Hortentwicklung und Aufnahme weiterer Hortprojekte in die Bedarfsplanung

Vorlage: 2016/0348
Art: Beschlussvorlage
Datum: 13.06.2016
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: Sozial- und Jugendbehörde
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwinkel, Hohenwettersbach, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Oberreut, Oststadt, Rintheim, Rüppurr, Südstadt, Südweststadt, Waldstadt, Weststadt

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 19.07.2016

    TOP: 11

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: einstimmig zugestimmt

  • Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 13.07.2016

    TOP: 7

    Rolle: Vorberatung

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Anlage 1 _Hortplanung
    Extrahierter Text

    1 HortplanungStandMai2016 StadtteilGrundschule des Stadtteils Ganztagsgrund- schule (GTGS) Hort (SH)PlätzeVeränderung und Planung für Schülerhorte 01 Innenstadt Ost Hans-Thoma- Schule seit 2013/14 GTGS Kooperationspartner Schul-und Sportamt 02 Innenstadt West Leopold-GSseit 2013/14 Kooperationspartner Schul-und Sportamt Städt. SH Sophienstraße 40 02 Innenstadt West Hebel-GSseit 2014/15 Kooperationspartner Caritas SH der Caritas Wörthstraße 40Übergang zur GTGS, auslaufend 03 Südstadt Schiller-GS Nebenius-GS GS-Schule am Wasserturm seit 2015/16 GTGS Kooperationspartner Schul-und Sportamt Gebundene GTGS Städt. SH Baumeisterstraße Kinderinsel Süd, StJAe.V. Augartenstraße/Marienstraße 25 76 Schließung des StandortesFebruar2016 Zusammenführung des Hortangebotes In den Räumen der Uhlandschule. Antrag Erweiterung um 1 Gruppe (20 Plätze)ab Sept. 2016 04 Südweststadt GartenschuleSH Gartenschule, Elterninitiative24gekoppelt an Schulbelange 04 Südweststadt SüdendschulePlanung ohne konkreten Antragszeitpunkt SH an der Südendschule, Pro Liberis 160Schule ist inPlanungen zur Entwicklung eines Ganztagsschulangebotes. Vorübergehende Erweiterung des Hortangebotes um 3 Gruppen. Anlage 1 2 StadtteilGrundschule des Stadtteils Ganztagsgrund- schule (GTGS) Hort (SH)PlätzeVeränderung und Planung für Schülerhorte 05 Weststadt GutenbergschuleStädt. SH Scheffelstraße 55 05 Weststadt Weinbrenner-GSseit 2014/15 GTGS Kooperationspartner Stadtjugendausschuss (StJA e.V.) Hort der Elterninitiative wurde im Aug. 2014 in die GTGS überführt 05 Weststadt Städt.Heilpädagogischer Hort10Belegung über den Sozialen Dienst 06 Nordwest- stadt Werner-von- Siemens-Schule seit 2011/12 GTGS Kooperationspartner Schul-und Sportamt SH, ev. Diakonissenhaus Bethlehem Bienwaldstraße 40 07 Oststadt Tulla-GSseit 2012/13 GTGS Kooperationspartner Schul-und Sportamt Städt. SH Haid-und-Neu-Straße 50 07 Oststadt Schillerschuleseit 2015/16 GTGS Kooperationspartner StJA e.V. Städt. SH Frühlingstraße 50 08 Mühlburg Friedrich-Ebert- Schule Städt. SH Weinbrennerstraße 80 08 Mühlburg HardtschuleStädt. SH Hardtstraße 3a 50Gesamtschau Mühlburg, Weststadt, Grünwinkel, da übergreifende Schulbezirke 08 Mühlburg Draisschuleseit 2013/14GTGS Kooperationspartner Schul-und Sportamt SH an der Draisschule, Elterninitiative 40auslaufend bis 2018 09 Daxlanden Adam-Remmele- schule Städt. SH Thomas-Mann-Straße 80 09 Daxlanden SH, Diakonie Nussbaumweg 5 44Spiel-und Lernstube 3 StadtteilGrundschule des Stadtteils Ganztagsgrund- schule (GTGS) Hort (SH)PlätzeVeränderung und Planung für Schülerhorte 10 Knielingen Victor-von- Scheffel-Schule Städt. SH Lassallestraße Schulstraße/an der Schule 60 80 10 Knielingen Victor-von- Scheffel-Schule 40Geplante neue Kita im Gebiet 2.0mit 40 Hortplätzen 10 Knielingen GS-KnielingenStädt. SH Grundschule Knielingen 20Ab September 2016 neue Gruppe in Alt- Knielingen 11 Grünwinkel GS-GrünwinkelStädt. SH Koelreuterstraße 50Gesamtplanung mit Hopfenstraße 11 Grünwinkel GS-GrünwinkelStädt. SH Hopfenstraße/an der GS- Grünwinkel 60Antrag Erweiterung um 0,5 Gruppe (10 Plätze)ab Sept. 2016 12 Oberreut Anne-Frank- Schule seit 2014/15 Kooperationspartner Schul-und Sportamt Städt. SH Albert-Braun-Straße 40 12 Oberreut Anne-Frank- Schule Städt. SH an der Schule 16Ausgelagert in die Weiße Rose, auslaufend bis Juli 2016 12 Oberreut SH, StJA e.V. in der Weißen Rose 15Spiel-und Lernstube 13 Beiertheim-Bulach GS-BeiertheimStädt. SH BreiteStraße 100 15 Rüppurr Eichelgarten-GSStädt. SH Blütenweg 60 15 Rüppurr RiedschuleSH, StJA e.V. an der Riedschule 100 4 StadtteilGrundschule des Stadtteils Ganztagsgrund- schule (GTGS) Hort (SH)PlätzeVeränderung und Planung für Schülerhorte 16 Waldstadt Eichendorffschuleseit 2014/15 GTGS Kooperationspartner Schul-und Sportamt Städt. SH Tilsiterstraße 70Nimmt ab Sept. 2015 keine Erstklässler mehr auf 16 Waldstadt WaldorfschuleSH, Freie Waldorfschule Karlsruhe an der Waldorfschule 75 16 Waldstadt Ernst-Reuter- Schule Ab 2015/16 Gemeinschaftsschule, Grundschulbereich wird parallel abgebaut. 17 Rintheim Heinrich-Köhler- Schule ab 2015/16 gebundene GTGS Kooperationspartner StJA e.V. Städt. SH Forststraße 25Abbau ab Schuljahr 2015/16, Schließung 2017 17 Rintheim Element-i-Schule im Technido, privat SH, Kind und Beruf Hort an der Schule 60 19 Durlach Schloss-Schuleseit 2013/14 Kooperationspartner Schul-und Sportamt SH, ehemalige Elterninitiative Prinzessenstraße/an der Schloss- Schule 25auslaufend bis Juli 2016 19 Durlach Städt. SH Weiherhof 80Stadtteilplanung mit OV Durlach 19 Durlach Weiherwald- schule GTGS in Planung ab 2016/17 Städt. SH GrazerStraße an der Oberwaldschule 40SH befindet sich auf dem Schulgelände und wird abgebaut. 19 Durlach Städt. SH Alte Karlsruher Str. 24Spiel-und Lernstube 5 StadtteilGrundschule des Stadtteils Ganztagsgrund- schule (GTGS) Hort (SH)PlätzeVeränderung und Planung für Schülerhorte 20 Grötzingen GS-GrötzingenUmsetzung mit Fertigstellung des neuen Schulgebäudes Städt. SH Kirchstraße an der GS 100Planungen mit OV Grötzingen. Insgesamt abhängig vom Neubau der Schule 22 Hohenwettersbach GS am LustgartenSH, ev.Kinderstadtkirche e.V. Kirchplatz 50 Höhenstadt- teile Elternbefragung in 2015 zu GTGS Standortplanungen laufen 26 Neureut Nordschule Neureut seit 2014/15 GTGS Kooperationspartner StJA e.V. Städt. SH Alte-Friedrich-Straße 30seit mehreren Jahren starker Platzüberhang, geplante Schließung Juli 2018 26 Neureut WaldschuleSH, Kinderstadtkirche e.V. Moldaustraße an der Waldschule 120Platzengpass, ergänzende Flexible Nachmittagsbetreuung durch den gleichen Träger 27 Nordstadt Marylandschuleseit 2011/12 GTGS Kooperationspartner Schul-und Sportamt Städt. SH Rhode-Island-Allee 120 27 Nordstadt MarylandschuleStädt. SH Kanalweg 40 27 Nordstadt MarylandschuleSH Husky, StJA e.V. Tennesseeallee 25Auslaufend bis Juli 2016 27 Nordstadt NCO Delawarestraße 20für ältereKinder

  • Anlage 2 Hortplanung
    Extrahierter Text

    Finanzielle Auswirkungen Jahr 2016Betrag (Euro)BezeichnungKontierung Ergebnishaushalt28.180 Personalaufwand für städt. Einrichtungen PSP-Element: 1.500.36.50.01.02.09 Sachkonto: 40000000 Ergebnishaushalt-15.670 Erträge für städtische Einrichtungen PSP-Element: 1.500.36.50.01.02.09 Sachkonto: 33000000 Finanzhaushalt17.600 Investitionen für städtische Einrichtungen PSP-Element: 7.500001.700.821.31 Sachkonto: 78310000 Jahr 2017BetragBezeichnungKontierung Ergebnishaushalt86.640 Personalaufwand für städt. Einrichtungen PSP-Element: 1.500.36.50.01.02.09 Sachkonto: 40000000 Ergebnishaushalt-17.990 Erträge für städtische Einrichtungen PSP-Element: 1.500.36.50.01.02.09 Sachkonto: 33000000 Finanzhaushalt0 Investitionen f. städtische Einrichtungen PSP-Element: 7.500001.700.821.31 Sachkonto: 78310000 Jahr 2018BetragBezeichnungKontierung Ergebnishaushalt88.810 Personalaufwand für städt. Einrichtungen PSP-Element: 1.500.36.50.01.02.09 Sachkonto: 40000000 Ergebnishaushalt-17.990 Erträge für städtische Einrichtungen PSP-Element: 1.500.36.50.01.02.09 Sachkonto: 33000000 Finanzhaushalt0 Investitionen für städtische Einrichtungen PSP-Element: 7.500001.700.821.31 Sachkonto: 78310000 Anlage2 Die Mehrerträge abdemJahr 2017 für den Hort Kinderinsel Süd wurden bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2017/2018 berücksichtigt und werden deshalb nur für den Hort an der Schule Grünwinkel aufgeführt. Haushaltsmittel für die zusätzlichen Personalaufwendungen des Hortes Kinderinsel stehen im Gesamtpersonalkostenbudget des POA zur Verfügung. Für die Erweiterung des Hortes an der Schule Grünwinkel wird intern Personal umgeschichtet. Für die Mehrauszahlungen im Finanzhaushalt sind Haushaltsmittel bei der SJB/Abteilung Kindertageseinrichtungen vorhanden.

  • Hortentwicklung
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Der Oberbürgermeister BESCHLUSSVORLAGE Vorlage Nr.: 2016/0348 Verantwortlich: Dez.3 Hortentwicklung und Aufnahme weiterer Hortprojekte in die Bedarfsplanung Beratungsfolge dieser Vorlage Gremium Termin TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 13.07.2016 7 x Vorberaten Gemeinderat 19.07.2016 11 Einstimmig zugestimmt Beschlussantrag Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Erweiterungen in den Schülerhorten Hopfenstraße, Grünwinkel um eine halbe Gruppe (10 Plätze) und im Hort in der Uhlandschule, Südstadt um 1 Gruppe (20 Plätze). Finanzielle Auswirkungen (bitte ankreuzen) nein x ja Gesamtkosten der Maßnahme Einzahlungen/Erträge (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Städt. Träger: ErgHH 2016: 28.180 € ErgHH 2017: 86.640 € ErgHH 2018: 88.810 € FinHH 2016: 17.600 € FinHH 2017: 0 € Städt. Träger: ErgHH 2016: 15.670 € ErgHH 2017: 17.990 € ErgHH 2018: 17.990 € Städt. Träger: ErgHH 2016: 12.510 € ErgHH 2017: 68.650 € Erg HH 2018: 70.820 € FinHH 2016: 17.600€ FinHH 2017: 0€ Städt. Träger: 70.820 € Haushaltsmittel stehen in voller Höhe zur Verfügung Kontierungsobjekt: Wählen Sie ein Element aus. Kontenart: Ergänzende Erläuterungen: siehe Anlage 2 ISEK-Karlsruhe-2020-relevant nein x ja Handlungsfeld: Sozialer Zusammenhalt und Bildung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) x nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften x nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Ausgangslage Im Zuge des steigenden Bedarfs für Kinderbetreuungsplätze nimmt stetig auch der Bedarf an Plätzen für Schulkindbetreuung zu. In den Jahren 2003 bis 2012 wurden die Hortplätze von 1.186 auf 2.541 Plätze ausgebaut. Der Ausbau des Schülerhortangebotes konnte mit dem steigenden Bedarf nicht Schritt halten. Schü- lerhorte als Angebot der Jugendhilfe benötigen wie andere Kindertageseinrichtungen eine Be- triebserlaubnis, die eine räumliche und personelle Ausstattung voraussetzt. Ein flächendecken- des und bedarfsgerechtes Angebot über Schülerhorte wäre deshalb nicht möglich. Parallel ent- standen weitere Betreuungsangebote unabhängig von der Jugendhilfe im Rahmen der Flexiblen Nachmittagsbetreuung an den Schulen, um dem großen Bedarf gerecht zu werden. Eine stadt- weite Elternbefragung bestätigt, dass neben dem Bedarf für Schülerhorte auch Ganztagsschul- plätze gewünscht werden. Grundschulkindbetreuung 1 Statistik Schul- und Sportamt 2 Angebot von Klever, Stadtjugendausschuss e.V. und Kinder-Stadtkirche e.V. 3 Statistik Schul- und Sportamt und Kinder in Ergänzender Betreuung, die vom Hort mit abge- deckt wird. 4 Statistik Sozial- und Jugendbehörde Ist-Stand Die Hortentwicklung kann nicht unabhängig von der Schulentwicklung betrachtet werden. Ent- sprechend der Rahmenkonzeption und Förderrichtlinie Ganztagsangebote für Grundschulkin- der, die erstmals im November 2013 vom Gemeinderat verabschiedet und am 24. November 2015 in fortgeschriebener Version bestätigt wurde, soll langfristig die Ganztagsgrundschule das Basismodell der Grundschulkindbetreuung darstellen. Mit einer Aufstockung durch städtische Ressourcen kann ein hortähnlicher Rahmen geschaffen werden, der eine verlässliche Betreuung täglich bis 17:30 Uhr und in 7 Wochen der Schulferien bietet. Einrichtung 2011 2012 2013 2014 2015 Grundschulkinder Inklusive Grundschulförderklassen Ohne Vorbereitungsklassen 1 8.449 8.402 8.419 8.509 8.444 Anzahl Ganztagsgrundschulen 1 3 4 9 14 17 Kinder in Ganztagsgrundschule 1 247 297 565 966 1.418 Grundschulkinder in Flexibler Nachmittagsbetreuung 2 533 592 Kinder in Ergänzender Betreuung 3 2.473 2.821 3.006 2.636 2.577 Hortplätze 4 2.336 2.541 2.394 2.377 2.289 Grundschulkinder in Hortbetreuung 4 2.093 2.291 2.188 2128 2.012 Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Die Hortentwicklung findet im Rahmen einer sozialräumlichen Planung statt. Dabei werden die betroffenen Akteurinnen und Akteure so frühzeitig wie möglich einbezogen. Schülerhorte, die sich auf dem Gelände oder im Schulgebäude einer Ganztagsgrundschule befinden, werden parallel zum Aufbau des Ganztagsgrundschulangebotes sukzessiv abgebaut. Horte, die als Stadtteileinrichtung Kinder mehrerer Schulen betreuen, bleiben bei Bedarf vorerst bestehen. In Stadtteilen ohne ein Ganztagsschulangebot werden bei Bedarf bestehende Horte, wie bei- spielsweise in der Südweststadt ausgebaut oder wie in Knielingen neu eingerichtet. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass nicht überall ausreichend Raum zur Verfügung steht. In Stadtteilen mit Platzengpässen werden in Stadtteilrunden gemeinsam mit den beteiligten Ak- teurinnen und Akteuren Lösungsstrategien erarbeitet. Das bedeutet, dass an manchen Standor- ten das Hortangebot angepasst werden muss. Nachdem sich in der Südweststadt die Einrichtung eines Ganztagsschulangebotes verzögert, muss der Schülerhort dort vorübergehend deutlich erweitert werden. In der Südstadt kann der Bedarf nicht über die bereits bestehenden Ganztagsschulen im Umfeld abgedeckt werden, und in Grünwinkel ist vorerst kein Ganztagsgrundschulangebot geplant, sodass in beiden Einrich- tungen erweitert werden muss (siehe Anlage 1, Seite 1/Seite 3, Hortplanung Stand Mai 2016). Finanzielle Auswirkungen Die finanziellen Auswirkungen (inklusive Angaben zur Kontierung) sind in der Anlage 2 darge- stellt. Die Mehrerträge ab dem Jahr 2017 für den Hort Kinderinsel Süd wurden bei der Aufstel- lung des Doppelhaushalts 2017/2018 berücksichtigt und werden deshalb nur für den Hort an der Schule Grünwinkel aufgeführt. Haushaltsmittel für die zusätzlichen Personalaufwendungen des Hortes Kinderinsel stehen im Gesamtpersonalkostenbudget des Personal- und Organisati- onsamtes zur Verfügung. Für die Erweiterung des Hortes an der Schule Grünwinkel wird intern Personal umgeschichtet. Für die Mehrauszahlungen im Finanzhaushalt sind Haushaltsmittel bei der SJB/Abteilung Kindertageseinrichtungen vorhanden. Ausblick Der Bedarf für Kinderbetreuung ist nach wie vor steigend. Aus dem Kitabereich zeichnet sich vor allem ab dem 3. Lebensjahr der Kinder ein Bedarf für Ganztagsbetreuung ab. Zunehmend werden Kinder in die Schule kommen, die den Ganztagsbetrieb gewöhnt sind. Eltern sind ent- sprechend ihrer Berufstätigkeit darauf angewiesen. Langfristiges Ziel sollte ein stadtteilübergrei- fendes System der Schulkindbetreuung sein, das für alle Familien ähnliche Bedingungen auf- weist, eine Verzahnung von Bildung, Betreuung und Erziehung beinhaltet und die personellen und finanziellen Ressourcen synergetisch nutzt. Der im Kinder- und Jugendhilfegesetz allgemein formulierte Anspruch auf einen Betreuungsplatz ist auch durch ein entsprechendes Angebot an der Schule abgedeckt. Im Rahmen der Aufnahme der Ganztagsgrundschule in das Schulgesetz werden für andere Betreuungsangebote an Standorten mit Ganztagsschule keine Landeszu- schüsse mehr gezahlt. Gegenüberstellung der städtischen Förderung von Ganztagsgrundschulplatz und Hort- platz Der beispielhafte Vergleich der städtischen Zuschüsse für einen Hortplatz und einen Ganztags- grundschulplatz fußt auf der Gegenüberstellung der Kosten für einen Ganztagszug der 1. bis 4. Klasse mit 100 Kindern und einer viergruppigen städtischen Horteinrichtung mit 80 Kindern und kann nur eine Annäherung sein, da manches nicht vergleichbar ist. Das Ganztagsschulangebot bietet bei 13 Wochen Schulferien 7 Wochen Betreuung an. Der Hort deckt bis auf durchschnittlich vier Wochen Schließzeit die Ferien mit ab. Alle Schülerhorte haben bis 17 Uhr geöffnet. Die Ganztagsschule endet in der Regel um 16 Uhr, je nach Bedarf kann eine Betreuung bis 17:30 Uhr zusätzlich gebucht werden. In der Berechnung wird, angelehnt an die aktuelle Praxis von einer Gruppe bis 17:30 Uhr ausgegangen. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Berücksichtigt wurden die Kosten für Personal, Gebäudewirtschaft und Sachkosten. Dabei er- geben sich jährlich folgende Aufwendungen für die Stadt: Ganztagsgrund- schulangebot Hort mit Lan- deszuschuss Hort ohne Lan- deszuschuss Pro Ganztags- zug/Einrichtung 246.735 € 263.648 € 313.140 € Pro Gruppe 61.684 € 65.912 € 78.285 € Pro Kind 2.467 € 3.296 € 3.914 € Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Erweiterungen in den Schülerhorten Hopfenstraße, Grünwinkel um eine halbe Gruppe (10 Plätze) und im Hort in der Uhlandschule, Südstadt um 1 Gruppe (20 Plätze).

  • Protokoll TOP 11
    Extrahierter Text

    NIEDERSCHRIFT Stadt Karlsruhe Gremium: 26. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: 19. Juli 2016, 15:30 Uhr öffentlich Ort: Bürgersaal des Rathauses Vorsitzende/r: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup 14. Punkt 11 der Tagesordnung: Hortentwicklung und Aufnahme weiterer Hortpro- jekte in die Bedarfsplanung Vorlage: 2016/0348 dazu: Ergänzungsantrag der Stadträte Marc Bernhard und Dr. Paul Schmidt (AfD) vom 18. Juli 2016 Vorlage: 2016/0453 Beschluss: Der Gemeinderat beschließt - nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss - die Erweite- rungen in den Schülerhorten Hopfenstraße, Grünwinkel um eine halbe Gruppe (10 Plät- ze) und im Hort in der Uhlandschule, Südstadt um 1 Gruppe (20 Plätze). Abstimmungsergebnis: Beschlussvorlage: einstimmig zugestimmt Änderungsantrag AfD: mehrheitlich abgelehnt Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 11 zur Behandlung auf und verweist auf die erfolgte Vorberatung im Jugendhilfeausschuss: Dazu gibt es einen Antrag der AfD, den ich hier auch gleich mit aufrufe. - Herr Stadtrat Bernhard. Stadtrat Bernhard (AfD): Wir begrüßen es ganz außerordentlich, dass durch die Ein- richtung von weiteren Hortgruppen in Grünwinkel und in der Südstadt sowie durch die Entschärfung der Situation in Knielingen durch flexible Maßnahmen die Situation in die- sen Stadtteilen, was die Hortplatzversorgung angeht, massiv verbessert wurde. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei der Stadt. Da wurde schon einiges gemacht. Leider Gottes ist jetzt bei diesem ganzen Thema ein Stadtteil so ein bisschen hinten runterge- fallen. Einzig und allein für Kirchfeld gibt es keine zufriedenstellende Lösung, obwohl es da eigentlich wirklich sehr leicht wäre, kostengünstig und unbürokratisch Abhilfe zu schaffen. In Neureut gibt es gerade mal zwei Kilometer entfernt einen Schülerhort, der wegen zu geringer Belegzahlen 2018 geschlossen werden soll, während an der Wald- - 2 - schule in Kirchfeld 20 - 30 Kinder abgewiesen werden müssen. Das ist natürlich ein Rie- senproblem für die betroffenen Familien. Wir bauen jetzt mit viel Geld und Herzblut gerade wieder im vorangegangenen Tages- ordnungspunkt die Ganztagesbetreuung für Kinder bis sechs Jahre massiv aus und wol- len damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Dieses Konzept ist gut und richtig. Es macht aber nur Sinn, wenn die Kinderbetreuung nicht mit dem Eintritt in die Grundschule endet. Das führt für die Familien, die sich darauf verlassen haben, die wir ja dazu bringen wollen, dass beide erwerbstätig sind, dass beide Partner gleichberech- tigt am Erwerbsleben teilnehmen können, zu erheblichen Problemen, wenn wir das nicht sicherstellen können. Ich habe mir jetzt auf unseren Ergänzungsantrag die Stellungnahme der Verwaltung angeschaut. Da steht drin: Für die Kinder der Waldschule mit Betreuungsbedarf bietet derselbe Träger eine flexible Nachmittagsbetreuung an, um den Bedarf soweit wie mög- lich abzudecken. Hier ist natürlich ganz entscheidend, was wird da angeboten. Wird da dasselbe angeboten, was auch schon im letzten Schuljahr angeboten wurde, als näm- lich ungefähr 30 Kinder unversorgt waren. Das war die Verlässliche Grundschule bis 13 oder 14 Uhr ohne Mittagessen. Wenn beide Elternteile ganztägig berufstätig sind, bringt es nicht so arg viel. Da ist die entscheidende Frage, ist es dann, wie ähnlich z. B. bei der Südschule, bis 17:30 Uhr oder endet es um 14 Uhr. Dann ist den Familien über- haupt nicht geholfen. Das ist der entscheidende Punkt. Dann muss man natürlich auch sagen, es ist nicht so kompliziert. Es ist wirklich nicht so kompliziert. Die Nordschule ist zwei Kilometer entfernt, und der Bus muss nicht da 20-mal hin- und herfahren. Wenn man das vernünftig organisiert, dann kann man eine Klasse nehmen, etwa 20 Kinder aus einer Klasse, die Klassen dort sind sehr stark besetzt mit Schülern, und die in einem Aufwasch dort rüber transportieren und in einer provisorischen Lösung betreuen. Das ist überhaupt kein Problem. 2018 soll sich die Situation in Kirchfeld dann entspannen, so wird es uns auch in unserer Anfrage gesagt. Also geht es jetzt um eine Versorgung für die nächsten zwei Jahre. Die Familien können ganz einfach nicht zwei Jahre warten. Klar ist, wenn uns jetzt von der Stadtverwaltung gesagt wird, die Betreuung wird si- chergestellt bis 17:30 Uhr inklusive Mittagessen, dann ziehen wir unseren Antrag natür- lich zurück. Dann ist das auch erfüllt, was wir wollen. Aber wenn nicht, dann frage ich mich, warum man eine solche Maßnahme, die uns wirklich fast nichts kostet, nicht an- geht. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben heute ein Stadion für 114 Millionen Euro beschlossen. Wir sollten heute auch ein klares Zeichen setzen für Familien mit Kindern, und vor allem auch für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das kostet uns so gut wie nichts. Lassen Sie uns den betroffenen Familien in Neureut schnell und kostengüns- tig und unbürokratisch helfen. Lassen wir diese Familien bitte nicht im Regen stehen. Stadträtin Meier-Augenstein (CDU): Wir haben die eigentliche Vorlage letzte Woche im Jugendhilfeausschuss vorberaten. Es ist natürlich klar, dass meine Fraktion der Hort- entwicklung zustimmt. Wir finden es wichtig, dass man dort, wo eben ein weiterer Be- darf auch in der Hortbetreuung besteht, neue Gruppen oder Plätze schafft. Jetzt war uns letzte Woche im Ausschuss diese Information so noch nicht präsent, die wir hier in Neureut haben. Es ist hier jetzt ein bisschen schwierig das zu diskutieren, weil man das - 3 - eigentlich im Ausschuss diskutieren muss. Welche Möglichkeiten gibt es, ist es über- haupt machbar, auch mit dem Bus hin und her zu fahren. Ich bin da jetzt ein bisschen hin und her gerissen, weil wir auf der einen Seite schon sehen, dass da ein großer Be- darf besteht. Wir nehmen das auch sehr ernst. Das wäre im Endeffekt noch mal eine weitere Hortgruppe, die wir sofort eröffnen könnten. Gibt es vielleicht Möglichkeiten, anstatt die Kinder hin und her zu fahren, dann doch an der Waldschule noch durch räumliche Gegebenheiten oder durch einen Container direkt vor Ort noch etwas zu ma- chen. Ich hätte die große Bitte, Herr Oberbürgermeister, Bürgermeister Lenz, dass wir hier noch mal ausführlich sprechen im nächsten Ausschuss. Ich weiß, der ist erst im Herbst, aber vielleicht dass Sie als Verwaltung uns bis dahin wirklich schon konkret aus- arbeiten, welche Möglichkeiten wir haben. Wir sehen die Problematik hier in Neureut jetzt deutlicher als in anderen Stadtteilen, aber wir haben sie auch in anderen Stadtteilen. Für uns ist es keine Lösung, wie es die Verwaltung in der Antwort auf den Ergänzungsantrag schreibt, dass die Eltern ja einen Schulbezirkswechsel beantragen können, um dann in die Ganztagsschule zu gehen. Es ist nun mal unsere Erfahrung, dass gerade die Eltern, die hier für den Hort auf der War- teliste stehen, nicht die Ganztagsschule wollen. Wir meinen, dass dieses Bedürfnis ein- fach ernst genommen werden soll und wir hier auch weiterhin die Wahlfreiheit gewähr- leisten wollen. Wir freuen uns auf die weitere Diskussion im Ausschuss. Stadträtin Melchien (SPD): Wir als SPD-Gemeinderatsfraktion tragen die Beschluss- vorlage in der hier vorliegenden Form mit, lehnen den Änderungsantrag ab, allerdings nicht aus Kostengründen, sondern weil die Verwaltung dargelegt hat, dass es keinen Sinn macht. Es ist eben nicht getan mit einem täglichen Bustransfer, u. a. aus stunden- plantechnischen Gründen. Gerade Neureut ist ein Beispiel dafür, dass wir eine vielfältige Betreuungslandschaft haben, um bedarfsgerecht Angebote zu decken. Natürlich ist der Bedarf noch höher, als wir ihn derzeit in der Stadt abdecken können. Deswegen bauen wir auch ständig aus und haben ständig die Vorlagen hier im Gemeinderat. In Neureut haben wir sowohl die Ganztagsschule als auch noch mehrere Horte, und wir haben die flexible Nachmittagsbetreuung, die meines Erachtens natürlich nicht um 14 Uhr endet, sondern flexibel ist, sogar flexibel buchbar. Da kann man flexibel auf Bedarfe eingehen. Die Plätze insgesamt sind natürlich begrenzt. Deswegen haben wir auch im- mer wieder die Vorlagen und beschäftigen uns auch im zuständigen Fachgremium ge- nau mit solchen Fragen: was ist möglich, was lässt sich organisieren. Da wäre der richti- ge Ort gewesen. Die Beschlussvorlage wollen wir unverändert mittragen. Stadträtin Rastätter (GRÜNE): Auch für meine Fraktion kann ich sagen, dass wir die Beschlussvorlage unverändert so mittragen. Wir haben die Vorlage, wie sie die Stadt- verwaltung vorgelegt hat, im Jugendhilfeausschuss ja einstimmig beschlossen und se- hen jetzt keinen Handlungsbedarf, davon im Augenblick abzuweichen. Wir begrüßen natürlich, dass das Hortangebot da ausgebaut wird, wo die Notwendigkeit besteht. Jetzt zu dem konkreten Fall. An der Nordschule in Neureut gibt es drei Betreuungsfor- men. Es gibt die Verlässliche Grundschule, es gibt den Hort an der Nordschule und es gibt die flexible Nachmittagsbetreuung, die speziell auch von der Kinder-Stadtkirche eingerichtet wurde für die Kinder, die aktuell keinen Hortplatz bekommen. Dieser Be- - 4 - darf wird durch diese drei Betreuungsformen an der Nordschule aktuell tatsächlich er- füllt. Davon habe ich mich auch noch einmal überzeugt. Die Kinder kriegen dort eine Betreuungsform, wenn auch nicht im konkreten Fall den Wunsch nach dem Hort, aber die flexible Nachmittagsbetreuung. Nun ist es so, es gibt ja die umgekehrte Situation, d. h. die Kinder von der Waldschule, die die Ganztagsgrundschule besuchen wollen an der Nordschule, müssen einen Schul- bezirkswechsel vornehmen. Das machen die auch, d. h. die Nordschule hat eben ent- sprechend viele Schülerinnen und Schüler von der Waldschule. In diesem Fall müssen sie auch diese Entfernung zurücklegen. Das ist im ganzen Stadtgebiet auch so, weil wir nicht überall an jedem Standort den Hort und die Ganztagsschule anbieten müssen. Wir haben 17 Ganztagsschulen von 44 Grundschulen in diesem Schuljahr. Es gibt immer entsprechend viele Eltern, die nicht dieses Angebot hier direkt in ihrem Schulbezirk vor- finden und dann eben einen Wechsel vornehmen müssen. Wenn wir jetzt einen solchen Transfer einrichten, der sicher nicht preiswert wäre, wäre das ein Präzedenzfall, der be- deuten würde, dass wir das flächendeckend auch mit Transportmöglichkeiten an unter- schiedliche Standorte einrichten müssten. Das können wir hier mit einer solchen Vorla- ge nicht einfach durch die Hintertür einführen. Es macht eher Sinn, wie es die Kollegin Meier-Augenstein schon gesagt hat, dass wir weiter optimieren, wie wir die Angebote in Karlsruhe auch besser ausgestalten können. Ich möchte an der Stelle auch noch erwähnen, dass wir im neuen Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung noch einmal vorgesehen haben, dass neben der Ganztagsgrundschule auch eine weitere Betreuungsform entwickelt werden soll. Im Herbst soll ein Gipfel zur Ganztagsgrundschule und zu Betreuungsformen stattfinden. Dann würden wir uns ohnehin wieder intensiver damit beschäftigen, wie wir unser Karlsruher Modell mit dem Basismodell Ganztagsschule und alternativ für die Eltern, die dies nicht wünschen, ein Wahlangebot mit Horten oder einer anderen Betreuungsform umsetzen. Deshalb würde ich sagen, nehmen wir jetzt die Vorlage, das Hortangebot wird ausgebaut. Die Kinder, die die Waldschule besuchen, haben in der Nordschule ein Angebot. Deshalb können wir uns jetzt einverstanden erklären mit der Vorlage, wie sie uns die Stadtverwaltung vorgelegt hat. Stadtrat Dr. Schmidt (AfD): Frau Rastätter, nach unseren Informationen besteht da nach wie vor Bedarf. Generell ist es so, dass wir im Jugendhilfeausschuss kein Stimm- recht haben. Wir möchten darauf hinweisen, dass auch bei der Beantwortung unserer Anfrage immer nur von Kindern mit Betreuungsbedarf die Rede ist, d. h., dass das Kin- der sind - so haben wir es verstanden -, bei denen beide Elternteile berufstätig sind. Wenn ein Elternteil nicht berufstätig ist, ist von vornherein kein Betreuungsbedarf vor- handen, und die Kinder bzw. ihre Eltern werden abgewiesen. Das ist nach wie vor an vielen Horten in Karlsruhe immer noch gängige Praxis. Seltsamerweise passiert so was bei der Ganztagsschule natürlich nicht. Unser Problem dabei ist, dass gerade die Kinder mit Migrationshintergrund häufig in Familien leben, in denen ein Elternteil nicht berufs- tätig ist. Gerade für die wäre es wichtig, dass sie nachmittags mit anderen deutschspra- chigen Kindern zusammen sind, um die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten zu haben wie diese. Deswegen finden wir, dass an dieser Stelle die Einschränkung mit Betreu- ungsbedarf endlich mal wegfallen sollte, dass alle Kinder gleich behandelt werden, un- abhängig davon, ob beide Elternteile berufstätig sind oder nur eines. Wenn man diese - 5 - Kinder nämlich dazuzählt, wird man feststellen, dass an vielen Stellen in Karlsruhe Be- darf ist, auch hier in Neureut, wo der Bedarf am größten ist. Nach den Maßnahmen, die dankenswerterweise die Stadt jetzt einführt, ist eben der Bedarf in Neureut am größten. Wenn man diese Kinder noch dazuzählt, wird er noch größer. Da kann auch die Ver- lässliche Grundschule nicht darüber hinwegtäuschen. Oft genug wollen die Eltern eine Hortunterbringung für ihre Kinder, es gibt keinen Hortplatz, dann müssen sie die Ver- lässliche Grundschule nehmen, wo die Kinder noch zwei Stunden länger in Obhut sind, aber nicht am Nachmittag, wie es von den Eltern eigentlich gewünscht wird. Wenn man dann in der Statistik liest, dass diese Kinder in der Verlässlichen Grundschule unterge- bracht sind, heißt es nicht, dass die Wünsche der Kinder bzw. ihrer Eltern erfüllt sind, sondern es heißt, dass sich die Eltern mit einer Notlösung zufrieden gegeben haben. Deswegen glauben wir auch, dass an dieser Stelle, gerade hier in Neureut, auch ein sehr großer Bedarf an Hortplätzen besteht. Das ist ja auch in der Verwaltungsvorlage so drin. Wenn man bedenkt, dass die Verlässliche Grundschule angeboten wird, sind ja Orte vorhanden, an denen die Schüler nach der Schule betreut werden. Da muss man sich natürlich fragen, könnte man nicht Personal, was jetzt an der Nordschule vielleicht zu viel ist, zur Waldschule transferieren, wenn da Räumlichkeiten vorhanden sind. Das wä- re eine andere Möglichkeit. Da wir nicht so weit in die organisatorischen Belange der Schule eingreifen wollten, haben wir jetzt hier mit diesem Änderungsantrag versucht, mit dem Shuttlebus eine pragmatische Lösung zu finden. Wir hätten gerne, selbst wenn dieser Antrag jetzt abgelehnt wird, dass er doch bitte in den Ausschüssen und von der Stadtverwaltung jetzt noch vor der Sommerpause wohlwollend geprüft wird. Der Vorsitzende: Herr Stadtrat Dr. Schmidt, Sie haben zwar kein Stimmrecht im Ju- gendhilfeausschuss, aber Rederecht und Anwesenheitsrecht. Also die Themen könnten dort alle ausreichend auch durch Sie selbst mitdiskutiert werden, weil das jetzt natürlich in eine Detailtiefe geht, die wir hier nicht bewältigen können. Ich weise auch darauf hin, dass es vor der Sommerpause keine Ausschüsse mehr gibt, wo man noch irgend- was wohlwollend beschließen kann. Das ist im Grunde jetzt hier die letzte große thema- tische Sitzung. Insofern würde ich gerne Ihren Antrag, dass wir so einen Transfer ein- richten, auch hier zur Abstimmung stellen, damit klar ist, ob wir das weiterverfolgen oder nicht. Den Vorschlag von Frau Meier-Augenstein und implizit auch Ihren Vor- schlag, das Thema grundsätzlich noch mal im Jugendhilfeausschuss aufzurufen, jetzt nicht anhand Ihres Antrags, denn der ist dann abgelehnt, sondern anhand des Themas Hortversorgung, wie das ja eh regelmäßig passiert, können wir gerne aufnehmen. Das ist klar. - Herr Stadtrat Bernhard. Stadtrat Bernhard (AfD): Ich hätte gerne noch die Frage beantwortet, ob das jetzt bis 14 Uhr ist oder bis 17:30 Uhr. Die Frage hätte ich schon noch gerne beantwortet, denn die ist ja entscheidend. Der Vorsitzende: Ich schaue mal auf die Expertenbank. Bürgermeister Lenz: Das ist immer ein flexibles Bausteine-Angebot. Gerade die Flexibi- lität in Neureut ist herausragend an der Stelle. Ich gucke den Ortsvorsteher an, Herrn Stober. Ihr seid ja permanent im Dialog. Deswegen kümmern wir uns schon drum. Ob - 6 - das jetzt aber 14:30 Uhr oder 17:00 Uhr ist, ist im Moment deswegen nicht entschei- dend, weil der Elternwille seit über einem Jahr direkt im Dialog geklärt ist. Insofern sehe ich es nicht als entscheidend. Der Vorsitzende: Das können wir noch nachreichen. Ich finde den Hinweis richtig, dass an der Nordschule ein Angebot bis 17:30 Uhr bestünde. Die Eltern müssten dann eben den Schulbezirk wechseln. So habe ich das jetzt verstanden. Die kommen heute auch ohne Schultransfer irgendwie dahin und kriegen es offensichtlich auch gebacken. Wir reden im Moment über einen Hort und 19 Kinder in Karlsruhe. Wir müssen auch mal gucken, wie wir mit unserer Zeit umgehen. Jetzt sehe ich doch keine Wortmeldun- gen mehr. Vielen Dank. Dann können wir jetzt zum Ergänzungsantrag der AfD kommen, diesen Schultransfer einzurichten. Da bitte ich um das Kartenzeichen. - 3 Enthaltungen, 4 Befürworter. Der Rest ist Ablehnung. Damit ist er abgelehnt. Jetzt kommt die eigentliche Beschlussvorlage in unveränderter Weise. Da bitte ich auch um das Kartenzeichen. - Dem stimmen Sie dann alle zu, einstimmig. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 29. Juli 2016