Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030

Vorlage: 2016/0497
Art: Beschlussvorlage
Datum: 15.08.2016
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Amt für Stadtentwicklung
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordweststadt, Rüppurr, Weststadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.09.2016

    TOP: 12

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

Zusätzliche Dateien

  • Anlage Broschüre STEK Knielingen
    Extrahierter Text

                                  KNIELINGEN 2030    Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept               Impressum    Bearbeitung   werk‐plan  Architekten Stadtplaner Ingenieure  Eisenbahnstraße 68  67655 Kaiserslautern    in Arbeitsgemeinschaft mit     KOBRA‐Beratungszentrum  Beratungszentrum Landau  Am Gutleuthaus 19  76829 Landau    Beauftragt durch:  Stadt Karlsruhe  Amt für Stadtentwicklung  Zähringerstraße 61  76133 Karlsruhe    Layout  werk‐plan  Architekten Stadtplaner Ingenieure  Eisenbahnstraße 68  67655 Kaiserslautern      Druck  Stadt Karlsruhe, Hauptamt  Papier: 100%  Recycling      Bildquellen  werk‐plan, KOBRA‐Beratungszentrum, Stadt Karlsruhe  weitere nach Quellenangabe       Bearbeitungsstand   Juli 2016               I  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept INHALT  1 EINFÜHRUNG ................................................................................................. 1 Bezug zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe ...................................................... 1 Schwerpunkte der Stadtteilentwicklung ...................................................................................... 2 Der Stadtteil Knielingen ............................................................................................................... 2 2 ERLÄUTERUNGEN ZUM ENTWICKLUNGSPROZESS ........................................ 5 Prozessablauf .............................................................................................................................. 5 Phase I – Vorbereitung und Bestandsaufnahme ........................................................................... 5 Phase II – Aktive Bürgerbeteiligung .............................................................................................. 6 Exkurs: Zusammenfassung der Stärken und Schwächen des Stadtteils aus der SWOT‐Analyse ..... 9 Vertiefung in den Arbeitsgruppen .............................................................................................. 11 Phase III – Erstellung des STEK Knielingen 2030 ......................................................................... 11 3 INTEGRIERTES STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT ................................... 13 Knielingen 2030 ‐ Leitlinien der Stadtteilentwicklung ................................................................. 13 Wettbewerb Zukunftsstadt ........................................................................................................ 14 Überblick über Handlungsfelder und Konzeptbausteine des STEK .............................................. 17 SOZIALER ZUSAMMENHALT UND BILDUNG  ..................................................................................18 KULTUR ................................................................................................................................................32 SPORT, FREIZEIT UND GESUNDHEIT                         ..............................................................................................35 UMWELT, KLIMASCHUTZ UND STADTGRÜN                     ................................................................................40 STÄDTEBAU UND STADTTEILENTWICKLUNG             ................................................................................50 MOBILITÄT               .........................................................................................................................................58 4 ANLAGEN ..................................................................................................... 72                                                                                                 1  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept 1 EINFÜHRUNG  BEZUG ZUM INTEGRIERTEN STADTENTWICKLUNGSKONZEPT KARLSRUHE  Karlsruhe hat sich als prosperierende Stadt in den vordersten Rängen der  deutschlandweiten Städterankings mit guten Wachstumsprognosen positi‐ oniert. Im nationalen und internationalen Wettbewerb der Städte und Re‐ gionen gilt es diese Position zu stärken. Der Masterplan für das Jahr 2015 ‐  zum 300‐jährigen Stadtjubiläum ‐ setzte dafür den großen Rahmen. Als eine   Stadt am Rhein, eine Stadt der Wissenschaft mit multikulturellem Flair so‐ wie als lebenswerte Stadt für alle Generationen, stellt sie sich den gesell‐ schaftlichen und demografischen Herausforderungen. Viele Leitprojekte aus  dem Masterplan sind bereits umgesetzt. Das „Integrierte Stadtentwick‐ lungskonzept“ (ISEK) Karlsruhe 2020 als Fortschreibung über das Jubiläums‐ jahr hinaus, bildet  die konzeptionelle Grundlage für die zukünftige Weiter‐ entwicklung der Stadt.   Die übergeordneten Zielvorstellungen des ISEK sind dabei:   Zukunftsfähigkeit der Stadt stärken,   Lebensqualität verbessern,   Image nach außen verbessern,   Attraktivität der Stadt erhöhen.  Ein bedeutendes integriertes Leitvorhaben des ISEK ist es, die Karlsruher  Stadtteile als lebenswerte und attraktive Lebensräume  für seine Bewohne‐ rinnen und Bewohner zukunftsfähig weiterzuentwickeln sowie Funktions‐ verlusten vorzubeugen. Hierzu zählen im Besonderen die Sicherung der  Nahversorgung, die Stärkung der Stadtteilzentren sowie die Mischung von  Wohnen und Arbeiten.   In Fortschreibung und Weiterentwicklung des ISEK wie auch als Richtlinie  für die Fachplanungen und die weitere angestrebte Entwicklung sollen  nach  Beschluss des Hauptausschusses vom 27. Januar 2015 für die Karlsruher  Stadtteile integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte (STEK) unter Einbezie‐ hung der Meinung und des Erfahrungswissens der vor Ort ansässigen Bür‐ gerinnen und Bürger erstellt werden. Orientiert an den Potenzialen sowie  den Stärken und Schwächen der Stadtteile werden im Wechselspiel zwi‐ schen Verwaltung, Bürgerschaft  und Politik auf diesem Wege Grundlagen  einer zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Stadtteile erarbeitet.  Das STEK integriert und konkretisiert die Ziele und Maßnahmen der ge‐ samtstädtischen Fachkonzepte auf Ebene des Stadtteils. Außerdem soll es  den Leitsätzen des ISEK einen örtlichen Bezug geben.  Für den Stadtteil Knielingen liegt ein solches integriertes Stadtteilentwick‐ lungskonzept  nun vor.  Das Stadtentwicklungskonzept  Karlsruhe 2020 als Diskurs  einer langfristig  ausgerichteten  Stadtentwicklungspolitik  Stadtteilentwicklung als  integriertes Leitvorhaben im  ISEK    2  SCHWERPUNKTE DER STADTTEILENTWICKLUNG  Die Entwicklung der Gesamtstadt und ihrer Stadtteile ist stets miteinander  verknüpft. Ziel der Stadtteilentwicklung aller Karlsruher Stadtteile ist es,  Strategien und Lösungswege zu entwickeln, die die Stärken nutzen und  weiter ausbauen, die Schwächen minimieren und auf diese Weise die Zu‐ kunftschancen erkennen. Stadtteilentwicklung zielt auf die Verbesserung  der Lebensqualität wie  auch  der Lebenschancen der Bewohnerinnen und  Bewohner ab.  „Der Fokus Innenstadt und Stadtteile 2020 setzt den Schwerpunkt auf alle  Aktivitäten, die die qualitätsvolle Weiterentwicklung der Stadträume zu  lebenswerten attraktiven Lebensräumen zum Ziel haben und den Heraus‐ forderungen der wachsenden Stadt, der demografischen und gesellschaftli‐ chen Veränderungen sowie des Klimawandels zukunftsfähig begegnen.  Durch qualitätsvolle Aufwertungen des öffentlichen Raums und der Grünflä‐ chen sowie durch intelligente, ausgewogene Nachverdichtungskonzepte  werden die Charakteristika der  Stadtteilräume herausgearbeitet, der Stadt‐ raum qualifiziert, neue Akzente gesetzt und damit insgesamt die urbane  Lebensumgebung attraktiver gemacht.“  Das „Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030“ stellt einen  Orientierungsrahmen für die nächsten Jahre und die zukünftige Entwicklung  des Stadtteils dar. Das vorliegende Konzept ist als Diskurs zu verstehen, was  bedeutet, dass die formulierten Vorstellungen und Ziele für die kurz‐, mit‐ tel‐ und langfristige Zukunftsentwicklung einer stetigen Überprüfung, Rück‐ kopplung, Neuformulierung und  Weiterentwicklung bedürfen.   Für einige der vorgeschlagenen Maßnahmen gibt es noch keine Finanzie‐ rung, andere können nur im Rahmen anderer Großprojekte wie dem Ver‐ kehrsentwicklungsplan (VEP), Lärmaktionsplan (LAP), Räumliches Leitbild  Karlsruhe 2015, Sanierungsprogramm u.a. umgesetzt werden. Das Konzept  bietet jedoch eine fundierte und mit allen Beteiligten abgestimmte Grund‐ lage, Gelder aus  Förderprogrammen für das Planungsgebiet zu akquirieren.  Dieses ist auch Voraussetzung für die Ende des Jahres 2016 beabsichtigte  Beantragung von Städtebaufördermitteln für ein noch abzugrenzendes Sa‐ nierungsgebiet in Alt‐Knielingen. Im Falle einer Aufnahme in ein Städte‐ bauförderungsprogramm wird die Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen  des Sanierungsprozesses fortgeführt. Bereits erarbeitete Maßnahmen und  Projekte können  weiter konkretisiert und auf den Weg gebracht werden.  DER STADTTEIL KNIELINGEN  KNIELINGEN IST EIN STADTTEIL IM AUFBRUCH. Die Innenstadtnähe sowie  die Nähe zum Rhein machen ihn attraktiv. Er profitiert durch die Entwick‐ lung des Konversionsgeländes der amerikanischen Streitkräfte im Norden  von Knielingen und der Entstehung eines neuen Stadtquartiers „Knielingen  2.0“. Daraus resultieren jedoch weitreichende Veränderungen für den ge‐ samten Stadtteil. Während durch  die Entwicklung des Neubaugebiets ein  attraktiver und moderner Wohnstandort mit Nahversorgungszentrum ent‐ steht, ist der Bereich Alt‐Knielingen einerseits durch erhebliche Verkehrs‐ probleme belastet und andererseits durch Funktionsverluste, schwache  Attraktivität und Modernisierungsbedarf gekennzeichnet.  Positive Merkmale zur  Entwicklung der  Stadtteilidentität sollen weiter  profiliert und Defizite unter  Beachtung der Leitsätze  abgebaut werden  Fokusbetrachtung der  Karlsruher Innenstadt und der  Stadtteile  Leitgedanken aus dem ISEK  Integriertes  Stadtteilentwicklungskonzept  Knielingen 2030 mit kurz‐,  mittel‐ und langfristigen  Zielvorstellungen  Potenziale nutzen – Risiken  minimieren      3  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept   Abbildung 1: Blick über Alt‐Knielingen; eigene Aufnahme 2015  Exkurs: Der Stadtteil Knielingen im Überblick  Der zweitgrößte Karlsruher Stadtteil Knielingen ist untergliedert in die bei‐ den Stadtviertel Alt‐Knielingen und Neu‐Knielingen. Insgesamt leben hier  knapp über 10.000 Menschen. Allein in den letzten fünf Jahren hat die  Wohnbevölkerung in Knielingen, hauptsächlich bedingt durch die Entwick‐ lung des neuen Stadtquartiers Knielingen 2.0, einen Zuwachs von 10,2 Pro ‐ zentpunkten erfahren.  In der Bebauungsstruktur des ältesten Stadtteils sind die unterschiedlichen  Bauphasen seiner Teilbereiche deutlich ablesbar: Knielingen ist einerseits  geprägt durch die teilweise historisch wertvollen und stadtbildprägenden  engen Straßenzüge und dichten Baustrukturen im Alt‐Knielinger Ortskern  und andererseits durch die aufgelockerte Bebauung und großzügig angeleg‐ ten Straßenräume in Neu‐Knielingen.  Die Nähe zu Rhein und Alb sowie an‐ grenzende Natur‐ und Landschaftsschutzgebiete, landwirtschaftliche Nutz‐ flächen und Streuobstwiesen bieten attraktive Naturräume mit Erholungs‐ funktion für Stadt und Region. Lange war der Ort Knielingen durch die  Landwirtschaft und Fischerei geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwi‐ ckelte sich der Stadtteil mit der Entstehung der  umliegenden Industrie‐ und  Gewerbegebiete schnell zu einem Arbeiterwohnort. Bis heute ist Knielingen  ein bedeutender Industriestandort für die gesamte Region.     Zahlen und Fakten zum  Stadtteil Knielingen    4        5  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept 2 ERLÄUTERUNGEN ZUM ENTWICKLUNGSPROZESS  PROZESSABLAUF  Bei der Erarbeitung des integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts für den  Stadtteil Knielingen wird besonderer Wert darauf gelegt, ein auf Offenheit  und Transparenz angelehntes Verfahren anzuwenden, mit dem der Dialog  mit zentralen Akteuren der Stadtteilentwicklung sowie den Bürgerinnen  und Bürgern aktiv gefördert wird. Das Konzept ist in drei Prozessphasen  erarbeitet worden, in denen verschiedene  Möglichkeiten der Mitwirkung  bestanden und die Belange der unterschiedlichen Interessensgruppen ein‐ gebracht wurden.    Abbildung 2: Phasen des Stadtteilentwicklungsprozesses, Quelle: Stadt Karlsruhe  PHASE I – VORBEREITUNG UND BESTANDSAUFNAHME  Eingeleitet wurde der rund einjährige Prozess mit dem Beschluss des  Hauptausschusses vom 24. Februar 2015. In einer ersten Phase der Be‐ standsaufnahme wurden Bevölkerungsstruktur und Bevölkerungsentwick‐ lung analysiert, eine Umfrage zur Wohn‐ und Lebensqualität in Knielingen  durchgeführt und seitens der Verwaltung anstehende Maßnahmen zusam‐ mengetragen. Eine Querschnittsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und   Vertretern der städtischen Verwaltung, der Fraktionen, dem Bürgerverein  und weiteren Stadtteilakteuren, stimmte Ziele und Zweck des Prozesses  sowie das Beteiligungsverfahren ab und gab wichtige Hinweise in Bezug auf  den Stadtteil. Damit wird der Prozess von Beginn an von allen relevanten  Akteuren mitgestaltet.   Prozess in drei Phasen mit  intensiver Beteiligung   Einleitung des  Entwicklungsprozesses mit  Beschluss des  Hauptausschusses am   24. Februar 2015    6  PHASE II – AKTIVE BÜRGERBETEILIGUNG  Mit einem Ideenworkshop und einem Stadtteilspaziergang im Juli 2015  startete die Phase II des Stadtteilentwicklungsprozesses mit einer intensi‐ ven Bürgerbeteiligung.   Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten ihre Wünsche und Vorstel‐ lungen für die zukünftige Entwicklung ihres Stadtteils direkt ein und disku‐ tierten die fünf vorgegebenen Handlungsfelder:   Verkehr und Mobilität,   Soziales  und kulturelles Leben in Knielingen,   Kinder, Jugend und Familienfreundlichkeit,   Öffentliche Plätze und Begegnungspunkte,   Natur, Stadtgrün und Klimaschutz.  Dabei ging es, angelehnt an die Methode der Zukunftswerkstatt, zunächst  darum, Visionen zu entwickeln und alle Wünsche, ob realisierbar oder nicht,  festzuhalten und zu sammeln. Zuvor hatten die Bürgerinnen und  Bürger  bereits Gelegenheit, sich zu Stärken und Schwächen des Stadtteils zu äu‐ ßern. Schnell kristallisierten sich die problematischen Themenfelder heraus,  die die Mehrheit der Knielinger Bevölkerung in hohem Maße beschäftigt.     Abbildung 3: Auftaktveranstaltung im Stadtteilentwicklungsprozess; eigene Aufnahme 2015  Besonders im Bereich Verkehr überwiegen die Schwächen und Missstände.  Mehrfach kritisiert wurde das hohe Aufkommen von Durchgangsverkehr  auf der Rheinbrückenstraße und Sudetenstraße, vor allem durch Pendler‐ ströme. Der dadurch verursachte Lärm und Geruch führt zu einer starken  Belastung der angrenzenden Wohnbereiche. Auch die problematische Park‐ situation und das Gehwegparken besonders in  Alt‐Knielingen oder die star‐ ke Lärmbelastung durch die Südtangente (B 10) beschäftigen die Knielinge‐ rinnen und Knielinger. Weiterhin wurden das ungenügende Betreuungsan‐ gebot und das Fehlen von Kindergarten‐ bzw. Hortplätzen bemängelt.   Trotz der Fülle an Problemen lebt die Mehrheit der Anwesenden gern in  Knielingen. Sie schätzen die Nähe und  die gute Anbindung zur Innenstadt  sowie die Naturnähe zum Rhein. Auch das dörfliche Ambiente und das  nette nachbarschaftliche Verhältnis werden als Stärke des Stadtteils her‐ vorgehoben.     Der Dialog zur  Stadtteilentwicklung startete  mit der Auftaktveranstaltung  am 27. Juli 2015  Schwerpunktbereiche der  Stadtteilentwicklung in  Knielingen  An Knielingen stört mich...  Hohes Verkehrsaufkommen,  fehlende Begrünung  öffentlicher Räume, wenig  Infrastruktur, Parksituation,  keine Begegnungsstätte, Lärm,  zu wenige  Betreuungsangebote  Ich lebe gern in Knielingen...  Naturnähe, gute  Verkehrsanbindung, Nähe zur  Innenstadt und Rhein,  dörfliches Ambiente,  gute  Nachbarschaft      7  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept In den Themenecken ging es dann darum, sich von der Kritik zu lösen und  erste Ideen und Visionen zu den eben genannten Themenfeldern zur Ver‐ besserung der Situation im Stadtteil anzuregen. Die Zusammensetzung der  Teilnehmenden war hinsichtlich Alter und Ortsteilzugehörigkeit breit gefä‐ chert. Somit fanden die unterschiedlichsten Interessen, Wünsche und Vor ‐ stellungen für die Weiterentwicklung Knielingens Eingang in die Diskussion.  Anschließend wurden die gemeinsam erarbeiteten Ideen und Zukunftsbil‐ der für den Stadtteil aus der Sicht der Bürgerschaft im Plenum vorgestellt.  Die sowohl von den Bürgerinnen und Bürgern genannten Stärken und  Schwächen aus der Auftaktveranstaltung und des Stadtteilspaziergangs  wurden in der SWOT‐ Analyse berücksichtigt. Ebenso wurden die ersten  Ideen und Visionen als Diskussionsgrundlage in den festgelegten themati‐ schen Arbeitsgruppen besprochen, bewertet und auf ihre mögliche Reali‐ sierbarkeit erörtert.  So wurden zum Themenfeld „VERKEHR UND MOBILITÄT“ diverse Vorschlä‐ ge zur Verkehrsentlastung und Beruhigung formuliert. Einige der Anwesen‐ den können sich vorstellen, dass durch Einbahnstraßenregelungen  die Ver‐ kehrsführung und ‐lenkung in Alt‐Knielingen verbessert werden kann. Eine  Option wäre auch die engen Straßenräume in Alt‐Knielingen als verkehrsbe‐ ruhigte Bereiche im Sinne von shared spaces umzubauen. Es wurde sogar  davon gesprochen, Autos nur an bestimmten Tagen fahren zu lassen. Auch  in Bezug auf den ÖPNV  oder das Radfahren wurden erste Ideen geäußert.  Sie reichen von einer veränderten Linienführung, über 1‐Zonen‐Tarife, bis  hin zur Barrierefreiheit. Die problematische Parkplatzsituation sowie die zu  kurzen Ampelphasen waren weitere wichtige Themen.   Im Themenbereich „SOZIALES UND KULTURELLES LEBEN IN KNIELINGEN“  wurde der Wunsch formuliert, das kulturelle Leben im Stadtteil zu  beleben,  z. B. durch das Ausrichten von mehr Straßenfesten, der Reaktivierung des  Kinos, durch Lesungen am Bücherschrank oder Ähnlichem. Auch die Mög‐ lichkeit eines Mehrgenerationenhauses, Bürgerbüros, Bürgerzentrums so‐ wie Begegnungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Geschäften und ge‐ mütlichen Cafés wurde mehrheitlich gewünscht.  Beim Thema „KINDER, JUGEND UND FAMILIENFREUNDLICHKEIT“ machen  sich die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ein Kinder‐ und Jugendzent‐ rum in Knielingen oder auch Treffpunkt für Jugendliche stark. Sogar von  einer Eisfläche im Winter auf dem Festplatz und einem Parcours für fernge‐ steuerte Autos war die Rede. Außerdem wurden viele Anregungen zur Ver‐ besserung und Aufwertung der Spielplätze gegeben. Im Hinblick auf  das  Thema Kinderbetreuung wurden Wünsche nach ausreichenden Kita‐ und  Hortplätzen und Ganztagsschulangeboten sowie einer Betreuung von 7:00  Uhr bis 18:00 Uhr geäußert. In der Zukunftsvorstellung der Knielingerinnen  und Knielinger sind die Grundschulen saniert und es existieren weiterfüh‐ rende Schulen in Wohnortnähe.  Im Themenfeld „ÖFFENTLICHE PLÄTZE UND BEGEGNUNGSPUNKTE“ ging es  um  Ideen zur Aufwertung von Plätzen und Straßenräumen. Ob ein zentraler  Platz entstehen soll oder nicht, wurde kontrovers diskutiert. Einig waren  sich die Anwesenden aber darüber, dass Alt‐Knielingen künftig stilvoll und  qualitativ saniert und beleuchtet sein soll. Die derzeit durchgeführte Erneu‐ erung der Beleuchtung ist für viele nicht zufriedenstellend.   Wechselseitiges Parken,  Tempo reduzieren, mehr  Radwege, Querungen  kinderfreundlich gestalten,  Lärmschutz Südtangente,  Spielstraßen und autofreie  Bereiche, verträgliche  Abwicklung des  Durchgangsverkehrs, nördliche  Umfahrung realisieren  Nachbarschaftshilfe,  Bürgerzentrum,  Spaßbootrennen wieder  einführen, multifunktioneller  Raum für Vereine,  Einkaufsservice   Durchgehend geöffnete  Kinderbetreuung, Platz für  Jugendliche mit Grillplatz,  Baby‐Sitter Vermittlung,  sicheres Fahrradfahren für  Kinder ermöglichen,  Ferienangebote für Kinder,   Jugendtreff, weiterführende  Schule   Konzeptentwicklung um den  Elsässer Platz,  Aufenthaltsbereiche für  Jugendliche, mehr  Grünflächen in Alt‐Knielingen,  Etablierung Stadtteilzentrum,  Reduzierung der Trennwirkung  der Rheinbrückenstraße     8  Im Vordergrund steht auch die Aufwertung und Belebung des Elsässer Plat‐ zes als Ort der Begegnung. Es wurde darüber hinaus die Vision eines Alb‐ Parks und eines Museumsdorfs angeregt.   Die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger zum Thema „NATUR,  STADTGRÜN UND KLIMASCHUTZ“ sind saubere Luft einatmen zu können  und einen Stadtteil  frei von Müll zu haben. Im Vordergrund stehen auch die  Naturschutzgebiete rund um den Knielinger See und die Alb. Mehrfach  wurde sich für mehr Aufenthaltsqualität und Naherholungsmöglichkeiten in  diesen Bereichen ausgesprochen. Weitere Vorschläge bezogen sich auf  Begrünungsmaßnahmen in öffentlichen Räumen.  Ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Stadt‐ teils  ist die Einbeziehung der Belange und Wünsche von Kindern und Ju‐ gendlichen aus Knielingen im Stadtteilentwicklungsprozess. Im Juli und Sep‐ tember 2015 fanden dazu in Kooperation mit den beiden Knielinger Grund‐ schulen Streifzüge mit Kindern statt. An zwei Tagen erkundete die dritte  Klasse der Viktor‐von‐Scheffel‐Schule das Gebiet nördlich  der Rheinbrü‐ ckenstraße. Am 28. Juli wurde von der dritten Klasse der Grundschule  Knielingen das Gebiet südlich der Rheinbrückenstraße in Augenschein ge‐ nommen. Nach einer kurzen Einführung im Klassenzimmer zeigten die Kin‐ der ihre Kritikpunkte und Veränderungsideen direkt vor Ort auf.   Bei den Streifzügen mit Kindern ging es in erster  Linie darum, dass die Kin‐ der ihre Lebenswelt im öffentlichen Raum aufzeigen: An welchen Plätzen  halten sich die Kinder auf und welche Wege (Straßen, Überquerungen, Ab‐ kürzungen) nutzen oder vermissen sie? Dabei wurden nicht nur die offiziel‐ len Spielorte wie Spielplätze oder Bolzplätze betrachtet, sondern alle Flä‐ chen, die Kinder nutzen  (informelle Spielorte). Die Kinder zeigten dabei  Missstände auf, machten aber auch Verbesserungsvorschläge.        Abbildung 4: Kinder‐ und Jugendbeteiligung in Knielingen; eigene Aufnahmen 2015  Am 30. September hatten dann die Knielinger Jugendlichen im Rahmen  eines Jugendworkshops das Wort. Der Stadtjugendausschuss e.V. und der  Vorstand des JUKUZ e.V. waren ebenfalls vor Ort. Bei dem Jugendworkshop  ging es um die Fragen: Was finden die Jugendlichen gut in Knielingen? Wo  drückt der Schuh? Welche Verbesserungen wünschen sich die  Jugendlichen  für ihren Stadtteil?   Die Aussagen und Ideen der Kinder und Jugendlichen wurden festgehalten  und danach in der Arbeitsgruppe "Kinder, Jugend und Familienfreundlich‐ keit" diskutiert und weiter konkretisiert.      Alb wieder erlebbar machen,  Schallschutz entlang der B10,   mehr Straßengrün für Alt‐ Knielingen, saubere Luft   Zu kurze Grünphasen,  Aufwertung der Spielplätze,  gefährliche Straßenabschnitte  auf dem Schulweg – Konflikte  mit motorisiertem Verkehr,  Müll an der Alb, schmale  Gehwege in Alt‐Knielingen  Aufwertung der Bolzplätze,  fehlende Freitreffpunkte  (Chillplätze), Tischtennisplatte,  Graffitiwand, Offener  Jugendtreff, bessere   Anbindung ÖPNV      9  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Die Ergebnisse aus dem bisherigen Bürgerbeteiligungsprozess wurden zu‐ sammen mit der Bestandsaufnahme und ‐analyse durch die Fachplaner  gebündelt und im ersten Teil des Stadtteilentwicklungsprozesses – der  SWOT‐Analyse – zusammengefasst. Diese wurde am 26. Januar 2016 dem  Gemeinderat vorgelegt und bildete die Basis für die weitere konzeptionelle  Arbeit im Rahmen des  integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts.  EXKURS: ZUSAMMENFASSUNG DER STÄRKEN UND SCHWÄCHEN DES  STADTTEILS AUS DER SWOT‐ANALYSE    STÄRKEN  Eine besondere Stärke des Stadtteils Knielingen ist die landschaftlich außer‐ ordentlich attraktive Lage am Rhein mit einem reich strukturierten, land‐ wirtschaftlich und naturschutzfachlich bedeutsamen Naturraum, der den  südwestlichen bis nördlichen Siedlungsbereich Knielingens umfasst. Die um‐ gebende Landschaft ist überwiegend gut bis sehr gut zu Fuß oder mit dem  Fahrrad erreichbar und  von großer Bedeutung für die Naherholung.   Die einzelnen Siedlungsbereiche Alt‐Knielingen, Neu‐Knielingen und Knielin‐ gen 2.0 sind städtebaulich als Einheiten ablesbar. Diese drei Einheiten sind  jeweils baulich weitgehend homogen gestaltet und vermitteln einen ange‐ nehmen Eindruck ohne gravierenden gestalterischen „Wildwuchs“. Insbe‐ sondere in Alt‐Knielingen gibt es zahlreiche Baudenkmäler  und stadtbildprä‐ gende Gebäude, die den besonderen Charme des ältesten Stadtteils Karlsru‐ hes betonen.  Knielingen verfügt über eine sehr gute verkehrliche Anbindung sowohl in  Richtung Innenstadt als auch über den Rhein hinweg Richtung Südpfalz und  die Metropolregionen Rhein‐Neckar und Stuttgart. Nahegelegene Straßen  mit großräumiger Bedeutung und öffentliche Verkehrsmittel sind gut  er‐ reichbar.   In Punkto Grün‐ und Freiflächen, Freizeitangebote, Spielplätze und Treff‐ punkte sind zum einen die umgebenden Landschaftsräume von großer Be‐ deutung und zum anderen die Grün‐ und Spielflächen, insbesondere in Neu‐ Knielingen und Knielingen 2.0. Zahlreiche Vereine bieten ein abwechslungs‐ reiches Sport‐ und Freizeitangebot für die Knielinger Bevölkerung. Kleingar‐ tenanlagen erweitern das Freiflächenangebot.  Natur‐ und  Landschaftsschutzgebiete mit  hohem ökologischem und  landschaftsästhetischem Wert  Historisch wertvolle und  stadtbildprägende  Bausubstanz in Alt‐Knielingen  Gute überörtliche  Verkehrsanbindung  Umgebende Landschaft als  Streifräume und Treffpunkte    10  Knielingen zeigt eine positive Bevölkerungsentwicklung und eine relativ ge‐ sunde Altersstruktur in den letzten Jahren, nicht zuletzt auch aufgrund der  Entwicklung der Neubauflächen in Knielingen 2.0.   Der Stadtteil zeichnet sich durch ein aktives Vereinsleben und ein hohes Maß  an bürgerschaftlichem Engagement aus.   Als Wirtschaftsstandort ist Knielingen aufgrund seiner großen Gewerbe ‐ und  Industriebetriebe von Bedeutung. Die Versorgungssituation in Knielingen  mit Gütern des täglichen Bedarfs, Dienstleistungen und gastronomischen  Angeboten ist schwerpunktmäßig im Norden Knielingens sehr gut.  SCHWÄCHEN  Die zuvor genannten Stärken im Hinblick auf die überaus gute verkehrliche  Anbindung Knielingens stellen sich mit den damit verbundenen Auswirkun‐ gen wie Lärm, Abgase und Gefährdung schwächerer Verkehrsteilnehmen‐ den auf der anderen Seite als eine der Hauptschwächen Knielingens dar.  Nicht nur die stark befahrene B 10 südlich des Stadtteils ist problematisch,   auch die durch Pendlerverkehr und als Ausweichstrecken genutzten Straßen  in Knielingen belasten die Anwohnerinnen und Anwohner. Insbesondere die  Rheinbrückenstraße ist problematisch, da sie zusätzlich auch städtebaulich  und funktional aufgrund ihrer enormen Breite, der Parallelstraßen Östliche  und Westliche Rheinbrückenstraße und der Straßenbahngleise eine starke  Trennwirkung erzielt.  Zu Fuß Gehende und Rad  Fahrende sind durch die vorgenannten Punkte  insbesondere im Bereich der Hauptverkehrsachsen benachteiligt. Hinzu  kommen problematische Verkehrsverhältnisse in Alt‐Knielingen aufgrund  enger Straßenräume, schmaler Gehwege und parkender Fahrzeuge. In Neu‐ Knielingen stellen unübersichtliche Kreuzungen, Missachtung von Durch‐ fahrtsverboten (v.a. Lkw), hohe Geschwindigkeiten und Mängel bei der Füh‐ rung von Radwegen bzw. die  noch nicht vollständig umgesetzte Radwege‐ konzeption die markantesten Problembereiche dar.  Hinsichtlich der räumlichen Verteilung der oben genannten Grünflächen und  Spielplatzangebote ist Alt‐Knielingen benachteiligt. Die hohe bauliche Dichte  in diesem Stadtviertel verschärft die Problematik fehlender öffentlicher Frei‐ flächen zusätzlich. Für ganz Knielingen ist festzustellen, dass eine eindeutig  definierte und ansprechende  Quartiersmitte, ein generationenübergreifen‐ der Treffpunkt im öffentlichen Raum, mit dem sich die Bevölkerung identifi‐ zieren kann, fehlt. Der Elsässer Platz weist gestalterische Mängel und eine  fehlende Funktionalität auf, nicht zuletzt aufgrund unpassender Gebäude‐ gestaltung und Gebäudenutzung.  Die Bedeutung der umgebenden Landschaft als Naherholungsraum wird  durch den Schutzstatus großer Flächen (Landschafts‐ und  Naturschutzge‐ biet) geschmälert, da sich daraus Nutzungs‐ und Zugangsbeschränkungen  für die Bevölkerung ergeben.  In Alt‐Knielingen besteht ein nicht unerheblicher Sanierungsbedarf, der sich  alleine aus der äußerlichen Betrachtung ablesen lässt. Bereits erfolgte bauli‐ che Maßnahmen zeigen das Fehlen einer fachlichen Begleitung im Hinblick  auf die sensible städtebauliche Situation. Prägende Elemente  gehen durch  An‐, Um‐ und Neubauten zunehmend verloren.       Bevölkerungszuwachs durch  Entwicklung Knielingen 2.0  Bedeutender  Industriestandort in der  Umgebung  Starke Belastungen durch das  hohe Aufkommen von  Durchgangsverkehr            Starke Barrierewirkung  zwischen Alt‐Knielingen und  Neu‐Knielingen durch  Rheinbrückenstraße  Konfliktsituationen zwischen  motorisierten und  nichtmotorisierten  Verkehrsteilnehmenden  Fehlende  Identifikationspunkte und  unzureichende städtebauliche  Qualitäten  Schutzstatus schränkt die  Nutzbarkeit nahegelegener  Landschaftsräume zu  Erholungszwecken ein   Hoher Anteil unsanierter  Gebäude in Alt‐Knielingen      11  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Darüber hinaus besteht (auch in Neu‐Knielingen) Handlungsbedarf hinsicht‐ lich der energetischen Sanierung.   Trotz zahlreicher Freizeit‐ und Begegnungsangebote von Vereinen und kirch‐ lichen Trägern fehlt es an einem generationenübergreifenden, nicht konfes‐ sionsgebundenen Treffpunkt und Veranstaltungsort.   Weiterhin sind auch die Betreuungsangebote für Kinder in einzelnen Alters‐ gruppen nicht ausreichend und zu wenig  flexibel.  Die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs ist in Alt‐Knielingen stark  rückläufig, da immer mehr ansässige Geschäfte den Betrieb eingestellt ha‐ ben. Die Versorgungsangebote in Neu‐Knielingen bzw. Knielingen 2.0 sind  insbesondere für die nichtmotorisierte Bevölkerung schlecht erreichbar.   VERTIEFUNG IN DEN ARBEITSGRUPPEN  In fünf moderierten Arbeitsgruppen zu den bereits erwähnten Themenfel‐ dern wurden ab Oktober 2015 die Ideen und Visionen aus der Auftaktver‐ anstaltung, dem Stadtteilspaziergang und der Kinder‐ und Jugendbeteili‐ gung diskutiert und in Rückkopplung mit der Stadtverwaltung teilweise  geprüft und weiterentwickelt.   Insgesamt wurden mehrere Arbeitsgruppensitzungen pro Themenfeld  durchgeführt, bei denen sich  die Bürgerinnen und Bürger zusammen mit  Fachplanern und anderen am Prozess beteiligten Akteuren aktiv einbringen  konnten.        Abbildung 5: Arbeitsgruppensitzungen in Knielingen, eigene Aufnahmen 2015  Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sind in die Erstellung des vorliegenden   Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts Knielingen 2030 eingeflossen.   PHASE III – ERSTELLUNG DES STEK KNIELINGEN 2030  In der dritten Phase des Gesamtprozesses geht es durch die Zusammenfüh‐ rung und Verarbeitung aller bisherigen Ergebnisse aus Phase I und II um die  konkrete Ausarbeitung des STEK Knielingen bis zum Jahr 2030. Die Identifi‐ zierung von möglichen Handlungsfeldern und die damit verbundenen Ziel‐ richtungen und Maßnahmen für die zukünftige Stadtteilentwicklung  stellen  einen notwendigen Baustein für die Erarbeitung des Konzepts dar. In An‐ lehnung an das ISEK 2020 wurden insgesamt sechs Handlungsfelder für die  Stadtteilentwicklung Knielingen identifiziert.   Diese finden sich ebenfalls in den Themenbereichen der Arbeitsgruppen  wieder. Alle Handlungsschwerpunkte stehen in engem Bezug zueinander    Energetische Standards   Fehlendes Betreuungsangebot  für Kinder, fehlende  Treffpunkte für Bevölkerung  Nahversorgungsdefizite und  schlechte Erreichbarkeit der  Versorgungseinrichtungen in  Alt‐Knielingen  Soziales und kulturelles  Leben in Knielingen    Öffentliche Plätze und  Begegnungspunkte    Kinder, Jugend und  Familienfreundlichkeit    Natur, Stadtgrün und  Klimaschutz    Verkehr und Mobilität  Auswahl der Handlungsfelder  anhand ISEK, SWOT‐Analyse  und  Bürgerbeteiligung    12  und können in ihrer Umsetzung oder inhaltlichen Ausrichtung synergetisch  ineinandergreifen.   Ein Maßnahmenkatalog soll als Orientierungsrahmen und Leitfaden für die  anstehenden Entwicklungen im Stadtteil Knielingen dienen. Dieser enthält  eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen und Projekten, die in einer kurz‐, mit‐ tel‐ oder langfristigen Zeitperspektive geplant und umgesetzt werden kön‐ nen, damit  sich auf lange Sicht die gewünschte Entwicklung einstellt. Der  Maßnahmenkatalog ist offen gestaltet, um auch auf veränderte Rahmen‐ bedingungen reagieren zu können.   Im nächsten Kapitel werden zunächst acht Leitlinien als Eckpfeiler des inte‐ grierten Stadtteilentwicklungskonzepts für Knielingen 2030 bestimmt, auf  denen die Handlungsfelder mit den vorgeschlagenen Maßnahmen beruhen.  Zusätzlich werden  die Ergebnisse aus dem Wettbewerb Zukunftsstadt kurz  erläutert.   In einer Gesamtübersicht sind nachfolgend die Konzept‐ bzw. Strategiebau‐ steine innerhalb der sechs Handlungsfelder aufgelistet. Abschließend wer‐ den die ausgewählten Maßnahmen den jeweiligen Handlungsfeldern zuge‐ ordnet und in Steckbriefform festgehalten, sodass Entwicklungsziele, die  Inhalte der Maßnahmen und Projekte sowie auch das weitere Vorgehen   einheitlich dargestellt sind. Als Ergänzung zu den sechs Handlungsfeldern  werden die einzelnen Maßnahmen pro Themenbereich in Übersichtsplänen  verortet mit zentralen Aussagen dargestellt.      13  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept 3 INTEGRIERTES STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT  Das integrierte Stadtteilentwicklungskonzept ist ein interdisziplinäres In‐ strument und bietet die Möglichkeit, die vielschichtigen Belange des Stadt‐ teils in einer zusammenfassenden Darstellung zu erfassen. Es stellt ein lang‐ fristiges Konzept dar, das durch die prozesshafte Entwicklung einzelner  Planungen und Maßnahmen stufenweise und entsprechend den aktuellen  Erfordernissen und Möglichkeiten realisiert werden kann.  Als ganzheitliche  integrierte Konzeption dient das STEK als Grundlage für die verschiedenen  Fachplanungen. Die Erarbeitung des STEK wurde soweit möglich offen ange‐ legt und so gegenüber den beteiligten Akteuren vermittelt. Eine Fortfüh‐ rung des Diskussionsprozesses und eine Konkretisierung der strategischen  Ansätze sind erforderlich.  Grundlage des STEK Knielingen 2030 ist die  aktive Beteiligung der Bürger‐ schaft im gesamten Entwicklungsprozess. Aus den Ideen und Wünschen  innerhalb der thematischen Arbeitsgruppen sowie aus der vom Planungsbü‐ ro werk‐plan erarbeiteten SWOT‐Analyse lassen sich allgemeine Zielvorstel‐ lungen und Handlungsempfehlungen für Knielingen ableiten. Die Vorschlä‐ ge der Bürgerinnen und Bürger werden von der Planung aufgegriffen und   bei der Erstellung des STEK berücksichtigt. Dabei folgt die zukünftige Stadt‐ teilentwicklung einer nachhaltigen und fortschrittlichen Weiterentwicklung  Knielingens als attraktiver und familienfreundlicher Stadtteil.   KNIELINGEN 2030 ‐ LEITLINIEN DER STADTTEILENTWICKLUNG  Die zukünftige Stadtteilentwicklung basiert auf acht Leitlinien, die im Fol‐ genden dargestellt werden sollen. Diese übergeordneten Zielformulierun‐ gen beschreiben die Hauptgedanken zum integrierten Stadtteilentwick‐ lungskonzept Knielingen.  SOZIALEN ZUSAMMENHALT DER STADTGESELLSCHAFT STÄRKEN. Durch  individuelle Unterstützungsangebote, lokale Initiativen sowie soziale Netz‐ werke wird das selbsthilfefreundliche Klima in Knielingen gestärkt und wei‐ terentwickelt. Über  das Bürgerzentrum werden Angebote für Eigenaktivitä‐ ten initiiert, die sich positiv auf das ehrenamtliche Engagement und den  sozialen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft auswirken. Das Bürgerzent‐ rum fördert als Ort der Begegnung und des Miteinanders Austausch und  gegenseitige Hilfeleistungen über die Generationsgrenzen hinweg.  LEBENSQUALITÄT FÜR KINDER, JUGENDLICHE UND FAMILIEN ERHÖHEN. Die  Interessen  von Kindern und Jugendlichen werden bei der Stadtteilentwick‐ lung besonders berücksichtigt. Die wohnortnahe Versorgung mit ausrei‐ chend Freiflächen und öffentlichen Spiel‐ und Bewegungsmöglichkeiten  steht dabei im Vordergrund. Ein bedarfsgerechtes Netz an Ganztags‐ und  Betreuungsangeboten wird, auch unter dem Stichwort Inklusion, im gesam‐ ten Stadtteil ausgebaut und trägt wesentlich zur Förderung und  Unterstüt‐ zung der Familie bei.  STADTTEILKULTUR ENTWICKELN. Lebendige Traditionen, Kunst und Kultur  leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensqualität der Bewohnerin‐ nen und Bewohner sowie zur Identifikation mit dem eigenen Stadtteil. Das  kulturelle Erbe von Knielingen als ehemaliges Fischerdorf muss durch die  Das STEK dient als Rahmen für  das zukünftige Handeln der  öffentlichen und privaten  Akteure im Stadtteil, um eine  geordnete soziale,  ökonomische, städtebauliche  und ökologische Entwicklung  zu fördern.  8 Leitlinien der zukünftigen  Stadtteilentwicklung  Die Zukunftsfähigkeit des  Stadtteils stärken, die  Lebensqualität der  Bewohnerinnen und  Bewohner verbessern sowie  die Attraktivität des  Wohnstandorts erhöhen –  das  sind die übergeordneten  Zielvorgaben für das STEK.    14  Pflege des Knielinger Museums und der Baudenkmäler Alt‐Knielingens ge‐ wahrt werden.   SPORT UND BEWEGUNG FÖRDERN UND ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG  BEITRAGEN. Im Stadtteil besteht ein breit gefächertes Sport‐ und Bewe‐ gungsangebot für alle Lebensalter und Bevölkerungsgruppen. So werden  gesundheitsfördernde Lebenswelten geschaffen und die Verantwortung für  die eigene Gesundheit gefördert.   IMAGE ALS  GRÜNER STADTTEIL AM RHEIN PFLEGEN. Knielingen definiert  sich als grüner Stadtteil am Rhein mit Erholungs‐ und Freizeitqualität. Dies  wird durch Grünvernetzung und die Sicherung öffentlicher Freiräume un‐ terstützt. Die Erfordernisse von Naturschutz und Landschaftspflege werden  entsprechend berücksichtigt. Die Verkehrs‐, Lärm‐ und Luftbelastung wer‐ den reduziert.  ZUM KLIMASCHUTZ BEITRAGEN. Langfristiges  Ziel ist die Herbeiführung der  Energiewende durch Energieeinsparpotenziale und die Steigerung der Effi‐ zienz sowie die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien.   STÄDTEBAULICHE QUALITÄTEN IM QUARTIER HERAUSSTELLEN. Das städte‐ bauliche Gefüge und die historische Bausubstanz Alt‐Knielingens werden  erhalten und gepflegt. Notwendige bauliche Ergänzungen erfolgen in hoher  Gestaltungsqualität und fügen sich in die  historische Umgebung ein. Der  öffentliche Raum lädt wieder zum Aufenthalt ein, er unterstützt die Quar‐ tiere und bietet Möglichkeiten der Begegnung und der Kommunikation.  STADTVERTRÄGLICHE MOBILITÄT GEWÄHRLEISTEN – VERKEHRSBELASTUNG  SENKEN. Ein attraktiver Umweltverbund sichert eine umweltverträgliche  Mobilität mit gleichen Mobilitätschancen für alle Bevölkerungsgruppen.  Verkehrsberuhigende Maßnahmen und eine barrierefreie Gestaltung der  Verkehrsanlagen mit hoher Aufenthaltsqualität werden maßgeblich zur  Förderung des Fußverkehrs beitragen. Durch die Optimierung des Rad‐ wegenetzes zwischen Innenstadt und Stadtteil sowie die Herstellung einzel‐ ner Lückenschlüsse kann sich Knielingen als fahrradfreundlicher Stadtteil  positionieren. Die Erreichbarkeit der Innenstadt soll für alle Verkehrsarten  gewährleistet sein. Der motorisierte Individualverkehr wird verträglich mit  dem  öffentlichen Verkehr und den anderen Verkehrsarten gestaltet.  WETTBEWERB ZUKUNFTSSTADT   Karlsruhe war eine von 51 für die erste Projektphase ausgewählten Städte  im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesforschungsministeriums. „Zu‐ kunftsstadt Karlsruhe – SmartQuarterVision KA 2030+“ lautet der Titel des  Projekts, in dessen Rahmen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Wis‐ senschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und  nachhaltige Vision 2030+ für Karlsruhe  entwickelt werden soll. Für Knielin‐ gen und Mühlburg als Referenzstadtteile sollen dabei auch auf andere  Stadtteile übertragbare Handlungsansätze entwickelt werden. Erklärte Ziele  sind die Verringerung des Verbrauchs von Ressourcen, die Verbesserung  der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger sowie die Erhöhung der  Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.  Durch den im Frühjahr 2015 gestarteten  partizipativen Stadtteilentwick‐ lungsprozess in Knielingen ist eine enge Verknüpfung zwischen dem inte‐       15  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept grierten Stadtteilentwicklungskonzept und dem dazu parallel verlaufenden  Wettbewerb Zukunftsstadt entstanden. Während das STEK eine Entwick‐ lung bis zum Jahr 2030 anstrebt, befasst sich die Zukunftsstadt mit einer  Stadtteilvision für Knielingen über das Jahr 2030 hinaus.   In Knielingen fanden dazu eine Visionswerkstatt mit der Bürgerschaft, Ziel‐ gruppengespräche und ein Workshop mit Schülerinnen  und Schülern statt,  mit dem Ziel, eine themenfeldbezogene Stadtteil‐Vision mit Blick auf den  Zeithorizont ab 2030 gemeinsam zu entwickeln. Basierend auf den Veran‐ staltungen werden im Folgenden die Vorstellungen für eine Vision Knielin‐ gen 2030+ veranstaltungsübergreifend festgehalten:  VISION ZUM THEMENFELD MOBILITÄT UND VERKEHR: Die Rheinbrücken‐ straße verbindet zukünftig die  Quartiere Alt‐Knielingen und Neu‐Knielingen  miteinander, anstatt als Barriere zu wirken. Der motorisierte Individualver‐ kehr wurde auf das notwendigste Maß reduziert und auf verträgliche Weise  um den Stadtteil herum bzw. darunter durch geleitet. Die Straßenräume  bieten somit den zu Fuß Gehenden und Rad Fahrenden attraktive Wege‐ verbindungen, die zum Flanieren  einladen und zum Umweltschutz beitra‐ gen. Im Quartier werden keine Parkplätze mehr benötigt, da nach und nach  die Bewohnerinnen und Bewohner auf das Auto verzichten und das Easy  Traffic System nutzen. Verteilt über den Stadtteil können unterschiedliche  Verkehrsträger schnell erreicht und niederschwellig genutzt werden.  VISION ZUM THEMENFELD SOZIALES LEBEN, INTEGRATION,  ENGAGEMENT  UND PARTIZIPATION, VERWALTUNG: Die Menschen haben mehr Zeit für  lokales Engagement, gegenseitige Hilfeleistungen und gemeinschaftliches  Gärtnern. Dies sorgt zusammen mit einer guten sozialen und funktionalen  Mischung sowie gemeinschaftlichen Aktivitäten und gemeinschaftlich ge‐ nutzten Orten für ein gutes und lebendiges soziales Miteinander im Quar‐ tier. Die Aktivitäten werden über ein Bürgerzentrum  sowie eine digitale  Plattform koordiniert.  VISION ZUM THEMENFELD NATUR UND UMWELT: Natur und Umwelt ist  allgegenwärtig und wird in allen Handlungsfeldern thematisiert. Im Jahr  2030+ ist Knielingen als grüner Stadtteil bekannt. Begrünungsmaßnahmen  jeglicher Art, ob in Straßenräumen, auf Plätzen oder an Fassaden und Dä‐ chern, prägen das Stadtbild. Der Stadtteil  ist über einen großen Grünzug mit  dem Rhein verbunden. Schöne Rad‐ und Fußwege laden zum Flanieren ein.  Die grüne Infrastruktur sorgt für Ruhe, Naherholungsmöglichkeiten in  Wohnnähe und dadurch für weniger Verkehr sowie für grüne Begegnungs‐ orte und Lernräume. Knielingen versorgt sich in der Zukunft vollständig  autonom mit regenerativer Energie, die in  dezentralen stadtteileigenen  Anlagen gespeichert wird, für Mobilität, Freizeit und Wohnen.   VISION ZUM THEMENFELD WOHNEN: In der Zukunft 2030+ ist Knielingen  ein modernes Dorf. Die Häuser haben verschiedene Wohnungsgrößen für  unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, eine hohe ökologische Qualität und  begehbare Dachgärten, die über Stege verbunden sind. Sie bieten ein ange‐ nehmes Wohnklima zu  jeder Jahreszeit und vielfältige Begegnungsmöglich‐ keiten, unter anderem durch Generationenwohnen.  VISION ZUM THEMENFELD NAHVERSORGUNG: Durch die Unterstützung der  Nahversorgung mit kurzen Wegen wird die Verkehrsbelastung im Stadtteil  minimiert. Die Einrichtung eines Lieferdienstes und eine Auslieferung von    16  Einkäufen werden durch die Geschäfte organisiert. Die Selbstversorgung  mit Nahrungsmitteln vor Ort wird zusätzlich über Gemeinschaftsgärten  erfolgen.  VISION ZUM THEMENFELD NACHHALTIGES ARBEITEN UND WIRTSCHAFTEN:  Knielingen ist auch in Zukunft ein starker Industriestandort. Dabei sollen die  Lebensbedingungen und Bedürfnisse der Stadtteilbewohnerinnen  und ‐bewohner sowie die Belange von Natur und Umwelt berücksichtigt   werden. Eine Reduktion der Arbeitszeit soll Freiräume für Engagement  schaffen und die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie verbessern. Die stär‐ kere Digitalisierung der Arbeitswelt und das damit verbundene Arbeiten  von zu Hause führen zu einer erheblichen Verkehrsentlastung.  Die Ergebnisse aus dem Wettbewerb Zukunftsstadt decken sich weitgehend  mit den Ergebnissen aus  dem Öffentlichkeitsbeteiligungsprozess zum STEK  Knielingen 2030. Während die Ergebnisse aus dem STEK an der Verbesse‐ rung aktueller Defizite ansetzt, mit meist kurz‐ bis mittelfristig realisierba‐ ren Maßnahmen, stellen die Ergebnisse aus dem Wettbewerb Zukunfts‐ stadt eine visionäre Weiterentwicklung dieser Ergebnisse dar. So wird im  STEK beispielsweise das Ziel Reduzierung des Verkehrs  auf der Rheinbrü‐ ckenstraße formuliert, im Wettbewerb Zukunftsstadt wurde die Vorstellung  einer nahezu autofreien Rheinbrückenstraße entwickelt, die folglich als  grüne Allee genutzt wird.      17  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept ÜBERBLICK ÜBER HANDLUNGSFELDER UND KONZEPTBAUSTEINE DES STEK  HANDLUNGSFELD I SOZIALER ZUSAMMENHALT UND BILDUNG  A GENERATIONSÜBERGREIFENDE UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE B BÜRGERZENTRUM  – EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DES MITEINANDERS C KINDER‐ UND JUGENDFREUNDLICHER STADTTEIL D BILDUNGSPLANUNG UND BETREUUNG E SENIORENGERECHTE ANGEBOTE F INTEGRATION  G BÜRGERGESELLSCHAFT    HANDLUNGSFELD I KULTUR  H VERNETZTE STADTTEILKULTUR    HANDLUNGSFELD I SPORT, FREIZEIT UND GESUNDHEIT  I GESUNDHEIT UND BEWEGUNG IM STADTTEIL   HANDLUNGSFELD I UMWELT, KLIMASCHUTZ UND STADTGRÜN  J NATUR UND STADTGRÜN ALS ERHOLUNGSRAUM K NACHHALTIGE SICHERUNG UND ENTWICKLUNG VON STADTGRÜN, NATUR UND LANDSCHAF T L ENERGIEEFFIZIENTER UND KLIMAANGEPASSTER STADTTEIL   HANDLUNGSFELD I STÄDTEBAU UND STADTTEILENTWICKLUNG  M ATTRAKTIVE ÖFFENTLICHE RÄUME UND BEGEGNUNGSPUNKTE N SICHERUNG UND WEITERENTWICKLUNG DES WOHNSTANDORTS O NAHVERSORGUNG    HANDLUNGSFELD I MOBILITÄT  P FUSSVERKEHR UND PARKEN  Q RADVERKEHR  R ÖFFENTLICHER VERKEHR  S MOTORISIERTER INDIVIDUALVERKEHR T LÄRMMINDERUNG      18  SOZIALER ZUSAMMENHALT UND BILDUNG  A GENERATIONSÜBERGREIFENDE UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE   Ausgangslage  Angesichts der demografischen Entwicklung sind gegenseitige und generationsübergreifende Un‐ terstützungsstrukturen ein wichtiges Thema der Stadtentwicklung. In Knielingen gibt es bereits  eine Vielzahl verschiedener kirchlicher und öffentlicher Unterstützungsangebote für unterschied‐ liche Zielgruppen. Der Bürgerverein Knielingen ist sehr aktiv und engagiert sich in vielen Bereichen  des sozialen Lebens im Stadtteil. Verbesserungsbedarf besteht jedoch  hinsichtlich der Koordinati‐ on und Vernetzung der Anbieter untereinander, der Zusammenführung der Angebote sowie der  besseren Bekanntmachung im Stadtteil. Ziel der Stadtteilentwicklung ist es, den Aufbau von stadt‐ teilbezogenen Netzwerken zu unterstützen und so die Voraussetzung für eine gemeinschaftliche  Organisation des Alltags aller Generationen zu schaffen.  Entwicklungsziele   Förderung und Ausweitung der Unterstützungsangebote   Förderung von Mehrgenerationenaktivitäten   Vernetzung / Bündelung bestehender und geplanter Angebote   Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen   Stärkung des Zusammenhalts der Stadtgesellschaft   Bessere Bekanntmachung der Angebote im Stadtteil, offensive Werbung   Entwicklung einer Dachmarke für stadtteilbezogene Angebote  Maßnahmen und Projekte  A.1 AUFBAU EINER HELFERBÖRSE / TAUSCHBÖRSE  Der Aufbau einer stadtteilbezogenen Helferbörse soll als wichtige Ergänzungsmöglichkeit zu be‐ reits vorhandenen Diensten und Unterstützungsangeboten wie der Nachbarschaftshilfe oder dem  Kinderbetreuungsprojekt „Alt & Jung Hand in Hand“ in Knielingen dienen. Die Helferbörse soll  sowohl für alle bereitwilligen Helferinnen und Helfer als auch für Hilfesuchende eine  Plattform  bieten, über die der Kontakt zwischen beiden Gruppen hergestellt und so Angebot und Nachfrage  geregelt werden soll. Der Bedarf einer solchen Helferbörse muss nun im Stadtteil ermittelt wer‐ den. Dies soll in Form eines Fragebogens erfolgen. Der Fragebogen kann beispielsweise einerseits  im „Knielinger“ veröffentlicht und andererseits auch bei Schlüsselpersonen  wie Ärzten oder Apo‐ thekern ausgelegt werden. Die Stadt Karlsruhe kann die Helferbörse unter anderem bei der Öf‐ fentlichkeitsarbeit sowie der Vermittlung von Ehrenamtlichen unterstützen. Bevor die Stadt je‐ doch aktiv werden kann, muss die Idee im Stadtteil weiter konkretisiert werden. Zwei Personen  aus dem Stadtteil haben sich bereit erklärt, den  Aufbau einer Helferbörse im Stadtteil anzugehen.  Das bestehende Angebot der Nachbarschaftshilfe sucht weiterhin ehrenamtliche Helferinnen und  Helfer zur Unterstützung. In der Begegnungsstätte in Alt‐Knielingen findet das Kinderbetreuungs‐ projekt „Alt & Jung Hand in Hand – Kinderbetreuung durch Seniorinnen und Senioren“ statt. Seni‐ orinnen und Senioren übernehmen die Betreuung der  Kinder und entlasten so die Eltern. Das  Angebot sollte besser bekannt gemacht und eventuell bei Bedarf auf Neu‐Knielingen ausgeweitet  werden. Das Seniorenbüro wird die Auslastung und den Bedarf prüfen. Eine weitere Möglichkeit  bestände darin, dieses Angebot mit der Nachbarschaftshilfe oder Helferbörse zu koppeln. Die  Seniorinnen und Senioren betreuen die Kinder,  dafür helfen die Eltern den Älteren beispielsweise  beim Einkaufen.      19  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept A.2 KOORDINATION UND BEKANNTMACHUNG DER ANGEBOTE UNTER EINER  „DACHMARKE“  Alle Unterstützungsangebote und Informationen aus Knielingen sollen unter einer zentralen An‐ laufstelle im Stadtteil gebündelt, koordiniert und vermarktet werden. Dazu soll eine Dachmarke  für Knielingen entwickelt werden. Ziel soll eine einheitliche Außendarstellung des sozialen, kultu‐ rellen und sportlichen Angebots und sonstiger Informationen  im Stadtteil sein. Ein durchgängiges  und unverwechselbares Erscheinungsbild ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche  Kommunikation und fördert den Wiedererkennungswert. Im Idealfall sollte die Dachmarke an das  zukünftige Bürgerzentrum (vgl. Maßnahmen B.1 und B.2) angekoppelt sein. Die Kommunikation  soll zusätzlich über das Internet nach außen getragen werden.  Weiteres Vorgehen   Prüfung der Auslastung und Ermittlung des Bedarfs des Angebots „Alt & Jung Hand in  Hand“ bezüglich der Ausweitung auf Neu‐Knielingen   Aufbau einer Helferbörse / Tauschbörse, hierzu zunächst Ermittlung des Bedarfs in der  Bevölkerung   Entwicklung einer Dachmarke für Knielinger Angebote      20  B BÜRGERZENTRUM – EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DES  MITEINANDERS  Ausgangslage  Der Bürgerverein beschäftigt sich schon seit einigen Jahren intensiv mit der Möglichkeit, ein auch  von der Bürgerschaft gewünschtes Bürgerzentrum im Stadtteil entwickeln zu können. Vor etwa  vier bis fünf Jahren hat der Bürgerverein eine Konzeption für ein Bürgerzentrum erstellt. Es gab u.  a. eine Abfrage bei den Vereinen über deren Bedarf.  Dieses Konzept bezog sich auf den Wunsch,  ein solches Zentrum in den Räumlichkeiten des ehemaligen Casinos (heutiges Brauhaus 2.0) be‐ ziehen zu können. Dieses Vorhaben konnte jedoch seinerzeit nicht realisiert werden.   Als eine Möglichkeit für ein Bürgerzentrum rückt eine Partnerschaft mit der evangelischen Kirche  im Gemeindezentrum in der Struvestraße in  den Fokus.   Entwicklungsziele   Schaffung eines stadtteilbezogenen Treffpunkts für alle Generationen   Förderung der Kommunikation und Begegnung aller Generationen im Stadtteil   Initiierung neuer Angebote und Aktivitäten   Integration von Kindern, Jugendlichen, Seniorinnen und Senioren sowie Kulturschaffen‐ den usw. in einem Haus   Förderung der Identität und des sozialen Zusammenhalts im Stadtteil  Maßnahmen und Projekte  B.1 BÜRGERZENTRUM IM ZUSAMMENSCHLUSS MIT DEM EVANGELISCHEN  GEMEINDEZENTRUM  Der Bürgerverein führt zurzeit Gespräche mit der evangelischen Pfarrgemeinde sowie mit der  Leitung der evangelischen Kirche in Karlsruhe, mit dem Ziel, deren Gemeindezentrum in der  Struvestraße 45 mit einem Bürgerzentrum zusammenzuschließen. Sobald die Rahmenbedingun‐ gen von Seiten der evangelischen Kirche feststehen, soll der Prozess  zur Beantragung eines Bür‐ gerzentrums vom Bürgerverein eingeleitet werden.  B.2 AUFBAU UND ORGANISATION   Nach den Umstrukturierungsmaßnahmen des evangelischen Gemeindezentrums muss die Frage  des Aufbaus, der Konzeption, der Öffnung in den Stadtteil, der Schaffung von Angeboten, der  Betreibung usw. geklärt werden. Nur so kann eine Voraussetzung für eine Förderung durch die  Stadt geschaffen werden.   Weiteres Vorgehen   Konzeptentwicklung mit Kirche, Bürgerverein und Stadtjugendausschuss (StJA) unter Ein‐ beziehung aller interessierten Akteure (inhaltlich und finanziell)   Antrag auf Förderung als Bürgerzentrum        21  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept C  KINDER‐ UND JUGENDFREUNDLICHER STADTTEIL  Ausgangslage  Jugendliche sind eine zentrale Nutzergruppe öffentlicher Freiräume. Ihre Aktionsräume sind Plät‐ ze oder mindergenutzte Freiflächen sowie Parks und Straßenräume außerhalb der Aufsicht von  Eltern oder Schule. Oft fehlt es aber gerade dort an Raum für Sport und Bewegung oder Bereichen  einfach zum Treffen. Gleichzeitig treten häufig Nutzungskonflikte auf, da Jugendliche diese  Räume  zum Teil anders nutzen als von der Stadtgesellschaft vorgesehen. Im Rahmen des integrierten  Stadtteilentwicklungskonzepts sollen auch sie Gelegenheit erhalten, ihre Wünsche und Interessen  für einen lebenswerten Stadtteil einzubringen. Bei der zukünftigen Stadtteilentwicklung haben  Jugendliche ein Recht auf Mitgestaltung und Vorbereitung von Entscheidungen. Wichtig ist es,  den Jugendlichen Raum zu  geben, der von ihnen selbst angeeignet werden kann und für den sie  sich verantwortlich fühlen.  Die Sicherung von Spielflächen hat in Karlsruhe einen hohen Stellenwert und wird als Dauerauf‐ gabe gesehen. Die städtischen Kinderspielplätze und Schulhöfe werden in regelmäßigen Abstän‐ den kontrolliert, gepflegt und die Spielgeräte gewartet. Auch die Versorgung mit  ausreichend  Spielflächen hat eine große Bedeutung. Der Spielflächenentwicklungsplan 2014 weist für Knielin‐ gen neun öffentliche Spielflächen sowie zwei Bolzplätze aus. Die Versorgung liegt im Stadtteil weit  über dem Bedarf. Deshalb steht im Stadtteilentwicklungskonzept die qualitätsvolle Entwicklung  der bestehenden und nicht die Planung neuer Spielflächen im Vordergrund. Dabei wird nach Mög‐ lichkeit insbesondere auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder eingegangen.  Entwicklungsziele   Schaffung von Nutzungsmöglichkeiten offener Freiräume für Kinder und Jugendliche   Berücksichtigung von Aspekten der Mobilität / Barrierefreiheit sowie Sicherheit für Kinder  und Jugendliche im öffentlichen Raum   Stärkung, Vernetzung und Professionalisierung bestehender Angebote   Bedarfsorientierte Spielflächenversorgung   Intensive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Familien an Planungsprozessen   Kinder und  Jugendliche sollen sich mit ihrem Stadtteil identifizieren können  Maßnahmen und Projekte  C.1 SCHAFFUNG VON FREITREFFPUNKTEN FÜR JUGENDLICHE  In Knielingen gibt es verschiedene öffentliche Plätze, an denen sich Jugendliche treffen können,  die aber auch unterschiedliche Funktionen und Qualitäten aufweisen. Zu diesen Plätzen im Stadt‐ teil zählen vor allem die zwei Bolzplätze auf dem Spielplatz Eggensteiner Straße und der „Affenkä‐ fig“ sowie die Skaterbahn und  die Dirt‐Bike‐Anlage (von Jugendlichen in Eigenregie gebaut) beim  Festplatz.         Abbildung 6: Dirt‐Bike‐Anlage, Unterstand Spielplatz Eggensteiner Straße und Bolzplatz „Affenkäfig“; Fotos: Stadt Karlsruhe (GBA)    22  Es gibt unterschiedliche Wünsche und Anforderungen an jugendliche Freitreffpunkte im Stadtteil.  Dazu gehören Bolzen, sich einfach Treffen (sogenannte Chill‐Plätze), Skaten und Dirt‐Bike‐Fahren.  Das Angebot sollte dezentral im Stadtteil verteilt sein, damit unterschiedliche Cliquen die Angebo‐ te nutzen können.   Dieses Handlungsfeld behandelt die Suche nach geeigneten Freitreffpunkten zum  Chillen für Ju‐ gendliche und mögliche Aufwertungsmaßnahmen vorhandener Freiräume. Die Suche nach weite‐ ren Freitreffpunkten für sportliche Aktivitäten werden im Handlungsfeld „Sport, Freizeit und Ge‐ sundheit“ (siehe Maßnahmen I.2 und C.3.8) näher betrachtet.  C.1.1 Freitreffpunkt auf dem Spielplatz Eggensteiner Straße  Grundsätzlich bietet dieses Gelände ausreichend Platz, so dass unterschiedliche Altersgruppen  sich dort aufhalten können. Für Jugendliche sind der Bolzplatz und der Unterstand interessant.  Allerdings fehlen beim Unterstand die Seiten‐ und Rückwände. Dieser wurde bisher aus Kosten‐ gründen ohne Wände realisiert. Langfristig soll laut Gartenbauamt eine  Sanierung des Unter‐ stands erfolgen. Eine zusätzliche Aufwertung kann durch eine Einzäunung des Bolzplatzes erreicht  werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich in diesem Bereich eine Rodelstrecke befindet.  C.1.2 Freitreffpunkt Versickerungsmulde beim Spielplatz Knielingen 2.0  Nach Aussage der Jugendlichen eignet sich die Versickerungsmulde sehr gut als Platz zum Chillen.  Auch eine Nutzung als Bolzplatz wäre wünschenswert. Jedoch kommt dieser Bereich für eine sol‐ che Nutzung nicht in Betracht. Das Aufstellen mobiler Fußballtore ist jedoch möglich. Nordwest‐ lich des Brauhaus 2.0  ist im Bebauungsplan ein Bolzplatz ausgewiesen. Dort könnte auf Wunsch  der Jugendlichen ebenfalls ein Chill‐Platz entstehen.  C.1.3 Aufwertung des Bolzplatzes „Affenkäfig“  Der Bolzplatz „Affenkäfig“ ist als Treffpunkt sehr beliebt, da er etwas abseits liegt, einen gemütli‐ chen Raum darstellt und es einen Ballfangzaun gibt. Die Veränderungswünsche der Jugendlichen  beziehen sich auf robustere Tornetze (Tore werden einmal jährlich ausgetauscht) und einer Sanie‐ rung des Bodenbelags.  C.1.4 Standortsuche für Graffiti‐Freewall  Die Jugendlichen wünschen sich eine Freewall an sichtbarer Stelle zum legalen Besprühen im  Stadtteil. Der Vorschlag einer Graffitiwand in der Östlichen Rheinbrückenstraße bei den Glascon‐ tainern am Spielplatz Eggensteiner Straße, in direkter Nähe zum Friedhof, ist aus Pietätsgründen  nicht realisierbar. Daher sollte ein geeigneter Standort für eine  solche Wand gefunden werden.  Die Stadt Karlsruhe beabsichtigt, ein Konzept für Urban Art unter Einbeziehung aller Stadtteile zu  erstellen, wobei unter anderem auch Flächen für Graffiti ausgewiesen werden sollen. Diese sollen,  wenn möglich, nicht zu dezentral angesiedelt sein, um eine bessere Kontrolle zu ermöglichen. Den  Jugendlichen geht es aber auch  darum, ihre Graffitis zu präsentieren, daher eignen sich abgelege‐ ne Standorte weniger. Im Bereich bestehender Wände nahe der Alb hat in der Vergangenheit  „Wildes Sprühen“ zugenommen. Von der Bürgerschaft wurden die Freifläche 2.0 und der Grünzug  nordwestlich des Brauhaus 2.0 neben dem geplantem Bolzplatz als mögliche Standorte vorge‐ schlagen.  C.2 KINDER‐ UND JUGENDTREFF  Die Jugendlichen bemängeln das Fehlen eines offenen Jugendangebots speziell für Knielingen. Das  bestehende Jugendangebot Soundtruck richtet sich nicht explizit an den Stadtteil, es ist vielmehr  ein stadtweites Angebot. Der Stadtjugendausschuss (StJA) will ein Jugendangebot im Stadtteil  etablieren bzw. vorhandene Angebote stärken und professionalisieren. Im Zuge der Umstrukturie‐ rungen  der evangelischen Kirche steht zunächst das Café Zartbitter im Fokus. Die Variante im Zu‐ sammenschluss mit dem geplanten Bürgerzentrum wäre in diesem Zusammenhang vorstellbar.      23  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Die beiden ehrenamtlich betriebenen Angebote Café Zartbitter und der JUKUZ e.V. sind bisher  nicht allen Jugendlichen im Stadtteil bekannt. Das JUKUZ ist ein durch inzwischen ältere Jugendli‐ che selbstverwalteter Jugendkulturverein ohne pädagogische Begleitung mit Räumlichkeiten im  alten Rathaus zum Musikmachen und Chillen. Dieser hat eher informellen Charakter und öffnet  sich, auch  aufgrund fehlender Werbung, wenig in den Stadtteil. Jedoch zeigte sich das JUKUZ den  Anregungen der Jugendlichen gegenüber aufgeschlossen, in den Räumlichkeiten zukünftig bei‐ spielsweise Kino‐ oder Mädchenabende zu veranstalten. Seit der Veranstaltung mit der Knielinger  Jugend im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprozesses wird das Angebot regelmäßiger besucht.  Deshalb sollte überlegt werden, wie  es sich weiter in den Stadtteil öffnen könnte. Dazu sollen  Gespräche mit dem JUKUZ aufgenommen werden, um zu klären, inwieweit auch dieses Angebot  weiter gestärkt und professionalisiert werden kann.  C.3 AUSBAU UND QUALITATIVE VERBESSERUNG VON KINDERSPIELPLÄTZEN  In der Phase der Bürgerbeteiligung haben mit den beiden Grundschulen aus Knielingen Streifzüge  mit Kindern stattgefunden. Dabei wurden deren Spiel‐ und Aufenthaltsbereiche aufgesucht und  Veränderungsvorschläge gemacht. In der Arbeitsgruppe wurden die Ideen weiter konkretisiert  und teilweise verschiedene Möglichkeiten seitens der Verwaltung geprüft.      Abbildung 7: Spielplätze Eggensteiner Straße und Carl‐Schäfer‐Straße, Spielweg Saarlandstraße; Fotos: Stadt Karlsruhe (GBA)  C.3.1 Spielplatz Eggensteiner Straße  Grundsätzlich wird der Spielplatz von den Kindern als gut bezeichnet. Besonders die Angebote an  Spiel‐ und Rückzugsmöglichkeiten werden gelobt. Die vor einiger Zeit entfernte Rutsche wurde  wieder aufgestellt, eine Sanierung des Kleinkinderspielbereichs steht noch an. Zusätzlich sollen  weitere Bänke wegbegleitend über den Spielplatzbereich aufgestellt werden. Der Wunsch einer   zweiten Seilbahn in diesem Bereich erfordert eine Überprüfung durch die Verwaltung.  C.3.2 Spielplatz Carl‐Schäfer‐Straße Knielingen 2.0  Dieser Spielplatz ist sowohl für kleinere als auch größere Kinder interessant. Positiv bewertet  werden die Wasserspiel‐ sowie die Klettermöglichkeiten. Da dieser Spielbereich erst im Zuge der  Konversion errichtet wurde, fehlt es an schattigen Bereichen auf der gesamten Grünfläche, da die  gepflanzten Bäume noch zu jung  sind, um genug Schatten spenden zu können. Maßnahmen zum  Sonnenschutz (Sonnensegel o.ä.) sollten kurzfristig umgesetzt werden, weitere Bäume wurden  bereits gepflanzt. Die angeregten mobilen Fußballtore in der Versickerungsmulde sollen aufge‐ stellt und der Wunsch einer zusätzlichen Seilbahn von der Verwaltung geprüft werden. Konkrete  Umgestaltungs‐ und Aufwertungsmaßnahmen für die Versickerungsmulden sind  im Zuge der Ent‐ wicklung des Knielinger Rundwegs (Maßnahme I.5) näher erläutert.  C.3.3 Spielplatz Litzelau  Die Volkswohnung plant die Entwicklung eines Wohngebiets auf der Grünfläche südöstlich des  Spielplatzes. Mit der Aufwertung des Spielplatzes oder möglichen Ergänzungen im Spielangebot,  soll erst das Bebauungsplanverfahren abgewartet werden. Eine Sanierung des Kleinkinderspielbe‐ reichs ist im Jahr 2013 erfolgt.    24  C.3.4 Spielplatz Ferdinand‐Keller‐Straße beim „Affenkäfig“  Der Spielplatz ist hauptsächlich ein Spielort für Kleinkinder. Da aber auch größere Kinder aufgrund  der Nähe zum Bolzplatz die Fläche nutzen, sollten für diese Klettermöglichkeiten angeboten wer‐ den.  C.3.5 Spielplatz Kolbengärten („Rote Erde“)  Eine Neugestaltung dieses Spielplatzes ist für das Jahr 2016 geplant. Aktuell liegt noch kein Gestal‐ tungskonzept vor. Aus diesem Grund regen die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe an, Klettermög‐ lichkeiten für größere Kinder, Maßnahmen zum Sonnenschutz sowie einige Sitzmöglichkeiten bei  der Konzeptentwicklung zu berücksichtigen. Wichtig wäre auch, dass Angebote  für Kinder von 3  bis 12 Jahren vorhanden sind, so dass Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters den Spielplatz  gemeinsam nutzen können. Die Ideen werden in das Konzept aufgenommen und vor Realisierung  den Anwohnerinnen und Anwohnern vorgestellt.  C.3.6 Holzbierebuckel  Das Gelände und die Spielangebote werden größtenteils von Kindern ab elf Jahren genutzt, aber  auch durch die Kindergärten. Der Wunsch weiterer Spielangebote ist jedoch kritisch zu sehen, da  der Holzbierebuckel nicht als Spielplatz, sondern als ein grünes Klassenzimmer ausgewiesen ist.  Durch das Aufstellen weiterer Spielmöglichkeiten würden freie Flächen wegfallen, die  momentan  zum Schlitten‐ oder Radfahren genutzt werden.   Dennoch soll geprüft werden, ob eine Aufstellung einzelner Kletterangebote möglich wäre. Auf  der Aufenthaltsfläche neben der Hängematte ist das Aufstellen einer Bank möglich. Darüber hin‐ aus wäre die regelmäßige Beseitigung des Mülls in diesem Bereich wünschenswert. Eine frühzeiti‐ ge Abstimmung mit der Höheren  Naturschutzbehörde ist notwendig, da der Holzbierebuckel Be‐ standteil des Natur‐ und Landschaftsschutzgebiets „Burgau“ ist. Nutzungsänderungen und bauli‐ che Maßnahmen müssen durch das Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt werden.  C.3.7 Spielweg Saarlandstraße im Grünzug Rheinbrückenstraße  Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Rheinbrückenstraße wird dieser Bereich von den Kindern  eher gemieden. Hier wird über eine Auflösung des Bereichs als Spielfläche und einer Weiterent‐ wicklung als Grünfläche im Zuge der Umgestaltung der Rheinbrückenstraße nachgedacht, da die  Fläche voraussichtlich im geplanten Sanierungsgebiet liegt.  C.3.8 Nutzung der Schulhöfe als Spiel‐ und Bewegungsräume  Schulhöfe stehen in der unterrichtsfreien Zeit von Montag bis Freitag in der Regel bis etwa 17 Uhr  zum Spielen zur Verfügung. Auch während der Sommerferien sind viele Schulhöfe (auch die  Grundschule Knielingen) als Spiel‐ und Bewegungsplätze geöffnet, solange keine Bau‐, Sanierungs‐  oder sonstige  notwendige Vorhaben anstehen. Mit der allgemeinen Öffnung sollte auch das Ziel  „Aufwertung der Schulhöfe“ weiter verfolgt werden und in diesem Zusammenhang auf die Wün‐ sche der Kinder nach mehr Fahrradständern und einer Ergänzung im Spielangebot eingegangen  werden. Eine Schulhofumgestaltung der Viktor‐von‐Scheffel‐Schule ist im Rahmen der Umbauten  zur  Ganztagsgrundschule vorgesehen (vgl. dazu Maßnahme D.2).  Weiteres Vorgehen   Wünsche und Anregungen der Kinder und Jugendlichen auf ihre Umsetzung überprüfen  und nach Möglichkeit zeitnah umsetzen   Professionalisierung Café Zartbitter durch StJA als Partner   Stärkere Öffnung des JUKUZ in den Stadtteil (z.B. Werbung)   Schulhofumgestaltung Viktor‐von‐Scheffel‐Schule        25  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept D  BILDUNGSPLANUNG UND BETREUUNG  Ausgangslage  Durch die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Knielingen 2.0“ ist ein attraktiver und moderner  Wohnstandort hauptsächlich für junge Familien mit Kindern im Stadtteil Knielingen entstanden.  Der Ortsteil Neu‐Knielingen ist seit 2010 um 13,2 Prozentpunkte gewachsen, was in hohem Maße  durch den Zuzug nach Knielingen 2.0 bedingt ist. Innerhalb der nächsten Jahre  ist mit einem wei‐ teren Zuzug junger Familien in das neue Wohngebiet „Am Sandberg 2“ sowie auch in die geplan‐ ten Wohngebiete in Alt‐Knielingen zu rechnen. Dabei entstehen für Knielingen zukünftig neue  Herausforderungen in Bezug auf hochwertige Bildungs‐ und Betreuungsangebote für Kinder. Ein  bedarfsgerechtes Bildungs‐ und Betreuungsangebot ist ein  wichtiges Kriterium für junge Familien  bei der Auswahl ihres Wohnstandorts. Die Anzahl der vorhandenen Kindergarten‐ und Hortplätze  ist in Knielingen nicht ausreichend. Einige Eltern bekommen für ihre Kinder keine Betreuungsplät‐ ze. Die Situation ist jetzt schon problematisch und wird sich weiter verschärfen. Auch im Bereich  der Hortbetreuung kann die Nachfrage teilweise  nicht gedeckt werden, es kommt bereits zu  Überbelegungen. Laut einer Prognose der Vorschulkinder‐ und Schülerzahlenentwicklung wird  insbesondere Neu‐Knielingen von dieser Problematik betroffen sein. Die Zahl der unter 3‐ Jährigen, 3‐ bis 6‐Jährigen sowie der Grundschulkinder wird in den nächsten Jahren deutlich zu‐ nehmen. Der Höchststand wird für die  unter 3‐Jährigen bereits im Zeitraum 2017 ‐ 2019 erwartet,  in den darüber liegenden Altersgruppen leicht zeitversetzt, wobei auch hier eine starke Zunahme  bereits im Jahr 2017 erfolgt. Der Prognose zufolge werden die bisher zehn Klassen der Viktor‐von‐ Scheffel‐Schule auf 14 bis 16 Klassen ansteigen. Betreuungsplätze im Ganztagsbereich werden  zwischenzeitlich  vermehrt nachgefragt und sollten ebenfalls weiter ausgebaut werden.  Durch bereits erfolgte und noch zu realisierende Planungen kann eine deutliche Entlastung der  angespannten Situation sowohl im Bereich Kindertagesbetreuung als auch im Bereich Ganztags‐ schulangebot erzielt werden. Dabei sollte der Aspekt der Inklusion bei zukünftigen Planungen  stärker Berücksichtigung finden.  Entwicklungsziele   Kompensierung des starken Fehlbedarfs an Kita‐ und Hortplätzen, bedarfsgerechter Aus‐ bau, Ganztagesangebote   Förderung und Unterstützung der Familie   Schulen an veränderte Bedarfe durch Umbaumaßnahmen anpassen   Inklusion in Bildung und Betreuung ausbauen  Maßnahmen und Projekte  D.1 AUSBAU, VERNETZUNG UND QUALIFIZIERUNG VON GANZTAGS‐ UND  BETREUUNGSANGEBOTEN  D.1.1 Kindertageseinrichtung Heilig Kreuz  Die katholische Kirchengemeinde Allerheiligen in Knielingen plant eine Aufstockung der aktuell  mit vier Gruppen betriebenen Kindertageseinrichtung Heilig Kreuz um drei zusätzliche Krippen‐ gruppen in einem Neubau.        26  D.1.2 Gemeinbedarfsflächen „Egon‐Eiermann‐Allee“ Knielingen 2.0 und „Am Brurain“  Es werden dringend Flächen für die Einrichtung von Kindertagesstätten im Stadtteil benötigt. Die  Einrichtung einer 5‐gruppigen Kindertageseinrichtung mit Hort wurde bereits durch den Gemein‐ derat beschlossen.   Die beiden Gemeinbedarfsflächen „Egon‐Eiermann‐Allee“ und „Am Brurain“ sind jedoch pla‐ nungsrechtlich als Gemeinbedarfsflächen  für „Schule“ im Bebauungsplan festgesetzt und daher  derzeit auch nur mit einer solchen Nutzung zu bebauen.   Zurzeit laufen Überlegungen und Abstimmungen für die Entwicklung der Fläche „Egon‐Eiermann‐ Allee“. Eine flexible und eventuell auch gemeinsame Nutzung der Fläche mit Schule und Kinderta‐ gesstätte sollte möglich sein. Das Stadtplanungsamt veranlasst im  derzeit laufenden Bebauungs‐ planverfahren eine Änderung der Gemeinbedarfsfläche für eine Nutzung „Schule und Kinderta‐ geseinrichtung“.   Die Gemeinbedarfsfläche „Am Brurain“ soll, solange der Bedarf einer weiterführenden Schule im  Stadtteil nicht geklärt ist, der Nutzung Schule vorbehalten bleiben. Hier soll die Bevölkerungs‐ prognose für die Gesamtstadt (Sommer 2016) abgewartet werden (weitere Informationen siehe   Maßnahme I.4).  D.1.3 Provisorium für Kindertagesstätte und Schülerhort  Wie bereits erwähnt ist der Bedarf an Kindergarten‐ und Hortplätzen in Knielingen sehr hoch und  wird die nächsten Jahre weiter ansteigen. Solange die rechtlichen Fragen bezüglich der Gemein‐ bedarfsflächen nicht geklärt sind, muss, ungeachtet des Baurechts, die Option einer provisori‐ schen Kindertagesstätte / Schülerhort für die  Dauer von 10 ‐ 20 Jahren bestehen. Das Amt für  Hochbau und Gebäudewirtschaft ist mit der Ausschreibung eines Provisoriums für eine Kinderta‐ gesstätte und einen Schülerhort beauftragt worden.  D.1.4 Grundschule Knielingen  Aufgrund des hohen Bedarfs an Betreuung im Grundschulalter ist es geplant, einen Schülerhort in  der Grundschule Knielingen einzurichten. Dies kann die Situation etwas entspannen, jedoch nicht  lösen, da vermutlich der Bedarf gerade in Knielingen 2.0 wächst. Zusätzlich plant die Grundschule  den Ausbau eines musikalischen Schwerpunkts, wofür weiterer Raum benötigt  wird. Die Räum‐ lichkeiten der derzeitigen Begegnungsstätte des Bürgervereins am anderen Ende des Schulhofs  wären für die Schule ein idealer Standort. Falls der Bürgerverein in das evangelische Gemeinde‐ zentrum in der Struvestraße zieht, können die Räumlichkeiten der Begegnungsstätte der Grund‐ schule zukünftig zur Verfügung gestellt werden.  D.1.5 Waldkindergarten beim Hofgut Maxau  Der Verein Wiesenfarmwichtel e.V. plant in Kooperation mit den Betreibern des Hofguts Maxau  beim Hofgut die Einrichtung eines ein‐gruppigen Natur‐ und Wiesenkindergartens. Dieser wurde  im Rahmen der Bedarfsplanung bereits durch den Gemeinderat beschlossen. In verlängerter Öff‐ nungszeit kann die unter der Angebotsform Waldkindergarten genutzte Einrichtung Platz  für 20  Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung anbieten. Inwieweit das Projekt aufgrund genehmi‐ gungsrechtlicher Fragen und der Komplexität dieses Standorts realisierbar sein wird, muss noch  geklärt werden. Nach Aussage des Amts für Umwelt‐ und Arbeitsschutz wird die Errichtung des  Kindergartens in diesem Bereich als nicht realisierbar eingeschätzt, da  das Hofgut Maxau Bestand‐ teil des Natur‐ und Landschaftsschutzgebiets „Burgau“ ist. Nutzungsänderungen und bauliche  Maßnahmen bedürfen des Einverständnisses oder ggf. der Genehmigung der Höheren Natur‐ schutzbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe. Die umliegenden Wälder gehören zum Natur‐ schutzgebiet und unterliegen dem Betretungsverbot.       27  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept D.2 ERRICHTUNG EINER GANZTAGSGRUNDSCHULE  Zum Schuljahr 2016/2017 wurde für die Viktor‐von‐Scheffel‐Schule eine neue Schulleitung ausge‐ schrieben, mit dem Hinweis die Grundschule als Ganztagsgrundschule zu entwickeln. Hierfür wer‐ den umfangreiche Baumaßnahmen notwendig sein (siehe auch Punkt C.3.8). Eine Erweiterung  inklusive Ganztagsschulangebot ist nach heutigem Stand am Standort Viktor‐von‐ Scheffel‐Schule  möglich. Die für die Schulerweiterung vorbehaltene Fläche an der Egon‐Eiermann‐Allee ist damit  obsolet. Im Rahmen der Erweiterungsmaßnahmen müssen die beiden Pavillons auf dem Schulge‐ lände abgerissen werden.   D.3 AUSBAU UND VERNETZUNG WEITERER UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE  Sollte weiterer Bedarf an Kinderbetreuung, beispielsweise über die durch den Kindergarten abge‐ deckte Betreuungszeit von in der Regel maximal 17 Uhr hinaus bestehen, kann auf das Angebot  „Tagesmütter“ zurückgegriffen werden. Tagesmütter können Kinder auch von der Kindertagesein‐ richtung abholen und in Ergänzung zu dieser stundenweise betreuen.  Das Angebot ist flexibel  gestaltbar. Die anfallenden Kosten werden durch die Stadt Karlsruhe bezuschusst, sofern es sich  um eine qualifizierte Tagesmutter handelt. Das Angebot der Tagesmütter steht als regelmäßiges  Angebot zur Verfügung, für mindestens fünf Stunden die Woche. Falls Eltern nur ab und zu Bedarf  haben (Unregelmäßigkeit), dann vermittelt die  Stadt Karlsruhe über ihre Babysitter‐Seite Unter‐ stützung. Die Angebote sind unter den Eltern jedoch nicht ausreichend bekannt. In den Kinderta‐ geseinrichtungen sollte Informationsmaterial ausgelegt werden, was teilweise bereits der Fall ist.  Darüber hinaus soll das Angebot im „Knielinger“ beworben werden.  Um sowohl der Sicherstellung der Qualität der Kindertageseinrichtungen als auch  den Belangen  der Eltern hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht zu werden, wird eine zum  Beispiel in Büchig praktizierte Ferienregelung angeregt. Dabei werden die Kindertageseinrichtun‐ gen in den Ferienzeiten zeitversetzt geschlossen, so dass, um insbesondere auf Notfälle reagieren  zu können, eine Betreuung in einer anderen Einrichtung möglich ist.   Eine Veröffentlichung der Unterstützungsangebote unter der „Dachmarke“ (siehe Punkt A.2) kann  zur weiteren Bekanntmachung der Angebote beitragen.  Weiteres Vorgehen   Einrichtung eines Horts an der Grundschule Knielingen   Voranbringen Planung Gemeinbedarfsfläche „Egon‐Eiermann‐Alle“   Kita‐ und Hortplätze schaffen   Einrichtung der Viktor‐von‐Scheffel‐Schule als Ganztagsgrundschule    Klärung der Realisierbarkeit eines Waldkindergartens beim Hofgut Maxau      28  E  SENIORENGERECHTE ANGEBOTE  Ausgangslage  Im Zuge des demografischen Wandels werden die Versorgung mit und die Bereitstellung von An‐ geboten für Seniorinnen und Senioren immer wichtiger. Die Zahl der Hochbetagten und damit  auch die der Pflegebedürftigen wird voraussichtlich auch in Knielingen steigen. Die Bedarfsprog‐ nose 2030 für den Stadtteil weist einen zusätzlichen Bedarf von 48 Pflegeplätzen  neben dem be‐ stehenden Pflegeheim in Knielingen 2.0 mit 66 Plätzen aus. Zusätzlich ist mit einer Erhöhung des  Bedarfs zu rechnen, falls die zuziehenden jüngeren Familien noch ihre Eltern nachholen.   Entwicklungsziele   Schaffung und Ausweitung von Unterstützungsangeboten für Seniorinnen und Senioren   Schaffung altersgerechter Wohnformen mit Gewährleistung der Barrierefreiheit   Ansprechpartner vor Ort  Maßnahmen und Projekte  E.1 AUSBAU DES ANGEBOTS AN PFLEGEHEIMPLÄTZEN  Zur Deckung des zukünftigen Bedarfs an Pflegeplätzen ist neben der bestehenden Angebote für  den Stadtteil eine Einrichtung mit rund 70 Plätzen auf einer Grundfläche von rund 2.500 m² zu  planen. Es muss ein geeigneter Standort gefunden werden.  E.2 BARRIEREFREIE WOHNFORMEN  Zur Verbesserung des Angebots für Seniorinnen und Senioren sollen mittel‐ bis langfristig neue  altersgerechte Wohnformen in Knielingen entwickelt werden. Für den Bedarf an barrierefreien  Wohnungen sind im Stadtteil Flächen, sowohl bei der Entwicklung neuer Wohngebiete als auch im  Bestand, für diesen speziellen Wohnungsbau vorzusehen. Hier sollte vor allem die  schnelle Er‐ reichbarkeit zu zielgruppenrelevanten Angeboten (Apotheke, Ärzte, Lebensmittelläden usw.) im  Vordergrund stehen.   E.3 AUSSENSPRECHSTUNDE DES PFLEGESTÜTZPUNKTS IM STADTTEIL  Das Seniorenbüro / Pflegestützpunkt plant zukünftig Außensprechstunden dezentral in den Stadt‐ teilen einzurichten. Hierfür gilt es, entsprechende Räumlichkeiten zu finden, beispielsweise im  geplanten Bürgerzentrum oder im AWO Seniorenzentrum.  Weiteres Vorgehen   Standortsuche für benötigtes Pflegeheim / Seniorenheim   Einrichtung eines Pflegestützpunktes im Stadtteil im künftigen Bürgerzentrum oder im  AWO Seniorenzentrum   Siehe auch Maßnahme A1 Helferbörse / Tauschbörse und B Bürgerzentrum        29  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept F  INTEGRATION  Ausgangslage  Die Integration von Neubürgerinnen und Neubürgern sowie Migrantinnen und Migranten in das  soziale und kulturelle Leben ist ein bedeutendes Anliegen, das hinsichtlich des rasanten Einwoh‐ nerwachstums auch künftig noch an Bedeutung gewinnt. Der Anteil von Bürgerinnen und Bürgern  mit Migrationshintergrund ist im Stadtteil Knielingen mit rund 25 Prozent (Stand 2014) ver ‐ gleichsweise gering. Der Bürgerverein und andere Initiativen aus dem Stadtteil sind stets bemüht,  Projekte und Angebote zur Integration (auch Neuzugezogener) zu organisieren. Diese sollen zu‐ künftig weiter gestärkt und die im ISEK formulierten integrationspolitischen Ziele auch auf Stadt‐ teilebene umgesetzt werden.   Entwicklungsziele   Umsetzung der integrationspolitischen Ziele auf Stadtteilebene   Interkulturelle Öffnung und Vernetzung der vorhandenen öffentlichen und privaten Ein‐ richtungen   Unterstützung von Netzwerken in der Nachbarschaft und mit anderen Stadtteilen   Stärkung der Identifikation der Anwohnerinnen und Anwohner mit ihrem Stadtteil  Maßnahmen und Projekte  F.1 WILLKOMMEN IM STADTTEIL  Zur Stärkung der Identifikation der Ortsansässigen mit ihrem Stadtteil und zur Integration von  Neuzugezogenen könnten beispielsweise Veranstaltungen und Feste (Nachbarschaftsfest o.ä.)  oder Führungen durch historische Bereiche im Stadtteil organisiert werden. Durch Stadtteilfüh‐ rungen erfahren einerseits Ortsansässige mehr über ihre Heimat und kommen andererseits mit  ihren neuen Mitbürgerinnen und  Mitbürgern ins Gespräch. Darüber hinaus könnte eine Broschüre  mit stadtteilbezogenen Informationen zu kulturellen, sozialen oder sportlichen Angeboten,  Dienstleistungen, Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Gutscheine usw. an Hinzugezogene verteilt  werden. Für nach Karlsruhe Zugezogene gibt es ein solchen Angebot  bereits, jedoch nicht stadt‐ teilspezifisch.  Weiteres Vorgehen   Erstellung einer Willkommensbroschüre mit relevanten stadtteilbezogenen Informationen   Willkommensfest oder Stadtteilführungen anbieten      30  G  BÜRGERGESELLSCHAFT  Ausgangslage  Der Stadtteil Knielingen ist durch seine vielen Vereine gut aufgestellt. Zahlreiche Knielinger Bürge‐ rinnen und Bürger engagieren sich, was entscheidend zur Stärkung des Zusammenhalts der Stadt‐ teilgesellschaft beiträgt. Ohne die aktive Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sind zahlrei‐ che im integrierten Entwicklungskonzept genannte Projekte und Maßnahmen nicht realisierbar.  Der  Erfolg des Konzepts hängt auch von der Akzeptanz und Unterstützung der Bevölkerung ab.   Entwicklungsziele   Mitwirkung bei Entscheidungsprozessen   Schaffung von mehr Transparenz bei wichtigen Vorhaben und Projekten   Bürgernähe und Akzeptanz   Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und Motivation zum Mitmachen   Stärkung des Zusammenhalts der Stadtteilgesellschaft   Abbau bürokratischer Hemmnisse  Maßnahmen und Projekte  G.1 FORTFÜHRUNG DER BÜRGERBETEILIGUNG  Der Bürgerbeteiligungsprozess soll auch weiterhin über das STEK hinaus im Rahmen der ange‐ strebten Sanierung in Alt‐Knielingen sowie dem energetischen Quartierskonzept fortgeführt wer‐ den. Außerdem ist eine weitere Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei der Umsetzung ein‐ zelner Vorhaben und Projekte aus dem STEK, beispielsweise bei der  Umgestaltung von Spielplät‐ zen oder der Entwicklung des Rundwegs, vorgesehen.  G.2 BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT  Ein wichtiges Projekt um bürgerschaftliches Engagement zu schaffen, ist die Einrichtung eines  Bürgerzentrums in Knielingen als Kristallisationspunkt und als Ort der Begegnung und des Mitei‐ nanders. Das Büro für Mitwirkung und Engagement unterstützt als Dienstleister das bürgerschaft‐ liche Engagement im Stadtteil, unter anderem in Bezug auf die Vermittlung Ehrenamtlicher,  durch  das Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche, durch Anerkennung und Würdigung ehrenamtli‐ cher Helferinnen und Helfer oder durch Lesepaten.   Weiteres Vorgehen   Fortsetzung von Bürgerbeteiligung im Rahmen der Sanierung und der Umsetzung einzel‐ ner Projekte   Aufbau und Organisation eines Bürgerzentrums im Stadtteil   Aufbau einer Helferbörse / Tauschbörse         31  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Übersichtsplan zum Handlungsfeld Sozialer Zusammenhalt und Bildung    32  KULTUR  H  VERNETZTE STADTTEILKULTUR  Ausgangslage  Ein vielfältiges kulturelles Angebot erhöht die Lebensqualität im Stadtteil und kann ein bedeuten‐ der Standortfaktor sein. In Knielingen besteht der Wunsch nach einem erweiterten kulturellen  Angebot. Im Stadtteil gibt es weder eine Plattform, wo vorhandene kulturelle Aktivitäten und  Veranstaltungen zusammengefasst und koordiniert werden, noch attraktive Räumlichkeiten für  solche Angebote. Ziel der  Stadtteilkultur ist es, die verschiedenen Akteure in Knielingen zusam‐ menzubringen und Kooperationen sowie eine mögliche Erweiterung des Kulturangebots anzu‐ streben. Gerade die kulturelle Einbindung des historischen Dorfkerns Alt‐Knielingens, aber auch  das Hofgut Maxau mit Knielinger Museum und die Wirkstadt bietet in diesem Zusammenhang  großes Potenzial.  Entwicklungsziele   Ausbau / Weiterentwicklung der Kulturangebote im Stadtteil   Vernetzung aller Kulturakteure und Kulturschaffenden   Schaffung neuer Kooperationen   Schaffung attraktiver Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise in ei‐ nem zukünftigen Bürgerzentrum   Verstärkte Nutzung vorhandener Räumlichkeiten   Zukunftssicherung des Knielinger Museums   Sicherung des kulturellen Erbes (Hofgut Maxau, historische Gassen und  Kulturdenkmäler  in Alt‐Knielingen)  Maßnahmen und Projekte  H.1 KULTURNETZWERK KNIELINGEN  Die Entwicklung einer Netzwerkplattform für kulturelle Angebote und Veranstaltungen wird ange‐ strebt. Weiterhin muss der Raumbedarf zur Einrichtung einer Koordinierungsstelle und für Veran‐ staltungen bestimmt werden. Als Ausgangsbasis können die Räume der wirkStadt dienen. Zusätz‐ liche Räumlichkeiten kann das geplante Bürgerzentrum bieten, ebenso das Seniorenzentrum und  die Gemeindehäuser der  evangelischen und katholischen Kirche. Im Seniorenzentrum besteht  ohnehin schon der Wunsch nach weiteren kulturellen Angeboten und Veranstaltungen im Haus.  Eine Kooperation mit dem Seniorenzentrum würde sich anbieten. Kontakte zum Musikverein und  zum Bürgerverein bestehen bereits. Hier stehen auch Räumlichkeiten zur Verfügung und könnten  für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. In diesem  Zusammenhang wäre auch eine kultu‐ relle Nutzung der unter Denkmalschutz stehenden Militärkirche in Knielingen 2.0 in Zukunft denk‐ bar. Hierzu sind jedoch noch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig (siehe auch Maß‐ nahme N.4).          33  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept H.2 KUNST‐ UND KULTURPROFIL  Eine weitere perspektivische Option über eine reine Netzwerkplattform hinaus wäre die Entwick‐ lung eines Kunst‐ und Kulturprofils für Knielingen, verbunden mit einem eigenständigen künstleri‐ schen und kulturellen Programm. Die Konzeption wird von einigen Privatpersonen und Kultur‐ schaffenden aus dem Stadtteil konkretisiert. Für das weitere Vorgehen ist es notwendig,  engagier‐ te Künstler und Kulturinteressierte sowie kooperationsbereite Vereine zu finden.  H.3 STADTGEIST‐APP KNIELINGEN  Das Konzept Stadtgeist ist eine Augmented‐History‐App mit Geschichten von, mit und um Karlsru‐ he. Innerhalb der Stadt sind Stadtmarken platziert, die prägende Orte der Stadtgeschichte darstel‐ len. Mit dem Smartphone kann man sich so von Stadtmarke zu Stadtmarke durch die Stadt navi‐ gieren lassen und ähnlich  einer Zeitreise wichtige Karlsruher Plätze und Orte im Wandel erleben.  Die App soll auch auf die Karlsruher Stadtteile ausgeweitet werden, wobei Knielingen als Pilot‐ stadtteil ausgewählt wurde. Die Wahl fiel auf Knielingen als ältesten urkundlich nachgewiesenen  Stadtteil Karlsruhes. Sieben bis zehn  Stadtmarken sollen in diesem Zusammenhang herausgestellt  und erlebbar gemacht  werden (z.B. mit Geschichten zu historischen, künstlerischen, sehenswer‐ ten, wissenswerten örtlichen Besonderheiten). Das Projekt soll unter Federführung des Stadtmar‐ ketings in Kooperation mit dem Kulturamt und der Wirtschaftsförderung laufen. Eine Verknüp‐ fung der App mit der Entwicklung eines Knielinger Rundwegs (Maßnahme I.5) oder verschiedener  Themenwege sollte in diesem Zusammenhang in  Erwägung gezogen werden.  Weiteres Vorgehen   Organisation weiterer Treffen der Kulturschaffenden zur weiteren Ausrichtung des Kul‐ turangebots in Knielingen   Aufbau einer Netzwerkplattform für kulturelle Angebote   Etablierung der Stadtgeist‐App im Stadtteil    34  Übersichtsplan zum Handlungsfeld Kunst und Kultur          35  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept SPORT, FREIZEIT UND GESUNDHEIT  I  GESUNDHEIT UND BEWEGUNG IM STADTTEIL  Ausgangslage  Mit zunehmender Reizüberflutung der Informationsgesellschaft scheint auch die Nachfrage nach  Bewegung und Gesundheit als Ausgleich zur Alltagswelt und zum Alltagsstress zu steigen. Sport  und Bewegung als wichtige Bestandteile unserer Gesellschaft unterstützen unter anderem einen  gesunden Lebensstil, begünstigen die gesellschaftliche und körperliche Entwicklung von Kindern  und Jugendlichen und fördern soziale Kontakte. Gerade  bei Jugendlichen gehört Sport zu den  wichtigsten Freizeitaktivitäten. Aufgrund der Zunahme von Trendsportarten wie Skaten, BMX,  Parcours oder Slacklinen steigt der Bedarf an neuen Räumen zur Ausübung sportlicher Aktivitäten.  Auch in Knielingen ist der Wunsch, vor allem bei Jugendlichen, nach ergänzenden Sportangeboten  und Räumen für Freizeitaktivitäten vorhanden.   In einer älter  werdenden Stadtgesellschaft kommt es zusätzlich darauf an, sinnvolle Angebote der  gesundheitlichen Prävention und insbesondere der Bewegungsförderung für Seniorinnen und  Senioren, aber auch für andere Zielgruppen, bereitzustellen.  Entwicklungsziele   Bedarfsgerechte Ausstattung mit Sport‐ und Freizeitangeboten   Stärkung der Vereinsstrukturen und Ausbau der Kooperationen mit und zwischen den  Vereinen   Anreize schaffen für eine nachhaltige und generationsübergreifende Bewegungsför‐ derung   Berücksichtigung von Aspekten der Mobilität / Barrierefreiheit sowie Sicherheit für  Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum   Vernetzung und Anbindung  der wohnortnahen Frei‐ und Erholungsflächen   Verbesserung der Anbindung an öffentliche und sonstige wichtige Einrichtungen im  Verlauf des Rundwegs  Maßnahmen und Projekte  I.1 ANGEBOTE AN SPEZIAL‐ UND TRENDSPORTARTEN IM STADTTEIL  Jugendliche können wesentlich zu einer positiven zukünftigen Stadtteilentwicklung beitragen,  wenn sie sich durch ein ausreichendes und abwechslungsreiches Sport‐ und Freizeitangebot mit  ihrem Stadtteil identifizieren können. Die Nachfrage nach Angeboten im Vereinssport ist laut Aus‐ sage der Vereine rückläufig. Dies hängt einerseits damit zusammen,  dass die Jugendlichen für die  weiterführenden Schulen den Stadtteil verlassen müssen. Dadurch wird die Bindung an Knielingen  schwächer. Andererseits befinden sich außerhalb des Stadtteils attraktive Angebote an Spezial‐ sportarten. Solche sollten auch in Knielingen angeboten werden. Ergänzend hierzu sollten Treff‐ punkte im Freien für Trendsportarten wie Slacklinen oder Skaten usw. geschaffen  werden (siehe  auch Maßnahme I.2). Das Angebot solcher Trendsportarten im Stadtteil muss zukünftig als Berei‐ cherung des städtischen Lebens und als Teil einer neuen Jugendkultur gesehen und toleriert wer‐ den.        36  I.2 SUCHE NACH GEEIGNETEN STANDORTEN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE FÜR  SPORTLICHE AKTIVITÄTEN  Als möglicher Standort für sportliche Aktivitäten wie beispielweise Skaten, Radfahren oder Roller‐ fahren u. ä. wird eventuell das Umfeld des Sportparks Bruchwegäcker gesehen. Dieser Standort ist  jedoch aufgrund der dezentralen Lage und der problematischen Radwegeverbindung eher für  ältere Jugendliche  geeignet. Die Grünfläche Am Sandberg nordwestlich des Spielplatzes Eggen‐ steiner Straße (siehe unteres Luftbild) könnte ebenfalls als potenzielle Fläche für jugendliche Frei‐ zeitaktivitäten dienen. Gerade die bereits erwähnten Trendsportarten finden hier ausreichend  Platz und könnten das vorhandene sportliche Freizeitangebot auf dem Spielplatz Eggensteiner  Straße (Bolzplatz) abrunden. Für diese Grünfläche muss noch  die Zuständigkeit geklärt werden.    Abbildung 8: Möglicher Standort für sportliche Aktivitäten; Luftbild: Stadt Karlsruhe  Auf dem Festplatz befinden sich die Skaterbahn und die Dirt‐Bike‐Bahn. Die Skaterbahn ist wegen  der geringen Größe und Angebote nicht attraktiv genug. Die Dirt‐Bike‐Bahn ist keine offizielle  Bahn der Stadt, sondern wurde von einigen Jugendlichen aus dem Stadtteil in Eigenregie gebaut.  Aus Sicht der Arbeitsgruppe bieten sich  im Umfeld des Festplatzes auch in Verlängerung zur  Rennbahn noch Flächen, die genutzt werden könnten. Auch der Festplatz selbst hätte Potenzial.  Jedoch müsste in diesem Zusammenhang die Parksituation sowie eine weitere Beleuchtung noch  geprüft werden. Da sowohl der Festplatz als auch das Umfeld zum Natur‐ und Landschaftsschutz‐ gebiet „Burgau“ gehört,  sind Nutzungsänderungen und bauliche Maßnahmen durch die Höhere  Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe zu genehmigen und frühzeitig abzustim‐ men. Eine Nutzung der genannten Flächen sowie eine weitere Beleuchtung werden vom Umwelt‐  und Arbeitsschutz derzeit sehr kritisch gesehen.   I.3 BEWEGUNGS‐ UND GESUNDHEITSFÖRDERNDE ANGEBOTE  Als Angebot zur Bewegungs‐ und Gesundheitsförderung wünschen sich die Knielingerinnen und  Knielinger Outdoor‐Fitnessgeräte für Erwachsene. Diese sollten idealerweise an bekannten Lauf‐ strecken von Gruppen oder Vereinen stehen oder an einem möglichen Rundweg (siehe dazu  Maßnahme I.5). Die Aufstellung von Outdoor‐Fitnessgeräten und Bewegungsangeboten bieten  eine  Ergänzung zu einer Mitgliedschaft in Sportverein oder Fitnessstudio. Sie sind kostenlos, unter  freiem Himmel, beliebig oft und zu beliebigen Zeiten zugänglich und ohne Vereinszugehörigkeit  oder Anmeldung nutzbar. Darüber hinaus befördern sie das Miteinander und die Kommunikation  Friedhof  Parkanlage,  Spielplatz  I.2      37  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept im Stadtteil. Eine langfristige Planung und die Qualität des Standorts sind entscheidende Faktoren  für die Akzeptanz solcher Angebote bei der Bevölkerung.  Die Bürgerinnen und Bürger regen zusätzlich das Ausweisen von Joggingstrecken mit Kilometrie‐ rung im Stadtteil an. Besonders in Verbindung mit der Entwicklung des Rundwegs, beispielsweise  im Grünzug 2.0 oder entlang  der Alb können potenzielle Strecken eingerichtet werden. Es spricht  nichts dagegen, auf den vorhandenen Wegen an der Alb zu joggen. Das Ausweisen einer Jogging‐ strecke mit Kilometrierung und einer Beleuchtung bedarf wegen der schutzwürdigen Lage der  frühzeitigen Einbindung der Höheren Naturschutzbehörde. Gerade die Installation von Leuchten  wird in diesem Bereich  kritisch gesehen.   I.4 SCHAFFUNG EINER SCHULSPORTANLAGE (LEICHTATHLETIK)  Der Schulsport beider Grundschulen findet in der Reinhold‐Crocoll‐Halle statt, jedoch können  bisher keine Trainingsmöglichkeiten für Leichtathletik (u.a. Weitsprunganlage) im Rahmen des  Sportunterrichts stattfinden. Als Option würde sich eventuell die Wiese neben der Sporthalle an‐ bieten. Die Fläche „Am Brurain“ ist jedoch als Gemeinbedarfsfläche für  Schule ausgewiesen und  ist eine der wenigen Möglichkeiten, eine weiterführende Schule im Stadtteil zu errichten (siehe  Maßnahme D.1.2). Eine Detailplanung kann nur auf Grundlage eines Gesamtkonzepts erfolgen. Es  ist zu prüfen, ob die Nutzungshäufigkeit einer solchen Anlage durch die Grundschulen in einem  vertretbaren Verhältnis zu den Bau‐ und Unterhaltungskosten liegen.  I.5 ENTWICKLUNG EINES RUNDWEGS IN KNIELINGEN  Zusammen mit der Bürgerschaft wurde die Idee entwickelt, die verschiedenen Plätze sowie öf‐ fentlichen Straßenräume und Freiflächen in Knielingen als Verbund zu sehen und durch eine Art  Rundweg durch Knielingen miteinander zu verknüpfen. Neben der Ausweisung des Streckenver‐ laufs soll im Rahmen der Entwicklung des  Rundwegs auch die Nutzung und die Ausgestaltung des  Rundwegs sowie der öffentlichen Freiräume und Plätze erfolgen. Bisher handelt es sich um erste  Überlegungen, welche Straßenzüge sowie öffentliche Räume und Grünflächen in den Rundweg  integriert werden können (siehe folgende Abbildung).   Ein genauer Streckenverlauf muss noch festgelegt werden. Dabei sind mögliche Stadtmarken der   Stadtgeist‐App zu berücksichtigen und die Bürgerinnen und Bürger weiterhin einzubeziehen (vgl.  Maßnahme H.3). Bei möglichen Anbindungen des Rundwegs in den Außenbereich (zu Ackerflä‐ chen und landwirtschaftlichen Nutzflächen) müssen die Belange und Anliegen der Landwirtschaft  berücksichtigt werden (siehe auch „Knigge für Feld und Flur“ des i.m.a). Der Rundweg muss durch   entsprechende Inszenierung als solcher erkennbar sein, z. B. durch Beschilderung, wegebeglei‐ tende einheitliche Möblierung oder Wegemarken mit Wiedererkennungswert.  Überlegungen zu Nutzungs‐ und Gestaltungsvorschlägen für mögliche öffentliche Plätze und Frei‐ flächen im Rundweg wurden in den Arbeitsgruppensitzungen bereits angestellt. Folgende Flächen  mit Aufwertungspotenzial wurden konkretisiert:  Elsässer Platz: Aufwertung des Umfelds (auch  im Zusammenhang mit der Umgestaltung Rhein‐ brückenstraße), klarere Anbindung an den vorhandenen Radweg, gestalterische und funktionale  Aufwertung des Platzes (Näheres dazu Maßnahmen M.1.1 und S.1).  Grünzug Knielingen 2.0: Nutzung als potenzielle Joggingstrecke mit weiteren Bewegungsgeräten,  Anschaffung kommunikativer Sitzmöglichkeiten im Bereich Spielplatz, Pflanzung weiterer Bäume,  Hecken und Sträucher zur Einfassung, Eingrünung  und Einbeziehung des Krasnodarplatzes, Pick‐ nickecke im Bereich der bestehenden alten Mauer (siehe auch Maßnahmen C.1.2 und C.3.2).  Grünzug nordwestlich Brauhaus 2.0: barrierefreier Übergang über die Egon‐Eiermann‐Allee im  Zuge der Tramerweiterung, stärkere Eingrünung als optische Begrenzung zum Bundeswehrgelän‐ de hin im Bereich des geplanten Bolzplatzes.    38  Kleingartenanlage Husarenlager: Kontaktaufnahme mit den Kleingartenbesitzern notwendig, um  Vorschläge zu diskutieren, zum Beispiel: Joggingstrecke als Fortführung des Grünzugs 2.0, Aufstel‐ len weiterer Fitnessgeräte, Wegfall der vorhandenen Spielplätze dafür Schaffung von Aufent‐ haltsbereichen mit Sitzmöglichkeiten, Gestaltung der Eingangssituation zur Kleingartenanlage in  der Ferdinand‐Keller‐Straße, Wunsch nach einem Brunnen ist aufgrund  der hohen Anschaffungs‐  und Unterhaltungskosten nicht realisierbar.   Kleingartenanlagen sind als öffentliches Grün auch Erholungsflächen für die Allgemeinheit, ihre  Wege sollen zum Spazierengehen genutzt werden (gem. § 1 Abs. 4 Gartenordnung), Öffnungszei‐ ten sind vom 1. März bis 30. Oktober täglich bis zum Einbruch der Dunkelheit. Das bedeutet, dass  der geplante  Weg durch die Kleingartenanlage von November bis Februar geschlossen wäre. Dies  muss im Zuge der Ausweisung des Streckenverlaufs berücksichtigt werden.  Grünstreifen Östliche Rheinbrückenstraße: langfristig Verlängerung des Grünstreifens im Zuge  der Umgestaltung der Rheinbrückenstraße (siehe Maßnahme S.1).    Abbildung 9: Wichtige Straßenzüge und öffentliche Räume / Grünflächen für die Entwicklung eines Rundwegs  Weiteres Vorgehen   Schaffung von Angeboten von Spezial‐ und Trendsportarten im Stadtteil   Standorte für sportliche Aktivitäten / Trendsportarten für Jugendliche finden   Aufstellung von Bewegungsgeräten an ausgewählten Standorten   Ausweisen von Joggingstrecken an möglichen Standorten   Entwicklung Knielinger Rundweg       39  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Übersichtsplan zum Handlungsfeld Sport, Freizeit und Gesundheit                                                                                                    40  UMWELT, KLIMASCHUTZ UND STADTGRÜN  J NATUR UND STADTGRÜN ALS ERHOLUNGSRAUM  Ausgangslage  Erholung in der Natur ist die essenzielle Basis für die menschliche Gesundheit und das Wohlbefin‐ den. Ein ausreichendes Angebot an Naturräumen und Stadtgrün führt zu mehr Lebensqualität der  Stadtbevölkerung und trägt sowohl zur Erholung als auch zum Klimaschutz bei. Für Kinder und  Jugendliche garantiert Natur in Wohnnähe vielfältige Spiel‐ und Naturerfahrungsmöglichkeiten.   Sie sichert gleichzeitig auch die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen sowie den natürlichen Was‐ serkreislauf und die Sauerstoffproduktion. Die Flächen rund um Knielingen sind sehr vielfältig  strukturiert und stellen mit ihren Ackerflächen, Wiesen, Gehölz‐ und Waldbeständen, den Streu‐ obstwiesen sowie den fließenden und stehenden Gewässern einen sehr wertvollen und attrakti‐ ven Landschafts‐ und Naherholungsraum dar. Die Flussaue der Alb ist wohl das prägendste Land‐ schaftselement der Stadt Karlsruhe und zieht sich als grünes Band durch die Landschaft. Aufgrund  der Unterschutzstellung als Natur‐ und Landschaftsschutzgebiet ist die Erlebbarkeitsfunktion der  Bereiche an der Alb und des Knielinger Sees zum Missfallen vieler Stadtteilbewohnerinnen und  ‐ bewohnern jedoch stark eingeschränkt. Ziel sollte es sein, ein harmonisches Miteinander von  Mensch und Natur anzustreben. Dabei gilt es vor allem, der Bevölkerung die Wichtigkeit umwelt‐  und naturfreundlichen Verhaltens zu vermitteln und die Umweltbildung verstärkt zu fördern.  Als wichtige Projektbausteine zum Handlungsfeld „Stadt am Rhein“ wurden der Landschaftspark  Rhein und  das Hofgut Maxau als Leitprojekte des Karlsruher Masterplans sowie des Integrierten  Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2020 bereits realisiert.   Entwicklungsziele   Erhalt der Kulturlandschaft um Knielingen (Burgau und Feldflur zwischen Alb und Alt‐ Knielingen sowie die Rheinauenwälder)   Steigerung der Aufenthaltsqualität an der Alb durch umweltverträgliche Maßnahmen un‐ ter Beachtung des Natur‐ und Artenschutzes   Sicherung der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen durch naturbelassene und unberührte  Bereiche   Erhalt der Blickbeziehungen  zur Alb   Schaffung attraktiver Naherholungs‐ und Naturerlebnisräume am Rhein   Harmonisches Miteinander von Mensch und Natur   Erschließung der Verkehrswege zum Rhein und entlang des Rheins  Maßnahmen und Projekte  J.1 NUTZUNGSMÖGLICHKEITEN AN DER ALB  Die naturbelassenen Schutzgebietsflächen an der Alb werden von den Knielingerinnen und  Knielingern als verwahrlost und ungepflegt wahrgenommen. Ziel sollte es sein, das Gebiet unter  dem Aspekt der Ruhe und des Naturschutzes zu pflegen und vorhandene Aufenthaltsbereiche  aufzuwerten, anstatt neue Erlebnisbereiche zu schaffen. Die Auenlandschaft der Alb soll  dauer‐ haft ein Naturraum mit hoher Umweltqualität bleiben. Erholungs‐ und Nutzungsangebote müssen  deshalb umweltverträglich unter Beachtung der Belange des Natur‐ und Artenschutzes organisiert  und mit der Höheren Naturschutzbehörde abgestimmt werden.      41  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Im Fokus stehen drei mögliche Aufenthaltsbereiche entlang der Alb, die mit wenig Aufwand und  geringem Eingriff in die Natur aufgewertet werden können. Dies trägt wesentlich zu einer Steige‐ rung der Aufenthaltsqualität bei.     Abbildung 10: Mögliche Aufwertungsmaßnahmen an der Alb; Luftbild: Stadt Karlsruhe, Fotos: eigene Aufnahmen 2016  J.1.1 Aufwertung des Parkplatzes gegenüber Sängerheim   Der Parkplatz gegenüber dem Sängerheim könnte durch die Versetzung der dort befindlichen  Glascontainer eine Aufwertung erfahren. Auch die Beseitigung von Müllablagerungen würde ei‐ nen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten. Somit könnte ein attraktiver  Aufenthaltsbereich entstehen.  J.1.2 Aufwertung des Stegs  Der vorhandene Sitzbereich beim Steg an der Alb ist unattraktiv und wenig einladend. Hier sollten  Umgestaltungsmaßnahmen erfolgen. Eine einheitliche attraktive Möblierung und die kommunika‐ tive Anordnung der Sitzgelegenheiten würden wesentlich zur Aufwertung des Stegs beitragen und  wieder zum Verweilen einladen.  J.1.3 Aufwertung des Platzbereichs vor dem Boxerhäuschen  Dieser offene Bereich kann durch eine einfache Sitzmöglichkeit ergänzt werden. Anbieten würden  sich hier auch sogenannte Beobachtungsstationen (Fernrohr oder Gugg‐Löcher durch Bretter  usw.), die den Blick der Besucherinnen und Besucher auf ökologisch Wertvolles an der Alb lenken.   J.2 LANDSCHAFTSPARK RHEIN  Der Landschaftspark Rhein ist als Bestandteil des PAMINA‐Rheinparks ein Leitprojekt des Karlsru‐ her Masterplans 2015 innerhalb des Handlungsfelds „Stadt am Rhein“. Die Leitidee des Projekts  ist, das Potenzial des Rheins als attraktive Naherholungs‐ und Erlebnislandschaft besser auszu‐ schöpfen. Der Landschaftspark soll als Kompromisslösung gesehen werden, indem die Erlebnis ‐  und Freizeitaktivitäten für den Menschen am Rhein stattfinden und dafür die schutzwürdigen  Gebiete rund um die Alb und den Knielinger See naturbelassen der Tier‐ und Pflanzenwelt vorbe‐ halten bleiben. Ein Besucherlenkungskonzept für den Landschaftspark Rhein konzentriert die Be‐ sucheraktivitäten auf die Achse entlang des Rheindamms und um das Hofgut Maxau.  Ein besserer  Zugang von Knielingen zum Rhein ist durch die Fertigstellung der Radwegeverbindungen von  Knielingen an den Rhein und durch den Rheinhafen erfolgt.  J.1.1 J.1.2  J.1.3  Parkplatz Sängerheim  Steg an der Alb  Grundschule Sängerheim   42  Mittel‐ bis langfristig stehen Überlegungen zu einem Brückenkonzept über den Rheinhafen und  Yachthafen für Radfahrende an. Diese Konzeption ist Voraussetzung für einen durchgängigen  Radweg am Rhein. Die Brücken über den Rheinhafen und den Yachthafen sind zur Zeit nicht finan‐ zierbar. Damit ist die überregionale, durchgängige Radwegverbindung entlang des   Rheins noch  rudimentär. Die durch die Besucherinnen und Besucher des Landschaftsparks ent‐ standenen Probleme wie Müll, Lärm und Parken müssen zukünftig berücksichtigt und dafür Lö‐ sungen gefunden werden.  J.3 BESUCHERLENKUNGSKONZEPT KNIELINGER SEE UND BURGAU  Das Regierungspräsidium erstellt derzeit ein Besucherlenkungskonzept rund um den Knielinger  See im Naturschutzgebiet Burgau. Dieses muss bei zukünftigen Planungen und Überlegungen in  diesem Bereich unbedingt berücksichtigt werden. Dabei gilt es, Wege zu definieren, welche öf‐ fentlich zugänglich, gepflegt und begehbar bleiben sollen. Die Wege sollen so  angelegt werden,  dass die besonders störungsempfindlichen Abschnitte rund um den Knielinger See und der Burgau  möglichst frei von Beunruhigungen durch die Besucherströme zu halten sind. Dabei ist eine strin‐ gente Umsetzung mit Unterstützung der Knielinger Bürgerinnen und Bürger notwendig, um die  Belastungen, die vom PAMINA Rheinpark ausgehen (Lärm, Müll, Parken),  aufzufangen.  J.4 AUSWEISUNG EINER HUNDEAUSLAUFFLÄCHE IM STADTTEIL  Für Hundebesitzer in Knielingen gibt es keine Möglichkeit, ihre Hunde frei laufen zu lassen. Ent‐ weder handelt es sich bei den umliegenden Freiflächen um Natur‐ oder Landschaftsschutzgebiet,  Spiel‐ und Parkfläche oder um Ackerflächen und Streuobstwiesen. Auf all den genannten Flächen  besteht ein Verbot oder eine Anleinpflicht  für Hunde. Das Gartenbauamt prüft in diesem Zusam‐ menhang potenzielle Hundeauslaufflächen im Stadtteil. Ein Vorschlag des Bezirks ist der städti‐ sche Grünstreifen südlich der Fläche „Am Sandberg 2“ zwischen dem Spielplatz Eggensteiner  Straße und der Reinhold‐Crocoll‐Halle (siehe Luftbild unten). Eine weitere potenzielle Fläche  könnte die Grünfläche südöstlich des  Knielinger Bahnhofs, angrenzend an die Saarlandstraße 166  neben der Kleingartenanlage, darstellen.    Abbildung 11: Potenzielle Hundeauslauffläche im Stadtteil; Luftbild und Piktogramm: Stadt Karlsruhe  Die Flächen entlang der Bahnlinie (südlich des Bahnhofs) wurden von der Deutschen Bahn an ei‐ nen privaten Eigentümer verkauft. Im Rahmen des gerade beginnenden Bebauungsplanverfah‐ rens „Wohnbebauung Maxauer Straße“ soll hier eine Fuß‐ und Radwegeverbindung für die Öf‐ fentlichkeit geschaffen werden. In diesem Zusammenhang könnte in diesem Bereich ebenfalls  eine Hundeauslauffläche  entlang des geplanten Wegs thematisiert werden.  J.4 Reinhold‐Crocoll‐Halle     43  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Weiteres Vorgehen   Nach Möglichkeit Aufwertung vorhandener Aufenthaltsbereiche an der Alb   Erstellung des Besucherlenkungskonzepts für den Knielinger See durch das Regierungs‐ präsidium   Ausweisung einer Hundeauslauffläche auf einer der potenziellen Flächen nach Überprü‐ fung    44  K NACHHALTIGE SICHERUNG UND ENTWICKLUNG VON STADTGRÜN,  NATUR UND LANDSCHAFT  Ausgangslage  Das gesamtstädtische Grünsystem von Karlsruhe ist das Leitbild für die Sicherung und Entwicklung  des Stadtgrüns, welches nicht nur der Stadtgestaltung und Erholung dient, sondern auch die Vo‐ raussetzung für die wirksame Erfüllung ökologischer Funktionen bildet. Übergeordnete Elemente  bilden die zentrale Grünachse vom nördlichen Hardtwald über Schlossgarten und Stadtgarten zum  Albgrün sowie  die das Stadtgebiet durchquerenden Flussläufe der Alb und der Pfinz. In dieses  grüne Netzwerk sind auch Parks, verkehrsbegleitendes Grün, Kinderspielplätze und Flächen mit  speziellen Funktionen, wie Kleingartenanlagen, Sportanlagen und Friedhöfe eingebunden. Die  öffentlichen Grünflächen in Karlsruhe sind untereinander weitgehend vernetzt und stehen in Ver‐ bindung mit der umgebenden Landschaft. Das  Gartenbauamt entwickelt seit den 1970er Jahren  schrittweise ein differenziertes naturnäheres Pflegekonzept für die Grünflächen im Karlsruher  Stadtgefüge. Im Fokus stehen die Integration von naturnahem Grün in das Wohnumfeld und die  Nutzbarkeit der Grünflächen für die Naherholung. In diesem Zusammenhang können die weniger  von Menschen frequentierten Grün‐ und Freiflächen als naturbelassene Biotope  für die Tier‐ und  Pflanzenwelt entwickelt werden. Diese Zielsetzungen sollten auch bei der zukünftigen Stadtteil‐ entwicklung Knielingen näher betrachtet werden.  Entwicklungsziele   Erhalt und Pflege der Grün‐ und Freiflächen im Stadtteil (Berücksichtigung von Frischluft‐ schneisen)   Vernetzung der öffentlichen Grün‐ und Freiflächen   Verbesserung des Stadtklimas durch öffentliche und private Begrünungsmaßnahmen   Erhalt der Vielfalt von Arten und Lebensräumen   Sauberkeit im Stadtteil   Bewusstseinsbildung und Informationsvermittlung   Fachlich qualitative Biotopschutz‐ und  Biotoppflegemaßnahmen   Vorantreiben der Schnakenbekämpfung   Maßnahmen und Projekte  K.1 VERNETZUNG UND ANBINDUNG VON FREIRÄUMEN / ÖFFENTLICHE UND PRIVATE  BEGRÜNUNGSMASSNAHMEN   Neben der Schutzausweisung wertvoller Vegetationsflächen als Naturschutz‐ und Landschafts‐ schutzgebiete fehlt es im Stadtteil selbst an Grün‐ und Freiflächen mit ausreichender Vernet‐ zungsfunktion, um den Bedürfnissen der dort Wohnenden und Beschäftigten Rechnung zu tragen.  Vorhandene Grünzüge sind zur Unterstützung des Luftaustauschs zu erhalten und durch grüne  Wegeverbindungen miteinander zu verknüpfen. Weitere  Ansätze sind die Nutzbarmachung klein‐ räumiger Grünflächen als Naherholungsraum (Stichwort Pocket Park) oder der Einsatz von Wasser  im öffentlichen Raum zur Verdunstungskühlung.  Zur gestalterischen Aufwertung, aber auch zur Verschattung der Straßenräume, sollen die zahl‐ reich vorhandenen Straßenbäume erhalten, gepflegt und, wo erforderlich, mit Neupflanzungen  ergänzt werden. Einzelne Straßenzüge sollen wo  möglich mit Bäumen und Pflanzbeeten bepflanzt  werden. Dies trifft im Besonderen auf die Straßenräume in Alt‐Knielingen zu.   Begrünte Höfe, Dächer und Fassaden sind für das Kleinklima der Stadt sowie zur Verbesserung der  Wohnqualität von privaten Freiräumen besonders wichtig. Durch das Programm „Grüne Höfe,      45  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Dächer und Fassaden für Karlsruhe“ unterstützt das Gartenbauamt seit über 30 Jahren das Enga‐ gement der Bürgerinnen und Bürger, private Maßnahmen zur Aufwertung und Begrünung versie‐ gelter Höfe, Dächer und Fassaden durchzuführen. Gerade der Ortskern von Alt‐Knielingen bietet  mit seinen stark verdichteten Bereichen in diesem Zusammenhang großes Potenzial. Die genann ‐ ten Maßnahmen sind auch im Hinblick auf die angestrebten Umwelt‐ und Klimaschutzziele der  Stadt (siehe dazu Baustein „Energieeffizienter und klimaangepasster Stadtteil“ Maßnahme L.2)  von großer Bedeutung.   K.2 ERHALTUNG DER STREUOBSTWIESENBESTÄNDE  Die Streuobstwiesen prägen rund um Knielingen die Kulturlandschaft. Sie liefern nicht nur Produk‐ te für eine gesunde Ernährung, Streuobstbäume haben auch einen hohen ökologischen Wert für  zahlreiche Tier‐ und Pflanzenarten sowie einen großen Erholungs‐ und Freizeitwert für den Men‐ schen. In den letzten Jahren ist deren Fortbestand jedoch immer mehr gefährdet.  Oft fehlt es an  interessiertem und engagiertem Nachwuchs, der sich um die Pflege der wertvollen Bäume küm‐ mert. Zukünftig wird es davon abhängen, ob es gelingt, die Motivation zur Pflege der Bäume zu‐ rückzugewinnen. Es müssen Initiativen ausgebaut werden, in welchen aktive Bürgerinnen und  Bürger gemeinsam Konzepte zur Pflege und  Nutzung von Streuobstwiesen entwickeln und umset‐ zen. Es braucht vor allem engagierte Gruppen, die bei der Bewirtschaftung, Verarbeitung und  Vermarktung neue Wege gehen und Vorbild und Motivation für andere sind. Der Knielinger Bür‐ gerverein hat sich schon vor Jahren der Erhaltung der Streuobstwiesen verschrieben und ver‐ sucht, die Wichtigkeit dieses Vorhabens  ins Bewusstsein der Knielingerinnen und Knielinger zu  rufen. Dabei sollten Kooperationen mit dem Liegenschaftsamt und dem Landkreis Karlsruhe in  Erwägung gezogen werden.  K.3 BAUMPATENSCHATEN / MÜLLBESEITIGUNG  Das Gartenbauamt bietet allen interessierten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern Baumpa‐ tenschaften für stadteigene Bäume an. Das Liegenschaftsamt bietet zusätzlich Patenschaften für  Streuobst an. Somit soll das private Engagement bei der Pflege der Grünbestände, aber auch bei  der Müllbeseitigung gestärkt werden. Im Rahmen der Dreck‐weg‐Wochen des Amts für Abfall ‐ wirtschaft werden Aktionen zur Müllbeseitigung bereits durchgeführt. Das Amt für Abfallwirt‐ schaft organisiert außerdem gemeinschaftliche Reinigungsaktionen und Sauberkeitspatenschaf‐ ten. Hier ist stetige Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, um die Wichtigkeit eines sauberen Stadtteils  für dessen Bewohnerinnen und Bewohner zu kommunizieren.            Abbildung 12: Flyer des GBA für Baumpatenschaften, Dreck‐weg‐Wochen 2016 (Schülerhort Lassallestraße); Quelle: Stadt Karlsruhe       46  K.4 PFLEGEMASSNAHMEN AN DER ALB  Das Regierungspräsidium in Karlsruhe führt in regelmäßigen Abständen Pflegemaßnahmen im  Naturschutzgebiet an der Alb durch. Für Maßnahmen am Gewässer ist das Tiefbauamt zuständig.  Aufgrund des Tier‐ und Pflanzenschutzes sollen Teilbereiche an der Alb naturnah gestaltet blei‐ ben. Weiterhin gibt es zugewucherte Bereiche am Bahndamm, die der Deutschen Bahn gehören  und auch  von dieser zu pflegen sind. Die Stadt hat darauf keinen Einfluss. Deshalb sollte nach Be‐ darf Kontakt mit der Deutschen Bahn aufgenommen werden. Pflegemaßnahmen am Bahndamm  sind aus Artenschutzgründen sowie der Schutzgebietskulisse immer mit der Naturschutzverwal‐ tung abzustimmen.  K.5 SCHNAKENBEKÄMPFUNG  Das Wissen bezüglich der Schnakenbekämpfung ist im Stadtteil nicht ausreichend verbreitet. Da‐ her sollten die Bekämpfungsmöglichkeiten im „Knielinger“ sowie in der StadtZeitung bekannt  gemacht werden. Eine Abstimmung mit dem Bürgerverein ist diesbezüglich bereits erfolgt. Bti‐ Tabletten, die zur biologischen Stechmückenbekämpfung eingesetzt werden, sind momentan  zentral bei der Stadtverwaltung erhältlich. Diese sollten  auch im Stadtteil angeboten werden. Als  mögliche Ausgabestellen in Knielingen eignen sich der dm‐Markt sowie Blumenläden und Apothe‐ ken. Zu Beginn der Schnakensaison werden zusätzlich Hinweise zum Umgang auf der städtischen  Homepage erscheinen.  Weiteres Vorgehen   Schaffung von Initiativen zum Erhalt der Streuobstwiesen in Kooperation mit Liegen‐ schaftsamt und Landkreis Karlsruhe   Öffentlichkeitsarbeit bzgl. Baumpatenschaften und Reinigungsaktionen verstärken   Kontaktaufnahme zur Deutschen Bahn in Abstimmung mit Naturschutzverwaltung bezüg‐ lich Pflegemaßnahmen am Bahndamm   Begrünung privater Flächen und Gebäude durch Öffentlichkeitsarbeit und Beratung im  Rahmen der Sanierung  fördern      47  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept L ENERGIEEFFIZIENTER UND KLIMAANGEPASSTER STADTTEIL  Ausgangslage  Durch die Lage im wärmebelasteten Oberrheingraben wird Karlsruhe direkt oder indirekt stark  von den Ausmaßen des Klimawandels beeinflusst. Direkte Auswirkungen sind beispielsweise  Hochwasser‐ aber auch Niedrigwasserereignisse am Rhein. Hitzetage und Tropennächte wirken  sich negativ auf Natur und Stadtgrün aus und können in dicht bebauten Stadtteilen indirekt ge‐ sundheitsbelastend sein. Die voranschreitenden  Veränderungen des globalen Klimas sowie die  Steigerung der Energiepreise und der hohe CO 2 ‐Ausstoß machen es erforderlich, dass Öffentlich‐ keit und Politik sich diesen großen Herausforderungen stellen und nachhaltige Konzepte mit  Maßnahmen zum Klimaschutz entwickeln. Die Stadt Karlsruhe stellt sich auf die Folgen des Kli‐ mawandels ein und hat mit der Planung von Anpassungsmaßnahmen bereits begonnen. Der Ge‐ meinderat hat am 15. Dezember  2009 ein Klimaschutzkonzept verabschiedet, mit Maßnahmen  zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz.  Mit dem Lärmaktionsplan und dem Luftreinhalteplan für Karlsruhe liegen weitere Planungsin‐ strumente zur Erreichung der Umwelt‐ und Klimaschutzziele der Stadt Karlsruhe vor. Diese wer‐ den in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben, um auch auf zukünftige Handlungserfordernisse  reagieren zu können. Dabei stehen  eine Verringerung der Lärmbelastung und eine gute Luftquali‐ tät zur Schaffung lebenswerter Wohnumfeldverhältnisse im Vordergrund.  Entwicklungsziele   Anpassung an den Klimawandel   Verbesserung der Umweltqualität   Förderung der Energieeinsparmaßnahmen / Minimierung des Energieverbrauchs   Steigerung der Energieeffizienz   Erhöhung der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen   Städtische Gebäude energetisch sanieren als Vorbildfunktion   Schutz der Bevölkerung   Verstärkung des Klimaschutzgedankens durch Öffentlichkeitsarbeit   Luft‐ und Lärmbelastung senken und  gesundes Lokalklima schaffen   Reduzierung / Verlagerung des Straßenverkehrs (siehe auch Handlungsfeld Mobilität)  Maßnahmen und Projekte  L.1 ENERGETISCHES QUARTIERSKONZEPT  Zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt Karlsruhe leistet die energetische Gebäudesanie‐ rung einen wesentlichen Beitrag. Um eine zukunftssichere Stadtentwicklung zu ermöglichen, sol‐ len auf Stadtteilebene energetische Quartierskonzepte entwickelt werden. Ein solches Konzept  soll nun für Alt‐ und Neu‐Knielingen durch die Karlsruher Energie‐ und Klimaschutzagentur (KEK)  erstellt werden. Dabei wird ein  definiertes Quartier mit Gebäuden der Baualtersklassen vor 1980  (Knielingen 2.0 ist nicht enthalten) betrachtet. Die Konzepterstellung soll parallel und in Abstim‐ mung mit den vorbereitenden Untersuchungen in Alt‐Knielingen erfolgen. Ziel ist es, Gebäudebe‐ sitzer anzusprechen und für energetische Sanierungen zu motivieren.       48  L.2 UMSETZUNG DER HANDLUNGSBEDARFE AUS DEM KLIMASCHUTZKONZEPT /  STÄDTEBAULICHEN RAHMENPLAN KLIMAANPASSUNG   Das Klimaschutzkonzept ist als Handlungsrahmen für die kommunalen Klimaschutzaktivitäten der  kommenden Jahre zu verstehen. Demnach werden bis zum Jahr 2020 eine jährliche Minderung  von rund 2 Prozent beim Endenergieverbrauch und bei den CO₂‐Emissionen sowie eine Verdopp‐ lung des Anteils Erneuerbarer Energien am Endverbrauch angestrebt. Kernbestandteil des Kon‐ zepts ist ein  umfangreicher Handlungskatalog mit kurz‐, mittel‐ und langfristigen Maßnahmen. Er  zeigt auf, in welchen Handlungsfeldern die Stadt alleine oder im Zusammenspiel mit anderen Akt‐ euren den Klimaschutz auf lokaler Ebene voranbringen kann. Eine wichtige Verknüpfung zum Kli‐ maschutzkonzept weist der Verkehrsentwicklungsplan Karlsruhe auf (siehe auch Handlungsfeld  Mobilität). Eine wesentliche Vorgabe  war hier die Beachtung des engen Zusammenhangs zwi‐ schen Umweltqualität und Verkehrsgeschehen. Nur so kann u.a. ein wirksamer Beitrag zur Errei‐ chung kommunaler Klimaschutzziele geleistet werden.   Der im März 2015 vom Gemeinderat beschlossene „Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung“  zeigt über eine gesamtstädtische Betrachtung zum „Urban Heat – Phänomen“ konkrete Hand‐ lungsbedarfe und ‐optionen  für besonders betroffene Teilräume (sogenannte Hot‐Spots) im Sied‐ lungsgefüge auf. In dem Plan ist, neben Maßnahmenkatalogen für die einzelnen Quartiere, ein  übergeordnetes, räumlich differenziertes Entlastungssystem für die in den nächsten Dekaden  thermisch besonders belasteten Bereiche dargestellt. Quartiere in Knielingen sind, bis auf einige  Gewerbeareale, davon nur in geringem Umfang  tangiert. Dennoch wird empfohlen, bei räumli‐ chen Planungen insbesondere die auf die jeweiligen Stadtstrukturtypen bezogenen Maßnahmen‐ vorschläge zu berücksichtigen.  L.3 LÄRMMINDERUNG UND LUFTREINHALTUNG  Knielingen ist umgeben von Industriegebieten, die vor allem durch Luftverunreinigung die Le‐ bensqualität seiner Bewohnerinnen und Bewohner massiv einschränken. Der starke Durchgangs‐ verkehr und der schienengebundene Verkehr sowie auch der überörtliche Verkehr auf der  Südtangente verstärken die Problematik und tragen zusätzlich zur Lärmbelastung der umliegen‐ den Wohngebiete im Stadtteil bei.  Ziel  sollte es sein, die Luft‐ und Lärmbelastungen auf ein Maß zu reduzieren, so dass die Gesund‐ heit der Einwohnerinnen und Einwohner nicht gefährdet ist. Dabei können in der kommunalen  Bauleit‐ und Verkehrsplanung wichtige Voraussetzungen zur Vorsorge geschaffen werden. Um  eine nachhaltige Wirkung entfalten zu können erfolgt eine Verknüpfung der Handlungserforder‐ nisse des Lärmaktionsplans mit den Zielen und Maßnahmen des Verkehrsentwicklungsplans.  Maßnahmenvorschläge für Knielingen aus dem Lärmaktionsplan sind im Handlungsfeld Mobilität  unter Punkt T.1 aufgeführt. Diese Maßnahmen sind gemäß der Zustimmung des Gemeinderats  schrittweise umzusetzen. Endgültige Maßnahmen für den Lärmschutz in Knielingen können daher  derzeit im Rahmen des STEK nicht festgelegt werden.  Gleiches gilt auch für die Luftreinhaltepla‐ nung. Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist in die Vorbereitungen für die Fortschreibung des  Luftreinhalteplans eingestiegen.   Weiteres Vorgehen   Erstellung Energetisches Quartierskonzept für Alt‐ und Neu‐Knielingen   Schrittweise Umsetzung der Klimaschutzziele der Stadt Karlsruhe auf Stadtteilebene   Festlegung und Abstimmung von Maßnahmen zum Lärmschutz und deren Umsetzung   Fortschreibung Luftreinhalteplan      49  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Übersichtsplan Natur, Stadtgrün und Klimaschutz            50  STÄDTEBAU UND STADTTEILENTWICKLUNG  M ATTRAKTIVE ÖFFENTLICHE RÄUME UND BEGEGNUNGSPUNKTE  Ausgangslage  Stadtteile sind die Kristallisationspunkte für den Lebensalltag seiner Bewohnerinnen und Bewoh‐ ner. Eine Stadt / ein Stadtteil lebt von seinen öffentlichen Räumen, von Plätzen und ortsbildprä‐ genden Gebäudestrukturen. Diese Orte geben auch den Stadtteilen ihr unverwechselbares „Ge‐ sicht“. Insbesondere der alte Ortskern von Alt‐Knielingen mit seinem dörflichen Charakter sowie  seinen  historisch wertvollen Gebäuden und Straßenzügen prägt die Identität des Stadtteils. Der  Gestaltung und Aufwertung dieser Räume, ebenso wie den jeweiligen Nutzungsmöglichkeiten,  kommt bei der zukünftigen Stadtteilentwicklung eine hohe Bedeutung zu. Die historischen, städ‐ tebaulichen und funktionalen Qualitäten müssen wieder stärker herausgearbeitet werden, um die  Unverwechselbarkeit und Eigenart des dörflichen Kernbereichs  von Knielingen hervorzuheben.  Eine Neugestaltung des Ortskerns von Alt‐Knielingen soll sich insbesondere positiv auf den Fuß‐  und Radverkehr sowie auf die Wohnqualität auswirken.  Die von der Stadt Karlsruhe angestrebte Aufnahme Alt‐Knielingens in ein städtebauliches Erneue‐ rungsprogramm und die Festlegung eines Sanierungsgebiets bieten eine große Chance, die städ‐ tebaulichen Missstände  innerhalb des Untersuchungsgebiets zu beseitigen und den alten Ortskern  nachhaltig zu stabilisieren.   Entwicklungsziele   Aufwertung des historischen Ortsbilds durch qualitätsvolle Gestaltungsmaßnahmen und  Begrünungsmaßnahmen des öffentlichen Raums   Verbesserung der Lebens‐ und Aufenthaltsqualität, Schaffung eines attraktiven Wohnum‐ feldes    Schaffung eines fußgänger‐ und fahrradfreundlichen Stadtteils mit offener und barriere‐ freier Gestaltung   Gestaltung der Platz‐ und Straßenräume zu erkennbaren und erlebbaren Kommunikati‐ onszonen und Identifikationsbereichen    Reduzierung des motorisierten Verkehrs  Maßnahmen und Projekte  M.1 UMSETZUNG VON AUFWERTUNGSMASSNAHMEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM  M.1.1 Funktionale und gestalterische Aufwertung des Umfelds Elsässer Platz   In den letzten Jahren hat der Elsässer Platz immer mehr seinen Reiz als „Drehscheibe“ im Ort  durch die Schließung unterschiedlicher Geschäfte und das veränderte Konsumverhalten verloren.  Hinzu kommt die von der Rheinbrückenstraße ausgehende starke Emissionsbelastung, welche die  Aufenthaltsqualität stark einschränkt und somit wenig  zum Verweilen auf dem Platz einlädt. In  den Jahren 2011/2012 wurde der Platz durch neues Pflaster, neue Bepflanzung und Beleuchtung  sowie durch einen barrierefreien Ausbau der Haltestelle in Fahrtrichtung Innenstadt neu gestaltet.  Zusätzlich wurde zur Belebung des Platzes ein Bücherschrank eingerichtet und ein Wochenmarkt  etabliert. Bisher hat sich der gewünschte  Effekt einer Wiederbelebung durch die bisherigen Auf‐ wertungsmaßnahmen nicht eingestellt. Eine erneute Aufwertung ist deshalb zum jetzigen Zeit‐ punkt nicht vorgesehen. Künftiges Ziel sollte es jedoch weiterhin sein, die Mitte Alt‐Knielingens zu  stärken und zu beleben, so dass der Elsässer Platz wieder als ein Ort der Begegnung und Kommu‐     51  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept nikation von den Bewohnerinnen und Bewohnern wahrgenommen wird. Dies kann weitere städ‐ tebauliche, funktionale sowie grünplanerische Maßnahmen erfordern.   Erste Ideen aus der Arbeitsgruppe beziehen sich auf die Schaffung von Außenbewirtschaftungs‐ möglichkeiten der angrenzenden Geschäfte wie der Bäckerei oder der Eisdiele und einer besseren  Anbindung an den vorhandenen Radweg. Die genannten Vorschläge  sollen im Zuge der Sanierung  Alt‐Knielingen geprüft werden. Aufgrund solcher Funktionsverbesserungen können so zukünftige  Bedarfe für eine Neugestaltung des Elsässer Platzes besser beurteilt werden.  M.1.2 Umgestaltung der Rheinbrückenstraße  Die stark befahrene Rheinbrückenstraße mit parallel verlaufender Straßenbahn stellt sowohl eine  räumliche als auch funktionale Barriere zwischen Alt‐ und Neu‐Knielingen dar. Die Bewohnerinnen  und Bewohner nehmen das als starke Trennwirkung wahr und bemängeln die hohe Verkehrs‐ und  Lärmbelastung. Querungen sind nur an den Kreuzungen möglich und insbesondere  für Kinder auf  ihrem Schulweg problematisch. Dabei sollte vor allem der Aspekt der Sicherheit für die nicht mo‐ torisierten Verkehrsteilnehmenden im Vordergrund stehen. Detailplanungen zu Umgestaltungs‐  und Begrünungsmaßnahmen sollen im Rahmen der anstehenden Sanierung in Alt‐Knielingen  durchgeführt werden (siehe auch Punkte C.3.8, I.5, M.1.1, P.1, Q.3 und  S.1).   M.1.3 Aufwertung des Platzbereichs vor Knielinger Kirche  Die Knielinger Kirche stellt zusammen mit dem Gemeindezentrum, dem Alten Rathaus und der  ehemaligen Zoll‐ und Poststation ein historisch wertvolles Ensemble dar und prägt den Ortskern  von Alt‐Knielingen. Jedoch vermittelt der Platzbereich vor der Kirche durch Bau‐ und Gestal‐ tungsmängel einen negativen Eindruck. Aufgrund der städtebaulichen und funktionalen Qualitä‐ ten  bietet das Umfeld der Knielinger Kirche großes Potenzial zur Platzgestaltung, welche im Rah‐ men der Sanierung im Detail betrachtet werden soll.  M.1.4 Aufwertung und Gestaltung der Stadtteileingänge und des westlichen Stadteingangs  Stadteingänge sind wesentliche Imageträger einer Stadt. Sie haben eine zentrale Bedeutung für  die Außenwirkung und sollen ein ansprechendes und unverwechselbares Bild der Stadt vermit‐ teln. Zudem weisen sie eine Vernetzungs‐ sowie Orientierungsfunktion auf. Ein Stadteingang soll‐ te deshalb klar erkennbar und nachvollziehbar  sein. Durch eine städtebauliche Gestaltung und  Aufwertung der Stadteingänge (z. B. Begrünung, ansprechendes Erscheinungsbild, Integration von  Kunst, Markierungen) soll die Attraktivität der Stadt, aber auch des Stadtteils, weiter gesteigert  und Besucher willkommen geheißen werden.   M.2 FUSSGÄNGER‐ UND FAHRRADFREUNDLICH GESTALTETE STRASSENRÄUME IN ALT‐ KNIELINGEN  Die Straßen in Alt‐Knielingen sind eng und insbesondere die Gehwege zu schmal und nicht barrie‐ refrei. Das beidseitige Gehwegparken verstärkt die Problematik hauptsächlich für zu Fuß Gehende  zusätzlich. Als Lösung zur Verbesserung der Situation wird ein niveaugleicher Ausbau der Straßen  in Alt ‐Knielingen in Verbindung mit einer Temporeduzierung gesehen. Das nahezu gleichmäßige  Niveau der Verkehrsflächen würde die Querung der Straßenräume spürbar verbessern und gleich‐ zeitig den gestalterischen Eindruck eines größeren und von allen Verkehrsteilnehmenden gleich‐ ermaßen nutzbaren Bewegungsraums unterstreichen. Dabei müssen der Aspekt der Barrierefrei‐ heit für zu Fuß Gehende und Radfahrende  einerseits, aber auch die Verfügbarkeit ausreichender  Stellplatzflächen für den ruhenden Verkehr andererseits betrachtet werden.  Die Option verkehrsberuhigter Bereich (Schrittgeschwindigkeit) kann nur über kurze Abschnitte  bei einer maximalen Straßenlänge von 200 m erlassen werden und kommt in den meisten Straßen  in Alt‐Knielingen kaum in Betracht. Nur in Bereichen bei überwiegender Aufenthaltsfunktion  und  sehr geringem Verkehrsaufkommen, beispielsweise vor der Grundschule, wäre diese Variante der  Verkehrsberuhigung möglich.    52    Abbildung 13: Skizzenhafter Gestaltungsvorschlag für eine Straße in Alt‐Knielingen als Mischverkehrsfläche  Eine Prüfung und die Konzeptentwicklung soll im Rahmen des Sanierungsprogramms für Alt‐  Knielingen durchgeführt werden. Eine enge Verzahnung mit dem Konzept zum Gehwegparken  (siehe Maßnahme P.2) ist dabei vorgesehen.   M.3 AUFWERTUNG DES GASSENSYSTEMS IN ALT‐KNIELINGEN  Die kleinen historisch wertvollen Gassen von Alt‐Knielingen erinnern noch heute teilweise an das  ursprüngliche von Fischerei und Goldwäsche geprägte Dorf. Die Gestaltung sowie der Pflegezu‐ stand der kleinen Gassen, die größtenteils nur zu Fuß oder mit dem Rad genutzt werden, sind  jedoch verbesserungswürdig. Insbesondere  die Topografie ist für mobilitätseingeschränkte oder  ältere Personen ein Hindernis. Die Inszenierung des Gassensystems als attraktive Fuß‐ und Rad‐ wegeverbindungen kann durch Aufwertungsmaßnahmen gestärkt werden. Insbesondere im Hin‐ blick auf die Stadtgeist‐App und der Entwicklung eines Rundwegs, wäre eine nähere Betrachtung  dieser Wegeverbindungen sinnvoll.  Weiteres Vorgehen   Durchführung vorbereitender Untersuchungen in Alt‐Knielingen, um Beurteilungsgrundla‐ gen hinsichtlich der Notwendigkeit und Durchführbarkeit der Sanierung zu gewinnen   Beantragung von Städtebaufördermittel und Festlegung des Sanierungsgebiets   Detailplanungen und mögliche Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Sanierung      53  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept N SICHERUNG UND WEITERENTWICKLUNG DES WOHNSTANDORTS  Ausgangslage  Das Ziel der zukünftigen Stadtteilentwicklung in Knielingen ist  einerseits, die Wohnangebote für  die angestammte Bevölkerung sowie die sozialverträgliche Erneuerung und energetische Sanie‐ rung der Gebäudebestände ggf. im Rahmen eines städtebaulichen Erneuerungsprogramms zu  sichern. Andererseits geht es um die Ergänzung der Angebote durch eine gezielte Entwicklung  neuer Wohntypologien. Hier bieten die Flächenreserven  sowohl für Wohn‐ als auch für Gewerbe‐ nutzung auf der Gemarkung von Knielingen wichtige Potenziale im Stadtgebiet Karlsruhes.  Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ist ein wichtiges Ziel sowie zentrale Aufgabe des städti‐ schen Wohnungsunternehmens VOLKSWOHNUNG. Die kommunale Wohnungspolitik stellt einen   essentiellen Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge dar. Grundsätze, wie angemessene  Wohnungsversorgung aller  Bevölkerungsgruppen, sparsamer Flächenverbrauch, Forcierung der  Innenentwicklung, nachhaltige, klimagerechte Bauweise, sozialverträgliche Planung sowie hohe  städtebauliche und architektonische Qualität bilden dabei in Karlsruhe und damit auch in Knielin‐ gen die zukünftigen Herausforderungen. Dies bedeutet insbesondere, ein ausreichendes Angebot  an Wohnungen für alle Nachfragegruppen vorzuhalten und zwar in adäquater Menge, Qualität,  preislichem Niveau und  Vielfalt. Ohne neue Flächenausweisung wird diesem Anspruch in Karlsru‐ he jedoch kaum Rechnung getragen werden können. Auch die integrierte Bestandsentwicklung (in  Alt‐Knielingen ist die Nachverdichtung im Zuge der Bebauung in zweiter Reihe bereits im Gange)  erfährt einen hohen Stellenwert.   Entwicklungsziele   Erhaltung und fachgerechte Instandsetzung privater und öffentlicher Immobilien   Aufwertung des Ortskerns Alt‐Knielingen und Stärkung seiner städtebaulichen Funktion  unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes   Gestalterische Beratung sowie Gestaltrichtlinien für die private Modernisierung   Steigerung der Wohnumfeldqualität im Ortskern   Energetische Quartiers‐ und Gebäudesanierung   Bedarfsgerechte Optimierung der Flächennutzung    Berücksichtigung  vorhandener Potenziale und Zielkonflikte   Flächenrecycling statt Neuausweisung, verträgliche Nachverdichtung   Sicherung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung   Beim Neubau von Wohnanlagen und Wohngebieten eine Mischung der Einwohnerschaft  durch das Angebot verschiedener Wohnungsgrößen und ‐grundrisse anstreben  Maßnahmen und Projekte  N.1 MODERNISIERUNGS‐ UND INSTANDSETZUNGSMASSNAHMEN  Neben den Maßnahmen zur Um‐ und Neugestaltung der öffentlichen Verkehrs‐ und Freiflächen  bilden vor allem private Baumaßnahmen die Grundlage zur Aufwertung und zur Sicherung der  Identität des Ortskerns in Alt‐Knielingen. Nur durch entsprechende Modernisierungs‐ und In‐ standsetzungsmaßnahmen an der Bausubstanz kann langfristig die Wohnqualität in Alt‐Knielingen   gesichert werden. Dabei stehen vor allem denkmalgeschützte und ortsbildprägende Bestände in  Alt‐Knielingen mit erheblichem Modernisierungsbedarf im Fokus. Im Rahmen der vorbereitenden  Untersuchungen in Alt‐Knielingen sollen zum einen modernisierungsbedürftige Gebäude ermittelt  und zum anderen auch die Mitwirkungsbereitschaft der Gebäudeeigentümer im geplanten Sanie‐   54  rungsgebiet abgefragt werden. Darüber hinaus ist die Sozialverträglichkeit der geplanten Sanie‐ rungsmaßnahmen erforderlich.   N.2 ENERGETISCHE GEBÄUDESANIERUNG  Sowohl in Alt‐Knielingen als auch in Neu‐Knielingen besteht ein dringender Bedarf hinsichtlich der  energetischen Sanierung der Gebäudebestände für Baujahre vor 1980. Da in Neu‐Knielingen kein  Denkmalschutz vorliegt, ist eine Sanierung in der Durchführung weniger aufwendig als in Alt‐ Knielingen und kann durch eine energetische Gebäudesanierung (z.B.  KfW‐ Förderprogramm)  durchgeführt werden. Auch hier ist eine Sozialverträglichkeit der geplanten Maßnahme erforder‐ lich. Zur Erreichung der Klimaschutzziele leistet die energetische Gebäudesanierung einen wesent‐ lichen Beitrag. Hierzu sind weitere Informationen unter Punkt L.1 aufgeführt.  N.3 FLÄCHENPOTENZIALE ZUR NACHVERDICHTUNG (NEUBAUFLÄCHEN)  Wohnraum aber auch Gewerbeflächen werden aus gesamtstädtischer Perspektive dringend benö‐ tigt. Diese Bedarfe stehen der insgesamt geringen Verfügbarkeit von freien Flächen in Karlsruhe  gegenüber. Gleichzeitig ist dem Schutz und der Ausweisung von land‐ und forstwirtschaftlichen  Flächen sowie speziell geschützten Flächen (z.B. Naturschutzgebiete) Rechnung zu tragen. In  Knielingen  sind die Flächenpotenziale zur Nachverdichtung und geplante Flächen aus dem Flä‐ chennutzungsplan nachfolgend aufgelistet. Ziel sollte es sein, eine optimale Nutzung aller Flächen  im Sinne einer zukunftsfähigen Bodenpolitik anzustreben.  Neubaugebiet Am Sandberg 2: abgeschlossenes Bebauungsplanverfahren, derzeitige Vermark‐ tung des Areals durch die Volkswohnung.  Neubaugebiet Knielingen 2.0: abgeschlossenes Bebauungsplanverfahren, derzeitige  Vermarktung  noch weniger Grundstücke durch die Volkswohnung.  Ehemaliges Areal des TurnVereins Knielingen: mittel‐ bis langfristige Maßnahme, die Volkswoh‐ nung plant in diesem Bereich die Entwicklung eines Wohngebiets.  Neubaugebiet Maxauer Straße: mittel‐ bis langfristige Maßnahme, Entwicklung eines Wohnge‐ biets.  N.4 FLÄCHENPOTENZIALE FÜR BEREICHE IM UMBRUCH  Gemeinbedarfsfläche Egon‐Eiermann‐Allee: Änderung von Gemeinbedarfsfläche „Schule“ im  Rahmen des laufenden Bebauungsplan‐Änderungsverfahrens zu Gemeinbedarfsfläche „Schule  und Kita“.  Militärkirche 2.0: steht unter Denkmalschutz, muss neuer Nutzung zugeführt werden, evtl. Schaf‐ fung eines Kulturangebots, jedoch aufwendige Sanierungsmaßnahmen notwendig.  Freihaltetrasse für Nordumfahrung  Industrieflächen: als Jokerflächen.  Gewerbeflächen:  im Flächennutzungsplan ausgewiesen.  Weiteres Vorgehen   Durchführung vorbereitender Untersuchungen in Alt‐Knielingen und Erstellung eines  energetischen Quartierskonzepts (Alt‐ und Neu‐Knielingen)   Beantragung von Städtebaufördermittel   Bürgerinformation und Mitwirkung im Rahmen der Sanierung (nach erfolgreicher Auf‐ nahme in ein Förderprogramm)      55  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept O NAHVERSORGUNG  Ausgangslage  Knielingen weist laut der Auswertung der Lebensmittel‐Nahversorgung (LeNa‐Monitoring) ein  gutes und ausreichendes Nahversorgungsangebot auf. In Knielingen 2.0 hat sich das Einkaufszent‐ rum mit EDEKA‐Supermarkt, Apotheke, dm‐Drogeriemarkt, Bäckerei und weiteren kleinen Läden  als wichtigster Nahversorger für den Stadtteil etabliert. Weiterhin ist ein Penny‐Markt in der Her‐ weghstraße  angesiedelt. Für die nichtmotorisierte, meist ältere Bevölkerung, vorwiegend aus Alt‐ Knielingen, ist eine wohnortnahe Versorgung aufgrund fehlender fußläufiger Erreichbarkeit je‐ doch oft nicht gegeben. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind hier auf die Servicebereitschaft  der Supermärkte oder selbstorganisierte Projekte angewiesen, da sich eine privatwirtschaftliche  Alternative aufgrund der geringen Nachfrage als nicht  rentabel erweist. Langfristig gesehen sollen  bestehende Nahversorgungsangebote gesichert und weiterentwickelt werden.  Entwicklungsziele   Standortsicherung vorhandener Einzelhandels‐ und Dienstleistungsangebote    Unterstützung und Sicherung der Entwicklungsmöglichkeiten von Betrieben im Stadtteil   Gewährleistung der wohnortnahen Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger   Ausbau der Serviceangebote    Organisation von gegenseitigen Hilfeleistungen  Maßnahmen und Projekte  O.1 SICHERUNG DER NAHVERSORGUNG  Aufgrund des dicht bebauten Siedlungskerns von Alt‐Knielingen ist hier die Ansiedlung eines Le‐ bensmittelmarkts nicht möglich, da keine ausreichende Verkaufsfläche und nicht genügend Park‐ plätze vorhanden sind sowie die engen Straßenräume keine befriedigende Verkehrsabwicklung  ermöglichen. Das in Alt‐Knielingen entstandene Defizit der Nahversorgung wird durch den Wo ‐ chenmarkt auf dem Elsässer Platz zwar gemindert, jedoch wird dieser unterschiedlich stark fre‐ quentiert. Hier sollte der Appell an alle Knielingerinnen und Knielinger lauten, den Wochenmarkt  weiterhin zu unterstützen, um so dessen zukünftigen Bestand zu sichern. Nicht zuletzt soll durch  interessante Werbemaßnahmen und Sonderaktionen aufmerksam gemacht werden, um den Wo‐ chenmarkt immer wieder ins Gespräch zu bringen und Kunden anzuziehen. Der Bürgerverein ist  bereits aktiv und bemüht sich durch verschiedene Veranstaltungen (Glühweintrinken, Nikolaus‐ fest o.ä.), den Elsässer Platz zu beleben. Im Zuge der Eröffnung des EDEKA‐Marktes wurde eine  Buslinie von Alt‐Knielingen in die Grünhutstraße eingerichtet. Hier sollte nach Möglichkeit  über  eine Optimierung / Erweiterung der Buslinie nachgedacht werden.  Ergänzend können Projekte zur Unterstützung von Seniorinnen und Senioren sowie mobilitätsein‐ geschränkten Personen beispielweise durch die Organisation von Hol‐ und Bringdiensten oder  durch Einrichtung eines Lieferdienstes (Näheres siehe Punkt O.2) initiiert werden.   Die Unterstützung und Anwerbung kleinteiliger Betriebe kann durch die  Wirtschaftsförderung  nicht geleistet werden. Sie bietet jedoch Existenzgründungsberatungen für interessierte Gewer‐ betreibende an. Die Initiative muss aber aus dem Stadtteil kommen. Zusätzlich bietet die Wirt‐ schaftsförderung an, Leerstände von Ladengeschäften in eine interne Vermittlungsdatei aufzu‐ nehmen und ggf. Kontakte zu Interessenten herzustellen.  Der Betreiber des Penny Markts möchte langfristig seinen  Standort verlagern, um so eine größere  Verkaufsfläche (800 m² Verkaufsfläche und 500 m² Nebenräume) und eine angemessene Anzahl  an Parkplätzen (50 Parkplätze und Anlieferung mit Rampe) schaffen zu können. Dies wurde als  Ergebnis beim Wettbewerb Zukunftsstadt festgehalten.    56  O.2 BRINGSERVICE / EINRICHTUNG EINES LIEFERDIENSTES  In Knielingen gibt es derzeit keinen Lieferdienst vor Ort. Der REWE‐Online‐Supermarkt bietet je‐ doch einen Lieferservice an. Die Ware kann im Online‐Supermarkt bestellt und dann durch REWE  zugestellt werden. Dieses Angebot ist vielen Knielingerinnen und Knielingern bisher nicht bekannt  und sollte im Stadtteil  besser beworben werden. Über die Helferbörse können ebenfalls Liefer‐  und Einkaufsangebote bereitgestellt werden.   In der Regel bieten auch EDEKA‐Märkte einen Lieferservice an. Um die Bereitschaft zur Einrich‐ tung eines Lieferdienstes in Knielingen zu klären, ist die Kontaktaufnahme zum Marktbetreiber  notwendig.  O.3 ANLIEFERUNG UND KUNDENPARKPLÄTZE  Probleme bei der Anlieferung sowie fehlende Kundenparkplätze beschäftigen einige Betriebe in  Alt‐Knielingen. Die Ausweisung einer Ladezone bei Möbel Kiefer könnte in der Saarlandstraße  Abhilfe schaffen und die durch Anlieferung verursachten Verkehrsprobleme zumindest zum Teil  lösen. Gespräche mit der Stadt haben bereits stattgefunden. Eine Lösung soll im Zuge  des Kon‐ zepts zum Gehwegparken gefunden werden. Das Angebot weiterer Kundenparkplätze soll im  Rahmen der Sanierung in Alt‐Knielingen näher betrachtet werden.  Weiteres Vorgehen   Kontaktaufnahme zu EDEKA, um Bereitschaft zur Einrichtung eines Lieferdienstes abzuklä‐ ren   Klärung weiterer Unterstützungsangebote wie Hol‐ und Bringdienst (Verknüpfung mit Hel‐ ferbörs     57  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Übersichtsplan zum Handlungsfeld Städtebau und Stadtteilentwicklung        58  MOBILITÄT  P FUSSVERKEHR UND PARKEN  Ausgangslage  Insbesondere Kinder, Jugendliche und ältere Menschen legen einen Großteil ihrer Wege zu Fuß  zurück. Ob zur Schule, zum Einkaufen, für Erledigungen oder in ihrer Freizeit. Die Sicherheit dieser  nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmergruppen ist durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt.  Tempolimits werden nicht eingehalten, parkende Fahrzeuge in Einmündungsbereichen erschwe‐ ren das Sehen und gesehen werden. Querungen  an stark befahrenen Straßen sind nicht ausrei‐ chend sicher gestaltet. Das Fehlen visueller Querungshilfen wie Zebrastreifen oder Leiteinrichtun‐ gen verschärfen die Problematik. Nicht zuletzt sind die Gehwegbreiten und Straßenräume beson‐ ders in Alt‐Knielingen dem Bedarf der zu Fuß Gehenden nicht angemessen.   Aufgrund der Nähe zum Siemens Industriepark sind die  umliegenden Wohnstraßen (hauptsächlich  Saarlandstraße und Lassallestraße) von hohem Parkdruck bzw. Parksuchverkehr durch Beschäftig‐ te betroffen. Dadurch ist die Wohnqualität der Anwohnerinnen und Anwohner zusätzlich einge‐ schränkt.  Entwicklungsziele   Stadtteilbezogene Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans zum Thema Fußverkehr  und Parken   Förderung und Weiterentwicklung des Fußverkehrs   Qualitätsverbesserung des Wegenetzes und der nutzbaren Oberflächen   Bereitstellung verkehrstechnisch sicherer Wege für den Fußverkehr   Schaffung geeigneter und sicherer Querungsmöglichkeiten   Verbesserung / Berücksichtigung von Sichtfeldern   Rechtskonformes Parken   Durchgängig nutzbare, barrierefreie  Gehwege   Schaffung angemessener Parkraumangebote für Pendler, Kunden und Anwohner   Reduzierung des durch Pendler verursachten Parkdrucks  Maßnahmen und Projekte  P.1 SCHAFFUNG GEEIGNETER QUERUNGSMÖGLICHKEITEN  Konkret genannt wurden folgende Querungsstellen:  Übergang Eggensteiner Straße – Rheinbrückenstraße: problematische Gleisquerung auf der Ost‐ seite der Kreuzung insbesondere für Kinder, da an dieser Stelle ein bevorzugter Schulweg liegt.  Die Detailplanung soll im Rahmen der Umgestaltung der Rheinbrückenstraße stattfinden.  Querung Eggensteiner Straße – auf Höhe der Pionierstraße : schwierige Überquerung für Kinder.  Kreuzung Reinmuthstraße – Herweghstraße: Verbesserung der Querungsmöglichkeit der Rein‐ muthstraße mit den breiten Mittelinseln ohne Gehweg und Ausbesserung der vorhandenen Mar‐ kierungen.  Querung Sudetenstraße im Zuge der Tramverlängerung: Die Querung südlich des geplanten Krei‐ sels in der Sudetenstraße ist eine bevorzugte Schule‐Hort‐Wegeverbindung.  Querung  der Siemensallee entlang der Lassallestraße und Querung südliche Lassallestraße: Kin‐ der aus dem Gebiet zwischen Siemensallee, Sudetenstraße, Ludwig‐Dill‐Straße und dem Siemens‐     59  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept gelände nutzen diese Strecke als Verbindung zum Hort und Kita abseits der Sudetenstraße. Die  Schaffung einer geeigneten Querung in diesem Bereich könnte im Zuge der Tramverlängerung R.1  berücksichtigt werden.  P.2 KONZEPT ZUM GEHWEGPARKEN  Das Konzept zum Gehwegparken zur Einhaltung der bestehenden Rechtslage zur Straßenver‐ kehrsordnung (StVO) soll stadtweit umgesetzt werden. Demnach ist das Abstellen von Fahrzeugen  auf Gehwegen generell verboten, bisher jedoch in Karlsruhe geduldet. Dies soll zukünftig mit der  Umsetzung des Konzepts geahndet werden. Die Umsetzung in den einzelnen  Straßen in Knielin‐ gen erfolgt unter den Voraussetzungen des von der Verwaltung erarbeiteten vorliegenden Kon‐ zepts. Mit der Umsetzung muss die Situation beobachtet und bei Bedarf die Konzeption angepasst  werden.     Abbildung 14: Konzept zum Gehwegparken mit ersten Lösungsvorschlägen (Ausschnitt)  Lösungsansätze im Konzept sind:  Legalisieren des Gehwegparkens: In Straßenräumen mit ausreichender Gehwegbreite von 2,10 m  (verbleibende Rest‐Mindestbreite von 1,60 m) könnte durch entsprechende Markierung und Be‐ schilderung und nur bei hohem Parkdruck das Gehwegparken legalisiert werden.  Niveaugleicher Ausbau der Straßen: Eine Verbesserung der Situation kann sich durch die Gestal‐ tung  des Straßenraums als Mischfläche mit niveaugleichem Ausbau ohne separat ausgewiesene  Gehwege einstellen. Dies betrifft einige Straßen in Alt‐Knielingen, die durch einen barrierefreien  Ausbau und die Ausweisung als Verkehrsberuhigter Bereich bzw. durch Maßnahmen zur Tempo‐ reduzierung eine Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmenden gewährleisten (siehe auch  Maßnahme M.2 und M.3).  Aufgabe eines Gehwegs:  Durch die Aufgabe eines Gehwegs könnte dieser Bereich zum Parken  genutzt werden.    60  Einseitige Parkierung: Eine weitere Lösung bietet das einseitige Parken am Straßenrand im Fahr‐ bahnbereich. Eine wechselseitige Anordnung der Fahrzeuge kann dadurch zur Verkehrsberuhi‐ gung beitragen und ausreichende Durchfahrtsbreiten insbesondere für Einsatzfahrzeuge ermögli‐ chen.  Weitere Informationen und Lösungsansätze zum Thema Gehwegparken in Karlsruhe sind in einem  Infoblatt „Faires Parken“ zusammengestellt, das  den Bürgervereinen vorliegt und im Internet zur  Verfügung steht (http://www.karlsruhe.de/b3/verkehr.de).  P.3 REDUZIERUNG DES DURCH PENDLERVERKEHR VERURSACHTEN PARKDRUCKS  Um den durch die Siemensmitarbeiter verursachten Parkdruck zu reduzieren, könnte durch die  Ausweisung von Bewohnerparkzonen Abhilfe geschaffen werden. Dadurch werden die Mitarbei‐ terinnen und Mitarbeiter des Siemens Industrieparks zur Nutzung der Parkplätze auf dem Firmen‐ gelände veranlasst. Die Bereiche für ruhenden Verkehr in den  Straßen bleiben somit den Anwoh‐ nerinnen und Anwohnern vorbehalten. Aus Sicht des Stadtplanungsamts und des Ordnungsamts  ist die Grundlage zur Einrichtung von Bewohnerparkabschnitten nicht zielführend, da es zu Ver‐ drängungseffekten führt. Unabhängig davon müssten tagsüber 50 Prozent der Parkflächen der  Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Eine Möglichkeit zur Entschärfung der Situation wäre  die  stärkere Kontrolle des Wildparkens in Kurvenbereichen durch das Ordnungsamt oder die Kontakt‐ aufnahme mit Siemens, um konkrete Lösungen für die Beschäftigten zu finden.  P.4 GO KARLSRUHE  Die Optimierung der Fußgängermobilität mit aktiver Bürgerbeteiligung ist Gegenstand des neuen  Forschungsprojekts „GO Karlsruhe“ im Wettbewerb „Reallabor Stadt“, das vom Land Baden‐ Württemberg mit 1,17 Millionen Euro gefördert wird. Im Mittelpunkt stehen Zu Fuß Gehende, die  gemeinsam mit der Stadt und der Hochschule Karlsruhe, im Wegenetz der Stadt  Stellen und Be‐ reiche für Verbesserungsmaßnahmen identifizieren und Lösungsmöglichkeiten entwickeln. Bei  den ausgewählten Vorhaben handelt es sich um sogenannte Reallabore, in denen Wissenschaftler  zusammen mit Kommunen, der Wirtschaft und der Bürgerschaft Veränderungen in der Stadt an‐ stoßen, wissenschaftlich untersuchen und umsetzen. Zu Fuß Gehende werden an Gehwegen, Hal‐ testellen, Kreuzungen, Ampeln  und anderen Bereichen beteiligt: bei der Problemanalyse, bei der  Entscheidung der Umsetzung sowie bei der Bewertung. Die Beteiligung vor Ort erfolgt dabei über  digitale Medien im öffentlichen Raum (interaktive Displays, Smartphones). Seit dem 15. Juni 2016  ist als erste Stufe der digitalen Beteiligungsform die App GoKarlsruhe für Mobiltelefone mit And‐ roid‐Betriebssystem verfügbar. Mit dieser können Nutzer von Straßen und Wegen Kommentare,  Empfehlungen oder Mängel zu bestimmten Stellen oder Wegstrecken an das Reallabor‐Team  melden. Diese Rückmeldungen werden den weiteren Verlauf des Projekts maßgeblich mit beein‐ flussen.    Weiteres Vorgehen   Prüfung der genannten problematischen Querungsstellen und Umsetzung nach Möglich‐ keit   Nach Umsetzung des Konzepts zum Gehwegparken muss die Situation beobachtet und die  Konzeption bei Bedarf angepasst werden   Kontaktaufnahme zu Siemens, um Verbesserungsmöglichkeiten bezüglich Parken zu be‐ sprechen      61  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Q RADVERKEHR  Ausgangslage  Die Stadt Karlsruhe hat mit ihrer Lage in der Rheinebene, ihrem gemäßigten Klima und dem kom‐ pakten, gut erreichbaren Stadtkern ideale Voraussetzungen für einen hohen Anteil des Radver‐ kehrs am Gesamtverkehrsaufkommen (vgl. Stadt Karlsruhe „20‐Punkte‐Programm“, S. 2). Das  Fahrrad ist in Karlsruhe eine komfortable Alternative zum Auto. Der Anteil  der Wege, die von der  Bevölkerung Karlsruhes mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, steigt stetig an.   Der Ausbau des Radwegenetzes und der Fahrradinfrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil der  verkehrs‐ und umweltpolitischen Zielsetzungen. Zur Förderung des Radverkehrs wurden im Jahr  2005 das Konzept zum Ausbau des Radwegenetzes und das „20‐Punkte‐Programm“  vom Gemein‐ derat verabschiedet. Die Infrastruktur wird seitdem sukzessive ausgebaut. Das Gesamtradver‐ kehrsnetz der Stadt Karlsruhe sieht drei durchgehende Achsen für Knielingen vor, die auch weit‐ gehend umgesetzt sind. Einzelne Lückenschlüsse sind noch zu realisieren. Im Rahmen des Bürger‐ beteiligungsprozesses angeregte punktuelle Verbesserungen sollen nach Möglichkeit umgesetzt  werden.  Entwicklungsziele   Förderung des Radverkehrs (Umsetzung 20‐Punkte‐Programm)   Stadtteilbezogene Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans zum Thema Radverkehr   Bereitstellung verkehrstechnisch sicherer Wege für Radfahrerverkehr   Steigerung des Radverkehrsanteils und dadurch Stärkung des Umweltverbunds   Berücksichtigung der Sichtfelder   Bessere Anbindung an die Innenstadt   Einbindung in die Planungen der „Fahrradstadt Karlsruhe“  Maßnahmen und Projekte  Q.1 OPTIMIERUNG UND AUFWERTUNG DES RADVERKEHRSNETZES  Beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur werden aktuelle gesetzliche Vorgaben und neueste Er‐ kenntnisse zu Unfallgefahren berücksichtigt, um Karlsruher und damit auch Knielinger Straßen für  Radfahrende nicht nur besser zu erschließen, sondern auch sicherer zu gestalten.   Folgende Streckenabschnitte für Radverkehr mit Verbesserungspotenzial wurden genannt:  Rheinbrückenstraße Kreuzung Sudetenstraße:  Die zu eng gebaute Kurve oder die zu nahe Auf‐ stellung der Ampel führt zu Konflikten zwischen Lkw‐Verkehr und Radfahrenden. Hier sollte eine  entsprechende Prüfung der Schleppkurve erfolgen.  Einmündungen in die Egon‐Eiermann‐Allee: Die Hauptproblematiken in diesem Bereich sind das  Nichtbeachten der Vorfahrtregel „rechts vor links“ und zu  schnelles Tempo. Eine Verbesserung  der Konfliktsituationen mit dem Pkw‐Verkehr wird nach Möglichkeit im Rahmen der Tramerweite‐ rung und der Konzeption zum Knielinger Rundweg entsprechend berücksichtigt.  Verbindungen zwischen Tief‐ und Hochgestade: In diesem Bereich wird Verbesserungsbedarf im  Hinblick auf die Wahrnehmung der Wege, die Nutzbarmachung für Radfahrende und die Pflege   gesehen.   1. Zwischen Sandberg und Am Brurain: bisher nur als Fußweg angelegt und nach Abwägung  im Bebauungsplanverfahren zur Entwicklung des Neubaugebiets „Am Sandberg 2“ auch so  beibehalten (u.a. schwierige Topografie). Langfristig ist die Prüfung anderer Lösungen  nicht ausgeschlossen (Vorschläge: zukünftige Verbindung breiter als bisherige Treppe,    62  mögliche Nutzung auch mit Kinderwagen oder Rollator, Beleuchtung, Prüfung, ob die  Steigung reduziert werden kann z. B. durch Versatz nach Norden).  2. Zwischen Blindstraße und Eggensteiner Straße: Verbesserungsbedarf sowohl bei Trep‐ penanlage (beidseitiges Treppengeländer, Sichtbarmachung der Stufen mit einer Kanten‐ markierung, Beleuchtung des oberen Bereichs, regelmäßige Pflege) als auch beim  vorhan‐ denen Fuß‐ und Radweg (Verbreiterung des Wegs um 20 cm, Versetzung des Streugutbe‐ hälters zur Erleichterung des oberen Zugangs und zur besseren Einsehbarkeit, Erneuerung  des Wegs durch Egalisieren und Wegnehmen der Schräge, Wegräumen von Fallobst und  Laub, Streudienst).  Kurzheckweg / Weg entlang der Alb: In diesen Bereichen kam es  in der Vergangenheit vermehrt  zu Konflikten mit Radrennfahrenden. Es werden Verbesserungsmöglichkeiten wie beispielsweise  die Verbreiterung der Wege angeregt.   Frauenhäusleweg Richtung Neureut: Dieser Weg ist Bestandteil des Nebennetzes des Radwege‐ konzepts und wird sowohl als attraktive Radwegeverbindung zur Arbeitsstätte als auch in der  Freizeit gerne genutzt. Der Radweg ist für Pkw  durch Schranken gesperrt, jedoch wird er als Be‐ schäftigten‐Zufahrt zur Miro genutzt. Die Schranken wurden dadurch schon mehrfach beschädigt.  Es bestehen insbesondere in den engen Kurven erhebliche Gefährdungen der schwächeren Ver‐ kehrsteilnehmenden. Eine stabilere Konstruktion der Schranke könnte zur Minderung der Prob‐ lematik beitragen.  Anbindung an Sportpark Bruchwegäcker: Eindeutigere  und sicherere Wegeführung für Kinder  und Jugendliche zwischen Kreuzung Rheinbrückenstraße / Rheinbergstraße und Sportpark.  Freihalten von Trassen für den Radverkehr: Bestehende Radstreifen werden häufig rechtswidrig  zugeparkt (Nähe Siemens) oder als Kurzzeitparkplätze (Elsässer Platz) genutzt. Eine stärkere Kon‐ trolle durch das Ordnungsamt wird in diesem Zusammenhang als Entschärfung der Situation ge ‐ sehen.  Q.2 FERTIGSTELLUNG DES RADVERKEHRSNETZES GEMÄSS 20‐PUNKTE‐PROGRAMM  Das wichtigste Ziel im 20‐Punkte‐Programm ist die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmen‐ den im öffentlichen Verkehrsraum. Dabei gelten Toleranz und das Gebot der gegenseitigen Rück‐ sichtnahme. Bei allen Straßenumbaumaßnahmen, ob Umbau, Sanierung oder Neubau, sind die  Belange des Radverkehrs zu beachten. Die Aufnahme  in den Verkehrsentwicklungsplan bettet das  Programm in den verkehrlichen Gesamtkontext ein. Zugleich soll und kann es seinen besonderen  Wert als eigenständige Strategie beibehalten. Der Verkehrsentwicklungsplan beinhaltet die weite‐ re Umsetzung und die Weiterentwicklung des 20‐Punkte‐Programms. Dabei steht die Fertigstel‐ lung der noch zu realisierenden Maßnahmen aus dem 20‐Punkte ‐Programm im Vordergrund.  Q.3 VERBESSERUNG DER ANBINDUNG AN DIE INNENSTADT  Das oberste Ziel der Planung ist die Sicherstellung einer schnellen Verbindung von den Stadtteilen  in die Innenstadt. Verbesserungsvorschläge zu einzelnen Streckenabschnitten sollen geprüft und  nach Möglichkeit umgesetzt werden. Folgende Routen mit Handlungsbedarf wurden genannt:  Hauptroute Siemensallee – Moltkestraße: Aufgrund der Häufung von Unfällen auf  Teilabschnit‐ ten der Strecke in den letzten Jahren, ist oberstes Ziel der Planung die Verkehrssicherheit für alle  Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen. Stadteinwärts wird der Radverkehr im Mischverkehr auf der  Fahrbahn, Richtung Knielingen noch auf Gehwegniveau geführt. Die künftige Planung sieht vor,  den Radverkehr auf der Fahrbahn direkt im Sichtfeld motorisierter Verkehrsteilnehmender  auf  eigenen Radfahrstreifen zu führen. Aus der Bürgerschaft wird als Zwischenlösung die Nutzung des  breiten Gehwegs für Radverkehr angeregt, bis die Tramverlängerung realisiert ist.  Nebenroute Annweilerstraße – Egon‐Eiermann‐Allee – Eggensteiner Straße: Hier muss eine  weitgreifende Lösung unter Berücksichtigung des angrenzenden Straßennetzes gefunden werden.      63  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Rheinbrückenstraße: Im Zuge der Umgestaltung der Rheinbrückenstraße sollte eine durchgehen‐ de Radwegeverbindung entlang der Rheinbrückenstraße bis in die Innenstadt bzw. zum Sportpark  Bruchwegäcker und weiter nach Wörth realisiert werden.  Hardtstraße (Bereich Mühlburg): Die fehlende Markierung der Radwegeverbindung in diesem  Bereich ist für einige Radfahrende irritierend. Damit wird jedoch das Ziel  der Entscheidungsfrei‐ heit der Radfahrenden verfolgt, entweder die Fahrbahn oder den Gehweg zu benutzen. Im Detail  soll geprüft werden, wie die Situation in Teilabschnitten durch Absenkungen, Beschilderung o.ä.  deutlicher gemacht werden kann.  Q.4 WEITERENTWICKLUNG FAHRRADVERLEIHSYSTEM   (Maßnahme VEP)  Ein weiterer Bedarf an Leihfahrrädern muss zuerst im Stadtteil geprüft werden. Danach können  eine Ausweitung von Flexi‐Stationen im Stadtteil sowie eine Unterstützung des Verleihangebots  durch Pedelecs als elektromobile Angebote umgesetzt werden, falls sich bereits laufende Versu‐ che in Karlsruhe als erfolgreich erweisen. Gerade Neubürgerinnen und Neubürger könnten durch  kostenlose Tests  von Pedelecs frühzeitig für die Nutzung des Umweltverbunds gewonnen werden.  Offensive Werbung, die Bereitstellung von Informationen und Schnupperangebote sollen zur Be‐ wusstseinsbildung beitragen und den Umweltverbund auch im Sinne des Klimaschutzes weiter  stärken.   Q.5 AUSBAU VON BIKE+RIDE‐ANLAGEN   (Maßnahme VEP)  Bike+Ride‐Anlagen sind ein wichtiger Baustein des angestrebten nachhaltigen Verkehrssystems.  Beim Umbau oder Neubau von Haltestellen wird Bike+Ride grundsätzlich berücksichtigt. Generell  sollte die Nachfrage in Knielingen überprüft werden. Am Elsässer Platz wurde bereits eine Bi‐ ke+Ride‐Anlage im Zuge des Umbaus der Straßenbahnhaltestelle errichtet. Eine weitere ist an der  Endhaltestelle bei  der Tramerweiterung der Linie 2 geplant.  Q.6 MARKETING UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT   (Maßnahme VEP)  Das Ziel von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit ist hauptsächlich, zu vermehrter Nutzung um‐ weltfreundlicher Verkehrsmittel zu motivieren. Zudem sollte eine stärkere Vermarktung und Ver‐ netzung der Angebote auch auf Stadtteilebene angestrebt werden.   Weiteres Vorgehen   Prüfung / Untersuchung der genannten Streckenabschnitte für Radverkehr und Umset‐ zung nach Möglichkeit   Prüfung des Bedarfs an Leihfahrrädern / Pedelecs   Prüfung der Nachfrage nach  Bike+Ride‐Anlagen   Vermarktung umweltfreundlicher Mobilitätsangebote im Stadtteil    64  R ÖFFENTLICHER VERKEHR  Ausgangslage  Die Gewährleistung der Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen im öffentlichen Ver‐ kehr ist wesentliches Ziel einer zukunftsfähigen und umweltverträglichen Mobilität. Insgesamt  verfügt Knielingen über eine gute ÖPNV‐Anbindung durch die Straßenbahn und den Busverkehr in  die Innenstadt sowie überörtlich durch die Regionalbahn. Ein Anbindungsdefizit besteht derzeit in  Knielingen 2.0 an den  schienengebundenen Verkehr. Hier wird der öffentliche Verkehr ausschließ‐ lich über den Linienbusverkehr abgedeckt. Auch die Haltestellen und deren Zuwegung sind noch  nicht durchgehend im gesamten Stadtteil barrierefrei ausgebaut.  Als Rahmen für die Entwicklung und Verbesserung des ÖPNV in Karlsruhe dient der gesetzlich  festgelegte Nahverkehrsplan 2014. Er konkretisiert die im Verkehrsentwicklungsplan  vorgeschla‐ genen Maßnahmen.   Entwicklungsziele   Stadtteilbezogene Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans im Bereich öffentlicher  Verkehr   Förderung des Umweltverbunds    Umweltverträglicher Stadtverkehr der Zukunft   Lückenschluss im Erschließungsstandard im gesamten Stadtteil   Weiterentwicklung und Ausbau des ÖPNV‐Liniennetzes und der Verbindungen   Gewährleistung der Barrierefreiheit, Verbesserung der Zugänglichkeit   Umlenkung der Pendler auf öffentliche Verkehrsmittel  Maßnahmen und Projekte  R.1 VERLÄNGERUNG DER TRAMSTRECKE LINIE 2   (Maßnahme VEP)  Um eine direkte Anbindung an die Innenstadt zu gewährleisten, ist eine Verlängerung der Tramli‐ nie 2 bis in die Egon‐Eiermann‐Alle im Neubaugebiet Knielingen 2.0 geplant. Dadurch wird auch  ein einheitlicher Erschließungsstandard von 400 Metern  im nahezu gesamten Stadtteil Knielingen  erreicht. Die neue 1,5 Kilometer  lange Strecke mit großer  Wendeschleife am Endhaltepunkt  „Knielingen‐Nord“ wird zweigleisig als besonderer Bahnkörper im eigenen Rasenbett fertigge‐ stellt. Es entstehen vier neue, nach Barrierefrei‐Standards errichtete, Haltestellen. Der Baubeginn  ist für das Jahr 2017 vorgesehen.   R.2 VERLÄNGERUNG DER BUSLINIE 75   (Maßnahme VEP)  Die Anpassung des Angebots im Busverkehr soll dem Lückenschluss im schienengebundenen Ver‐ kehr dienen und die Versorgung in der Fläche gewährleisten, wo ein wirtschaftlicher Betrieb des  Schienenverkehrs nicht möglich ist. Die Linie 75 soll zukünftig das geplante Gewerbegebiet  Knielingen West bis zur Raffinerie erschließen. Optional wäre auch die Einrichtung eines  unab‐ hängigen Shuttle‐Services möglich. Eine Beteiligung des Liegenschaftsamts ist bei der Planung  notwendig, wenn landwirtschaftliche Flächen tangiert sind.         65  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept R.3 BARRIEREFREIER AUSBAU DER HALTESTELLEN   (Maßnahme VEP)  Der barrierefreie Umbau und Neubau von Haltestellen ist eines der wichtigsten Themen, wenn es  um die Schaffung einer barrierefreien Mobilität im öffentlichen Verkehr geht. Auch der Stadtteil  Knielingen befindet sich gerade in einem Umbauprozess. Laut dem Verkehrsentwicklungsplan  sollen alle Haltestellen im Stadtgebiet nach und nach barrierefrei ausgebaut werden. Planungs‐ maßnahmen  können sein: Verbesserung der Haltestellenausstattung, Fahrgastunterstände, nie‐ derflurgerechter Haltestellenausbau, Beleuchtung, Fahrplan‐ und Tarifinformation, dynamische  Anzeigen usw. Neben der reinen Haltestellengestaltung, sollten zunehmend auch die Warteflä‐ chen und Zuwege zu den Haltestellen verbessert werden und somit die Haltestellen und das Um‐ feld als Gesamtheit barrierefrei gestaltet sein.  R.4 1‐ZONEN‐TARIF FÜR BERUFSPENDLER – ANSCHLUSSSTELLE WÖRTH  Das Problem besteht darin, dass Berufspendelnde aus Rheinland‐Pfalz aufgrund der hohen Preise  öffentliche Verkehrsmittel meiden und mit dem Auto bis nach Knielingen fahren, obwohl ein aus‐ reichendes  Angebot an Park+Ride‐Anlagen an der Anschlussstelle Wörth am Rhein vorhanden ist.  Ein wichtiges  Ziel für den Ausbau des Umweltverbunds und zur Lösung der hohen Belastung  Knielingens durch Pendlerverkehr ist es, mit geeigneten Angeboten diese Nutzergruppe anzuspre‐ chen und für einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu motivieren. Eine Möglichkeit wäre  nach Einschätzung der Bürgerinnen und Bürger 1‐Zonen‐Tarife für Berufspendler anzubieten. Da‐ zu ist  die Kontaktaufnahme zum KVV notwendig.  Weiteres Vorgehen   Bau der Trasse Tramlinie 2, sobald die Finanzierung steht   Barrierefreier Ausbau aller Haltestellen im Stadtteil   Prüfung einer Tarifänderung durch KVV      66  S MOTORISIERTER INDIVIDUALVERKEHR  Ausgangslage  Knielingen ist durch die Lage im Westen Karlsruhes in unmittelbarer Nähe zu Rheinland‐Pfalz ge‐ prägt. Die B 10 (Südtangente) mit der Rheinbrücke Maxau stellt eine äußerst wichtige Verbindung  über den Rhein dar und ist entsprechend stark befahren. Die Nähe zur Raffinerie und zum Hafen  verstärkt den hohen Verkehrsdruck auf die  Südtangente, ebenso der Siemens Industriepark in  Knielingen. Die verkehrsgünstige Lage bringt erhebliche Belastungen für die Bewohnerinnen und  Bewohner mit sich, da einerseits erhebliche Emissionen von den überörtlichen Straßen und Schie‐ nenwegen ausgehen und andererseits die Hauptverkehrswege (Rheinbrückenstraße und Sudeten‐ straße) im Stadtteil als Zubringer‐ und Ausweichstrecken sehr stark befahren sind.  Entwicklungsziele   Stadtteilbezogen Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans   Förderung des Umweltverbunds    Verkehrsreduzierung zugunsten der Wohnqualität   Reduzierung des durch Pendler verursachten Parkdrucks zugunsten umweltfreundlicher  Verkehrsmittel   Entlastung des Stadtteils durch Verlagerung der Verkehrsströme   Minimierung der Lärm‐ und Schadstoffbelastung  Maßnahmen und Projekte  S.1 STADTVERTRÄGLICHE UMGESTALTUNG DER RHEINBRÜCKENSTRASSE   (Maßnahme VEP)  Die stadtverträgliche Umgestaltung soll unter Beachtung betrieblicher Belange die Dämpfung der  Geschwindigkeiten des Kfz‐Verkehrs sowie eine Erhöhung der Sicherheit und des Komforts der  nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmenden zum Ziel haben. Hierzu ist zum Beispiel in Teilab‐ schnitten die Anlage von Mittelinseln denkbar. In weiteren Teilabschnitten ist auch eine Verbrei‐ terung der  Anlagen für den Radverkehr und den Fußverkehr auf Kosten der Breite der Fahrstrei‐ fen für den motorisierten Individualverkehr vorstellbar. Zusätzlich sollen Überlegungen zur Ver‐ stetigung des Verkehrsflusses (z.B. Grüne Welle) angestellt werden. Die Rheinbrückenstraße im  Abschnitt von der Eggensteiner Straße bis zur Sudetenstraße bietet sich in diesem Zusammenhang  für eine nähere  Untersuchung an. Für den Fall der Realisierung der zweiten Rheinbrücke und des  Anschlusses an die B 36 ist mit spürbaren Entlastungen für die Rheinbrückenstraße und Knielingen  zu rechnen, was förderlich für die Umgestaltung ist. Eine stadtverträgliche Umgestaltung der  Rheinbrückenstraße unter Beachtung betrieblicher Belange ist aber auch unabhängig von der  Verkehrsentlastung  durch die Realisierung von Umgehungsstraßen ohne Verringerung der Leis‐ tungsfähigkeit machbar. Allerdings erscheint dies finanziell nur unter Einbeziehung von Städte‐ baufördermitteln realistisch. Detailplanungen und weitere Überlegungen sind daher im Rahmen  des Sanierungsprogramms für Alt‐Knielingen zu entwickeln.   S.2 WEITERENTWICKLUNG CARSHARING   (Maßnahme VEP)  Carsharing ist eine wichtige Ergänzung des städtischen Mobilitätsangebots. Stadtmobil bietet in  Knielingen bisher acht Fahrzeugen an drei Stationen (Pionierstraße, Sudetenstraße und Rhein‐ bergstraße) an. Das bestehende Carsharing‐Angebot sollte auch im Sinne des Klimaschutzes im  Stadtteil gestärkt und ausgeweitet werden. Dazu sollte der Bedarf weiterer Stationen in Knielin‐     67  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept gen geprüft werden, da der Ausbau von der Teilnehmerentwicklung abhängig ist. Diese Maßnah‐ me kann sich auch als Impuls positiv auf den Umweltverbund auswirken.   S.3 BUNDESMASSNAHME ZWEITE RHEINBRÜCKE MIT ANSCHLUSS AN DIE B 36   Die Baurechtschaffung für die zweite Rheinbrücke mit Anschluss an die B 36 wird nicht allein von  der Stadt Karlsruhe beeinflusst. Als Maßnahme des Bundes liegt die Planungshoheit ebenfalls  beim Bund. Die Maßnahme zweite Rheinbrücke mit Anschluss an die B 36 wurde  als vordringlicher  Bedarf in den Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen. Da es sich  bei dieser Bundesmaßnahme um ein hochpolitisches Thema handelt, kann im Rahmen des Stadt‐ teilentwicklungskonzepts keine Lösung gefunden werden.  S.4 PRÜFUNG ALTERNATIVER VERKEHRSFÜHRUNGEN  Der Bürgerverein hat gemeinsam mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern Lösungsansätze für  die Verkehrsproblematik, von der Knielingen in hohem Maße betroffen ist, erarbeitet. Es handelt  sich dabei um erste Ideen ohne fachliche Bewertung, die es auf Realisierbarkeit noch zu prüfen  gilt. Dabei ist das maßgebliche Ziel, eine umfassende  Lösung zu finden, mit der alle Bewohnerin‐ nen und Bewohner leben können.   Folgende Ansätze wurden in den Arbeitsgruppensitzungen diskutiert und sind weiter zu prüfen:  S.4.1 Variante Nordumfahrung (ohne zusätzliche Rheinbrücke)  Diese Option der Nordumfahrung schließt den Neubau einer zweiten Rheinbrücke aus. Der Ver‐ kehr soll über die bestehende Rheinbrücke bzw. eine Ersatzbrücke abgewickelt werden. Dabei soll  die Umfahrung über die Raffineriestraße so dicht wie möglich entlang der Ölraffinerie verlaufen.  Somit wird, anders als bei der  geplanten Möglichkeit der Nordumfahrung des Bundes, in einem  geringen Maße in die Natur und Landschaft eingegriffen.     Abbildung 15: Vorschlag einer Nordumfahrung ohne zweite Rheinbrücke     68  S.4.2 Variante Südumgehung Knielingen  In der Arbeitsgruppe „Verkehr und Mobilität“ wurde auch die Möglichkeit einer Südumfahrung  diskutiert. Diese soll auf der Achse der vorhandenen Gleistrasse entlang des Siemensgeländes  führen in Verbindung mit der gleichzeitigen Sperrung der nördlichen Sudetenstraße zur B 36. Dazu  müsste die Mitnutzung der Straße durch die Bahngleise gewährleistet  werden. Diese Variante ist  jedoch mit zahlreichen technischen und rechtlichen Hürden verbunden. Die Bahntrasse ist offiziell  eine Strecke der Deutschen Bahn und wird auch weiterhin benötigt. Nach Aussage der Stadtver‐ waltung ist eine Mitbenutzung der Gleise durch Fahrzeuge, wie dies bei Straßenbahngleisen teil‐ weise praktiziert wird, rechtlich schwierig, ebenso die Umwidmung  der Strecke. Die Breite der  Trasse würde außerdem maximal zwei Fahrstreifen erlauben, jedoch nicht den erforderlichen  Raum für Abbiegestreifen und Knotenpunkte. Die Kappung der nördlichen Sudetenstraße könnte  außerdem auch zu einer Verlagerung von Verkehr zu Lasten der Annweiler Straße führen. Trotz  dieser ersten erkennbaren Hemmnisse, soll die Variante weiter geprüft  und eine entsprechende  Simulation (u.a. der sich verändernden Verkehrsströme) dieses Modells in Auftrag gegeben wer‐ den.    Abbildung 16: Vorschlag einer Südumgehung  Weiteres Vorgehen   Umgestaltung der Rheinbrückenstraße unter Beachtung betrieblicher Belan‐ ge/Detailplanungen im Rahmen der Sanierung in Alt‐Knielingen   Prüfung des Bedarfs weiterer Carsharing‐Angebote   Weitere Überlegungen und Prüfung alternativer Verkehrsführungen (Nordumfahrung und  Südumgehung) unabhängig vom aktuellen Stand beim Thema „zweite Rheinbrücke mit  Anschluss an die B 36“   Simulation Südumfahrung         69  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept T LÄRMMINDERUNG  Ausgangslage  Lärm schadet der Gesundheit, führt zur Beeinträchtigung des eigenen Wohlbefindens und beein‐ flusst den Wert von Immobilien. Die öffentliche Hand steht in der Pflicht, im Sinne einer nachhal‐ tigen Gesundheitsvorsorge geeignete Maßnahmen gegen dauerhafte Lärmbelastungen in allen  schutzwürdigen Gebieten zu ergreifen. Auch in Knielingen steht die Lärmbelastung bei der Bevöl‐ kerung  als unzumutbare Situation im Fokus. Als Hauptlärmquellen werden der Straßen‐ und  Schienenverkehr genannt. Gewerbe‐ und Industrielärm sowie Nachbarschafts‐ und Freizeitlärm  spielen im Stadtteil eine eher untergeordnete Rolle.  Zur Umsetzung der EU‐Umgebungslärmrichtlinie hat die Stadt Karlsruhe einen Lärmaktionsplan  (LAP) mit Maßnahmen zur Lärmminderung erstellt. Momentan befindet sich der LAP in  seiner  ersten Fortschreibung. Dabei werden nur noch Maßnahmen aufgeführt, die in den nächsten fünf  Jahren umgesetzt werden sollen. Längerfristig vorgesehene Maßnahmen werden bei der nächsten  Fortschreibung (Aktualisierung alle fünf Jahre) des LAP erneut geprüft. Aufgrund gesetzlicher  Rahmenbedingungen wurden Straßen‐ und Schienenlärm bisher getrennt betrachtet, jedoch ste‐ hen im Verkehrsministerium Baden‐Württemberg  Überlegungen an, beide Lärmquellen zukünftig  zusammenzufassen. So wäre eventuell eine Aufnahme des Schienenverkehrs als Lärmquelle in der  nächsten Fortschreibung des LAP möglich.   Die Maßnahmenvorschläge im LAP beziehen sich jeweils auf die prioritär zu behandelnden „Hot‐ Spots“ (Bereiche mit einem Schallpegel von mehr als 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts)  und die  nachrangigeren „Verbesserungsbedürftigen Situationen“ (Schallpegel zwischen 55 dB(A) und 60  dB(A) nachts). Für Knielingen wurden einige Bereiche als verbesserungswürdige Situationen ein‐ gestuft und im LAP geeignete Maßnahmen zur Lärmreduzierung vorgeschlagen.  Entwicklungsziele   Umsetzung der Maßnahmen gemäß den Vorgaben des Lärmaktionsplans Karlsruhe   Minderung der Lärmbelastung in schutzwürdigen Gebieten   Lärmschutzmaßnahmen als Gesundheitsvorsorge   Verbesserung des Lärmschutzes an der Südtangente zugunsten angrenzender Wohnge‐ biete   Reduzierung des Verkehrslärms in der Rheinbrückenstraße und Sudetenstraße   Aufnahme des Schienenverkehrs als Lärmquelle in der nächsten Fortschreibung  des  Lärmaktionsplans  Maßnahmen und Projekte  T.1 UMSETZUNG DER MASSNAHMEN AUS DEM LÄRMAKTIONSPLAN  Lärmarmer Fahrbahnbelag auf der Südtangente zwischen Mühlburg und Knielingen in beiden  Richtungen: Durch den Einbau lärmarmer Fahrbahnbeläge können Pegelminderungen erreicht  werden. Diese Maßnahme ist bei Belagserneuerung auf der Südtangente zwischen Mühlburg und  Knielingen in nördliche Fahrtrichtung (Richtung Rheinland‐Pfalz) für das Jahr 2016 geplant.  Dadurch kann eine Lärmminderung von 4 dB(A) erzielt werden. Das würde einer subjektiv wahr‐ genommenen Halbierung des Verkehrsaufkommens entsprechen. Die Zuständigkeit dieser Maß‐ nahme liegt beim Regierungspräsidium Karlsruhe.  Schließung der Schalllücke entlang der Südtangente zwischen Kleingartenanlage Litzelau und  Bahndamm Richtung Mühlburger Bahnhof: Die Schallemissionen der Südtangente erreichen    70  teilweise unabgeschirmt die Maxauer Straße. Damit besteht in diesem Bereich laut LAP eine ver‐ besserungswürdige Situation, die als mittelfristige Maßnahme zur Lärmminderung beitragen soll.  Errichtung von stationären Geschwindigkeitsanzeigetafeln: Eine Aufstellung wäre in der Sude‐ tenstraße zwischen Ortsschild und Höhe Annweiler Straße möglich. Autofahrer sollen gezielt ver‐ anlasst werden ihre Geschwindigkeit  zu drosseln, dies wirkt sich positiv auf die Lärmsituation aus.  Die Errichtung einer stationären Geschwindigkeitsanzeigetafel kann unter Vorbehalt der Ergebnis‐ se aus der Projektstudie zur Wirksamkeit dieser Maßnahme realisiert werden. Die vorgesehenen  Straßen für die Errichtung von Geschwindigkeitsanzeigetafeln im Stadtgebiet müssen noch festge‐ legt werden.  Querungshilfe mit Fahrbahneinengung auf der  Sudetenstraße Höhe Ludwig‐Dill‐Straße  Einrichtung eines Tempolimits auf 30 km/h in der Sudetenstraße zwischen Annweiler Straße  und Östlicher Rheinbrückenstraße im Zuge der Verlängerung des Straßenbahngleises. Dies trägt  ebenfalls zu einer spürbaren Pegelminderung bis zu 4 dB(A) bei.  T.2 BEREITS UMGESETZTE LÄRMSCHUTZMASSNAHMEN  In der Vergangenheit wurden bereits aktive Schallschutzmaßnahmen im Siedlungsbereich Knielin‐ gen realisiert. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurden zusätzlich Geschwindigkeitsanpassun‐ gen außerhalb der Lärmaktionsplanung umgesetzt, die ebenfalls zu Lärmminderungen in beson‐ ders betroffenen Bereichen beitragen.  Weiteres Vorgehen   Nach Möglichkeit und Prüfung Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem LAP   Eventuell  Aufnahme des Schienenverkehrs in die nächste Fortschreibung, dadurch erge‐ ben sich unter Umständen weitere Maßnahmen für Knielingen        71  KNIELINGEN 2030|Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Übersichtsplan zum Handlungsfeld Mobilität          72  4 ANLAGEN  MASSNAHMENPLÄNE  Plan 01 I Sozialer Zusammenhalt und Bildung  Plan 02 I Kultur  Plan 03 I Sport, Freizeit und Gesundheit  Detail I.5 I Knielinger Rundweg  Plan 04 I Umwelt, Klimaschutz und Stadtgrün  Plan 05 I Städtebau und Stadtteilentwicklung  Plan 06 I Mobilität  MASSNAHMENKATALOG IN TABELLENFORM  Alb Alb Friedhof Kleingärten Pferderennbahn Sportpark Bruchwegäcker B 10 Südtangente Fischreiherstraße Jakob-Dörr-Straße Herweghstraße Kammerlachweg Neufeldstraße Heckerstraße Rheinbergstraße Landeckstraße Frauenhäusleweg Kirchbühlstraße Saarlandstraße Litzelaustraße Heckerstraße Saarlandstraße Pfalzbahnstraße Östliche Rheinbrückenstraße Albhäusleweg Frauenhäusleweg Neufeldstraße Ferdinand-Keller-Straße Reinmuthstraße Carl-Schäfer-Straße Curjel-und-Moser-Straße Grünhutstraße Jakob-Dörr-Straße Untere Straße Saarlandstraße Saarlandstraße Rheinbrückenstraße Carl-Schurz-Straße Lassallestraße Neufeldstraße Lönsstraße Eggensteiner Straße Pionierstraße Blenkerstraße Keßlaustraße Carl-Schurz-Straße Annweilerstraße Ludwig-Dill-Straße Albhäusleweg Zur Allmend Bruchweg Untere Straße Lothringer Straße Herweghstraße Östliche Rheinbrückenstraße Stiller Winkel Am Sandberg Hermann-Köhl-Straße Struvestraße Struvestraße Egon-Eiermann-Allee Bruchweg Ferdinand-Keller-Straße G.-Braun-Straße Otto-Bartning-Straße Östliche Rheinbrückenstraße Am Brurain Rheinbergstraße Saarlandstraße Saarlandstraße Heckerstraße Rheinbrückenstraße Lassallestraße Wilhelm-Trübner-Weg Eggensteiner Straße Am Sandberg Rheinbrückenstraße Eichheckle Keßlaustraße Zur Allmend Frauenhäusleweg Dreikönigstraße Im Bipples Rheinbrückenstraße Rheinbrückenstraße Sudetenstraße Siemensallee Eggensteiner Straße Schultheißenstraße Reinmuthstraße Blindstraße Trifelsstraße Langbühl Carl-Schurz-Straße Keßlaustraße Max-Dortu-Straße Annweilerstraße Ferdinand-Keller-Straße Albhäusleweg Rheinbrückenstraße Goldwäschergasse Besoldgasse Frauenhäusleweg Neufeldstraße Rheinbrückenstraße Sudetenstraße Dreikönigstraße Östliche Rheinbrückenstraße Pionierstraße Herweghstraße Blindstraße Otto-Bartning-Straße Otto-Bartning-Straße Siemensallee G.-Braun-Straße Gustav-Schönleber-Straße Rheinbergstraße Besoldgasse Elsässer Straße Lauterburger Straße Kurzheckweg Saarlandstraße Bruchweg Elsternweg Schulstraße Bernhard-Metz-Straße Hermann-Köhl-Straße Hermann-Vollmer-Straße Max-Laeuger-Straße Keßlaustraße Egon-Eiermann-Allee Itzsteinstraße Eggensteiner Straße Litzelaustraße Litzelaustraße Östliche Rheinbrückenstraße Julius-Bergmann-Straße Jakob-Dörr-Straße Retzlachweg Westl.Rheinbrückenstraße Rheinbergstraße Eggensteiner Straße Struvestraße Kolbengärten Schulstraße Schulstraße Gustav-Heinkel-Straße Sudetenstraße Ernst-Würtenberger-Straße Festplatz Richtung Weststadt C.3 D.1 D.1 C.1 C.3 E.3 C.3 C.1 B.1 B.2 E.3 C.2 G.2 D.1 D.2 C.1 C.3 C.3 C.3 C.2 D.1 C.3 Aufbau eines Bürgerzentrums Aufwertung Affenkäfig Aufwertungsmaßnahmen und Angebotsergänzung Entwicklung als Ganztagsgrundschule Einrichtung Schülerhort Stärkung des Jugendangebots Aufwertung bei Entwicklung des Wohngebiets Litzelaustraße Holzbierebuckel Neugestaltung als Grünfläche Neugestaltung Spielplatz Kolbengärten Entwicklung der Gemeinbedarfsflächen Erweiterung Kita Heilig Kreuz Angebote für Kinder und Jugendliche SOZIALER ZUSAMMENHALT UND BILDUNG Aufbau einer Helferbörse / Tauschbörse * Koordination und Bekanntmachung der Angebote unter einer "Dachmarke" * Bürgerzentrum im Zusammenschluss mit dem evangelischen Gemeindezentrum Aufbau und Organisation Schaffung von Freitreffpunkten für Jugendliche C.1.1Freitreffpunkt auf dem Spielplatz Eggensteiner Straße C.1.2Freitreffpunkt Versickerungsmulde beim Spielplatz Knielingen 2.0 C.1.3Aufwertung des Bolzplatzes "Affenkäfig" C.1.4Standortsuche für Graffiti-Freewall Kinder- und Jugendtreff Ausbau und qualitative Verbesserung von Kinderspielplätzen C.3.1Spielplatz Eggensteiner Straße C.3.2Spielplatz Carl-Schäfer-Straße Knielingen 2.0 C.3.3Spielplatz Litzelau C.3.4Spielplatz Ferdinand-Keller-Straße beim "Affenkäfig" C.3.5Spielplatz Kolbengärten ("Rote Erde") C.3.6Holzbierebuckel C.3.7Spielweg Saarlandstraße im Grünzug Rheinbrückenstraße C.3.8Nutzung der Schulhöfe als Spiel- und Bewegungsräume Maßnahmen AGENERATIONSÜBERGREIFENDE UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE BBÜRGERZENTRUM - EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DES MITEINANDERS CKINDER- UND JUGENDFREUNDLICHER STADTTEIL DBILDUNGSPLANUNG UND BETREUUNG Ausbau, Vernetzung und Qualifizierung von Betreuungsangeboten D.1.1Kindertageseinrichtung Heilig Kreuz D.1.2Gemeinbedarfsflächen "Egon-Eiermann-Alle" Knielingen 2.0 und "Am Brurain" D.1.3Provisorium für Kindertagesstätte und Schülerhort * D.1.4Grundschule Knielingen D.1.5Waldkindergarten beim Hofgut Maxau Errichtung einer Ganztagsgrundschule Ausbau und Vernetzung weiterer Unterstützungsangebote * ESENIORENGERECHTE ANGEBOTE Ausbau des Angebots an Pflegeheimplätzen * Barrierefreie Wohnformen * Außensprechstunde des Pflegestützspunkts im Stadtteil FINTEGRATION Willkommen im Stadtteil * GBÜRGERGESELLSCHAFT Fortführung der Bürgerbeteiligung * Bürgerschaftliches Engagement A.1 A.2 B.1 B.2 C.1 C.2 C.3 D.1 D.2 D.3 E.1 E.2 E.3 F.1 G.1 G.2 * nicht verortete Maßnahme Bolzplatz / Sportanlage Spielplatz / Spielfläche Skateranlage / Dirt-Bike-Bahn SOZIALER ZUSAMMENHALT UND BILDUNG Maßnahmen Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 Plan 01 I Sozialer Zusammenhalt und Bildung Stand Juni 2016 N Quelle Plangrundlage: Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe; Piktogramme: de.freepik.com im Auftrag der Stadt Karlsruhe Bearbeitung: werk-plan Kaiserslautern Architekten Stadtplaner Ingenieure KOBRA-Beratungszentrum Beratungszentrum Landau INTEGRIERTES STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT KNIELINGEN 2030 050100150200250 m050100150200250 m M.i.O. 1:5.000 KULTUR KULTUR Alb Alb Friedhof Kleingärten Kleingärten Pferderennbahn Sportpark Bruchwegäcker B 10 Südtangente Fischreiherstraße Jakob-Dörr-Straße Herweghstraße Kammerlachweg Neufeldstraße Heckerstraße Rheinbergstraße Landeckstraße Frauenhäusleweg Kirchbühlstraße Saarlandstraße Litzelaustraße Heckerstraße Saarlandstraße Pfalzbahnstraße Östliche Rheinbrückenstraße Albhäusleweg Frauenhäusleweg Neufeldstraße Ferdinand-Keller-Straße Reinmuthstraße Carl-Schäfer-Straße Curjel-und-Moser-Straße Grünhutstraße Jakob-Dörr-Straße Untere Straße Saarlandstraße Saarlandstraße Rheinbrückenstraße Carl-Schurz-Straße Lassallestraße Neufeldstraße Lönsstraße Eggensteiner Straße Pionierstraße Blenkerstraße Keßlaustraße Carl-Schurz-Straße Annweilerstraße Ludwig-Dill-Straße Albhäusleweg Zur Allmend Bruchweg Untere Straße Lothringer Straße Herweghstraße Östliche Rheinbrückenstraße Stiller Winkel Am Sandberg Hermann-Köhl-Straße Struvestraße Struvestraße Egon-Eiermann-Allee Ferdinand-Keller-Straße G.-Braun-Straße Otto-Bartning-Straße Östliche Rheinbrückenstraße Am Brurain Rheinbergstraße Saarlandstraße Saarlandstraße Heckerstraße Rheinbrückenstraße Lassallestraße Wilhelm-Trübner-Weg Eggensteiner Straße Am Sandberg Rheinbrückenstraße Eichheckle Keßlaustraße Graben-Neudorf - Knielingen Eugen-Geiger-Straße Zur Allmend Frauenhäusleweg Dreikönigstraße Im Bipples Rheinbrückenstraße Rheinbrückenstraße Kurzheckweg Sudetenstraße Siemensallee Eggensteiner Straße Schultheißenstraße Reinmuthstraße Blindstraße Trifelsstraße Langbühl Carl-Schurz-Straße Keßlaustraße Annweilerstraße Ferdinand-Keller-Straße Albhäusleweg Rheinbrückenstraße Goldwäschergasse Besoldgasse Neufeldstraße Rheinbrückenstraße Sudetenstraße Dreikönigstraße Östliche Rheinbrückenstraße Pionierstraße Herweghstraße Blindstraße Otto-Bartning-Straße Otto-Bartning-Straße Siemensallee G.-Braun-Straße Gustav-Schönleber-Straße Im Husarenlager Ludwig-Dill-Straße Rheinbergstraße Besoldgasse Elsässer Straße Lauterburger Straße Kurzheckweg Saarlandstraße Bruchweg Elsternweg Schulstraße Bernhard-Metz-Straße Hermann-Köhl-Straße Hermann-Vollmer-Straße Max-Laeuger-Straße Keßlaustraße Egon-Eiermann-Allee Itzsteinstraße Eggensteiner Straße Litzelaustraße Litzelaustraße Östliche Rheinbrückenstraße Julius-Bergmann-Straße Jakob-Dörr-Straße Retzlachweg Westl.Rheinbrückenstraße Rheinbergstraße Eggensteiner Straße Struvestraße Kolbengärten Schulstraße Schulstraße Gustav-Heinkel-Straße Sudetenstraße Ernst-Würtenberger-Straße Sudetenstraße Festplatz B 36 Richtung Nordweststadt Richtung Weststadt H.1 H.1 H.3 H.1 H.1 H.2 Kulturnetzwerk Knielingen Kunst- und Kulturprofil Maßnahmen HVERNETZTE STADTTEILKULTUR H.1 H.2 Stadtgeist-App Knielingen H.3 Sicherung des kulturellen Erbes / Inwertsetzung der Kulturdenkmäler Belebung des Platzes durch Veranstaltungen Akzentuierung / Aufwertung historischer Gassen Entwicklung Rundweg im Rahmen der Stadtgeist-App Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 Plan 02 I Kultur Stand Juni 2016 N Quelle Plangrundlage: Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe im Auftrag der Stadt Karlsruhe Bearbeitung: werk-plan Kaiserslautern Architekten Stadtplaner Ingenieure KOBRA-Beratungszentrum Beratungszentrum Landau Kooperation mit Seniorenzentrum Bewahrung des kulturellen Erbes Nutzung der Räumlichkeiten Belebung des Elsässer Platzes Koordinierungsstelle wirkStadt Entwicklung Knielinger Rundweg INTEGRIERTES STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT KNIELINGEN 2030 Räumlichkeiten für Veranstaltungen im Gemeindezentrum H.1 H.2 Zukunftssicherung des Knielinger Museums Maßnahmen M.i.O. 1:5.000 050100150200250 m050100150200250 m SPORT, FREIZEIT UND GESUNDHEIT Alb Alb Friedhof Kleingärten Pferderennbahn Sportpark Bruchwegäcker B 10 Südtangente Fischreiherstraße Jakob-Dörr-Straße Herweghstraße Kammerlachweg Neufeldstraße Heckerstraße Rheinbergstraße Landeckstraße Frauenhäusleweg Kirchbühlstraße Saarlandstraße Litzelaustraße Heckerstraße Saarlandstraße Pfalzbahnstraße Östliche Rheinbrückenstraße Albhäusleweg Frauenhäusleweg Neufeldstraße Ferdinand-Keller-Straße Reinmuthstraße Carl-Schäfer-Straße Curjel-und-Moser-Straße Grünhutstraße Jakob-Dörr-Straße Untere Straße Saarlandstraße Saarlandstraße Rheinbrückenstraße Carl-Schurz-Straße Lassallestraße Neufeldstraße Lönsstraße Eggensteiner Straße Pionierstraße Blenkerstraße Keßlaustraße Carl-Schurz-Straße Annweilerstraße Ludwig-Dill-Straße Albhäusleweg Zur Allmend Bruchweg Untere Straße Lothringer Straße Herweghstraße Östliche Rheinbrückenstraße Stiller Winkel Am Sandberg Hermann-Köhl-Straße Struvestraße Struvestraße Egon-Eiermann-Allee Bruchweg Ferdinand-Keller-Straße G.-Braun-Straße Otto-Bartning-Straße Östliche Rheinbrückenstraße Am Brurain Rheinbergstraße Saarlandstraße Saarlandstraße Heckerstraße Rheinbrückenstraße Lassallestraße Wilhelm-Trübner-Weg Eggensteiner Straße Am Sandberg Rheinbrückenstraße Eichheckle Keßlaustraße Eugen-Geiger-Straße Zur Allmend Frauenhäusleweg Dreikönigstraße Im Bipples Rheinbrückenstraße Rheinbrückenstraße Sudetenstraße Siemensallee Eggensteiner Straße Schultheißenstraße Reinmuthstraße Blindstraße Trifelsstraße Langbühl Carl-Schurz-Straße Keßlaustraße Max-Dortu-Straße Annweilerstraße Ferdinand-Keller-Straße Albhäusleweg Rheinbrückenstraße Goldwäschergasse Besoldgasse Frauenhäusleweg Neufeldstraße Rheinbrückenstraße Sudetenstraße Dreikönigstraße Östliche Rheinbrückenstraße Pionierstraße Herweghstraße Blindstraße Otto-Bartning-Straße Otto-Bartning-Straße Siemensallee G.-Braun-Straße Gustav-Schönleber-Straße Im Husarenlager Ludwig-Dill-Straße Rheinbergstraße Besoldgasse Elsässer Straße Lauterburger Straße Kurzheckweg Saarlandstraße Bruchweg Elsternweg Schulstraße Bernhard-Metz-Straße Hermann-Köhl-Straße Hermann-Vollmer-Straße Max-Laeuger-Straße Keßlaustraße Egon-Eiermann-Allee Itzsteinstraße Eggensteiner Straße Litzelaustraße Litzelaustraße Östliche Rheinbrückenstraße Julius-Bergmann-Straße Jakob-Dörr-Straße Retzlachweg Westl.Rheinbrückenstraße Rheinbergstraße Eggensteiner Straße Struvestraße Kolbengärten Schulstraße Schulstraße Gustav-Heinkel-Straße Sudetenstraße Ernst-Würtenberger-Straße Sudetenstraße Festplatz B 36 Richtung Nordweststadt Richtung Weststadt I.1 I.2 I.2 I.3 I.3 I.3 I.3 I.2 I.1 I.4 C.1 C.1 C.1 I.5 I.5 I.2 Angebote an Trend- und Spezialsportarten im Stadtteil Suche nach geeigneten Standorten für Kinder und Jugendliche für sportliche Aktivitäten Maßnahmen IGESUNDHEIT UND BEWEGUNG IM STADTTEIL I.1 I.3 Bewegungs- und gesundheitsfördernde Angebote I.5 Entwicklung eines Rundwegs in Knielingen Mögliche Räume für sportliche Aktivitäten (BMX, Skaten, Slacklinen) Vorhandener Bolzplatz / Sportpark SPORT, FREIZEIT UND GESUNDHEIT Maßnahmen Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 Plan 03 I Sport, Freizeit und Gesundheit Stand Juni 2016 N Quelle Plangrundlage: Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe; Piktogramme: de.freepik.com im Auftrag der Stadt Karlsruhe Bearbeitung: werk-plan Kaiserslautern Architekten Stadtplaner Ingenieure KOBRA-Beratungszentrum Beratungszentrum Landau Aufwertung des Bolzplatzes "Affenkäfig" Schaffung von Angeboten zum Skaten, BMX usw. Vergrößerung der Dirt-Bike-Bahn / Skaterbahn Angebote an Spezialsportarten und Leichtathletik Joggen an der Alb INTEGRIERTES STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT KNIELINGEN 2030 Bewegungs- und gesundheitsfördernde Angebote Joggingstrecke Neuer möglicher Standort für Freizeitaktivitäten Entwicklung Rundweg als Sport- und Freizeitband Schaffung von Freitreffpunkten für Jugendliche C.1.1Freitreffpunkt auf dem Spielplatz Eggensteiner Straße C.1.2Freitreffpunkt Versickerungsmulde beim Spielplatz Knielingen 2.0 C.1.3Aufwertung des Bolzplatzes "Affenkäfig" C.1.4Standortsuche für Graffiti-Freewall CKINDER- UND JUGENDFREUNDLICHER STADTTEIL C.1 M.i.O. 1:5.000 050100150200250 m050100150200250 m I.4 Schaffung einer Schulsportanlage (Leichtathletik) Möglicher Verlauf des Rundwegs (Streckenverlauf und Ausgestaltung kann evtl. im Rahmen der Stadtgeist-App behandelt werden) 1 2 3 3 4 5 6 Edeka Kleingartenanlage Viktor-von-Scheffel-Schule Grundschule Knielingen Evangelische Kirche Holzbierebuckel Elsässer Platz Festplatz Schülerhort "Affenkäfig" Brauhaus 2.0 Penny 4 6 7 8 8 8 9 9 9 10 10 11 12 13 Ev. Gemeindezentrum Kath. Gemeindezentrum Kita Kita Kita Kita Friedhof Spielplatz Eggensteiner Straße Grünfläche 2.0 Spielplatz 9 N Grünbereich Regenrückhaltefläche 2.0 Joggingstrecke mit Bewegungsgeräten, kommunikative Sitzgelegenheiten, Sonnenschutz, Picknickecke, weitere Begrünungsmaßnahmen... I.5 Entwicklung eines Rundwegs in Knielingen Grünbereich neben Brauhaus 2.0 barrierefreier Übergang im Zuge der Tramerweiterung, stärkere Eingrünung als optische Begrenzung zum Bundeswehrgelände... Kleingartenanlage Husarenlager Fortführung Joggingstrecke und weitere Bewegungsgeräte, Aufenthaltsbereiche mit Sitzmöglichkeiten und evtl. Brunnen (Wegfall der Spielplätze), Umgestaltung der Eingangssituation in Ferdinand- Keller-Straße... Streckenverlauf und mögliche Umgestaltungsmaßnahmen nur in Abstimmung mit den Kleingartenbesitzern. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Startpunkt Elsässer Platz bis Ende Grünzug Rheinbrückenstraße (Spielweg) Anbindung über Saarlandstraße zum Bahndamm/ alternativ Abkürzung über Pfalzbahnstraße zum Bahnhof entlang des Bahndamms zur Alb/ entlang der Alb Albhäusleweg bis zur evangelischen Kirche durch historische Gassen von Alt-Knielingen über Eggensteiner Straße zum Spielplatz Eggensteiner Straße ab Spielplatz 3 Optionen: über den Spielplatz, über Östliche Rheinbrückenstraße, die Eggensteiner Straße weiter folgend über Pionierstraße bis Grünzug 2.0/optionale Anbindung an Neubaugebiet Sandberg, an der Sporthalle vorbei bis Anschluss Egon-Eiermann-Allee über Grünzug neben Brauhaus 2.0 bis Kleingartenanlage Husarenlager 11 12 13 durch Kleingartenanlage vorbei am Bolzplatz "Affenkäfig" über Lassallestraße bis Rheinbrückenstraße Überquerung Rheinbrückenstraße und Anbindung Elsässer Platz Vorschlag zum Verlauf Anbindung an wichtige öffentliche Einrichtungen und Plätze Vorschlag zum Verlauf Streckenverlauf Knielinger Rundweg Anbindung an wichtige öffentliche Einrichtungen und Plätze Legende Anbindung an öffentliche Grün- und Freiräume Spielweg Rheinbrückenstraße Auflösung des Spielwegs und Weiterentwicklung im Zuge der Umgestaltung Rheinbrückenstraße Elsässer Platz Aufwertung des Umfeldes, Anbindung an Radweg, Außenbewirtschaftung... M.i.O. 1: 5 000 050100150200250 m050100150200250 m UMWELT, KLIMASCHUTZ UND STADTGRÜN J.2 Nutzungsmöglichkeiten an der Alb J.1.1Aufwertung des Parkplatzes gegenüber Sängerheim J.1.2Aufwertung des Stegs J.1.3Aufwertung des Platzbereichs vor dem Boxerhäuschen Landschaftspark Rhein Maßnahmen JNATUR UND STADTGRÜN ALS ERHOLUNGSRAUM J.1 J.3 Besucherlenkungskonzept Knielinger See und Burgau J.4 Ausweisung einer Hundeauslauffläche im Stadtteil K.2 Erhaltung der Streuobstwiesenbestände Baumpatenschaften / Müllbeseitigung * KNACHHALTIGE SICHERUNG UND ENTWICKLUNG VON STADTGRÜN, NATUR UND LANDSCHAFT K.1 K.3 Pflegemaßnahmen an der Alb K.4 Schnakenbekämpfung * L.2 Energetisches Quartierskonzept Umsetzung der Handlungsbedarfe aus dem Klimaschutzkonzept / städtebaulichen Rahmenplan Klimaanpassung LENERGIEEFFIZIENTER UND KLIMAANGEPASSTER STADTTEIL L.1 Vernetzung und Anbindung von Freiräumen / öffentliche und private Begrünungsmaßnahmen L.3 Lärmminderung und Luftreinhaltung * K.5 E Energetisches Quartierskonzept in Alt- und Neu-Knielingen für ein definertes Quartier Konzepterstellung parallel und in Abstimmung mit VU in Alt-Knielingen Entsiegelung stark verdichteter Siedlungsbereiche Innenhofbegrünung, Dach- und Fassadenbegrünung Sicherung der Gestaltqualität und Erholungsfunktion öffentlicher Grün- und Freiräume Aufwertung der Straßenräume durch Begrünungsmaßnahmen Optimierung der Fuß- und Radwegeverbindung zum Rhein Vorschlag Verlauf Besucherlenkungskonzept Erstellung des Konzepts durch Regierungspräsidium Karlsruhe * nicht verortete Maßnahme Sicherung der Artenvielfalt durch naturbelassene Schutzgebietsflächen Wichtige Grünverbindung von der Innenstadt bis zum Rhein Durchgehender Radweg entlang des Rheins (mit Brückenkonzept) Stärkung der Grünvernetzung wohnortnaher Grün- und Freiflächen Sicherung und Aufwertung der Zugangsmöglichkeiten zur Alb und Natur Rhein Alb Knielinger See Alb Alb Friedhof Kleingärten Hofgut Maxau Alter Rheinhafen Landschaftspark Rhein Kleingärten Pferderennbahn Sportpark Bruchwegäcker B 10 B 10 B 10 Südtangente Südtangente Nordbeckenstraße Fischreiherstraße Jakob-Dörr-Straße Herweghstraße Maxauer Straße Kammerlachweg Neufeldstraße Heckerstraße Rheinbergstraße Landeckstraße Sudetenstraße Häuslesgraben An der Wässerung An der Wässerung Raffineriestraße Rheinhafen Becken 1 Frauenhäusleweg Kirchbühlstraße Esso-Straße Saarlandstraße Wikingerstraße Litzelaustraße Heckerstraße Saarlandstraße Hochwasserdamm XXV Am Kirchtal Pfalzbahnstraße Östliche Rheinbrückenstraße Albhäusleweg Frauenhäusleweg Neufeldstraße Ferdinand-Keller-Straße Winden - Karlsruhe Reinmuthstraße Carl-Schäfer-Straße Curjel-und-Moser-Straße Grünhutstraße Jakob-Dörr-Straße Wikingerstraße Untere Straße Nordbeckenstraße Saarlandstraße Saarlandstraße Rheinbrückenstraße Carl-Schurz-Straße Lassallestraße Neufeldstraße Lönsstraße Eggensteiner Straße Pionierstraße Blenkerstraße Keßlaustraße Carl-Schurz-Straße Annweilerstraße Ludwig-Dill-Straße Rheinhafen Becken 6 Nordbeckenstraße Hochwasserdamm XXVIa Hochwasserdamm XXVIa Raffineriestraße Am Ölhafen Albhäusleweg Zur Allmend Bruchweg Untere Straße Lothringer Straße Herweghstraße Östliche Rheinbrückenstraße Stiller Winkel Am Sandberg Hermann-Köhl-Straße Struvestraße Struvestraße Egon-Eiermann-Allee Bruchweg Bruchweg Ferdinand-Keller-Straße G.-Braun-Straße Otto-Bartning-Straße Östliche Rheinbrückenstraße Am Brurain Nordbeckenstraße Leinpfad Leinpfad Maxau am Rhein Hochwasserdamm XXVIa Raffineriestraße Im Schlehert An der Mole Rheinbergstraße Kurzheckweg Kurzheckweg Kurzheckweg Kurzheckweg Saarlandstraße Saarlandstraße Heckerstraße Rheinbrückenstraße Lassallestraße Wilhelm-Trübner-Weg Eggensteiner Straße Am Sandberg Rheinbrückenstraße Eichheckle Keßlaustraße Frauenhäusleweg Graben-Neudorf - Knielingen Eugen-Geiger-Straße An der Wässerung Neureuter Straße Nordbeckenstraße Nordbeckenstraße Nordbeckenstraße Nordbeckenstraße Zur Allmend Frauenhäusleweg Dreikönigstraße Im Bipples Wikingerstraße Rheinbrückenstraße Rheinbrückenstraße Kurzheckweg Sudetenstraße Siemensallee Eggensteiner Straße Schultheißenstraße Reinmuthstraße Blindstraße Mitscherlichstraße Dea-Scholven-Straße Trifelsstraße Langbühl Carl-Schurz-Straße Keßlaustraße Max-Dortu-Straße Annweilerstraße Ferdinand-Keller-Straße Hochwasserdamm XXVIa Im Schlehert Dea-Scholven-Straße Albhäusleweg Rheinbrückenstraße Goldwäschergasse Besoldgasse Dea-Scholven-Straße Esso-Straße Esso-Straße Frauenhäusleweg Wikingerstraße Kurzheckweg Neufeldstraße Rheinbrückenstraße Sudetenstraße Dreikönigstraße Östliche Rheinbrückenstraße Pionierstraße Herweghstraße Blindstraße Otto-Bartning-Straße Otto-Bartning-Straße Frauenhäusleweg Siemensallee G.-Braun-Straße Gustav-Schönleber-Straße Im Husarenlager Ludwig-Dill-Straße Leinpfad Im Schlehert Rheinbergstraße Besoldgasse Winden - Karlsruhe Elsässer Straße Lauterburger Straße Kurzheckweg Saarlandstraße Bruchweg Elsternweg Schulstraße Bernhard-Metz-Straße Hermann-Köhl-Straße Hermann-Vollmer-Straße Max-Laeuger-Straße Keßlaustraße Egon-Eiermann-Allee Itzsteinstraße Eggensteiner Straße Am Hafen Esso-Straße Graben-Neudorf - Knielingen Rheinbrückenstraße Litzelaustraße Litzelaustraße Östliche Rheinbrückenstraße Julius-Bergmann-Straße Jakob-Dörr-Straße Retzlachweg Westl.Rheinbrückenstraße Rheinbergstraße Eggensteiner Straße Struvestraße Kolbengärten Schulstraße Schulstraße Gustav-Heinkel-Straße Frauenhäusleweg Sudetenstraße Ernst-Würtenberger-Straße Neureuter Straße An der Wässerung Sudetenstraße Festplatz B 36 Rheinland-Pfalz Richtung Wörth Richtung Neureut Richtung Nordweststadt Richtung Weststadt Richtung Mühlburg Stora Enso Mineralölraffinerie Oberrhein Mineralölraffinerie Oberrhein J.2 J.1 J.3 J.4 K.2 K.4 L.2 L.1 L.3 J.1 J.4 L.1 L.1 L.2 L.2 K.2 K.2 K.2 J.3 J.4 K.1 K.1 K.1 E E E J.2 INTEGRIERTES STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT KNIELINGEN 2030 UMWELT, KLIMASCHUTZ UND STADTGRÜN Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 Plan 04 I Umwelt, Klimaschutz und Stadtgrün Stand Juni 2016 N Quelle Plangrundlage: Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe; Piktogramme: de.freepik.com im Auftrag der Stadt Karlsruhe Bearbeitung: werk-plan Kaiserslautern Architekten Stadtplaner Ingenieure KOBRA-Beratungszentrum Beratungszentrum Landau Maßnahmen Erhaltung der Streuobstwiesen Sicherung und Weiterentwicklung der Grünverbindung Optimierung des Radwegenetzes zum Rhein Maßnahmen zur Klimaanpassung / Umsetzung Klimaschutzziele auf Stadtteilebene Begrünungsmaßnahmen im Straßenraum Ausweisung einer Hundeauslauffläche Sicherung öffentlicher Erholungs- und Freizeitbereiche Vernetzung und Anbindung von Freiräumen Klimaanpassung / Energetische Gebäudesanierung Ensiegelung stark verdichteter Bereiche / Innenhofbegrünung / Dach- und Fassadenbegrünung Schaffung von Naturerlebnisbereichen an der Alb Nachhaltige Sicherung von Natur und Landschaft / Natur- und Artenschutz Besucherlenkungskonzept Knielinger See und Burgau Landschaftspark Rhein Durchgängiger Radweg entlang des Rheins M.i.O. 1:5.000 050100150200250 m050100150200250 m STÄDTEBAU UND STADTTEILENTWICKLUNG M.1 M.1 M.3 N.2 N.1 O.2 O.3 M.1 M.1 M.1 O.1 O.1 N.3 N.3 N.3 N.3 N.4 M.1 M.2 N.2 N.2 N.2 SE E E M.1 O.1 M.2 E N.4 N.4 N.4 N.4 N.4 Maßnahmen INTEGRIERTES STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT M.1 Umsetzung von Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum M.1.1Funktionale und gestalterische Aufwertung des Umfelds Elsässer Platz M.1.2Umgestaltung der Rheinbrückenstraße M.1.3Aufwertung des Platzbereichs vor der Knielinger Kirche M.1.4Aufwertung und Gestaltung der Stadtteileingänge und des westlichen Stadteingangs Maßnahmen MATTRAKTIVE ÖFFENTLICHE RÄUME UND BEGEGNUNGSPUNKTE M.2 Fußgänger- und fahrradfreundlich gestaltete Straßenräume in Alt-Knielingen M.3 Aufwertung des Gassensystems in Alt-Knielingen N.2 Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen Energetische Gebäudesanierung NSICHERUNG UND WEITERENTWICKLUNG DES WOHNSTANDORTS N.1 O.2 Sicherung der Nahversorgung Bringservice / Einrichtung eines Lieferdienstes ONAHVERSORGUNG O.1 O.3 Anlieferung und Kundenparkplätze N.4 Flächenpotenziale zur Nachverdichtung (Neubauflächen) Flächenpotenziale für Bereiche im Umbruch N.3 S E Private Modernisierung im geplanten Sanierungsgebiet in Alt-Knielingen Gestaltung Eingangssituation / Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum Niveaugleicher Ausbau in Verbindung mit einer Temporeduzierung Auswahl der Straßen mit Handlungsbedarf im Rahmen der Sanierung in Alt-Knielingen Gasse mit Handlungsbedarf Aufwertung des historischen Ortskern von Alt-Knielingen Bereich mit Potenzial für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen (Größe des Sanierungsgebiets muss noch festgelegt werden) Energetisches Quartierskonzept in Alt- und Neu-Knielingen für ein definertes Quartier Konzepterstellung parallel und in Abstimmung mit VU in Alt-Knielingen Kulturdenkmal / Sicherung des kulturellen Erbes Bereich mit Potenzial für Energetische Gebäudesanierung Potenzialfläche zur Nachverdichtung Flächen im Umbruch STÄDTEBAU UND STADTTEILENTWICKLUNG Maßnahmen Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 Plan 05 I Städtebau und Stadtteilentwicklung Stand Juni 2016 N Quelle Plangrundlage: Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe im Auftrag der Stadt Karlsruhe Bearbeitung: werk-plan Kaiserslautern Architekten Stadtplaner Ingenieure KOBRA-Beratungszentrum Beratungszentrum Landau KNIELINGEN 2030 Aufwertung Umfeld Elsässer Platz Einrichtung eines Lieferdienstes Aufwertung und Gestaltung der Stadtteileingänge Flächen zur Nachverdichtung Bereiche im Umbruch Aufwertung Ortskern Alt-Knielingen Private Modernisierung und Instandsetzung Sicherung der Nahversorgung in Alt-Knielingen Fußgänger- und fahrradfreundlich gestaltete Straßenräume Energetische Gebäudesanierung M.i.O. 1:5.000 050100150200250 m050100150200250 m Stadtverträgliche Umgestaltung der Rheinbrückenstraße MOBILITÄT INTEGRIERTES STADTTEILENTWICKLUNGSKONZEPT P.2 Schaffung geeigneter Querungsmöglichkeiten Konzept zum Gehwegparken Maßnahmen PFUSSVERKEHR UND PARKEN P.1 P.3 Reduzierung des durch Pendlerverkehr verursachten Parkdrucks Q.2 Optimierung und Aufwertung des Radverkehrsnetzes Fertigstellung des Radverkehrsnetzes gemäß 20-Punkte-Plan * QRADVERKEHR Q.1 Q.4 Verbesserung der Anbindung an die Innenstadt Weiterentwicklung Fahrradverleihsystem * Q.3 Q.5 Ausbau von Bike+Ride-Anlagen Q.6 Marketing und Öffentlichkeitsarbeit * R.2 Verlängerung der Tramstrecke Linie 2 Verlängerung der Buslinie 75 RÖFFENTLICHER VERKEHR R.1 R.4 Barrierefreier Ausbau der Haltestellen 1-Zonen-Tarif für Berufspendler - Anschlussstelle Wörth * R.3 S.2 Weiterentwicklung Carsharing * SMOTORISIERTER INDIVIDUALVERKEHR S.1 S.4 Bundesmaßnahme Zweite Rheinbrücke mit Anschluss an die B 36 Prüfung altenativer Verkehrsführungen S.4.1Variante Nordumfahrung (ohne zusätzliche Rheinbrücke) S.4.2Variante Südumgehung Knielingen S.3 T.2 Umsetzung der Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan Bereits umgesetzte Lärmschutzmaßnahmen * TLÄRMMINDERUNG T.1 Querungsstelle mit Handlungsbedarf Straßenzug mit Umsetzungspotenzial Straße mit hohem Parkdruck bzw. Parksuchverkehr durch Siemens-Beschäftigte Streckenabschnitt mit Handlungsbedarf Sicherstellung einer schnellen Verbindung in die Innenstadt Geplanter Streckenverlauf der Tram Linie 2 Vorschlag zum Verlauf der alternativen Umfahrung Geplanter Standort der Bundesmaßnahme Zweite Rheinbrücke Geplanter Verlauf der Bundesmaßnahme Nordumfahrung * nicht verortete Maßnahme Vorschlag Kappung nördliche Sudetenstraße bei Modell Südumgehung Rhein Alb Knielinger See Alb Alb Friedhof Kleingärten Hofgut Maxau Alter Rheinhafen Landschaftspark Rhein Kleingärten Pferderennbahn Sportpark Bruchwegäcker B 10 B 10 B 10 Südtangente Südtangente Nordbeckenstraße Fischreiherstraße Jakob-Dörr-Straße Herweghstraße Maxauer Straße Kammerlachweg Neufeldstraße Heckerstraße Rheinbergstraße Landeckstraße Sudetenstraße Häuslesgraben An der Wässerung An der Wässerung Raffineriestraße Am Ölhafen Frauenhäusleweg Kirchbühlstraße Esso-Straße Saarlandstraße Litzelaustraße Heckerstraße Saarlandstraße Am Kirchtal Pfalzbahnstraße Östliche Rheinbrückenstraße Albhäusleweg Frauenhäusleweg Neufeldstraße Ferdinand-Keller-Straße Winden - Karlsruhe Reinmuthstraße Carl-Schäfer-Straße Curjel-und-Moser-Straße Grünhutstraße Jakob-Dörr-Straße Wikingerstraße Untere Straße Saarlandstraße Saarlandstraße Rheinbrückenstraße Carl-Schurz-Straße Lassallestraße Neufeldstraße Lönsstraße Eggensteiner Straße Pionierstraße Blenkerstraße Keßlaustraße Carl-Schurz-Straße Annweilerstraße Ludwig-Dill-Straße Neureuter Straße Hochwasserdamm XXVIa Hochwasserdamm XXVIa Raffineriestraße Am Ölhafen Albhäusleweg Zur Allmend Bruchweg Untere Straße Lothringer Straße Herweghstraße Östliche Rheinbrückenstraße Stiller Winkel Am Sandberg Hermann-Köhl-Straße Struvestraße Struvestraße Egon-Eiermann-Allee Bruchweg Bruchweg Ferdinand-Keller-Straße G.-Braun-Straße Otto-Bartning-Straße Östliche Rheinbrückenstraße Am Brurain Leinpfad Leinpfad Maxau am Rhein Raffineriestraße An der Mole Rheinbergstraße Kurzheckweg Kurzheckweg Kurzheckweg Saarlandstraße Saarlandstraße Heckerstraße Rheinbrückenstraße Lassallestraße Wilhelm-Trübner-Weg Eggensteiner Straße Am Sandberg Rheinbrückenstraße Eichheckle Keßlaustraße Frauenhäusleweg Graben-Neudorf - Knielingen Eugen-Geiger-Straße An der Wässerung Neureuter Straße Nordbeckenstraße Zur Allmend Frauenhäusleweg Dreikönigstraße Im Bipples Wikingerstraße Rheinbrückenstraße Rheinbrückenstraße Kurzheckweg Sudetenstraße Siemensallee Eggensteiner Straße Schultheißenstraße Reinmuthstraße Blindstraße Mitscherlichstraße Dea-Scholven-Straße Trifelsstraße Langbühl Carl-Schurz-Straße Keßlaustraße Max-Dortu-Straße Annweilerstraße Ferdinand-Keller-Straße Hochwasserdamm XXVIa Dea-Scholven-Straße Albhäusleweg Rheinbrückenstraße Goldwäschergasse Besoldgasse Dea-Scholven-Straße Esso-Straße Esso-Straße Frauenhäusleweg Wikingerstraße Neufeldstraße Rheinbrückenstraße Sudetenstraße Dreikönigstraße Östliche Rheinbrückenstraße Pionierstraße Herweghstraße Blindstraße Otto-Bartning-Straße Otto-Bartning-Straße Frauenhäusleweg Siemensallee G.-Braun-Straße Gustav-Schönleber-Straße Im Husarenlager Ludwig-Dill-Straße Leinpfad Rheinbergstraße Besoldgasse Winden - Karlsruhe Elsässer Straße Lauterburger Straße Kurzheckweg Saarlandstraße Bruchweg Elsternweg Schulstraße Bernhard-Metz-Straße Hermann-Köhl-Straße Hermann-Vollmer-Straße Max-Laeuger-Straße Keßlaustraße Egon-Eiermann-Allee Itzsteinstraße Eggensteiner Straße Am Hafen Esso-Straße Graben-Neudorf - Knielingen Rheinbrückenstraße Litzelaustraße Litzelaustraße Östliche Rheinbrückenstraße Julius-Bergmann-Straße Jakob-Dörr-Straße Retzlachweg Westl.Rheinbrückenstraße Rheinbergstraße Eggensteiner Straße Struvestraße Kolbengärten Schulstraße Schulstraße Gustav-Heinkel-Straße Frauenhäusleweg Sudetenstraße Ernst-Würtenberger-Straße Neureuter Straße An der Wässerung Sudetenstraße Festplatz B 36 B 36 Rheinland-Pfalz Richtung Wörth Richtung Neureut Richtung Nordweststadt Richtung Weststadt Richtung Mühlburg Stora Enso Mineralölraffinerie Oberrhein Mineralölraffinerie Oberrhein P.1 P.3 Q.1 Q.5 R.2 R.1 R.3 S.1 S.3 P.1 P.1 P.1 P.1 P.3 S.4 S.4 S.4 S.4 S.4 S.3 R.1 H H H S.3 T.1 T.1 T.1 T.1 Q.3 Q.3 Q.1 Q.1 Q.1 Q.1 Q.1 Q.1 P.2 P.2 H H H S.1 Q.3 Q.1 R.3 Verbesserung Anbindung Innenstadt Verlängerung der Tramstrecke Linie 2 Alternative Verkehrsführung - Nordumfahrung Anbindung Knielingen West bis zur Raffinerie (Buslinie 75) Reduzierung des durch Pendler verursachten Parkdrucks Bundesmaßnahme Zweite Rheinbrücke mit Anschluss an die B 36 Alternative Verkehrsführung - Südumgehung Knielingen Lärmarmer Fahrbahnbelag in beide Richtungen KNIELINGEN 2030 MOBILITÄT Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 Plan 06 I Mobilität Stand Juni 2016 N Quelle Plangrundlage: Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe im Auftrag der Stadt Karlsruhe Bearbeitung: werk-plan Kaiserslautern Architekten Stadtplaner Ingenieure KOBRA-Beratungszentrum Beratungszentrum Landau Maßnahmen Schließung der Schalllücke zwischen Kleingartenanlage und Bahndamm Optimierung und Aufwertung des Radverkehrsnetzes Optimierung und Aufwertung des Radverkehrsnetzes Lärmminderung Sudetenstraße Ausbau Bike+Ride-Anlagen Schaffung geeigneter Querungsmöglichkeiten Barrierefreier Haltestellenausbau Konzept zum Gehwegparken - Straßenzüge mit Umsetzungspotenzial M.i.O. 1:5.000 050100150200250 m050100150200250 m Stadtverträgliche Umgestaltung der Rheinbrückenstraße Stadtverträgliche Umgestaltung der Rheinbrückenstraße 1   HANDLUNGSFELD   I   SOZIALER   ZUSAMMENHALT   UND   BILDUNG NR   KONZEPTBAUSTEIN   ENTWICKLUNGSZIELE   MASSNAHMEN   /   PROJEKTE   ERLÄUTERUNG   /   WEITERES   VORGEHEN   A   GENERATIONSÜBERGREIFENDE   UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE    Förderung   und   Ausweitung   der   Unterstützungsangebote     Förderung   von   Mehrgenerationenaktivitäten    Vernetzung   /   Bündelung    bestehender   und   geplanter   Angebote    Unterstützung   hilfsbedürftiger   Menschen    Stärkung   des   Zusammenhalts   der   Stadtgesellschaft    Bessere   Bekanntmachung   der   Angebote   im   Stadtteil,   offensive   Werbung    Entwicklung   einer   Dachmarke   für   stadtteilbezogene   Angebote   A.1   AUFBAU   EINER   HELFERBÖRSE   /   TAUSCHBÖRSE   Vernetzung   mit   bzw.   Ergänzung   zu   anderen   Unterstützungsangeboten   (Nachbarschaftshilfe,   Kinderbetreuungsprojekt   Alt   &   Jung   Hand   in   Hand),   soll   als   Schnittstelle   zwischen   neuen   und   bestehenden   Angeboten   fungieren,   Organisation   muss   geklärt   und   der   Bedarf   ermittelt   werden   (dazu   Fragebogen),   Unterstützung   der   Stadt   bei   Öffentlichkeitsarbeit   und   Vermittlung   von   Ehrenamtlichen   usw.   Zwei   Personen   aus   dem   Stadtteil   haben   sich   bereit   erklärt   den   Aufbau   einer   Helferbörse   anzugehen.     A.2   KOORDINATION   UND   BEKANNTMACHUNG   DER   ANGEBOTE   UNTER   EINER   „DACHMARKE“   Zentrale   Anlaufstelle   im   Stadtteil,   Bündelung   der   Informationen,   Koordination   und   Vermarktung   von   einer   Stelle   aus   (im   Idealfall   angedockt   am   Bürgerzentrum),   Nutzung   des   Internets.        B   BÜRGERZENTRUM   – EIN   ORT   DER   BEGEGNUNG   UND   DES   MITEINANDERS    Schaffung   eines   stadtteilbezogenen   Treffpunkts   für   alle   Generationen    Förderung   der   Kommunikation   und   Begegnung   aller   Generationen   im   Stadtteil    Initiierung   neuer   Angebote   und   Aktivitäten    Integration   von   Kindern,   Jugendlichen,   Seniorinnen   und   Senioren,   Kulturschaffende   usw.   in   einem   Haus    Förderung   der   Identität   und   des   sozialen   Zusammenhalts   im   Stadtteil B.1   BÜRGERZENTRUM   IM   ZUSAMMENSCHLUSS   MIT   DEM   EVANGELISCHEN   GEMEINDEZENTRUM   Bürgerverein   führt   zurzeit   Gespräche   mit   der   ev.   Pfarrgemeinde   und   der   Leitung   der   ev.   Kirche   in   Karlsruhe,   sobald   Rahmenbedingungen   von   ev.   Kirche   feststehen,   wird   der   Prozess   zur   Beantragung   eines   Bürgerzentrums   vom   Bürgerverein   eingeleitet   (Ziel   Beginn   Schuljahr   2016/2017).     B.2   AUFBAU   UND   ORGANISATION   Nach   den   Umstrukturierungsmaßnahmen   der   ev.   Kirche,   Klärung   der   Frage   des   Aufbaus,   Konzeption,   Öffnung   in   den   Stadtteil,   Schaffung   von   Angeboten,   Betreibung.     2   C   KINDER ‐  UND   JUGENDFREUNDLICHER   STADTTEIL    Schaffung   von   Nutzungsmöglichkeiten   offener   Freiräume   für   Kinder   und   Jugendliche    Berücksichtigung   von   Aspekten   der   Mobilität   /   Barrierefreiheit   sowie   Sicherheit   für   Kinder   und   Jugendliche   im   öffentlichen   Raum    Stärkung,   Vernetzung   und   Professionalisierung   bestehender   Angebote    Bedarfsorientierte   Spielflächenversorgung    Intensive   Beteiligung   von   Kindern   und   Jugendlichen   sowie   Familien   an   Planungsprozessen     Kinder   und   Jugendliche   sollen   sich   mit   ihrem   Stadtteil   identifizieren   können   C.1   SCHAFFUNG   VON   FREITREFFPUNKTEN   FÜR   JUGENDLICHE   Siehe   auch   Handlungsfeld   Sport,   Freizeit   und   Gesundheit   (Maßnahme   I.2   „Suche   nach   geeigneten   Standorten   für   Kinder   und   Jugendliche   für   sportliche   Aktivitäten“   und   C.3.8   „Nutzung   der   Schulhöfe   als   Spiel ‐  und   Bewegungsräume“)   C.1.1Freitreffpunkt   auf   dem   Spielplatz   Eggensteiner   Straße   Sanierung   des   Unterstands,   Aufwertung   des   Bolzplatzes   (Bauantrag   erforderlich)   durch   Einzäunung   (Rodelstrecke   für   Kinder   berücksichtigen),   bessere   Einsehbarkeit   durch   Grünrückschnitt.   C.1.2Freitreffpunkt   Versickerungsmulde   beim   Spielplatz   Knielingen   2.0   Die   Versickerungsmulde   kann   nicht   im   Sinne   eines   Bolzplatzes   aufgewertet   werden.   In   direkter   Nachbarschaft   (nordwestlich   des   Brauhaus   2.0   im   Grünzug)   ist   im   B ‐ Plan   ein   Bolzplatz   ausgewiesen.   Das   Aufstellen   mobiler   Fußballtore   ist   in   diesem   Bereich   jedoch   möglich,   Nutzung   als   Chillplatz.   C.1.3Aufwertung   des   Bolzplatzes   „Affenkäfig“   Verwendung   robusterer Tornetze   (Tore   werden   einmal   jährlich   ausgetauscht),   evtl.   Sanierung   des   Belags.   C.1.4Standortsuche   für   Graffiti ‐ Freewall   Suche   nach   einem   geeigneten   Ort   einer   Wand   zum   legalen   Besprühen   (Vorschlag   Östliche   Rheinbrückenstraße   bei   den   Glascontainern      in   direkter   Nähe   zum   Friedhof   aus   Pietätsgründen   nicht   möglich,   im   Bereich   der   bestehenden   Wände   nahe   der   Alb   Zunahme   des   „Wilden   Sprühens“),   Vorschlag:   Bereich   Freifläche   2.0,   im   Grünzug   nordwestlich   des   Brauhaus   2.0   neben   geplantem   Bolzplatz   oder   evtl.   andere   noch   nicht   genannte   Standorte   möglich?    Stadt   beabsichtigt,   ein   Konzept   für   Urban   Art   unter   Einbeziehung   aller   Stadtteile   zu   erstellen.   In   diesem   Kontext   sollen   auch   Flächen   für   Graffiti   ausgewiesen   werden.   C.2   KINDER ‐  UND   JUGENDTREFF   StJA will   Jugendangebot im   Stadtteil etablieren   bzw.   vorhandene   Angebote   stärken   und   professionalisieren.   Im   Zuge   der   Umstrukturierung   der   ev.   Kirche   steht   zunächst   das   Café   Zartbitter   im   Fokus   (evtl.   als   Variante   im   Zusammenschluss   mit   3   Bürgerzentrum   vorstellbar).   Gespräche   mit   JUKUZ   aufnehmen,   inwieweit   auch   dieses   Angebot   weiter   gestärkt   und   professionalisiert   werden   kann.   C.3   AUSBAU   UND   QUALITATIVE   VERBESSERUNG   VON   KINDERSPIELPLÄTZEN   C.3.1Spielplatz   Eggensteiner   Straße   Aufstellen   einer   Rutsche   (bereits   erfolgt),   eine   zweite   Seilbahn   (Prüfung   GBA),   Sanierung   des   Kleinkinderspielbereichs,   Aufstellung   von   Bänken   wegbegleitend   über   den   Spielplatzbereich.     C.3.2Spielplatz   Carl ‐ Schäfer ‐ Straße   Knielingen   2.0   Schaffung   kommunikativer Sitzmöglichkeiten,   Sonnenschutz,   Aufstellung   mobiler   Fußballtore   in   der   Versickerungsmulde,   Seilbahn   (wird   von   Gartenbauamt   geprüft)      Verweis   auf   Ideen   zum   Rundweg   (s.   Punkt   I.5 )   C.3.3Spielplatz   Litzelau   Volkswohnung   plant   die   Entwicklung   eines   Wohngebiets   auf   der   Grünfläche   südöstlich   des   Spielplatzes.   Mit   der   Aufwertung   des   Spielplatzes   oder   Ergänzung   im   Spielangebot   soll   das   B ‐ Planverfahren   abgewartet   werden.   Kleinkinderbereich   wurde   2013   saniert.   C.3.4Spielplatz   Ferdinand ‐ Keller ‐ Straße   beim   „Affenkäfig“   Angebot   weiterer   Klettermöglichkeiten   für   größere   Kinder   anbieten.   C.3.5Spielplatz   Kolbengärten   („Rote   Erde“)   Geplante   Neugestaltung   2016,   Anregungen   aus   der   AG   werden   in   das   Gestaltungskonzept   aufgenommen   und   vor   Realisierung   vorgestellt.   C.3.6Holzbierebuckel   Ausweisung   als   grünes   Klassenzimmer,   nicht   als   Spielplatz      dennoch   Prüfung   weiterer   Kletterangebote,   Aufstellung   einer   Bank   möglich.   Frühzeitige   Abstimmung   mit   Höheren   Naturschutzbehörde,   da   Holzbierebuckel   Bestandteil   des   Natur ‐  und   Landschaftsschutzgebiets   „Burgau“.     4   C.3.7Spielweg   Saarlandstraße   im   Grünzug   Rheinbrückenstraße   Auflösung   des   Spielplatzes   und   Weiterentwicklung   als   Grünfläche   im   Zuge   der   Umgestaltung   Rheinbrückenstraße,   da   die   Fläche   voraussichtlich   im   geplanten   Sanierungsgebiet   liegt.   C.3.8Nutzung   der   Schulhöfe   als   Spiel ‐  und   Bewegungsräume   Schulhöfe   stehen   in   der   unterrichtsfreien   Zeit   von   Montag   bis   Freitag   bis   circa   17   Uhr   zum   Spielen   zur   Verfügung.   In   den   Sommerferien   können   viele   Schulhöfe   genutzt   werden,   je   nach   anstehenden   Bau ‐ ,   Sanierungs ‐  oder   sonstigen   notwendigen   Vorhaben.   Mehr   Fahrradständern   gewünscht.   Schulhofumgestaltung   (im   Rahmen   der   Errichtung   der   Viktor ‐ von ‐ Scheffel ‐ Ganztagsgrundschule   vorgesehen)   (siehe   auch   Punkt   D.2 ).   D   BILDUNGSPLANUNG   UND   BETREUUNG    Kompensierung   des   starken   Fehlbedarfs   an   Kita ‐  und   Hortplätzen,   bedarfsgerechter   Ausbau,   Ganztagesangebote    Förderung   und   Unterstützung   der   Familie    Schulen   an   veränderte   Bedarfe   durch   Umbaumaßnahmen   anpassen    Inklusion   in   Bildung   und   Betreuung   ausbauen   D.1   AUSBAU,   VERNETZUNG   UND   QUALIFIZIERUNG   VON   GANZTAGS ‐  UND   BETREUUNGSANGEBOTEN   D.1.1Kindertageseinrichtung   Heilig   Kreuz    Einrichtung   drei   zusätzlicher Krippengruppen   in   geplantem   Neubau.   D.1.2Gemeinbedarfsflächen   „Egon ‐ Eiermann ‐ Allee“   Knielingen   2.0   und   „Am   Brurain“   Flächen   für   Kita   werden   dringend   gesucht,   im   B ‐ Plan   sind   beide   Flächen   als   Gemeinbedarfsfläche   „Schule“   festgesetzt.   Eine   Umwidmung   der   Fläche   „Egon ‐ Eiermann ‐ Allee“   für   Schule   und   Kita   ist   geplant.   Bezüglich   Fläche   „Am   Brurain“   will   SuS   die   Bevölkerungsprognose   für   die   Gesamtstadt   abwarten   (Sommer   2016),   um   zu   klären,   ob   Bedarf   für   eine   weiterführende   Schule   besteht   (siehe   auch   Punkt   I.4).     D.1.3Provisorium   für   Kindertagesstätte   und   Schülerhort   Der   Bedarf   an   Kindergarten ‐ und   Hortplätzen   ist   sehr   hoch   und   steigt   auch   weiter   an.   Solange   rechtliche   Fragen   bezüglich   der   Gemeinbedarfsflächen   nicht   geklärt   sind,   muss   Option   einer   provisorischen   Kita   für   Dauer   von   10 ‐ 20   Jahren   bestehen      Beauftragung   HGW   für   ein   Provisorium   für   Kita   und   Schülerhort   ist   erfolgt.      5   D.1.4Grundschule   Knielingen   Aufgrund   des   hohen   Bedarfs   an   Betreuung   im   Grundschulalter   ist   es   geplant,   ein   Schülerhort   in   der   Grundschule   Knielingen   einzurichten.   Falls   der   Bürgerverein   in   das   ev.   Gemeindezentrum   zieht,   können   die   Räumlichkeiten   der   Begegnungsstätte   für   den   Hort   genutzt   werden.   D.1.5Waldkindergarten   beim   Hofgut   Maxau   Im   Rahmen   der   Bedarfsplanung   als   Natur ‐  und   Wiesenkindergarten   durch   GR   genehmigt   (Platz   für   20   Kinder   ab   drei   Jahren   bis   zur   Einschulung),   Klärung   der   Realisierbarkeit   aufgrund   genehmigungsrechtlicher   Fragen.   Situation   noch   unklar.   Das   Hofgut   Maxau   ist   Bestandteil   des   Natur ‐  und   Landschaftsschutzgebietes   „Burgau“.   Nutzungsänderungen   und   bauliche   Maßnahmen   bedürfen   des   Einverständnisses   oder   ggf.   der   Genehmigung   der   Höheren   Naturschutzbehörde   im   Regierungspräsidium   Karlsruhe.   Die   umliegenden   Wälder   sind   Bestandteil   des   Naturschutzgebietes   und   unterliegen   dem   Betretungsverbot.   Das   Hofgut   Maxau   liegt   deutlich   außerhalb   von   Knielingen,   d.h.   der   Kindergarten   würde   außerhalb   der   Ortschaft   und   schlecht   erreichbar   liegen.   Nach   derzeitiger   Einschätzung   ist   der   Waldkindergarten   am   Hofgut   nicht   realisierbar.   D.2   EINRICHTUNG   EINER   GANZTAGSGRUNDSCHULE Neue   Schulleitung   zum   Schuljahr   2016/2017   ausgeschrieben   mit   dem   Hinweis   Entwicklung   der   Viktor ‐ von ‐ Scheffel ‐ Schule   zur   Ganztagsgrundschule.   Baumaßnahmen   notwendig   (siehe   auch   Punkt   C.3.8 ),   Prüfung,   ob   Erweiterung   inkl.   Ganztagsschulangebot   möglich   ist   (vorhandene   Pavillons   werden   dann   nicht   mehr   benötigt).    D.3   AUSBAU   UND   VERNETZUNG   WEITERER   UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE   Tagesmütter: Angebot   über   die   durch   den   Kindergarten   abgedeckte   Betreuungszeit   hinaus,   Bezuschussung   durch   Stadt,   regelmäßiges   Angebot,   bei   unregelmäßigem   Bedarf   Verweis   auf   Babysitter ‐ Seite   der   Stadt.   Die   Angebote   sollten   im   Stadtteil   besser   bekannt   gemacht   werden.   Bekanntmachung   der   Angebote   unter   „Dachmarke“   (siehe   Punkt   A.2 )   6   E   SENIORENGERECHTE   ANGEBOTE    Schaffung   und   Ausweitung   von   Unterstützungsangeboten   für   Seniorinnen   und   Senioren    Schaffung   altersgerechter   Wohnformen   mit   Gewährleistung   der   Barrierefreiheit    Ansprechpartner   vor   Ort   E.1   AUSBAU   DES   ANGEBOTS   AN   PLEGEHEIMPLÄTZEN   Bedarf   einer   Einrichtung   mit   rund   70   Plätzen   auf   einer   Grundfläche   von   2.500   m².      E.2   BARRIEREFREIE   WOHNFORMEN   Flächen   für   barrierefreie Wohnungen   anbieten.      E.3   AUSSENSPRECHSTUNDE   DES   PFLEGESTÜTZPUNKTS   IM   STADTTEIL   Das   Seniorenbüro   /   Pflegestützpunkt   plant   zukünftig   Außensprechstunden   in   den   Stadtteilen,   Suche   nach   Räumlichkeiten   (Möglichkeit   im   geplanten   Bürgerzentrum   oder   im   AWO   Seniorenzentrum).   F   INTEGRATION    Umsetzung   der   integrationspolitischen   Ziele   auf   Stadtteilebene    Interkulturelle   Öffnung   und   Vernetzung   der   vorhandenen   öffentlichen   und   privaten   Einrichtungen    Unterstützung   von   Netzwerken   in   der   Nachbarschaft   und   mit   anderen   Stadtteilen    Stärkung   der   Identifikation   der   Anwohnerinnen   und   Anwohner   mit   ihrem   Stadtteil F.1   WILLKOMMEN   IM   STADTTEIL   Stichwort   Willkommenskultur,   mögliche   Angebote:   Feste   (Nachbarschaftsfeste   usw.)   und   Veranstaltungen   zur   Integration   von   Neubürgern   und   Migranten   und   zur   Stärkung   der   Identifikation   der   Einheimischen   mit   ihrem   Stadtteil,   Stadtteilführungen   zum   Kennenlernen,   Verteilung   einer   Broschüre   mit   Angeboten   und   Gutscheinen   aus   dem   Stadtteil.   Schnupperangebote   für   Carsharing,   Fahrradverleih,   ÖPNV ‐ Ticket.     G   BÜRGERGESELLSCHAFT  Mitwirkung   bei   Entscheidungsprozessen    Schaffung   von   mehr   Transparenz   bei   wichtigen   Vorhaben   und   Projekten    Bürgernähe   und   Akzeptanz    Stärkung   des   bürgerschaftlichen   Engagements   und   Motivation   zum   Mitmachen    Stärkung   des   Zusammenhalts   der   Stadtteilgesellschaft    Abbau   bürokratischer   Hemmnisse   G.1   FORTFÜHRUNG   DER   BÜRGERBETEILIGUNG   Fortführung   der   Bürgerbeteiligung   über   das   STEK   hinaus   im   Rahmen   der   angestrebten   Sanierung   in   Alt ‐ Knielingen.   Außerdem   weitere   Beteiligung   von   Bürgerinnen   und   Bürgern   bei   Umsetzung   einzelner   Vorhaben   und   Projekten   aus   dem   STEK   (z.B.   Spielplätze,   Rundweg).     G.2   BÜRGERSCHAFTLICHES   ENGAGEMENT   Aufbau   eines   Bürgerzentrums   als   Kristallisationspunkt   bürgerschaftlichen   Engagements,   Aufbau   einer   Helferbörse,   Unterstützung   bürgerschaftlichen   Engagements   durch   das   Büro   für   Mitwirkung   und   Engagement   (z.B.   Fortbildungsprogramm   für   Ehrenamtliche,   Lesepaten,   Anerkennung   und   Würdigung...)        7   HANDLUNGSFELD   I   KULTUR   NR   KONZEPTBAUSTEIN   ENTWICKLUNGSZIELE   MASSNAHMEN   /   PROJEKTE   ERLÄUTERUNG   /   WEITERES   VORGEHEN   H   VERNETZTE   STADTTEILKULTUR    Ausbau   /   Weiterentwicklung   der   Kulturangebote   im   Stadtteil    Vernetzung   aller   Kulturakteure   und   Kulturschaffenden    Schaffung   neuer   Kooperationen    Schaffung   neuer   Räumlichkeiten   für   kulturelle   Veranstaltungen,   beispielsweise   im   zukünftigen   Bürgerzentrum    Verstärkte   Nutzung   vorhandener   Räumlichkeiten    Zukunftssicherung   des   Knielinger   Museums    Sicherung   des   kulturellen   Erbes   (Hofgut   Maxau,   historische   Gassen   und   Kulturdenkmäler   in   Alt ‐ Knielingen)   H.1   KULTURNETZWERK   KNIELINGEN   Entwicklung   einer   Netzwerkplattform   für   kulturelle   Angebote,   Suche   nach   attraktiven   Räumlichkeiten   zur   Einrichtung   einer   Koordinierungsstelle   und   für   Veranstaltungen   (Ausgangsbasis   wirkStadt),   Kooperation   mit   Gemeindehäusern   oder   Seniorenzentrum   (Wunsch   nach   weiteren   kulturellen   Angeboten   und   Veranstaltungen   im   Haus,   Räumlichkeiten   stehen   zur   Verfügung).      H.2   KUNST ‐  UND   KULTURPROFIL   Entwicklung   eines   eigenen   Profils   für   Knielingen   mit   einem   eigenständigen   künstlerischen   und   kulturellen   Programm.   Konkretisierung   der   Konzeption   durch   Privatpersonen   und   Kulturschaffenden   aus   dem   Stadtteil.     H.3   STADTGEIST ‐ APP   Die   Stadtgeist ‐ App   soll   auf   Stadtteile   ausgeweitet   werden.   Als   Pilotprojekt   fiel   die   Wahl   auf   Knielingen   als   ältesten   urkundlich   nachgewiesenen   Stadtteil   Karlsruhes.   7 ‐ 10   Stadtmarken   sollen   in   diesem   Zusammenhang   herausgestellt   und   erlebbar   gemacht   werden   (z.B.   mit   Geschichten   zu   historischen,   künstlerischen,   sehenswerten,   wissenswerten   örtlichen   Besonderheiten).   Federführung   Stadtmarketing   in   Kooperation   mit   Kulturamt   und   Wirtschaftsförderung.   Entwicklung   des   Knielinger   Rundwegs   /   Themenwege   im   Zuge   der   Stadtgeist ‐ App   möglich.      8   HANDLUNGSFELD   I   SPORT,   FREIZEIT   UND   GESUNDHEIT   NR   KONZEPTBAUSTEIN   ENTWICKLUNGSZIELE   MASSNAHMEN   /   PROJEKTE   ERLÄUTERUNG   /   WEITERES   VORGEHEN   I   GESUNDHEIT   UND   BEWEGUNG   IM   STADTTEIL    Bedarfsgerechte   Ausstattung   von   Sport ‐  und   Freizeitangeboten    Stärkung   der   Vereinsstrukturen   und   Ausbau   der   Kooperationen   mit   und   zwischen   den   Vereinen    Anreize   schaffen   für   eine   nachhaltige   und   generationsübergreifende   Bewegungsförderung    Berücksichtigung   von   Aspekten   der   Mobilität   /   Barrierefreiheit   und   Sicherheit   für   Kinder   sowie   Sicherheit   für   Jugendliche   im   öffentlichen   Raum      Vernetzung   und   Anbindung   der   wohnortnahen   Frei ‐  und   Erholungsflächen    Verbesserung   der   Anbindung   an   öffentliche   und   sonstige   wichtige   Einrichtungen   im   Verlauf   des   Rundwegs   I.1   ANGEBOTE   AN   SPEZIAL ‐  UND   TRENDSPORTARTEN   IM   STADTTEIL   Schaffung   von   Angeboten   in   Knielingen,   damit   z.B.   Jugendliche   im   Stadtteil   bleiben   und   sich   mit   diesem   identifizieren.   Schaffung   von   Treffpunkten   im   Freien   für   Trendsportarten   wie   Slacklinen   oder   Skaten.      Standortsuche   siehe   Punkt   I.2   I.2   SUCHE   NACH   GEEIGNETEN   STANDORTEN   FÜR   KINDER   UND   JUGENDLICHE    FÜR   SPORTLICHE   AKTIVITÄTEN     Siehe   auch   Handlungsfeld   Sozialer   Zusammenhalt   und   Bildung   Maßnahme   C.1   „Schaffung   von   Freitreffpunkten   für   Jugendliche“   Möglichkeiten   zum   Skaten,   Radfahren   und   Rollerfahren   anbieten   evtl.   beim   Sportpark   Bruchwegäcker   (wegen   problematischer   Wegeverbindung   und   dezentraler   Lage   eher   für   ältere   Jugendliche   geeignet)   oder   auf   der   Grünfläche   Am   Sandberg   nordwestlich   Bolzplatz   Eggensteiner   Straße.    Vergrößerung   der   Skaterbahn   /   Dirt ‐ Bike ‐ Bahn   am   Festplatz      Nutzung   der   Flächen   im   Umfeld   des   Festplatzes,   auch   in   Verlängerung   zur   Rennbahn      Schutzgebiet,   nur   mit   Genehmigung   der   Höheren   Naturschutzbehörde   (wird   jedoch   sehr   kritisch   gesehen).     I.3   BEWEGUNGS ‐  UND   GESUNDHEITSFÖRDERNDE   ANGEBOTE    Aufstellung   von   Outdoor ‐ Fitnessgeräten   (siehe   Entwicklung   Rundweg   Punkt   I.5 ),   Einrichtung   einer   Jogging ‐ Strecke   entlang   der   Alb   /   auf   der   Grünfläche   2.0   oder   in   Verbindung   Rundweg   mit   Kilometrierung.   Das   Ausweisen   einer   Joggingstrecke   an   der   Alb   mit   Kilometrierung   und   Beleuchtung   wir   aufgrund   des   dortigen   Schutzgebietsstatus   kritisch   gesehen.   Die   Zustimmung   des   LA   als   Eigentümer   der   Flächen   wird   ebenfalls   benötigt.     I.4   SCHAFFUNG   EINER   SCHULSPORTANLAGE   (LEICHTATHLETIK)   Die   Gemeinbedarfsfläche   an   der   Reinhold ‐ Crocoll ‐ Halle   ist   eine   der   wenigen   Möglichkeiten,   eine   weiterführende   Schule   zu   errichten.   Eine   Detailplanung   kann   nur   auf   Grundlage   eines   Gesamtkonzepts   erfolgen.   Zu   prüfen   wäre   grundsätzlich,   ob   die   Nutzungshäufigkeit   der   Anlage   durch   die   Grundschulen   in   einem   vertretbaren   Verhältnis   zu   den   Bau ‐  und   Unterhaltungskosten   liegen   würde.   9   I.5   ENTWICKLUNG   EINES   RUNDWEGS   IN   KNIELINGEN       Ausweisung   des   Streckenverlaufs und   Nutzung   /   Ausgestaltung   des   Rundwegs   sowie   der   öffentlichen   Freiräume   und   Plätze   im   Rundweg.   Nutzungs ‐  und   Gestaltungsvorschläge   aus   der   AG   für   Plätze   und   Freiflächen:    Elsässer   Platz   (Aufwertung   des   Umfelds,   klare   Anbindung   an   vorhandenen   Radweg,   gestalterische   und   funktionale   Aufwertung   (Verweis   Punkt   M.1.1   und   S.1 )    Grünzug   Knielingen   2.0   (Joggingstrecke   mit   zusätzlichen   Bewegungsgeräten   (Fitnessgeräte   gibt   es   bereits   beim   Spielplatz),   Anschaffung   kommunikativer   Sitzmöglichkeiten   im   Bereich   Spielplatz,   Pflanzung   weiterer   Bäume,   Hecken,   Sträucher   zur   Einfassung,   Eingrünung   und   Einbeziehung   des   Krasnodarplatzes,   Picknickecke   im   Bereich   der   alten   Mauer)    Grünzug   nordwestlich   (barrierefreier   Übergang   im   Zuge   der   Tramerweiterung,   stärkere   Eingrünung   als   optische   Begrenzung   zum   Bundeswehrgelände   hin   im   Bereich   des   geplanten   Bolzplatzes)    Kleingartenanlage   Husarenlager   (Kontaktaufnahme   mit   den   Kleingartenbesitzern   notwendig,   um   Vorschläge   zu   diskutieren,   zum   Beispiel:   Joggingstrecke   als   Fortführung   des   Grünbereichs   2.0,   Aufstellen   weiterer   Bewegungsgeräte,   Wegfall   der   Spielplätze      Aufenthaltsbereiche   mit   Sitzmöglichkeiten,   Wunsch   nach   einem   Brunnen   ist   aufgrund   der   hohen   Anschaffungs ‐  und   Unterhaltungskosten   nicht   realisierbar,   Gestaltung   der   Eingangssituation   in   der   Ferdinand ‐ Keller ‐ Straße)      Kleingartenanlagen   sind   als   öffentliches   Grün   auch   Erholungsflächen   für   die   10   Allgemeinheit;   ihre   Wege   sollen   zum   Spazierengehen   genutzt   werden   (gem.   §   1   Abs.4   Gartenordnung);   Öffnungszeiten:   vom   01.   März   bis   30.   Oktober   täglich   bis   Einbruch   der   Dunkelheit   (das   bedeutet,   dass   der   geplante   Weg   durch   Kleingartenanlage   von   November   bis   Februar   geschlossen   wäre)    Grünstreifen   Östliche   Rheinbrückenstraße   (langfristig   Verlängerung   des   Grünstreifens   im   Zuge   der   Umgestaltung   der   Rheinbrückenstraße   S.1 )    Ausweisung   und   Beschilderung   des   Rundwegs    Einbindung   der   Stadtmarken   aus   Stadtgeist ‐ App   (s.   Punkt   H.3 )   Bei   möglichen   Anbindungen   des   Rundwegs   in   den   Außenbereich   (zu   Ackerflächen,    Nutzflächen)   müssen   die   Belange   und   Anliegen   der   Landwirtschaft   berücksichtigt   werden   (siehe   „Knigge   für   Feld   und   Flur“   des   i.m.a)      11   HANDLUNGSFELD   I   UMWELT,   KLIMASCHUTZ UND   STADTGRÜN NR   KONZEPTBAUSTEIN   ENTWICKLUNGSZIELE   MASSNAHMEN   /   PROJEKTE   ERLÄUTERUNG   /   WEITERES   VORGEHEN   J   NATUR   UND   STADTGRÜN   ALS   ERHOLUNGSRAUM    Erhaltung   der   Kulturlandschaft   um   Knielingen   (Burgau   und   Feldflur   zwischen   Alb   und   Alt ‐ Knielingen   sowie   die   Rheinauenwälder)    Steigerung   der   Aufenthaltsqualität   an   der   Alb   durch   umweltverträgliche   Maßnahmen   unter   Beachtung   des   Natur ‐  und   Artenschutzes    Sicherung   der   Artenvielfalt   von   Tieren   und   Pflanzen   durch   naturbelassene   und   unberührte   Bereiche    Erhaltung   der   Blickbeziehungen   zur   Alb    Schaffung   attraktiver   Naherholungs ‐  und   Naturerlebnisräume   am   Rhein    Harmonisches   Miteinander   von   Mensch   und   Natur    Erschließung   der   Verkehrswege   entlang   des   Rheins     J.1   NUTZUNGSMÖGLICHKEITEN   AN   DER   ALB   J.1.1Aufwertung   des   Parkplatzes   gegenüber   Sängerheim   Überlegung   Verlagerung   der   Glascontainer,   Entstehung   attraktiver   Aufenthaltsbereich.   J.1.2Aufwertung   des   Stegs   Aufwertung   durch   kommunikative   Anordnung   der   Bänke.   J.1.3Aufwertung   des   Platzbereichs   vor   dem   Boxerhäuschen   Ergänzung   durch   einfache   Sitzmöglichkeit,    Beobachtungsstation   (Fernrohr,   Gugg ‐ Löcher...).   J.2   LANDSCHAFTSPARK   RHEIN   Das   Brückenkonzept   ist   Voraussetzung   für   einen   durchgängigen   Radweg   am   Rhein,   Hofgut   Maxau.   Die   durch   den   Landschaftspark   entstandenen   Probleme   Müll,   Lärm,   Parken   müssen   gelöst   werden.   J.3   BESUCHERLENKUNGSKONZEPT   KNIELINGER   SEE UND   BURGAU   Das   Regierungspräsidium erstellt   ein   Besucherlenkungskonzept.   Dieses   muss   für   weitere   Planungen   und   Überlegungen   unbedingt   berücksichtigt   werden.   J.4   AUSWEISUNG   EINER   HUNDEAUSLAUFFLÄCHE   IM   STADTTEIL   Standortsuche   nach   potenzieller Fläche,   Vorschlag:   Fläche   hinter   Knielinger   Bahnhof   (südöstlich   des   Bahnhofs,   Bereich   angrenzend   Saarlandstr.   166)   neben   Kleingartenanlage,   Vorschlag   des   Bezirks:   städtischer   Grünstreifen   südlich   der   Fläche   am   Sandberg   zwischen   Spielplatz   Eggensteiner   Straße   und   Reinhold ‐ Crocoll ‐ Halle.   Die   Flächen   entlang   der   Bahnlinie   (südlich   des   Bahnhofs)   wurden   von   der   DB   an   einen   privaten   Eigentümer   verkauft.   Im   Rahmen   des   gerade   beginnenden   Bebauungsplanverfahrens   „Wohnbebauung   Maxauer   Straße“   soll   hier   eine   Fuß ‐  und   Radwegeverbindung   für   die   Öffentlichkeit   geschaffen   werden   (Sicherung   eines   Geh ‐  und   Fahrrechts   über   einen   städtebaulichen   Vertrag).   Vielleicht   könnte   in   diesem   Zusammenhang   eine   12   Hundeauslauffläche   entlang   des   Wegs   ebenfalls   thematisiert   werden?   K   NACHHALTIGE   SICHERUNG   UND   ENTWICKLUNG   VON   STADTGRÜN,   NATUR   UND   LANDSCHAFT    Erhalt   und   Pflege   der   Grün ‐  und   Freiflächen   im   Stadtteil   (Berücksichtigung   von   Frischluftschneisen)    Vernetzung   der   öffentlichen   Grün ‐  und   Freiflächen    Verbesserung   des   Stadtklimas   durch   öffentliche   und   private   Begrünungsmaßnahmen    Erhalt   der   Vielfalt   von   Arten   und   Lebensräumen    Sauberkeit   im   Stadtteil    Bewusstseinsbildung   und   Informationsvermittlung    Fachlich   qualitative   Biotopschutz ‐  und   Biotoppflegemaßnahmen    Vorantreiben   der   Schnakenbekämpfung   K.1   VERNETZUNG   UND   ANBINDUNG   VON   FREIRÄUMEN   /   ÖFFENTLICHE   UND   PRIVATE   BEGRÜNUNGSMASSNAHMEN   Vernetzung   der   Grün ‐ und   Freiflächen,   Sicherung   der   Frischluftschneisen,   schnelle   Erreichbarkeit   von   Wohnen   und   Erholung,   gestalterische   Aufwertung   und   Verschattung   der   Straßenräume   durch   Neupflanzungen,   Einsatz   von   Wasser   im   öffentlichen   Raum,   Nutzung   der   Freiräume   als   Radwegeverbindung,   Nutzung   als   Erholungsräume.   Dabei   dürfen   landwirtschaftliche   Nutzflächen   nicht   beansprucht   werden   (Randzonen   nutzen),   Grüne   Höfe,   Dächer   und   Fassaden   (siehe   auch   L.2 )   K.2   ERHALTUNG   DER   STREUOBSTWIESENBESTÄNDE   Suche   nach   engagierten   Menschen,   die   sich   um   Pflege   und   Unterhalt   kümmern,   Ausbau   von   Initiativen   (Kooperationen   mit   LA,   Landkreis   KA   und   Bürgerverein   Knielingen   e.V.),   Nachpflanzungen   zur   Bestandssicherung.   K.3   BAUMPATENSCHAFTEN   /   MÜLLBESEITIGUNG   Stärkung   des   privaten   Engagements   bei   der   Pflege   der   Grünbestände   im   Straßenraum   und   bei   der   Müllbeseitigung,   GBA   bietet   Baumpatenschaften   für   Stadtbäume   an,   LA   bietet   Patenschaften   für   Streuobst   an,   AfA   organisiert   Dreck ‐ Weg ‐ Wochen,   gemeinschaftliche   Reinigungsaktionen,   Sauberkeitspatenschaften.   K.4   PFLEGEMASSNAHMEN   AN   DER   ALB   Pflegemaßnahmen   im   NSG   werden   durch   Regierungspräsidium   und   Maßnahmen   am   Gewässer   durch   das   TBA   regelmäßig   durchgeführt   (wo   möglich),   Teilbereiche   sollen   jedoch   naturnah   gestaltet   bleiben   (Tier ‐  und   Pflanzenschutz),   der   Bahndamm   ist   DB ‐ Gelände,   diese   müssen   sich   um   die   Pflege   kümmern      evtl.   Kontaktaufnahme   mit   DB,   Abstimmung   mit   Naturschutzverwaltung.   K.5   SCHNAKENBEKÄMPFUNG   Bekanntmachung   von   Bekämpfungsmöglichkeiten   im   „Knielinger“   (Abstimmung   mit   dem   Bürgerverein   bereits   erfolgt)   und   in   der   StadtZeitung,   Bti ‐ Tabletten   sind   bei   der   Stadtverwaltung   erhältlich   und   sollen   vor   Ort   über   z.B.   Apotheken,   Blumenladen   etc.   ausgegeben   werden   können.    13   L   ENERGIEEFFIZIENTER   UND   KLIMAANGEPASSTER   STADTTEIL    Anpassung   an   den   Klimawandel    Verbesserung   der   Umweltqualität    Förderung   der   Energieeinsparmaßnahmen   /   Minimierung   des   Energieverbrauchs    Steigerung   der   Energieeffizienz    Erhöhung   der   Energiegewinnung   aus   erneuerbaren   Energiequellen    Städtische   Gebäude   energetisch   sanieren   als   Vorbildfunktion    Schutz   der   Bevölkerung    Verstärkung   des   Klimaschutzgedankens   durch   Öffentlichkeitsarbeit    Luft ‐  und   Lärmbelastung   senken   und   gesundes   Lokalklima   schaffen    Reduzierung   /   Verlagerung   des   Straßenverkehrs   (siehe   auch   Handlungsfeld   Mobilität)   L.1   ENERGETISCHES   QUARTIERSKONZEPT   Energetisches   Quartierskonzept   in   Alt ‐  und   Neu ‐ Knielingen,   betrachtet   wird   ein   definiertes   Quartier   mit   Gebäuden   der   Baualtersklassen   vor   1980   (Knielingen   2.0   ist   nicht   enthalten),   Konzepterstellung   parallel   und   in   Abstimmung   zur   VU   in   Alt ‐ Knielingen.     L.2   UMSETZUNG   DER   HANDLUNGSBEDARFE   AUS   DEM   KLIMASCHUTZKONZEPT   /   STÄDTEBAULICHEN   RAHMENPLAN   KLIMAANPASSUNG   Für   besonders   betroffene   Teilräume   (dient   als   Grundlage   für   städtebauliche   Sanierungsmaßnahmen),   Entsiegelung,   Innenhofbegrünung,   Dach ‐  und   Fassadenbegrünung,   Reduktion   anthropogener   Wärmeemissionen,   Wasser   im   öffentlichen   Raum,   Verschattung,   Pocket ‐ Parks.     L.3   LÄRMMINDERUNG   UND   LUFTREINHALTUNG   Umsetzung   Maßnahmen   aus   dem   LAP   Karlsruhe   bedürfen   der   Zustimmung   des   GR   (vgl.   Verkehr   und   umweltverträgliche   Mobilität   Punkt   T.1 )   Endgültige   Maßnahmen   zum   Lärmschutz   können   daher   derzeit   nicht   festgelegt   werden.   Fortschreibung   Luftreinhalteplan   durch   Regierungspräsidium   Karlsruhe      14   HANDLUNGSFELD   I   STÄDTEBAU   UND   STADTTEILENTWICKLUNG   NR   KONZEPTBAUSTEIN   ENTWICKLUNGSZIELE   MASSNAHMEN   /   PROJEKTE   ERLÄUTERUNG   /   WEITERES   VORGEHEN   M   ATTRAKTIVE   ÖFFENTLICHE   RÄUME   UND   BEGEGNUNGSPUNKTE    Aufwertung   des   historischen   Ortsbilds   durch   qualitätsvolle   Gestaltungsmaßnahmen   des   öffentlichen   Raums    Verbesserung   der   Lebens ‐  und   Aufenthaltsqualität,   Schaffung   eines   attraktiven   Wohnumfeldes    Schaffung   eines   fußgänger ‐  und   fahrradfreundlichen   Stadtteils   mit   offener   und   barrierefreier   Gestaltung  Gestaltung   der   Platz ‐  und   Straßenräume   zu   erkennbaren   und   erlebbaren   Kommunikationszonen   und   Identifikationsbereichen    Reduzierung   des   motorisierten   Verkehrs   M.1   UMSETZUNG   VON   AUFWERTUNGSMASSNAHMEN   IM   ÖFFENTLICHEN   RAUM   M.1.1Funktionale   und   gestalterische   Aufwertung   des   Umfelds   Elsässer   Platz   Funktionale Aufwertung   des   gesamten   Umfelds,   Außenbewirtschaftungsmöglichkeiten   für   Eisdiele,   Bäckerei   (im   Rahmen   der   Sanierung)     M.1.2Umgestaltung   der   Rheinbrückenstraße   Umgestaltungs ‐ und   Begrünungsmaßnahmen   (für   Planung   der   Begrünungsmaßnahmen   ist   im   Vorfeld   die   Leitungserhebung   dringend   erforderlich),   im   Rahmen   der   Sanierung,   siehe   auch   Punkt   ( P.1,   I.5,   M.1.1,   Q.3,   S.1)   M.1.3Aufwertung   des   Platzbereichs   vor   Knielinger   Kirche   Aufenthaltsqualität   schaffen,   Sitzmöglichkeit   (im   Rahmen   der   Sanierung)     M.1.4Aufwertung   und   Gestaltung   der   Stadtteileingänge   und   des   westlichen   Stadteingangs   Begrünungsmaßnahmen,   ansprechendes   Erscheinungsbild,   Integration   von   Kunst,   Markierungen     M.2   FUSSGÄNGER ‐  UND   FAHRRADFREUNDLICH   GESTALTETE   STRASSENRÄUME   IN   ALT ‐ KNIELINGEN   Niveaugleicher   Ausbau   in   Verbindung   mit   Temporeduzierung,   Begrünungsmaßnahmen   wenn   möglich,   Prüfung   und   Konzeptentwicklung   im   Rahmen   des   Sanierungsprogramms.   M.3   AUFWERTUNG   DES   GASSENSYSTEMS   IN   ALT ‐ KNIELINGEN   Aufwertungsmaßnahmen,   Beleuchtung,   Beschilderung,   Konzeptentwicklung   im   Rahmen   des   Sanierungsprogramms.   Historischen   Bezug   herausstellen,   z.B.   Historische   Führungen   (evtl.   Integration   in   App   „Stadtgeist“)     15   N   SICHERUNG   UND   WEITERNETWICKLUNG   DES   WOHNSTANDORTS    Erhaltung   und   fachgerechte   Instandsetzung   privater   und   öffentlicher   Immobilien    Aufwertung   des   Ortskern   Alt ‐ Knielingen   und   Stärkung   seiner   städtebaulichen   Funktion   unter   Berücksichtigung   des   Denkmalschutzes    Gestalterische   Beratung   sowie   Gestaltrichtlinien   für   die   private   Modernisierung    Steigerung   der   Wohnumfeldqualität   im   Ortskern    Energetische   Quartiers ‐  und   Gebäudesanierung    Bedarfsgerechte   Optimierung   der   Flächennutzung     Berücksichtigung   vorhandener   Potenziale   und   Zielkonflikte    Flächenrecycling   statt   Neuausweisung,   verträgliche   Nachverdichtung    Sicherung   einer   nachhaltigen   wirtschaftlichen   Entwicklung    Beim   Neubau   von   Wohnanlagen   und   Wohngebieten   eine   Mischung   der   Einwohnerschaft   durch   das   Angebot   verschiedener   Wohnungsgrößen   und  ‐ grundrissen   berücksichtigen   N.1   MODERNISIERUNGS ‐  UND   INSTANDSETZUNGSMASSNAHMEN   Hauptsächlich   bei modernisierungsbedürftigen   Altbauten,   denkmalgeschützten   oder   historisch   wertvollen   privaten   sowie   öffentlichen   Gebäuden.   N.2   ENERGETISCHE   GEBÄUDESANIERUNG   Bestandsgebäude energetisch   sanieren   (siehe   klimaangepasster   Stadtteil).   N.3   FLÄCHENPOTENZIALE   ZUR   NACHVERDICHTUNG   Neubaugebiet   Am   Sandberg :   Abgeschlossenes   Bebauungsplanverfahren,   derzeit   Vermarktung   des   Areals   durch   Volkswohnung.    Neubaugebiet   Knielingen   2.0   Abgeschlossenes   Bebauungsplanverfahren,   derzeit   Vermarktung   noch   weniger   Grundstücke   durch   Volkswohnung.   Ehemaliges   TV ‐ Areal :    Mittel ‐  bis   langfristige   Maßnahme,   Volkswohnung   plant   die   Entwicklung   eines   Wohngebiets.   Neubaugebiet   Maxauer   Straße :   mittel ‐ bis   Langfristige   Maßnahme,   Entwicklung   eines   Wohngebiets.   N.4   FLÄCHENPOTENZIALE   FÜR   BEREICHE   IM   UMBRUCH   Gemeinbedarfsfläche   2.0:   Änderung   von   Gemeinbedarfsfläche   „Schule“   im   Rahmen   des   laufenden   Bebauungsplan ‐ Änderungsverfahrens   zu   Gemeinbedarfsfläche   „Schule   und   Kita“.   Militärkirche   2.0 :    Unter   Denkmalschutz,   muss   neuer   Nutzung   zugeführt   werden,   evtl.   Kulturangebot,   aufwendige   Sanierungsmaßnahmen   notwendig.   Freihaltetrasse   für   Nordumfahrung   Industrieflächen   als   Jokerflächen   Gewerbeflächen   (im   FNP   ausgewiesen)   O   NAHVERSORGUNG  Standortsicherung   vorhandener   Einzelhandels ‐  und   Dienstleistungsbetriebe     Unterstützung   und   Sicherung   der   Entwicklungsmöglichkeiten   von   Betrieben   im   Stadtteil    Gewährleistung   der   wohnortnahen   Versorgung    Ausbau   der   Serviceangebote     Organisation   von   gegenseitigen   O.1   SICHERUNG   DER   NAHVERSORGUNG   Nahversorgung   laut   LeNa ‐ Monitoring   ausreichend,   für   Ansiedlung   eines   Lebensmittelmarktes   in   Alt ‐ Knielingen   fehlt   es   an   Flächen,   evtl.   Fahrdienst   anbieten   (Stichpunkt   Helferbörse),   offensive   Werbung   und   Erhalt   des   Wochenmarkts   (wird   momentan   nicht   gut   angenommen).   Im   Zuge   der   Eröffnung   des   EDEKA ‐ Marktes   wurde   eine   Buslinie   von   Alt ‐ Knielingen   in   die   Grünhutstraße   eingerichtet      evtl.   Möglichkeit   einer   Optimierung/Erweiterung   der   Buslinie.   Standortverlagerung   Penny ‐ Markt.   16   Hilfeleistungen   O.2   BRINGSERVICE   /   EINRICHTUNG   EINES   LIEFERDIENSTES   REWE ‐ Online ‐ Supermarkt   mit   Lieferdienst   (Ware   kann   per   Internet   bestellt   und   dann   durch   REWE   zugestellt   werden)      Bekanntmachung   des   Angebots,   Liefer ‐  und   Einkaufsangebote   über   Helferbörse   anbieten.   EDEKA   bietet   derzeit   keinen   Lieferservice   an      ggf.   Kontaktaufnahme   zu   EDEKA,   um   Bereitschaft   abzuklären.   O.3   ANLIEFERUNG   UND   KUNDENPARKPLÄTZE   Ausweisung   einer   Ladezone   für   Möbel   Kiefer,   soll   im   Zuge   des   Konzepts   zum   Gehwegparken   geregelt   werden,   Kundenparkplätze   (Prüfung   im   Rahmen   der   VU   und   Sanierung).       17   HANDLUNGSFELD   I   MOBILITÄT NR   KONZEPTBAUSTEIN   ENTWICKLUNGSZIELE   MASSNAHMEN   /   PROJEKTE   ERLÄUTERUNG   /   WEITERES   VORGEHEN   P      FUSSVERKEHR   UND   PARKEN    Stadtteilbezogene   Umsetzung   des   Verkehrsentwicklungsplans    Förderung   des   Fußgängerverkehrs    Bereitstellung   verkehrstechnisch   sicherer   Wege   für   Fußgängerverkehr    Schaffung   geeigneter   und   sicherer   Querungsmöglichkeiten    Verbesserung   /   Berücksichtigung   von   Sichtfeldern    Reduzierung   des   durch   Pendler   verursachten   Parkdruck    Rechtskonformes   Parken    Durchgängig   nutzbare,   barrierefreie   Gehwege    Schaffung   angemessener   Parkraumangebote   für   Pendler,   Kunden   und   Anwohner       P.1   SCHAFFUNG   GEEIGNETER   QUERUNGSMÖGLICHKEITEN   Konkret   genannt   wurden   folgende   Querungsstellen:   Übergang   Eggensteiner   Straße   /   Rheinbrückenstraße :    Gleisquerung   auf   der   Ostseite   der   Kreuzung,   da   bevorzugter   Schulweg   (Detailplanungen   im   Zuge   Umgestaltung   Rheinbrückenstraße).    Querung   Eggensteiner   Straße   /   auf   Höhe   der   Pionierstraße :   Schwierige   Überquerung   für   Kinder.   Kreuzung   Reinmuthstraße   /   Herweghstraße :   Verbesserung   der   Querungsmöglichkeit   der   Reinmuthstraße   mit   den   breiten   Mittelinseln   ohne   Gehweg,   Ausbesserung   der   vorhandenen   Markierungen.   Querung   Sudetenstraße   im   Zuge   der   Tramverlängerung:    Querung   südlich   des   geplanten   Kreisels   in   Sudetenstraße   ist   Schul ‐ Hort ‐ Wegeverbindung.   Querung   der   Siemensallee   entlang   der   Lassallestraße   und   Querung   südliche   Lassallestraße:    Kinder   aus   dem   Gebiet   zwischen   Siemensallee,   Sudetenstraße,   Ludwig ‐ Dill ‐ Straße   und   dem   Siemensgelände   nutzen   diese   Strecke   als   Verbindung   zum   Hort   und   Kita   abseits   der   Sudetenstraße.   Die   Schaffung   einer   geeigneten   Querung   in   diesem   Bereich   könnte   im   Zuge   der   Tramverlängerung   R.1   berücksichtigt   werden .   P.2   KONZEPT   ZUM   GEHWEGPARKEN    Siehe   auch   M.2   und   M.3   Die   Umsetzung des   Konzepts   in   den   einzelnen   Straßen   erfolgt   unter   den   Voraussetzungen   des   von   der   Verwaltung   erarbeiteten   Konzepts.   Erste   Überlegungen   zum   Konzept   sind:    Legalisieren   des   Gehwegparkens:   Bei   ausreichender   Gehwegbreite   mit   entsprechender   Markierung   und   Beschilderung   und   bei   hohem   Parkdruck.     18   Niveaugleicher   Ausbau   der   Straßen: Niveaugleicher   Ausbau   ohne   separat   ausgewiesene   Gehwege,   barrierefreier   Ausbau.   Aufgabe   eines   Gehwegs:    Nutzung   des   Bereichs   zum   Parken.   Einseitige   Parkierung:   Nicht   auf   Gehwegen,   Verkehrsberuhigung   durch   wechselseitige   Anordnung.   P.3   REDUZIERUNG   DES   DURCH   PENDLERVERKEHR   VERURSACHTEN   PARKDRUCKS   Saarlandstraße   und   Lassallestraße   besonders   betroffen   (hoher   Parkdruck   durch   Siemensmitarbeiter).   1.Bewohnerparken   (Bewohnerparken   nicht   zielführend,   da   es   zu   Verdrängungseffekten   führt.   Unabhängig   davon   müssten   tagsüber   50   Prozent   der   Parkflächen   der   Allgemeinheit   zur   Verfügung   stehen   (nach   Rechtslage   nicht   umsetzbar)   .   2.Möglichkeit   einer   stärkeren   Kontrolle   durch   Ordnungsamt   bei   Parken   in   Kurvenbereichen   3.Kontaktaufnahme   zu   Siemens   zur   Lösungsfindung.   P.4   GO   KARLSRUHE   Optimierung   der   Fußgängermobilität mit   aktiver   Bürgerbeteiligung   im   Rahmen   des   Forschungsprojekts   „GO   Karlsruhe“   im   Wettbewerb   „Reallabor   Stadt“,   das   vom   Land   Baden ‐ Württemberg   gefördert   wird.   Q      RADVERKEHR  Stadtteilbezogene   Umsetzung   des   Verkehrsentwicklungsplans    Bereitstellung   verkehrstechnisch   sicherer   Wege   für   Radfahrerverkehr  Steigerung   des   Radverkehrsanteils   und   dadurch   Stärkung   des   Umweltverbundes    Berücksichtigung   der   Sichtfelder    Bessere   Anbindung   an   die   Innenstadt    Einbindung   in   die   Planungen   der   „Fahrradstadt   Karlsruhe“   Q.1   OPTIMIERUNG   UND   AUFWERTUNG   DES   RADVERKEHRSNETZES   Rheinbrückenstraße   Kreuzung   Sudetenstraße:    Zu   eng   gebaute   Kurve   oder   zu   nahe   Aufstellung   der   Ampel   führt   zu   Konflikten   zwischen   Lkw ‐ Verkehr   und   Radfahrenden      Prüfung   der   Schleppkurve.   Einmündungen   in   die   Egon ‐ Eiermann ‐ Allee:   Entschärfung   von   Konfliktsituationen   mit   Pkw ‐ Verkehr   im   Rahmen   der   Tramerweiterung   und   der   Konzeption   zum   Knielinger   Rundweg.   Verbindungen   zwischen   Hoch ‐  und   Tiefgestade   Verbesserungsbedarf   im   Hinblick   auf   Wahrnehmung   der   Wege,   Nutzbarmachung   für   Radfahrende   und   Pflege.    1.   Zwischen   Sandberg   2   und   Am   Brurain:    Bisher   nur   als   Fußweg   angelegt   und   nach   Abwägung   im   B ‐ Planverfahren   zur   Entwicklung   des   19   Neubaugebiets   „Am   Sandberg 2“   auch   so   beibehalten   (u.a.   schwierige   Topografie).   Langfristig   ist   die   Prüfung   anderer   Lösungen   nicht   ausgeschlossen   (Vorschläge:   zukünftige   Verbindung   breiter   als   bisherige   Treppe,   mögliche   Nutzung   auch   mit   Kinderwagen   oder   Rollator,   Beleuchtung,   Prüfung,   ob   die   Steigung   reduziert   werden   kann.    2.   Zwischen   Blindstraße   und   Eggensteiner   Straße:   Verbesserungsbedarf   sowohl   bei   Treppenanlage   (beidseitiges   Treppengeländer,   Sichtbarmachung   der   Stufen   mit   einer   Kantenmarkierung,   Beleuchtung   des   oberen   Bereichs,   regelmäßige   Pflege)   als   auch   bei   vorhandenen   Fuß ‐  und   Radweg   (Verbreiterung   des   Wegs   um   20   cm,   Versetzung   des   Streugutbehälters   zur   Erleichterung   des   oberen   Zugangs   und   zur   besseren   Einsehbarkeit,   Erneuerung   des   Wegs   durch   Egalisieren   und   Wegnehmen   der   Schräge,   Wegräumen   von   Fallobst   und   Laub,   Streudienst).   Kurzheckweg   /   Weg   entlang   der   Alb:    Konflikte   mit   Radrennfahrern,    Prüfen   von   Verbesserungsmöglichkeiten   (z.B.   Verbreiterung   der   Wege).   Frauenhäusleweg   Richtung   Neureut :   Bestandteil   des   Nebennetzes   des   Radwegekonzepts,   wird   trotz   Schranke   als   Beschäftigten ‐ Zufahrt   zur   Miro   genutzt      stabilere   Konstruktion   der   Schranke,   da   oft   beschädigt.   Anbindung   an   Sportpark   Bruchwegäcker:   Eindeutigere   und   sicherere   Wegeführung   für   Kinder   und   Jugendliche   zwischen   Kreuzung   Rheinbrückenstraße   /   Rheinbergstraße   und   Sportpark.   Freihalten   von   Trassen   für   den   Radverkehr:    Stärkere   Kontrolle   durch   Ordnungsamt   (Problem   des   Zuparkens   bestehender   Radstreifen).   Q.2   FERTIGSTELLUNG   DES   RADVERKEHRSNETZES   GEMÄSS   20 ‐ PUNKTE ‐ PLAN   Weitere   Umsetzung   der   Maßnahmen,   Weiterentwicklung   des   20 ‐ Punkte ‐ Programms.   20   Q.3   VERBESSERUNG   DER   ANBINDUNG   AN   DIE   INNENSTADT   Hauptroute   Siemensallee   – Moltkestraße:   Anregung   zur   Nutzung   des   breiten   Gehwegs   für   Radverkehr   als   Zwischenlösung   bis   Tramerweiterung   fertig   ist,   danach   sollen   Schutzstreifen   realisiert   werden,   um   Radfahrende   auf   Fahrbahnniveau   zu   führen.    Nebenroute   Annweilerstraße   –   Egon ‐ Eiermann ‐ Allee   –   Eggensteiner   Straße:    Weitgreifende   Lösung   unter   Berücksichtigung   des   angrenzenden   Straßennetzes.    Rheinbrückenstraße:    Durchgehende   Radwegeverbindung   entlang   der   Rheinbrückenstraße   bis   in   die   Innenstadt.   Hardtstraße   (Bereich   Mühlburg):    Prüfung   wie   fehlende   Markierung   in   Teilabschnitten   durch   Absenkungen,   Beschilderung   o.ä.   deutlich   gemacht   werden   kann.   Q.4   WEITERENTWICKLUNG   FAHRRADVERLEIHSYSTEM   Maßnahme   VEP Prüfung   des   Bedarfs   im   Stadtteil,   Ausweitung   von   Flexi ‐ Stationen,   offensive   Werbung,   Information   und   Schnupperangebote,   Unterstützung   elektromobiler   Angebote   (Pedelecs).     Q.5   AUSBAU   VON   BIKE+RIDE ‐ ANLAGEN   Maßnahme   VEP Überprüfung   der   Nachfrage   im   Stadtteil,   Berücksichtigung   bei   Umbau   oder   Neubau   von   Haltestellen.   Bike+Ride ‐ Anlage   bei   Tramerweiterung   geplant.   Q.6   MARKETING   UND   ÖFFENTLICHKEITSARBEIT   Maßnahme   VEP Bewusstsein   für   umweltfreundliche   Verkehrsmittel   schaffen,   stärkere   Vermarktung   und   Vernetzung   der   Angebote   im   Stadtteil.     R      ÖFFENTLICHER   VERKEHR  Stadtteilbezogene   Umsetzung   des   Verkehrsentwicklungsplans    Förderung   des   Umweltverbundes    R.1   VERLÄNGERUNG   TRAMSTRECKE   LINIE   2   Maßnahme   VEP Beginn   Ausbau   2017,   dadurch   einheitlicher   Erschließungsstandard   (400   Meter ‐ Radius)   in   nahezu   gesamten   Stadtteil   erreicht.   21    Umweltverträglicher   Stadtverkehr   der   Zukunft    Umlenkung   der   Pendler   auf   öffentliche   Verkehrsmittel    Ausbau   der   Verbindungen    Gewährleistung   der   Barrierefreiheit R.2   VERLÄNGERUNG   DER   BUSLINIE   75   Maßnahme   VEP Erschließung   des   geplanten   Gewerbegebiets   Knielingen   West   bis   zur   Raffinerie.   Optional   wäre   die   Einrichtung   eines   unabhängigen   Shuttle ‐ Services   möglich.   Beteiligung   des   LA   notwendig,   wenn   landwirtschaftliche   Flächen   tangiert   sind.     R.3   BARRIEREFREIER   AUSBAU   DER   HALTESTELLEN   Maßnahme   VEP Überprüfung   und   Verbesserung   der   Haltestellenausstattung   (z.B.   Fahrgastunterstände,   niederflurgerechter   Haltestellenausbau,   Beleuchtung,   Fahrplan ‐  und   Tarifinformation).     R.4   1 ‐ ZONEN ‐ TARIF   FÜR   BERUFSPENDLER   –   ANSCHLUSSSTELLE   WÖRTH   Maßnahmen   zur   Änderung   der   Verkehrsmittelwahl   (Modal   Split)   zugunsten   umweltfreundlicher   Verkehrsmittel.    Kontaktaufnahme   zum   KVV   notwendig.     S   MOTORISIERTER   INDIVIDUALVERKEHR    Stadtteilbezogene   Umsetzung   des   Verkehrsentwicklungsplans    Förderung   des   Umweltverbundes     Verkehrsreduzierung   zugunsten   der   Wohnqualität    Reduzierung   des   durch   Pendler   verursachten   Parkdrucks   zugunsten   umweltfreundlicher   Verkehrsmittel  Gewährleistung   der   Barrierefreiheit  Entlastung   des   Stadtteils   durch   Verlagerung   der   Verkehrsströme    Minimierung   der   Lärm ‐  und   Schadstoffbelastung   S.1   STADTVERTRÄGLICHE   UMGESTALTUNG   DER   RHEINBRÜCKENSTRASSE   Mittelfristige   Maßnahme   aus   VEP Verbesserung   der   Umfeldverträglichkeit,   Dämpfung   der   Geschwindigkeiten   des   Kfz ‐ Verkehrs,   Erhöhung   der   Sicherheit   und   des   Komforts   der   nichtmotorisierten   Verkehrsteilnehmergruppen   (z.B.   Anlage   von   Mittelinseln,   Verbreiterung   der   Anlagen   für   Radverkehr   und   Fußverkehr   auf   Kosten   der   Breite   der   Fahrstreifen   für   den   MIV   unter   Beachtung   betrieblicher   Belange),    Konzeptentwicklung   im   Rahmen   des   Sanierungsprogramms.     S.2   WEITERENTWICKLUNG   CARSHARING   Maßnahme   VEP Information   und   Ausweitung   des   Angebots,   Bedarf   weiterer   Stationen   prüfen,   Schnupperangebote.   Der   Ausbau   des   Carsharing ‐ Angebots   in   Knielingen   ist   von   der   Teilnehmerentwicklung   abhängig   (zurzeit   8   Carsharing ‐ Fahrzeuge   in   Pionierstraße,   Sudetenstraße   und   Rheinbergstraße).      22   S.3   BUNDESMASSNAHME   ZWEITE   RHEINBRÜCKE   MIT   ANSCHLUSS   AN   DIE   B   36    Als   Maßnahme   des   Bundes   liegt   die   Planungshoheit   ebenfalls   beim   Bund.    Aufnahme   in   Bundesverkehrswegeplan   2030   als   vordringlicher   Bedarf.       S.4   PRÜFUNG   ALTERNATIVER   VERKEHRSFÜHRUNGEN   Folgende   Ansätze   wurden   in   den   Arbeitsgruppensitzungen   diskutiert   und   werden   weiter   geprüft   S.4.1Variante   Nordumfahrung   (ohne   zusätzliche   Rheinbrücke)   Nordumfahrung   so   dicht   wie   möglich   an   der   Raffinerie   entlang   (zusammen   mit   einer   Ersatzbrücke),   weitere   Untersuchungen   /   Prüfungen   der   Stadt   erforderlich.   S.4.2Variante   Südumgehung   Knielingen   Diese   soll   auf   der   Achse   der   vorhandenen   Gleistrasse   entlang   des   Siemensgeländes   führen   in   Verbindung   mit   der   gleichzeitigen   Sperrung   der   nördlichen   Sudetenstraße   zur   B   36.   Dazu   müsste   die   Mitnutzung   der   Straße   durch   die   Bahngleise   gewährleistet   werden.   Diese   Variante   ist   jedoch   durchaus   mit   zahlreichen   technischen   und   rechtlichen   Hürden   verbunden.   Die   Bahntrasse   ist   offiziell   eine   Strecke   der   Deutschen   Bahn   und   wird   auch   weiterhin   benötigt.   Nach   Aussage   der   Stadtverwaltung   ist   eine   Mitbenutzung   der   Gleise   durch   Fahrzeuge,   wie   dies   bei   Straßenbahngleisen   teilweise   praktiziert   wird,   rechtlich   schwierig,   ebenso   die   Umwidmung   der   Strecke.   Die   Breite   der   Trasse   würde   außerdem   maximal   zwei   Fahrstreifen   erlauben,   jedoch   nicht   den   erforderlichen   Raum   für   Abbiegestreifen   und   Knotenpunkte.   Die   Kappung   der   nördlichen   Sudetenstraße   könnte   außerdem   auch   zu   einer   Verlagerung   von   Verkehr   in   die   Annweiler   Straße   führen.   Der   Bürgerverein   Knielingen   fordert   eine   Simulation   des   Modells   (u.a.   hinsichtlich   der   sich   verändernden   Verkehrsströme)   in   Auftrag   zu   geben.      23   T   LÄRMMINDERUNG  Umsetzung   der   Maßnahmen   gemäß   den   Vorgaben   des   Lärmaktionsplan   Karlsruhe    Minderung   der   Lärmbelastung   in   schutzwürdigen   Gebieten    Verbesserung   des   Lärmschutzes   an   der   Südtangente   zugunsten   angrenzender   Wohngebiete     Reduzierung   des   Verkehrslärms   in   der   Rheinbrückenstraße   und   Sudetenstraße    Lärmschutzmaßnahmen   als   Gesundheitsvorsorge   T.1   UMSETZUNG   DER   MASSNAHMEN   AUS   DEM   LÄRMAKTIONSPLAN   Lärmarmer   Fahrbahnbelag   in   beide   Richtungen   auf   der   Südtangente   zwischen   Mühlburg   und   Knielingen :   Richtung   RLP   für   das   Jahr   2016   geplant,   Lärmminderung   bis   zu   4   dB(A)      subjektiv   wahrgenommene   Halbierung   des   Verkehrsaufkommens.   Zuständigkeit   liegt   bei   RP.   Schließung   der   Schalllücke   zwischen   Kleingartenanlage   und   Bahndamm   auf   der   Südtangente   Höhe   Maxauer   Straße.   Errichtung   von   stationären   Geschwindigkeitsanzeigetafeln   in   der   Sudetenstraße   zwischen   Ortsschild   und   Höhe   Annweiler   Straße:    Autofahrer   sollen   gezielt   veranlasst   werden   ihre   Geschwindigkeit   zu   drosseln      positive   Auswirkung   auf   Lärmsituation.   Die   vorgesehenen   Straßen   für   die   Errichtung   von   Geschwindigkeitsanzeigetafeln   im   Stadtgebiet   müssen   noch   festgelegt   werden.   Querungshilfe   mit   Fahrbahneinengung   auf   der   Sudetenstraße   Höhe   Ludwig ‐ Dill ‐ Straße.   Einrichtung   eines   Tempolimits   auf   30   km/h   in   der   Sudetenstraße   zwischen   Annweiler   Straße   und   Östlicher   Rheinbrückenstraße:   Soll   im   Zuge   der   Tramverlängerung   erfolgen,   Pegelminderung   bis   zu   4   dB(A)   möglich.   T.2   BEREITS   UMGESETZTE   LÄRMSCHUTZMASSNAHMEN Aktive   Schallschutzmaßnahmen, Geschwindigkeitsanpassungen   (Tempolimits).    

  • Stadtentwicklungskonzept Knielingen
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: 2016/0497 Verantwortlich: Dez.2 Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 13.09.2016 10 x vorberaten Gemeinderat 20.09.2016 12 x genehmigt Beschlussantrag Der Gemeinderat beschließt das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 als Orientierungsrahmen für die künftige Entwicklung und beauftragt die Verwaltung mit der Um- setzung der Maßnahmen vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Finanzmitteln. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen Wählen Sie ein Element aus. Kontierungsobjekt: Wählen Sie ein Element aus. Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein x ja Handlungsfeld: Bürgergesellschaft Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 (ISEK) benennt als ein zentrales Leit- vorhaben die Stadtteilentwicklung. Nach Beschlusslage des Hauptausschusses vom 27. Januar 2015 sollen gemeinsam mit den Akteuren vor Ort Integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte für die Stadtteile erstellt werden. Ziel dabei ist es einerseits, die Zukunftsideen der Bürgerinnen und Bürger für ihren Stadtteil aufzugreifen, und andererseits, Maßnahmenvorschläge für die Stadt- teile aus den Integrierten Leitvorhaben des ISEK abzuleiten und gemeinsam mit der Bürgerschaft zu konkretisieren. Im Wechselspiel zwischen Verwaltung, Bürgerschaft und Politik sollen auf diesem Wege Integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte (STEK) als Grundlage einer zukunftsfä- higen Weiterentwicklung der Stadtteile erarbeitet werden. Für Neureut wurde bereits ein STEK erstellt und dem Gemeinderat im September 2015 vorgelegt. Vieles wurde seither auf den Weg gebracht. Ein ähnlich angelegter Prozess wurde nach Beschluss im Gemeinderat am 24. Februar 2015 auch für Knielingen eingeleitet. Der rund einjährige intensive Öffentlichkeitsbeteiligungs- prozess startete mit einem Ideenworkshop am 27. Juli 2015 und einem am Tag darauf folgen- den Stadtteilspaziergang. Rund 180 Knielingerinnen und Knielinger brachten sich dabei ein. Auch Kinder und Jugendliche beteiligten sich im Rahmen von Streifzügen und einem Jugend- workshop an der Stadtteilentwicklung. Eine Vertiefung der ersten Ergebnisse erfolgte in mehre- ren Arbeitsgruppensitzungen im Zeitraum Oktober 2015 bis März 2016. Eine Abschlussveran- staltung und gleichzeitiger Auftakt für die vorbereitenden Untersuchungen informierte die Knielingerinnen und Knielinger im Juni 2016 über die Ergebnisse aus dem Prozess sowie weitere Vorhaben und Projekte. Moderiert wurde der Prozess durch das Büro KOBRA – Beratungszent- rum für kommunale Bürgerbeteiligung aus Landau. Abgestimmt wurden Ziel, Sinn und Zweck des Prozesses sowie die Beteiligungskonzeption mit einer Querschnittsgruppe, bestehend aus Politik, Verwaltung und Vor-Ort-Akteuren. Damit wurde sichergestellt, dass der Prozess von allen relevanten Akteuren mitgetragen wird. Überblick Öffentlichkeitsbeteiligungsprozess: - Ideenworkshop am 27. Juli 2015 - Stadtteilspaziergang (in drei Rundgängen) am 28. Juli 2015 - Streifzüge mit Kindern der beiden Grundschulen am 23. und 28. Juli 2015 - Jugendworkshop am 30. September 2015 - AG Soziales und kulturelles Leben in Knielingen (vier Sitzungen) - AG Öffentliche Plätze und Begegnungspunkte (drei Sitzungen) - AG Kinder, Jugend und Familienfreundlichkeit (drei Sitzungen) - AG Natur, Stadtgrün und Klimaschutz (drei Sitzungen) - AG Verkehr und Mobilität (vier Sitzungen) - Abschlussveranstaltung am 2. Juni 2016. Das vorliegende STEK Knielingen 2030 wurde auf Grundlage der Ergebnisse aus dem Beteili- gungsprozess und unter Berücksichtigung sämtlicher Fachplanungen (ISEK, Räumliches Leitbild, Verkehrsentwicklungsplan, Lärmaktionsplan etc.) durch das Büro werk-plan aus Kaiserslautern erstellt. Es integriert darüber hinaus parallel laufende Projekte und Prozesse wie die Zukunfts- stadt, Go Karlsruhe oder die Stadtgeist-App. Die Verwaltung begleitete den Stadtteilentwick- lungsprozess unter intensiver Mitwirkung zahlreicher Fachdienststellen. Ein Zwischenbericht in Form einer SWOT-Analyse (Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken) wurde dem Gemeinderat im Januar 2016 vorgelegt. Das STEK Knielingen stellt einen Orientierungsrahmen für die nächsten Jahre und die zukünftige Entwicklung des Stadtteils dar und dient als Grundlage für die ver- schiedenen Fachplanungen. Das STEK ist darüber hinaus Voraussetzung zur Beantragung von Städtebaufördermitteln, wie es für einen Teilbereich Alt-Knielingens vorgesehen ist, und bietet eine fundierte und mit allen Beteiligten abgestimmte Grundlage. Viele Knielingerinnen und Knielinger haben sich in den Prozess eingebracht. Vor allem bei Ver- anstaltungen zu verkehrlichen Themen, die ohne Frage die größte Herausforderung für die Zu- kunft Knielingens darstellen, war die Resonanz groß. Aber auch im sozialen Bereich haben sich Ergänzende Erläuterungen Seite 3 engagierte Knielingerinnen und Knielinger eingebracht, die sich auch außerhalb der offiziellen Treffen weiter für ihre Projekte einsetzen. Die Arbeitsgruppen verfolgen auch immer das Ziel der Stärkung des Miteinanders, was bereits durch die regelmäßigen Treffen erreicht wird. Die Bür- gerinnen und Bürger zogen insgesamt ein positives Fazit. Wichtig ist den Knielingerinnen und Knielingern nun die Umsetzung der entwickelten Maßnahmen. Einige der Maßnahmen lassen sich kurz- bis mittelfristig ohne hohen Finanzaufwand realisieren oder stehen ohnehin unmittelbar bevor (zum Beispiel: Helferbörse, Besucherlenkungskonzept Knielinger See und Burgau, Verlängerung Tramlinie 2, Entwicklung Ganztagesschule, Kita- und Hortausbau). Andere können nur im Rahmen anderer Großprojekte wie dem Verkehrsentwick- lungsplan (VEP), Lärmaktionsplan (LAP), Räumliches Leitbild Karlsruhe 2015, Sanierungspro- gramm etc. umgesetzt werden. Einige Maßnahmen liegen auch außerhalb des Einflussbereichs kommunalen Handelns (zum Beispiel Ansiedlung von Einzelhändlern, Gastronomen, Fachärzten, Bundesmaßnahme Zweite Rheinbrücke mit Anschluss an die B36) und sind daher vielmehr als strategische Zielvorstellung und Handlungsempfehlung zu verstehen. Folgende Leitziele und Maßnahmen wurden mit den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts erarbeitet: Handlungsfeld 1: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Ziel: „Sozialen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft stärken und Lebensqualität für Kinder, Jugendliche und Familien erhöhen“ Durch individuelle Unterstützungsangebote, lokale Initiativen sowie soziale Netzwerke soll das selbsthilfefreundliche Klima in Knielingen gestärkt und weiterentwickelt werden. Dies erfolgt idealerweise gebündelt und koordiniert über ein Bürgerzentrum sowie eine digitale Plattform. Das Bürgerzentrum fördert als Ort der Begegnung und des Miteinanders Austausch und gegen- seitige Hilfeleistungen, was sich positiv auf das ehrenamtliche Engagement und den sozialen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft auswirkt. Die Interessen von Kindern und Jugendlichen sollen besonders berücksichtigt werden. Die wohnortnahe Versorgung mit ausreichend Freiflä- chen und öffentlichen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten steht dabei im Vordergrund. Ein bedarfsgerechtes Netz an Ganztags- und Betreuungsangeboten soll, auch unter dem Stichwort Inklusion, im gesamten Stadtteil ausgebaut und zur Förderung und Unterstützung der Familien beitragen. Dem Handlungsfeld Sozialer Zusammenhalt und Bildung liegen folgende von den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitete Konzeptbausteine und Maßnahmen zugrunde:  Generationenübergreifende Unterstützungsangebote Maßnahmen: Aufbau einer Helferbörse / Tauschbörse, Koordination und Bekanntma- chung der Angebote im Stadtteil unter einer Dachmarke  Aufbau und Organisation eines Bürgerzentrums im Zusammenschluss mit dem evangeli- schen Gemeindezentrum  Kinder- und jugendfreundlicher Stadtteil Maßnahmen: Schaffung von Freitreffpunkten für Jugendliche, Schaffung eines offenen Kinder- und Jugendangebots und Stärkung vorhandener Einrichtungen, Ausbau und qualitative Verbesserung von Spielplätzen  Bildungsplanung und Betreuung Maßnahmen: Ausbau, Vernetzung und Qualifizierung von Ganztages-, Betreuungs- und Unterstützungsangeboten, Einrichtung der Viktor-von-Scheffel-Schule als Ganztagsschu- le  Seniorengerechte Angebote Maßnahmen: Ausbau des Angebots an Pflegeheimplätzen, Einrichtung einer Außen- sprechstunde des Pflegestützpunktes Ergänzende Erläuterungen Seite 4  Integration Maßnahmen: Angebote zur Integration Neuzugezogener (z.B. Willkommensfest, Stadt- teilführung, Willkommensbroschüre)  Bürgergesellschaft Maßnahmen: Fortführung der Bürgerbeteiligung bei der Umsetzung der Maßnahmen, Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements. Handlungsfeld 2: Kultur Ziel: „Stadtteilkultur entwickeln“ Lebendige Traditionen, Kunst und Kultur leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensquali- tät der Bewohnerinnen und Bewohner sowie zur Identifikation mit dem eigenen Stadtteil. Das kulturelle Erbe von Knielingen als ehemaliges Fischerdorf soll durch die Pflege des Knielinger Museums und der Baudenkmäler Alt-Knielingens gewahrt werden. Wichtige Entwicklungsziele sind:  Ausbau / Weiterentwicklung der Kulturangebote im Stadtteil  Vernetzung aller Kulturakteure und Kulturschaffenden  Schaffung neuer Kooperationen  Schaffung attraktiver Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise in einem zukünftigen Bürgerzentrum  Verstärkte Nutzung vorhandener Räumlichkeiten  Zukunftssicherung des Knielinger Museums  Sicherung des kulturellen Erbes (Hofgut Maxau, historische Gassen und Kulturdenkmäler in Alt-Knielingen). In einem ersten Schritt sollen diese Ziele durch die Bildung eines Kulturnetzwerks Knielingen und die Entwicklung eines Kunst- und Kulturprofils erreicht werden. Einen Beitrag dazu kann auch die Stadtgeist-App Knielingen leisten. Handlungsfeld 3: Sport, Freizeit und Gesundheit Ziel: „Sport und Bewegung fördern und zur Gesundheitsförderung beitragen“ In Knielingen soll ein breit gefächertes Sport- und Bewegungsangebot für alle Lebensalter und Bevölkerungsgruppen gesundheitsfördernde Lebenswelten schaffen und die Verantwortung für die eigene Gesundheit fördern. Folgende Entwicklungsziele sind dabei maßgeblich:  Bedarfsgerechte Ausstattung mit Sport- und Freizeitangeboten  Stärkung der Vereinsstrukturen und Ausbau der Kooperationen mit und zwischen den Vereinen  Anreize schaffen für eine nachhaltige und generationsübergreifende Bewegungsförde- rung  Berücksichtigung von Aspekten der Mobilität / Barrierefreiheit sowie Sicherheit für Kin- der und Jugendliche im öffentlichen Raum  Vernetzung und Anbindung der wohnortnahen Frei- und Erholungsflächen  Verbesserung der Anbindung von öffentlichen und sonstigen wichtigen Einrichtungen im Verlauf eines Rundwegs. Konkrete Maßnahmen sind:  Entwicklung eines Rundwegs in Knielingen zum Spazieren, Joggen, Radfahren. Der Rundweg soll verschiedene Plätze, Freiflächen, öffentliche Straßenräume und wichtige Stadtteileinrichtungen miteinander verbinden.  Neue Angebote an Spezial- und Trendsportarten im Stadtteil etablieren  Ausweisung geeigneter Standorte für sportliche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche Ergänzende Erläuterungen Seite 5  Einrichtung von bewegungs- und gesundheitsfördernden Angeboten (Outdoor- Fitnessgeräte, Joggingstrecke)  Schaffung einer Schulsportanlage (Leichtathletik). Handlungsfeld 4: Umwelt, Klimaschutz und Stadtgrün Ziel: „Image als grüner Stadtteil am Rhein pflegen und zum Klimaschutz beitragen“ Knielingen soll sich noch stärker als grüner Stadtteil am Rhein mit Erholungs- und Freizeitquali- tät definieren. Die Grünvernetzung und die Sicherung öffentlicher Freiräume sind entsprechend zu stärken. Dabei sind die Erfordernisse von Naturschutz und Landschaftspflege zu berücksichti- gen. Begrünungsmaßnahmen sollen in Straßenräumen, auf Plätzen, an Fassaden und Dächern erfolgen. Die grüne Infrastruktur sorgt für Ruhe, Naherholungsmöglichkeiten in Wohnnähe und dadurch für weniger Verkehr sowie für grüne Begegnungsorte und Lernräume. Auch die Ge- bäude sollen unter energetischen und ökologischen Aspekten saniert werden. Langfristiges Ziel ist es, durch Energiesparpotentiale und die Steigerung der Energieeffizienz sowie die zuneh- mende Nutzung erneuerbarer Energien auf lokaler Ebene zum Klimaschutz beizutragen. Dem Handlungsfeld Umwelt, Klimaschutz und Stadtgrün liegen folgende Konzeptbausteine zugrunde:  Sicherung Natur und Stadtgrün als Erholungsraum  Nachhaltige Sicherung und Entwicklung von Stadtgrün, Natur und Landschaft  Energieeffizienter und Klimaangepasster Stadtteil. Wichtige Maßnahmen zur Annäherung an die Zielvorstellungen sind:  Aufwertung einzelner vorhandener Aufenthaltsbereiche an der Alb unter Berücksichti- gung der Schutzwürdigkeit  Pflegemaßnahmen an der Alb  Schnakenbekämpfung (Bekanntmachung, Angebot von Bti-Tabletten im Stadtteil)  Erstellung Besucherlenkungskonzept Knielinger See und Burgau (bereits in Arbeit)  Ausweisung einer Hundeauslauffläche im Stadtteil  Vernetzung und Anbindung an Freiräume  Förderung öffentlicher und privater Begrünungsmaßnahmen  Erhaltung der Streuobstwiesenbestände (Schaffung von Initiativen und Kooperationen zum Erhalt)  Öffentlichkeitsarbeit bei Baumpatenschaften und Reinigungsaktionen verstärken  Erstellung eines Energetischen Quartierskonzepts  Umsetzung der Handlungsbedarfe aus dem Klimaschutzkonzept / städtebaulicher Rah- menplan Klimaanpassung  Lärmminderung und Luftreinhaltung durch Umsetzung der Maßnahmen aus dem LAP und Fortschreibung des Luftreinhalteplans. Handlungsfeld 5: Städtebau und Stadtteilentwicklung Ziel: „Städtebauliche Qualitäten im Quartier herausstellen“ Das städtebauliche Gefüge und die historische Bausubstanz Alt-Knielingens sollen erhalten und herausgestellt werden. Notwendige bauliche Ergänzungen sind in hoher Gestaltungsqualität auszuführen, so dass diese sich in die historische Umgebung einfügen. Der öffentliche Raum soll wieder stärker zum Aufenthalt einladen und zur Begegnung und Kommunikation in den Quar- tieren beitragen. Zur Weiterentwicklung Knielingens als Wohnstandort sollen die vorhandenen Flächenreserven genutzt und Wohnformen für unterschiedliche Bedürfnisse angeboten werden. Folgende Konzeptbausteine sind dafür ausschlaggebend:  Schaffung attraktiver öffentlicher Räume und Begegnungspunkte Ergänzende Erläuterungen Seite 6  Sicherung und Weiterentwicklung des Wohnstandorts  Sicherung der Nahversorgung. Die Ziele lassen sich durch Umsetzung nachfolgender Maßnahmen erreichen:  Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum  Fußgänger- und fahrradfreundlich gestaltete Straßenräume in Alt-Knielingen  Aufwertung des Gassensystems in Alt-Knielingen  Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der Gebäude  Energetische Gebäudesanierung  Nutzung der Flächenpotentiale  Bringservice / Einrichtung eines Lieferdienstes  Anlieferung und Kundenparkplätze. Handlungsfeld 6: Mobilität Ziel: „Stadtverträgliche Mobilität gewährleisten – Verkehrsbelastung senken“ Die umweltverträgliche Mobilität mit gleichen Mobilitätschancen für alle Bevölkerungsgruppen ist weiter zu stärken. Verkehrsberuhigende Maßnahmen und eine barrierefreie Gestaltung der Verkehrsanlagen mit hoher Aufenthaltsqualität sollen zur Förderung des Fußverkehrs beitragen. Durch die Optimierung des Radwegenetzes zwischen Innenstadt und Knielingen sowie die Her- stellung einzelner Lückenschlüsse innerhalb Knielingens soll auch der Radverkehr in Knielingen weiter an Bedeutung gewinnen. Eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs inner- halb Knielingens wird angestrebt – sei es durch Verkehrslenkung um den Stadtteil herum, at- traktive Angebote für Pendler und / oder Veränderungen des Modal Splits zugunsten der um- weltverträglichen Mobilität. Dies führt nicht zuletzt zu Verbesserungen in Bezug auf den hohen Parkdruck und den Verkehrslärm. Ziel ist es darüber hinaus den motorisierten Individualverkehr verträglich mit dem öffentlichen Verkehr und den anderen Verkehrsarten zu gestalten. Die Barrierewirkung der Rheinbrückenstraße soll durch entsprechende stadtverträgliche Umge- staltungsmaßnahmen unter Beachtung betrieblicher Belange reduziert werden, um dadurch die beiden Stadtviertel stärker miteinander zu verbinden. Folgende Konzeptbausteine und Maßnahmen (auch Bestandteil des Verkehrsentwicklungsplans) sollen angegangen werden:  Förderung des Radverkehrs Maßnahmen: Optimierung und Aufwertung des Radverkehrsnetzes, Verbesserung der Anbindung an die Innenstadt, Umsetzung gemäß 20-Punkte-Programm, Weiterent- wicklung Fahrradleihsystem, Ausbau von Bike-und Ride-Anlagen  Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs Maßnahmen: Verlängerung der Tramlinie Strecke 2, Verlängerung der Buslinie 75, Barri- erefreier Ausbau der Haltestellen, 1-Zonen-Tarif für Berufspendler – Anschlussstelle Wörth  Minderung des motorisierten Individualverkehrs Maßnahmen: Vermarktung umweltfreundlicher Mobilitätsangebote im Stadtteil, Stadt- verträgliche Umgestaltung der Rheinbrückenstraße unter Beachtung betrieblicher Belan- ge, Weiterentwicklung Carsharing, Bundesmaßnahme Zweite Rheinbrücke mit An- schluss an die B36, Prüfung alternativer Verkehrsführungen  Förderung des Fußverkehrs und Neuregelung des Parkens Maßnahmen: Schaffung geeigneter Querungsmöglichkeiten für zu Fuß Gehende, Um- setzung des Konzeptes zum Gehwegparken, Reduzierung des durch Pendlerverkehr verursachten Parkdrucks, Go-Karlsruhe  Lärmminderung Ergänzende Erläuterungen Seite 7 Maßnahmen: Umsetzung der Maßnahmen aus dem Lärmaktionsplan. Das STEK Knielingen ist als Diskurs zu verstehen, was bedeutet, dass die formulierten Vorstel- lungen und Ziele sowie die insgesamt rund 80 Maßnahmen einer stetigen Überprüfung, Rück- kopplung, Neuformulierung und Weiterentwicklung bedürfen. Wichtig ist, dass die Maßnah- men stufenweise und entsprechend den aktuellen Erfordernissen und Möglichkeiten abgewo- gen, konkretisiert und realisiert werden. Die Maßnahmen sollen zügig und systematisch ange- gangen werden, um rasch sichtbare Zeichen zu setzen. Wie geht es weiter? Im Falle einer Beantragung von Städtebaufördermitteln und Aufnahme in ein Sanierungspro- gramm wird die Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen des Sanierungsprozesses fortgeführt. Bereits erarbeitete Maßnahmen und Projekte können weiter konkretisiert und auf den Weg gebracht werden. Unabhängig davon sollen einzelne Maßnahmen und Projekte aus dem Kon- zept in separaten Anträgen (eingebracht durch Politik oder Verwaltung) geprüft, konkretisiert und umgesetzt werden. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat – nach Vorberatung im Hauptausschuss - Der Gemeinderat beschließt das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 als Orientierungsrahmen für die künftige Entwicklung und beauftragt die Verwaltung mit der Um- setzung der Maßnahmen vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Finanzmitteln.

  • Protokoll GR TOP 12
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    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 28. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 20. September 2016, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 12. Punkt 12 der Tagesordnung: Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Knielin- gen 2030 Vorlage: 2016/0497 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030 als Orientierungsrahmen für die künftige Entwicklung und beauftragt die Verwal- tung mit der Umsetzung der Maßnahmen vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Finanz- mitteln. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 12 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Hauptausschuss: Gibt es da Wortmeldungen. Das ist der Fall. - Frau Stadträtin Wiedemann. Stadträtin Wiedemann (CDU): Eine Stärke unserer Stadt ist es auch, dieses Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept fortzuführen. In Knielingen wurde es vorbildlich fortge- führt. Es gab zahlreiche Veranstaltungen und Beteiligungsprozesse, an denen die Bürge- rinnen und Bürger von Knielingen auch sehr zahlreich, intensiv und engagiert teilge- nommen haben. Auffällig ist, Knielingen besteht eigentlich aus drei Gebieten: der alte Teil, geteilt durch die Rheinbrückenstraße, der zweite Teil, am Friedhof entlang, also rechts der Rheinbrückenstraße und der neue Teil Knielingen 2.0, und in naher Zukunft auch das Sandfeld als neues Bebauungsgebiet. Was in Knielingen außerdem auffällt ist, dass die Bürgerinnen und Bürger sich über die Lärmbelastung, den großen Autoverkehr, beklagen. Die Verwaltung hat es zur Kenntnis genommen und ist an und für sich in ihrer Handlung beeinträchtigt. Sie kann die Schleichverkehre usw. in Knielingen nicht ganz ausschließen. Ich sage da nur ganz leise in Klammer: zweite Rheinbrücke, Klam- mer zu. In Knielingen wird vieles zu machen sein. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben viele Ideen eingebracht. Im Großen und Ganzen haben sie sich hier zu ihrem Stadtteil bekennen und engagieren können, was in Knielingen sowieso der Fall ist. - 2 - Knielingen ist ein Stadtteil, der eine prima Zusammensetzung hat im sportlichen, im kulturellen Bereich, auch wenn jetzt der eine Gesangverein sich aufgelöst mangels Mas- se, aber dennoch ist in Knielingen viel los. Der Bürgerverein ist sehr aktiv, die kirchlichen Gemeinden ebenfalls. Wir hoffen, dass dieser Bericht nicht nur ein Papiertiger sein wird, und dass - vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Finanzmitteln - doch Etliches umgesetzt werden kann. Stadtrat Dr. Fechler (SPD): Das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept 2030 Knielingen ist nicht nur inhaltlich vorbildlich, sondern auch im Prozess. Hier gilt unser besonderer Dank neben den Bürgerinnen und Bürgern und dem Bürgerverein auch der Verwaltung, die diesen Prozess begleitet hat. Das Konzept gibt einen Orientierungs- rahmen vor für die Zukunft des Stadtteils. Kollegin Wiedemann hat ausgeführt, dass es ein Stück weit zersiedelter Stadtteil ist mit verschiedenen Anforderungen. Die fünf Handlungsfelder zeigen Handlungsthemen auf im Kleinen wie im Großen, auf die wir in der Verantwortlichkeit zum Stadtteil trotz der angespannten Finanzlage gute Antworten finden müssen. Ansonsten konterkarieren wir das Engagement der Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil. Exemplarisch möchte ich hier die großen Themen ansprechen, sei es die Anbindung der B 36, das Thema zweite Rheinbrücke, Lärmschutz, aber auch den öffentlichen Nahver- kehr. Hier gibt es schon Antworten, da hoffen die Knielingerinnen und Knielinger auf eine baldige Fortführung der Linie 2. Wichtig ist ebenso die verkehrliche Entlastung, auch ein Ausbau der Kinderbetreuung oder der Bau eines erweiterten Bürgerzentrums, worauf letztendlich der Bürgerverein ein Stück weit drängt. Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass es wichtig ist, gerade in diesem Stadtteil verantwortlich mit den vorhandenen Freiflächen umzugehen, da Knielingen infolge der industriellen Belastung oder Ansiedlung in stärkerem Maße davon betroffen ist. Hier hoffen wir auf gute Antworten und Verantwortlichkeit für den Stadtteil. Stadtrat Hodapp (GRÜNE): Ich möchte mich in den positiven Beurteilungen meinen beiden Vorrednern anschließen. Wir begrüßen das Stadtteilentwicklungskonzept Knielingen 2030. Es sind jetzt schon einige Punkte genannt worden. Ich möchte vor allem darauf abheben, dass auch ganz stark aus dem Stadtteil selbst zu hören ist, dass dieser transparente und offene Prozess, der hier durchgeführt wurde, die aktive Bürger- beteiligung über ein ganzes Jahr, sehr positiv beurteilt wird, und die Bürgerrinnen und Bürger sich bei diesem Prozess wirklich mitgenommen fühlen von der Politik. Das ist ein ganz wesentlicher Punkt bei diesem Stadtteilentwicklungskonzept. Die Themenfelder sind schon angesprochen worden. Es werden Themenfelder identifi- ziert. Ich möchte ganz kurz auf die Positiven eingehen, die Schwächen oder die negati- ven Themenfelder ganz wesentlich, was identifiziert wurde: - der Individualverkehr, d. h. eine hohe Verkehrsbelastung, - ein hoher Verkehrs- und Parkdruck, - ein generelles hohes Verkehrsaufkommen, das auch über die Industrieansied- lung, Stichwort MiRo und Siemens, natürlich bedingt ist, - 3 - - die Barrierewirkung der Rheinbrückenstraße ist angesprochen worden, die die Knielinger natürlich sehr gerne überwinden würden. Insgesamt eine Lärm- und Abgasbelastung, die daraus resultiert. Auf der anderen Seite der soziale Bereich, dass vor allem im neuen Stadtteil Knielingen 2.0 Kinder- und Hortplätze knapp zu sein scheinen. Positiv wird im Stadtteil gesehen die Nähe zum Rhein und ganz generell die landschaftlich attraktive Lage und auch eine sehr gute Verkehrsanbindung, womit wir natürlich gleich wieder die Brücke - zur Brücke sa- ge ich auch gleich noch was - geschlagen hätten zu den Problemlagen, also auf der ei- nen Seite verkehrlich gut angebunden, aber auf der anderen Seite resultieren daraus natürlich relativ viele Probleme. Aus diesen Themenfeldern - das haben wir auch schon gehört - wurden sechs Hand- lungsfelder identifiziert, die ich jetzt auch nicht wiederholen möchte. Ich möchte nur unseren Wunsch der Fraktion anschließen, dass es, wie es auch im Konzept formuliert ist, vorbehaltlich der finanziellen Möglichkeiten der Stadt umgesetzt werden soll. Wir hoffen, dass das dann daran nicht im Wesentlichen scheitern wird. Zum Schluss möchte ich noch eine Sache für meine Fraktion festhalten. In der Formulie- rung der Beschlussvorlage könnte der Eindruck entstehen, ich zitiere: „Eine Bundes- maßnahme zweite Rheinbrücke mit Anschluss an die B 36“, Zitat Ende, sei als Maß- nahme quasi besetzt. In der Verkürzung klingt das etwas seltsam. Deswegen möchte ich ganz gerne noch mal aus dem Konzept zitieren. Im Konzept selbst auf S. 67 steht ganz deutlich, dass es sich gerade bei dieser Maßnahme, ich zitiere auch hier noch mal, „um ein hochpolitisches Thema handelt, für das im Rahmen des Stadtteilentwicklungs- konzeptes keine Lösung gefunden werden kann“, Zitat Ende. Gleichzeitig werden in dem Zusammenhang die Prüfung alternativer Verkehrsführungen, Nordumfahrung oh- ne zweite Rheinbrücke oder Südumfahrung, ganz explizit genannt. Stadtrat Dr. Fischer (KULT): Knielingen hat ein erfolgreiches „STEK“ verdient, denn dieses Stadtteilentwicklungskonzept entsteht hier in einem Stadtteil, nicht weil es der älteste Stadtteil von Karlsruhe ist, sozusagen der Vater oder die Mutter der ganzen Ge- gend, ähnlich wie Durlach, nein, dieser Stadtteil fühlt sich in meinen Augen auch zu- recht so umzingelt wie das berühmte gallische Dorf im französischen Nordwesten, wo eben die römischen Heerlager außen herum stehen. Die Knielinger empfinden es halt so. Da ist die EnBW, da ist der Müllberg, der Kompostplatz und die Raffinerie. Das Gan- ze ist genau wie beim gallischen Dorf außen herum und belagert sie. Dann muss man noch sagen, es ist ein Stadtteil, der keinen Ortschaftsrat hat und deswegen geht dort alles ein bisschen länger. Das muss man ehrlicherweise schon zugeben, ob man das be- grüßt oder ablehnt, ist eine andere Sache. Es ist dort nicht so schnell etwas zu lösen. Deswegen wäre es wichtig, dass wir diesem großen Stadtteil, der auch unheimlich viel Fläche in die Stadt Karlsruhe eingebracht hat, jetzt auch wirklich zur Seite springen und diesen Stadtteilentwicklungsprozess ernst nehmen. Ich war bei mehreren der Sitzungen dabei, und zwar nicht nur beim Verkehr. Auf den komme ich auch noch zu sprechen, auch bei Grünflächen und Stadtplanung. Ich wollte einfach nur zuhören und habe festgestellt, die Teilnehmer waren bunt gemischt. Es wa- ren nicht nur die berühmten „Nimby-Bürger“, also not in my backyard, die irgendetwas - 4 - verteidigen wollen, dass bei ihnen kein Laster vorm Haus parken darf, sondern das wa- ren Menschen, die sich mit dem Stadtteil auseinandersetzen wollten. Parallel lief noch dieser Zukunftsprozess zu Knielingen. Das hat sich sehr positiv ausgewirkt. Ich fand es sehr spannend. Deswegen bitte ich, die Debatte dort auch wirklich ernst zu nehmen, auch bei dem allerletzten Punkt, den ich nachher noch ansprechen werde. Es war auch keine Scheinbeteiligung, es darf auch keine Scheinbeteiligung sein. Das ist wiederum ein Appell an die Verwaltung, wenn man merkt, es gibt Schwierigkeiten mit Finanzen, das man das nicht irgendwie stillschweigend vergisst, sondern dass man dann klar sagt, im Moment ist das Geld nicht da, aber wir haben euch weiterhin auf der Rechnung und vergessen das nicht. Was die Knielinger da jetzt vorgeschlagen haben und wünschen, sind weiche und harte Themen, z. B. auch bei der Schul- und Kindergartensituation sehr zukunftsgerichtet, sehr spannend, sehr positiv. Dann gab es die vielen harten Sachen. Zu den weichen Sa- chen gehört z. B. auch - das fand ich ganz witzig, ich dachte immer Knielingen ist ein Stadtteil mit lauter Grün außen herum -, dass es aber kaum eine Hundeauslauffläche gibt. Das wurde mir dann auch nachgewiesen. Ich bin mit dem Fahrrad dann abgefah- ren. Das stimmt. Es ist echt schwierig, einen Hund dort irgendwo frei rennen zu lassen. Das Problem werden wir gelöst kriegen. Dann gab es die vielen verkehrlichen Probleme, die harten Sachen, Sudetenstraße wurde schon genannt. Daran müssen wir arbeiten. Natürlich auch diese drängende Schneise, deshalb auch ein stadtplanerisches Thema, die Rheinbrückenstraße. Eine Straße teilt einen Stadtteil komplett - das kenne ich auch aus Rüppurr-, deswegen auch diese Trennung, die eine meiner Vorrednerinnen an- sprach. Jetzt komme ich zum letzten Punkt, das müssen auch die Befürworter dieser seltsamen zweiten Rheinbrücke einfach anerkennen. Ich will hier keinem Vorwürfe machen, aber der Stadtteil Knielingen hat null komma null Vorteile, er hat nur Nachteile. Das muss man bei aller Ehrlichkeit dann auch im Stadtteil dort sagen, auch wenn man sich für dieses Ding - wie z. B. die CDU-Fraktion - ausspricht. Stadtrat Jooß (FDP): Knielingen war vielleicht früher ein Exklusivstadtteil, ist es im Moment leider nicht mehr. Vielleicht wird es besser. Deswegen Lob an alle Knielinger, die sich hier eingebracht haben. Wir hoffen, dass möglichst viele Punkte des Stadtteil- konzepts umgesetzt werden. Aber auch Lob an unsere städtische Volkswohnung, die sich intensiv in die Konversion eingebracht hat, trotz einiger Hürden, wie Verlagerung der Sportstätten. Immer noch nicht gelöst ist das Thema Kirche. Da lässt natürlich auch das Denkmalamt grüßen. Wir hoffen, dass es da baldmöglichst eine Lösung gibt. An- sonsten sehen wir der Entwicklung in Knielingen gerne positiv entgegen. Der Vorsitzende: Das war die letzte Wortmeldung. Wir kommen zur Abstimmung. Ich bitte um das entsprechende Zeichen. - Einstimmige Kenntnisnahme und Beauftragung, entlang dieser Linien weiter zu denken und zu entscheiden. - 5 - Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 5. Oktober 2016