Ergänzungsantrag KULT: Wohungsbau in Karlsruhe voran bringen: Prüfung Aufstockungspotentiale von Wohngebäuden
| Vorlage: | 2016/0450 |
|---|---|
| Art: | Änderungs-/Ergänzungsantrag |
| Datum: | 19.07.2016 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | Keine Angaben |
| Erwähnte Stadtteile: | Nordstadt, Waldstadt |
Beratungen
Keine Beratungen verfügbar.
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ERGÄNZUNGSANTRAG KULT-Gemeinderatsfraktion vom: 15. Juli 2016 Vorlage Nr.: 2016/0450 Wohnungsbau in Karlsruhe voranbringen: Prüfung Aufstockungspotentiale von Wohnge- bäuden Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 19.07.2016 30 Die Stadtverwaltung erstellt eine Übersicht, in welchen Quartieren eine gezielte Förderung der Aufstockung von Wohngebäuden Sinn macht: aus stadtplanerischen und stadtgestalterischen Gründen, von der Eigentümerstruktur her und mit Blick auf das Ziel, kostengünstigen Wohn- raum zu schaffen. Die Stadtverwaltung informiert den Planungsausschuss über die Ergebnisse und zeigt Vorbil- der aus anderen Städten für großräumige Aufstockung als Mittel der Wohnraumschaffung. Das Aufstocken bestehender Gebäude könnte im Stadtgebiet Karlsruhe die Möglichkeit bie- ten, nennenswerten Zuwachs an zusätzlichem Wohnraum zu generieren. Die Süddeutsche Zeitung, die sich unter anderem auf eine Studie der TU Darmstadt bezieht, befasste sich im Mai mit den positiven Aspekten möglicher Aufstockungen von Wohngebäuden: „Die Argu- mente für eine Aufstockung liegen auf der Hand: Die Suche nach neuen Grundstücken ent- fällt und es werden weniger Flächen versiegelt. Außerdem existieren in den Gebäuden bereits Infrastrukturleitungen für Wasser, Strom und Heizung. Anders als ein Neubaugebiet auf der grünen Wiese entfallen die Erschließungskosten für Straßen und Nahversorgung“ (http://www.sueddeutsche.de/geld/nachverdichtung-eins-aufs-dach-1.3005438). Diverse ge- lungene Beispiele für die innerstädtische Aufstockung von Gebäuden finden sich bspw. in München oder Singen. Neben den Wohnungsbaugenossenschaften gibt es viele private Immobilienbesitzer, welchen die Möglichkeit eingeräumt werden sollte, diese Potenziale zu prüfen und ggf. auszuschöp- fen. Die Prüfung, wo die Stadt großräumige Aufstockungsmöglichkeiten präferiert, sollte das Sachverhalt / Begründung: Seite 2 ganze Stadtgebiet umfassen; auch dort wo bestehende Bebauungspläne dies bisher nicht zulassen und geändert werden müssten. Allerdings kann die Aufstockung von Gebäuden auch Probleme mit sich bringen. In diesem Zusammenhang sind besonders die Eingriffe ins Stadtbild zu beachten. Auch das vorhandene Infrastrukturangebot, Verschattungseffekte, statische Probleme, Auswirkungen auf das lokale Kleinklima oder baurechtliche Aspekte sollten in die Prüfung einbezogen werden. unterzeichnet von: Lüppo Cramer
-
Extrahierter Text
Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Ergänzungs- antrag KULT-Gemeinderatsfraktion vom: 15.07.2016 Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2016/0450 Dez. 6 Wohnungsbau in Karlsruhe voranbringen: Prüfung Aufstockungspotentiale von Wohnge- bäuden Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 19.07.2016 30 x Kurzfassung Aus dem Räumlichen Leitbild heraus wurde eine stadtweite Untersuchung der Inneren Entwick- lungspotenziale (Dichte) beauftragt. Das Büro berchtoldkrass aus Karlsruhe hat die Ergebnisse hierzu dem Planungsausschuss am 16. Juni 2016 vorgestellt. Eine zusätzliche Übersicht wird als nicht zielführend erachtet. Konkrete Aufstockungsmöglichkeiten sind immer gebäudespezifisch zu prüfen. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) - - - - Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein x ja Handlungsfeld: Städtebau Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Dichtestudie über das gesamte Stadtgebiet gibt eine raumkonkrete Einschätzung von Po- tenzialen für die Innenentwicklung in Karlsruhe. Sie weist ein differenziertes Bild für Karlsruhe aus – Stadtteile und Quartiere, die eine Verdichtung verkraften, sowie für Innenentwicklung weniger geeignete Gebiete. Für die Untersuchung wurden die im städtebaulichen Rahmenplan Klimaanpassung entwickelten zwölf Stadtstrukturtypen untersucht. Zudem sind die Belange der Klimaanpassung sowie des Denkmalschutzes mit in den Untersuchungsprozess eingeflossen. Große Potenziale werden in den nordwestlichen Stadtteilen gesehen. Darüber wird die Bedeu- tung des Prozesses zum Rahmenplan Waldstadt-Waldlage, der im Spätsommer 2015 fertigge- stellt wurde, unterstrichen. Zur Vertiefung der Gebietskulisse sind weitere Rahmenplanprozesse anzustreben. Darüber hinaus zeigt die Studie aber auch einige Ein- und Zweifamilienhaus-Gebiete auf, in denen beispielsweise durch Abriss von alten Gebäuden und einer Neuerrichtung höherer Ge- bäude zusätzliche Wohnungen geschaffen werden könnten. In fast allen Fällen ist Vorausset- zung aber immer ein Bebauungsplan (beispielsweise die Hardecksiedlung). Die Aufstockung einzelner Gebäude wurde schon beispielhaft und vorbildlich in der Nordstadt (Amerikaner-Siedlung) umgesetzt. Hierbei wurde der Fokus unter anderem auf die Statik der vorhandenen Gebäude gelegt. Aufgrund von Untersuchungen bezüglich der Statik wurden die Aufsätze deshalb in Holzkonstruktion geplant und bis ins Detail auf ihr Gewicht optimiert. In dieser Weise müsste das auch immer jeweils bei allen anderen Gebäuden im Einzelnen geprüft werden.