16,5%51,2%17,4%4,3%10,6%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt8,8%42,9%28,8%6,7%12,9%293 Paar ohne Kinder8,3%42,0%31,5%9,1%9,0%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern17,6%35,3%24,7%16,0%6,3%57 Paar mit Kindern7,2%47,6%27,0%9,7%8,5%301 Sonstiger Haushalt5,8%55,2%28,2%7,1%3,7%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss14,0%44,8%20,9%11,1%9,2%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife4,9%45,7%31,9%7,3%10,1%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife10,5%45,9%28,8%7,8%6,9%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss6,2%45,4%29,5%10,2%8,7%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig8,7%41,4%30,1%9,7%10,1%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt5,0%43,1%31,2%12,8%8,0%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung8,0%62,1%21,6%4,2%4,2%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos8,0%46,9%28,1%6,7%10,4%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt7,7%46,8%26,8%9,7%9,0%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut5,6%43,8%34,8%7,3%8,5%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim3,8%47,9%27,9%8,4%12,0%180 Höhenstadtteile16,7%46,9%20,0%7,3%9,0%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr8,3%47,1%26,4%7,7%10,4%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut15,1%38,1%27,8%13,2%5,9%145 VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT FINANZEN BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.7: „Die Stadt Karlsruhe geht mit ihren Mitteln verantwortungsvoll um. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 3 PERSÖNLICHE SITUATION, SOZIALE INTEGRATION 46 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 3.1 ZUFRIEDENHEIT, IN DER JEWEILIGEN STADT ZU LEBEN „Ich bin zufrieden damit, in ... zu leben. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ Von den Karlsruher Befragten stimmt der Aussage, „ich bin zufrieden damit, in Karlsruhe zu leben“ mehr als die Hälfte (56 %) sehr zu, fast alle übrigen (39 %) stimmen eher zu. Nur 4 % stimmen eher nicht zu, 1 % der Befragten stimmt überhaupt nicht zu. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 3.1) Im Zustimmungsgrad insgesamt (stimme sehr zu + stimme eher zu) unterscheiden sich die Vergleichsstädte in Deutschland und Europa nur wenig. Die Hauptunterschiede liegen im Antwortanteil derjenigen, die sehr zustimmen. Dieser liegt in Graz (79 %) Münster (75 %), Freiburg (72 %) und Leipzig (71 %) an der Dreiviertel-Marke oder darüber. Noch vor Karlsruhe platzieren sich auch Düsseldorf, Oulu, Braunschweig und Augsburg. Stuttgart liegt gleichauf (56 %), während Mannheim (51 %) eine geringere Zustimmung aufweist. Schlechter als in Karlsruhe fallen die Bewertungen in Bologna, Strasbourg und Tallinn aus. Abbildung 3.1 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM LEBEN IN DER JEWEILIGEN STADT 56% 60% 61% 52% 67% 54% 72% 71% 51% 75% 56% 44% 59% 79% 65% 49% 51% 39% 35% 34% 43% 28% 38% 23% 26% 41% 22% 36% 46% 35% 17% 29% 44% 41% 4% 4% 3% 5% 4% 5% 3% 1% 6% 3% 7% 7% 3% 3% 4% 6% 5% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU -FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 47 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 3.1) Das sehr hohe positive Votum im Gesamten von etwa 95 % Zustimmung liegt in allen Befragtengruppen vor. Differenzier- ungen zeigen sich im Wesentlichen im Anteil derjenigen, die sehr zustimmen. Dieser Antwortanteil übersteigt in den Altersgruppen bis 30 Jahren die 60 %-Marke. Vor allem Schüler, Studierende und in der Berufsausbildung Stehende (stimme sehr zu: 79,4 %) sorgen hier für überwältigend hohe Zustimmung. Auch von den ausländischen Befragten (stimme sehr zu: 63,9 %) kommt hohe positive Resonanz. Lediglich die Alleinerziehenden weisen einen nennenswerten Antwortanteil auf für „stimme eher nicht zu“ (9,9 %) und für „stimme überhaupt nicht zu“ (5,6 %). STADTTEILBEREICHE Auch in den Stadtteilen bildet sich durchgängig das insgesamt hohe Zufriedenheitsniveau ab – mit leicht unterschiedlichen Gewichtungen. Besonders hohe Zufriedenheit, in Karlsruhe zu leben, zeigt sich in Beiertheim-Bulach, Weiherfeld- Dammerstock und Rüppurr (stimme sehr zu: 65,1 %; stimme eher zu: 31,1 %). Auch im Norden Karlsruhes (Nordwest-, Nord-, Waldstadt, Knielingen, Neureut) herrscht sehr hohe Zufriedenheit (stimme sehr zu: 58,2 %; stimme eher zu: 39,7 %). Tabelle 3.1 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM LEBEN IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201556,5%38,6%3,7%1,1%0,2%1.002 Geschlecht männlich55,2%40,8%3,6%0,3%0,1%466 weiblich57,8%36,3%3,8%1,9%0,2%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre61,5%34,2%4,3%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre60,9%34,6%2,3%2,2%--- 101 30 bis unter 45 Jahre53,8%40,9%5,0%0,3%--- 285 45 bis unter 65 Jahre53,4%39,6%4,7%1,8%0,5%386 65 bis unter 75 Jahre58,5%41,0%--- 0,4%--- 129 75 Jahre und älter62,3%32,6%5,1%--- --- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund56,6%38,2%3,6%1,6%0,1%674 deutsch mit Migrationshintergrund54,2%40,7%4,7%--- 0,4%257 ausländisch63,9%33,9%1,1%1,1%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt58,4%37,9%2,7%0,7%0,3%293 Paar ohne Kinder53,6%40,8%3,8%1,7%--- 293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern50,4%34,1%9,9%5,6%--- 57 Paar mit Kindern57,0%39,5%3,0%0,4%--- 301 Sonstiger Haushalt67,6%30,8%1,7%--- --- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss54,5%38,4%4,8%2,2%--- 150 Realschulabschluss/Mittlere Reife51,3%44,8%3,5%0,4%--- 220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife70,4%26,5%2,6%0,3%0,2%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss53,6%41,6%3,3%1,5%--- 434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig55,3%40,8%3,3%0,6%--- 482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt49,7%39,2%8,4%2,1%0,7%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung79,4%20,6%--- --- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos58,3%39,3%1,5%0,8%0,1%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt54,4%38,8%4,9%1,8%0,1%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut58,2%39,7%2,1%--- --- 216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim52,4%42,4%4,4%0,8%--- 180 Höhenstadtteile56,9%37,8%2,3%3,0%--- 61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr65,1%31,1%2,7%1,1%--- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut57,8%36,1%4,3%1,0%0,8%145 BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe ZUFRIEDENHEIT Anteile an den Befragten (gew.) F2.8: „Ich bin zufrieden damit, in Karlsruhe zu leben. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 48 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 3.2 ZUKUNFTSPERSPEKTIVE FÜR DAS LEBEN IN DER JEWEILIGEN STADT „In den nächsten fünf Jahren wird es angenehmer sein, in ... zu leben. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ Eine Folgefrage zu den Zukunftsperspektiven des Lebens in der jeweiligen Stadt wurde nur den Befragten in der gemeinsamen Städteumfrage vorgelegt. EU-Vergleiche sind deshalb nicht möglich. Zwei Drittel der Karlsruherinnen und Karlsruher gehen von einem angenehmeren Leben in der Fächerstadt in den nächsten fünf Jahren aus: 24 % der Befragten stimmen der Aussage sehr zu, 42 % stimmen eher zu. Weniger überzeugt, dass das Leben in Karlsruhe angenehmer werde, sind 22 % der befragten Personen – sie stimmen eher nicht zu, aber nur 4 % stimmen überhaupt nicht zu. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 3.2) Zusammen mit Augsburg liegt Karlsruhe bei den Zukunfts- erwartungen zur Lebensqualität an der Spitze der Städteliste. Ähnlich hoch sind die Erwartungen in Düsseldorf und Münster. Die positiven Antwortanteile in den baden-württembergischen Vergleichsstädten Mannheim, Stuttgart und Freiburg bleiben dagegen im Vergleich zurück – jeweils stimmen dort nur rund 10 % der Befragten sehr zu. Die Antwortanteile der Skeptiker sind in allen drei Städten hoch, insbesondere in Stuttgart („stimme überhaupt nicht zu“: 13 %). In einer Reihe von Städten werden auch Unsicherheiten bei der Beantwortung der Frage sichtbar. So erreicht der „weiß nicht“-Anteil in Darmstadt 15 % (Karlsruhe: 8 %). Abbildung 3.2 ZUKUNFTSPERSPEKTIVE IN DER JEWEILIGEN STADT 24% 23% 15% 10% 21% 13% 11% 11% 15% 10% 42% 43% 45% 43% 43% 37% 39% 36% 44% 32% 22% 19% 25% 26% 24% 31% 31% 32% 24% 38% 4% 6% 5% 6% 5% 8% 9% 9% 6% 13% 8% 9% 10% 15% 7% 11% 10% 12% 11% 7% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Mannheim Münster Stuttgart stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quelle: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 49 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 3.2) Die Karlsruher Männer sind sich sicherer als die Frauen, dass das Leben in der Fächerstadt in den nächsten fünf Jahren angenehmer wird (Zustimmung insgesamt: Männer 70 %; Frauen 61,4 %). Der „weiß nicht“-Anteil ist unter Frauen wesentlich höher (10,9 %). In den Antworten der einzelnen Altersgruppen fällt auf, dass die Jugendlichen unter 18 Jahren insgesamt nur zu 58,7 % zustimmen. Dagegen sind von den 18- bis unter 30-Jährigen 70,7 % von einem künftig angenehmeren Leben in Karlsruhe überzeugt. Die höheren Altersjahrgänge unter den Befragten äußern sich etwa durchschnittlich. Von den ausländischen Befragten glauben nicht weniger als 75,7 % an ein angenehmeres Leben in der Fächerstadt in den nächsten fünf Jahren. In den verschiedenen Haushaltstypen zeichnen sich die Alleinerziehenden durch zurückhaltendere Erwartungen aus – 29,6 % von ihnen stimmen eher nicht zu. Höher Gebildete (Abitur, Hochschulabschluss) gehen jeweils zu zwei Dritteln von einem künftig angenehmeren Leben in Karlsruhe aus. STADTTEILBEREICHE In der Innenstadt sowie den innenstadtnahen Stadtteilen Ost-, Süd-, West-, Südweststadt (70,9 %) zeichnen sich die Wohn- bereiche der in dieser Frage optimistischen jüngeren Bevölkerung ab. In den Höhenstadtteilen und im Karlsruher Osten treten allerdings unterdurchschnittliche Zustimmungsraten zutage. Tabelle 3.2 ZUKUNFTSPERSPEKTIVE IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201524,1%41,6%22,1%4,5%7,7%1.002 Geschlecht männlich27,6%42,4%21,5%4,0%4,6%466 weiblich20,7%40,7%22,7%5,0%10,9%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre24,4%34,3%30,0%1,4%9,9%22 18 bis unter 30 Jahre29,0%41,7%20,3%4,5%4,5%101 30 bis unter 45 Jahre23,8%41,9%23,6%5,4%5,3%285 45 bis unter 65 Jahre20,6%42,9%22,1%5,7%8,8%386 65 bis unter 75 Jahre25,2%41,9%22,1%1,8%9,0%129 75 Jahre und älter25,6%36,9%17,9%2,6%17,0%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund23,0%41,3%23,3%4,6%7,8%674 deutsch mit Migrationshintergrund25,7%40,3%21,0%5,0%7,9%257 ausländisch27,5%48,2%14,8%2,2%7,3%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt25,7%40,0%19,0%3,4%11,9%293 Paar ohne Kinder25,6%41,7%19,4%4,8%8,5%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern17,4%42,2%29,6%6,4%4,4%57 Paar mit Kindern24,5%40,8%25,1%3,9%5,7%301 Sonstiger Haushalt17,9%49,4%21,9%3,4%7,4%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss21,7%43,1%20,7%6,4%8,1%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife19,9%41,6%28,3%3,4%6,9%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife26,5%40,9%21,5%2,7%8,4%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss26,6%41,9%19,9%4,9%6,6%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig26,5%41,0%21,8%5,1%5,6%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt15,1%45,4%24,2%5,1%10,2%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung30,9%33,3%24,7%2,1%9,0%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos23,8%42,7%20,6%3,2%9,6%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt24,9%46,0%17,1%5,3%6,8%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut22,5%41,7%28,0%1,0%6,7%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim20,9%44,3%18,7%9,5%6,7%180 Höhenstadtteile20,6%39,6%27,2%2,2%10,4%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr25,6%34,7%26,2%3,2%10,3%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut29,5%33,1%22,9%3,9%10,5%145 BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe ZUKUNFTSPERSPEKTIVE Anteile an den Befragten (gew.) F2.9: „In den nächsten fünf Jahren wird es angenehmer sein, in Karlsruhe zu leben. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 50 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 3.3 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM EIGENEN LEBEN „Wie zufrieden sind Sie mit dem Leben, das Sie führen?“ Abbildung 3.3 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM LEBEN, DAS MAN FÜHRT Zusammen 95 % der Karlsruherinnen und Karlsruher sind mit dem Leben, das sie führen entweder sehr zufrieden (54 %) oder eher zufrieden (41 %). Eher unzufrieden zeigen sich 3 % der Befragten und nur 1 % ist überhaupt nicht zufrieden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 3.3) Nur in wenigen Städten bleibt das Niveau der Zufriedenheit mit dem eigenen Leben insgesamt unterhalb der Marke von 95 %. Dies wird vor allem in Bologna (81 %) sichtbar, ist aber auch in Tallinn, Genf und Strasbourg der Fall. Die deutschen Städte unterscheiden sich in der zusammengefassten Zufriedenheit kaum, aber durchaus im Anteil der sehr Zufriedenen. Mit 54 % der zufriedenen Befragten fi ndet sich Karlsruhe unter den Top-Fünf-Städten hinter Freiburg, Münster, Augsburg und Düsseldorf wieder. Den niedrigsten Anteil sehr zufriedener Bürgerinnen und Bürger unter den deutschen Städten hat Leipzig mit 42 %. Die mit ihrem eigenen Leben zufriedensten Befragten überhaupt leben in Graz, wo sich fast zwei Drittel (64 %) sehr zufrieden äußern und insgesamt 97 % der Bewohner Zufriedenheit signalisieren. 54% 56% 53% 49% 56% 49% 58% 42% 53% 57% 52% 25% 46% 64% 48% 35% 29% 41% 38% 42% 45% 38% 45% 37% 52% 41% 39% 43% 56% 45% 33% 48% 57% 61% 3% 5% 4% 4% 5% 4% 5% 4% 5% 2% 4% 13% 6% 3% 3% 6% 8% 5% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015/EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 51 EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 3.3) Die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben in Karlsruhe fällt unter den einzelnen Befragtengruppen sehr einhellig aus. Meist sind zusammen rund 95 % der Befragten sehr zufrieden oder eher zufrieden. Eine kleine Ausnahme bilden die Alleinerziehenden, von denen sich „nur“ 88,6 % zufrieden äußern, aber 10,6 % eher unzufrieden sind. Ansonsten werden nur kleinere Nuancierungen zwischen den Antwortanteilen für „sehr zufrieden“ und „eher zufrieden“ sichtbar. Im Alter zwischen 65 und 75 Jahren (66,7 %) sind besonders viele Karlsruherinnen und Karlsruher mit ihrem eigenen Leben sehr zufrieden. Auch die Studierenden, Schüler und in Berufsausbildung Befi ndlichen (sehr zufrieden 61,8 %) äußern sich überaus positiv. STADTTEILBEREICHE Die Bewohnerinnen und Bewohner der Höhenstadtteile sind in hohem Maß mit ihrem Leben in Karlsruhe zufrieden (sehr zufrieden 63,8 %). Auf etwas niedrigerem Niveau gilt dies auch für den Norden und den Süden Karlsruhes. Die Ergebnisse der übrigen Stadtteilbereiche entsprechen dem Stadtergebnis. Tabelle 3.3 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM EIGENEN LEBEN IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201554,1%40,6%3,3%0,6%1,5%1.002 Geschlecht männlich53,9%40,8%3,8%1,1%0,3%466 weiblich54,2%40,4%2,7%0,1%2,6%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre50,1%45,7%--- --- 4,2%22 18 bis unter 30 Jahre59,3%34,3%6,4%--- --- 101 30 bis unter 45 Jahre51,9%42,2%2,5%1,3%2,1%285 45 bis unter 65 Jahre46,9%47,1%3,4%0,4%2,2%386 65 bis unter 75 Jahre66,7%31,5%0,4%0,4%0,9%129 75 Jahre und älter55,6%39,3%4,2%0,9%--- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund53,0%41,2%3,6%0,8%1,4%674 deutsch mit Migrationshintergrund58,4%36,8%3,1%0,2%1,4%257 ausländisch44,1%51,7%1,4%--- 2,7%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt46,0%46,7%5,4%0,8%1,1%293 Paar ohne Kinder57,5%39,8%1,7%--- 0,9%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern35,5%53,1%10,6%--- 0,9%57 Paar mit Kindern56,2%39,8%2,6%0,3%1,0%301 Sonstiger Haushalt59,7%28,8%4,2%3,8%3,5%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss52,2%43,7%2,4%0,4%1,2%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife44,6%48,4%5,1%1,6%0,4%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife61,1%33,5%4,9%--- 0,6%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss56,8%39,4%1,6%0,3%1,8%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig53,1%43,1%2,5%0,3%1,0%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt50,2%41,1%4,2%2,1%2,3%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung61,8%34,3%2,1%--- 1,8%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos55,1%38,3%4,6%0,5%1,6%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt49,7%44,1%4,7%--- 1,4%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut57,1%38,2%2,2%1,5%1,0%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim56,2%36,7%3,5%1,0%2,5%180 Höhenstadtteile63,8%33,1%2,0%1,0%--- 61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr57,4%39,6%1,4%--- 1,6%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut48,1%46,9%3,5%--- 1,6%145 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM EIGENEN LEBEN BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F3.3: „Wie zufrieden sind Sie mit dem Leben, das Sie führen?” 52 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 3.4 INTEGRATION VON AUSLÄNDERN „Die Ausländer, die in ... leben, sind gut integriert. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ Abbildung 3.4 INTEGRATION VON AUSLÄNDERN IN DEN STÄDTEN EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 3.4) Männer und Frauen haben unterschiedliche Auffassungen zur Ausländerintegration in Karlsruhe (Zustimmung insgesamt: Männer 65,4 %, Frauen 55,2 %). Mehr als alle anderen Altersgruppen sind Jugendliche der Meinung, Ausländer seien gut integriert. Ihre (zusammengefasste) Zustimmung liegt bei 78,6 %. In den folgenden Altersgruppen geht die Zustimmung fortlaufend zurück. In den Jahrgängen ab 65 Jahren halten nur noch etwa 53 % die Ausländer in Karlsruhe für gut integriert. Der Aussage, „die Ausländer, die in Karlsruhe leben, sind gut integriert“ stimmen 10 % der Befragten in der Fächerstadt sehr zu, weitere 50 % der Karlsruherinnen und Karlsruher stimmen eher zu. Immerhin ein Viertel der Befragten (25 %) stimmt eher nicht zu, aber nur 5 % stimmen überhaupt nicht zu. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 3.4) Im Vergleich aller Städte fallen zunächst Leipzig und Tallinn durch ihren überaus hohen Anteil an Befragten auf, die keine Antwort geben können. Beides ist nachvollziehbar, da einmal der Ausländeranteil in Leipzig mit 6 % sehr niedrig liegt. In Tallinn kann die Frage bei einem russischstämmigen Bevölkerungsanteil von 38 % und 10 % Bürgerinnen und Bürger mit ungeklärter Nationalität 1) offensichtlich nicht so schlüssig beantwortet werden wie in anderen Städten. Beide Städte sind gekennzeichnet durch eine sehr geringe Zustimmung. Mit einem Zustimmungswert von insgesamt 60 % liegt Karlsruhe im Mittelfeld der deutschen Städte. Eine hohe Meinung zur Ausländerintegration wird dagegen von den Befragten in Münster (74 %), Stuttgart (73 %), Darmstadt und Genf (beide 69 %) vertreten. Mit 18 % hat Stuttgart auch den höchsten Anteil an befragten Personen, die „sehr zustimmen“. In Mannheim stimmen dagegen nur zusammen 53 % der Bürgerinnen und Bürger der Aussage zu, die Ausländer in der Stadt seien gut integriert. _____ 1) Tallinn Arvudes 2015 | Statistical Yearbook of Tallinn 2015 10% 13% 11% 16% 14% 15% 12% 5% 10% 15% 18% 6% 11% 6% 6% 11% 7% 50% 47% 45% 53% 49% 49% 53% 33% 43% 59% 55% 40% 58% 45% 48% 44% 31% 25% 29% 27% 20% 25% 28% 25% 31% 31% 18% 19% 30% 20% 32% 30% 24% 20% 5% 6% 7% 3% 3% 4% 3% 7% 9% 3% 16% 6% 7% 4% 14% 8% 10% 5% 10% 8% 9% 4% 7% 24% 7% 6% 5% 8% 5% 10% 12% 7% 34% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 53 Tabelle 3.4 INTEGRATION VON AUSLÄNDERN IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201510,3%50,0%24,5%5,1%10,0%1.002 Geschlecht männlich12,6%52,8%22,8%5,2%6,5%466 weiblich8,0%47,2%26,2%5,0%13,6%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre21,5%57,1%14,3%7,2%--- 22 18 bis unter 30 Jahre13,2%56,7%21,1%4,5%4,5%101 30 bis unter 45 Jahre12,2%50,2%25,9%4,5%7,3%285 45 bis unter 65 Jahre7,2%49,2%24,5%6,5%12,7%386 65 bis unter 75 Jahre6,8%46,0%27,9%2,7%16,6%129 75 Jahre und älter12,0%41,0%25,7%6,8%14,5%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund8,1%48,7%27,2%5,0%11,0%674 deutsch mit Migrationshintergrund11,4%52,8%21,4%5,2%9,2%257 ausländisch23,1%54,3%14,9%5,9%1,7%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt9,6%49,2%23,2%5,9%12,2%293 Paar ohne Kinder8,6%49,2%26,7%4,3%11,2%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern8,6%47,2%21,1%9,7%13,4%57 Paar mit Kindern12,5%49,5%25,2%4,6%8,2%301 Sonstiger Haushalt10,8%58,7%19,2%3,9%7,4%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss7,9%44,0%32,1%5,1%10,9%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife7,3%42,7%34,0%3,7%12,2%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife13,3%52,1%19,8%5,9%8,9%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss11,5%55,3%18,9%4,9%9,4%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig8,8%53,2%22,2%6,3%9,4%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt11,0%48,1%27,0%3,1%10,8%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung22,6%56,9%16,4%--- 4,2%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos8,9%42,9%29,6%5,3%13,3%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt12,2%53,0%21,6%5,9%7,3%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut9,7%47,2%26,4%5,9%10,8%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim7,8%49,9%26,2%3,8%12,2%180 Höhenstadtteile11,2%47,7%25,9%2,0%13,2%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr11,2%51,7%22,4%--- 14,7%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut9,1%48,9%26,9%8,2%6,9%145 INTEGRATION VON AUSLÄNDERN BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.1: „Die Ausländer, die in Karlsruhe leben, sind gut integriert. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” Im Selbstbild bezeichnen sich dagegen 74,4 % der ausländischen Befragten als gut integriert. Nach dem Bildungsabschluss sind zwei Gruppen unter den Befragten auszumachen: Solche mit Volks-, Haupt-, Sonderschulabschluss oder ohne Abschluss (positiv zusammen 51,9 %) sowie Personen mit Realschulabschluss oder Mittlerer Reife (positiv zusammen 50 %) stimmen der Aussage zu einer guten Integration der Ausländer nur verhalten zu. In diesen Gruppen befi nden sich allerdings viele Befragte aus höheren Altersjahrgängen. Beide Befragtengruppen weisen auch die höchsten Antwortanteile für „stimme eher nicht zu“ auf (32,1 % und 34 %). Befragte mit Abitur, Hochschulreife, Fachhochschulreife und Hochschul- oder Fachhochschulabschluss sehen die Integration von Ausländern in Karlsruhe anders. Von zusammen 65,4 % (mit Abitur) und 66,8 % (mit Hochschulabschluss) kommt Zustimmung. Auch Schülerinnen und Schüler, Studierende und in Berufsausbildung Stehende (79,5 %) sehen die Karlsruher Ausländer gut integriert. STADTTEILBEREICHE Im Kernbereich der Stadt (Innenstadt, Ost-, Süd-, West-, Süd- weststadt mit hohem Ausländeranteil und jüngerer Bevölkerung) wird die Integration von 65,2 % der Befragten bejaht. Das Gesamtstadtergebnis (zusammen 60,3 %) wird jedoch in keinem der anderen Stadtteilbereiche wesentlich unterschritten. 54 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 20% 23% 19% 22% 21% 12% 25% 17% 14% 28% 20% 10% 9% 26% 36% 11% 8% 65% 63% 68% 64% 59% 62% 61% 64% 64% 63% 65% 52% 58% 61% 56% 56% 47% 10% 9% 8% 8% 13% 18% 9% 12% 15% 7% 11% 25% 22% 11% 6% 23% 18% 4% 4% 10% 7% 8% 4% 3% 4% 4% 5% 5% 4% 4% 5% 3% 3% 4% 23% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 3.5 VERTRAUENSWÜRDIGKEIT DER MENSCHEN „Im Allgemeinen kann man den Menschen in ... trauen. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ Abbildung 3.5 VERTRAUENSWÜRDIGKEIT DER MENSCHEN IN DER JEWEILIGEN STADT EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 3.5) Während Jugendliche unter 18 Jahre in erstaunlichem Umfang eher nicht zustimmen (28,5 %), liegen die Ergebnisse in den übrigen Altersgruppen durchweg nahe am Stadtergebnis. Besonderes Zutrauen zu ihren Mitmenschen haben 65- bis unter 75-Jährige (volle Zustimmung 26,2 %). Bei dieser Frage äußern sich die ausländischen Befragten weniger positiv als bei anderen Themen – nur 9,6 % stimmen sehr zu, 72,1 % stimmen eher zu. Unter den einzelnen Haushaltstypen fällt das geringe Vertrauen der Alleinerziehenden auf. Von ihnen stimmen nur 7,9 % sehr zu und 53,3 % stimmen eher zu, während 24,8 % eher nicht zustimmen. Ein Fünftel der Karlsruherinnen und Karlsruher (20 %) stimmt dieser Aussage sehr zu, weitere 65 % stimmen eher zu. Nur 10 % der Befragten halten weniger vom gegenseitigen Bürgervertrauen und stimmen eher nicht zu und 2 % stimmen überhaupt nicht zu. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 3.5) In allen deutschen Vergleichsstädten äußern sich mehr als 70 % der Befragten zustimmend zu diesem Statement. Das höchste gegenseitige Vertrauen wird dabei in Münster sichtbar (Zustimmung insgesamt 91 %), wo auch anteilig die meisten Menschen sehr zustimmen (28 %). Karlsruhe liegt mit 85 % positiven Voten etwa gleichauf mit Augsburg, Braunschweig, Darmstadt, Freiburg und Stuttgart in der vorderen Hälfte der deutschen Städte. Am wenigsten trauen in Deutschland die Frankfurterinnen und Frankfurter ihren Mitbürgern („stimme voll zu“ 12 %; stimme eher zu 62 %). Im europäischen Vergleich liegen die Ergebnisse weiter auseinander. Während Oulu und Graz (Zustimmung insgesamt 92 % beziehungsweise 87 %) ähnlich gute Bewertungen von ihren Bürgerinnen und Bürgern erhalten wie die deutschen Städte, bleibt die Zustimmung in Bologna, Genf, Strasbourg und Tallinn deutlich dahinter zurück. In Tallinn machen zudem 23 % der Befragten keine Angaben zu diesem Thema, was wiederum der besonderen Bevölkerungsstruktur dieser estnischen Stadt geschuldet sein dürfte (siehe Kapitel 3.4). AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 55 Tabelle 3.5 VERTRAUENSWÜRDIGKEIT DER MENSCHEN IN KARLSRUHE In der Betrachtung nach Bildungsabschluss bringen Befragte mit niedrigerer formaler Bildung (Volks-, Haupt-, Sonderschul- abschluss) ihren Mitmenschen in Karlsruhe deutlich weniger Vertrauen entgegen als Befragte mit Abitur oder Hochschulabschluss. Nach Erwerbsstatus gehen Schülerinnen und Schüler sowie Studierende („stimme sehr zu“ 31,9 %) in hohem Umfang vertrauensvoll auf andere zu. STADTTEILBEREICHE Nach Stadtteilbereichen fallen die Ergebnisse in Durlach, Grötzingen, Hagsfeld und Rintheim sowie in Beiertheim- Bulach, Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr überdurchschnittlich gut aus. Auch in den Höhenstadtteilen herrscht insgesamt ein erhöhtes Bürgervertrauen, wenn auch der Anteil voller Zustimmung verhalten bleibt. Die übrigen Stadtquartiere äußern sich geringfügig unterdurchschnittlich. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201519,8%65,1%9,8%1,9%3,5%1.002 Geschlecht männlich20,9%64,8%9,8%1,8%2,7%466 weiblich18,7%65,4%9,7%2,0%4,2%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre21,5%50,0%28,5%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre19,9%64,7%7,9%3,8%3,8%101 30 bis unter 45 Jahre19,9%63,2%11,3%2,2%3,4%285 45 bis unter 65 Jahre17,0%69,3%8,6%1,1%4,0%386 65 bis unter 75 Jahre26,2%60,8%10,3%0,9%1,8%129 75 Jahre und älter17,1%70,1%6,0%1,7%5,1%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund20,5%64,6%9,6%2,1%3,1%674 deutsch mit Migrationshintergrund19,9%65,1%10,3%1,0%3,7%257 ausländisch9,6%72,1%9,9%2,7%5,7%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt19,7%66,1%7,2%2,1%4,8%293 Paar ohne Kinder21,8%66,3%8,2%0,4%3,3%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern7,9%53,3%24,8%1,4%12,6%57 Paar mit Kindern20,4%64,9%10,5%1,6%2,6%301 Sonstiger Haushalt17,9%67,7%9,1%5,3%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss16,5%56,7%20,1%2,9%3,8%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife11,9%70,6%11,0%2,2%4,3%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife23,4%66,0%7,5%1,9%1,2%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss23,9%65,0%6,2%0,7%4,2%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig18,6%68,1%9,0%1,8%2,5%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt15,7%66,4%10,3%3,3%4,3%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung31,9%53,9%12,2%2,1%--- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos20,5%64,3%9,0%1,4%4,8%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt19,9%64,0%10,0%2,3%3,9%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut16,4%64,7%12,8%2,6%3,5%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim20,3%70,0%4,8%0,3%4,5%180 Höhenstadtteile16,1%71,8%11,1%--- 1,0%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr23,7%64,2%10,0%--- 2,1%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut22,3%60,0%10,7%3,7%3,2%145 VERTRAUENSWÜRDIGKEIT BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.3: „Im Allgemeinen kann man den Menschen in Karlsruhe trauen. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 56 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 3.6 ARMUT „Armut ist in ... ein Problem. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ Abbildung 3.6 WAHRNEHMUNG VON ARMUT IN DER JEWEILIGEN STADT EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 3.6) Bei dieser Frage treten deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen zutage. Von den Frauen halten zusammen 46,4 % Armut für ein Problem, von den Männern nur 32,5 %. Die Altersgruppen bis unter 30 Jahre lehnen die Aussage mit großer Mehrheit ab, insbesondere die Jugendlichen (Ablehnung 80 %). Auch unter den 30- bis unter 45-Jährigen ist die Wahrnehmung von Armut noch unterdurchschnittlich ausgeprägt (zusammen 35,4 %). Unter den höheren Altersgruppen bis 75 Jahre wird die Thematik dagegen verstärkt wahrgenommen. Allerdings steigt mit wachsendem Alter auch der Anteil derjenigen kontinuierlich an, die keine Angaben machen (können). Ausländische Befragte nehmen Armut weniger wahr als Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund. Bezüglich des Haushaltstyps werden unter Alleinerziehenden zwei Gruppen sichtbar – 8,2 % stimmen der Aussage sehr zu, während andererseits fast doppelt so viele wie im Durchschnitt (14,1 %) überhaupt nicht zustimmen. Auch Paare mit Kindern nehmen Armut in Karlsruhe weniger wahr. Armut wird in Karlsruhe insgesamt von rund zwei Fünfteln der Befragten als Problem wahrgenommen – dabei stimmen 5 % der Karlsruherinnen und Karlsruher der Aussage sehr zu, 34 % stimmen eher zu. Die Mehrheit der befragten Personen – zusammen 53 % – sieht dagegen Armut in der Stadt nicht als Problem. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 3.6) In der Hälfte der deutschen Vergleichsstädte wird Armut von einer Mehrheit der Bevölkerung als Problem gesehen – recht deutlich in Frankfurt und Mannheim (zusammen 62 % beziehungsweise 60 %). Die niedrigste Wahrnehmung von Armut zeigt sich in Münster (32 %). Eine ähnliche Bewertung wie in Karlsruhe gaben die Befragten in Braunschweig, Darmstadt und Stuttgart ab. 5% 13% 7% 4% 10% 19% 9% 16% 5% 8% 34% 40% 33% 34% 42% 43% 42% 44% 27% 32% 45% 37% 46% 45% 37% 30% 40% 30% 52% 45% 8% 5% 7% 8% 7% 5% 6% 4% 11% 10% 8% 5% 7% 9% 4% 3% 3% 6% 5% 5% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Mannheim Münster Stuttgart stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quelle: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 57 Tabelle 3.6 WAHRNEHMUNG VON ARMUT IN KARLSRUHE Unter den Karlsruherinnen und Karlsruhern mit Volks-, Haupt-, Sonderschulabschluss oder keinem Abschluss wird Armut in Karlsruhe überproportional als Problem empfunden (Zustimmung insgesamt 46,1 %). Höher Gebildete votieren gegenteilig, nicht zuletzt weil sie in der Regel über ein höheres Einkommen verfügen. Nach dem Erwerbsstatus zeigen sich vor allem teilzeit-, geringfügig beziehungsweise stundenweise Beschäftigte sensibel für Armut (Zustimmung insgesamt 47,8 %), während für zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler, Studierenden und in Berufsausbildung Befi ndlichen – analog zu den Antworten der entsprechenden Altersgruppe – Armut kein Problem Karlsruhes darstellt. STADTTEILBEREICHE Am wenigsten wird Einkommensknappheit in Karlsruhe von den Befragten in den Höhenstadtteilen gesehen. Dagegen kommt von den Bürgerinnen und Bürgern im Karlsruher Norden und Westen eine leicht erhöhte Zustimmung zur Aussage, Armut sei in Karlsruhe ein Problem. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 20155,4%34,1%45,2%7,8%7,5%1.002 Geschlecht männlich2,8%29,7%50,8%11,4%5,3%466 weiblich7,9%38,5%39,6%4,2%9,7%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre--- 20,0%65,7%14,3%--- 22 18 bis unter 30 Jahre1,5%29,7%52,6%14,7%1,5%101 30 bis unter 45 Jahre4,3%31,1%50,5%7,7%6,3%285 45 bis unter 65 Jahre7,2%40,7%39,9%3,5%8,6%386 65 bis unter 75 Jahre8,5%36,4%37,5%6,3%11,3%129 75 Jahre und älter7,7%29,8%36,1%8,6%17,8%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund6,2%35,8%44,8%5,5%7,7%674 deutsch mit Migrationshintergrund4,3%31,7%46,8%10,1%7,1%257 ausländisch2,8%31,1%43,9%16,6%5,6%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt7,7%34,5%41,9%5,8%10,1%293 Paar ohne Kinder6,9%35,1%43,1%5,0%9,8%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern8,2%25,0%49,4%14,1%3,3%57 Paar mit Kindern3,5%31,0%47,9%11,0%6,7%301 Sonstiger Haushalt2,9%43,8%48,1%5,2%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss12,0%34,1%40,3%5,9%7,7%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife4,7%38,7%41,1%9,1%6,4%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife4,1%34,0%46,6%9,5%5,8%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss4,1%30,9%49,1%7,2%8,8%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig3,8%33,0%48,5%8,1%6,6%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt8,1%39,7%35,5%9,5%7,1%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung--- 30,8%57,4%9,7%2,1%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos7,3%34,8%41,0%5,8%11,0%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt5,3%31,4%48,9%8,0%6,4%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut5,1%37,8%44,1%5,7%7,3%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim3,6%32,6%47,9%8,9%7,0%180 Höhenstadtteile6,8%27,4%43,9%6,6%15,4%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr10,0%32,1%43,1%9,9%5,0%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut5,3%38,8%38,9%8,4%8,6%145 ARMUT BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.4: „Armut ist in Karlsruhe ein Problem. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 4 ARBEIT, BERUF, WOHNEN, FINANZEN 60 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 4.1 EINSCHÄTZUNG DES ARBEITSMARKTS „Es ist einfach, in ... eine Arbeit zu fi nden. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 4.1) Wie kaum anders zu erwarten, fi nden es Männer (Zustimmung zusammen 64,3 %) und Frauen (52,2 %) in Karlsruhe unterschiedlich leicht, einen Arbeitsplatz zu fi nden. In allen Altersgruppen bis 45 Jahre herrscht eine überaus positive Einschätzung des Karlsruher Arbeitsmarktes, die Zustimmungsquoten sind hier durchweg überdurchschnittlich. Unter älteren Befragten bleibt die Bewertung dagegen unterdurchschnittlich. Allerdings steigt der Anteil der Befragten ohne Antwort mit fortschreitendem Alter stark an. Nach der Staatsangehörigkeit kommt die positivste Reaktion bei diesem Thema von den Deutschen mit Migrationshintergrund (Zustimmung zusammen 64 %), In Karlsruhe halten 12 % der Befragten den Zugang zum Arbeitsmarkt für sehr einfach („stimme sehr zu“), 47 % stimmen der Aussage, es sei einfach, in Karlsruhe eine Arbeit zu fi nden, eher zu. Ein Fünftel der Karlsruherinnen und Karlsruher (21 %) stimmen eher nicht zu, aber nur 3 % der befragten Personen lehnen die Aussage vollkommen ab. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 4.1) Die Ergebnisse der Städte liegen bei dieser Frage weit auseinander. Den leichtesten Zugang zum Arbeitsmarkt sehen die Befragten in Stuttgart und Frankfurt (Zustimmung insgesamt 69 % beziehungsweise 66 %). Karlsruhe folgt auf Rang drei mit zusammen 59 % Zustimmung. In weiteren drei deutschen Städten hält eine Mehrheit der Befragten den Arbeitsmarkt für leicht zugänglich, darunter in Mannheim (Zustimmung zusammen 57 %). In Leipzig (38 %) und Freiburg (39 %) halten es dagegen nur knapp zwei Fünftel der Befragten für einfach, einen Arbeitsplatz zu fi nden. In den europäischen Vergleichsstädten liegen die Einschätzungen zum Arbeitsmarkt deutlich darunter. In Tallinn, Graz und Strasbourg erreichen die positiven Voten zusammen noch die 40 %-Marke. In Bologna, Genf und Oulu halten die Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt dagegen für ausgesprochen schwierig. Nicht erklärbar sind die hohen „weiß nicht“-Anteile in Leipzig und Tallinn. Abbildung 4.1 EINSCHÄTZUNG DES ARBEITSMARKTES 12% 10% 7% 9% 13% 19% 8% 7% 9% 11% 20% 3% 5% 5% 7% 11% 47% 39% 40% 42% 42% 47% 31% 31% 48% 44% 49% 22% 27% 40% 19% 34% 33% 21% 30% 30% 28% 26% 19% 38% 28% 23% 31% 16% 41% 39% 33% 44% 38% 19% 3% 7% 6% 4% 5% 6% 9% 7% 7% 5% 4% 27% 22% 5% 25% 16% 7% 17% 14% 17% 17% 14% 9% 14% 27% 13% 9% 11% 8% 9% 17% 7% 5% 30% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 61 Tabelle 4.1 EINSCHÄTZUNG ZUM ARBEITSMARKT IN KARLSRUHE während ausländische Befragte (51,3 %) deutlich unterdurchschnittlich votieren. Von den Alleinerziehenden stimmen einerseits 19,1 % sehr zu, dass es leicht sei, in Karlsruhe Arbeit zu fi nden, andererseits ist unter ihnen mit zusammen 35 % Ablehnung der höchste negative Antwortanteil zu fi nden. Die günstigste Bewertung des Karlsruher Arbeitsmarkts geben Paare mit Kindern ab (Zustimmung zusammen 62,7 %). Nach dem Bildungsabschluss werden die Möglichkeiten, einen Arbeitsplatz zu fi nden, von Befragten mit Abitur, Hochschulreife oder Fachhochschulreife sowie mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss sehr günstig eingeschätzt, während Personen mit niedrigeren formalen Abschlüssen schlechter urteilen. Blickt man auf den Erwerbsstatus, haben ganztags Beschäftigte eine sehr gute Meinung (Zustimmung zusammen 64,4 %), gefolgt von Schülern und Studierenden (62,6 %). STADTTEILBEREICHE Im Karlsruher Südwesten wird der Karlsruher Arbeitsmarkt sehr gut eingeschätzt (Zustimmung zusammen 67,8 %), in den bevorzugten Quartieren Besserverdienender (Höhenstadtteile, Karlsruher Süden) wird aber auch eine erhebliche Unkenntnis dieser Thematik sichtbar. Die „weiß nicht“-Anteile übersteigen dort teilweise die 25 %-Marke. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201511,5%46,8%21,1%2,7%17,9%1.002 Geschlecht männlich14,5%49,8%18,2%2,5%14,9%466 weiblich8,5%43,7%23,9%2,9%21,0%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre21,4%48,5%11,5%5,7%12,9%22 18 bis unter 30 Jahre13,2%53,8%21,4%0,8%10,9%101 30 bis unter 45 Jahre11,4%51,7%22,8%3,1%11,0%285 45 bis unter 65 Jahre11,8%42,7%24,0%4,3%17,2%386 65 bis unter 75 Jahre10,8%40,5%17,6%0,9%30,1%129 75 Jahre und älter4,3%39,4%12,0%1,7%42,6%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund11,4%45,7%21,8%2,2%18,9%674 deutsch mit Migrationshintergrund13,5%49,5%18,2%2,3%16,4%257 ausländisch5,8%45,5%23,6%8,4%16,7%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt10,4%48,9%17,1%1,3%22,3%293 Paar ohne Kinder13,1%44,7%19,1%1,7%21,3%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern19,1%34,5%28,5%6,5%11,4%57 Paar mit Kindern9,9%52,8%21,3%2,6%13,4%301 Sonstiger Haushalt10,4%35,8%26,2%7,0%20,6%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss13,8%34,6%26,5%4,7%20,4%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife6,8%44,9%27,1%3,7%17,5%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife14,4%51,2%16,4%1,6%16,4%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss11,8%50,9%17,0%2,0%18,4%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig14,3%52,0%19,5%2,1%12,2%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt9,3%47,9%22,1%5,2%15,6%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung8,0%54,6%13,5%--- 23,8%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos8,8%37,5%22,9%2,6%28,1%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt12,3%44,3%23,0%2,6%17,9%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut8,3%48,8%21,2%3,6%18,1%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim12,1%46,7%20,4%2,4%18,4%180 Höhenstadtteile11,4%32,0%29,1%1,3%26,2%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr12,2%48,6%14,3%2,0%22,8%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut13,9%53,9%19,2%2,9%10,0%145 ARBEITSMARKT Anteile an den Befragten (gew.) BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe F2.10: „Es ist einfach, in Karlsruhe eine Arbeit zu finden – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 62 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 4.2 ZUFRIEDENHEIT MIT DER PERSÖNLICHEN BERUFLICHEN SITUATION „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer persönlichen berufl ichen Situation?“ EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 4.2) In den Altersgruppen der erwerbstätigen Bevölkerung (18 bis unter 65 Jahre) fällt die Zufriedenheit mit der persönlichen berufl ichen Situation überaus positiv aus. In der Regel äußern sich mehr als 85 % der Befragten zufrieden – unter den 18- bis unter 30-Jährigen ist mehr als die Hälfte (51,8 %) sehr zufrieden. Ob sich die positiven Voten der höheren Altersgruppen rückblickend auf das abgeschlossene Berufsleben beziehen oder den gegenwärtigen Zustand der Altersruhe beschreiben, ist nicht auszumachen. Das Urteil der ausländischen Befragten fällt etwas verhaltener aus – von ihnen sind insgesamt 79 % zufrieden. Auffällig ist der hohe Zufriedenheitswert unter Paaren mit Kindern Fast die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher (48 %) ist mit ihrer persönlichen berufl ichen Situation sehr zufrieden. Weitere 36 % der Befragten sind eher zufrieden. Eher unzufrieden äußern sich 7 % der Bürgerinnen und Bürger, aber nur 2 % sind überhaupt nicht zufrieden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 4.2) Die hohe Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer persönlichen berufl ichen Situation rückt Karlsruhe an die Spitze der deutschen Vergleichsstädte und zwar sowohl hinsichtlich der Zufriedenheit insgesamt (84 %) als auch im Hinblick auf den Anteil der sehr Zufriedenen (48 %). Eine ähnlich hohe berufl iche Befriedigung zeigt sich nur noch in Münster (83 %), Frankfurt (81 %) und Darmstadt (80 %). In fast allen anderen deutschen Städten liegt die Zufriedenheit insgesamt zwischen 70 % und 80 %. Im Vergleich mit europäischen Städten wird Karlsruhe nur von Graz knapp übertroffen, wo sich 57 % der Befragten sehr zufrieden äußern und 28 % eher zufrieden. Deutlich niedrige Zufriedenheiten werden in Bologna und Tallinn sichtbar. Der Vergleich wird etwas erschwert durch die Tatsache, dass die Frage an alle Befragten gerichtet wurde – einschließlich der im Ruhestand Befi ndlichen und der jüngeren, noch in Ausbildung stehenden Altersgruppe. Dies erklärt die teilweise hohen „weiß nicht“-Anteile. Abbildung 4.2 ZUFRIEDENHEIT MIT DER PERSÖNLICHEN BERUFLICHEN SITUATION 48% 44% 43% 45% 46% 45% 41% 33% 45% 52% 46% 20% 42% 57% 46% 29% 27% 36% 31% 33% 35% 29% 36% 37% 29% 33% 31% 32% 39% 34% 28% 26% 47% 40% 7% 7% 7% 6% 9% 9% 11% 11% 6% 8% 6% 18% 6% 5% 10% 9% 10% 3% 4% 3% 12% 6% 6% 9% 7% 16% 15% 12% 13% 8% 9% 23% 14% 7% 13% 11% 12% 8% 12% 6% 21% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 63 Tabelle 4.2 ZUFRIEDENHEIT MIT DER PERSÖNLICHEN BERUFLICHEN SITUATION IN KARLSRUHE (zusammen 88,2 %). Nach Bildungsabschlüssen fallen die Antworten der Personen mit Mittlerer Reife (und nachfolgender Berufsausbildung; zusammen 82,9 %) und der Hochschulabsolventen (83,7 %) nicht wesentlich unterschiedlich aus. Die hohe geäußerte Zufriedenheit der Befragten mit Abitur, Hochschulreife oder Fachhochschulreife (87,5 %) wird wesentlich von den Studierenden beeinfl usst, die sich geradezu euphorisch positionieren (zufrieden insgesamt 92,3 %; siehe Erwerbsstatus). Als sehr verlässliche Äußerung kann das Votum der ganztags Berufstätigen gelten, von denen 49,7 % sehr zufrieden und 41,4 % eher zufrieden sind (zusammen 91,1 %). Aber auch die Teilzeitbeschäftigten signalisieren hohe Zufriedenheit (zusammen 85,6 %). STADTTEILBEREICHE In den Ergebnissen der einzelnen Stadtteilbereiche zeigen sich keine bedeutenden Abweichungen zum Stadtergebnis. Sowohl der Karlsruher Süden (Beiertheim-Bulach, Weiherfeld- Dammerstock, Rüppurr), wo vermehrt sozial besser gestellte Bevölkerung wohnt, als auch der Südwesten (Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut), wo eher etwas unterdurchschnittliche Einkommensverhältnisse herrschen, äußern sich überaus positiv zur persönlichen berufl ichen Situation (zufrieden 85,1 % beziehungsweise 85,9 %). insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201547,8%35,7%6,9%2,4%7,4%1.002 Geschlecht männlich48,3%38,6%5,0%2,3%5,9%466 weiblich47,2%32,7%8,8%2,4%8,9%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre34,3%42,9%5,6%--- 17,2%22 18 bis unter 30 Jahre51,8%35,8%8,3%2,6%1,5%101 30 bis unter 45 Jahre44,1%40,5%10,6%2,7%2,0%285 45 bis unter 65 Jahre48,6%39,3%5,9%2,7%3,5%386 65 bis unter 75 Jahre54,0%19,4%2,2%0,9%23,4%129 75 Jahre und älter41,1%30,7%2,6%2,6%23,1%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund46,5%37,0%7,0%2,3%7,3%674 deutsch mit Migrationshintergrund51,2%33,1%6,6%2,3%6,8%257 ausländisch47,7%31,3%7,3%3,2%10,5%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt42,3%32,9%6,9%4,5%13,4%293 Paar ohne Kinder48,1%34,1%4,7%1,6%11,4%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern44,2%39,9%13,0%3,0%--- 57 Paar mit Kindern49,6%38,6%7,4%1,4%2,9%301 Sonstiger Haushalt52,6%28,7%9,3%5,1%4,2%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss42,6%37,2%6,8%1,4%12,0%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife42,5%40,4%5,6%3,7%7,9%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife53,4%34,1%7,0%0,6%4,8%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss50,1%33,6%7,4%2,9%6,0%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig49,7%41,4%5,8%1,9%1,2%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt51,3%34,3%9,6%3,4%1,5%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung47,3%45,0%1,8%--- 5,9%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos42,3%25,1%8,8%3,4%20,3%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt45,0%38,1%9,8%1,4%5,7%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut53,0%28,7%7,0%3,5%7,8%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim43,4%40,4%2,1%3,4%10,6%180 Höhenstadtteile51,8%28,3%3,9%--- 16,0%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr56,8%28,3%5,4%2,5%7,0%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut42,6%43,3%9,2%2,1%2,8%145 BERUFLICHE SITUATION Anteile an den Befragten (gew.) BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe F3.1: „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer persönlichen beruflichen Situation?” 64 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 4.3 BEURTEILUNG DES WOHNUNGSMARKTS „Es ist leicht, in ... eine gute Wohnung zu einem vernünftigen Preis zu fi nden. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?“ Vor dem Hintergrund des sehr angespannten Karlsruher Wohnungsmarkts verwundert es kaum, dass diese Aussage von 80 % der Karlsruherinnen und Karlsruher abgelehnt wird. Lediglich 1 % der Befragten stimmt sehr zu, 12 % stimmen eher zu. Dagegen kommt von 45 % der befragten Personen Ablehnung („stimme eher nicht zu“) und von weiteren 35 % entschiedene Ablehnung („stimme überhaupt nicht zu“). STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 4.3) Im Vergleich mit verschiedenen anderen, vor allem deutschen Städten erscheint das Karlsruher Ergebnis nur mäßig dramatisch. Insbesondere in Freiburg (70 %) und Genf (71 %) stimmen mehr als zwei Drittel der Befragten der getroffenen Aussage überhaupt nicht zu und die Zustimmungsraten liegen bei 5 % oder darunter. Ähnliche Einschätzungen geben auch die Bürgerinnen und Bürger von Frankfurt, Darmstadt, Düsseldorf, Münster und Stuttgart ab. Fast alle sehen sich als Universitätsstädte mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wie Karlsruhe. Nennenswerte Zustimmung kommt nur aus Augsburg, Braunschweig und Mannheim. Eine vergleichsweise günstige Einschätzung des Wohnungsmarkts in ihrer Stadt geben die Leipzigerinnen und Leipziger ab. Dies liegt nahe, verfügt Leipzig doch über erhebliche innerstädtische Flächenreserven, deren Aktivierung – trotz fortgesetzten Zuzugs – den Wohnungsmarkt in der Stadt entspannt hält. Ähnliches gilt für Oulu, wo das Wohnungsangebot durch eine expansive Flächenbereitstellung der Stadt gepaart mit der staatlichen fi nnischen Wohnungsbauförderung und der (preiswerten) landesüblichen Holzbauweise sowohl im Miet- wie im Eigentumsbereich offenbar nachfragegerecht ausfällt 1) . Abbildung 4.3 ES IST LEICHT IN KARLSRUHE EINE GUTE WOHNUNG ZU EINEM VERNÜNFTIGEN PREIS ZU FINDEN _____ 1) Siehe www.ouka.fi /oulu/english/ 16% 3% 25% 7% 4% 12% 27% 31% 6% 7% 6% 3% 34% 23% 7% 4% 20% 4% 18% 46% 21% 13% 45% 45% 33% 34% 42% 28% 24% 27% 44% 39% 35% 37% 21% 47% 19% 47% 35% 35% 20% 25% 54% 46% 62% 70% 8% 21% 51% 57% 28% 71% 25% 4% 20% 18% 7% 6% 9% 5% 3% 15% 10% 3% 12% 3% 8% 6% 5% 30% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 65 Tabelle 4.3 EINSCHÄTZUNG DES WOHNUNGSMARKTS IN KARLSRUHE EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 4.3) Die im Stadtergebnis zum Ausdruck kommende negative Beurteilung des Karlsruher Wohnungsmarkts zieht sich durch alle Befragtengruppen. Unterschiede zeigen sich nur graduell. So stimmt fast die Hälfte der Befragten im Alter zwischen 30 und 45 Jahre (48,6 %) der Aussage überhaupt nicht zu. Zusammengenommen äußern sich 90,6 % dieser Gruppe negativ. Dies ist nachvollziehbar, da sich die Haushalte in dieser Altersspanne durch die Geburt von Kindern vergrößern und deshalb die Suche nach größeren Wohnungen aufnehmen. Besonders negativ äußern sich auch die ausländischen Befragten (Ablehnung zusammen 89,7 %) und die Alleinerziehenden (87,9 %). Überraschenderweise äußern sich dagegen Befragtengruppen, die von Studierenden dominiert werden, weniger negativ (Schüler, Studierende, in Berufsausbildung Befi ndliche: Ablehnung 65,2 %). STADTTEILBEREICHE Im Kernbereich der Stadt wird der Karlsruher Wohnungsmarkt von 83,7 % der Befragten negativ beurteilt. In den übrigen Stadtteilbereichen fallen die Bewertungen durchschnittlich aus, lediglich in den Höhenstadtteilen kann ein beachtlicher Teil der meist im Eigentum wohnenden) Befragten kein Urteil abgeben. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 20151,1%11,8%44,6%34,5%7,9%1.002 Geschlecht männlich1,7%13,3%45,5%33,2%6,4%466 weiblich0,6%10,3%43,7%35,8%9,5%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre--- 28,5%47,2%8,6%15,7%22 18 bis unter 30 Jahre1,1%19,5%51,5%22,9%4,9%101 30 bis unter 45 Jahre0,9%6,8%42,0%48,6%1,7%285 45 bis unter 65 Jahre0,6%11,2%43,4%35,2%9,5%386 65 bis unter 75 Jahre2,7%9,9%47,7%28,9%10,8%129 75 Jahre und älter1,7%11,2%35,0%29,1%23,0%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund1,2%10,2%44,2%34,7%9,7%674 deutsch mit Migrationshintergrund1,1%16,6%43,2%33,4%5,7%257 ausländisch0,9%7,9%50,2%39,5%1,5%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt1,1%9,1%45,6%35,6%8,7%293 Paar ohne Kinder1,6%10,7%43,9%34,4%9,4%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern1,4%6,8%44,7%43,2%3,9%57 Paar mit Kindern0,5%16,0%42,7%34,5%6,2%301 Sonstiger Haushalt2,2%6,6%54,0%27,6%9,5%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss2,0%16,4%46,3%26,3%9,0%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife1,5%13,6%41,2%34,9%8,7%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife0,9%14,4%51,5%24,6%8,6%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss0,7%7,8%42,2%43,1%6,2%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig0,6%10,4%47,6%36,4%4,9%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt0,5%9,3%38,6%42,8%8,8%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung3,1%21,6%48,6%16,6%10,0%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos2,1%11,9%42,0%32,5%11,5%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt1,4%9,9%39,3%44,4%5,1%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut0,2%12,6%44,1%33,8%9,3%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim1,4%9,8%48,5%31,1%9,3%180 Höhenstadtteile--- 13,3%44,4%26,9%15,4%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr--- 12,6%47,7%33,8%5,9%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut3,1%14,3%49,5%26,0%7,2%145 WOHNWOHNUNGSSUCHE IST LEICHT BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.2: „Es ist leicht, in Karlsruhe eine gute Wohnung zu einem vernünftigen Preis zu finden. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 66 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 4.4 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM WOHNORT „Wie zufrieden sind Sie mit dem Ort, an dem Sie leben?” Mehr als die Hälfte der Karlsruherinnen und Karlsruher (52 %) ist mit ihrem Wohnort sehr zufrieden. Nimmt man die eher Zufriedenen (44 %) hinzu, so sind zusammen 96 % der Befragten mit ihrem Wohnort Karlsruhe einverstanden. Nur 4 % zeigen sich eher unzufrieden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 4.4) Die Antworten zur Zufriedenheit mit dem jeweiligen Wohnort ähneln sehr den Aussagen zur fast gleichlautenden Fragestellung hinsichtlich der „Zufriedenheit, in der jeweiligen Stadt zu leben“ (siehe Kapitel 3.1). Auch in der vorliegenden Frage zeigt sich, dass die übergroße Mehrheit der Befragten mit ihrer Stadt als Wohnort sehr zufrieden oder eher zufrieden ist. Unterschiede werden nur im Antwortanteil für „sehr zufrieden“ sichtbar. An der Spitze aller Vergleichsstädte liegt Graz, wo fast drei Viertel der befragten Personen (72 %) sehr zufrieden mit der Stadt als Wohnort sind. Hohe Werte zeigen sich darüber hinaus in Münster (66 %) und Düsseldorf (62 %). Mit 52 % sehr zufriedenen Befragten liegt Karlsruhe insgesamt im Mittelfeld – unter den deutschen Städten allerdings eher am Schluss. Etwas niedrigere Zufriedenheiten mit der Stadt als Wohnort werden in Bologna, Strasbourg und Tallinn sichtbar. Abbildung 4.4 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM WOHNORT 52% 58% 55% 50% 62% 52% 60% 60% 52% 66% 54% 33% 53% 72% 57% 46% 49% 44% 37% 40% 43% 31% 39% 33% 36% 41% 29% 38% 55% 43% 24% 40% 50% 47% 4% 4% 4% 6% 5% 8% 6% 3% 5% 4% 5% 10% 3% 3% 3% 4% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU -FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 67 Tabelle 4.4 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM WOHNORT KARLSRUHE EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 4.4) Auch in den Antworten der einzelnen Befragtengruppen in Karlsruhe wiederholen sich die Einschätzungen aus Kapitel 3.1. Frauen sind zufriedener mit Karlsruhe als Männer, während sich die verschiedenen Altersgruppen mit nur leichten Schwankungen wie im Gesamtergebnis äußern. Ausländische Befragte sind besonders zufrieden („sehr zufrieden“ 63,7 %). Nach dem Bildungsabschluss wird sichtbar, dass die höher Gebildeten mit dem Wohnort Karlsruhe stärker zufrieden sind als die Befragten mit mittleren und einfachen Abschlüssen. Hoch zufrieden äußern sich auch Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie in Ausbildung Befi ndliche („sehr zufrieden“ 69 %). STADTTEILBEREICHE Besonders einverstanden mit Karlsruhe als Wohnort sind die Befragten in den Höhenstadtteilen („sehr zufrieden“ 65,3 %). Auch die Bewohner von Beiertheim-Bulach, Weiherfeld- Dammerstock und Rüppurr äußern sich ausgesprochen positiv. Die übrigen Stadtquartiere votieren nahe am Durchschnitt. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201551,9%43,5%4,0%0,2%0,3%1.002 Geschlecht männlich48,9%47,1%3,8%0,3%--- 466 weiblich54,9%40,0%4,2%0,2%0,6%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre50,0%40,1%9,9%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre47,7%46,6%5,7%--- --- 101 30 bis unter 45 Jahre45,0%52,1%2,5%--- 0,5%285 45 bis unter 65 Jahre54,9%39,7%4,4%0,4%0,6%386 65 bis unter 75 Jahre59,9%36,1%3,1%0,9%--- 129 75 Jahre und älter60,7%35,9%3,4%--- --- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund50,6%45,6%3,5%0,1%0,1%674 deutsch mit Migrationshintergrund51,3%41,9%5,4%0,6%0,8%257 ausländisch63,7%33,2%3,1%--- --- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt51,8%45,8%2,3%--- --- 293 Paar ohne Kinder52,5%43,4%3,7%0,4%--- 293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern48,1%42,7%8,4%0,8%--- 57 Paar mit Kindern50,4%45,3%3,5%0,2%0,5%301 Sonstiger Haushalt60,5%34,3%5,3%--- --- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss47,8%48,1%3,1%1,1%--- 150 Realschulabschluss/Mittlere Reife48,5%44,8%6,7%--- --- 220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife61,4%35,5%2,6%--- 0,6%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss50,9%45,7%2,9%0,2%0,2%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig49,8%45,8%3,9%--- 0,4%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt46,4%47,8%4,7%0,5%0,7%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung69,0%24,7%6,3%--- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos56,0%39,8%3,6%0,6%--- 289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt45,7%48,9%5,4%--- --- 311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut50,6%45,4%3,2%0,6%0,3%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim51,5%45,5%2,3%--- 0,7%180 Höhenstadtteile65,3%33,4%1,3%--- --- 61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr58,1%40,3%1,6%--- --- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut57,8%33,3%7,4%0,8%0,8%145 ZUFRIEDENHEIT MIT DEM WOHNORT BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F3.4: „Wie zufrieden sind Sie mit dem Ort, an dem Sie leben?” 68 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 4.5 FINANZIELLE SITUATION DES EIGENEN HAUSHALTS „Wie zufrieden sind Sie alles in allem mit der fi nanziellen Situation Ihres Haushalts?” In Karlsruhe sind 38 % der Bürgerinnen und Bürger mit der fi nanziellen Situation ihres Haushalts sehr zufrieden. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) zeigt sich eher zufrieden. Eher unzufrieden äußern sich 8 % der Karlsruherinnen und Karlsruher, aber nur 2 % sind überhaupt nicht zufrieden. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 4.5) Die Streubreite der Antworten auf diese Frage fällt in den deutschen Vergleichsstädten nicht allzu groß aus. In allen Städte erreichen die Antwortanteile der Zufriedenen zusammengefasst Werte zwischen 80 % und 90 %. Mit zusammen 89 % zufriedener Befragter bildet Karlsruhe gleichauf mit Münster und Augsburg die Spitzengruppe. Beim Anteil der sehr Zufriedenen ergeben sich in Münster (42 %), Düsseldorf (41 %), Augsburg und Mannheim (beide 40 %) höhere Werte als in Karlsruhe. Leipzig bleibt mit einem Anteil sehr Zufriedener von nur 29 % deutlich hinter allen anderen deutschen Städten zurück. Unter den europäischen Vergleichsstädten überragt Graz mit 43 % Befragten, die mit der fi nanziellen Situation ihres Haushalts sehr zufrieden sind, alle anderen. Bei der Gesamtzufriedenheit liegt die steirische Landeshauptstadt (86 %) zusammen mit Oulu (86 %) und Genf (82 %) im selben Ergebniskorridor wie die deutschen Städte. Etwas niedriger fällt die fi nanzielle Zufriedenheit dagegen in Strasbourg, Tallinn und Bologna aus. In der letztgenannten Stadt zeigten sich nur 12 % sehr zufrieden. Abbildung 4.5 FINANZIELLE SITUATION DES EIGENEN HAUSHALTS EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 4.5) Mit der fi nanziellen Situation des eigenen Haushalts sind die meisten Karlsruher Befragtengruppen recht zufrieden. Die Antworten liegen deshalb oft in der Nähe des Stadtergebnisses. Einige charakteristische Abweichungen nach oben oder unten sind dennoch festzustellen. Haushalte im Alter zwischen 65 und 75 Jahre fühlen sich fi nanziell sehr gut gestellt – 52,7 % von ihnen sind sehr zufrieden, weitere 41,4 % eher zufrieden (zusammen 94,1 %). Wachsende Haushalte 38% 40% 35% 32% 41% 34% 38% 29% 40% 42% 38% 12% 27% 43% 29% 18% 16% 51% 49% 51% 51% 44% 50% 49% 52% 48% 47% 47% 53% 55% 43% 57% 52% 59% 8% 8% 10% 10% 11% 12% 10% 14% 8% 8% 12% 25% 12% 12% 21% 19% 3% 3% 3% 3% 7% 4% 8% 4% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn sehr zufriedeneher zufriedeneher unzufriedenüberhaupt nicht zufriedenweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU -FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 69 Tabelle 4.5 ZUFRIEDENHEIT MIT DER FINANZIELLEN SITUATION DES EIGENEN HAUSHALTS IN KARLSRUHE im Lebensabschnitt zwischen 30 und 45 Jahren sehen dagegen ihre fi nanzielle Situation etwas ungünstiger (sehr zufrieden nur 29,4 %; eher unzufrieden 12,2 %). Ebenso zeichnen ausländische Befragte ein weniger positives Bild ihrer fi nanziellen Lage – 31 % sind sehr zufrieden, aber 14,4 % sind eher unzufrieden. Sehr gut aufgestellt fühlen sich Paare ohne Kinder, von denen sich zusammen 93,6 % zufrieden zeigen. Unter den Alleinerziehenden ist der höchste Anteil eher Unzufriedener (25,9 %) festzustellen. Nach Bildungsabschluss sind kaum Unterschiede in der Gesamtzufriedenheit zu erkennen, der Anteil sehr Zufriedener liegt allerdings bei den höher Gebildeten jenseits der 40 %-Marke. STADTTEILBEREICHE In den Stadtteilen fallen vor allem die hohen Antwortanteile sehr Zufriedener in den Höhenstadtteilen (55,7 %) und in Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerstock und Rüppurr (48,1 %) auf. Im Kernbereich der Stadt (Innenstadt sowie Ost-, Süd, West- und Südweststadt) ist dagegen der Anteil der mit ihrer fi nanziellen Situation eher Unzufriedenen (10,5 %) etwas erhöht. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201537,6%50,6%8,1%1,6%2,1%1.002 Geschlecht männlich38,1%51,0%7,9%1,8%1,3%466 weiblich37,2%50,2%8,3%1,4%2,9%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre34,4%57,2%4,2%--- 4,2%22 18 bis unter 30 Jahre36,4%53,1%6,8%2,2%1,5%101 30 bis unter 45 Jahre29,4%54,5%12,2%1,4%2,5%285 45 bis unter 65 Jahre38,2%49,0%9,1%1,7%2,0%386 65 bis unter 75 Jahre52,7%41,4%2,3%2,3%1,3%129 75 Jahre und älter41,1%51,2%4,3%--- 3,4%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund37,5%51,1%7,6%1,5%2,3%674 deutsch mit Migrationshintergrund39,9%49,2%7,6%1,7%1,6%257 ausländisch31,0%51,5%14,4%2,3%0,8%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt34,4%50,5%10,0%2,5%2,6%293 Paar ohne Kinder46,3%47,3%4,2%1,1%1,1%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern17,5%54,1%25,9%1,6%0,9%57 Paar mit Kindern34,9%55,7%5,8%2,1%1,5%301 Sonstiger Haushalt36,3%38,2%19,3%0,5%5,7%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss31,8%56,9%8,0%1,4%1,8%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife28,8%59,2%8,5%2,8%0,7%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife42,0%45,9%8,1%1,0%3,0%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss43,0%45,7%8,2%1,5%1,6%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig36,7%54,0%6,4%1,5%1,4%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt36,5%46,6%12,2%2,3%2,4%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung35,8%44,0%14,2%--- 6,0%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos41,1%46,8%7,8%2,0%2,3%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt32,4%53,1%10,5%1,3%2,6%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut38,6%51,3%6,5%1,5%2,1%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim34,4%52,4%8,2%2,7%2,3%180 Höhenstadtteile55,7%33,5%7,4%2,0%1,3%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr48,1%41,1%7,5%1,7%1,6%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut36,0%54,8%6,7%0,9%1,6%145 ZUFRIEDENHEIT MIT DER FINANZIELLEN SITUATION BEFRAGTE MIT ANTWORT sehr zufrieden eher zufrieden eher unzufrieden überhaupt nicht zufrieden weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F3.2: „Wie zufrieden sind Sie mit der finanziellen Situation Ihres Haushalts?” 70 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 4.6 ZAHLUNGSSCHWIERIGKEITEN AM MONATSENDE „Würden Sie sagen, Sie hatten während der letzten zwölf Monate am Ende des Monats Schwierigkeiten beim Bezahlen Ihrer Rechnungen?“ Fast drei Viertel der Karlsruherinnen und Karlsruher (74 %) haben nie Schwierigkeiten, am Monatsende ihre Rechnungen zu bezahlen, bei 9 % der Befragten ist dies nahezu nie der Fall. Von gelegentlichen Zahlungsschwierigkeiten sprechen 12 % der befragten Personen, aber nur 2 % sind „meistens“ am Monatsende in Zahlungsschwierigkeiten. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 4.6) Aus fast allen deutschen Vergleichsstädten liegen ähnliche Ergebnisse vor: 70 % und mehr der befragten Bürgerinnen und Bürger haben nie Zahlungsprobleme. Nimmt man den Antwortanteil „nahezu nie“ hinzu, so werden rund 80 % aller Befragten oder mehr so gut wie nie von Zahlungsschwierigkeiten geplagt. Etwas häufi ger als im Durchschnitt treten Geldnöte lediglich unter den Befragten in Darmstadt und Frankfurt auf. Abbildung 4.6 SCHWIERIGKEITEN BEIM BEZAHLEN VON RECHNUNGEN AM MONATSENDE EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 4.6) In einigen Befragtengruppen werden Abweichungen vom Karlsruher Gesamtergebnis sichtbar. So sehen sich von den 18- bis unter 30-Jährigen nur 61,7 % nie in Zahlungsschwierigkeiten, immerhin 20,3 % sprechen von „nahezu nie“ und 17,3 % von gelegentlichen Zahlungsproblemen. Kaum ein Thema ist Geldknappheit am Monatsende dagegen für die 65-Jährigen und Älteren unter den Karlsruherinnen und Karlsruhern. Auffällig ist, dass ausländische Befragte häufi ger in fi nanziellen Nöten stecken – 21,2 % von ihnen berichten von gelegentlichen Geldengpässen. Wenig überraschend sind die Antworten der Alleinerziehenden. Während einerseits 57,7 % nie Zahlungsprobleme haben, sprechen 28,4 % von gelegentlicher Geldknappheit und 9,7 %, der höchste 74% 76% 71% 70% 72% 70% 73% 76% 71% 73% 9% 9% 9% 10% 11% 9% 9% 9% 12% 9% 12% 11% 14% 11% 10% 12% 12% 11% 12% 11% 3% 3% 5% 4% 6% 4% 3% 4% 4% 3% 3% 4% 3% 3% 3% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Mannheim Münster Stuttgart nienahezu niegelegentlichmeistensweiß nicht/keine Angabe ____ Quelle: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 71 Tabelle 4.6 ZAHLUNGSSCHWIERIGKEITEN AM MONATSENDE DER BEFRAGTEN IN KARLSRUHE Wert in allen Befragtengruppen, sehen sich sogar meistens am Monatsende in Zahlungsschwierigkeiten. Nach Bildungsabschlüssen treten fi nanzielle Schwierigkeiten in unteren und mittleren Bildungsschichten etwas häufi ger auf als bei höherer Bildung. Schließlich sind teilzeit- oder geringfügig Beschäftigte in leicht erhöhtem Umfang von Geldknappheit am Monatsende betroffen. STADTTEILBEREICHE Lediglich im Kernbereich der Stadt (Innenstadt sowie Ost-, Süd-, West- und Südweststadt) ist der Anteil der Befragten erhöht, die davon sprechen „nahezu nie“ (14,4 %) oder „gelegentlich“ (13,7 %) in Zahlungsschwierigkeiten zu stecken. Dies deckt sich zu einem großen Teil mit den Antworten der 18- bis unter 30-Jährigen, deren bevorzugter Wohnort dieser Stadtbereich ist. In allen anderen Stadtquartieren werden fi nanzielle Engpässe eher verneint. insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201573,9%9,1%11,6%2,3%3,0%1.002 Geschlecht männlich75,4%9,0%11,9%1,2%2,5%466 weiblich72,5%9,3%11,3%3,5%3,5%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre81,4%--- --- --- 18,6%22 18 bis unter 30 Jahre61,7%20,3%17,3%0,7%--- 101 30 bis unter 45 Jahre74,1%7,4%11,8%3,1%3,6%285 45 bis unter 65 Jahre69,2%10,5%12,8%4,1%3,3%386 65 bis unter 75 Jahre89,2%0,4%7,7%0,5%2,2%129 75 Jahre und älter90,6%2,6%3,4%0,8%2,6%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund75,3%9,0%10,8%1,9%3,0%674 deutsch mit Migrationshintergrund74,7%8,6%11,1%2,7%2,9%257 ausländisch59,8%12,5%21,2%4,8%1,7%66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt79,0%4,9%10,7%2,7%2,7%293 Paar ohne Kinder79,9%6,3%9,1%1,5%3,2%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern57,7%4,1%28,4%9,7%--- 57 Paar mit Kindern71,9%11,0%12,1%2,1%2,9%301 Sonstiger Haushalt60,4%21,6%11,8%2,2%4,0%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss65,4%11,1%15,6%3,5%4,5%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife70,7%8,1%16,4%2,0%2,8%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife72,1%14,1%9,4%2,5%1,9%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss80,7%6,4%8,6%2,1%2,2%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig74,1%10,1%11,0%2,3%2,5%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt60,2%15,8%16,7%3,8%3,5%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung69,1%14,4%14,7%--- 1,8%37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos85,3%2,2%7,7%2,3%2,5%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt67,2%14,4%13,7%2,0%2,7%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut75,3%8,2%10,4%1,8%4,3%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim74,0%8,8%11,7%3,2%2,3%180 Höhenstadtteile83,3%3,3%8,8%1,3%3,2%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr76,0%7,8%9,6%5,1%1,6%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut79,4%4,3%11,1%1,9%3,3%145 nie keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) BEFRAGTE MIT ANTWORT meistensgelegentlichnahezu nie ZAHLUNGSSCHWIERIGKEITEN AM MONATSENDE F14:„Würden Sie sagen, Sie hatten während der letzten 12 Monate am Ende des Monats Schwierigkeiten beim Bezahlen Ihrer Rechnungen?” 5 SICHERHEIT IN DER STADT 74 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH 5.1 SICHERHEITSGEFÜHL IN KARLSRUHE ALLGEMEIN „Ich fühle mich in ... sicher. Wie sehr stimmen Sie dieser Aussage zu?” In Karlsruhe stimmen der Aussage „Ich fühle mich in Karlsruhe sicher“ 32 % der Bürgerinnen und Bürger sehr zu und fast die Hälfte (48 %) stimmt eher zu, sodass zusammen 80 % der Befragten eine positive Feststellung zu ihrem Sicherheitsgefühl treffen. Negativ äußern sich insgesamt 19 % der Karlsruherinnen und Karlsruher – 16 % stimmen eher nicht zu und 3 % stimmen überhaupt nicht zu. STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 5.1) Die Meinungen zu diesem Thema gehen in den Vergleichsstädten weit auseinander. Mehr oder weniger die Hälfte der Befragten stimmt jeweils der Aussage „eher zu“. Große Unterschiede zeigen sich im Anteil derjenigen, die voll und ganz mit dem Satz einverstanden sind. In den deutschen Vergleichsstädten liegen hohe positive Voten hierzu in Münster (49 %), Augsburg (47 %) und Darmstadt (40 %) vor, besonders niedrig fällt dieser Antwortanteil in Mannheim (22 %) und Leipzig (25 %) aus. Karlsruhe (32 %) befi ndet sich somit im hinteren Mittelfeld. Ablehnende Voten fallen wiederum in Mannheim und Leipzig hoch aus (zusammen 26 % beziehungsweise 22 %). Noch weiter gehen die Auffassungen zum persönlichen Sicherheitsgefühl in den europäischen Vergleichsstädten auseinander. Die volle Zustimmung liegt in Oulu bei 59 % und Graz bei 53 %. Entsprechend gering fällt die Ablehnung aus. Alle anderen Vergleichsstädte votieren weitaus zurückhaltender. Besonders niedrig ist der Anteil voller Zustimmung in Bologna (13 %). In den übrigen Städten stimmt rund ein Viertel der Befragten sehr zu. Betrachtet man die positiven Antwortanteile zusammen, so wird immerhin in fünf der sechs Städte etwa ein Zustimmungsniveau erreicht, das den deutschen Städten entspricht. Lediglich in Bologna lehnen große Teile der Befragten die Aussage ab („stimme eher nicht zu“ 25 %; „stimme überhaupt nicht zu“ 15 %). Abbildung 5.1 SICHERHEITSGEFÜHL ALLGEMEIN EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 5.1) Auch in den Karlsruher Ergebnissen manifestieren sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Befragtengruppen vor allem im Anteil derjenigen, die „sehr zustimmen“. Volle Zustimmung kommt von 37 % der Männer aber nur von 27,7 % der Frauen. Letztere stimmen umgekehrt zu 20,4 % nicht zu (Männer 12,2 %). In den Altersgruppen geht 32% 47% 37% 40% 35% 30% 35% 25% 22% 49% 36% 13% 24% 53% 59% 24% 27% 48% 42% 51% 48% 49% 49% 49% 51% 52% 43% 52% 47% 55% 39% 33% 52% 61% 16% 9% 9% 10% 13% 17% 12% 19% 20% 7% 10% 25% 6% 7% 15% 8% 3% 3% 3% 4% 3% 6% 15% 5% 8% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 75 Tabelle 5.1 SICHERHEITSGEFÜHL IN KARLSRUHE mit steigendem Alter die volle Zustimmung fortlaufend zurück, während die Ablehnung zunimmt. Hohe (volle) Übereinstimmung signalisieren die Jugendlichen unter 18- Jahren (50 %) sowie die 18- bis unter 30-Jährigen (44 %). Diese Altersgruppe bildet sich wiederum bei den Befragten mit Abitur oder Hochschulreife (37,9 %) und den Schülern, Studierenden und in Berufsausbildung Stehenden (46,7 %) ab. Von höher Gebildeten kommt generell vermehrte Zustimmung zur Aussage, „Ich fühle mich in Karlsruhe sicher“. Ausländische Befragte gehen in erhöhtem Maße von einem sicheren Karlsruhe aus („stimme sehr zu“ 35,5 %). STADTTEILBEREICHE In den Stadtteilen bilden sich einmal die bevorzugten Wohnquartiere der Bevölkerungsgruppen ab. Für den Kernbereich mit Innenstadt, Ost-, Süd-, West- und Südweststadt bedeutet dies überaus hohe Zustimmung der dort bevorzugt lebenden jüngeren Bevölkerung. Dagegen votieren die Nordstadtteile (einschließlich Knielingen) erheblich negativer („stimme eher nicht zu“ 22,4 %). Auch im Karlsruher Osten (Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim) fällt das Urteil schlechter aus. Die beste Einschätzung kommt aus den Höhenstadtteilen („stimme sehr zu“ 48,7 %). insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201532,4%47,5%16,3%3,2%0,6%1.002 Geschlecht männlich37,0%47,9%12,2%2,9%--- 466 weiblich27,7%47,2%20,4%3,5%1,1%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre50,0%40,0%8,5%1,4%--- 22 18 bis unter 30 Jahre44,0%43,3%11,2%1,5%--- 101 30 bis unter 45 Jahre31,4%49,5%15,7%3,4%--- 285 45 bis unter 65 Jahre30,3%49,4%16,3%3,0%1,0%386 65 bis unter 75 Jahre27,5%43,3%24,3%4,9%--- 129 75 Jahre und älter18,8%53,9%18,8%5,1%3,4%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund30,8%47,8%16,7%3,8%0,9%674 deutsch mit Migrationshintergrund34,5%47,7%16,1%1,7%--- 257 ausländisch35,5%47,9%14,9%1,6%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt29,5%53,2%12,9%4,1%0,3%293 Paar ohne Kinder27,5%50,4%17,7%4,1%0,4%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern35,1%40,5%24,4%--- --- 57 Paar mit Kindern35,4%46,0%16,7%1,2%0,7%301 Sonstiger Haushalt42,5%40,6%11,3%5,7%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss29,2%49,3%13,7%7,1%0,7%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife26,4%43,1%24,7%3,8%2,0%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife37,9%47,7%12,0%2,4%--- 184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss34,6%49,6%14,7%1,1%--- 434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig35,3%45,9%15,7%2,4%0,7%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt29,2%47,4%19,4%4,0%--- 171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung46,7%49,7%3,6%--- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos25,4%49,3%20,2%4,2%0,9%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt30,4%49,7%14,9%4,9%--- 311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut27,8%46,8%22,4%3,0%--- 216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim26,6%52,8%17,3%2,1%1,3%180 Höhenstadtteile48,7%38,6%9,7%1,0%2,0%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr34,9%45,1%18,0%--- 1,9%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut40,9%43,7%10,7%4,4%0,3%145 SICHERHEIT (ALLGEMEIN) BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.11: „Ich fühle mich in Karlsruhe sicher. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 76 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 5.2) Die Einschätzung des Sicherheitsgefühls in der Wohngegend fällt in den deutschen Vergleichsstädten relativ einhellig aus. Ähnlich den Antworten in Karlsruhe stimmt etwa die Hälfte der Befragten der Aussage sehr zu, weitere etwa 40 % stimmen eher zu. Überdurchschnittlich positiv äußern sich die Menschen in Münster und Augsburg. Dort entfallen auf „stimme sehr zu“ 58 % beziehungsweise 55 % der Befragten. Etwas ungünstiger als im Durchschnitt äußern sich die Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt und Mannheim. Auf die Aussage „Ich fühle mich in meiner Wohngegend sicher“ reagieren in Karlsruhe 47 % der Befragten mit voller Zustimmung, 43 % stimmen eher zu. Eher Ablehnung kommt von 9 % der Karlsruherinnen und Karlsruher, aber nur 1 % lehnen den Satz vollkommen ab. Abbildung 5.2 SICHERHEITSGEFÜHL IN DER WOHNGEGEND 5.2 SICHERHEITSGEFÜHL IN DER WOHNGEGEND „Ich fühle mich in meiner Wohngegend sicher. Wie sehr stimmen Sie dieser Aussage zu?” In den europäischen Vergleichsstädten gehen die Auffassungen zur Sicherheit im Wohngebiet weit auseinander. Sehr positive Einschätzungen liegen in Oulu und Graz vor, wo 77 % beziehungsweise 69 % der Befragten der Aussage sehr zustimmen. In Genf, Tallinn und Strasbourg werden die Verhältnisse ähnlich eingeschätzt wie in deutschen Städten. In Bologna wird dagegen auch die Sicherheit im Wohngebiet fast so ungünstig eingeschätzt wie in der Stadt insgesamt – nur von 20 % der Befragten kommt volle Zustimmung zur These der sicheren Wohngegend, immerhin 44 % stimmen eher zu. Mit zusammen 35 % liegt die Ablehnung des Statements aber ebenso weit über dem Durchschnitt wie bei der vorigen Frage. 47% 55% 50% 48% 48% 45% 51% 45% 44% 58% 49% 20% 40% 69% 77% 46% 43% 43% 35% 43% 45% 42% 41% 41% 45% 45% 35% 43% 44% 49% 26% 20% 39% 50% 9% 8% 5% 5% 8% 12% 6% 8% 7% 6% 6% 20% 7% 4% 3% 9% 6% 4% 15% 3% 6% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 | EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 77 von Schülern, Studierenden und Auszubildenden repräsentiert wird („stimme sehr zu“ 65,8 %). Auch von ausländischen Befragten wie von höher Gebildeten kommt wiederum überdurchschnittliche Zustimmung. Dagegen formulieren vor allem Befragte mit Realschulabschluss und Mittlerer Reife in erhöhtem Maß Ablehnung („stimme eher nicht zu“ 15,1 %). STADTTEILBEREICHE Das Sicherheitsgefühl in der eigenen Wohngegend ist durch- gängig in allen Karlsruher Stadtteilen auf gleichmäßig hohem Niveau und liegt jeweils nahe am Karlsruher Durchschnittswert. EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 5.2) Die Sicherheit in der Wohngegend wird von allen Karlsruher Befragtengruppen durchgängig besser eingeschätzt als die Sicherheit in der Stadt generell. Zwar zeigen sich die Unterschiede zwischen Männern und Frauen hier ebenso („stimme sehr zu“ 50,5 % zu 42,8 %), die Bewertungen werden jedoch mit steigendem Lebensalter nicht fortwährend schlechter. Auch unter den 75-Jährigen und Älteren herrscht eine Gesamtzustimmung von 85,5 %. Die übrigen Abweichungen einzelner Gruppen verlaufen hier analog zu den Ergebnissen in Kapitel 5.1. Besondere Zustimmung kommt von der jüngeren Bevölkerung, die in hohem Maß Tabelle 5.2 SICHERHEITSGEFÜHL IN DER WOHNGEGEND IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201546,7%42,7%9,2%1,2%0,1%1.002 Geschlecht männlich50,5%41,4%6,9%1,2%--- 466 weiblich42,8%44,1%11,6%1,2%0,2%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre55,8%28,5%9,9%5,7%--- 22 18 bis unter 30 Jahre61,3%34,2%4,5%--- --- 101 30 bis unter 45 Jahre44,0%44,1%11,1%0,7%--- 285 45 bis unter 65 Jahre43,1%46,4%8,1%2,0%0,4%386 65 bis unter 75 Jahre40,1%46,9%12,6%0,4%--- 129 75 Jahre und älter44,4%41,1%12,0%2,6%--- 79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund45,7%43,1%9,8%1,2%0,2%674 deutsch mit Migrationshintergrund47,2%43,6%8,1%1,0%--- 257 ausländisch54,0%34,3%9,6%2,1%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt47,3%41,2%9,7%1,8%--- 293 Paar ohne Kinder42,1%45,9%11,3%0,6%--- 293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern39,3%46,6%11,6%2,5%--- 57 Paar mit Kindern47,1%43,1%8,6%0,8%0,3%301 Sonstiger Haushalt66,3%31,5%1,8%0,4%--- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss40,9%46,6%10,6%1,2%0,7%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife42,4%41,0%15,1%1,5%--- 220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife53,7%42,8%2,7%0,8%--- 184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss48,7%41,8%8,8%0,7%--- 434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig47,8%42,5%8,2%1,3%0,2%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt44,2%44,8%9,6%1,5%--- 171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung65,8%30,0%4,2%--- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos42,2%44,9%12,0%0,9%--- 289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt41,6%46,4%9,5%2,5%--- 311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut49,3%41,2%9,5%--- --- 216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim47,2%41,7%10,1%0,3%0,6%180 Höhenstadtteile53,4%40,6%4,9%1,1%--- 61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr57,6%35,8%6,7%--- --- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut42,5%44,0%10,9%2,5%--- 145 SICHERHEIT (WOHNGEGEND) BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.12: „Ich fühle mich in meiner Wohngegend sicher. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 78 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 5.3) Antwortanteile in einem ähnlichen gegenseitigen Verhältnis liegen in allen Vergleichsstädten vor. Wie schon bei den anderen Sicherheitsfragen fallen die Voten in Münster und Augsburg besonders positiv aus („stimme sehr zu“ 70 % beziehungsweise 65 %). Etwas verhaltener antworten lediglich die Mannheimer Befragten. Hier liegt die volle Zustimmung nur bei 47 %, während in nennenswertem Umfang auch Ablehnung erkennbar ist (zusammen 7 %). Da sich das Sicherheitsgefühl tagsüber sehr von der gefühlten Sicherheit nachts unterscheidet, wurde die Fragestellung in dieser Richtung weiter vertieft. Diese Aufgliederung geschah allerdings nur in der gemeinsamen Städteumfrage, nicht im EU-Flash Barometer. Ein Vergleich wird weiter dadurch eingeschränkt, dass die Tag-/Nacht-Unterscheidung in Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart nicht abgefragt wurde. Der Aussage „Ich fühle mich in Karlsruhe tagsüber sicher“ stimmen 53 % der Karlsruherinnen und Karlsruher sehr zu, weitere 42 % stimmen eher zu. Nur von zusammen 5 % der Befragten kommt Ablehnung. Abbildung 5.3 SICHERHEITSGEFÜHL TAGSÜBER 5.3 SICHERHEITSGEFÜHL TAGSÜBER „Ich fühle mich in ... tagsüber sicher. Wie sehr stimmen Sie dieser Aussage zu?” 53% 65% 55% 60% 59% 47% 70% 42% 32% 41% 36% 37% 45% 28% 4% 4% 4% 3% 5% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Mannheim Münster Stuttgart stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quelle: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 79 STADTTEILBEREICHE In den Stadtteilen werden keine auffälligen Abweichungen sichtbar. EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 5.3) Die Antwortanteile in den einzelnen Karlsruher Befragten- gruppen folgen den Bewertungsstrukturen der Sicherheit in der Stadt insgesamt. Unterschiede zwischen Männern und Frauen, rückläufi ge Zustimmung nach Alter und besonders gute Einschätzungen bei jüngeren Befragten, Ausländern, gut Gebildeten, Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden prägen auch diese Ergebnisse. Tabelle 5.3 SICHERHEITSGEFÜHL TAGSÜBER IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201552,8%41,5%4,2%0,9%0,6%1.002 Geschlecht männlich57,2%38,7%3,0%0,5%0,6%466 weiblich48,5%44,4%5,4%1,3%0,5%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre63,0%35,6%1,4%--- --- 22 18 bis unter 30 Jahre73,0%24,1%3,0%--- --- 101 30 bis unter 45 Jahre52,9%44,2%2,5%0,3%0,2%285 45 bis unter 65 Jahre46,7%45,4%4,6%2,0%1,3%386 65 bis unter 75 Jahre45,5%46,8%6,8%0,9%--- 129 75 Jahre und älter38,5%51,3%7,7%0,8%1,7%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund51,7%41,5%4,9%1,2%0,7%674 deutsch mit Migrationshintergrund52,4%44,2%3,0%--- 0,4%257 ausländisch64,2%31,5%2,8%1,5%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt50,0%44,4%4,8%0,4%0,3%293 Paar ohne Kinder48,2%44,7%5,8%0,9%0,4%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern43,1%50,3%6,6%--- --- 57 Paar mit Kindern54,7%40,7%2,8%0,7%1,0%301 Sonstiger Haushalt73,1%25,2%1,8%--- --- 53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss51,5%37,1%9,4%1,3%0,7%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife42,1%48,7%6,9%0,4%1,9%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife60,2%37,9%1,4%0,3%0,2%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss56,7%40,4%2,2%0,7%--- 434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig54,8%40,4%3,0%1,2%0,7%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt49,3%45,7%3,7%0,5%0,8%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung82,7%17,3%--- --- --- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos43,2%48,5%6,9%0,9%0,5%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt54,6%38,9%4,4%2,1%--- 311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut53,9%39,9%6,3%--- --- 216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim48,5%47,3%2,0%0,8%1,4%180 Höhenstadtteile49,1%41,6%4,7%2,0%2,7%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr56,8%38,0%5,2%--- --- 82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut51,8%44,6%2,8%--- 0,9%145 SICHERHEIT (TAGSÜBER) Anteile an den Befragten (gew.) BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe F2.13: „Ich fühle mich in Karlsruhe tagsüber sicher. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 80 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH STÄDTEVERGLEICH (siehe Abbildung 5.4) Der Vergleich zeigt, dass die Sicherheitslage in Karlsruhe nachts recht ungünstig bewertet wird. Karlsruhe liegt vor Mannheim auf dem zweitniedrigsten Rang. In mehreren Städten kommt volle Zustimmung von einem Fünftel bis einem Viertel der Befragten. Nur in Mannheim liegt der Anteil der Befragten, die überhaupt nicht zustimmen, mit 14 % noch höher. Nachts liegt die gefühlte Sicherheit sehr viel niedriger. So stimmen der Aussage „Ich fühle mich in Karlsruhe nachts sicher“ 16 % der Befragten sehr zu, 40 % stimmen eher zu. Dagegen kommt eher Ablehnung von 29 % der Karlsruherinnen und Karlsruher und 12 % stimmen überhaupt nicht zu. Abbildung 5.4 SICHERHEITSGEFÜHL BEI NACHT 5.4 SICHERHEITSGEFÜHL NACHTS „Ich fühle mich in ... nachts sicher. Wie sehr stimmen Sie dieser Aussage zu?” 16% 26% 20% 25% 19% 12% 26% 40% 42% 46% 45% 46% 38% 47% 29% 23% 26% 23% 24% 33% 22% 12% 5% 5% 5% 7% 14% 3% 3% 4% 3% 4% 3% 0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Mannheim Münster Stuttgart stimme sehr zustimme eher zustimme eher nicht zustimme überhaupt nicht zuweiß nicht/keine Angabe ____ Quelle: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 81 STADTTEILBEREICHE Wiederum urteilt der Norden und Osten Karlsruhes mit unterdurchschnittlicher Zustimmung. In den Höhenstadtteilen ist mehr als ein Fünftel der Befragten (21,3 %) überhaupt nicht einverstanden mit der Aussage, man fühle sich in Karlsruhe sicher. In den übrigen Quartieren variieren die Einschätzungen nur wenig um den Durchschnittswert. EINSCHÄTZUNG IN KARLSRUHE (siehe Tabelle 5.4) Das niedrige Zustimmungsniveau zu dieser Aussage zieht sich durch alle Befragtengruppen. Ein etwas günstigeres Urteil kommt auch beim Sicherheitsgefühl bei Nacht von denselben Gruppen wie tagsüber. Vor allem die jüngere Bevölkerung sieht die Verhältnisse etwas günstiger, während sich Befragte ab 45 Jahre zunehmend kritisch zur Sicherheitslage bei Nacht äußern. Tabelle 5.4 SICHERHEITSGEFÜHL NACHTS IN KARLSRUHE insg. 1.002 Karlsruhe insgesamt 201516,0%39,9%29,0%11,7%3,4%1.002 Geschlecht männlich20,6%44,2%23,4%9,7%2,2%466 weiblich11,5%35,6%34,6%13,7%4,7%536 Altersgruppen 15 bis unter 18 Jahre21,5%52,9%15,6%9,9%--- 22 18 bis unter 30 Jahre23,7%46,6%22,5%6,4%0,8%101 30 bis unter 45 Jahre19,8%40,0%27,1%13,1%--- 285 45 bis unter 65 Jahre12,6%38,7%31,4%11,9%5,4%386 65 bis unter 75 Jahre8,6%37,0%34,2%14,9%5,4%129 75 Jahre und älter9,4%28,3%36,8%13,6%11,9%79 Staatsangehörigkeit deutsch ohne Migrationshintergrund15,3%39,6%29,6%11,9%3,5%674 deutsch mit Migrationshintergrund16,1%41,7%25,2%12,8%4,2%257 ausländisch20,0%35,6%38,5%6,0%--- 66 Haushaltstyp Alleinlebend/Singlehaushalt16,0%42,0%27,6%10,2%4,1%293 Paar ohne Kinder14,3%36,6%32,3%12,0%4,8%293 Alleinerziehend mit Kind/Kindern17,4%31,2%30,8%20,6%--- 57 Paar mit Kindern15,4%43,8%27,5%10,2%3,0%301 Sonstiger Haushalt25,0%37,0%24,1%13,0%0,9%53 Bildungsabschluss Volks-/Haupt-/Sonderschul-/kein Abschluss12,4%29,1%31,3%18,5%8,8%150 Realschulabschluss/Mittlere Reife10,1%37,9%34,3%14,7%3,0%220 Abitur/Hochschulreife/Fachhochschulreife20,8%40,5%28,6%8,3%1,8%184 Hochschul-/Fachhochschulabschluss18,7%45,2%25,5%8,5%2,2%434 Erwerbsstatus ganztags berufstätig19,8%42,1%24,8%10,2%3,2%482 teilzeit, geringfügig bzw. stundenweise beschäftigt10,5%34,6%37,9%15,5%1,5%171 Schüler(in)/Student(in), Berufsausbildung29,1%56,1%13,0%1,8%--- 37 Rentner/-in, Hausfrau/-mann, arbeitslos9,4%34,2%35,9%14,3%6,2%289 Wohnort Innenstadt, Ost-/Süd-/West-/Südweststadt18,3%40,2%29,7%10,7%1,2%311 Nordwest-/Nord-/Waldstadt, Knielingen, Neureut17,1%33,4%32,5%15,2%1,7%216 Durlach, Grötzingen, Hagsfeld, Rintheim10,2%45,7%29,7%9,0%5,4%180 Höhenstadtteile18,3%39,2%15,0%21,3%6,2%61 Beiertheim-Bulach, Weiherfeld-Dammerst., Rüppurr19,4%37,5%32,6%6,2%4,3%82 Mühlburg, Daxlanden, Grünwinkel, Oberreut12,5%44,3%26,3%10,9%5,9%145 SICHERHEIT (NACHTS) BEFRAGTE MIT ANTWORT stimme sehr zu stimme eher zu stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu weiß nicht/ keine Angabe Anteile an den Befragten (gew.) F2.14: „Ich fühle mich in Karlsruhe nachts sicher. – Inwieweit stimmen Sie dieser Aussage zu?” 6 WICHTIGSTE THEMEN IN DER STADT 84 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH genannt, zum anderen brachten die Befragten aber auch Themen nach vorne, die für die spezifi sche Struktur der jeweiligen Stadt hohe Bedeutung haben. Die dargestellten Themenbereiche sind deshalb nicht nur als reine Problemaufl istung zu verstehen. In Abbildung 6.1 sind die drei Top-Themen in den einzelnen Städten mit ihrem jeweiligen Antwortanteil dargestellt. Die abschließende Frage in beiden Erhebungen befasste sich mit den aus Sicht der Befragten bedeutungsvollsten Dingen in der Stadt: „Welche der folgenden Themen sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten für Ihre Stadt?“ Aus den in den einzelnen Städten gegebenen Antworten kann rückgeschlossen werden, dass die Frage in zweifacher Hinsicht verstanden wurde. Einmal wurden wichtige Problembereiche 6 WICHTIGSTE THEMEN IN DER STADT 6.1 ÜBERBLICK Abbildung 6.1 DIE DREI WICHTIGSTEN THEMEN FÜR DIE JEWEILIGE STADT 1) „Welche der folgenden Themen sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten für Ihre Stadt?” – Antwortanteile der meistgenannten Themen – 45% 51% 54% 49% 46% 48% 47% 49% 50% 50% 46% 48% 51% 50% 60% 38% 30% 37% 33% 31% 38% 46% 48% 36% 33% 35% 30% 45% 29% 51% 33% 35% 42% 52% 36% 31% 33% 47% 31% 33% 56% 32% 37% 57% 41% 38% 37% 54% 57% 39% 49% 0%20%40%60%80%100%120%140%160% Karlsruhe Augsburg Braunschweig Darmstadt Düsseldorf Frankfurt Freiburg Leipzig Mannheim Münster Stuttgart Bologna Genf Graz Oulu Strasbourg Tallinn ____ 1) Mehrfachnennungen waren möglich, daher Summen größer als 100 % Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 Bildung und Ausbildung Wohnungswesen Sicherheit Infrastruktur der Straßen Arbeitslosigkeit Öffentlicher Personennahverkehr Soziale Einrichtungen Gesundheitsversorgung Luftverschmutzung AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 85 Bildung und Ausbildung sind in allen Städten – mit Ausnahme der ältesten Universitätsstadt Europas (Bologna) – von teilweise mehr als der Hälfte der Befragten als wichtiges Thema genannt worden. In Karlsruhe weisen 45 % der befragten Personen Bildung und Ausbildung eine hohe Bedeutung zu. Diese generelle Schwerpunktsetzung hängt natürlich mit der Auswahl der Karlsruher Vergleichsstädte zusammen. Es handelt sich ausnahmslos um Universitätsstädte. Die höchste Bedeutung geben die Bürgerinnen und Bürger von Oulu (60 %) dem Bildungsthema. In der Häufi gkeit der Nennung als wichtiges Thema folgt danach das Wohnungswesen, das sicherlich als Problembereich im Leben der betreffenden Städte gelten kann. In Karlsruhe nannten 37 % der Befragten das Wohnungswesen als wichtiges Thema. In allen anderen Städten, in denen das Wohnen unter den Top-Drei-Themen auftaucht, entfallen darauf höhere Antwortanteile, so zum Beispiel in Münster 57 %, in Freiburg 56 % und in Genf 51 %. Die Engpässe auf dem Wohnungsmarkt hängen in erheblichem Maße mit dem Status der Städte als Universitätsstandorte zusammen. Die Infrastruktur der Straßen genießt in sechs Städten hohe Aufmerksamkeit. Jeweils rund ein Drittel der Befragten in Augsburg (33 %), Braunschweig (31 %), Darmstadt (38 %), Leipzig (33 %) und Mannheim (35 %) sehen darin ein wichtiges Thema. Im europäischen Vergleich hat die Straßeninfrastruktur in Tallinn (52 %) höchste Bedeutung. Dort sieht sogar die Mehrheit der befragten Bürgerinnen und Bürgern dieses Handlungsfeld als schwerwiegend an. Zu diesen Antworten trugen sicherlich die (auch in den Medien breit diskutierten) umfänglichen Straßenbauarbeiten in der estnischen Hauptstadt im Sommer 2015 bei. In den anderen europäischen Städten wird das Thema dagegen nachrangig betrachtet und wird nicht in den Top-Drei-Anliegen genannt. Mit erheblichem Gewicht versehen die Karlsruherinnen und Karlsruher den Bereich Sicherheit – 36 % der Befragten betrachten sie als wichtiges Thema. Dies ist auch in weiteren vier deutschen Städten der Fall, in Mannheim (37 %), Düsseldorf (31 %), Frankfurt (33 %) und Leipzig (32 %). Unter den europäischen Vergleichsstädten erscheint die Sicherheitsthematik nur in Bologna unter den Top-Drei- Themen (38 %). Die Gesundheitsversorgung gilt nur den Bürgerinnen und Bürgern in Augsburg (31 %) und Braunschweig (33 %) als bedeutsam. In Augsburg schlägt sich im Antwortanteil sicherlich auch die gesundheitspolitische Diskussion um das Augsburger Klinikum nieder, das ab 2019 zur sechsten bayrischen Universitätsklinik werden soll. Die Entscheidung wurde kurz vor der Feldphase der Umfrage getroffen. In den europäischen Vergleichsstädten genießt die Gesundheits- versorgung eine höhere Bedeutung. In vier der sechs Städte rückten die Befragten das Thema unter die Top-Drei-Belange. In Oulu halten 57 % der befragten Personen das Gesundheits- wesen für wichtig, in Tallinn 49 %. In Genf (37 %) und Bologna (29 %) liegen die Antwortanteile dagegen niedriger. Die Luftverschmutzung fi ndet sich in drei Städten unter den Top-Drei-Themen – in allen drei wird die Luftreinhaltung seit Jahren diskutiert, sodass die Positionierung des Themas nicht überrascht. Stuttgart (41 %) kämpft seit geraumer Zeit mit der Feinstaubproblematik, Graz (54 %) leidet an seiner Lage in einem austauscharmen Becken am Ostrand der Alpen und in Strasbourg (39 %) führt die ringförmig durch das Stadtgebiet führende Autobahn zu einer sensiblen Wahrnehmung der von ihr ausgehenden Luftbelastung. Die Arbeitslosigkeit wird in deutschen Städten nicht sehr hoch in der Wichtigkeit eingestuft und erreicht in keiner Stadt eine Platzierung unter den drei bedeutendsten Themen. In drei europäischen Städten gilt die Thematik den Bürgerinnen und Bürger dagegen als hochwichtig. In Bologna macht fast die Hälfte der Befragten (48 %) den Arbeitsmarkt zum Topthema – nicht zuletzt Ausdruck des schwierigen Arbeitsmarktzugangs für Universitätsabsolventen und Berufseinsteiger in Italien. Auch in Strasbourg (42 %) rücken die Befragten die Arbeitslosigkeit ganz nach vorne. Etwas überraschend ist die Bedeutung der Arbeitsmarktthematik im Technologieschwerpunkt Oulu. Offenbar kann der örtliche Arbeitsmarkt die im Studien- und Forschungsschwerpunkt angezogenen Studierenden und Berufsanfänger nicht im gewünschten Maß aufnehmen. 86 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH Gesamtübersicht der Ergebnisse dargestellt und auf einzelne Aspekte vertieft eingegangen (siehe Tabelle 6.1). In Kapitel 6.1 sind jeweils nur die drei wichtigsten Themen in den einzelnen Städten dargestellt. Um eine vollständige Betrachtung zu ermöglichen, wird im Folgenden eine 6.2 AUSGEWÄHLTE THEMENBEREICHE IM DETAIL Tabelle 6.1 WICHTIGSTE THEMEN FÜR DIE JEWEILIGE STADT 1) Bildung und Ausbildung Infrastruktur der Straßen Soziale Einrich- tungen Wohnungs- wesen Arbeits- losigkeit Gesund- heits- versorgung Öffentlicher Personen- nahverkehr Sicherheit Luftver- schmutzung Lärm Karlsruhe45%31%26%37%19%27%26%36%19%15% Augsburg51%33%30%28%27%31%28%31%18%8% Braunschweig54%31%28%30%26%33%26%29%16%10% Darmstadt49%38%26%47%14%28%23%23%20%18% Düsseldorf46%28%28%46%17%28%26%31%20%14% Frankfurt48%19%28%48%21%29%23%33%18%24% Freiburg47%20%36%56%18%22%25%22%16%16% Leipzig49%33%31%16%29%26%16%32%16%13% Mannheim50%35%26%25%26%30%20%37%22%13% Münster50%27%30%57%16%26%24%24%9%10% Stuttgart46%29%22%45%15%26%28%22%41%13% Bologna23%21%15%15%48%29%22%38%25%7% Genf51%12%16%51%32%37%30%34%18%9% Graz50%15%21%26%25%30%33%21%54%13% Oulu60%17%19%28%35%57%24%32%8%2% Strasbourg38%22%14%25%42%32%30%34%39%12% Tallinn30%52%26%11%22%49%8%16%11%11% WICHTIGSTE THEMEN FÜR DIE JEWEILIGE STADT Anteile an den Befragten ____ 1) Mehrfachnennungen waren möglich, daher Summen größer als 100 % Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 „Welche der folgenden Themen sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten für Ihre Stadt?” Aufgrund der Auswahl der Karlsruher Vergleichsstädte hat das Thema Bildung und Ausbildung eine durchgängig hohe Bedeutung – mit einer einzigen Ausnahme: Bologna (23 %). Mit einem Antwortanteil von 45 % liegt Karlsruhe allerdings im hinteren Mittelfeld. Bei der Infrastruktur der Straßen fällt eine Interpretation der unterschiedlichen Ergebnisse schwer. Die Antworten können sich sowohl auf das Straßennetz als auch auf den Straßenzustand beziehen. Hinter dem „Spitzenreiter“ in der Wichtigkeit Tallinn (52 %) folgen nahezu alle deutschen Vergleichsstädte, von denen Darmstadt und Mannheim Antwortanteile von mehr als einem Drittel aufweisen. Karlsruhe liegt mit 31 % leicht darunter. Am Ende der Reihenfolge stehen mit Oulu (17 %), Graz (15 %) und Genf (12 %) Städte, in denen die Befragten der Straßeninfrastruktur kaum Bedeutung beimessen. Soziale Einrichtungen werden in allen deutschen Vergleichsstädten mit eher hoher Wichtigkeit versehen – an der Spitze steht Freiburg mit 36 %. In Karlsruhe erachten 26 % der Befragten soziale Einrichtungen als wichtiges Thema. Auffällig ist, dass – mit Ausnahme von Tallinn (26 %) – die soziale Infrastruktur in den europäischen Städten deutlich geringer gewichtet wird. Insbesondere in Genf (16 %), Bologna (15 %) und Strasbourg (14 %) rücken die Befragten das Thema eher nach hinten. Es gibt eine ganze Reihe von Städten, in denen die Befragten das Wohnungswesen mit einer höheren Wichtigkeit versehen als in Karlsruhe – siehe Abbildung 6.2. Darunter sind vor allem die klassischen Studentenstädte Münster (57 %), Freiburg (56 %), Genf (51 %) oder Darmstadt (47 %). Karlsruhes Mittelfeldplatz (37 %) gibt im Vergleich somit eine eher gemäßigte Einschätzung der Betroffenen zur Wohnungsmarktsituation wieder. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 87 Abbildung 6.2 WICHTIGSTE THEMEN FÜR DIE JEWEILIGE STADT 1) „Welche der folgenden Themen sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten für Ihre Stadt?” Auf das Thema Arbeitslosigkeit entfallen in den deutschen Städten nur Antwortanteile unter 30 %. In Karlsruhe sind es 19 %, in anderen prosperierenden Städten noch weniger (Darmstadt 14 %, Stuttgart 15 %, Münster 16 %, Düsseldorf 17 %). Andererseits artikulieren die Befragten in eher benachteiligten Städten ihre Sicht ebenso, allen voran in Leipzig (29 %), Mannheim oder Braunschweig (beide 26 %). Im europäischen Vergleich wird die Arbeitsmarktlage in der Regel gewichtiger eingeschätzt – auch hinter den „Spitzenreitern“ Bologna und Strasbourg. Lediglich die Antworten der Grazer (25 %) und der Tallinner (22 %) Bürgerinnen und Bürger bewegen sich im Anteilskorridor der deutschen Städte. ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 57% 56% 51% 48% 47% 46% 45% 37% 30% 28% 28% 26% 25% 25% 16% 15% 11% 0%10%20%30%40%50%60%70% Münster Freiburg Genf Frankfurt Darmstadt Düsseldorf Stuttgart Karlsruhe Braunschweig Augsburg Oulu Graz Mannheim Strasbourg Leipzig Bologna Tallinn Wohnungswesen Die Streuung der Antwortanteile beim Thema Gesundheits- versorgung fällt gering aus. In dreizehn (meist deutschen) Städten halten zwischen 26 % und 33 % der Bürgerinnen und Bürger das Gesundheitswesen für ein wichtiges Thema. In Karlsruhe sind es 27 %. In den Spitzenwerten in Oulu (57 %) und Tallinn (49 %) kommt die hohe Bedeutung zum Ausdruck, die beiden Städten im Bereich der medizinischen Versorgung in Finnland beziehungsweise Estland zukommt. Beide sind landesweit herausragende Standorte der Maximalversorgung – jeweils mit angeschlossenen medizinischen Fakultäten. Für Genf (37 %) gilt sinngemäß das Gleiche. Eine Deutung der Ergebnisse als Ausdruck eines Versorgungsmangels ist deshalb wenig zielführend. In Freiburg (22 %) hat das Thema Gesundheitsversorgung trotz Universitätsklinik für die dortigen Befragten dagegen nur nachrangige Bedeutung. Der öffentliche Personennahverkehr wird in den meisten Städten von rund einem Viertel der Befragten für ein wichtiges Thema gehalten – in Karlsruhe von 26 % der Bürgerinnen und Bürger. Nach unten abweichende Ergebnisse liegen in Tallinn (8 %) und in Leipzig (16 %) vor. Da Tallinn seit 2013 einen kostenlosen ÖPNV anbietet, ist dieses Ergebnis nachvollziehbar. In Leipzig wurde mit der Eröffnung des Citytunnels Ende 2013 das S-Bahn-Netz völlig neu geordnet und das ÖPNV-Thema könnte deshalb als „abgearbeitet“ gelten. Höhere Bedeutung hat das Thema ÖPNV in Graz (33 %) gewonnen, da dort im Sommer 2015 das Mobilitätskonzept 2020 im Vorfeld eines Ratsbeschlusses (November) breit diskutiert wurde. Dem Thema Sicherheit gaben die Karlsruherinnen und Karlsruher mit 36 % eine recht hohe Bedeutung. Die Fächerstadt liegt damit in der Spitzengruppe der Vergleichsstädte auf Rang drei, wie aus Abbildung 6.3 hervorgeht. Das höchste Gewicht erhält die öffentliche Sicherheit von den Befragten in Bologna (38 %), gefolgt von Mannheim (37 %). In einer ganzen Reihe weiterer Städte entfällt auf die Thematik rund ein Drittel der jeweiligen Befragten. Auffällig ist, dass in Stuttgart und Freiburg jeweils nur 22 % der Bürgerinnen und Bürger Sicherheit für ein wichtiges Thema erachten. Am wenigsten Bedeutung erfährt die öffentliche Sicherheit von den Befragten in Tallinn (16 %). 88 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH Abbildung 6.3 WICHTIGSTE THEMEN FÜR DIE JEWEILIGE STADT 1) „Welche der folgenden Themen sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten für Ihre Stadt?” 38% 37% 36% 34% 34% 33% 32% 32% 31% 31% 29% 24% 23% 22% 22% 21% 16% 0%10%20%30%40%50%60% Bologna Mannheim Karlsruhe Genf Strasbourg Frankfurt Oulu Leipzig Augsburg Düsseldorf Braunschweig Münster Darmstadt Stuttgart Freiburg Graz Tallinn Sicherheit ____ Quellen: Gemeinsame Städteumfrage zur Lebensqualität 2015 EU-FLASH BAROMETER QUALITY OF LIFE IN EUROPEAN CITIES 2015 Mit Ausnahme der bereits oben erwähnten drei Städte Graz (54 %), Stuttgart (41 %) und Strasbourg (39 %) halten jeweils nur rund ein Fünftel der jeweiligen Befragten in den Städten die Luftverschmutzung für ein wichtiges Thema. Mit 19 % Antwortanteil liegt Karlsruhe in diesem Antwortkorridor. Deutlich weniger wichtig gilt die Luftreinhaltung den Befragten in den Küstenstädten Oulu (8 %) und Tallinn (11 %). Aber auch in Münster in Westfalen (9 %) wird schlechte Luft nur von Wenigen thematisiert. In der Wichtigkeit noch darunter stufen die Bürgerinnen und Bürger in den Städten die Lärmbelastung ein. Die Antwortanteile zur Bedeutung dieses Themas liegen fast durchweg bei etwa 15 % oder noch darunter. In Karlsruhe halten 15 % der Befragten das Thema Lärm für wichtig. Eine Ausnahme bildet Frankfurt (24 %), wo der Lärm des Flughafens eine Alltagsbelastung darstellt. Auch der etwas erhöhte Wert in Darmstadt (18 %) dürfte auf dieselbe Ursache zurückzuführen sein. Keine Bedeutung hat Lärm dagegen für die Befragten in Oulu (2 %). AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 89 7 FRAGEBOGEN 92 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH Fragebogen der gemeinsamen Städteumfrage (Die Fragen der EU-Umfrage sind jeweils gleichlautend, sofern die Frage gestellt wurde) Guten Tag, mein Name ist ... von Rilaton aus Taunusstein. Wir führen zurzeit im Auftrag des IFAK Instituts für eine Städtegemeinschaft, zu der auch Ihre Stadt gehört, eine Studie zum Thema "Lebensqualität in deutschen Städten“ durch. Hierfür möchten wir mehr über die Situation in Ihrer Stadt erfahren. Dazu würde ich gerne mit der Person in Ihrem Haushalt sprechen, die als letzte Geburtstag hatte und mindestens 15 Jahre alt ist. Selbstverständlich werden alle Antworten vertraulich behandelt. Die Ergebnisse werden nie in Verbindung mit dem Namen ausgewertet, sondern grundsätzlich in Form von Statistiken dargestellt. Q0a Wohnen Sie in der Stadt (Karlsruhe)? • Ja • Nein Q0b In welchem Stadtteil wohnen Sie? Q1 Einmal ganz allgemein gesprochen, sagen Sie mir bitte, ob Sie mit den folgenden Bereichen in (Karlsruhe) sehr zufrieden, eher zufrieden, eher unzufrieden oder überhaupt nicht zufrieden sind. [ROTIEREN] • Öffentliche Flächen wie Märkte, Plätze, Fußgängerzonen • Grünflächen wie öffentliche Parks und Gärten • Schulen • Öffentlicher Nahverkehr in (Karlsruhe), zum Beispiel Bus, Straßenbahn oder U-Bahn • Gesundheitsversorgung durch Ärzte und Krankenhäuser • Sportanlagen wie Sportplätze und Sporthallen • Kulturelle Einrichtungen wie Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien • Zustand von Straßen und Gebäuden in Ihrer Umgebung • Vorhandensein von Einzelhandelsgeschäften • Lärmpegel • Luftqualität • Sauberkeit Q2 Nun werde ich Ihnen einige Aussagen vorlesen. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie der Aussage sehr zustimmen, eher zustimmen, eher nicht zustimmen oder überhaupt nicht zustimmen. [ROTIEREN] • Die Ausländer, die in (Karlsruhe) leben, sind gut integriert. • Es ist leicht, in (Karlsruhe) eine gute Wohnung zu einem vernünftigen Preis zu finden. • Im Allgemeinen kann man den Menschen in (Karlsruhe) trauen. • Armut ist in (Karlsruhe) ein Problem. • Wenn man sich an die Stadtverwaltung in (Karlsruhe) wendet, wird einem schnell und unkompliziert geholfen. • (Karlsruhe) ist eine saubere Stadt. • Die Stadt (Karlsruhe) geht mit ihren Mitteln verantwortungsvoll um. AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 93 • Ich bin zufrieden damit, in (Karlsruhe) zu leben. • In den nächsten fünf Jahren wird es angenehmer sein, in (Karlsruhe) zu leben. • Es ist einfach, in (Karlsruhe) eine Arbeit zu finden. • Ich fühle mich in (Karlsruhe) sicher. • Ich fühle mich in meiner Wohngegend sicher. • Ich fühle mich in (Karlsruhe) tagsüber sicher. • Ich fühle mich in (Karlsruhe) nachts sicher. Q3 Wie zufrieden sind Sie alles in allem mit den folgenden Dingen? Bitte sagen Sie mir zu jeder der folgenden Aussagen, ob Sie damit sehr zufrieden, eher zufrieden, nicht sehr zufrieden oder überhaupt nicht zufrieden sind. Wie ist es mit ...? [ROTIEREN] • Ihrer persönlichen beruflichen Situation • Der finanziellen Situation Ihres Haushalts • Dem Leben, das Sie führen • Dem Ort an dem Sie leben Q4 Welche der folgenden Themen sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten für Ihre Stadt? [ROTIEREN - MAXIMAL 3 ANTWORTEN] • Sicherheit • Luftverschmutzung • Lärm • Öffentlicher Personennahverkehr • Gesundheitsversorgung • Soziale Einrichtungen • Bildung und Ausbildung • Arbeitslosigkeit • Wohnungswesen • Infrastruktur der Straßen S1 Geschlecht: • männlich • weiblich S2 Wie alt sind Sie? S3 Welches ist Ihr höchster allgemeiner Bildungsabschluss? Bitte sagen Sie es mir anhand der folgenden Liste: • Derzeit Schüler in allgemeinbildender Schule (z.B. Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium) • Haupt-(Volks-)schulabschluss ohne Lehre • Haupt-(Volks-)schulabschluss mit Lehre • Weiterführende Schule, Realschulabschluss (Mittlere Reife oder gleichwertiger Abschluss ohne Abitur) • Fachhochschulreife / Hochschulreife (Abitur) ohne Studium • Fachhochschulreife / Hochschulreife (Abitur) mit Studium 94 | LEBENSQUALITÄT IN KARLSRUHE 2015 IM STÄDTEVERGLEICH S4 Sind Sie berufstätig? Was von der folgenden Liste trifft auf Sie zu? • Vollzeit berufstätig • Teilzeit berufstätig (halbtags/stundenweise) • Nicht berufstätig [Filter: nur wenn „Nicht berufstätig“ in S4]: S4a Würden Sie sagen, dass Sie ... sind? • Hausfrau / -mann • Schüler/-in, Student/-in • Rentner/-in, Pensionär/-in • Auf Arbeitssuche (auch Arbeitslose) D14 Würden Sie sagen, Sie hatten während der letzten 12 Monate am Ende des Monats Schwierigkeiten beim Bezahlen Ihrer Rechnungen? [NUR EINE ANTWORT] • Meistens • Gelegentlich • Nahezu nie • Nie S5 Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die Zusammensetzung Ihres Haushalts? [NUR EINE ANTWORT] • Einpersonenhaushalt • Verheiratetes oder zusammenlebendes Paar ohne Kinder oder mit Kindern, die nicht mehr im Haushalt leben • Alleinerziehend mit einem oder mehreren Kindern, die zu Hause wohnen • Verheiratetes oder zusammenlebendes Paar mit einem oder mehreren Kindern, die zu Hause leben • Sonstige S6 Wie viele Personen, Sie selbst und Ihre Kinder mitgezählt, leben ständig in Ihrem Haushalt? • 1 Person • 2 Personen • 3 Personen • 4 Personen • 5 Personen • 6 Personen • 7 Personen und mehr S7 Wie viele dieser Personen sind – Sie selbst mit eingeschlossen – ab 15 Jahre alt? ____________________ AMT FÜR STADTENTWICKLUNG | 95 S8 Wie lange leben Sie in (Karlsruhe)? • ____ Jahre. S9 Welche Staatsangehörigkeiten haben Sie? [BEIDE NENNUNGEN MÖGLICH - BITTE NACHFRAGEN] • Deutsch • Andere S10 In welchem Land sind Sie geboren? • Deutschland • Anderes Land S11 Sprechen Sie oder ein Mitglied Ihres Haushaltes fließend eine andere Muttersprache als Deutsch? • Ja • Nein Damit sind wir auch schon am Ende. Vielen Dank für Ihre Auskunft!

  • Lebensqualität EU
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    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: 2016/0498 Verantwortlich: Dez. 2 Lebensqualität der Stadt Karlsruhe im Vergleich deutscher und europäischer Groß- städte – Urban Audit-Umfrage 2015 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 13.09.2016 9 x vorberaten Gemeinderat 20.09.2016 11 x Kenntnisnahme Beschlussantrag Der Gemeinderat nimmt die vergleichende Analyse der Einschätzung der Bürgerschaft zur Lebensqualität in Karlsruhe zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen Wählen Sie ein Element aus. Kontierungsobjekt: Wählen Sie ein Element aus. Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant x nein ja Handlungsfeld: Wählen Sie ein Element aus. Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Bürgerumfragen, die die Stadt Karlsruhe regelmäßig seit Mitte der 1970er Jahre durchführt, befassen sich regelmäßig mit den Einschätzungen der Bürgerschaft zur Le- bensqualität im Wohnumfeld und in der Stadt insgesamt. Der Gemeinderat hatte in den Beratungen immer wieder Vergleichsdaten von anderen Großstädten angemahnt, um die Karlsruher Ergebnisse in einen größeren Zusammenhang einordnen zu können. Nun hat sich für die Stadt Karlsruhe die Möglichkeit eröffnet, regelmäßig alle drei Jahre Vergleichsdaten zur Lebensqualität in deutschen und europäischen Großstädten glei- cher Größe zu generieren. Die Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Union führt seit zehn Jahren alle drei Jahre eine telefonische Bürgerbefragung zur Lebensqualität in europäischen Städ- ten 1) durch. Die Ergebnisse sind integraler Bestandteil der Kohäsionspolitik der EU, die sich in der Phase 2014 bis 2020 verstärkt auf städtische Agglomerationen konzentriert. Abgestimmt auf diese EU-Befragung führt die deutsche Städtegemeinschaft Urban Au- dit 2) und der Verband Deutscher Städtestatistiker – in beiden ist Karlsruhe Mitglied – seit 2006 eine gleichlautende Umfrage zur Lebensqualität in weiteren deutschen Städten durch, jeweils zeitnah parallel zur EU-Umfrage. Der Fragenkatalog sowie die Anzahl und Größe der teilnehmenden deutschen Städte hat sich seit 2006 kontinuierlich erweitert. Daher war aus Sicht der Stadt Karlsruhe erstmals 2015 die Teilnahme sinnvoll, was Kos- ten und Aussagekraft betrifft. Karlsruhe wird daher ab jetzt auch an den folgenden ko- ordinierten Umfragen zur Lebensqualität in deutschen Städten teilnehmen. An der Städ- tegemeinschaftsumfrage im Mai und Juni 2015 nahmen 23 deutsche Städte aller Grö- ßenordnungen teil, die als repräsentative Telefonbefragungen (CATI) durchgeführt wurde. In Karlsruhe sind 1.000 Bürgerinnen und Bürger befragt worden. Die vorliegende Auswertung bezieht Städte beider Umfragen in einen Vergleich ein, die eine Strukturähnlichkeit mit Karlsruhe und eine ähnliche Einwohnerzahl aufweisen. Im Vordergrund standen deshalb Hochschulstädte mit technologiegeprägten Wirtschafts- strukturen. Der Vergleich umfasst folgende Städte: Augsburg, Braunschweig, Darm- stadt, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Leipzig, Mannheim, Münster, Stuttgart, Bologna, Genf, Graz, Oulu (Finnland), Strasbourg und Tallinn (Estland). Die vergleichende Betrachtung der vorliegenden Umfrageergebnisse für Karlsruhe zeigt, dass die Einschätzungen der verschiedenen Dimensionen der Lebensqualität in aller Re- gel Karlsruhe zu einem Mittelfeldplatz unter den Städten verhelfen. Einzelne Sachver- halte werden in der Fächerstadt dennoch besser, andere aber auch etwas ungünstiger eingeschätzt. In der Bewertung von Infrastrukturen und Lebensbedingungen nimmt Karlsruhe vordere Plätze bei der Bewertung der Grünflächen in der Stadt, der Schulen, der Gesundheits- versorgung, der Sportstätten und der kulturellen Einrichtungen ein. Eher schlechtere __________ 1) Bericht: Quality Of Life In European Cities 2015 – Flash Eurobarometer 419; Brüssel Januar 2016 2) Die KOSIS-Gemeinschaft Urban Audit, in der auch Karlsruhe Mitglied ist, sammelt und analysiert bis zu 300 Merkmale rund um das Thema Lebensqualität für 125 deutsche Städte, 94 Pendlerverflechtungs- gebiete und Urban Audit-Stadtteile (www.urbanaudit.de). Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Noten erhalten (derzeit) der öffentliche Raum, wie Plätze und Fußgängerzonen, die Sauberkeit in der Stadt und die öffentliche Sicherheit. Die Bewertungen der Befragten zur persönlichen Situation und der sozialen Integration ergeben für Karlsruhe meist mittlere Bewertungen. Besonders positiv wird in Karlsruhe die Zukunftsperspektive für die nächsten fünf Jahre eingeschätzt (Rang 1). Bei der Aus- länderintegration kommt Karlsruhe auf einen Platz unter den ersten zehn, ganz vorne sind Münster, Stuttgart und Darmstadt zu finden. Armut wird von den Bürgerinnen und Bürgern in Karlsruhe mehrheitlich nicht als Problem gesehen. Alle ökonomischen Indikatoren fallen in Karlsruhe in der Einschätzung der Befragten vergleichsweise positiv aus – die Einschätzung des örtlichen Arbeitsmarktes platziert Karlsruhe auf Rang 3. Ähnliches gilt für die Bewertung der eigenen beruflichen Situati- on. Der Wohnungsmarkt wird in vielen Vergleichsstädten, so auch in Karlsruhe, sehr negativ eingeschätzt. Mit ihrer eigenen finanziellen Situation sind die Karlsruherinnen und Karlsruher in hohem Maß zufrieden. Das Sicherheitsgefühl in der Stadt ist in Karlsruhe im Vergleich unterentwickelt. Die Ein- schätzungen der Befragten reichen nur für einen Platz im hinteren Mittelfeld. Zahlreiche Städte erhalten bessere Bewertungen. Die Sicherheit in der Wohngegend wird etwas besser eingeschätzt. Die Themen Bildung und Ausbildung, Wohnungswesen und Sicherheit gelten den Bür- gerinnen und Bürgern als die derzeit wichtigsten in der Stadt. Während Bildung und Ausbildung in nahezu allen Städten gleich häufig genannt wird (auch aus Gründen der Auswahl der Vergleichsstädte), rückt das Wohnungswesen in einigen Universitätsstäd- ten noch markanter nach vorne als in Karlsruhe. Das Thema Sicherheit ist in weiteren (deutschen) Vergleichsstädten mit ähnlicher Gewichtung vertreten. Im Einzelnen sind folgende wesentliche Ergebnisse hervorzuheben: Mit den öffentlichen Flächen wie Märkten, Plätzen und Fußgängerzonen sind in Karlsruhe nur 23 % der Befragten sehr zufrieden. Bei den Grünflächen wie öffentli- chen Parks und Gärten liegt der Anteil sehr Zufriedener dagegen bei 43 %. Bei den Schulen erreicht die Gesamtzufriedenheit in Karlsruhe 68 %. Davon sind 26 % sehr zufrieden – ein unter deutschen Städten hoher Anteil. Trotz U-Strab-Bau fällt die Bewertung des Öffentlichen Nahverkehrs in Karlsruhe vergleichsweise gut aus. So sind 47 % der Befragten sehr zufrieden. Nur Freiburg liegt besser (54 % sehr Zufriede- ne). Zur Gesundheitsversorgung durch Ärzte und Krankenhäuser äußern 91 % der Karlsruherinnen und Karlsruher zufrieden, davon sind 46 % sehr zufrieden und 45 % zufrieden. Dies sind im Vergleich durchschnittliche Einschätzungen. Die Zufriedenheit mit der Ausstattung mit Einzelhandelsgeschäften erreicht in den meisten Vergleichsstädten etwa die Marke von 80 % (Karlsruhe 77 %). Der Anteil sehr Zufriedener ist in Karlsruhe mit 31 % aber eher gering. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Zu den kulturellen Einrichtungen (Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien) äußern insgesamt 91 % der Karlsruherinnen und Karlsruher Zufriedenheit (davon 50 % sehr Zufriedene). Damit liegt Karlsruhe unter den ersten sechs Vergleichsstädten. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten sind in den meisten Städten der Auffassung, „die Stadtverwaltung helfe bei Bedarf schnell und unkompliziert“ (Karlsruhe: 58 %). „Die Stadt gehe mit ihren Mitteln verantwortungsvoll um“ meinen in Karlsruhe 53 % der Befragten. Die Antworten fallen in den Vergleichsstädten sehr un- terschiedlich aus. Die Aussage „ich bin zufrieden damit, in der jeweiligen Stadt zu leben“, erfährt in allen Städten eine hohe Zustimmung („stimme sehr zu“+“stimme eher zu“ > 90 %). Der Anteil derjenigen, die sehr zustimmen, liegt allerdings in Karlsruhe nur bei 56 %, während in einigen Vergleichsstädten dieser Antwortanteil über 70 % hinausreicht. Zusammen 68 % der Karlsruher stimmen der Auffassung zu, in den nächsten fünf Jah- ren werde es angenehmer sein, in der Stadt zu leben. Dies ist ein Spitzenergebnis für die Fächerstadt (zusammen mit Augsburg). Der Aussage, die Ausländer seien gut in der Stadt integriert, stimmen in Karlsruhe nur 10 % der Befragten sehr zu. Dies sind weniger als in anderen Städten. Weitere 50 % stimmen in Karlsruhe eher zu. Deutlich besser wird die Ausländerintegration in Stuttgart, Münster, Genf und Darmstadt eingeschätzt. Von insgesamt 59 % der Karlsruher Befragten kommt Zustimmung, dass es einfach sei, in der Stadt eine Arbeit zu finden. Mit diesem Antwortanteil liegt Karlsruhe auf Rang drei hinter Stuttgart (69 %) und Frankfurt (66 %). Auch die Zufriedenheit mit der persönlichen beruflichen Situation fällt in Karlsruhe ausgesprochen hoch aus – 48 % der Befragten sind sehr zufrieden. Noch positiver äußern sich lediglich die Befrag- ten in Graz (57 %) und Münster (52 %). Der Aussage, es sei leicht, in der Stadt eine Wohnung zu finden, treten die Befrag- ten in zahlreichen Städten entgegen. In Karlsruhe verwerfen zusammen 80 % der Be- fragten diese Feststellung, in vielen Vergleichsstädten stimmen noch weitaus mehr Be- fragte nicht zu (zum Beispiel in Freiburg, Stuttgart und Genf mehr als 90 %). Einen ent- spannteren Wohnungsmarkt konstatieren lediglich die Bürgerinnen und Bürger in Leipzig (50 % Zustimmung) und Oulu (71 % Zustimmung). Zur Aussage „ich fühle mich sicher in der Stadt“ kommt von insgesamt 80 % der Karlsruherinnen und Karlsruher Zustimmung („stimme sehr zu“ + „stimme eher zu“). In den Vergleichsstädten sind die Meinungen hierzu teilweise sehr kontrovers. Insbesonde- re schwankt der Anteil derjenigen, die sehr zustimmen, zwischen 13 % und 59 %. Karlsruhe liegt hier bei 32 %. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt die vergleichende Analyse der Einschätzung der Bürgerschaft zur Le- bensqualität in Karlsruhe zur Kenntnis.

  • Protokoll GR TOP 11
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 28. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 20. September 2016, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 11. Punkt 11 der Tagesordnung: Lebensqualität der Stadt Karlsruhe im Vergleich deutscher und europäischer Großstädte - Urban Audit-Umfrage 2015 Vorlage: 2016/0498 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt die vergleichende Analyse der Einschätzung der Bürgerschaft zur Lebensqualität in Karlsruhe zur Kenntnis. Abstimmungsergebnis: mehrheitlich zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 11 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Hauptausschuss: Da gibt es überwiegend nur Kenntnisnahme, wenn Sie das auch so sehen. Herr Stadtrat Schmitt hat sich gemeldet. Stadtrat Schmitt (pl): Ich spreche hier bei dem Punkt auch für den Kollegen Wenzel. Uns ist in der Beschlussvorlage eine Merkwürdigkeit aufgefallen, die wir für erläute- rungsbedürftig halten. Auf S. 3 als Ergebnis des Städtevergleichs ist u. a. zu lesen, ich zitiere: “Das Sicherheitsgefühl in der Stadt Karlsruhe ist im Vergleich unterentwickelt. Die Einschätzungen reichen nur für einen Platz im hinteren Mittelfeld“. Zitat Ende. Das sind klare Worte. Umso interessanter ist dann der letzte Satz unter der Rubrik Wesentli- che Ergebnisse auf S. 4. Ich zitiere wieder: „Zur Aussage ‘Ich fühle mich sicher in der Stadt‘ kommt von 80 % der Karlsruherinnen und Karlsruher Zustimmung“. Zitat Ende. Ich gehe davon aus, dass auch Ihnen dieser Widerspruch aufgefallen ist. Wir fragen uns, warum am Ende ein relativ schlechter Wert dann wieder relativiert wird, denn die 80 % gelten für das Sicherheitsempfinden bei Tag. Die Leute haben aber in erster Linie ein Problem, wenn es dunkel wird. Hier werden für sieben Städte die folgenden Zahlen ge- nannt: Auf die Antwort „Ich fühle mich nachts oder bei Dunkelheit unsicher“ gab es folgende Ergebnisse: 25 % in Münster fühlen sich nachts unsicher, 28 % in Augsburg und Darmstadt, 31 % in Braunschweig und Freiburg, 41 % in Karlsruhe und 47 % in Mannheim. Unter diesen sieben Städten belegen wir als den zweitletzten Platz. Das ist - 2 - für mich nicht hinterstes Mittelfeld, sondern unteres Ende. Dieser Wert aus 2015 hat sich gegenüber 2014 auch noch mal um 4 % verschlechtert, denn im Sicherheitsbericht der Stadt Karlsruhe werden hierzu 37 % angegeben. Wenn wir uns vor Augen führen, dass wir in 2009 nur 22 % der Bürger hatten, die auf diese Frage geantwortet haben, ich fühle mich nachts unsicher, dann haben wir fast eine Verdoppelung. Man kann davon ausgehen, dass diese Vergleiche deutschlandweit veröffentlicht wer- den und einen erheblichen Imageschaden für unsere Stadt zur Folge haben, denn viele Menschen in Deutschland werden sich fragen, wie kann es sein, dass das Sicherheits- empfinden der Einwohner gerade in der Residenz des Rechts so schlecht ist. Aus unse- rer Sicht ist es nun an der Zeit, mit der Beschönigung dieser Situation aufzuhören und endlich gegenzusteuern. Stadtrat Maier (CDU): Wir alle hier im Hause versuchen, die Lebensqualität in Karlsru- he durch unser Wirken hier stetig zu verbessern. Ich möchte jetzt nicht auf die einzel- nen Punkte eingehen. Die kann jeder von uns, jeder in der Stadt, nachlesen. Ich möchte im Grundsatz sagen, dass wir uns über das Ergebnis freuen. Zum einen, weil die Ergeb- nisse größtenteils gut sind und zum Zweiten, weil wir daraus dann auch Handlungs- empfehlungen und zukünftige Aktionen unseres politischen Wirkens daraus ableiten können. Ich möchte zwei Dinge ganz kurz fokussieren, die meiner Ansicht nach bemerkenswert sind, dass hier jetzt mal etwas aus Europa kommt, was wir mitnutzen, also etwas Positi- ves aus Europa. In der letzten Zeit ist Europa nicht ganz so positiv belegt, dass wir diese Bürgerbefragung im Rahmen der Politik der EU uns diese Möglichkeit gibt. Zum Zweiten möchte ich der Verwaltung danken, dass sie diesen Ball aufgegriffen und festgestellt hat, dass es eben jetzt seit 2015 erstmals sinnvoll ist, sich da dranzuhängen, sowohl aus monetärer Sicht als auch aus der Ableitungssicht heraus. Vielen Dank, dass Sie das pro- aktiv angegangen sind. Wir freuen uns auf die weiteren Ergebnisse in Zukunft und hof- fen, dass auch weiterhin die Lebensqualität in Karlsruhe stetig steigt. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Zunächst einmal bewerten wir es positiv, dass die Stadt sich an dieser Umfrage im Städtevergleich beteiligt hat. Solche Vergleiche dienen ja auch dazu herauszufinden wo man steht, gerade bei dieser Frage mit der Lebensqua- lität der Bevölkerung, wo man die Stärken hat in unserer Stadt, wo es aber auch Schwächen gibt, wo man noch stärker dran arbeiten muss. Wir nehmen einen mittleren Platz ein, d. h. wir haben noch ein bisschen Luft nach oben, um es mal so zu bezeich- nen. Wenn wir uns den Vergleich anschauen, dann muss man feststellen, dass wir auch klare Stärken haben in unserer Stadt. Diese Stärken betreffen auch wichtige Bereiche unserer Daseinsfürsorge. Es betrifft vor allem die Schulen. Wir haben eine sehr hohe Zustimmung, eine sehr hohe Zufriedenheit zu den Schulen, zur Bildung in unserer Stadt. Ich möchte ganz besonders hervorheben, diese Zustimmung, dass wir gute Schulen ha- ben, die Zufriedenheit ist bei der ausländischen Bevölkerung sogar höher noch als bei der deutschen, d. h. also auch, das Bildungsbewusstsein, gerade bei der ausländischen Bevölkerung, ist bei uns sehr groß. Das Zweite mit der Daseinsfürsorge betrifft den ÖPNV, wo wir sowieso schon wissen, dass wir hier bundesweit sehr gut da stehen. Aber auch da, trotz Baustellen, trotz dieser - 3 - schwierigen Situation 2015, haben wir immer noch hohe Zufriedenheit mit dem ÖPNV. Was auch sehr positiv ist, ist die Gesundheitsversorgung. Weit über 90 % sind sehr zu- frieden mit der Gesundheitsversorgung in der Stadt. Das Vierte, was ich hier benennen kann, also eine deutliche Stärke ist auch die Kultur. Auch im kulturellen Bereich, gerade auch Kultur, was ein wesentlicher Schwerpunkt für unsere Stadt ist, ist die Bevölkerung sehr zufrieden und stehen wir hervorragend da. In Teilbereichen sogar mit Spitzenplät- zen im Vergleich der deutschen Großstädte. Wir haben trotzdem ein paar Schwächen, das ist einfach so. Die Umfrage hat auch dazu geführt, dass wir hier noch ein besonderes Augenmerk darauf richten können. Wenn wir das anschauen, dann sehen wir z. B. bei der persönlichen finanziellen Situation zwar der Großteil unserer Bevölkerung zufrieden ist, dass aber gerade die Alleinerziehenden mit Kindern schauen müssen, wie sie über die Runden kommen und auch sagen, dass sie nur zu 17 % sehr zufrieden sind, aber auch sagen, dass sie Schwierigkeiten haben, bis zum Monatsende mit ihrem Geld auszukommen. Es heißt also auch, beim Sozialpass Karlsruhe müssen wir schauen, wie wir hier noch einmal stärken, wie wir auch gerade die Alleinerziehenden in unserer Stadt noch mal stärken und unterstützen können. Das wäre eine kleine Herausforderung, die wir mitnehmen. Etwas bedenklich ist auch, dass nur 8,1 % der Bevölkerung in unserer Stadt sagt, dass die Stadt einen verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen pflegt. Also hier haben wir sicher auch einen Auftrag. Natürlich ist das ein schwieriges Thema. Die einen wollen das Stadion nicht, die anderen wollen dann wieder das neue Schauspielhaus im Staatsthea- ter nicht, die Dritten sind gegen die U-Strab, die Vierten haben noch andere Gründe, die sie persönlich betroffen. Die Stadtfinanzen sind ein heikles Thema, deshalb ist auch hier die Herausforderung auch einfach aufzuzeigen, dass die wesentlichen Mittel der Stadt, die zentralen Mittel der Stadt, auch dazu fließen, dass sozusagen die Daseinsfür- sorge gut geleistet wird, dass es natürlich Projekte gibt, für die es durchaus auch unter- schiedliche Positionen im Gemeinderat und in der Öffentlichkeit gibt, und dass wir hier auch noch etwas um Verständnis werben, dass dies auch eine politische Aufgabe ist, die wir hier aus der Umfrage mitnehmen. Weitere Problem, die wir aber mit allen anderen Städten teilen, das möchte ich ganz besonders hervorheben, ist eben das Thema Wohnungsnot. Da gibt es keine Stadt, in der man zufrieden ist, außer Leipzig. Dort wird gesagt, wir sind sehr zufrieden. Aber wir können den Menschen, die hier eine Wohnung suchen, nicht empfehlen, nach Leipzig zu gehen, sondern wir wissen natürlich, warum Leipzig dieses Problem nicht hat. Viele der Menschen aus genau diesen Regionen ja hier in den Westen strömen, nach wie vor, und Karlsruhe natürlich hier besonders im Fokus steht, weil wir hier ein hervorragendes wirtschaftliches Klima haben und von daher eine Stadt sind, in die die Menschen auch gerne zuziehen. Es gibt noch zwei Themen, wo wir noch einen Handlungsbedarf haben. Das eine ist das Thema Sicherheit. Allerdings muss man dazu sagen - Herr Schmitt, das möchte ich jetzt mal deutlich hervorheben -, das Problem ist, das jetzt momentan auch das Gefühl der Unsicherheit zunimmt in diesen schwierigen Zeiten. Das ist einfach so. Die Streubreite im Vergleich zu den anderen Städten ist so gering, dass man hier für Karlsruhe über- haupt keine Dramatisierung daraus machen kann. Das möchte ich ganz ernsthaft beto- - 4 - nen, dass man das gar nicht kann. Das ist momentan ein Problem, und wir arbeiten da- ran. Sicher gibt es hier einen Bedarf, wie wir jetzt nicht nur das Sicherheitsgefühl, son- dern an die Probleme, die jetzt auch objektiv bestehen, stärker herangehen. Das ist eine Aufgabe, der wir uns ganz klar und auch deutlich stellen. Das Letzte ist die Integration, wo unsere Bevölkerung sagt, sehr gut integriert sind die Ausländer mit einer Quote von 10,3 %. Das steht aber im Widerspruch zu denen, die eher zufrieden sind. Da ist die Quote bei 50 %. Wir in Karlsruhe tun auch gemein- schaftlich alle sehr viel dafür, dass wir die ausländische Bevölkerung gut integrieren. Da ist der Ausländeranteil gering, die Meisten sind Menschen mit Migrationshintergrund, die wir in Karlsruhe haben. Da muss man sagen, objektiv betrachtet sind diese Men- schen auch ganz gut integriert bei uns, aber da vielleicht das Gefühl nicht stimmt oder wo man in der Richtung mehr machen kann, da müssen wir das auch tun. Fazit. Wir haben jetzt im Vergleich einige Anhaltspunkte. Wir haben auch unsere Stär- ken noch einmal widergespiegelt bekommen und daher den Auftrag, in einigen Berei- chen noch deutlich zuzulegen. Insofern hat sich diese Umfrage unter den Städten auch gelohnt. Ich finde es auch positiv, dass jetzt die Stadtverwaltung gesagt hat, man wird sich auch künftig an solchen Umfragen beteiligen. Stadtrat Wohlfeil (KULT): Ich fange mal mit der Kopfnote an. Allgemein ist in Karls- ruhe die Lebenszufriedenheit groß, auch die Zufriedenheit mit dem Wohnort ist ziem- lich hoch. Wir sind gut auf den vorderen Plätzen mit dabei. Woran liegt das? Wir sehen, den Leuten geht es individuell ganz gut durch die gute Wirtschaftssituation in Karlsru- he. Es gibt vergleichsweise wenig Armut wegen der guten Arbeitsmarktsituation. Dar- aus folgt auch eine hohe Zufriedenheit mit der eigenen Situation. Auf städtischer Seite sind die Gesundheitseinrichtungen hervorragend. Wir haben sehr gute Grünflächen, gute Sportanlagen, wir haben gute Kultureinrichtungen. Die Leute sind beispielsweise mit Herrn Kern und dem Gartenbauamt sehr zufrieden. Was ist jetzt die Folge davon, dass wir eigentlich eine ziemlich schöne Stadt sind. Es zie- hen Leute her, und dann wird der Wohnraum knapp. Entsprechend ist das auch eines der großen Problemfelder. Wir sind eine wachsende Stadt. Es ziehen Leute her, gerade Studierende für die Ausbildung. Das ist auf jeden Fall eine der großen Problemlagen, die wir in den letzten Jahren haben und auch weiterhin haben werden. Wir haben auch viele Baustellen. Die Kombilösung sorgt natürlich auch mit dafür, dass die Bewertung im öffentlichen Raum bei der Sauberkeit nicht so gut ist. Auch die diver- sen Großprojekte lassen vielleicht ein wenig skeptisch werden im Umgang mit den Fi- nanzen. Zum Thema Sicherheit sieht man ganz klar. Mannheim hat mit die schlechteste Bewertung. Dann kommt Karlsruhe doch etwas besser. Noch weiter im Südbadischen ist dann Freiburg doch etwas besser. Wir haben hier in Baden ein schönes Nord-Süd- Gefälle. Stuttgart ist dann doch noch eine andere Liga beim Sicherheitsgefühl. Ich will jetzt nicht sagen, dass es da bewusst ein bisschen vernachlässigt wird, sondern es in Stuttgart die Landespolitiker einfach mehr mitbekommen. Es ist ihnen da einfacher nä- her, wenn Unzufriedenheit besteht. Ich denke schon, dass der Ruf nach ein bisschen mehr Polizei in Karlsruhe schon berechtigt ist. Trotz allem muss ich mich hier meiner Kollegin Renate Rastätter anschließen. Die Situation ist hier keineswegs hochdrama- - 5 - tisch. Wir sind etwas schlechter als der Durchschnitt. Es gibt hierzu drei Statistiken. Es gibt das allgemeine Sicherheitsempfinden tagsüber und nachts. Bei dem allgemeinen Sicherheitsempfinden ist es tatsächlich so, dass 80 % zufrieden oder eher zufrieden sind und nur 19 % sind unzufrieden. Das kann man auch ganz klar in der Vorlage nachle- sen, dann ist es überhaupt nicht mehr verwirrend. Als wichtige Themen werden vor allem Bildung, Ausbildung und Wohnungswesen ge- nannt. Das ist gut, dass die Karlsruher das so sehen. Das sieht auch meine Fraktion so. Deswegen machen wir auch viel, um die Karlsruher Schulen qualitativ hochwertig aus- zurüsten, der Universität und den Hochschulen hier entsprechend mit Flächen entge- genzukommen und als Drittes die Sicherheit. Wie gesagt, nicht so hochdramatisch. Es ist auch nur das drittwichtigste Thema. Aber auch da müssen wir sicher etwas machen. Als viertes Thema möchte ich noch den ÖPNV nennen. Das ist zwar jetzt nicht so direkt vorgekommen, das sehen 26 % der Karlsruherinnen und Karlsruher als eines der wich- tigsten drei Themen. Es gibt zwei Städte, wo 28 % genannt werden. Hier sind wir aber doch unter den Top drei im Vergleich der Städte untereinander. Von daher sollten wir beim ÖPNV ein Auge darauf werfen, dass es hier weiter eine gute Entwicklung gibt. Stadtrat Jooß (FDP): Ich mache es mit Sicherheit kürzer, weil das Meiste schon gesagt wurde. Die wichtigen Themen, wo wir negativ abschneiden - wurde vorhin schon ge- sagt -, ist das Thema Sicherheit. Da kommen wir nachher noch beim Punkt 29 mit dem Werderplatz dazu. Das ist eindeutig. Das ist gefühlt sehr objektiv, nicht nur subjektiv. Bei der Umfrage sieht es jeder aus einer anderen Brille, der hier teilnimmt. Sie ist zwar repräsentativ mit 1.000 Teilnehmern. Herzlichen Dank an Herrn Mansdörfer, der die Sache hervorragend ausgewertet hat. An dieser Stelle herzlichen Dank. Insgesamt schneiden wir immer noch sehr gut ab. Der OB hat das schon bei den Finanzen gesagt. Wir sind zwar nicht mehr fünf Sterne, aber immerhin noch viereinhalb Sterne. Das ist für uns doch sehr zufriedenstellend. Von daher sind wir mit der Umfrage sehr zufrieden. Noch ein kurzer Beitrag, den ich hier weitergeben soll von Tom Høyem. Der spielt zwar in einer anderen Liga, das ist Kopenhagen. Kopenhagen ist Spitze. Er hat gesagt, das soll ich extra betonen. Der Vorsitzende: Dann wäre auch das geklärt. Wir kommen zur Abstimmung. Herr Stadtrat Schmitt, ich würde Ihre Fragen gerne schriftlich beantworten. Das geben wir dann auch allen zur Kenntnis, dass wir das aufklären. Hier geht es jetzt um eine Kennt- nisnahme. Die ist jetzt erst mal von der Antwort her unabhängig. Ich bitte jetzt um das entsprechende Zeichen, ob Sie das zur Kenntnis nehmen. Der Herr Maier hatte sein Mikrofon noch an, deswegen ist er jetzt gleich überführt. Ein paar enthalten sich, können sich aber trotzdem der Kenntnisnahme nicht verweigern. Wir wiederholen nicht, sondern das wird zur Kenntnis genommen. - 6 - Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 4. Oktober 2016