Ergänzungsantrag KULT: Bessere Luft durch Mooselemente in Innenräumen

Vorlage: 2016/0444
Art: Änderungs-/Ergänzungsantrag
Datum: 15.07.2016
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Keine Angaben
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

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  • KULT-Mooselemente Innenräume
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    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister ERGÄNZUNGSANTRAG KULT-Gemeinderatsfraktion vom 12. Juli 2016 Vorlage Nr.: 2016/0444 Bessere Luft durch Mooselemente in Innenräumen Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 19.07.2016 25 x Die Verwaltung prüft den Einsatz von Mooselementen in den Innenräumen städtischer Gebäude. Täglich werden Arbeitsbereiche und Büros mit Schadstoffen aus der Außenluft und mit Lärm belastet. Aber auch in den Gebäuden selbst gibt es eine Reihe von Schadstoffquellen, die auf die städtischen Mitarbeiter(innen) einwirken. Moose können als natürliche Filter die Raumluftqualität verbessern und das Raumklima regulieren. Dabei benötigen sie im Gegensatz zu Grünpflanzen kaum Pflege und wirken sich durch ihre schallab- sorbierende Eigenschaft positiv auf die Raumakustik aus. Ferner haben Moose, wie andere Pflanzen auch, eine beruhigende Wirkung auf Menschen und können als attraktives und besonderes Gestal- tungselement die Innenräume städtischer Gebäude aufwerten. Mit dem Einsatz von Mooselementen kann die Stadt Karlsruhe ein Zeichen setzen, dass sie selbst im Rathaus auf ein umweltbewusstes Klima achtet. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Erik Wohlfeil Max Braun Dr. Eberhard Fischer Uwe Lancier Sachverhalt / Begründung:

  • Stellungnahme TOP 25 KULT
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    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister STELLUNGNAHME zum Ergänzungs- antrag KULT-Gemeinderatsfraktion vom: 12.07.2016 Vorlage Nr.: Verantwortlich: 2016/0444 Dez. 6 Bessere Luft in Innenräumen durch Mooselemente Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 19.07.2016 25 x Kurzfassung Die funktionalen Vorteile der bekannten Erzeugnisse übersteigen nicht die Möglichkeiten er- probter Bauprodukte. Eigene Erfahrungen oder wissenschaftliche Bewertungen liegen nicht vor. Einzig die optischen Eigenschaften sind herausragend. Die Verwaltung rät von der Installation ab. Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) x nein ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen (bitte auswählen) Kontierungsobjekt: (bitte auswählen) Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: ISEK-Karlsruhe-2020-relevant x nein ja Handlungsfeld: (bitte auswählen) Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Verwaltung prüft den Einsatz von Mooselementen in den Innenräumen städtischer Gebäude. Hinsichtlich der Anwendung von Elementen mit einer Moos- oder Flechtenoberfläche bestehen bei der Stadtverwaltung Karlsruhe für den Gebäudeinnenbereich keine Erfahrungen. Ebenso sind keine Studien oder andere Dokumente mit objektiven Bewertungen der erzielbaren Quali- täten bekannt. Aktuell können deshalb zur Antwort nur subjektive Aussagen verschiedener An- bieter herangezogen werden, die teilweise durch Prüfzeugnisse belegt sind. Seit etwa zehn Jah- ren befinden sich Produkte verschiedener Hersteller auf dem Markt. Die bezeichneten Mooselemente für den Innenbereich bestehen in der Regel aus einer Träger- platte und einer darauf applizierten Schicht aus zumeist Flechten oder vereinzelt auch Polster- moosen. Im Falle der Flechten handelt es sich um organische Masse, welche nicht mehr durch Substrate und einen direkten Feuchteeintrag über Bewässerung oder Beregnung im natürlichen Zustand gehalten wird. Vielmehr wird die beabsichtigte Wirkung durch „tote“ Biomasse erzielt, welche durch Konservierungsmittel und Lebensmittelfarbe fixiert ist. Die von den Herstellern zugesagten positiven Produkteigenschaften zielen besonders auf eine akustisch dämpfende Wirkung, eine gewisse feuchtigkeitsregulierende Funktion und besonders auf die atmosphärische Qualität durch optische und haptische Wahrnehmung. Typische Ein- satzbereiche sind bisher eher repräsentative Räume, welche flächigere oder ornamentale Gestal- tungen ermöglichen. Diese Einsatzbereiche erklären sich auch durch den flächenbezogenen Preis von über 300 Euro pro Quadratmeter für Flechten und von über 1.000 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter für wandgebundene Bepflanzungen. Aus fachlicher Sicht erwartet die Verwaltung keine, über die Wirkung üblicher Bauprodukte hinausreichende Eigenschaften wie akustische Bedämpfung, Feuchtigkeitsregulierung oder gar Bindung von Schadstoffen. Die Stärke des Materials wird in seiner gestalterischen Aussage er- kannt. Laut Herstelleraussagen benötigt das Material eine mittlere relative Raumluftfeuchte von 40 bis 60 Prozent. Es kann also nicht von einer aktiven und deutlichen Beeinflussung der Raumluft- feuchte ausgegangen werden. Das Material ist beispielsweise nicht in der Lage, eine winterlich oft trockene Raumluft über einen längeren Zeitraum zu befeuchten. Der Einsatz in unkontrollierten, öffentlichen Räumen in Reichhöhe sollte vermieden werden, da eine fortschreitende Zerstörung der Oberfläche durch Anfassen befürchtet werden muss. Die Verwaltung rät von einer Installation ab, welche durch die funktionalen Eigenschaften be- gründetet ist.